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Der beste Hochdruckreiniger

last updateZuletzt aktualisiert:
Alle Hochdruck-Reiniger im Test - Makita HW1200, im Bild, entfällt wg. Defekt
Sebastian Jentsch

Sebastian Jentsch

ist Technik-Journalist und lebt im Umland von Berlin. Als ehemaliger Redaktionsleiter von Notebookjournal und derzeitiger Bereichsleiter Consumer bei Notebookcheck schreibt er seit zehn Jahren über mobile Technik, vor allem Notebooks, Smartphones und Tablets. Seinen Ausgleich holt er sich in Küche und Garten, weshalb Haushaltsprodukte ebenfalls in seinem Fokus stehen.

Der beste Hochdruckreiniger für die meisten ist der Kärcher K3 Full Control. Das Auto oder die Fahrräder können damit ebenso leicht gereinigt werden wie Fensterläden oder Gehwegplatten. Optional gibt es in der „Home“-Variante einen Flächenreiniger für die Terrasse oder die Fassade mit dazu. Für größere Flächen wie ein ganzes Dach sind die leistungsstärkeren Modelle von Nilfisk oder der Kärcher K5 die bessere Wahl.

Update 31. Mai 2019

Wir haben vier weitere Modelle getestet und unsere Empfehlungen neu gemischt. Tacklife ist kein Meister bei der Verarbeitung, das Preis-Leistungsverhältnis des PPW002R-2000E ist dennoch sehr gut. Der Nilfisk E 145.4-9 PAD X-tra hat eine gute Flächenleistung sowie eine exzellente Schlauchrolle. Der Kärcher K4 Full Control hat leider keine Schlauchtrommel und keinen integrierten Tank für Reinigungsmittel. Der Bosch EasyAquatak 120 passt zwar in die kleinste Abstellkammer, Leistung und Verarbeitung sind jedoch schwach.

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5. März 2019

Wir haben die Verfügbarkeit der einzelnen Produkte aktualisiert.

24. April 2018

Wir haben das Kompaktmodell von Kränzle, den K 1050 P, sowie zwei Geräte von Nilfisk, den E 145.4-9 Power Xtra und den Nilfisk C 110.7-5 Home X-tra getestet. Außerdem im Nachtest: der Makita HW 1200.

Nicht nur zum Frühjahrsputz sind Hochdruckreiniger praktisch, sondern auch wenn es darum geht hartnäckigen Schmutz zu entfernen. Da nimmt einem die Reinigung mit einem kraftvollen Wasserstrahl viel mühselige Handarbeit ab – zumal die Geräte inzwischen auch nicht mehr allzu teuer sind.

Wir haben inzwischen 15 Hochdruckreiniger getestet (Update 5/2019). Der günstigste ist schon für 50 Euro zu haben, der teuerste liegt bei fast 400 Euro. Hier sind unsere Kauftipps in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Kärcher K3 Full Control

Der Kärcher K3 Full Control ist ein bezahlbarer Allrounder für verschiedene Einsätze in Haus, Hof und Garten. Die Vario-Düse erzeugt verschiedene Formen und Härtegrade des Wasserstrahls. Hinzu kommt eine Dreckfräse mit einem besonders harten, rotierenden Wasserstrahl.

Damit sind Sie für verschiedene zu reinigende Oberflächen gut gerüstet. Ob Auto, Wohnwagen, Fahrräder, Gartenzaun, Fassade, Betonsteine oder Gehwegplatten – der K3 erzielt überall gute Ergebnisse. Für ebene Flächen wie Terrasse, Gehwegplatten oder Mauerwerk gibt es optional den Flächenreiniger T350 auch im Paket als Kärcher K3 Full Control Home. Seine rotierenden Düsen erhöhen die Flächenleistung deutlich, so ist die Terrasse im Nu gereinigt.

Auch gut

Nilfisk C 110.7-5 Home X-tra

Test Hochdruckreiniger: Nilfisk C 110.7-5 Home X-tra
Genauso kraftvoll wie der K3, dazu ein Leichtgewicht inklusive Flächenreiniger.

Keine Preise gefunden.

Der leichte und kompakte Nilfisk C 110.7-5 Home X-tra wirkt auf den ersten Blick teurer als der Kärcher K3. Doch für den Aufpreis ist ein Flächenreiniger sowie eine weiche Bürste inklusive – und er bringt einen Tick mehr Kraft auf die Fläche.

Wegen des fehlenden Tanks für Reinigungsmittel und der klapprigen Räder bekommt der Nilfisk von uns aber nicht den Spitzenplatz. Doch wer eher Fläche schaffen will, beispielsweise große Terrassen und Gehwege, und dabei nicht auf Reinigungsmittel angewiesen ist, für den ist der Nilfisk C 110.7-5 Home X-tra die bessere Option. Mit ihm würden wir uns sogar an kleinere Dachflächen heranwagen.

Preis-Leistungstipp

TackLife PPW002R-2000E

Hochdruckreiniger Test: Tacklife Ppw002r 2000e
Mit regulierbarem Seifentank, der komfortablen Düsenfixierung und Heißwasser bis 65° ist er stark für große und kleine Flächen.

Der Tacklife PPW002R-2000E überzeugt durch Leistung, viele Anwendungsmöglichkeiten und einige clevere Details. Lock & Unlock fixiert die Düse auf einen bestimmten Winkel und das Reinigungsmittel wird nur bei Niederdruck aus der angedockten Seifenflasche abgesaugt. Das bieten die wenigsten Konkurrenten.

Komfortmeister

Nilfisk E 145.4-9 PAD X-tra

Test Hochdruckreiniger: Nilfisk E 145.4-9 PAD X-tra
Exzellente Schlauchrolle, viel Zubehör im Set und Heißwasser bis 65° – der Nilfisk macht Freude.

Mit 11 Kilogramm ist der Nilfisk E 145.4-9 PAD X-tra deutlich schwerer als unser Testsieger K3 Full Control. Kein Wunder, hier arbeitet eine Aluminiumpumpe und es ist eine Schlauchrolle verbaut. Letztere ist aufgrund ihrer Rücklaufsperre besonders komfortabel.

Nilfisk überzeugt uns teilweise bei der Verarbeitung – die nicht klappernden Gummiräder haben Seltenheitswert. Vor allem glänzt der Nilfisk E 145.4-9 PAD X-tra aber mit seiner hohen Effektivität durch Leistung und durch Vielseitigkeit mit rotierender Bürste und Patio-Cleaner.

Für große Flächen

Kärcher K5 Premium Full Control Plus

Wer große Flächen mit hartnäckigem Schmutz wie Moos, Grünspan und Flechten reinigen will, wird weder mit dem K3 noch mit dem kleinen Nilfisk glücklich, denn dafür ist ihre Flächenleistung zu gering. Unsere Empfehlung ist dann der Kärcher K5 Premium Full Control Plus. Dieses Modell setzt deutlich mehr Wasser mit noch höherem Druck durch und die Reinigungsfläche ist breiter, weil die Vario Power Jet-Düse auch bei 10 bis 20 Zentimeter Abstand noch genügend Kraft entfaltet.

Dabei kommt der K5 mit nur einer einzigen Sprühlanze aus, die auf die Modi Hard, Soft und Medium eingestellt werden kann. Einzigartig im Testfeld ist die direkte Kontrolle des Wasserdrucks mittels Tastern an der Pistole. So kann jede der drei Düseneinstellungen in sieben Stufen variiert werden.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Unser FavoritAuch gut Preis-LeistungstippKomfortmeisterFür große Flächen
Modell Kärcher K3 Full Control Nilfisk C 110.7-5 Home X-tra TackLife PPW002R-2000E Nilfisk E 145.4-9 PAD X-tra Kärcher K5 Premium Full Control Plus Kränzle K 1050 P Kärcher K4 Full Control Makita HW1200 Bosch AQT 37-13 Bosch EasyAquatak 120 Einhell TC-HP 1538 PC Basic Paket Skil Urban Series 0761 AA Berlan BHDR1850-160
Test Hochdruckreiniger: Kärcher K3 Full ControlTest Hochdruckreiniger: Nilfisk C 110.7-5 Home X-traHochdruckreiniger Test: Tacklife Ppw002r 2000eTest Hochdruckreiniger: Nilfisk E 145.4-9 PAD X-traHochdruckreiniger Test: Kärcher K 4 Full ControlHochdruckreiniger Test: Kränzle K 1050 PTest Hochdruckreiniger: Kärcher K4 Full ControlTest Hochdruckreiniger: Makita HW1200Test Hochdruckreiniger: Bosch AQT 37-13Hochdruckreiniger Test: Bosch Easyaquatak 120Test Hochdruckreiniger: Einhell TC-HP 1538 PCTest Hochdruckreiniger: Skil Urban Series 0761 AATest Hochdruckreiniger: Berlan Hochdruckreiniger 1850 Watt 160 bar
Pro
  • Gute Abriebwirkung, speziell bei der Turbo-Düse
  • Tank für Reinigungsmittel
  • Optionaler Flächenreiniger Terrassenreiniger, auch für Fassade nutzbar
  • Aluminiumpumpe
  • Ersatzeile verfügbar
  • Kompaktes Verstauen
  • Sehr Leicht
  • Flächenreiniger inklusive
  • Fixierbarer Teleskopgriff
  • Für Warmwasser geeignet
  • Lock+Unlock fixiert Düse
  • Schlauchrolle
  • Regulierte Reinigungsmittelzuführung
  • Starke Dreckfräse
  • Gummiräder
  • Für Warmwasser geeignet
  • Schlauchrolle mit Metallführung
  • Starke Leistung
  • Rohrreinigung und Flächenreiniger im Set
  • Für große Flächen
  • Gute Reinigungsleistung auch bei größerem Abstand
  • Druck stufenweise einstellbar
  • Perfekte Schlauchführung
  • Wertige, schwere Lanze
  • Aluminiumpumpe
  • Industriequalität
  • Pumpenkopf aus Messing
  • Kupplungen aus Metall
  • Einfache Wartung und Reparatur
  • Ersatzeile verfügbar
  • Kompaktes Verstauen
  • 8 Meter Hochdruckschlauch
  • Oberflächenwahl auf der Pistole
  • Reinigungsmittelaufsatz
  • Starke Dreckfräse
  • Ersatzteile verfügbar
  • Aluminiumpumpe
  • Sehr dicker Hochdruckschlauch
  • Gute Abriebwirkung
  • Schaumdüse
  • Aluminiumpumpe
  • Optionaler Flächenreiniger
  • Kompakt und leicht
  • Vergleichsweise leise
  • Kurzer Schlauch, wickelt wenig auf
  • Ausreichend stark
  • Reinigungsmittel dosierbar
  • Aluminiumpumpe
  • Leicht
  • Kompakt
  • Gut verstaubar
  • Aluminiumpumpe
  • Ausreichend stark
  • Aluminiumpumpe
Contra
  • Druck nur an Düse einstellbar
  • Arbeit fast immer mit maximaler Kraft
  • Kunststoffpumpe
  • Schwächere Verarbeitung als E 145
  • Kein Tank für Reinigungsmittel
  • Anleitung sehr schlecht übersetzt
  • Klappernde Kunststoffräder
  • Schlauchrolle ohne Rücklaufsperre
  • 160 bar sind "Etikettenschwindel"
  • Keine Ersatzteile
  • Verarbeitung: Füße, Stütze, Teleskopgriff
  • Kunststoff-Steckverbindung
  • Ersatzteile eingeschränkt
  • Nicht ganz günstig
  • Schwer und ohne Rollen
  • Keine Druckschlauchrolle
  • Klappernde Kunststoff-Räder
  • Wackeliger Teleskop-Griff ohne Fixierung
  • Keine Schlauchrolle
  • Biegsame Kunststoff-Steckverbindungen
  • Kein Tank für Reinigungsmittel
  • Druck nur an Düse einstellbar
  • Kein Tank für Reinigungsmittel
  • Verarbeitung Gehäuse
  • Wackelige Steckverbindung
  • Unregulierte Schaumdüse
  • Dreckfräse ineffizient
  • Keine Ersatzteile
  • Weniger gute Verarbeitung
  • Unsolider Flächenreiniger
  • Teure Ersatzteile
  • Schwacher Druck
  • Braucht viel Zeit für große Flächen
  • Reinigungsmittel nicht dosierbar
  • Keine Ersatzteile
  • Schlechte Verarbeitung
  • Räder drehen nicht
  • Reinigungsmittel nicht dosierbar
  • Keine Ersatzteile
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

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Was Sie wissen müssen

Ein Hochdruckreiniger nutzt die mechanische Wirkung von Wasser, um Oberflächen jeder Art von Schmutz, Bewuchs oder Moos zu reinigen. Der Vorteil: Sie müssen diese Oberflächen nicht manuell mit einer Bürste oder einem harten Besen bearbeiten, denn der harte Wasserstrahl nimmt Ihnen diese Arbeit ab. Dafür muss allerdings ein höherer Wasserverbrauch für die Reinigung in Kauf genommen werden.

Kärcher K3 Vario Düse: Moos und Flechten werden gelöst, doch die Fläche braucht extrem viel Zeit.
Hochdruckdüse: Der hohe Wasserdruck löst Moos und Flechten mühelos.

Um einen hohen Wasserdruck zu erzeugen, wird einströmendes Wasser mit einer Kolbenpumpe aus hochdruckfestem Aluminium, Messing oder Glasfaser verstärkten Kunststoffen unter Druck gesetzt. Über ein Auslassventil gelangt es in den Hochdruckschlauch und in die Sprühlanze.

Der Maximaldruck an der Hochdruckpumpe (auch Nenndruck genannt) und der Arbeitsdruck an der Düse ist bei Hochdruckreinigern unterschiedlich. Zum einen sinkt der Wasserdruck auf dem Weg zur Düse, zum anderen kann man den Druck an der Sprühlanze manuell variieren: Durch Drehen an der Vario-Düse regeln Sie den Wasserdruck.

Autor mit dem Kärcher K5 im Einsatz - Nässeschutz-Anzug ist da Pflicht
Der Autor mit dem Kärcher K5 im Einsatz – ein Nässeschutzanzug ist Pflicht.

Auch andere Düsen wie Dreckfräse oder Turbo-Düse können eingesetzt werden. Die haben oft eine fixierte Düse, die nicht reguliert werden kann.

Bei teureren Geräten wie dem Kärcher K5 Premium Full Control Plus kann man den Druck an der Pistole einstellen, in diesem Fall mit dem Daumen über einen Taster.

Arbeitsdruck und Schwemmleistung

Arbeitsdruck bis zu 40 bar geringer

Je nach Qualität und Leistung der Pumpe können sich Maximaldruck und Arbeitsdruck um bis zu 40 bar unterscheiden. Das sollten Sie bedenken, denn die Hersteller geben meist nur den Maximaldruck in den technischen Daten an.

Verwirrend wird es, wenn Nenndruck und Arbeitsdruck uneinheitlich angegeben werden. So spricht Kärcher von »Arbeitsdruck maximal« und gibt keinen anderen Wert an. Ob es sich um den Maximaldruck an der Düse handelt, bleibt da offen.

Die Hersteller nennen gern die größtmögliche Kennzahl und das ist nun einmal der Nenndruck an der Hochdruckpumpe. Der nützt Ihnen bei der Reinigung aber nichts. So protzt der günstige Berlan BHDR1850-160 mit 160 bar, ist aber immerhin so fair und gibt den Arbeitsdruck von 90 bar im Datenblatt auch mit an. Auch beim Einhell TC-HP 1538 PC schwinden die 110 bar an der Pumpe auf 75 bar an der Düse.

Für den Hausgebrauch sollte ein Hochdruckreiniger mindestens 100 bar Nennleistung und eine Fördermenge von mindestens 400 Litern haben. Mit diesen Werten sind Sie auf der sicheren Seite.

100 bis 120 bar Nenndruck sind für den Hausgebrauch angemessen. Doch oft kommen günstige Geräte mit einer zu geringen Fördermenge von 345 bis 400 Litern pro Stunde. Das entspricht einer schwachen Schwemmleistung von rund 6 Litern pro Minute. Die Folge: Unter Umständen muss der Schmutz nachträglich mit dem Schlauch weggespült werden.

Eine Schwemmleistung von 10 Litern pro Minute wäre ideal (600 Liter/Stunde), doch das leistet kein Gerät für Heimanwender. In unserem Test kam nur der Kärcher K5 mit 500 Litern Schwemmleistung in diese Größenordnung.

Lassen Sie sich nicht von einer hohen Nennleistung in bar täuschen. Nur die Verbindung mit einer hohen Wasserfördermenge ergibt ein leistungsfähiges Gerät.

Das klingt nach viel, aber wenn Sie den Gartenschlauch eine Stunde laufen lassen, verbrauchen Sie bei 4 bar Druck in einer Stunde zirka 3.500 Liter Wasser. Der Wasserverbrauch selbst starker Hochdruckreiniger hält sich also in Grenzen.

Sicherheit

Die Arbeit mit einem Hochdruckreiniger ist nicht ganz ungefährlich – auch wenn es »nur« Wasser ist: In der Industrie wird ein harter, feiner Wasserstrahl sogar zum Schneiden oder Fräsen von Metall genutzt. So hohen Druck erreichen konventionelle Reiniger aus dem Handel zwar längst nicht, dennoch kann der harte Wasserstrahl aus der Pistole gefährlich sein.

Sie sollten daher bei der Arbeit eine Schutzbrille und Handschuhe tragen. Andere Personen sollten sich nicht in der Nähe aufhalten. Die Sprühlanze ist definitiv kein Kinderspielzeug. Der stark konzentrierte Hochdruckstrahl kann, wenn er ins Auge trifft, zu Erblindung führen. Umherfliegende Schmutzteilen oder Steinchen können anderen Personen oder den Bediener selbst treffen.

Außensteckdosen und elektrische Installationen sollten vom harten Wasserstrahl verschont bleiben. Auch an Dämmung und Asbest hat ein Hochdruckreiniger nichts zu suchen. Wer will schon eine durchnässte Hauswand haben? Asbest oder mineralische Putze an Hauswänden sind ebenso ungeeignet: Hier lösen sich mitunter giftige Teilchen, während der Putz durchnässt und möglicherweise abplatzt.

Die Hochdruckreiniger selbst sind in der Regel gut geschützt. Sie müssen gemäß Schutzgrad IPX5 sicher gegen Strahlwasser aus beliebigem Winkel sein. Eine Autostopp-Funktion verhindert zudem den ungehinderten Druckanstieg im Wasserbehälter der Hochdruckpumpe. Bei jedem Abschalten der Strahlpistole wird die Pumpe damit ebenfalls abgeschaltet. Zusätzlich gibt es auch noch ein Überströmventil, das eine Überschreitung des zulässigen Arbeitsdrucks verhindert.

Was reinigt ein Hochdruckreiniger, was nicht?

Hochdruckreiniger reinigen sämtliche wasserfesten Oberflächen, die glatt oder offenporig sind. Auch Farbschichten, Lacke oder Beschichtungen können mit dem richtigen Druck und der passenden Düse entfernt werden, Hochdruckreiniger für den Hausgebrauch sind dafür aber in der Regel nicht stark genug.

Gut können Hochdruckreiniger organische Verunreinigungen (z.B. Moos und Algen) entfernen, aber auch Rost und Kalk und andere fest anhaftende Beläge. Häufig eingesetzt werden sie daher bei Autos, Terrassen, Fassaden, Rollläden, Dachrinnen, Schwimmbädern und Booten.

Kärcher K3: Bei der Reinigung des PKW
Der Kärcher K3 bei der Reinigung eines PKW.

Vorsicht ist bei Fahrrädern, E-Bikes oder Motorrädern geboten: Der harte Wasserstrahl kann in Lager, Stoßdämpfer oder die Elektrik eindringen. Deshalb sollte man sie, wenn überhaupt, also nur mit einem weichen Wasserstrahl reinigen und niemals direkt auf empfindliche Komponenten zielen.

Mit dem passenden Zubehör kann man die Funktionen eines Hochdruckreinigers erweitern, etwa mit einem Rohrreinigungsset. Damit bekommt man die Fallrohre der Dachrinne ebenso frei wie das verstopfte Abflussrohr im Bad.

Aufsätze und Schlauch

Hochdruckreiniger werden mit verschiedenen Düsenaufsätzen und Sprühlanzen ausgeliefert. Typischerweise gibt es im Zubehör weitere Reinigungsaufsätze für andere Oberflächen und spezielle Reinigungsaufgaben. Je nach Festigkeit der Verschmutzung kann bei jedem Gerät die Härte beziehungsweise die Kraft des austretenden Wassers eingestellt werden (Vario Jet oder andere Bezeichnungen).

Kombi- oder Variodüse sowie eine rotierende Düse (Dreckfräse) sind der typische Lieferumfang. Manchmal gibt es auch eine 3-in-1-Düse, die per Dreh-und-Klick auf einen anderen Wasseraustritt wechselt (Fächerstrahl, Rotationsstrahl und Punktstrahl).

Schaumreiniger erweitern das Set, wenn das Gerät selbst keine Ansaugung für Reinigungsmittel mitbringt.

Waschbürsten sind zum Reinigen von Fahrzeugen oder lackierten Fassadenteilen nützlich. Über die Maschine wird ein Reinigungsmittel zugemischt, mit geringen Druck bürsten Sie dann Oberflächen. Manche Bürsten rotieren, was die Reinigungsleistung erhöht.

Winkeldüsen sind bei schwer zugänglichen Bereichen nützlich, etwa für die Regenrinne.

Ein Terrassen- oder Flächenreiniger verringert den Zeitbedarf beim Reinigen von Betonsteinen, Gehwegen und anderen großen, ebenen Flächen oder Fassadenteilen erheblich. Er besteht aus einer nach unten geöffneten Wanne mit seitlichen, festen Bürsten. In der Mitte rotierten zwei Wasserstrahlen. So können Sie relativ mühelos Terrassensteine aber auch eine grünspanige Betonwand reinigen.

Wenn Sie an der Fassade und auf dem Dach arbeiten, dabei vielleicht sogar auf einer Leiter oder einem Gerüst stehen, wird ein Hochdruckschlauch von fünf Metern Länge schnell knapp. Im Zubehör oder als Gerätevariante sind Schläuche mit bis zu zehn Metern erhältlich.

Kärcher K 3: ein Verstauen des störrischen Druckschlauches ist hier nicht wirklich möglich
Kärcher K 3: Das Verstauen des störrischen Druckschlauches ist nur schwierig möglich.

Überlegen Sie sich das aber gut, denn wenn Sie meist nur auf kurzen Distanzen zum Gerät arbeiten, etwa beim Reinigen der Terrasse oder des PKW, ist ein zu langer Schlauch hinderlich. Zudem kommt bei einem langen Schlauch weniger Arbeitsdruck an der Düse an, als bei einem kurzen.

Verwendung mit Reinigungsmitteln

Kärcher K 3: Tank für das Reinigungsmittel - es wird dem Wasser zugemischt
Kärcher K 3: Tank für Reinigungsmittel.

Reinigungsmittel werden optional in den Wasserkreislauf der Maschine gemischt. Mittel und hochpreisige Geräte haben dafür einen Wassertank oder einen dünnen Ansaugschlauch, der in das Reinigungsmittel gehängt wird.

Im besten Fall gibt es noch einen Dosier-Drehschalter, mit dem das Mischverhältnis des Wasser zum Reinigungsmittel eingestellt wird. Alle Geräte, die wir getestet haben, mussten da aber passen.

Tacklife PPW002R-2000E: 1-Liter-Tank für Seife - sie wird reguliert dazugemischt
Tacklife PPW002R-2000E: 1-Liter-Tank für Seife – sie wird reguliert dazugemischt.

Es gibt auch Lösungen, bei denen spezielle Reinigungsflaschen direkt in eine Halterung an der Maschine geklickt werden, wie beim Kärcher K5 und beim Kärcher K4.

Bosch AQT 37-13: die Schaumdüse mit Tank
Bosch AQT 37-13: Schaumdüse mit Tank.

Einfache Modelle haben weder einen Ansaugschlauch noch einen Anbautank. Hier kann Reinigungsmittel nur über eine spezielle Schaumdüse mit Tank zugemischt werden (Bosch, Makita, Skil, Berlan, Einhell). Sie können dann weder beliebige Reinigungsaufsätze verwenden, noch das Mischverhältnis einstellen (außer bei Einhell).

Gängige Reinigungsmittel sind etwa Aktivschaumreiniger für die Fahrzeugpflege. Sie entfernen öl- und fetthaltige Substanzen sowie hartnäckige Ablagerungen wie Bremsstaub. Im Haus- und Gartenbereich kommen Fassadenreiniger oder spezielle Zusätze mit Bleichwirkung zum Einsatz. Sie lösen Pigmente und Abbauprodukte von Pflanzen und verhindern chemisch das Nachwachsen von Algen.

Heißes Wasser darf bei den meisten Pumpen nicht verwendet werden. Die Hersteller geben Zuflusstemperaturen von 40 bis maximal 65 Grad Celsius an.

Reinigungsmittel werden typischerweise stark konzentriert geliefert, weswegen sie vor Verwendung verdünnt werden sollten. Überdosierungen schaden der Umwelt und belasten den Geldbeutel. Grundsätzlich gilt: Reinigungsmittel rund um Haus und Garten sollten nur in ganz besonders hartnäckigen Fällen eingesetzt werden. Die meisten Verunreinigungen lösen sich allein durch die mechanische Kraft des Wassers.

So haben wir getestet

Unsere Hochdruckreiniger mussten ihr Können auf verschiedenen Oberflächen unter Beweis stellen. So haben wir mit ihnen einen PKW von Schmutz befreit und sie außerdem umfangreich auf ein Einfamilienhaus losgelassen: An der Holzfassade mitsamt ihren Tür- und Fensterläden sollten sie eher sanft und behutsam sein, während wir die Betonsteine auf dem Gehweg und der Terrasse sowie die Dachziegel mit einem mehr an Leistung bearbeitet haben.

Wie immer, haben wir natürlich auch auf die Handhabung geachtet: Kann man die Geräte gut verstauen? Gibt es eine Rolle, um den Schlauch aufzuwickeln? Wie wird Reinigungsmittel dosiert?

Nicht zuletzt spielte auch die Qualität des Materials eine Rolle. Immerhin will niemand, dass seine Gerätschaften schon nach wenigen Einsätzen den Geist aufgeben. Hochwertige Materialien und gute Verarbeitung waren ein zentraler Punkt bei unserer Bewertung.

Testsieger: Kärcher K3 Full Control

Der beste Hochdruckreiniger für den Einsatz zuhause ist für uns der Kärcher K3 Full Control, den es als Kärcher K3 Full Control Home auch im Paket mit einem Flächenreiniger gibt. Der K3 ist leistungsstark genug für die meisten Arbeiten in Haus und Garten, flexibel in der Anwendung und bleibt preislich im Rahmen.

Unser Favorit

Kärcher K3 Full Control

Die Verarbeitung des nur knapp sieben Kilogramm schweren K3 (6,6 Kilogramm, ohne Zubehör) ist ohne Tadel. Leider hat es bei den Wasseranschlüssen für Druckschlauch und Haus- bzw. Gartenwasser nur für Kunststoff gereicht. Das ist nicht gut, denn an Druck- und Wasserschlauch wird in der Praxis gerne mal gezerrt, wodurch der Anschluss brechen kann.

Kärcher wirbt vollmundig mit einer »Full Control Power Gun« mit Druckstufenanzeige. Letztlich ist nichts weiter als eine Vario-Düse, wie sie auch im günstigen Einhell Tc Hp 1538 PC oder im Bosch AQT 37-13 zu finden ist. Die Düse nennt Kärcher »Vario Power Jet« und sie ermöglicht – wie bei allen anderen auch – eine Druckverstellung am Strahlrohr.

Die analoge Druckstufenanzeige an der Pistole ist eine passive Angelegenheit. Sie zeigt auf einer Skala von Soft bis Hard vage an, welcher Druck vorne anliegt.

Kärcher K 3: mechanische Druckanzeige am Griff
Kärcher K3: mechanische Druckanzeige am Griff.

Eine echte Druckregulierung mittels +/– -Tasten an der Pistole bieten nur der Kärcher K5 und K7 (K7 nicht im Test). Dort nennt sich die Pistole dann »Full Control Plus Power Gun«.

Als alternative Düse wird ein Dreckfräser mitgeliefert. Daran kann der Druck nicht verändert werden.

Der integrierte aber entnehmbare Tank kann mit handelsüblichen oder auch selbstgemischten Reinigungsmitteln befüllt werden. Eingesaugt wird das Reinigungsmittel nur im Modus Soft, denn es ist zum langsamen Auftragen mit einer Schaumdüse oder Waschbürste gedacht. Das ist eine clevere Lösung, denn so wird wenig Reinigungsmittel verschwendet, ganz im Gegensatz zu anderen Modellen, die den Reinigungstank bei vollem Druck ruckzuck leer saugen.

Kärcher K3 im Praxistest

Mit der sehr guten bebilderten Anleitung hatten wir den K3 ruckzuck in Gang gesetzt, ohne viel lesen zu müssen. An der Fassade unseres Test-Hauses befinden sich verschmutze Fensterläden (Spritzwasser, Unrat von Vögeln, Flechten) sowie Fenstereinfassungen und Tropfkanten (Grünspan). Alle Teile bestehen aus lackiertem Holz.

Das Wasser drückt mit der Vario-Düse kraftvoll auf die Oberflächen, Grünspan oder auch Flechten werden im Handumdrehen entfernt. Besonders effektiv ist der harte Wasserstrahl an den Fensterläden mit ihren verwinkelten Ecken und Kanten.

An den Tropfkanten indes bringt der Hochdruckreiniger keine Zeitersparnis. Mit einer harten Bürste und Seifenlauge hätten wir das Brett schneller sauber bekommen. Der Grund: Um nicht direkt in die Wand – und damit in die Dämmung – zu spritzen, mussten wir sehr langsam vorgehen und mit der Düse genau zielen.

Gehen Sie auf lackierte Oberflächen nicht gleich mit dem harten Strahl los. Probieren Sie an verdeckten Stellen, ob der Lack dem harten Wasserstrahl standhält.

Auf den lackierten Fensterläden hatten wir ein ganz anderes Problem: In seltenen Fällen platzte der Lack ab. Wir setzen die Reinigung dennoch mit dem härtesten Strahl fort, den sonst löste sich der Schmutz nicht.

Auto

Beim Test am Auto kam der Reinigungsmitteltank zum Einsatz. Der K3 pumpt nur in der Arbeitsstufe »Soft« Flüssigkeit aus dem Tank. Das macht Sinn, denn Seifenlauge und Schaum müssen einwirken und werden mit dem Kärcher nach der Grobreinigung über das ganze Fahrzeug verteilt, damit anschließend per Hand und Schwamm weitergemacht wird.

Bei der Reinigung von Fahrzeugen kommt selbst der stärkste Hochdruckreiniger an seine Grenzen. Hartnäckigen Schmutz, wie verkrustete Fliegen an den Außenspiegeln oder der Motorhaube, konnte der K3 selbst mit der Dreckfräse nicht beseitigen. Das schafften nur Modelle mit 130 bzw. 145 bar.

Gegen den zum Test aufgetragenen Ölfilm hatte keiner der Hochdruckreiniger im Test eine Chance. Hier hilft nur Seifenlauge in Verbindung mit Bürste und Schwamm.

Von Kärcher gibt es dafür die rotierende Waschbürste WB 100 oder die Kärcher 2.640-590 Soft-Waschbürste, die dann in Verbindung mit einem Reinigungsmittel benutzt werden.

Dach

Das Dach unseres Test-Hauses, belegt mit einfachen Beton-Dachsteinen, wurde seit dem Neubau vor 5 Jahren noch nie gereinigt. Trotz des Neigungswinkels von 45 Grad haben sich an den Kanten starke Moosschichten gebildet. Die ebenen Flächen sind mit weißen Flechten belegt.

Der Kärcher K3 kommt hier mit der Dreckfräse gut zurecht und kann die Beläge auch lösen. Allerdings kommen wir nur langsam voran: Die Düse muss sehr nah und langsam über die Ziegel bewegt werden, damit sich etwas ablöst.

Eine ganze Dachfläche zu reinigen ist angesichts der von Kärcher angegeben Flächenleistung von 25 Quadratmeter pro Stunde mit dem K3 allerdings zeitaufwändig – unsere Dachfläche ist 154 Quadratmeter groß. Für solche großflächigen Reinigungsarbeiten sollte man einen stärkeren Hochdruckreiniger einsetzen, wie etwa den K5. Oder aber man muss sich genug Zeit nehmen.

Richten Sie den harten Wasserstrahl nicht direkt, also von oben, auf die Fugen, denn sonst wird der Fugensand komplett herausgespült. Besser ist, schräg im 30 bis 45 Grad Winkel ansetzen, um Gras und Moos aus den Fugen zu entfernen.

Auf dem Gehweg, gepflastert mit offenporigen Betonsteinen, verhält es sich ähnlich, allerdings kann hierfür der Flächenreiniger T 350 genutzt werden. Diesen »Teller« mit rotierenden Düsen schieben wir über die Steine, darunter wird Grünspan und Belag zuverlässig entfernt – leider aber nicht Moos und Grasbüschel, die in den Fugen wachsen. Hierfür muss dann wieder die Vario-Jet-Düse zum Einsatz kommen.

Wartung

Alle Hochdruckreiniger im Test sind wartungsfrei, so auch der K3. Verschleiß kann aber eintreten und bei einer Kunststoffpumpe, gepaart mit einem häufigen Einsatz, kann das schon nach wenigen Jahren der Fall sein.

Als Besitzer eines Kärcher K3 können Sie selbigen dann reparieren lassen oder als erfahrener Bastler das auch selbst durchführen. Der Hersteller hat dafür die Explosionszeichnungen, sowie einen umfangreichen Ersatzteilkatalog.

Zwar lohnt sich eine Reparatur bei einem Solo-Gerätepreis von 120 bis 130 Euro nur bedingt, möglich ist es aber, zumal die Reparaturteile alle einzeln erworben werden können. So gibt es einen Pumpenkopf für 25 Euro.

Kärcher K3, K4 sowie K5 können vom Fachmann oder von fachkundigen Laien repariert werden. Das ist keine Selbstverständlichkeit bei Nicht-Profi-Geräten, denn nur noch Bosch, Nilfisk, Kränzle – und mit Einschränkung Einhell – verkaufen Ersatzteile für Hochdruckreiniger.

Nachteile

Der größte Nachteil des Kärcher K3 ist, dass er nur mit einer Kunststoffpumpe ausgerüstet ist. Das begrenzt die Lebenszeit. Für den professionellen Einsatz kommen die beiden Geräte von Kärcher daher nicht in Frage, doch in Haus und Garten benutzt man einen Hochdruckreiniger meist nur sporadisch, daher kann man hier damit leben.

Leider bestehen auch die Anschlüsse für Wasser und Druckschlauch am Gerät aus Kunststoff. Auch hier sind metallische Gewindeanschlüsse erfahrungsgemäß langlebiger, zumal gerne mal am Schlauch gezerrt wird.

Ein weiterer Minuspunkt: Mit dem Kärcher K3 ist immer Volldampf und eine geringe Distanz nötig, sonst erzielt der Wasserdruck bei hartnäckigem Schmutz an Auto, Fassade oder Betonstein kaum Wirkung. Die analoge Druckanzeige ist insofern eine Spielerei. Aber auch hier finden wir: Für den üblichen Einsatz im Eigenheim ist das völlig ausreichend.

Aufgrund des geringen Gewichts und der kleinen Räder zieht sich der K3 etwas klapprig über den Gehweg. Wenn dann noch der Druckschlauch von der Halterung rutscht, hält sich der Spaß in Grenzen. Hier sind Geräte mit Schlauchtrommel besser aufgestellt.

Wer sich an größere Projekte heranwagt, wie ein Dach mit Beton-Dachsteinen, wird mit dem K3 wegen des hohen Zeitbedarfs schnell wieder aufgeben. Der Arbeitsdruck ist im Vergleich zu gering, um damit wirklich Fläche zu machen. Für solche Aufgaben sind der Kärcher K5, Nilfisk E 145.4-9 oder auch Tacklife PPW002R-2000E eindeutig die bessere Wahl.

Kärcher K3 im Testspiegel

Tests von Hochdruckreinigern gibt es meistens nur für hochpreisige Modelle für das Profi-Segment. Seriöse Tests des Kärcher K3 gibt es bis dato kaum.

Die Kollegen von haus-garten-test.de kürten den Kärcher K3 Full Control im Mai 2018 als Sieger in Preisleistung. Sie lobten das geringe Gewicht sowie die schnelle Einsatzbereitschaft.

»Nur der kleine K3, mit etwas über sechs Kilogramm, lässt sich federleicht bewegen. Dem kleinen Kärcher K3 müssen lediglich einige Teile angesteckt werden.«

Alternativen

Für die meisten Heimanwender ist der Kärcher K3 die beste Wahl. Aber es gibt auch eine gute Alternativen. Wer öfter große Flächen wie ein ganzes Dach oder einen Pool reinigt, dem empfehlen wir die stärkeren Modelle Kärcher K5, Nilfisk E 145.4-9 PAD X-tra oder Tacklife PPW002R-2000E.

Auch gut

Nilfisk C 110.7-5 Home X-tra

Test Hochdruckreiniger: Nilfisk C 110.7-5 Home X-tra
Genauso kraftvoll wie der K3, dazu ein Leichtgewicht inklusive Flächenreiniger.

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Der Nilfisk C 110.7-5 Home X-tra ist ein knallharter Gegner des Kärcher K3 und er spielt in derselben Preisliga. Auf den ersten Blick scheint der K3 zwar günstiger, doch bei Kärcher muss der Flächenreiniger extra erworben werden. Nilfisk hat ihn schon mit im Gepäck.

Die Leistung fällt beim Nilfisk etwas besser aus als beim K3, obgleich die Arbeitsleistung laut Datenblatt dieselbe ist. Seine Flächenleistung ist nämlich ganz passabel, hier müssen wir nicht mit der Düse ganz nah an die Steine herangehen, damit sich etwas löst. Für kleine Dächer mit Betonsteinen würden wir den C 110 im Gegensatz zum Kärcher K3 durchaus verwenden, für größere Projekte oder gar den regelmäßigen Einsatz ist er aber ebenfalls nicht geeignet.

Die Qualität der Lanzen und Düsen deckt sich mit der des K3, Bosch, Makita oder Einhell. Wir haben es nicht mit Industriequalität zu tun, die kriegt man erst beim Kränzle K 1050 P. Das Gehäuse mit den angesteckten Plastik-Rädern und dem Griff ohne Teleskop-Funktion macht allerdings im Vergleich zum K5, Kränzle oder dem Nilfisk 145/135 einen minderwertigen Eindruck.

Im praktischen Test am Auto vermissen wir einen Reinigungsmitteltank, wie ihn der K3 mitbringt. Hier muss die Schaumdüse angesteckt werden. Andererseits hat der kleine Nilfisk eine mitgelieferte Bürste, die nach dem Schaumauftrag angesteckt wird, um den Schmutz zu lösen und gleichzeitig abzuspülen.

Der kleine Flächenreiniger ist für die Terrasse gedacht, obgleich er auch an Hauswänden benutzt werden kann. Den Gehweg bekommt man damit ordentlich sauber, allerdings spült er jede Menge Sand aus den Fugen. Diesen Nachteil bei nicht homogenen Flächen haben aber alle Flächenreiniger. Die Düsen können nicht gewechselt werden und auch die Kraft ist nicht einstellbar.

Preis-Leistungstipp

TackLife PPW002R-2000E

Hochdruckreiniger Test: Tacklife Ppw002r 2000e
Mit regulierbarem Seifentank, der komfortablen Düsenfixierung und Heißwasser bis 65° ist er stark für große und kleine Flächen.

Tacklife hat mit dem PPW002R 2000E den besten Hochdruckreiniger für kleines Geld im Programm. So viel Power und so viel Komfort wie auch Vielseitigkeit finden Sie bei keinem anderen Hersteller zu diesem Preis.

Das Gerät bietet laut Datenblatt 160 bar – eine Angabe, die wir für vollkommen übertrieben halten. Zumindest kommt dieser Druck in keiner Weise an der Düse an. Die Leistung ist vergleichbar mit dem Nilfisk E 145.4-9 PAD X-tra – und der hat 110 bar an der Düse (bei 135 bar Pumpenleistung).

Größere Flächen im Heimgebrauch sind deshalb für den PPW002R 2000E kein Problem. Die Reinigung eines Autos macht besonders Spaß, denn das Gerät hat einen angedockten Seifentank (1 Liter). Das flüssige Reinigungsmittel wird ausschließlich bei niedrigem Druck angesaugt. Sie müssen also lediglich an der Vario-Düse einstellen, ob Wässern (mit Seife) oder Druckreinigung. Bei den Hochdruckreinigern ohne Reinigungsmitteltank müssen Sie jedes Mal die Düse wechseln.

Tacklife PPW002R-2000E: Nur bei Unterdruck, Düse auf wässern, holt sich das Gerät Seife aus dem Tank.
Tacklife PPW002R-2000E: Nur bei Unterdruck und der Düse auf wässern holt sich das Gerät Seife aus dem Tank.

Als sehr komfortabel entpuppte sich die Lock & Unlock-Funktion der Pistole. Damit können Sie das Strahlrohr fixieren, so ist dann auch der Fächerstrahl in der gewünschten Größe fixiert. Dies ist auch nötig, denn an der einen Düse stellen Sie die Druckstufe wie auch die Art des Strahls ein (Punkt, Fächer).

Tacklife PPW002R-2000E: Schlauch-Rolle ohne Rücklauf-Sperre
Tacklife PPW002R-2000E: Schlauchrolle ohne Rücklaufsperre.

Der Tacklife PPW002R 2000E kommt mit einer Schlauchtrommel daher, allerdings hat diese keine Rücklaufsperre. Die Trommel kann sich also von selbst drehen und die Rolle damit lockern.

Die Verarbeitung ist keine Stärke des Tacklife-Geräts, selbst wenn der Hersteller vollmundig von einem Vollkupfermotor spricht. Ob dies der Langlebigkeit nützt, das können wir nicht einschätzen. In der Praxis wird es aber ohnehin zuerst die Pumpe sein, welche als Verschleißteil den Geist aufgibt. Und dann haben Tacklife-Nutzer ohnehin schlechte Karten, denn es gibt keine Ersatzteile.

Schlechte Karten hat der Käufer auch bei der Lesbarkeit der Anleitung. Die ist nämlich grottenschlecht übersetzt und wir haben Glück, dass Hochdruckreiniger fast selbsterklärende Produkte sind.

Die Lanze besteht wie so oft aus Kunststoff und hat ebensolche Steckverbindungen. Die klapprigen Räder bestehen ebenfalls aus diesem Material. Der Tacklife PPW002R 2000E ist im Betrieb deutlich hörbar und stellt sich damit in eine Reihe mit Kärcher K4 und Nilfisk E 145.4-9 PAD X-tra.

Komfortmeister

Nilfisk E 145.4-9 PAD X-tra

Test Hochdruckreiniger: Nilfisk E 145.4-9 PAD X-tra
Exzellente Schlauchrolle, viel Zubehör im Set und Heißwasser bis 65° – der Nilfisk macht Freude.

Der Nilfisk E 145.4-9 PAD X-tra ist die Leistungsklasse neben dem Einsteiger C 110.7-5 Home X-tra und der noch stärkeren Mittelklasse Nilfisk E 145.4-9 Power X-tra. Die erste Zahl im Namen steht für den Druckaufbau der Pumpe. Diese Variante genügt auch für anspruchsvolle Reinigungsarbeiten auf größeren Flächen im Heimbereich. Auf dem Dach entfernte die Dreckfräse auch mit 10 bis 15 Zentimeter Abstand Moos und Flechten.

Der Nilfisk ist grundsätzlich nicht besser verarbeitet als ein Kärcher K3 oder K4. Auch hier haben wir es mit einfachen Kunststoff-Anbauteilen und -Steckverbindungen zu tun (Lanze). Die Pumpe besteht aus Aluminium, das ist aber auch bei jedem anderen Hochdruckreiniger der Fall (Ausnahme Kränzle).

Nilfisk glänzt aber mit einigen komfortablen Details: Zuallererst ist da die Schlauchtrommel zu nennen. Sie hat einen Rücklaufschutz, so kann sich die Rolle nicht selbstdrehend des Schlauches entledigen.

Die Nilfisk-Geräte mit Schlauchtrommel waren neben dem K5 die einzigen Hochdruckreiniger, bei denen der Schlauch ohne Verwicklungen gezogen und wieder aufgerollt werden konnte. Gerade wenn man auf dem Dach steht und noch zwei Meter vom sechs Meter langen Schlauch braucht, ist das ein enormer Vorteil.

Nilfisk E 145.4-9 PAD X-tra: Pluspunkt, durch die Fixierung kann die Rolle nicht von allein drehen.
Nilfisk E 145.4-9 PAD X-tra: Pluspunkt, durch die Fixierung kann die Rolle nicht von allein drehen.

Gummiräder sind auf den ersten Blick nicht sonderlich erwähnenswert, doch nach der ersten Fahrt über den Gartenweg weiß man, warum wir sie loben: Kein Klappern und Knistern ist zu hören, der schwere Hochdruckreiniger rollt wertig zum Einsatzort.

Nilfisk C-PG 135.1-8 PAD X-tra: die Roto-Bürste reinigt mechanisch
Nilfisk C-PG 135.1-8 PAD X-tra: Die rotierende Bürste reinigt mechanisch.

Nilfisk legt jede Menge Zubehör bei, der Patio-Cleaner und die rotierende Bürste (Autoreinigung) sind die wichtigsten Teile. Doch es gibt auch einen 6 m Schlauch zum Reinigen von Rohrleitungen. So etwas hat kein anderer Anbieter standardmäßig im Karton.

Wie so oft ist die Seifendüse ziemlich sinnfrei, der Inhalt der Halbliterflasche wird nämlich viel zu schnell aufgesaugt und auf dem Auto verteilt. Das kann Kärcher K3 aber auch Tacklife besser.

Die Schwachstellen des Nilfisk liegen in einigen Punkten seiner Verarbeitung: Hier wären die wackeligen Kunststofffüße, die Kunststoffverbindung zwischen selbigen als auch der Teleskopgriff zu nennen. Diese Teile sind wackelig konstruiert und machen nicht den Eindruck größter Langlebigkeit.

Insgesamt zeigt sich der Nilfisk E 145.4-9 PAD X-tra als Allrounder für den Heimgebrauch. Seine Leistung genügt in diesem Rahmen auch für größere Flächen, zum Beispiel für die Betondachsteine eines Einfamilienhauses.

Die Düsen können Sie vielfältig verwenden, auch für empfindliche Oberflächen wie lackiertes Holz an der Fassade. Die Anschaffung des Bruders Nilfisk E 145.4-9 Power X-tra mit noch mehr Leistung halten wir für den Privatgebrauch für übertrieben. Der Einsteiger C 110.7-5 Home X-tra könnte für den ein oder anderen Heimanwender bereits zu schwach sein.

Für große Flächen

Kärcher K5 Premium Full Control Plus

Mit dem Kärcher K5 haben wir gleich mal ein gesamtes Dach mit Betonsteinen gereinigt. Lackierte Hölzer der Fassade waren dann auch noch dran. Für große Flächen mit hartnäckigem Schmutz, wie Moos, Grünspan und Flechten, ist der K5 ideal. Dieses Modell bringt mehr Wasserdruck mit einer größeren Schwemmleistung auf die Flächen als das bei Kärcher K3, Nilfisk C 110.7-5 Home X-tra, Makita HW 1200 oder Bosch AQT der Fall ist. Aber dafür kostet er auch ein gutes Stück mehr.

Die höhere Flächenleistung wird erzielt, weil die Lanze auch im Abstand von 10 bis 20 Zentimetern noch genügend Abriebwirkung erzeugt. Auf diese Distanz ist die Wirkungsfläche deutlich breiter, so kommt man schneller voran. Bei den anderen Modellen aus diesem Test, so auch K3, Makita und Bosch, müssen wir 3 bis 8 Zentimeter an den Schmutz heran, um dieselbe Reinigungswirkung zu erzielen, damit schaffen wir bei gleicher Zeit deutlich weniger Fläche. Gleichwertig sind in dieser Disziplin Nilfisk E 145.4-9 Power Xtra und Kränzle K 1050 P.

Dabei kommt der K5 mit nur einer einzigen wuchtigen Sprühlanze aus, die auf die Modi Hard, Soft und Medium für verschiedene Oberflächen eingestellt werden kann. Der Clou ist jedoch die direkte Druckkontrolle mittels Tastern und Digitalanzeige an der Pistole. So kann jede Düse in sieben Stufen variiert werden.

Die Schlauchtrommel führt den Druckschlauch perfekt nach außen, so kann er immer auf die gewünschte Arbeitslänge eingestellt werden. Der K5 ist insgesamt deutlich schwerer als K3, Nilfisk C 110, Makita und Bosch AQT, auch die Lanze ist wuchtiger und stabiler. Für seine Leistungsklasse ist er aber leicht, der Nilfisk E 145 wiegt 18 Kilogramm.

Den K5 gibt es von Kärcher in verschiedenen Modellvarianten, die sich in der Ausstattung unterscheiden. Die Leistung ist immer die selbe. Die von uns getestete Version K5 Premium Full Control Plus kommt mit Druckkontrolle und LCD-Anzeige im Griff der Sprühlanze. Wer darauf verzichten kann, bekommt die selbe Reinigungsleistung mit der einfachere Modellvariante K5 Full Control rund 40 Euro günstiger. Beide Versionen gibt es im Paket mit dem Flächenreiniger auch mit dem Zusatzkürzel »Home«.

Einziger Nachteil des Kärcher K5 ist in unseren Augen der hohe Preis, für welchen es nicht mal eine Aluminiumpumpe gibt. Wer eine Messingpumpe haben möchte, muss noch eine Stufe höher zum Kärcher K7 oder zum Kränzle K 1050 P greifen.

Das lohnt sich aber nur, wenn der Hochdruckreiniger regelmäßig zum Einsatz kommt. Wer nur einmal im Jahr beim Frühjahrsputz größere Flächen wie Dächer oder einen Pool reinigt, für den ist der Kärcher K5 genau das Richtige.

Außerdem getestet

In unangefochtener Industriequalität kommt der kompakte K 1050 P von Kränzle daher. Der platzsparende Einsteiger des hochpreisigen Herstellers geht ohne Flächenreiniger für gut 300 Euro über den Ladentisch.

Eine Messingpumpe mit frei zugänglichen Anschlüssen, Lanzen aus Metall und Kraft für den Dauereinsatz auf großen Flächen – all das lässt Kunden frohlocken, die für schwere Qualität gerne auch Geld in die Hand nehmen. Hinsichtlich Lebensdauer und Wartung wird sich diese Investition lohnen.

Doch die 22 Kilogramm müssen erstmal zum Einsatzort geschleppt werden – denn der Kränzle hat keine Räder. Hinsichtlich Komfort sind Kärcher K5 und Nilfisk E 145 klar überlegen, sie haben nicht nur Räder, sondern auch eine praktische Kabelrolle.

Kurz: Wer seinen Hochdruckreiniger stationär in der Werkstatt betreibt oder bereit ist, ihn in der Schubkarre durch den Garten zu fahren, kann gerne zu einem Kränzle greifen. Alle anderen bekommen für seltenen Einsatz auf kleinen Flächen für deutlich weniger Geld mehr Komfort bei Kärcher oder Nilfisk.

Kärcher K4 Full Control

Der Kärcher K4 Full Control ist die gehobene Einsteigerklasse des Herstellers. Die Verarbeitung mit klappernden Plastikrädern, Kunststofflanzen und einem wackeligen Teleskopgriff ist nicht gut, wenngleich in dieser Preisregion Standard. Unschön: Der Teleskopgriff ist in der ausgezogenen Stellung nicht fixiert. Mehr als einmal haben wir uns daran angelehnt und wurden von selbstständigem Einrasten erschreckt. Für die Pumpen-Nennleistung von 120 bar ist der Kärcher K4 vergleichsweise laut.

Zu einer Empfehlung reicht es nicht, weil wir keinen nennenswerten Vorteil gegenüber einem K3 sehen. Im Gegenteil, der K3 hat sogar einen integrierten Reinigungsmitteltank zum Einfüllen von selbstgemischten Seifenlaugen. Beim K4 muss man die Reinigungsflaschen des Herstellers kaufen.

Eine Schlauchtrommel hat der K4 nicht, dafür aber eine Pistole, die mir grafisch angezeigt, ob die gewählte Druckstufe für meinen Holzzaun die richtige ist. Auf den ersten Blick ein nettes Feature, doch auf Dauer braucht man es nicht, wenn man sich erst mal an den stufenlos einstellbaren Wasserdruck gewöhnt hat.

Gestört hat uns die fehlende Schlauchtrommel. Wer sich einmal an eine solche gewöhnt hat, wird nicht mehr bereit sein, ständig mit dem verwickelten Druckschlauch zu kämpfen.