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Der beste Inhalator

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Inhalator Test: Aufmacher Inhalatoren
Sebastian Schulke

Sebastian Schulke

lebt mit seiner Familie in München und hat zwei Kinder. Er ist seit über 20 Jahren als rasender Reporter unterwegs - für Magazine und Zeitungen wie NZZ, Zeit, Abendzeitung, Süddeutsche Zeitung, Eltern Family, Himbeer oder BISS. In der "Wolkenkratzer Werkstatt" macht er zudem "Kinderbücher für Erwachsene".

Wir haben 12 Inhalationsgeräte getestet. Das beste ist für uns der Medisana IN 550 Pro. Mit ihm kann man sämtliches Zubehör samt Stromkabel problemlos verstauen. Zudem verfügt der Medisana über drei verschiedene Aufsätze zur Erzeugung unterschiedlicher Partikelgrößen. Der zwei Meter lange Schlauch erleichtert das Inhalieren und die Ausstattung ist sehr umfangreich. Alles in einem ist der Medisana ein guter und robuster Inhalator, der Kinder und Erwachsene wieder tief durchatmen lässt.

Update 11. November 2019

Wir haben einige Informationen ergänzt und unsere Bewertung der Inhalatoren von Pari nach einem weiteren Testdurchgang angepasst.

Wenn die Tage immer kürzer und kälter werden und der Sommer sich unter einer dicken Laubschicht versteckt, rückt der Winter langsam näher – und damit auch die Erkältungszeit. Da heißt es: verstärkt gegen Husten, Schnupfen und Erkältungen ankämpfen – Erwachsene  genauso wie Kinder.

Wenn es einen erwischt hat, die Nase wie ein Wasserfall läuft und der Hals unangenehm kratzt, sollte man nicht nur zum Taschentuch und Hustenbonbons greifen, sondern auch zum Inhalator. Der befreit die Atemwege bis tief in die Lunge hinein. Auch für Asthma-Therapien, also chronische Erkrankungen, ist Inhalieren hilfreich. Früher hat man das mit heißem Wasser in einer Schüssel und einem Handtuch über dem Kopf gemacht, angenehmer ist es mit elektrischen Inhalationsgeräten.

Wir haben zwölf Inhalatoren getestet. Neben acht sogenannten Tischgeräten mit Kompressor haben wir auch vier kleine Handgeräte mit moderner Membranverneblung getestet. Wir haben dabei auf Gesichtsmasken für Kinder und Erwachsene, Schläuche, Aufsätze für unterschiedliche Partikelgrößen und Adapter für Nase, Mund und Kleinkinder sowie auf eine unkomplizierte Inbetriebnahme geachtet.

Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht, den ausführlichen Testbericht lesen Sie weiter unten.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Medisana IN 550 Pro

Test : Medisana Medisana IN 550 Pro
Ein sehr vielseitiger Inhalator, in dem man sämtliches Zubehör wie in einem Kofferraum verstauen kann.

Der Medisana IN 550 Pro überzeugt mit guter Leistung, viel Zubehör und einem guten Preis. Vor allem aber ist er überaus praktisch. Das Kompressor-Gerät ist zwar recht groß und relativ schwer, verfügt dafür aber über zwei Fächer, in denen man bequem den Vernebler, die Gesichtsmasken, den Schlauch, die Aufsätze, kurz das gesamte Zubehör verstauen kann. Sogar für Stromkabel und Stecker gibt es einen kleinen Kofferraum – dazu ein komfortabler Tragegriff. So ist immer alles aufgeräumt und man kämpft beim Wegräumen nicht mit Kabeln und Schläuchen wie bei anderen Geräten.

Der Omron Ne-C801KD macht vor allem Kindern Freude. Denn das meistens doch eher lästige und langweilige Inhalieren wird hier mit einem gelben Bärchen versüßt, das man auf den Vernebler stecken kann. Das coole Design kommt ebenso gut an. Außerdem ist der Inhalator von Omron trotz seines Kompressors ein Leichtgewicht und überzeugt mit der sogenannten V.V.T.-Technologie für besseres Inhalieren. Er ist speziell auf die Bedürfnisse von Kindern ausgelegt und sammelt so allein schon einige Punkte. Denn: Wenn man schon inhalieren muss, dann soll das wenigstens Spaß machen.

Klein & portabel

Beurer IH 60

Der IH 60 von Beurer ist mit Abstand der leichteste und kleinste Inhalator mit Kompressor im Test. Gerade einmal 0,25 Kilogramm bringt der IH 60 auf die Waage. Außerdem ist der Kompressor mit 55,3 Dezibel sehr leise – der unangefochtene Spitzenwert unter den Tischgeräten. Im Gegensatz zu allen anderen Kompressor-Geräten kann er per Akku betrieben werden, der über einen USB-Anschluss geladen wird – sehr praktisch! Verstauen lässt sich der IH 60 in einer kleinen, robusten Tasche.

Gut & Günstig

Hylogy MD-H23

Test Inhalator: Hylogy MD-H23
Leise, leicht und einfach stark – das Handgerät von Hylogy überzeugt.

Ein sehr kleines und feines Handgerät ist der Hylogy MD-H23. Der moderne Membran-Vernebler lässt sich in die Hosentasche stecken, ist fast lautlos und sorgt so für ein sehr angenehmes und unkompliziertes Inhalieren. Über einen USB-Anschluss lässt sich der Akku aufladen. Darüber hinaus punktet das Hylogy-Handgerät durch seine hochwertige Verarbeitung. Auf der Waage schlägt das absolute Leichtgewicht in diesem Test mit seinen 0,12 Kilogramm alle Konkurrenten.

Für chronisch Kranke

Pari Boy Classic

Der Pari Boy Classic wird von vielen Ärzten empfohlen und auch in Kliniken eingesetzt. Der Klassiker wird seit vielen Jahren hergestellt und überzeugt vor allem durch seine robuste Bauweise, die auch für den Dauereinsatz geeignet ist. Die Vernebelungsleistung ist allerdings nicht besser als bei anderen Geräten und mit einem Preis von rund 150 Euro ist er sehr teuer. Das lohnt sich nur, wenn man ihn aufgrund chronischer Lungenerkrankungen sehr häufig im Einsatz hat.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerFür KinderKlein & portabelGut & GünstigFür chronisch Kranke
Modell Medisana IN 550 Pro Omron Comp Air C801 Beurer IH 60 Hylogy MD-H23 Pari Boy Classic SimbR Inhalator Omron MicroAir U100 Beurer IH 55 Sanitas SIH 21 Medisana IN 500 Pari Boy Junior Flaem Ghibli Plus
Test : Medisana Medisana IN 550 ProTest : Omron Comp Air C801Test : beurer IH 60Test Inhalator: Hylogy MD-H23Test Inhalator: Pari Boy ClassicTest Inhalator: SIMBR InhalatorTest Inhalator: Omron MicroAir U100Test Inhalator: beurer IH 55Test Inhalator: SanitasTest Inhalator: Medisana 500Inhalator Test: PariTest Inhalator: Ghibli Flaem Ghibli Plus
Pro
  • Drei Partikelgrößen
  • Umfangreiches Zubehör
  • Komfortabler Tragegriff
  • Perfekt für Reisen
  • Zertifiziertes Medizinprodukt
  • Mit V.V.T.-Technologie
  • Kindgerechtes Design
  • Leicht und handlich
  • Kompakt
  • Akkubetrieb mit USB-Kabel
  • Praktische Tasche
  • Leise
  • Sehr leicht, leise und handlich
  • USB-Kabel zum Aufladen
  • Partikelgröße per Knopfdruck
  • Viel Zubehör
  • PIF‐Control für effektive Inhaliertechnik
  • Akkubetrieb
  • USB-Kabel zum Laden
  • Ersatzteil für Aufsatz
  • Praktische und hochwertige Tasche
  • Sehr massiv
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Gute Tasche
  • Robustes Material
  • Preis-Leistung gut
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Langer Schlauch
  • viel Zubehör
  • Umfangreiches Zubehör
  • PIF‐Control für effektive Inhaliertechnik
  • Zwei Partikelgrößen
  • Gute Verarbeitung
Contra
  • Mit knapp zwei Kilo das Schwergewicht im Test
  • Schlauch lässt sich recht schwer mit dem Kompressor verbinden
  • Qualität der Maske und des Verstäubers nicht sehr hochwertig
  • Schlauch nur 100 cm lang
  • Skala am Vernebler schwer lesbar
  • Vernebler ist nicht sehr gut verarbeitet, hakt etwas beim Öffnen und Schließen
  • Keine Tragetasche
  • Kein Netzteil fürs Aufladen
  • Laut
  • Teuer
  • Unhandlich
  • Nicht sehr hochwertig verarbeitet
  • USB-Anschluss befindet sich am Boden
  • Mit zwei Batterien betrieben
  • Aufsatz wirkt nicht sehr hochwertig
  • Schutzkappe hakt
  • Mit vier Batterien betrieben
  • Für Kinderhände zu groß
  • Aufbewahrungsfach etwas zu klein
  • Recht laut
  • Kein Fach zur Aufbewahrung für Schlauch, Gesichtsmasken und Aufsätze
  • Keine Tasche
  • Gerät ist recht laut
  • Laut
  • Teuer
  • Unhandlich
  • Design recht klobig
  • Sehr Laut
  • Kleiner Tragegriff
Bester Preis

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Inhalieren: Mit Nebel oder Wasserdampf?

Früher hat man über einer großen Schüssel mit Handtuch über dem Kopf heißen Wasserdampf inhaliert. Das ist nicht nichts für Klaustrophobiker sondern auch noch äußerst schweißtreibend!

Wasserdampf besteht dabei aus winzigen Wassertropfen, die sich an der Gesichtshaut niederschlagen und während des Einatmens auf die Schleimhäute gelangen. Die Wassertropfen sind zwar mit bloßem Auge nicht zu erkennen und nur als Dampf sichtbar, dennoch aber zu groß, um tief in die Atemwege zu gelangen. Sie erreichen die Schleimhäute der Nase, des Mundes, Rachens und Halses, über die Stimmlippen gehen sie allerdings nicht hinaus.

Die klassische Inhalation ist weniger effektiv

Auf die Bronchien und Lunge hat diese Form des Inhalierens daher kaum eine direkte Auswirkung. Daran ändern auch Zusätze wie ätherische Öle oder Aufgüsse von Kräutern kaum etwas. Das gilt auch für Salz. Nur ein Bruchteil davon gelangt in den Wasserdampf, der große Rest bleibt in der Schüssel zurück.

Inhalator Test
Moderne Inhalatoren sind nicht nur angenehmer zu benutzen als heißer Wasserdampf, sondern auch effektiver.

Inhalationsgeräte erzeugen dagegen kleinere Partikel und sind damit effizienter als das klassische Dampfbad. Durch die feinere Partikelgröße lassen sich auch Lungenerkrankungen gut behandeln.

Auch zugesetztes Salz oder andere Wirkstoffe können durch die Vernebelung problemlos tief in die Atemwege gelangen. Das funktioniert im Tröpfchen-Nebel deutlich effektiver als im Wasserdampf der herkömmlichen Inhalation. Dadurch ist auch die Wirkung intensiver. Entsprechend sparsam und vorsichtig sollte man Zusätze einsetzen und dosieren.

Kompressor-, Ultraschall- oder Membranvernebler?

Inhalationsgeräte erzeugen keinen Wasserdampf sondern Nebel. Dabei komme grundsätzlich drei verschiedene Techniken zum Einsatz: Es gibt Kompressor-Düsenvernebler, Ultraschall-Vernebler und Membranvernebler.

Inhalator Test: Inhalatoren – Alle Kompressorgeräte Im Test
Inhalatoren mit Kompressor sind im Betrieb recht laut und nehmen viel Platz weg.

Kompressor-Düsenvernebler leiten Druckluft durch eine Düse in einer Flüssigkeit. Durch den erzeugten Unterdruck entstehen feine Tröpfchen, die als Nebel aus dem Gerät austreten. Das ist wie beim Pusten durch einen Strohhalm in einem Wasserglas. Luftblasen steigen auf und nehmen Flüssigkeit mit. Bei einem Düsenvernebler geschieht dies jedoch im mikroskopischen Bereich, wodurch Wasser und Wirkstoff sehr tief in die Atemwege eindringen können. Anders als bei der klassischen Dampfinhalation kann hier gelöstes Salz transportiert werden.

Kompressor-Geräte sind lauter und unhandlicher als Membranvernebler

Das funktioniert gut, hat aber zwei Nachteile: Die Geräte sind meist relativ groß und entwickeln eine hohe Lautstärke. Dafür ist die Größe der Partikel meistens noch kleiner als bei Ultraschall-Verneblern – ihr Durchmesser beträgt im Schnitt 2,5 bis 4,8 Mikrometer. Das bietet den Vorteil, dass die Wassertröpfchen auch tief in die kleinen Bronchien gelangen können. Allerdings dauert es länger, die gleiche Menge Flüssigkeit zu inhalieren als bei Ultraschall-Geräten, die etwas größere Tröpfchen erzeugen.

Inhalator Test: Inhalatoren – Alle Ultraschallgeräte Im Test
Membranvernebler sind handlich und leise und laufen mit Akku.

Membranvernebler sind die neueste Technologie zur Vernebelung von Flüssigkeiten. Sie kommen überwiegend in mobilen Handgeräten zum Einsatz. Bei Membranverneblern wird eine dünne, mit Mikrobohrungen versehene Membran in Schwingungen versetzt. Durch diese Technik kann die Tröpfchengröße sehr gut definiert werden. Die meisten Geräte erzeugen Partikelgrößen von 1 bis 5 Mikrometern, die ebenfalls bis in die kleinen Bronchien gelangen. Diese Geräte arbeiten fast lautlos, sind sehr klein und werden oft mit Akku betrieben. So sind sie sehr flexibel und mobil einsetzbar. Sie sind allerdings nicht so robust wie Düsenvernebler, die daher im klinischen Einsatz nach wie vor weiter verbreitet sind.

Ultraschallvernebler versetzen über ein Piezokristall mechanische Schwingungen auf eine Flüssigkeit in einem Behälter. Heraus strömt ein feiner Sprühnebel. Je höher die Frequenz ist, desto feiner werden die Tröpfchen. Die Partikelgröße dieser Geräte liegt meist zwischen 4,2 und 6,0 Mikrometern. Wassertröpfchen dieser Größe gelangen in die großen und mittleren Bronchien, aber nicht bis tief hinunter in die kleinen Bronchien.

Ultraschallvernebler sind nicht so effizient in der Verneblung, dadurch dauert das Inhalieren länger. Vor allem aber erhitzt sich bei ihnen mit dem Gebrauch die Flüssigkeit und sie sind für bestimmte Medikamente, die Enzyme enthalten, nicht geeignet. Ultraschallvernebler findet man daher nur noch selten.

Richtig inhalieren – so geht’s

Egal ob Sie »nur« mit einer Salzlösung inhalieren oder Medikamente oder ätherische Öle zugeben, sollten Sie beim Inhalieren auf einige Punkte achten.

Als erstes sollte man sich vor dem Inhalieren gut Hände und Gesicht waschen, damit man nicht womöglich noch mehr Keime einatmet. Anschließend füllen Sie den Vernebler des Inhalationsgerätes mit Wasser, Kochsalzlösung oder einem Medikament.

Inhalator Test: Richtig Inhalieren
Kleine Kinder akzeptieren Mundstücke meist besser als Gesichtsmasken.

Zum Inhalieren sollte man bequem und entspannt aufrechtsitzen oder stehen. Die meisten Hersteller empfehlen die Benutzung des Mundstücks, denn über die Maske geht viel Aerosol verloren. Kleinkinder können die Mundstücke aber oft nicht gut mit ihren Lippen umschließen und Babys tun sich ohnehin mit dem Atmen durch den Mund schwer. Dann ist die Gesichtsmaske die bessere Wahl.

Allerdings muss man Kinder erst spielerisch an eine Maske gewöhnen, damit sie nicht in Panik geraten. Am besten lässt man sie erst einmal ganz ohne Inhalation mit der Maske spielen und gewöhnt sie daran, sich etwas vors Gesicht zu schnallen. Masken gibt es in verschiedenen Größen. Achten Sie darauf, dass die Maske gut am Gesicht abschließt, sonst entweicht viel Aerosol und die Inhalation wird weniger effektiv.

Akzeptiert Ihr Kind die Atemmaske nicht, versuchen Sie es mit dem Mundstück. Das ist deutlich weniger einschüchternd. Sie müssen nur darauf achten, dass die Lippen das Mundstück gut umschließen – und dass Ihr Kind dann auch tatsächlich durch den Mund atmet und nicht durch die Nase.

Während des Inhalierens sollte man ruhig tief ein- und ausatmen, ohne die Luft anzuhalten. Eine typische Anwendung mit 2,5 Millilitern Flüssigkeit dauert zwischen 3 und 7 Minuten.

Manche neigen dazu, beim Inhalieren zu schnell zu atmen, dann wird der Körper mit zu viel Sauerstoff versorgt und es kann einem schwindlig werden (Hyperventilieren). Dann am besten eine Pause machen und langsamer ein- und ausatmen. Die Inhalatoren von Pari verfügen daher über ein System, dass bei zu schneller Einatmung ein Ventil schließt.

Reinigung

Beim Inhalieren ist auch das Reinigen ein wichtiger Part, den man sich nicht ersparen kann und sollte. Vernebler, Schläuche und Gesichtsmasken sollten nach jedem Gebrauch gereinigt werden. Denn: Durch die ausgeatmete Luft gelangen Krankheitserreger in das Gerät. Sämtliche Teile, die sich abnehmen lassen, sollten deshalb in einem Wasserbad mit etwas Spülmittel gereinigt und anschließend unter fließendem Wasser abgespült werden.

Krankheitserreger sammeln sich im Gerät, wenn man es nicht reinigt

Zusätzlich kann auch eine Desinfektion vorgenommen werden. Dies empfiehlt sich besonders dann, wenn der Inhalator von mehreren Personen genutzt wird. Worauf man beim Desinfizieren achten muss, findet man in den jeweiligen Gebrauchsanleitungen. Außerdem verfügen die Inhalatoren über Filter, die man hin und wieder auf Verschmutzungen kontrollieren sollte, und die man gegen beiliegende Ersatzfilter austauschen kann.

So haben wir getestet

Einen Inhalator zum Laufen zu kriegen ist alles andere als kompliziert – das gilt für die Tischgeräte genauso wie für die Handgeräte. Netzkabel, Akku oder Batterien sind schnell angeschlossen und eingesetzt. Dazu die Schläuche verbinden, den Vernebler mit einer Flüssigkeit füllen, die Gesichtsmaske entsprechend fixieren und aufsetzen und das Gerät einschalten. Bei den Handgeräten ist das Ganze noch einfacher.

Inhalator Test: Alle Inhalatoren Im Test
Wir hatten insgesamt 12 Inhalationsgeräte im Test.

So haben wir unser Augenmerk auf die Leistungsdauer gesetzt und mit einer Stoppuhr gemessen, wie lange jeweils die Inhalatoren brauchen, um 2,5 Milliliter einer Salzlösung zu vernebeln. Denn die Verneblungsrate gibt an, welche Menge an Flüssigkeit pro Minute inhaliert werden kann. Das heißt: Eine niedrige Verneblungsrate bedeutet eine längere Inhalationszeit. Durch eine hohe Verneblungsrate ist die Behandlungszeit kürzer. Das ist vor allem für Patienten mit chronischen Krankheiten und gerade auch für Kinder von Vorteil.

Außerdem haben wir die Lautstärke gemessen, die Tisch- und Handgeräte gewogen, das Zubehör miteinander verglichen und auch die Optik auf uns wirken lassen. Preis und Leistung spielen natürlich ebenso eine Rolle.

Inhalator Test: Medisana Inhalator1

Testsieger: Medisana IN 550 Pro

Auf den ersten Blick wirkt er sehr groß, doch beim genaueren Hinschauen entpuppen sich seine wahren Stärken: Der Medisana IN 550 Pro ist ein Inhalator mit Kompressor, das ein sehr rundes Gesamtpaket abliefert.

Testsieger

Medisana IN 550 Pro

Test : Medisana Medisana IN 550 Pro
Ein sehr vielseitiger Inhalator, in dem man sämtliches Zubehör wie in einem Kofferraum verstauen kann.

Was uns besonders am Medisana gefällt, ist, dass er über mehrere Staufächer verfügt, in denen man das gesamte Zubehör unterbringen kann. Es gibt ein großes vorne, in dem man Schläuche, Gesichtsmasken, die verschiedenen Aufsätze für drei unterschiedliche Partikelgrößen sowie Adapter für Mund und Nase unterbringen kann.

Ein zweiter, kleinerer Stauraum befindet sich hinten beim Stromanschluss des Geräts. Dort kann man das Kabel verstauen. Sehr praktisch. Denn so lässt sich der Inhalator samt Zubehör und allen Einzelteilen gut transportieren und verräumen. Der komfortable Tragegriff sorgt für weitere Pluspunkte. Mit einem Griff hat man alles, was man braucht. Super!

Aber auch bei seiner eigentlichen Kernaufgabe überzeugt der Inhalator von Medisana. Er läuft über einen Kompressor, durch drei verschiedene Zerstäuberköpfe (blau, rot und gelb) können verschiedene Partikelgrößen erzeugt werden, die eine gezielte Behandlung der oberen und unteren Atemwege ermöglichen. Sie können schnell und einfach ausgetauscht werden.

Bei unserem Leistungsdauer-Test brauchte das Tischgerät 7:31 Minuten um 2,5 Milliliter einer Salzlösung zu vernebeln. Das ist recht schnell und im Vergleich zu den anderen Tischgeräten ein guter Wert.

Freiheit und Spielraum

Der zwei Meter lange Schlauch, der vom Kompressor zum Vernebler führt, ermöglicht während der Inhalation Bewegungsfreiheit und Spielraum. So muss man nicht direkt neben dem Tischgerät sitzen bleiben, sondern kann noch etwas anderes tun.

Außerdem punktet der Medisana mit seinem umfangreichen Zubehör. So gibt es jeweils für Erwachsene und Kinder eine Gesichtsmaske und einen Nasenadapter. Ein Mundstück und ein Winkel, den man zur Behandlung für Kleinkinder und Babys auf den Inhalator setzen kann, sind ebenso enthalten. Die Gesichtsmasken fühlen sich angenehm an und sitzen gut.

Nachteile?

Der Kompressor ist, wie bei fast allen Inhalatoren mit Drucklufttechnologie, recht laut. Mit 64,4 Dezibeln bewegt er sich im Mittelfeld. Das macht die Behandlung nicht gerade zu einem stillen Vergnügen. Außerdem lassen sich die Schläuche recht schwer auf die Anschlüsse am Tischgerät und am Vernebler stecken. Hier wären Verstärkungen am Schlauch zum Drehen hilfreich.

Unterm Strich ist der Medisana IN 550 Pro ein praktischer und vielseitiger Inhalator, der durch seine Funktionalität und hochwertige Verarbeitung sowie seine beiden Stauräume überzeugt. Ein Inhalator mit Kofferraum, der für Kinder und Erwachsene gleichermaßen geeignet ist.

Alternativen

Das beste Gesamtpaket liefert für uns der Medisana IN 550 Pro ab. Er war allerdings das größte Gerät im Test. Es geht auch kompakter. Drei weitere Inhalatoren haben uns ebenfalls gut gefallen und verdienen eine Empfehlung.

Kinder zum Inhalieren zu überreden ist nicht immer leicht, denn das ist nicht nur langweilig, gerade Geräte mit lautem Kompressor schüchtern auch ein. Der Comp Air C801 KD von Omron ist daher speziell auf die Bedürfnisse von Kindern und Babys zugeschnitten.

Schon allein durch sein besonderes Design, seine Farbe und vor allem seinen Aufsatz in Form eines kleinen Bären übt er eine große Anziehungskraft auf Kinder aus. Denn: Während man neben dem gelb gestalteten Tischgerät sitzt und inhaliert, kann man auf den Vernebler einen Bären setzen, der einen angrinst. Das sorgt für eine nette und willkommene Abwechslung beim Inhalieren.

Der Inhalator von Omron ist klein, leicht und handlich. Er braucht nicht viel Platz, ist schnell und einfach aufgebaut und leicht zu bedienen. Durch V.V.T (Virtual Valve Technology) soll das Inhalieren erleichtert werden. Dadurch reduziert sich der Aerosolverlust während des Ausatmens und zugleich wird die Wirkstoffnutzung beim Einatmen erhöht. Nachprüfen konnten wir das nicht.

Mit einer Partikelgröße um die 3 Mikrometer erreicht er die oberen und unteren Atemwege. Die Gesichtsmasken sind extra für Kinder und Babys konzipiert. In einen kleinen Beutel kann man den Inhalator samt Zubehör stecken: Das ist sehr angenehm und praktisch.

Bei unserem Leistungsdauer-Test brauchte das Tischgerät von Omron 8:22 Minuten um 2,5 Milliliter einer Salzlösung zu vernebeln. Das ist immer noch recht schnell und im Vergleich zu den anderen Tischgeräten ein guter Wert. Seine Partikelgröße liegt bei drei Mikrometern. Damit gelangt er in die unteren Atemwege.

Mit 62,3 Dezibel ist das Tischgerät von Omron immer noch recht laut, liegt jedoch bei den Kompressoren im unteren Bereich. Sein Gewicht von 0,35 Kilogramm ist ein Spitzenwert. Inhalator und Zubehör lassen sich in einem mitgelieferten Beutel verstauen.

Nur der Schlauch vom Inhalator zum Kompressor ist mit einem Meter Länge etwas kurz geraten. Und das Material der Gesichtsmasken wirkt nicht sehr hochwertig.

Klein & portabel

Beurer IH 60

Der Inhalator IH 60 von Beurer ist klein und fein. Er ist mit Abstand der leichteste und kleinste Inhalator mit Kompressor im Test. Auch sein Design ist sehr ansprechend. Das Tischgerät sieht aus wie eine kleine portable Musikbox. Doch sie sorgt in diesem Fall natürlich nicht für musikalische Klänge, sondern für wohltuenden Dampf, der die Atemwege befreien soll.

Die Drucklufttechnologie vom IH 60 sorgt für eine Partikelgröße von 4,12 Mikrometern. Das ist für einen Kompressor ein recht hoher Wert. Doch auch damit erreicht er noch die unteren Atemwege. Bei unserem Leistungsdauer-Test brauchte das Tischgerät von Omron 4:17 Minuten um 2,5 Milliliter einer Salzlösung zu vernebeln – schneller ist kein anderer Kompressor in unserem Test.

Gerade einmal 0,25 Kilogramm bringt der IH 60 auf die Waage. Außerdem ist der Kompressor sehr leise, er kommt auf 55,3 Dezibel – der unangefochtene Spitzenwert unter den Tischgeräten mit Kompressor.

Pluspunkte kassiert der kleine Kompressor auch dafür, dass er über einen Akku betrieben wird, der über einen USB-Anschluss geladen werden kann, genauso auch mit einem Netzteil. Ebenfalls sehr praktisch! Verstauen lässt er sich in einer kleinen, robusten Tasche.

Kleine Abzüge gibt es für die Messskala am Vernebler, die nur schwer lesbar ist. Außerdem ist der Vernebler nicht sehr hochwertig verarbeitet, er hakt etwas beim Öffnen und Schließen.

Gut & Günstig

Hylogy MD-H23

Test Inhalator: Hylogy MD-H23
Leise, leicht und einfach stark – das Handgerät von Hylogy überzeugt.

Ebenfalls empfehlenswert ist der MD-H23 von Hylogy. Er ist ein sehr handlicher, akkubetriebener Membran-Vernebler, der sich problemlos in eine Hosentasche stecken lässt. Seine Verarbeitung ist hochwertig, sein klares und einfaches Design ansprechend.

Doch nicht nur die äußeren Werte zählen hier natürlich, gerade auch die inneren sind entscheidend. Auch hier macht er eine äußerst gute Figur. Er erzeugt Partikelgrößen von 1 bis 5 Mikrometer, die Wassertröpfchen gelangen damit auch tief in die kleinen Bronchien.

Auch die Verneblungsrate ist gut: Bei unserem Leistungsdauer-Test brauchte der Hylogy in der mittleren Einstellung 4:20 Minuten, um 2,5 Milliliter einer Salzlösung zu vernebeln – das ist ein sehr gutes Ergebnis im Vergleich zur Konkurrenz. Über die Plus/Minus-Knöpfe kann man die Intensität der Vernebelung regulieren.

Auf der Waage schlägt das absolute Leichtgewicht in diesem Test mit seinen 0,12 Kilogramm alle Konkurrenten. Und als Handgerät ist der Hylogy im Gegensatz zu den Inhalatoren mit Kompressor entsprechend leise. Nur ein leichtes Rauschen ist zu hören, wenn der Nebel aus dem Inhalator gepustet wird. Sehr angenehm!

Über einen USB-Anschluss lässt sich der Akku aufladen. Das dazugehörige Netzteil ist in der Standard-Lieferung nicht enthalten – kein allzu großes Manko, schließlich hat heutzutage ohnehin fast jeder mehr als nur ein solches Ladegerät im Haushalt. Es gibt hier keinen Beutel und keine Tasche, um das Gerät samt Zubehör zu verstauen, schade. Allerdings ist die Verpackungsschachtel gut verarbeitet und zum Aufbewahren des Handgeräts geeignet.

Wer ein kleines, handliches Gerät sucht, das man auch mobil auf Reisen einsetzen kann, für den ist das MD-H23 von Hylogy eine sehr gute Wahl.

Für chronisch Kranke

Pari Boy Classic

Wenn Sie nicht nur hin und wieder einen Schnupfen kurieren wollen, sondern aufgrund einer chronischen Lungenerkrankung täglich inhalieren müssen, empfehlen wir den Pari Boy Classic. Er bringt zwar keine bessere Verneblungsleistung als unsere anderen Empfehlungen, ist aber ein sehr robustes und seit langem bewährtes Gerät, das auch für den Dauereinsatz geeignet ist. Nicht zuletzt deshalb wird der Pari Boy gern von Ärzten empfohlen und kommt auch in Kliniken zum Einsatz.

Der Pari Boy Classic verfügt über einen Aufsatz, der eine Partikelgröße von 3,5 Mikrometern erzeugt. So gelangt das Aerosol in die oberen und unteren Atemwege. Weitere Aufsätze können zusätzlich erworben werden. Durch die Wahl des passenden Aufsatzes ist es möglich gezielt bestimmte Bereiche im Atemtrakt zu therapieren. Diese Möglichkeit gibt es sonst nur bei unserem Favoriten von Medisana.

Außerdem ist der Kompressor-Inhalator mit dem »PIF­Control­System« ausgestattet. Das erkennt ein zu schnelles Einatmen und löst dann durch ein Ventil einen Widerstand aus, der dazu anregt, langsamer zu atmen. So wird eine gleichmäßigere Verteilung des Aerosols in den kleinen Bronchien gefördert.

Mit 67,5 Dezibeln Betriebslautstärke war der Pari Boy allerdings der lauteste Inhalator im Test. Das Gerät ist zwar überschaubar, es fehlen allerdings jegliche Komfortfunktionen. Der Tragegriff ist unhandlich und es gibt keine Möglichkeiten, Schlauch, Vernebler oder Stromkabel zu verstauen. Es wird nicht einmal eine Tasche oder ein Beutel mitgeliefert.

Bei unserem Leistungsdauer-Test brauchte der Classic 4:30 Minuten, um 2,5 Milliliter einer Salzlösung zu vernebeln. Damit gehört er zu den schnelleren Exemplaren.

Im Vergleich zur Konkurrenz finden wir den Pari Boy Classic eigentlich viel zu teuer, denn die bieten zum Teil deutlich mehr Komfort und kosten nur einen Bruchteil. Bei der Verarbeitungsqualität ist der Pari Boy Classic aber top. Auch das spricht für seine Langlebigkeit. Ein echter Vorteil ist das aber nur, wenn der Inhalator beinahe täglich im Einsatz ist. Dann relativiert sich auch der hohe Anschaffungspreis.

Außerdem getestet

Bei den vielen Inhalatoren auf dem Markt, ob nun Tischgerät oder Handgerät, hat man die Qual der Wahl. In unserem Test konnten alle Geräte mehr oder weniger überzeugen. Einen richtigen Ausfall gab es nicht. Hier und da fielen uns Einschränkungen auf, weshalb wir sie nicht als Empfehlung nennen können. Einen schlechten Kauf machen Sie aber auch mit diesen Inhalatoren nicht.

SimbR Inhalator

Test Inhalator: SIMBR Inhalator

Keine Preise gefunden.

Das Handgerät von SimbR ähnelt dem Hylogy sehr. Es gibt jedoch kleine und feine Unterschiede. So gibt es auch hier einen USB-Anschluss, der sich jedoch am Boden des Geräts befindet. Das ist etwas unpraktisch. Das Netzteil muss man wie beim Hylogy nachbestellen. Optisch wirkt das Handgerät von SimbR etwas größer und klobiger. Mit einem Gewicht von 0,125 Kilogramm und 4:40 Minuten, die er braucht, um 2,5 Milliliter einer Salzlösung zu vernebeln, liegt er gut im Rennen. Auch hier sorgt die Mikro-Mesh-Technologie für kleine und feine Partikel mit einer Größe zwischen einem und fünf Mikrometern. Nur die Verarbeitung des kleinen Inhalators wirkt nicht sehr hochwertig, dort wurde offensichtlich gespart.

Mit einer sehr hochwertigen Tasche punktet das Handgerät MicroAir U100 von Omron. In dieser befindet sich der Inhalator und sämtliches Zubehör. Der Inhalator selbst wirkt recht klobig und ist damit keine Design-Schönheit. Er ist so konzipiert, dass man ihn auch im Liegen benutzen kann. Dann muss man ihn schräg halten, damit er seine volle Verneblungskraft entfalten kann. Seine Partikelgröße liegt bei 4,2 Mikrometern. Bei unserem Leistungsdauer-Test brauchte das Handgerät von Omron 8:34 Minuten um 2,5 Milliliter einer Salzlösung zu vernebeln – das ist im Vergleich sehr langsam. Auf die Waage bringt er 0,16 Kilogramm. Und wie bei allen Handgeräten gibt er nur ein leises Rauschen von sich. Die Schutzkappe auf dem Vernebler wirkt nicht sehr hochwertig und lässt sich relativ schwer öffnen.

Vier Batterien kommen in das Handgerät IH 55 von Beurer. Das macht den Inhalator zu einem Schwergewicht. Er bringt 0,24 Kilogramm auf die Waage und wiegt damit doppelt so viel wie das Handgerät von Hylogy. Ansonsten trumpft dieses Modell mit einer sehr hochwertigen Tasche auf, in die man den Inhalator und sämtliches Zubehör bequem und komfortabel verstauen kann. Die Partikelgröße liegt hier laut Hersteller bei sechs Mikrometern. Bei unserem Leistungsdauer-Test brauchte das Handgerät von Beurer 4:20 Minuten, um 2,5 Milliliter einer Salzlösung zu vernebeln – das ist ein guter Wert. Damit erreicht man die großen und mittleren Bronchien der Lunge. Die gesamte Verarbeitung ist sehr hochwertig gestaltet. Für ein Handgerät ist der Inhalator jedoch sehr groß und wuchtig – und für kleine Kinderhände weniger geeignet.

Wie der Testsieger besitzt der Inhalator SIH 21 von Sanitas zwei Stauräume – darin kann man ebenso sämtliches Zubehör und das Stromkabel problemlos unterbringen. Auch optisch ähnelt er dem Medisana IN 550 Pro sehr. Mit verschiedenen Partikelgrößen kann er allerdings nicht auftrumpfen. Bei 3,16 Mikrometern liegt hier der Richtwert. Bei unserem Leistungsdauer-Test brauchte der Sanitas 6:34 Minuten, um 2,5 Milliliter einer Salzlösung zu vernebeln – das ist ein guter Wert. Spezielle Adapter für die Nase gibt es nicht. Mit 65,1 Dezibeln liegt er im oberen Bereich, was die Lautstärke angeht. Der Kompressor mit Drucklufttechnologie wiegt dafür etwas weniger als der Testsieger, er bringt 1,68 Kilogramm auf die Waage. Alles in allem: ein sehr solider Inhalator.

Kommen wir zum kleinen Bruder des Testsiegers – dem Medisana IN 500. Er verfügt nur über einen Zerstäuberkopf (blau), der laut Hersteller für eine Partikelgröße zwischen 3,5 und 4,5 Mikrometer sorgt. Einen Kofferraum wie beim IN 550 Pro gibt es hier nicht. Ansonsten punktet der Inhalator mit Drucklufttechnologie mit einer hochwertigen Verarbeitung, umfangreichem Zubehör – wie Nasenadapter – und einer einfachen Handhabung. Bei unserem Leistungsdauer-Test brauchte der IN 500 4:35 Minuten, um 2,5 Milliliter einer Salzlösung zu vernebeln – das ist ein sehr guter Wert. Mit 1,32 Kilogramm ist er ein Mittelgewicht. Und auch mit 61,5 Dezibeln liegt er, was die Lautstärke betrifft, im Mittelfeld. Er wiegt etwas weniger als sein großer Bruder und bringt 1,68 Kilogramm auf die Waage.

Der Pari Boy Junior ist bereits für Babys ab dem ersten Lebensmonat geeignet – mit einer Babymaske und einem Babywinkel, der es ermöglicht, im Liegen zu inhalieren. Außerdem ist der Kompressor-Inhalator mit dem »PIF­Control­System« ausgestattet. Das erkennt ein zu schnelles Einatmen und löst dann durch ein Ventil einen Widerstand aus, der dazu anregt, langsamer zu atmen. So wird eine gleichmäßigere Verteilung des Aerosols in den kleinen Bronchien gefördert. Einen roten (2,8 µm) und einen gelben Aufsatz (3,1 µm) gibt es für den Vernebler. Weitere Aufsätze können zusätzlich erworben werden. Durch die Wahl des passenden Aufsatzes ist es möglich gezielt bestimmte Bereiche im Atemtrakt zu therapieren. Diese Möglichkeit gibt es sonst nur bei unserem Favoriten von Medisana.

Die 2,5 Milliliter einer Salzlösung vernebelt der Pari Boy Junior in 7:30 Minuten mit dem roten Aufsatz und in 5:15 Minuten mit dem gelben Aufsatz. Die Verneblungsrate liegt damit im Mittelfeld. Optisch fällt der Pari-Kompressor durch seine sehr massive Form auf, er ist eher unhandlich. Einen richtigen Tragegriff hat der 1,86 Kilogramm schwere Inhalator nicht, auch keine Tragetasche. Zudem ist der Pari Boy Junior mit 64,5 Dezibeln ziemlich laut. Auch wenn er ein Klassiker ist – für das, was er leistet, ist der Pari Boy Junior aus unserer Sicht viel zu teuer.

Der Flaem Ghibli Plus kommt durch seine grelle Farbgebung und das windschnittige Design sehr sportlich rüber. Mit einem Gewicht von 1,07 Kilogramm ist das Gerät auch recht leicht. Passend dazu kann man durch das Öffnen einer Klappe am Vernebler zwei Geschwindigkeiten beim Inhalieren einstellen. Die Partikelgröße ändert sich dadurch nicht. Zudem gibt es einen Auslaufschutz. Der Kompressor ist mit 67,3 Dezibeln allerdings sehr laut und im wahrsten Sinne des Wortes unüberhörbar. Bei unserem Leistungsdauer-Test brauchte der Ghibli Plus 8:54 Minuten, um 2,5 Milliliter einer Salzlösung zu vernebeln – das ist recht langsam. Er ist dennoch ein solider Inhalator.

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