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Der beste In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling

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In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Aufmacher
Thomas Johannsen

Thomas Johannsen

hat sein Faible fürs Testen und Messen schon bei seiner Ausbildung zum Rundfunk- und Fernseh­techniker entdeckt. Seit über 15 Jahren ist er Test­redakteur. Er ist Chefredakteur der Zeitschrift Tablet und Smartphone und schreibt unter anderem für Heimkino, Digital Home, InfoDigital und d-pixx.

Wir haben 15 In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling getestet. Der beste ist für uns der Sony WF-1000XM3. Neben einem sehr effizienten Noise Cancelling verfügt er über hervorragende Klangeigenschaften, lässt sich gut bedienen, trägt sich angenehm und ist sogar in der Lage HiRes-Audio zu übertragen. Darüber hinaus lässt sich das Noise Cancelling optimal an die Umgebungsbedingungen anpassen, dies wird auf Wunsch auch automatisch gemacht.

Update 8. Mai 2020

Der Momentum True Wireless 2 von Sennheiser ist neu hinzugekommen und hat gleich eine Empfehlung abgesahnt.

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7. Februar 2020

Neu hinzugekommen ist der 1More EHD9001TA True-Wireless, der eine Design-Empfehlung erhält.

24. Januar 2020

Neu hinzugekommen ist der hervorragend verarbeitete Bowers & Wilkins PI4. Leider hat es nicht ganz für eine Empfehlung gereicht.

6. Dezember 2019

Der Sony WF-1000XM3 und die Apple Airpods Pro ergänzen unseren Test, beide gehören zu den True Wireless In-Ears, funktionieren also komplett ohne Kabel.

29. Oktober 2019

Apple hat eine neue Variante der beliebten AirPods herausgebracht. Die neuen Kopfhörer mit dem Namen „AirPods Pro“ kommen nun mit Silikon-Passstücken für die Ohren. Das soll nicht nur den Tragekomfort erhöhen, sondern vor allem den Klang verbessern, denn die AirPods Pro unterstützen nun auch Noise Cancelling, das auf Wunsch auch Umgebungsgeräusche durchlassen wird. Wir werden sie so schnell wie möglich testen.

8. Februar 2019

Wir haben den ersten True Wireless In-Ear mit Noise Cancelling hinzugefügt, den Sony WF-1000X.

Mit dem 1More E1004BA und dem Libratone Track+ haben wir außerdem zwei weitere Kopfhörer mit Nackenbügel getestet. Der 1More-Hörer liefert ein angenehmes Klangerlebnis und sauberes, wenn auch nicht perfektes Noise Cancelling zum fairen Preis und ist deshalb unsere neue Preis-Leistungsempfehlung.

18. Juni 2018

Wir haben einen neuen Testsieger: Der Sony WI-1000X konnte uns mit hervorragendem Klang und flexiblem Noise Cancelling überzeugen. Außerdem gibt es eine neue günstige Alternative, den Phiaton BT 150 NC.

4. August 2017

Wir haben den B&O BeoPlay E4 als neue Empfehlung aufgenommen. Er hat zwar kein Bluetooth, kann aber beim Noise Cancelling fast mit dem Testsieger mithalten.

21. April 2017

Unser neuer Favorit ist der Bose QuietControl 30. Außerdem haben wir den Libratone Q Adapt In-Ear als neue Empfehlung für iPhone-Besitzer aufgenommen.

Jeder kennt das: Man möchte in der Bahn, im Bus oder beim Joggen entspannt Musik hören, doch die Gespräche der Mitmenschen, Verkehrslärm oder sonstiges zwingen einen, die Lautstärke so aufzudrehen, dass von Entspannung keine Rede mehr sein kann.

Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung (Noise Cancelling) können da Abhilfe schaffen. Sie reduzieren die Geräuschkulisse durch einen elektro-akustischen Trick. Das klappt verblüffend gut, doch gerade bei In-Ears kommt immer noch ein wenig Geräuschkulisse durch. Da sind ohrumschließende Hörer, die schon allein durch ihre Bauart Außengeräusche abkapseln, klar im Vorteil.

Wir hatten 15 In-Ears mit aktiver Geräuschunterdrückung im Test, 15 Modelle sind aktuell noch erhältlich. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Sony WF-1000XM3

Test In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Sony WF-1000XM3
Der Sony True Wireless WF-1000XM geht jetzt in die zweite Generation, mit verbessertem Noise Cancelling.

Der Sony WF-1000XM3 folgt dem WF-1000X als kabelloser In-Ear-Kopfhörer mit aktivem Noise Cancelling. Sowohl die In-Ears als auch das Dock zum Aufbewahren und Laden wurden komplett neu entwickelt. Beide sind größer geworden, die In-Ears sitzen trotz ihrer Größe komfortabel und sicher in den Ohren, lassen sich jetzt aber mit den großzügigen Touchflächen sehr einfach bedienen. Die kostenlose App für Android und iOS bietet weitere Features und Anpassungsmöglichkeiten, neuerdings hört beim WF-1000XM3 neben dem Google Assistant und Siri auch Alexa aufs Wort.

Auch gut

Bose QuietControl 30

Test In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Bose QuietComfort 30
Der QC 30 ist technisch nicht mehr ganz aktuell, bietet aber nach wie vor eines der besten NCs.

Nachdem der kabelgebundene QuietComfort 20 von Bose einen Bruder mit Bluetooth bekommen hatte, war der Bose QuietControl 30 der würdige Nachfolger auf dem Siegertreppchen, der sich jetzt aus unserer Sicht aber dem Sony WI-1000X geschlagen geben muss. Das Noise Cancelling des Bose funktioniert, wie nicht anders erwartet, außerordentlich gut, vorausgesetzt die Ohrstöpsel sitzen fest und vor allem dicht im Ohr. In Sachen intelligenter Anpassung ist er dem Sony allerdings weit unterlegen. Klanglich gehören die Bose-Hörer nach wie vor eher zur langzeittauglichen Sorte mit ausreichender Detailtreue.

Wenn Geld egal ist

Sennheiser Momentum True Wireless 2

In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Sennheiser Momentum True Wireless 2
Sennheiser hat dem Momentum True Wireless in der zweiten Generation aktives Noise Cancelling spendiert.

Sennheiser hat den Momentum True Wireless 2 mit aktivem Noise Cancelling ausgestattet, und folgt damit dem Trend vieler anderer Hersteller. Die In-Ears sind sehr ausdauernd, außerdem können die Hörer mit intelligenter Bedienung per App und Touch-Fläche sowie hervorragendem Klang überzeugen. Der Momentum True Wireless 2  lässt kaum noch Wünsche offen, er ist allerdings auch noch recht teuer.

Der beste fürs iPhone

Apple AirPods Pro

Test In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Apple AirPod Pro
Apple hat den AirPods jetzt eine aktive Geräuschunterdrückung spendiert, nun heißen sie AirPods Pro.

Mit den AirPods Pro hat Apple den AirPods das aktive Noise Cancelling beigebracht. Dazu mussten die In-Ears selbst komplett überarbeitet werden, weil sie nunmehr auch mit Passstücken das Ohr komplett abdichten müssen. Leider gibt es aktuell noch einige Einschränkungen, die gerade die Geräuschunterdrückung betreffen – offenbar hat Apple die Bedienung der AirPods Pro in iOS ab Version 13.2 fest integriert, es gibt noch keine passende App, die auch ältere iPhones unterstützt, dort muss man sich dann mit den rudimentären Funktionen begnügen, dasselbe gilt für Android-Smartphones.

Preistipp mit Kabel

Bose QuietComfort 20

Den Favoritenstatus hat der Bose QuietComfort 20 zwar längst abgeben müssen, dennoch bleibt er einer der besten Hörer mit Noise Cancelling am Markt. Er funktioniert nicht via Bluetooth, sondern mit Kabel, an dem auch das übliche Elektronikkästchen angebracht ist. Der QC 20 erreicht bei der Außengeräuschunterdrückung fast so gute Werte wie sein kabelloser Bruder, klanglich sind beide Bose-Hörer ähnlich abgestimmt.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAuch gutWenn Geld egal istDer beste fürs iPhonePreistipp mit Kabel
ModellSony WF-1000XM3Bose QuietControl 30Sennheiser Momentum True Wireless 2Apple AirPods ProBose QuietComfort 201More EHD9001TABowers & Wilkins PI4Sony WI-1000XB&O BeoPlay E4Libratone Q Adapt In-Ear1More E1004BAPhiaton BT 150 NCLibratone TRACK+Audio-Technica ATH-ANC33iSSony WF-1000X
Test In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Sony WF-1000XM3Test In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Bose QuietComfort 30In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Sennheiser Momentum True Wireless 2Test In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Apple AirPod ProIn-Ears mit Noise-Cancelling im Test – Testsieger: Bose QuietComfort 30Test besten True Wireless In-Ear-Kopfhörer: 1More EHD9001TATest In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Bowers & Wilkins PI4Test In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Sony WI-1000XTest In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: B & O Beoplay E4Test In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Libratone Q Adapt In-EarTest In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: 1More E1004BATest In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Libratone TRACK+Test In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Audio-Technica ATH-ANC33iSTest In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Sony WF-1000X
Pro
  • Hervorragender Klang
  • Unterstützt HiRes-Audio
  • Apps für iOS und Android stehen zur Verfügung
  • Passt für iOS und Android gleichermaßen
  • Hervorragender Klang
  • Einfache Bedienung per Touch und App
  • Lange Akkulaufzeit
  • Sehr guter Klang
  • Sehr gutes Noise Cancelling
  • Komfortabler Sitz
  • Sehr gutes Noise Cancelling
  • Sehr guter Klang
  • Mit aptX kompatibel
  • Tolles Design
  • Umfassende Ausstattung
  • Sehr guter Klang
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Sehr gutes Noise Cancelling
  • Umfassende Telefon-Funktionen
  • Sehr gutes, adaptives Noise Cancelling
  • Hervorragender Klang
  • Unterstützt HiRes-Audio auch über Bluetooth
  • Hervorragender Klang
  • Komfortabler Sitz
  • Sehr guter Klang
  • Noise Cancelling in drei Stufen anpassbar
  • Mit Notfunktion über Kabel
  • üppig ausgestattet
  • Guter Klang
  • Zweistufig anpassbares Noise Cancelling
  • Sehr guter Klang
  • Pfiffiger Aufrollmechanismus
  • Inklusive Audiokabel für den Notfall
  • Noise Cancelling in drei Stufen anpassbar
  • Sehr guter Klang
  • Mit aptX kompatibel
  • Mit AAA-Batterie ideal auf Reisen Hervorragende Passform
  • Guter Klang
  • Sehr guter Klang
  • Effektives, zweistufiges Noise Cancelling
Contra
  • Beim Telefonieren nur Mittelmaß
  • Nicht mit aptX kompatibel
  • Recht teuer
  • Recht teuer
  • Unter Android nicht zu empfehlen, da nur bedingt einsetzbar
  • Getrennte Modelle für Android und iOS
  • Am iPhone 7 nicht einsetzbar
  • Beim Telefonieren ist die Sprachverständlichkeit bei der Gegenstelle nicht gut
  • Recht teuer
  • Recht teuer
  • Fernbedienung funktioniert nur am iPhone perfekt, an Android mit Einschränkungen
  • Funktioniert dank Lightning-Anschluss ausschließlich am iPhone oder iPad
  • Leichtes Rauschen bei aktivem NC
  • Kabel sehr filigran
  • Ohne Case
  • Nackenband ist sehr störrisch und unter Umständen zu kurz
  • Noise Cancelling und Verarbeitung könnten besser sein
  • Kurze Akkulaufzeit
  • Beim Telefonieren ist Sprachverständlichkeit bei der Gegenstelle nicht gut
Bester Preis

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Wie funktioniert elektronisches Noise Cancelling?

Wie bei allen In-Ears gilt auch bei Ohrhörern mit aktiver Geräuschunterdrückung: Je besser die Passform ist, umso komfortabler sitzt der Hörer im Ohr und umso besser klingt er.

Mit einer guten Abdichtung werden schon eine Menge Umgebungsgeräusche gedämpft, doch die typischen Reisegeräusche wie Bahn- Schiffs- und Flugzeugmotoren sind selbst mit einem perfekt sitzenden Ohrstöpsel noch gut wahrnehmbar und nerven den entspannt musikhörenden Reisenden – genauso wie der Geräuschpegel anderer Mitfahrer.

 In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: In Ears Mit Noise Cancelling

In-Ears mit aktiver Geräuschunterdrückung setzen daher nicht nur auf mechanische Schallisolierung sondern gehen ein Stück weiter und bekämpfen den Umgebungslärm mit einem physikalischen Trick: Ähnlich wie man Feuer mit Feuer bekämpfen kann, kann man Schall nämlich mit phasenverschobenem Schall auslöschen.

Schall wird durch Anti-Schall ausgelöscht

Schall ist nichts anderes als in Schwingungen versetzte Luft, besteht also aus Wellen. Treffen Wellenberge aufeinander, addieren sie sich und der Schall wird lauter. Trifft dagegen ein Wellenberg auf ein Wellental, löschen sich beide gegenseitig aus und es entsteht: Stille.

Dieses physikalische Prinzip nutzt man bei der aktiven Geräuschunterdrückung. Damit das funktioniert, sind in den Hörstöpseln Mikrofone integriert, die die Außengeräusche aufnehmen.

Eine intelligente Elektronik erzeugt aus diesem Außenschall durch Phasendrehung ein Negativ-Abbild – gewissermaßen Antischall. Dieser wird über den Kopfhörer zusätzlich zur Musik abgespielt. Trifft der phasenverdrehte Lärm aus dem Kopfhörer auf den Außenlärm löschen sich die Schallwellen des Lärms aus, übrig bleibt nur die Musik. Daher der Begriff »Noise Cancelling«.

Das klingt in der Theorie einfach, doch in der praktischen Umsetzung steckt der Teufel im Detail. Viele Hersteller gehen die Geräuschunterdrückung eher selektiv an, dann werden nur bestimmte Frequenzbereiche, die beispielsweise dem Motorengeräusch eines Flugzeugs entsprechen, eliminiert. Das funktioniert in solchen Situationen dann auch gut, in anderen aber eben nicht.

In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: In Ear Kopfhörer Noise Cancelling
Seit 2019 bietet auch Apple seine drahtlosen Kopfhörer mit Noise Cancelling an.

Erschwerend kommt hinzu, dass man, je nach Umgebung, eben nicht komplett von der Außenwelt abgeschirmt sein möchte. Durchsagen in Bahn, Bus oder Flieger möchte man schon rechtzeitig mitbekommen. Auch wenn man sich in eine Umgebung aufhält, wo die Anwesenheit andere Menschen ein gewisses Grundrauschen erzeugt, wie beispielsweise im Büro, kann es von Vorteil sein, dieses Grundgeräusch zwar auszublenden, einer direkte Ansprache (vom Vorgesetzten) sollte man dagegen jedoch volles Gehör schenken.

Gerade Sony ist hier mit der neuen Range aktiver Noise-Cancelling-Hörer auf intelligenten Wegen unterwegs. So verfügt der WI-1000X über eine ausgeklügelte Elektronik, die auf Wunsch genau das übernimmt: Er analysiert die Umgebung, unterdrückt die unerwünschten Störfaktoren und leitet selektiv alle Durch- und Ansagen direkt ans Ohr weiter.

Das klingt noch komplizierter, als eine »einfache« Unterdrückung von Motor- und anderen Außengeräuschen, – ist es auch. Die besondere Kunst besteht darin, dass die Klangqualität der Musik nicht zu sehr darunter leidet. Für Klangpuristen sind Kopfhörer mit Noise Cancelling daher eher nicht so gut geeignet, außer eben auf Reisen oder in anderer aktiver Umgebung – genießen sollte man eher im stillen Kämmerlein.

Bei der Geräusch­­unterdrückung kann die Musik­­qualität leiden

Ein weiterer Nachteil von Kopfhörern mit aktiver Geräuschunterdrückung: Die elektronische Bearbeitung geschieht über einen Prozessor und der braucht Strom. Auch In-Ears mit Noise Cancelling benötigen daher in der Regel einen Akku. Die Ausnahme macht Libratone mit dem Q Adapt In-Ear, der den Strom über seinen Lightning-Anschluss direkt vom Smartphone bezieht. Das funktioniert bislang allerdings ausschließlich mit dem iPhone.

Bluetooth oder Kabel?

Auch bei den In-Ears mit aktivem Noise Cancelling geht der Trend allmählich immer mehr in Richtung Bluetooth-Verbindung zum Smartphone oder zum mobilen Musikplayer. Musste man beim verkabelten Bose QC20 noch zwischen Android und iOS wählen, ist das beim QC30 passé, dank Bluetooth-Verbindung ist dieser nämlich uneingeschränkt mit beiden Plattformen kompatibel.

Bei den verkabelten Hörern, ohne Auswahloption, wie dem Audio-Technica, dem Sony und neuerdings dem B&O gerät das Ganze zum Glücksspiel; sind erstere für Androiden, so ist der B&O fürs iPhone optimiert.

Außerhalb dieser spezifizierten Umgebung, funktioniert zumeist nur die Freisprecheinrichtung und damit gleichzeitig der Pause/Start-Taster für die Musik. Die Einstellung der Lautstärke oder gar das Vor- und Zurück-Zappen der Tracks muss dann am Smartphone direkt vorgenommen werden, die Fernbedienung spricht meistens nicht an.

Abgesehen von ihrer recht eideutigen Ausrichtung haben die verkabelten Hörer einen gravierenden Vorteil: Sie funktionieren auch mit leerem Akku, zumindest als einfacher Kopfhörer, Bluetooth-Modelle bleiben bei leerem Akku komplett stumm.

So haben wir getestet

Wir testen regelmäßig alle Neuerscheinungen, der Markt für In-Ears mit Noise Cancelling ist aber relativ überschaubar. Das liegt vor allem daran, dass die Technik für ein gutes elektronisches Noise Cancelling einigen Entwicklungsaufwand verlangt, den sich nur größere Hersteller leisten können.

Der Trend geht eindeutig zu sogenannten True-Wireless-In-Ears, die ganz ohne Kabel auskommen. Bislang gab es erst ein komplett kabelloses Modell mit aktiver Geräuschreduzierung, den Sony WF-1000XM3, nicht zu verwechseln mit dem fast gleichlautenden Sony WI-1000X. Aktuell ist noch Apple mit dem Airpods Pro in den Markt der In-Ears mit aktivem Noise Cancelling eingestiegen, in Anlehnung an die anderen AirPods kommt auch der Pro komplett ohne Kabel aus.

Wir testen alle Kopfhörer unter realen Bedingungen. Die Qualität der Geräuschunterdrückung begutachten wir bei Verkehrslärm, in einer Menschenmenge und mit einem Haushaltsstaubsauger. Dabei legen wir besonderen Wert auf möglichst gute Klangeigenschaften, sowohl im NC-Betrieb als auch ohne.

Testsieger: Sony WF-1000XM3

Sony hat das Noise Cancelling sämtlicher Kopfhörer komplett überarbeitet und intelligenter gemacht. Der Sony WF-1000XM3 ist der Nachfolger des WI-1000X, welcher der erste True-Wireless-In-Ear mit aktivem Noise Cancelling war. Der WF-1000XM3 ist nochmal intelligenter, leichter zu bedienen, klingt besser und hat eine längere Akkulaufzeit. Da sich am Preis nicht viel getan hat, avanciert der WF-1000XM3 jetzt fast schon mühelos zu unserem Favoriten.

Testsieger

Sony WF-1000XM3

Test In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Sony WF-1000XM3
Der Sony True Wireless WF-1000XM geht jetzt in die zweite Generation, mit verbessertem Noise Cancelling.

Mit dem WF-1000XM3 geht der True-Wireless-In-Ear von Sony in die zweite Runde, auch wenn die Typenbezeichnung etwas anderes suggeriert. Hier sollte sich die Marketing-Abteilung etwas Besseres einfallen lassen, als mehr oder weniger komplexe Kombinationen aus Zahlen und Buchstaben, offensichtlich einem Überbleibsel aus der Produktion.

Verarbeitung und Ausstattung

Im Grunde ist der WF-1000XM3 eine komplette Neuentwicklung des WF-1000X. Neben dem Ladedock sind auch die In-Ears selbst größer geworden, sitzen allerdings noch ebenso komfortabel in den Ohren wie die Vorgänger. Eindeutiges Plus ist die vergrößerte Touchfläche zur Bedienung des Ensembles, man ist also nicht unbedingt auf die Bedienung per Smartphone-App angewiesen, Standards wie Zu- und Abschalten des Noise Cancelling oder die Talk-Through-Funktion gehen auch über die Touch-Flächen. Standesgemäß unterstützt der WF-1000XM3 jetzt neben Google Assistant und Siri auch Alexa.

Eine Ladung reicht für acht Stunden Musik – bei voller Lautstärke

Das große Ladedock reicht, um die Ohrstöpsel insgesamt dreimal aufzuladen, außerdem ist dort der NFC-Chip untergebracht, der die In-Ears beim Koppeln mit einem kompatiblen Smartphone unterstützt

Eine Ladung der beiden Stöpsel reichte bei uns für satte acht Stunden Dauerberieselung, bei voller Lautstärke und abgeschaltetem Noise Cancelling. Ist das NC aktiv, wird die Elektronik mehr gefordert und die Laufzeit geht etwas zurück.

Intelligente Geräuschunterdrückung

Die Bedienung erfolgt hauptsächlich über die sensitiven Touch-Flächen der Hörer, zumindest bei den Grundfunktionen, wie das Pausieren der Wiedergabe, die Annahme eines Anrufes oder das Skippen durch die Musikstücke. Auch die Aktivierung des Noise Cancelling oder des Ambient-Sound geht über die Touch-Flächen. Der Ambient-Sound-Modus bestimmt, welche Art von Außengeräuschen bis ins Ohr durchgelassen werden, also beispielsweise Stimmen für Durchsagen oder wichtige Verkehrsgeräusche wie Hupen oder Sirenen. Eine Einstellung der Lautstärke ist über die Stöpsel allerdings nicht möglich.

 In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Screenshot Sonyapp
Die App bietet die Möglichkeit, die stärke des Umgebungsgeräusches (hier mit 12 angegeben) individuell anzupassen, und vieles anderes mehr.

Differenzierter funktionieren die individuellen Einstellungen natürlich per App, die Headphones Connect App von Sony erlaubt eine differenzierte Umgebungsgeräuscheinstellung und beinhaltet zudem einen Equalizer zur Klangoptimierung.

Bei Sony passt sich das Noise Cancelling an die Aktivität und die Umgebung an

So viele Anpassungsmöglichkeiten des Noise Cancelling wie mit der Sony Headphones Connect App gibt es bislang kaum. Aus den Umgebungsszenarien »verweilt«, »spaziert«, »läuft« und »wird befördert«, welche die WF-1000XM3 zuverlässig automatisch erkennen, kann ich kann die Stärke der Außengeräuschunterdrückung individuell einstellen und jeweils nach Bedarf für Stimmen durchlässig machen.

Klang und Tragekomfort

Die Ausstattung der Hardware bei den WF-1000XM3 ist schon üppig, von den insgesamt sieben Paar Passstücken sollte für jedes Ohr was Passendes dabei sein.

Bei deaktivierter Klangregelung, die per App mit dem dort integrierten Fünf-Band-Equalizer vorgenommen werden kann, klingen die WF-1000XM3 angenehm ausgewogen und dabei sehr dynamisch und vermitteln schon so ein sehr räumliches Klangbild. Neben der Tonalität lässt sich auch die räumliche Komponente des Klangs per App beeinflussen. Mit der integrierten Erweiterung 360 Reality Audio wird quasi der akustische Abdruck des Hörkanals ausgemessen, um dann ein Surround-Sound-Erlebnis zu simulieren. Das funktioniert bei manchen Musikstücken ausgesprochen gut, bei anderen ist es besser, dass man es abschalten kann. Je nach Umgebung ändert sich der Klang bei aktiviertem Noise Cancelling – ist man draußen unterwegs, wird die Musik etwas lauter, und der Klang tendiert in Richtung Loudness.

Insgesamt ist der WF-1000XM3 einer der am besten anpassbaren und klingenden True Wireless In-Ears die es gibt, ausdrücklich inklusive der Möglichkeiten, welche die App bietet.

Was gibt es für Nachteile?

Der WF-1000XM3 hat so gut wie keine Nachteile, einzig beim Telefonieren müssen sie sich der Konkurrenz von Apple geschlagen geben, Ich bin bei meinem Telefonpartner mit den AirPods einfach besser zu verstehen

Sony WF-1000XM3 im Testspiegel

Die Sony WF-1000XM3 konnten auch anderweitig schon viele Preise absahnen, hier ein kleiner Auszug:

Im Test auf Chip vom Juli 2019 erhielt das Set die Note »Sehr gut«, besonders der hervorragende Sound und die Ausdauer führen zu diesem Ergebnis:

»Sonys In-Ear-Kopfhörer WF-1000XM3 zeigt im Test in allen Kategorien Spitzenleistungen: Die Klangqualität ist für einen True-Wireless-Kopfhörer klasse, die Akkulaufzeit ebenso, und auch Ausstattung und Tragekomfort sind spitze. Das Noise Cancelling ist effektiv und die Akkulaufzeiten exzellent.«

Auch die Kollegen der Connect kamen in der Ausgabe 10/2019 zu einem Praxistest-Urteil mit 5 von 5 Sternen:

»Sonys neue True-Wireless-Kopfhörer WF-1000XM3 (249 Euro) konnten im connect-Test auf ganzer Linie überzeugen. Die schicken Stöpsel sitzen sehr angenehm im Ohr, verwöhnen mit ausgewogenem, nahezu verzerrungsfreiem Sound und versprechen bei ANC-Aktivierung eine Laufzeit von sechs Stunden. [… Die Geräuschunterdrückung funktioniert top. Schade ist lediglich, dass sich die Lautstärke nur via Handy regeln lässt.«

Die Tester von lowbeats (9/2019) bescheinigten den Sony im Vergleich mit anderen In-Ears ein »überragendes« (4,5 von 5 Sternen) Ergebnis:

»Bislang hatten die Japaner immer eine Spur zu viel an Brillanz aufgelegt. Hier hingegen zeigt sich eine audiophilere Gangart mit harmonischem Klangbild und rassigem Tempo: großartig. Als einzigartige Zugabe gibt es ein aktives Noise-Cancelling on top. (im Unterschied zu den anderen Testteilnehmern. Anm. d. Redaktion) Das Gesamtpaket könnte viel runder nicht sein. Auch die Praxiswerte stimmen – das Case birgt Akkus, in wenigen Minuten sind die Winzlinge wieder komplett aufgeladen. Wer viel auf Reisen ist, findet hier den optimalen Reisebegleiter.«

Alternativen

Es gibt nach wie vor Alternativen, die günstiger zu haben sind, oder anderen Prinzipien bezüglich Trageweise oder Musikübertragung folgen, nicht jeder kommt beispielsweise mit True Wireless In-Ears zurecht, und manch einer zieht das Kabel der Bluetooth-Übertragung vor:

Auch gut

Bose QuietControl 30

Test In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Bose QuietComfort 30
Der QC 30 ist technisch nicht mehr ganz aktuell, bietet aber nach wie vor eines der besten NCs.

Der Bose QuietControl 30 überzeugt nach wie vor mit seinem hervorragenden Noise Cancelling, nicht umsonst war er über einen langen Zeitraum unser Favorit. Klanglich gehört er immer noch eher zur unauffälligeren Sorte, was aber nicht schlecht sein muss, gerade wenn man den Kopfhörer im Dauereinsatz hat.

Bose hat sich ohnehin hauptsächlich auf ein effektives Noise Cancelling konzentriert, die Bluetooth-Übertragung von HiRes-Audio erachtet man dort wohl als suboptimal und bietet sie daher erst gar nicht an. Ein Kabel für den Notfall, wie es manchen Konkurrenten beiliegt, wurde dem Bose QC30 nicht gegönnt, deshalb bleibt er auch bei leerem Akku stumm. Allerdings gibt die hauseigene App stets Auskunft über den aktuellen Ladezustand, so dass man keine bösen Überraschungen erlebt.

In-Ears mit Noise-Cancelling im Test – Testsieger: Bose QuietComfort 30
Per Bose Remote App mit stufenloser Einstellung der Intensität des Noise Cancellings.

Außerdem kann ich darüber sowohl die Lautstärke steuern, als auch – und das ist viel wichtiger – die Intensität des Noise Cancelling.

So unaufdringlich der Sound aus den QuietControl 30 ist, so unaufdringlich und entsprechend komfortabel sitzen sie in den Ohren. Die Eartipps sorgen dabei fast ausschließlich für eine gute Abdichtung nach außen, für den Halt sind die sogenannten Wings, oder Flügelchen zuständig, die einfach in eine Falte der Ohrmuschel geklemmt werden.

Für Fans der Marke und für alle, die ein effizientes Noise Cancelling ohne Schnickschnack wollen, ist der Bose QuietControl 30 nach wie vor eine gute, wenn auch keine günstige Wahl.

Wenn Geld egal ist

Sennheiser Momentum True Wireless 2

In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Sennheiser Momentum True Wireless 2
Sennheiser hat dem Momentum True Wireless in der zweiten Generation aktives Noise Cancelling spendiert.

Mit dem Momentum True Wireless 2 ist Sennheiser der Konkurrenz von Sony dicht auf den Fersen. Wie der Name schon vermuten lässt, gibt es den Momentum True Wireless in zweiter Generation, diesmal mit aktivem Noise Cancelling.

Die Ausdauer der Momentum True Wireless 2 der In-Ears ist gegenüber den Vorgängern auf das Doppelte gestiegen, damit spielen sie nun mit über sieben Stunden quasi auf Augenhöhe mit den Sonys. Beide lassen sich bis zu drei mal im Dock nachladen, so dass sie sich hier ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern.

Die Momentum True Wireless 2 passen leicht ins Ohr, dichten perfekt ab, auch wenn Sennheiser drei Passstücke weniger beilegt – ideale Grundvoraussetzungen also für eine effiziente Unterdrückung der Außengeräusche. Bedient werden die Momentum True Wireless 2 per Touch-Flächen, wobei man die Befehle in der »Smart Control«-App individuell anpassen kann.

Auch das sogenannte »Transparent Hearing« kann in der App oder direkt an den In-Ears aktiviert werden. Sie können also die Außenwelt dazuschalten und dabei wahlweise die Musik stoppen oder weiterlaufen lassen. Zwar passt sich das Noise Cancelling bei Weiten nicht so an die Umgebungsbedingungen an wie bei den Sony WF 1000XM3, dennoch funktioniert es sehr effektiv und hat vor allen Dingen keinen hörbaren Einfluss auf den Klang.

Hier wiederum können die Momentum True Wireless 2 locker punkten, denn obwohl die App über einen sehr anpassungsfähigen Equalizer verfügt, wird man zumeist ohne auskommen können. Die Momentum klingen sehr natürlich, reichen dabei tief in den Basskeller hinab und schaffen einen nahtlosen Übergang in den Mitteltonbereich. Im Mittelhochtonbereich liefern sie eine sehr feine Auflösung, wobei sie allzu vorwitzigen Zischlauten die Spitze nehmen. Nicht umsonst unterstützen die Sennheiser-Hörer den aptX-Codec bei der Bluetooth-Übertragung, was allerdings Sony mit dem breitbandigeren LDAC noch toppen kann.

Auch beim Telefonieren überzeugen die True Wireless 2 mit sehr guter Sprachverständlichkeit und ohne Abbrüche oder andere Störungen. Hier liegen sie wieder eindeutig vor den Sonys und können sich sogar knapp hinter den AirPods Pro platzieren.

Die Momentum True Wireless 2 sind zwar aktuell noch schlappe 100 Euro teurer als die Favoriten, der recht hohe Preis lässt sich aber auch argumentieren: Sie klingen schlicht besser, und zwar bei Musik und beim Telefonieren.

Der beste fürs iPhone

Apple AirPods Pro

Test In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Apple AirPod Pro
Apple hat den AirPods jetzt eine aktive Geräuschunterdrückung spendiert, nun heißen sie AirPods Pro.

Die Apple AirPods Pro sind die ersten Kopfhörer von Apple überhaupt, die ein aktives Noise Cancelling integriert haben. Angelehnt sind sie an die AirPods, allerdings mit einem gravierenden Unterschied, das vormals so propagierte One-Size-Fits-All-Konzept ohne Passstücke oder Eartips findet bei den AirPods Pro keine Verwendung – aus gutem Grund, zwar mag das System in vielen Ohren sicheren Halt finden, komplett abgedichtet haben sie indes nie, das ist allerdings eine Grundvoraussetzung für ein effektives Noise Cancelling.

Folgerichtig zum neuen Pass-Konzept, liegen den AirPods Pro drei Paar Passstücke aus Silikon bei, zwei Paar fein säuberlich auf der Transportpappe befestigt. Außerdem finden wir mit dem Lade- und Aufbewahrungsdock einen alten Bekannten vor, technisch entspricht es dem Ladedock der AirPods 2019, wie dieses lässt sich auch das der Pros wahlweise über das beiliegende Kabel mit Lightning-Anschluss oder kabellos per Induktion aufladen.

Die Kopplung der AirPods Pro funktioniert übrigens mit dem iPhone hervorragend, mit den meisten anderen Smartphones muss man lediglich kurz die Taste am Dock bemühen, dann klappt’s auch dort reibungslos. Was bei Androids fehlt, ist eine Ladestands-Anzeige, das lässt sich aber mit der kostenlosen App diverser Fremdhersteller implementieren, die Podroid Pro, die wir kurzerhand installiert haben, wird sogar der Ladezustand des Lade-Docks angezeigt.

Beim iPhone ist das natürlich kein Problem, allerdings ist für zusätzliche Anpassungen, wie das Umbelegen der Tasten oder die automatische Ohr-Erkennung und der Test des korrekten Sitzes, mindestens iOS 13.2 nötig. Dort sind diese Features im Bluetooth-Menü hinterlegt. Umbelegen der Tasten? Stimmt, die AirPod Pro reagieren jetzt auf echte Tasten, die jeweils in den Stielen integriert sind.

Dabei erfüllen beide Seiten dieselben Funktionen: Wird die Taste kurz gedrückt, startet oder stoppt die Musik, zwei mal drücken zappt einen Track vor, drei mal einen zurück. Längeres Drücken aktiviert den ANC- oder den Transparenzmodus oder wahlweise auf einer Seite das Aufrufen von Apples Sprachassistenten Siri. Bestätigung erhält man nur durch verschiedene Sounds, eine Sprachmeldung als Rückmeldung gibt es nicht – und schon gar nicht auf Deutsch, wie das bei den Sonys der Fall ist. Dafür ist das Klicken des Tasters recht gut zu hören.

Das Noise Cancelling funktioniert so gut wie bei den meisten anderen In-Ears und hängt auch stark davon ab, wie gut das passive Noise Cancelling arbeitet, also wie gut die Hörer abdichten. Es arbeitet fast ohne hörbaren Einfluss auf die Lautstärke oder Tonalität zu nehmen.

Das ist gut so, denn die AirPods Pro liefern einen vorzüglichen Klang. Sie liefern nahezu das gesamte hörbare Frequenzspektrum und das tonal ziemlich ausgewogen. Im Tiefbass drückt er etwas nach, was vor allem im Vergleich mit den »alten« AirPods auffällt. Entweder liegt das an der besseren Passung oder am dedizierten Bass-Treiber, den Apple angeblich eingebaut hat.

Wenn man unbedingt Airpods mit aktivem Noise Cancelling haben möchte, sind die AirPods Pro eine sehr gute Wahl, auch klanglich sind sie ihren Kollegen weit voraus. Allerdings kann man für den Preis eine App erwarten und wohl auch das eine oder andere zusätzliche Passstück sollte mit drin sein.

Preistipp mit Kabel

Bose QuietComfort 20

Vor langer Zeit, als Bluetooth bei Kopfhörern noch nicht so verbreitet war, vor allem nicht bei Kopfhörern mit aktivem Noise Cancelling war der Bose QuietComfort 20 ganz vorne, und führte unsere Liste als Favorit an. Das lag hauptsächlich an seinen außergewöhnlichen Fähigkeiten, störende Außengeräusche effektiv zu eliminieren. Diese Fähigkeiten hat er auch nach langer Marktpräsenz nicht verloren, so verfügt er über ähnliche Noise Cancelling-Qualitäten wie der QC 30, ohne den Komfort einer drahtlosen Musikübertragung.

Dafür gibt es allerdings auch nicht die Einschränkungen der Bluetooth-Übertragung, wie zum Beispiel die Qualitätsverluste, die damit oft noch einhergehen, wenn nicht einer der Codecs wie aptX oder LDAC genutzt werden. Wenn dann der Akku des Bluetooth-Kopfhörers leer ist, werden die Karten ohnehin neu gemischt; wer hat, zückt dann das Kabel für den Notfall, was aber längst nicht bei allen Bluetooth-Hörern möglich ist. Der QuietComfort 20 musiziert unterdessen munter weiter, er benötigt den Akku ausschließlich für die Noise-Cancelling-Elektronik.

Klanglich ist er ähnlich gefällig abgestimmt wie der QC 30, eignet sich also hervorragend zum entspannten Langzeithören. Dank gleicher Bauweise lässt auch der Tragekomfort keine Wünsche offen. Auch hier sorgt die Kombination aus weichen Eartipps und Wings für hervoragende Abdichtung und sicheren Halt.

Mittlerweile ist der QuietComfort 20 allerdings  nur noch vereinzelt erhältlich, was sich leider auch nicht auf den Preis auswirkt. Der ist seit Jahren stabil, stabil hoch, um genau zu sein. Außerdem muss man sich vor dem Kauf entscheiden, ob der QC 20 für ein iPhone oder ein Android-Smartphone gedacht ist. In beiden Fällen sollte das Smartphone noch über eine Kopfhörerbuchse verfügen, ein Anschluss über die Lightning- oder die USB-C-Buchse ist nicht, oder nur mit originalem Adapter des Smartphone-Herstellers möglich.

Außerdem getestet

Die In-Ears 1More EHD9001TA fallen allein schon durch die markante Karbon-Optik auf, die mit feinstem Hochglanzlack überzogen wurden. Das geringe Gewicht der Ohrstöpsel lässt vermuten, dass hier der für seine Leichtigkeit bekannte Werkstoff tatsächlich zum Einsatz kommt. Allein das Lade- und Aufbewahrungs-Dock wiegt erheblich schwerer, was wiederum nicht allein dem eingebauten Akku, sondern auch dem Aluminiumgehäuse geschuldet ist.

Geladen wird das Case entweder über das mitgelieferte USB-C-Kabel und ein entsprechendes Netzteil. Man kann es auch einfach auf eine Qi-Ladefläche stellen – wie mittlerweile auch viele hochwertige Smartphones.

Bedient werden die 1More EHD9001TA quasi zweigleisig: Die kleinen Schalter an den In-Ears sind ausschließlich für die Musik- und Telefonie-Funktionen zuständig. Hier wird die Lautstärke eingestellt, der nächste oder vorangegangene Track ausgewählt sowie einkommende Telefonate angenommen. Die Touch-Flächen schalten die In-Ears ein, aktivieren die Bluetooth-Verbindung und schalten zwischen den Noise-Cancelling-Stufen um.

Das aktive Noise Cancelling arbeitet nämlich in zwei Stufen und bietet außerdem eine Talk-Through-Funktion, mit der Außengeräusche bei Bedarf durchgeleitet werden. Wie immer hängt die Effizienz des Noise Cancelling zu einem erheblichen Teil vom schalldichten Sitz der In-Ears ab, hier dürfte es allerdings mit den insgesamt sieben Paar Silikon-Passstücken und vier Paar Spezial-Hooks keinerlei Probleme geben. Anders sieht allerdings der Einfluss der aktiven Außengeräuschunterdrückung auf den Klang aus: Sobald das ANC zugeschaltet ist, gerät die Abstimmung deutlich in Richtung Loudness. Dieser Griff in die akustische Trickkiste fällt bei den meisten Konkurrenten deutlich moderater aus oder ganz weg.

Bei Telefonieren leiden die 1More am gleichen konstruktiven Mangel wie die meisten Kollegen – weil das Mikro prinzipbedingt recht weit weg vom Mund ist, sind wir auf der Gegenseite nicht besonders gut zu verstehen. Andersherum gibt es dagegen keine Probleme, wir hören unseren Gesprächspartner klar und deutlich auf beiden Ohren.

Im Normalfall können die EHD9001TA klanglich voll überzeugen. Es kommen jeweils gleich zwei Treiber zum Einsatz: Im Tiefmitteltonbereich arbeitet ein dynamischer Zehn-Millimeter-Treiber, die hohen Frequenzen werden von einem Balanced Armature-Treiber besorgt. Die Abstimmung der beiden ist hervorragend gelungen. Der Bass arbeitet knochentrocken und mit etwas mehr Nachdruck als die Musik verlangt, bleibt dabei jedoch stets konturiert. Mittelhochton- und Hochtonbereich schließen sich nahtlos an, was dem Klangbild eine gewisse Vollmundigkeit und Dynamik verleiht. Die EHD9001TA schaffen eine unerwartet große musikalische Bühne und ein fast dreidimensionales Klangbild.

Mit dem Bowers & Wilkins PI4 hat der Hersteller seine Idee von einem In-Ear mit aktivem Noise Cancelling realisiert. Bowers & Wilkins legt seit jeher hohen Wert auf Design und Verarbeitungsqualität, der PI4 ist da keine Ausnahme. Obwohl viel Metall zum Einsatz kommt, ist der PI4 mit knapp über 40 Gramm erstaunlich leicht. Das Neckband ist aus sehr weichem, angenehm zu tragenden Gummi, die Bedienelemente sind geschickt auf die linke (Ein-/Ausschalter, Noise Cancelling) und rechte (Lautstärke/Skip-Tasten) Seite verteilt, sodass man sich recht schnell zurechtfindet.

Der Power Button muss zum Ein-/Ausschalten zwei Sekunden lang gehalten werden, fürs Pairing mit dem Smartphone fünf Sekunden. Das Noise Cancelling wird ebenfalls über eine einzige Taste realisiert, drei Modi stehen zur Auswahl: High, Low und Auto. Außerdem kann man hier die Umgebungsgeräusche wahlweise passieren lassen oder ausblenden, hierzu wird die Taste dann mehrere Sekunden gehalten, eine Stimme gibt Auskunft über den Zustand. Die PI4 lassen sich zudem per App steuern – das erspart die Fummelei an den Bedienelementen am Neckband und eröffnet weitere Anpassungsmöglichkeiten, die sich aktuell aber noch im Rahmen halten.

Die Multifunktionstaste zwischen den Lautstärketasten ist übrigens ausschließlich zum Telefonieren da – hier kann man nicht nur Gespräche annehmen oder beenden, es gibt zudem eine Haltefunktion und sogar die Möglichkeit einer Konferenzschaltung. Das sind alles Features, die seit Bluetooth 5 unterstützt werden. Der PI4 ist unseres Wissens der erste In-Ear, der dieses Potential nutzt, zumindest aber der am besten klingende.

Das Noise Cancelling funktioniert so gut wie bei den meisten anderen Modellen, die über die gleiche oder eine ähnliche Schaltung verfügen. Lediglich Bose und Sony kochen diesbezüglich ihr eigenes feines Süppchen. Da die effektive Außengeräuschunterdrückung bei In-Ears aber im Wesentlichen von der perfekten Abdichtung respektive Passform abhängig ist, sind die Unterschiede hier nicht so groß wie bei den Full-Size-Kopfhörern. Wichtig ist nur anzumerken, dass das aktive Noise Cancelling bei den Bowers & Wilkins keinerlei Einfluss auf den Klang hat.

Der Klang ist nämlich ist vollmundig, groß und lässt kaum Unterschiede zu einem Full-Size-Kollegen bemerken. Einen Hauch von Loudness hat der Hersteller sich bei den PI4 allerdings nicht verkneifen können. Als besonderes Merkmal kann zudem die sehr intelligente Telefonfunktion gelten: Deshalb ist der PI4 auch der ideale Begleiter für Vieltelefonierer, die weder auf gutes Noise Cancelling noch auf hervorragenden Klang verzichten wollen.

Der WI-1000X überzeugt mit einer langen Akkulaufzeit von rund zehn Stunden. Dem WI-1000X liegt außerdem ein Audio-Kabel bei, um im Notfall auch ohne Bluetooth-Übertragung Musik hören zu können. Ein solches Notkabel ist normalerweise größeren Bügelkopfhörern vorbehalten, da der WI-1000X aber über einen Nackenbügel verfügt, war es offenbar kein großer Aufwand, eine Audio-Buchse für das entsprechende Kabel unterzubringen. Im Kabelbetrieb funktionieren allerdings weder das Noise Cancelling noch die Freisprecheinrichtung.

Die Bedienung ist komplett in den Bügel integriert, die Bedientasten befinden sich alle auf einer Seite und sind selbst ohne Sichtkontakt eindeutig zu ertasten. Auf der anderen Seite ist das NFC-Logo zu erkennen, es reicht also, das Smartphone mit der entsprechenden Fläche dagegen zu halten und schon sind beide Geräte gekoppelt.

Differenzierter funktionieren die individuellen Einstellungen natürlich per App, die headphones connect App von Sony erlaubt eine differenzierte Umgebungsgeräuscheinstellung und beinhaltet zudem einen Equalizer zur Klangoptimierung.

Das Klangbild des WI-1000X kann sich mehr als hören lassen. Im direkten Vergleich mit dem Bose QC30, dem vormaligen Favoriten, wirkt es fast, als sei ein Schleier vor der musikalischen Bühne beiseite gezogen worden. Dabei sind die Sonys niemals aufdringlich, bieten bei gutem Sitz ein druckvolles Bassfundament, ohne zu übertreiben und ohne andere Frequenzbereiche zu übertönen.

Ganz besonders positiv fällt auf, dass das Klangbild unverändert bleibt, egal ob das Noise Cancelling aktiv ist oder nicht, man kommt immer in den perfekten Musikgenuss. Nutzt man das mitgelieferte Kabel, profitiert man zudem von der völlig verlustfreien Musikübertragung, die Bluetooth kaum bieten kann.

In-Ears mit Noise-Cancelling Test: Testsieger ist der Sony WI-1000X.
Eine kostenlose App optimiert den Klang und die Außengeräuschunterdrückung.

Das Noise Cancelling funktioniert auch hier adaptiv, lässt sich also entweder manuell über die Smartphone-App an die Umgebungsgeräusche anpassen, oder macht das sogar automatisch.

Der WI-1000X ist interessant für alle, die sich nicht mit der True-Wireless-Variante anfreunden wollen, er ist allerdings nicht günstiger als sein aktueller Kollege, der ganz ohne Kabel funktioniert.

Der BeoPlay E4 verfügt nicht nur über das sprichwörtlich klare, skandinavische Design, er weiß auch mit hervorragenden technischen Eigenschaften zu überzeugen. Das Noise Cancelling wurde im Vergleich zum Vorgänger überarbeitet und kann nun mit den sehr guten Werten der Bose-Hörer mithalten. Auch klanglich muss sich der E4 nicht verstecken, lediglich auf die komfortable Bluetooth-Verbindung muss man verzichten.

B&O hat den E4 gegenüber seinem Vorgänger nochmal einiges an Entwicklungsarbeit spendiert, die Noise Cancelling-Elektronik wurde überarbeitet, ebenso wie das Kästchen, in welchem sie sitzt. Außerdem hat man die Passform der Ohrstöpsel verbessert, wozu die zusätzlichen Passstücke von Comply sicher einen guten Beitrag leisten.

Guter Sitz im Ohr ist eine Grundvoraussetzung für satten Sound und gute Außenisolierung gleichermaßen. Zwar gehören die Ohrstöpsel nicht zu den zierlichsten, schließlich sind die Mikrofone für den Ausgleich des Außenschalls dort eingebaut, dennoch lassen sie sich einfach einsetzen und stören auch über längere Zeit nicht – auch nicht durchs Eigengewicht.

Die Kennzeichnung ist eindeutig, am Kabel des linken Stöpsels befindet sich das Inline-Mikrofon nebst Bedientasten, dennoch ist der Großteil der Elektronik und sicher auch die Akkus im zusätzlichen Kästchen untergebracht.

Das Noise Cancelling funktioniert hervorragend, auch weil beim BeoPlay E4 bei aktiver Geräuschunterdrückung der Musikpegel leicht angehoben wird. Dies geschieht allerdings komplett ohne Hintergrundrauschen.

Klanglich gehört der E4 zur ausgewogenen Sorte, mit dem richtigen Schuss Dynamik. Der Bass ist abgrundtief und konturiert, sofern die Stöpsel richtig in den Ohren sitzen. Dennoch kommen der sensible Mittelhochton- und der Hochtonbereich voll aber nicht vordergründig zur Geltung. Die leichte Pegelanhebung bei aktivem Noise Cancelling ist gleichmäßig und erzeugt keinen Loudness-Charakter.

Das effektive Noise Cancelling sorgt zusammen mit den guten Klangeigenschaften, dem hohen Tragekomfort und nicht zuletzt der einfachen Bedienung für eine Empfehlung als kabelgebundener In-Ear mit Noise Cancelling.

Libratone Q Adapt In-Ear

Der Libratone Q Adapt In-Ear funktioniert zwar auch mit Kabel, allerdings ausschließlich an iPhones oder iPads mit Lightning-Schnittstelle. Fürs Noise Cancelling kann der In-Ear den Strom einfach über das Lightning-Kabel vom Akku des iPhones beziehen. Damit spart man sich nicht nur eine klobige Box am Kabel, sondern muss sich auch nicht darum kümmern, dass der Akku vor der Reise geladen wird.

Beim Noise Cancelling stehen drei Stufen zur Verfügung, die je nach Umgebungsgeräusch zum Einsatz kommen oder aber ganz abgeschaltet werden können. Die Qualität der Geräuschreduzierung ist gut, reicht aber nicht ganz an die von Branchen-Primus Bose heran. Das leichte Rauschen, das man beim Q Adapt bei aktiviertem Noise Cancelling hören konnte, ist nach dem jüngsten Software-Update verschwunden.

Klanglich spielt der Q Adapt recht ausgewogen auf, drückt im Tiefbass allerdings etwas nach, was aber durchaus gewollt ist. In den Höhen könnte er feiner auflösen, aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

Für iPhone-Besitzer kann der Libratone Q Adapt damit eine interessante Alternative sein für alle, die nicht aufs letzte Quäntchen Geräuschreduzierung wert legen, sich dafür aber das Laden eines Akkus sparen wollen.

Der 1More E1004BA verfügt über ein Notfallkabel, mit dem selbst das aktive Noise Cancelling funktioniert. Für den guten Sound sind auf jeder Seite gleich zwei Treiber eingebaut, ein herkömmlicher dynamischer für die tiefen und mittleren Frequenzen und ein sogenannter BA-Treiber (Balanced Armature), der auf die hohen Frequenzen spezialisiert ist.

Zusammengehalten werden die Ohrstöpsel mit einem Nackenband, das neben der Elektronik auch die Akkus beherbergt. Am linken Ende des Nackenbügels befindet sich die Bedienmimik. Das Noise Cancelling lässt sich mit dem Schiebeschalter in zwei Stufen einstellen oder deaktivieren. In der ersten Stufe wird hauptsächlich Hintergrundgemurmel weggedimmt, wie es in manchen großen Büros entsteht. Die zweite Stufe macht das noch besser, dämpft aber auch »unten rum« nochmal einige Frequenzen ab, wie sie im Zug oder im Flieger entstehen. Allerdings sperrt der 1More die Störgeräusche weder so effektiv noch so intelligent wie der Sony aus.

Außerdem rauscht er bei aktiviertem Noise Cancelling, zwar sehr leise, aber bei sehr leisen Passagen hörbar. Glücklicherweise gibt es aber keine hörbaren Klangunterschiede bei aktiviertem oder ausgeschaltetem NC. Die Abstimmung geht leicht in Richtung Loudness, was aber keineswegs stört, da er auch die Mitten fein auflöst und zudem ausreichend Bassfundament liefert. Wer nicht viel ausgeben will, für den ist der 1More durchaus eine Überlegung wert, besseres Noise Cancelling bekommt man aber von Sony oder Bose.

Phiaton BT 150 NC

Keine Preise gefunden.

Die amerikanische Marke Phiaton ist hierzulande noch kaum bekannt – zu unrecht, wie ich meine, denn gerade der BT 150 NCverfügt über einige interessante Detaillösungen, die andere nicht, oder nicht in dieser Kombination bieten.

Den Anfang macht der Aufrollmechanismus, der die Kabel, die aus dem Nackenbügel herausführen, auf Länge hält. Da baumelt nichts und wenn mal nicht gehört wird, verschwinden die Kabel nebst Ohrstöpsel fast komplett im Bügel. Die Kabel sind allerdings reichlich filigran geraten, man sollte also vorsichtig damit umgehen.

Beim Phiaton BT 150 NC sind Kabelroller im Nackenbügel integriert, dadurch sind die Kabel immer genau so lang, wie man sie benötigt, und werden bei Bedarf ganz eingerollt.
Beim Phiaton BT 150 NC sind Kabelroller im Nackenbügel integriert. Dadurch sind die Kabel immer genau so lang, wie man sie benötigt, und werden bei Bedarf ganz eingerollt.

Zwar funktioniert das Noise Cancelling nicht ganz so effizient wie beim Bose und schon gar nicht so vielseitig wie beim Sony, es reicht aber aus. Der Klang ist durchaus mit dem der teureren Sonys vergleichbar und versteht sich zudem auf die Bluetooth-Übertragung via aptX-Codec.

Außerdem sind die Hörer nach Schutzklasse IPX4 zertifiziert, sodass die interne Elektronik gegen Schweiß und Spritzwasser geschützt ist. Ein Kabel für den Akku-Notfall liegt ebenfalls bei, dafür muss man leider auf ein praktisches Case verzichten.

Libratone TRACK+

Test In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Libratone TRACK+
Der TRACK+ von Libratone liefert gutes NC und sehr guten Klang. Das Einsetzen in die Ohren ist etwas fummelig.

Mit dem Track+ hat Libratone den zweiten Vertreter in diesem Test. Der läuft diesmal via Bluetooth und nicht ans iPhone gebunden, wie der Q Adapt. Das Noise Cancelling hat er allerdings von jenem übernommen: Es funktioniert in drei Stufen und arbeitet nahezu rauschfrei. Auch klanglich kann der Track+ an seinen Kollegen anknüpfen und sogar leicht übertrumpfen – so weit, so gut.

Allerdings hat man für die Ohrstöpsel jetzt eine große, ovale Form gewählt. Das Einsetzen ist dadurch etwas fummeliger geworden. Hinzu kommt, dass der Nackenbügel doch ein ziemliches Eigenleben führt, und manch großem Zeitgenossen zu kurz erscheinen mag. Darüber hinaus ist der Track+ eine sehr gute Alternative zum ausschließlich für Apple verkabelten Kollegen.

Audio-Technica ATH-ANC33iS

Ein echtes Schnäppchen ist angesichts des sehr günstigen Preises der ATH-ANC33iS von Audio-Technica. Sein Klang ist sehr ausgewogen und verändert seine Klangcharakteristik auch mit eingeschaltetem Noise Cancelling nicht. Dafür filtert er allerdings auch deutlich weniger Störgeräusche heraus als der Bose QC 20. Außerdem wird der Audio-Technica mit einer AAA-Zelle betrieben, ob Akku oder Batterie ist dabei egal, nur kann man sie nicht im Gerät aufladen, was deutlich weniger komfortabel ist. Für Sparfüchse, die einen guten Sound zum kleinen Preis in den Vordergrund stellen und keine allzu großen Ansprüche ans Noise Cancelling stellen, kann der ATH-ANC33iS von Audio-Technica aber dennoch eine gute Wahl sein.

Sony WF-1000X

Die WF-1000X waren die ersten True Wireless In-Ears mit Noise Cancelling von Sony. Sie sind klanglich sogar deutlich besser als die AirPods von Apple. Die Qualität des Noise Cancellings liegt auf dem Niveau des Schwestermodells mit Nackenband. Allerdings muss man beim Telefonieren und vor allem bei der Akkulaufzeit Abstriche machen.

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Kommentare

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Andreas
Andreas

Bei welchen Kopfhörern kann der Akku getauscht werden?

Beim Apple Airpod ist die Batterie nach 1-2 Jahren am Ende und das überteuerte Gerät taugt nur noch für den Müll – siehe teardown von iFixit.

Im Sinne des Umwelt- und Konsumentenschutzes sollte über diesen Aspekt informiert werden bzw. diese Praxis verboten werden.

Jedes Hörgerät hat austauschbare Batterien, warum also Produkte/Firmen unterstützen die mit geplanter Obsoleszenz Profite machen?

Markus Pfaffinger
Markus Pfaffinger

Wie gut funktioniert das Noice Cancelling beim WI-1000X im Vergleich zum Over-Ear Kopfhörer SONY WH-1000XM2 ?

Sascha Migliorin
Sascha Migliorin

Der Bose QC30 war vorher euer Testsieger ?

Alexander Budjin
Alexander Budjin

Die da wären?

Sascha Migliorin
Sascha Migliorin

Westone, Shure, StageDiver, UE….

Alexander Budjin
Alexander Budjin

Bei shure bin ich bei dir. Aber seien wir doch mal ehrlich… Kopfhörer sind extrem Geschmackssache…

Manno Ben Edward
Manno Ben Edward

Der Sony hat echt was drauf. Getestet am letzten Flug und längerer zugfahrt.. Super NC.

Martin Myler
Martin Myler

die richtig guten fehlen.

Martin Zeller
Martin Zeller

Es gibt mittlerweile den kabellosen Bose QuietControl 30. Mit Nackenband statt Kästchen.

Manuel Mohr
Manuel Mohr

Ich bin eher ein Verfechter der Marke Teufel finde den Klang weitaus besser als den von Bose

Roberto Schneeberger
Roberto Schneeberger

bose ist einfach nur shit

Manuela Brandl
Manuela Brandl

Hab nur Sachen von Bose ! ⭐⭐⭐⭐⭐

Sascha Migliorin
Sascha Migliorin

Schade, gibt genug andere Sachen, die besser sind.

Manuela Brandl
Manuela Brandl

Bose ist eines der besten !

Björn Krystek
Björn Krystek

Bose ist teurer Plastikmüll

Manuela Brandl
Manuela Brandl

Deine Meinung!

Manuela Brandl
Manuela Brandl

Aber einen auf dicke Hose machen, lachhafte Aussage Herr Björn Krystek , ne is klar!!

Manuel Mohr
Manuel Mohr

Ich schwöre immer noch auf Teufel