Der beste High-End-Kaffeevollautomat

Der beste Kaffeevollautomat in der High-End-Kategorie ist der Siemens EQ9 connect. Der Luxus-Kaffeevolllautomat hat gleich zwei Keramikmahlwerke, mit denen man bequem zwischen zwei Bohnensorten wechseln kann. Gleichzeitig sind sie phänomenal leise. Den Namenszusatz “connect” verdankt das Gerät seiner WLAN-Anbindung, die eine flexible und bequeme Fernbedienung per App ermöglicht.

Für Kaffee-Liebhaber kommt für den richtigen Kaffeegenuss nichts anderes in Frage, als ein Kaffeevollautomat – und am besten ein richtig guter. Im High-End-Bereich gibt es durchaus einige Maschinen, die ihren Job sehr gut machen – doch nur darauf kommt es bei Preisen bis über 2.000 Euro nicht alleine an.

Der Automat muss auch optisch und technisch einiges hermachen, denn das können Kunden auch erwarten. Als selbstverständlich vorausgesetzt werden kann, dass der Espresso schon in der Grundeinstellung annähernd perfekt ist. Zusätzliche Extras und bessere Verarbeitung runden das High-End-Kaffee-Paket schließlich ab.

Wir haben fünf aktuelle Kaffeevollautomaten aus dem obersten Preissegment für Sie getestet. Da der Kaffee bei allen schmeckt, sind auch die Kleinigkeiten von Bedeutung gewesen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Gewinner: Siemens EQ9 connect

Test High-End-Kaffeevollautomat: Siemens EQ9
Viele Extras, toller Espresso und sehr gute Verarbeitung verhelfen der EQ9 connect zum Testsieg.

Die App-Steuerung des Siemens EQ 9 macht Spaß und das doppelte Mahlwerk vergrößert den Spielraum für Abwechslung und Kreativität beim Kaffeegenuss. Bei der Lautstärke erweist er sich als Leisetreter, mit dem nur wenige andere Spitzenmodelle konkurrieren können.

Der Siemens EQ 9 connect ist ein High-End-Kaffeevollautomat mit allen Funktionen, die man in der Spitzenklasse erwarten würde, und einigen attraktiven Extras obendrauf. Dabei ist es mit Abstand nicht das teuerste Gerät auf dem Markt. Das macht ihn für uns klar zum Preis-Leistungs- und Testsieger.

Ohne App-Steuerung: Miele CM 7500

Test High-End-Kaffeevollautomat: Miele CM 7500
Extrem gut verarbeitet aber recht groß.

Wer es eher minimalistisch und reduziert will, der ist bei Miele richtig. Der CM 7500 mutet nicht so modern an wieder Siemens, kann sich aber ansonsten gut mit ihm vergleichen lassen. Das einzige, das auffällt ist, dass der Miele kein doppeltes Mahlwerk bietet und auch auf die App-Steuerung muss hier verzichtet werden.

Da sich der Miele Kaffeevollautomat preislich sogar noch ein paar hundert Euro über unserem Favorit befindet, schafft es der CM 7500 mit weniger Ausstattung nicht zum Testsieger.

Fast genauso leise: Siemens EQ 6 700

Test High-End-Kaffeevollautomat: Siemens EQ 6 700
Mit nur einem Mahlwerk und ohne App-Steuerung.

Konkurrenz macht sich der EQ9 mit seinem kleinen Bruder, dem EQ6 700 im eigenen Hause. Zu einem wesentlich günstigeren Preis muss hier natürlich aber auf so einiges verzichtet werden. Es gibt keinen integrierten Milchbehälter und es lassen sich keine Benutzerprofile speichern.

Auch das Display ist nur einfarbig. Wenn das aber alle kein Problem für Sie darstellt, ist der EQ6 700 um einiges günstiger zu haben und macht trotz allem qualitativ hochwertige Kaffeegetränke.

Vergleichstabelle

Unser GewinnerOhne App-SteuerungFast genauso leise
Modell Siemens EQ9 connect Miele CM 7500 Siemens EQ 6 700 Jura Z 6 Saeco GranBaristo Avanti
Test High-End-Kaffeevollautomat: Siemens EQ9Test High-End-Kaffeevollautomat: Miele CM 7500Test High-End-Kaffeevollautomat: Siemens EQ 6 700Test High-End-Kaffeevollautomat: Jura Z 6Test High-End-Kaffeevollautomat: Saeco GranBaristo Avanti
Pro
  • Doppelt Mahlwerk und App-Steuerung
  • Sehr edles Design
  • Um einiges günstiger und macht hochwertige Kaffeegetränke
  • Guter Milchschaum
  • Guter Kaffee
  • Guter Kaffee
  • App ist sehr übersichtlich
Contra
  • Brühgruppe ist hinter dem Wassertank versteckt
  • Keine App-Steuerung und kein doppeltes Mahlwerk und teurer als der Testsieger
  • Kein integrierter Milchbehälter und keine speicherbaren Benutzerprofile
  • Im Vergleich relativ laut
  • Wasserfilter müssen häufig gewechselt werden
  • Zu kleiner Wassertank
  • Noch relativ viel Plastik verwendet
Bester Preis
Technische Daten  

So haben wir getestet

Die wichtigsten Kriterien sind natürlich die Getränkequalität, die verfügbaren Einstellungen, die Möglichkeiten der Reinigung und Pflege, die Bedienfreundlichkeit, das Design und die Lautstärke.

Getestet haben wir neben unserem Testsieger die Modelle Miele CM 7500, Siemens EQ 6, Jura Z6 und Saeco GranBaristo Avanti.

Was können High-End-Kaffeevollautomaten?

Auch mit günstigen Kaffeevollautomaten für 300 Euro kann man Espresso und Milchkaffeegetränke aus frischen Kaffeebohnen ganz einfach auf Knopfdruck zubereiten. Edlere Varianten kosten 2000 Euro und mehr. Lohnt sich das? Was kann man von einem High-End-Kaffeevollautomaten erwarten?

Die wichtigsten Vorzüge hochpreisiger Geräte liegen beim Funktionsumfang und bei der Qualität der Materialien und Technik. Mehr verschiedene Funktionen machen die Benutzung noch einmal bequemer und ermöglichen eine feinere Abstimmung des Automaten und der Getränke auf die Bedürfnisse der Besitzer.

Die höhere Qualität äußert sich auch darin, dass ein Automat der Spitzenklasse belastbarer ist und länger hält, in der Regel bessere Getränke liefert – und nicht zuletzt edler aussieht.

Im High-End-Bereich bekommen Sie von allem noch etwas mehr

Teilweise kann man die Luxusfeatures von Kaffeevollautomaten als Spielereien bezeichnen, zum Beispiel die farbige Beleuchtung der Kaffeetassen oder sogar des Wassertanks, mit denen Spitzengeräte von Jura oder Nivona versuchen, der Konkurrenz die Show zu stehlen.

Das gilt aber durchaus nicht für alle Features der High-End-Klasse. Eine Geräuschreduzierung für das Mahlwerk, feine Einstellungsmöglichkeiten für die Getränke oder durchdachte und umfassende Reinigungsprogramme haben einen klaren Nutzen.

Preisgünstige Kaffeevollautomaten stecken meist in einem Kunststoffgehäuse. Edelstahl, Chrom oder Aluminium verwenden sie nur für kleine optische Akzente oder da, wo es technisch nicht anders geht. In der Spitzenklasse darf man dagegen erwarten, dass an dieser Stelle nicht gespart wird. Das zeigt sich darin, dass diese Geräte bis zu knapp unter 20 Kilo auf die Waage bringen. Zwar kommt hier auch Kunststoff zum Einsatz, aber das ist dann eher eine bewusste Designentscheidung als Sparsamkeit.

Ein anderes Aushängeschild für Luxus und Exklusivität eines Kaffeevollautomaten ist sein Display. Unser Testsieger bei den günstigen Einsteigergeräten, der DeLonghi ECAM 22.110, hat gar keins und bildet damit eine Ausnahme. Sonst haben günstige Kaffeevollautomaten meist recht einfache, kleine und einfarbige Displays. An High-End-Geräten glänzen dagegen große und farbige Touch-Displays. Die sehen nicht nur edel aus, sondern bieten mit einer gelungenen Software auch maximalen Bedienkomfort.

Espresso und Milchschaum

Zum Testen und Vergleichen des Espressos haben wir die Menge auf 20 bis 25 ml, die Stärke aufs Maximum und den Mahlgrad so fein wie möglich eingestellt. Der Espresso sollte, je nach Sorte, einen vollen Körper und ein komplexes Aroma haben und von einer schönen Crema gekrönt sein. Natürlich sollte er keinesfalls eine unnatürliche Bitterkeit durch Überextraktion oder zu heißes Wasser aufweisen. Ebensowenig darf er wässrig sein. Die ideale Durchlaufzeit liegt bei etwa 25 Sekunden. Ein Kaffeevollautomat sollte davon nicht allzu weit abweichen.

Bezug Espresso und Milchschaum
Hier schmeckt der Latte Macchiato wie aus dem Café um die Ecke – und das auf Knopfdruck.

Von einem High-End-Kaffeevollautomaten kann man ein automatisches Milchschaumsystem erwarten, das Milchkaffeegetränke auf Knopfdruck liefert. Der Milchschaum sollte fest, homogen und mit Trinktemperatur aus dem Automaten kommen.

Ein automatisches Milchschaumsystem können Sie erwarten

Gibt es weitere Funktionen, etwa eine Temperatureinstellung für den Milchschaum, haben wir natürlich getestet, ob sie halten, was sie versprechen. Ein Kaffeevollautomat dieser Preisklasse sollte nicht nur zwei Espressos, sondern auch zwei Milchkaffeegetränke gleichzeitig zubereiten können.

Einstellungen

Das Kerngeschäft eines Kaffeevollautomaten ist die Zubereitung eines Espressos, der möglichst nah an einen Siebträger-Espresso vom Barista herankommt. Im Prinzip ist der dazu nötige Vorgang technisch nicht kompliziert. Der Automat mahlt eine bestimmte Menge Kaffeebohnen, lässt das Pulver in die Brühkammer fallen und presst die richtige Menge Wasser bei etwa 95 Grad Celsius in etwa 25 Sekunden durch den Kaffee.

Doch der Teufel steckt im Detail. Beim Brühen eines Espressos kann man viel falsch machen. Alle Variablen bestimmen zusammen das Ergebnis und schon kleine Änderungen können sich stark darauf auswirken. Etwas zu heißes Wasser und der Kaffee verbrennt; ein zu feiner Mahlgrad und das Wasser kommt nicht mehr durch; zu viel Wasser und der Kaffee wird überextrahiert und bitter.

Bei einem hochwertigen Kaffeevollautomaten müssen deshalb alle Einzelschritte der Zubereitung richtig eingestellt und aufeinander abgestimmt sein. Darüber hinaus sind die Geschmäcker ebenso verschieden wie die Kaffeesorten auf dem Markt. Außerdem macht professionell zubereiteter Espresso gerade darum so viel Spaß, weil man an vielen kleinen Stellschrauben drehen kann, um das Aroma zu variieren und es perfekt auf den individuellen Geschmack abzustimmen.

Mit der richtigen Einstellung zum perfekten Espresso

Deshalb sind die Einstellungsmöglichkeiten bei allen Kaffeevollautomaten ein wichtiges Test- und Kaufkriterium. Von einem Luxusgerät ist entsprechend mehr zu erwarten – mehr Möglichkeiten, mehr Flexibilität, mehr Bedienkomfort und dadurch mehr Spaß und Genuss.

Reinigung und Pflege

Grundsätzlich verfügt jeder Kaffeevollautomat über Reinigungsprogramme. Die dürfen auf keinen Fall fehlen, da Feuchtigkeit, Wärme, Kaffeepulver und Milch einen idealen Nährboden für Bakterien und Pilze abgeben, wenn das Innere des Automaten nicht richtig gereinigt wird.

Unterschiede gibt es aber beim Komfort der Reinigungsprogramme und bei ihrer Abdeckung. Hier ist vor allem das Milchschaumsystem zu nennen, das nicht jeder Kaffeevollautomat automatisch reinigen kann, obwohl Milch bekanntlich schnell schlecht wird.

Ein weiteres Kriterium ist, ob die abnehmbaren Teile in die Spülmaschine dürfen und ob sich die Brühgruppe – das Espresso-Herz eines Kaffeevollautomaten – herausnehmen lässt. Es gibt unterschiedliche Meinungen darüber, ob letzteres nötig ist. Wir sehen das pragmatisch und finden, dass zusätzliche Sicherheit bei der Hygiene nicht schaden kann. Außerdem ist eine entnehmbare Brühgruppe ein großer Vorteil, wenn sie mal kaputtgeht und ausgetauscht werden muss.

Bedienung, Display, Design und Lautstärke

Die Bedienung technischer Geräte ist oft auch ein bisschen Geschmackssache. So kann die Bewertung hier leicht subjektiv werden. Ideal ist, wenn man die Grundfunktionen auch ohne Anleitung hinbekommt und auch für die Feineinstellungen nicht lange tüfteln muss. Ein großes, farbiges Display mit hoher Auflösung macht dies einfacher.

Das Design ist erst recht Geschmackssache und damit ein noch weicheres Kriterium. Doch zumindest die verwendeten Materialien und die Qualität der Verarbeitung lassen sich einigermaßen objektiv vergleichen. Außerdem sollte das Design natürlich funktional sein. Wenn beispielsweise keine hohen Tassen oder Gläser unter den Kaffeeauslauf passen, ist das ein Designproblem mit praktischen Folgen für die Benutzer. Das ist leider auch bei hochpreisigen Kafeevollautomaten gelegentlich der Fall.

Intuitive Bedienung und geringe Lautstärke sind Pluspunkte

Zu guter Letzt ist die Lautstärke wieder ein hartes Kriterium, auf das viele Menschen Wert legen. Kaffeebohnen mahlen, Espresso brühen und Milch aufschäumen – das alles ergibt unvermeidlich eine deutliche Geräuschkulisse. Wer lärmempfindlich ist, kann sich dadurch in der Frühstücksruhe gestört fühlen. Ebenso werden Kaffeevollautomaten in Bürogemeinschaften oft als störend empfunden, wo man Ruhe zum Arbeiten braucht.

Die Hersteller von High-End-Kaffeevollautomaten nehmen sich dieses Problems an, indem sie relativ leise Keramikmahlwerke und mitunter auch eine Schallisolierung einbauen. Wieweit diese Bemühungen fruchten, ist ein weiteres Vergleichskriterium.

 

Testsieger: Siemens EQ 9 connect

Der EQ 9 connect von Siemens ist ein neuer, hochmoderner Kaffeevollautomat aus der erfolgreichen EQ-Baureihe von Siemens. Im sogenannten «baristaMode” bietet er differenzierte Möglichkeiten zum Feintuning von Kaffeegetränken, wie man sie nur selten findet.

Unser Gewinner: Siemens EQ9 connect

Test High-End-Kaffeevollautomat: Siemens EQ9
Viele Extras, toller Espresso und sehr gute Verarbeitung verhelfen der EQ9 connect zum Testsieg.

Um bequem und sauber zwischen zwei Kaffeesorten wechseln zu können, ist er mit zwei Mahlwerken und dazugehörigen Bohnenfächern ausgestattet. Das ist auch bei Spitzenmodellen eine echte Seltenheit.

Mit zwei Mahlwerken und zwei getrennten Bohnenfächern

Die Mahlwerke sind aus Keramik und im Vergleich auffallend leise. Für bis zu zehn Personen lassen sich Benutzerprofile mit individuell angepassten Kaffeerezepten speichern. Eine gut gemachte App mit zahlreichen Funktionen zur Fernbedienung des Siemens EQ 9 connect über WLAN rundet die Luxusausstattung ab.

Schick und edel mit Farbdisplay

Das edle Äußere des Siemens EQ 9 connect macht viel her und sieht definitiv nach High End aus. Mit der glatten Oberfläche in Schwarz oder Edelstahloptik, dem großen Bedienfeld und Display sowie dem markanten Drehregler darunter hat er die Ästhetik eines HiFi-Geräts. Espresso und geschäumte Milch kommen zusammen aus dem quaderförmigen, anthrazitfarbenen Auslauf in der Mitte. Die Oberfläche ist aufgeräumt, symmetrisch und optisch auf das Bedienfeld konzentriert.

Großes Display
Einfache Bedienung kombiniert mit modernem Design.

Wie auch bei anderen Modellen der EQ-9-Serie gehört ein durchsichtiger Milchcontainer aus Kunststoff dazu, der auf der linken Seite halb aus dem Automaten herausragt und bequem entnommen werden kann. Das Milchaufschäumen findet davon abgesehen komplett im Inneren des Automaten statt.

Das hochauflösende TFT-Farbdisplay nimmt die obere Hälfte des Bedienfeldes ein und verwendet sowohl Textelemente als auch Abbildungen von Kaffeegetränken, die annähernd fotorealistisch sind. Das Design ist allemal ein Blickfang.

Feineinstellungen im Barista-Modus

Der Milchschaum ist bereits mit den Voreinstellungen tadellos. Für den Espresso lässt sich die Temperatur, die Menge, die Stärke und natürlich der Mahlgrad einstellen. Da Änderungen am Mahlgrad immer etwas umständlicher sind, ist hier das zweite Mahlwerk ein zusätzlicher Gewinn. Damit kann man nicht nur zwei verschiedene Kaffeesorten, sondern auch zwei verschiedene Mahlgrade simultan verwenden.

Durch Umschalten in den sogenannten «Barista-Mode” werden noch feinere Einstellungen für Temperatur, Menge, Stärke, Kaffee-Milch-Verhältnis und Durchlaufzeit möglich. Die vorgenommenen Einstellungen lassen sich in 10 verfügbaren Benutzerprofilen speichern.

Wie es sich für einen Kaffeevollautomaten der Spitzenklasse gehört, kann der Siemens EQ 9 connect auf Knopfdruck zwei Getränke gleichzeitig zubereiten.

Dual Bean: Doppeltes Mahlwerk

Das doppelte Mahlwerk des Siemes EQ 9 connect ist ein großer Zugewinn an Flexibilität und Abwechslung beim Espressogenuss. Die meisten Kaffeevollautomaten leiden unter der Einschränkung, dass zwar verschiedenste Kaffeevarianten und Einstellungen möglich sind, aber ohne einen gewissen Aufwand nicht die Kaffeesorte gewechselt werden kann. Mit einer Espressomaschine geht das ohne jeden Aufwand beliebig oft. Von dieser Einschränkung befreit Sie unser Testsieger wenigstens ein Stück weit, indem er Ihnen jederzeit Zugriff auf zwei Kaffeesorten gibt – auf Wunsch auch mit verschiedenen Mahlgraden.

Die Anzahl der Kaffeevollautomaten auf dem Markt, die dieses Feature bieten, lassen sich an einer Hand abzählen: Das Jura-Flaggschiff Giga 5 gehört noch dazu, der Miele CM 7500 nicht. Unser Mittelklasse-Testsieger Melitta Caffeo CI ermöglicht ein Umschalten zwischen zwei Bohnenbehältern, hat aber nur ein Mahlwerk. Darin befinden sich nach dem Umschalten immer noch Restbohnen, so dass kein sauberer Wechsel von einem Brühvorgang zum nächsten möglich ist.

Beide Mahlwerke sind sehr leise

Außerdem fällt bei den Mahlwerken des EQ 9 connect auf, dass sie wunderbar leise sind. Auch hinsichtlich der Lautstärke gehört er damit eindeutig zu den besten Kaffeevollautomaten auf dem Markt.

Zwei Mahlwerke
Zwei Bohnenbehälter mit eigenem Mahlwerk für doppelten Kaffeegenuss.

Fernbedienung per App

Mit der App für den Siemens EQ 9 connect stehen die meisten Funktionen der Bedienung und Programmierung auch auf dem Tablet oder Smartphone zur Verfügung. Darüber hinaus bietet sie über die «Coffee World” Zugriff auf mehr als ein Dutzend Kaffeespezialitäten aus aller Welt, die auf Kommando vom Automaten zubereitet werden. Passend zum HiFi-Look können über die App Kaffeegetränke in eine «coffeePlaylist” geschoben werden, die der EQ 9 connect dann eines nach dem anderen zubereitet. Nur die Tassen muss man dann noch selbst wechseln.

Neben den Steuerungsfunktionen hält die App eine Art Informationsportal zum Thema Kaffee bereit und bietet jederzeit Zugriff auf die Bedienungsanleitung – sehr hilfreich, da die bekanntlich gerne verlegt wird.

Reinigung und Pflege

Wie die meisten Kaffeevollautomaten lässt sich auch der Siemens EQ 9 connect mit einem Wasserfilter betreiben. Das ist auf jeden Fall sinnvoll, da mit entkalktem Wasser der Kaffee besser schmeckt und der Automat nicht so schnell verkalkt.

Das Gerät verfügt über automatische Programme zum Spülen, Reinigen und Entkalken. Beim Ein- und Ausschalten findet automatisch ein Spülvorgang statt. Das Milchsystem wird nach jedem Getränkebezug mit Dampf gereinigt. Auf dem Display wird stets angezeigt, wie viele Getränke noch bezogen werden können, bis ein neuer Wasserfilter her muss oder die nächste Reinigung oder Entkalkung ansteht.

Einige Teile können sogar in die Spülmaschine

Die Brühgruppe ist bequem entnehmbar und kann somit auch manuell regelmäßig abgespült werden. Einziges Manko: sie ist hinter dem Wassertank versteckt. Ein Extra an Komfort ist, dass die Abtropfschale, der Tresterbehälter und der Milchbehälter spülmaschinenfest sind. Das ist bei den meisten Kaffeevollautomaten nicht der Fall.

Leichte Reinigung danke durchdachter Brühgruppe
Die Brühgruppe ist gut durchdacht und lässt sich leicht reinigen.

Was sagen die anderen?

Bei Spitzengeräten wie dem Siemens EQ 9 connect befindet man sich in so luftigen Höhen, dass oft keine Testberichte existieren, weil die Zielgruppe relativ klein ist.

Das gilt auch für unseren Testsieger und seinen Vorgänger, den Siemens EQ 9 (ohne «connect”), der schon länger auf dem Markt ist. Bei Amazon sind für letzteren aber bereits 26 Rezensionen abgegeben worden, die zusammen viereinhalb Sterne ergeben. Mit anderen Worten, die große Mehrheit der Käufer ist überzeugt.

Alternativen

Falls unser Favorit noch nicht so ganz das ist, was Sie suchen, stellen wir Ihnen abschließend noch zwei Alternativen vor, die wir ebenfalls empfehlen können.

Ohne App-Steuerung: Miele CM 7500

Test High-End-Kaffeevollautomat: Miele CM 7500
Extrem gut verarbeitet aber recht groß.

Der CM 7500 von Miele liegt preislich etwa in derselben Größenordnung wie unser Testsieger. Die Marke Miele ist vor allem für die inneren Werte ihrer Produkte bekannt: Sie tun zuverlässig auf hohem Niveau ihre Arbeit und halten ewig.

Das beschreibt auch den High-End-Kaffeevollautomaten CM 7500 sehr gut. Das Äußere ist im Vergleich zum High-Tech-Chic unseres Testsiegers reduziert, edel und minimalistisch. Display und Bedienelemente sind vergleichsweise klein, aber die Bedienung ist durchweg intelligent gelöst.

Auch die Einstellungsmöglichkeiten und Hygienefunktionen können es durchaus mit denen des Siemens EQ 9 connect aufnehmen. Im direkten Vergleich vermisst man beim Vollautomaten von Miele allerdings das doppelte Mahlwerk und die App-Steuerung. Deshalb bietet unser Favorit von Siemens das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis.

Wenn es Ihnen auf beides nicht so ankommt, ist der Miele CM 7500 aber eine hochwertige Alternative, mit der Sie nicht viel falsch machen können.

Fast genauso leise: Siemens EQ 6 700

Test High-End-Kaffeevollautomat: Siemens EQ 6 700
Mit nur einem Mahlwerk und ohne App-Steuerung.

Mit dem Siemens EQ 6 700 kann man sich dem Funktionsumfang und der Getränkequalität des EQ 9 connect annähern und dabei gutes Geld sparen. Das Gerät ist übrigens baugleich mit dem Bosch VeroAroma 700.

Der Siemens EQ 6 700 bietet ebenfalls alle wichtigen Einstellungsmöglichkeiten und teilt mit seinem großen Bruder den Vorzug, dass er sehr leise ist.

Allerdings muss man auch auf Einiges verzichten: Beim EQ 6 gibt es keinen integrierten Milchbehälter. Der muss also neben dem Automaten stehen und mit einem Schlauch verbunden werden. Das vielleicht bedauerlichste Minus ist, dass sich keine individuellen Benutzerprofile speichern lassen.

Auch in der Optik ist der EQ 6 etwas bescheidener. Er hat nur ein kleines, einfarbiges Display und die bunten Abbildungen von Kaffeegetränken sind fest aufgedruckt, statt auf einem Farbdisplay angezeigt zu werden.

Wenn das keine K.O.-Kriterien sind, empfehlen wir Ihnen, sich den EQ 6 700 näher anzusehen. Er gehört nicht mehr zum «High End”, aber definitiv zur gehobenen Klasse – und er liefert Espresso und Milchkaffeegetränke von vergleichbar hoher Qualität.

Kommentare

7 Kommentare zu "Der beste High-End-Kaffeevollautomat"

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Hatte ich 6 Monate, war begeistert aber noch 6 Monaten (mit dem gleichen Kaffee) war das nix mehr. Also dank Amazon wieder zurück und eine siebträger machine gekauft

Luxus-Bakterienschleuder!
Und immer schön Entkalker mittrinken!

Ich hoffe das Gerät ist nicht nur High End und Edel sondern auch haltbar.
Darauf kommt es bei mir eher an.

Mir hat es echt Spaß gemacht den Siemens EQ 9 noch mal genau anzuschauen. Ich hoffe euch gefällt der Test! 🙂

Wir haben die seid Dezember ich bin so happy davor hatten wir die 7 Serie ich kann die Maschinen nur empfehlen .

Freut mich zu hören!

So ist es

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