In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Aufmacher Inears Anc
test
Letztes Update: 8.11.2021

Der beste In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling

Wir haben 42 In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling getestet. Die besten sind für uns die Galaxy Buds Pro von Samsung. Das effiziente Noise Cancelling lässt sich mit der tollen App sehr gut an die Umgebungssituation anpassen. Der hervorragende Klang und der gute Tragekomfort sind absolut langzeittauglich.

Thomas Johannsen
hat sein Faible fürs Testen und Messen schon bei seiner Ausbildung zum Rundfunk- und Fernseh­techniker entdeckt. Seit über 20 Jahren ist er Test­redakteur. Er schreibt unter anderem für hifitest.de, av-magazin.de, Heimkino, HIFI.DE und d-pixx.
Letztes Update: 8. November 2021

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

8. Juli 2021

Wir haben neun neue In-Ears mit Noise Cancelling getestet. Die Soundcore Life P3 lösen die Soundcore Liberty Air 2 Pro als unseren Preistipp ab. Sie sind leicht abgespeckt, aber immer noch besser ausgestattet als viele Konkurrenten, nur noch günstiger. Für alle anderen hat es nicht zur Empfehlung gereicht.

25. März 2021

Wir haben acht neue Hörer getestet, mit überraschendem Ergebnis: Die Samsung Galaxy Buds Pro lösen die WF-1000XM3 von Sony an der Spitzenposition ab. Bei den In-Ears mit Neckband werden die 1More EHD9001BA von den Huawei FreeLace Pro abgelöst.

20. Januar 2021

Wir haben zwei neue Kopfhörer getestet. Mit den Soundcore Liberty Air 2 Pro haben wir eine neuen Preistipp, sie lösen den Tronsmart Apollo Bold ab. Die Razer Hammerhead Pro sind eher was fürs Gaming am Smartphone, mit eher rudimentärem Noise-Cancelling.

8. Oktober 2020

Sechs neue In-Ears mit aktivem Noise Cancelling haben wir in den Test aufgenommen. Der Technics EAH-AZ70WE, der Tronsmart Apollo Bold, der Aukey EP-N5 und die Samsung Galaxy Buds Live gehören zu den komplett kabellosen In-Ears, wobei die Samsungs ein neues Design ins Spiel bringen. Mit den 1More EHD9001BA haben wir zudem wieder einen Vertreter mit Neckband.

17. Juli 2020

Wir haben vier weitere In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling getestet. Weil der Bose QuietComfort 20 sehr teuer geworden ist, ist der 1More E1004BA jetzt unser neuer Preistipp. Die Freebuds 3i von Huawei ähneln den Airpod Pros von Apple, während Panasonic bei den RZ-S500W auf herkömmliche Bauweise und App-Unterstützung setzt.

8. Mai 2020

Der Momentum True Wireless 2 von Sennheiser ist neu hinzugekommen und hat gleich eine Empfehlung abgesahnt.

7. Februar 2020

Neu hinzugekommen ist der 1More EHD9001TA True-Wireless, der eine Design-Empfehlung erhält.

24. Januar 2020

Neu hinzugekommen ist der hervorragend verarbeitete Bowers & Wilkins PI4. Leider hat es nicht ganz für eine Empfehlung gereicht.

6. Dezember 2019

Der Sony WF-1000XM3 und die Apple Airpods Pro ergänzen unseren Test, beide gehören zu den True Wireless In-Ears, funktionieren also komplett ohne Kabel.

8. Februar 2019

Wir haben den ersten True Wireless In-Ear mit Noise Cancelling hinzugefügt, den Sony WF-1000X. Mit dem 1More E1004BA und dem Libratone Track+ haben wir außerdem zwei weitere Kopfhörer mit Nackenbügel getestet. Der 1More-Hörer liefert ein angenehmes Klangerlebnis und sauberes, wenn auch nicht perfektes Noise Cancelling zum fairen Preis und ist deshalb unsere neue Preis-Leistungsempfehlung.

Weitere Updates
Update Info-Service

Wir testen ständig neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Gerne informieren wir Sie, sobald dieser Artikel aktualisiert wird.

Jeder kennt das: Man möchte in der Bahn, im Bus oder beim Joggen entspannt Musik hören, doch die Gespräche der Mitmenschen, Verkehrslärm oder sonstiges zwingen einen, die Lautstärke so aufzudrehen, dass von Entspannung keine Rede mehr sein kann.

Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung (Active Noise Cancelling) können da Abhilfe schaffen. Sie reduzieren die Geräuschkulisse durch einen elektro-akustischen Trick. Das klappt verblüffend gut, doch gerade bei In-Ears kommt immer noch ein wenig Geräuschkulisse durch. Da sind ohrumschließende Hörer, die schon allein durch ihre Bauart Außengeräusche abkapseln, klar im Vorteil.

Wir hatten 42 In-Ears mit aktiver Geräuschunterdrückung im Test, 40 Modelle sind aktuell noch erhältlich. Mehr und mehr halten auch komplett kabellose True Wireless In-Ears Einzug, In-Ears ganz ohne Bluetooth und dafür mit Kabel werden dagegen kaum noch angeboten. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Samsung Galaxy Buds Pro

Test  In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Samsung Galaxy Buds Pro
Die Galaxy Buds Pro bieten ein sehr differenziertes Noise Cancelling per App und einen sehr guten Klang.

Mit den Galaxy Buds Pro ist Samsung ein echter Coup gelungen. Der Grad der Abschirmung zur Außenwelt lässt sich mit der ausgeklügelten App in weiten Bereichen frei einstellen, außerdem muss man sie für eine Unterhaltung nicht zwingend herausnehmen. Sie sitzen auch sehr komfortabel in den Ohren und warten zudem mit hervorragendem Klang auf, selbst beim Telefonieren ist die Sprachverständlichkeit gut – und die Akkus halten lange vor!

Wenn Geld egal ist

Technics EAH-AZ70WE

Test  In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Technics EAH-AZ70W
Technics präsentiert mit dem EAH-AZ70W ein echtes Schmankerl mit hervorragenden Klangeigenschaften und sehr gutem Noise Cancelling.

Die Technics EAH-AZ70WE sind hochwertig verarbeitet und können darüberhinaus mit hervorragendem Klang sowie sehr effektivem Noise Cancelling überzeugen. Bedient werden sie wahlweise per Touch-Flächen oder komfortabel per App. Die App erlaubt sehr differenzierte Anpassungen des Noise Cancelling und eine individuelle Klangeinstellung. Sie sind teurer als unsere Favoriten, denen aber auch in den meisten Disziplinen leicht überlegen.

Der beste mit Neckband

Huawei FreeLace Pro

Test  Bluetooth-In-Ear-Kopfhörer: Huawei FreeLace Pro
Beim FreeLace Pro von Huawei sorgt ein Neckband für den Zusmmenhalt der InEars.

Die Huawei FreeLace Pro In-Ears werden von einem Neckband zusammengehalten. In diesem Neckband ist neben den Bedienelementen auch die gesamte Elektronik nebst Akku untergebracht. Das einzige Verbindungskabel, das den True Wireless Konstruktionen bekanntlich abgewöhnt wurde, hat durchaus Vorteile. Da geht so schnell keiner verloren. Und wenn doch mal einer der In-Ears aus dem Ohr rutscht, wird er immer noch vom Kabel gehalten. Klanglich sind die FreeLace Pros sehr gut, ANC und Talkthrough lassen sich zudem mit Hilfe einer App aufeinander abstimmen.

Der beste fürs iPhone

Apple AirPods Pro

Test  In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Apple AirPod Pro
Apple hat den AirPods jetzt eine aktive Geräuschunterdrückung spendiert, nun heißen sie AirPods Pro.

Mit den AirPods Pro hat Apple den AirPods das aktive Noise Cancelling beigebracht. Dazu mussten die In-Ears selbst komplett überarbeitet werden, weil sie nunmehr auch mit Passstücken das Ohr komplett abdichten müssen. Leider gibt es aktuell noch einige Einschränkungen, die gerade die Geräuschunterdrückung betreffen – offenbar hat Apple die Bedienung der AirPods Pro in iOS ab Version 13.2 fest integriert, es gibt noch keine passende App, die auch ältere iPhones unterstützt, dort muss man sich dann mit den rudimentären Funktionen begnügen, dasselbe gilt für Android-Smartphones.

Gut & günstig

Soundcore Life P3

In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Th
Anker hat mit dem Soundcore Life P3 einen echten Preisknaller mit aktivem Noise Cancelling am Start.

Die Soundcore Life P3 sind der jüngste Streich des Herstellers Anker. Für den aufgerufenen Preis warten sie mit erstaunlichen Features auf, so lässt sich das Case auf einer entsprechenden Qi Ladefläche sogar kabellos aufladen. Die Hörer spielen besonders gut mit der hauseigenen App zusammen, die umfangreiche Klang- und ANC-Einstellungen erlaubt. Aktuell bekommt man nirgendwo mehr In-Ears mit aktivem Noise Cancelling für sein Geld.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerWenn Geld egal istDer beste mit NeckbandDer beste fürs iPhoneGut & günstig
Samsung Galaxy Buds Pro Technics EAH-AZ70WE Huawei FreeLace Pro Apple AirPods Pro Soundcore Life P3 Sony WF-1000XM3 Sony WF-1000XM4 Bose QuietComfort Earbuds JBL LivePro+ TWS Bowers & Wilkins PI7 LG TONE Free FN7 1More EHD9001BA Soundcore Liberty Air 2 Pro Audio-Technica ATH-ANC300TW Tronsmart Apollo Bold Sennheiser Momentum True Wireless 2 1More ComfoBuds Pro ES901 KEF Mu3 Samsung Galaxy Buds Live Tronsmart Apollo Air Razer Hammerhead Pro Epic Air ANC True Wireless 1More E1004BA Panasonic RZ-S500W Huawei FreeBuds 3i Huawei FreeBuds Pro Huawei FreeBuds 4i 1More EHD9001TA Bowers & Wilkins PI4 Bose QuietComfort 20 Sony WI-1000X B&O BeoPlay E4 Libratone Q Adapt In-Ear Libratone TRACK+ EarFun Air Pro Audio-Technica ATH-ANC33iS Sony WF-1000X EarFun Free Pro Aukey EP-N5 Huawei FreeBuds 4
Test  In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Samsung Galaxy Buds ProTest  In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Technics EAH-AZ70WTest  Bluetooth-In-Ear-Kopfhörer: Huawei FreeLace ProTest  In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Apple AirPod ProIn-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: ThTest  In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Sony WF-1000XM3Test  In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Sony WF-1000XM4Test  In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Bose QuietComfort EarbudsIn-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Jbl Live Pro+ Tws Product Image Hero 2 SandIn-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Pi7 Buds To Rotation CharcoalTest  In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: LG TONE Free FN7In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Ehd9001baTest  besten True Wireless In-Ear-Kopfhörer: Soundcore Liberty Air 2 ProTest  besten True Wireless In-Ear-Kopfhörer: Audio-Technica ATH-ANC300TWTest  In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Tronsmart Apollo BoldIn-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Sennheiser Momentum True Wireless 2Test  In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: 1More ComfoBuds Pro ES901In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Kef Mu3Test  besten True Wireless In-Ear-Kopfhörer: Samsung Galaxy Buds LiveIn-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Bildschirmfoto 2021 07 07 Um 16.59.20In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: 612vwuvvlpl. Ac Sl1500Test  In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Epic Air ANC True WirelessTest  In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: 1More E1004BATest  In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Panasonic RZ-S500WTest  In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Huawei FreeBuds 3iTest  In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Huawei FreeBuds ProTest  In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Huawei FreeBuds 4iTest besten True Wireless In-Ear-Kopfhörer: 1More EHD9001TATest In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Bowers & Wilkins PI4In-Ears mit Noise-Cancelling im Test – Testsieger: Bose QuietComfort 30Test  In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Sony WI-1000XTest  In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: B & O Beoplay E4Test  In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Libratone Q Adapt In-EarTest  In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Libratone TRACK+Test  In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: EarFun Air ProTest  In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Audio-Technica ATH-ANC33iSTest In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Sony WF-1000XTest  In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: EarFun Free ProTest  In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Aukey EP-N5Test  In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Huawei FreeBuds 4
Pro
  • Hervorragender Klang
  • Abstimmbares Noise Cancelling und Hear-Through
  • Komfortabler Sitz
  • Tolle App-Steuerung
  • Hervorragender Klang
  • Noise Cancelling und Hear-Through stufenlos anpassbar
  • Lange Akkulaufzeit
  • Sehr guter Klang
  • Hoher Tragekomfort
  • Gute Sprach­verständlichkeit beim Telefonieren
  • Sehr guter Klang
  • Sehr gutes Noise Cancelling
  • Komfortabler Sitz
  • Guter Klang
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Viele ANC-Einstellungen in der App
  • Hervorragender Klang
  • Unterstützt HiRes-Audio
  • Apps für iOS und Android stehen zur Verfügung
  • Hervorragender Klang
  • Unterstützt HiRes-Audio
  • Umfangreiche App
  • Hervorragende Verarbeitung
  • Sehr guter Klang
  • Sehr komfortabler Sitz
  • App mit umfangreichen Einstellungen
  • Sehr guter Klang
  • Umfangreiche Steuerung per App
  • Gutes ANC
  • Hervorragender Klang
  • Gutes ANC
  • Case mit Bluetooth-Übertrager
  • Sehr guter Klang
  • Komfortabler Sitz
  • Mit Selbstreinigungs Modus
  • Umfangreiche App
  • Guter Klang
  • Mit AAC und LDAC kompatibel
  • Notfunktion über Kabel
  • Zweistufig anpassbares Noise Cancelling
  • Guter Klang
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Viele ANC-Einstellungen in der App
  • Hervorragender, fein differenzierter Klang
  • Noise Cancelling und Hear-Through jeweils in drei Stufen anpassbar
  • Mit apt-X, AAC und SBC kompatibel
  • Hervorragender Klang
  • Einfache Bedienung per Touch und App
  • Lange Akkulaufzeit
  • Sehr guter Klang
  • Zweistufiges ANC plus Unterdrückung von Windgeräuschen
  • Hervorragender Klang
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Hervorragender Klang
  • Innovative Passform
  • Einfache Bedienung
  • Sehr guter Klang
  • Einfache Steuerung per App
  • Anpassbares Noise Cancelling
  • Sehr guter Klang
  • Latenzfreie Über­tragung möglich
  • Umfangreiche App-Steuerung
  • Guter, bassbetonter Klang
  • Sehr lange Akkulaufzeit
  • Mit Notfunktion über Kabel
  • Üppig ausgestattet
  • Guter Klang
  • Zweistufig anpassbares Noise Cancelling
  • Guter Klang
  • Umfangreiche Einstellungen des Klanges und des Noise Cancellings in der App
  • Guter Klang
  • Einfache Touchbedienung
  • Sehr gute Sprachverständlichkeit beim Telefonieren
  • Guter Klang
  • Gute App
  • Sehr guter Klang
  • Sehr guter Klang
  • Mit aptX kompatibel
  • Tolles Design
  • Umfassende Ausstattung
  • Sehr guter Klang
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Sehr gutes Noise Cancelling
  • Umfassende Telefon-Funktionen
  • Sehr gutes Noise Cancelling
  • Sehr gutes, adaptives Noise Cancelling
  • Hervorragender Klang
  • Unterstützt HiRes-Audio auch über Bluetooth
  • Hervorragender Klang
  • Komfortabler Sitz
  • Sehr guter Klang
  • Noise Cancelling in drei Stufen anpassbar
  • Noise Cancelling in drei Stufen anpassbar
  • Sehr guter Klang
  • Mit aptX kompatibel
  • guter Klang
  • gute Passform
  • Mit AAA-Batterie ideal auf Reisen Hervorragende Passform
  • Guter Klang
  • Sehr guter Klang
  • Effektives, zweistufiges Noise Cancelling
  • Komfortabler Sitz
  • Guter Klang
  • Lange Akkulaufzeit
  • Wenn sie passen guter Klang
Contra
  • Keine Schutzklasse
  • Ohne Notfallkabel
  • Unter Android nicht zu empfehlen, da nur bedingt einsetzbar
  • Beim Telefonieren nur Mittelmaß
  • Verzerrt beim Telefonieren
  • Beim Telefonieren nur mittelmäßige Qualität
  • Geringe Akkulaufzeit
  • Akkulaufzeit recht knapp
  • Beim Telefonieren nur mittelmäßige Qualität
  • Ladecase mit wenig Kapazität
  • Fummelige Bedientasten an den In-Ears
  • ANC und Talk-Through umständlich einzustellen
  • ANC nicht anpassbar
  • Verzerrt leicht beim Telefonieren
  • Simples ANC
  • ANC nicht anpassbar
  • geringe Akkulaufzeit
  • Recht einfaches ANC
  • Sehr starke Verzerrungen beim Telefonieren
  • Leichtes Rauschen bei aktivem NC
  • Sprachverständlichkeit bei der Gegenstelle ist verzerrt
  • Recht einfaches Noise Cancelling
  • Lassen sich nur schwer aus dem Case nehmen
  • Lassen sich nur schwer aus dem Case nehmen
  • Keine App
  • Beim Telefonieren ist die Sprachverständlichkeit bei der Gegenstelle nicht gut
  • Getrennte Modelle für Android und iOS
  • Am iPhone 7 nicht einsetzbar
  • Recht teuer
  • Recht teuer
  • Fernbedienung funktioniert nur am iPhone perfekt, an Android mit Einschränkungen
  • Funktioniert dank Lightning-Anschluss ausschließlich am iPhone oder iPad
  • Nackenband ist sehr störrisch und unter Umständen zu kurz
  • Mäßiges Noise Cancelling
  • Noise Cancelling und Verarbeitung könnten besser sein
  • Kurze Akkulaufzeit
  • Beim Telefonieren ist Sprachverständlichkeit bei der Gegenstelle nicht gut
  • Dünner Klang
  • Schlechte Sprachverständlichkeit beim Telefonieren
  • Noise Cancelling fast wirkungslos
  • Noise Cancelling durch die Bauweise fast wirkungslos
  • Keine App
Bester Preis
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BauartTrue WirelessTrue WirelessNeckbandTrue WirelessTrue WirelessTrue WirelessTrue WirelessTrue WirelessTrue WirelessTrue WirelessTrue WirelessNeckbandTrue WirelessTrue WirelessTrue WirelessTrue WirelessTrue WirelessTrue WirelessTrue WirelessTrue WirelessTrue WirelessTrue WirelessNeckband / KabelTrue WirelessTrue WirelessTrue WirelessTrue WirelessTrue WirelessNeckbandKabelNeckband / KabelKabelKabelNeckbandTrue WirelessKabelTrue WirelessTrue WirelessTrue WirelessTrue Wireless
Treiber11 mm-Tieftöner, 6,5 mm-Hochtöner, dynamisch10 mm, dynamisch14,2 mm, dynamischk. A.11 mm, dynamischk. A.6 mm, dynamischdynamisch11 mm, dynamischje ein dynamischer und ein BA-Treiberdynamischje 1 x dynamisch und BA11 mm, dynamisch5,8 mm, dynamischk. A.7 mm, dynamisch13,4 mm, dynamisch8,2 mm, dynamisch12 mm, dynamischdynamisch10 mm, dynamischdynamischje ein dyn. und ein BA-Treiber8 mm, dynamisch10 mm, dynamisch11 mm, dynamischdynamisch1 x dynamisch 10 mm, 1 x Balanced Armature14,2 mm, dynamischk. A.k. A.10,8 mm, dynamisch11,8 mm, dynamisch11,8 mm, dynamischdynamisch13 mm, dynamischk. A.dynamischk. A.14,3 mm, dynamisch
Stromversorgunginterner Akku + Ladecaseinterner Akku + Ladecaseinterner Akkuinterner Akku + Ladecaseinterner Akku + Ladecaseinterner Akku + Ladecaseinterner Akku + Ladecaseinterner Akku + Ladecaseinterner Akku + Ladecaseinterner Akku + Ladecaseinterner Akku + Ladecaseinterner Akkuinterner Akku + Ladecaseinterner Akku + Ladecaseinterner Akku + Ladecaseinterner Akku + Ladecaseinterner Akku + Ladecaseinterner Akku + Ladecaseinterner Akku + Ladecaseinterner Akku + Ladecaseinterner Akku + Ladecaseinterner Akku + Ladecaseinterner Akkuinterner Akku + Ladecaseinterner Akku + Ladecaseinterner Akku + Ladecaseinterner Akku + Ladecaseinterner Akku + Ladecaseinterner Akkuinterner Akkuinterner Akkuinterner Akkuper Smartphoneinterner Akkuinterner Akku + LadecaseAAA-Batterieinterner Akku + Ladecaseinterner Akku + Ladecaseinterner Akku + Ladecaseinterner Akku + Ladecase
Passstücke3 x Silikon5 x Silikon3 x Silikon3 x Silikon5 x Silikon7 x Silikon (2 unterschiedliche Oberflächen)3 x Silikon3 x Silikon, 3 x Hooks5 x Silikon3 x Silikon3 x Silikon7 x Silikon9 x Silikon3 x Silikon, 1 x Comply3 x Silikon4 x Silikon4 x Silikon4 x Silikon2 Paar3 x Silikon3 x Silikon, 1 x Comply5 x Silikon, 1 x Foam4 x Silikon + 4 Hooks5 x Silikon4 x Silikon3 x Silikon3 x Silikon7 x Silikon, 4 x Hooks3 x Silikon, 3 x Hooks3 x Silikon7 x Silikon (davon 3 x mit Spezialoberfläche)4 x Silikon, 1 x Comply4 x Silikon4 x Silikon + 2 Hooks3 x Silikon3 x Silikon, 1 x Comply7 x Silikon, plus 2 Hooks4 x Silikon, 3 x Hooks3 x SilikonOFA-Design
Akkulaufzeitca. 7 Std. (+ 3,5 Ladezyklen)ca. 7:30 Std. (+ 2 Ladezyklen)ca. 24 Std.ca. 4 Std. (+ 5 Ladezyklen)ca. 6 Std. (+ 4 Ladezyklen)ca. 8 Std (+ 3 Ladezyklen)ca. 10 Std. (+ 1,5 Ladezyklen)ca. 7:30 Std. (+ 2 Ladezyklen)ca. 7:30 Std. (+ 3 Ladezyklen)ca. 3:45 Std. (+ 4 Ladezyklen)ca. 6 Std. (+ 2 Ladezyklen)unerheblichca. 6 Std. (+ 2,5 Ladezyklen)ca. 4 Std. (+ 3 Ladezyklen)ca. 6 Std. (+ 2 Ladezyklen)ca. 7:30 Std. (+ 3 Ladezyklen)ca. 15 Std. (+ 4,5 Ladezyklen)ca. 10 Std. (+ 3 Ladezyklen)ca. 6 Std. (+ 2,5 Ladezyklen)ca. 3:45 Std. (+ 4 Ladezyklen)lt. Hersteller ca. 6 Std. (+ 4 Ladezyklen)ca. 15 Std. (+ 3 Ladezyklen)ca. 7:30 Std. (+ 2 Ladezyklen)ca. 3 Std. (+ 5 Ladezyklen)ca. Std. (+ 3,5 Ladezyklen)ca. 10 Std. (+ 2 Ladezyklen)ca. 5 Std. (+ 4 Ladezyklen)ca. Std. (+ 2,5 Ladezyklen)ca. 3 Std. (+ 2 Ladezyklen)ca. Std. (+ 3,5 Ladezyklen)ca. 7:30 Std. (+ 3,8 Ladezyklen)ca. 4:30 Std. (+ 6 Ladezyklen)
ZubehörUSB-C Ladekabel, Ladecase (für kabelloses Laden geeignet)USB-C-Ladekabel, LadecaseUSB-C LadekabelLadecase (für kabelloses Laden geeignet), Lightning auf USB‑C KabelUSB-C-Ladekabel, Ladecase (Qi ladefähig)USB-C-Ladekabel, LadecaseUSB-C-Ladekabel, Ladecase (Qi ladefähig)USB-C Ladekabel, Ladecase (für kabelloses Laden geeignet)USB-C-Ladekabel, LadecaseUSB-C-Ladekabel, Ladecase (mit Audio-Transmitter), Adapter USB-C - 3,5-KlinkeUSB-C Ladekabel, LadecaseUSB-C-Ladekabel, Audio-Kabel, TransportbeutelUSB-C-Ladekabel, LadecaseUSB-C-Ladekabel, LadecaseUSB-C-Ladekabel, LadecaseUSB-C-Ladekabel, LadecaseUSB-C-Ladekabel, LadecaseUSB-C Ladekabel, LadecaseUSB-C-Ladekabel, LadecaseUSB-C-Ladekabel, LadecaseUSB-C-Ladekabel, LadecaseLadecase mit fest integriertem LadekabelBeutel, USB-Ladekabel, Audio-Kabel, Flugzeug-AdapterUSB-C-Ladekabel, LadecaseUSB-C-Ladekabel, LadecaseUSB-C Ladekabel, LadecaseUSB-C-Ladekabel, LadecaseUSB–C-Ladekabel, Ladecase (Qi kompatibel, Aufbewahrungsbeutel)USB-C-Ladekabel, TascheCase, Audio-, USB-Ladekabel, Flugzeug-AdapterCase, USB-Ladekabel, Flugzeug-AdapterBeutel, Audio-, USB-Ladekabel, Flugzeug-AdapterCase, Lightning-KabelUSB-LadekabelUSB-C Ladekabel, LadecaseBeutel, Batterie, Flugzeug-AdapterUSB-Ladekabel, LadecaseUSB-C Ladekabel, LadecaseUSB-C-Ladekabel, LadecaseUSB-C-Ladekabel, Ladecase
Kabellänge1,2 m1,1 m1,3 m1,2 m1,3 m1,2 m1,3 m
Gewicht14 g45 gje 5 g13 gje 7 g17 gje 5 gje 7 g44 g10 g14 g13 g12 gje 5 g11,6 g12 gje 4 g10 gje 6 g44 g13 g11 gje 5 gje 8 g42 g44 g71 g50 g20 g28 g26 g68 g10 gje 4 g
SonstigesIPX7IP55IPX5, BT 5.0 / AAC, SBCIPX4, BT 5.2 / SBC, AAC, LDACIPX4, in Grau, Weiß und Blau erhältlich, kompatibel mit SBC, AACIPX4, BT 5.0 / AAC, SBCIP54, BT 5.0 / SBC, AAC, AptX, AptX LLIPX4IPX4, BT 5.0 / AAC, SBCIPX5IP45, BT 5.2 / AAC, SBC, AptXIP55, BT 5.0 / AAC, SBCBT 5.2 / AAC, SBCIPX5IPX5IPX4, BT 5.2 / AAC, SBC

Wie funktioniert elektronisches Noise Cancelling?

Wie bei allen In-Ears gilt auch bei Ohrhörern mit aktiver Geräuschunterdrückung: Je besser die Passform ist, umso komfortabler sitzt der Hörer im Ohr und umso besser klingt er.

Mit einer guten Abdichtung werden schon eine Menge Umgebungsgeräusche gedämpft, doch die typischen Reisegeräusche wie Bahn- Schiffs- und Flugzeugmotoren sind selbst mit einem perfekt sitzenden Ohrstöpsel noch gut wahrnehmbar und nerven den entspannt musikhörenden Reisenden – genauso wie der Geräuschpegel anderer Mitfahrer.

In-Ears mit aktiver Geräuschunterdrückung setzen daher nicht nur auf mechanische Schallisolierung, sondern gehen ein Stück weiter und bekämpfen den Umgebungslärm mit einem physikalischen Trick: Ähnlich wie man Feuer mit Feuer bekämpfen kann, kann man Schall nämlich mit phasenverschobenem Schall auslöschen.

Schall wird durch Anti-Schall ausgelöscht

Schall ist nichts anderes als in Schwingungen versetzte Luft, besteht also aus Wellen. Treffen Wellenberge aufeinander, addieren sie sich und der Schall wird lauter. Trifft dagegen ein Wellenberg auf ein Wellental, löschen sich beide gegenseitig aus und es entsteht: Stille.

Dieses physikalische Prinzip nutzt man bei der aktiven Geräuschunterdrückung. Damit das funktioniert, sind in den Hörstöpseln Mikrofone integriert, die die Außengeräusche aufnehmen.

Eine intelligente Elektronik erzeugt aus diesem Außenschall durch Phasendrehung ein Negativ-Abbild – gewissermaßen Antischall. Dieser wird über den Kopfhörer zusätzlich zur Musik abgespielt. Trifft der phasenverdrehte Lärm aus dem Kopfhörer auf den Außenlärm löschen sich die Schallwellen des Lärms aus, übrig bleibt nur die Musik. Daher der Begriff »Noise Cancelling«.

Das klingt in der Theorie einfach, doch in der praktischen Umsetzung steckt der Teufel im Detail. Viele Hersteller gehen die Geräuschunterdrückung eher selektiv an, dann werden nur bestimmte Frequenzbereiche, die beispielsweise dem Motorengeräusch eines Flugzeugs entsprechen, eliminiert. Das funktioniert in solchen Situationen dann auch gut, in anderen aber eben nicht.

In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: In Ear Kopfhörer Noise Cancelling
Seit 2019 bietet auch Apple seine drahtlosen Kopfhörer mit Noise Cancelling an.

Erschwerend kommt hinzu, dass man, je nach Umgebung, eben nicht komplett von der Außenwelt abgeschirmt sein möchte. Durchsagen in Bahn, Bus oder Flieger möchte man schon rechtzeitig mitbekommen. Auch wenn man sich in eine Umgebung aufhält, wo die Anwesenheit andere Menschen ein gewisses Grundrauschen erzeugt, wie beispielsweise im Büro, kann es von Vorteil sein, dieses Grundgeräusch zwar auszublenden, einer direkte Ansprache (vom Vorgesetzten) sollte man dagegen jedoch volles Gehör schenken.

Gerade Sony ist hier mit der neuen Range aktiver Noise-Cancelling-Hörer auf intelligenten Wegen unterwegs. So verfügt der WI-1000X über eine ausgeklügelte Elektronik, die auf Wunsch genau das übernimmt: Er analysiert die Umgebung, unterdrückt die unerwünschten Störfaktoren und leitet selektiv alle Durch- und Ansagen direkt ans Ohr weiter.

Das klingt noch komplizierter, als eine »einfache« Unterdrückung von Motor- und anderen Außengeräuschen, – ist es auch. Die besondere Kunst besteht darin, dass die Klangqualität der Musik nicht zu sehr darunter leidet. Für Klangpuristen sind Kopfhörer mit Noise Cancelling daher eher nicht so gut geeignet, außer eben auf Reisen oder in anderer aktiver Umgebung – genießen sollte man eher im stillen Kämmerlein.

Bei der Geräusch­­unterdrückung kann die Musik­­qualität leiden

Ein weiterer Nachteil von Kopfhörern mit aktiver Geräuschunterdrückung: Die elektronische Bearbeitung geschieht über einen Prozessor und der braucht Strom. Auch In-Ears mit Noise Cancelling benötigen daher in der Regel einen Akku. Die Ausnahme macht Libratone mit dem Q Adapt In-Ear, der den Strom über seinen Lightning-Anschluss direkt vom Smartphone bezieht. Das funktioniert allerdings ausschließlich mit dem iPhone.

Bluetooth oder Kabel?

Auch bei den In-Ears mit aktivem Noise Cancelling geht der Trend allmählich immer mehr in Richtung Bluetooth-Verbindung zum Smartphone oder zum mobilen Musikplayer. Musste man beim verkabelten Bose QC20 noch zwischen Android und iOS wählen, ist das beim QC30 passé, dank Bluetooth-Verbindung ist dieser nämlich uneingeschränkt mit beiden Plattformen kompatibel.

Selbst die Verbindung zwischen den beiden In-Ears findet zunehmend über Bluetooth statt, die True Wireless In-Ears halten also auch hier Einzug. Viele können sich aber nicht so recht mit den Winzlingen anfreunden, insbesondere Sportler greifen lieber auf verkabelte In-Ears oder zumindest welche mit Neckband zurück. Diese finden Sie auch immer in unseren Empfehlungen, unter »Außerdem getestet« sowieso. Dort haben wir auch die komplett verkabelten Exemplare noch aufgeführt, sofern sie noch verfügbar sind.

Abgesehen von ihrer eindeutigen Ausrichtung auf Android oder iPhone haben die verkabelten Hörer nämlich einen gravierenden Vorteil: Sie funktionieren auch mit leerem Akku, zumindest als einfacher Kopfhörer, Bluetooth-Modelle bleiben bei leerem Akku komplett stumm.

 In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Samsung Galaxy Budspro

Testsieger: Samsung Galaxy Buds Pro

Samsung hat mit den Galaxy Buds Pro die True Wireless In-Ears mit aktivem Noise Cancelling konsequent weiterentwickelt. Besonders wichtig waren ein komfortabler Sitz und kompakte Abmessungen sowohl der In-Ears als auch vom Lade- und Transport-Case. Beim Sound kann man beim Samsung-Konzern auf zugekaufte Expertise von AKG zurückgreifen. Auffällig unauffällig findet sich auch das AKG-Logo auf dem Deckel der Ladebox.

Testsieger

Samsung Galaxy Buds Pro

Test  In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Samsung Galaxy Buds Pro
Die Galaxy Buds Pro bieten ein sehr differenziertes Noise Cancelling per App und einen sehr guten Klang.

Nachdem die Galaxy Buds Live mit ihrem bohnenförmigen Design und der innovativen Passform nicht so richtig überzeugen konnten, hat man die Galaxy Buds Pro komplett neu konstruiert. Auf den ersten Blick sehen die In-Ears zwar aus wie die meisten anderen Ihrer Art, spätestens beim Einsetzen aber merkt man, dass Samsung die herkömmliche Bauweise etwas abgewandelt hat. Die In-Ears sind leicht trichterförmig geworden, rutschen so aber noch besser in Richtung Gehörgang.

Verarbeitung und Ausstattung

Die Galaxy Buds Pro gibt es in drei Farbvarianten: Silber, Violett und Schwarz – allesamt sind hochglänzend. Das Lade-Case ist wie gesagt recht kompakt geworden, sodass es auch in der kleinen Tasche noch Platz findet. Trotzdem hat der Akku genug Kapazität, um die In-Ears mindestens dreimal aufzuladen. Das Case selbst wird per USB-C aufgeladen, ein passendes Ladekabel ist dabei – ein Ladenetzteil fehlt wie bei den anderen auch. Da muss das Ladegerät des Smartphones oder eine anderes USB-Netzteil herhalten. Da das Case auch mit dem Qi-Standard kompatibel ist, kann es zudem auch induktiv, also kabellos, aufgeladen werden.

Ansonsten sind die Galaxy Buds eher sparsam ausgestattet, insgesamt drei Eartips aus weichem Silikon müssen reichen. Dank der besonders ergonomisch geformten In-Ears tun sie das auch in den meisten Fällen.

Eine Ladung reicht für sieben Stunden Musik – mit aktivem Noise Cancelling

Die Kapazität das Akkus im kompakten Lade-Case reicht, um die Ohrstöpsel insgesamt dreimal voll aufzuladen. Danach langt es dann immer noch für etwa eine halbe Ladung, womit man immerhin gut drei Stunden Musik hören kann – mit aktivem Noise Cancelling wohlgemerkt.

Eine Ladung der beiden Stöpsel reichte bei unserem Test für gut sieben Stunden Dauerberieselung, bei voller Lautstärke und mit eingeschaltetem Noise Cancelling. Ist das Noise Cancelling deaktiviert, reicht es locker für acht Stunden und länger.

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In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Samsung Galaxy Budspro
Die Galaxy Buds sind recht klein, dasselbe gilt für das Ladecase, trotzdem verfügen beide über genug Akkukapazität für etliche Stunden Musikgenuss.
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Samsung Galaxy Budspro Inears
Die Form der In-Ears passt sich gut ins Ohr ein, sie sitze komfotabel und dichten sehr gut nach außen ab.
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Samsung Galaxy Budspro Komplett
Die Drei Paare Eartips reichen in der Regel vollkommen aus, dann gehört noch das obligatorische Ladekaabel und das Ladecase dazu.
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: 1k Samsung Galaxy Buds Pro
Die Galaxy Buds gibt es in den Farben Phantom Silver, Phantom Violet und Phantom Black.

Intelligente Kommunikation

Bedient werden die Galaxy Buds Pro erstmals per Touch-Flächen auf den In-Ears. Das hat man wie üblich schnell raus. Allerdings kann es schon beim Einsetzen und Ausrichten auf die Gehörgänge zu leichten Irritationen führen. Hier kann die kostenlose Wear App von Samsung sofort Abhilfe schaffen, da sich die Touch-Flächen kurzerhand deaktivieren lassen.

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In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Screenshot Galaxy Budspro
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Screenshot Galaxy Budspro
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Screenshot Galaxy Budspro
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Screenshot Galaxy Budspro

So richtig komfortabel und vielseitig nutzen kann man die Galaxy Buds Pro allerdings erst per Wear App. Diese App arbeitet mit fast allen tragbaren Geräten von Samsung zusammen, die Galaxy Buds Pro müssen also nach der Installation ausgewählt und aktiviert werden. Neben einer personalisierten Anpassung der Touch-Gesten, der Update- und Finde-Funktion lässt sich die Intensität der aktiven Geräuschunterdrückung sowie Talkthrough einstellen.

Umfangreiche Anpassungen in der App möglich

Als besonderes Feature erkennt die App die Stimme des Trägers und schaltet die Außengeräusche zu, weil ein Gesprächspartner vermutet wird. Erst nach zehn Sekunden Ruhe werden die Außengeräusche wieder ausgesperrt und die Musik wieder hochgefahren. Diese Dialog-Einstellung lässt sich natürlich auch ausschalten. Die Klangcharakteristik der Hörer lässt sich aus insgesamt sechs Presets auswählen. Eine Klangregelung in Form eines Equalizers fehlt allerdings, wäre aber im Zweifel einfach per Update zu ergänzen.

Klang und Tragekomfort

Trotz glatter Hochglanzoberfläche lassen sich die Galaxy Buds Pro leicht einsetzen und rutschen wie von selbst in die richtige Position, wo sie dann schön abdichten. Wie immer erfüllt die gute Abdichtung einen doppelten Zweck. Einerseits haben es störende Außengeräusche nun schwerer, bis zum Ohr vorzudringen, außerdem kann sich der Sound so viel besser entfalten.

Der Sound der Galaxy Buds hat es tatsächlich in sich, schließlich haben die Audio-Spezialisten gleich zwei dynamische Treiber in den winzigen In-Ears untergebracht. Einer ist für die Bässe und Mitteltöne, ein zweiter für die Höhen zuständig. Jeder der beiden Treiber muss also nur einen Teil des Frequenzbandes wiedergeben und ist auf ihn spezialisiert.

Entsprechend breitbandig ist auch der Auftritt der Galaxy Buds Pro. Vom tiefsten Basskeller bis hin zu den feinsten, glitzernden Höhen wird alles sauber und präzise wiedergegeben. Die In-Ears vermitteln ein räumliches Klangbild, das man von den winzigen Dingern kaum erwartet. Dabei wirken weder die Bässe aufgesetzt oder angedickt, noch hilft man den tiefen und hohen Frequenzen mit einer Loudness-Abstimmung auf die Sprünge. Das lässt sich bei Bedarf mit den Presets in der App nach dem individuellen Geschmack einstellen, war bei uns aber nicht notwendig. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass das ANC keinen hörbaren Einfluss auf den Klang hat. Darüberhinaus liefern die Buds Pro auch eine sehr gute Sprachverständlichkeit beim Telefonieren.

Nachteile?

Die Galaxy Buds Pro haben nur wenige Nachteile, der wichtigste ist wohl die dürftige Ausstattung mit Eartips. Der fehlende Equalizer betrifft dagegen eher die App, aber da kann unter Umständen schon eines der nächsten Updates Abhilfe schaffen.

Samsung Galaxy Buds Pro im Testspiegel

Die Samsung Galaxy Buds Pro sind gerade neu auf dem Markt, deshalb nur ein paar Testergebnisse:

Im Test auf Connect vom März 2021 erhielt das Set mit 434 von 500 Punkten ein sehr gutes Ergebnis, besonders der exzellente Klang und ein sehr gutes ANC führen zu diesem Ergebnis:

»Die Galaxy Buds Pro sind gehören zu den besten In-Ears, die man derzeit kaufen kann. Obwohl sie außerordentlich kompakt sind, bieten sie einen exzellenten Klang und ein sehr gutes ANC, außerdem den besten Wasserschutz. Hinzu kommt eine vielseitige App mit vielen Extras und Steuerungsmöglichkeiten.«

Auch die Kollegen der Chip kamen im Februar 2021 mit der Note 1,2 zu einem sehr guten Testergebnis:

»Die Samsung Galaxy Buds Pro erweitern das Kopfhörer-Segment von Samsung um sehr gute In-Ears, die im Test mit tollem Sound und überzeugender ANC-Qualität gefallen. Die Ausstattung lässt kaum Wünsche offen und bietet sogar einen IPX7-Wasserschutz. Der Akku hält recht lange, die Bluetooth-Reichweite könnte aber besser sein. Der Preis für das hervorragende Gesamtpaket ist fair«

An der Reichweite hatten wir allerdings nichts zu bemängeln, bei unserem Test überbrückte die Bluetooth-Verbindung locker zehn Meter Luftlinie und eine dazwischen liegende Leichtbauwand völlig ohne Störungen.

Alternativen

Es gibt nach wie vor Alternativen, die günstiger zu haben sind oder anderen Prinzipien bezüglich Trageweise oder Musikübertragung folgen. Nicht jeder kommt beispielsweise mit True Wireless In-Ears zurecht.

Luxusvariante: Technics EAH-AZ70WE

Das erste, was an den Technics EAH-AZ70WE auffällt, ist nicht etwa die nüchterne, kryptische Typenbezeichnung, sondern die überaus hochwertige Verarbeitungsqualität – und die Größe der In-Ears. Gut, auch die Momentum True Wireless 2 von Sennheiser sind nicht gerade klein und passen dennoch erstaunlich gut auch in kleinere Ohren. Das gilt glücklicherweise auch für die In-Ears von Technics. Nebenbei lassen sich die großen In-Ears auch von Grobmotorikern gut ins Ohr einsetzen.

Wenn Geld egal ist

Technics EAH-AZ70WE

Test  In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Technics EAH-AZ70W
Technics präsentiert mit dem EAH-AZ70W ein echtes Schmankerl mit hervorragenden Klangeigenschaften und sehr gutem Noise Cancelling.

Bedient werden die Technics EAH-AZ70WE, wie es sich in dieser Preisklasse gehört, über Touch-Flächen, wobei die Gesten fest stehen und auch nicht per App angepasst werden können. Bei diesen Hörern kommt die Technics Audio Connect App zum Einsatz. Sie hat zwar eine verblüffende Ähnlichkeit mit der Panasonic App, trotzdem sind die Apps und Hörer von Technics und Panasonic wohl nicht miteinander kompatibel. Das macht im Grunde nichts, schließlich sind beide Anwendungen kostenlos herunterzuladen.

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In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Technics Eah Az70w
Die ausgeklügelte Technik, die in den Technics EAH-AZ70WE steckt, macht sich nur durch effizientes Noise Cancelling und hervorragenden Klang bemerkbar.
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Technics Eah Az70w Inears
Die In-Ears sind zwar recht groß, sitzen dank ihrer ausgeklügelten Form aber auch in kleine Ohren komfortabel.
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Technics Eah Az70w Komplett
Vier Eartips aus Silikon reichen für die meisten Ohren, die Ladung erfolgt über USB-C, das Case ist damit schnell aufgeladen, wenn das Netzteil entsprechend liefert.

In der App lassen sich Talkthrough und Aktives Noise Cancelling jeweils stufenlos einstellen, darüber hinaus gibt es die übliche Finde-Funktion, sowie eine skalierbare Standby-Schaltung, ähnlich der beim Smartphone. Last not least gibt es auch Klang-Presets (Bassanhebung oder Sprachverständlichkeit) sowie einen Equalizer zur Klangeinstellung nach den eigenen Vorstellungen.

Die EAH-AZ70WE klingen schön klar und mit sattem Tiefgang an den richtigen Stellen. Die Mittelhochtöne werden sehr fein aufgelöst und sehr impulsiv wiedergegeben. So macht Musik Spaß! Dass auch die räumlichen Aspekte des Klanggeschehens zu ihrem Recht kommen, lässt die EAH-AZ70W oft wie ausgewachsene Kopfhörer klingen.

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In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Screenshot Technics Eah Az70w1
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Screenshot Technics Eah Az70w2
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Screenshot Technics Eah Az70w3

Seitens der akustischen Fähigkeiten kommen die Technics den Momentum True Wireless 2 von Sennheiser sehr nah, allerdings liefern diese ein etwas runderes Klangbild dank des ausgeprägten Grundtonbereichs. Die Technics spielen untenrum etwas dezenter und klingen dadurch einen Tick offener. Das sind aber nur Nuancen und fallen unter die Rubrik Geschmackssache.

Klanglich kaum zu toppen

Den Technics EAH-AZ70W ersetzen die Momentum True Wireless 2 an dieser Stelle, weil es klanglich und seitens der Verarbeitungsqualität zwar kaum Unterschiede gibt, das Noise Cancelling der Hörer von Technics sich aber viel differenzierter anpassen lässt. Und ums aktive Noise Cancelling geht es hier ja vorrangig.

Klassische Bauweise: Huawei FreeLace Pro

Huawei hat nicht nur True Wireless In-Ears im Programm, mit den FreeLace Pro gibt es auch ein Exemplar mit Neckband als Verbindung zwischen den beiden In-Ears. Die FreeLace Pro gibt es außer in Grün auch in Schwarz und Weiß oder wie es genau heißt: Spruce Green, Graphite Black und Dawn White. Auf dem rechten Ende des Neckbands sind die Bedientasten untergebracht, außerdem ist es steckbar. Zieht man den rechten In-Ear ab, wird der USB-C-Stecker sichtbar, der zum Aufladen des Sets in ein entsprechendes USB-Ladegerät gesteckt werden kann.

Der beste mit Neckband

Huawei FreeLace Pro

Test  Bluetooth-In-Ear-Kopfhörer: Huawei FreeLace Pro
Beim FreeLace Pro von Huawei sorgt ein Neckband für den Zusmmenhalt der InEars.

Bis es aber soweit ist, spielt der FreeLace Pro 24 Stunden lang nonstop Musik und zwar bei maximaler Lautstärke. Die drei Steuertasten sind gut auf dem Bedienfeld zu ertasten, außerdem folgt hier die Form der jeweiligen Funktion. Dadurch ist die Bedienung für manch einen einfacher als bei einem True Wireless, weil man quasi unter Sicht arbeiten kann und nicht blind auf den Ohren herumtippen muss.

Streng genommen handelt es sich bei den FreeLace Pro um Ear-Buds, anders als »richtige« In-Ears werden sie nicht im Hörkanal, sondern eher davor platziert. Der entsprechend geformte große Korpus sorgt für guten Halt in der sogenannten Concha, also der Ohrmuschel. Werden die Huawei FreeLace Pro nicht gebraucht oder fällt doch mal einer aus dem Ohr, baumeln sie sicher am Neckband. Dank integrierter Magneten hängen die In-Ears sogar aneinander.

Werden die In-Ears nicht gebraucht, baumeln sie sicher am Neckband

Die Bedienung erfolgt wie gesagt entweder über die Tasten, die am rechten Ende des Neckbands zu finden sind oder per App. Die funktioniert zwar auch bei anderen Kopfhörern des Herstellers, bietet allerdings recht wenige Einstellmöglichkeiten. So lässt sich zwar eine Art Balance zwischen ANC und Talkthrough einstellen, die Funktion der Touch-Flächen der In-Ears lassen sich variieren, eine Klangregelung gibt es dagegen nicht.

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In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Huawei Freelace Pro1
Die FreeLace Pro sind typische Neckband-Hörer, die In-Ears kleben dan integrierter Magneten aneinander.
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Huawei Freelace Pro Bedienelemente
Ein USB-C-Stecker zum Aufladen ist bereits integriert.
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Huawei Freelace Pro Ladekabel
Das Adapterkabel gehört zum Lieferumfang.
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Huawei Freelace Pro Komplett
Adapterkabel, Neckband-Kopfhörer und Eartips gehören zum Lieferumfang einen Transportbeutel gibt es nicht.

Beim Noise Cancelling gibt es drei Einstellungen, einmal werden sämtliche Geräusche ausgesperrt, einmal von den Außenmikrofonen durchgelassen und in der dritten Einstellung wird das ANC komplett ausgeschaltet. Egal, welcher Modus ausgewählt wird, klanglich gibt es keine hörbaren Unterschiede.

Das Mikrofon zum Telefonieren haben die Ingenieure von Huawei so geschickt angebracht, dass wir auf der Gegenseite sehr gut zu verstehen sind – und zwar völlig egal, in welcher Position das Bedienteil des Neckbands mit dem Mikrofon gerade hängt. Wir können unseren Gesprächspartner ebenfalls gut verstehen – und zwar auf beiden Ohren.

Ein großer Treiber sorgt für satten Sound

Für die akustische Umsetzung setzt Huawei beim FreeLace Pro auf großzügig dimensionierte dynamischen Treiber. Diese haben einen Durchmesser von satten 14 Millimetern – nur zum Vergleich: Die meisten Konkurrenten liegen hier deutlich unter 10 Millimetern.

Erwartungsgemäß machen die FreeLace Pro auch im Basskeller ordentlich Druck, ohne zu viel des Guten zu machen. Im Gegenteil, die Anbindung an den Mittelton und den Hochtonbereich gelingt ohne hörbare Lücken. Dabei sind sie noch nicht einmal besonders anspruchsvoll, was die Position im Ohr anbelangt. Die Kombination der Eartips mit den Flügelchen, die für zusätzlichen Halt sorgen, leistet hier ganze Arbeit.

Bei den Neckband-Konstruktionen gehört der Huawei FreeLace Pro zu den besten, die man bekommen kann, wer sich nicht mit True-Wireless-Hörern anfreunden kann, ist hier bestens bedient.

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In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Screenshot Huawei Lacefreepro
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Screenshot Huawei Lacefreepro
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Screenshot Huawei Lacefreepro

Für Apple-Fans: Apple AirPods Pro

Die Apple AirPods Pro sind die ersten Kopfhörer von Apple überhaupt, die ein aktives Noise Cancelling integriert haben. Angelehnt sind sie an die AirPods, allerdings mit einem gravierenden Unterschied: Das vormals so propagierte One-Size-Fits-All-Konzept ohne Passstücke oder Eartips findet bei den AirPods Pro keine Verwendung – aus gutem Grund. Zwar mag das System in vielen Ohren sicheren Halt finden, komplett abgedichtet haben sie aber nie – das ist allerdings eine Grundvoraussetzung für ein effektives Noise Cancelling.

Mit drei Paar Silikon-Pass­stücken

Folgerichtig zum neuen Pass-Konzept, liegen den AirPods Pro drei Paar Passstücke aus Silikon bei, zwei Paar fein säuberlich auf der Transportpappe befestigt. Außerdem finden wir mit dem Lade- und Aufbewahrungsdock einen alten Bekannten vor. Technisch entspricht es dem Ladedock der AirPods 2019, wie dieses lässt sich auch das der Pros wahlweise über das beiliegende Kabel mit Lightning-Anschluss oder kabellos per Induktion aufladen.

Der beste fürs iPhone

Apple AirPods Pro

Test  In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Apple AirPod Pro
Apple hat den AirPods jetzt eine aktive Geräuschunterdrückung spendiert, nun heißen sie AirPods Pro.

Die Kopplung der AirPods Pro funktioniert übrigens mit dem iPhone hervorragend, mit den meisten anderen Smartphones muss man lediglich kurz die Taste am Dock bemühen, dann klappt’s auch dort reibungslos. Was bei Androids fehlt, ist eine Ladestands-Anzeige, das lässt sich aber mit der kostenlosen App diverser Fremdhersteller implementieren. Mit der Podroid Pro App, die wir kurzerhand installiert haben, wird sogar der Ladezustand des Lade-Docks angezeigt.

Beim iPhone ist das natürlich kein Problem, allerdings ist für zusätzliche Anpassungen, wie das Umbelegen der Tasten oder die automatische Ohr-Erkennung und der Test des korrekten Sitzes, mindestens iOS 13.2 nötig. Dort sind diese Features im Bluetooth-Menü hinterlegt. Umbelegen der Tasten? Stimmt, die AirPod Pro reagieren jetzt auf echte Tasten, die jeweils in den Stielen integriert sind.

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In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Airpod Pro
Die neuen AirPod Pro im Case – erstmal kaum Unterschiede zum 2019-er Modell.
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Airpod Pro Inears
Das Design hat sich geändert, die Pros kommen jetzt mit Silikon-Passstücken, an den Stäbchen gibt es jetzt jeweils eine Schaltfläche.
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Airpod Pro Inears Anschluss
Standardmäßig wird das Case per Lightning-Kabel geladen, es geht aber auch kabellos per Induktion.
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Airpod Pro Zubehoer
Zum Zubehör gehören jetzt neben dem Ladekabel auch insgesamt drei Paar Passstücke.

Dabei erfüllen beide Seiten dieselben Funktionen: Wird die Taste kurz gedrückt, startet oder stoppt die Musik, zwei mal drücken zappt einen Track vor, drei mal einen zurück. Längeres Drücken aktiviert den ANC- oder den Transparenzmodus oder wahlweise auf einer Seite das Aufrufen von Apples Sprachassistenten Siri. Bestätigung erhält man nur durch verschiedene Sounds, eine Sprachmeldung als Rückmeldung gibt es nicht – und schon gar nicht auf Deutsch, wie das bei den Sonys der Fall ist. Dafür ist das Klicken des Tasters recht gut zu hören.

Das ANC hat fast keinen hörbaren Einfluss auf die Lautstärke oder die Tonalität

Das Noise Cancelling funktioniert so gut wie bei den meisten anderen In-Ears und hängt auch stark davon ab, wie gut das passive Noise Cancelling arbeitet, also wie gut die Hörer abdichten. Es arbeitet fast ohne hörbaren Einfluss auf die Lautstärke oder Tonalität zu nehmen.

Das ist gut so, denn die AirPods Pro liefern einen vorzüglichen Klang. Sie liefern nahezu das gesamte hörbare Frequenzspektrum und das tonal ziemlich ausgewogen. Im Tiefbass drückt er etwas nach, was vor allem im Vergleich mit den »alten« AirPods auffällt. Entweder liegt das an der besseren Passung oder am dedizierten Bass-Treiber, den Apple angeblich eingebaut hat.

Wenn man unbedingt Airpods mit aktivem Noise Cancelling haben möchte, sind die AirPods Pro eine sehr gute Wahl, auch klanglich sind sie ihren Kollegen weit voraus. Allerdings kann man für den Preis eine App erwarten und wohl auch das eine oder andere zusätzliche Passstück sollte mit drin sein.

Gute Wahl für wenig Geld: Soundcore Life P3

Die Soundcore Life P3 sind nochmal deutlich günstiger als ihre Kollegen, dennoch sind auch sie in fünf verschiedenen Farben erhältlich: schwarz, navy-blau, sky-blau, korallen-rot und off-white. Die fünf Paar mitgelieferten Eartips sind ebenso eine Sparmaßnahme wie das Case mit dem einfachen Klappmechanismus, aber eine mit der es sich durchaus leben lässt.

Gut & günstig

Soundcore Life P3

In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Th
Anker hat mit dem Soundcore Life P3 einen echten Preisknaller mit aktivem Noise Cancelling am Start.

Dafür lässt sich das Lade-Case der Life P3 nun induktiv, also völlig ohne Kabel aufladen. Das ist in der Preisklasse unter 100 Euro ein echtes Novum. Die In-Ears lassen sich darin genau viermal voll aufladen. Eine Ladung der Stöpsel reichte in unserem Test für sieben Stunden Musik in voller Lautstärke. Das ist schon beachtlich und vor allem länger als die teureren Kollegen.

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In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Soundcore Lifep3
Die Life P3 von Soundcore sind günstiger als sie aussehen.
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Soundcore Lifep3 Case
Die In-Ears können bis zu vier mal im Case aufgeladen werden.
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Soundcore Lifep3 Inears
Die In-Ears sind sitzen komfortabel im Ohr und dichten gut ab.
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Soundcore Lifep3 Komplett
Leicht abgespeckt aber immer noch genug – der Lieferumfang des Life P3 umfasst immer noch fünf Paar Eartips.

Auch die kostenlose Soundcore App hat dazugelernt. Das Noise Cancelling lässt sich nach wie vor aus den Voreinstellungen Verkehr, Indoor und Outdoor auswählen. Man kann den Transparenz-Modus auswählen, wenn man die Soundcores zum Beispiel zum Joggen nutzt oder sie einfach normal nutzen – dann sind beide Funktionen ausgeschaltet.

Umfangreiche Einstell­möglichkeiten per App

Für die Klangeinstellung stehen beim P3 mittlerweile etwa 20 Voreinstellungen zur Verfügung. Alternativ kann man nach wie vor den Klang per Equalizer individuell einstellen und diese Einstellung entsprechend abspeichern.

Neu Hinzugekommen ist der Schlaf-Modus. Der macht sich besonders gut auf langen Flug- oder Bahnreisen, weil einerseits die Störgeräusche ausgesperrt werden und andererseits eine entspannende Geräuschkulisse eingestellt werden kann. Vom Vogelzwitschern über feines Glockenspiel bis hin zu Windgeräuschen oder dem berühmten Rauschen des Waldes sind einige Ambiente-Sounds hinterlegt.

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In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Screenshot Soundcore P3 Anc Modi
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Screenshot Soundcore P3 Klang1
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Screenshot Soundcore P3 Klang2
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Screenshot Soundcore P3 Schlafmodus

Die Soundcore Life P3 klingen sehr erwachsen für ihr Geld. Der Bass kommt druckvoll und kontrolliert, lediglich den Mittelhochton-Bereich lösen viele teurere Konkurrenten besser auf. Auf jeden Fall bleibt der Klang von den verschiedenen ANC-Einstellungen ziemlich unbeeinflusst.

Mehr Bluetooth-InEar mit aktivem Noise Cancelling gibt es aktuell kaum fürs Geld, zumal die Life P3 mit modernster Ladetechnik ausgerüstet sind.

Außerdem getestet

Sony WF-1000XM3

Mit dem WF-1000XM3 geht der True-Wireless-In-Ear von Sony in die zweite Runde, auch wenn die Typenbezeichnung etwas anderes suggeriert. Die In-Ears sind größer und nochmal intelligenter als ihre Vorgänger. Standesgemäß unterstützt der WF-1000XM3 jetzt neben Google Assistant und Siri auch Alexa. Ein Grund mehr, dass sie lange unseren Favoriten stellten.

Das Ladedock reicht, um die Ohrstöpsel insgesamt dreimal aufzuladen. Eine Ladung der beiden Stöpsel reichte bei uns für satte acht Stunden Dauerberieselung, bei voller Lautstärke und abgeschaltetem Noise Cancelling. Ist das NC aktiv, wird die Elektronik mehr gefordert und die Laufzeit geht etwas zurück.

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In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Sony
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Sony Inears
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Sony Nfc
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Sony Typc
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Sony Zubehoer

Die Bedienung erfolgt hauptsächlich über die sensitiven Touch-Flächen der Hörer, zumindest bei den Grundfunktionen. Auch die Aktivierung des Noise Cancelling oder des Ambient-Sound geht über die großzügig dimensionierten Touch-Flächen. Der Ambient-Sound-Modus bestimmt, welche Art von Außengeräuschen bis ins Ohr durchgelassen werden, also beispielsweise Stimmen für Durchsagen oder wichtige Verkehrsgeräusche wie Hupen oder Sirenen. Eine Einstellung der Lautstärke ist über die Stöpsel allerdings nicht möglich.

 In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Screenshot Sonyapp
Die App bietet die Möglichkeit, die stärke des Umgebungsgeräusches (hier mit 12 angegeben) individuell anzupassen, und vieles anderes mehr.

Differenzierter funktionieren die individuellen Einstellungen natürlich per App, die Headphones Connect App von Sony erlaubt eine differenzierte Umgebungsgeräuscheinstellung und beinhaltet zudem einen Equalizer zur Klangoptimierung. Aus den Umgebungsszenarien »verweilt«, »spaziert«, »läuft« und »wird befördert«, welche die WF-1000XM3 zuverlässig automatisch erkennen, kann ich die Stärke der Außengeräuschunterdrückung individuell einstellen und jeweils nach Bedarf für Stimmen durchlässig machen.

Die WF-1000XM3 klingen angenehm ausgewogen und dabei sehr dynamisch und vermitteln schon so ein sehr räumliches Klangbild. Dies lässt sich mit Hilfe der 360 Reality Audio Funktion in der App noch verstärken. Was aber nicht bei allen Musikstücken funktioniert, so dass man es dann besser abschaltet.

Sony WF-1000XM4

Mit den WF-1000XM4 geht Sony mittlerweile in die dritte Generation der True Wireless mit aktivem Noise Cancelling. Das ist den Hörern bereits beim Auspacken deutlich anzusehen, zum ersten Mal testet Sony bei den WF-1000XM4 ein neues Verpackungsmaterial. Das wird unter anderem aus altem Verpackungsmaterial gewonnen und soll in jedem Fall nachhaltiger sein als der viele Plastikmüll, der aktuell noch viele Geräte der Unterhaltungselektronik vor Transportschäden schützt. Laut Sony ist das ein erster Versuch, der sukzessive auf alle Produkte ausgedehnt werden soll.

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In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Sony Wf 1000xm4
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Sony Wf 1000xm4 Case
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Sony Wf 1000xm4 Inears
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Sony Wf 1000xm4 Komplett

Das ist zumindest ein Anfang. Beim WF-1000XM4 fragten wir uns, was Sony denn an seinem bisherigen Erfolgsmodell noch verbessern wollte. Nach dem Auspacken fällt dann sogleich das Ladecase auf, welches deutlich kleiner ist als seine Vorgänger. Darunter hat offenbar auch der Akku gelitten: Die In-Ears lassen sich nur noch einmal voll und einmal jeweils halb aufladen. Da wird auch kein Schuh draus, wenn die In-Ears nach unserem Test nunmehr zehn statt acht Stunden durchhalten. Die In-Ears selbst sind ebenfalls komplett umgestaltet. Material und Oberfläche wirken nochmal deutlich hochwertiger als beim Vorgänger, und statt der sonst üblichen sieben Paar Eartips, liegen nun nur noch zwei aus Silikon und eines aus anpassungsfähigem Foam bei.

Nach wie vor verfügen die WF-1000XM4 über eines der intelligentesten Noise-Cancelling-Systeme, die ich kenne. Mittlerweile lernen die In-Ears, oder vielmehr die App, sogar hinzu. Sie können jetzt Tätigkeiten wie Hausputz, Kochen oder andere nach einer Weile als individuelle Tätigkeiten identifizieren und entsprechend das ANC darauf einstellen. Das dürfte zusammen mit der App jedoch auch bei den älteren WF-1000XM3 möglich sein.

Auch klanglich ist man sich bei den neuen WF-1000XM4 treu geblieben. Da gab es allerdings ohnehin kaum noch Luft nach oben. Enttäuschend war allerdings der Telefon-Test, den wir bei diesen Geräten gerne machen. Zwar hören wir die Gegenstelle sehr gut und natürlich auf beiden Seiten, wir sind dagegen bei der Gegenseite nur sehr verzerrt zu verstehen. Da wir die Dateien unserer Telefontests archivieren, konnte ein schneller Vergleich mit dem WF-1000XM3 ergeben, dass es an dieser Stelle tatsächlich eine Verschlechterung gegeben hat.

Insgesamt gibt es beim WF-1000XM4 noch reichlich Potential zur Verbesserung. Solange, und solange die Vorgänger noch so viel günstiger zu haben sind, sollte man lieber zu den WF-1000XM3 greifen.

Bose QuietComfort Earbuds

Bose ist zurück: Nach längerer Abstinenz, die zumindest den europäischen Markt betraf, hat Bose mit den QuietComfort Earbuds den Anschluss an den True Wireless In-Ear Hype geschafft. Vom Start weg profitiert der True Wireless von Bose natürlich vom umfangreichen Knowhow des Herstellers – und zwar bezüglich des aktiven Noise Cancelling und der Klangqualität gleichermaßen.

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In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Bose Quietcomfort Earbuds
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Bose Quietcomfort Earbuds Offthebox
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Bose Quietcomfort Earbuds Bt Taste
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Bose Quietcomfort Earbuds Komplett

Groß sind sie allerdings geworden, und zwar sowohl die In-Ears als auch das Ladecase. Das Case musste allerdings so groß sein, dass die In-Ears da noch gut reinpassen. Die Kapazität des integrierten Akkus reicht jedoch nur, um die QuietComfort Earbuds zweimal aufzuladen, sodass insgesamt maximal drei Ladungen zur Verfügung stehen. Das Case selbst kann wahlweise mit Hilfe des mitgelieferten USB-C-Kabels und eines entsprechenden Ladenetzteils aufgeladen werden, hier passt meistens das vom Smartphone. Allerdings kann das Case auch drahtlos per Induktion aufgeladen werden, es muss dazu einfach auf die Qi-Ladefläche gestellt werden.

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In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Screenshot Bose Qc Buds
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Screenshot Bose Qc Buds
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Screenshot Bose Qc Buds
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Screenshot Bose Qc Buds

Die Intensität des Noise Cancelling lässt sich in zehn Stufen einstellen und funktioniert so effektiv, dass auf Stufe zehn quasi nichts mehr von außen ins Ohr dringt. Daran ist die sehr gute Passform jedoch nicht ganz unschuldig, denn die großen In-Ears lassen sich erstaunlich einfach einsetzen und dichten dann sehr gut ab. Im Zweifel hilft die Bose Music App beim richtigen Einsetzen der In-Ears, allerdings ist die App noch so frisch, dass nicht alle Funktionen so reibungslos ablaufen wie das Online-Handbuch.

Tatsächlich hatten wir einige Schwierigkeiten, die In-Ears mit der App zu koppeln. Nach einem Reset der In-Ears und einem Neustart der App klappte es dann. Dennoch ist die App noch nicht komplett ausgereift. Aktiviert man die Trageerkennung, werden die entsprechenden Optionen (Pausieren beim Ablegen, etc.) direkt ausgeblendet. Auch eine Klangregelung fehlt bislang.

Dafür hat Bose beim Klang der QuietComfort Earbuds alles richtig gemacht. Sie bieten ein ausgewogenes Klangbild, dass sich insbesondere für sehr lange Hörsessions eignet. Die Grenzen des hörbaren Frequenzbandes leuchten sie dabei nicht soweit aus, wie beispielsweise die EAH-AZ70WE von Technics. Seitens der App und auch der Sprachverständlichkeit beim Telefonieren ist zudem noch Luft nach oben.

JBL LivePro+ TWS

Außer in weiß sind die JBL LivePro+ TWS auch in beige, rosa und schwarz erhältlich – es dürfte also für fast jeden Geschmack die richtige Farbe dabei sein. Die JBL Hörer können aber weit mehr als dem aktuellen Modegeschmack Tribut zollen – schließlich ist JBL ja ein Audio-Spezialist.

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In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Jbl Livepro+tws
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Jbl Livepro+tws Case
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Jbl Livepro+tws Inears
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Jbl Livepro+tws Komplett

Auch wenn es hier hauptsächlich darum geht, bestimmtes Audio – nämlich störende Umgebungsgeräusche – auszusperren, legen die LivePro+ TWS außerdem auch höchsten Wert auf gute Klangqualität. Das Aussperren fällt umso leichter, als sich die In-Ears nicht zuletzt wegen der vielen mitgelieferten Eartips perfekt im Ohr platzieren lassen. So bleibt schon ein Großteil des Störungspotentials außen vor.

Den Rest erledigt das aktive Noise Cancelling, das mit drei verschiedenen Einstellungen auf die unterschiedlichen Umgebungen angepasst werden kann. Im »Alltäglichen Modus« werden alltägliche Geräusche, wie Stimmen-Gemurmel und ähnliches ausgeblendet. »Der Reisemodus« empfiehlt sich bei Reisen mit der Bahn oder dem Flugzeug. Der »Aktive Modus« schließlich blendet Geräusche aus, die bei Aktivitäten im Freien entstehen.

Das Noise Cancelling funktioniert dabei recht gut, vor allem, weil sich sämtliche Einstellungen dazu komfortabel in der App vornehmen lassen. Hier lässt sich auch das Maß des Transparenz-Modus stufenlos einstellen, sodass man nicht zwangsläufig komplett von der Außenwelt getrennt ist. Der Klang wird von den Einstellungen übrigens nicht hörbar beeinflusst.

 In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Screenshot Jbl Livepro+
In der Außengeräusch-Unterdrückung können drei unterschiedliche Modi ausgewählt werden.

Das ist gut so, denn die LivePro+ TWS haben auch klanglich einiges zu bieten. Der Bass reicht sehr tief runter, bleibt dabei aber immer konturiert und überdeckt dabei zudem weder die Mitten noch die Höhen. Er vermittelt die intime Atmosphäre eines Clubs ebenso, wie ein großorchestriertes Spektakel.

Der JBL LivePro+ TWS ist ein Hörer für alle, die ebenso viel Wert auf pfiffiges Design, wie auf ein sehr gutes Klangergebnis legen. Das gute Noise Cancelling sorgt dabei für genügend Privatsphäre.

Bowers & Wilkins PI7

Mit den PI7 hat Bowers & Wilkins gleich ein echtes Dickschiff aufgefahren. Allein das Case ist nicht nur groß, es wurde auch ein guter Anteil Metall ins Gehäuse investiert. Der Integrierte Akku kann die In-Ears bis zu viermal nachladen, was allerdings mittlerweile fast schon Standard ist, und was der PI7 mit einer Laufzeit der In-Ears von knapp vier Stunden auch dringend benötigt. Im Großen Case verbirgt sich also noch mehr als der Akku und die dazugehörige Ladeelektronik.

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In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Buw Pi7
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Buw Pi7 Case
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Buw Pi7 Inears
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Buw Pi7 Komplett

Bei Bowers & Wilkins hat man weiter gedacht und sich daran erinnert, wieviele Hifi-Anlagen noch ohne Bluetooth-Schnittstelle auskommen müssen. Deshalb ist im dicken Case des Bowers & Wilkins PI7 ein sogenannter Bluetooth-Transmitter integriert. Sie müssen also nur noch das mitgelieferte Kabel in die Kopfhörerbuchse Ihrer Stereo-Anlage einstöpseln, das andere Ende in die USB-C-Buchse des Cases und schon können Sie die Musik von der Stereo-Anlage über die PI7 True Wireless genießen. Das besagte Kabel gehört übrigens zum Lieferumfang.

So einen Aufwand würde man bei Bowers & Wilkins natürlich nicht treiben, wäre man nicht von den Klangeigenschaften der In-Ears überzeugt. Und tatsächlich liefern die PI7 ein sehr ansprechendes Klangbild, wobei ihnen eine ähnlich breite Bühne gelingt, wie der Konkurrenz von Sony und Technics. Klanglich gelingt ihnen der perfekte Spagat zwischen tiefreichenden, satten Bässen, einem angenehm sonoren Grundton und sehr fein auflösendem Mittelhochtonbereich. Dabei sitzen die recht groß und klobig anmutenden In-Ears erstaunlich komfortabel in den Ohren.

Daher dichten die Bowers & Wilkins PI7 auch hervorragend nach außen ab, immer auch eine gute Voraussetzung für ein gut funktionierendes aktives Noise Cancelling. Im Falle der PI7 wird das ebenfalls über ein App feinjustiert. Ich kann das ANC entweder stufenlos skalieren, oder aber die automatische Anpassung aktivieren, diese orientiert sich dann an der Lautstärke der Umgebungsgeräusche, und passt sich entsprechend an. Auch die Umgebungsdurchschaltung, wie hier der Transparenz-Modus heißt, ist skalierbar bzw. lässt sich komplett abschalten. Anders als bei vielen Konkurrenten hat das Noise Cancelling einen hörbaren Einfluss auf den Klang, der sich ganz leicht in Richtung Loudness-Charakteristik bewegt.

Eine Klangregelung gibt es in der App dagegen ebensowenig, wie eine individuelle Anpassung der Touch-Gesten an den In-Ears. Dafür wartet die App mit einem Feature auf: Zum Entspannen auf Reisen oder zum Einschlafen hat Bowers & Wilkins entsprechende Hintergrundgeräusche in der App hinterlegt. So gibt es viele natürlich Geräuschkulissen, wie das Plätschern eines Baches, das Rauschen eines Wasserfalls, Prasseln eines Feuers und viele andere mehr, die beim Entspannen helfen.

Der Bowers & Wilkins PI7 ist die ideale Bluetooth-Ergänzung für die heimische Stereo-Anlage. Auf Reisen kann er mit gutem Noise Cancelling und den entsprechenden Klangwelten für perfekte Entspannung sorgen, vorausgesetzt, die Reise dauert nicht allzu lange an.

LG TONE Free FN7

Die LG TONE Free FN7 setzen die reinliche Tradition fort, welche die Vorgängermodelle begonnen haben. Jedes mal, wenn die In-Ears ins Lade-Case gesteckt werden, werden sie per UVnano-Technologie gereinigt. Zumindest sollen dadurch Keime abgetötet werden, die sich auf den In-Ears tummeln könnten.

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In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Lg Tone Free Fn7
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Lg Tone Free Fn7 Offthebox
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Lg Tone Free Fn7 Komplett

Sie lassen sich sehr leicht einsetzen und dichten dann sehr gut ab. In den meisten Fällen reichen die insgesamt drei Paar mitgelieferten Eartips vollkommen aus, um einen wirklich perfekten Sitz zu erreichen. Bei uns passten sie nach einem leichten Dreh ins Ohr perfekt, entsprechend satt klangen die TONE Free FN7.

Der Klang lässt sich in der App zudem umfangreich anpassen. Neben den auswählbaren vier Presets, stehen zwei Custom Einstellungen zur Verfügung. Hier lässt sich der Klang mit Hilfe eine Equalizers nach den individuellen Vorstellungen anpassen. Für den guten Klang sind übrigens die Audiospezialisten von Meridian verantwortlich zeichnen.

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In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Screenshot Lg Tone Free Fn7
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Screenshot Lg Tone Free Fn7
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Screenshot Lg Tone Free Fn7

Darüber hinaus lässt sich in der App die Intensität des Noise Cancelling einstellen, zumindest in zwei Stufen. Alternativ kann man bei den TONE Free FN7 auch die Außengeräusche freischalten, um an Gesprächen teilnehmen zu können, ohne die Stöpsel aus den Ohren nehmen zu müssen. Selbst die Gestensteuerung an den In-Ears lässt sich in der App individualisieren.

Wenn die TONE Free FN7 passen, wird man seine Freude an ihnen haben, ob nun keimfrei oder nicht. Eine variablere Anpassung des Noise Cancelling an unterschiedliche Szenarien wäre angemessen, zumal sie auch nicht ganz billig sind.

1More EHD9001BA

Der 1More EHD9001BA war lange Zeit unsere Empfehlung in Neckband-Bauweise, er hat einige Zutaten, die für viel versprechende Klangeigenschaften sorgen. Der EHD9001BA hat zudem ein Audiokabel, über welches man im Falle eines leeren Akkus immerhin noch Musik hören kann.

Bis es aber soweit ist, spielt der 1More EHD9001BA 15 Stunden lang nonstop Musik und zwar bei maximaler Lautstärke. Die Bedienung erfolgt entweder über die Tasten, die am linken Ende des Neckbands zu finden sind, oder per 1More App, die auch bei anderen Kopfhörern des Herstellers funktioniert.

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In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: 1more Ehd9001ba
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: 1more Ehd9001ba Inears
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: 1more Ehd9001ba Komplett

Beim Noise Cancelling gibt es Off und zwei Stufen (Mild, Strong) sowie zusätzlich eine Schaltung zur Unterdrückung lästiger Windgeräusche. Egal, welcher Modus ausgewählt wird, der Klng ändert sich nicht hörbar. Allerdings rauscht es bei aktiviertem Noise Cancelling leicht, was aber nur wahrzunehmen ist, wenn die Musik pausiert.

Beim Telefonieren bin ich erstaunlicherweise auch nicht besser zu verstehen als bei den meisten True Wireless, obwohl das Mikrofon am Ende des Neckbands eingebaut und damit viel näher am Mund ist.

Für die akustische Umsetzung setzt der 1More EHD9001BA auf sogenannte Hybrid-Treiber. 1More baut je einen dynamischen und einen BA-Treiber (Balanced Armature) ein. Die teilen sich die Frequenzen, so ist der dynamische Treiber für die Tiefen und der BA-Treiber für die hohen Töne zuständig.

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In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Screenshotmore Ehd9001ba1
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Screenshotmore Ehd9001ba2
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Screenshotmore Ehd9001ba3

Der 1More macht dann auch im Basskeller ordentlich Druck, offenbar wird da etwas nachgeholfen. Der daran anschließende Grundton, und die nahtlos angebundenen Mittelhochtöne beweisen, dass 1More die Abstimmung der Treiber aufeinander gut gelungen ist.

Bei den Neckband-Konstruktionen gehört der 1More EHD9001BA immer noch zu den besten, die man bekommen kann, besonders das Notkabel weiß zu überzeugen.

Soundcore Liberty Air 2 Pro

Die Soundcore Liberty Air 2 Pro gibt es außer in der von uns getesteten saphirblauen Version auch noch in Weiß, Rosenquarz und Onyx. Sie werden mit insgesamt neun Paaren Eartips geliefert. Die Abstufungen in der Größe sind tatsächlich so fein gewählt, dass für jedes Ohr das richtige Passstück dabei sein dürfte. Entsprechend gut dichten die Hörer dann auch ab, wenn sie eingesetzt sind, das ist sowohl für den Klang als auch für eine gute Isolation von störenden Außengeräuschen wichtig.

Die Liberty Air 2 Pro sind in einem Lade-Case untergebracht, das als sogenannter Slider ausgelegt ist. Der Deckel wird also aufgeschoben und die In-Ears lassen sich ohne große Fummelei herausnehmen. Die In-Ears lassen sich darin genau zweimal voll aufladen. Danach reicht es dann nur noch für eine Notladung von etwa 50 Prozent. Die Standzeit der In-Ears liegt mit sechs Stunden sehr gut, zumal wir sie wie immer bei voller Lautstärke laufen lassen.

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In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Soundcore
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Soundcore Komplett
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Soundcore Eartips

Viele Funktionen der Soundcore Liberty Air 2 Pro können mit Hilfe der kostenlosen Soundcore App einfach eingestellt werden. Das betrifft neben dem Klang auch die perfekte Anpassung des Noise Cancelling. Dort lassen sich die Voreinstellungen Verkehr, Indoor und Outdoor auswählen – oder man stellt den Wirkungsgrad selbst ein.

Dank der vielen Einstellmöglichkeiten funktioniert das Noise Cancelling der Liberty Air 2 Pro ausgesprochen gut, allerdings lassen sich viele der störenden Außengeräusche auch schon mit den passenden Eartips aussperren und davon liegen reichlich unterschiedliche bei.

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In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Soundcare Libertyair2pro Screen Anc
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Soundcare Libertyair2pro Screen Sound1
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Soundcare Libertyair2pro Screen Sound2

Klanglich haben die Liberty Air 2 Pro grundsätzlich eine ausgeprägte Loudness-Tendenz, damit liefert das Smartphone auch bei leiseren Pegeln ein vordergründig voluminöses Klangbild. Wer das nicht mag, kann versuchen, mit Hilfe des Equalizers eine natürliche Wiedergabe hinzubekommen. Jedenfalls bietet das Soundcore zusammen mit der App gerade im Bereich aktives Noise Cancelling vielfältige Möglichkeiten.

Audio-Technica ATH-ANC300TW

Der Audio Technica ATH-ANC300TW kommt aus den oberen Regalen des Herstellers. Das macht sich nicht nur im Preis bemerkbar, auch die Verarbeitung hinterlässt einen hochwertigen Eindruck. Außerdem hat Audio-Technica hier nicht bei der Ausstattung gespart: Neben den vier Eartips aus Silikon in drei verschiedenen Größen liegt noch ein Paar aus dem anpassungsfähigen Comply-Schaum bei. Die Aufladung per USB-C ist in dieser Preisklasse mittlerweile üblich, auch das beiliegende Ladekabel.

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In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Audio Technica Ath Anc300tw
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Audio Technica Ath Anc300tw Inears
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Audio Technica Ath Anc300tw Komplett

Die beiden winzigen Tasten, mit denen die ATH-ANC300TW bedient werden, wollen nicht so recht passen. Sie arbeiten zwar zuverlässig und haben auch gut spürbare Druckpunkte, mittlerweile macht man das hier aber eleganter mit touchsensitiven Oberflächen. Das spart neben der Fummelei auch das deutlich hörbare Knacken besagter Tasten.

Zum Glück unterstützt die universelle Audio Technica App auch diesen Hörer. Hiermit kann die Intensität des Noise Cancelling und des Talkthrough eingestellt werden. Beim aktivem Noise Cancelling gibt es hier drei Umgebungseinstellungen: Flugzeug, On the Go und Office. Beim Hearthrough lassen sich drei Intensitätsstufen auswählen: Low, Medium und High. ANC hat keine hörbaren Auswirkungen auf den Klang und entwickelt kein hörbares Rauschen.

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In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Screenshot Audio Technica Ath Anc300tw
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Screenshot Audio Technica Ath Anc300tw3
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Screenshot Audio Technica Ath Anc300tw1

Beim Klang tendiert der Audio Technica ATH-ANC300TW leicht in Richtung Loudness-Charakteristik und liefert eine beachtliche räumliche Abbildung. Dabei übertreibt er es mit dem Druck aus dem Basskeller nicht, verwechselt also nicht Pegel mit Tiefgang. Tiefgang hat er nämlich reichlich, vernachlässigt aber auch den Mittelhochtonbereich nicht, sodass er enorm spritzig herüberkommt.

Wer sich nicht an den umständlichen Bedientasten des ATH-ANC300TW stört, bekommt einen klangstarken In-Ear mit komfortablem Sitz, der zudem mit einem ordentlichen Noise Cancelling aufwartet.

Tronsmart Apollo Bold

Die In-Ears der Tronsmart Apollo Bold bauen zwar recht hoch und tragen entsprechend auf, sind aber schnell korrekt eingesetzt und sitzen komfortabel im Ohr. Die Bedienung erfolgt über die großen Touch-Flächen der In-Ears, was ein wenig Übung erfordert. Eine App gibt es für die Tronsmart Apollo Bold offenbar nicht, sodass man alle Bedienschritte per fest vorgegebener Klopfzeichen auf den Touch-Oberflächen eingeben muss. Das Noise Cancelling macht die Sache dabei nicht einfacher. Insgesamt dreimal muss man tippen, um das Noise Cancelling ein- oder auszuschalten beziehungsweise den Umgebungssound (Ambientsound) durchzustellen. Auf den Klang hat das so gut wie keinen Einfluss.

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In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Tronsmart Apollo Bold
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Tronsmart Apollo Bold
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Tronsmart Apollo Bold Komplett

Der recht ausgeprägte Loudness-Charakter der Hörer verleiht ihnen einen voluminösen Klang, selbst bei geringern Lautstärken. Der Mitteltonbereich ist, wie bei dieser Ausprägung üblich, etwas unterrepräsentiert, was vielen Stimmen etwas von ihrem Timbre nimmt. Die Feinauflösung in den Mitten und Höhen ist gut ausgeprägt, und selbst die Räumlichkeit geht in Ordnung.

Trotz der etwas umständlichen Bedienung mittels der verschienden Klopfzeichen können die Tronsmart Apollo Bold erstaunlich viel fürs Geld. Wer sich an der Bedienung nicht stört, kann hier ein echtes Schnäppchen machen.

Sennheiser Momentum True Wireless 2

Mit dem Momentum True Wireless 2 ist Sennheiser der Konkurrenz von Sony dicht auf den Fersen. Wie der Name schon vermuten lässt, gibt es den Momentum True Wireless in zweiter Generation, diesmal mit aktivem Noise Cancelling.

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True Wireless In-Ear-Kopfhörer Test: Sennheiser Monentumtw2
True Wireless In-Ear-Kopfhörer Test: Sennheiser Monentumtw2 Inears
True Wireless In-Ear-Kopfhörer Test: Sennheiser Monentumtw2 Komplett

Die Ausdauer der Momentum True Wireless 2 der In-Ears ist gegenüber den Vorgängern auf das Doppelte gestiegen, damit spielen sie nun mit über sieben Stunden quasi auf Augenhöhe mit den Sonys. Beide lassen sich bis zu drei mal im Dock nachladen, so dass sie sich hier ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern.

Die Momentum True Wireless 2 passen leicht ins Ohr und dichten perfekt ab, auch wenn Sennheiser drei Passstücke weniger beilegt – ideale Grundvoraussetzungen also für eine effiziente Unterdrückung der Außengeräusche. Bedient werden die Momentum True Wireless 2 per Touch-Flächen, wobei man die Befehle in der »Smart Control«-App individuell anpassen kann.

Auch das sogenannte »Transparent Hearing« kann in der App oder direkt an den In-Ears aktiviert werden. Sie können also die Außenwelt dazuschalten und dabei wahlweise die Musik stoppen oder weiterlaufen lassen. Zwar passt sich das Noise Cancelling bei Weiten nicht so an die Umgebungsbedingungen an wie bei den Sony WF 1000XM3, dennoch funktioniert es sehr effektiv und hat vor allen Dingen keinen hörbaren Einfluss auf den Klang.

Hier wiederum können die Momentum True Wireless 2 locker punkten, denn obwohl die App über einen sehr anpassungsfähigen Equalizer verfügt, wird man zumeist ohne auskommen können. Die Momentum klingen sehr natürlich, reichen dabei tief in den Basskeller hinab und schaffen einen nahtlosen Übergang in den Mitteltonbereich. Im Mittelhochtonbereich liefern sie eine sehr feine Auflösung, wobei sie allzu vorwitzigen Zischlauten die Spitze nehmen. Nicht umsonst unterstützen die Sennheiser-Hörer den aptX-Codec bei der Bluetooth-Übertragung, was allerdings Sony mit dem breitbandigeren LDAC noch toppen kann.

Auch beim Telefonieren überzeugen die True Wireless 2 mit sehr guter Sprachverständlichkeit und ohne Abbrüche oder andere Störungen. Hier liegen sie wieder eindeutig vor den Sonys und können sich sogar knapp hinter den AirPods Pro platzieren.

Die Momentum True Wireless 2 sind zwar aktuell noch schlappe 100 Euro teurer als die Favoriten, der recht hohe Preis lässt sich aber auch argumentieren: Sie klingen schlicht besser, und zwar bei Musik und beim Telefonieren.

1More ComfoBuds Pro ES901

Die 1More ComfoBuds Pro ES901 machen ihrem namen alle Ehre, einmal aus dem Case genommen und in die Ohren gesteckt, sitzen sie tatsächlich sehr komfortabel und bieten die von 1More gewohnte Klangqualität feil. Die sehr glatte Oberfläche der In-Ears macht allerdings gerade beim Herausfummeln aus dem Case mitunter echte Probleme. Die magnetisch unterstützte Lage im Case erschwert das Herausnehmen ebenfalls.

Dafür gibt es eine recht ordentliche App, mit der sich das Noise Cancelling in zwei Stufen (strong und mid) einstellen lässt. Das hat übrigens keinen hörbaren Einfluss auf den Klang. Das mitunter nervige Windgeräusch, gerade beim Joggen und ähnlichen Outdoor-Aktivitäten, lässt sich ebenfalls mit einem Schalter in der App unterdrücken. Smart Playback lässt sich zu und ausschalten, das heißt, dass die Musik-Übertragung beim herausnehmen ienss Hörer stoppt oder eben nicht. In den Custom Settings kann man die Touch-Gesten der Bedienung individualisieren, eine Klangregelung gibt es dagegen nicht.

Das haben die 1More ComfoBuds Pro ES901 allerdigs auch kaum nötig, denn wie gesagt, verwöhnen die In-Ears mit gewohnt sattem vollen Sound, der auch bei heftigen Tiefbass-Orgien nicht die Kontrolle verliert. Lediglich beim Telefonieren muss man eine leichte Verzerrung der eigenen Stimme hinnehmen, was aber nur Dauertelefonierer wirklich stören dürfte. Die freuen sich dagegen, wie alle anderen auch, über die 15 Stunden lange Akkulaufzeit der In-Ears, die dann noch gut viermal im Case nachgeladen werden können.

KEF Mu3

Für die Produkte der Mu-Reihe konnte der Hersteller KEF den Stardesigner Ross Lovegrove verpflichten. So prangt dann auch der entsprechende Schriftzug auf den True Wireless In-Ears Mu3, wenn auch ganz dezent unter dem Deckel des Lade-Case. Dem Kenner offenbart sich die Handschrift des Designers bereits beim Anblick der organischen Formen sowohl des Ladecase als auch der In-Ears selbst. Sämtliche Oberflächen sind aus poliertem Metall gefertigt, was das Einsetzen der In-Ears nicht immer ganz einfach macht.

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In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Kef Mu3
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Kef Mu3 Offthebox
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Kef Mu3 Komplett

Einmal eingesetzt, sitzen die KEF Mu3 jedoch sicher und komfortabel an Ort und Stelle – und zwar so, dass sie gut abdichten und ihre enorme Klangfülle entfalten können. Das ist genau die Kernkompetenz der KEF Hörer, da ist es kaum verwunderlich, dass es nur rudimentäres ANC gibt, das zudem per per Tasten-Druck aktiviert wird. Eine App ist steht aktuell nicht zur Verfügung, jedenfalls keine dediziert für die KEF Kopfhörer.

Klanglich können die Mu3 ganz oben mitspielen, sie liefern ein detaillierteres Klangbild als die QuietComfort Earbuds von Bose und können sogar mit den Technics mithalten. Wem es also in erster Linie auf tolles Design und hervorragende Klangeigenschaften ankommt, wird mit den Mu3 sicher glücklich werden. Aktives Noise Cancelling spielt hier eine untergeordnete Rolle.

Samsung Galaxy Buds Live

Die Samsung Galaxy Buds Live gibt es hier in den drei Farbvarianten Mystic Bronze, Mystic White oder Mystic Black. Uns standen die komplett neu designten In-Ears in Weiß zur Verfügung. Die Hörer liegen konstruktiv irgendwo zwischen In-Ears für den Hörkanal und dem von Apple eingeführten AirPods, die nur ins Ohr eingehängt werden und mit dem One-Fits-All Design ohne Passstücke oder Eartips auskommen. Die Form der Galaxy Buds Live erinnert etwas an Bohnen, und ganz ohne Eartips – oder hier besser Dichtungen – kommen sie eben nicht aus. Die Schallöffnungen sollen in den Gehörgang zeigen, werden aber nicht von den Dichtungen umgeben. Sie dichten den Gehörgang gegen die sogenannte Concha, also das Innere der Ohrmuschel, ab. Dazu reichen wohl zwei unterschiedliche Größen, mehr liegen nämlich nicht bei.

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In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Galaxy Budslive Imcase
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Galaxy Budslive Mitcase
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Galaxy Budslive Komplett

Falls man sich unsicher ist, hilft die animierte Anleitung in der App schnell weiter. Die Galaxy Buds sitzen schließlich sehr bequem in den Ohren und dichten tatsächlich nicht hundertprozentig ab. Das ist vom Hersteller so gewollt, denn einerseits empfinden manche Nutzer die komplette Abdichtung zur Außenwelt befremdlich bis unangenehm, andererseits spart man sich den technischen Aufwand einer Talkthrough-Funktion.

Hier ist dann gleich auch die Crux der Galaxy Buds Live, denn das Noise Cancelling funktioniert desto besser, je mehr die Hörer abdichten. Da die Galaxy-Hörer eben nicht komplett abdichten, nimmt der Benutzer in Kauf, dass immer ein gewisser Grundpegel an Außengeräuschen ans Gehör dringt. Dafür hat man auch niemals das Gefühl, in der Taucherglocke zu sitzen, was komplett abdichtende Kopfhörer mitunter mit sich bringen. Als Reisebegleiter im Flugzeug, Zug oder Auto (als Beifahrer) eignen sich die Galaxy Buds dennoch, denn die störenden, zumeist tieffrequenten Motorengeräusche werden erfolgreich heruntergedimmt.

Bedient werden die Galaxy Buds Live erstmal über die Touch-Flächen, die dazugehörige Samsung Wear App erlaubt dann eine personalisierte Anpassung der Touch-Gesten. Außerdem erfolgen die Updates für die In-Ears hierüber, und eine Finde-Funktion ist ebenfalls vorhanden. Die Klangcharakteristik der Hörer lässt sich aus insgesamt sechs Presets auswählen.

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In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Screenshot Galaxy Budslive2
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Screenshot Galaxy Budslive1
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Screenshot Galaxy Budslive3

Wir haben die Galaxy Buds Live hauptsächlich im »Normal«-Preset gehört und waren nicht wenig überrascht, wie nah die Soundqualität an die teurere Konkurrenz herankommt. Sie liefern ein insgesamt natürliches Klangbild und loten dabei auch die Tiefsten und höchsten hörbaren Frequenzen aus. Das Bassfundament ist druckvoll und solide, leitet über einen angenehmen Grundtonbereich ohne hörbare Lücken oder Übergänge zu den Mittel- und Hochtönen über. Das eingeschaltete Noise Cancelling beeinflusst den Klang übrigens in keiner Weise.

Wem herkömmliche In-Ears zu dicht sind und das Design der AirPods zu locker ist, der kann in den Galaxy Buds Live eine Alternative finden. Für das, was sie auch klanglich bieten, sind sie obendrein erstaunlich günstig.

Tronsmart Apollo Air

Von Tronsmart haben wir nach vielen anderen jetzt die Apollo Air zum Test. Überzeuge können die Hörer im Stiel-Design mit ihrem einfachen Handling. Schnell sind die aus dem Ladecase entnommem, und passend ins Ohr eingesetzt. Mit der zugehörigen App lässt sich sowohl das aktive Noise Vancelling aktivieren, als auch die Umgebungsgeräusche im sogenannten Talkthrough- oder Transparenz-Modus einblenden. Außerdem lassen sich die Gesten zur Bedienung individuell anpassen. Eine Klangregelung per Equalizer und Presets rundet die App ab.

Außer beim Telefonieren liefern die Tronsmart Apollo Air einen in dieser Preisklasse erstaunlich natürlichen Klang, der sogar ganz oben mitspielen kann. Problematisch wird es dagegen, sobald man die In-Ears zum Telefonieren benutzt. Ich komme bei der Gegenstelle leicht verzerrt und mit gelegentlichen Unterbrechungen an, was die Kommunikation doch stark beeinträchtigt. Die In-Ears hielten in unserem Test keine vier Stunden durch, lassen sich aber immerhin bis zu vier mal im Case nachladen, womit sie dann auf eine Gesamtlaufzeit von 20 Stunden kommen.

So gut sich die Tronsmart Apollo Air auch in ihren Kernkompetenzen schlagen, nämlich den Klang und das aktive Noise Cancelling, so ärgerlich sind die Störungen beim Telefonieren und die geringe Laufzeit der In-Ears.

Razer Hammerhead Pro

Die Marke Razer ist vielen aus der Gaming-Szene bekannt. Dort gibt es sogar ein Smartphone, das fürs Online Gaming optimiert ist. Die Hammerhead Pro sind auch fürs Spielen vorzugsweise am Smartphone oder Tablet prädestiniert, weil die Bluetooth-Datenübertragung zwischen den Hörern und dem Smartphone auf Wunsch komplett ohne die sonst üblichen Verzögerungen erfolgt. Allerdings gibt es auch eine aktive Unterdrückung der Außengeräusche, die sich vorzugsweise per App einschalten lässt. Die Hammerhead Pro sitzen sehr komfortabel in den Ohren, wenn man sie erstmal aus dem Case gefummelt hat. Sie verfügen über eine Stromsparfunktion – das heißt, dass sie sich abschalten, wenn sie einige Sekunden aus den Ohren genommen werden.

Leider kann man mit der ansonsten recht umfangreichen App nur einfache ANC-Modi einstellen: also Noice Cancelling »Ein« und »Aus« sowie Talkthrough »Ein« (für Durchsagen in der Bahn etc.). Dafür sind die Hammerhead Pro schlicht zu teuer, auch wenn sie sehr gut klingen.

Epic Air ANC True Wireless

Die Epic Air ANC True Wireless kommen vom amerikanischen Audio-Spezialisten JLab Audio, der hier noch recht unbekannt ist. Dafür trumpfen die True Wireless direkt mit eonem ganz besonders praktischen Feature auf: Das USB-Ladekabel ist fest im Case integriert, ist also auch unterwegs und auf Reisen immer dabei. Auch das Case selbst unterscheidet sich im Design deutlich von der Konkurenz. Es ist kaum abgerundet und die Oberfläche ist strukturiert wie Kunstleder. Das hat den Vorteil, dass sich Kratzer und andere Beschädigungen weniger bemerkbar machen als auf der hochglänzenden Oberfläche mancher Konkurrenz-Produkte.

Die Epic Air ANC entsprechen dann wiederum dem bewährten Stiel-Design, und sind mit ihrem perfekt gekröpften Oberteil schnell optimal im Ohr platziert. Dort entfalten sie dann ihren satten Sound, der tatsächlich recht »amerikanisch« abgestimmt ist. Der Bass ist sehr ausgeprägt, und zwar so stark, dass man bei basslastiger Musik schon wieder etwas zurücknehmen muss, damit das übrige Fequenzband ebenfalls zur Geltung kommt.

 In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Screenshot Epic Airanc
Das Noise Cancelling und der »Be Aware«-Modus können quasi stufenlos miteinander abgeglichen werden. Die App ist sehr umfangreich und trotzdem übersichtlich.

Ganz besonderes Augenmerk hat man beim Epic Air ANC auf das aktive Noise Cancelling gelegt. Mit ihrem komfortablen Sitz dichten die Hörer sehr gut ab, um dann zusammen mit der sehr guten App eine individuelle Balance zwischen ANC und Transparenz-Modus zuzulassen. Der Transparenz-Modus heißt hier Be-Aware, weil die App komplett auf englisch ist. Dennoch ist sie so übersichtlich und intuitiv gestaltet, dass an sich schnell zurecht findet. Auch der Equalizer ist nur einen Klick entfernt, so dass man den Sound nach dem eigenen Geschmack einstellen kann.

Zum Telefonieren eignen sich die Epic Air ANC allerdings überhaupt nicht, da ich an der Gegenstelle nicht zu verstehen bin. Das ist schade, denn auch seitens der Akkulaufzeit können die Hörer überzeugen. Immerhin bringen sie es zusammen mit dem Case auf satte 60 Stunden! Die Hörer allein liefen in unserem Test schon 15 Stunden nonstop bei höchster Lautstärke. Wer also aufs Telefonieren verzichten kann, bekommt mit den Epic Air ANC ein ausdauerndes, reisetaugliches True Wireless Set.

1More E1004BA

Der 1More E1004BA verfügt über ein Notfallkabel, mit dem selbst das aktive Noise Cancelling funktioniert. Für den guten Sound sind auf jeder Seite gleich zwei Treiber eingebaut, ein herkömmlicher dynamischer für die tiefen und mittleren Frequenzen und ein sogenannter BA-Treiber (Balanced Armature), der auf die hohen Frequenzen spezialisiert ist.

Zusammengehalten werden die Ohrstöpsel mit einem Nackenband, das neben der Elektronik auch die Akkus beherbergt. Am linken Ende des Nackenbügels befindet sich die Bedienmimik. Das Noise Cancelling lässt sich mit dem Schiebeschalter in zwei Stufen einstellen oder deaktivieren. In der ersten Stufe wird hauptsächlich Hintergrundgemurmel weggedimmt, wie es in manchen großen Büros entsteht. Die zweite Stufe macht das noch besser, dämpft aber auch »unten rum« nochmal einige Frequenzen ab, wie sie im Zug oder im Flieger entstehen. Allerdings sperrt der 1More die Störgeräusche weder so effektiv noch so intelligent wie der Sony aus.

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In-Ear-Kopfhörer mit Noise-Cancelling Test: 1more
In-Ear-Kopfhörer mit Noise-Cancelling Test: 1more Bedienfeld
In-Ear-Kopfhörer mit Noise-Cancelling Test: 1more Usb
In-Ear-Kopfhörer mit Noise-Cancelling Test: 1more Komplett

Außerdem rauscht er bei aktiviertem Noise Cancelling, zwar sehr leise, aber bei sehr leisen Passagen immerhin hörbar. Glücklicherweise gibt es aber keine hörbaren Klangunterschiede bei aktiviertem oder ausgeschaltetem NC. Die Abstimmung geht leicht in Richtung Loudness, was aber keineswegs stört, da er auch die Mitten fein auflöst und zudem ausreichend Bassfundament liefert. Wer nicht viel ausgeben will, für den ist der 1More durchaus eine Überlegung wert, besseres Noise Cancelling bekommt man aber von Sony oder Bose.

Panasonic RZ-S500W

Panasonic mischt mit den RZ-S500W im True-Wireless-Lager mit, ebenfalls mit aktivem Noise Cancelling. Die In-Ears lassen sich sehr gut einsetzen und sitzen nicht zuletzt dank der vielen Eartips komfortabel in den Ohren. Die Touch-Bedienung reagiert zuverlässig, für mehr Bedienkomfort sollte man die Panasonic Audio Connect App installieren, die eine umfangreiche Klangregelung sowie differenzierte Einstellungen des Noise Cancelling erlaubt.

Darüber hinaus hilft eine Ortungsfunktion verlorengegangene oder verlegte In-Ears wiederzufinden. Die RZ-S500W klingen sehr gut, allerdings wirkt sich das Noise Cancelling hörbar auf den Klang aus. Sobald das ANC eingeschaltet ist, kommt der Sound leicht komprimiert rüber. Zum Telefonieren sind die RZ-S500W nicht so gut geeignet: Der Anrufpartner hörte uns nur sehr verzerrt, wogegen wir ihn sehr gut auf beiden Seiten verstehen konnten.

Die Hörer lassen sich zwar nur zweimal im Dock nachladen, reichen aber für etwa sechs Stunden Musik am Stück, sodass man insgesamt eine Reichweite von etwa 18 Stunden erreicht. Die In-Ears sind zudem recht schnell wieder aufgeladen, so reicht eine viertel Stunde im Dock immerhin für eine gute Stunde Musikgenuss.

Der Panasonic RZ-S500W profitiert hauptsächlich von der sehr guten App, die es ermöglicht, sowohl den Klang als auch das Noise Cancelling auf die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Das geht natürlich nur, weil der RZ-S500W von Haus aus über die entsprechenden Hardware-Grundlagen verfügt.

Huawei FreeBuds 3i

Die Huawei Freebuds 3i sind gestaltet wie die AirPod Pro von Apple, auch Huawei setzt auf Eartips für einen komfortablen, gut abdichtenden Sitz in den Ohren. Allerdings kosten die Huaweis weniger als die Hälfte. Das Ladekabel mit USB-C-Stecker ist deutlich länger, als man es von anderen Herstellern gewohnt ist – das ist zwar nicht unbedingt notwendig, aber praktisch.

Die Freebuds 3i lassen sich sehr einfach einsetzen und sind anschließend kaum noch zu spüren. Nur der Sound gelangt unüberhörbar und dank der guten Abdichtung durch die Eartips auch sehr satt in die Ohren. Mitunter ist der Bassbereich etwas überrepräsentiert, aber das wollen ja viele genau so haben. Die Bedienung erfolgt durch die Touch-Flächen an beiden In-Ears, dabei ist es egal an welcher Seite: Langes Tippen schaltet das Noise Cancelling ein oder aus, doppeltes Tippen stoppt und startet die Musik oder das Telefonat. Eine App zur Anpassung des Klanges oder des Noise Cancellings gibt es nicht. Das Noise Cancelling funktioniert mittelprächtig, hat dafür aber nur wenig Auswirkungen auf den Klang.

Der kann sich sogar beim Telefonieren hören lassen. Hier liegen die Freebuds 3i auf höchstem Niveau, womit auch gleich ihre Bestimmung klar wird: Die Freebuds sind das ideale Zubehör fürs Smartphone, selbst wenn das nicht von Huawei ist. Die kleinen Abstriche im Bedienkomfort und beim Klang sind angesichts des Preises locker zu verschmerzen.

Huawei FreeBuds Pro

Die Huawei FreeBuds Pro sind, anders als die Neckband-Hörer FreeLace Pro, reine True Wireless In-Ears. Sowohl das Case als auch die In-Ears selbst haben ein schönes, glänzendes Gehäuse, wahlweise in Weiß – oder wie bei unseren Testmustern in Schwarz. Die erste Hürde vor dem Bentzen der In-Ears ist zugleich auch die ärgerlichste und unnötigste. Die Stöpsel lassen sich nur schwer dazu bewegen, aus dem Case zu kommen. Die Oberfläche bietet den Fingern einerseits kaum Halt, außerdem werden die In-Ears zusätzlich magnetisch im Case festgehalten. Letzeres sorgt beim Einsetzen ins Case zwar für ein sattes »Klack« – das nervt aber, wenn man die geladenen Stöpsel herausnehmen möchte.

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In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Huawei Freebuds Pro
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Huawei Freebuds Pro Offthebox
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Huawei Freebuds Pro Komplett

Einmal aus dem Case befreit, lassen sich die Kleinen sehr gut in die Ohren einsetzen. Die FreeBuds Pro werden von der gleichen App erkannt, wie die FreeLace Pro entsprechend umfangreich sind auch hier die Einstellungsmöglichkeiten für das ANC und für den Klang. Allerdings dichten die FreeBuds Pro nicht so gut ab wie ihre Kollegen mit dem Neckband, was sich nicht nur auf das ANC sondern auch auf den Klang negativ auswirkt. Dass die FreeBuds zudem keine Schutzklasse haben, ist zwar nicht schlimm, insgesamt sind sie allerdings für das Gebotene zu teuer.

Huawei FreeBuds 4i

Die Huawei FreeBuds 4i lassen sich, anders als die FreeBuds 4 im One-Fits-All-Design, mit verschiedenen Eartips individuell anpassen. Allerdings sitzen sie sehr fest im Ladecase, und bieten zudem kaum Grip, so dass sie sich nur sehr fummelig herausnehmen lassen. In unserem Test hielten die FreeBuds 4i dann allerdings knappe 10 Stunden durch, so dass sie mit zwei möglichen zusätzlichen Ladungen im Case insgesamt locker 30 Stunden Musik liefern können.

Dabei funktioniert das Noise Cancelling wegen der per se schon guten Abdichtung sehr ordentlich. Was (noch) fehlt, ist die Anbindung an eine App, diese würde die Bedienung und vor allem die Balance zwischen Noise Cancelling und Transparenz-Modus nochmal deutlich verfeinern und vereinfachen.

Die FreeBuds 4i klingen dabei sehr natürlich und ausgewogen, selbst das aktivierte Noise Cancelling hat keinen hörbaren Einfluss auf den Klang. Zusammen mit dem komfortablen Sitz können die In-Ears musikalisch überzeugen. Fürs Telefonieren eignen sie sich nur bedingt, da meine Stimme an der Gegenstelle recht verzerrt ankommt.

1More EHD9001TA

Die In-Ears 1More EHD9001TA fallen allein schon durch die markante Karbon-Optik auf, die mit feinstem Hochglanzlack überzogen wurden. Das geringe Gewicht der Ohrstöpsel lässt vermuten, dass hier der für seine Leichtigkeit bekannte Werkstoff tatsächlich zum Einsatz kommt. Allein das Lade- und Aufbewahrungs-Dock wiegt erheblich schwerer, was wiederum nicht allein dem eingebauten Akku, sondern auch dem Aluminiumgehäuse geschuldet ist.

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In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: 1more Ehd9001ta Mit Case
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: 1more Ehd9001ta Komplett
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: 1more Ehd9001ta Tasterjpg
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: 1more Ehd9001ta Usb C

Geladen wird das Case über das mitgelieferte USB-C-Kabel und ein entsprechendes Netzteil. Man kann es auch einfach auf eine Qi-Ladefläche stellen – wie mittlerweile auch viele hochwertige Smartphones.

Bedient werden die 1More EHD9001TA quasi zweigleisig: Die kleinen Schalter an den In-Ears sind ausschließlich für die Musik- und Telefonie-Funktionen zuständig. Hier wird die Lautstärke eingestellt, der nächste oder vorangegangene Track ausgewählt sowie einkommende Telefonate angenommen. Die Touch-Flächen schalten die In-Ears ein, aktivieren die Bluetooth-Verbindung und schalten zwischen den Noise-Cancelling-Stufen um.

Das aktive Noise Cancelling arbeitet nämlich in zwei Stufen und bietet außerdem eine Talk-Through-Funktion, mit der Außengeräusche bei Bedarf durchgeleitet werden. Wie immer hängt die Effizienz des Noise Cancelling zu einem erheblichen Teil vom schalldichten Sitz der In-Ears ab, hier dürfte es allerdings mit den insgesamt sieben Paar Silikon-Passstücken und vier Paar Spezial-Hooks keinerlei Probleme geben. Anders sieht allerdings der Einfluss der aktiven Außengeräuschunterdrückung auf den Klang aus: Sobald das ANC zugeschaltet ist, gerät die Abstimmung deutlich in Richtung Loudness. Dieser Griff in die akustische Trickkiste fällt bei den meisten Konkurrenten deutlich moderater aus oder ganz weg.

Bei Telefonieren leiden die 1More am gleichen konstruktiven Mangel wie die meisten Kollegen – weil das Mikro prinzipbedingt recht weit weg vom Mund ist, sind wir auf der Gegenseite nicht besonders gut zu verstehen. Andersherum gibt es dagegen keine Probleme, wir hören unseren Gesprächspartner klar und deutlich auf beiden Ohren.

Im Normalfall können die EHD9001TA klanglich voll überzeugen. Es kommen jeweils gleich zwei Treiber zum Einsatz: Im Tiefmitteltonbereich arbeitet ein dynamischer Zehn-Millimeter-Treiber, die hohen Frequenzen werden von einem Balanced Armature-Treiber besorgt. Die Abstimmung der beiden ist hervorragend gelungen. Der Bass arbeitet knochentrocken und mit etwas mehr Nachdruck als die Musik verlangt, bleibt dabei jedoch stets konturiert. Mittelhochton- und Hochtonbereich schließen sich nahtlos an, was dem Klangbild eine gewisse Vollmundigkeit und Dynamik verleiht. Die EHD9001TA schaffen eine unerwartet große musikalische Bühne und ein fast dreidimensionales Klangbild.

Bowers & Wilkins PI4

Mit dem Bowers & Wilkins PI4 hat der Hersteller seine Idee von einem In-Ear mit aktivem Noise Cancelling realisiert. Bowers & Wilkins legt seit jeher hohen Wert auf Design und Verarbeitungsqualität, der PI4 ist da keine Ausnahme. Obwohl viel Metall zum Einsatz kommt, ist der PI4 mit knapp über 40 Gramm erstaunlich leicht. Das Neckband ist aus sehr weichem, angenehm zu tragenden Gummi, die Bedienelemente sind geschickt auf die linke (Ein-/Ausschalter, Noise Cancelling) und rechte (Lautstärke/Skip-Tasten) Seite verteilt, sodass man sich recht schnell zurechtfindet.

Der Power Button muss zum Ein-/Ausschalten zwei Sekunden lang gehalten werden, fürs Pairing mit dem Smartphone fünf Sekunden. Das Noise Cancelling wird ebenfalls über eine einzige Taste realisiert, drei Modi stehen zur Auswahl: High, Low und Auto. Außerdem kann man hier die Umgebungsgeräusche wahlweise passieren lassen oder ausblenden, hierzu wird die Taste dann mehrere Sekunden gehalten, eine Stimme gibt Auskunft über den Zustand. Die PI4 lassen sich zudem per App steuern – das erspart die Fummelei an den Bedienelementen am Neckband und eröffnet weitere Anpassungsmöglichkeiten, die sich aktuell aber noch im Rahmen halten.

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In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Buw Pi4
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Buw Pi4 Bedienelemente
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Buw Pi4 Laden
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Buw Pi4 Zubehoer

Die Multifunktionstaste zwischen den Lautstärketasten ist übrigens ausschließlich zum Telefonieren da – hier kann man nicht nur Gespräche annehmen oder beenden, es gibt zudem eine Haltefunktion und sogar die Möglichkeit einer Konferenzschaltung. Das sind alles Features, die seit Bluetooth 5 unterstützt werden. Der PI4 ist unseres Wissens der erste In-Ear, der dieses Potential nutzt, zumindest aber der am besten klingende.

Das Noise Cancelling funktioniert so gut wie bei den meisten anderen Modellen, die über die gleiche oder eine ähnliche Schaltung verfügen. Lediglich Bose und Sony kochen diesbezüglich ihr eigenes feines Süppchen. Da die effektive Außengeräuschunterdrückung bei In-Ears aber im Wesentlichen von der perfekten Abdichtung respektive Passform abhängig ist, sind die Unterschiede hier nicht so groß wie bei den Full-Size-Kopfhörern. Wichtig ist nur anzumerken, dass das aktive Noise Cancelling bei den Bowers & Wilkins keinerlei Einfluss auf den Klang hat.

Der Klang ist nämlich ist vollmundig, groß und lässt kaum Unterschiede zu einem Full-Size-Kollegen bemerken. Einen Hauch von Loudness hat der Hersteller sich bei den PI4 allerdings nicht verkneifen können. Als besonderes Merkmal kann zudem die sehr intelligente Telefonfunktion gelten: Deshalb ist der PI4 auch der ideale Begleiter für Vieltelefonierer, die weder auf gutes Noise Cancelling noch auf hervorragenden Klang verzichten wollen.

Bose QuietComfort 20

Vor langer Zeit, als Bluetooth bei Kopfhörern noch nicht so verbreitet war, vor allem nicht bei Kopfhörern mit aktivem Noise Cancelling, war der Bose QuietComfort 20 ganz vorne und führte unsere Liste als Favorit an. Das lag hauptsächlich an seinen außergewöhnlichen Fähigkeiten, störende Außengeräusche effektiv zu eliminieren. Diese Fähigkeiten hat er auch nach langer Marktpräsenz nicht verloren – er verfügt über ähnliche Noise-Cancelling-Qualitäten wie der QC 30, aber nicht über den Komfort einer drahtlosen Musikübertragung.

Dafür gibt es allerdings auch nicht die Einschränkungen der Bluetooth-Übertragung, wie zum Beispiel die Qualitätsverluste, die damit oft noch einhergehen, wenn nicht einer der Codecs, wie aptX oder LDAC, genutzt werden. Wenn dann der Akku des Bluetooth-Kopfhörers leer ist, werden die Karten ohnehin neu gemischt: Wer hat, zückt dann das Kabel für den Notfall, was aber längst nicht bei allen Bluetooth-Hörern möglich ist. Der QuietComfort 20 musiziert unterdessen munter weiter, er benötigt den Akku ausschließlich für die Noise-Cancelling-Elektronik.

Klanglich ist er ähnlich gefällig abgestimmt wie der QC 30, eignet sich also hervorragend zum entspannten Langzeithören. Dank gleicher Bauweise lässt auch der Tragekomfort keine Wünsche offen. Auch hier sorgt die Kombination aus weichen Eartipps und Wings für hervorragende Abdichtung und sicheren Halt.

Mittlerweile ist der QuietComfort 20 allerdings nur noch vereinzelt erhältlich, was sich aber leider nicht auf den Preis auswirkt. Der ist seit Jahren stabil – stabil hoch, um genau zu sein. Außerdem muss man sich vor dem Kauf entscheiden, ob der QC 20 für ein iPhone oder ein Android-Smartphone gedacht ist. In beiden Fällen sollte das Smartphone noch über eine Kopfhörerbuchse verfügen, ein Anschluss über die Lightning- oder die USB-C-Buchse ist entweder gar nicht oder nur mit einem originalen Adapter des Smartphone-Herstellers möglich.

Sony WI-1000X

Der WI-1000X überzeugt mit einer langen Akkulaufzeit von rund zehn Stunden. Dem WI-1000X liegt außerdem ein Audio-Kabel bei, um im Notfall auch ohne Bluetooth-Übertragung Musik hören zu können. Ein solches Notkabel ist normalerweise größeren Bügelkopfhörern vorbehalten, da der WI-1000X aber über einen Nackenbügel verfügt, war es offenbar kein großer Aufwand, eine Audio-Buchse für das entsprechende Kabel unterzubringen. Im Kabelbetrieb funktionieren allerdings weder das Noise Cancelling noch die Freisprecheinrichtung.

Die Bedienung ist komplett in den Bügel integriert, die Bedientasten befinden sich alle auf einer Seite und sind selbst ohne Sichtkontakt eindeutig zu ertasten. Auf der anderen Seite ist das NFC-Logo zu erkennen, es reicht also, das Smartphone mit der entsprechenden Fläche dagegen zu halten und schon sind beide Geräte gekoppelt.

Differenzierter funktionieren die individuellen Einstellungen natürlich per App: Die headphones connect App von Sony erlaubt eine differenzierte Umgebungsgeräuscheinstellung und beinhaltet zudem einen Equalizer zur Klangoptimierung.

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In-Ears mit Noise-Cancelling Test: Testsieger ist der Sony WI-1000X.
In-Ears mit Noise-Cancelling Test: Testsieger ist der Sony WI-1000X.
In-Ears mit Noise-Cancelling Test: Testsieger ist der Sony WI-1000X.
In-Ears mit Noise-Cancelling Test: Testsieger ist der Sony WI-1000X.
In-Ears mit Noise-Cancelling Test: Testsieger ist der Sony WI-1000X.

Das Klangbild des WI-1000X kann sich mehr als hören lassen. Im direkten Vergleich mit dem Bose QC30, dem vormaligen Favoriten, wirkt es fast, als sei ein Schleier vor der musikalischen Bühne beiseite gezogen worden. Dabei sind die Sonys niemals aufdringlich, bieten bei gutem Sitz ein druckvolles Bassfundament, ohne zu übertreiben und ohne andere Frequenzbereiche zu übertönen.

Ganz besonders positiv fällt auf, dass das Klangbild unverändert bleibt, egal ob das Noise Cancelling aktiv ist oder nicht, man kommt immer in den perfekten Musikgenuss. Nutzt man das mitgelieferte Kabel, profitiert man zudem von der völlig verlustfreien Musikübertragung, die Bluetooth kaum bieten kann.

In-Ears mit Noise-Cancelling Test: Testsieger ist der Sony WI-1000X.
Eine kostenlose App optimiert den Klang und die Außengeräuschunterdrückung.

Das Noise Cancelling funktioniert auch hier adaptiv, lässt sich also entweder manuell über die Smartphone-App an die Umgebungsgeräusche anpassen, oder macht das sogar automatisch.

Der WI-1000X ist interessant für alle, die sich nicht mit der True-Wireless-Variante anfreunden wollen, er ist allerdings nicht günstiger als sein aktueller Kollege, der ganz ohne Kabel funktioniert.

B&O BeoPlay E4

Der BeoPlay E4 verfügt nicht nur über das sprichwörtlich klare, skandinavische Design, er weiß auch mit hervorragenden technischen Eigenschaften zu überzeugen. Das Noise Cancelling wurde im Vergleich zum Vorgänger überarbeitet und kann nun mit den sehr guten Werten der Bose-Hörer mithalten. Auch klanglich muss sich der E4 nicht verstecken, lediglich auf die komfortable Bluetooth-Verbindung muss man verzichten.

B&O hat den E4 gegenüber seinem Vorgänger nochmal einiges an Entwicklungsarbeit spendiert, die Noise Cancelling-Elektronik wurde überarbeitet, ebenso wie das Kästchen, in welchem sie sitzt. Außerdem hat man die Passform der Ohrstöpsel verbessert, wozu die zusätzlichen Passstücke von Comply sicher einen guten Beitrag leisten.

Guter Sitz im Ohr ist eine Grundvoraussetzung für satten Sound und gute Außenisolierung gleichermaßen. Zwar gehören die Ohrstöpsel nicht zu den zierlichsten, schließlich sind die Mikrofone für den Ausgleich des Außenschalls dort eingebaut, dennoch lassen sie sich einfach einsetzen und stören auch über längere Zeit nicht – auch nicht durchs Eigengewicht.

Die Kennzeichnung ist eindeutig, am Kabel des linken Stöpsels befindet sich das Inline-Mikrofon nebst Bedientasten, dennoch ist der Großteil der Elektronik und sicher auch die Akkus im zusätzlichen Kästchen untergebracht.

Das Noise Cancelling funktioniert hervorragend, auch weil beim BeoPlay E4 bei aktiver Geräuschunterdrückung der Musikpegel leicht angehoben wird. Dies geschieht allerdings komplett ohne Hintergrundrauschen.

Klanglich gehört der E4 zur ausgewogenen Sorte, mit dem richtigen Schuss Dynamik. Der Bass ist abgrundtief und konturiert, sofern die Stöpsel richtig in den Ohren sitzen. Dennoch kommen der sensible Mittelhochton- und der Hochtonbereich voll aber nicht vordergründig zur Geltung. Die leichte Pegelanhebung bei aktivem Noise Cancelling ist gleichmäßig und erzeugt keinen Loudness-Charakter.

Das effektive Noise Cancelling sorgt zusammen mit den guten Klangeigenschaften, dem hohen Tragekomfort und nicht zuletzt der einfachen Bedienung für eine Empfehlung als kabelgebundener In-Ear mit Noise Cancelling.

Libratone Q Adapt In-Ear

Der Libratone Q Adapt In-Ear funktioniert zwar auch mit Kabel, allerdings ausschließlich an iPhones oder iPads mit Lightning-Schnittstelle. Fürs Noise Cancelling kann der In-Ear den Strom einfach über das Lightning-Kabel vom Akku des iPhones beziehen. Damit spart man sich nicht nur eine klobige Box am Kabel, sondern muss sich auch nicht darum kümmern, dass der Akku vor der Reise geladen wird.

Beim Noise Cancelling stehen drei Stufen zur Verfügung, die je nach Umgebungsgeräusch zum Einsatz kommen oder aber ganz abgeschaltet werden können. Die Qualität der Geräuschreduzierung ist gut, reicht aber nicht ganz an die von Branchen-Primus Bose heran. Das leichte Rauschen, das man beim Q Adapt bei aktiviertem Noise Cancelling hören konnte, ist nach dem jüngsten Software-Update verschwunden.

Klanglich spielt der Q Adapt recht ausgewogen auf, drückt im Tiefbass allerdings etwas nach, was aber durchaus gewollt ist. In den Höhen könnte er feiner auflösen, aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

Für iPhone-Besitzer kann der Libratone Q Adapt damit eine interessante Alternative sein für alle, die nicht aufs letzte Quäntchen Geräuschreduzierung wert legen, sich dafür aber das Laden eines Akkus sparen wollen.

EarFun Air Pro

Die EarFun Air Pro lassen sich gut einsetzen, und tragen sich dann ziemlich komfortabel. Sie dichten zudem sehr gut ab, was dem Noise Cancelling die Arbeit erleichtert. Der Sound ist etwas basslastig, neigt bisweilen sogar zum Dröhnen, so dass man den in den Smartphone-Einstellungen besser etwas zurücknimmt. Eine eigene App gibt es allerdings nicht.

Unser Preistipp Liberty Air 2 Pro kostet aktuell nur ein paar Euro mehr, ist aber im Vergleich die lohnendere Investition.

Libratone TRACK+

Mit dem Track+ hat Libratone den zweiten Vertreter in diesem Test. Der läuft diesmal via Bluetooth und nicht ans iPhone gebunden. Das Noise Cancelling hat er allerdings von jenem übernommen: Es funktioniert in drei Stufen und arbeitet nahezu rauschfrei. Auch klanglich kann der Track+ an seinen Kollegen anknüpfen und sogar leicht übertrumpfen – so weit, so gut.

Allerdings hat man für die Ohrstöpsel jetzt eine große, ovale Form gewählt. Das Einsetzen ist dadurch etwas fummeliger geworden. Hinzu kommt, dass der Nackenbügel doch ein ziemliches Eigenleben führt, und manch großem Zeitgenossen zu kurz erscheinen mag. Darüber hinaus ist der Track+ eine sehr gute Alternative zum ausschließlich für Apple verkabelten Kollegen.

Audio-Technica ATH-ANC33iS

Ein echtes Schnäppchen ist angesichts des sehr günstigen Preises der ATH-ANC33iS von Audio-Technica. Sein Klang ist sehr ausgewogen und verändert seine Klangcharakteristik auch mit eingeschaltetem Noise Cancelling nicht. Dafür filtert er allerdings auch deutlich weniger Störgeräusche heraus als der Bose QC 20. Außerdem wird der Audio-Technica mit einer AAA-Zelle betrieben, ob Akku oder Batterie ist dabei egal, nur kann man sie nicht im Gerät aufladen, was deutlich weniger komfortabel ist. Für Sparfüchse, die einen guten Sound zum kleinen Preis in den Vordergrund stellen und keine allzu großen Ansprüche ans Noise Cancelling stellen, kann der ATH-ANC33iS von Audio-Technica aber dennoch eine gute Wahl sein.

Sony WF-1000X

Die WF-1000X waren die ersten True Wireless In-Ears mit Noise Cancelling von Sony. Sie sind klanglich sogar deutlich besser als die AirPods von Apple. Die Qualität des Noise Cancellings liegt auf dem Niveau des Schwestermodells mit Nackenband. Allerdings muss man beim Telefonieren und vor allem bei der Akkulaufzeit Abstriche machen.

EarFun Free Pro

Das Einsetzen der EarFun Free Pro in die Ohren gelingt zwar ganz gut, vorher muss man die In-Ears allerdings recht mühsam aus dem Case fummeln. Egal, welche der drei mitgelieferten Eartips zum Einsatz kommen, wollten sie bei mir zumindest nicht wirklich optimal abdichten. Genau aus diesem Grund können sie weder ihre Noise Cancelling Qualitäten richtig unter Beweis stellen, noch das Sound-Potential voll ausschöpfen.

Aukey EP-N5

Die Aukey EP-N5 erinnern in ihrer Bauweise ebenfalls an die AirPod Pro von Apple, weil sie ebenfalls über Eartips verfügen. Gemessen am niedrigen Preis klingen sie sogar sehr ordentlich. Auch hier gibt es leider keine App, welche insbesondere die Einstellungen der Noise-Cancelling-Funktionen erleichtern würde. So muss man zum Aktivieren bzw. Deaktivieren des Noise Cancelling den rechten Stiel für zwei Sekunden halten. Einen Klangunterschied bewirkt das zwar nicht, das Noise Cancelling ist aber auch nicht besonders wirksam, und Fehlbedienungen sind nicht ausgeschlossen.

Huawei FreeBuds 4

Die Huawei FreeBuds 4 sind den Ear Pods von Apple nachempfunden, was insbesondere für das sogenannte One-Fits-All-Design gilt. Wie die Vorbilder von Apple kommen die FreeBuds nämlich ganz ohne Eartips aus. Das ist zwar schick, hat aber auch so seine Tücken.

Vor allem für eine solide Tiefton-Grundlage sollten die In-Ears das Ohr schon gut abdichten. Auch störende Außengeräusche können mit gut passenden Eartips erfolgreich ausgesperrt werden, so dass die Elektronik fürs aktive Noise Cancelling dann recht leichtes Spiel hat.

Beides leidet bei den FreeBuds 4 ausgerechnet unter der innovativen Bauform. Satte Bässe sind nur schwer zu realisieren, und das Noise Cancelling ist so gut wie unwirksam, weil die In-Ears das Ohr kaum abdichten. Zumindest als Hörer mit aktivem Noise Cancelling eignen sich die FreeBuds überhaupt nicht, dem Klang und dem Tragekomfort kann man durchaus etwas abgewinnen.

So haben wir getestet

Wir testen regelmäßig alle Neuerscheinungen, wobei der Trend eindeutig eindeutig zu sogenannten True-Wireless-In-Ears geht, die ganz ohne Kabel auskommen. Deshalb gibt es hier immer öfter Überschneidungen mit unserer entsprechenden Kategorie. In diesem Test liegt das Hauptaugenmerk jedoch eindeutig auf dem aktivem Noise Cancelling, während bei den True-Wireless-In-Ears der Schwerpunkt eher beim perfekten Klang liegt.

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In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Neun Neue
In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling Test: Acht Neue Mitanc
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In-Ears mit Noise-Cancelling im Test – Testsieger: Bose QuietComfort 30