Der beste Hochdruckreiniger

Alle Hochdruck-Reiniger im Test - Makita HW1200, im Bild, entfällt wg. Defekt

Der beste Hochdruckreiniger für die meisten ist der Kärcher K3 Full Control. Das Auto oder die Fahrräder können damit ebenso leicht gereinigt werden wie Fensterläden oder Gehweg-Platten. Optional gibt es in der „Home“-Variante einen Flächenreiniger für die Terrasse oder die Fassade mit dazu. Für größere Flächen wie ein ganzes Dach ist der noch leistungsfähigere Kärcher K5 Premium die beste Wahl.

Update 24. April 2018

Wir haben das Kompaktmodell von Kränzle, den K 1050 P, sowie zwei Geräte von Nilfisk, den E 145.4-9 Power Xtra und den Nilfisk C 110.7-5 Home X-tra getestet. Außerdem im Nachtest: der Makita HW 1200.

Nicht nur zum Führjahrsputz sind Hochdruckreiniger praktisch, sondern auch wenn es darum geht hartnäckigen Schmutz zu entfernen. Da nimmt einem die Reinigung mit einem kraftvollen Wasserstrahl viel mühselige Handarbeit ab – zumal die Geräte inzwischen auch nicht mehr allzu teuer sind.

Wir haben elf Hochdruckreiniger getestet. Der günstigste ist schon für 50 Euro zu haben, der teuerste liegt bei fast 400 Euro. Hier sind unsere Kauftipps in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Kärcher K3 Full Control

Test Hochdruckreiniger: Kärcher K3 Full Control
Kraftvoll für kleine Flächen, Spezialist für den Einsatz von Reinigungsmitteln.

Der Kärcher K3 Full Control ist ein bezahlbarer Allrounder für verschiedene Einsätze in Haus, Hof und Garten. Die Vario-Düse erzeugt verschiedene Formen und Härtegrade des Wasserstrahls. Hinzu kommt eine Dreckfräse mit einem besonders harten, rotierenden Wasserstrahl.

Damit sind Sie für verschiedene zu reinigende Oberflächen gut gerüstet. Ob Auto, Wohnwagen, Fahrräder, Gartenzaun, Fassade, Betonsteine oder Gehwegplatten, der K3 erzielt überall gute Ergebnisse. Für ebene Flächen wie Terrasse, Gehwegplatten oder Mauerwerk gibt es optional den Flächenreiniger T350 auch im Paket als Kärcher K3 Full Control Home. Seine rotierenden Düsen erhöhen die Flächenleistung deutlich, so ist die Terrasse im Nu gereinigt.

Auch gut

Nilfisk C 110.7-5 Home X-tra

Test Hochdruckreiniger: Nilfisk C 110.7-5 Home X-tra
Genauso kraftvoll wie der K3, dazu ein Leichtgewicht inklusive Flächenreiniger.

Der leichte und kompakte Nilfisk C 110.7-5 Home X-tra wirkt auf den ersten Blick teurer als der Kärcher K3. Doch für den Aufpreis ist ein Flächenreiniger sowie eine weiche Bürste inklusive – und er bringt einen Tick mehr Kraft auf die Fläche.

Wegen des fehlenden Tanks für Reinigungsmittel und der klapprigen Räder bekommt der Nilfisk von uns aber nicht den Spitzenplatz. Doch wer eher Fläche schaffen will, beispielsweise große Terrassen und Gehwege, und dabei nicht auf Reinigungsmittel angewiesen ist, für den ist der Nilfisk C 110.7-5 Home X-tra die bessere Option. Mit ihm würden wir uns sogar an kleinere Dachflächen heranwagen.

Für große Flächen

Kärcher K5 Premium Full Control Plus

Test Hochdruckreiniger: Kärcher K5 Premium Full Control Plus Home
Der Profi für großflächige Reinigungsarbeiten.

Wer große Flächen mit hartnäckigem Schmutz wie Moos, Grünspan und Flechten reinigen will, wird weder mit dem K3 noch mit dem kleinen Nillfisk glücklich, denn dafür ist ihre Flächenleistung zu gering. Unsere Empfehlung ist dann der Kärcher K5 Premium Full Control Plus. Dieses Modell setzt deutlich mehr Wasser mit noch höherem Druck durch und die Reinigungsfläche ist breiter, weil die Vario Power Jet Düse auch bei 10 bis 20 Zentimeter Abstand noch genügend Kraft entfaltet.

Dabei kommt der K5 mit nur einer einzigen Sprühlanze aus, die auf die Modi Hard, Soft und Medium eingestellt werden kann. Einzigartig im Testfeld ist die direkte Kontrolle des Wasserdrucks mittels Tastern an der Pistole. So kann jede der drei Düsen-Einstellungen in sieben Stufen variiert werden.

Wenn Geld egal ist

Nilfisk E 145.4-9 Power X-tra

Test Hochdruckreiniger: Nilfisk E 145.4-9 Power Xtra
Viel Kraft für große Flächen und ein Komfort-Meister mit Schlauch-Rolle.

Mit 18,6 Kilogramm ist der Nilfisk E 145.4-9 Power X-tra nicht nur deutlich schwerer und robuster als sein kleiner Bruder, sondern er bringt – wie der Kärcher K5 – auch satte 145 bar Arbeitsdruck an den Start. Man muss dafür aber deutlich mehr ausgeben als für den vergleichbaren K5. Doch wer häufig große Flächen bearbeitet, für den macht die höhere Investition auf jeden Fall Sinn, denn der Nilfisk ist mit seiner Alu-Pumpe deutlich robuster und langlebiger als der Kärcher.

Mit dabei ist ein großer Flächenreiniger (Power Patio Cleaner), ansonsten deckt sich das Zubehör mit dem kleineren Nilfisk C 110. Begeistert sind wir von der Druckschlauch-Rolle mit der gelungenen Schlauchführung und von den soliden Gummi-Rädern: Endlich klappert nichts mehr.

Vergleichstabelle

Unser FavoritAuch gut Für große FlächenWenn Geld egal ist
Modell Kärcher K3 Full Control Nilfisk C 110.7-5 Home X-tra Kärcher K5 Premium Full Control Plus Nilfisk E 145.4-9 Power X-tra Kränzle K 1050 P Makita HW1200 Bosch AQT 37-13 Einhell TC-HP 1538 PC Basic Paket Skil Urban Series 0761 AA Berlan BHDR1850-160 Sungoldpower ABW VAQ-110P
Test Hochdruckreiniger: Kärcher K3 Full ControlTest Hochdruckreiniger: Nilfisk C 110.7-5 Home X-traTest Hochdruckreiniger: Kärcher K5 Premium Full Control Plus HomeTest Hochdruckreiniger: Nilfisk E 145.4-9 Power XtraTest Hochdruckreiniger: Kränzle K 1050 PTest Hochdruckreiniger: Makita HW1200Test Hochdruckreiniger: Bosch AQT 37-13Test Hochdruckreiniger: Einhell TC-HP 1538 PCTest Hochdruckreiniger: Skil Urban Series 0761 AATest Hochdruckreiniger: Berlan Hochdruckreiniger 1850 Watt 160 barTest Hochdruckreiniger: Sungoldflower VAQ-110P High Pressure Cleaner
Pro
  • Gute Abrieb-Wirkung, speziell die Turbo-Düse
  • Tank für Reinigungsmittel
  • optionaler Flächenreiniger Terrassenreiniger, auch für Fassade nutzbar
  • Aluminium-Pumpe
  • Ersatzeile verfügbar
  • Kompaktes Verstauen
  • Sehr Leicht
  • Flächenreiniger inklusive
  • Für große Flächen
  • Gute Reinigungsleistung auch bei größerem Abstand
  • Druck stufenweise einstellbar
  • Perfekte Schlauchführung
  • Wertige, schwere Lanze
  • Aluminium-Pumpe
  • Aluminium-Pumpe
  • Power wie K5
  • Exzellente Druckschlauch-Rolle
  • Aluminium-Pumpe
  • Gummi-Räder und Teleskop-Griff
  • Ersatzeile verfügbar
  • Zubehör am Gerät verstaut
  • Mit großem Terrassenreiniger
  • Druckregulierung an der Düse bei Tornado PR
  • Industriequalität
  • Messing-Pumpenkopf
  • Kupplungen aus Metall
  • Einfache Wartung/Reparatur
  • Ersatzeile verfügbar
  • Kompaktes Verstauen
  • 8 Meter Hochdruckschlauch
  • Aluminium-Pumpe
  • Sehr dicker Hochdruckschlauch
  • Gute Abrieb-Wirkung
  • Schaumdüse
  • Aluminium-Pumpe
  • optionaler Flächenreiniger
  • Ausreichend stark
  • Reinigungsmittel dosierbar
  • Aluminium-Pumpe
  • Leicht
  • Kompakt
  • Gut verstaubar
  • Aluminium-Pumpe
  • Ausreichend stark
  • Aluminium-Pumpe
  • Hoher Arbeitsdruck
  • Aluminium-Pumpe
Contra
  • Druck nur an Düse einstellbar
  • Arbeit fast immer mit maximaler Kraft
  • Kunststoff-Pumpe
  • Schwächere Verarbeitung als E 145
  • Kein Tank für Reinigungsmittel
  • Nicht ganz günstig
  • Wackeliger Teleskop-Griff
  • Teuer
  • Schwer und ohne Rollen
  • Keine Druckschlauch-Rolle
  • Kein Tank für Reinigungsmittel
  • Druck nur an Düse einstellbar
  • Kein Tank für Reinigungsmittel
  • Weniger gute Verarbeitung
  • Unsolider Flächenreiniger
  • Teure Ersatzteile
  • Schwacher Druck
  • Braucht viel Zeit für große Flächen
  • Reinigungsmittel nicht dosierbar
  • Keine Ersatzteile
  • Schlechte Verarbeitung
  • Räder drehen nicht
  • Reinigungsmittel nicht dosierbar
  • Keine Ersatzteile
  • Schlechte Verarbeitung
  • Schlechte Rotor-Bürste
  • Flächenreiniger wackelig
  • Reinigungsmittel nicht dosierbar
  • Keine Ersatzteile
Bester Preis

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Was Sie wissen müssen

Ein Hochdruckreiniger nutzt die mechanische Wirkung von Wasser, um Oberflächen jeder Art von Schmutz, Bewuchs oder Moos zu reinigen. Der Vorteil: Sie müssen diese Oberflächen nicht manuell mit einer Bürste oder einem harten Besen bearbeiten, der harte Wasserstrahl nimmt Ihnen diese Arbeit ab. Dafür muss allerdings ein höherer Wasserverbrauch für die Reinigung in Kauf genommen werden.

Kärcher K3 Vario Düse: Moos und Flechten werden gelöst, doch die Fläche braucht extrem viel Zeit.
Hochdruckdüse: Der hohe Wasserdruck löst Moos und Flechten mühelos.

Um einen hohen Wasserdruck zu erzeugen, wird einströmendes Wasser mit einer Kolbenpumpe aus hochdruckfestem Aluminium, Messing oder Glasfaser verstärkten Kunststoffen unter Druck gesetzt. Über ein Auslassventil gelangt es in den Hochdruckschlauch und in die Sprühlanze.

Autor mit dem Kärcher K5 im Einsatz - Nässeschutz-Anzug ist da Pflicht
Autor mit dem Kärcher K5 im Einsatz – Nässeschutz-Anzug ist Pflicht

Der Maximaldruck an der Hochdruckpumpe (auch Nenndruck genannt) und der Arbeitsdruck an der Düse ist bei Hochdruckreinigern unterschiedlich. Zum einen sinkt der Wasserdruck auf dem Weg zur Düse, zum anderen kann man den Druck an der Sprühlanze manuell variieren: Durch Drehen an der Vario-Düse regeln Sie den Wasserdruck.

Auch andere Düsen wie Dreckfräse oder Turbo-Düse können eingesetzt werden. Die haben oft eine fixierte Düse, die nicht reguliert werden kann.

Bei teureren Geräten wie dem Kärcher K5 Premium Full Control Plus kann man den Druck an der Pistole einstellen, in diesem Fall mit dem Daumen über einen Taster.

Arbeitsdruck und Schwemmleistung

Arbeitsdruck bis zu 40 bar geringer

Je nach Qualität und Leistung der Pumpe können sich Maximaldruck und Arbeitsdruck um bis zu 40 bar unterscheiden. Das sollten Sie bedenken, denn die Hersteller geben meist nur den Maximaldruck in den technischen Daten an.

Verwirrend wird es, wenn Nenndruck und Arbeitsdruck uneinheitlich angegeben werden. So spricht Kärcher von »Arbeitsdruck maximal« und gibt keinen anderen Wert an. Ob es sich um den Maximaldruck an der Düse handelt, bleibt da offen.

Die Hersteller nennen gern die größtmögliche Druck-Kennzahl und das ist nun einmal der Nenndruck an der Hochdruckpumpe. Der nützt Ihnen bei der Reinigung aber nichts. So protzt der günstige Berlan BHDR1850-160 mit 160 bar, ist aber immerhin so fair und gibt den Arbeitsdruck von 90 bar im Datenblatt auch mit an. Auch beim Einhell TC-HP 1538 PC schwinden die 110 bar an der Pumpe auf 75 bar an der Düse.

Für den Hausgebrauch sollte ein Hochdruckreiniger mindestens 100 bar Nennleistung und eine Fördermenge von mindestens 400 Litern haben. Mit diesen Werten sind Sie auf der sicheren Seite.

100 bis 120 bar Nenndruck sind für den Hausgebrauch angemessen. Doch oft kommen günstige Geräte mit einer zu geringen Fördermenge von 345 bis 400 Litern pro Stunde. Das entspricht einer schwachen Schwemmleistung von rund 6 Litern pro Minute. Die Folge: unter Umständen muss der Schmutz nachträglich mit dem Schlauch weggespült werden.

Eine Schwemmleistung von 10 Litern pro Minute wäre ideal (600 Liter/Stunde), doch das leistet kein Gerät für Heimanwender. In unserem Test kam nur der Kärcher K5 mit 500 Litern Schwemmleistung in diese Größenordnung.

Lassen Sie sich nicht von einer hohen Nennleistung in bar täuschen. Nur die Verbindung mit einer hohen Wasser-Fördermenge ergibt ein leistungsfähiges Gerät.

Das klingt nach viel, aber wenn Sie den Gartenschlauch eine Stunde laufen lassen, verbrauchen Sie bei 4 bar Druck in einer Stunde zirka 3.500 Liter Wasser. Der Wasserverbrauch selbst starker Hochdruckreiniger hält sich also in Grenzen.

Sicherheit

Die Arbeit mit einem Hochdruckreiniger ist nicht ganz ungefährlich – auch wenn es »nur« Wasser ist: In der Industrie wird ein harter, feiner Wasserstrahl sogar zum Schneiden oder Fräsen von Metall genutzt. So hohen Druck erreichen konventionelle Reiniger aus dem Handel zwar längst nicht, dennoch kann der harte Wasserstrahl aus der Pistole gefährlich sein.

Sie sollten daher bei der Arbeit eine Schutzbrille und Handschuhe tragen. Andere Personen sollten sich nicht in der Nähe aufhalten. Die Sprühlanze ist definitiv kein Kinderspielzeug. Der stark konzentrierte Hochdruckstrahl kann, wenn er ins Auge trifft, zu Erblindung führen. Umherfliegende Schmutzteilen oder Steinchen können anderen Personen oder den Bediener selbst treffen.

Fassade und Gehweg: Rechnen Sie mit spitzendem Schmutz.
Fassade und Gehweg: Rechnen Sie mit spitzendem Schmutz.

Außensteckdosen und elektrische Installationen sollten vom harten Wasserstrahl verschont bleiben. Auch an Dämmung und Asbest hat ein Hochdruckreiniger nichts zu suchen. Wer will schon eine durchnässte Hauswand haben? Asbest oder mineralische Putze an Hauswänden sind ebenso ungeeignet: Hier lösen sich mitunter giftige Teilchen, der Putz durchnässt und platzt möglicherweise ab.

Die Hochdruckreiniger selbst sind in der Regel gut geschützt. Sie müssen gemäß Schutzgrad IPX5 sicher gegen Strahlwasser aus beliebigem Winkel sein. Eine Autostopp-Funktion verhindert zudem den ungehinderten Druckanstieg im Wasserbehälter der Hochdruckpumpe. Bei jedem Abschalten der Strahlpistole wird die Pumpe damit ebenfalls abgeschaltet. Zusätzlich gibt es auch noch ein Überströmventil, das eine Überschreitung des zulässigen Arbeitsdrucks verhindert.

Was reinigt ein Hochdruckreiniger, was nicht?

Hochdruckreiniger reinigen sämtliche wasserfesten Oberflächen, die glatt oder offenporig sind. Auch Farbschichten, Lacke oder Beschichtungen können mit dem richtigen Druck und der passenden Düse entfernt werden, Hochdruckreiniger für den Hausgebrauch sind dafür aber in der Regel nicht stark genug.

Gut können Hochdruckreiniger organische Verunreinigungen (z.B. Moos und Algen) entfernen, aber auch Rost und Kalk und andere fest anhaftende Beläge. Häufig eingesetzt werden sie daher bei Autos, Terrassen, Fassaden, Rollläden, Dachrinnen, Schwimmbädern und Booten.

Kärcher K3: Bei der Reinigung des PKW
Kärcher K3 bei der Reinigung eines PKW.

Vorsicht ist bei Fahrrädern, E-Bikes oder Motorrädern geboten: Der harte Wasserstrahl kann in Lager, Stoßdämpfer oder die Elektrik eindringen. Wenn überhaupt, dann also nur mit einem weichen Wasserstrahl reinigen und niemals direkt auf empfindliche Komponenten zielen.

Mit dem passenden Zubehör kann man die Funktionen eines Hochdruckreinigers erweitern, etwa mit einem Rohrreinigungsset. Damit bekommt man die Fallrohre der Dachrinne ebenso frei wie das verstopfte Abflussrohr im Bad.

Aufsätze und Schlauch

Hochdruckreiniger werden mit verschiedenen Düsenaufsätzen und Sprühlanzen ausgeliefert. Typischerweise gibt es im Zubehör weitere Reinigungsaufsätze für andere Oberflächen und spezielle Reinigungsaufgaben. Je nach Festigkeit der Verschmutzung kann bei jedem Gerät die Härte beziehungsweise die Kraft des austretenden Wassers eingestellt werden (VarioJet oder anderen Bezeichnungen).

Kombi- oder Variodüse sowie eine Rotordüse (Dreckfräse) sind der typische Lieferumfang. Manchmal gibt es auch eine 3-in-1-Düse, die per Dreh-und-Klick auf einen anderen Wasseraustritt wechselt (Fächerstrahl, Rotationsstrahl und Punktstrahl).

Schaumreiniger erweitern das Set, wenn das Gerät selbst keine Ansaugung für Reinigungsmittel mitbringt.

Waschbürsten sind zum Reinigen von Fahrzeugen oder lackierten Fassadenteilen nützlich. Über die Maschine wird ein Reinigungsmittel zugemischt, mit geringen Druck bürsten Sie dann Oberflächen. Manche Bürsten rotieren, was die Reinigungsleistung erhöht.

Winkeldüsen sind bei schwer zugänglichen Bereichen nützlich, etwa für die Regenrinne.

Ein Terrassen- oder Flächenreiniger verringert den Zeitbedarf beim Reinigen von Betonsteinen, Gehwegen und anderen großen, ebenen Flächen oder Fassadenteilen erheblich. Er besteht aus einer nach unten geöffneten Wanne mit seitlichen, festen Bürsten. In der Mitte rotierten zwei Wasserstrahlen. So können Sie relativ mühelos Terrassensteine aber auch eine grünspanige Betonwand reinigen.

Wenn Sie an der Fassade und auf dem Dach arbeiten, dabei vielleicht sogar auf einer Leiter oder einem Gerüst stehen, dann wird ein Hochdruckschlauch von fünf Metern Länge schnell knapp. Im Zubehör oder als Geräte-Variante sind Schläuche mit bis zu zehn Metern erhältlich.

Kärcher K 3: ein Verstauen des störrischen Druckschlauches ist hier nicht wirklich möglich
Kärcher K 3: Verstauen des störrischen Druckschlauches nur schwierig möglich.

Überlegen Sie sich das aber gut, denn wenn Sie meist nur auf kurzen Distanzen zum Gerät arbeiten, etwa beim Reinigen der Terrasse oder des PKW, dann ist ein zu langer Schlauch hinderlich. Zudem kommt bei einem langen Schlauch weniger Arbeitsdruck an der Düse an, als bei einem kurzen.

Verwendung mit Reinigungsmitteln

Kärcher K 3: Tank für das Reinigungsmittel - es wird dem Wasser zugemischt
Kärcher K 3: Tank für Reinigungsmittel.

Reinigungsmittel werden optional in den Wasserkreislauf der Maschine gemischt. Mittel und hochpreisige Geräte haben dafür einen Wassertank oder einen dünnen Ansaug-Schlauch, der in das Reinigungsmittel gehängt wird.

Im besten Fall gibt es noch einen Dosier-Drehschalter, mit dem das Mischverhältnis Wasser/Reinigungsmittel eingestellt wird. Alle Geräte, die wir gestestet haben, mussten da aber passen.

Es gibt auch Lösungen, bei denen spezielle Reinigungsflaschen direkt in eine Halterung an der Maschine geklickt werden wie beim Kärcher K5.

Bosch AQT 37-13: die Schaumdüse mit Tank
Bosch AQT 37-13: Schaumdüse mit Tank.

Einfache Modelle haben weder einen Ansaug-Schlauch noch einen Anbau-Tank. Hier kann Reinigungsmittel nur über eine spezielle Schaumdüse mit Tank zugemischt werden (Bosch, Makita, Skil, Berlan, Einhell). Sie können dann weder beliebige Reinigungsaufsätze verwenden, noch das Mischverhältnis einstellen (außer bei Einhell).

Gängige Reinigungsmittel sind etwa Aktivschaumreiniger für die Fahrzeugpflege. Sie entfernen öl- und fetthaltige Substanzen sowie hartnäckige Ablagerungen wie Bremsstaub. Im Haus- und Gartenbereich kommen Fassadenreiniger oder spezielle Zusätze mit Bleichwirkung zum Einsatz. Sie lösen Pigmente und Abbauprodukte von Pflanzen und verhindern chemisch das Nachwachsen von Algen.

Heißes Wasser darf bei den meisten Pumpen nicht verwendet werden, die Hersteller geben Zuflusstemperaturen von 40 bis maximal 60 Grad Celsius an.

Reinigungsmittel werden typischerweise stark konzentriert geliefert, weswegen sie vor Verwendung verdünnt werden sollten. Überdosierungen schaden der Umwelt und belasten den Geldbeutel. Grundsätzlich gilt: Reinigungsmittel rund um Haus und Garten sollten nur in ganz besonders hartnäckigen Fällen eingesetzt werden. Die meisten Verunreinigungen lösen sich allein durch die mechanische Kraft des Wassers.

Testsieger: Kärcher K3 Full Control

Der beste Hochdruckreiniger für den Einsatz zuhause ist für uns der Kärcher K3 Full Control, den es als Kärcher K3 Full Control Home auch im Paket mit einem Flächenreiniger gibt. Der K3 ist leistungsstark genug für die meisten Anwendungen in Haus und Garten, flexibel in der Anwendung und bleibt preislich im Rahmen.

Unser Favorit

Kärcher K3 Full Control

Test Hochdruckreiniger: Kärcher K3 Full Control
Kraftvoll für kleine Flächen, Spezialist für den Einsatz von Reinigungsmitteln.

Die Verarbeitung des nur knapp sieben Kilogramm schweren K3 (6,6 kg, ohne Zubehör) ist ohne Tadel. Leider hat es bei den Wasseranschlüssen für Druckschlauch und Hauswasser/Gartenwasser nur für Kunststoff gereicht. Das ist nicht gut, denn an Druck- und Wasserschlauch wird in der Praxis gerne mal gezerrt, wodurch der Anschluss brechen kann.

Kärcher wirbt vollmundig mit einer »Full Control Power Gun« mit Druckstufenanzeige. Letztlich ist nichts weiter als eine Vario-Düse wie sie auch im günstigen Einhell oder im Bosch AQT zu finden ist. Die Düse nennt Kärcher Vario Power Jet und sie ermöglicht – wie bei allen anderen auch – eine Druckverstellung am Strahlrohr.

Die analoge Druckstufenanzeige an der Pistole ist eine passive Angelegenheit, sie zeigt auf einer Skala von Soft bis Hard vage an, welcher Druck vorne anliegt.

Kärcher K 3: mechanische Druckanzeige am Griff
Kärcher K 3: mechanische Druckanzeige am Griff

Eine echte Druckregulierung mittels +/– -Tasten an der Pistole bieten nur der Kärcher K5 und K7 (K7 nicht im Test). Dort nennt sich die Pistole dann Full Control Plus Power Gun.

Als alternative Düse wird ein Dreckfräser mitgeliefert, hier kann der Druck nicht verändert werden.

Der integrierte aber entnehmbare Tank kann mit handelsüblichen oder auch selbstgemischten Reinigungsmitteln befüllt werden. Eingesaugt wird das Reinigungsmittel nur im Modus Soft, denn es ist zum langsamen Auftragen mit einer Schaumdüse oder Waschbürste gedacht. Das ist eine clevere Lösung, denn so wird wenig Reinigungsmittel verschwendet, ganz im Gegensatz zu anderen Modellen, die den Reinigungstank bei vollem Druck ruckzuck leer saugen.

Kärcher K3 im Praxistest

Mit der sehr guten bebilderten Anleitung hatten wir den K3 ruckzuck in Gang gesetzt, ohne viel Lesen zu müssen. An der Fassade unseres Test-Hauses befinden sich verschmutze Fensterläden (Spritzwasser, Unrat von Vögeln, Flechten) sowie Fenster-Einfassungen und Tropfkanten (Grünspan). Alle Teile bestehen aus lackiertem Holz.

Das Wasser drückt mit der Vario-Düse kraftvoll auf die Oberflächen, Grünspan oder auch Flechten werden im Handumdrehen entfernt. Besonders effektiv ist der harte Wasserstrahl an den Fensterläden mit ihren verwinkelten Ecken und Kanten.

An den Tropfkanten indes bringt der Hochdruckreiniger keine Zeitersparnis, mit einer harten Bürste und Seifenlauge hätten wir das Brett schneller sauber bekommen. Der Grund: Um nicht direkt in die Wand – und damit in die Dämmung – zu spritzen mussten wir sehr langsam vorgehen und mit der Düse genau zielen.

Gehen Sie auf lackierte Oberflächen nicht gleich mit dem harten Strahl los. Probieren Sie an verdeckten Stellen, ob der Lack dem harten Wasserstrahl standhält.

Auf den lackierten Fensterläden hatten wir ein ganz anderes Problem: In seltenen Fällen platzte der Lack ab. Wir setzen die Reinigung dennoch mit dem härtesten Strahl fort, den sonst löste sich der Schmutz nicht.

Auto

Beim Test am Auto kam der Reinigungsmitteltank zum Einsatz. Der K3 pumpt nur in der Arbeitsstufe »Soft« Flüssigkeit aus dem Tank. Das macht Sinn, denn Seifenlauge und Schaum muss einwirken und wird mit dem Kärcher nach der Grobreinigung über das ganze Fahrzeug verteilt, damit anschließend per Hand und Schwamm weitergemacht wird.

Bei der Reinigung von Fahrzeugen kommt selbst der stärkste Hochdruckreiniger an seine Grenzen. Hartnäckigen Schmutz, wie verkrustete Fliegen an den Außenspiegeln oder der Motorhaube, konnte der K3 selbst mit der Dreckfräse nicht beseitigen. Das schaffte kein Druckreiniger im Test, mit Ausnahme des stärkeren K5.

Gegen den zum Test aufgetragenen Ölfilm hatte keiner der Hochdruckreiniger im Test eine Chance. Hier hilft nur Seifenlauge in Verbindung mit Bürste und Schwamm.

Von Kärcher gibt es dafür die rotierende Waschbürste WB 100 oder die Kärcher 2.640-590 Soft-Waschbürste quer, die dann in Verbindung mit einem Reinigungsmittel benutzt werden.

Dach

Das Dach unseres Test-Hauses, belegt mit einfach Beton-Dachsteinen, wurde seit dem Neubau vor 5 Jahren noch nie gereinigt. Trotz des 45 Grad Neigungswinkels haben sich an den Kanten starke Moos-Schichten gebildet. Die ebenen Flächen sind mit weißen Flechten belegt.

Der Kärcher K3 kommt hier mit der Dreckfräse gut zurecht und kann die Beläge auch lösen. Allerdings kommen wir nur langsam voran: Die Düse muss sehr nah und langsam über die Ziegel bewegt werden, damit sich etwas ablöst.

Eine ganze Dachfläche zu reinigen, ist mit der von Kärcher angegeben Flächenleistung von 25 m²/Stunde mit dem K3 allerdings zeitaufwändig – unsere Dachfläche ist 154 Quadratmeter groß. Für solche großflächigen Reinigungsarbeiten sollte man einen stärkeren Hochdruckreiniger einsetzen, wie etwa den K5. Oder aber man muss sich genug Zeit nehmen.

Richten Sie den harten Wasserstrahl nicht direkt, also von Oben, in die Fugen, denn sonst wird der Fugen-Sand komplett herausgespült. Schräg im 30 bis 45 Grad Winkel ansetzen, um Gras/Moos aus den Fugen zu entfernen.

Auf dem Gehweg, gepflastert mit offenporigen Betonsteinen, verhält es sich ähnlich, allerdings kann hierfür der Flächenreiniger T350 genutzt werden. Diesen »Teller« mit rotierenden Düsen schieben wir über die Steine, darunter wird Grünspan und Belag zuverlässig entfernt – leider aber nicht Moos und Grasbüschel, die in den Fugen wachsen. Hierfür muss dann wieder die Vario-Jet-Düse zum Einsatz kommen.

Wartung

Alle Hochdruckreiniger im Test sind wartungsfrei, so auch der K3. Verschleiß kann aber eintreten und bei einer Kunststoff-Pumpe gepaart mit einem häufigen Einsatz kann das schon nach wenigen Jahren der Fall sein.

Als Besitzer eines Kärcher K3 können Sie selbigen dann reparieren lassen oder als erfahrener Bastler das auch selbst durchführen. Der Hersteller hat dafür die Explosionszeichnungen, sowie einen umfangreichen Ersatzteilkatalog.

Zwar lohnt sich eine Reparatur bei einem Solo-Gerätepreis von 120 bis 130 Euro nur bedingt, möglich ist es aber, zumal die Reparatur-Teile alle einzeln erworben werden können. So gibt es einen Pumpenkopf für 25 Euro.

Kärcher K3 wie K5 können vom Fachmann oder vom fachkundigen Laien repariert werden. Das ist keine Selbstverständlichkeit bei Nicht-Profi-Geräten, denn nur noch Bosch, Nilfisk, Kränzle – und mit Einschränkung Einhell – verkaufen Ersatzteile für Hochdruckreiniger.

Nachteile

Der größte Nachteil des Kärcher K3 ist, dass er nur mit einer Kunststoff-Pumpe ausgerüstet ist. Das begrenzt die Lebenszeit. Für den professionellen Einsatz kommen die beiden Geräte von Kärcher daher nicht in Frage, doch in Haus und Garten benutzt man einen Hochdruckreiniger meist nur sporadisch, daher kann man hier damit leben.

Leider bestehen auch die Anschlüsse für Wasser und Druckschlauch am Gerät aus Kunststoff. Auch hier sind metallische Gewinde-Anschlüsse erfahrungsgemäß langlebiger, zumal gerne mal am Schlauch gezerrt wird.

Ein weiterer Minuspunkt: Mit dem Kärcher K3 ist immer Volldampf und eine geringe Distanz nötig, sonst erzielt der Wasserdruck bei hartnäckigem Schmutz an Auto, Fassade oder Betonstein kaum Wirkung. Die analoge Druckanzeige ist insofern eine Spielerei. Aber auch hier finden wir: Für den üblichen Einsatz im Eigenheim ist das völlig ausreichend.

Auf Grund des geringen Gewichts und der kleinen Räder zieht sich der K3 etwas klapprig über den Gehweg. Wenn dann noch der Druckschlauch von der Halterung rutscht, hält sich der Spaß in Grenzen. Hier ist der Bosch AQT 37-13 mit einer simplen aber praktischen Schlauch-Klemmfixierung besser aufgestellt.

Wer sich an größere Projekte heranwagt, wie ein Dach mit Beton-Dachsteinen, der wird mit dem K3 wegen des hohen Zeitbedarfs schnell wieder aufgeben. Der Arbeitsdruck ist im Vergleich zu gering, um damit wirklich Fläche zu machen. Für solche Aufgaben sind der Kärcher K5 oder Nilfisk E 145.4-9 eindeutig die bessere Wahl.

Kärcher K3 im Testspiegel

Tests von Hochdruckreinigern gibt es meistens nur für hochpreisige Modelle für das Profi-Segment. Seriöse Tests des Kärcher K3 gibt es bis dato nicht. Sofern sich das ändert, werden wir Testergebnisse hier nachreichen.

Alternativen

Für die meisten Heimanwender ist der Kärcher K3 die beste Wahl. Aber es gibt auch eine gute Alternative von Nilfisk. Wer öfter große Flächen wie ein ganzes Dach oder einen Pool reinigt, dem empfehlen wir die stärkere Variante Kärcher K5 oder den Nilfisk E 145.4-9.

Auch gut

Nilfisk C 110.7-5 Home X-tra

Test Hochdruckreiniger: Nilfisk C 110.7-5 Home X-tra
Genauso kraftvoll wie der K3, dazu ein Leichtgewicht inklusive Flächenreiniger.

Der Nilfisk C 110.7-5 Home X-tra ist ein knallharter Gegner des Kärcher K3 und er spielt in derselben Preis-Liga. Auf den ersten Blick scheint der K3 zwar günstiger, doch bei Kärcher muss der Flächenreiniger extra erworben werden. Nilfisk hat ihn schon mit im Gepäck.

Die Leistung fällt beim Nilfisk etwas besser aus als beim K3, obgleich die Arbeitsleistung laut Datenblatt dieselbe ist. Seine Flächenleistung ist nämlich ganz passabel, hier müssen wir nicht mit der Düse ganz nah an die Steine herangehen, damit sich etwas löst. Für kleine Dächer mit Betonsteinen würden wir den C 110 im Gegensatz zum Kärcher K3 durchaus verwenden, für größere Projekte oder gar den regelmäßigen Einsatz ist er aber ebenfalls nicht geeignet.

Die Qualität der Lanzen und Düsen deckt sich mit der des K3, Bosch, Makita oder Einhell. Wir haben es nicht mit Industriequalität zu tun, die kriegt man erst beim Kränzle K 1050 P. Das Gehäuse mit den angesteckten Plastik-Rädern und dem Griff ohne Teleskop-Funktion macht allerdings im Vergleich zum K5, Kränzle oder dem Nilfisk E 145 einen minderwertigen Eindruck.

Im praktischen Test am Auto vermissen wir einen Reinigungsmittel-Tank, wie ihn der K3 mitbringt. Hier muss die Schaumdüse angesteckt werden. Andererseits hat der kleine Nilfisk eine mitgelieferte Bürste, die nach dem Schaumauftrag angesteckt wird, um den Schmutz zu lösen und gleichzeitig abzuspülen.

Der kleine Flächenreiniger ist für die Terrasse gedacht, obgleich er auch an Hauswänden benutzt werden kann. Den Gehweg bekommt man damit ordentlich sauber, allerdings spült er jede Menge Sand aus den Fugen. Diesen Nachteil bei nicht homogenen Flächen haben aber alle Flächenreiniger. Die Düsen können nicht gewechselt werden und auch die Kraft ist nicht einstellbar.

Für große Flächen

Kärcher K5 Premium Full Control Plus

Test Hochdruckreiniger: Kärcher K5 Premium Full Control Plus Home
Der Profi für großflächige Reinigungsarbeiten.

Mit dem Kärcher K5 haben wir gleich mal ein gesamtes Dach mit Betonsteinen gereinigt. Lackierte Hölzer der Fassade waren dann auch noch dran. Für große Flächen mit hartnäckigem Schmutz, wie Moos, Grünspan und Flechten, ist der K5 ideal. Dieses Modell bringt mehr Wasserdruck mit einer größeren Schwemmleistung auf die Flächen als das bei Kärcher K3, Nilfisk C 110.7-5 Home X-tra, Makita HW 1200 oder Bosch AQT der Fall ist. Aber dafür kostet er auch ein gutes Stück mehr.

Die höhere Flächenleistung wird erzielt, weil die Lanze auch im Abstand von 10 bis 20 Zentimetern noch genügend Abrieb-Wirkung erzeugt. Auf diese Distanz ist die Wirkungsfläche deutlich breiter, so kommt man schneller voran. Bei den anderen Modellen aus diesem Test, so auch K3, Makita und Bosch, müssen wir 3 bis 8 Zentimeter an den Schmutz heran, um dieselbe Reinigungswirkung zu erzielen, damit schaffen wir bei gleicher Zeit deutlich weniger Fläche. Gleichwertig sind in dieser Disziplin Nilfisk E 145.4-9 Power Xtra und Kränzle K 1050 P.

Dabei kommt der K5 mit nur einer einzigen wuchtigen Sprühlanze aus, die auf die Modi Hard, Soft und Medium für verschiedene Oberflächen eingestellt werden kann. Der Clou ist jedoch die direkte Druckkontrolle mittels Tastern und Digitalanzeige an der Pistole. So kann jede Düse in sieben Stufen variiert werden.

Die Schlauchtrommel führt den Druckschlauch perfekt nach außen, so kann er immer auf die gewünschte Arbeitslänge eingestellt werden. Der K5 ist insgesamt deutlich schwerer als K3, Nilfisk C 110, Makita und Bosch AQT, auch die Lanze ist wuchtiger und stabiler. Für seine Leistungsklasse ist er aber leicht, der Nilfisk E 145 wiegt 18 Kilogramm.

Den K5 gibt es von Kärcher in verschiedenen Modellvarianten, die sich in der Ausstattung unterscheiden. Die Leistung ist immer die selbe. Die von uns getestete Version K5 Premium Full Control Plus kommt mit Druckkontrolle und LCD-Anzeige im Griff der Sprühlanze. Wer darauf verzichten kann, bekommt die selbe Reinigungsleistung mit der einfachere Modellvariante K5 Full Control rund 40 Euro günstiger. Beide Versionen gibt es im Paket mit dem Flächenreiniger auch mit dem Zusatzkürzel »Home«.

Einziger Nachteil des Kärcher K5 ist in unseren Augen der hohe Preis, für welchen es nicht mal eine Aluminium-Pumpe gibt. Wer eine Messing-Pumpe haben möchte, muss noch eine Stufe höher zum Kärcher K7 oder zum Kränzle K 1050 P greifen.

Das lohnt sich aber nur, wenn der Hochdruckreiniger regelmäßig zum Einsatz kommt. Wer nur einmal im Jahr beim Frühjahrsputz größere Flächen wie Dächer oder einen Pool reinigt, für den ist der Kärcher K5 genau das Richtige.

Wenn Geld egal ist

Nilfisk E 145.4-9 Power X-tra

Test Hochdruckreiniger: Nilfisk E 145.4-9 Power Xtra
Viel Kraft für große Flächen und ein Komfort-Meister mit Schlauch-Rolle.

Der Nilfisk E 145.4-9 Power X-tra kann in der Flächenleistung bei gleichem Arbeitsdruck locker mit dem K5 mithalten, hier bleibt kein Moos und keine Flechte auf den Betonsteinen zurück. Preislich liegt der Nilfisk E 145.4-9 Power Xtra allerdings deutlich über dem K5.

Dafür ist er aber auch mit einer Aluminium-Pumpe ausgestattet. Damit dürfte er wesentlich langlebiger sein als der mit einer glasfaserverstärkten Kunststoffpumpe ausgerüstete Kärcher. Für Heimanwender, die ihren Hochdruckreiniger nur ein paar Mal im Jahr nutzen, spielt das nicht wirklich eine Rolle, wer das Gerät aber öfter einsetzt, ist mit dem Nilfisk besser bedient. Für echte Profis im täglichen Einsatz ist allerdings auch eine Aluminiumpumpe nicht solide genug, Industrieware mit Messing-Pumpe gibt‘s erst bei Kränzle – für einen entsprechenden Aufpreis.

Der Nilfisk kommt außerdem mit einem großen Flächenreiniger. Der Power Patio kann universell für den Boden und auch für Wände und Flächen genutzt werden. Dazu muss der Druck direkt an der Tasse eingestellt werden, beim K5 ist das bequemer über Plus/Minus an der Pistole machbar.

Mit seinen 18,6 Kilogramm ist der Nilfisk E 145 deutlich schwerer als der K5. Mehr Gewicht bringt nur noch der Kränzle K 1050 P auf die Waage. Das ist aber kein Problem, statt zu Schleppen rollen zwei Gummi-Räder leise über den Gehweg. Das ist ein Unikum in unserem Testfeld, das ansonsten komplett mit Hartplast-Rädern bestückt ist.

Die Fertigungsqualität des Gehäuses ist gleichwertig mit dem Kärcher K5. Leider leistet sich der E 145 einen Fauxpas mit der klapprigen Teleskop-Handführung, die so gar nicht zum Rest passen will.

Für die Preisklasse üblich ist eine Druckschlauch-Rolle an Bord und die gefällt uns hervorragend. Nilfisk hat hier eine Schlauchführung davorgesetzt, die den Schlauch beim Ab- oder Aufrollen sicher führt. Die Funktion gefällt uns sogar besser als die Schlauchrolle des K5.

Wie Kärcher ist Nilfisk mit einem ausführlichen Ersatzteile-Programm dabei. Sie können jedes kleine Bauteil von Pumpe oder Antrieb erwerben und den E 145 wieder flott machen. Das gilt im Übrigen auch für den Einsteiger C 110.

Wer mehrmals übers Jahr Dach, Mauern, PKW, Fassade, Terrasse und sonstiges reinigt, der investiert in den Nilfisk E 145.4-9 Power X-tra gut und wird Ihnen über einige Jahre Freude bereiten.

Außerdem getestet

Kränzle K 1050 P

In unangefochtener Industriequalität kommt der kompakte K 1050 P von Kränzle daher. Der platzsparende Einsteiger des hochpreisigen Herstellers geht ohne Flächenreiniger für gut 300 Euro über den Ladentisch.

Eine Messing-Pumpe mit frei zugänglichen Anschlüssen, Lanzen aus Metall und Kraft für den Dauereinsatz auf großen Flächen – all das lässt Kunden frohlocken, die für schwere Qualität gerne auch Geld in die Hand nehmen. Hinsichtlich Lebensdauer und Wartung wird sich diese Investition lohnen.

Doch die 22 Kilogramm müssen erstmal zum Einsatzort geschleppt werden – denn der Kränzle hat keine Räder. Hinsichtlich Komfort sind Kärcher K5 und Nilfisk E 145 klar überlegen, sie haben nicht nur Räder, sondern auch eine praktische Kabelrolle.

Kurz: Wer seinen Hochdruckreiniger stationär in der Werkstatt betreibt oder bereit ist, ihn in der Schubkarre durch den Garten zu fahren, kann gerne zu einem Kränzle greifen. Alle anderen bekommen für seltenen Einsatz auf kleinen Flächen für deutlich weniger Geld mehr Komfort bei Kärcher oder Nilfisk.

Makita HW1200

Der Makita HW 1200 ist ein gutes Gerät, wirkt aber etwas blass, denn es fehlen die Highlights. Es gibt keinen Tank für Reinigungsmittel und den störrischen Hochdruckschlauch wuselt man sich irgendwie um den hohen Griff, der auch nicht versenkt werden kann.

Über den Punkten Wartung und Reparatur steht ein großes Fragezeichen: Anders als bei den Makita-Profi-Serien gibt es für den HW 1200 keine Ersatzteil-Liste. Fans der Profi-Handwerker-Tools von Makita sollten daher auch besser zur Profi-Serie greifen – oder aber zum teureren Kränzle K 1050 P, denn der hat die bevorzugte Industriequalität.

Kleine Vorzüge im Detail sind die Düseneinstellung an der Schaumpistole. Außerdem sind die Düsen recht kraftvoll und laden dazu ein, auch mal mehr als nur den PKW zu reinigen. An der Fächerdüse kann zudem der Druck reguliert werden, vom plätschernden Wasser bis zum harten Strahl.

Bosch AQT 37-13

Der Bosch AQT 37-13 ist von der Leistung her mit unserem Favoriten von Kärcher vergleichbar. Allerdings hat der Hochdruckreiniger von Bosch eine Aluminium-Pumpe, während die Pumpen von Kärcher aus Kunststoff sind.

Nach unserer Einschätzung ist der Bosch AQT 37-13 sogar einen Tick kraftvoller als der K3, bringt also etwas mehr Kraft aus der Vario-Düse oder der Dreckfräse. Groß ist der Unterschied aber nicht. Die Flächenleistung liegt auf demselben Niveau wie beim Kärcher K3.

Bei der Bedienung und der Flexibilität im Einsatz hat der Kärcher für uns allerdings die Nase vorn. So kommt der Bosch zum Beispiel ohne Tank für Reinigungsmittel, lediglich eine einfache Schaumdüse ist mit dabei. Auch hat der Bosch keine Druckregulierung an der Pistole, das kann nur der K5 in diesem Test.

Aber auch Bosch hat ein breites Sortiment an Ersatzteilen und Zubehör im Angebot. Wie beim Kärcher gibt es einen Flächenreiniger (Terrassenreiniger-Luxus PC 2), den man extra oder im Paket mit dem Hochdruckreiniger erwerben kann.

Einhell TC-HP 1538 PC Basic Paket

Gegenüber Nilfisk, Makita, Bosch und Kärcher K3 ist das Einhell-Modell ein echter Preisbrecher, doch wir können den Kauf nur bedingt empfehlen. Zuerst das Positive: Den Arbeitsdruck an der Vario-Düse erleben wir als ausreichend stark, die rotierende Turbo-Düse macht ausreichend Dampf und kommt an die Reinigungsleistung des K3 von Kärcher heran. Folglich ist die Flächenleistung hier auch nicht allzu groß, weshalb der Einhell ebenfalls nicht für Großprojekte taugt.

Einen Tank hat der Einhell TC-HP 1538 PC nicht, dafür aber immerhin eine einfache Schaumdüse, die reguliert werden kann.

Und dann wäre da die Wartung: Der Hochdruckreiniger von Einhell ist theoretisch reparierbar, aber praktisch kostet ein Set aus Pumpe und Elektromotor – das nur als Paket verkauft wird – fast 120 Euro und ist damit teurer als eine Neuanschaffung.

Vollkommen enttäuscht waren wir vom minderwertigen Terrassenreiniger. So ein wackeliges, instabiles Teil bereitet weder Freude, noch hat es eine lange Lebensdauer. Hinzu kommt eine Aufhängung der Pistole am Gerät mit einer Art »Sollbruchstelle«, die nicht lange halten wird.

Sungoldpower ABW VAQ-110P

Test Hochdruckreiniger: Sungoldflower VAQ-110P High Pressure Cleaner

Keine Preise gefunden.

Die chinesische Marke ABW hat unter dem Handelsnamen Sungoldpower mit dem ABW-VAQ-110P einen preisgünstigen Hochdruckreiniger auf den Markt, der von seinen technischen Daten her sehr verlockend klingt: 165 bar, das ist mehr als der Kärcher K5 bringt!

Wer sich davon täuschen lässt, greift buchstäblich ins Wasser, denn die Verarbeitung lässt schwer zu wünschen übrig. Beim Einrichten kamen wir erst an den Wasseranschluss heran, als wir das Gehäuse etwas verzogen hatten. Die Rotor-Bürste ist unbrauchbar, weil an der Lanze stark Wasser austritt.

Der Flächenreiniger ist zu leicht und ähnlich wackelig konstruiert wie bei Einhell. Bei kleinen Hindernissen, also den Fugen unserer Gehweg-Steine, kippt der Reiniger kopfüber. So macht das keinen Spaß. Da sind die Terrassenreiniger von Kärcher deutlich hochwertiger.

Für Reinigungsmittel gibt es eine Flasche, die hinten angesteckt wird, ähnlich wie beim Kärcher K3. Leider saugt die Maschine diesen Tank im Nu leer und bringt den Schaum viel zu schnell aufs Auto. Das Problem: Das Auspumpen des Reinigungsbehälters kann nicht reguliert werden. Hier ist der K3 klar im Vorteil, der nur im Modus Soft Reinigungsmittel entnimmt.

Neben der wackelig gesteckten Lanze missfällt uns auch die Anleitung: Die ist nur in Englisch und hat eine schlechte Bebilderung für Zusammenbau und Bedienung.

Skil Urban Series 0761 AA

Von Skil, bis 2016 eine Marke von Bosch, kommt der kleinste Hochdruckreiniger im Test, der Urban Series 0761 AA. Der Name deutet es schon an und der Praxistest bezeugt es: Wer einmal sein Fahrrad oder die zwei Fensterläden reinigen möchte, der kann hier zugreifen. Für jedes größere Projekt, bei dem wirklich Fläche geschafft werden muss, taugt der schwächste Reiniger im Test aber nicht. Dafür kann er äußerst platzsparend im Regal verstaut werden, inklusive einer gelungenen Aufwicklung von Kabel und Hochdruckschlauch.

Im Test werden allerdings die weißen Flechten auf den Beton-Dachsteinen gar nicht erst entfernt, ganz zu schweigen von der Zeit, die es benötigt, jeden einzelnen Stein Stück für Stück in Zeitlupe abzufahren.

Die mitgelieferte Schaumdüse und das ganze Set der Lanze ist baugleich mit Berlan, das spricht nicht für Qualität. Auch hier leert die Schaumdüse viel zu schnell ihren Tank, weil die Entnahme nicht reguliert werden kann.

Die Pumpe besteht aus Aluminium. Ob das ein Plus für die Lebensdauer gibt, das können wir nicht einschätzen. Allerdings gibt es kein Angebot an Ersatzteilen.

Berlan BHDR1850-160

Berlan protzt ebenso mit 160 bar wie der chinesischer Hersteller ABW. Ein so starker Hochdruckreiniger für nur 50 Euro? Der Traum verfliegt schnell, denn an der Düse liegt nur ein Arbeitsdruck von 90 bar an, der Rest wird irgendwo in der schlecht verarbeiteten Lanze vergeudet – oder aber die 160 bar sind schlichtweg pure Fiktion.

Wie auch immer, wir erleben den Arbeitsdruck an der Düse als ausreichend. Der Berlan hat etwas mehr Kraft als der Skil und kommt an den Kärcher K3 heran. Aber sobald die Vario-Düse auf Fächer oder Kreis gestellt wird, verliert der Wasserstahl an Kraft. So muss man sich aus nächster Nähe vorarbeiten und das macht bei größeren Projekten keinen Spaß.

Nachteilig sind neben der hohen Lautstärke die schlechte Verarbeitung sowie die nicht vorhandenen Abstellmöglichkeiten für Hochdruckkabel und Lanze. Die »Räder« drehen sich nicht und der Griff lässt sich nur mit viel Kraft anstecken. Außerdem ist er viel zu niedrig, um den Berlan über den Gehweg zu ziehen. Hinzu kommt die selbe billige Schaumdüse mit Tank wie bei Skil, die viel zu schnell leer ist und nicht reguliert werden kann.

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