Der beste Kinderroller

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Kerstin Güntzel

Kerstin Güntzel

arbeitet als Journalistin unter anderem für ELTERN und ELTERN family. Sie hat für die Süddeutsche Zeitung, BILD, Vanity Fair und dpa geschrieben und ist als zweifache Mutter immer auf der Suche nach Dingen, die das Familienleben einfacher machen.

Der beste Kinderroller ist nach wie vor der Micro Scooter, denn er bringt den größten Fahrspaß. Selbst auf unebenem Gelände fährt er sich gut und sicher. Und bremst jederzeit zuverlässig. Er ist sehr solide verarbeitet und überzeugt auch im Langzeittest: In sechs Jahren war er noch nie kaputt.

Update 6. Dezember 2018

Wir haben fünf neue Kinderroller getestet. Schade: Keiner konnte uns überzeugen. Unserem Testsieger, dem Micro Scooter, oder dem Aluminium Scooter No Rules 205 mm können sie schon gar nicht das Wasser reichen.

Tretroller gehören seit Generationen zur Kindheit. Mittlerweile ist ein derartiger Hype um die Fahrzeuge entstanden, dass eine Münchner Schule sogar Alarm schlägt: Weil viele Grundschüler noch nicht alleine zum Unterricht radeln dürfen – sie machen die erforderliche Fahrradprüfung in der Regel erst in der vierten Klasse – kommen sie morgens mit dem Scooter und verursachen ein Park-Chaos.

Rollerständer müssen her – oder besser gleich ein persönlicher Parkplatz für jeden Schüler, wie es in einer anderen Münchner Grundschule bereits Usus ist. Sogar als Hauptverkehrsmittel gelten Trottinetts mittlerweile auf der autofreien Insel Helgoland – denn dort sind nicht mal Fahrräder erlaubt, Tretroller hingegen schon.

Wichtig zu wissen ist, dass man auf die richtige Lenkerhöhe achten muss. Wenn das Kind auf dem Rollerbrett steht, sollte der Lenker ihm bis zum Bauchnabel gehen. Das hat nur Vorteile: Die Kinder stehen fester auf dem Roller und können sich besser vom Boden abstoßen. Außerdem sind sie schneller und ohne große Kraftanstrengung unterwegs – und können das Gleichgewicht besser halten.

Bei diesem Hype freut sich der Kinderarzt, denn das Rollern hält gesund, gibt Muckis in den Beinen, fördert die kindliche Koordinations- und Reaktionsfähigkeit, Geschicklichkeit sowie Motorik. Mit entsprechenden Modellen können deshalb schon problemlos fitte Zweijährige durchstarten.

Oft tun sie das auch um einiges lieber, als zu Fuß zu gehen. Einfach weil Rollern jede Menge Spaß bringt. Netter Nebeneffekt: Schlaue Eltern kommen mit ihren Minis endlich mal ein paar Meter weiter. Experten raten allerdings, dass die Kleinen ihren Gleichgewichtssinn vor dem ersten eigenen Roller auf dem Laufrad trainieren sollten.

Im Test hatten wir zwölf Modelle von günstig bis teuer. Wer lange etwas davon haben will, sollte mehr investieren.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Micro Scooter

Test Kinderroller: Micro Scooter
Der Micro Scooter ist eigentlich kein richtiger Kinderroller, kann aber problemlos vom Kindes- bis ins Erwachsenenalter genutzt werden – er ist ausgesprochen langlebig.

Der Micro Scooter ist ein echter Allrounder: Weil er so leichtgängig und flitzig ist – selbst auf Schotter – kommen schon sportliche Vierjährige mit ihm zurecht und haben dann einen Freund fürs Leben. Denn dieser Roller wächst mit, und man braucht nicht alle paar Jahre ein neues Modell zu kaufen.

Gut & günstig

Authentic Sports & Toys No Rules

Test Kinderroller: Authentic Sports & Toys Aluminium Scooter No Rules 205 mm
Wie praktisch: Das Auf- und Zuklappen ist hier kinderleicht.

Nur knapp am Testsieg vorbei schrabbte der Aluminium Scooter No Rules 205 mm. Er machte einen guten Eindruck, lies sich leicht lenken und ist sehr robust gebaut. Auch die Optik gefiel den jungen Testern gut.

Für den Sieg hat es nicht ganz gereicht, weil der Micro Scooter insgesamt einen etwas besseren Gesamteindruck machte.

Für die Jüngsten

Micro Mini Sporty Kickboard

Test Kinderroller: Micro Mini Sporty Kickboard
Kinder und Eltern wählten diesen Scooter mehrmals zum Spielzeug des Jahres.

Das Micro Mini Sporty Kickboard ist für jüngere Kinder gut geeignet, die das Fahren erstmal üben müssen. Mit seinen drei Rollen steht er sehr stabil und kann nicht seitlich wegkippen – nach vorne allerdings schon, wenn man zu weit vorne auf dem Brett steht. Insgesamt gefiel der Micro Mini unseren Testkindern ausgesprochen gut.

Allerdings ist der Preis für die Zeit, in der man ihn verwenden kann, zu hoch.

Vergleichstabelle

TestsiegerGut & günstigFür die Jüngsten
Modell Micro Scooter Authentic Sports & Toys No Rules Micro Mini Sporty Kickboard Hudora Big Wheel RX-Pro 205 Bikestar Kinderroller 10 Zoll Kettler Zero 8 Kesser City Scooter Globber My Free Primo Plus Scooter Pearl City Roller CR-100.big L.A.Sports Alu-Scooter Urban 230 ABEC7, 13917 Fascol Big Wheel Apollo City Scooter Phantom Pro Big Wheel HSP Himoto Scooter Rollerboard Smoby Trolls Roller
Test Kinderroller: Micro ScooterTest Kinderroller: Authentic Sports & Toys Aluminium Scooter No Rules 205 mmTest Kinderroller: Micro Mini Sporty KickboardTest Kinderroller: Hudora Big Wheel RX-Pro 205Test Kinderroller: Bikestar Kinderroller 10 ZollTest Kinderroller: Kettler Zero 8Test Kinderroller: Kesser City ScooterTest Kinderroller: Globber My Free Primo Plus ScooterTest Kinderroller: Pearl City Roller CR-100.bigTest Kinderroller: L.A.Sports Alu-Scooter Urban 230 ABEC7, 13917Test Kinderroller: Fascol Big WheelTest Kinderroller: Apollo City Scooter Phantom Pro Big WheelTest Kinderroller: HSP Himoto Scooter RollerboardTest Kinderroller: Smoby Trolls Roller
Pro
  • Sehr robust
  • Schönes Design
  • Langlebig
  • Robust
  • Lässt sich leicht lenken
  • Schöne Optik
  • Sehr gutes Fahrgefühl
  • Sehr leicht
  • Gut für Fahranfänger geeignet
  • Sehr solide Verarbeitung
  • Schöne Optik
  • Fährt gut, auch auf Schotterstraßen
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Wird aufgebaut geliefert
  • Sehr ansprechende Optik
  • Mit Tragegurt
  • Kinderleichter Aufbau
  • Easy klappbar
  • Solider Ständer
  • Gut höhenverstellbar und mitwachsend
  • Für kleine Kinder ein guter Einstieg, da er drei Räder hat
  • Sehr leichter Aufbau
  • Rollert gut auf glattem Boden
  • Relativ leichter Aufbau
  • Fahren auf asphaltierten Wegen okay
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Zusammenklappbar
  • Gute Optik
  • Sehr hübsche Optik und große Auswahl bei Farben und Mustern
  • Easy Aufbau
  • Leicht
  • Billig
  • Hübsche Optik
  • Wird fertig aufgebaut geliefert
  • Bremst gut
  • Sehr günstig
Contra
  • Nicht gerade günstig
  • Testsieger macht stabileren Gesamteindruck
  • Griffe sind etwas hart
  • Neigt zum Kippen
  • Nur kurze Zeit verwendbar und dafür zu teuer
  • Unbequem zu fahren
  • Laute Reifengeräusche
  • Scharfe Kanten am Trittbrett
  • Sehr schwer
  • Größe nur mit Werkzeug verstellbar
  • Nicht zusammenklappbar
  • Flatterige Räder
  • Schwer
  • Griffe könnten bequemer sein
  • Zu hohes Trittbrett
  • Schlechte Bremse
  • Nicht besonders geländegängig
  • Lenkstange wacklig
  • Chemiegestank
  • Nicht zusammenklappbar
  • Schwerfällige Lenkung
  • Verarbeitung könnte etwas besser sein
  • Zu hohes Trittbrett
  • Quietschende Hartgummireifen
  • Stinkt nach Chemie
  • Griffe unbequem
  • Sehr schlechtes Fahrverhalten
  • Sehr schwer
  • Zu langes und zu niedriges Trittbrett
  • Rollert laut
  • Nicht geländegängig
  • Bremse schlecht
  • Schwer lenkbar
  • Unbefriedigende Handbremse
  • Montage etwas schwierig
  • Griffe nicht besonders bequem
  • Fragliche Qualität
  • Quietscht bei jeder Bewegung
  • Chemiegestank
  • Ständer unnütz
  • Ungeeignet für unebene Wege
  • Schlechte Qualität
  • Minirollen stoppen abrupt
  • Kippgefahr
  • Schlechte Bremse
  • Nur für ganz kleine Kinder geeignet
  • Trittbrett sehr schmal
  • Sehr kleine Reifen
  • Wackelig und klapprig
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

  Technische Daten anzeigen

So haben wir getestet

Im Vorfeld haben wir die gängigsten und beliebtesten Modelle ausgewählt, darunter ein paar Roller für die Kleinsten. Wir montierten sie, anschließend kamen unsere Mini-Prüfer zum Einsatz: Neben einer sieben- und elfjährigen Testerin rollerten eine Dreijährige, ein Vier-, ein Sechs- und ein Neunjähriger Probe – und zwar sowohl auf Asphalt als auch im Gelände.

Alle Roller aus der ersten Testrunde (von links): Hudora Big Wheel, Micro Scooter, Kettler Zero 8, Deuba, authentic sports, Bikestar, Micro mini, Baytter, Smoby Trolls, Puky R1, Globber My Free Primo Plus, Fascol Big Wheel.

Die älteren Kinder machten sich einen Spaß daraus und malten Bewertungstabellen und vergaben Punkte. Zwei Mütter und vier Väter kommentierten die Fahrten und verrieten uns ihre Langzeiterfahrungen mit eigenen Rollern. Außerdem lasen wir unzählige Internet-Bewertungen und einen – leider sehr veralteten – Test der Stiftung Warentest aus dem Jahr 2001.

 Kinderroller Test: Kinderroller Runde2
Fünf neue Roller ergänzen unsere Testreihe (von links): L.A.Sports Alu-Scooter, Apollo Phantom Pro, Kesser Kinderroller, Pearl Scooter und HSP Himoto.

Immerhin hatten wir zwei der von Stiftung Warentest damals am besten bewerteten Marken ebenfalls im Check – Micro und Hudora. Was uns bei den Scootern positiv auffiel: Im Vergleich zu anderen Kinderprodukttests, wo oft viel Ausschuss dabei ist, überraschten uns viele Roller mit ihrer guten Verarbeitung – auch wenn uns dann die meisten von der Fahrleistung her trotzdem nicht völlig überzeugen konnten.

Sicher fahren mit dem Tretroller

Sicher unterwegs

Mit Scootern kann man richtig losflitzen. Deshalb geht man am besten auf Nummer sicher und setzt seinem Kind einen Fahrradhelm auf – auch wenn es in Deutschland keine Helmpflicht gibt. Für den Anfang und bei den Kleinsten kann man auch überlegen, Knie-, Ellenbogen- und Handgelenkschoner umzuschnallen.

Achten Sie auf die richtige Lenkerhöhe.

Die Größeren werden jedoch erfahrungsgemäß einen Teufel tun, sich diese Dinger anzuziehen. Es dauert ihnen zu lange, ist ihnen zu umständlich – und schlicht zu uncool.

Wichtig ist, dass der Lenker auf die richtige Höhe eingestellt wird, denn das sorgt für mehr Sicherheit auf dem Roller. Bei fast allen Modellen kann man den Lenker stufenlos an die Größe des Kindes anpassen.

Übrigens: Kinder (und Erwachsene) auf Tretrollern haben nichts auf der Straße verloren.

Mit dem Tretroller fährt man auf dem Bürgersteig – nie auf der Straße!

Stattdessen besitzen sie den gleichen Status wie Fußgänger und müssen dieselben Regeln beachten. Dazu gehören Rücksichtnahme und Schrittgeschwindigkeit, wenn gerade mal viel los ist auf dem Gehweg. Aber wenn man ehrlich ist, sieht das in der Praxis, vor allem bei älteren Kindern, ganz anders aus.

Das Drei- oder Vierrad

Für die Kleinsten mit zwei, drei Jahren bieten sich Modelle mit drei Rädern an – eines vorn, zwei hinten. Es gibt auch Varianten mit vier Rädern. Die sind für kleinere Kinder wegen der besseren Standfestigkeit und der größeren Stabilität oft nicht verkehrt.

Allerdings werden einige dieser Starter-Roller über Gewichtsverlagerung gesteuert, ähnlich wie beim Skateboard. Eine anfangs nicht ganz leicht zu lernende Technik. Deshalb scheiden sich daran auch die Geister: Manche Minis lieben diese Bewegungen und scooten bald profimäßig durch die Gegend. Andere können nichts damit anfangen und der Roller landet in der Ecke.

Oft für kleinere Kinder die bessere Wahl

Drei- oder Vierräder sind zudem meist etwas schwerfälliger und weniger wendig, was sich negativ auf den Fahrspaß auswirken kann. Außerdem sind sie oft langsamer, das dürfte allerdings manchen Eltern nur recht sein. Die Knirpse selbst sind meist eh noch nicht an der Geschwindigkeit interessiert, sondern wollen vor allem die Bewegung erlernen.

Das Zweirad

Für Zweiräder brauchen Kinder einen ausgeprägteren Gleichgewichtssinn, was sie in der Regel erst ab etwa vier, fünf Jahren mitbringen. Gesteuert werden diese Scooter meist über einen höhenverstellbaren Lenker und die Gabel. Mit ihnen kann man richtig flitzen, auch weil sie häufig um einiges wendiger sind als mehrrädrige Modelle. Weil man sie außerdem zusammenklappen kann, sind sie superpraktisch für unterwegs.

Gleichgewichtssinn wird geschult

Was die normale Reinigung angeht, sind Roller pflegeleicht: Spülmittel drauf und Schwamm drüber. Top in Schuss bleibt der Scooter jedoch, wenn seine beweglichen Teile von Zeit zu Zeit mit Sprühöl oder Silikonspray geschmiert werden. Hersteller empfehlen auch gerne, dass man vor jeder Fahrt die Bremsen und – gegebenenfalls – den Luftdruck der Reifen checken sollte. Ob das im Alltag umsetzbar ist, sei dahingestellt.

Augen auf beim Rollerkauf

Welcher Roller ist nun der Richtige? Die gleichen Kriterien, auf die wir beim Test geachtet haben, helfen Ihnen auch bei der Anschaffung: Das Alter des Kindes ist ausschlaggebend, aber auch die Reifenanzahl und -art. Soll es eine geländegängige Luftbereifung oder doch lieber das unkaputtbare Gummirad sein?

Eine variable und leichte Höhenanpassung garantiert außerdem Fahrspaß bis ins Erwachsenenalter. Neben der Bewegung an sich ist für Kids vor allem das Design ausschlaggebend. Deswegen unbedingt die Meinung der Kleinen erfragen!

Generell sollte ein Roller mit Bremsen ausgestattet sein, besonders bei schnelleren Modellen für ältere Kinder. Typisch ist die Hinterrad-Reibungsbremse, auf die die kleinen Fahrer einfach mit dem Fuß treten können. Manche Marken sind nur mit Vorderhandbremsen ausgestattet – wie beim Fahrrad.

Bremsen sollte der Roller haben

Und was ist ein K.O.-Kriterium? Ein Trittbrett, dass nicht rutschfest ist – wegen der Unfallgefahr. Auch das Gewicht des Scooters ist eine Überlegung wert: Spätestens wenn man das Gefährt mal mitnehmen will oder es als Mutter bzw. Vater heimtragen muss, wird man ein gewichtigeres Teil verfluchen. Ein Roller sollte sich außerdem einfach zusammenklappen lassen.

Praktisch, weil bei Schmuddelwetter nichts auf die Klamotten spritzt, sind Schutzbleche auf Vorder- und Hinterrad. Wie wir nach zwölfmal Rolleraufbauen wissen, ist auch eine unkomplizierte Montage mit dem nötigen Werkzeug in der Verpackung ein wichtiges Kaufkriterium – neben Preis und Haltbarkeit.

Testsieger: Micro Scooter

Er rollt und rollt und rollt – bei zwei unserer Testkinder schon ihr halbes Kinderleben lang. Denn die Siebenjährige fährt zufällig den weißen Micro Scooter seit drei Jahren, die Elfjährige düst seit sechs Jahren mit dem schwarzen Modell zum Ballett und zur U-Bahn. Wir können bei diesem Modell des Schweizer Herstellers Micro Mobility Systems deshalb guten Gewissens von einem Langzeittest sprechen, den der zweirädrige Roller mit den 200-Millimeter-Hartgummireifen mit Bravour bestanden hat.

Da er für bis zu 100 Kilogramm Gewicht ausgelegt ist, können ihn auch Erwachsene problemlos benutzen. Beide Scooter sehen immer noch aus wie neu, haben keine nennenswerten Lackkratzer und waren trotz fehlender Wartung und Pflege nie kaputt. Selbst die extrem bequemen, schaumstoffgepolsterten Griffe scheinen gerade aus der Fabrik zu kommen – was für super Qualität spricht. Das bestätigt die Elfjährige nach dem Test: »Der Micro Scooter ist einfach der Beste. Er ist am stabilsten, da klappert nichts, und er rollert sehr leise.«

Gut zu fahren und lange benutzbar

Außerdem punktet er mit coolem, zeitlos-schlichtem Design, ist sehr wendig und im Vergleich zu ähnlichen Teilen mit weniger als fünf Kilo relativ leicht. Schnell und geländegängig ist er ebenfalls – da sahen die anderen elf Testprodukte im Vergleich eher schlecht aus. Vorsichtigeren Eltern könnte er vielleicht sogar zu flink daherkommen. Der Roller stoppt jedoch dank robuster, großer Reifen nicht bei jedem Kieselsteinchen abrupt ab. Die Sturzgefahr ist so denkbar gering. Beide Testkinder hatten in all den Jahren mit dem Micro Scooter keinen Unfall. Das liegt womöglich auch an der sicheren Hinterradbremse.

Außerdem angenehm ist das extra tiefliegende Trittbrett: Hier muss man das Bein nicht sehr weit beugen, was Kraft schont und das Gefühl vermittelt, als rolle der Micro fast von alleine. Dank seiner Schutzbleche vorn und hinten hatten die Mädchen nie Dreckspritzer an den Hosen. Übrigens war der Micro Scooter auch bei den drei Jungs (4, 6 und 9) klarer Sieger. Der Sechsjährige sagte: »Der rollt megaleicht, bleibt perfekt in der Spur. Man kann ihn gut lenken, und er ist easy höhenverstellbar. Außerdem hat er einen stabilen Ständer . Und geht wirklich ab.«

Ob Mama Letzteres gerne hört? Egal. Zumal sie sich den Scooter bestimmt selbst gerne ab und an ausleihen wird, weil er auch für ältere Semester jede Menge Fahrspaß bietet. Oder – was noch wichtiger ist – problemlos nach Hause gerollert werden kann, wenn der Nachwuchs keine Lust mehr hat. Da braucht man keinen Tragegurt, der bei Bedarf aber nachgekauft werden kann (auch wenn er für den stolzen Preis eigentlich mitgeliefert werden könnte) – wie übrigens die meisten Ersatzteile.

Was uns weiter für ihn einnimmt? Die mitgelieferten reflektierenden Sticker, um das Gefährt in der Dunkelheit besser zu sehen. Und die einfache Montage, für die das Werkzeug im Karton beilag. Dieses brauchten wir aber gar nicht, weil nur die Lenkstange eingesteckt werden musste.

Kritik

Der Preis des Micro Scooters ist mit knapp 170 Euro ganz schön knackig. Allerdings kriegt man fürs Geld auch Schweizer Wertarbeit und einen mitwachsenden Roller fürs Leben. Was uns bei den Kundenbewertungen auf Amazon überraschte: Gerade zum Thema Materialanfälligkeit kassiert Micro ein paar negative Stimmen, die wir nach jahrelanger Erfahrung mit dem Hersteller nicht nachvollziehen können.

Vielleicht verlassen ja ab und zu Montagsteile das Werk? Das größte Manko liegt für uns ganz wo anders: Der Auf- und Zuklappmechanismus ist dringend verbesserungswürdig. Man muss zwei schwere Verriegelungsknöpfe aus Metall gleichzeitig drücken, die noch dazu gerne mal klemmen. Das ist mühsam, nervig und unpraktisch.

Die Verriegelungsknöpfe beim Micro Scooter. Da wäre eine einfachere Lösung praktischer.
Die Verriegelungsknöpfe beim Micro Scooter. Da wäre eine einfachere Lösung praktischer.

Zudem ist es nicht ungefährlich für zarte Kinderfinger und Mamas Nägel. Hier wird ihm seine hypersolide Verarbeitung zum Verhängnis. Andere Hersteller lösen das unkomplizierter. Der Micro Scooter ist zudem kein Roller für sehr kleine Kinder. Aber schon sportliche Vierjährige werden damit garantiert glücklicher als mit Youngster-Modellen, deren Mini-Räder bei kleinsten Unebenheiten blockieren.

Noch erwähnenswert ist die Kritik einiger Käufer, dass bei Nässe die Bremse nicht mehr zuverlässig funktioniert. Allerdings warnt der Hersteller davor, den Roller bei Regen zu benutzen. Die Testkinder, die teilweise trotzdem auch bei schlechtem Wetter mit ihm unterwegs sind, hatten allerdings noch nie ein Problem.

Alternativen

Der Micro Scooter ist für uns zweifellos der Beste – aber er ist auch der teuerste. Deshalb haben wir uns auch eine günstigere Empfehlung für Sie, ebenfalls eine Kickboard-Variante sowie ein Modell für kleinere Kinder.

Gut & günstig

Authentic Sports & Toys No Rules

Test Kinderroller: Authentic Sports & Toys Aluminium Scooter No Rules 205 mm
Wie praktisch: Das Auf- und Zuklappen ist hier kinderleicht.

Der Aluminium Scooter No Rules 205 mm holt unsere Silbermedaille. Das Zweirad des deutschen Herstellers Authentic Sports & Toys bietet ein super Preis-Leistungsverhältnis und ist eine weit günstigere Alternative zum Testsieger.

Zumal die kleinen Prüfer ihn durch die Bank gut benoteten: Er rollert mühelos und schnell, ist einfach höhenverstellbar und lässt sich leicht lenken. Der Scooter überwindet dank großer Gummiräder mit Kugellager und einer gefederten Vorderradgabel kleinere Unebenheiten problemlos, sieht mit seiner Graffity-Schrift auf dem rutschfesten Trittbrett cool aus, ist mit knapp fünf Kilo nicht zu schwer und hat vorn und hinten Schutzbleche sowie Sicherheitsreflektoren.

Er wirkt relativ robust und bleibt dank seines Ständers zuverlässig stehen. Auch ein Tragegurt ist im Kaufpreis inklusive, und sein Aufbau ist kein Hexenwerk: Die Siebenjährige schaffte es alleine, weil sie nur die Griffe einklinken und den Schlitten des Klappmechanismus nach hinten ziehen musste, um den Lenker hoch zu klappen. Somit erweist sich auch das Auf- und Zumachen als Kinderspiel.

Warum er trotzdem nicht unsere Nummer eins wurde? Weil der Micro Scooter insgesamt einen stabileren Gesamteindruck macht, noch viel runder läuft, gerade im Gelände. Außerdem sind seine Griffe um einiges bequemere und die Bremse ist leistungsfähiger. Die Polsterung der Schaumstoff- und Hartgummi-Griffe des No Rules bemängeln die Kinder zudem als »zu hart«.

Weiter stören sie sich am hinteren Schutzblech des Authentic Sports-Rollers, an dem man sich verletzen könnte. Und: Bereits nach zwei Testfahrten waren ein paar Kratzer im Lack. Der Roller, der Fahrer bis 100 Kilo sicher trägt, ist wie der Micro Scooter für Kinder ab etwa vier, fünf Jahren geeignet, auch wenn der Hersteller ihn frühestens ab sechs empfiehlt. Das finden wir zu vorsichtig.

Für die Jüngsten

Micro Mini Sporty Kickboard

Test Kinderroller: Micro Mini Sporty Kickboard
Kinder und Eltern wählten diesen Scooter mehrmals zum Spielzeug des Jahres.

Unser Tipp für absolute Beginner ist das Micro Mini Sporty Kickboard. Es ist geeignet für Kinder von etwa zwei bis fünf Jahren und ausgelegt für eine Maximalbelastung von 20 Kilo.

Schon beim Auspacken sind wir vom simplen Aufbau begeistert – einfach die Lenkstange einklicken und fertig! Der beiliegende Inbusschlüssel ist da überflüssig. Außerdem sieht der Roller null kindisch aus mit seinem hippen Design ohne Schnickschnack und den sechs Trendtönen zur Auswahl.

Die Dreijährige verguckte sich jedenfalls sofort ins gelbe Testmodell. Nicht nur die Farbe gefiel ihr, sondern auch, dass sie das Dreirad mühelos mit einer Hand herumschleppen kann, wenn es wegen seiner kleinen Rollen auf Gras, Kiesel- oder Pflastersteinen streikt – denn es wiegt nur 1600 Gramm. Das schultern auch Mama und Papa problemlos. Die Dreijährige konnte auf dem elastischen, rutschfesten und glasfaserverstärkten Kunststoff-Trittbrett sogar ein wenig federn, was sie super fand. Nur – wie üblich bei Kickboards – müssen Kinder erst mal den Trick raushaben, wie das Gefährt am besten bewegt werden kann.

Gerade das Lenken und Kurvenfahren fällt beim Micro Mini anfangs nicht leicht. Doch wenn die Zwerge es erst einmal raus haben, sind sie mit dem robusten, leisen Roller in gewohnt guter Qualität flott und wendig unterwegs. Zum Stoppen gibt es eine tüchtige und leicht zu bedienende Hinterradbremse. Nicht umsonst wählten Kinder und Eltern den Micro Mini bereits mehrfach zum Spielzeug des Jahres.

Seine Lenkstange lässt sich nicht in der Größe verstellen – die Höhe bleibt fix auf 67 Zentimetern. Dafür kann man den Lenker aber zum Transport rasch abmontieren und erhält so zwei handliche Teile. Was uns am Micro Mini überhaupt nicht gefällt? Sein Preis ist kein Schnäppchen, vor allem für die paar Jahre.

Außerdem rollerte der Bruder der Dreijährigen länger auf dem blauen Micro Mini, bevor er das Kickboard an seine Schwester vererbte. Der Vater weiß deshalb: »Der Scooter, der wegen seiner drei Räder im Ruhezustand standfest ist und stabil wirkt, kippt leider ab und zu, wenn sich das Kind beim Fahren zu weit vorn aufs Trittbrett stellt.«

Außerdem getestet

Hudora Big Wheel RX-Pro 205

Auf den ersten Blick zählte der Hudora Big Wheel RX-Pro 205 zu unseren Favoriten:
Die meisten Internet-Bewertungen für das Zweirad fallen sehr gut aus. Sein Preis ist fair, die Verarbeitung des deutschen Herstellers solide. Man kann schnittig und flott scooten, der Roller ist problemlos höhenverstellbar, wirklich leicht, und die kleinen Prüfer fanden ihn in allen fünf Farben optisch ansprechend. Doch auch auf die Gefahr hin, die große Hudora-Fangemeinde zu verärgern: Unsere Testkinder, die ja die Qual der Wahl hatten, überzeugte er trotzdem nicht. Am meisten störten sie »die megalauten Geräusche der Räder« und dass er beim Fahren klappriger wirkte als zum Beispiel der Testsieger.

Die Kinder taten sich auch teilweise weh an den scharfen Kanten des Trittbretts. Der Lenker schien ihnen etwas instabil. Und während der Hudora auf Asphalt »okay« rollte, sei er trotz großer Reifen nicht besonders geländegängig. Außerdem kritisierten sie seine Schaumstoffpolsterung an den Griffen als »ziemlich hart und auf Dauer unbequem«.

Bikestar Kinderroller 10 Zoll

Der Bikestar Kinderroller 10 Zoll ist die Harley unter den Scootern:
Tatsächlich gibt es beim Bikestar auf den ersten Blick nichts zu meckern. Der Scooter fährt dank seiner Luftbereifung solide, vor allem auch in unwegsamem Gelände oder auf Schotterstraßen. Seine Verarbeitung ist 1A. Doch nun das fette Aber: Dieses Modell ist wirklich – sorry – sauschwer. Es wiegt über sechs Kilo. Gerade für Minis ein K.O.-Kriterium. Zum Verstellen der Größe braucht man Werkzeug, was unterwegs unpraktisch ist. Das ist leider nicht gerade alltagstauglich – zumal der Bikestar sich nicht zusammenklappen lässt, und so sein Transport im Auto nur bei leerem Kofferraum möglich wird.

Auch sein Seitenständer lässt sich ziemlich schwer bedienen. Schließlich moniert die elfjährige Testerin: »Die Luftreifen haben bestimmt – wie beim Fahrrad – immer mal wieder einen Platten.«

Der erste Eindruck, als wir den Kettler Zero 8 aus dem Karton hieven: Der Aluminiumroller ist kein Leichtgewicht. Tatsächlich wiegt er über fünf Kilo. Der zweite Eindruck: Freu! Er wird schon aufgebaut geliefert, wir müssen nur noch die Griffe reinstecken, was so leicht ist, dass es die Siebenjährige ruckzuck erledigt.

Praktisch ist der im Preis enthaltene Tragegurt. Und auch das Auf- und Zuklappen funktioniert simpel, indem man nur am Hebel zieht. Die Optik des weißen Modells mit den orangen großen Rädern spricht die Tester ebenfalls an: »Sehr stylisch!« Auch sonst ist vieles da: Schutzbleche, praktischer Ständer, zufriedenstellende Hinterradbremse …

Nachteile: Seine Räder sind etwas flattrig und er bleibt nicht in der Spur. Auch auf unebener Strecke kann seine Fahrleistung nicht mithalten.

Die jungen Prüfer bemängeln weiter, dass die Griffe beim längeren Rollern bequemer sein könnten. Selbst in der Verarbeitung wirkt der Kettler ein wenig »klappriger« als etwa unser Testsieger. Die Kinder finden die Lenkung auch etwas wacklig. Am meisten nervt sie die Lautstärke der Räder: »Echt heavy.« Dafür ist sein Preis zu hoch.

Kesser City Scooter

Unter den fünf neuen Kinderrollern im Test, die uns allesamt nicht begeistern konnten, gefällt uns der Kesser City Scooter ab rund 35 Euro noch am meisten. Erstens ist sein Aufbau kinderleicht, sodass das auch meine Töchter (8 und 13) ohne Probleme hinkriegen, denn das zusammengeklappte Gerät kommt schon so gut wie fertig bei uns an. Deswegen brauchen wir die deutsche Bedienungsanleitung erst gar nicht. Um die Lenkstange aufzurichten oder wieder zusammenzuklappen, ziehen sie einfach einen Hartplastikhebel, der in der Fachsprache Schnellspanner heißt, nach oben und lassen den Aluminiumlenker einrasten. Danach klinken sie die beiden Griffe ein. Das wars schon.

Der Ständer, der sich leicht mit dem Fuß bedienen lässt, hält richtig gut. Außerdem lässt sich der Roller mit ABEC7 Kugellager und Umhängegurt einfach höhenverstellen. Seine große Reichweite von 80 bis 105 Zentimetern macht ihn zum mitwachsenden Modell, das auch Mama mal fahren kann. Der Scooter ist super zu lenken. Auf flachem, glattem Untergrund rollt der Kesser zuverlässig. Allerdings sind wir hier schon bei der ersten Einschränkung: Die eher schmalen, wenn auch riesigen Hartgummiräder sind nicht besonders geländegängig. Vor allem auf Kies und kleinen Unebenheiten wird es wacklig. Weiter bemängeln die Testkinder, dass die Lenkstange sich viel zu leicht und zu stark dreht. Dadurch fühlen sie sich unterwegs ein wenig unsicher.

Unangenehm fiel ihnen, neben dem Chemiegestank beim Auspacken, vor allem das rutschfeste Trittbrett auf, dass sogar der 13-Jährigen mit ihren 1,67 Meter zu hoch war! Besonders die Achtjährige und ihre neunjährige Freundin hatten deswegen Schwierigkeiten zu bremsen. Sie mussten sich extrem ausbalancieren – nur um trotzdem fast umzukippen – also nichts für kleine Kinder! Auch die Griffe empfinden die Kids als etwas zu hart und unbequem. Ein No-Go ist für uns aber die Hinterradreibungsbremse. »Finde ich gar nicht gut«, sagt die Achtjährige. Denn sie greift nicht richtig und der Fahrer rollt weiter, wenn auch immer langsamer. Die Optik mit dem Tiger auf dem Trittbrett, die den Kindern nicht besonders gefiel, ist hingegen Geschmackssache. Zudem gibt es drei weitere Design- und Farb-Alternativen. Das Gesamtergebnis reicht jedenfalls nicht für eine Empfehlung.

Globber My Free Primo Plus Scooter

Der My Free Primo Plus Scooter des französischen Herstellers Globber, ein Dreirad, spielt in der gleichen Liga wie das Micro Mini Sporty Kickboard – zumindest was die Zielgruppe angeht: Er ist gedacht für allererste Rollerversuche von etwa drei bis sechs Jahren und für ein Maximal-Gewicht von 50 Kilo. Es kann aber nicht ganz mit dem Micro Mini mithalten. Die Testkinder bemängeln vor allem seine schwerfälligere Lenkung und die fehlende Wendigkeit, die der um einiges leichtere Micro Mini besser hinkriege.
Das gelte auch für die Hinterradbremse und die Griffe aus Hartgummi, die auf Dauer unbequem wären. Außerdem kommt er uns nicht ganz so robust verarbeitet vor wie sein Konkurrent.

Leider weist er auch die Mankos des Micro Minis auf: Es besteht ebenfalls die Gefahr, dass die Kleinen nach vorn über kippen. Und er lässt sich nicht zusammenklappen, man muss ihn zum Transport in zwei Teile zerlegen.

Pearl City Roller CR-100.big

Erfreulich einfach erweist sich der Aufbau des Pearl City Roller CR-100.big: nur den Schnellspanner hochziehen, um die Lenkstange aufzurichten, Schrauben ein bisschen fester drehen – fertig. Allerdings beschweren sich ein paar Amazon-Kunden über den schwergängigen Klappmechanismus. Und leider stinkt der Pearl City Roller CR-100.big (inklusive Trageriemen und deutscher Bedienungsanleitung) anfangs unangenehm nach Chemie. Sein grün-schwarzes Skater-Design finden die Mädels »normal«. Als nicht normal empfinden wir es, dass die Gummireifen beim Fahren dermaßen quietschen. Zwar rollert das Gerät auf glattem Untergrund gut, aber bei kleinen Hindernissen und Unebenheiten stockt es merklich. Generell fühlt sich das Gefährt ein wenig grob an. Auch die Federung lässt zu wünschen übrig – trotz des ABEC-7-Kugellagers. Die Kinder spüren jedes Steinchen. Was wir doof finden: Der Roller fällt für keine Altersklasse wirklich befriedigend aus. Das rutschfeste Trittbrett finden wir für Kinder bis zehn Jahren zu hoch und unbequem. Aber wegen seiner Lenkstange, die nicht höher als 90 Zentimeter eingestellt werden kann, ist er wiederum nur für Kinder bis etwa zehn Jahre geeignet. Das Konzept ist nicht stimmig. Und: Die harten Plastikgriffe sind nicht besonders bequem.

L.A.Sports Alu-Scooter Urban 230 ABEC7, 13917

Unser Test fängt gut an. Denn der Aufbau des L.A.Sports Alu-Scooter Urban 230 ABEC7, 13917 erweist sich als erfreulich leicht. Zumindest, nachdem wir herausgefunden haben, dass wir zum Auf- und Zuklappen nur eine kurze Stange hoch- bzw. runterschieben müssen. Ansonsten ist dieser Roller mit etwa fünf Kilo erstaunlich schwer. Und deshalb nichts für kleine Kinder. Dazu kommt: Der Scooter ist verdammt lang – wie ein Streetboard. Selbst die 13-Jährige kommt mit diesem gigantischen Ausmaß nur schwer klar. Der Roller selbst fährt sich okay, wenn auch etwas flattrig. Für unebene Böden können wir ihn jedoch nicht empfehlen: Er ist nicht wirklich geländegängig und rollert sehr laut. Unsere jungen Tester fühlen sich auf dem L.A.Sports Alu-Scooter Urban 230 ABEC7, 13917 recht unsicher. Weitere Mankos: Seine Griffe sind »ungemütlich« (O-Ton Testkinder), und der harte Ständer nur schwer mit dem Fuß zu bedienen. Besser funktioniert es manuell. Allerdings hält der Ständer auch dann nur, wenn wir ihn perfekt ausrichten, da er sonst wieder nach hinten klappt. Nicht gerade fingernagelfreundlich.

Das Trittbrett mit Anti-Rutsch-Tape fällt zu niedrig aus, was zur Folge hat, dass der Scooter abrupt abstoppt, wenn er über einen größeren Stein oder eine plötzliche Erhebung fährt. Und die Hinterradfußbremse aus Stahl ist einfach nur schlecht. Sie erfüllt ihre Aufgabe so gut wie gar nicht. Das dürfte man aber eigentlich für stolze 80 Euro erwarten.

Fascol Big Wheel

Test Kinderroller: Fascol Big Wheel

Keine Preise gefunden.

Auch bei der Montage des Fascol Kinderrollers Big Wheel gibt’s Probleme.
Eine Schraube fällt ab – und wir wissen bis heute nicht, wo sie hingehört. Dann kriegen wir die Lenkstange nicht gerade. Erst als wir kapieren, dass eine Drehschraube, die der Sicherung dienen soll, die korrekte Ausrichtung behindert und wir sie entfernen müssen, funktioniert’s. Auch die Tester finden bei diesem Kickboard mehr Mängel als Vorzüge: Der Scooter lasse sich schwer lenken und sei in den Kurven nicht besonders wendig. Es gebe bequemere Griffe. Und während die Hinterradbremse ihren Zweck erfülle, greife die Handbremse nicht gut.

Was für ihn spricht: Er sieht in allen drei Farben – Blau, Rot und Grün – cool aus, lässt sich schnell und einfach zusammenklappen, und seine Verarbeitung wirkt hochwertig.

Apollo City Scooter Phantom Pro Big Wheel

»Ihhh«, schreien die Kinder, als wir den Apollo City Scooter Phantom Pro Big Wheel aus der Verpackung nehmen. Von den fünf neuen Kinderrollern im Test ist dieses Modell tatsächlich die größte Chemiekeule, zumindest dem Gestank nach zu urteilen. Doch nach dem Geruchsgau jauchzen die Mädchen gleich erfreut: »Der ist ja schön.« Mit seinen türkisfarbenen Rädern und dem türkis-schwarzen Muster haben die Designer den Geschmack der Tester getroffen. Toll auch, dass es ihn in vielen anderen Farben und Designs gibt. Wie schön, auch sein Aufbau gestaltet sich easy. Wir ziehen einfach die Lenkstange mit dem Schnellspanner hoch und klicken die bequemen Griffe ein.

Das war’s dann aber auch schon mit unserer Begeisterung. Als die Achtjährige sich auf den immerhin schön leichten Roller schwingt, quietscht er nervig bei jeder Bewegung – und macht zudem sofort ein seltsames Schleifgeräusch. Wir unterziehen ihn einer gründlichen Untersuchung und stellen fest: Die Bremse schleift an einem Plastikteil, das eine Delle hat. Deshalb rollert der Scooter nicht flott. Wir drücken die Beule wieder glatt und halten das Thema für erledigt. Kurz verschwindet das Geräusch auch, der Roller fährt viel besser. Müssen die Mädchen jedoch bremsen, taucht das Problem jedes Mal wieder auf. Die Fahrt wird also ständig gedrosselt, und wir müssen das Kunststoffteil immer wieder zurechtbiegen. »Das geht gar nicht« und »Schlechte Qualität!« höre ich uns Tester fluchen. Den Apollo City Scooter Phantom Pro Big Wheel, der einen Tragegurt inklusive hat, würden wir unter normalen Bedingungen sofort wieder zurückgeben. Und auch falls wir ein Montagsmodell erwischt haben: Einige Amazon-Kunden kritisieren ebenfalls seine Qualität – von den Kugellagern über die Bremse bis hin zum Klappmechanismus.

Leider geht unsere Mängelliste weiter. Die Lenkstange wackelt unsolide. Der Ständer, den wir mehr schlecht als recht mit dem Fuß bedienen können, nützt nichts, weil der Roller trotzdem viel zu leicht umkippt. Und Unebenheiten wie Kies oder Gras kann das Gefährt nicht wirklich handeln.

HSP Himoto Scooter Rollerboard

Das HSP Himoto Scooter Rollerboard ist eine Katastrophe. Seine einzigen drei Pluspunkte? Es ist leicht. Es kostet so gut wie nichts. Und: »Es sieht geil aus, weil es knallblau ist«, sagt die 13-Jährige, die anschließend jedoch das Problem unseres Testmodells auf den Punkt bringt: »Es sieht aber auch voll nach schlechter Qualität aus und fühlt sich klapprig an.« Seine Minirädchen sind zwar eventuell auch dazu gedacht, Stunts in Skateparks zu vollführen, das würde ich meinen Kindern damit allerdings nie erlauben, denn beim kleinsten Hindernis bleiben die Rollen hängen. So ein abrupter Stopp ist ja nicht ungefährlich. Selbst das normale Rollern beurteilen die Testkinder mit »schrecklich«. Sie bemängeln, dass das Gerät nicht gerade fährt, zu schnell kippt, vorne stark wackelt, dabei quietscht und sehr laut rollert. An Fahren auf Gras ist gar nicht zu denken. Die Bremse greift zu allem Übel ebenfalls nicht gut.

So geht es weiter: Seine bequemen Schaumstoffgriffe sind viel zu kurz. Genau wie das Trittbrett, das noch dazu zu schmal ausfällt. Selbst die Achtjährige hat darauf keinen Platz mehr. Deshalb ist der Scooter, wenn überhaupt, nur ein Gefährt für ganz kleine Kinder – auch, weil die Lenkstange nur bis maximal etwa 73 Zentimeter verstellbar ist.

Der Aufbau gestaltet sich immerhin einfach. Zumindest wenn man ihn einmal kapiert hat! Zunächst haben wir jedenfalls keine Ahnung, wie man die Lenkstange hochklappt. Doof auch, dass nur die französische Gebrauchsanleitung beiliegt. Schließlich erkennen wir, dass wir die Schraube rausnehmen, in ein anderes Loch stecken und festdrehen müssen. Unser Fazit: Dieses Rollerboard-Ding kann man sich wirklich sparen.

Smoby Trolls Roller

Außer, dass der Smoby Trolls Roller mit rund 25 Euro supergünstig ist, sein pinkfarbenes Trolls-Comic-Design vor allem die kleinen Testerinnen magisch anzieht, das er schon fertig aufgebaut aus der Packung kommt und zuverlässig bremst, können wir leider kein gutes Haar an diesem Roller lassen: Erstmal nervt es, dass er keinen Ständer hat und daher immer irgendwo im Weg herumliegt. Und egal ob Trittfläche (extrem schmal), Lenkung (flattrig) oder Klappsystem (schwierig) – sämtliche Testkinder stellten dem Smoby schlechte Noten aus. Hinzu kommt, dass das Fahrzeug durch seine Mini-Räder wackelig unterwegs ist, die Spur nicht hält und recht gerne mal blockiert, sobald ein klitzekleines Hindernis auf dem Weg liegt.

Die Enttäuschung der Tester nach der Probefahrt war groß. Die Ältere: »Das ist kein so ein guter Roller. Mit dem kann man nicht richtig flitzen.« Insgesamt wirkt der Smoby recht klapprig und nicht besonders hochwertig, wie auch die Mutter der Dreijährigen feststellt: »Der scheppert extrem beim Fahren!« Außerdem fiel ihre Tochter während der Testfahrten gleich zweimal hin.

Hier muss man natürlich festhalten, dass sie nicht der Altersempfehlung von fünf Jahren entspricht.

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Kommentare

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Iris
Iris

Micro Scooter hat schon mein Enkel und er ist begeistert, überlege gerade meiner Enkelin auch einen als Weihnachtsgeschenk zu kaufen 👍

Petra Geist
Petra Geist

Wir haben den Micro scooter und den hudora. Ich persönlich mag den micro meine große Tochter liebt den hudora

Sandra Limbach
Sandra Limbach

Puki roller ist für meinen sohn 5 noch zu schwer

Daniela Breuer
Daniela Breuer

Micro ist sein Geld wert

Maren Lehmann
Maren Lehmann

Meine Tochter und ich haben beide einen Micro … einfach der Beste, jeden Euro wert

Alexandra Stumm
Alexandra Stumm

Wir haben den Puky Roller ich finde ihn klasse! Mein Sohn liebt ihn!

Jasmin Heekerens
Jasmin Heekerens

Tom Perignon wolltet ihr Greta nicht einen kaufen? Da kann der Artikel interessant für euch sein

Tanja Wi
Tanja Wi

Wir haben auch einen Dreirad Roller ist ein Nachbau von Micro ist komplett gleich nur viel weniger kostet dieser

Luiese Lotte
Luiese Lotte

Mein Neffe fährt mit einem alt bekannten Holzroller

Monika Swoboda
Monika Swoboda

Ganz schön teuer

Teona Khelil Piolia
Teona Khelil Piolia

Wir haben auch Mini-Micro meine 2 Jährige Tochter ist begeistert und fährt seit Monaten damit.

Bone Kanone
Bone Kanone

Wir lieben auch unsere Micro-Roller