Der beste In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling

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In-Ears mit Noise-Cancelling im Test – Testsieger: Bose QuietComfort 30
Thomas Johannsen

Thomas Johannsen

hat sein Faible fürs Testen und Messen schon bei seiner Ausbildung zum Rundfunk- und Fernseh­techniker entdeckt. Seit über 15 Jahren ist er Test­redakteur. Er ist Chefredakteur der Zeitschrift Tablet und Smartphone und schreibt unter anderem für Heimkino, Digital Home, InfoDigital und d-pixx.

Der beste In-Ear-Kopfhörer mit Noise-Cancelling ist der Sony WI-1000X. Neben einem sehr effizienten Noise-Cancelling verfügt der Sony zudem über hervorragende Klangeigenschaften und ist sogar in der Lage HiRes-Audio zu übertragen. Darüber hinaus lässt sich das Noise-Cancelling optimal an die Umgebungsbedingungen anpassen, dies wird auf Wunsch auch automatisch gemacht.

Update 8. Februar 2019

Wir haben den ersten True Wireless In-Ear mit Noise Cancelling hinzugefügt, den Sony WF-1000X.

Mit dem 1More E1004BA und dem Libratone Track+ haben wir außerdem zwei weitere Kopfhörer mit Nackenbügel getestet. Der 1More-Hörer liefert ein angenehmes Klangerlebnis und sauberes, wenn auch nicht perfektes Noise-Cancelling zum fairen Preis und ist deshalb unsere neue Preis-Leistungsempfehlung.

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18. Juni 2018

Wir haben einen neuen Testsieger: Der Sony WI-1000X konnte uns mit hervorragendem Klang und flexiblem Noise-Cancelling überzeugen. Außerdem gibt es eine neue günstige Alternative, den Phiaton BT 150 NC.

4. August 2017

Wir haben den B&O BeoPlay E4 als neue Empfehlung aufgenommen. Er hat zwar kein Bluetooth, kann aber beim Noise-Cancelling fast mit dem Testsieger mithalten.

21. April 2017

Unser neuer Favorit ist der Bose QuietControl 30. Außerdem haben wir den Libratone Q Adapt In-Ear als neue Empfehlung für iPhone-Besitzer aufgenommen.

Jeder kennt das: Man möchte in der Bahn, im Bus oder beim Joggen entspannt Musik hören, doch die Gespräche der Mitmenschen, Verkehrslärm oder sonstiges zwingen einen, die Lautstärke so aufzudrehen, dass von Entspannung keine Rede mehr sein kann.

Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung (Noise-Cancelling) können da Abhilfe schaffen. Sie reduzieren die Geräuschkulisse durch einen elektro-akustischen Trick. Das klappt verblüffend gut, doch gerade bei In-Ears kommt immer noch ein wenig Geräuschkulisse durch. Da sind ohrumschließende Hörer, die schon allein durch ihre Bauart Außengeräusche abkapseln, klar im Vorteil.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Sony WI-1000X

Test In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Sony WI-1000X
Der WI-1000X bietet ein hervorragendes, variables Noise-Cancelling, sehr guten Klang und bleibt auch preislich im Rahmen.

Unser neuer Testsieger kommt aus dem Hause Sony. Der WI-1000X kann mit sehr effektivem Noise Cancelling und hervorragenden Klangeigenschaften glänzen. Außerdem passt er sich außerordentlich gut an Um­ge­bungs­ge­räusche an. Auf Wunsch macht er das auch automatisch und trifft damit zumeist ins Schwarze. Gerade in Sachen intelligenter Anpassungsfähigkeit konnte unser ehemaliger Testsieger, der QC30 von Bose, nicht mehr mithalten – zumal der Sony sich preislich im gleichen Rahmen bewegt.

Auch gut

Bose QuietControl 30

Test In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Bose QuietComfort 30
Der QC 30 ist technisch nicht mehr ganz aktuell, bietet aber nach wie vor eines der besten NCs.

Nachdem der kabelgebundene QuietComfort 20 von Bose einen Bruder mit Bluetooth bekommen hatte, war der Bose QuietControl 30 der würdige Nachfolger auf dem Siegertreppchen, der sich jetzt aus unserer Sicht aber dem Sony WI-1000X geschlagen geben muss. Das Noise-Cancelling des Bose funktioniert, wie nicht anders erwartet, außerordentlich gut, vorausgesetzt die Ohrstöpsel sitzen fest und vor allem dicht im Ohr. In Sachen intelligenter Anpassung ist er dem Sony allerdings unterlegen. Klanglich gehören die Bose-Hörer nach wie vor eher zur langzeittauglichen Sorte mit ausreichender Detailtreue.

Komplett kabellos

Sony WF-1000X

Die WF-1000X von Sony sind bislang die einzigen In-Ears mit Noise Cancelling, die komplett ohne Kabel auskommen. Die True-Wireless-In-Ears sind klanglich sogar deutlich besser als die AirPods von Apple. Die Qualität des Noise Cancellings liegt auf dem Niveau des Schwestermodells mit Nackenband. Allerdings muss man beim Telefonieren und vor allem bei der Akkulaufzeit Abstriche machen.

Mit Kabel

B&O BeoPlay E4

Test In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: B & O Beoplay E4
Sehr gutes Noise-Cancelling optimiert fürs iPhone, Android mit Einschränkungen.

Der BeoPlay E4 verfügt nicht nur über das sprichwörtlich klare, skandinavische Design, er weiß auch mit hervorragenden technischen Eigenschaften zu überzeugen. Das Noise-Cancelling wurde im Vergleich zum Vorgänger überarbeitet und kann nun mit den sehr guten Werten der Bose-Hörer mithalten. Auch klanglich muss sich der E4 nicht verstecken, lediglich auf die komfortable Bluetooth-Verbindung muss man verzichten.

Preistipp

Bose QuietComfort 20

In-Ears mit Noise-Cancelling im Test – Testsieger: Bose QuietComfort 30
Fast ebenso gutes Noise-Cancelling, aber kein Bluetooth, dafür etwas günstiger.

Den Favoritenstatus hat der Bose QuietComfort 20 zwar längst abgeben müssen, dennoch bleibt er einer der besten Hörer mit Noise-Cancelling am Markt. Er funktioniert nicht via Bluetooth, sondern mit Kabel, an dem auch das übliche Elektronikkästchen angebracht ist. Der QC 20 erreicht bei der Außengeräuschunterdrückung fast so gute Werte wie sein kabelloser Bruder, klanglich sind beide Bose-Hörer ähnlich abgestimmt.

Vergleichstabelle

TestsiegerAuch gutKomplett kabellosMit KabelPreistipp
Modell Sony WI-1000X Bose QuietControl 30 Sony WF-1000X B&O BeoPlay E4 Bose QuietComfort 20 Libratone Q Adapt In-Ear 1More E1004BA Phiaton BT 150 NC Libratone TRACK+ Sony MDR-EX750 NA Audio-Technica ATH-ANC33iS
Test In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Sony WI-1000XTest In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Bose QuietComfort 30Test In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Sony WF-1000XTest In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: B & O Beoplay E4In-Ears mit Noise-Cancelling im Test – Testsieger: Bose QuietComfort 30Test In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Libratone Q Adapt In-EarTest In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: 1More E1004BATest In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Libratone TRACK+Test In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Sony MDR-EX750 NATest In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Audio-Technica ATH-ANC33iS
Pro
  • Sehr gutes, adaptives Noise-Cancelling
  • Hervorragender Klang
  • Unterstützt HiRes-Audio auch über Bluetooth
  • Passt für iOS und Android gleichermaßen
  • Sehr guter Klang
  • Effektives, zweistufiges Noise-Cancelling
  • Hervorragender Klang Komfortabler Sitz
  • Sehr gutes Noise-Cancelling
  • Sehr guter Klang
  • Noise-Cancelling in drei Stufen anpassbar
  • Mit Notfunktion über Kabel
  • üppig ausgestattet
  • Guter Klang
  • Zweistufig anpassbares Noise-Cancelling
  • Sehr guter Klang
  • Pfiffiger Aufrollmechanismus
  • Inklusive Audiokabel für den Notfall
  • Noise-Cancelling in drei Stufen anpassbar
  • Sehr guter Klang
  • Mit aptX kompatibel
  • Hervorragender Klang
  • Gute Verarbeitung
  • Mit AAA-Batterie ideal auf Reisen Hervorragende Passform
  • Guter Klang
Contra
  • Nicht mit aptX kompatibel
  • Kurze Akkulaufzeit
  • Beim Telefonieren ist Sprachverständlichkeit bei der Gegenstelle nicht gut
  • Fernbedienung funktioniert nur am iPhone perfekt, an Android mit Einschränkungen
  • Getrennte Modelle für Android und iOS
  • Am iPhone 7 nicht einsetzbar
  • Funktioniert dank Lightning-Anschluss ausschließlich am iPhone oder iPad
  • Leichtes Rauschen bei aktivem NC
  • Kabel sehr filigran
  • Ohne Case
  • Nackenband ist sehr störrisch und unter Umständen zu kurz
  • Bei aktivem Noise-Cancelling Loudness-Tendenz
  • Am iPhone 7 nicht einsetzbar
  • Noise-Cancelling und Verarbeitung könnten besser sein
Bester Preis
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Wie funktioniert elektronisches Noise-Cancelling?

Wie bei allen In-Ears gilt auch bei Ohrhörern mit aktiver Geräuschunterdrückung: Je besser die Passform ist, umso komfortabler sitzt der Hörer im Ohr und umso besser klingt er.

Mit einer guten Abdichtung werden schon eine Menge Umgebungsgeräusche gedämpft, doch die typischen Reisegeräusche wie Bahn- Schiffs- und Flugzeugmotoren sind selbst mit einem perfekt sitzenden Ohrstöpsel noch gut wahrnehmbar und nerven den entspannt musikhörenden Reisenden – genauso wie der Geräuschpegel anderer Mitfahrer.

In-Ears mit aktiver Geräuschunterdrückung setzen daher nicht nur auf mechanische Schallisolierung sondern gehen ein Stück weiter und bekämpfen den Umgebungslärm mit einem physikalischen Trick: Ähnlich wie man Feuer mit Feuer bekämpfen kann, kann man Schall nämlich mit phasenverschobenem Schall auslöschen.

Schall wird durch Anti-Schall ausgelöscht

Schall ist nichts anderes als in Schwingungen versetzte Luft, besteht also aus Wellen. Treffen Wellenberge aufeinander, addieren sie sich und der Schall wird lauter. Trifft dagegen ein Wellenberg auf ein Wellental, löschen sich beide gegenseitig aus und es entsteht: Stille.

Dieses physikalische Prinzip nutzt man bei der aktiven Geräuschunterdrückung. Damit das funktioniert, sind in den Hörstöpseln Mikrofone integriert, die die Außengeräusche aufnehmen.

Eine intelligente Elektronik erzeugt aus diesem Außenschall durch Phasendrehung ein Negativ-Abbild – gewissermaßen Antischall. Dieser wird über den Kopfhörer zusätzlich zur Musik abgespielt. Trifft der phasenverdrehte Lärm aus dem Kopfhörer auf den Außenlärm löschen sich die Schallwellen des Lärms aus, übrig bleibt nur die Musik. Daher der Begriff »Noise-Cancelling«.

Das klingt in der Theorie einfach, doch in der praktischen Umsetzung steckt der Teufel im Detail. Viele Hersteller gehen die Geräuschunterdrückung eher selektiv an, dann werden nur bestimmte Frequenzbereiche, die beispielsweise dem Motorengeräusch eines Flugzeugs entsprechen, eliminiert. Das funktioniert in solchen Situationen dann auch gut, in anderen aber eben nicht.

Erschwerend kommt hinzu, dass man, je nach Umgebung, eben nicht komplett von der Außenwelt abgeschirmt sein möchte. Durchsagen in Bahn, Bus oder Flieger möchte man schon rechtzeitig mitbekommen. Auch wenn man sich in eine Umgebung aufhält, wo die Anwesenheit andere Menschen ein gewisses Grundrauschen erzeugt, wie beispielsweise im Büro, kann es von Vorteil sein, dieses Grundgeräusch zwar auszublenden, einer direkte Ansprache (vom Vorgesetzten) sollte man dagegen jedoch volles Gehör schenken.

Gerade Sony ist hier mit der neuen Range aktiver Noise-Cancelling Hörer auf intelligenten Wegen unterwegs. So verfügt der WI-1000X über eine ausgeklügelte Elektronik, die auf Wunsch genau das übernimmt: er analysiert die Umgebung, unterdrückt die unerwünschten Störfaktoren und leitet selektiv alle Durch- und Ansagen direkt ans Ohr weiter.

Das klingt noch komplizierter, als eine »einfache« Unterdrückung von Motor- und anderen Außengeräuschen, – ist es auch. Die besondere Kunst besteht darin, dass die Klangqualität der Musik nicht zu sehr darunter leidet. Für Klangpuristen sind Kopfhörer mit Noise-Cancelling daher eher nicht so gut geeignet, außer eben auf Reisen oder in anderer aktiver Umgebung – genießen sollte man eher im stillen Kämmerlein.

Bei der Geräusch-unterdrückung kann die Musikqualität leiden

Ein weiterer Nachteil von Kopfhörern mit aktiver Geräuschunterdrückung: die elektronische Bearbeitung geschieht über einen Prozessor und der braucht Strom. Auch In-Ears mit Noise-Cancelling benötigen daher in der Regel einen Akku. Die Ausnahme macht Libratone mit dem Q Adapt In-Ear, der den Strom über seinen Lightning-Anschluss direkt vom Smartphone bezieht. Das funktioniert bislang allerdings ausschließlich mit dem iPhone.

Bluetooth oder Kabel?

Auch bei den In-Ears mit aktivem Noise-Cancelling geht der Trend allmählich immer mehr in Richtung Bluetooth-Verbindung zum Smartphone oder zum mobilen Musikplayer. Musste man beim verkabelten Bose QC20 noch zwischen Android und iOS wählen, ist das beim QC30 passé, dank Bluetooth-Verbindung ist dieser nämlich uneingeschränkt mit beiden Plattformen kompatibel.

Bei den verkabelten Hörern, ohne Auswahloption, wie dem Audio-Technica, dem Sony und neuerdings dem B&O gerät das Ganze zum Glücksspiel; sind erstere für Androiden, so ist der B&O fürs iPhone optimiert.

Außerhalb dieser spezifizierten Umgebung, funktioniert zumeist nur die Freisprecheinrichtung und damit gleichzeitig der Pause/Start-Taster für die Musik. Die Einstellung der Lautstärke oder gar das Vor- und Zurück-Zappen der Tracks muss dann am Smartphone direkt vorgenommen werden, die Fernbedienung spricht meistens nicht an.

Abgesehen von ihrer recht eideutigen Ausrichtung haben die verkabelten Hörer einen gravierenden Vorteil: Sie funktionieren auch mit leerem Akku, zumindest als einfacher Kopfhörer, Bluetooth-Modelle bleiben bei leerem Akku komplett stumm.

So haben wir getestet

Wir testen regelmäßig alle Neuerscheinungen, der Markt für In-Ears mit Noise Cancelling ist aber relativ überschaubar. Das liegt vor allem daran, dass die Technik für ein gutes elektronisches Noise Cancelling einigen Entwicklungsaufwand verlangt, den sich nur größere Hersteller leisten können.

Der Trend geht eindeutig zu sogenannten True Wireless-In-Ears, die ganz ohne Kabel auskommen. Bislang gibt es aber erst ein komplett kabelloses Modell mit aktiver Geräuschreduzierung, den Sony WF-1000X, nicht zu verwechseln mit dem fast gleichlautenden Sony WI-1000X, der unser Testsieger ist. Wir erwarten, dass in diesem Jahr weitere Hersteller auf den True-Wireless-Zug aufspringen und weitere geräuschreduzierende, komplett kabellose Modelle auf den Markt bringen.

Wir testen alle Kopfhörer unter realen Bedingungen. Die Qualität der Geräuschunterdrückung begutachten wir bei Verkehrslärm, in einer Menschenmenge und mit einem Haushaltsstaubsauger. Dabei legen wir besonderen Wert auf möglichst gute Klangeigenschaften, sowohl im NC-Betrieb als auch ohne.

Testsieger: Sony WI-1000X

Sony hat das Noise-Cancelling sämtlicher Kopfhörer komplett überarbeitet und intelligenter gemacht. Der Sony WI-1000X ist der zweite Vertreter aus der In-Ear-Klasse nach diesem neuen Konzept, neben dem True-Wireless-Modell WF-1000X (siehe unten).

Testsieger

Sony WI-1000X

Test In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Sony WI-1000X
Der WI-1000X bietet ein hervorragendes, variables Noise-Cancelling, sehr guten Klang und bleibt auch preislich im Rahmen.

Der WI-1000X überzeugt mit einer langen Akkulaufzeit von rund zehn Stunden. Dem WI-1000X liegt außerdem ein Audio-Kabel bei, um im Notfall auch ohne Bluetooth-Übertragung Musik hören zu können. Ein solches Notkabel ist normalerweise größeren Bügelkopfhörern vorbehalten, da der WI-1000X aber über einen Nackenbügel verfügt, war es offenbar kein großer Aufwand, eine Audio-Buchse für das entsprechende Kabel unterzubringen. Im Kabelbetrieb funktionieren allerdings weder das Noise-Cancelling noch die Freisprecheinrichtung.

Verarbeitung und Ausstattung

Die Hörer passen nebst üppigem Zubehör in den mitgelieferten Aufbewahrungsbeutel. Der sieht auf den ersten Blick zwar nicht so hochwertig aus wie zum Beispiel das Hardcase des Bose, besteht aber aus einem Neopren-Material und ist ziemlich widerstandsfähig und wasserabweisend.

Das Kabel lässt sich bei Bedarf im Bügel festklemmen

Der Nackenbügel trägt sich ziemlich angenehm, die ausreichend langen Kabel lassen sich bei Bedarf in Fugen befestigen, die in den Bügel eingelassen sind. So baumelt keines der Kabel unnötig herum. Außerdem sind sie so solide gefertigt, dass sie einiges wegstecken können, auch wenn man es nicht unbedingt darauf ankommen lassen sollte.

Die Bedienung ist komplett in den Bügel integriert, die Bedientasten befinden sich alle auf einer Seite und sind selbst ohne Sichtkontakt eindeutig zu ertasten. Auf der anderen Seite ist das NFC-Logo zu erkennen, es reicht also, das Smartphone mit der entsprechenden Fläche dagegen zu halten und schon sind beide Geräte gekoppelt.

Differenzierter funktionieren die individuellen Einstellungen natürlich per App, die headphones connect App von Sony erlaubt eine differenzierte Umgebungsgeräuscheinstellung und beinhaltet zudem einen Equalizer zur Klangoptimierung.

Klang und Tragekomfort

Der Sony WI-1000X verfügt über insgesamt sieben Paar Passstücke, die sind zwar sämtlich aus Silikon, trotzdem gibt es Unterschiede. Drei Paar haben eine besondere Oberfläche, sie sitzen rutschfest in den Hörkanälen, selbst wenn sie durch sportliche Aktivitäten schweißnass sind.

Die Ohrstöpsel sitzen komfortabel und trotzdem sicher in den Ohren, vorausgesetzt, die Passstücke wurden richtig ausgewählt. Dann dichten sie perfekt ab und vermitteln schon nach kurzer Zeit kein Fremdkörpergefühl mehr in den Ohren.

Bei Sony ist man ganz besonders stolz auf die Kompatibilität der neuen Kopfhörer mit hochauflösenden Audio-Daten. Der Übertragungsbereich geht dann auch laut Spezifikationen bis weit über den Hörbereich hinaus, sodass auch wichtige Oberwellen, die zur differenzierten Wiedergabe dazugehören, mit übertragen werden.

Das Klangbild des WI-1000X kann sich denn auch mehr als hören lassen. Im direkten Vergleich mit dem Bose QC30, dem vormaligen Favoriten, wirkt es fast, als sei ein Schleier vor der musikalischen Bühne beiseite gezogen worden. Dabei sind die Sonys niemals aufdringlich, bieten bei gutem Sitz ein druckvolles Bassfundament ohne zu übertreiben und ohne andere Frequenzbereiche zu übertönen.

Ganz besonders positiv fällt auf, dass das Klangbild unverändert bleibt, egal ob das Noise-Cancelling aktiv ist oder nicht, man kommt immer in den perfekten Musikgenuss. Nutzt man das mitgelieferte Kabel, profitiert man zudem von der völlig verlustfreien Musikübertragung, die Bluetooth kaum bieten kann.

Intelligente Geräuschunterdrückung

Sony war beim Noise-Cancelling schon immer dem Markführer Bose dicht auf den Fersen. Seit einiger Zeit ist das anders, Sony hat technisch nicht nur gleichgezogen, sondern sein Noise-Cancelling hat ordentlich dazugelernt. Es funktioniert vor allem adaptiv, lässt sich also entweder manuell über die Smartphone-App an die Umgebungsgeräusche anpassen, oder macht das sogar automatisch.

Es gibt zwei oder genau genommen drei Einstellungsvarianten für’s Noise-Cancelling: Eine blendet rigoros alle Außengeräusche aus, die zweite passt sich an die Situation an, in der man sich gerade befindet, ob im Zug, Flugzeug oder im Straßenverkehr. Selektiv werden wichtige Geräusche wie Durchsagen, direkte Anrede oder Verkehrssignale zum Gehör weitergeleitet, der als störend empfundene Grundgeräuschpegel wird aber unterdrückt. Die dritte Einstellung stellt das aktive Noise-Cancelling ab, sodass nur noch der gut abdichtende Sitz der Hörer in den Ohren für Ruhe von außen sorgt.

Bei Sony passt sich das Noise-Cancelling an die Aktivität und die Umgebung an

Natürlich profitiert das Noise-Cancelling von einem möglichst guten Sitz der In-Ears im Gehörgang, auch hier haben die Hörer von Sony gegenüber den Boses die Nase vorn. Das ist ganz einfach deshalb der Fall, weil mehr und bessere Passstücke beilegt werden. So findet sich eher die passende Kombination – sogar für Sport oder andere schweißtreibende Aktivitäten ist mit speziellen Passstücken gesorgt.

Was gibt es für Nachteile?

Der Sony WI-1000X hat so gut wie keine Nachteile, dank der vielen geschmeidigen Passstücke dürfte er gut in die meisten Ohren passen. Das Noise-Cancelling kann durch Software-Updates sicher noch optimiert werden, insbesondere mit Hilfe der App. Auch klanglich gibt es an dem Hörer nichts auszusetzen.

Selbst dem prinzipbedingten Nachteil der leeren Akkus steht das mitgelieferte Notkabel gegenüber. Einzig der Tatsache, dass In-Ear-Hörer per se schlechter abdichten als Over-Ear-Hörer, kann auch der Sony nichts entgegensetzen.

Sony WI-1000X im Testspiegel

Die Sony WI-1000X sind noch nicht lange auf dem Markt, entsprechend dünn sind die Testergebnisse noch gesät. Im Test der Audio Video Foto Bild (12/2017) konnte der WI-1000X zusammen mit seinen Sony Kollegen beste Ergebnisse erzielen, die einfache Bedienung und die guten Klangeigenschaften brachten dem Hörer ein »gutes« Ergebnis (2,00) ein:

»Im Hörtest trumpfte der Sony […] mit sehr ausgewogenem Klang und außergewöhnlicher Detailfülle auf – so sauber klingt sonst kaum ein Bluetooth-In-Ear-Kopfhörer. Weil in den Nackenbügel ein größerer Akku als in die Ohrstöpsel passt, fiel die Laufzeit im Test mit rund 11 Stunden entsprechend lang aus.«

Auch die Kollegen der Video (01/2018) sind durchweg begeistert, hier war es unter anderem die lange Akkulaufzeit, mit der der Sony überzeugen konnte:

»Außergewöhnlich lange hält […] der Akku im Test (ca. 10 Stunden). Die ‚schlaue‘ Headphone Connect App erkennt unsere Tätigkeit mittels Bewegungssensor sowie GPS und passt die Geräuschunterdrückung an. Das Noise Cancelling funktioniert für eine In-Ear Variante sehr gut. Klanglich gibt es nichts auszusetzen, die Detailauflösung gefällt uns.«

Die Tester von Computer Bild (11/2017) konnten ebenfalls die gute Klangqualität und das effektive Noise-Cancelling überzeugen, was dem Hörer die Note 1,95 bescherte:

»Der Sony WI-1000X überzeugte im Test auf ganzer Linie: Der In-Ear-Kopfhörer gehört zu den bestklingenden Bluetooth-Modellen. Akku und Funktechnik stecken in einem recht massiven Nackenbügel, dadurch fallen die In-Ear-Stöpsel schön leicht und bequem aus. Gleichzeitig ist die Akkulaufzeit für einen Bluetooth-In-Ear sehr ordentlich. Darüber hinaus verfügt der Sony über hervorragendes Noise-Cancelling, das Umgebungsgeräusche elektronisch stark reduziert. Die Stärke lässt sich per App einstellen.«

Alternativen

Es gibt nach wie vor Alternativen, die günstiger zu haben sind, wenn man bereit ist, einige Einschränkungen hinzunehmen. Der günstigere Preis geht allerdings zumeist auf Kosten der Qualität des Noise-Cancellings, denn ob der Hörer nun per Kabel oder drahtlos betrieben wird, macht keinen großen Preisunterschied aus, wie man gut am Beispiel Bose erkennen kann.

Auch gut

Bose QuietControl 30

Test In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Bose QuietComfort 30
Der QC 30 ist technisch nicht mehr ganz aktuell, bietet aber nach wie vor eines der besten NCs.

Der Bose QuietControl 30 überzeugt nach wie vor mit seinem hervorragenden Noise-Cancelling, nicht umsonst war er unser bisheriger Favorit. Klanglich gehört er immer noch eher zur unauffälligeren Sorte, was aber nicht schlecht sein muss.

Mit HiRes-Audio hat man beim Bose allerdings per se nicht viel am Hut. Die entsprechenden Codecs werden via Bluetooth nicht unterstützt und ein Kabel für den Notfall, wie es unserem neuen Favoriten beiliegt, wurde dem Bose QC30 nicht gegönnt, deshalb bleibt er bei leerem Akku stumm.

Für Fans der Marke und für alle, die ein effizientes Noise-Cancelling ohne Schnickschnack wollen, ist der Bose QuietControl 30 nach wie vor eine gute, wenn auch keine günstige Wahl.

Komplett kabellos

Sony WF-1000X

Der Sony WF-1000X ist das komplett kabellose Schwestermodell unseres Testsiegers. Das ist einerseits deutlich praktischer, denn dann stört kein Nackenbügel, hat aber auch einen Nachteil: Die Akkulaufzeit ist deutlich kürzer.

Auch der WF-1000X bietet adaptives Noise Cancelling, die Qualität von Klang und Geräuschreduzierung der beiden Modelle sind weitgehend identisch. Die Ohrhörer verbinden sich sofort mit dem Smartphone, wenn man sie aus der Transportbox holt. Die Bedienung erfolgt über einen Button am rechten Ohrhörer. Mit ihm kann man Musik starten und stoppen, Titel überspringen und Anrufe entgegennehmen. Ein langer Druck startet den Google Assistant oder Siri. Mit dem Button auf dem linken Ohrhörer kann man die verschiedenen Noise Cancelling-Profile auswählen.

Leider ist die Sprachqualität beim Telefonieren beim Gesprächspartner nicht sonderlich gut, noch dazu hört man seinen Anrufpartner nur auf einer Seite.

Das größte Manko ist aber die relativ kurze Akkulaufzeit von gerade mal drei Stunden. Unser Testsieger mit Nackenband hält mehr als drei mal so lange durch.

Die Sony WF-1000X sind damit vor allem etwas für ausgesprochene Technik-Freaks und Vielreisende, die mit der schwachen Akkulaufzeit leben können.

Mit Kabel

B&O BeoPlay E4

Test In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: B & O Beoplay E4
Sehr gutes Noise-Cancelling optimiert fürs iPhone, Android mit Einschränkungen.

B&O hat den E4 gegenüber seinem Vorgänger nochmal einiges an Entwicklungsarbeit spendiert, die Noise-Cancelling-Elektronik wurde überarbeitet, ebenso wie das Kästchen, in welchem sie sitzt. Außerdem hat man die Passform der Ohrstöpsel verbessert, wozu die zusätzlichen Passstücke von Comply sicher einen guten Beitrag leisten.

Guter Sitz im Ohr ist eine Grundvoraussetzung für satten Sound und gute Außenisolierung gleichermaßen. Zwar gehören die Ohrstöpsel nicht zu den zierlichsten, schließlich sind die Mikrofone für den Ausgleich des Außenschalls dort eingebaut, dennoch lassen sie sich einfach einsetzen und stören auch über längere Zeit nicht – auch nicht durchs Eigengewicht.

Die Kennzeichnung ist eindeutig, am Kabel des linken Stöpsels befindet sich das Inline-Mikrofon nebst Bedientasten, dennoch ist der Großteil der Elektronik und sicher auch die Akkus im zusätzlichen Kästchen untergebracht.

Das Noise-Cancelling funktioniert hervorragend, auch weil beim BeoPlay E4 bei aktiver Geräuschunterdrückung der Musikpegel leicht angehoben wird. Dies geschieht allerdings komplett ohne Hintergrundrauschen.

Klanglich gehört der E4 zur ausgewogenen Sorte, mit dem richtigen Schuss Dynamik. Der Bass ist abgrundtief und konturiert, sofern die Stöpsel richtig in den Ohren sitzen. Dennoch kommen der sensible Mittelhochton- und der Hochtonbereich voll aber nicht vordergründig zur Geltung. Die leichte Pegelanhebung bei aktivem Noise-Cancelling ist gleichmäßig und erzeugt keinen Loundness-Charakter.

Das effektive Noise-Cancelling sorgt zusammen mit den guten Klangeigenschaften, dem hohen Tragekomfort und nicht zuletzt der einfachen Bedienung für eine Empfehlung als kabelgebundener In-Ear mit Noise-Cancelling.

Preistipp

Bose QuietComfort 20

In-Ears mit Noise-Cancelling im Test – Testsieger: Bose QuietComfort 30
Fast ebenso gutes Noise-Cancelling, aber kein Bluetooth, dafür etwas günstiger.

Unser bisheriger Favorit, der Bose QuietComfort 20 verfügt über ähnliche Noise-Cancelling Qualitäten wie der QC 30, wird jedoch per Kabel angeschlossen.

Er ist deutlich günstiger zu haben als sein kabelloser Nachfolger und damit für alle interessant, die nicht so viel ausgeben möchten. Allerdings ist der QC 20 nur noch vereinzelt erhältlich.

Klanglich ist er ähnlich gefällig abgestimmt wie der QC 30. Der Komfort ist der gleiche, sieht man einmal davon ab, dass man sich schon beim Kauf auf die Android- oder die iOS-Variante festlegen muss.

Einen Vorteil kann die Kabelvariante gegenüber dem Bluetooth-Hörer allerdings verbuchen: Der QC 20 funktioniert auch ohne Akku-Ladung zum Musik hören ohne Noise-Cancelling.

Außerdem getestet

Libratone Q Adapt In-Ear

Der Libratone Q Adapt In-Ear funktioniert zwar auch mit Kabel, allerdings ausschließlich an iPhones oder iPads mit Lightning-Schnittstelle. Fürs Noise-Cancelling kann der In-Ear den Strom einfach über das Lightning-Kabel vom Akku des iPhones beziehen. Damit spart man sich nicht nur eine klobige Box am Kabel, sondern muss sich auch nicht darum kümmern, dass der Akku vor der Reise geladen wird.

Beim Noise-Cancelling stehen drei Stufen zur Verfügung, die je nach Umgebungsgeräusch zum Einsatz kommen oder aber ganz abgeschaltet werden können. Die Qualität der Geräuschreduzierung ist gut, reicht aber nicht ganz an die von Branchen-Primus Bose heran. Das leichte Rauschen, das man beim Q Adapt bei aktiviertem Noise-Cancelling hören konnte, ist nach dem jüngsten Software-Update verschwunden.

Klanglich spielt der Q Adapt recht ausgewogen auf, drückt im Tiefbass allerdings etwas nach, was aber durchaus gewollt ist. In den Höhen könnte er feiner auflösen, aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

Für iPhone-Besitzer kann der Libratone Q Adapt  damit eine interessante Alternative sein für alle, die nicht aufs letzte Quäntchen Geräuschreduzierung wert legen, sich dafür aber das Laden eines Akkus sparen wollen.

Der 1More E1004BA verfügt über ein Notfallkabel, mit dem selbst das aktive Noise-Cancelling funktioniert. Für den guten Sound sind auf jeder Seite gleich zwei Treiber eingebaut, ein herkömmlicher dynamischer für die tiefen und mittleren Frequenzen und ein sogenannter BA-Treiber (Balanced Armature), der auf die hohen Frequenzen spezialisiert ist.

Zusammengehalten werden die Ohrstöpsel mit einem Nackenband, das neben der Elektronik auch die Akkus beherbergt. Am linken Ende des Nackenbügels befindet sich die Bedienmimik. Das Noise Cancelling lässt sich mit dem Schiebeschalter in zwei Stufen einstellen oder deaktivieren. In der ersten Stufe wird hauptsächlich Hintergrundgemurmel weggedimmt, wie es in manchen großen Büros entsteht. Die zweite Stufe macht das noch besser, dämpft aber auch »unten rum« nochmal einige Frequenzen ab, wie sie im Zug oder im Flieger entstehen. Allerdings sperrt der 1More die Störgeräusche weder so effektiv noch so intelligent wie der Sony aus.

Außerdem rauscht er bei aktiviertem Noise-Cancelling, zwar sehr leise, aber bei sehr leisen Passagen hörbar. Glücklicherweise gibt es aber keine hörbaren Klangunterschiede bei aktiviertem oder ausgeschaltetem NC. Die Abstimmung geht leicht in Richtung Loudness, was aber keineswegs stört, da er auch die Mitten fein auflöst und zudem ausreichend Bassfundament liefert. Wer nicht viel ausgeben will, für den ist der 1More durchaus eine Überlegung wert, besseres Noise Cancelling bekommt man aber von Sony oder Bose.

Die amerikanische Marke Phiaton ist hierzulande noch kaum bekannt, zu unrecht, wie ich meine, gerade der BT 150 NCverfügt über einige interessante Detaillösungen, die andere nicht, oder nicht in dieser Kombination bieten.

Den Anfang macht der Aufrollmechanismus, der die Kabel, die aus dem Nackenbügel herausführen, auf Länge hält. Da baumelt nichts und wenn mal nicht gehört wird, verschwinden die Kabel nebst Ohrstöpsel fast komplett im Bügel. Die Kabel sind allerdings reichlich filigran geraten, man sollte also vorsichtig damit umgehen.

Beim Phiaton BT 150 NC sind Kabelroller im Nackenbügel integriert, dadurch sind die Kabel immer genau so lang, wie man sie benötigt, und werden bei Bedarf ganz eingerollt.
Beim Phiaton BT 150 NC sind Kabelroller im Nackenbügel integriert. Dadurch sind die Kabel immer genau so lang, wie man sie benötigt, und werden bei Bedarf ganz eingerollt.

Zwar funktioniert das Noise-Cancelling nicht ganz so effizient wie beim Bose und schon gar nicht so vielseitig wie beim Sony, es reicht aber aus. Der Klang ist durchaus mit dem der teureren Sonys vergleichbar und versteht sich zudem auf die Bluetooth-Übertragung via aptX-Codec.

Außerdem sind die Hörer nach Schutzklasse IPX4 zertifiziert, sodass die interne Elektronik gegen Schweiß und Spritzwasser geschützt ist. Ein Kabel für den Akku-Notfall liegt ebenfalls bei, dafür muss man leider auf ein praktisches Case verzichten.

Libratone TRACK+

Test In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Libratone TRACK+
Der TRACK+ von Libratone liefert gutes NC und sehr guten Klang. Das Einsetzen in die Ohren ist etwas fummelig.

Mit dem Track+ hat Libratone den zweiten Vertreter in diesem Test. Der läuft diesmal via Bluetooth und nicht ans iPhone gebunden, wie der Q Adapt. Das Noise-Cancelling hat er allerdings von jenem übernommen: Es funktioniert in drei Stufen und arbeitet nahezu rauschfrei. Auch klanglich kann der Track+ an seinen Kollegen anknüpfen und sogar leicht übertrumpfen – so weit, so gut.

Allerdings hat man für die Ohrstöpsel jetzt eine große, ovale Form gewählt. Das Einsetzen ist dadurch etwas fummeliger geworden. Hinzu kommt, dass der Nackenbügel doch ein ziemliches Eigenleben führt, und manch großem Zeitgenossen zu kurz erscheinen mag. Darüber hinaus ist der Track+ eine sehr gute Alternative zum ausschließlich für Apple verkabelten Kollegen.

Sony hat bei den In-Ears mit Noise-Cancelling mit dem MDR EX750 NA ein günstiges Modell auf den Markt gebracht, das besonders für hochauflösende Audiodaten geeignet sein soll. Tatsächlich klingt er etwas brillanter als der Bose. Allerdings ist er beim aktiven Noise-Cancelling mit einer Loudness-Charakteristik abgestimmt, Bässe und Höhen werden dann leicht angehoben. Das Noise-Cancelling funktioniert im Zug und Flugzeug sehr gut, doch der Sony sperrt gerade tiefe Frequenzen nicht so gut aus wie unser Favorit. Und auch bei ihm ist in leisen Passagen ein Rauschen zu vernehmen.

Audio-Technica ATH-ANC33iS

Ein echtes Schnäppchen ist angesichts des sehr günstigen Preises der ATH-ANC33iS von Audio-Technica. Sein Klang ist sehr ausgewogen und verändert seine Klangcharakteristik auch mit eingeschaltetem Noise-Cancelling nicht. Dafür filtert er allerdings auch deutlich weniger Störgeräusche heraus als der Bose QC 20. Außerdem wird der Audio-Technica mit einer AAA-Zelle betrieben, ob Akku oder Batterie ist dabei egal, nur kann man sie nicht im Gerät aufladen, was deutlich weniger komfortabel ist. Für Sparfüchse, die einen guten Sound zum kleinen Preis in den Vordergrund stellen und keine allzu großen Ansprüche ans Noise-Cancelling stellen, kann der ATH-ANC33iS von Audio-Technica aber dennoch eine gute Wahl sein.

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Kommentare

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Markus Pfaffinger
Markus Pfaffinger

Wie gut funktioniert das Noice Cancelling beim WI-1000X im Vergleich zum Over-Ear Kopfhörer SONY WH-1000XM2 ?

Sascha Migliorin
Sascha Migliorin

Der Bose QC30 war vorher euer Testsieger ?

Alexander Budjin
Alexander Budjin

Die da wären?

Sascha Migliorin
Sascha Migliorin

Westone, Shure, StageDiver, UE….

Alexander Budjin
Alexander Budjin

Bei shure bin ich bei dir. Aber seien wir doch mal ehrlich… Kopfhörer sind extrem Geschmackssache…

Manno Ben Edward
Manno Ben Edward

Der Sony hat echt was drauf. Getestet am letzten Flug und längerer zugfahrt.. Super NC.

Martin Myler
Martin Myler

die richtig guten fehlen.

Martin Zeller
Martin Zeller

Es gibt mittlerweile den kabellosen Bose QuietControl 30. Mit Nackenband statt Kästchen.

Manuel Mohr
Manuel Mohr

Ich bin eher ein Verfechter der Marke Teufel finde den Klang weitaus besser als den von Bose

Roberto Schneeberger
Roberto Schneeberger

bose ist einfach nur shit

Manuela Brandl
Manuela Brandl

Hab nur Sachen von Bose ! ⭐⭐⭐⭐⭐

Sascha Migliorin
Sascha Migliorin

Schade, gibt genug andere Sachen, die besser sind.

Manuela Brandl
Manuela Brandl

Bose ist eines der besten !

Björn Krystek
Björn Krystek

Bose ist teurer Plastikmüll

Manuela Brandl
Manuela Brandl

Deine Meinung!

Manuela Brandl
Manuela Brandl

Aber einen auf dicke Hose machen, lachhafte Aussage Herr Björn Krystek , ne is klar!!

Manuel Mohr
Manuel Mohr

Ich schwöre immer noch auf Teufel