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Der beste Kontaktgrill

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Kontaktgrill Test: Kontaktgrill Praxis
Sebastian Jentsch

Sebastian Jentsch

ist Technik-Journalist und lebt im Umland von Berlin. Als ehemaliger Redaktionsleiter von Notebookjournal und derzeitiger Bereichsleiter Consumer bei Notebookcheck schreibt er seit zehn Jahren über mobile Technik, vor allem Notebooks, Smartphones und Tablets. Seinen Ausgleich holt er sich in Küche und Garten, weshalb Haushaltsprodukte ebenfalls in seinem Fokus stehen.

Wir haben 11 Kontaktgrills getestet. Der beste ist für uns der Tefal OptiGrill+ GC712D. Er bestimmt selbst die optimale Garzeit anhand der Dicke des Grillgutes. Der aktuelle Garpunkt wird farbig angezeigt, so kann für jeden die Wunschkonsistenz ausgegeben werden.

Grillen kann man das ganze Jahr. Wenn die Grillsaison im Garten beendet ist, steht der elektrische Grill bereit, und der ist im Falle eines Kontaktgrills sogar für drinnen tauglich. Darin sind die Vorzüge aber nicht erschöpft: Kontaktgrills sind platzsparend, benötigen im Vergleich wenig Energie und rösten und braten mit wenig Fett. Damit sind die Geräte für Fleischliebhaber ebenso geeignet wie für Toast- oder Gemüse-Fans.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Tefal OptiGrill+ GC712D

Test Kontaktgrill: Tefal OptiGrill+ GC7148
Der OptiGrill berechnet automatisch die exakte Garzeit, gibt akustische Meldungen und hat eine visuelle, farbliche Anzeige.

Der Tefal OptiGrill+ GC712D ist nicht nur stabil konstruiert und hat abnehmbare Grillplatten, er hat zudem sechs Programme, in welchen er die Grillzeit anhand der Dicke des Grillgutes selbst bestimmt. Mit akustischen und visuellen Hinweisen weist er auf den aktuellen Garzustand hin oder verkündet, wenn es entnommen werden sollte.

Die manuelle Bedienung ohne Programm ist auch möglich. Eine deutlich nach vorn geneigte Grillfläche sorgt für ein zügiges Ablaufen überschüssigen Fetts sowie für kräftige Grillstreifen. Damit ist der OptiGrill+ CC7148 das richtige Modell für alle, die zügig zum perfekten Ergebnis kommen möchten.

Manuell grillen

Caso DG 2000

Kontaktgrill Test: Bildschirmfoto 2020 10 01 Um 10.03.37
Temperatur und Garzeit kann man hier selbst bestimmen. Das Gerät ist robust und mit Timer und abnehmbaren Platten ausgestattet.

Der Caso DG 2000 ist perfekt für Könner, die selbst abschätzen wollen, wann ihr Steak noch roh oder schon medium ist. Der Caso hat keinerlei Programme: Sie stellen die Temperatur und auf Wunsch einen Timer ein – fertig. Die Heizelemente sind in den Platten integriert, die Aufheizzeit ist deshalb kurz und die Temperatur kann exakt justiert werden.

Der Caso ist robust gebaut. Die abnehmbaren Platten passen in die Spülmaschine und das Tropfgefäß sitzt wie eine Schublade im Gerät. Der DG 2000 ist die erste Wahl für komplett selbstbestimmtes Grillen.

Für große Mengen

Steba PG 4.4

Tefal und Caso sind sehr gute Geräte, doch wenn z. B. acht Gäste kommen, streichen sie die Segel: Die Platten sind einfach zu klein. Hier kommt der Steba PG 4.4 ins Spiel, dort passen sechs Sandwiches oder zehn Currywürste auf einen Schlag drauf.

Die dicken Grillplatten benötigen lange zum Aufheizen, doch dafür sinkt die Temperatur nicht drastisch ab, wenn sechs kalte Steaks aufgelegt werden. Das verkürzt unterm Strich die Zubereitungszeit.

Für kleine Mengen

Aigostar Hitte 30HFA

Test Kontaktgrill: Aigostar Hett 30HHJ
Für den Single-Haushalt. Das Gerät arbeitet bei niedrigen und mittleren Temperaturen ideal.

Wenn Sie Ihr Sandwich sowieso meist allein toasten, ist der kleine und günstige Aigostar Hitte 30HFA die beste Wahl. Er ist mit 200 Grad ausreichend heiß, scharfes Anbraten mit deutlichen Grillstreifen ist aber nicht seine Stärke. Dafür können Sie Gemüse auch mit niedrigeren Temperaturen schonend garen, ein Drehwahl-Thermostat macht es möglich.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerManuell grillenFür große MengenFür kleine Mengen
ModellTefal OptiGrill+ GC712DCaso DG 2000Steba PG 4.4Aigostar Hitte 30HFATefal OptiGrill Elite GC750DTefal OptiGrill Deluxe GC707Tefal Inicio GC241DBosch TFB4402VTZS First Austria FA-5344-2George Foreman 25030-56Aigostar Hett 30HHJ
Test Kontaktgrill: Tefal OptiGrill+ GC7148Kontaktgrill Test: Bildschirmfoto 2020 10 01 Um 10.03.37Test Kontaktgrill: Steba PG 4.4Test Kontaktgrill: Aigostar Hett 30HHJTest Kontaktgrill: Tefal OptiGrill EliteKontaktgrill Test: Tefal Optigrill 707Test Kontaktgrill: Tefal Inicio GC241DTest Kontaktgrill: Bosch TFB4402VTest Kontaktgrill: TZS First Austria FA-5344-2Test Kontaktgrill: George Foreman 25030-56Test Kontaktgrill: Aigostar Hett 30HHJ
Pro
  • Garzeit wird nach Typ und Dicke berechnet
  • Garstufe mit akustischem Signal
  • Fett läuft schnell ab, deutliche Neigung, Haltepunkte
  • Solide und schwer
  • Einfache Reinigung durch entnehmbare Platten
  • Timer mit Abschaltung und Restzeit
  • Gerät äußerlich sehr warm, aber kein Verbrennen
  • Fetttank integriert (Schublade)
  • Einfache Reinigung durch entnehmbare Platten
  • XL-Grillfläche 851 cm²
  • Dicke Platten für konstante Temperaturen
  • Solide gebaut
  • Einfache Reinigung durch niedrige Rillen
  • Schieberegler für Temperatur
  • Höhenfixierung verhindert Zerdrücken von weichem Bratgut
  • Temperatur am Drehknopf
  • Ideal für kleine Mengen, Single-Haushalte
  • Ausreichend Solide
  • Tropfwanne hinten
  • Garzeit wird nach Typ und Dicke berechnet
  • Garstufe mit akustischem Signal
  • Frozen + 12 Programme (Grillstreifen intensiv)
  • Fett läuft schnell ab, deutliche Neigung, Haltepunkte
  • Solide und schwer
  • Einfache Reinigung durch entnehmbare Platten
  • Garzeit wird nach Typ und Dicke berechnet
  • Garstufe mit akustischem Signal
  • Frozen + 6 Programme
  • Fett läuft schnell ab, deutliche Neigung, Haltepunkte
  • Solide und schwer
  • Einfache Reinigung durch entnehmbare Platten
  • Schnelles Aufheizen: 2:30 min
  • Bis 240 Grad (Messung)
  • 180 Grad Tischgrill
  • Reinigung: Platten abnehmbar
  • Platten identisch, oben/unten tauschbar
  • Drehkknopf-Thermostat: schwer und ungenau
  • XXL Fläche, 6 Toast-Scheiben
  • Reinigung: Platten entnehmbar
  • Drehkknopf-Thermostat
  • Solide Konstruktion, Arme aus Metall
  • Ausreichend solide und kompakt
  • Kippständer für besseren Fettablauf
  • Kompakt
Contra
  • Temperatur nur bis 230 Grad
  • Schwerer Deckel, weiches wird zerdrückt
  • Deckel tropft nach hinten
  • Reinigung des Geräte-Bodys
  • Lange Aufheizzeit
  • Keine Grillstreifen
  • Seiten werden sehr heiß, kein Verschieben möglich
  • Max 200 Grad
  • Reinigung umständlich
  • Schlechte Anleitung
  • Öffnung zu klein für Doppel-Sandwiches
  • Hoher Preis
  • Temperatur nur bis 230 Grad (Messung)
  • Schwerer Deckel, weiches wird zerdrückt
  • Deckel tropft nach hinten
  • Hoher Preis
  • Schwerer Deckel, weiches zerdrückt
  • Deckel tropft nach hinten
  • Reinigung umständlich, Platten fixiert
  • Platten ohne Gefälle, Fett läuft nicht ab
  • Temperatur nur bis 190-200 Grad (Messung)
  • Verarbeitung/Material
  • Deckel tropft nach hinten
  • Öffnung zu klein für Doppel-Sandwiches
  • Verarbeitung, Material: Kunststoff-Gelenk
  • Platten ohne Gefälle, Fett läuft nicht ab
  • Verunreinigte Armatur, Reinigung Gerätefront
  • Temperatur nur bis 180-190 Grad (Messung)
  • Thermostatleuchte irregulär, korrespondiert nicht mit tatsächlichen Temperaturen
  • Deckel tropft nach hinten, verunreinigte Armatur, Reinigung Gerätefront
  • Schlechte Anleitung
  • Nur max 180 Grad, oben max 170 (Messung)
  • Bratgut wird nicht kross genug/kaum Grillstreifen
  • Reinigung umständlich, Platten fixiert
  • Wird seitlich sehr heiß
  • Nur max 170 Grad (Messung)
  • Bratgut wird nicht kross genug/kaum Grillstreifen
  • Reinigung umständlich
  • Schlecht übersetzte Anleitung
  • Öffnung zu klein für Doppel-Sandwiches
Bester Preis
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Kontaktgrill Test: Kontaktgrill Praxis
Lecker: Sandwich oder Burger vom Grill.

Worauf muss ich beim Kauf achten?

Kontaktgrills sind für fettarmes Braten optimiert und besitzen Platten mit mehr oder minder stark ausgeprägten Rillen, die für das Grillrost-Muster auf Steak oder Bratwurst sorgen. Überschüssiges Fett läuft typischerweise in eine Auffangschale vorn oder hinten am Gerät.

Kontaktgrill Test: Kontaktgrill Stebapg44
Am regelbaren Thermostat stellen Sie die Temperatur ein.

Durch die kompakte Bauform und die im Vergleich zum Backofen geringe Leistung (1.000 bis 2.200 Watt) ist die Zubereitung gegrillter Speisen sparsamer als im Ofen und schneller als in der Pfanne.

Die Grills arbeiten mit Temperaturen bis zu 270 Grad, bei den besseren Geräten kann die Temperatur mittels Thermostat eingestellt werden. Im Test schafften einige Modelle gerade mal 180 bis 190 Grad, andere 240 bis 270 Grad.

Für deutliche Grillstreifen und scharfes Anbraten sind die hohen Temperaturen nötig. Um den Käse auf einem Sandwich schmelzen zu lassen, genügen auch 190 Grad.

Kontaktgrill Test: Kontaktgrill Tefaloptigrillelite
Schöne Grillstreifen entstehen durch die Fugen in den Platten.

Was Kontaktgrills nicht so richtig können, ist Bratwurst: Die Kontaktfläche zwischen Grillgut und Grillplatte ist sehr klein, denn eine Bratwurst schmiegt sich im Gegensatz zum Steak nicht an die Grillplattenrippen an. Allerdings sorgen die gewichtigen Deckel für einen hohen Druck auf die Bratwurst. Dadurch wird sie leicht verformt, was die Kontaktfläche vergrößert und das Grillergebnis verbessert.

Wechselbare Platten sind von Vorteil

Kontaktgrills ersetzen Sandwich-Toaster oder Waffeleisen, speziell wenn die Grillplatten durch entsprechende Bleche, wie z. B. Waffelbleche, ersetzt werden können. Das ist aber nicht bei jedem Hersteller möglich.

Einige Modelle können zu 180 Grad aufgeklappt werden, so entsteht ein Tischgrill für sechs bis acht Personen. In diesem Fall gibt es nur Unterhitze.

Die Platten bestehen typischerweise aus Aluminium, sind daher recht leicht und heizen schnell auf. Der Nachteil: Sie speichern wenig Wärme, und kaltes Grillgut lässt die Platten stark abkühlen, was die Zubereitungszeit erhöht bzw. scharfes Anbraten verhindert. Es gibt aber auch Modelle mit dicken Platten.

Eine beschichtete Platte ist genauso empfindlich wie eine beschichtete Pfanne. Kratzen Sie deshalb nicht mit metallischen Gegenständen darauf herum, benutzen Sie keinen Stahlschwamm und verzichten Sie, wenn möglich, auf die Spülmaschine. Die scharfen Zusätze können die Oberfläche angreifen.

Kontaktgrill Test: Kontaktgrill Praxis
Ab in die Spülmaschine? Das ist komfortabel, aber für die Beschichtung der Platten nicht optimal.

Nach jeder Art der Reinigung sollten Sie die Platten mit Öl oder Fett einreiben, so muss das Material beim nächsten Einsatz nicht trocken aufheizen. Bei kleinen Verschmutzungen können Sie die Platten einfach mit Küchenkrepp abwischen.

Die Plattenbeschichtung lebt am längsten, wenn Sie sie per Hand abspülen und mit Öl einreiben.

Fettwannen, vorn oder hinten eingeschoben, fangen das ablaufende Fett auf. Doch nicht bei jedem Kontaktgrill läuft überschüssiges Fett ab. Die Neigung der Grillfläche ist unterschiedlich stark ausgeprägt und manchmal gar nicht vorhanden – letzteres betrifft vor allem Tischgrills, die um 180 Grad aufgeklappt werden. Je nach Ihrem Anspruch an fettarmes Grillen sollten Sie auf dieses Merkmal achten.

Kontaktgrill Test: Kontaktgrill Boschtfb4402v
Platten ohne Neigung: Fett und Flüssigkeit laufen langsam oder gar nicht ab.

Der markanteste Unterschied zwischen den Geräten sind abnehmbare Grillplatten. Einstiegsmodelle haben häufig fixierte Platten, die fest am Gehäuse montiert sind. Zum Reinigen müssen Sie das ganze Gerät aufgeklappt über die Spüle heben – lästig!

Abnehmbare Platten sind mechanisch verankert und werden bequem in der Spülmaschine oder per Hand gereinigt. Die Heizwendel befindet sich unter der Alu-Platte. Einige wenige Geräte haben in die Platte integrierte Heizelemente. Diese heizen schneller auf, und die Wunschtemperatur kann ziemlich exakt an einem Thermostat eingestellt werden.

Kontaktgrill Test: Kontaktgrill Caso2835bg2000
Die Grillplatten haben die Heizwendel integriert.

Kontaktgrills werden häufig im Schrank verstaut. Daher sind Modelle praktisch, die aufrecht stehend geparkt werden können. Bei solchen Geräten werden Ober- und Unterseite durch einen Clip oder ähnliches verriegelt.

Kontaktgrill Test: Kontaktgrill Stebapg44
Platzsparend abstellen: Das ist nur bei wenigen Geräten möglich.

Wenn Sie häufig Gäste oder eine große Familie haben, sollte ein Kontaktgrill mit großer Fläche her. Sechs Toast-Scheiben sollten mindestens Platz haben. Bei einem großen Gerät sollte zudem die Leistung in Watt höher sein, das gleiche gilt für die Maximaltemperatur. Ideal sind dicke Grillplatten, die viel Wärme speichern.

Kontaktgrill Test: Kontaktgrill Praxis
Wer große Mengen verarbeiten möchte, sollte über eine XL-Version nachdenken.

Die meisten Modelle sind mit einem Netzschalter ausgerüstet. Eine Leuchte zeigt dann den Betrieb an. Sehr günstige Grills verzichten manchmal auf den Schalter und heizen sich auf, sobald der Stecker sitzt.

Kontaktgrills werden auch außen heiß

Die Grills werden im Betrieb sehr heiß, auch äußerlich – außer am Griff. Sie müssen immer erst abkühlen, bevor man an die Reinigung geht oder das Gerät wegstellt.

Kontaktgrill Test: Kontaktgrill Stebapg44
Die meisten Kontaktgrills werden im Betrieb auch äußerlich ziemlich heiß, ein Verschieben ist dann kaum noch möglich.

So haben wir getestet

Insgesamt haben wir 11 Kontaktgrills getestet, 11 davon sind noch verfügbar. Mit dabei war der Platzhirsch: Tefal hat gleich vier Geräte geschickt, drei OptiGrill-Modelle und einen Einsteiger.

Kleine Kontaktgrills gibt es schon ab 25 Euro, sie werden manchmal auch Sandwich-Maker genannt. Hier haben wir Marken wie Aigostar oder George Foreman unter die Lupe genommen.

Kontaktgrill Test: Kontaktgrill Praxis
Wir haben jede Menge Fleisch gegrillt – und das über mehrere Wochen.

Wir haben den Test im heimischen Umfeld gemacht. Da gab es geröstete Sandwiches, Burger-Pattys, Rostbratwürste, Steaks (Medium Rare) sowie Grillkäse und Gemüse. Der Test zog sich über mehrere Wochen, in denen wir uns umfangreiche Notizen zu jedem Gerät gemacht haben.

Wir mussten nicht überprüfen, ob ein Grill eine Bratwurst gar bekommt oder ob der Käse im Toast auch wirklich schmilzt. Das schafft jeder Kontaktgrill.

Wofür wir uns aber interessiert haben: Wie ist die Verarbeitung? Sind die Gelenke stabil? Welche Materialien werden verwendet? Gibt es vielleicht ein regelbares Thermostat und wie bedient es sich?

Kontaktgrill Test: Kontaktgrill Tefaloptigrillelite
Stimmt die Zeit- und Temperaturwahl des Gerätes? Fleisch in verschiedenen Garzuständen, von Well Done bis Medium Rare.

Wir haben beurteilt, wie gut die Platten und die Gehäuse gereinigt werden können und wie gut die Auffangwanne für das Fett funktioniert. Auch die Neigung der Platten war ausschlaggebend, weil damit die überschüssige Flüssigkeit gut oder weniger gut abläuft. Natürlich werden manche Geräte insgesamt schmutziger als andere – auch darauf haben wir geachtet.

Natürlich ist auch die Bedienung ein wichtiger Faktor. Gibt es eine Statusleuchte? Wird die Temperatur angezeigt? Wir haben zudem die Herstellerangaben der Höchsttemperaturen überprüft.

Am Ende zählt das Ergebnis: Wie ist die Färbung des Grillgutes? Hat es schöne dunkle Grillstreifen? Zerdrückt ein schwerer Deckel das Sandwich? Passt ein doppeltes Sandwich bzw. ein Burger in das Gerät?

Kontaktgrill Test: Kontaktgrill Tefaloptigrill+gc7148

Testsieger: Tefal OptiGrill+ GC712D

Für uns ist der OptiGrill+ GC712D der beste Kontaktgrill für die meisten Vorhaben. Er ist nicht so teuer wie die anderen OptiGrills von Tefal, berechnet aber ebenfalls anhand der Dicke und der Art des Grillgutes die Garzeit. Farblich verfolgen wir den Garzustand und akustische Piepser melden Veränderungen bzw. Fertigstellung. Es handelt sich um einen bezahlbaren und dennoch cleveren Grill, der in Verbindung mit dem optiionalen Zubehör das Potential hat, viele Aufgaben des Backofens zu übernehmen.

Testsieger

Tefal OptiGrill+ GC712D

Test Kontaktgrill: Tefal OptiGrill+ GC7148
Der OptiGrill berechnet automatisch die exakte Garzeit, gibt akustische Meldungen und hat eine visuelle, farbliche Anzeige.

Bereits 2014 stellte Tefal den ersten OptiGrill vor und revolutionierte damit den elektronischen Grill. Erstmals konnte jedermann ohne Erfahrung und Herumprobieren Fleisch und Fisch auf den Punkt genau rösten.

Auch der OptiGrill+ GC712D erfüllt diese Grundfunktion bestens. Die Garzeit wird nach Typ und Dicke berechnet und stufenweise auf dem Farb-Display angezeigt: Rosa bis Orange für Roh bis Medium – Rot für Durchgegart. Nach erledigter Arbeit meldet das Gerät akustisch die Fertigstellung und wechselt in den Warmhalte-Modus. Da kann gar nichts schiefgehen.

Starke Neigung der Grillplatten

Im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern weisen die Grillplatten der OptiGrills eine sehr starke Neigung auf. Flüssigkeit und Fett fließen sehr schnell ab. Dadurch kocht das Gargut so gut wie gar nicht, sondern es röstet. Deutliche Grillstreifen und eine schöne Färbung an Fisch und Fleisch sind die Folge.

Stabiler Deckel ohne Höhenfixierung

Kontaktgrill Test: Kontaktgrill Praxis
Deutliches Gefälle, Noppen verhindern das Rutschen des Grillgutes.

Das Gerät ist 4,8 Kilogramm schwer, standsicher und solide. Die Gelenke aus Metall sitzen fest und halten den schweren Deckel straff in Position. Der Deckel kann aber nicht auf einer bestimmten Höhe fixiert werden.

Einfache Reinigung

Die Grillplatten des OptiGrills können einfach entnommen werden, ein Taster links am Gerät löst die Arretierung. Die Heizwendel befinden sich hinter den Platten. Sie bestehen aus beschichtetem Aluminium und sind ziemlich leicht.

Die Fugen der Grillplatten sind die tiefsten aller Testgeräte, deshalb ist das manuelle Auswischen von Fett und Resten recht mühsam. Durch die Beschichtung klebt allerdings nichts an.

Kontaktgrill Test: Kontaktgrill Tefaloptigrill+gc7148
Herausnehmbare Platten.

Die Platten können in der Spülmaschine gereinigt werden, wir empfehlen dennoch die schonende Handreinigung. Zudem sollte danach immer wieder etwas Öl oder Fett aufgetragen werden. Bei leichter Verschmutzung müssen Sie die Platten auch nicht mit Wasser spülen, sie mit Küchenkrepp abzuwischen genügt. Leider tropft von der oberen Platte Fett hinter den Grill, wenn man ihn aufklappt. Das Gerät selbst wird dank der Bedienelemente am Griff und der ausladenden Grillplatte nicht sehr schmutzig.

Praktischer Test

Die dünnen Aluminiumplatten heizen sich binnen drei bis vier Minuten auf, sofern kein Grillgut aufliegt. Ihre Fähigkeit, Wärme zu speichern, ist gering, weshalb kaltes Grillgut die Platten deutlich abkühlt. Voll bestückt mit vier großen Steaks braucht der OptiGrill+ ziemlich lange zum Aufheizen. Das ist aber bei fast allen Geräten so.

Einfache Bedienung

Die Bedienung ist simpel: Wenn Sie programmgesteuert vorgehen, wählen Sie nach dem Einschalten zuerst den Typ Ihres Gargutes aus, zum Beispiel Burger-Pattys. Mit »OK« bestätigen Sie die Eingabe, warten bis das Vorheizen abgeschlossen ist, anschließend können Sie das Grillgut einlegen und erneut bestätigen.

Kontaktgrill Test: Kontaktgrill Tefaloptigrill+gc7148
Die Färbung meldet den Ist-Zustand.

An der Farbe erkennen Sie jetzt, wie sich der Garzustand von roh über medium bis durchgegart verändert. Wer Medium-Rare bevorzugt, entnimmt die entsprechenden Stücke einfach vorzeitig. Der OptiGrill+ macht weiter bis zur Stufe Rot und stellt dann auf Warmhalten. Die Taste »Temp-Control« ist für die manuelle Bedienung zuständig, bei der Sie die Zeit und die Temperatur selbst festlegen. Da das Gerät keinen Timer hat, müssen Sie das selbst übernehmen.

Kontaktgrill Test: Kontaktgrill Tefaloptigrill+gc7148
Saftiges Fleisch – und außen schön kross.

Fleisch und Fisch erhielten immer eine schöne Färbung und deutliche Grillstreifen. Wenn wir gleichmäßig dicke Stücke auflegten, stimmte der Garzustand immer.

Die Anleitung ist visuell sehr gut aufgemacht und befindet sich auf einer stabilen Faltkarte. Dazu kommt ein kleines Rezeptbuch für Standards wie Steak oder Sandwiches.

Spannendes Zubehör

Optional können Sie für den OptiGrill+ eine Waffelplatte oder eine Backform (1,6 Liter) erwerben. Mit letzterer können Sie dann auch ein Spiegelei oder eine Bratwurst auf ebener Fläche braten.

Multitalent dank zahlreichem Zubehör

Kontaktgrill Test: Kontaktgrill Tefaloptigrill+gc7148 Backschale
Back-/Auflauf-Einsatz für den OptiGrill.

Beachten sollte man das optionale Zubehör, denn damit wird der OptiGrill so richtig vielseitig. Hier wäre einmal die 1,6 Liter fassende Backschale zu nennen. Damit zaubert man Aufläufe aus dem Grill, löst aber auch das Bratwurstproblem: In der flachen Schale braten sie wie in einer Pfanne und werden ohne Grillstreifen rundherum kross. Mit der Backform sollte aber auch ein Pflaumenkuchen gelingen. Dazu kommen die Waffelplatten – das gibt herrliche belgische Waffeln.

Spannend ist das alles, weil der OptiGrill den Herd somit bei vielen Aufgaben ersetzen kann und dabei viel weniger Energie benötigt. Leider lässt sich Tefal das Zubehör fürstlich bezahlen – zu den aufgerufenen Preisen kann man sich auch locker ein separates Waffeleisen kaufen.

Für einen geringen Aufpreis gibt es die smarte Version mit App-Steuerung, den Tefal GC730D OptiGrill+ Smart. Ob es wichtig ist, den Garverlauf per Bluetooth-Verbindung zu verfolgen und Rezepte zu erhalten, muss jeder für sich entscheiden.

Nachteile?

Wir haben einmal gemessen, wie heiß die Grillplatten maximal werden, natürlich ohne Grillgut. 230 Grad Celsius waren es dann, oben wie unten. Das reicht für fast alle Anwendungsfälle, ist jedoch deutlich entfernt von der Herstellerangabe von 275 Grad.

Kontaktgrill Test: Kontaktgrill Tefaloptigrillelite
Der dicke Burger leidet unter dem schweren Deckel etwas.

Der schwere Deckel hat viele Vor-, aber auch Nachteile. Für die Grillstreifen und den flächigen Kontakt mit der Platte ist der Druck von oben gut. Sandwiches oder Burger-Brötchen werden aber ganz schön plattgedrückt, gerade wenn man sie doppelt belegt. Obendrein tropft der geöffnete Deckel leider nach hinten auf die Arbeitsfläche.

Der OptiGrill+ GC712D ist zudem in der Größe limitiert – wenn Sie Gäste bekommen und für sechs bis acht Personen gleichzeitig grillen möchten, wird es eng, denn dafür ist die Fläche zu klein und die Speicherleistung der Platten bzw. die Heizleistung zu gering. Als Abhilfe käme der OptiGrill+ XL GC722D in Frage. Das Modell hat das gleiche Bedienfeld wie der OptiGrill+ GC7148, die Grillfläche ist mit zirka 800 statt 600 Quadratzentimeter aber großzügiger bemessen.

Tefal OptiGrill+ GC712D im Testspiegel

Nur wenige echte Testberichte gibt es vom Tefal OptiGrill+. Die Kollegen von haus-garten-test.de lobten ihn schon 2017 für seinen Reichtum an Möglichkeiten.

»Dank der sauberen technologischen Umsetzung ist der GC7148 nicht nur ein Grill, sondern auch ein Kuchenbäcker, ein Brötchenbäcker, eine elektrische Auflaufform sowie eine Bratpfanne mit integriertem Spritzschutz und somit genau für diese Küchengeräte eine mehr als ernst zu nehmende Konkurrenz, v. a. in kleinen Haushalten, wo es in der Küche oftmals beengt zugeht.«

Sollten wir weitere Tests des Tefal OptiGrill+ finden, tragen wir sie hier nach.

Alternativen

Wenn Sie einen Kontaktgrill für viele Personen oder einen Single-Haushalt suchen, könnten auch unsere Empfehlungen einen Blick wert sein.

Manuell grillen

Caso DG 2000

Kontaktgrill Test: Bildschirmfoto 2020 10 01 Um 10.03.37
Temperatur und Garzeit kann man hier selbst bestimmen. Das Gerät ist robust und mit Timer und abnehmbaren Platten ausgestattet.

Sie kennen sich aus und brauchen den Schnickschnack mit Programmen und computerberechneten Garzeiten nicht? Dann käme der Caso DG 2000 in Frage. Er hat ein Thermostat mit Digitalanzeige und einen Timer mit Abschaltung.

Kontaktgrill Test: Kontaktgrill Caso2835bg2000
Digitales Bedienfeld.

Sie wählen auf fünf Grad genau eine Temperatur und stellen wahlweise eine Zeit ein. Dann heizt das Gerät auf und Sie legen bei Erreichen der Temperatur Ihr Grillgut auf. Ein aktiver Timer zählt rückwärts, Sie sehen also die Restzeit. Nach dessen Ablaufen schaltet er die Heizung ab. Wenn Sie Speisen warmhalten möchten, müssen sie eine niedrige Temperatur am Thermostat einstellen. Mit dem Caso DG 2000 haben Sie also die Kontrolle über alles. Wir haben nachgemessen: Die eingestellten Temperaturen stimmen auf fünf Grad genau mit den tatsächlichen Temperaturen an den Platten überein.

Das robuste und optisch moderne Caso-Gerät hat abnehmbare Platten sowie eine Auffangschublade, die ganz im Gerät verschwindet. Die untere Platte hat eine deutliche Neigung und einige Noppen, die das Grillgut vom Abrutschen zurückhalten. Fett und Flüssigkeit fließen nur ab, wenn zu viel davon auf der Fläche steht – ein großer Unterschied zu den OptiGrill-Modellen.

Schnelles und gleichmäßiges Aufheizen

Kontaktgrill Test: Kontaktgrill Caso2835bg2000
Für alle, die selbst Herr über Temperatur und Zeit sein wollen.

Oben wie unten schafft der Caso 240 Grad – und das gleichmäßig. Das mag an den in die Platten integrierten Heizwendeln liegen, dadurch ist zudem ein zügiges Aufheizen möglich. Äußerlich wird der Caso DG 2000 sehr warm, aber nicht heiß genug für Verbrennungen. So kann man den Caso auch in Betrieb hin- und herschieben, wenn es nötig sein sollte. Bei der Anleitung hat sich der Hersteller Mühe gegeben, sie enthält auch einige Rezepte.

Nachteilig ist die stetige Verschmutzung des Geräte-Bodys, weil die Platten nicht bis an den äußeren Rand gehen. Rechts, links und oben verbleiben immer Flüssigkeit oder Fettspritzer. Das gilt auch für das LCD mit den Tasten, auch dieses verschmutzt mit seinen umlaufenden Fugen.

Besonders unschön ist das am mittig sitzenden Scharnier, denn hier sind Fugen und Ritzen, die man schlecht reinigen kann. Hinzu kommt die Flüssigkeit, die bei offenem Deckel auf den Scharnierbereich läuft.

Für große Mengen

Steba PG 4.4

Wenn immer wieder mal Gäste vorbeikommen, ist der Steba PG 4.4 mit XL-Fläche die richtige Wahl. Mit seinen 851 Quadratzentimetern hat er sogar noch mehr Platz als die XL-Version des Tefal OptiGrill+.

Kontaktgrill Test: Kontaktgrill Stebapg44
Wenn Sie große Mengen grillen möchten, ist der Steba PG 4.4 gut geeignet.

Nun muss der Steba mit seinen 2.000 Watt nicht nur eine größere Fläche aufheizen, die Platten sind auch noch dicker und schwerer als die der anderen Geräte im Test. Sieben Minuten dauert die Aufwärmphase auf 220 Grad. Die gemessene Maximaltemperatur liegt bei 250 Grad. Dann geht es aber zur Sache, denn die dicken Platten speichern mehr Wärme und machen auch beim Auflegen von zehn Bratwürsten nicht schlapp.

Auch Bratwürste gelingen mit dem Steba

Bratwürste sind ein Thema, denn die gelingen auf den niedrigen, keilförmigen Stegen der Platten ziemlich gut. Auf der anderen Seite sind Grillstreifen keine Stärke des Steba, das Grillgut liegt einfach viel zu flächig auf.

Kontaktgrill Test: Kontaktgrill Stebapg44
Die obere Platte kann in dieser Höhe fixiert werden.

Die niedrigen Rillen sind einfach zu reinigen. Mit dem Küchenkrepp einmal drüberzugehen genügt meistens. Der Steba hat auch keine geneigten Platten, Flüssigkeit fließt also nicht von allein ab. Der Hersteller liefert kein Tropfgefäß mit, Sie können aber eine flache Schüssel Ihrer Wahl unter die Tropfkanten an den äußeren Ecken platzieren. Der Steba PG 4.4 kann als Tischgrill auf 180 Grad aufgeklappt werden, dann reicht der Platz sogar für 20 Bratwürste.

Eine Seltenheit ist der Schieberegler am Thermostat. Hier wählen sie eine Stufe eins bis fünf, hinter der sich bestimmte Temperaturbereiche verbergen. In der Anleitung steht, welche Stufe zu welchen Lebensmitteln passt. Schade, eine Temperaturskala wäre eindeutiger gewesen.

Selten ist auch die Höhenfixierung des Deckels. Er kann also auf einer Höhe festgemacht werden, wodurch er flaches Bratgut nicht berührt. So kann man z. B. Burger-Brötchen von der Schnittseite rösten, ohne sie durch den schweren Deckel zu zerdrücken.

Nicht zu vergessen sind überdies das lange Netzkabel, die solide Bauweise und die gute Anleitung mit Rezepten.

Ein kleiner, aber technisch bedingter Nachteil: Äußerlich wird der Steba im Betrieb sehr heiß, die Seiten können zum Verschieben nicht mit bloßen Händen berührt werden.

Für kleine Mengen

Aigostar Hitte 30HFA

Test Kontaktgrill: Aigostar Hett 30HHJ
Für den Single-Haushalt. Das Gerät arbeitet bei niedrigen und mittleren Temperaturen ideal.

Der Aigostar Hitte 30HFA ist unsere Empfehlung für den Single-Haushalt, der nicht viel Geld ausgeben möchte. Die Fläche ist klein, mit drei Würsten oder zwei Steaks ist er voll belegt. Durch die geringe Leistung von 1.500 Watt kühlt die Platte stark ab, wenn mehre Stücken kaltes Fleisch aufgelegt werden. Das kocht dann nur anstatt zu rösten. Deshalb: Ein Steak oder zwei maximal zwei kleine auflegen. Doppel-Sandwiches sind nicht die Stärke, die Öffnung ist kleiner als bei anderen Modellen, Burger oder hohe Sandwiches werden stark zerdrückt.

Kontaktgrill Test: Kontaktgrill Aigostarhett30hhj
Burger-Patty – bei kleinen Mengen mit guter Färbung.

Der Grill arbeitet bei niedrigen und mittleren Temperaturen bis 175 Grad ideal, das reicht gerade so für Fleisch oder ein bis zwei Burger-Pattys. Deren Färbung mit Grillstreifen geht in Ordnung. Maximal erreicht der Aigostar Hitte 200 Grad – aber nur punktuell und nicht gleichmäßig oben und unten. Die Temperatur kann am Drehknopf verstellt werden, für Gemüse reichen 130 bis 140 Grad. Die Verarbeitung ist ausreichend solide. Die Wertigkeit eines Premium-Kontaktgrills darf man aber nicht erwarten.

Umständliche Reinigung

Die Reinigung der am Gerät fixierten Platten ist umständlich, weil man das ganze Gerät über die Spüle hieven muss. Machbar ist das aber, der Aigostar ist kompakt und leicht. Die Tropfwanne befindet sich hinten, ein möglicher Vorteil. Die Anleitung macht nicht viel her, sie ist knapp und schlecht übersetzt.

Außerdem getestet

Tefal OptiGrill Elite GC750D

Der OptiGrill Elite GC750D ist im Wesentlichen baugleich mit dem Testsieger OptiGrill+ GC712D. Auch hier wird die Garzeit nach Typ und Dicke berechnet. Zur Elite wird das Modell durch sechs weitere Programme (also zwölf in Summe) und die Funktion Grillstreifen intensiv sowie Auftauen. Letzteres nutzen wir, wenn wir bspw. gefrorene Burger-Pattys einlegen. Das Gerät berechnet dann anhand der Dicke eine vorgesetzte Auftauzeit bei niedrigerer Temperatur. Der große Unterschied sind die Touch-Tasten und das kleine Farb-LCD, das Anweisungen gibt (z. B. Grillgut einlegen) und den Garzustand anzeigt. Die gesamte Bedienfläche ist abwischbar. Bei unserer Messung schaffte der Elite maximal 230 Grad Celsius, deutlich weniger als die Herstellerangabe von 270 Grad.

Der OptiGrill Elite teilt die Stärken und Schwächen des Testsiegers OptiGrill+, hat aber einige Zusatzfunktionen. Die sind aber den hohen Aufpreis in unseren Augen nicht wert.

Tefal OptiGrill Deluxe GC707

Gleiches kann man für den OptiGrill Deluxe GC707 sagen. Auch er ist im Wesentlichen baugleich mit dem Testsieger, arbeitet aber bei der Temperaturwahl bzw. Anzeige des Garzustandes mit einer beschrifteten Skala. Die sechs Programme sind dieselben wie beim OptiGrill+, es kommt aber die Frozen-Funktion hinzu (Auftauen). Es handelt sich also um einen OptiGrill+ mit einer schlichteren Bedien-Kommunikation. Einen positiven Unterschied gibt es aber doch: Der OptiGrill Deluxe erreicht bei unserer Messung tatsächlich die vom Hersteller versprochenen 270 Grad. Ob das aber den hohen Preis rechtfertigt, das bezweifeln wir.

Der Tefal Inicio GC241D ist der Einsteiger des Herstellers: Die Platten sind fixiert, haben keine Neigung (Fett läuft nicht ab) und heizen sich sehr schnell auf (2:30 Minuten). Bei der Messung schafft der Grill nur 190 bis 200 Grad, das reicht für dezente Grillstreifen, mehr aber nicht. Weil Flüssigkeit nicht zügig abläuft und die Rillen nicht so tief sind wie beim OptiGrill, wird Fleisch oftmals mehr gekocht als gegrillt. Auch Verarbeitung und Material sind nicht so gut wie beim OptiGrill, und der tropfende Deckel bekleckert die Arbeitsfläche. Die Öffnung zu klein für Doppel-Sandwiches, solche werden stark gequetscht.

Der Bosch TFB4402V wird sehr heiß (bis 240 Grad, Messung), kann als 180-Grad-Tischgrill verwendet werden und die Reinigung ist dank abnehmbarer Platten einfach. Die Grillplatten sind identisch, sie könnten als getauscht werden, wenn die untere irgendwann zu stark zerkratzt sein sollte. Die Platten haben kein Gefälle, Fett läuft nicht ab. Dafür kann der Deckel zum Braten mit Ober- und Unterhitze fixiert werden.

Soweit nur Vorteile, warum gibt es keine Empfehlung? Die Verarbeitung des Kunststoffgelenks erscheint uns nicht stabil. Das Front-Drehthermostat lässt sich schwer bewegen, arbeitet ungenau und es verschmutzt ständig durch Fett. Ein fettiges Dreh-Thermostat, das sich schwer bewegen lässt, bereitet keine Freude.

TZS First Austria FA-5344-2

TZS First Austria FA-5344-2 glänzt mit einer XXL-Fläche (750 Quadratzentimeter) auf der sechs Toast-Scheiben Platz finden. Noch mehr Platz gibt es nach dem Aufklappen zum Tischgrill über ein Gelenk aus stabilem Metall. Gelungen ist die hinten andockende Tropfwanne, so läuft auch im Tischgrillmodus überschüssige Flüssigkeit dorthin ab. Die Platten sind entnehmbar und es gibt ein Drehknopf-Thermostat. Leider ist die Reinigung dann doch nicht so einfach, die Gerätefront verschmutzt ständig. Bei der Messung entpuppt sich das Modell trotz 2.000 Watt als 190-Grad-Schwächling. Das reicht in der Theorie für Fleisch gerade noch aus, doch praktisch bricht die Temperatur ein, wenn wir die XXL-Fläche mit acht Steaks belegen. Von Grillstreifen kann da keine Rede mehr sein, dann ist nur noch Kochen angesagt.

Missfallen hat uns auch die irreguläre Thermostat-Leuchte, sie korrespondiert nicht mit den tatsächlichen Temperaturen.

George Foreman 25030-56

Der kompakte George Foreman 25030-56 ist zwar ganz hübsch und ausreichend solide, doch seine Leistung ist zu schwach für die Aufgabe. Er schafft maximal 180 Grad, aber nur unten. Oben sind es nur 170 Grad. Bratgut wird nicht kross genug und hat kaum Grillstreifen. Die Reinigung mit den fixierten Platten ist umständlich. Immerhin: Der George Foreman hat einen Kippständer für den besseren Fettablauf, der auf Wunsch hochgeklappt wird.

Der Aigostar Hett 30HHJ ist das Schwestermodell des Aigostar Hitte 30HFA, aber ohne Dreh-Thermostat. Sie sind ansonsten baugleich, allerdings schafft Hett 30HHJ gerade mal 170 Grad. Das ist für Fleisch zu wenig, es entstehen kaum Grillstreifen und das Bratgut wird mehr gekocht als geröstet. Die geringe Temperatur des Hett würde ja noch für Sandwiches reichen, doch für Doppel-Sandwiches ist die Öffnung nicht groß genug.

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