Mittelklasse-Kaffeevollautomat Test: Aufmacher Kaffevollautomat Mittel
test
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Der beste Kaffeevollautomat

Wir haben 16 Kaffeevollautomaten getestet. Die Bestenliste führt der DeLonghi PrimaDonna Soul an. Der luxuriöse Vollautomat punktet vor allem mit seinem automatischen Mahlwerk, das Sie über das Bedienfeld oder die Smartphone-App steuern können. Außerdem hat er als erster DeLonghi die innovative Bean Adapt Technology an Bord, die die wichtigsten Parameter automatisch an die verwendeten Kaffeebohnen anpasst.

Arne Preuß
Arne Preuß
ist leiden­schaft­licher Kaffee­experte und Gründer des bekanntesten deutschen Kaffee-Blogs Coffeeness. Er hat zahllose Kaffee­voll­automaten unter der Prämisse getestet: "Was würde ein Barista dazu sagen?". Arne ist außerdem speziali­siert auf Handfilter und Cold Brew Coffee.
Letztes Update: 1. Juli 2022

Wir haben den Siemens EQ.700 Integral als neuen Kaffeevollautomaten getestet. Er beeindruckt mit einigen Neuheiten und cleveren Funktionen. An unseren Empfehlungen ändert sich allerdings nichts.

31. August 2021

Wir haben unsere Tests der besten Mittelklasse- und High-End-Kaffeevollautomaten zusammengelegt und darüber hinaus zwei neue Modelle getestet.

Die Empfehlungen DeLonghi PrimaDonna Soul, Caffeo Barista TS Smart und Miele CM 7550 haben wir aus dem High-End-Segment übernommen, der Melitta Caffeo CI und der DeLonghi Dinamica ECAM 350.55.B stammen aus dem Testbericht zu Mittelklassemaschinen. Der Siemens EQ.3 ist keine Empfehlung mehr und fortan unter „Außerdem getestet“ zu finden.

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Sie haben keine Lust mehr auf Kaffee aus Kapseln und Pads? Während Kaffeepuristen auf Siebträgermaschinen schwören, setzen viele Fans von Cappuccino, Latte Macchiato und Milchkaffee auf Kaffeevollautomaten.

Doch um geschmacklich an die Barista-Kunst aus dem Siebträger heranzukommen, reichen selbst der beste günstige Kaffeevollautomat nicht mehr aus – hochwertigere Modelle müssen her. Sie machen nicht nur optisch etwas her, sondern sind auch technisch auf dem neuesten Stand.

So erzielen Sie schon mit den Grundeinstellungen tolle Ergebnisse, die Sie dank zahlreicher Einstellungsmöglichkeiten an Ihren persönlichen Geschmack anpassen können. Dabei spielt auch der richtige Kaffee für Vollautomaten eine wichtige Rolle, damit die Maschinen das Aroma der Bohnen perfekt herausarbeiten können.

Wir haben 16 Kaffeevollautomaten unterschiedlicher Preissegmente auf Herz und Nieren getestet. Ein kleiner Spoiler vorneweg: Alle Kandidaten bereiten einen sehr guten Espresso zu. Das ist aber auch nicht weiter überraschend. Die Frage ist nur, welche speziellen Features Sie sich wünschen und wie viel Sie ausgeben möchten.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

DeLonghi PrimaDonna Soul

Test Kaffeevollautomat: DeLonghi PrimaDonna Soul
Der DeLonghi hat Innovationen im Geist und besten Kaffee im Herzen.

Mit dem PrimaDonna Soul bietet DeLonghi Luxus und Fortschritt zu einem mehr als fairen Preis. Uns begeistert vor allem das stufenlose elektronische Mahlwerk, das Sie über das Menü und die App steuern können. Das gab es bisher nicht in dieser Preisklasse und es ist alles andere als Standard.

Die Handhabung über die App oder das moderne Display geht leicht von der Hand. Das gilt für die Kaffeezubereitung ebenso wie für die automatische Reinigung des Automaten.

Die Getränkequalität stimmt: Espresso und Milchschaum sind gleichermaßen überzeugend. Zudem verfügt der PrimaDonna Soul als erster DeLonghi Automat über die Bean-Adapt-Technologie, die die wichtigsten Brühparameter an den Röstgrad der verwendeten Kaffeebohnen anpasst.

Mit seinem Gesamtpaket aus toller Leistung und hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis fährt der PrimaDonna Soul souverän den Sieg ein. Nur bei der Lautstärke musste er sich gegen das leiseste Mahlwerk im Test geschlagen geben. Es gehört dem Siemens EQ.9 plus connect.

Klassiker

Melitta Caffeo CI

Test: Mittelklasse-Kaffeevollautomat – Testsieger Melitta Caffeo CI
Für diese Preisklasse bringt er viele Extras mit und was noch wichtiger ist – einen tollen Espresso.

Der Melitta Caffeo CI ist aufgrund seiner hervorragenden Verarbeitung und Ausstattung bei Kaffee-Fans sehr beliebt. Außerdem ist er noch mal etwas preiswerter.

Er hat zwei Bohnenbehälter – ein Extra, das in seiner Preisklasse keine Selbstverständlichkeit ist. Seine vier Nutzerprofile sind inzwischen fast Standard bei Kaffeevollautomaten, für einen typischen Haushalt sind sie absolut ausreichend.

Wenn Geld egal ist

Miele CM 7550

Test Kaffeevollautomat: Miele CM 7550
Schön, schnell und ausgesprochen hochwertig – aber auch wuchtig.

Der Miele CM 7550 hat ein reduziertes Design mit klaren Linien – das gefällt uns sehr gut. Die durchdachte Software und die einfache Menüführung sorgen für eine unkomplizierte Handhabung. Kaffee und Milchschaum fließen in Rekordgeschwindigkeit in die Tasse und überzeugen mit sehr guter Qualität.

Preislich liegt der Miele CM 7550 deutlich über unserem Favoriten von DeLonghi. Obwohl er eine hervorragende Leistung abliefert, kann er mit den Innovationen des jüngsten DeLonghi-Kaffeevollautomaten nicht mithalten. Aber gut, das kann praktisch keiner – außer das High-End-Modell der italienischen Marke: der Maestosa.

Den besten schwarzen Kaffee aus einem Vollautomaten haben wir übrigens beim Jura Z8 verkosten dürfen. Mittlerweile ist der Preis aber schon mehr als doppelt so hoch im Vergleich zu unserem Testsieger.

Gut & günstig

DeLonghi Dinamica ECAM 350.55.B

Test  Mittelklasse-Kaffeevollautomat: DeLonghi Dinamica ECAM 350.55.B
Überraschend guter Espresso trifft auf das richtige Maß an Funktionen.

Günstiger wird es bei der Dinamica-Reihe von DeLonghi. Mit dem Dinamica ECAM 350.55.B ist dem italienischen Hersteller ein besonderer Wurf gelungen: Das Gerät bietet ein Höchstmaß an sinnvollen Funktionen – zu einem ausnehmend günstigen Preis. Aromatischen Kaffee und Espresso samt gelungenem Milchschaum finden Sie auch noch bei diesem Modell.

Top-Bedienung

Melitta Caffeo Barista TS Smart

Test  Mittelklasse-Kaffeevollautomat: Melitta Caffeo Barista
Viele Kaffeespezialitäten für wenig Geld bietet der Automat von Melitta.

Der schicke Vollautomat mit Luxusausstattung macht Lust, verschiedene Kaffeegetränke zuzubereiten und mit den Brühparametern zu experimentieren. Die Smartphone-App ist ausnehmend gut gelungen und macht die nicht ganz intuitive Bedienung am Gerät mehr als wett.

Espresso und Milchschaum überzeugen. Besonders der stabile Schaum dürfte viele Latte-Macchiato-Fans begeistern. Die einfache Reinigung sowie die gute Verarbeitung der hochwertigen Komponenten runden das Gesamtbild ab. Für einen Preis deutlich unter 1.000 Euro liefert Melitta mit dem Caffeo Barista TS Smart einen absolut empfehlenswerten Vollautomaten.

Vergleichstabelle

TestsiegerDeLonghi PrimaDonna Soul
KlassikerMelitta Caffeo CI
Wenn Geld egal istMiele CM 7550
Top-BedienungMelitta Caffeo Barista TS Smart
Gut & günstigDeLonghi Dinamica ECAM 350.55.B
Jura Z8
Philips 3200 Latte Go
Siemens EQ.700 Integral
Siemens EQ.9 plus connect
Krups Evidence
Siemens EQ.5
Siemens EQ.3
Saeco PicoBaristo
Test Kaffeevollautomat: DeLonghi PrimaDonna Soul
  • Guter Espresso & Cappuccino
  • Viele Funktionen
  • Elektronisches Scheiben­mahlwerk
  • Fragwürdige Bean-Adapt-Technologie
Test: Mittelklasse-Kaffeevollautomat – Testsieger Melitta Caffeo CI
  • Zwei separate Bohnen­fächer
  • Programmierbare Nutzer­profile
  • Wassermenge ist nicht so frei einstellbar, wie es wünschens­wert wäre
Test Kaffeevollautomat: Miele CM 7550
  • Sehr edles Design
  • Automatische Auslauf­höhe
  • Schnelle Zubereitung
  • Keine App-Steuerung
  • Kein doppeltes Mahl­werk
  • Teurer als der Test­sieger
Test  Mittelklasse-Kaffeevollautomat: Melitta Caffeo Barista
  • Übersichtlich
  • Guter Kaffee & Espresso
  • Milchschaum wird nicht so gut
  • Doppeltes Bohnen­fach ist zu klein
Test  Mittelklasse-Kaffeevollautomat: DeLonghi Dinamica ECAM 350.55.B
  • Überragend einstellbarer Espresso und Milch­schaum
  • Einfache Reinigung
  • Sinnvolle Funktionen
  • Top Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Plastikgeruch beim ersten Auspacken
Test Kaffeevollautomat: Jura Z8
  • Bester Kaffee
  • Erstklassiger Milch­schaum
  • Einfache Bedienung
  • Feinteilige Einstellungs­optionen
  • Fest verbaute Brüh­gruppe
Test Mittelklasse-Kaffeevollautomat: Philips 3200 Latte Go
  • Einfache Bedienung
  • Guter Espresso
  • Hohe Lautstärke
Test Kaffeevollautomat: Siemens EQ.700 Integral
  • Leises Mahlwerk
  • Viele & clevere Funktionen
  • Guter Espresso & Milchschaum
  • Einstellungs­möglichkeiten teilweise nicht fein­teilig genug
Test Kaffeevollautomat: Siemens EQ.9 plus connect
  • Doppeltes Mahl­werk
  • App-Steuerung
  • Brühgruppe ist hinter dem Wasser­tank versteckt
Test Mittelklasse-Kaffeevollautomat: Krups Evidence
  • Guter Espresso und
  • Intuitive Bedienung
  • Espresso erst ab 40 ml
Test Mittelklasse-Kaffeevollautomat: Siemens EQ 5
  • Ausgeklügeltes Display-Design
  • Einfache Reinigung
  • Mahlwerk etwas zu grob
Test Kaffeevollautomat: Siemens EQ.3
  • Preiswert und außer­gewöhnliches Design
Test  Mittelklasse-Kaffeevollautomat: Saeco PicoBarista
  • Modernes, kompaktes Design
  • Feinteilige Einstellungs­optionen
  • Top Espresso & Milchschaum
  • Etwas lautes Milch­system
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Was können die besten Kaffeevollautomaten?

Seit die ersten Kaffeevollautomaten auf den Markt kamen, hat sich viel getan. Viele Kaffeeliebhaber möchten einen Vollautomaten kaufen, viele haben längst einen in ihrer Küche stehen. Und noch mehr Kaffee-Fans sind stets auf der Suche nach den besten Modellen. Doch was für deinen einen maßgeschneidert ist, ist für den anderen völlig unpassend. Deswegen haben wir funktionsstarke Vollautomaten, die eine besonders hohe Qualität bei Espresso und Milchschaum bieten, unter die Lupe genommen.

Je nach Ihren Ansprüchen gibt es den richtigen Vollautomaten für Sie

Das Angebot an Kaffeevollautomaten ist groß und vielseitig: Einsteigermodelle sind ab etwa 300 Euro zu haben, das mittlere Preissegment startet bei uns bei rund 500 Euro, nach oben hin sind den Preisen keine Grenzen gesetzt. Ein High-End-Modell kann beim Preis durchaus locker über 2.000 Euro liegen. Klare Unterschiede zwischen den einzelnen Preisklassen bestehen etwa im Funktionsumfang, bei den Einstellungsmöglichkeiten und bei der Handhabung.

Darüber hinaus bestehen teure Kaffeevollautomaten aus höherwertigen Materialien und halten damit auch einer intensiven Benutzung stand. Sie punkten zudem mit Features wie doppelten Mahlwerken, Touchscreen oder App-Steuerung sowie mehreren Nutzerprofilen und einer größeren Anzahl an voreingestellten Getränken.

Kaffeevollautomaten für Zuhause: bis 600 oder 1.200 Euro

Wir haben es bereits gesagt: Großen Luxus wie bei einem Vollautomat der Jura-Z-Reihe finden Sie im mittleren Preissegment eher nicht. Es lässt sich dennoch die eindeutige Tendenz der Hersteller erkennen, feinere Einstellungsmöglichkeiten und neue Ideen beim Milchschaumsystem umzusetzen. Damit liefern viele Mittelklasse-Kaffeevollautomaten beste Kaffeequalität ab.

Wer weniger ausgibt, muss mit viel verbautem Plastik rechnen. Außerdem haben die Mahlwerke Probleme mit feineren Mahlgraden, die jedoch besonders wichtig für eine hochwertige Espressozubereitung sind. Doch auch die besten günstigen Kaffeevollautomaten sind manchmal für eine Überraschung gut – wie der DeLonghi ECAM 22.110.B.

Mittelklasse: Kein Luxus, aber durchaus einiges an Funktionen

Kurz gesagt: Ein Mittelklasse-Automat bietet mehr als die Minimal-Ausstattung. Die Bedienung ist komfortabler und das Gerät eignet sich für eine stärkere Beanspruchung. Wer auf großen Luxus verzichten kann, aber dennoch gewisse Ansprüche hat, ist mit einem Automaten der Mittelklasse bestens ausgestattet. Am ehesten trifft das wohl auf Single-Haushalte, Paare, WGs, Familien und mitunter auch auf kleinere Bürogemeinschaften zu.

Die besten der besten: Kaffeevollautomaten bis weit über 1.000 Euro

Wer ein Luxusmodell erwirbt, kann derart detaillierte Einstellungen vornehmen, bis der Kaffee optimal zum Gaumen passt. Aspekte wie ein geräuschreduziertes oder automatisches Mahlwerk, feinteilige Justiermöglichkeiten und ausgefeilte Reinigungsprogramme machen Spaß, erleichtern die Bedienung und sorgen für beste Ergebnisse.

Im High-End-Bereich bekommen Sie von allem noch etwas mehr

Außerdem wird in höheren Preisklassen deutlich mehr Aluminium, Edelstahl und Chrom verbaut. Das wirkt sich nicht nur positiv auf den Look aus, es macht sich auch in einer langen Lebensdauer bemerkbar.

Auch am Display wird der Klassenunterschied zwischen günstigen Einsteiger-Automaten und Profi-Modellen sichtbar: Während die kleineren Geräte mit sparsamen Displays oder ganz ohne Darstellung auskommen, warten die Oberklasse-Automaten mit großen und farbigen Touch-Displays auf, hinter denen sich eine ausgefeilte Software verbirgt.

Einstellungen und Programmierung

Einige Einstellungsmöglichkeiten sind besonders wichtig für das Funktionieren eines Kaffeevollautomaten. So sollten der Mahlgrad der Bohnen, Wassermenge und Kaffeemenge variabel sein. Diese Optionen sollte selbst eine einfache Espressomaschine bieten und ohne sie ist ein Vollautomat eigentlich nicht brauchbar.

Die Geräte in der mittleren Preisklasse punkten in dieser Hinsicht vor allem mit feineren Abstufungen als günstige Modelle. Hochpreisige Maschinen haben hier teilweise mehr Features als Sie benötigen – dafür finden Sie auf jeden Fall die Einstellung, die zu Ihrem Geschmack passt.

Daneben bieten die besten Kaffeevollautomaten die Möglichkeit, Wassertemperatur und Milchschaumkonsistenz zu variieren. Diese Funktionen sind zwar nicht unbedingt essentiell, machen den Kaffeegenuss aber interessanter.

Was individuelle Vorlieben angeht, sind auch Nutzerprofile sinnvoll, die inzwischen zum Standard geworden sind. Verwenden mehrere Personen die Maschine regelmäßig, ist es praktisch, wenn jeder seine Einstellungen für Espresso, Cappuccino oder Latte Macchiato separat speichern kann.

Espresso und Milchschaum

Um vergleichbare Espresso-Ergebnisse zu erhalten, haben wir – sofern möglich – alle Vollautomaten mit denselben Einstellungen getestet: Wir haben den feinsten, möglichen Mahlgrad genutzt, eine Wassermenge von 25 Millilitern eingestellt und die maximale Kaffeestärke gewählt. Die Durchlaufzeit sollte etwa 25 Sekunden betragen. Mit diesen Einstellungen lassen sich in der Regel die besten Ergebnisse erzielen.

Mittelklasse-Kaffeevollautomat Test: Ca209691
Der perfekte Milchschaum ist ein immer wichtiger werdendes Kriterium beim Kaffeegenuss.

Das Aroma hängt natürlich vor allem vom verwendeten Espresso ab. War das Ergebnis allerdings zu wässrig oder bitter (also verbrannt), gab es Minuspunkte. Übrigens: Schauen Sie mal abseits des Tchibo-Mainstreams nach richtig guten Kaffeebohnen für Espresso aus dem Kaffeevollautomaten. Die dunkle Röstung mit Schoko-Aroma ist speziell für die Maschinen konzipiert.

Mit einem automatischen Milchschaum­system können sie rechnen

Größere Unterschiede gibt es bei den Milchschaumsystemen: Die meisten Einsteiger-Automaten verfügen lediglich über eine Schaumlanze für das manuelle Aufschäumen. Hier müssen Sie den Milchaufschäumer in einen Milchbehälter halten und diese selbst aufschäumen. Das ist kein Hexenwerk, erfordert aber durchaus Wissen über den Vorgang und auch etwas Übung.

Mittelklasse-Kaffeevollautomaten hingegen sind in der Regel mit einem vollautomatischen Milchschaumsystem ausgestattet. Hier saugt das Gerät die benötigte Menge Milch an, schäumt sie auf und gibt sie wieder aus. Es handelt sich um gute Milchsysteme, die einen feinporigen und homogenen Milchschaum produzieren, der weder Blasen noch Löcher aufweist. Davon können Sie bei preiswerten Geräten nicht ausgehen.

Bedienung

Die maßgebliche Frage hinsichtlich der Handhabung lautet: Kann ich das Gerät bedienen, ohne vorher die Anleitung zu studieren? Idealerweise ist die Bedienung so intuitiv, dass Sie auch als Nicht-Profi die gewünschten Funktionen schnell und unkompliziert finden.

Lautstärke

Die einzelnen Arbeitsschritte, die ein Kaffeevollautomat ausführt, können durchaus Krach machen. Das beginnt beim Mahlen der Kaffeebohnen, geht über das Verdichten des Kaffeemehls und das Aufheizen des Wassers bis zum Drücken des Kaffees durch die Düsen.

Je nach Modell fällt der Geräuschpegel höher oder niedriger aus. Grundsätzlich ist das Mahlwerk in der Kaffeemühle die lauteste Komponente. Zwar kommt es hauptsächlich auf die Bauweise an, dennoch kann man sagen, dass Edelstahlmahlwerke mehr Radau machen als Keramikmahlwerke.

Bei Automaten der Spitzenklasse setzen die Hersteller oft Technik zur Geräuschisolierung ein. Bei Mittelklasse-Geräten sollten Sie das aber nicht erwarten. Hier gibt es mitunter deutliche Unterschiede bei der Lautstärke der Automaten.

Pflege und Reinigung

Wir haben alle Kaffeevollautomaten auch hinsichtlich ihrer Reinigungsprogramme getestet. Darüber hinaus interessierte uns auch die Möglichkeit, ob die Geräte in ihre Bestandteile zerlegt und gereinigt werden können. Beispielhaft hierfür sind die Brühgruppen. In den meisten Fällen kann die Brühgruppe entnommen und von Hand gereinigt werden.

Allerdings setzen einige Hersteller, wie zum Beispiel Jura, auf fest verbaute Brühgruppen. Das nachvollziehbare Argument hierfür sind die ausgeklügelten Reinigungsprogramme, deren Leistung ausreiche.

Oft sind die Brühgruppen fest verbaut

Es gibt gute Argumente für und gegen entnehmbare Brühgruppen. Wir halten es grundsätzlich für sinnvoll, die Brühgruppe ohne großen Aufwand von Hand spülen zu können.

 Mittelklasse-Kaffeevollautomat Test: Delonghi Dinamica Ecam

Testsieger: DeLonghi PrimaDonna Soul

Der DeLonghi PrimaDonna Soul ist das neueste Mitglied der PrimaDonna-Reihe des italienischen Herstellers. Aber er reiht sich nicht einfach brav in die Riege ein, sondern schließt gekonnt die Lücke zur absoluten – alltagsfernen – Luxusklasse. Diese wird bei DeLonghi durch den Maestosa vertreten, auf dessen Preisschild deutlich mehr als 2.000 Euro stehen.

Während der Soul mit seinem großen Funktionsumfang, feinteiligen Einstellungen, dem »LatteCrema«-System und seiner schicken Optik eindeutig »Prima Donna« ist, zeigt er den Anspruch des Herstellers, Kaffee-Luxus alltagstauglich zu machen: Features wie das stufenlose elektronische Mahlwerk, das moderne Display sowie der starke Bezug zur Coffee Link App sind eine deutliche Anlehnung an den Maestosa.

Testsieger
DeLonghi PrimaDonna Soul
Test Kaffeevollautomat: DeLonghi PrimaDonna Soul
Der DeLonghi hat Innovationen im Geist und besten Kaffee im Herzen.

Zudem verfügt der PrimaDonna Soul über die innovative Bean Adapt Technology, die dem Hersteller bei der Vorstellung des Geräts besonders wichtig war.

Diese Funktion sorgt dafür, dass die Maschine alle wichtigen Brühparameter an den Röstgrad der verwendeten Kaffeebohnen anpasst. Dazu müssen Sie Ihre Bohnen lediglich mit einer Vorlage abgleichen und den entsprechenden Röstgrad in der App eingeben. Den Rest erledigt der Automat.

Auch jenseits dieses Features stellt die App die ideale Ergänzung zum Luxus-Vollautomaten dar. Denn damit haben Sie bequemen Zugriff auf das elektronische Mahlwerk, das in unseren Augen das wahre Highlight des PrimaDonna Soul ist.

Dass Sie neben dem Mahlgrad auch alle anderen Parameter für Espresso, Cappuccino, Latte Macchiato und Co. justieren können, ist fast selbstverständlich. Das kennen wir auch bereits von anderen Automaten der PrimaDonna-Reihe.

In Sachen Espresso und Milchschaum liefert der PrimaDonna Soul erwartungsgemäß ab. Der Espresso hat einen facettenreichen Körper und wird von einer schönen Crema gekrönt.

Er läuft nicht nur ideal temperiert, sondern auch ausgesprochen schnell in die Tasse. Das gilt auch für den Milchschaum, der in drei verschiedenen Konsistenzstufen zubereitet werden kann.

Reinigung und Pflege

Der PrimaDonna Soul verfügt über alle wichtigen Hygienefunktionen, die wir von einem Automaten der Oberklasse erwarten. Zusätzlich zu den Reinigungsprogrammen können Sie Wassertank, Abtropfschale, Tresterbehälter und Brühgruppe einfach unter fließendem Wasser von Hand reinigen. Das Milchsystem können Sie für gründliches Spülen in seine Einzelteile zerlegen.

In Sachen Hygiene ist der PrimaDonna Soul sowieso ausgesprochen aufmerksam: Er erinnert Sie sogar daran, die Milch wieder kaltzustellen, wenn der Milchbehälter eine Weile an das Gerät angeschlossen ist.

DeLonghi PrimaDonna Soul im Testspiegel

Der Küchentechnik-Blog Kitcheneers (01/2021) hat den Kaffeeautomat ebenfalls getestet. Trotz leichter Kritik am Milchschaumsystem ist das Fazit wohlwollend:

»Generell ist die Soul alltagstauglicher als die Maestosa und moderner als die PrimaDonna Class. Und automatische Adaptivität von A bis Z ist (bisher) eine absolute Seltenheit. Schon deshalb gehört die Soul für uns zu den empfehlenswertesten Vertretern in unserem Kaffeevollautomat-Test.

Abseits jeder Innovativität haben uns auch die flotte Zubereitung, die zahlreichen (stufenlosen!) Einstellmöglichkeiten und die Qualität von Espresso und Milchschaum auf ganzer Linie überzeugt.«

Auch die Kollegen von Cashys Blog (11/2020) zeigen sich begeistert. Gelobt werden vor allem die exzellente Bedienung und die gute Verarbeitung:

»Mit einem Preis von aktuell mindestens 1.200 Euro leistet man sich hier definitiv kein günstiges Gerät. Dafür bekommt man dann aber auch ein Gesamtpaket, bei dem sowohl für den Laien als auch für den Umrüster (von einem anderen Automaten) ausgesprochen viel richtig gemacht wird. Die Einrichtung ist simpel, die Bedienung selbsterklärend und die tägliche Reinigung ein Klacks. Auch wenn es sich bei der Soul nicht unbedingt um die leiseste Maschine handelt, so arbeitet sie mit seinem Scheibenmahlwerk leiser als viele andere Geräte. Die Verarbeitung des Geräts ist meiner Meinung nach sehr hochwertig. Die Metalloberflächen neigen allerdings ein wenig dazu, Fingerabdrücke anzuziehen.«

Alternativen

Zwar sprechen wir eine klare Kaufempfehlung für den DeLonghi PrimaDonna Soul, allerdings gibt es durchaus Kaffeevollautomaten, die einem Vergleich mit unserem Testsieger standhalten.

Kaffee-Tradition: Melitta Caffeo CI

Der Melitta Caffeo CI überzeugt mit hochwertiger Verarbeitung und vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten. Zudem hat er nicht nur eine Bohnenkammer, sondern zwei getrennte Bohnenbehälter, vier Nutzerprofile und ein automatisches Milchschaumsystem zu bieten. Das alles verpackt er in ein kompaktes und ansprechendes Design.

Klassiker
Melitta Caffeo CI
Test: Mittelklasse-Kaffeevollautomat – Testsieger Melitta Caffeo CI
Für diese Preisklasse bringt er viele Extras mit und was noch wichtiger ist – einen tollen Espresso.

Beim Melitta Caffeo CI strömen Espresso und Milch durch denselben Auslauf in die Tasse oder das Glas. Praktischerweise muss das Gefäß also nicht umgestellt werden. Der Milchschlauch wird nach der Benutzung automatisch durchgespült – keine Selbstverständlichkeit in dieser Preisklasse. Der Auslauf lässt sich bis auf eine Höhe von 14 Zentimetern einstellen und bietet damit ausreichend Platz für Latte-Gläser.

Was die Lautstärke im Betrieb angeht, bewerten wir den Melitta Caffeo CI recht neutral. Flüsterleise ist er nicht, er liegt eher im Mittelfeld. Eine gewisse Geräuschkulisse sollte man bei einem so günstigen Vollautomaten mit Edelstahlwerk allerdings auch erwarten.

Im Handel finden Sie den Caffeo CI in verschiedenen Varianten und Farben, die jeweils durch eigene Modellnummern gekennzeichnet sind.

Qualitativ: Miele CM 7550

Der Name Miele steht für Funktionalität, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit. Da bildet der Miele CM 7550 keine Ausnahme. Er liegt preislich deutlich über unserem Testsieger. Er überzeugt jedoch mit einem reduziert-edlen Gehäuse, klaren Bedienelementen und unkomplizierter Handhabung. Die Einstellungsmöglichkeiten sind umfangreich, die Hygienefunktionen machen Reinigung und Pflege sehr einfach.

Wenn Geld egal ist
Miele CM 7550
Test Kaffeevollautomat: Miele CM 7550
Schön, schnell und ausgesprochen hochwertig – aber auch wuchtig.

Der wuchtige Miele-Automat bereitet einen aromatischen, kräftigen Espresso zu und macht auch beim Milchschaum eine sehr gute Figur. Ihre favorisierten Einstellungen für Kaffeepulvermenge, Brühtemperatur und weitere Parameter können Sie in einem persönlichen Profil speichern.

So überzeugend der Miele CM 7550 im Test abschneidet: Beim Preis-Leistungs-Verhältnis kann er nicht mit dem DeLonghi PrimaDonna Soul mithalten. Denn dieser zeigt, was ein moderner High-End-Vollautomat mit fairem Preisschild leisten kann. Dennoch machen Sie mit dem Miele CM 7550 nichts falsch – wenn Sie bereit sind, etwas tiefer in die Tasche zu greifen.

Der beste günstige Kaffeevollautomat: Caffeo Barista TS Smart

Der Luxus-Vollautomat Caffeo Barista TS Smart lässt das etwas piefige Filterkaffee-Image hinter sich, das den Namen Melitta noch immer umweht. Unter dem schicken schwarzen Gehäuse mit klarem TFT-Farbdisplay verbirgt sich eine Reihe cleverer Features und Funktionen.

Top-Bedienung
Melitta Caffeo Barista TS Smart
Test  Mittelklasse-Kaffeevollautomat: Melitta Caffeo Barista
Viele Kaffeespezialitäten für wenig Geld bietet der Automat von Melitta.

So wartet der Melitta Vollautomat neben der Touch & Slide-Bedienung mit einer – ausgesprochen gelungenen – Smartphone-App auf. Die App ist sehr viel intuitiver gestaltet als die Menüführung am Gerät selbst. Hier lassen sich Kaffeepulvermenge, Temperatur, Bezugsmenge, die Zahl der Shots und die Wahl des Bohnenfachs ohne Umstände variieren.

Mit dem Caffeo Barista TS Smart erhalten Sie einen Vollautomaten, der mit seiner Orientierung am Kundenwunsch dem Namen Melitta mehr als gerecht wird. Er bereitet guten Kaffee zu, ohne daraus eine Wissenschaft zu machen. Dazu bietet er 21 vorprogrammierte Getränke und liefert viele Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten, die Sie in acht Nutzerprofilen speichern können.

Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis: DeLonghi ECAM 350.55.B

Dank einer Auslaufhöhe von 13,5 Zentimetern füllt der kompakte DeLonghi Dinamica ECAM 350.55.B auch große Latte-Gläser problemlos. Schon mit den Grundeinstellungen erhalten Sie hier einen recht guten Cappuccino oder Latte Macchiato. Allein die Menge des Milchschaums ist etwas gering. Das lässt sich allerdings im Menü schnell korrigieren.

Großer Pluspunkt für viele Kunden ist das variable Milchschaumsystem. Je nach Einstellung können Sie die Temperatur ändern, feinen und fließfähigen Schaum herstellen oder Schaum mit festerer Konsistenz.

Gut & günstig
DeLonghi Dinamica ECAM 350.55.B
Test  Mittelklasse-Kaffeevollautomat: DeLonghi Dinamica ECAM 350.55.B
Überraschend guter Espresso trifft auf das richtige Maß an Funktionen.

Die Lautstärke des Edelstahlmahlwerks ist nicht preisverdächtig leise, liegt aber absolut im Rahmen. Angesichts von 13 Mahlstufen sehen wir dem Gerät die Lautstärke zudem gerne nach. Anders als einige andere Geräte hat der DeLonghi-Automat kein Problem mit dem Verarbeiten des Kaffees auf der feinsten Stufe.

Da Sie auch die ideale Wassermenge von 25 Millilitern einstellen können und die optimale Extraktionszeit von 25 Sekunden eingehalten wird, bereitet der DeLonghi Dinamica ECAM 350.55.B einen Kaffee zu, dessen Qualität bei Vollautomaten längst nicht selbstverständlich ist. Wir halten den Dinamica ECAM 350.55.B aufgrund seines Preis-Leistungs-Verhältnisses für eine ideale Wahl.

Außerdem getestet

Siemens EQ.700 Integral

Mit dem EQ.700 Integral bringt Hersteller Siemens endlich wieder frischen Wind in seine Kaffeevollautomaten-Riege. Das eckige Erscheinungsbild wartet mit einigen starken Features hinter der Edelstahlfront auf.

Beim Siemens EQ.700 Integral können Sie das Aromen-Profil und die Stärke Ihres Kaffees individuell einstellen. Auch die Reihenfolge von Milch bzw. Kaffee ist regulierbar – es können sogar Pausen dazwischen eingetaktet werden. Das hebt die Zubereitung von Cappuccino, Latte Macchiato und anderen Milchkaffee-Kreationen auf ein neues Level.

Dabei bleibt das Keramikmahlwerk in alter Siemens-Manier gewohnt leise. Somit gliedert sich der EQ.700 als fortschrittliche Mittelversion zwischen dem EQ.6 und EQ.9 ein und überrascht mit einigen Neuheiten.

Jura Z8

Wenn Leute fragen, welche denn die besten Kaffeevollautomaten seien, schießt vielen sofort die Marke Jura in den Kopf. Und damit haben Sie nicht ganz unrecht. Wir haben den Z8 getestet und sind geschmacklich vom Hocker gefallen. Es war der beste schwarze Kaffee, den wir jemals aus einem Vollautomaten trinken durften.

Auch der Milchschaum, die einfache wie äußerst funktionale Bedienung und überaus hochwertige Verarbeitung waren im Einklang mit dem Geschmacksergebnis. Damit könnten wir den Jura Z8 locker zum Testsieger krönen – aber …

Aber Jura hat eben ein sehr großes Preisschild. Wer so viel ausgibt, erwartet auch nichts anderes als absoluten Perfektionismus. Doch dann sticht die fest verbaute Brühgruppe ins Auge. Für uns ist sie ein Manko, auch wenn das Reinigungsprogramm des Kaffeevollautomaten sehr gut ist.

Philips 3200 Latte Go

Der Philips 3200 Latte Go setzt, wie der Siemens EQ.5, auf Einfachheit. Der Automat ist gemacht für den schnörkellosen Einsatz im Alltag. Der verbaute Kunststoff ist hochwertig und verspricht Haltbarkeit. Überraschend in dieser Preisklasse ist das 12-stufige Keramik-Scheibenmahlwerk, das Philips dem 3200 Latte Go spendiert hat.

Die Bedienung des Philips 3200 ist einfach und kommt ganz ohne Touchscreen aus. Je nach Funktion sind die Tasten mit einer Lichtskala ausgestattet, die Sie erkennen lässt, welche Stufe Sie gewählt haben. Sie haben die Wahl zwischen fünf voreingestellten Kaffeevarianten: Espresso, Cappuccino, Kaffee, Latte und Americano.

Mittelklasse-Kaffeevollautomat Test: Philips 3200 Lattego
Der Philips bietet viele Funktionen – dennoch ist die Bedienung einfach.

Die Ergebnisse, die der Automat liefert, sind gut. Kleine Schwächen bei Espresso oder Milchschaum sind absolut verzeihbar. Auffallend ist das automatische Milchschaumsystem des 3200 Latte Go: Es besteht aus zwei Teilen, die ohne Schläuche auskommen. Entsprechend einfach ist die Reinigung.

Kleiner Wermutstropfen: Der Philips 3200 Latte Go geht sehr laut zu Werke. Sowohl beim Mahlen der Bohnen als auch beim Aufschäumen der Milch. Sensible Ohren werden schnell genervt sein, weniger geräuschempfindliche Kaffee-Liebhaber freuen sich über ein Gerät ohne großen Schnickschnack.

Siemens EQ.9 plus connect

Der Siemens EQ.9 plus connect ist das leistungsstärkste Modell aus der EQ-Reihe des Herstellers. In der Version s700 konnte er zuletzt den Testsieg einfahren – bis der hochmoderne DeLonghi PrimaDonna Soul auf den Plan trat. Allein seine Optik verdeutlicht die Zugehörigkeit des EQ.9 zur Oberklasse der Kaffeevollautomaten: Seine glatte Oberfläche sowie das große symmetrische Bedienfeld mit Display und Drehregler strahlen die Ästhetik eines HiFi-Geräts aus.

Vollendet wird die Symmetrie durch den mittig angebrachten Auslauf für Kaffee und Milchschaum. Daneben überzeugt er vor allem mit den differenzierten Einstellungsmöglichkeiten seines »baristaMode«. Diese machen in Kombination mit zwei Mahlwerken samt zugehörigen Bohnenkammern große Lust auf Experimente. Einfacher kann ein Vollautomat den Wechsel zwischen verschiedenen Bohnen – und Mahlgraden – nicht machen.

Zudem sind zwei separate Mahlwerke bei Automaten dieser Preisklasse eher selten. Auch der DeLonghi PrimaDonna Soul kommt mit nur einem Mahlwerk aus – wenngleich mit einem besonders modernen.

Ein weiterer großer Pluspunkt: Der Siemens EQ.9 geht ausgesprochen leise zu Werke, macht sich also weder in der heimischen Küche noch in der Bürogemeinschaft durch eine unangenehme Geräuschkulisse bemerkbar.

Abgerundet wird die einfache Bedienung des Automaten durch die Smartphone-App, mit der Sie Zugriff auf eine Vielzahl an Kaffeespezialitäten haben, die Sie sogar in einer Coffee Playlist zusammenfassen können.

Krups Evidence

Auch Krups setzt auf Einfachheit und präsentiert mit dem Evidence einen kompakten Vollautomaten mit einfacher Bedienung. Diese Einfachheit geht zwar mit kleinen Einschränkungen einher, doch wird die Zielgruppe diese verschmerzen können. Der Espresso gelingt gut und der Milchschaum erfreut vor allem Latte-Macchiato-Fans.

Sehr bedauerlich finden wir die Mindestmenge von 40 Millilitern Espresso. Die optimale Menge liegt zwischen 25 und 30 Millilitern. Damit entfernt sich der Krups-Espresso deutlich vom Ideal des Siebträger-Espressos.

Mittelklasse-Kaffeevollautomat Test: Krups Evidence
Der Krups Evidence überzeugt mit einer einfachen Bedienung.

Der Krups Evidence verfügt über ein Edelstahl-Kegelmahlwerk mit drei Stufen und bietet 15 Kaffeevarianten an. Temperatur und Kaffeestärke lassen sich einfach einstellen, ohne dass Untermenüs in Anspruch genommen werden müssen. Die Brühgruppe besteht aus Metall, ansonsten ist recht viel Kunststoff verbaut.

Reinigungs- und Entkalkungsprogramme des Krups Evidence sind gut durchdacht. Kleines Manko: Die Brühgruppe ist fest verbaut und kann also nicht von Hand gespült werden.

Siemens EQ.5

Der Siemens EQ.5 richtet sich an eine Zielgruppe, die Spaß an gutem Kaffee hat, aber keine Wissenschaft daraus machen möchte. Das wird vor allem beim Mahlwerk deutlich: Hier kommen zwar hochwertige Keramikkegel zum Einsatz, allerdings bietet der EQ.5 nur drei Mahlstufen. Diesen Makel macht das Gerät dadurch wett, dass Sie Füllmenge, Temperatur und Kaffeestärke sehr viel präziser einstellen können.

Mit den richtigen Einstellungen produziert der EQ.5 einen guten Espresso. Positiv hervorheben möchten wir die einfache Bedienung, die nicht zuletzt durch die eindeutigen – und ungewohnt bunten – Bildern auf den Touch-Tasten gelingt. Die Anzeigen im Menü bieten eine sehr gute Orientierung auf dem Weg zur optimalen Einstellung.

Mittelklasse-Kaffeevollautomat Test: Siemens Eq Espresso
Die EQ.5 im modernen, schlichten Design. Hier gibt es auch bei den Funktionen nicht so viel Schnickschnack.

Der wahre Pluspunkt des Siemens EQ.5 ist die Reinigung. Automatische Reinigungsprogramme und Spülvorgänge nehmen Ihnen viel Arbeit ab. Wenn es aber an der Zeit ist, das Gerät einer gründlichen manuellen Reinigung zu unterziehen, können Sie es bis auf das Gerüst auseinandernehmen.

So lässt sich nicht nur die Brühgruppe einfach säubern. Sogar der Milchschaumauslass kann entnommen und gereinigt werden. Damit schafft Siemens die optimalen Voraussetzungen für eine lange Lebensdauer und guten Kaffeegeschmack.

Der Siemens EQ.5 setzt auf Einfachheit und ist damit ideal für Kaffeeliebhaber, die ohne viel Schnickschnack und lange Einstellungszeremonien ihren Lieblingskaffee zubereiten möchten.

Saeco PicoBaristo

Der Saeco PicoBaristo ist die perfekte Mittelklasse-Ergänzung im Sortiment des italienischen Herstellers. Das Modell erfüllt alle Ansprüche an einen Vollautomaten für das Zuhause oder das Büro in seiner Preisklasse. Es stehen zwölf vorprogrammierte Getränke zur Auswahl.

In der Königsdisziplin Espresso schlägt der Saeco PicoBaristo sich außerordentlich gut und punktet mit einem Keramikmahlwerk sowie zehn Mahlgraden. Auch in Sachen Milchschaum kann der Saeco sich sehen lassen. Der vorderseitig eingesteckte Milchtank lässt sich außerdem mit wenigen Handgriffen zu einem Heißwasserauslauf für Tee umrüsten. Die Reinigung des Saeco PicoBaristo ist erwartungsgemäß unkompliziert.

Insgesamt lässt sich sagen, dass der Saeco PicoBaristo eine solider und hochwertiger Vollautomat ist, der uns in jeglicher Hinsicht überzeugen konnte. Einzig mit seinem Preis von über 600 Euro ist er nicht ganz so günstig wie unsere Empfehlung DeLonghi Dinamica ECAM 350.55.B.

Siemens EQ.3

Der Siemens EQ.3 erfreut sich großer Beliebtheit – und das zu Recht! Für ein Gerät der mittleren Preisklasse bietet er nicht nur ein außergewöhnliches Design, sondern eine absolut solide Leistung. Die mittig platzierte Schaumlanze ist Teil des halbautomatischen Milchsystems, das sehr guten Milchschaum für Latte Macchiato oder Cappuccino liefert.

Allerdings – unter anderem deswegen empfehlen wir das Gerät für kleinere Haushalte – kann sich die Milchaufschäumdüse nur einem einzigen Getränk widmen. Denn zum Aufschäumen wird der Rüssel direkt in die Tasse getaucht. Möchten Sie allerdings Espresso zubereiten, ist der Doppelbezug kein Problem.

Hinsichtlich der Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten ist der Siemens EQ.3 gut ausgestattet. Die Bedienung ist sehr einfach, was auch an der Übersichtlichkeit von Display und Tasten liegt. Ihren ersten Cappuccino können Sie problemlos zubereiten, ohne zuvor einen Blick in die Bedienungsanleitung geworfen zu haben.

Empfehlenswert ist die Lektüre dennoch: Der Siemens EQ.3 erlaubt das individuelle Einstellen von Wassermenge, Mahlgrad und Kaffeestärke sowie die Dauer des Milchaufschäumens. Es ist ein wenig Experimentierfreude gefragt, um die perfekten Einstellungen zu finden. Aber wenn Sie erfolgreich waren, werden Sie mit einem sehr guten Espresso belohnt.

Auch beim Milchschaum gibt sich der Siemens EQ.3 keine Blöße: Das Ergebnis in der Tasse sieht gut aus, ist angenehm fest und hat eine gute Trinktemperatur. Da die Schaumlanze nur aus zwei Teilen besteht, lässt sie sich deutlich einfacher reinigen als ein System mit Milchbehälter und Schlauch.

Der Siemens EQ.3 ist nicht der schnellste Automat. Allerdings ist er auch von seinen Dimensionen her nicht auf Akkordarbeit ausgelegt. Für kleine Haushalte mit maximal drei begeisterten Kaffeetrinkern ist der solide Mittelklasse-Automat aber eine absolut lohnenswerte Anschaffung.

So haben wir getestet

Optik und Funktionsumfang eines Kaffeevollautomaten können Sie ganz einfach anhand von Bildern und Beschreibungen beurteilen. Wie es aber um Handhabung und Kaffeequalität bestellt ist, erfahren Sie nur in der Anwendung. Deshalb unterziehen wir alle Geräte einem ausführlichen Praxis-Test. Dank dieser Erfahrungen können wir besser beurteilen, wie laut ein Mahlwerk wirklich arbeitet und wie einfach die Reinigung von der Hand geht.

Für weitere Tipps rund um Kaffee und Maschinen können Sie einfach mal bei Coffeeness vorbeischauen!

Die wichtigsten Fragen

Kann ich einen Kaffeevollautomat gebraucht kaufen?

Theoretisch ja. Praktisch raten wir davon ab. Ein Kaffeevollautomat benötigt eine sorgsame Reinigung und Entkalkung. Leider geht nicht jeder Besitzer mit seinem Modell so sorgsam um, wie man es sich vorstellt. Die Folge: Schimmel, Bakterien, Mängel oder Materialschäden. Ein Neukauf kommt Ihnen dann preiswerter und Sie haben Pflege wie Hygiene selbst in der Hand.

Wie lange sollte ein Kaffeevollautomat halten?

Diese Frage generell zu beantworten ist schwierig. Es kommt grundsätzlich darauf an, wie behutsam sie mit ihm umgehen. Eine ordnungsgemäße Reinigung ist Pflicht. Auch der Austausch des ein oder anderen Bauteils gehört mit dazu, um die Lebensdauer zu erhöhen. Wenn Sie kein Montagsmodell erwischen, sollten 10 Jahre kein Problem sein. Aber auch 20 sind wohl möglich.

Kann ein Kaffeevollautomat Filterkaffee vorbereiten?

Es stimmt leider, auch der beste Kaffeevollautomat ist kein Könner des Filterkaffees. Wenn Sie ihn so trinken möchten wie gewohnt, greifen Sie besser auf Handfilter, Chemex, French Press oder Kaffeemaschinen mit Mahlwerk zurück. Alternativ können Sie jedoch tricksen: Ziehen Sie sich einfach mehrere Espresso und gießen Sie diese anschließend mit heißem Wasser auf. Das ist dann zwar kein typischer Filterkaffee, sondern ein Cafè Americano – aber er kommt dem ziemlich nahe.

Was kann ein High-End-Kaffeevollautomat?

High-End-Kaffeevollautomaten beeindrucken mit Funktionen der Spitzenklassen. Der Siemens EQ.9 hat zum Beispiel ein besonders leises Mahlwerk und die Jura Z10 kann mit dem Cold Brew-Feature kalten Kaffee zubereiten. Was viele High-End-Modelle gemeinsam haben, ist die elektronische Steuerung per App. So verstellen Sie den Mahlgrad direkt an eurem Smartphone und nicht am Vollautomat selbst.

Was kostet ein guter Kaffeevollautomat?

Was gut ist, basiert immer darauf, was Sie gut finden. Alle wichtigen und unwichtigen Annehmlichkeiten erhalten Sie bei einem Kaffeevollautomaten ab einem Preis von rund 1.500 Euro. Das fängt bei einer hochwertigen Verarbeitung an, geht über eine gleichmäßige und feinteilige Mahlung der Bohnen und endet mit innovativen Funktionen wie einer App.

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