Der beste Kinder-Fahrradhelm

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10 Kinder Fahrrad-Helme im Test

Der beste Kinder-Fahrradhelm ist der Alpina Ximo Flash. Hier passt so ziemlich alles: gute Sicherheitsbewertung, hoher Tragekomfort, leichte Handhabung, guter Schläfen- und Stirnschutz und reichlich Belüftungsschlitze mitsamt Insektenschutz. Hinzu kommt ein Design, das Kindern gefällt sowie eine weit sichtbare LED-Beleuchtung fürs sichere Fahren im Dunkeln – und das alles einem sehr guten Preis. Aber anprobieren ist natürlich Pflicht. Wenn der Alpina Ximo Flash nicht passt, haben wir Alternativen für Sie.

Zugegeben, Fahrradhelme sind selten sexy: Sie machen die Frisur platt, im besten Fall sieht man aus wie Lord Helmchen und das Gefühl von Freiheit, wenn einem der Wind um die Ohren bläst, ist irgendwie auch futsch. Viele Radler drücken sich deshalb vor der Plastikhaube. Laut Bundes­anstalt für Straßenwesen trugen 2016 nur zwischen sieben und 21 Prozent der erwachsenen Fahrradfahrer einen Kopfschutz.

Doch bei Kindern sieht die Sache anders aus: Viele Kinder finden einen Fahrradhelm nicht nur ziemlich cool, sie setzen ihn auch gerne auf. 76 Prozent der Sechs- bis Zehnjährigen radelten mit Helm. Mittlerweile begegnet man, vor allem in der Stadt, kaum mehr einen Dreikäsehoch, der ohne ein Stück Kunststoff auf der Birne bikt.

Und das ist auch gut so: Die Grundlagenstudie der Länder Baden-Württemberg und Thüringen von 2017 ergab, dass ein Helm das Verletzungsrisiko zwischen 50 und 70 Prozent senkt und nachweisbar die Folgen eines Schädel-Hirn-Traumas mindern kann – der häufigsten Radel-Verletzung überhaupt. Klingt logisch. Eine weitere Studie der Unfallforschung der Versicherer, des Instituts für Rechtsmedizin München sowie des Universitätsklinikums Münster untersuchte 2012 und 2013 außerdem 543 Unfälle mit Radlern. Sie kam zu dem Ergebnis, dass Fahrradhelme nachweislich die meisten lebensbedrohlichen Kopfverletzungen verhindern oder abmildern können. Und das sind nur zwei von zig Studien, die belegen, dass man beim Fahrradfahren besser Helm trägt.

Nur welchen? Wir haben uns zehn Modelle für Kinder angesehen, die im Gesamturteil von Stiftung Warentest und ADAC mindestens gut abgeschnitten haben, schließlich ist ein möglichst guter Schutz vor Verletzungen das allerwichtigste bei einem Fahrradhelm. Zwei populäre Helm, die insgesamt nur befriedigend abschnitten, hatten wir ebenfalls im Test. Preislich lagen die Helme zwischen 30 Euro und rund 50 Euro.

Selten fiel es uns so schwer, den Besten zu küren. Außer dem Abus Anuky fiel uns keiner der zehn Fahrradhelme komplett negativ auf. Im Gegenteil: Das Gros der Modelle können wir guten Gewissens empfehlen. Aber es gab auch ein paar, die uns ganz besonders gut gefallen haben.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Alpina Ximo Flash

Test Kinder-Fahrradhelm: Alpina Ximo Flash
Hier gibt es absolut nichts zu meckern. Und der Helm ist auch noch wirklich preiswert. Was will man mehr?

Beim Mikroschalenhelm Alpina Ximo Flash gefällt uns das Gesamtpaket am besten: sein easy Handling, die Optik, die Qualität, die gute Sicherheitsbewertung, sowie sein geringes Gewicht und die gute Beleuchtung. So sehr wir auch überlegen, wir finden partout nichts, was wir auszusetzen hätten. Noch dazu ist er einer der günstigsten Fahrradhelme im Test.

Auch gut

Cratoni Akino

Test Kinder-Fahrradhelm: Cratoni Akino
Der Testsieger der Stiftung Warentest und des ADAC bekommt bei uns die Silbermedaille.

Der Cratoni Akino ist ebenfalls ein sehr solider, zuverlässiger Mikroschalenhelm. Deshalb wurde er auch von der Stiftung Warentest und dem ADAC zum Testsie ger gekürt. Generell fällt dieser Helm groß aus und eignet sich damit perfekt für ausladendere Kindsköpfe. Klasse finden wir die Auswahl verschiedener Designs, sein geringes Gewicht, seinen hohen Tragekomfort, das LED-Licht und den fairen Preis. Nur die Bedienung fällt uns nicht ganz so leicht wie beim Alpina.

Für die Jüngeren

KED Meggy Originals

Tolle Passform, jede Menge Tragekomfort, helle Beleuchtung, made in Germany, relativ leicht – und das zu einem niedrigen Preis: Wir reden vom KED Meggy Originals. Doch, es gibt auch Kritikpunkte: Wegen seiner recht kindischen Motive eignet sich der Helm maximal für Vorschulkinder. Älteren Semester ist er zu »babyisch«. Außerdem erweist er sich nicht als besonders hitzebeständig.

Sportlich

Alpina Carapax Junior Flash

Test Kinder-Fahrradhelm: Alpina Carapax Junior Flash
Mit diesem Helm macht man alles richtig. Vor allem Jungs werden den Mini-Endurohelm lieben.

Der Alpina Carapax Junior Flash sieht aus wie ein Mini-Endurohelm und ist damit der Sportlichste unter unseren Empfehlungen. Auch mit ihm macht man nichts falsch. Der Mikroschalenhelm ist bequem, relativ leicht, gut beleuchtet und einfach zu handhaben. Sein Nachteil: ein stolzer Preis. Und laut Stiftung Warentest und dem ADAC schnitt er ausgerechnet beim Punkt Unfallschutz nur »befriedigend« ab.

Vergleichstabelle

TestsiegerAuch gutFür die JüngerenSportlich
Modell Alpina Ximo Flash Cratoni Akino KED Meggy Originals Alpina Carapax Junior Flash Uvex Kid 3 Bell Sidetrack Child Uvex Air Wing Limar 242 Nutcase Little Nutty Abus Anuky
Test Kinder-Fahrradhelm: Alpina Ximo FlashTest Kinder-Fahrradhelm: Cratoni AkinoTest Kinder-Fahrradhelm: KED Meggy OriginalsTest Kinder-Fahrradhelm: Alpina Carapax Junior FlashTest Kinder-Fahrradhelm: Uvex Kid 3Test Kinder-Fahrradhelm: Bell Sidetrack ChildTest Kinder-Fahrradhelm: Uvex Air WingTest Kinder-Fahrradhelm: Limar 242Test Kinder-Fahrradhelm: Nutcase Little NuttyTest Kinder-Fahrradhelm: Abus Anuky
Pro
  • Einfache Handhabung
  • Tolle Passform und Qualität
  • Hoher Tragekomfort
  • Gut sichtbare Beleuchtung
  • Viele Designs
  • Leicht
  • Guter Preis
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Sehr bequem
  • Gute Passform
  • Große Auswahl an unterschiedlichen Designs
  • Wiegt wenig
  • Gut sichtbare Beleuchtung
  • Leichtes Handling
  • Relativ leicht
  • Toller Tragekomfort
  • Spitzenpassform
  • LED-Blinklicht
  • Unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis
  • In Deutschland hergestellt
  • Bequem
  • Einfach zu bedienen
  • Gutes LED-Licht
  • Jungs finden sein Aussehen cool
  • Ziemlich leicht
  • Sehr hübsches Design und eine große Farb- und Motiv-Auswahl
  • Mit die beste Passform
  • Sehr bequem
  • Leichte Handhabung der Gurtbänder und des Riemenverschlusses
  • Einfaches Handling
  • Bequem
  • Größe und Weite unkompliziert einstellbar
  • Gute Qualität
  • Sieht sportlich aus
  • Sieben verschiedene Streetstyle-Looks
  • Hochwertig verarbeitet
  • Einfach zu bedienen
  • Sehr leicht
  • LED-Beleuchtung
  • Waschbare, antibakterielle Polster
  • Der Leichteste im Test
  • Sehr komfortabel
  • Mehr als zehn verschiedene Designs zur Auswahl
  • Optisch der vielleicht Coolste im Test
  • Zig verschiedene Looks zur Auswahl
  • Gute Qualität
  • Hoher Tragekomfort
  • Gute Bewertung der Stiftung Warentest und des ADAC für Kleinkinder, gerade auch beim Unfallschutz
  • Gute Passform
  • LED-Licht
  • Sehr leicht
  • Einfache Handhabung
  • Gute Bewertung bei Stiftung Warentest und ADAC
Contra
  • Bedienung okay, aber nicht ganz so einfach wie beim Testsieger
  • Fällt groß aus
  • Große Design-Auswahl, aber alle Motive sind recht kindisch
  • Nicht sehr hitzebeständig
  • Vergleichsweise teuer
  • Nicht so guter Unfallschutz
  • Mädchen mögen seine Optik oft nicht
  • Keine Beleuchtung
  • Unfallschutz und Hitzebeständigkeit nur so mittel
  • Ziemlich schwer, auch wenn die Testkinder dies nicht bemängelten
  • Leider ohne Licht
  • Unfallschutz nur befriedigend
  • Optik gefällt eher nur den Jungs
  • Kein Standardlicht, gibt's optional zu kaufen
  • Nicht ganz so hochwertig verarbeitet
  • Passform könnte besser sein
  • Besserer Schläfenschutz wünschenswert
  • Preislich im oberen Segment
  • Kein Rücklicht
  • Kein Insektenschutz
  • Wiegt am meisten von allen
  • Sehr unbequem wegen unzureichender Polsterung
  • Wirkt nicht ganz so stabil
  • Kaum Schläfenschutz
  • Design "für Babys" (O-Ton der Testerinnen) und damit nichts mehr für Grundschulkinder
Bester Preis
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So haben wir getestet

Weil wir unsere beiden Testkinder (7 und 8) nicht dutzenmal vom Rad schubsen wollten um die Schutzwirkung der Helme zu testen, entschieden wir uns fast ausschließlich für Modelle, die durch die Stiftung Warentest und den ADAC in ihrem gemeinsamen Test mit »Gut« bewertet wurden. Nur der Uvex Kid 3 und der KED Meggy Originals bekamen die Note »befriedigend«. Da sie jedoch Bestseller sind, haben wir sie uns ebenfalls angesehen.

10 Kinderfahrradhelme im Test
Alle unsere zehn getesteten Helme. Hintere Reihe von links: Cratoni Akino, Bell Sidetrack Child, Uvex Air Wing, in der Mitte der Nutcase Little Nutty, Limar 242, Uvex Kid 3. Ganz vorne der KED Meggy Originals, Alpina Carapax Junior Flash, Alpina Ximo Flash und der Abus Anuky.

Was den Schadstoffgehalt angeht, sind alle zehn Modelle laut Stiftung Warentest und ADAC unbedenklich: Außer dem Nutcase Littly Nutty und dem KED Meggy Originals, die mit »Gut« bewertet werden, kriegen alle eine glatte Eins. Auf was wir uns sonst noch konzentrierten: auf Gurtbänder, Kinnriemen- und Weiteneinstellung, Passform, Insektenschutz, Design, Gewicht, Material, Tragekomfort-und sicherheit sowie die Beleuchtung.

Unsere vier Empfehlungen von rechts oben im Uhrzeigersinn: der KED Meggy Originals, der Zweitplatzierte Cratoni Akino, unser Testsieger Alpina Ximo Flash und links hinten der Alpina Carapax Junior Flash.
Unsere vier Empfehlungen von rechts oben im Uhrzeigersinn: der KED Meggy Originals, der Zweitplatzierte Cratoni Akino, unser Testsieger Alpina Ximo Flash und links hinten der Alpina Carapax Junior Flash.

Eins noch vorweg: Es ist natürlich ziemlich schwierig, Fahrradhelme möglichst allgemeingültig zu testen, denn jeder Kopf ist anders: flach, breit, Homer Simpson-artig … In unserem Fall mussten wir uns auf unsere zwei Testkinder verlassen, von denen die Achtjährige eine relativ große Rübe, die Siebenjährige für ihr Alter einen sehr kleinen Kopf mit sich herumträgt.

Das Wichtigste: Die Anprobe!

Das Wichtigste ist natürlich, dass Sie den Helm von Ihrem Zögling anprobieren lassen. Der beste Helm bringt nichts, wenn er nicht richtig sitzt oder so unbequem zu tragen ist, dass er nicht gerne aufgesetzt wird. Unsere Empfehlungen sind daher vor allem als Entscheidungshilfe gedacht, welche Sie zuerst ausprobieren sollten. Am Ende müssen Sie entscheiden, mit welchem Ihr am besten zurechtkommt.

Keine Helmpflicht

In Deutschland ist es kein Muss, beim Fahrradfahren einen Helm zu tragen, auch nicht für Kinder. Tatsächlich ist das Risiko, beim Biken eine ernsthafte Kopfverletzung zu erleiden, ziemlich gering. Statistisch gesehen ereignet sich so ein Unfall laut einer Studie der Universität Kopenhagen genau ein mal, wenn man 3000 Jahre lang durchschnittlich schnell radelt. Außerdem sterben Radfahrer seltener an schweren Kopfverletzungen als Fußgänger oder Autoinsassen.

Zudem herrscht unter Experten Streit darüber, ob Helme tatsächlich so sehr schützen wie erhofft: Der Neurochirurg Frank Thomas Möllmann und seine Kollegen vom Universitätsklinikum Münster nahmen 2004 die Gründe für Fahrradunfälle und häufige Verletzungen unter die Lupe. Dabei untersuchten sie mehr als 300 Patienten, die sich beim Radeln Hirnverletzungen zugezogen hatten. Fast alle, nämlich 90 Prozent, hatten keinen Helm getragen. Das überraschende Fazit der Forscher: Mit oder ohne Helm – der Verletzungsgrad zwischen den beiden Gruppen unterschied sich nicht auffällig.

Uneinigkeit über die Einführung einer Helmpflicht

In Ländern wie Australien, Chile, Finnland oder Spanien kommen Radler trotzdem nicht um den Kopfschutz herum. Das Gesetz will es so. Auch wenn die Polizei hierzulande empfiehlt, einen Fahrradhelm zu tragen – eine Helmpflicht gibt es in Deutschland nicht. Das soll laut Bundeskanzlerin Angela Merkel auch so bleiben. 2013 sagte sie auf der »Eurobike«, die Regierung befürchte, dass sonst mehr Menschen vom umweltbewussten und gesunden Radeln abgehalten würden.

Sie übernimmt hier die Haltung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), der eine Helmpflicht ablehnt, weil dann wohl der Autoverkehr zunehmen würde. Außerdem sei die Helmpflicht weder durchzusetzen noch zu kontrollieren. Um Unfälle zu vermeiden, setzt der Verband auf radfahrerfreundliche Verkehrsplanung und ein noch stärkeres Tempolimit für Autos in Wohngebieten.

Sollte es doch einmal zu einem Sturz kommen, dann wirken unglaublich große Kräfte auf den Körper ein. Leider ist der Kopf hier das zentrale Problem, denn fast immer schlägt dieser auf dem Boden oder einem anderen harten Gegenstand auf. Wenn der Helm richtig passt, kann man diese Krafteinwirkung zumindest reduzieren. Die verschiedenen Formen, die von vielen Herstellern angeboten werden, haben hingegen keine Auswirkung auf die Sicherheit, sie sind lediglich eine Frage des Geschmacks.

Der sitzt!

Was man trotz kontroverser Studien guten Gewissens behaupten kann: Jeder Helm ist besser als »oben ohne« zu fahren. Selbst ein durchwachsen bewertetes Modell kann die Verletzungsgefahr verringern. Und: Der beste Kopfschutz nützt wenig, wenn er nicht passt.

Achten Sie auf den richtigen Sitz

Deshalb greifen Sie bitte als erstes zum Maßband. Setzen Sie es etwa eineinhalb Zentimeter über den Augenbrauen Ihres mini Lance Armstrong an und legen Sie es dann schräg um den Schädel, sodass das Band am Hinterkopf etwas unterhalb der Höhe des Stirn-Ausgangspunktes zusammenkommt. Diese Zentimeter vergleichen Sie mit der jeweiligen Helmgröße.

Hier haben wir für Sie die Größentabelle für Kinder-Fahrradhelme aufgeführt:

Helmgröße Kopfumfang Alter
XS 44-49 cm 0-3 Jahre
S 46-51 cm 2-7 Jahre
S/M 49-53 cm 3-9 Jahre
M 52-60 cm 4-12 Jahre

Nun geht es an den Feinschliff: Laut Stiftung Warentest ist darauf zu achten, dass die Helmschale weder zu weit noch zu eng ist. Rütteln Sie ruhig ein bisschen am Kopf Ihres Kindes. Dabei darf der Helm auch mit geöffnetem Verschluss nicht verrutschen. Passiert das, wählt man ein kleineres Modell.

Stirn und Schläfen müssen vom Helm geschützt werden, da sie das größte Verletzungsrisiko aufweisen. Dafür muss der Fahrradhelm waagrecht sitzen. Weiche Polster sind idealerweise überall dort angebracht, wo der Kinderkopf die Schale berührt. Fehlt diese Dämmung, kann es schmerzhaft werden. Deshalb macht es Sinn, dass die Kleinen den Helm vor dem Kauf eine Viertelstunde Probe tragen. Denn ein drückendes Ding setzen Kids garantiert nicht mehr auf. Wo sich die Gurtbänder optimalerweise treffen? Etwa fingerbreit unter dem Ohr, während der Riemen weder zu locker noch zu eng unter dem Kinn liegt.

Damit aktive Mädchen und Jungs im Sommer nicht vor Hitze vom Rad kippen, sind breite Belüftungsschlitze notwendig, die unbedingt mit einem Insektenschutz-Netz versehen sind. Nur so treibt eine Wespe kleine Radler nicht in den Totalschaden. Wichtig ist vor allem bei älteren Kids außerdem, dass sie ihren Helm problemlos selbst an- oder ausziehen können – und vor allem auch, dass sie ihn hübsch finden. Sonst müssen Sie vor jeder Radeltour erst einen Kampf ausfechten.

Nur ein neuer Helm ist ein guter Helm

Sie wollen auf Nummer sicher gehen? Dann muss sich Ihr Kind nach einem Sturz sofort von seinem Helm verabschieden – auch dann, wenn die Kopfbedeckung äußerlich noch top aussieht. Im Inneren kann sie nämlich durchaus beschädigt sein. Deshalb besser auch keine gebrauchten Produkte kaufen. Wer weiß schon, wie oft der vorherige Besitzer vom Rad gestürzt ist.

Vorsicht bei gebrauchten Helmen

Werfen Sie beim Kauf auch einen Blick auf das Produktionsdatum in der Helm­schale: je neuer, umso besser, denn Material verschleißt. Wie lange Helme generell einsatzbereit sind hängt vom Gebrauch ab. Spätestens nach fünf Jahren würden ihn viele Experten aber aus Sicherheitsgründen austauschen. Achten Sie bitte auch auf das CE-Kennzeichen, das die Einhaltung der deutschen Sicherheitsnormen garantiert. Und verbieten Sie Ihrem Kind, den Helm auf dem Spielplatz aufzulassen – der Gurt könnte es schlimmstenfalls strangulieren.

Mikro-, Hart- oder Softschale?

Mikroschalen-Fahrradhelme, die jüngste Technik, sind gleichzeitig auch die sichersten und besten: Im In-Mold-Verfahren wird Hartschaumstoff (expandiertes Polystyrol, genannt EPS) mit einer dünnen Schicht Hartkunststoff verschweißt, die das EPS schützt und bei einem Crash besser am Hindernis abgleitet.

Weichschalenhelme kommen ohne diese Hartkunststoffschicht aus. Sie schützen den Kopf daher nicht so sehr. Die staatliche Initiative »Ich trag‘ Helm« meint deshalb: »Das in der Vergangenheit häufig für Kinderhelme genutzte Verfahren ist veraltet. Diese Helme sollten unbedingt ausgetauscht werden.«

Die Extremsportler unter den Kopfschützern sind Hartschalenhelme, die sich auch Downhill-Biker wegen der harten Außenschale gerne aufsetzen. Ihr Schwachpunkt ist vor allem das hohe Gewicht. Test Kinder-Fahrradhelm: Alpina Ximo Flash

Testsieger: Alpina Ximo Flash

Beim Mikroschalenhelm Alpina Ximo Flash stimmt so ziemlich alles: Die Gurtbänder, Kinnriemen und die Helmgröße lassen sich einfach ein- oder verstellen – etwa mit dem unkomplizierten Drehrad auf der Rückseite, das übrigens alle Testmodelle besitzen.

Testsieger

Alpina Ximo Flash

Test Kinder-Fahrradhelm: Alpina Ximo Flash
Hier gibt es absolut nichts zu meckern. Und der Helm ist auch noch wirklich preiswert. Was will man mehr?

Der Helm sitzt bei beiden Testerinnen folgerichtig perfekt in der Waagrechte, wie aus dem Lehrbuch. Vorbildlich schützt der Helm des oberbayerischen Herstellers Alpina auch Schläfen und Stirn. Seine weiche Polsterung beurteilen die Kinder als »sehr bequem« – und das selbst noch nach einer Viertelstunde.

Unser Testsieger gehört mit 250 Gramm zu den Leichteren im Test. Trotzdem wirkt seine Verarbeitung massiv und qualitativ hochwertig. Und das alles zu einem fairen Preis ab etwa 30 bis 40 Euro.

Toll finden wir das abnehmbare LED-Licht auf der Helmrückseite, das auch blinken kann und so hell ist, dass es in der Dunkelheit oder Dämmerung weit zu sehen ist. Gut gefallen hat uns außerdem der Insektenschutz, der allerdings nur in den vorderen Belüftungsschlitzen angebracht ist. Wie wir an den anderen Helmen merken, scheint das jedoch generell nur dort Usus zu sein. Schade, denn noch sicherer wären die Helme, wenn sie überall Schutznetzte hätten.

Design und Handhabung

Seine Optik – unser Testmodell ist mit fröhlichen, relativ dezenten Blümchen verziert (es gibt aber noch viele andere Farben und Designs) – finden die Mädchen super. O-Ton: »Der Aufdruck ist gottseidank nicht so kindisch und kunterbunt.« Und das aus dem Mund von Menschen, die kaum über die Tischplatte reichen.

Am Alpina Ximo Flash gibt es nichts auszusetzen

Auch in Sachen Handhabung gibt es nichts zu meckern: Der Y-Clip-Verschluss des Kinnriemens per Druckknopf erklärt sich von selbst, die reflektierenden Gurtbänder, die sich bei einem Sturz nicht öffnen können, sind einfach einzustellen. Die Weite können Kinder selbst – wie üblich – ganz leicht mit einem Drehrad anpassen. Es gibt zudem zum Drunterziehen eine Microfleece Winter Cap mit kuscheligen Ohren, ein warmes Extra für die kalte Jahreszeit.

Die Siebenjährige jedenfalls hat ihre Wahl schon getroffen: »Den behalte ich.« Die Achtjährige guckt ihre Freundin an und nickt: »Hast recht. Der steht dir. Mir aber auch.« Sagt’s und setzt sich den Helm selbst auf. Die Mamas staunen: Zoff um einen Fahrradhelm – es gibt nichts, was es nicht gibt.

Alpina Ximo Flash im Testspiegel

Der Alpina Ximo Flash ist ein durch und durch solider Helm – finden auch die Stiftung Warentest und der ADAC in ihrem gemeinsamen Test. Der Helm wird insgesamt mit der Note 2,3 bewertet, wobei in Sachen Hitzebeständigkeit und Schadstoffe sogar eine glatte Eins vergeben wurde. Außerdem attestiert man ihm einen guten Unfallschutz und gute Trage- und Belüftungseigenschaften.

Weitere Tests gibt es zum Alpina Xima Flash derzeit nicht. Falls neue erscheinen, werden wir sie hier nachtragen.

Alternativen

Der Alpina Ximo Flash ist sicher für viele der richtige Helm. Doch wir haben auch noch drei weitere Empfehlungen, die für Sie und Ihr Kind vielleicht besser geeignet sind. Wie gesagt: Probetragen ist entscheidend.

Auch gut

Cratoni Akino

Test Kinder-Fahrradhelm: Cratoni Akino
Der Testsieger der Stiftung Warentest und des ADAC bekommt bei uns die Silbermedaille.

Die Stiftung Warentest und der ADAC kürten den Mikroschalenhelm Cratoni Akino mit der Note 2,2 zum Testsieger. Die Begründung: »Der Cratoni glänzt in der erweiterten Stoß­prüfung. Er schützt insgesamt am besten.«

Auch bei uns verpasst er nur um Haaresbreite das oberste Treppchen. Der Grund für die Zweitplatzierung: Unsere Testkinder taten sich zu Beginn schwer, den Ratschenverschluss am Kinn alleine wieder aufzubekommen. Fürs Öffnen benötigt ein Kind mehr Kraft als bei unserem Gewinner. Und: Die kleinstmögliche Helmweite – schnell und easy eingestellt mit dem praktischen Drehrad – ist für die Achtjährige, die einen Kopfumfang von etwa 54 Zentimetern hat, immer noch etwas weit – der Helm wackelt leider. Er ist also doch eher ein Modell für noch stattlichere Kinderrüben.

Besser also, man wählt im Zweifelsfall eine kleinere Helmgröße. Als wir den Kinnriemen, der bei anderen Modellen noch etwas einfacher zu verstellen ist, so fest als möglich anziehen, sitzt er stabil und perfekt waagrecht auf dem Kopf. Auch Schläfen und Stirn sind eins A geschützt.

Insgesamt finden wir deshalb: ein sehr solides, empfehlenswertes Modell, auch dank seiner hochwertig verarbeiteten In-Mold-Technologie. Doppelt gemoppelt hält eben besser.

Der Helm ist außerdem weich und antibakteriell gepolstert, da riecht auch nach ausgiebigen Ausflügen an heißen Tagen nichts. Er wiegt nur 250 Gramm und erweist sich dadurch auch im Langzeittest als sehr komfortabel. Für die nötige Sicherheit im Dunkeln sorgt ein gut sichtbares und abnehmbares LED-Licht mit robuster Silikonhülle. Auf Knopfdruck kann man hier drei Stufen wählen, nämlich fix, blinkend oder routierend. Zudem verfügt er über ausreichend Belüftungsschlitze mit vorderem Insektenschutz.

Noch etwas Geschmäcklerisches: Unser blaues Test-Piratenmodell kam bei den Mädchen nicht besonders gut an, dafür aber die lila-pinkfarbene Girlie-Version. Weil es sieben verschiedene Designs gibt, wird hier aber jeder fündig. Außer vielleicht Mamas und Papas, die es absolut puristisch lieben.

Für die Jüngeren

KED Meggy Originals

Ein prima Mikroschalenhelm für die Kleinen bis maximal fünf Jahre: Und das nicht mal unbedingt wegen seiner Größe – M fällt sogar ziemlich groß aus – sondern wegen der Optik. Unsere Testerinnen fanden sich nämlich schon viiiiel zu alt für die 21 (!) verschiedenen Aufdrucke á la Lillebi oder Felix der Hase. Daher unwahrscheinlich, dass ein Sieben- oder Achtjähriger den KED Meggy Originals noch gerne und stolz tragen wird.

Wer’s trendiger möchte, greift zum fast identischen Schwestermodell KED Meggy, das von Stiftung Warentest und dem ADAC getestet wurde und nur wegen seiner nur ausreichenden Hitzebeständigkeit nur mit »befriedigend (3,5)« abschnitt. Unfallschutz, Schadstoffe und Komfort erhielten jedoch ein »Gut«.

Ansonsten gibt es nur Lobenswertes zu berichten: viele Belüftungsschlitze mit Insektenschutz vorn, sehr gute Passform, weiche, bequeme Polster, die Gurtbänder sind einfach einstellbar, Top-Verarbeitung made in Germany und mit einem Reflektor sowie Doppel-LED-Blinklicht. Weil der Helm weit runter reicht, schützt er Stirn und Schläfen ideal – ohne die Sicht zu versperren. Und mit seinen 280 Gramm in Größe M gehört er gerade noch zu den Leichtgewichten. Der Preis? Er ist mit einer der günstigsten, ab etwa 20 bis 30 Euro ist er zu haben. Hut ab: viel Leistung für wenig Geld!

Sportlich

Alpina Carapax Junior Flash

Test Kinder-Fahrradhelm: Alpina Carapax Junior Flash
Mit diesem Helm macht man alles richtig. Vor allem Jungs werden den Mini-Endurohelm lieben.

Unter dem windschnittigen, sportlich geformten Mikroschalenhelm Alpina Carapax Junior Flash, kommen selbst megaaktive Kinder dank der Belüftungsschlitze mit vorderem Insektenschutz nicht ins Schwitzen.

Der Helm ist mit Polstern ausgestattet und deshalb ziemlich angenehm zu tragen, wenn er auch nicht der Komfortabelste im Test ist. Sein rot leuchtendes LED-Licht, das auch blinken kann, sieht man von Weitem im Dunkeln. Der Verschluss mit Y-Clip funktioniert kinderleicht, die Gurtbänder sind einfach zu verstellen und die Weite können Kinder – wie üblich – simpel per Drehrad variieren. Kein Wunder, dass er von ADAC und Stiftung Warentest mit »gut« (2,5) benotet wurde. Nur beim Unfallschutz könnte er noch mehr punkten. Hier erhält er nur ein »befriedigend«.

Das Testmodell trifft jedoch leider gar nicht den Geschmack der Mädchen. Das ist aber wohl ein Geschlechterproblem. Denn weder die Form – das Produkt sieht mit seinem abnehmbaren Visier aus wie ein Mini-Endurohelm – noch das neongelb-blaue Muster finden ihre Zustimmung.

Die grelle Tönung macht allerdings Sinn: Der Helm ist im Verkehr schon von weitem sichtbar und somit sicher. Die Testerinnen würden sich aus den drei Designvarianten allerdings für das weiß-pinke Modell entscheiden und erfüllen somit sämtliche Klischees. Unser Fazit: ein sehr solides, gut verarbeitetes und mit rund 270 Gramm noch relativ leichtes Modell, das allerdings seinen Preis hat: nämlich etwa 50 Euro.

Außerdem getestet

Keine leichte Entscheidung: Alle Helme ohne integrierte Beleuchtung haben wir in diese Rubrik »verbannt«, weil die Sicherheit eben vorgeht und viele Kinderfahrräder nur funzlig bestückt sind. Trotzdem sind auch hier einige tolle Produkte mit dabei.

Bell Sidetrack Child

Etwa der neongrüne – und damit im Straßenverkehr ziemlich auffällige – Bell Sidetrack Child für einen mittleren Preis, der ähnlich sportlich daherkommt wie der Alpina Carapax Junior Flash. Trotz seines burschikosen Looks finden ihn selbst die beiden Mädchen hübsch. Dank seines abnehmbaren Visiers schützt er die Stirn sehr gut und bietet außerdem einen erstklassigen Schläfenschutz. Gurtbänder und Helmweite sind kinderleicht ein- oder verstellbar. Die Mädchen kriegen seinen Ratschenverschluss via Knopfdruck easy auf und zu und finden den windschnittigen Helm dank seiner Polsterung richtig bequem, nichts drückt. Er sitzt stabil und bietet einige Belüftungsschlitze plus vorderem Insektennetz. Ein guter Helm, der deshalb auch bei den Modellen für die Größeren bei Stiftung Warentest und ADAC auf den zweiten Platz kam. Nur beim Unfallschutz kassierte er ein »Befriedigend«. Hätte er ein Rücklicht, wäre er fast perfekt.

Auch dem Hartschalenhelm Uvex Kid 3 fehlt die Beleuchtung. Außerdem ist er eines der beiden Modelle, das im Test der Stiftung Warentest und des ADACs nur mit »befriedigend (2,8)« benotet wurde. Für die Punkte Unfallschutz und Hitzebeständigkeit bekam er nur die Note Drei. Enttäuschend für die achtjährige Testerin, die sich in den runden Freestyle-Helm schockverliebt und ihn auf der Stelle zum Testsieger küren will. Für sie gibt es nur noch einen, als sie jubelt: »Endlich mal ein einfarbiger Helm, der nicht so bunt und kitschig aussieht.« Wegen seiner coolen Skaterform ist er einer, der eindeutig auch älteren Kindern gefällt – und ihren trendigen Eltern.

Außerdem gehört das Modell der in Fürth beheimateten Marke Uvex zu den bequemsten, bestsitzendsten Produkten. Auch Gurtbänder, Ratschenverschluss und Drehrad lassen sich einfach handlen. Alles in allem ein chicer, stabiler Helm mit reichlich Belüftungsschlitzen, der allerdings mit 370 Gramm in der obersten Gewichtsklasse mitspielt. Wenn er doch nur noch Insektenschutz und Licht hätte. Schade!

Sein Marken-Bruder Uvex Air Wings ist die windschnittigere Mountainbike-Version, dafür aber nicht so hip. Unsere beiden Mädchen fanden ihn nicht stylisch genug. Aktiven Jungs – auch gerade den älteren – gefällt er aber bestimmt, zumal es ihn in sieben verschiedenen Streetstyle-Designs gibt. Die hochwertigen und gut verarbeiteten Helme von Uvex, die in Deutschland entwickelt werden, sind strapazierfähig. Dazu kommen jede Menge Belüftungsschlitze mit dem üblichen Insektennetz vorn, eine problemlose Einstellung der Gurtbänder sowie der Weite mittels Drehrad. Auch Schläfen und Stirn werden gut geschützt. Die Testerinnen bekamen auch den Ratschenverschluss ohne Schwierigkeiten auf und zu. Sein einziges Manko: Ihm fehlt das Rücklicht. Allerdings kann man ihn mit dem Uvex Triangle LED-Licht nachrüsten.

Den Mikroschalenhelm Limar 242, der ab etwa 30 Euro kostet, sieht man dagegen gut im Dunkeln – dank seiner Beleuchtung mit drei Einstellungsoptionen. Außerdem finden ihn die Testerinnen wegen seiner bequemen, waschbaren und antibakteriellen Polsterung auch sehr komfortabel. Und er ist mit rund 200 Gramm der leichteste Helm im Test. Was uns stört: Er erscheint uns nicht ganz so hochwertig und robust zu sein wie die bereits genannten Modelle.

Obwohl er der achtjährigen Testerin passt und nichts wackelt, thront der Limar 242 auch etwas zu hoch auf ihrem Kopf. Dadurch liegen die Schläfen teils frei. Hier würden wir uns einen besseren Schutz wünschen. Außerdem sieht der Helm auch etwas seltsam aus. Gar nicht gefällt den Testerinnen, dass sie wieder mal ein Jungsmodell testen müssen: noch dazu mit Automotiv – Augenverdreh! Aber Schwamm drüber, denn immerhin stehen mehr als zehn verschiedene Designs zur Verfügung, teils auch einfarbige.

Nutcase Little Nutty

Optisch der vielleicht Coolste unter den Zehn ist der Hartschalenhelm Nutcase Little Nutty aus US-Produktion. Allerdings gefällt der Trendsetter im kurvigen Retrolook womöglich vor allem uns Eltern. Zumindest mögen die jungen Prüferinnen das hübsch gestreifte Testmodell nicht. »Wieder zu wenig mädchenhaft«, kritteln sie herum. Da es den Nutcase Little Nutty jedoch in zig Varianten und Farben gibt – sogar mit Kuhflecken drauf, findet hier jeder seinen Designfavoriten. Toll, diese Auswahl! Im Karton des hochwertig verarbeiteten Helms steckt zudem eine Besonderheit: Neben seiner bequemen Polsterung und dem Drehrad zur Weiteneinstellung können zusätzlich noch dickere Schaumstoff-Polster per Klettverschluss eingepasst werden – praktisch für kleine Kinderköpfe.

Leider sind die dicken Dinger aber eher unpraktisch. Wir sprechen aus Erfahrung, denn beide Testerinnen haben Helme dieser Marke zuhause: Möchte man sie zum Beispiel wieder rausnehmen, reißt man oft unfreiwillig die Klett-Gegenstücke in der Innenschale heraus. Leider vermissen wir für den Preis ab etwa 45 Euro ein Rücklicht sowie Insektenschutz. Ein weiteres No-Go: Der Helm ist ein echtes Schwergewicht. Mit seinen etwa 400 Gramm wiegt er unter allen Modellen am meisten.

Nur einer überzeugt uns im Test gar nicht – auch wenn er von Stiftung Warentest und ADAC mit »Gut« (2,3) und bei den Helmen für Kleinkinder sogar als Zweitbester abschnitt. Beim Mikroschalenhelm Abus Anuky fragen wir uns wirklich, warum. Vielleicht reißt es sein LED-Rücklicht, die gute Passform oder die Belüftungsschlitze mit dem Insektenschutz raus? Auch seine Steckschließe können die Testerinnen problemlos selbst öffnen und schließen. Dann aber das K.O.-Kriterium des Helms: Beide Kinder jammern, kaum dass sie ihn eine Minute auf dem Kopf tragen: »Der tut richtig weh, weil er kaum gepolstert ist und der Schädel gegen die Schale drückt.«

Diesen Mikroschalenhelm würden sie keine Sekunde freiwillig aufsetzen. Und das, obwohl er mit rund 230 Gramm ein echtes Fliegengewicht ist. Ob er uns wohl auch deswegen weniger hochwertig erscheint als die anderen neun Produkte? Leider bedeckt er auch die Schläfen kaum. Vielleicht wuppt es ja sein Aussehen? Nein! »Hässlich, für Babys«, schimpfen die beiden Checker unisono. Grundschüler sind damit wohl als Zielgruppe raus.

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