Der beste Kopfhörer

Test Kopfhörer für Kinder

Der beste Kopfhörer für Kinder ist der Sony MDR ZX-110. Er überzeugt mit zeitlosem Design, solidem Klang und einer guten Haltbarkeit, was sich im Langzeittest bestätigte. Für einen Preis von gerade einmal elf Euro bekommen Ihre Kinder einen schönen Kopfhörer, mit dem Musik hören Spaß macht.

Update 24. August 2017

Update: Unsere neue Empfehlung ist der Sony MDR ZX-110. Unser bisheriger Testsieger, der Kroltronix Bluetooth-Kopfhörer ist nicht mehr verfügbar.

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Mutter, Vater und zwei Kinder düsen im Auto in die Toskana-Ferien. Kind 1 möchte Radio hören, Papa mag aber genau diesen Sender nicht. Kind 2 möchte gerade lieber selbst furchtbar schräg singen. Und Mama würde am liebsten noch ein bisschen dösen.

Der Vater, der langsam nur noch seine Ruhe will, schlägt vor, ein Hörspiel einzulegen. Kind 1 schreit: »Gute Idee.« Kind 2 meckert: »Ich möchte lieber eine DVD angucken.« Die Laune sinkt auf Nordpoltemperatur. Ohne zwei Kopfhörer wäre spätestens jetzt Armaggedon ausgebrochen. Kriegen die Kleinen aber was auf die Ohren, hört Kind 1 CD, Kind 2 schaut in aller Stille »Die Eisprinzessin«, Papa hört blutdrucksenkenden Bach – und Mutter kann endlich mal schlafen. Merke: Kopfhörer sind Retter des Familienfriedens!

Die Frage ob Knirpse schon einen Kopfhörer brauchen, hat sich damit erübrigt. Bleibt noch zu klären, ob es tatsächlich ein Extra-Kinder-Modell sein muss. Oder ob’s nicht auch der Olle von Mama tut. Wir meinen: Kinderkopfhörer sind Pflicht. Denn die haben nicht nur kleinere Ohrpolster, sondern ihre Bügel lassen sich meist auch perfekt dem zarteren Kopf anpassen. Deshalb haben wir uns neun Modelle für Kinder angesehen, blieben aber preislich unter der 30 Euro Grenze. Einige hatten eine Lautststärkebegrenzung, andere nicht – wir waren vom Ergebnis überrascht!

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Neuer Testsieger

Sony MDR-ZX110

Test besten Kopfhörer für Kinder: Sony MDR-ZX110
Sieht toll aus und sitzt gut, der Klang geht in Ordnung.

Unser neuer Favorit ist der Sony MDR-ZX110. Seit Jahren ist das Vorgängermodell bei unseren Testkindern im Einsatz – bisher ohne Probleme: kein Kabelknick, keine kaputten Ohrpolster. Auch der Testsieger selbst macht seine Arbeit seit einigen Monaten sehr gut. Positiv ist auch das zeitlose Design, die gute Handhabung und der sehr bequeme Sitz. Für einen Preis von gerade einmal elf Euro also eine echte Empfehlung. Schade ist nur, dass er kein Bluetooth hat – damit hätte er von vornherein den Testsieg eingefahren.

Toller Sound

Gorsun Sport On-Ear

Test besten Kopfhörer für Kinder: Gorsun Gorsun 3,5 mm Leicht-Kopfhörer
Klingt besser, hat aber ebenfalls kein Bluetooth.
Amazon€ 12,99

von 90 Lesern gekauft

Wem es auf den besten Klang ankommt, der ist beim Gorsun Sport On-Ear gut aufgehoben. Die kleinen Tester bestätigten ihm einen tollen Sound, der auch bei regulierter Lautstärke immer noch gut klingt. Leider hat auch dieser Hörer kein Bluetooth und der Kabelstecker ist leider etwas empfindlich – wenn er nicht ganz genau eingesteckt wird, hört man nur auf einem Ohr etwas. Außerdem ist selbst die kleinste Einstellung für kleinere Kinderköpfe noch immer zu groß. Für das schöne Design und den besten Klang im Testfeld schafft er es aber immerhin auf den zweiten Platz.

Für die Jüngsten

JVC HA-KD5

Test besten Kopfhörer für Kinder: JVC HA-KD5
Kommt mit coolen Stickern und ist damit eher was für jüngere Kinder.
Amazon€ 13,99
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von 7 Lesern gekauft

Der JVC HA-KD5 gefällt vor allem jüngeren Kindern, weil er bunt ist und mit beiliegenden Stickern zusätzlich aufgemotzt werden kann. Hinzu kommt, dass der Klang gut ist. Überraschend war für uns, dass die Lautstärkebegrenzung bei den Testern als zu leise wahrgenommen wurde – und nun stärker aufgedreht wurde, als bei Modellen ohne diese Bremse. Leider misst das Kabel nur 80 Zentimeter, was schon sehr kurz ist.

Vergleichstabelle

Neuer TestsiegerToller SoundFür die Jüngsten
Modell Sony MDR-ZX110 Gorsun Sport On-Ear JVC HA-KD5 Philips SHK2000BL/00 Philips SHK 1031 Sound Intone MS 200 Nenos Kabel-Kopfhörer Contixo kb-300 Kids Bluetooth Kosee Kids HP2 KrolTronix Bluetooth Kopfhörer
Test besten Kopfhörer für Kinder: Sony MDR-ZX110Test besten Kopfhörer für Kinder: Gorsun Gorsun 3,5 mm Leicht-KopfhörerTest besten Kopfhörer für Kinder: JVC HA-KD5Test Kopfhörer: Philips SHK2000BL/00Test Kopfhörer: Philips SHK 1031Test Kopfhörer: Sound Intone MS 200Test Kopfhörer: Nenos Kabel-KopfhörerTest Kopfhörer: Contixo kb-300 Kids BluetoothTest Kopfhörer: Kosee Kids HP2
Pro
  • Gute Haltbarkeit im Langzeittest
  • Schönes Design
  • Guter Klang
  • Der beste Klang im Testfeld
  • Viele Farbvarianten mit Stickern
  • Guter Klang trotz Lautstärkeregulierung
  • Guter Klang
  • Klang ist okay
  • Schönes Design
  • Kann mit anderem Kopfhörer zusammengesteckt werden
  • Sehr ansprechendes Design
  • Bequemer Sitz
  • Sehr robust
  • Günstig
  • Mehr Bewegungsfreiheit dank Bluetooth
  • Mega Tragekomfort
  • Kabelanschluss möglich
Contra
  • Etwas leise
  • Kein Bluetooth
  • Empfindlicher Stecker
  • Auch auf kleinster Einstellung ist der Kopfhörer etwas groß
  • Unkomfortables Tragegefühl
  • Kabel zu kurz
  • Unbequemer Sitz
  • Design könnte schöner sein
  • Empfindliche Hörmuscheln
  • Sitzt nicht gut
  • Nuscheliger Sound
  • Saß viel zu locker am Kopf
  • Harte Ohrpolster
  • Klang ist sehr leise
  • Design könnte schöner sein
  • Kurze Bluetooth-Verbindung
  • Kein Radioempfang
  • Enttäuschender Klang
  • Sehr unbequem zu tragen
  • Design nicht ansprechend
  • Unbekanntes Label: Der Service könnte fraglich sein.
  • Gebrauchsanleitung nur auf Englisch
Bester Preis

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Technische Daten   Technische Daten anzeigen

So haben wir getestet

Ökotest und Stiftung Warentest dienten uns diesmal nicht als erste Anlaufstelle, da beide bisher noch keine Kinder-Kopfhörer geprüft haben. Dafür haben wir uns in Tests des Magazins »Chip« und von »Eltern Testsieger« eingelesen. Diese Infos plus die Bewertungen in diversen Online-Shops beeinflussten die Wahl der zehn Kinderkopfhörer mit und ohne Kabel, die wir uns gemeinsam mit zwei Testkindern zu »Ohren führten«.

Teure Modelle sind in Kinderhänden nicht gut aufgehoben

Allerdings entschieden wir uns dabei ausschließlich für Modelle bis etwa 30 Euro, denn hochpreisigere Kinderkopfhörer kommen wohl nur für wenige in Frage. Uns erschließt sich jedenfalls nicht der Sinn, ein derart teures und auch einigermaßen empfindliches Teil in die Hände von kleinen Kindern zu geben.

Beim Test selbst achteten unsere Nachwuchsprüfer auf die Optik, die für Kinder wohl mit am wichtigsten sein dürfte, aber auch Klang, Tragekomfort, Robustheit, Bedienung, Lautstärkebegrenzung und Geräuschisolierung. Außerdem checkten sie, ob sich der Kopfhörer klein machen kann, was praktisch ist auf Reisen. Und ob das Gerät weitere Specials wie etwa einen FM-Radiozugang oder eine Share-Funktion für Geschwister besitzt.

Test Kopfhörer für Kinder
Alle Kopfhörer im Test: Sony MDR-ZX110, Nenos, Contixo kb-300, Philips SHK 1031, JVC HA-KD5-AE, KrolTronix (nicht mehr verfügbar), Philips SHK2000BL/00, Kosee Kids HP2, Gorsun, Sound Intone MS200.

 

Mit Lautstärkebegrenzung

Kinderohren sind empfindlicher als »ausgewachsene« Lauscher. Schön blöd, dass der Nachwuchs, je älter er wird, umso mehr aufdreht. Aber zu viel Lärm in jungen Jahren kann aufs Ohr gehen. Tatsächlich hat heute etwa ein Viertel aller Jugendlichen und jungen Erwachsenen Hörschäden oder Tinnitus. Unsere Ohren malochen ja auch rund um die Uhr, sogar im Schlaf.

Deshalb brauchen sie ab und zu eine Wellness-Kur, auch und gerade in der Kindheit. Die englische Selbsthilfe-Organisation »Deafness-Research« hat dazu eine simple Regel entwickelt: Maximal 60 Minuten täglich mit Kopfhörern chillen bei maximal 60 Prozent der Lautstärke.

Was heißt das in der Praxis? Kann man nebenan problemlos mithören was beim Nachwuchs auf dem Kopfhörer abgeht, ist es definitiv zu laut.

Hörschäden treten schon in jungen Jahren auf

Doch wie kriegen Eltern den Lärm in den Griff, ohne ständig bei Fuß zu stehen und zu lauschen? HNO- und Kinder-Ärzte empfehlen Kinderkopfhörer mit Lautstärke-Begrenzung auf maximal 85 Dezibel, was etwa dem Geräuschpegel einer Hauptverkehrsstraße oder einem Staubsauger entspricht. Wissenschaftler gehen davon aus, dass ein Wert unter 80 Dezibel gesundheitlich unbedenklich ist – zumindest für Erwachsene.

Allerdings: Kinderohren wurden nicht extra getestet – es gibt keine gesicherten Studien dazu. Was einem zu denken gibt: Laut Verbraucherzentrale muss ein Arbeitgeber schon bei 80 Dezibel für Gehörschutz sorgen, ab 85 Dezibel ist der sogar Pflicht. Soviel zu Grenzwerten. Deshalb sollten Mädchen und Jungs diese lautstärke-reduzierten Kinder-Geräte nach Expertenmeinung sogar bis etwa 14 benutzen; was bei Teenagern allerdings nicht gerade auf Begeisterung stoßen dürfte.

Auch die europäische »Spielzeugrichtlinie« und die Europa-Norm 71-1 wiegt Eltern in trügerischer Sicherheit. Demnach muss ein Spielzeug, das nah am Ohr zum Einsatz kommt, einen Abstand zur Ohrmuschel von mindestens 2,5 Zentimetern haben. Das entspricht einem Grenzwert für den Spitzenschalldruckpegel von 110 Dezibel und einem zeitlichen Mittelwert von 60 bis 70 Dezibel. Doch welches Kind, welche Mutter, welcher Vater kontrolliert schon so genau? Bei Kopfhörern ist das per se schwierig, da man sie sich ja genau auf die Ohren setzt. Was das bedeutet? Kinder sind meist einem höheren Lärmpegel ausgesetzt, als es der Norm entspricht.

85 Dezibel sollten nicht überschritten werden

Deshalb müssten Eltern einfach selbst ab und zu zum Kontrolletti mutieren, rät die »Initiative Hören«. Außerdem ist ein guter Klang schon bei Kinderkopfhörern wichtig. So kriegen die Youngsters selbst bei leiserem Sound alles gleich viel besser mit. In unserem Test schnitten deshalb Modelle ohne Lautstärkebegrenzung oft sogar besser ab.

On-Ear, Over-Ear, In-Ear?

Ob man In-Ear-Ohrstöpsel, Bügelkopfhörer, die auf dem Ohr aufliegen (On-Ear) oder die Ohrmuschel umschließen (Over-Ear) bevorzugt, ist für Erwachsene reine Geschmackssache. Bei Kindern aber plädieren wir unbedingt für die gepolsterten On-Ear- oder Over-Ear-Varianten. Denn mit ihnen kriegen die Kids meist noch einigermaßen mit, was um sie herum geschieht. Das ist vor allem dann wichtig, wenn ältere Kinder die Kopfhörer auch draußen auf der Straße tragen. Außerdem geben die dicken Dinger Eltern die Chance, mitzubekommen, wie laut ihr Nachwuchs CD, DVD oder Radio hört. Bei den kleinen Stöpseln im Ohr hat man da keine Chance.

In-Ears sind für Kinder nicht die erste Wahl

Das Bedenklichste an In-Ear-Hörern: Sie beschallen den sensiblen Gehörgang direkt. So können bei zu viel Lärm schlimmstenfalls die kleinen Härchen im Ohr absterben, was man in der Kindheit meist noch nicht bemerkt. Das Fiese am Hörschaden ist nämlich sein langsamer und unauffälliger Verlauf.

Auf oder zu?

Geschlossen, offen oder halboffen – Audio-Freaks können diese Frage mit geradezu religiösem Eifer diskutieren. Gemeint ist damit die Bauweise der Hörkapseln, die nach außen hin entweder offen, geschlossen oder halboffen konstruiert sind. Diese Konstruktion entscheidet auch darüber, wie gut ein Kopfhörer Geräusche aus der Umgebung abhält und wie er klingt.

Umgebungsgeräusche müssen wahrnehmbar sein

Offene Modelle werden für ihren besonders natürlichen und feinen Ton gelobt. Da sie aber ungefiltert jeglichen Lärm durchlassen, kann das den Sound wieder beeinträchtigen. Geschlossene Hörkapseln garantieren einen unverzerrten Klang und einen knackigen Bass. Außerdem schotten sie den Hörer völlig ab. Die halboffene Variante ist ein Kompromiss irgendwo dazwischen.

Bei Kindern sollten Eltern darauf achten, dass der Kopfhörer sie nicht komplett von ihrer Umgebung isoliert.

 

Testsieger: Sony MDR-ZX110

Weil unser ehemaliger Testsieger, der KrolTronix Bluetooth Kopfhörer, nicht mehr verfügbar ist, haben wir uns durch den Rest nochmal durchgehört und den Sony MDR-ZX110 zum neuen Testsieger gekürt.

Neuer Testsieger

Sony MDR-ZX110

Test besten Kopfhörer für Kinder: Sony MDR-ZX110
Sieht toll aus und sitzt gut, der Klang geht in Ordnung.

Der Kopfhörer mit dem dicken 1,20 Meter-Kabel hatte bei den beiden Testschwestern ein Heimspiel: Sein Vorgängermodell bewährt sich seit rund vier Jahren in ihrem Kinderzimmer – beste Voraussetzungen also für den Nachfolger.

Langzeittest bestanden

Der Sony erweist sich als erstaunlich robust, obwohl er schon zig Autoreisen und einige Stürze hinter sich hat. In dieser Zeit ging nie etwas kaputt, es gab nie einen Wackelkontakt oder schlimmen Kabelsalat. Den Qualitäts-Langzeittest hat dieser Kopfhörer locker bestanden. Die Verarbeitung ist demnach sehr gut, und auch am sonst oft so empfindlichen Kabel sind keine Schäden aufgetaucht.

Allerdings wollen wir nicht verschweigen, dass auch viele Käufer nicht so gute Erfahrungen mit dem Sony gemacht haben. Es gibt einige Bewertungen von Kunden, die beklagen, dass der Kopfhörer schon nach wenigen Monaten defekt war.

Allerdings stehen aktuell 40 1-Sterne-Bewertungen knapp 400 5-Sterne-Bewertungen gegenüber. Die überwiegende Mehrheit der Kunden macht mit dem Sony also offenbar so gute Erfahrungen wie wir selbst. Und selbst wenn der Kopfhörer früh kaputt geht – bei einem Preis von gerade mal zehn Euro ist nicht viel verloren.

Der Klang

Der Klang des Sony MDR-ZX110 ist solide. Sicher: mit einem teuren Hifi-Kopfhörer kann der Sony nicht mithalten. Doch für einen Kopfhörer für diesen Preis ist die Klangqualität beachtlich. Es fehlt zwar trotz 30 mm-Treiber zwar ein wenig das Satte, Energievolle und er kommt auch ein wenig leiser und gedämpfter daher als beispielsweise der Kopfhörer von Gorsun. Aber alles in allem gehört er klanglich zu den besten Hörern im Test.

Der Sony klingt solide und ist nicht so laut

Zumal Kinder zwar durchaus einen schönen Klang zu schätzen wissen, aber generell ansonsten mehr auf Aussehen und Handhabung achten – solange der Ton zumindest angemessen ist.

Der Sony hat keine eingebaute Lautstärkebegrenzung, doch die braucht er auch nicht unbedingt, da er sowieso nicht so laut dröhnt wie andere Modelle. Der anfangs als Schwäche angesehene leisere Klang ist für empfindliche Kinderohren durchaus ein Vorteil. Außerdem sind die Modelle mit Begrenzung wie bereits erwähnt nicht unbedingt positiv aufgefallen.

Passt gut

Was wir sonst noch am Sony mögen? Mit seinem »eleganten Aussehen« (O-Ton der Tester) und dem coolen, schlichten Design in Schwarz, Weiß oder Rosa gefällt der Kopfhörer Kindern garantiert auch noch im Teenager-Alter. Und der Tragekomfort der Kunstleder-Ohrmuscheln liegt irgendwo zwischen federleicht und himmlisch weich.
Sehr praktisch ist außerdem seine mega-variable Größeneinstellung. Durch die lässt er sich sowohl eng an einen sehr kleinen Kinderkopf als auch an Papas Melone anpassen – und das, ohne zu sehr vor Umweltgeräuschen abzuschirmen. Was unseren Testern außerdem positiv aufgefallen ist: Man kann ihn klitzeklein zusammenfalten.

Das spart sowohl Platz im Kinderzimmer als auch im Koffer auf der Fahrt in den Urlaub. Und dann gibt es ja noch die Headset-Funktion mit Remote und Mikro, die ebenfalls praktisch ist, wenn auch für jüngere Kinder nicht kaufentscheidend. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist ebenfalls kaum zu toppen.

Gibt es Nachteile?

Ihm fehlt eigentlich nur eins zur Perfektion: Bluetooth. Finden zumindest unsere jungen Tester. Ohne Kabel lässt es sich besser tanzen, rumtoben und sogar auf Toilette gehen – und das ganz ohne das man auf Musik verzichten muss. Leider kann der Sony das nicht bieten. Doch wir finden: Auch ohne Bluetooth hat er sich den Testsieg verdient. Trotzdem können wir es nicht lassen, an dieser Stelle noch einen kleinen Verbesserungsvorschläge anzubringen: Das Kabel des Kopfhörers dürfte gerne noch etwas länger sein als seine etwas mickrigen 1,20 Meter.

Unsere Altersempfehlung: ab 3 Jahre

Alternativen

Toller Sound

Gorsun Sport On-Ear

Test besten Kopfhörer für Kinder: Gorsun Gorsun 3,5 mm Leicht-Kopfhörer
Klingt besser, hat aber ebenfalls kein Bluetooth.
Amazon€ 12,99

von 90 Lesern gekauft

Tonqualität und Hörerlebnis sind beim Gorsun Leicht-Kopfhörer ein Traum. Für uns ist er unter diesem Kriterium der Beste aller zehn Test-Modelle.

Er trumpft mit ausgewogenem, kraftvollen Sound auf, der auch bei gedrosselter Lautstärke klar und deutlich rüberkommt. Für kleines Geld kriegt man hier ein echtes Powerpaket.

Und noch dazu einen hübschen Anblick. Die Testkinder bescheinigen ihm jedenfalls ein sehr cooles Aussehen. Er wirke dank seiner Schlichtheit und den Kunstleder-gepolsterten Ohrenschalen »hip«. Gut kamen auch die unifarbenen Kaufvarianten in Weiß, Schwarz und Rosa, seine »gemütlichen« Ohrmuscheln und die teils mit weichem Gummi verkleideten, bequemen Bügel an. Letztere kann man erfreulicherweise auf Mini-Größe zusammenklappen. Praktisch für Unterwegs.

Außerdem gefällt den Kindern, dass direkt am Kabel eine kleine Fernbedienung angebracht ist, so dass man die Lautstärke regulieren kann. Im Prinzip sollten die kleinen Tester dort auch die Play- und Pausentaste sowie das InLine-Mikrofon steuern. Warum sie das nicht hinkriegten, weiß der Himmel.

Womit wir schon bei den Kritikpunkten wären und weshalb es der Gorsun am Ende doch nichts aufs Siegertreppchen schaffte: Zum einen ist der Kopfhörer selbst auf kleinster Einstellung für schmalere Kinderköpfe ein wenig zu groß. Zum anderen ist sein 3,5 mm Stereo-Klinkenstecker etwas empfindlich: Nur wenn man ihn ganz gerade in die Buchse steckt, klingt er optimal. Ansonsten kann es passieren, dass man den Sound nur auf einem Ohr hört.

Unsere Altersempfehlung: ab cirka 5 Jahre

Für die Jüngsten

JVC HA-KD5

Test besten Kopfhörer für Kinder: JVC HA-KD5
Kommt mit coolen Stickern und ist damit eher was für jüngere Kinder.
Amazon€ 13,99
Allyouneed.com – Shopping powered by DHL€ 29,98
real,- Onlineshop€ 30,16

von 7 Lesern gekauft

Die Kombi aus Lautstärkebegrenzung auf 85 Dezibel und einigermaßen guten Sound hat am besten der japanische Audio- und Videohersteller JVC Kenwood hinbekommen.

Der Klang des JVC HA-KD5 könnte aber noch etwas satter ausfallen. Die Testkinder bemängelten den Sound als zu leise und drehten deshalb schlussendlich mehr auf als bei Kopfhörern ohne Lärmbremse. Dennoch: Sein Ton ist klar.

Zudem hat sich JVC sichtbar Mühe gegeben, den Geschmack der Jüngsten zu treffen. Sieben Farbvarianten inklusive Stickern zum Selbst-Kreativwerden stehen zur Wahl, darunter zwei Bibi Blocksberg Editionen. Vor allem die sechsjährige Testerin war von den Aufklebern im Hexen-Look hin und weg, während die Elfjährige meckerte: »Der Kopfhörer sieht komisch aus, so unproportioniert: Unten ist der Bügel dick, oben dünn.« Ihr war das zweifarbige Design zu kindisch. Allerdings: Ob so ein Ding überhaupt von der Kindergartenzeit bis ins Teenie-Alter überlebt, sei dahingestellt. Zumal es nicht die Welt kostet.

Was weiter für den Kopfhörer spricht, sind Größenverstellbarkeit und Biegsamkeit, die auch mal eine falsche Bewegung verkraftet und auf Reisen praktisch ist. Und die fast 250 meist positiven Amazon-Bewertungen.

Negativ fiel den Testern auf, dass der On-Ear-Kopfhörer trotz seines Federgewichts nicht durchwegs angenehm zu tragen ist: Die mit Kunstleder gepolsterten Hörmuscheln fanden beide Kinder zu hart. Auch der Hartplastik-Bügel hätte eine leichte Wattierung vertragen. Richtig eingeengt fühlten sich die Kinder aber von der Kabellänge von nur 80 Zentimetern. Seltsam bei einer Zielgruppe, die doch ständig in Bewegung ist und Freiraum bräuchte.

Unsere Altersempfehlung: ab 3 Jahre

Außerdem getestet

Ernüchternd fanden wir die Klangqualität der restlichen getesteten Kinderkopfhörer. Nur die beiden Kabel-Leicht-Kopfhörer der Marke Philips – beide mit einer Lautstärkebegrenzung von 85 Dezibel und etwas klapprig – lieferten Besseres ab.

Philips SHK2000BL/00

Vor allem beim Philips SHK2000BL/00 klang Panda-Rapper »Cro« ziemlich deutlich und laut – wohl dank des Neodym-Lautsprechertreibers, der ein starkes Magnetfeld und deshalb eine größere Empfindlichkeit der Schwingspule erzeugt, was der Klangqualität gut tut.

Trotzdem wundert es uns ein wenig, dass dieses Modell der Amazon-Bestseller Nummer eins ist. Die Testkinder fanden ihn jedenfalls »hässlich« und, was viel wichtiger ist, weil weniger Geschmackssache, »ungemütlich« wegen seiner »zu harten« Schaumstoff-Hörmuscheln und dem ungepolsterten Hartplastik-Bügel.

Philips SHK 1031

Sein Labelbruder, der Philips SHK 1031, mit Neodym-Lautsprechertreiber und Metallbügel ausgestattet, bekam ein – wenn auch nicht begeistertes – »Okay« für seinen Sound.

Allerdings würden wir ihn maximal als Zweitkopfhörer fürs Auto kaufen. Warum? Wegen der Empfindlichkeit der Schaumstoff-Hörmuscheln und weil er sich trotz seiner Verstellbarkeit nicht ans Ohr anpasste, sondern immer wieder runterrutschte, was der Hörqualität schadet.

Sound Intone MS 200

Einen Neodym-Lautsprecher besitzt auch der Sound Intone MS 200. Allerdings überzeugte uns sein Klang trotzdem nicht. Die Tester bescheinigten ihm, dass sich Stimmen etwas zu »nuschelig« und übersteuert anhören würden. Der Kopfhörer ohne Lautstärkebegrenzung wurde entwickelt für Kinder und Erwachsene.

Deshalb wohl saß das Gerät selbst bei der Elfjährigen in der kleinsten Größeneinstellung noch viel zu locker. Für Kindergartenkinder können wir den Kauf deshalb nicht empfehlen.

Nenos Kabel-Kopfhörer

Der Nenos Kabel-Kopfhörer mit automatischer Lautststärkeregulierung gehört ebenfalls nicht zu unseren Favoriten: Die kleinen Sound-Checker kritisierten seinen Klang im Test-Vergleich als zu leise und verschwommen – »wie von weit weg«. Weitere Minuspunkte: »Er sieht hässlich aus, und seine relativ harten Polster stehen von den Ohren ab.«

Toll fanden sie sein Gadget, das es ihnen ermöglichte, gemeinsam der gleichen CD per Head Phones zu lauschen. Der Nenos lässt sich nämlich kinderleicht mit einem anderen Kopfhörer zusammenstecken.

Contixo kb-300 Kids Bluetooth

Test Kopfhörer: Contixo kb-300 Kids Bluetooth

Keine Preise gefunden.

Beim Anblick des Contixo kb-300 Kids Bluetooth, dessen Lautstärke auf 85 Dezibel begrenzt ist und dem auch ein Kabel beiliegt, war es vor allem bei der Sechsjährigen Liebe auf den ersten Blick. Denn in die Hörmuscheln integrierte LED-Lichter begannen zu blinken wie eine Discokugel, als sie den Kopfhörer anschaltete.

Er sieht auch wirklich zu cool aus, und das in allen vier möglichen Farbkombis. Und ist bequem. Sein sehr leiser und verhuschter Klang enttäuschte die Tester dagegen komplett. Und auch den Radio-Modus via Multifunktionstaste, für den sich etwas ältere Kinder schon interessieren dürften, funktionierte beim Test nicht.

Kein einziger Sender konnte empfangen werden. Schade: Die kabellose Verbindung reichte beim Contixo nur etwa 15 Meter weit – die kürzeste Entfernung im Vergleich mit unseren anderen Bluetooth-Modellen.

Kosee Kids HP2

Das absolute Abturner-Modell für beide Kinder war der Kosee Kids HP2. Sie nannten ihn sofort die »Steinzeitkeule«. Denn er besteht aus einem Material, das die Hersteller als »flexiblen Schaum aus ungiftigem EVA und ohne BPA« bezeichnen. Für die Tester fühlte es sich eher nach Beton an, Polster und Bügel waren zu hart.

Die Elfjährige sagte: »Der unbequemste Kopfhörer ever!« Auch seine plumpe Form aus einem Guß erinnerte sie stark ans Neandertal. Da nützte es nichts mehr, dass er ganz ordentlich, wenn auch leise klingt, dass er eine Lautstärkebegrenzung von 85 Dezibel mitbringt und dass er unvergleichlich robust ist.

Die Zielgruppe kann ihn knicken, biegen und drehen, ohne Gefahr zu laufen, dass ein Teil abbricht. Was uns wundert, sind seine relativ guten Bewertungen im Netz. Vielleicht wegen des extrem niedrigen Preises?

Kommentare

6 Kommentare zu "Der beste Kopfhörer"

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Dem Kal
Dem Kal

So…,“toller“ Test des KrolTronix und nirgendwo zu beziehen?!?!?!?

Redaktion

Der Kroltronix wird leider nicht mehr verkauft. Wir werden unseren Test in Kürze aktualisieren.

Don Bodetti – brauchen unsere nicht mal gute

Auf jeden

Ich lese und lese finde es super. Geh zu amazon sehe den Kopfhörer und dann steht nicht nach Österreich.

Schau dir mal http://www.meinpaket.at an.