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Der beste Hochdruckreiniger

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Hochdruckreiniger Test: Hochdruckreiniger Aufmacher
Sebastian Jentsch

Sebastian Jentsch

ist Technik-Journalist und lebt im Umland von Berlin. Als ehemaliger Redaktionsleiter von Notebookjournal und derzeitiger Bereichsleiter Consumer bei Notebookcheck schreibt er seit zehn Jahren über mobile Technik, vor allem Notebooks, Smartphones und Tablets. Seinen Ausgleich holt er sich in Küche und Garten, weshalb Haushaltsprodukte ebenfalls in seinem Fokus stehen.

Wir haben 25 Hochdruckreiniger getestet. Der beste für die meisten ist der Kärcher K3 Full Control. Das Auto oder die Fahrräder können damit ebenso leicht gereinigt werden wie Fensterläden oder Gehwegplatten. Optional gibt es in der „Home“-Variante einen Flächenreiniger für die Terrasse oder die Fassade mit dazu. Für größere Flächen wie ein ganzes Dach sind die leistungsstärkeren Modelle von Nilfisk oder der Kärcher K5 die bessere Wahl.

Update 23. September 2020

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

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27. August 2020

Wir haben den Hochdruckreiniger Nilfisk Premium 190-12 Power ausprobiert, ein überaus kraftvolles Gerät mit Messing-Pumpenkopf und komfortabler Reinigungsmittel-Beimischung. Allerdings entpuppt sich die Stromversorgung als widerspenstig.

15. Mai 2020

Wir haben zehn neue Hochdruckreiniger getestet. Der Worx Hydroshot WG630E 4Ah konnte uns als mobiler Reiniger überzeugen, wenngleich er lange nicht so kraftvoll ist, wie Stihl RE 130 Plus oder Kränzle K 1152 TS T. Beide überzeugen durch Verarbeitung und Praxistauglichkeit, der Stihl ist der Profi für den ambitionierten Heimgebrauch, der Kränzle taugt dank Messing-Pumpe für den semi-professionellen, häufigen Einsatz.

31. Mai 2019

Wir haben vier weitere Modelle getestet und unsere Empfehlungen neu gemischt. Tacklife ist kein Meister bei der Verarbeitung, das Preis-Leistungsverhältnis des PPW002R-2000E ist dennoch sehr gut. Der Nilfisk E 145.4-9 PAD X-tra hat eine gute Flächenleistung sowie eine exzellente Schlauchrolle. Der Kärcher K4 Full Control hat leider keine Schlauchtrommel und keinen integrierten Tank für Reinigungsmittel. Der Bosch EasyAquatak 120 passt zwar in die kleinste Abstellkammer, Leistung und Verarbeitung sind jedoch schwach.

24. April 2018

Wir haben das Kompaktmodell von Kränzle, den K 1050 P, sowie zwei Geräte von Nilfisk, den E 145.4-9 Power Xtra und den Nilfisk C 110.7-5 Home X-tra getestet. Außerdem im Nachtest: der Makita HW 1200.

Nicht nur zum Frühjahrsputz sind Hochdruckreiniger praktisch, sondern auch wenn es darum geht hartnäckigen Schmutz zu entfernen. Da nimmt einem die Reinigung mit einem kraftvollen Wasserstrahl viel mühselige Handarbeit ab – zumal die Geräte inzwischen auch nicht mehr allzu teuer sind.

Wir haben inzwischen 25 Hochdruckreiniger getestet. Der günstigste ist schon für 50 Euro zu haben, der teuerste liegt bei 650 Euro. Hier sind unsere Kauftipps in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Kärcher K3 Full Control

Test Hochdruckreiniger: Kärcher K3 Full Control
Kraftvoll für kleine Flächen, Spezialist für den Einsatz von Reinigungsmitteln.

Der Kärcher K3 Full Control ist ein bezahlbarer Allrounder für verschiedene Einsätze in Haus, Hof und Garten. Die Vario-Düse erzeugt verschiedene Formen und Härtegrade des Wasserstrahls. Hinzu kommt eine Dreckfräse mit einem besonders harten, rotierenden Wasserstrahl.

Damit sind Sie für verschiedene zu reinigende Oberflächen gut gerüstet. Ob Auto, Wohnwagen, Fahrräder, Gartenzaun, Fassade, Betonsteine oder Gehwegplatten – der K3 erzielt überall gute Ergebnisse. Für ebene Flächen wie Terrasse, Gehwegplatten oder Mauerwerk gibt es optional den Flächenreiniger T350 auch im Paket als Kärcher K3 Full Control Home. Seine rotierenden Düsen erhöhen die Flächenleistung deutlich, so ist die Terrasse im Nu gereinigt.

Preis-Leistungs-Tipp

Nilfisk C 110.7-5 Home X-tra

Der leichte und kompakte Nilfisk C 110.7-5 Home X-tra wirkt auf den ersten Blick teurer als der Kärcher K3. Doch für den Aufpreis ist ein Flächenreiniger sowie eine weiche Bürste inklusive – und er bringt einen Tick mehr Kraft auf die Fläche.

Wegen des fehlenden Tanks für Reinigungsmittel und der klapprigen Räder bekommt der Nilfisk von uns aber nicht den Spitzenplatz. Doch wer eher Fläche schaffen will, beispielsweise große Terrassen und Gehwege, und dabei nicht auf Reinigungsmittel angewiesen ist, für den ist der Nilfisk C 110.7-5 Home X-tra die bessere Option. Mit ihm würden wir uns sogar an kleinere Dachflächen heranwagen.

Mit Akku

Worx Hydroshot WG630E 4Ah

Hochdruckreiniger Test: Bildschirmfoto 2020 05 15 Um 14.53.10
Der Worx ist kompakt und mit Akku mobil. Ein Wassereimer genügt zum Gebrauch – er eignet sich für mittlere Verschmutzungen.

Sie wollen kein schweres Gerät schleppen, sie suchen einen leichten Hochdruckreiniger, vielleicht für mobile Einsätze mit dem Wohnmobil? Dann ist der Worx Hydroshot WG630E die richtige Wahl. Er fegt mittlere Verschmutzungen hinfort und braucht dabei nicht einmal einen Wasserhahn, lediglich eine Zapfstelle, z. B. ein Wasserfass oder ein Gewässer.

Wenn Geld egal ist

Stihl RE 130 Plus

Test Hochdruckreiniger: Stihl RE 130 Plus
Der Stihl ist kraftvoll und solide gebaut und bringt praktisches Zubehör für KFZ- oder Scheibenreinigung mit.

Viel Kraft und nützliche Features für die Praxis, das sind die Stärken des Stihl E 130 Plus. Von seinem Zubehör für KFZ- oder Scheibenreinigung waren wir geradezu begeistert. Die Seifendüse kann reguliert werden und die rotierende Bürste entfernt dann sogar öligen Schmutz. Der Terrassenreiniger kann so stark eingestellt werden, er bekommt sogar Moos und Flechten von den Beton-Dachsteinen herunter.

Für Profis

Kränzle K 1152 TS T

Test Hochdruckreiniger: Kränzle K 1152 TS T
Das Gerät von Kränzle ist kraftvoll und sehr solide gebaut, es eignet sich für den häufigen Einsatz mit Messing-Pumpe und ermöglicht auch Ölwechsel.

Der Kränzle K 1152 TS T ist ein Profi für den häufigen Einsatz, etwa wenn Sie als Hausmeister regelmäßig Dächer, Terrassen oder Fassaden reinigen. Durch Messing-Pumpe und möglichen Ölwechsel läuft der Kränzle auch dann noch, wenn wartungsfreie Aluminium oder Kunststoff-Pumpen schon lange ihren Geist aufgegeben haben. Der Kränzle ist eine Investition auf lange Sicht.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Unser FavoritPreis-Leistungs-TippMit AkkuWenn Geld egal istFür Profis
ModellKärcher K3 Full ControlNilfisk C 110.7-5 Home X-traWorx Hydroshot WG630E 4AhStihl RE 130 PlusKränzle K 1152 TS TKärcher K7 Premium Full Control HomeNilfisk E 145.4-9 PAD X-traKärcher K5 Premium Full Control PlusKränzle K 1050 PKärcher K4 Full ControlNilfisk D 140.4-9 DP X-TRANilfisk Premium 190-12 PowerMakita HW1200Bosch EasyAquatak 120Einhell TC-HP 1538 PC Basic PaketSkil Urban Series 0761 AABosch AdvancedAquatak 140Bosch FontusKärcher OC 3 PlusWorx Hydroshot WG625E 2Ah
Test Hochdruckreiniger: Kärcher K3 Full ControlTest Hochdruckreiniger: Nilfisk C 110.7-5 Home X-traHochdruckreiniger Test: Bildschirmfoto 2020 05 15 Um 14.53.10Test Hochdruckreiniger: Stihl RE 130 PlusTest Hochdruckreiniger: Kränzle K 1152 TS TTest Hochdruckreiniger: Kärcher K7 Premium Full Control HomeTest Hochdruckreiniger: Nilfisk E 145.4-9 PAD X-traHochdruckreiniger Test: Kärcher K 4 Full ControlHochdruckreiniger Test: Kränzle K 1050 PTest Hochdruckreiniger: Kärcher K4 Full ControlTest Hochdruckreiniger: Nilfisk D 140.4-9 DP X-TRATest Hochdruckreiniger: Nilfisk Premium 190-12 PowerTest Hochdruckreiniger: Makita HW1200Hochdruckreiniger Test: Bosch Easyaquatak 120Test Hochdruckreiniger: Einhell TC-HP 1538 PCTest Hochdruckreiniger: Skil Urban Series 0761 AATest Hochdruckreiniger: Bosch AdvancedAquatak 140Test Hochdruckreiniger: Bosch FontusTest Hochdruckreiniger: Kärcher OC 3 PlusTest Hochdruckreiniger: Worx Hydroshot WG625E 2Ah
Pro
  • Gute Abriebwirkung, speziell bei der Turbo-Düse
  • Tank für Reinigungsmittel
  • Optionaler Flächenreiniger Terrassenreiniger, auch für Fassade nutzbar
  • Aluminiumpumpe
  • Ersatzeile verfügbar
  • Kompaktes Verstauen
  • Sehr Leicht
  • Flächenreiniger inklusive
  • Für mittlere Verschmutzungen
  • Messing-Verschraubung, Gummi-Griff
  • Solide Griff-Konstruktion
  • Eco-Taste
  • Gute Schlauchrolle, Rücklaufsperre
  • Gewebeschlauch, einfaches Aufrollen ohne Schleifenbildung
  • Starker Terrassenreiniger mit einstellbarer Kraft
  • Dreckfräse perfekt für Betonstein auf Dach und Fläche
  • Zubehör: rotierende Bürste und Scheibenbürste mit Abzieher
  • Fräse extrem kraftvoll
  • Betonstein: schafft auch Fläche
  • Schlauch Nachziehen nach oben möglich
  • 15 Meter Hochdruckschlauch
  • liegende Betriebsposition, kein Umkippen
  • kraftvoller und solider Terrassenreiniger für große Flächen
  • Wartung möglich
  • Messingpumpe für den häufigen Einsatz
  • Fräse sehr kraftvoll
  • Betonstein: schafft auch Fläche
  • Druckregulierung am Griff in 3 Stufen
  • Schlauchabrollen nach oben möglich
  • Gummiräder
  • Für Warmwasser geeignet
  • Schlauchrolle mit Metallführung
  • Starke Leistung
  • Rohrreinigung und Flächenreiniger im Set
  • Für große Flächen
  • Gute Reinigungsleistung auch bei größerem Abstand
  • Druck stufenweise einstellbar
  • Perfekte Schlauchführung
  • Wertige, schwere Lanze
  • Aluminiumpumpe
  • Industriequalität
  • Pumpenkopf aus Messing
  • Kupplungen aus Metall
  • Einfache Wartung und Reparatur
  • Ersatzeile verfügbar
  • Kompaktes Verstauen
  • 8 Meter Hochdruckschlauch
  • Oberflächenwahl auf der Pistole
  • Reinigungsmittelaufsatz
  • Starke Dreckfräse
  • Ersatzteile verfügbar
  • Schlauchrolle mit Rücklaufsperre
  • Fräse mit viel Kraft
  • Kindersicherung
  • Für große Projekte
  • Kraftvoll
  • 2 Düsen für Alles
  • Perfekte Seifen-Zumischung
  • Stabil: Düsen, Tank, Teleskop
  • Gewebe-Schlauch 12 Meter
  • Druck-Regulierung an der Pumpe
  • Aluminiumpumpe
  • Sehr dicker Hochdruckschlauch
  • Kompakt und leicht
  • Vergleichsweise leise
  • Kurzer Schlauch, wickelt wenig auf
  • Ausreichend stark
  • Reinigungsmittel dosierbar
  • Aluminiumpumpe
  • Leicht
  • Kompakt
  • Gut verstaubar
  • Aluminiumpumpe
  • Vario Düse Punkt bis Fächer
  • Dreckfräse viel Kraft
  • Wassermenge in 3 Stufen
  • Spülwasser to go
  • Kaum hörbar
  • Kompakt
  • Akku oder 12 Volt Betrieb an Autobatterie
  • Für leichte Verschmutzungen, schwächer als WG630E
  • Messingverschraubung
  • Solide Griffkonstruktion
Contra
  • Druck nur an Düse einstellbar
  • Arbeit fast immer mit maximaler Kraft
  • Kunststoffpumpe
  • Schwächere Verarbeitung als E 145
  • Kein Tank für Reinigungsmittel
  • Plastik-Lanze
  • Nicht für Moos, Flechten an Betonstein, Fassade
  • 21 Minuten Arbeitszeit mit 4 Ah
  • Schwachstelle Schlauch-Adapter
  • Hoher Preis
  • Hoher Preis
  • Schlauchrolle ohne Rücklaufsperre
  • Hoher Preis
  • Verarbeitung: Füße, Stütze, Teleskopgriff
  • Kunststoff-Steckverbindung
  • Ersatzteile eingeschränkt
  • Nicht ganz günstig
  • Schwer und ohne Rollen
  • Keine Druckschlauchrolle
  • Klappernde Kunststoff-Räder
  • Wackeliger Teleskop-Griff ohne Fixierung
  • Keine Schlauchrolle
  • Biegsame Kunststoff-Steckverbindungen
  • Zulauf Kunststoffgewinde
  • Schlauch nachziehen auf Dach klappt nicht
  • Einseifen unreguliert
  • Fächerdüse: schwach
  • Leistungsschwankungen
  • Löst 16-Ampere-Sicherungen aus
  • Instabil: Kurbel, Lanzen-Halterung
  • Zulauf-Gewinde Kunststoff
  • Gewicht 30 kg
  • Schlechte Anleitung
  • Hoher Preis
  • Kein Tank für Reinigungsmittel
  • Verarbeitung Gehäuse
  • Wackelige Steckverbindung
  • Unregulierte Schaumdüse
  • Dreckfräse ineffizient
  • Keine Ersatzteile
  • Weniger gute Verarbeitung
  • Unsolider Flächenreiniger
  • Teure Ersatzteile
  • Schwacher Druck
  • Braucht viel Zeit für große Flächen
  • Reinigungsmittel nicht dosierbar
  • Keine Ersatzteile
  • Zulauf mit Kunststoffgewinde
  • Einseifen unreguliert
  • Schlauch wirft oft Schleifen, schlechtes Aufrollen, keine Rücklaufsperre
  • Bürste ohne mechanische Wirkung durch das Wasser
  • Kein Hochdruck
  • Plastiklanze
  • Nicht für Moos, Flechten an Betonstein, Fassade
  • Nur 16 Minuten Arbeitszeit mit 2 Ah
  • Schwachstelle Schlauch-Adapter
Bester Preis
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Was Sie wissen müssen

Ein Hochdruckreiniger nutzt die mechanische Wirkung von Wasser, um Oberflächen jeder Art von Schmutz, Bewuchs oder Moos zu reinigen. Der Vorteil: Sie müssen diese Oberflächen nicht manuell mit einer Bürste oder einem harten Besen bearbeiten, denn der harte Wasserstrahl nimmt Ihnen diese Arbeit ab. Dafür muss allerdings ein höherer Wasserverbrauch für die Reinigung in Kauf genommen werden.

Kärcher K3 Vario Düse: Moos und Flechten werden gelöst, doch die Fläche braucht extrem viel Zeit.
Hochdruckdüse: Der hohe Wasserdruck löst Moos und Flechten mühelos.

Um einen hohen Wasserdruck zu erzeugen, wird einströmendes Wasser mit einer Kolbenpumpe aus hochdruckfestem Aluminium, Messing oder Glasfaser verstärkten Kunststoffen unter Druck gesetzt. Über ein Auslassventil gelangt es in den Hochdruckschlauch und in die Sprühlanze.

Der Maximaldruck an der Hochdruckpumpe (auch Nenndruck genannt) und der Arbeitsdruck an der Düse ist bei Hochdruckreinigern unterschiedlich. Zum einen sinkt der Wasserdruck auf dem Weg zur Düse, zum anderen kann man den Druck an der Sprühlanze manuell variieren: Durch Drehen an der Vario-Düse regeln Sie den Wasserdruck.

Autor mit dem Kärcher K5 im Einsatz - Nässeschutz-Anzug ist da Pflicht
Der Autor mit dem Kärcher K5 im Einsatz – ein Nässeschutzanzug ist Pflicht.

Auch andere Düsen wie Dreckfräse oder Turbo-Düse können eingesetzt werden. Die haben oft eine fixierte Düse, die nicht reguliert werden kann.

Bei manchen teureren Geräten wie Kärcher K5 Premium Full Control Plus, oder Kärcher K7 Premium kann man den Druck an der Pistole einstellen, in diesem Fall mit dem Daumen über einen Taster.

Arbeitsdruck und Schwemmleistung

Arbeitsdruck bis zu 40 bar geringer

Je nach Qualität und Leistung der Pumpe können sich Maximaldruck und Arbeitsdruck um bis zu 40 bar unterscheiden. Das sollten Sie bedenken, denn die Hersteller geben meist nur den Maximaldruck in den technischen Daten an.

Verwirrend wird es, wenn Nenndruck und Arbeitsdruck uneinheitlich angegeben werden. So spricht Kärcher von »Arbeitsdruck maximal« und gibt keinen anderen Wert an. Ob es sich um den Maximaldruck an der Düse handelt, bleibt da offen.

Die Hersteller nennen gern die größtmögliche Kennzahl und das ist nun einmal der Nenndruck an der Hochdruckpumpe. Der nützt Ihnen bei der Reinigung aber nichts.

Für den Hausgebrauch sollte ein Hochdruckreiniger mindestens 100 bar Nennleistung und eine Fördermenge von mindestens 400 Litern haben.

100 bis 120 bar Nenndruck sind für den Hausgebrauch angemessen. Doch oft kommen günstige Geräte mit einer zu geringen Fördermenge von 345 bis 400 Litern pro Stunde. Das entspricht einer schwachen Schwemmleistung von rund 6 Litern pro Minute. Die Folge: Unter Umständen muss der Schmutz nachträglich mit dem Schlauch weggespült werden.

Eine Schwemmleistung von 10 Litern pro Minute wäre ideal (600 Liter/Stunde), doch das leistet kein Gerät für Heimanwender. In unserem Test kam nur der Kärcher K5 mit 500 Litern Schwemmleistung in diese Größenordnung.

Das klingt nach viel, aber wenn Sie den Gartenschlauch eine Stunde laufen lassen, verbrauchen Sie bei 4 bar Druck in einer Stunde zirka 3.500 Liter Wasser. Der Wasserverbrauch selbst starker Hochdruckreiniger hält sich also in Grenzen. Lassen Sie sich nicht von einer hohen Nennleistung in bar täuschen. Nur die Verbindung mit einer hohen Wasserfördermenge ergibt ein leistungsfähiges Gerät.

Sicherheit

Die Arbeit mit einem Hochdruckreiniger ist nicht ganz ungefährlich – auch wenn es »nur« Wasser ist: In der Industrie wird ein harter, feiner Wasserstrahl sogar zum Schneiden oder Fräsen von Metall genutzt. So hohen Druck erreichen konventionelle Reiniger aus dem Handel zwar längst nicht, dennoch kann der harte Wasserstrahl aus der Pistole gefährlich sein.

Sie sollten daher bei der Arbeit eine Schutzbrille und Handschuhe tragen. Andere Personen sollten sich nicht in der Nähe aufhalten. Die Sprühlanze ist definitiv kein Kinderspielzeug. Der stark konzentrierte Hochdruckstrahl kann, wenn er ins Auge trifft, zu Erblindung führen. Umherfliegende Schmutzteilen oder Steinchen können anderen Personen oder den Bediener selbst treffen.

Außensteckdosen und elektrische Installationen sollten vom harten Wasserstrahl verschont bleiben. Auch an Dämmung und Asbest hat ein Hochdruckreiniger nichts zu suchen. Wer will schon eine durchnässte Hauswand haben? Asbest oder mineralische Putze an Hauswänden sind ebenso ungeeignet: Hier lösen sich mitunter giftige Teilchen, während der Putz durchnässt und möglicherweise abplatzt.

Die Hochdruckreiniger selbst sind in der Regel gut geschützt. Sie müssen gemäß Schutzgrad IPX5 sicher gegen Strahlwasser aus beliebigem Winkel sein. Eine Autostopp-Funktion verhindert zudem den ungehinderten Druckanstieg im Wasserbehälter der Hochdruckpumpe. Bei jedem Abschalten der Strahlpistole wird die Pumpe damit ebenfalls abgeschaltet. Zusätzlich gibt es auch noch ein Überströmventil, das eine Überschreitung des zulässigen Arbeitsdrucks verhindert.

Besondere Obacht gilt zudem Krankheitserregern, die sich in Trinkwasserleitungen und Schlauchaufrollern bilden. Wird die Wasserversorgung nur selten durchflossen, können diese durch die Waschlanze in feine Wassertröpfchen und Aerosole getragen und so eingeatmet werden können, was schwere Erkrankungen zur Folge haben kann. Damit Viren, Bakterien und Pilze keine Chance haben, ist dringend anzuraten, die Wasserversorgung vor dem Anschließen von Kaltwasser-Hochdruckreinigern gründlich zu spülen.

Was reinigt ein Hochdruckreiniger, was nicht?

Hochdruckreiniger reinigen sämtliche wasserfesten Oberflächen, die glatt oder offenporig sind. Auch Farbschichten, Lacke oder Beschichtungen können mit dem richtigen Druck und der passenden Düse entfernt werden, Hochdruckreiniger für den Hausgebrauch sind dafür aber in der Regel nicht stark genug.

Gut können Hochdruckreiniger organische Verunreinigungen (z.B. Moos und Algen) entfernen, aber auch Rost und Kalk und andere fest anhaftende Beläge. Häufig eingesetzt werden sie daher bei Autos, Terrassen, Fassaden, Rollläden, Dachrinnen, Schwimmbädern und Booten.

Kärcher K3: Bei der Reinigung des PKW
Der Kärcher K3 bei der Reinigung eines PKW.

Vorsicht ist bei Fahrrädern, E-Bikes oder Motorrädern geboten: Der harte Wasserstrahl kann in Lager, Stoßdämpfer oder die Elektrik eindringen. Deshalb sollte man sie, wenn überhaupt, also nur mit einem weichen Wasserstrahl reinigen und niemals direkt auf empfindliche Komponenten zielen.

Mit dem passenden Zubehör kann man die Funktionen eines Hochdruckreinigers erweitern, etwa mit einem Rohrreinigungsset. Damit bekommt man die Fallrohre der Dachrinne ebenso frei wie das verstopfte Abflussrohr im Bad.

Aufsätze und Schlauch

Hochdruckreiniger werden mit verschiedenen Düsenaufsätzen und Sprühlanzen ausgeliefert. Typischerweise gibt es im Zubehör weitere Reinigungsaufsätze für andere Oberflächen und spezielle Reinigungsaufgaben. Je nach Festigkeit der Verschmutzung kann bei jedem Gerät die Härte beziehungsweise die Kraft des austretenden Wassers eingestellt werden (Vario Jet oder andere Bezeichnungen).

Kombi- oder Variodüse sowie eine rotierende Düse (Dreckfräse) sind der typische Lieferumfang. Manchmal gibt es auch eine 3-in-1-Düse, die per Dreh-und-Klick auf einen anderen Wasseraustritt wechselt (Fächerstrahl, Rotationsstrahl und Punktstrahl).

Schaumreiniger erweitern das Set, wenn das Gerät selbst keine Ansaugung für Reinigungsmittel mitbringt.

Waschbürsten sind zum Reinigen von Fahrzeugen oder lackierten Fassadenteilen nützlich. Über die Maschine wird ein Reinigungsmittel zugemischt, mit geringen Druck bürsten Sie dann Oberflächen. Manche Bürsten rotieren, was die Reinigungsleistung erhöht.

Winkeldüsen sind bei schwer zugänglichen Bereichen nützlich, etwa für die Regenrinne.

Ein Terrassen- oder Flächenreiniger verringert den Zeitbedarf beim Reinigen von Betonsteinen, Gehwegen und anderen großen, ebenen Flächen oder Fassadenteilen erheblich. Er besteht aus einer nach unten geöffneten Wanne mit seitlichen, festen Bürsten. In der Mitte rotierten zwei Wasserstrahlen. So können Sie relativ mühelos Terrassensteine aber auch eine grünspanige Betonwand reinigen.

Wenn Sie an der Fassade und auf dem Dach arbeiten, dabei vielleicht sogar auf einer Leiter oder einem Gerüst stehen, wird ein Hochdruckschlauch von fünf Metern Länge schnell knapp. Im Zubehör oder als Gerätevariante sind Schläuche mit bis zu 15 Metern erhältlich.

Sehr sinnvoll ist eine Schlauchtrommel für den Hochdruckschlauch. Hier ist aber nicht jede gleich gut, viele Modelle haben keine Rücklaufsperre bzw. Führung, wie sie im folgenden Bild zu sehen ist. Die Führung verhindert andererseits, dass Sie auf dem Dach stehend Schlauch nachziehen können. Die Qualität der Schläuche ist ebenfalls unterschiedlich: Es gibt matte, gewebeverstärkte Varianten, die nur wenig zum Werfen von Schleifen neigen. Die einfachen Varianten sind hochglänzend und verheddern sich im Einsatz oft.

Überlegen Sie sich das aber gut, denn wenn Sie meist nur auf kurzen Distanzen zum Gerät arbeiten, etwa beim Reinigen der Terrasse oder des PKW, ist ein zu langer Schlauch hinderlich. Zudem kommt bei einem langen Schlauch weniger Arbeitsdruck an der Düse an, als bei einem kurzen.

Verwendung mit Reinigungsmitteln

Reinigungsmittel werden optional in den Wasserkreislauf der Maschine gemischt. Mittel und hochpreisige Geräte haben dafür einen Wassertank oder einen dünnen Ansaugschlauch, der in das Reinigungsmittel gehängt wird.

Im besten Fall gibt es noch einen Dosier-Drehschalter, mit dem das Mischverhältnis des Wasser zum Reinigungsmittel eingestellt wird. Fast alle Geräte mussten da passen.

Es gibt auch Lösungen, bei denen spezielle Reinigungsflaschen direkt in eine Halterung an der Maschine geklickt werden.

Einfache Modelle haben weder einen Ansaugschlauch noch einen Anbautank. Hier kann Reinigungsmittel nur über eine spezielle Schaumdüse mit Tank zugemischt werden. Sie können dann meist weder beliebige Reinigungsaufsätze verwenden, noch das Mischverhältnis einstellen.

Gängige Reinigungsmittel sind etwa Aktivschaumreiniger für die Fahrzeugpflege. Sie entfernen öl- und fetthaltige Substanzen sowie hartnäckige Ablagerungen wie Bremsstaub. Im Haus- und Gartenbereich kommen Fassadenreiniger oder spezielle Zusätze mit Bleichwirkung zum Einsatz. Sie lösen Pigmente und Abbauprodukte von Pflanzen und verhindern chemisch das Nachwachsen von Algen.

Heißes Wasser darf bei den meisten Pumpen nicht verwendet werden. Die Hersteller geben Zuflusstemperaturen von 40 bis maximal 65 Grad Celsius an.

Reinigungsmittel werden typischerweise stark konzentriert geliefert, weswegen sie vor Verwendung verdünnt werden sollten. Überdosierungen schaden der Umwelt und belasten den Geldbeutel. Grundsätzlich gilt: Reinigungsmittel rund um Haus und Garten sollten nur in ganz besonders hartnäckigen Fällen eingesetzt werden. Die meisten Verunreinigungen lösen sich allein durch die mechanische Kraft des Wassers.

So haben wir getestet

Unsere Hochdruckreiniger mussten ihr Können auf verschiedenen Oberflächen unter Beweis stellen. So haben wir mit ihnen einen PKW von Schmutz befreit und sie außerdem umfangreich auf ein Einfamilienhaus losgelassen: An der Holzfassade mitsamt ihren Tür- und Fensterläden sollten sie eher sanft und behutsam sein, während wir die Betonsteine auf dem Gehweg und der Terrasse sowie die Dachziegel mit einem mehr an Leistung bearbeitet haben.

Wie immer, haben wir natürlich auch auf die Handhabung geachtet: Kann man die Geräte gut verstauen? Gibt es eine Rolle, um den Schlauch aufzuwickeln? Wie wird Reinigungsmittel dosiert?

Nicht zuletzt spielte auch die Qualität des Materials eine Rolle. Immerhin will niemand, dass seine Gerätschaften schon nach wenigen Einsätzen den Geist aufgeben. Hochwertige Materialien und gute Verarbeitung waren ein zentraler Punkt bei unserer Bewertung.

Testsieger: Kärcher K3 Full Control

Der beste Hochdruckreiniger für den Einsatz zuhause ist für uns der Kärcher K3 Full Control, den es als Kärcher K3 Full Control Home auch im Paket mit einem Flächenreiniger gibt. Der K3 ist leistungsstark genug für die meisten Arbeiten in Haus und Garten, flexibel in der Anwendung und bleibt preislich im Rahmen.

Unser Favorit

Kärcher K3 Full Control

Test Hochdruckreiniger: Kärcher K3 Full Control
Kraftvoll für kleine Flächen, Spezialist für den Einsatz von Reinigungsmitteln.

Die Verarbeitung des nur knapp sieben Kilogramm schweren K3 (6,6 Kilogramm, ohne Zubehör) ist ohne Tadel. Leider hat es bei den Wasseranschlüssen für Druckschlauch und Haus- bzw. Gartenwasser nur für Kunststoff gereicht. Das ist nicht gut, denn an Druck- und Wasserschlauch wird in der Praxis gerne mal gezerrt, wodurch der Anschluss brechen kann.

Kärcher wirbt vollmundig mit einer »Full Control Power Gun« mit Druckstufenanzeige. Letztlich ist das nichts weiter als eine Vario-Düse, wie sie in fast allen Modellen zu finden ist. Die Düse nennt Kärcher »Vario Power Jet« und sie ermöglicht – wie bei allen anderen auch – eine Druckverstellung am Strahlrohr.

Die analoge Druckstufenanzeige an der Pistole ist eine passive Angelegenheit. Sie zeigt auf einer Skala von Soft bis Hard vage an, welcher Druck vorne anliegt.

Kärcher K 3: mechanische Druckanzeige am Griff
Kärcher K3: mechanische Druckanzeige am Griff.

Eine echte Druckregulierung mittels +/– -Tasten an der Pistole bieten nur der Kärcher K5 und K7. Dort nennt sich die Pistole dann »Full Control Plus Power Gun«.

Als alternative Düse wird ein Dreckfräser mitgeliefert. Daran kann der Druck nicht verändert werden.

Der integrierte aber entnehmbare Tank kann mit handelsüblichen oder auch selbstgemischten Reinigungsmitteln befüllt werden. Eingesaugt wird das Reinigungsmittel nur im Modus Soft, denn es ist zum langsamen Auftragen mit einer Schaumdüse oder Waschbürste gedacht. Das ist eine clevere Lösung, denn so wird wenig Reinigungsmittel verschwendet, ganz im Gegensatz zu anderen Modellen, die den Reinigungstank bei vollem Druck ruckzuck leer saugen.

Kärcher K3 im Praxistest

Mit der sehr guten bebilderten Anleitung hatten wir den K3 ruckzuck in Gang gesetzt, ohne viel lesen zu müssen. An der Fassade unseres Test-Hauses befinden sich verschmutze Fensterläden (Spritzwasser, Unrat von Vögeln, Flechten) sowie Fenstereinfassungen und Tropfkanten (Grünspan). Alle Teile bestehen aus lackiertem Holz.

Das Wasser drückt mit der Vario-Düse kraftvoll auf die Oberflächen, Grünspan oder auch Flechten werden im Handumdrehen entfernt. Besonders effektiv ist der harte Wasserstrahl an den Fensterläden mit ihren verwinkelten Ecken und Kanten.

An den Tropfkanten indes bringt der Hochdruckreiniger keine Zeitersparnis. Mit einer harten Bürste und Seifenlauge hätten wir das Brett schneller sauber bekommen. Der Grund: Um nicht direkt in die Wand – und damit in die Dämmung – zu spritzen, mussten wir sehr langsam vorgehen und mit der Düse genau zielen.

Auf den lackierten Fensterläden hatten wir ein ganz anderes Problem: In seltenen Fällen platzte der Lack ab. Wir setzen die Reinigung dennoch mit dem härtesten Strahl fort, den sonst löste sich der Schmutz nicht. Gehen Sie auf lackierte Oberflächen nicht gleich mit dem harten Strahl los. Probieren Sie an verdeckten Stellen, ob der Lack dem harten Wasserstrahl standhält.

Auto

Beim Test am Auto kam der Reinigungsmitteltank zum Einsatz. Der K3 pumpt nur in der Arbeitsstufe »Soft« Flüssigkeit aus dem Tank. Das macht Sinn, denn Seifenlauge und Schaum müssen einwirken und werden mit dem Kärcher nach der Grobreinigung über das ganze Fahrzeug verteilt, damit anschließend per Hand und Schwamm weitergemacht wird.

Bei der Reinigung von Fahrzeugen kommt selbst der stärkste Hochdruckreiniger an seine Grenzen. Hartnäckigen Schmutz, wie verkrustete Fliegen an den Außenspiegeln oder der Motorhaube, konnte der K3 selbst mit der Dreckfräse nicht beseitigen. Das schafften nur Modelle mit 130 bzw. 145 bar.

Gegen den zum Test aufgetragenen Ölfilm hatte keiner der Hochdruckreiniger im Test eine Chance. Hier hilft nur Seifenlauge in Verbindung mit Bürste und Schwamm.

Von Kärcher gibt es dafür die rotierende Waschbürste WB 100 oder die Kärcher 2.640-590 Soft-Waschbürste, die dann in Verbindung mit einem Reinigungsmittel benutzt werden.

Dach

Das Dach unseres Test-Hauses, belegt mit einfachen Beton-Dachsteinen, wurde seit dem Neubau vor 5 Jahren noch nie gereinigt. Trotz des Neigungswinkels von 45 Grad haben sich an den Kanten starke Moosschichten gebildet. Die ebenen Flächen sind mit weißen Flechten belegt.

Der Kärcher K3 kommt hier mit der Dreckfräse gut zurecht und kann die Beläge auch lösen. Allerdings kommen wir nur langsam voran: Die Düse muss sehr nah und langsam über die Ziegel bewegt werden, damit sich etwas ablöst.

Eine ganze Dachfläche zu reinigen ist angesichts der von Kärcher angegeben Flächenleistung von 25 Quadratmeter pro Stunde mit dem K3 allerdings zeitaufwändig – unsere Dachfläche ist 154 Quadratmeter groß. Für solche großflächigen Reinigungsarbeiten sollte man einen stärkeren Hochdruckreiniger einsetzen, wie etwa den K5. Oder aber man muss sich genug Zeit nehmen.

Richten Sie den harten Strahl nicht direkt auf die Fugen, sonst wird der Fugensand komplett herausgespült. Besser ist es, schräg im 30- bis 45-Grad-Winkel anzusetzen, um Gras und Moos aus den Fugen zu entfernen.

Auf dem Gehweg, gepflastert mit offenporigen Betonsteinen, verhält es sich ähnlich, allerdings kann hierfür der Flächenreiniger T 350 genutzt werden. Diesen »Teller« mit rotierenden Düsen schieben wir über die Steine, darunter wird Grünspan und Belag zuverlässig entfernt – leider aber nicht Moos und Grasbüschel, die in den Fugen wachsen. Hierfür muss dann wieder die Vario-Jet-Düse zum Einsatz kommen.

Wartung

Fast alle Hochdruckreiniger im Test sind wartungsfrei, so auch der K3. Verschleiß kann aber eintreten und bei einer Kunststoffpumpe, gepaart mit einem häufigen Einsatz, kann das schon nach wenigen Jahren der Fall sein.

Als Besitzer eines Kärcher K3 können Sie selbigen dann reparieren lassen oder als erfahrener Bastler das auch selbst durchführen. Der Hersteller hat dafür die Explosionszeichnungen, sowie einen umfangreichen Ersatzteilkatalog.

Zwar lohnt sich eine Reparatur bei einem Solo-Gerätepreis von 120 bis 130 Euro nur bedingt, möglich ist es aber, zumal die Reparaturteile alle einzeln erworben werden können. So gibt es einen Pumpenkopf für 25 Euro.

Kärcher K3, K4, K5 sowie K7 können vom Fachmann oder von fachkundigen Laien repariert werden. Das ist keine Selbstverständlichkeit bei Nicht-Profi-Geräten, denn nur noch Bosch, Nilfisk, Kränzle – und mit Einschränkung Einhell – verkaufen Ersatzteile für Hochdruckreiniger.

Nachteile?

Der größte Nachteil des Kärcher K3 ist, dass er nur mit einer Kunststoffpumpe ausgerüstet ist. Das begrenzt die Lebenszeit. Für den professionellen Einsatz kommen die beiden Geräte von Kärcher daher nicht in Frage, doch in Haus und Garten benutzt man einen Hochdruckreiniger meist nur sporadisch, daher kann man hier damit leben.

Leider bestehen auch die Anschlüsse für Wasser und Druckschlauch am Gerät aus Kunststoff. Auch hier sind metallische Gewindeanschlüsse erfahrungsgemäß langlebiger, zumal gerne mal am Schlauch gezerrt wird.

Ein weiterer Minuspunkt: Mit dem Kärcher K3 ist immer Volldampf und eine geringe Distanz nötig, sonst erzielt der Wasserdruck bei hartnäckigem Schmutz an Auto, Fassade oder Betonstein kaum Wirkung. Die analoge Druckanzeige ist insofern eine Spielerei. Aber auch hier finden wir: Für den üblichen Einsatz im Eigenheim ist das völlig ausreichend.

Aufgrund des geringen Gewichts und der kleinen Räder zieht sich der K3 etwas klapprig über den Gehweg. Wenn dann noch der Druckschlauch von der Halterung rutscht, hält sich der Spaß in Grenzen. Hier sind Geräte mit Schlauchtrommel besser aufgestellt.

Wer sich an größere Projekte heranwagt, wie ein Dach mit Beton-Dachsteinen, wird mit dem K3 wegen des hohen Zeitbedarfs schnell wieder aufgeben. Der Arbeitsdruck ist im Vergleich zu gering, um damit wirklich Fläche zu machen. Für solche Aufgaben sind der Kärcher K5, Kärcher K7 Premium, Stihl RE 130 Plus oder Kränzle K 1152 TS T die bessere Wahl.

Kärcher K3 im Testspiegel

Tests von Hochdruckreinigern gibt es meistens nur für hochpreisige Modelle für das Profi-Segment. Seriöse Tests des Kärcher K3 gibt es bis dato kaum.

Die Kollegen von Haus & Garten Test kürten den Kärcher K3 Full Control im Mai 2018 als Sieger in Preisleistung. Sie lobten das geringe Gewicht sowie die schnelle Einsatzbereitschaft.

»Nur der kleine K3, mit etwas über sechs Kilogramm, lässt sich federleicht bewegen. Dem kleinen Kärcher K3 müssen lediglich einige Teile angesteckt werden.«

Im Februar 2020 hat Stiftung Warentest eine neue Runde Hochdruckreiniger getestet. Unser Favorit war zwar nicht dabei, jedoch bekam unsere Empfehlung Kärcher K5 die Note 2,0 und damit den dortigen Testsieg.

Alternativen

Für die meisten Heimanwender ist der Kärcher K3 die beste Wahl. Aber es gibt auch eine gute Alternativen. Wer öfter große Flächen wie ein ganzes Dach oder einen Pool reinigt, dem empfehlen wir die stärkeren Modelle Kärcher K5, Nilfisk E 145.4-9 PAD X-tra oder Stihl RE 130 Plus.

Preis-Leistungs-Tipp

Nilfisk C 110.7-5 Home X-tra

Der Nilfisk C 110.7-5 Home X-tra ist ein knallharter Gegner des Kärcher K3 und er spielt in derselben Preisliga. Auf den ersten Blick scheint der K3 zwar günstiger, doch bei Kärcher muss der Flächenreiniger extra erworben werden. Nilfisk hat ihn schon mit im Gepäck.

Die Leistung fällt beim Nilfisk etwas besser aus als beim K3, obgleich die Arbeitsleistung laut Datenblatt dieselbe ist. Seine Flächenleistung ist nämlich ganz passabel, hier müssen wir nicht mit der Düse ganz nah an die Steine herangehen, damit sich etwas löst. Für kleine Dächer mit Betonsteinen würden wir den C 110 im Gegensatz zum Kärcher K3 durchaus verwenden, für größere Projekte oder gar den regelmäßigen Einsatz ist er aber ebenfalls nicht geeignet.

Die Qualität der Lanzen und Düsen deckt sich mit der des K3, Bosch, Makita oder Einhell. Wir haben es nicht mit Industriequalität zu tun, die kriegt man erst beim Kränzle K 1050 P. Das Gehäuse mit den angesteckten Plastik-Rädern und dem Griff ohne Teleskop-Funktion macht allerdings im Vergleich zum K5, Kränzle oder dem Nilfisk 145/135 einen minderwertigen Eindruck.

Im praktischen Test am Auto vermissen wir einen Reinigungsmitteltank, wie ihn der K3 mitbringt. Hier muss die Schaumdüse angesteckt werden. Andererseits hat der kleine Nilfisk eine mitgelieferte Bürste, die nach dem Schaumauftrag angesteckt wird, um den Schmutz zu lösen und gleichzeitig abzuspülen.

Der kleine Flächenreiniger ist für die Terrasse gedacht, obgleich er auch an Hauswänden benutzt werden kann. Den Gehweg bekommt man damit ordentlich sauber, allerdings spült er jede Menge Sand aus den Fugen. Diesen Nachteil bei nicht homogenen Flächen haben aber alle Flächenreiniger. Die Düsen können nicht gewechselt werden und auch die Kraft ist nicht einstellbar.

Mit Akku

Worx Hydroshot WG630E 4Ah

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Der Worx ist kompakt und mit Akku mobil. Ein Wassereimer genügt zum Gebrauch – er eignet sich für mittlere Verschmutzungen.

Worx geht mit dem Hydroshot WG630E das Mobilitäts-Thema an. Der mobile Hochdruckreiniger im Akkubetrieb benötigt noch nicht einmal einen stationären Wasserhahn – Eimer oder Gewässer genügen. Ein Ansaugschlauch mit Schwimmer holt sich daraus das Wasser. Ein ½-Zoll-Schlauch mit Gardena-Kupplung kann auch angeschlossen werden, der Druck aus der Leitung erhöht aber nicht den Arbeitsdruck an der Düse.

Hydroshot eignet sich für losen Schmutz oder solchen, der nur mittelmäßig hartnäckig ist. Sie bekommen also durchaus verkrusteten Schmutz von der Felge – hartnäckige, ölige Beläge aber nicht. Moos, Flechten und Schimmel an Betonstein oder an der Holz-Fassade können Sie vergessen. Auch größere Flächen mit mittleren Verkrustungen bereiten wenig Freude, da man sich langsam vorarbeiten muss.

 Hochdruckreiniger Test: Hochdruckreiniger Update052020 Hydroshot Wg630e 4ah
Worx Hydroshot – für den mobilen Einsatz, aber mit vergleichsweise wenig Kraft.

Dafür sind dann die »richtigen« Hochdruckreiniger da. Zur Veranschaulichung: Hydroshot WG630E hat 25 bar Arbeitsdruck, unser Testsieger hat 120, die stärkeren Modelle bis 160 bar.

Der Hydroshot WG630E kommt mit einem 4-Amperestunden-Akku daher. Der ist auch nötig, denn die Arbeitszeit beträgt damit gerade mal 21 Minuten. Es kann ein Eco-Mode per Taste gewählt werden, dann hält der Akku länger durch. Mit Eco ist die Düse aber so schwach, dass es nur noch für leichten, abwischbaren Schmutz reicht.

Die Verarbeitung zeigt sich durchwachsen: Die solide Messing-Verschraubung, der dicke Gummigriff und die verwindungsfeste Pistole sind ein Zeichen von Qualität. Die Lanze aus Plastik und die Schwachstelle am Schlauch-Adapter zeigen aber die Schwächen. Die Verschraubung an der Schlauch-Buchse ist falsch konstruiert, beim Festdrehen zerstört die Wölbung die Überwurfmutter. Ein Beinbruch ist das nicht, Gardena-Kupplung an den Ansaugschlauch und schon läuft es.

Wenn Geld egal ist

Stihl RE 130 Plus

Test Hochdruckreiniger: Stihl RE 130 Plus
Der Stihl ist kraftvoll und solide gebaut und bringt praktisches Zubehör für KFZ- oder Scheibenreinigung mit.

Der Stihl RE 130 Plus bringt viel Power an die Düse aber seine eigentliche Stärke sind die praktischen Anbauteile, die zum Teil optional sind. Wir hatten ein Set mit Terrassenreiniger, Roto-Bürste, Schaumdüse fürs KFZ und Scheibenbürste im Test.

Wir waren durchweg begeistert, endlich einmal solide Tools, die ihren Job zu 100 Prozent machen und nicht bei 60 Prozent aufgeben. Die Schaumdüse kann reguliert werden, so kommt so viel Seife aufs Auto, wie wir es für nötig halten. Die Roto-Bürste spült nach dem Anlösen durch die Seife auch den öligen Schmutzfilm vom Lack. Die Scheiben-Bürste ist gleich mit einem Abzieher ausgerüstet: Wenden, Abziehen und schon ist die alles blitzblank.

 Hochdruckreiniger Test: Hochdruckreiniger Update052020 Stihl Re130
Stihl RE 130 Plus: alles verstaut.

Der Stihl RE 130 Plus ist solide gerüstet mit gummierten Rädern und einer Aluminium-Pumpe. Die Lanze hat Messing-Köpfe und wirkt langlebig. Kabel und Wechseldüsen befinden sich hinter einer Klappe am Gerät. So wirkt es abgestellt schön aufgeräumt.

Der solide Gewebeschlauch erlaubt ein einfaches Aufrollen, ohne das sich allzu oft Schleifen bilden. Die Schlauchrolle hat eine Rücklaufsperre, sie kann sich also nicht von selbst drehen. Der Druckschlauch bleibt stets sauber aufgerollt. Nachteil der Rücklaufsperre: Auf dem Dach stehend können wir den Schlauch nicht nach oben hin nachziehen.