Kinder-Fahrradhelm Test: Kinder Fahrradhelm Copyright: Daniel CHETRONI / Adobe Stock
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Der beste Kinder-Fahrradhelm

Wir haben 38 Kinder-Fahrradhelme getestet. Der beste ist der Alpina Ximo Flash. Hier passt so ziemlich alles: gute Sicherheitsbewertung, hoher Tragekomfort, leichte Handhabung, guter Schläfen- und Stirnschutz und reichlich Belüftungsschlitze mitsamt Insektenschutz. Hinzu kommt ein Design, das Kindern gefällt sowie eine weit sichtbare LED-Beleuchtung fürs sichere Fahren im Dunkeln – und das alles zu einem sehr guten Preis. Aber anprobieren ist natürlich Pflicht. Wenn der Alpina Ximo Flash nicht passt, haben wir Alternativen für Sie.

Sebastian Schulke
Sebastian Schulke
lebt mit seiner Familie in München und hat zwei Kinder. Er ist seit über 20 Jahren als rasender Reporter unterwegs - für Magazine und Zeitungen wie NZZ, Zeit, Abendzeitung, Süddeutsche Zeitung, Eltern Family, Himbeer oder BISS. In der "Wolkenkratzer Werkstatt" macht er zudem "Kinderbücher für Erwachsene".
Kerstin Güntzel
Kerstin Güntzel
arbeitet als Journalistin unter anderem für ELTERN und ELTERN family. Sie hat für die Süddeutsche Zeitung, BILD, Vanity Fair und dpa geschrieben und ist als zweifache Mutter immer auf der Suche nach Dingen, die das Familienleben einfacher machen.
Letztes Update: 19. Juli 2022

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

25. März 2022

Wir haben sechs weitere Kinder-Fahrradhelme getestet. Eine neue Empfehlung ist der Micro Rocket, er verdrängt den Hudora Skaterhelm aus den Alternativen. Aber auch die anderen neuen Helme überzeugten.

17. September 2021

Wir haben zwei neue Modelle getestet – von Uvex und Woom. Sie konnten zwar überzeugen, für eine Empfehlung reichte es aber nicht ganz.

11. März 2021

Wir haben acht weitere Kinder-Fahrradhelme getestet. Neue Empfehlungen sind der Casco Mini 2 und der Hudora Skaterhelm. Die bisherige Empfehlung Cratoni Akino ist nicht mehr erhältlich. Wir haben ihn entfernt.

9. April 2020

Wir haben fünf neue Kinder-Fahrradhelme getestet. Dabei konnte besonders ein Modell überzeugen: Der Uvex finale junior.

Weitere Updates
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Wir testen laufend neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Wenn Sie informiert werden möchten, sobald dieser Testbericht aktualisiert wird, tragen Sie einfach Ihre Email-Adresse ein.

Die meisten Kinder finden einen Fahrradhelm nicht nur ziemlich cool, sie setzen ihn auch gerne auf. Mittlerweile begegnet man, vor allem in der Stadt, kaum mehr einem Dreikäsehoch, der ohne ein Stück Kunststoff auf der Birne fährt.

Nur welcher ist der Richtige? Wir haben uns 38 Fahrradhelme für Kinder angesehen. Preislich liegen die Helme zwischen 15 Euro und rund 100 Euro. 32 der getesteten Modelle sind aktuell noch erhältlich.

Selten fiel es uns so schwer, den Besten zu küren. Kaum ein Kinderhelm fiel komplett negativ auf. Im Gegenteil: Das Gros der Modelle können wir guten Gewissens empfehlen. Aber es gab auch ein paar, die uns ganz besonders gut gefallen haben. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Alpina Ximo Flash

Test Kinder-Fahrradhelm: Alpina Ximo Flash
Hier gibt es absolut nichts zu meckern. Und der Helm ist auch noch wirklich preiswert.

Beim Mikroschalenhelm Alpina Ximo Flash gefällt uns das Gesamtpaket am besten: sein easy Handling, die Optik, die Qualität, die gute Sicherheitsbewertung sowie sein geringes Gewicht und die gute Beleuchtung. So sehr wir auch überlegen, wir finden partout nichts, was wir auszusetzen hätten. Noch dazu ist er einer der günstigsten Fahrradhelme im Test.

Für alle Fälle

Micro Rocket

Test Kinder-Fahrradhelm: micro PC Helm Rocket
Ob nun beim Radfahren, Inlineskaten, Rollerfahren oder Skateboarden – dieser Helm sitzt und bietet Schutz.

Schon allein optisch fällt der Micro Rocket unseren kleinen Testpersonen sofort auf. Die Sterne, Planeten und Raketen sind einfach schön und ansprechend illustriert. Ein Fahrradhelm für Kinder, der sehr gut und sicher konzipiert als auch konstruiert ist. Der beim Radfahren Skateboarden, Inlineskaten und Rollerfahren eine gute Figur macht. Ein ganz schön cooler und rasanter Allrounder.

Für alle Jahreszeiten

Casco Mini 2

Test  Kinder-Fahrradhelm: Casco Mini 2
Dieser Helm sorgt im Sommer wie im Winter für Sicherheit auf der Straße und auf der Piste.

Ein kleiner Alleskönner ist der Casco Mini 2. Er schützt nicht nur im Sommer beim Fahrradfahren, Rollerfahren oder Inlineskaten den Kopf, sondern auch im Winter beim Skifahren oder Snowboarden. Der Fahrradhelm ist so geformt und konzipiert, dass er für alle Einsatzbereich geeignet ist – und für alle Jahreszeiten.

Für die Jüngeren

KED Meggy Originals

Test Kinder-Fahrradhelm: KED  Meggy Originals
Dass der KED-Helm Made in Germany ist, finden wir super.

Tolle Passform, jede Menge Tragekomfort, helle Beleuchtung, made in Germany, relativ leicht – und das zu einem niedrigen Preis: Wir reden vom KED Meggy Originals. Doch es gibt auch Kritikpunkte: Wegen seiner recht kindischen Motive eignet sich der Kinderhelm maximal für Vorschulkinder. Älteren Semestern ist er zu »babyisch«. Außerdem erweist er sich nicht als besonders hitzebeständig.

Für Mountainbiker

Uvex Finale Junior

Test  Kinder-Fahrradhelm: uvex finale junior
Mit diesem Helm können die Kleinen ganz groß rauskommen. Er liefert eine rundherum überzeugende Performance.

Der Uvex Finale Junior sieht nicht nur aus wie ein Mountainbike-Helm, er erfüllt auch die gleichen hohen Standards, was Sicherheit, Tragekomfort und Verarbeitung betrifft. Er liefert rundherum eine sehr gute Performance ab, ist nur leider nicht grundsätzlich mit einer Beleuchtung ausgestattet. Die kann jedoch ergänzt werden.

Vergleichstabelle

TestsiegerAlpina Ximo Flash
Für alle FälleMicro Rocket
Für alle JahreszeitenCasco Mini 2
Für die JüngerenKED Meggy Originals
Für MountainbikerUvex Finale Junior
POC Pocito Omne
Giro Scamp
Bell Span
Uvex hlmt4
Hudora Skaterhelm
Korimefa W-001
Btwin Teen 520
Woom Kids Helm
Möur Skaterhelm
O'Neal Youth Helmet Crank Multi Dirt
XJD Klassiker 1.0
Alpina Carapax Jr.
Uvex Kid 2
Cratoni Pacer
Uvex Kid 3
Uvex Air Wing
Abus Scraper 3.0 Kid
KED Status Junior
Meteor HB6-5
Skullcap Kinderfahrradhelm
Abus Youn-I
Skullcap BMX Helm
Abus Smiley 2.0
Abus Anuky
Nutcase Little Nutty
Lixada Helm Kinder
Fischer Helm Kinder
Test Kinder-Fahrradhelm: Alpina Ximo Flash
  • Einfache Handhabung
  • Tolle Passform und Qualität
  • Hoher Tragekomfort
  • Gut sichtbare Beleuchtung
  • Viele Designs
  • Leicht
  • Guter Preis
Test Kinder-Fahrradhelm: micro PC Helm Rocket
  • Tolle Raketen-Optik
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Sehr gutes Gurtsystem
  • Mit Blinklicht
  • Recht hoher Preis
  • Belüftung könnte noch besser sein
Test  Kinder-Fahrradhelm: Casco Mini 2
  • Cooles Design
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Multifunktional
  • Polsterung recht dünn
  • Belüftungslöcher recht klein
Test Kinder-Fahrradhelm: KED  Meggy Originals
  • Leichtes Handling
  • Relativ leicht
  • Toller Tragekomfort
  • Spitzenpassform
  • LED-Blinklicht
  • Unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis
  • In Deutschland hergestellt
  • Große Design-Auswahl, aber alle Motive sind recht kindisch
  • Nicht sehr hitzebeständig
Test  Kinder-Fahrradhelm: uvex finale junior
  • Einem Mountainbike-Helm nachempfunden
  • Sehr gute Passform
  • Tolle Belüftung
  • Beleuchtung kann ergänzt werden
  • Design sehr schlicht und erwachsen
  • Druckknöpfe beim Gurtsystem schwergängig
Test Kinder-Fahrradhelm: POC Pocito Omne
  • Schönes Design
  • Auffällige Farbe plus Reflektoren
  • Rotationsschutz namens MIPS
  • Gurteinstellung etwas schwergängig
  • Sehr teuer
Test Kinder-Fahrradhelm: Giro Scamp
  • Cooles Blumen-Design
  • Gute Belüftung
  • Insektennetz
  • Integriertes Visier
  • Gurteinstellung hakt etwas
  • Einstellung für Kopfgröße etwas unhandlich
  • Keine Reflektoren, keine Beleuchtung
Test Kinder-Fahrradhelm: Bell Span
  • Sehr robust und stabil
  • Gute Polsterung
  • Gute Verarbeitung
  • Belüftungsschlitze recht schmal
  • Kein Insektenschutz
  • Recht schwer
Test  Kinder-Fahrradhelm: Uvex hlmt4
  • Guter Verschluss
  • Gute Verarbeitung
  • Ein echter Allrounder
  • Helmanpassung nicht stabil, da Konstruktion recht wackelig
  • Polsterung im Helm dünn
Test  Kinder-Fahrradhelm: Hudora Skaterhelm
  • Coole Optik
  • Sehr solide und sicher
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Gurtsystem nicht ganz optimal
  • Zu wenig Reflektoren
Test Kinder-Fahrradhelm: Korimefa W-001
  • Gurt lässt sich gut einstellen
  • Gute Verarbeitung
  • Belüftungslöcher recht klein
  • Keine Reflektoren, kein Licht
  • Sehr dezente Farbe – nicht gut sichtbar
Kinder-Fahrradhelm Test: Fahrradhelm Teen 520 Kinder Weis
  • Viele und gute Belüftungsschlitze
  • Sportliches Design
  • Gurt lässt sich rechts und links nicht verstellen
Kinder-Fahrradhelm Test: Bildschirmfoto 2021 09 17 Um 11.38.51
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Aufprallschutz-Visier
  • Komfortable Belüftung
  • Helmgurt für Ohren nicht verstellbar
  • Ohrenschlaufen unbequem
Test  Kinder-Fahrradhelm: Möur Skaterhelm
  • Solide und sicher
  • Gutes Gurtsystem
  • Keine Reflektoren
  • Kein Insektennetz
Test  Kinder-Fahrradhelm: O'Neal Youth Helmet Crank Multi Dirt
  • Gutes Gurtsystem
  • Multifunktional
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Drehknopf für Kopfgröße hakt
  • Kleines Visier vorne wackelig
Fahrradhelm für Kinder Test: Xjd Klassiker 1.0
  • Ein echter Allrounder
  • Sehr sicher und stabil
  • Gutes Gurtsystem
  • Optisch nicht gerade verspielt
  • Belüftung eher schwach
  • Ziemlich schwer
Test  Kinder-Fahrradhelm: Alpina  Carapax Jr.
  • Gute Passform
  • Weiche Polsterung
  • Schützt die Stirn
  • Leicht
  • TÜV- und GS-geprüft
  • Simple Bedienung
  • Insektennetz
  • Keine Beleuchtung, aber nachrüstbar
  • Bedeckt die Schläfen nicht komplett
  • Unser Testsieger bietet ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis
Test  Kinder-Fahrradhelm: Uvex  Kid 2
  • Super Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Gute Passform
  • Schläfen- und Stirnschutz
  • Megaleicht für die Minis
  • Einfache Handhabung
  • Insektennetz
  • Keine Beleuchtung, aber immerhin nachrüstbar
  • Quietschbunte Optik nichts für puristische Eltern
Test  Kinder-Fahrradhelm: Cratoni Pacer
  • Gut gepolstert
  • Toller Sitz
  • Leicht
  • Einfache Bedienung
  • Reflektoren
  • Stirn gut geschützt
  • Prima Qualität
  • Keine Beleuchtung, aber immerhin nachrüstbar
  • Schläfen nicht ganz bedeckt
  • Kein Insektennetz
Test Kinder-Fahrradhelm: Uvex  Kid 3
  • Sehr hübsches Design und eine große Farb- und Motiv-Auswahl
  • Mit die beste Passform
  • Sehr bequem
  • Leichte Handhabung der Gurtbänder und des Riemen­verschlusses
  • Keine Beleuchtung
  • Unfallschutz und Hitzebeständigkeit nur so mittel
  • Ziemlich schwer, auch wenn die Testkinder dies nicht bemängelten
Test Kinder-Fahrradhelm: Uvex  Air Wing
  • Sieht sportlich aus
  • Sieben verschiedene Streetstyle-Looks
  • Hochwertig verarbeitet
  • Einfach zu bedienen
  • Sehr leicht
  • Optik gefällt eher nur den Jungs
  • Kein Standardlicht, gibt's optional zu kaufen
Test  Kinder-Fahrradhelm: Abus Scraper 3.0 Kid
  • Lässt sich gut verstellen
  • Für Biker und Skater geeignet
  • Gute Belüftung
  • Helm rutscht
  • Sitzt dennoch an den Schläfen zu eng
  • Reflektoren sehr klein
Test  Kinder-Fahrradhelm: KED Status Junior
  • Gute Passform
  • Sehr bequem
  • Doppel-LED-Blinkrücklicht
  • Guter Stirn- und Schläfenschutz
  • Insektennetz
  • Gute Verarbeitung
  • Nervige Größeneinstellung innen im Helm
  • Optisch sehr wuchtig, wirkt auf Kinderkopf überdimensioniert
  • Fällt teils zu groß aus
  • Eher in der gehobenen Preisklasse
Test  Kinder-Fahrradhelm: Meteor HB6-5
  • Belüftung sehr gut
  • Gurtsystem solide
  • Verarbeitung nicht hochwertig
  • Drehknopf rutschig
  • Mehr Schein als Sein
Test  Kinder-Fahrradhelm: Skullcap Einhorn
  • Viele, große Luftschlitze
  • Gutes Gurtsystem
  • Keine gute Verarbeitung
  • Drehknopf für Kopfanpassung rutschig
  • Helm wirkt nicht solide und stabil
Test  Kinder-Fahrradhelm: Abus  Youn-I
  • LED-Rücklicht
  • Reflektoren
  • Guter Schläfen-, Nacken- und Stirnschutz
  • Eher leicht
  • TÜV- und GS-geprüft
  • Insektennetz
  • 10 Designvarianten
  • Unbequem und hart, weil zu wenig gepolstert
  • Nicht ganz günstig
Test  Kinder-Fahrradhelm: Skullcap  BMX Helm
  • Dick gepolstert und bequem
  • Passt gut
  • Kostenlose zusätzliche Polster erhältlich
  • Nicht teuer
  • Kein Licht
  • Sieht auf den ersten Blick cool aus, sitzt aber zu hoch auf dem Kopf, was etwas seltsam bei einem Kind aussieht
  • Gurtband löst sich von alleine
  • Stirn und Schläfen nicht optimal bedeckt
  • Ohne Insektennetz
Test  Kinder-Fahrradhelm: Abus   Smiley 2.0
  • Sitzt gut bei der Testerin
  • Bequem gepolstert
  • Reflektoren
  • Fliegennetz
  • Leichtgewicht
  • Große Design-Auswahl
  • Einfache Handhabung
  • TÜV- und GS-geprüft
  • Günstig
  • Fehlende Beleuchtung
  • Fragliche Qualität
Test Kinder-Fahrradhelm: Abus Anuky
  • Gute Passform
  • LED-Licht
  • Sehr leicht
  • Einfache Handhabung
  • Gute Bewertung bei Stiftung Warentest und ADAC
  • Sehr unbequem wegen unzureichender Polsterung
  • Wirkt nicht ganz so stabil
  • Kaum Schläfenschutz
  • Design "für Babys" (O-Ton der Kinder), nichts mehr für Grundschulkinder
Test Kinder-Fahrradhelm: Nutcase Little Nutty
  • Optisch der vielleicht Coolste im Test
  • Zig verschiedene Looks zur Auswahl
  • Gute Qualität
  • Hoher Tragekomfort
  • Gute Bewertung der Stiftung Warentest und des ADAC für Kleinkinder, gerade auch beim Unfallschutz
  • Preislich im oberen Segment
  • Kein Rücklicht
  • Kein Insektenschutz
  • Wiegt am meisten von allen
Test  Kinder-Fahrradhelm: Lixada Helm Kinder
  • Tolle Optik
  • Gute Belüftung
  • Gurtsystem nicht gut
  • Integrallhelm-Aufsatz sitzt locker
  • Polster lösen sich leicht
Test  Kinder-Fahrradhelm: Fischer Helm Kinder
  • Mit Beleuchtung
  • Leicht
  • Gute Belüftung
  • Gurte und Gurtsystem nicht hochwertig
  • Kopfring wackelig
  • Drehknopf stößt an Helmschale
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Keine Pflicht – aber ein Muss: Kinderfahrradhelme im Test

In Deutschland gibt es Helmpflicht für Fahrradfahrer, weder für Erwachsene noch für Kinder. Tatsächlich ist das Risiko, beim Biken eine ernsthafte Kopfverletzung zu erleiden, ziemlich gering. Statistisch gesehen ereignet sich so ein Unfall laut einer Studie der Universität Kopenhagen genau einmal, wenn man 3000 Jahre lang durchschnittlich schnell radelt. Außerdem sterben Radfahrer seltener an schweren Kopfverletzungen als Fußgänger oder Autoinsassen.

 Kinder-Fahrradhelm Test: Kinder Fahrradhelm

Zudem herrscht unter Experten Streit darüber, ob Helme tatsächlich so sehr schützen wie erhofft: Der Neurochirurg Frank Thomas Möllmann und seine Kollegen vom Universitätsklinikum Münster nahmen 2004 die Gründe für Fahrradunfälle und häufige Verletzungen unter die Lupe. Dabei untersuchten sie mehr als 300 Patienten, die sich beim Radeln Hirnverletzungen zugezogen hatten. Fast alle, nämlich 90 Prozent, hatten keinen Helm getragen. Das überraschende Fazit der Forscher: Mit oder ohne Helm – der Verletzungsgrad zwischen den beiden Gruppen unterschied sich nicht auffällig.

Uneinigkeit über die Einführung einer Helmpflicht

Die Grundlagenstudie der Länder Baden-Württemberg und Thüringen von 2017 ergab hingegen, dass ein Helm das Verletzungsrisiko zwischen 50 und 70 Prozent senkt und nachweisbar die Folgen eines Schädel-Hirn-Traumas mindern kann – der häufigsten schweren Radel-Verletzung überhaupt. Klingt logisch. Eine weitere Studie der Unfallforschung der Versicherer, des Instituts für Rechtsmedizin München sowie des Universitätsklinikums Münster untersuchte 2012 und 2013 außerdem 543 Unfälle mit Radlern. Sie kam zu dem Ergebnis, dass Fahrradhelme nachweislich die meisten lebensbedrohlichen Kopfverletzungen verhindern oder abmildern können. Und das sind nur zwei von zig Studien, die belegen, dass man beim Fahrradfahren besser Helm trägt.

10 Kinder Fahrrad-Helme im Test

In Ländern wie Australien, Chile, Finnland oder Spanien kommen Radler nicht um den Kopfschutz herum. Das Gesetz will es so. Auch wenn die Polizei hierzulande empfiehlt, einen Fahrradhelm zu tragen – eine Helmpflicht gibt es in Deutschland nicht. Das soll laut Bundeskanzlerin Angela Merkel auch so bleiben. 2013 sagte sie auf der »Eurobike«, die Regierung befürchte, dass sonst mehr Menschen vom umweltbewussten und gesunden Radeln abgehalten würden.

Sie übernimmt hier die Haltung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), der eine Helmpflicht ablehnt, weil dann wohl der Autoverkehr zunehmen würde. Außerdem sei die Helmpflicht weder durchzusetzen noch zu kontrollieren. Um Unfälle zu vermeiden, setzt der Verband auf radfahrerfreundliche Verkehrsplanung und ein noch stärkeres Tempolimit für Autos in Wohngebieten.

Sollte es doch einmal zu einem Sturz kommen, dann wirken unglaublich große Kräfte auf den Körper ein. Leider ist der Kopf hier das zentrale Problem, denn fast immer schlägt dieser auf dem Boden oder einem anderen harten Gegenstand auf. Wenn der Helm richtig passt, kann man diese Krafteinwirkung zumindest reduzieren. Die verschiedenen Formen, die von vielen Herstellern angeboten werden, haben hingegen keine Auswirkung auf die Sicherheit, sie sind lediglich eine Frage des Geschmacks.

Der sitzt!

Was man trotz kontroverser Studien guten Gewissens behaupten kann: Jeder Helm ist besser als »oben ohne« zu fahren. Selbst ein durchwachsen bewertetes Modell kann die Verletzungsgefahr verringern. Und: Der beste Kopfschutz nützt wenig, wenn er nicht passt.

Achten Sie auf den richtigen Sitz

Deshalb greifen Sie bitte als erstes zum Maßband. Setzen Sie es etwa eineinhalb Zentimeter über den Augenbrauen Ihres mini Lance Armstrong an und legen Sie es dann schräg um den Schädel, sodass das Band am Hinterkopf etwas unterhalb der Höhe des Stirn-Ausgangspunktes zusammenkommt. Diese Zentimeter vergleichen Sie mit der jeweiligen Helmgröße.

 Helmgröße Kopfumfang Alter
 XS 44-49 cm 0-3 Jahre
 S 46-51 cm 2-7 Jahre
 S/M 49-53 cm 3-9 Jahre
 M 52-60 cm 4-12 Jahre

Nun geht es an den Feinschliff: Laut Stiftung Warentest ist darauf zu achten, dass die Helmschale weder zu weit noch zu eng ist. Rütteln Sie ruhig ein bisschen am Kopf Ihres Kindes. Dabei darf der Helm auch mit geöffnetem Verschluss nicht verrutschen. Passiert das, kann man den Sitz des Helms mit einer Stellschraube fester stellen. Wackelt es auch dann noch, wählt man ein kleineres Modell.

Anschließend schließt man das Kinnband. Auch das sollte gut sitzen, aber nicht drücken, sonst fliegt der Helm im Fall eines Falles vom Kinderkopf. Dann kann man sich das Helmtragen auch sparen.

Stirn und Schläfen müssen vom Kinderfahrradhelm geschützt werden, da sie das größte Verletzungsrisiko aufweisen. Dafür muss der Fahrradhelm waagrecht sitzen. Weiche Polster sind idealerweise überall dort angebracht, wo der Kinderkopf die Schale berührt. Fehlt diese Dämmung, kann es schmerzhaft werden. Deshalb macht es Sinn, dass die Kleinen den Helm vor dem Kauf eine Viertelstunde Probe tragen. Denn ein drückendes Ding setzen Kids garantiert nicht mehr auf. Wo sich die Gurtbänder optimalerweise treffen? Etwa fingerbreit unter dem Ohr, während der Riemen weder zu locker noch zu eng unter dem Kinn liegt.

 Kinder-Fahrradhelm Test: Helm anprobieren
Ein Fahrradhelm ist für jeden wichtig – und ganz besonders für die kleinsten!

Damit aktive Mädchen und Jungs im Sommer nicht vor Hitze vom Rad kippen, sind breite Belüftungsschlitze notwendig, die unbedingt mit einem Insektenschutz-Netz versehen sind. Nur so treibt eine Wespe kleine Radler nicht in den Totalschaden. Wichtig ist vor allem bei älteren Kids außerdem, dass sie ihren Helm problemlos selbst an- oder ausziehen können – und vor allem auch, dass sie ihn hübsch finden. Sonst müssen Sie vor jeder Radeltour erst einen Kampf ausfechten.

Nur ein neuer Helm ist ein guter Helm

Sie wollen auf Nummer sicher gehen? Dann muss sich Ihr Kind nach einem Sturz sofort von seinem Helm verabschieden – auch dann, wenn die Kopfbedeckung äußerlich noch top aussieht. Im Inneren kann sie nämlich durchaus beschädigt sein. Deshalb sollte man besser auch keine gebrauchten Produkte kaufen. Wer weiß schon, wie oft der vorherige Besitzer vom Rad gestürzt ist?

Vorsicht bei gebrauchten Helmen

Werfen Sie beim Kauf auch einen Blick auf das Produktionsdatum in der Helm­schale: je neuer, umso besser, denn Material verschleißt. Wie lange Helme generell einsatzbereit sind, hängt vom Gebrauch ab. Spätestens nach fünf Jahren würden ihn viele Experten aber aus Sicherheitsgründen austauschen. Achten Sie bitte auch auf das CE-Kennzeichen, das die Einhaltung der deutschen Sicherheitsnormen garantiert. Und verbieten Sie Ihrem Kind, den Helm auf dem Spielplatz aufzulassen – der Gurt könnte es schlimmstenfalls strangulieren.

Mikro-, Hart- oder Softschale?

Mikroschalen-Fahrradhelme, die jüngste Technik, sind gleichzeitig auch die sichersten und besten: Im In-Mold-Verfahren wird Hartschaumstoff (expandiertes Polystyrol, genannt EPS) mit einer dünnen Schicht Hartkunststoff verschweißt, die das EPS schützt und bei einem Crash besser am Hindernis abgleitet.

Weichschalenhelme kommen ohne diese Hartkunststoffschicht aus. Sie schützen den Kopf daher nicht so sehr. Die staatliche Initiative »Ich trag‘ Helm« meint deshalb: »Das in der Vergangenheit häufig für Kinderhelme genutzte Verfahren ist veraltet. Diese Helme sollten unbedingt ausgetauscht werden.«

Die Extremsportler unter den Kopfschützern sind Hartschalenhelme, die sich auch Downhill-Biker wegen der harten Außenschale gerne aufsetzen. Ihr Schwachpunkt ist vor allem das hohe Gewicht.

Test Kinder-Fahrradhelm: Alpina Ximo Flash

Testsieger: Alpina Ximo Flash

Beim Mikroschalenhelm Alpina Ximo Flash stimmt so ziemlich alles: Die Gurtbänder, Kinnriemen und die Helmgröße lassen sich einfach ein- oder verstellen – etwa mit dem unkomplizierten Drehrad auf der Rückseite, das übrigens alle Testmodelle besitzen.

Testsieger
Alpina Ximo Flash
Test Kinder-Fahrradhelm: Alpina Ximo Flash
Hier gibt es absolut nichts zu meckern. Und der Helm ist auch noch wirklich preiswert.

Der Kinderhelm sitzt bei beiden Testerinnen folgerichtig perfekt in der Waagrechte, wie aus dem Lehrbuch. Vorbildlich schützt der Helm des oberbayerischen Herstellers Alpina auch Schläfen und Stirn. Seine weiche Polsterung beurteilen die Kinder als »sehr bequem« – und das selbst noch nach einer Viertelstunde.

Unser Testsieger gehört mit 250 Gramm zu den leichteren Helmen im Test. Trotzdem wirkt seine Verarbeitung massiv und qualitativ hochwertig –und das alles zu einem fairen Preis ab etwa 30 bis 40 Euro.

1 von 4
Belüftungsschlitze für einen kühlen Kopf.
Belüftungsschlitze für einen kühlen Kopf.
Unser Testsieger ist auch im Dunkeln nicht zu übersehen.
Unser Testsieger ist auch im Dunkeln nicht zu übersehen.
Gut gepolstert und bequem.
Gut gepolstert und bequem.
Der Verschluss ist leicht per Knopfdruck zu öffnen.
Der Verschluss ist leicht per Knopfdruck zu öffnen.

Toll finden wir das abnehmbare LED-Licht auf der Helmrückseite, das auch blinken kann und so hell ist, dass es in der Dunkelheit oder Dämmerung weit zu sehen ist. Gut gefallen hat uns außerdem der Insektenschutz, der allerdings nur in den vorderen Belüftungsschlitzen angebracht ist. Wie wir an den anderen Helmen merken, scheint das jedoch generell nur dort Usus zu sein. Schade, denn noch sicherer wären die Helme, wenn sie überall Schutznetzte hätten.

Design und Handhabung

Seine Optik – unser Testmodell ist mit fröhlichen, relativ dezenten Blümchen verziert (es gibt aber noch viele andere Farben und Designs) – finden die Mädchen super. O-Ton: »Der Aufdruck ist gottseidank nicht so kindisch und kunterbunt.« Und das aus dem Mund von Menschen, die kaum über die Tischplatte reichen.

Am Alpina Ximo Flash gibt es nichts auszusetzen

Auch in Sachen Handhabung gibt es nichts zu meckern: Der Y-Clip-Verschluss des Kinnriemens per Druckknopf erklärt sich von selbst und die reflektierenden Gurtbänder, die sich bei einem Sturz nicht öffnen können, sind einfach einzustellen. Die Weite können Kinder selbst – wie üblich – ganz leicht mit einem Drehrad anpassen. Es gibt zudem zum Drunterziehen eine Microfleece Winter Cap mit kuscheligen Ohren, ein warmes Extra für die kalte Jahreszeit.

Die Siebenjährige jedenfalls hat ihre Wahl schon getroffen: »Den behalte ich.« Die Achtjährige guckt ihre Freundin an und nickt: »Hast recht. Der steht dir. Mir aber auch.« Sagt’s und setzt sich den Helm selbst auf. Die Mamas staunen: Zoff um einen Fahrradhelm – es gibt nichts, was es nicht gibt.

Alpina Ximo Flash im Testspiegel

Der Alpina Ximo Flash ist ein durch und durch solider Kinderfahrradhelm – finden auch die Stiftung Warentest und der ADAC in ihrem gemeinsamen Test. Der Kinderhelm wird insgesamt mit der Note 2,3 bewertet, wobei in Sachen Hitzebeständigkeit und Schadstoffe sogar eine glatte Eins vergeben wurde. Außerdem attestiert man ihm einen guten Unfallschutz und gute Trage- und Belüftungseigenschaften.

Weitere Tests gibt es zum Alpina Xima Flash derzeit nicht. Falls neue erscheinen, werden wir sie hier nachtragen.

Alternativen

Der Alpina Ximo Flash ist sicher für viele der richtige Helm. Doch wir haben auch noch vier weitere Empfehlungen, die für Sie und Ihr Kind vielleicht besser geeignet sind. Wie gesagt: Probetragen ist entscheidend.

Rasanter Allrounder: Micro Rocket

Fast hätte es der Rocket von Micro oben aufs Siegerpodest geschafft. Der Kinderfahrradhelm ist, wie der Name schon sagt, ein echte Rakete, die sich nicht von ihrem Weg abbringen lässt. Er ist sehr robust und stabil, leicht und kompakt, lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen und hält unbeirrt seinen Kurs: den Kopf eines Kindes zu schützen. Im Klartext: Ein Fahrradhelm für Kinder, der sehr gut und sicher konstruiert ist, und der beim Radfahren Skateboarden, Inlineskaten und Rollerfahren eine gute Figur macht. Und bei all dem auch noch gut ausschaut.

Für alle Fälle
Micro Rocket
Test Kinder-Fahrradhelm: micro PC Helm Rocket
Ob nun beim Radfahren, Inlineskaten, Rollerfahren oder Skateboarden – dieser Helm sitzt und bietet Schutz.

Schon allein optisch fällt er unseren kleinen Testpersonen sofort auf. Die Sterne, Planeten und Raketen sind einfach schön und ansprechend illustriert. Dazu die sehr hochwertigen, orangenen Gurtbänder und ein roter Knopf am Hinterkopf des Helmes, der auch noch blinken und leuchten kann.

Dazu reicht ein simpler Druck auf die Plastikleuchte, die in drei verschiedenen Variationen blinkt und leuchtet. Auch sehr praktisch: Wenn die Batterie keinen Saft mehr hat, kann man mit einer Geldmünze, zwei Cent beispielsweise, den Knopf drehen und öffnen und die Batterie wechseln. Allerdings: Der Drehmechanismus hakt etwas, lässt sich bei unserem Modell nur schwer öffnen.

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Kinder-Fahrradhelm Test: Img
Coole Optik, cooler Helm: der Rocket von Micro.
Kinder-Fahrradhelm Test: Img
Blinken und leuchten: Aus dem Drehknopf wird bei Bedarf auch eine Beleuchtung.
Kinder-Fahrradhelm Test: Img
Mit Magnet: der sogenannte Fidlock-Verschluss.
Kinder-Fahrradhelm Test: Img
Belüftungslöcher: klein, aber fein.
Kinder-Fahrradhelm Test: Img
Komfortabel: Die Innenpolster sind angenehm und bequem.
Kinder-Fahrradhelm Test: Img
Der Micro Rocket ist ein rasanter Allrounder.

Die Leuchte ist auch gleichzeitig der Drehknopf, um den Kinderhelm auf die entsprechende Kopfgröße seines Kindes einzustellen. Auch dieser funktioniert tadellos und ist so konstruiert, dass er den Fingern von Kindern wie Eltern genügend Platz lässt und Fläche gibt, um daran zu drehen. Die hochwertigen Gurte sind ebenfalls sehr gut und einfach einstellbar, sodass der Helm stabil und sicher am Kopf sitzt. Nur der magnetische Fidlock-Verschluss ist etwas gewöhnungsbedürftig – gerade für Kinder. Doch das hat der Nachwuchs schnell raus. Eine Polsterung um den Verschluss herum fehlt, doch der sitzt auch so bequem und komfortabel.

Die Innenpolster sind nicht zu dick, nicht zu dünn und geben dem Kinderfahrradhelm einen angenehmen und komfortablen Sitz. Sie sind einfach zu entfernen und waschbar. Außerdem sorgen acht Belüftungslöcher dafür, dass der Kopf und damit der kleine Rennfahrer nicht überhitzt. Vielleicht hätten hier die Löcher etwas größer sein oder zahlreicher ausfallen können. Allerdings ermöglicht die kompakte Oberfläche, dass der Helm nicht nur fürs Radfahren geeignet ist, sondern wie erwähnt auch für andere sportliche und rasante Einsätze. Einen Insektenschutz für die Belüftungslöcher gibt es nicht.

Der Rocket ist ein echter Allrounder und Hingucker. Seine Form entspricht der eines klassischen Hartschalen-Helmes. Doch Micro verwendet hier eine Mikroschale mit Inmold-Technologie. Das sorgt für weniger Gewicht und macht den Rocket zu einem vergleichsweise recht leichten Helm. Fazit: Der Rocket ist eine echte Rakete!

Alleskönner in Helmform: Casco Mini 2

Der Casco Mini 2 schützt nicht nur im Sommer beim Fahrradfahren, Rollerfahren oder Inlineskaten den Kopf, sondern auch im Winter beim Skifahren oder Snowboarden. Der Fahrradhelm ist so geformt und konzipiert, dass er für alle Einsatzbereich geeignet ist. Und nicht nur das: Auch im Fahrradsitz macht er auf dem Kopf eines Kindes eine gute Figur, da er eng und bequem anliegt, keinen unbequemen Abstand zwischen Rückenlehne und dem kleinen Beifahrer erzeugt.

Für alle Jahreszeiten
Casco Mini 2
Test  Kinder-Fahrradhelm: Casco Mini 2
Dieser Helm sorgt im Sommer wie im Winter für Sicherheit auf der Straße und auf der Piste.

Dazu schaut der Mini 2 auch noch gut aus, wirkt optisch wie ein echter Rennfahrerhelm – in diesem Fall hier im Regenbogen-Style. Zu den bunten Streifen verläuft über den Kinderhelm von vorne nach hinten eine sogenannte »Safety Reflect Line«, das sind Gummibänder, die es in verschiedenen Farben gibt und im Dunkeln reflektieren und leuchten. Sie sind schnell und einfach auswechselbar. Leider fehlen hinten Reflektoren. Der Helm ist auch nicht für Beleuchtung ausgelegt.

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Kinder-Fahrradhelm Test: Casco Mini 2 1
Casco Mini 2: Ein sportlicher Alleskönner!
Kinder-Fahrradhelm Test: Casco Mini 2 2
Belüftungslöcher: vorne eines und oben acht.
Kinder-Fahrradhelm Test: Casco Mini 2 3
Der Kopfring im Helm ist hochwertig verarbeitet.
Kinder-Fahrradhelm Test: Casco Mini 2 4
Hier kann man die Ohrenbedeckung für den Winter anstecken.
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Safety Reflect Line: Ein Gummiband als Reflektor.
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Die Innenpolster sind klein aber fein.

Der Kinderfahrradhelm von Casco ist eine Mikroschale, die nach dem In-Mold-Verfahren, also dem Spritzgieß-Verfahren, gefertigt wurde. Das heißt: Schale und Hartschaum werden miteinander zu einem festen Helmkörper verschweißt. Das erhöht die Stabilität und Sicherheit.

Die gesamte Verarbeitung des Helms ist sehr hochwertig. Das Gurtband-System lässt sich unkompliziert verstellen und an die Kopfgröße anpassen, er sitzt gut am Kinn. Das gilt auch für den Kopfring im Helm, der auf den ersten Blick etwas dünn und zerbrechlich rüberkommt, auf den zweiten Blick jedoch überzeugt und zuverlässig über eine Stellschraube stufenlos einstellbar ist.

Acht Belüftungslöcher an den Seiten und eines vorne sorgen im Sommer für Abkühlung. Die Löcher sind jedoch recht klein. Bei sommerlicher Hitze könnte es da schnell zu einer leichten Überhitzung kommen. Außerdem haben die Löcher kein Netz, das Fliegen, Bienen oder Wespen davor bewahrt, plötzlich in dem Helm zu stecken – was je nachdem zu einem schmerzhaften Stich führen kann.

Tolles Extra und Zubehör für den Wintereinsatz auf der Piste: Für die Ohren kann man eine flauschige Ohrenbedeckung am Helm ganz schnell und einfach befestigen. Das Gleiche gilt für den Kopf. Ein Innenfutter für die Helmschale hält warm. Die Winterausstattung gibt es für knapp 20 Euro.

Fazit: Ein echter Allrounder mit hochwertiger Verarbeitung und toller Optik – nur im Dunkeln könnte und sollte er etwas mehr leuchten, da reichen die dünnen Gummibänder nicht wirklich aus. Und auch die Belüftung bräuchte noch etwas mehr Raum beziehungsweise Löcher.

Kindgerechtes Design: KED Meggy Originals

Ein prima Mikroschalenhelm für die Kleinen bis maximal fünf Jahre: Und das nicht mal unbedingt wegen seiner Größe – M fällt sogar ziemlich groß aus – sondern wegen der Optik. Unsere Testerinnen fanden sich nämlich schon viiiiel zu alt für die 21 (!) verschiedenen Aufdrucke á la Lillebi oder Felix der Hase. Daher ist es unwahrscheinlich, dass ein Sieben- oder Achtjähriger den KED Meggy Originals noch gerne und stolz tragen wird.

Für die Jüngeren
KED Meggy Originals
Test Kinder-Fahrradhelm: KED  Meggy Originals
Dass der KED-Helm Made in Germany ist, finden wir super.

Wer es trendiger möchte, greift zum fast identischen Schwestermodell KED Meggy, das von Stiftung Warentest und dem ADAC getestet wurde und nur wegen seiner nur ausreichenden Hitzebeständigkeit nur mit »befriedigend (3,5)« abschnitt. Unfallschutz, Schadstoffe und Komfort erhielten jedoch ein »Gut«.

Ansonsten gibt es nur Lobenswertes zu berichten: viele Belüftungsschlitze mit Insektenschutz vorn, sehr gute Passform, weiche, bequeme Polster, die Gurtbänder sind einfach einstellbar, Top-Verarbeitung made in Germany und mit einem Reflektor sowie Doppel-LED-Blinklicht. Weil der Helm weit runter reicht, schützt er Stirn und Schläfen ideal – ohne die Sicht zu versperren. Und mit seinen 280 Gramm in Größe M gehört er gerade noch zu den Leichtgewichten. Der Preis? Er ist einer der günstigeren. Hut ab: viel Leistung für wenig Geld!

Wie die Großen: Uvex Finale Junior

Der Uvex Finale Junior kommt wie ein Großer daher. Er ist klassischen Mountainbike-Helmen nachempfunden. So können sich die kleinen Rennfahrer auf zwei Rädern ganz groß fühlen – draußen im Gelände, aber natürlich genauso in der Stadt im Straßenverkehr. An den Seiten und am Hinterkopf ist der Kinderhelm etwas tiefer gezogen. Das erhöht Schutz und Sicherheit. Außerdem verfügt der InMold-Helm über eine hohe Schlagfestigkeit durch seine EPS-Innenschicht sowie PC-Außenschicht.

Für Mountainbiker
Uvex Finale Junior
Test  Kinder-Fahrradhelm: uvex finale junior
Mit diesem Helm können die Kleinen ganz groß rauskommen. Er liefert eine rundherum überzeugende Performance.

Überhitzen? Mit diesem Helm nicht möglich! Elf große Schlitze sorgen für eine sehr gute Belüftung des Kopfes. Zudem sind die vorderen drei Schlitze mit einem Insektennetz bestückt. Verrutschen? Auch da punktet der Uvex-Helm mit einer sehr komfortablen und stufenlosen Größenanpassung für den Kopf. Das sorgt für guten Halt und Sicherheit. Die Stellschraube dafür wirkt sehr robust und stabil, ist sauber und fest mit dem Helm verbunden, lässt sich unkompliziert und einfach drehen.

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Der Helm ist an Modelle für Mountainbiker angelehnt.
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Die Verarbeitung ist einwandfrei.
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Belüftungsöffnungen sorgen für einen kühlen Kopf.
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Der Drehverschluss ist sehr hochwertig.
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Vorne sind die Öffnungen durch ein Insektennetz geschützt.
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Der Verschluss ist schnell und einfach zu bedienen.

Nur das sogenannte »Fast-Adapting-System-Gurtband« wird nicht ganz seinem Namen gerecht. Es sitzt zwar gut am Kopf, lässt sich jedoch umständlich verstellen. Denn die Druckknöpfe sind etwas schwergängig zu öffnen. Umso leichter lässt sich der Verschluss dafür bedienen. Mit einer Hand kann man ihn öffnen und schließen. Das kann ganz praktisch sein. Die Polsterung im Helm fällt eher sparsam aus, das mindert jedoch nicht den Tragekomfort. Zusätzliche Polster gibt es nicht und braucht es durch das gute Gurtband-System auch nicht.

Die gesamte Verarbeitung des Uvex Finale Juniors kommt sehr hochwertig rüber und gibt Eltern ein gutes Gefühl, wenn sie ihre kleinen Rennfahrer lossausen lassen. Kleines Manko: Design und Farbe sprechen nicht unbedingt Kinder an, da sie wenig verspielt sind. Doch der Preis ist sehr fair und gut angesetzt. Hier bekommt man wirklich viel für sein Geld geboten. Nur eine Beleuchtung fehlt als Standard, sie kann jedoch optional ergänzt werden – ein Plug-in LED erhöht dann die Sichtbarkeit und Sicherheit im Dunkeln.

Außerdem getestet

POC Pocito Omne

Der Pocito Omne von POC sticht einem förmlich ins Auge. Die grelle, neonorange Farbgestaltung kann man selbst im Dunkeln nicht übersehen. Denn der Kinderhelm verfügt außerdem vorne und hinten über reflektierende Leuchtstreifen. Das gilt auch für den POC-Schriftzug an den Seiten. Über ein Blinklicht verfügt der Pocito nicht noch zusätzlich.

Die Mikroschale ist von der Form her einem Erwachsenen-Helm nachempfunden, wirkt sehr robust und sorgt mit sieben teils sehr großen Belüftungsschlitzen für eine sehr gute Belüftung. Ein Insektenschutz fehlt. Gerade bei den doch recht großen Öffnungen wäre dieser nützlich und hilfreich, dass sich keine Biene oder Wespe in den Helm verirren kann.

Kommen wir zum Gurtsystem. Das ist recht hochwertig verarbeitet, allerdings hakt die Einstellung bei den Gurtbändern rechts und links. Der Drehknopf, der die Kopfgröße einstellt, lässt sich gut bedienen. Die dünne Plastikkonstruktion, die sich an die Kopfform anpasst, wirkt etwas fragil. Doch der Eindruck täuscht. Sie ist vor allem Teil einer speziellen Technologie, die POC zusammen mit MIPS entwickelt hat und ein »innovatives Rotationsschutzsystem« darstellen soll. Es soll den Kopf noch besser vor gefährlichen Rotationskräften bei Stürzen schützen. Schaut gut aus – und wird sich im Sturzfall, den wir bei unserem Test glücklicherweise nicht hatten, hoffentlich bewähren. So ergibt sich jedenfalls kein großer Unterschied zu den anderen Testmodellen, die überwiegend ebenso stabil und sicher am Kopf sitzen.

Bis hierhin ist der Pocito ein guter und überzeugender Helm. Nun kommen wir jedoch zum Preis – und der sprengt deutlich den Rahmen. Mit rund 100 Euro ist er der teuerste Helm in unserem Test. Das wiegt schwer! Daran ändert auch der nette Aufbewahrungsbeutel für die teure Kopfbedeckung nichts.

Giro Scamp

Frechdachs, Spitzbube oder Schlingel – der Giro Scamp soll seinem Namen nach wohl etwas rebellisch rüberkommen. Unser Testmuster passt in Pink mit Blumen darauf – es gibt auch viele andere Designs – eher zu einer Prinzessin. Aber auch Prinzessinnen können ja rebellisch sein. Und da brauchen sie natürlich einen entsprechenden Helm, der sie bei ihren Abenteuern treu begleitet und beschützt. Und das tut der Scamp.

Seine Form entspricht der eines klassischen Fahrradhelmes. Dazu ein integriertes Visier und elf große Schlitze, die für eine perfekte Belüftung sorgen. Ein Überhitzen des Kopfes auch bei sommerlichen Höchsttemperaturen wird so verhindert. Ein Insektenschutz ist nur vorne über die erste beiden Schlitze gezogen. Da hätte Giro nicht so sparsam sein sollen und brauchen.

Das Gurtsystem und der Ratschen-Verschluss sind gut. Nur die Einstellung der Riemen rechts und links hakt etwas. Der Drehknopf für die Kopfgröße ist etwas eng bemessen, die Finger haben nur wenig Spiel und Platz. Doch die Konstruktion wirkt stabil und hochwertig, verleiht dem Kinderfahrradhelm einen guten und komfortablen Sitz auf dem Kopf.

Die Mikroschale sitzt bequem, entspricht den neuesten Standards. Die Innenpolster sind ebenfalls gut und pink – wie es sich für eine rebellische Prinzessin gehört. Vielleicht hat Giro deswegen beim Scamp keine Reflektoren oder Beleuchtung angebracht. Das wirkt sich allerdings auf unser Testurteil negativ aus. Dennoch bleibt als Fazit: Ein guter Kinderhelm – der nicht nur für Spitzbuben und Frechdachse geeignet ist.

Bell Span

Der Bell Span ist ein harter Brocken – im positiven Sinne! Denn er erfüllt in puncto Sicherheit allerhöchste Ansprüche und Maßstäbe. Seine Hartschale wiegt zwar einiges, ist jedoch sehr stabil, kompakt und sicher. Dabei kommt der Tragekomfort auch nicht zu kurz. Denn: Hochwertige und sehr angenehme Innenpolster lassen kein Drücken oder Zwicken zu. Großes Plus! Auch die Belüftungsschlitze, von denen es insgesamt zehn gibt, sorgen bei jedem noch so hochsommerlichen Wetter für frischen Wind.

Die Verarbeitung ist in allen Bereichen sehr gut – das gilt für das Gurtsystem, die Größeneinstellung, das Einstellrad am Hinterkopf und die Helmschale, die aus ABS-Hartplastik mit EPS-Innenfutter besteht. Ein Helm, der viel Spaß macht, allerdings auch recht viel wiegt. Und der vor allem für einen vielseitigen Einsatzbereich konzipiert wurde: Skateboarden, BMXen, Inlineskaten, Rollerfahren und natürlich Radfahren sind mit dem Span bestens möglich. Nur bei längeren Radtouren könnten sich die 414 Gramm geballte Helmpower dann doch bemerkbar machen.

In einer Neonfarbe ist der treue Gefährte auf dem Kopf bei Tag gut sichtbar. Bei abendlichen Lichtverhältnissen jedoch nicht. Reflektoren oder eine Beleuchtung in Form eines Blinklichtes fehlen leider. Genauso wie ein Insektenschutz. Da hat Bell an der falschen Stelle gespart. Ansonsten kann der Kinderfahrradhelm jedoch überzeugen und liefert besonders am Tage eine gute und sehr vielseitige Performance ab.

Uvex hlmt4

Ein echter Allrounder ist der hlmt 4 von Uvex. Sowohl beim Skateboarden, Inlineskaten, Fahrrad-, Laufrad- und Rollerfahren macht er eine gute Figur. Er lässt sich also sehr vielseitig einsetzen. Optisch kommt er dabei eher schlicht und sachlich rüber, doch gerade bei Helmen zählen ja auch die inneren Werte – und da punktet der Uvex-Helm.

Fangen wir mit dem Design an: Der hlmt 4 ist ein von der Dirtbike-Szene inspirierter Kinderhelm mit Hartschale, die hier nicht ganz so massiv zum Vorschein tritt, wie bei den anderen Modellen dieser Art und Bauweise in unserem Test. Von der Form her erinnert er auch an einen Skateboard-Helm. Das gibt ihm schon allein optisch etwas sehr Robustes. Und das zeigt sich dann auch in der Praxis: Der Kinderhelm ist außen schlagfest, innen stoßabsorbierend, schützt den Kopf. Das sogenannte IAS-System sorgt für eine leichte und schnelle Einstellung, um den Helm individuell an den Kopf anzupassen. Allerdings fällt die innere Helmkonstruktion aus Kunststoff recht dünn und wackelig aus, verläuft nicht sauber an der Schale und verrutscht dadurch. Das könnte besser gelöst sein.

Das Gurtband lässt sich schnell und einfach verstellen. Der »monomatic-Verschluss« ist ebenfalls praktisch konzipiert, lässt sich mit einer Hand öffnen und schließen. Das ist praktisch. Zehn große Schlitze sorgen für frischen Wind, verhindern einen Hitzestau. Die Polsterung ist gut, fällt vorne im Stirnbereich etwas dünn aus.

Hudora Skaterhelm

Der Skaterhelm von Hudora besteht aus einer stoßfesten ABS-Schale mit EPS-Schaumpolsterung. Zwei Belüftungslöcher vorne mit Insektennetz, zwei hinten und sieben oben auf dem Helm sorgen an heißen Sommertagen für Abkühlung und Erfrischung. Hier sollte man nur darauf achten, dass die abnehmbaren Innenpolster vom Helm nicht genau davor kleben. Ohnehin sind die Löcher für ganz heiße Tage nicht sehr groß, können nicht mit den Luftschlitzen eines klassischen Fahrradhelmes mithalten.

Ansonsten braucht sich der Hudora jedoch nicht zu verstecken. Er hat es drauf – sein Gurtband-System sitzt und lässt sich problemlos einstellen. Die Stellschraube hinten ist sehr gut zu bedienen, lässt den Fingern genügend Spielraum, um den Ring im Helm an die Kopfform anzupassen. Die Innenpolster sind hochwertig, sitzen stabil und lassen sich gut abnehmen.

Zwei kleine, streifenförmige Sticker dienen als Reflektoren. Rechts, links und vorn befindet sich der Schriftzug Hudora, der ebenfalls reflektiert. Für eine zusätzliche Beleuchtung ist er nicht ausgelegt. Da könnte der Skaterhelm noch etwas drauf legen. Ob man nun mit seinem Rad, Skateboard oder Roller nach Hause fährt, eine gute Sichtbarkeit ist Straßenverkehr besonders in Großstädten sehr wichtig. Tagsüber sorgt dafür das grelle Grün für Aufsehen. Am Abend, wenn die Sonne abgetaucht ist, reichen die kleinen Reflektoren nicht aus, um den Kinderhelm ins Rampenlicht zu bringen.

Auch beim Gurtsystem hakt es etwas. Da ist der Gurt links sehr kurz gehalten, bietet so nur wenig Einstellmöglichkeiten und Spielraum. Der Gurt rechts hingegen ist sehr lang.

Fazit: Mit 400 Gramm ist der Skaterhelm nicht gerade ein Leichtgewicht. Doch das Gewicht zahlt sich voll aus – in Form von hoher Sicherheit und Funktionalität gepaart mit einer starken Brise Coolness. Hier gibt es keinen unnötigen Schnick-Schnack. Es geht darum den Kopf eines Kindes zu schützen – und das tut er! Beim Radfahren, Skateboarden oder Inlineskaten und was einem sonst noch so mit Helm einfällt. Der Skaterhelm von Hudora – ein Helm für alle Fälle!

Korimefa W-001

»Korimefa« steht recht unscheinbar auf dem Helm. Sonst nichts. Eine Modellbezeichnung des Herstellers fehlt oder gibt es nicht. Eines lässt sich jedoch sagen: Es handelt sich hier um einen soliden Helm, der für verschiedene Aktivitäten geeignet ist – wie Skateboarden, Radfahren, Inlineskaten oder Rollerfahren. Er ist nach dem Hartschalen-Prinzip aufgebaut, ganz in Schwarz gehalten und spart sich jeden überflüssigen Schickschnack. Das ist schon gut, hier und da jedoch etwas zu minimalistisch gedacht. So würden der schützenden Kopfbedeckung Reflektoren oder eine Beleuchtung gut tun und stehen. Denn der Kinderfahrradhelm ist so, besonders gen Abend, nicht gerade gut zu sehen und taucht in der Dunkelheit unter.

Das Gurtsystem samt seinen Einstellungsmöglichkeiten entspricht dem Standard, ist gut und wirkt langlebig. Belüftungslöcher sind reichlich vorhanden, allerdings recht klein. Die Innenpolster sorgen für Tragekomfort. Dem Kinderhelm liegt sogar ein Ersatzset bei. Ansonsten fällt bei Korimefa alles sehr reduziert aus. Wie auch der Preis aus – die namenlose Kopfbedeckung kostet um die 28 Euro. Die sehr windige Produktbeschreibung auf einem Fetzen aus Papier verrät, dass es sich um eines dieser gesichtslosen chinesischen Unternehmen handelt, die viel Massenware produzieren. Dennoch kommen wir zu einem positiven Fazit: Ein guter, sehr einfacher Helm.

Btwin Teen 520

Der Teen 520 von Btwin ist ein sehr sportlicher Fahrradhelm – dafür sorgen schon allein seine Optik und sein Design. Aber auch seine inneren Werte bestätigen das. Die Hartschale ist vielseitig einsetzbar – für Radfahren, Skateboarden, Inlineskaten oder Rollerfahren. Auch die Verarbeitung der Hartschale kann überzeugen. Die Innenpolster sind gut und angenehm. Der Drehknopf zum Einstellen der Kopfgröße funktioniert einwandfrei.

Nur das Gurtsystem lässt zu wünschen übrig, ist eigentlich gar nicht existent. Denn es hängen von rechts und von links einfach nur schwarze Gurte herunter, die über keine Einstellmöglichkeiten verfügen. Nur über einen simplen Verschluss. Das wirkt sich entsprechend stark und damit negativ auf den Tragekomfort und die Sicherheit aus. Dafür ein dickes Minus! Immerhin: Am Belüftungssystem wurde nicht gespart. Dieses besteht aus zwölf Schlitzen, die sehr umfassend über die gesamte Helmoberfläche verlaufen. Dafür ein dickes Plus!

Fazit: Der Btwin-Helm kostet nur um die 25 Euro. Wenig Geld für einen vielseitigen Helm, der bei Komfort und Sicherheit leider mangelhaft ist.

Woom Kids Helm

Woom stellt nicht nur Kinder- und Laufräder her, sondern weiß offenbar auch, was ein guter Kinderfahrradhelm können und bieten muss. Der KIDS Helm von Woom überzeugt durch seine hochwertige Verarbeitung. Außenschale und Unterkante sind aus kratzfestem und glattem Polycarbonat. Sie werden im »In-Mould-Verfahren« direkt mit der Innenschale aus EPS-Schaum verschmolzen. Das macht den Kinderhelm sehr robust und strahlt Sicherheit aus. Dafür sorgt auch der Aufprallschutz vorne am Visier.

Die Polsterungen im Helm sind angenehm, besonders am Hinterkopf direkt beim Drehknopf für die individuelle Anpassung. Dort sorgt ein extra großes Polsterkissen für Komfort. Der Spruch darauf »Listen to your mom!« kommt etwas verstaubt rüber. Der Helm jedoch nicht. Gerade der Drehknopf ist sehr griffig und gut bedienbar für kleine Kinderhände. Und genauso auch für große Elternhände.

Nur das Gurtband ist etwas unpraktisch und unbequem gestaltet. So gibt es keine Verstellmöglichkeit rechts und links bei den Ohren. Und auch die kurzen Seile, die statt eines üblichen Gurtes um die Ohren verlaufen, sind etwas sperrig und unkomfortabel. Der Magnetverschluss überzeugt wiederum. Außerdem sorgen 24 Luftschlitze für frischen Wind – im vorderen Bereich ist innen noch ein Netz gespannt. Damit sich keine Insekten im Helm verirren. Optisch erinnert der KIDS an einen Kinderhelm von einem Jockey, der hoch oben auf seinem Rennpferd sitzt. Die leuchtende Farbe (bei unserem Testmodell rot) sorgt zudem für Aufsehen.

Möur Skaterhelm

Ein kleiner Elefant lacht einen auf dem Möur Skaterhelm an. Er ist auf die blaue Hartschale gedruckt. Ansonsten handelt es sich hier um eine sehr kompakte, solide und massive Kopfbedeckung für Kinder. Dabei fehlt einem sofort auf, dass das Möur-Modell sehr viel Ähnlichkeit mit dem Hudora hat. Die beiden könnten Brüder oder Schwestern sein. Die Helmform ist auf jeden Fall identisch, wie auch die Luftlöcher: vorn zwei (allerdings ohne Insektennetz), hinten zwei und oben sieben Belüftungsöffnungen.

Der Kopfring, die Innenpolster und das Gurtsystem sind allerdings anders. Fangen wir mit dem Kopfring an: Kommt sehr hochwertig rüber, funktioniert einwandfrei, lässt sich gut auf den Kopfumfang einstellen. Die Innenpolster sind ebenfalls gut. Allerdings nicht ganz so viele wie beim großen Bruder von Hudora. So verlaufen hinten im Helm keine Polster. Nur bei der Stellschraube befindet sich eines. Beim Gurtsystem lassen sich die Seitengurte, die um die Ohren herumführen, schnell und einfach verstellen. Hier bietet der Möur sogar mehr Spielraum als der Hudora. Der Gurt am Verschluss hakt, ist leicht verdreht und nur schwer zu verschieben.

Der kleine Bruder kann wie der Hudora in vielen Punkten überzeugen, ist sehr solide und sicher. Für eine Empfehlung reicht es jedoch nicht. Kleine Details machen nunmal den Unterschied.

O'Neal Youth Helmet Crank Multi Dirt

Ein echter Hingucker ist der O’Neal Youth Helmet Crank Multi Dirt – schon allein durch seinen langen Namen. Aber auch optisch durch sein sehr fetziges und knalliges Design: Kettensägen, Monster, sehr leicht bekleidete Frauen und Totenköpfe springen einen in grellen Farben auf dem Helm förmlich entgegen. Das ist natürlich Geschmackssache und kann auch ganz lustig für ältere Kinder oder Jugendliche sein. Für unsere jüngeren Testpiloten war die Bilderflut allerdings recht verwirrend.

Kommen wir zum Helm selbst. Seine Mikroschale ist sehr robust, solide und hochwertig gestaltet – ein All-Mountain- und Enduro-Helm, der mit zwölf Luftschlitzen (vorne mit Netz) an heißen Tagen einen kühlen Kopf bewahrt. Das Gurtsystem ist gut einstellbar. Über eine Magnetschnalle lässt sich der Gurt gut öffnen und schließen.

Das kleine Visier vorn am Helm dient als Sonnenblende, sitzt allerdings etwas wackelig an der Außenschale. Die Stellschraube für den Kopfring im Helm hakt etwas, ist rutschig. Zudem verfügt der Youth Helmet Crank Multi Dirt über keine Reflektoren und keine Beleuchtung. Fazit: Ein Kinderhelm mit Stärken und Schwächen.

XJD Klassiker 1.0

Der Name ist in diesem Fall Programm: Der Klassiker 1.0 von XJD hat eine klassische und robuste Form. Sein Design ist sehr schlicht und einfach gehalten. Doch auch bei einem Fahrradhelm zählen die inneren Werte – und da überzeugt das ziemlich runde Ding!

Auch hier sorgt eine gespritzte Außenschale und EPS-Innenschale für einen hohen Sicherheitsstandard: außen schlagfest, innen stoßabsorbierend. Bestens! Der Einstellknopf für die Kopfgröße lässt sich sehr gut bedienen und kommt ebenfalls sehr hochwertig rüber. Zudem lässt sich das Gurtband leicht und stufenlos exakt an die Kopfform anpassen. Ein Plus gibt es auch für die angenehmen Innenpolster, die abziehbar und leicht zu reinigen sind. Nur die Luftlöcher, die laut Hersteller ein atmungsaktives Design ermöglichen sollen, sind etwas klein geraten. Mit 335,2 Gramm ist er außerdem ein Schwergewicht.

Alles in einem ist der Klassiker jedoch ein guter Allrounder. Er sorgt rundherum für viel Fahrvergnügen, viel Sicherheit und ebenso viel Spielraum. Denn nicht nur Radfahrer können diesen Helm tragen, er ist durch seine Form und Hartschale auch für Rollschuhfahrer, Inlineskater, Rollbrettfahrer und Skifahrer bestens geeignet. Und wem die Optik des Helms etwas zu dezent und einfarbig ist, der kann mit seinen Kindern und Farbstiften das Design neu gestalten. Viel Spaß!

Alpina Carapax Jr.

»Dieser Helm fühlt sich gemütlich an«, lobt die Testerin den Alpina Carapax Jr. Das liegt an seiner weichen Polsterung und der guten Passform. Und am Leichtgewicht von 250 Gramm. Auch seine Handhabung macht es uns einfach: Das Gurtband können wir easy einstellen, die Helmgröße lässt sich simpel mit einem Drehrad anpassen, und die Verschlussmechanik ist einfach. Außerdem wurde der Helm, der sehr viele Belüftungsöffnungen (vorn mit Fliegennetz) hat, vom TÜV Rheinland sowie vom TÜV SÜD gecheckt und GS-geprüft ist.

Sein Visier schützt die Kinderstirn, auch vor Sonne. Allerdings bedeckt er die Schläfen nicht komplett. Hier könnte der Schutz besser sein. Der Alpina Carapax Jr. ist ansonsten ein sportliches Biker-Modell, das aufgrund seiner fünf verschiedenen Designs sowohl Jungs als auch Mädchen anspricht. Zwei Punkte allerdings erfüllen andere Helme besser: Preislich liegt er nicht bei den günstigsten Modellen. Zudem besitzt der Kinderhelm zwar Reflektoren, sein fehlendes Licht ist jedoch ein Sicherheitsmanko. Deshalb sollte er unbedingt mit einem Multi-fit Light von Alpina nachgerüstet werden – was leider extra kostet.

Uvex Kid 2

Ein Top-Einsteigermodell für Minis von einem bis drei Jahre ist der Uvex Kid 2, vor allem wegen seines Super Preis-Leistungs-Verhältnisses. Für kleines Geld punktet er mit einer Spitzenqualität. Dazu kommt: Mit dem Helm mit reichlich Belüftungsschlitzen, die alle (!) mit einem Insektennetz versehen sind, gehen Eltern auf Nummer sicher.

Neben einem guten Schläfen- und Stirnschutz mildern die Polycarbonat-Außenschale und die mit EPS geschäumte Innenschale Stöße ab. Die Polsterung bezeichnet die kleine Testerin als »bequem«. Auch das Handling finden wir angenehm einfach. Selbst Kleinkinder kriegen den Verschluss auf Knopfdruck problemlos auf und zu. Das Gurtband lässt sich easy verstellen und mit dem Drehrad können wir die Größe des Helms unkompliziert anpassen. Ideal für kleine Köpfe ist er auch deshalb, weil er mit rund 185 Gramm kaum etwas wiegt.

Nur die Optik – es gibt fünf quietschbunte Modelle mit verschiedenen Tierchen- und Palmen-Designs – stellt Schlichtheit liebende Eltern vor eine Herausforderung. Den Youngsters werden die bunten Motive auf jeden Fall gefallen. Alles in allem also ein durchwegs empfehlenswerter Kinderhelm – wenn wir nicht schmerzlich Beleuchtung vermissen würden. Immerhin ist die Uvex Triangle-LED-Lampe optional erhältlich, hätte aber idealerweise gleich in den Helm integriert werden sollen.

Cratoni Pacer

Der Cratoni Pacer ist einer dieser sehr empfehlenswerten In-Mold-Helme. Er hätte es tatsächlich ziemlich weit auf die vorderen Plätze geschafft, wenn er eine Beleuchtung vorweisen könnte. Wenigstens besitzt er jedoch Reflektoren. So kann man ihn und seinen Fahrer im Dunkeln immerhin etwas besser sehen. Dank des (abnehmbaren) Visiers schützt dieses Modell die Kinderstirn nicht nur vor Sonne, sondern auch vor einem harten Aufprall. Die Schläfen allerdings sind nicht ganz so safe, da der Helm sie nicht ausreichend bedeckt: Er sitzt eher hoch.

Wie wir die Optik des Cratoni Pacer beurteilen? Seine stromlinienförmige Gestalt kommt sportlich daher. Gut auch, dass das Modell in elf Farbvarianten erhältlich ist. Die junge Testerin findet ihn allerdings »hässlich«, auch weil er ihrer Meinung nach viel zu viele Belüftungsschlitze hat, nämlich ganze zwanzig – komplett ohne Fliegennetz! Mit seinem Sitz ist sie allerdings glücklich, nichts wackelt oder verrutscht. Sie lobt ihn wegen seiner weichen Polster als »ultrabequem«. Sogar der Kinnriemen ist kuschelig gepolstert. Und mit seinen 230 Gramm gehört er zu den leichteren Helmen im Test.

Auch qualitativ wirkt dieses Produkt hochwertig. Die Handhabung – etwa das Verstellen des Drehrads und der Gurtbänder – ist so, wie man es sich wünscht. Kein Wunder, dass er bei Stiftung Warentest und dem ADAC im Jahr 2017 mit »Gut« (1,8) abschnitt und damit den zweiten Platz belegte. Und der Pacer ist ein mitwachsendes Modell bis ins Erwachsenenalter. Unser Fazit: Für wenig Geld kriegen Sie einen wirklich guten und robusten Helm. Wäre dem Hersteller doch bloß ein Licht aufgegangen!

Uvex Kid 3

Auch dem Hartschalenhelm Uvex Kid 3 fehlt die Beleuchtung. Außerdem ist er eines der beiden Modelle, das im Test der Stiftung Warentest und des ADACs nur mit »befriedigend (2,8)« benotet wurde. Für die Punkte Unfallschutz und Hitzebeständigkeit bekam er nur die Note Drei. Enttäuschend für die achtjährige Testerin, die sich in den runden Freestyle-Helm schockverliebt und ihn auf der Stelle zum Testsieger küren will. Für sie gibt es nur noch einen, als sie jubelt: »Endlich mal ein einfarbiger Helm, der nicht so bunt und kitschig aussieht.« Wegen seiner coolen Skaterform ist er einer, der eindeutig auch älteren Kindern gefällt – und ihren trendigen Eltern.

Außerdem gehört das Modell der in Fürth beheimateten Marke Uvex zu den bequemsten, bestsitzendsten Produkten. Auch Gurtbänder, Ratschenverschluss und Drehrad lassen sich einfach handhaben. Alles in allem ein schicker, stabiler Kinderfahrradhelm mit reichlich Belüftungsschlitzen, der allerdings mit 370 Gramm in der obersten Gewichtsklasse mitspielt. Wenn er doch nur noch Insektenschutz und Licht hätte. Schade!

Uvex Air Wing

Sein Marken-Bruder Uvex Air Wing ist die windschnittigere Mountainbike-Version, dafür aber nicht so hip. Unsere beiden Mädchen fanden ihn nicht stylisch genug. Aktiven Jungs – auch gerade den älteren – gefällt er aber bestimmt, zumal es ihn in sieben verschiedenen Streetstyle-Designs gibt.

Die hochwertigen und gut verarbeiteten Helme von Uvex, die in Deutschland entwickelt werden, sind strapazierfähig. Dazu kommen jede Menge Belüftungsschlitze mit dem üblichen Insektennetz vorn, eine problemlose Einstellung der Gurtbänder sowie der Weite mittels Drehrad. Auch Schläfen und Stirn werden gut geschützt. Die Testerinnen bekamen auch den Ratschenverschluss ohne Schwierigkeiten auf und zu. Sein einziges Manko: Ihm fehlt das Rücklicht. Allerdings kann man ihn mit dem Uvex Triangle LED-Licht nachrüsten.

Abus Scraper 3.0 Kid

Der Abus Scraper 3.0 könnte glatt Ironman vom Kopf gefallen sein. Doch den Ansprüchen eines Superhelden wird er nicht so wirklich gerecht. Design und Farbe sind zwar sehr futuristisch und stechen förmlich ins Auge. Auf dem neon-orangenen Helm sind die Luftschlitze – insgesamt vier – sehr schmal und lang, sie erinnern tatsächlich an den Helm von Ironman. Doch darüber hinaus hakt es dann doch an einigen Stellen.

Die Hartschale wirkt schwammig in der Verbindung mit der inneren Schale, sie macht keinen vertrauenswürdigen Eindruck. Zudem sitzt der Helm sehr eng und auf Dauer unbequem an den Schläfen. Dennoch kann man ihn mit dem Gurtsystem nicht wirklich fest am Kopf fixieren, er rutscht. Auch die Stellschraube am Kopfring befindet sich beim Herausdrehen zu eng am Helmrand. So kann man diese Einstellung nur mit einem Daumen bedienen. Die Stellschraube hakt auch recht schnell, sie läuft nicht wirklich rund.

Fragezeichen ruft der Kinderhelm rechts und links auf Höhe der Ohren hervor. Hier kann man offenbar eine Ohrenbedeckung für kältere Jahreszeiten nachrüsten. Doch dazu findet man in der sehr unübersichtlichen Bedienungsanleitung keine klaren Infos – und auch nicht auf der Webseite.

KED Status Junior

Weil der KED Status Junior (Größe M mit 52 bis 59 Zentimeter Kopfumfang) selbst mit der engsten Einstellung am Drehrad für unsere Testerin zu groß ausfällt, befürchten wir anfangs, den Test gleich an dieser Stelle abbrechen zu müssen. Wir hatten jedoch übersehen, dass wir den In-Mold-Helm auch an seinen Innenseiten schmaler stellen können. Als wir es ausprobieren, erweist sich das aber als nicht so einfach. Immer wieder springt der Mini-Haken aus dem letzten Loch. Wir sind genervt vom Gefummel. Erst der Papa der jungen Testerin schafft es, schimpft dabei aber vor sich hin und findet: »Das sollte nicht sein. Bei den anderen Helmen lässt sich die Größe deutlich einfacher einstellen.«

Immerhin passt er anschließend wie angegossen und ist sehr bequem. Sein Gurtband lässt sich leicht verstellen, und die Testerin kriegt ihn problemlos auf und zu. Note eins kriegt der Kinderfahrradhelm made in Germany für sein Doppel-LED-Blinkrücklicht, das simpel auf Fingerdruck an- und ausgeht.

Sein Äußeres ist sehr sportlich, wie ein BMX-Helm, den es in fünf zweifarbigen Varianten zu kaufen gibt. Optisches Manko: Der KED Status Junior sieht extrem wuchtig aus. Er scheint eher für die Rübe eines stattlichen Mannes geeignet zu sein. Auf dem Kinderkopf der Testerin wirkt er jedenfalls überdimensioniert. Dafür wächst dieses Modell garantiert mit.

Was die Sicherheit und Qualität angeht, sind wir zufrieden: Sein abnehmbares Visier schützt die Stirn, auch die Schläfen sind hier sicher. Ein Insektennetz vorne in ein paar Löchern der 19 (!) Ventilationsöffnungen schützt vor Stichen. Preislich gehört der Kinderfahrradhelm qualitativ jedoch eher zur gehobenen Kinderhelm-Preisklasse – nur dass wir ihn mehr auf erwachsenen Köpfen sehen.

Meteor HB6-5

Der Meteor HB6-5 wirkt wie der gleichaltrige Bruder des Einhorns. Bauweise und Bauart sind hier so gut wie identisch. Dieses Modell hier dürfte mit seinem sehr farbenfrohen und wilden Graffiti-Style besonders Jungs ansprechen. Doch auch hier sollte man sich nicht von der Oberfläche beziehungsweise dem Design blenden lassen.

Mit 217,5 Gramm ist der Kinderfahrradhelm in diesem Test zwar ein Leichtgewicht, laut Hersteller dürfte er sogar nur 200 Gramm wiegen. In manchen Bereich tut er sich jedoch wie seine Schwester etwas schwer. Das Gurtsystem ist gut, die Verarbeitung und Bedienfreundlichkeit des Drehknopfes allerdings nur mittelmäßig. Das gilt auch für die äußere Helmschale, die sehr dünn ist und lieblos verarbeitet wurde.

Angenehm sind die zwölf Belüftungsschlitze, die sich groß und klein auf dem gesamten Helm verteilen. Die Innenpolster, sechs an der Zahl, wirken recht dünn und haben sich teilweise schon vor der ersten Radtour gelöst. Alles in einem handelt es sich hier um ein recht günstiges Einsteigermodell, das seinem Preis entsprechend recht wenig zu bieten hat.

Skullcap Kinderfahrradhelm

Besonders Mädchen dürften hier ins Schwärmen geraten: Der Skullcap mit Einhorn sorgt optisch für Begeisterung und lässt die Herzen der Kleinen höher schlagen. Laut Hersteller wurde der Fahrradhelm von Kindern und für Kinder gestaltet.

Mit knapp 200 Gramm ist das Einhorn das absolute Leichtgewicht. Sechs Innenpolster sorgen für Tragekomfort – diese sind zudem wechsel- und waschbar. Die Gurte am Gesicht verfügen über ein EASfit-Verstellsystem (Easy Adjusting System) und können im Gegensatz zum großen Bruder, dem Skullcap für Skateboarder und Radfahrer, überzeugen. Nur der Drehverschluss am Hinterkopf ist etwas rutschig. Das erschwert die Einstellung. Damit die kleinen, rollenden Einhörner nicht überhitzen, wurden insgesamt zwölf Belüftungsschlitze an der Helmoberfläche angebracht, die für Abkühlung sorgen.

Eine Polycarbonat-Hartschale soll für eine harte Oberfläche sorgen. Doch diese ist alles andere als hart, wirkt sehr dünn und billig. Die Innenschale besteht aus EPS-Hartschaum, der bei harten Schlägen wie eine Knautschzone wirken soll. Im Gesamteindruck hinterlässt das Einhorn nicht gerade einen sehr sicheren und stabilen Eindruck, es schwankt hier und da etwas. Leider wurde auch hier bei der Verarbeitung gespart. Design beziehungsweise Einhörner sind eben nicht alles.

Abus Youn-I

Der Abus Youn-I war einer der wenigen Helme, die die Testerin als »unbequem« einstufte. Der Grund? Er ist ihr zu wenig gepolstert. Schade, geht aber halt gar nicht. Vom Sicherheitsaspekt her gibt es dagegen absolut nichts zu meckern: Das deutsche Produkt wurde vom TÜV Rheinland getestet und ist GS-geprüft. Zudem hat das Modell einen tollen Schläfen-, Nacken- und Stirnschutz und besitzt ein LED-Rücklicht mit 180-Grad-Sichtbarkeit sowie Reflektoren. Mit 240 Gramm gehört er auch eher zu den leichteren Helmen.

Der sportliche Kinderfahrradhelm im Biker-Stil gefällt auch Mädchen. Es gibt ihn in zehn Designvarianten, unter anderem auch in Pink, mit Sternen und Herzen. Seine Handhabung ist generell denkbar easy. Dank seiner fünf Luftein- und zwölf Luftauslässe, die durch Strömungskanäle verbunden sind, ist eine gute Ventilation garantiert. Die vorderen Luftlöcher sind mit einem Fliegenschutz versehen. Übrigens kann der Helm, der mit 40 bis 50 Euro nicht gerade günstig ist, auch mitwachsen: Jugendliche oder Frauen mit kleinerem Kopf gehören nämlich ebenfalls zur Zielgruppe.

Skullcap BMX Helm

Unser erster Eindruck: Wow, sieht der schön aus, cool und rund wie ein Skaterhelm. Dann folgt die Enttäuschung, als die Testerin ihn aufzieht: Kennen Sie die Zeichentrickfigur Calimero, dieses schwarze Küken mit der halben Eierschale auf dem Kopf? So sieht die Testerin mit dem Skullcap BMX Helm auf der Rübe aus. Denn der robuste Halbschalenhelm aus Polycarbon, der fest mit der EPS-Innenschale verbunden ist, acht Luftkanälen (ohne Insektenschutz!) hat und der vom Hersteller ab sechs Jahren empfohlen wird, sitzt bei ihr etwas zu hoch. Das muss wohl so sein, ist aber gewöhnungsbedürftig. Obwohl der Kinderfahrradhelm von der Größe her prima passt, scheint der Sitz trotzdem nicht perfekt. Trotzdem empfindet die Prüferin ihn als sehr bequem, weil er dick gepolstert ist. Merkwürdig! Vielleicht würden ihr zusätzliche Pads helfen? Der Hersteller jedenfalls verspricht kostenlose zusätzliche Polster, falls der Helm nicht hundert Prozent passen sollte. Ein guter Service!

Der Kinderfahrradhelm bringt stolze 371 Gramm auf die Waage. Der Drehverschluss am Hinterkopf für die Kopfanpassung hat viel Spielraum. Die Verarbeitung wirkt hier solide und robust, die der der Gurte am Gesicht und deren Einstellsystem aber wenig hochwertig.

Und was uns kurz danach auch prompt ein paarmal passiert: Das Gurtband wird nach der Einstellung von alleine wieder größer. Plötzlich schlackert der Helm hin- und her und ist damit nutzlos. Wenn man sich Kundenbewertungen zu dem Helm ansieht, sind wir wohl nicht die einzigen mit diesem Problem. Was wir wirklich vermissen, sind ein Licht und/oder Reflektoren. Auch die Stirn und Schläfen bedeckt der Kinderhelm bei der Testerin nicht optimal. Den Preis finden wir dagegen fair.

Abus Smiley 2.0

Unsere Testerin fühlte sich wohl mit dem In-Mold-Helm Abus Smiley 2.0 auf dem Kopf, denn das Modell drückt nicht und ist mit reichlich Pölsterchen ausgestattet. Interessanterweise bemängeln einige Kunden jedoch gerade die Passform. Generell falle der Helm auch kleiner aus als angegeben. Also Obacht beim Kauf!

Ansonsten lässt sich der Smiley 2.0, der gerade mal leichte 225 Gramm wiegt und über acht Lufteinlässe mit vorderem Fliegennetz verfügt, unkompliziert bedienen und in der Größe anpassen. Was wir vermissen, ist eine Beleuchtung. Dank Reflektoren sieht man ihn immerhin etwas in der Dunkelheit.

Seine Optik – es sind neun Varianten erhältlich – spricht Jungs wie Mädchen gleichermaßen an. Auch puristische Eltern werden bei den beiden einfarbigen Modellen fündig. Zudem ist sein Preis sehr fair.

Abus Anuky

Einer überzeugt uns im Test nicht so – auch wenn er von Stiftung Warentest und ADAC mit »Gut« (2,3) und bei den Helmen für Kleinkinder sogar als Zweitbester abschnitt. Beim Mikroschalenhelm Abus Anuky fragen wir uns wirklich, warum. Vielleicht reißt es sein LED-Rücklicht, die gute Passform oder die Belüftungsschlitze mit dem Insektenschutz raus? Auch seine Steckschließe können die Testerinnen problemlos selbst öffnen und schließen. Dann aber das K.O.-Kriterium des Helms: Beide Kinder jammern, kaum dass sie ihn eine Minute auf dem Kopf tragen: »Der tut richtig weh, weil er kaum gepolstert ist und der Schädel gegen die Schale drückt.«

Diesen Mikroschalenhelm würden sie keine Sekunde freiwillig aufsetzen. Und das, obwohl er mit rund 230 Gramm ein echtes Fliegengewicht ist. Ob er uns wohl auch deswegen weniger hochwertig erscheint als die anderen Produkte? Leider bedeckt er auch die Schläfen kaum. Vielleicht reißt es ja sein Aussehen raus? Nein! »Hässlich! Für Babys«, schimpfen die beiden Checker unisono. Grundschüler sind damit wohl als Zielgruppe raus.

Nutcase Little Nutty

Optisch der vielleicht Coolste ist der Hartschalenhelm Nutcase Little Nutty aus US-Produktion. Allerdings gefällt der Trendsetter im kurvigen Retro-Look womöglich vor allem uns Eltern. Zumindest mögen die jungen Prüferinnen das hübsch gestreifte Testmodell nicht. »Wieder zu wenig mädchenhaft«, kritteln sie herum. Da es den Nutcase Little Nutty jedoch in zig Varianten und Farben gibt – sogar mit Kuhflecken drauf, findet hier jeder seinen Designfavoriten. Toll, diese Auswahl!

Im Karton des hochwertig verarbeiteten Helms steckt zudem eine Besonderheit: Neben seiner bequemen Polsterung und dem Drehrad zur Weiteneinstellung können zusätzlich noch dickere Schaumstoffpolster per Klettverschluss eingepasst werden – praktisch für kleine Kinderköpfe.

Leider sind die dicken Dinger aber eher unpraktisch. Wir sprechen aus Erfahrung, denn beide Testerinnen haben Helme dieser Marke zuhause: Möchte man sie zum Beispiel wieder rausnehmen, reißt man oft unfreiwillig die Klett-Gegenstücke in der Innenschale heraus. Leider vermissen wir für den Preis ein Rücklicht sowie Insektenschutz. Ein weiteres No-Go: Der Kinderfahrradhelm ist ein echtes Schwergewicht. Mit seinen etwa 400 Gramm wiegt er im Test mit am meisten.

Lixada Helm Kinder

Der Kinderfahrradhelm von Lixada sorgt für Aufsehen. Denn er ist nicht nur eine »normale« Kopfbedeckung für Radfahrer, sondern lässt sich im Handumdrehen zu einem Integralhelm umbauen. Ein Helm, wie ihn Rennfahrer auf zwei Rädern tragen, also echte Dowhnhiller. Dazu steckt man einen ausklappbaren Aufsatz an den Helm auf Höhe der Ohren. Das geht sehr schnell, hält jedoch nicht sehr gut. Der Schutz für Kinn und Gesicht wackelt, sitzt nicht fest und sicher. Auch die Verarbeitung wirkt nicht sehr hochwertig. Der Integralhelm ist also mit Vorsicht zu genießen.

Das gilt auch für den restlichen Helm. Dieser besteht zwar aus einer Mikroschale, die aus einer glatten und festen Oberfläche besteht. Die inneren Werte weisen gewisse Mängel auf. Wie die Innenpolster, die nicht gut halten und sich schnell lösen. Der Drehknopf für den Kopfring sitzt zu nah am Helm und lässt sich dadurch nur schlecht und schwer nach außen drehen. Sehr unpraktisch!

Die Gurtbänder lassen sich gut einstellen, verlaufen jedoch im Helm und stören den Tragekomfort. 13 Belüftungsschlitze sind gut, sorgen für ausreichend Abkühlung. Das ändert jedoch nichts am Gesamtbild des Lixada. Ein Kinderhelm mit guten Ideen und Ansätzen, der jedoch gerade im Bereich Sicherheit und Verarbeitung nicht gut abschneidet.

Fischer Helm Kinder

Viele kleine, weiße Herzen schmücken den roten Fahrradhelm von Fischer. Er besteht aus einer Softschale mit Kunststoff-Überzug, der im Gegensatz zu den Helmen von Casco, O’Neal oder Uvex nicht so robust und solide rüberkommt. Und der eigentlich auch nicht mehr dem aktuellen Standard entspricht. Aber für kleine Rennfahrer ist dieser Helm auch wohl nicht unbedingt gedacht. Er hat zwar 14 Luftschlitze, so viele wie kaum ein anderer Kinderfahrradhelm in diesem Test, die vorn auch über ein Insektennetz verfügen. Vollgas sollte man mit diesem Helm allerdings nicht geben. Warum?

Das Gurtsystem ist nicht sehr hochwertig, verläuft direkt im Helm und lässt sich nur schwer einstellen. Der Kopfring ist zur Hälfte mit einem dünnen Polster umhüllt, das zugleich auch die Innenpolsterung für den Helm darstellt. Eine Kombi, die nicht sehr komfortabel und bequem ist. Das gilt auch für die anderen, recht dünnen Polster. Außerdem ist der Kopfring nicht fest im Helm installiert, er lässt sich rauf und runter bewegen. Dadurch stößt die große Stellschraube schnell an den Helmrand – sehr unpraktisch beim Einstellen des Fahrradhelmes. Und auch unsicher.

Die Stellschraube hat dafür ein besonderes Extra: Sie ist mit einer Batterie ausgestattet und kann rot blinken, als auch leuchten. Dazu prangt hinten ein großer Reflektor am Helm. Damit ist jeder kleine Radfahrer gut sichtbar. Ganz nett: Im Kinderfahrradhelm ist ein kleiner Aufkleber, auf den man seinen Namen schreiben kann.

So haben wir getestet

Wir haben uns in diesem Test auf die Prüfung von Gurtbändern, Kinnriemen- und Weiteneinstellung, Passform, Insektenschutz, Design, Gewicht, Material, Tragekomfort und Sicherheit sowie die Beleuchtung konzentriert.

Eine Prüfung, wie sicher die einzelnen Helme im Fall eines Sturzes sind, konnten wir nicht durchführen. Eine solche Prüfung wäre äußerst aufwändig – und ihre Aussagekraft doch nur begrenzt. Denn im Labor kann man nur sehr eingeschränkt bestimmte Szenarien nachstellen, die im Zweifel wenig mit der Situation bei einem echten Unfall zu tun haben.

Außerdem gleichen sich Fahrradhelme hinsichtlich Aufbau und verwendeter Materialen immer mehr an. Große Unterschiede beim Aufprallschutz sind daher nicht zu erwarten.

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Kinder-Fahrradhelm Test: Kinder Fahrradhelm Alle
Kinder-Fahrradhelm Test: Kinder Fahrradhelm
Kinder-Fahrradhelm Test: Kinder Fahrradhelm Gruppenbild
Kinder-Fahrradhelm Test: Kinderfahrradhelme Gruppenfoto
Kinder-Fahrradhelm Test: Kinder Fahrradhelme Update
Kinder-Fahrradhelm Test: Kinder Fahrradhelme Erste Runde

Am wichtigsten ist, dass überhaupt ein Helm getragen wird – und dass er richtig sitzt. Und das haben wir mit Kindern im Alter von 6 bis 16 Jahren getestet. Dabei wurde auch klar: jeder Kopf ist anders. Daher sollten Sie einen Helm von Ihrem Zögling anprobieren lassen. Denn der beste Helm bringt nichts, wenn er nicht richtig sitzt oder so unbequem zu tragen ist, dass er nicht gerne aufgesetzt wird.

Unsere Empfehlungen sind daher vor allem als Entscheidungshilfe gedacht, welche Sie zuerst ausprobieren sollten. Am Ende müssen Sie entscheiden, mit welchem Ihr Kind am besten zurechtkommt.

Die wichtigsten Fragen

Welcher Fahrradhelm ist der beste?

Der beste Kinder-Fahrradhelm für die meisten Kinder ist der Alpina Ximo Flash. Er überzeugt mit einem leichten Handling, der Beleuchtung, einer guten Sicherheitsbewertung, Qualität und Optik und seinem geringen Gewicht. Außerdem ist er einer der günstigsten Fahrradhelme in unserem Test.

Gibt es eine Helmpflicht für Kinder?

Eine Helmpflicht gibt es in Deutschland nicht, weder für Kinder noch für Erwachsene. Die Polizei empfiehlt aber das Tragen eines Fahrradhelms. Das raten auch wir, da die Verletzungsgefahr groß ist – besonders bei Kindern, die noch unsicher auf dem Fahrrad sind.

Neu oder gebraucht?

Immer neu! Wenn Ihnen die Sicherheit Ihres Kindes wichtig ist, sollten Sie nach einem Sturz auf den Kopf sofort einen neuen Helm kaufen. Auch wenn der Helm äußerlich noch gut aussieht, kann der Helm im Inneren beschädigt sein.  Deshalb verzichten Sie bitte auf den Kauf von gebrauchten Fahrradhelmen.

Soft-, Hart- oder Mikroschalenhelm?

Die besten und sichersten Fahrradhelme verfügen über Mikroschalen-Technik. In einem In-Mold-Verfahren wird expandiertes Polystyrol (EPS), ein Hartschaumstoff mit einer Schicht Hartkunststoff verschweißt. Die schützt das EPS bei einem Aufprall und gleitet besser an einem Hindernis ab.

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 Test: Artboard

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