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Der beste High-End-Kaffeevollautomat

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Arne Preuß

Arne Preuß

ist leiden­schaft­licher Kaffee­experte und Gründer des bekanntesten deutschen Kaffee-Blogs Coffeeness. Er hat zahllose Kaffee­voll­automaten unter der Prämisse getestet: "Was würde ein Barista dazu sagen?". Arne ist außerdem speziali­siert auf Handfilter und Cold Brew Coffee.

Wir haben 7 Kaffeevollautomaten aus dem High-End-Segment unter die Lupe genommen. Am besten gefallen hat uns der Siemens EQ9 connect. Dieser Luxus-Automat verfügt über zwei ausgesprochen leise Keramikmahlwerke, die Ihnen das problemlose Wechseln zwischen zwei Bohnensorten ermöglichen. Den Namenszusatz „connect“ verdankt das Gerät seiner WLAN-Fähigkeit. Über eine App steuern Sie den Automaten einfach und flexibel.

Update 30. Juli 2020

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

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6. März 2020

Wir haben den DeLonghi Maestosa getestet. Am Testsieger und unseren Empfehlungen hat sich aber nichts geändert.

17. September 2018

Wir haben den Saeco Xelsis getestet. Am Testsieger und unseren Empfehlungen hat sich aber nichts geändert.

Für viele Kaffeeliebhaber gibt es keine Alternative zu einem richtig guten Kaffeevollautomaten. Im High-End-Bereich, also in einer Kategorie, deren Preise durchaus über 2.000 Euro liegen können, gibt es einige Automaten, die ihren Job außerordentlich gut machen.

Eine solche Maschine macht technisch und optisch einiges her. Von einem Gerät mit einem vierstelligen Preis erwarten die Kunden, dass der Espresso schon mit den Grundeinstellungen perfekt gelingt. Komfortable Extras und eine besonders hochwertige Verarbeitung runden das High-End-Paket ab.

Wir haben 7 Kaffeevollautomaten aus dem obersten Preissegment für Sie getestet. Eines können wir Ihnen bereits verraten: Der Kaffee schmeckt bei allen Kandidaten.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Siemens EQ9 connect

Test High-End-Kaffeevollautomat: Siemens EQ9
Viele Extras, toller Espresso und sehr gute Verarbeitung verhelfen dem EQ9 connect zum Testsieg.

Der Siemens EQ9 connect bietet alle Funktionen, die wir von einem High-End-Gerät erwarten. Dazu kommen einige attraktive Extras, die Spaß machen. In Kombination mit seinem Preisschild führt das zu einem tollen Preis-Leistungs-Verhältnis und macht ihn obendrein zu unserem Testsieger. Das doppelte Mahlwerk des Siemens EQ9 connect erlaubt Abwechslung und Kreativität beim Kaffeegenuss. Die Lautstärke ist geringer als bei den meisten anderen Geräten auch in dieser Preisklasse. Und die Steuerung per App ist ein besonderes Feature, das wirklich Spaß macht.

Ohne App-Steuerung

Miele CM 7550

Test High-End-Kaffeevollautomat: Miele CM 7500
Extrem gut verarbeitet, aber recht groß.

Der Miele CM 7550, der baugleich zum CM 7500 ist, wirkt deutlich reduzierter als der Siemens EQ9. Auf ein doppeltes Mahlwerk und eine App-Steuerung verzichtet der Automat, ansonsten kann er aber gut mit  unserem Testsieger mithalten. Allerdings kostet der Miele-Automat einiges mehr als unser Favorit von Siemens. Damit hat er keinerlei Chance auf den Testsieg.

Fast genauso leise

Siemens EQ 6 700

Test High-End-Kaffeevollautomat: Siemens EQ 6 700
Mit nur einem Mahlwerk und ohne App-Steuerung.

Keine Preise gefunden.

Mit dem EQ6 700 bekommt der Siemens EQ9 connect Konkurrenz aus der eigenen Familie. Der kleine Bruder EQ6 kostet deutlich weniger, bietet allerdings auch weniger: Benutzerprofile, einen integrierten Milchbehälter und ein schönes buntes Display suchen Sie hier vergeblich. Wer auf diese Luxus-Features verzichten kann, erhält mit dem EQ6 einen Vollautomaten, der gute Kaffeevarianten zubereitet.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerOhne App-SteuerungFast genauso leise
ModellSiemens EQ9 connectMiele CM 7550Siemens EQ 6 700Saeco XelsisSaeco GranBaristo AvantiDeLonghi Maestosa
Test High-End-Kaffeevollautomat: Siemens EQ9Test High-End-Kaffeevollautomat: Miele CM 7500Test High-End-Kaffeevollautomat: Siemens EQ 6 700Test High-End-Kaffee­voll­automat: Saeco XelsisTest High-End-Kaffeevollautomat: Saeco GranBaristo AvantiHigh-End-Kaffeevoll­automat Test: 51bmzdtfdll. Sl1200
Pro
  • Doppeltes Mahlwerk
  • App-Steuerung
  • Sehr edles Design
  • Um einiges günstiger
  • Macht hochwertige Kaffeegetränke
  • Genaue Einstellung des Mahlgrads
  • Guter Milchschaum
  • Einfache Bedienung
  • Guter Kaffee
  • App ist sehr übersichtlich
  • Zwei elektronisch einstellbare Mahlwerke
  • Durchdachte Steuerung
Contra
  • Brühgruppe ist hinter dem Wassertank versteckt
  • Keine App-Steuerung
  • Kein doppeltes Mahlwerk
  • Teurer als der Testsieger
  • Kein integrierter Milchbehälter
  • Keine speicherbaren Benutzerprofile
  • Teuer
  • Nicht so leise wie die Siemens-Geräte
  • Zu kleiner Wassertank
  • Noch relativ viel Plastik verwendet
  • Teuer
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

Keine Preise gefunden.

Keine Preise gefunden.

  Technische Daten anzeigen

Was können High-End-Kaffeevollautomaten?

Espresso oder Milchkaffee aus frischen Bohnen können Sie auch mit einem günstigen Kaffeevollautomaten für unter 400 Euro zubereiten. Worin liegt der Vorteil von Geräten, die mitunter das Fünffache davon kosten? Lohnt es sich, den hohen Preis zu bezahlen?

High-End-Kaffeevoll­automat Test: Espresso
Die Maschinen dieser Preisklasse sollten wunderbar zarten Milchschaum herstellen können.

High-End-Kaffeevollautomaten überzeugen vor allem mit ihrem Funktionsumfang sowie der Qualität von verbauten Materialien und Technik. Die größere Funktionsvielfalt macht die Nutzung zum einen komfortabler. Zum anderen können Sie noch feinere Abstimmungen vornehmen und Getränke zubereiten, die absolut Ihrem Geschmack und Ihren Ansprüchen entsprechen. Neben einer edleren Optik punkten die High-End-Automaten zudem mit einer längeren Lebensdauer.

Im High-End-Bereich bekommen Sie von allem noch etwas mehr

Luxus-Features wie eine farbige Beleuchtung der Kaffeetassen oder des Wassertanks, wie sie bei Spitzengeräten von Jura und Nivona zu finden sind, kann man getrost als Spielerei bezeichnen. Aber längst nicht alle Extras von High-End-Automaten sind so entbehrlich. Eine Geräuschreduzierung für das Mahlwerk ist ebenso nützlich wie ein ausgefeiltes Reinigungsprogramm oder feinste Einstellmöglichkeiten für die verschiedenen Kaffeevarianten.

Während günstige Vollautomaten meist in Kunststoff gekleidet sind, und lediglich optische Akzente oder technisch Notwendiges in Edelstahl, Aluminium oder Chrom anbieten, kommt bei preisintensiven Geräten deutlich weniger Kunststoff zum Einsatz. Daher bringen viele Modelle an die 20 Kilogramm auf die Waage.

Ein weiterer deutlicher Klassenunterschied zwischen günstigen Automaten und High-End-Geräten ist das Display. Dieses ist bei günstigen Modellen meist sehr sparsam – unser Testsieger bei den günstigen Kaffeevollautomaten, der DeLonghi ECAM 22.110 kommt sogar ganz ohne Display aus. Das Touch-Display eines Spitzengeräts hingegen ist groß und farbig. Und hinter der edlen Optik verbirgt sich eine hochwertige Software für höchsten Bedienkomfort.

Espresso und Milchschaum

Um vergleichbare Ergebnisse zu erzielen, haben wir alle Vollautomaten mit möglichst ähnlichen Einstellungen getestet. Die Menge lag zwischen 20 und 25 Millilitern und der Mahlgrad wurde so fein wie möglich gewählt. Zudem haben wir stets die maximale Kaffeestärke eingestellt.

Bezug Espresso und Milchschaum
Hier schmeckt der Latte Macchiato wie aus dem Café um die Ecke – und das auf Knopfdruck.

Unser Espresso sollte einen vollen Körper sowie ein komplexes Aroma haben und von einer schönen Crema gekrönt sein. Eine unnatürliche Bitterkeit aufgrund von Überextraktion oder zu heißem Wasser durfte er nicht aufweisen. Außerdem durfte er nicht zu wässrig sein. Wir haben bei unserem Test auch darauf geachtet, dass die Automaten nicht allzu weit von der optimalen Durchlaufzeit von 25 Sekunden abwichen.

Ein automatisches Milchschaumsystem können Sie erwarten

Von einem High-End-Vollautomaten erwarten wir ein automatisches Milchschaumsystem, das auf Knopfdruck Milchkaffee-Getränke zubereitet. Dabei sollte der Schaum fest und homogen sein und mit einer angenehmen Trinktemperatur aus dem Automaten kommen. Zudem sollte ein Gerät dieser Preisklasse nicht nur zwei Espresso, sondern auch zwei Milchkaffee-Getränke parallel zubereiten können.

Funktionen wie eine Temperatureinstellung für den Milchschaum haben wir getestet, sofern die Geräte damit ausgestattet waren.

Einstellungen

Der wichtigste Job eines Kaffeevollautomaten ist die Zubereitung eines Espresso. Dieser sollte möglichst nah an das Ideal herankommen: einen Siebträger-Espresso vom Barista. Der dafür erforderliche Vorgang ist technisch nicht besonders kompliziert. Zunächst mahlt der Automat eine bestimmte Menge Kaffeebohnen. Das Pulver lässt er in die Brühkammer fallen und presst dann die richtige Menge Wasser bei etwa 95 Grad Celsius in rund 25 Sekunden durch den Kaffee.

Der Teufel steckt hier – wie so oft – im Detail. Die Qualität des Espresso wird vom Zusammenspiel aller Variablen bestimmt. Schon eine kleine Veränderung einer einzelnen Variable kann die Espresso-Qualität beeinflussen. Ist das Wasser ein wenig zu heiß, verbrennt der Kaffee. Ist der Mahlgrad zu fein, gelangt das Wasser nicht mehr hindurch. Fließt zu viel Wasser, wird der Kaffee überextrahiert und schmeckt bitter.

High-End-Kaffeevoll­automat Test: Kaffeevollautomat
Ein wirklich qualitativer Espresso hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Die einzelnen Schritte, die der Automat ausführt, müssen also optimal aufeinander abgestimmt werden. Von einem Automaten der Oberklasse können Sie erwarten, dass schon die Grundeinstellungen zu einem einwandfreien Ergebnis führen. Aber die Geschmäcker der Kaffeeliebhaber sind ja bekanntlich verschieden. Umso wichtiger sind die vielen kleinen Stellschrauben, mit denen Sie das Ergebnis nach Ihrem persönlichen Geschmack beeinflussen können.

Mit der richtigen Einstellung zum perfekten Espresso

Die Einstellungsmöglichkeiten sind bei allen Kaffeevollautomaten ein wichtiges Test- und Kaufkriterium. Gerade von einem High-End-Gerät können Sie mehr erwarten als von einem Durchschnitts-Automaten: mehr Möglichkeiten, mehr Flexibilität, mehr Komfort. Und schließlich mehr Spaß und mehr Genuss!

Reinigung und Pflege

Ein Reinigungsprogramm darf bei keinem Kaffeevollautomaten fehlen. Denn die Kombination von Kaffeepulver, Milch, Wärme und Feuchtigkeit im Inneren des Automaten gibt einen idealen Nährboden für Bakterien und Pilze ab.

Unterschiede zwischen den Vollautomaten zeigen sich bei Komfort und Intensität der Reinigungsprogramme. So erfolgt beispielsweise nicht bei jedem Gerät eine automatische Reinigung des Milchschaumsystems.

Weitere Aspekte, die wir bei der Reinigung eines Vollautomaten beachten: Dürfen die abnehmbaren Teile in den Geschirrspüler gegeben werden? Kann die Brühgruppe (einfach) entnommen werden?

Bedienung, Display, Design und Lautstärke

Wie die Bedienung von technischen Geräten beurteilt wird, wird schnell ein wenig subjektiv. Wir achten bei unseren Tests vor allem darauf, ob die Geräte auch ohne Blick in die Bedienungsanleitung bedient werden können. Ein übersichtliches Menü, klar zugeordnete Tasten und ein gut lesbares Display sind dabei sehr hilfreich.

Das Design eines Gerätes ist Geschmackssache. Um unsere Bewertung objektiver zu machen, achten wir nicht nur auf das Aussehen, sondern auch auf Qualität und Verarbeitung der verwendeten Materialien. Auch funktionale Aspekte spielen hier eine Rolle: Passen auch höhere Tassen und Gläser unter den Kaffeeauslauf?

Intuitive Bedienung und geringe Lautstärke sind Pluspunkte

Die Lautstärke lässt sich messen, ist also weniger subjektiv als das Design. Wie störend die Lautstärke letztlich empfunden wird, ist dann doch wieder individuell. Klar ist: Vorgänge wie Kaffeebohnen mahlen, Espresso brühen und Milch aufschäumen gehen nicht geräuschlos vonstatten.

Eine allzu laute Geräuschkulisse kommt aber weder in Bürogemeinschaften noch in der Küche daheim gut an. Daher bauen die Hersteller von High-End-Kaffeevollautomaten nicht nur leise Keramikmahlwerke ein, sondern oft eine zusätzliche Schallisolierung.

So haben wir getestet

Für uns sind die wichtigsten Kriterien Getränkequalität, Einstellungsmöglichkeiten, Reinigungs- und Pflege-Aspekte sowie Bedienfreundlichkeit, Design und Lautstärke.

Getestet haben wir neben unserem Testsieger Siemens EQ9 connect die Modelle Miele CM 7500, Siemens EQ6, Jura Z6, Saeco Xelsis, Jura Z 6, Saeco GranBaristo Avanti und DeLonghi Maestosa.

Testsieger: Siemens EQ 9 connect

Der EQ9 connect ist ein Gerät aus der erfolgreichen EQ-Reihe von Siemens. Die differenzierten Einstellungsmöglichkeiten im »baristaMode«, komfortable Extras und die sehr gute Verarbeitung machen den hochmodernen Kaffeevollautomaten zu unserem Testsieger.

Zwei Mahlwerke samt zugehöriger Bohnenfächer sorgen für den sauberen und bequemen Wechsel zwischen zwei Kaffeesorten. Dieses Feature ist auch bei Geräten dieser Preisklasse eher selten. Weiteren Komfort bieten insgesamt zehn Nutzerprofile, in denen Sie individuelle Einstellungen speichern können. Abgerundet wird die Luxusausstattung durch eine App, die den Automaten über eine WLAN-Verbindung steuert.

Die Mahlwerke sind aus Keramik gefertigt und im Betrieb auffallend leise.

Testsieger

Siemens EQ9 connect

Test High-End-Kaffeevollautomat: Siemens EQ9
Viele Extras, toller Espresso und sehr gute Verarbeitung verhelfen dem EQ9 connect zum Testsieg.

Der Siemens EQ9 connect zeigt schon auf den ersten Blick, dass er zu Recht in der Spitzenklasse anzusiedeln ist. Seine glatte Oberfläche in Schwarz oder Edelstahl-Optik, das große Bedienfeld samt Display sowie die Drehregler verleihen ihm die Ästhetik eines HiFi-Geräts. Die Vorderseite ist sehr aufgeräumt und optisch auf das Bedienfeld konzentriert. Perfektioniert wird das Design durch die Symmetrie: Espresso und Milch strömen aus dem quaderförmigen Auslauf in der Mitte.

Großes Display
Einfache Bedienung kombiniert mit modernem Design.

Die obere Hälfte des großen Bedienfelds nimmt das hochauflösende TFT-Display ein. Hier finden Sie Textelemente und nahezu fotorealistische Abbildungen von Kaffeevarianten. An der linken Seite des Gerätes ragt der Milchbehälter aus Kunststoff hervor. Das Aufschäumen der Milch findet komplett im Inneren des Geräts statt.

Schon die Voreinstellungen sorgen für einen tollen Milchschaum. Für den Espresso können Sie Mahlgrad, Menge, Temperatur und Kaffeestärke einstellen. Beim Mahlgrad macht sich das zweite Mahlwerk bezahlt. Denn damit können Sie nicht nur verschiedene Bohnen, sondern auch unterschiedliche Mahlgrade verwenden.

Der Barista-Modus des Siemens EQ9 connect hält noch weitere, feinere Einstellungsmöglichkeiten bereit. Unter anderem können Sie hier die Durchlaufzeit und das Kaffee-Milch-Verhältnis einstellen. Wie es sich für einen Kaffeevollautomaten der Spitzenklasse gehört, kann der Siemens EQ9 connect auf Knopfdruck zwei Getränke gleichzeitig zubereiten.

Dual Bean: Doppeltes Mahlwerk

Mit seinem doppelten Mahlwerk hebt sich der Siemens EQ9 connect von der Konkurrenz ab. Denn die meisten Automaten können zwar verschiedene Kaffeevarianten mit unterschiedlichen Einstellungen zubereiten, bieten aber keine Möglichkeit die Bohnen ohne Aufwand zu wechseln. Bei einer Espresso-Maschine können Sie beliebig oft die Bohnen wechseln. Beim Siemens EQ9 haben Sie immerhin die Wahl zwischen zwei Bohnensorten – und bei Bedarf auch zwischen zwei verschiedenen Mahlgraden.

Dieses Feature bieten nur wenige Kaffeevollautomaten: Der Jura Giga 5 ist ebenfalls mit zwei Mahlwerken und zwei Bohnenkammern ausgestattet. Der Klassiker in der Mittelklasse, der Melitta Caffeo CI, bietet zwei Bohnenbehälter, aber nur ein Mahlwerk. Damit ist ein sauberer Wechsel zwischen zwei Brühvorgängen nicht möglich.

Ein weiterer Pluspunkte der Siemens-Mahlwerke im EQ9: Sie sind wunderbar leise.

Zwei Mahlwerke
Zwei Bohnenbehälter mit eigenem Mahlwerk für doppelten Kaffeegenuss.

Die App für den Siemens EQ9 connect bringt eine Vielzahl der Kaffeevollautomaten-Funktionen auf Ihr Smartphone oder Tablet. Die integrierte »Coffee World« bietet Ihnen darüber hinaus Zugriff auf mehr als ein Dutzend Kaffeespezialitäten aus aller Welt, die Sie ganz einfach vom Automaten zubereiten lassen können. Die Funktion »Coffee Playlist« erinnert wieder an ein HiFi-Gerät. Wenn Sie eine Playlist erstellen, bereitet der Automat die Getränke für Sie zu – eines nach dem anderen. Sie müssen nicht mehr tun als rechtzeitig die Tassen bzw. Gläser auszutauschen.

Eine weitere Funktion der App ist ein Informationsportal rund um das Thema Kaffee. Infos zum Gerät und seinen Funktionen finden Sie in der integrierten Bedienungsanleitung.

Reinigung und Pflege

Der Siemens EQ9 connect verfügt über Spül-, Reinigungs- und Entkalkungs-Programme. Schalten Sie das Gerät ein, wird automatisch ein Spülvorgang durchgeführt. Dampf reinigt das Milchsystem nach jedem Getränkebezug.

Auf dem Display finden Sie die Anzahl der Getränke, die vor der nächsten Reinigung oder Entkalkung oder dem Wechsel des Wasserfilters bezogen werden können. Der Wasserfilter sorgt dafür, dass der EQ9 nicht so schnell verkalkt. Das kommt der Lebensdauer des Geräts ebenso entgegen wie dem Geschmack der Getränke.

Für eine manuelle Reinigung können Sie die Brühgruppe entnehmen. Das ist nicht allzu kompliziert, einziges Manko: Die Brühgruppe befindet sich hinter dem Wassertank. Besonders komfortabel sind hingegen Abtropfschale, Tresterbehälter und Milchbehälter, denn sie können im Geschirrspüler gesäubert werden.

Leichte Reinigung danke durchdachter Brühgruppe
Die Brühgruppe ist gut durchdacht und lässt sich leicht reinigen.

Siemens EQ 9 connect im Testspiegel

Die Zielgruppe für Spitzengeräte wie den Siemens EQ9 connect ist relativ klein. Produkttests werden von vielen Zeitschriften und Organisationen eher für Produkte mit großer Zielgruppe durchgeführt. Ein Testurteil für unseren Testsieger haben wir vergeblich gesucht. Allerdings lässt sich aus den positiven Produkt-Bewertungen bei Amazon schließen, dass die Mehrheit der Käufer vom Siemens EQ9 connect überzeugt ist.

Alternativen

Ist unser Favorit nicht das, wonach Sie suchen? Wir stellen Ihnen an dieser Stelle ein alternatives Gerät vor, das wir Ihnen ebenfalls empfehlen können.

Ohne App-Steuerung

Miele CM 7550

Test High-End-Kaffeevollautomat: Miele CM 7500
Extrem gut verarbeitet, aber recht groß.

Miele-Kunden schätzen ihre Produkte vor allem für die inneren Werte: Die Geräte verrichten zuverlässig ihren Dienst und halten ewig. Das gilt auch für den Miele CM 7550 bzw. CM 7500. Preislich liegt dieser High-End-Kaffeevollautomat auf einem ähnlichen Level wie unser Testsieger. Im Gegensatz zu diesem hat er aber ein eher reduziert-edles Äußeres.

Das Display und die Bedienelemente sind etwas kleiner, aber das tut der cleveren Bedienung keinen Abbruch. Einstellungsmöglichkeiten und Hygienefunktionen des Miele CM 7550 sind eines Testsiegers würdig. Im direkten Vergleich mit dem Siemens EQ9 connect vermissen wir aber beim Miele-Automaten das zweite Mahlwerk und die Steuerung per App.

Beim Preis-Leistungs-Verhältnis hat der Miele CM 7550 das Nachsehen. Wenn Sie dem Automaten seine kleinen Schwächen nachsehen und bereit sind, etwas tiefer in die Tasche zu greifen, können Sie mit dem Gerät nicht viel falsch machen.

Fast genauso leise

Siemens EQ 6 700

Test High-End-Kaffeevollautomat: Siemens EQ 6 700
Mit nur einem Mahlwerk und ohne App-Steuerung.

Keine Preise gefunden.

Bei Funktionsumfang und Getränkequalität wandelt der Siemens EQ6 700 auf den Spuren des teureren EQ9 connect. Er kommt recht nah an seinen großen Bruder heran, kostet aber deutlich weniger. Er verfügt über alle wichtigen Einstellungsmöglichkeiten und geht ebenso leise ans Werk wie der EQ9. Übrigens ist der EQ6 700 baugleich mit dem Bosch VeroAroma 700.

Für den günstigeren Preis müssen Sie allerdings auch einige Entbehrungen hinnehmen. So hat der EQ6 etwa keinen integrierten Milchbehälter. Dieser findet neben dem Automaten Platz und wird über einen Schlauch mit dem Gerät verbunden. Deutlich bedauerlicher als das finden wir aber das Fehlen von individuellen Benutzerprofilen zum Speichern von Einstellungen.

Auch optisch tritt der EQ6 etwas bescheidener auf. Sein Display ist kleiner und kommt ohne bunte Farben aus. Die Abbildungen der verschiedenen Getränke sind hier aufgedruckt und werden nicht auf dem Display angezeigt. Das sind zum Glück keine Punkte, die sich auf die Leistung des Geräts auswirken. Sie verdeutlichen eher den Unterschied zwischen High-End und gehobener Klasse, zu der wir den Siemens EQ6 zählen. Das Wichtigste ist: Espresso und Milchkaffee aus dem EQ6 sind sehr gut.

Die Vielzahl von Typenbezeichnungen und -nummern von Kaffeevollautomaten führt regelmäßig zu Irritationen. Im Falle der Siemens EQ6 ist es so, dass das Gerät auf der IFA 2017 in einer Neuauflage präsentiert wurde, die am Zusatz »plus« erkennbar ist. Wie auch bei den Vorgängern gab es eine günstigere Variante (s300) und eine höherwertige (s700). Dazu kamen der Siemens EQ6 »extraKlasse« sowie etwas später die Modell-Varianten s400 und s500.

Die neuen Geräte mit dem Namen EQ6 haben mehr Getränkerezepte und Programmiermöglichkeiten als ihre Vorgänger. Damit können Sie zum Beispiel nun auch einen Café Americano oder einen Flat White zubereiten. Der Americano ist ein mit heißem Wasser verlängerter Espresso, der Flat White ein enger Verwandter des Cappuccinos, der aber flach und ohne Schaumhäubchen daherkommt.

Verändert hat sich auch das vollautomatische Reinigungsprogramm für das Milchsystem, das nun »autoMilk Clean« heißt. Anders als bei den Vorgänger-Geräten wird nun nach jeder Benutzung das Milchsystem mittels eines kräftigen Dampfstrahls gereinigt.

Die Unterschiede zwischen den verschiedenen EQ6-Modellen sind einerseits kosmetischer Natur und betreffen andererseits auch einige Funktionen. Der EQ6 plus s700 etwa hat eine Verkleidung aus Edelstahl, der kleinere s300 kommt in einem silberfarbenen Kunststoffgewand daher.

Daneben kann der s700 zwei Getränke gleichzeitig zubereiten, der s300 schafft nur eines. Beim EQ6 plus s700 können Sie darüber hinaus vier individuelle Rezepte speichern. Eine Speicherfunktion bieten die anderen Modelle nicht.

Die Bezeichnung »extraKlasse« erhält bei den Vollautomaten der EQ6-Reihe das Gerät mit dem Milchbehälter aus Edelstahl. In unseren Augen rechtfertigen diese kleinen Unterschiede nicht die teilweise großen Preisunterschiede zu den Vorgänger-Modellen.

Dennoch bewerten wir die Neuerungen beim Siemens EQ6 positiv und zählen ihn zu den besten Kaffeevollautomaten auf dem Markt.

Außerdem getestet

Der Saeco Xelsis überzeugt mit schickem Design, einfacher Bedienung und vor allem mit erstklassigem Espresso. Saeco hat schon seit langer Zeit Vollautomaten mit dem Namen Xelsis im Programm. Wir beziehen uns auf die neuen Geräte, die Saeco 2017 vorgestellt hat. Das sind die Modelle mit den Typenbezeichnungen SM 7580/00, SM 7683/00 und SM 7685/00. Dabei gilt wie so oft: je höher die Zahl, desto besser das Gerät. Dabei sind die Unterschiede allerdings oft marginal. Das Spitzenmodell SM 7685/00 hat etwa eine Edelstahlverkleidung, während die kleineren Brüder mit günstigerem Kunststoff in Klavierlack-Optik auskommen müssen. Außerdem kann das größte Modell 15 statt 12 Kaffeespezialitäten zubereiten und verfügt über acht statt sechs Nutzerprofile. Das Wesentliche können Sie mit allen drei Geräten gleich gut tun: Kaffeegetränke nach Ihrem Geschmack gestalten.

Unterschiede gibt es bei den Benutzeroberflächen. Der kleine 7580/00 hat keinen Touchscreen und damit auch keinen »Coffee Concierge«, der die Bedienung vereinfacht. Da sich das meiste aber von allein erklärt, ist das kein allzu großes Manko des kleinsten Saeco Xelsis.

Alle drei Modell-Varianten verfügen über ein relativ leises Keramikmahlwerk. Hier stehen Ihnen 12 Mahlgradeinstellungen zur Verfügung. Der Espresso und der Kaffee des Saeco Xelsis haben uns auf Anhieb begeistert. Die Geschmacksnoten kommen differenziert zur Geltung, der Espresso wird von einer schönen Crema gekrönt und die Temperatur ist ideal. Und auch beim Milchschaum punktet der Xelsis.

Die Benutzerfreundlichkeit des Xelsis zeigt sich auch bei Reinigung und Pflege. Wassertank, Abtropfschale und Tresterbehälter können Sie unkompliziert von vorne entnehmen. Neben den üblichen Entkalkungs- und Reinigungsprogrammen hat der Xelsis mit dem »HygieSteam« ein spezielles System, das die Milchleitungen reinigt. Nach jeder Benutzung pustet ein Dampfstoß Reste aus dem Schlauch.

Der Saeco Xelsis ist ein rundum gelungener Kaffeevollautomat, der vor allem mit einfacher Bedienung und tollem Kaffee punktet. Allerdings leidet er ein wenig unter seinem Preisschild. Denn im Bereich bis 1.500 Euro ist der Siemens EQ9 die bessere Wahl.

DeLonghi Maestosa

High-End-Kaffeevoll­automat Test: 51bmzdtfdll. Sl1200

Keine Preise gefunden.

Der DeLonghi Maestosa zählt ohne jeden Zweifel zu den High-End-Kaffeevollautomaten. Und in dieser Klasse spielt er ganz oben mit. Zur Ausstattung des Automaten gehören neben sinnvollen und durchdachten Elementen auch einige Spielereien, die ein Kaffeevollautomat nicht unbedingt braucht. Dazu gehört etwa die Mixkaraffe, die anstelle des Milchschaumsystems angeschlossen werden kann und allerhand Milch-Shakes zubereiten kann. Das Gesamtpaket an Features, das der Maestosa bietet, ist riesig – und es rechtfertigt seinen hohen Preis. Allerdings entfernt sich der Automat damit so weit vom Alltag eines Kaffeeliebhabers, dass er unseren Testsieger nicht vom Thron stößt. Er ist eben in eigenen Sphären unterwegs.

Die Steuerung – am Gerät selbst und über die App – ist so einfach, dass die Bedienungsanleitung unbeachtet bleiben kann. Dazu trägt auch das 5 Zoll (ca. 13 cm) große, farbige TFT-Display bei, über das Temperatur, Füllmenge, Schaumkonsistenz, Kaffeemenge eingestellt werden können. Die Kaffeequalität ist schon in den Grundeinstellungen nahezu perfekt. So perfekt wie sie bei einem Automaten eben sein können. Individuelle Einstellungen können Sie in sechs Nutzerprofilen speichern.

Eine wahre Revolution zettelt DeLonghi mit den Mahlwerken im Maestosa an. Die beiden Edelstahl-Scheibenmahlwerke lassen sich elektronisch steuern. Aber nicht nur das: Das jeweils angewählte Mahlwerk justiert sich selbst. DeLonghi nennt das »Adaptive Grinding Technology” und schafft damit eine große Hürde – vor allem für Einsteiger – aus der Welt: die Suche nach dem optimalen Mahlgrad.

Ein weiteres Highlight dieses Spitzenklassen-Vollautomaten ist die separate Heißwasserdüse, die für Barista-Feeling sorgt. Sie kann statt des automatischen Milchschaumsystems verwendet werden. Mit der Schaumlanze kontrollieren Sie Konsistenz und Temperatur des Schaums besonders präzise. Das erfordert ein bisschen Übung, macht aber Spaß – und weniger Dreck.

Kleines Manko des Geräts: Einige Bauteile sind etwa versteckt. Der Wassertank etwa ist über die Serviceklappe erreichbar. Die herausnehmbare Brühgruppe wiederum sitzt hinter dem Wassertank. Dadurch dauert die Reinigung zwar etwas länger, aber das sollte einem das Gerät wert sein.

Blenden wir die revolutionären Mahlwerke und Spielereien wie die Mixkaraffe für Milchgetränke aus, ähnelt der Maestosa am ehesten dem Siemens EQ9 connect. Dieser hat allerdings den besseren Preis und fährt daher den Testsieg ein. Wir sind allerdings sicher, dass der Preis des DeLonghi Maestosa langfristig deutlich sinken wird.

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Kommentare

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Dudo
Dudo

Also, ich bin von der Siemens EQ9 Professional auf Saeco Xelsis umgestiegen.
Negativ war auf jeden Fall der Milchschaum bei der Siemens, zwischen heiße Milch und Milchschaum war sogut wie kein Unterschied auch der versteckte Milchschlauch in der Machine ist sehr negativ. Die Maschine wurde 4x repariert und zum Schluss wurde ich mit dem Satz“Stand der Technik“ abgewimmelt.
Mit der Xelsis bin ich Top zufrieden, auch wenn Arne es negativ findet das nach einem Getränk das Milchsystem sich in der Tasse reinigt. Macht Siemens und Bosch und und auch.
Finde diese Tests nicht objektiv!

Martinus Oktobre
Martinus Oktobre

Vom De´longhi Siebträger zur EQ9 – 300 und seit 2 Jahren glücklich. Ich bereue diesen Tausch nicht und kann die Maschine weiterempfehlen.

Übrigens, Automaten mit entnehmbaren Brühgruppen sind bei Reinigungen etc. von Vorteil und sollten dementsprechend auch in den Tests positiv bewertet werden.

Thomas Stodolski
Thomas Stodolski

Hatte ich 6 Monate, war begeistert aber noch 6 Monaten (mit dem gleichen Kaffee) war das nix mehr. Also dank Amazon wieder zurück und eine siebträger machine gekauft

Christoph Käsbauer
Christoph Käsbauer

Luxus-Bakterienschleuder!
Und immer schön Entkalker mittrinken!

Martinus Oktobre
Martinus Oktobre

Beim nächsten Mal zunächst testen und dann wirre Kommentare verfassen.

Patrick Severico
Patrick Severico

Ich hoffe das Gerät ist nicht nur High End und Edel sondern auch haltbar.
Darauf kommt es bei mir eher an.

Martinus Oktobre
Martinus Oktobre

Ich habe die Maschine seit 2 Jahren (ohne Wifi leider) und bin sehr glücklich.
Übrigens beim Kauf die Brühgruppen vergleichen. So hat die aktuelle MIELE die Brühgruppen der Siemens EQ6…

Coffeeness
Coffeeness

Mir hat es echt Spaß gemacht den Siemens EQ 9 noch mal genau anzuschauen. Ich hoffe euch gefällt der Test! 🙂

Catena Meirose
Catena Meirose

Wir haben die seid Dezember ich bin so happy davor hatten wir die 7 Serie ich kann die Maschinen nur empfehlen .

Coffeeness
Coffeeness

Freut mich zu hören!

Ralph Orendi
Ralph Orendi

Ich habe die EQ9 wegen dir vor 7 Monaten gekauft und bin sehr glücklich mit der Maschine. Würde sie mir wieder kaufen. Daumen hoch!

Christoph Grein
Christoph Grein

So ist es