Der beste Kinderroller

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Der beste Kinderroller ist der Micro Scooter, denn er bringt den größten Fahrspaß. Selbst auf unebenem Gelände fährt er sich gut und sicher. Und bremst jederzeit zuverlässig. Er ist sehr solide verarbeitet und überzeugt auch im Langzeittest: In sechs Jahren war er noch nie kaputt.

Update 15. Mai 2018

Der Baytter Kinderscooter ist leider nicht mehr verfügbar. Deshalb können wir ihn auch nicht weiter empfehlen.

Tretroller gehören seit Generationen zur Kindheit. Mittlerweile ist ein derartiger Hype um die Fahrzeuge entstanden, dass eine Münchner Schule sogar Alarm schlägt: Weil viele Grundschüler noch nicht alleine zum Unterricht radeln dürfen – sie machen die erforderliche Fahrradprüfung in der Regel erst in der vierten Klasse – kommen sie morgens mit dem Scooter und verursachen ein Park-Chaos.

Rollerständer müssen her – oder besser gleich ein persönlicher Parkplatz für jeden Schüler, wie es in einer anderen Münchner Grundschule bereits Usus ist. Sogar als Hauptverkehrsmittel gelten Trottinetts mittlerweile auf der autofreien Insel Helgoland – denn dort sind nicht mal Fahrräder erlaubt, Tretroller hingegen schon.

Wichtig zu wissen ist, dass man auf die richtige Lenkerhöhe achten muss. Wenn das Kind auf dem Rollerbrett steht, sollte der Lenker ihm bis zum Bauchnabel gehen. Das hat nur Vorteile: Die Kinder stehen fester auf dem Roller und können sich besser vom Boden abstoßen. Außerdem sind sie schneller und ohne große Kraftanstrengung unterwegs – und können das Gleichgewicht besser halten.

Bei diesem Hype freut sich der Kinderarzt, denn das Rollern hält gesund, gibt Muckis in den Beinen, fördert die kindliche Koordinations- und Reaktionsfähigkeit, Geschicklichkeit sowie Motorik. Mit entsprechenden Modellen können deshalb schon problemlos fitte Zweijährige durchstarten.

Oft tun sie das auch um einiges lieber, als zu Fuß zu gehen. Einfach weil Rollern jede Menge Spaß bringt. Netter Nebeneffekt: Schlaue Eltern kommen mit ihren Minis endlich mal ein paar Meter weiter. Experten raten allerdings, dass die Kleinen ihren Gleichgewichtssinn vor dem ersten eigenen Roller auf dem Laufrad trainieren sollten.

Im Test hatten wir zwölf Modelle von günstig bis teuer. Wer lange etwas davon haben will, sollte mehr investieren.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Micro Scooter

Test Kinderroller: Micro Scooter
Der Micro Scooter ist eigentlich kein richtiger Kinderroller, kann aber problemlos vom Kindes- bis ins Erwachsenenalter genutzt werden – er ist ausgesprochen langlebig.

Der Micro Scooter ist ein echter Allrounder: Weil er so leichtgängig und flitzig ist – selbst auf Schotter – kommen schon sportliche Vierjährige mit ihm zurecht und haben dann einen Freund fürs Leben. Denn dieser Roller wächst mit, und man braucht nicht alle paar Jahre ein neues Modell zu kaufen.

Gut & günstig

Authentic Sports & Toys No Rules

Test Kinderroller: Authentic Sports & Toys Aluminium Scooter No Rules 205 mm
Wie praktisch: Das Auf- und Zuklappen ist hier kinderleicht.

Nur knapp am Testsieg vorbei schrabbte der Aluminium Scooter No Rules 205 mm. Er machte einen guten Eindruck, lies sich leicht lenken und ist sehr robust gebaut. Auch die Optik gefiel den jungen Testern gut.

Für den Sieg hat es nicht ganz gereicht, weil der Micro Scooter insgesamt einen etwas besseren Gesamteindruck machte.

Für die Jüngsten

Micro Mini Sporty Kickboard

Test Kinderroller: Micro Mini Sporty Kickboard
Kinder und Eltern wählten diesen Scooter mehrmals zum Spielzeug des Jahres.

Das Micro Mini Sporty Kickboard ist für jüngere Kinder gut geeignet, die das Fahren erstmal üben müssen. Mit seinen drei Rollen steht er sehr stabil und kann nicht seitlich wegkippen – nach vorne allerdings schon, wenn man zu weit vorne auf dem Brett steht. Insgesamt gefiel der Micro Mini unseren Testkindern ausgesprochen gut.

Allerdings ist der Preis für die Zeit, in der man ihn verwenden kann, zu hoch.

Vergleichstabelle

TestsiegerGut & günstigFür die Jüngsten
Modell Micro Scooter Authentic Sports & Toys No Rules Micro Mini Sporty Kickboard Hudora Big Wheel RX-Pro 205 Bikestar Kinderroller 10 Zoll Kettler Zero 8 Globber My Free Primo Plus Scooter Puky R1 Deuba Scooter Fascol Big Wheel Smoby Trolls Roller
Test Kinderroller: Micro ScooterTest Kinderroller: Authentic Sports & Toys Aluminium Scooter No Rules 205 mmTest Kinderroller: Micro Mini Sporty KickboardTest Kinderroller: Hudora Big Wheel RX-Pro 205Test Kinderroller: Bikestar Kinderroller 10 ZollTest Kinderroller: Kettler Zero 8Test Kinderroller: Globber My Free Primo Plus ScooterTest Kinderroller: Puky R1Test Kinderroller: Deuba ScooterTest Kinderroller: Fascol Big WheelTest Kinderroller: Smoby Trolls Roller
Pro
  • Sehr robust
  • Schönes Design
  • Langlebig
  • Robust
  • Lässt sich leicht lenken
  • Schöne Optik
  • Sehr gutes Fahrgefühl
  • Sehr leicht
  • Gut für Fahranfänger geeignet
  • Sehr solide Verarbeitung
  • Schöne Optik
  • Fährt gut, auch auf Schotterstraßen
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Wird aufgebaut geliefert
  • Sehr ansprechende Optik
  • Mit Tragegurt
  • Für kleine Kinder ein guter Einstieg, da er drei Räder hat
  • Große Räder
  • Gut verarbeitet
  • Ersatzteile können nachgekauft werden
  • Sehr günstig
  • Einfach zusammenklappbar
  • Mit Tragegurt
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Zusammenklappbar
  • Gute Optik
  • Wird fertig aufgebaut geliefert
  • Bremst gut
  • Sehr günstig
Contra
  • Nicht gerade günstig
  • Testsieger macht stabileren Gesamteindruck
  • Griffe sind etwas hart
  • Neigt zum Kippen
  • Nur kurze Zeit verwendbar und dafür zu teuer
  • Unbequem zu fahren
  • Laute Reifengeräusche
  • Scharfe Kanten am Trittbrett
  • Sehr schwer
  • Größe nur mit Werkzeug verstellbar
  • Nicht zusammenklappbar
  • Flatterige Räder
  • Schwer
  • Griffe könnten bequemer sein
  • Nicht zusammenklappbar
  • Schwerfällige Lenkung
  • Verarbeitung könnte etwas besser sein
  • Lenker um 360 Grad drehbar
  • Für kleine Kinder zu schwer
  • Komplette Montage nötig
  • Wirkt etwas klapprig
  • Räder sind laut
  • Montage etwas schwierig
  • Griffe nicht besonders bequem
  • Trittbrett sehr schmal
  • Sehr kleine Reifen
  • Wackelig und klapprig
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

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So haben wir getestet

Im Vorfeld haben wir zwölf der gängigsten und beliebtesten Modelle ausgewählt, darunter ein paar Roller für die Kleinsten. Wir montierten sie, anschließend kamen unsere Mini-Prüfer zum Einsatz: Neben einer sieben- und elfjährigen Testerin rollerten eine Dreijährige, ein Vier-, ein Sechs- und ein Neunjähriger Probe – und zwar sowohl auf Asphalt als auch im Gelände.

Alle Roller aus dem Test (von links): Hudora Big Wheel, Micro Scooter, Kettler Zero 8, Deuba, authentic sports, Bikestar, Micro mini, Baytter, Smoby Trolls, Puky R1, Globber My Free Primo Plus, Fascol Big Wheel.

Die älteren Kinder machten sich einen Spaß daraus und malten Bewertungstabellen und vergaben Punkte. Zwei Mütter und vier Väter kommentierten die Fahrten und verrieten uns ihre Langzeiterfahrungen mit eigenen Rollern. Außerdem lasen wir unzählige Internet-Bewertungen und einen – leider sehr veralteten – Test der Stiftung Warentest aus dem Jahr 2001.

Immerhin hatten wir zwei der von Stiftung Warentest damals am besten bewerteten Marken ebenfalls im Check – Micro und Hudora. Was uns bei den Scootern positiv auffiel: Im Vergleich zu anderen Kinderprodukttests, wo oft viel Ausschuss dabei ist, überraschten uns viele Roller mit ihrer guten Verarbeitung – auch wenn uns dann die meisten von der Fahrleistung her trotzdem nicht völlig überzeugen konnten.

Sicher fahren mit dem Tretroller

Sicher unterwegs

Mit Scootern kann man richtig losflitzen. Deshalb geht man am besten auf Nummer sicher und setzt seinem Kind einen Fahrradhelm auf – auch wenn es in Deutschland keine Helmpflicht gibt. Für den Anfang und bei den Kleinsten kann man auch überlegen, Knie-, Ellenbogen- und Handgelenkschoner umzuschnallen.

Achten Sie auf die richtige Lenkerhöhe.

Die Größeren werden jedoch erfahrungsgemäß einen Teufel tun, sich diese Dinger anzuziehen. Es dauert ihnen zu lange, ist ihnen zu umständlich – und schlicht zu uncool.

Wichtig ist, dass der Lenker auf die richtige Höhe eingestellt wird, denn das sorgt für mehr Sicherheit auf dem Roller. Bei fast allen Modellen kann man den Lenker stufenlos an die Größe des Kindes anpassen.

Übrigens: Kinder (und Erwachsene) auf Tretrollern haben nichts auf der Straße verloren.

Mit dem Tretroller fährt man auf dem Bürgersteig – nie auf der Straße!

Stattdessen besitzen sie den gleichen Status wie Fußgänger und müssen dieselben Regeln beachten. Dazu gehören Rücksichtnahme und Schrittgeschwindigkeit, wenn gerade mal viel los ist auf dem Gehweg. Aber wenn man ehrlich ist, sieht das in der Praxis, vor allem bei älteren Kindern, ganz anders aus.

Das Drei- oder Vierrad

Für die Kleinsten mit zwei, drei Jahren bieten sich Modelle mit drei Rädern an – eines vorn, zwei hinten. Es gibt auch Varianten mit vier Rädern. Die sind für kleinere Kinder wegen der besseren Standfestigkeit und der größeren Stabilität oft nicht verkehrt.

Allerdings werden einige dieser Starter-Roller über Gewichtsverlagerung gesteuert, ähnlich wie beim Skateboard. Eine anfangs nicht ganz leicht zu lernende Technik. Deshalb scheiden sich daran auch die Geister: Manche Minis lieben diese Bewegungen und scooten bald profimäßig durch die Gegend. Andere können nichts damit anfangen und der Roller landet in der Ecke.

Oft für kleinere Kinder die bessere Wahl

Drei- oder Vierräder sind zudem meist etwas schwerfälliger und weniger wendig, was sich negativ auf den Fahrspaß auswirken kann. Außerdem sind sie oft langsamer, das dürfte allerdings manchen Eltern nur recht sein. Die Knirpse selbst sind meist eh noch nicht an der Geschwindigkeit interessiert, sondern wollen vor allem die Bewegung erlernen.

Das Zweirad

Für Zweiräder brauchen Kinder einen ausgeprägteren Gleichgewichtssinn, was sie in der Regel erst ab etwa vier, fünf Jahren mitbringen. Gesteuert werden diese Scooter meist über einen höhenverstellbaren Lenker und die Gabel. Mit ihnen kann man richtig flitzen, auch weil sie häufig um einiges wendiger sind als mehrrädrige Modelle. Weil man sie außerdem zusammenklappen kann, sind sie superpraktisch für unterwegs.

Gleichgewichtssinn wird geschult

Was die normale Reinigung angeht, sind Roller pflegeleicht: Spülmittel drauf und Schwamm drüber. Top in Schuss bleibt der Scooter jedoch, wenn seine beweglichen Teile von Zeit zu Zeit mit Sprühöl oder Silikonspray geschmiert werden. Hersteller empfehlen auch gerne, dass man vor jeder Fahrt die Bremsen und – gegebenenfalls – den Luftdruck der Reifen checken sollte. Ob das im Alltag umsetzbar ist, sei dahingestellt.

Augen auf beim Rollerkauf

Welcher Roller ist nun der Richtige? Die gleichen Kriterien, auf die wir beim Test geachtet haben, helfen Ihnen auch bei der Anschaffung: Das Alter des Kindes ist ausschlaggebend, aber auch die Reifenanzahl und -art. Soll es eine geländegängige Luftbereifung oder doch lieber das unkaputtbare Gummirad sein?

Eine variable und leichte Höhenanpassung garantiert außerdem Fahrspaß bis ins Erwachsenenalter. Neben der Bewegung an sich ist für Kids vor allem das Design ausschlaggebend. Deswegen unbedingt die Meinung der Kleinen erfragen!

Generell sollte ein Roller mit Bremsen ausgestattet sein, besonders bei schnelleren Modellen für ältere Kinder. Typisch ist die Hinterrad-Reibungsbremse, auf die die kleinen Fahrer einfach mit dem Fuß treten können. Manche Marken sind nur mit Vorderhandbremsen ausgestattet – wie beim Fahrrad.

Bremsen sollte der Roller haben

Und was ist ein K.O.-Kriterium? Ein Trittbrett, dass nicht rutschfest ist – wegen der Unfallgefahr. Auch das Gewicht des Scooters ist eine Überlegung wert: Spätestens wenn man das Gefährt mal mitnehmen will oder es als Mutter bzw. Vater heimtragen muss, wird man ein gewichtigeres Teil verfluchen. Ein Roller sollte sich außerdem einfach zusammenklappen lassen.

Praktisch, weil bei Schmuddelwetter nichts auf die Klamotten spritzt, sind Schutzbleche auf Vorder- und Hinterrad. Wie wir nach zwölfmal Rolleraufbauen wissen, ist auch eine unkomplizierte Montage mit dem nötigen Werkzeug in der Verpackung ein wichtiges Kaufkriterium – neben Preis und Haltbarkeit.

Testsieger: Micro Scooter

Er rollt und rollt und rollt – bei zwei unserer Testkinder schon ihr halbes Kinderleben lang. Denn die Siebenjährige fährt zufällig den weißen Micro Scooter seit drei Jahren, die Elfjährige düst seit sechs Jahren mit dem schwarzen Modell zum Ballett und zur U-Bahn. Wir können bei diesem Modell des Schweizer Herstellers Micro Mobility Systems deshalb guten Gewissens von einem Langzeittest sprechen, den der zweirädrige Roller mit den 200-Millimeter-Hartgummireifen mit Bravour bestanden hat.

Da er für bis zu 100 Kilogramm Gewicht ausgelegt ist, können ihn auch Erwachsene problemlos benutzen. Beide Scooter sehen immer noch aus wie neu, haben keine nennenswerten Lackkratzer und waren trotz fehlender Wartung und Pflege nie kaputt. Selbst die extrem bequemen, schaumstoffgepolsterten Griffe scheinen gerade aus der Fabrik zu kommen – was für super Qualität spricht. Das bestätigt die Elfjährige nach dem Test: »Der Micro Scooter ist einfach der Beste. Er ist am stabilsten, da klappert nichts, und er rollert sehr leise.«

Gut zu fahren und lange benutzbar

Außerdem punktet er mit coolem, zeitlos-schlichtem Design, ist sehr wendig und im Vergleich zu ähnlichen Teilen mit weniger als fünf Kilo relativ leicht. Schnell und geländegängig ist er ebenfalls – da sahen die anderen elf Testprodukte im Vergleich eher schlecht aus. Vorsichtigeren Eltern könnte er vielleicht sogar zu flink daherkommen. Der Roller stoppt jedoch dank robuster, großer Reifen nicht bei jedem Kieselsteinchen abrupt ab. Die Sturzgefahr ist so denkbar gering. Beide Testkinder hatten in all den Jahren mit dem Micro Scooter keinen Unfall. Das liegt womöglich auch an der sicheren Hinterradbremse.

Außerdem angenehm ist das extra tiefliegende Trittbrett: Hier muss man das Bein nicht sehr weit beugen, was Kraft schont und das Gefühl vermittelt, als rolle der Micro fast von alleine. Dank seiner Schutzbleche vorn und hinten hatten die Mädchen nie Dreckspritzer an den Hosen. Übrigens war der Micro Scooter auch bei den drei Jungs (4, 6 und 9) klarer Sieger. Der Sechsjährige sagte: »Der rollt megaleicht, bleibt perfekt in der Spur. Man kann ihn gut lenken, und er ist easy höhenverstellbar. Außerdem hat er einen stabilen Ständer . Und geht wirklich ab.«

Ob Mama Letzteres gerne hört? Egal. Zumal sie sich den Scooter bestimmt selbst gerne ab und an ausleihen wird, weil er auch für ältere Semester jede Menge Fahrspaß bietet. Oder – was noch wichtiger ist – problemlos nach Hause gerollert werden kann, wenn der Nachwuchs keine Lust mehr hat. Da braucht man keinen Tragegurt, der bei Bedarf aber nachgekauft werden kann (auch wenn er für den stolzen Preis eigentlich mitgeliefert werden könnte) – wie übrigens die meisten Ersatzteile.

Was uns weiter für ihn einnimmt? Die mitgelieferten reflektierenden Sticker, um das Gefährt in der Dunkelheit besser zu sehen. Und die einfache Montage, für die das Werkzeug im Karton beilag. Dieses brauchten wir aber gar nicht, weil nur die Lenkstange eingesteckt werden musste.

Kritik

Der Preis des Micro Scooters ist mit knapp 170 Euro ganz schön knackig. Allerdings kriegt man fürs Geld auch Schweizer Wertarbeit und einen mitwachsenden Roller fürs Leben. Was uns bei den Kundenbewertungen auf Amazon überraschte: Gerade zum Thema Materialanfälligkeit kassiert Micro ein paar negative Stimmen, die wir nach jahrelanger Erfahrung mit dem Hersteller nicht nachvollziehen können.

Vielleicht verlassen ja ab und zu Montagsteile das Werk? Das größte Manko liegt für uns ganz wo anders: Der Auf- und Zuklappmechanismus ist dringend verbesserungswürdig. Man muss zwei schwere Verriegelungsknöpfe aus Metall gleichzeitig drücken, die noch dazu gerne mal klemmen. Das ist mühsam, nervig und unpraktisch.

Die Verriegelungsknöpfe beim Micro Scooter. Da wäre eine einfachere Lösung praktischer.
Die Verriegelungsknöpfe beim Micro Scooter. Da wäre eine einfachere Lösung praktischer.

Zudem ist es nicht ungefährlich für zarte Kinderfinger und Mamas Nägel. Hier wird ihm seine hypersolide Verarbeitung zum Verhängnis. Andere Hersteller lösen das unkomplizierter. Der Micro Scooter ist zudem kein Roller für sehr kleine Kinder. Aber schon sportliche Vierjährige werden damit garantiert glücklicher als mit Youngster-Modellen, deren Mini-Räder bei kleinsten Unebenheiten blockieren.

Noch erwähnenswert ist die Kritik einiger Käufer, dass bei Nässe die Bremse nicht mehr zuverlässig funktioniert. Allerdings warnt der Hersteller davor, den Roller bei Regen zu benutzen. Die Testkinder, die teilweise trotzdem auch bei schlechtem Wetter mit ihm unterwegs sind, hatten allerdings noch nie ein Problem.

Alternativen

Der Micro Scooter ist für uns zweifellos der Beste – aber er ist auch der teuerste. Deshalb haben wir uns auch eine günstigere Empfehlung für Sie, ebenfalls eine Kickboard-Variante sowie ein Modell für kleinere Kinder.

Gut & günstig

Authentic Sports & Toys No Rules

Test Kinderroller: Authentic Sports & Toys Aluminium Scooter No Rules 205 mm
Wie praktisch: Das Auf- und Zuklappen ist hier kinderleicht.

Der Aluminium Scooter No Rules 205 mm holt unsere Silbermedaille. Das Zweirad des deutschen Herstellers Authentic Sports & Toys bietet ein super Preis-Leistungsverhältnis und ist eine weit günstigere Alternative zum Testsieger.

Zumal die kleinen Prüfer ihn durch die Bank gut benoteten: Er rollert mühelos und schnell, ist einfach höhenverstellbar und lässt sich leicht lenken. Der Scooter überwindet dank großer Gummiräder mit Kugellager und einer gefederten Vorderradgabel kleinere Unebenheiten problemlos, sieht mit seiner Graffity-Schrift auf dem rutschfesten Trittbrett cool aus, ist mit knapp fünf Kilo nicht zu schwer und hat vorn und hinten Schutzbleche sowie Sicherheitsreflektoren.

Er wirkt relativ robust und bleibt dank seines Ständers zuverlässig stehen. Auch ein Tragegurt ist im Kaufpreis inklusive, und sein Aufbau ist kein Hexenwerk: Die Siebenjährige schaffte es alleine, weil sie nur die Griffe einklinken und den Schlitten des Klappmechanismus nach hinten ziehen musste, um den Lenker hoch zu klappen. Somit erweist sich auch das Auf- und Zumachen als Kinderspiel.

Warum er trotzdem nicht unsere Nummer eins wurde? Weil der Micro Scooter insgesamt einen stabileren Gesamteindruck macht, noch viel runder läuft, gerade im Gelände. Außerdem sind seine Griffe um einiges bequemere und die Bremse ist leistungsfähiger. Die Polsterung der Schaumstoff- und Hartgummi-Griffe des No Rules bemängeln die Kinder zudem als »zu hart«.

Weiter stören sie sich am hinteren Schutzblech des Authentic Sports-Rollers, an dem man sich verletzen könnte. Und: Bereits nach zwei Testfahrten waren ein paar Kratzer im Lack. Der Roller, der Fahrer bis 100 Kilo sicher trägt, ist wie der Micro Scooter für Kinder ab etwa vier, fünf Jahren geeignet, auch wenn der Hersteller ihn frühestens ab sechs empfiehlt. Das finden wir zu vorsichtig.

Für die Jüngsten

Micro Mini Sporty Kickboard

Test Kinderroller: Micro Mini Sporty Kickboard
Kinder und Eltern wählten diesen Scooter mehrmals zum Spielzeug des Jahres.

Unser Tipp für absolute Beginner ist das Micro Mini Sporty Kickboard. Es ist geeignet für Kinder von etwa zwei bis fünf Jahren und ausgelegt für eine Maximalbelastung von 20 Kilo.

Schon beim Auspacken sind wir vom simplen Aufbau begeistert – einfach die Lenkstange einklicken und fertig! Der beiliegende Inbusschlüssel ist da überflüssig. Außerdem sieht der Roller null kindisch aus mit seinem hippen Design ohne Schnickschnack und den sechs Trendtönen zur Auswahl.

Die Dreijährige verguckte sich jedenfalls sofort ins gelbe Testmodell. Nicht nur die Farbe gefiel ihr, sondern auch, dass sie das Dreirad mühelos mit einer Hand herumschleppen kann, wenn es wegen seiner kleinen Rollen auf Gras, Kiesel- oder Pflastersteinen streikt – denn es wiegt nur 1600 Gramm. Das schultern auch Mama und Papa problemlos. Die Dreijährige konnte auf dem elastischen, rutschfesten und glasfaserverstärkten Kunststoff-Trittbrett sogar ein wenig federn, was sie super fand. Nur – wie üblich bei Kickboards – müssen Kinder erst mal den Trick raushaben, wie das Gefährt am besten bewegt werden kann.

Gerade das Lenken und Kurvenfahren fällt beim Micro Mini anfangs nicht leicht. Doch wenn die Zwerge es erst einmal raus haben, sind sie mit dem robusten, leisen Roller in gewohnt guter Qualität flott und wendig unterwegs. Zum Stoppen gibt es eine tüchtige und leicht zu bedienende Hinterradbremse. Nicht umsonst wählten Kinder und Eltern den Micro Mini bereits mehrfach zum Spielzeug des Jahres.

Seine Lenkstange lässt sich nicht in der Größe verstellen – die Höhe bleibt fix auf 67 Zentimetern. Dafür kann man den Lenker aber zum Transport rasch abmontieren und erhält so zwei handliche Teile. Was uns am Micro Mini überhaupt nicht gefällt? Sein Preis ist kein Schnäppchen, vor allem für die paar Jahre.

Außerdem rollerte der Bruder der Dreijährigen länger auf dem blauen Micro Mini, bevor er das Kickboard an seine Schwester vererbte. Der Vater weiß deshalb: »Der Scooter, der wegen seiner drei Räder im Ruhezustand standfest ist und stabil wirkt, kippt leider ab und zu, wenn sich das Kind beim Fahren zu weit vorn aufs Trittbrett stellt.«

Außerdem getestet

Hudora Big Wheel RX-Pro 205

Auf den ersten Blick zählte der Hudora Big Wheel RX-Pro 205 zu unseren Favoriten:
Die meisten Internet-Bewertungen für das Zweirad fallen sehr gut aus. Sein Preis ist fair, die Verarbeitung des deutschen Herstellers solide. Man kann schnittig und flott scooten, der Roller ist problemlos höhenverstellbar, wirklich leicht, und die kleinen Prüfer fanden ihn in allen fünf Farben optisch ansprechend.

Doch auch auf die Gefahr hin, die große Hudora-Fangemeinde zu verärgern: Unsere Testkinder, die ja die Qual der Wahl hatten, überzeugte er trotzdem nicht. Am meisten störten sie »die megalauten Geräusche der Räder« und dass er beim Fahren klappriger wirkte als zum Beispiel der Testsieger.

Die Kinder taten sich auch teilweise weh an den scharfen Kanten des Trittbretts. Der Lenker schien ihnen etwas instabil. Und während der Hudora auf Asphalt »okay« rollte, sei er trotz großer Reifen nicht besonders geländegängig. Außerdem kritisierten sie seine Schaumstoffpolsterung an den Griffen als »ziemlich hart und auf Dauer unbequem«.

Bikestar Kinderroller 10 Zoll

Der Bikestar Kinderroller 10 Zoll ist die Harley unter den Scootern:
Tatsächlich gibt es beim Bikestar auf den ersten Blick nichts zu meckern. Der Scooter fährt dank seiner Luftbereifung solide, vor allem auch in unwegsamem Gelände oder auf Schotterstraßen. Seine Verarbeitung ist 1A.

Doch nun das fette Aber: Dieses Modell ist wirklich – sorry – sauschwer. Es wiegt über sechs Kilo. Gerade für Minis ein K.O.-Kriterium. Zum Verstellen der Größe braucht man Werkzeug, was unterwegs unpraktisch ist.
Leider nicht gerade alltagstauglich – zumal der Bikestar sich nicht zusammenklappen lässt, und so sein Transport im Auto nur bei leerem Kofferraum möglich wird.

Auch sein Seitenständer lässt sich ziemlich schwer bedienen. Schließlich moniert die elfjährige Testerin: »Die Luftreifen haben bestimmt – wie beim Fahrrad – immer mal wieder einen Platten.«

Der erste Eindruck, als wir den Kettler Zero 8 aus dem Karton hieven:
Dieser Aluminium-Roller ist kein Leichtgewicht. Tatsächlich wiegt er über fünf Kilo. Der zweite Eindruck: Freu! Er wird schon aufgebaut geliefert, wir müssen nur noch die Griffe reinstecken, was so leicht ist, dass es die Siebenjährige ruckzuck erledigt.

Praktisch ist der im Preis enthaltene Tragegurt. Und auch das Auf- und Zuklappen funktioniert simpel, indem man nur am Hebel zieht. Die Optik des weißen Modells mit den orangen großen Rädern spricht die Tester ebenfalls an: »Sehr stylisch!« Auch sonst ist vieles da: Schutzbleche, praktischer Ständer, zufriedenstellende Hinterradbremse …

Nachteile: Seine Räder sind etwas flattrig und er bleibt nicht in der Spur. Auch auf unebener Strecke kann seine Fahrleistung nicht mithalten.
Die jungen Prüfer bemängeln weiter, dass die Griffe beim längeren Rollern bequemer sein könnten. Selbst in der Verarbeitung wirkt der Kettler ein wenig »klappriger« als etwa unser Testsieger. Die Kinder finden die Lenkung auch etwas wacklig. Am meisten nervt sie die Lautstärke der Räder: »Echt heavy.« Dafür ist sein Preis zu hoch.

Globber My Free Primo Plus Scooter

Der My Free Primo Plus Scooter des französischen Herstellers Globber, ein Dreirad, spielt in der gleichen Liga wie das Micro Mini Sporty Kickboard – zumindest was die Zielgruppe angeht:
Er ist gedacht für allererste Rollerversuche von etwa drei bis sechs Jahren und für ein Maximal-Gewicht von 50 Kilo. Es kann aber nicht ganz mit dem Micro Mini mithalten.

Die Testkinder bemängeln vor allem seine schwerfälligere Lenkung und die fehlende Wendigkeit, die der um einiges leichtere Micro Mini besser hinkriege.
Das gelte auch für die Hinterradbremse und die Griffe aus Hartgummi, die auf Dauer unbequem wären. Außerdem kommt er uns nicht ganz so robust verarbeitet vor wie sein Konkurrent.

Leider weist er auch die Mankos des Micro Minis auf: Es besteht ebenfalls die Gefahr, dass die Kleinen nach vorn über kippen. Und er lässt sich nicht zusammenklappen, man muss ihn zum Transport in zwei Teile zerlegen.

Die große Puky-Fangemeinde im Internet beurteilt den Puky R1 weitgehend sehr gut. Für uns jedoch überwiegen die Nachteile. Kein Testkind ist wirklich vom Roller angetan und Eltern sind schon beider Montage genervt, weil kein Inbusschlüssel beiliegt.

Doch sein größtes Problem: Der Puky ist mit 3,3 Kilo für die ganz Kleinen wahnsinnig schwer und unhandlich.
Der Vater der kleinen Testerin ist ebenfalls nicht begeistert: »Obwohl das Dreirad so robust und standfest aussieht, kippt es relativ schnell. Weil es so schwer ist, kriegt meine Tochter es nur mit Mühe wieder hoch.«

Außerdem kann sich seine Lenkstange komplett um 360 Grad drehen, was die Fahrt gefährlich machen kann – zumal der Puky keine Bremse hat. Ganz günstig ist er zudem auch nicht.
Für ihn spricht aber, dass er dank dem großen Vorderreifen mühelos über Unebenheiten hinweg kommt, sehr gut verarbeitet ist und Ersatzteile nachgekauft werden können.

Deuba Scooter

Test Kinderroller: Deuba Scooter

Keine Preise gefunden.

Beim Scooter von Deuba gucken wir beim Aufbau noch dümmer aus der Wäsche als beim Puky:
Denn während die meisten Test-Modelle so gut wie zusammengebaut ankommen, müssen wir hier beide Räder anschrauben. Das nervt mich als Besitzerin zweier linker Hände gewaltig. Schrei ich eben meinem Mann. Von wegen! Er, der ganze Wohnungen renovierte, scheitert fast an diesem Roller. Und wütet: »Es ist viel zu wenig Platz vorhanden, um das Vorderrad einzubauen. Noch dazu verschiebt sich die Öffnung des inneren Radgewindes ständig, und ich kriege die Schraube nicht durch. «

Mit Kritik halten auch die Testkinder nicht hinter dem Berg: »Er wirkt nicht so gut verarbeitet und klapprig. Die Kanten sind zu scharf, man kann sich dran schneiden. Auch seine Kunststoff-Griffe fühlen sich nicht angenehm an. Am meisten stören uns seine lauten Räder und die unstabile Lenkung.«

Das Trittbrett findet selbst die Elfjährige zu hoch. Man benötige dadurch beim Rollern zu viel Kraft. Das Zusammenklappen geht dagegen denkbar einfach. Auch der Ständer, die Hinterradbremse und der mitgelieferte Tragegurt erfüllen ihren Dienst. Und: Der Deuba ist für etwas mehr als 30 Euro ein Schnäppchen.

Auch bei der Montage des Fascol Kinderrollers Big Wheel gibt’s Probleme.
Eine Schraube fällt ab – und wir wissen bis heute nicht, wo sie hingehört. Dann kriegen wir die Lenkstange nicht gerade. Erst als wir kapieren, dass eine Drehschraube, die der Sicherung dienen soll, die korrekte Ausrichtung behindert und wir sie entfernen müssen, funktioniert’s.

Auch die Tester finden bei diesem Kickboard mehr Mängel als Vorzüge: Der Scooter lasse sich schwer lenken und sei in den Kurven nicht besonders wendig. Es gebe bequemere Griffe. Und während die Hinterradbremse ihren Zweck erfülle, greife die Handbremse nicht gut.

Was für ihn spricht: Er sieht in allen drei Farben – Blau, Rot und Grün – cool aus, lässt sich schnell und einfach zusammenklappen, und seine Verarbeitung wirkt hochwertig.

Smoby Trolls Roller

Außer, dass der Smoby Trolls Roller mit rund 25 Euro supergünstig ist, sein pinkfarbenes Trolls-Comic-Design vor allem die kleinen Testerinnen magisch anzieht, das er schon fertig aufgebaut aus der Packung kommt und zuverlässig bremst, können wir leider kein gutes Haar an diesem Roller lassen: Erstmal nervt es, dass er keinen Ständer hat und daher immer irgendwo im Weg herumliegt.

Und egal ob Trittfläche (extrem schmal), Lenkung (flattrig) oder Klappsystem (schwierig) – sämtliche Testkinder stellten dem Smoby schlechte Noten aus. Hinzu kommt, dass das Fahrzeug durch seine Mini-Räder wackelig unterwegs ist, die Spur nicht hält und recht gerne mal blockiert, sobald ein klitzekleines Hindernis auf dem Weg liegt.

Die Enttäuschung der Tester nach der Probefahrt war groß. Die Ältere: »Das ist kein so ein guter Roller. Mit dem kann man nicht richtig flitzen.« Insgesamt wirkt der Smoby recht klapprig und nicht besonders hochwertig, wie auch die Mutter der Dreijährigen feststellt: »Der scheppert extrem beim Fahren!« Außerdem fiel ihre Tochter während der Testfahrten gleich zweimal hin.

Hier muss man natürlich festhalten, dass sie nicht der Altersempfehlung von fünf Jahren entspricht.

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Kommentare

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Petra Geist
Petra Geist

Wir haben den Micro scooter und den hudora. Ich persönlich mag den micro meine große Tochter liebt den hudora

Sandra Limbach
Sandra Limbach

Puki roller ist für meinen sohn 5 noch zu schwer

Daniela Breuer
Daniela Breuer

Micro ist sein Geld wert

Maren Lehmann
Maren Lehmann

Meine Tochter und ich haben beide einen Micro … einfach der Beste, jeden Euro wert

Alexandra Stumm
Alexandra Stumm

Wir haben den Puky Roller ich finde ihn klasse! Mein Sohn liebt ihn!

Jasmin Heekerens
Jasmin Heekerens

Tom Perignon wolltet ihr Greta nicht einen kaufen? Da kann der Artikel interessant für euch sein

Tanja Wi
Tanja Wi

Wir haben auch einen Dreirad Roller ist ein Nachbau von Micro ist komplett gleich nur viel weniger kostet dieser

Luiese Lotte
Luiese Lotte

Mein Neffe fährt mit einem alt bekannten Holzroller

Monika Swoboda
Monika Swoboda

Ganz schön teuer

Teona Khelil Piolia
Teona Khelil Piolia

Wir haben auch Mini-Micro meine 2 Jährige Tochter ist begeistert und fährt seit Monaten damit.

Bone Kanone
Bone Kanone

Wir lieben auch unsere Micro-Roller