Der beste High-End-Kaffeevollautomat

Der beste Kaffeevollautomat in der High-End-Kategorie ist der Siemens EQ9 connect. Der Luxus-Kaffeevolllautomat hat gleich zwei Keramikmahlwerke, mit denen man bequem zwischen zwei Bohnensorten wechseln kann. Gleichzeitig sind sie phänomenal leise. Den Namenszusatz “connect” verdankt das Gerät seiner WLAN-Anbindung, die eine flexible und bequeme Fernbedienung per App ermöglicht. 

Was können High-End-Kaffeevollautomaten?

Auch mit günstigen Kaffeevollautomaten für 300 Euro kann man Espresso und Milchkaffeegetränke aus frischen Kaffeebohnen ganz einfach auf Knopfdruck zubereiten. Edlere Varianten kosten 2000 Euro und mehr. Lohnt sich das? Was kann man von einem High-End-Kaffeevollautomaten erwarten?

Die wichtigsten Vorzüge hochpreisiger Geräte liegen beim Funktionsumfang und bei der Qualität der Materialien und Technik. Mehr verschiedene Funktionen machen die Benutzung noch einmal bequemer und ermöglichen eine feinere Abstimmung des Automaten und der Getränke auf die Bedürfnisse der Besitzer.

Die höhere Qualität äußert sich auch darin, dass ein Automat der Spitzenklasse belastbarer ist und länger hält, in der Regel bessere Getränke liefert – und nicht zuletzt edler aussieht.

Teilweise kann man die Luxusfeatures von Kaffeevollautomaten als Spielereien bezeichnen, zum Beispiel die farbige Beleuchtung der Kaffeetassen oder sogar des Wassertanks, mit denen Spitzengeräte von Jura oder Nivona versuchen, der Konkurrenz die Show zu stehlen.

Das gilt aber durchaus nicht für alle Features der High-End-Klasse. Eine Geräuschreduzierung für das Mahlwerk, feine Einstellungsmöglichkeiten für die Getränke oder durchdachte und umfassende Reinigungsprogramme haben einen klaren Nutzen.

Preisgünstige Kaffeevollautomaten stecken meist in einem Kunststoffgehäuse. Edelstahl, Chrom oder Aluminium verwenden sie nur für kleine optische Akzente oder da, wo es technisch nicht anders geht. In der Spitzenklasse darf man dagegen erwarten, dass an dieser Stelle nicht gespart wird. Das zeigt sich darin, dass diese Geräte bis zu knapp unter 20 Kilo auf die Waage bringen. Zwar kommt hier auch Kunststoff zum Einsatz, aber das ist dann eher eine bewusste Designentscheidung als Sparsamkeit.

Ein anderes Aushängeschild für Luxus und Exklusivität eines Kaffeevollautomaten ist sein Display. Unser Testsieger bei den günstigen Einsteigergeräten, der DeLonghi ECAM 22.110, hat gar keins und bildet damit eine Ausnahme. Sonst haben günstige Kaffeevollautomaten meist recht einfache, kleine und einfarbige Displays. An High-End-Geräten glänzen dagegen große und farbige Touch-Displays. Die sehen nicht nur edel aus, sondern bieten mit einer gelungenen Software auch maximalen Bedienkomfort.

So haben wir getestet

Die wichtigsten Kriterien sind natürlich die Getränkequalität, die verfügbaren Einstellungen, die Möglichkeiten der Reinigung und Pflege, die Bedienfreundlichkeit, das Design und die Lautstärke.

Getestet haben wir neben unserem Testsieger die Modelle Miele CM 7500, Siemens EQ 6, Jura Z6 und Saeco GranBaristo Avanti.

Espresso und Milchschaum

Zum Testen und Vergleichen des Espressos haben wir die Menge auf 20 bis 25 ml, die Stärke aufs Maximum und den Mahlgrad so fein wie möglich eingestellt. Der Espresso sollte, je nach Sorte, einen vollen Körper und ein komplexes Aroma haben und von einer schönen Crema gekrönt sein. Natürlich sollte er keinesfalls eine unnatürliche Bitterkeit durch Überextraktion oder zu heißes Wasser aufweisen. Ebensowenig darf er wässrig sein. Die ideale Durchlaufzeit liegt bei etwa 25 Sekunden. Ein Kaffeevollautomat sollte davon nicht allzu weit abweichen.

Bezug Espresso und Milchschaum
Hier schmeckt der Latte Macchiato wie aus dem Café um die Ecke – und das auf Knopfdruck.

Von einem High-End-Kaffeevollautomaten kann man ein automatisches Milchschaumsystem erwarten, das Milchkaffeegetränke auf Knopfdruck liefert. Der Milchschaum sollte fest, homogen und mit Trinktemperatur aus dem Automaten kommen. Gibt es weitere Funktionen, etwa eine Temperatureinstellung für den Milchschaum, haben wir natürlich getestet, ob sie halten, was sie versprechen. Ein Kaffeevollautomat dieser Preisklasse sollte nicht nur zwei Espressos, sondern auch zwei Milchkaffeegetränke gleichzeitig zubereiten können.

Einstellungen

Das Kerngeschäft eines Kaffeevollautomaten ist die Zubereitung eines Espressos, der möglichst nah an einen Siebträger-Espresso vom Barista herankommt. Im Prinzip ist der dazu nötige Vorgang technisch nicht kompliziert. Der Automat mahlt eine bestimmte Menge Kaffeebohnen, lässt das Pulver in die Brühkammer fallen und presst die richtige Menge Wasser bei etwa 95 Grad Celsius in etwa 25 Sekunden durch den Kaffee.

Doch der Teufel steckt im Detail. Beim Brühen eines Espressos kann man viel falsch machen. Alle Variablen bestimmen zusammen das Ergebnis und schon kleine Änderungen können sich stark darauf auswirken. Etwas zu heißes Wasser und der Kaffee verbrennt; ein zu feiner Mahlgrad und das Wasser kommt nicht mehr durch; zu viel Wasser und der Kaffee wird überextrahiert und bitter.

Bei einem hochwertigen Kaffeevollautomaten müssen deshalb alle Einzelschritte der Zubereitung richtig eingestellt und aufeinander abgestimmt sein. Darüber hinaus sind die Geschmäcker ebenso verschieden wie die Kaffeesorten auf dem Markt. Außerdem macht professionell zubereiteter Espresso gerade darum so viel Spaß, weil man an vielen kleinen Stellschrauben drehen kann, um das Aroma zu variieren und es perfekt auf den individuellen Geschmack abzustimmen.

Deshalb sind die Einstellungsmöglichkeiten bei allen Kaffeevollautomaten ein wichtiges Test- und Kaufkriterium. Von einem Luxusgerät ist entsprechend mehr zu erwarten – mehr Möglichkeiten, mehr Flexibilität, mehr Bedienkomfort und dadurch mehr Spaß und Genuss.

Reinigung und Pflege

Grundsätzlich verfügt jeder Kaffeevollautomat über Reinigungsprogramme. Die dürfen auf keinen Fall fehlen, da Feuchtigkeit, Wärme, Kaffeepulver und Milch einen idealen Nährboden für Bakterien und Pilze abgeben, wenn das Innere des Automaten nicht richtig gereinigt wird.

Unterschiede gibt es aber beim Komfort der Reinigungsprogramme und bei ihrer Abdeckung. Hier ist vor allem das Milchschaumsystem zu nennen, das nicht jeder Kaffeevollautomat automatisch reinigen kann, obwohl Milch bekanntlich schnell schlecht wird.

Ein weiteres Kriterium ist, ob die abnehmbaren Teile in die Spülmaschine dürfen und ob sich die Brühgruppe – das Espresso-Herz eines Kaffeevollautomaten – herausnehmen lässt. Es gibt unterschiedliche Meinungen darüber, ob letzteres nötig ist. Wir sehen das pragmatisch und finden, dass zusätzliche Sicherheit bei der Hygiene nicht schaden kann. Außerdem ist eine entnehmbare Brühgruppe ein großer Vorteil, wenn sie mal kaputtgeht und ausgetauscht werden muss.

Bedienung, Display, Design und Lautstärke

Die Bedienung technischer Geräte ist oft auch ein bisschen Geschmackssache. So kann die Bewertung hier leicht subjektiv werden. Ideal ist, wenn man die Grundfunktionen auch ohne Anleitung hinbekommt und auch für die Feineinstellungen nicht lange tüfteln muss. Ein großes, farbiges Display mit hoher Auflösung macht dies einfacher.

Das Design ist erst recht Geschmackssache und damit ein noch weicheres Kriterium. Doch zumindest die verwendeten Materialien und die Qualität der Verarbeitung lassen sich einigermaßen objektiv vergleichen. Außerdem sollte das Design natürlich funktional sein. Wenn beispielsweise keine hohen Tassen oder Gläser unter den Kaffeeauslauf passen, ist das ein Designproblem mit praktischen Folgen für die Benutzer. Das ist leider auch bei hochpreisigen Kafeevollautomaten gelegentlich der Fall.

Zu guter Letzt ist die Lautstärke wieder ein hartes Kriterium, auf das viele Menschen Wert legen. Kaffeebohnen mahlen, Espresso brühen und Milch aufschäumen – das alles ergibt unvermeidlich eine deutliche Geräuschkulisse. Wer lärmempfindlich ist, kann sich dadurch in der Frühstücksruhe gestört fühlen. Ebenso werden Kaffeevollautomaten in Bürogemeinschaften oft als störend empfunden, wo man Ruhe zum Arbeiten braucht.

Die Hersteller von High-End-Kaffeevollautomaten nehmen sich dieses Problems an, indem sie relativ leise Keramikmahlwerke und mitunter auch eine Schallisolierung einbauen. Wieweit diese Bemühungen fruchten, ist ein weiteres Vergleichskriterium.

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Kommentare

8 Kommentare zu "Der beste High-End-Kaffeevollautomat"

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Ich hoffe das Gerät ist nicht nur High End und Edel sondern auch haltbar.
Darauf kommt es bei mir eher an.

Sladan Matic

So ist es

Mir hat es echt Spaß gemacht den Siemens EQ 9 noch mal genau anzuschauen. Ich hoffe euch gefällt der Test! 🙂

Wir haben die seid Dezember ich bin so happy davor hatten wir die 7 Serie ich kann die Maschinen nur empfehlen .

Freut mich zu hören!

Luxus-Bakterienschleuder!
Und immer schön Entkalker mittrinken!

Hatte ich 6 Monate, war begeistert aber noch 6 Monaten (mit dem gleichen Kaffee) war das nix mehr. Also dank Amazon wieder zurück und eine siebträger machine gekauft

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