Der beste Kopfhörer

Test Kopfhörer für Kinder

Der beste Kinderkopfhörer ist der KrolTronix Bluetooth. Er toppt mit gutem Sound, hohem Tragekomfort und wenig Gewicht. Aber das Beste: Dank Bluetooth stört Kinder kein Kabel in ihrer Bewegungsfreiheit. Sie können mit ihm malen, tanzen, herumtollen und wenn’s sein soll sogar aufs Klo gehen… Dank kabelloser Reichweite von annähernd 30 Metern alles kein Problem.

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Mutter, Vater und zwei Kinder düsen im Auto in die Toskana-Ferien. Kind 1 möchte Radio hören, Papa mag aber genau diesen Sender nicht. Kind 2 möchte gerade lieber selbst furchtbar schräg singen. Und Mama würde am liebsten noch ein bisschen dösen.

Der Vater, der langsam nur noch seine Ruhe will, schlägt vor, ein Hörspiel einzulegen. Kind 1 schreit: »Gute Idee.« Kind 2 meckert: »Ich möchte lieber eine DVD angucken.« Die Laune sinkt  auf Nordpoltemperatur. Ohne zwei Kopfhörer wäre spätestens jetzt Armaggedon ausgebrochen. Kriegen die Kleinen aber was auf die Ohren, hört Kind 1 CD, Kind 2 schaut in aller Stille »Die Eisprinzessin«, Papa hört blutdrucksenkenden Bach – und Mutter kann endlich mal schlafen. Merke: Kopfhörer sind Retter des Familienfriedens!

Die Frage ob Knirpse schon einen Kopfhörer brauchen, hat sich damit erübrigt. Bleibt noch zu klären, ob es tatsächlich ein Extra-Kinder-Modell sein muss. Oder ob’s nicht auch der Olle von Mama tut. Wir meinen: Kinderkopfhörer sind Pflicht. Denn die haben nicht nur kleinere Ohrpolster, sondern ihre Bügel lassen sich meist auch perfekt dem zarteren Kopf anpassen.

Mit Lautstärkebegrenzung

Kinderohren sind empfindlicher als »ausgewachsene« Lauscher. Schön blöd, dass der Nachwuchs, je älter er wird, umso mehr aufdreht. Aber zu viel Lärm in jungen Jahren kann aufs Ohr gehen. Tatsächlich hat heute etwa ein Viertel aller Jugendlichen und jungen Erwachsenen Hörschäden oder Tinnitus. Unsere Ohren malochen ja auch rund um die Uhr, sogar im Schlaf.

Deshalb brauchen sie ab und zu eine Wellness-Kur, auch und gerade in der Kindheit. Die englische Selbsthilfe-Organisation »Deafness-Research« hat dazu eine simple Regel entwickelt: Maximal 60 Minuten täglich mit Kopfhörern chillen bei maximal 60 Prozent der Lautstärke.

Was heißt das in der Praxis? Kann man nebenan problemlos mithören was beim Nachwuchs auf dem Kopfhörer abgeht, ist es definitiv zu laut.

Doch wie kriegen Eltern den Lärm in den Griff, ohne ständig bei Fuß zu stehen und zu lauschen? HNO- und Kinder-Ärzte empfehlen Kinderkopfhörer mit Lautstärke-Begrenzung auf maximal 85 Dezibel, was etwa dem Geräuschpegel einer Hauptverkehrsstraße oder einem Staubsauger entspricht. Wissenschaftler gehen davon aus, dass ein Wert unter 80 Dezibel gesundheitlich unbedenklich ist – zumindest für Erwachsene.

Allerdings: Kinderohren wurden nicht extra getestet – es gibt keine gesicherten Studien dazu. Was einem zu denken gibt: Laut Verbraucherzentrale muss ein Arbeitgeber schon bei 80 Dezibel für Gehörschutz sorgen, ab 85 Dezibel ist der sogar Pflicht. Soviel zu Grenzwerten. Deshalb sollten Mädchen und Jungs diese lautstärke-reduzierten Kinder-Geräte nach Expertenmeinung sogar bis etwa 14 benutzen; was bei Teenagern allerdings nicht gerade auf Begeisterung stoßen dürfte.

Auch die europäische »Spielzeugrichtlinie« und die Europa-Norm 71-1 wiegt Eltern in trügerischer Sicherheit. Demnach muss ein Spielzeug, das nah am Ohr zum Einsatz kommt, einen Abstand zur Ohrmuschel von mindestens 2,5 Zentimetern haben. Das entspricht einem Grenzwert für den Spitzenschalldruckpegel von 110 Dezibel und einem zeitlichen Mittelwert von 60 bis 70 Dezibel. Doch welches Kind, welche Mutter, welcher Vater kontrolliert schon so genau? Bei Kopfhörern ist das per se schwierig, da man sie sich ja genau auf die Ohren setzt. Was das bedeutet? Kinder sind meist einem höheren Lärmpegel ausgesetzt, als es der Norm entspricht.

Deshalb müssten Eltern einfach selbst ab und zu zum Kontrolletti mutieren, rät die »Initiative Hören«. Außerdem ist ein guter Klang schon bei Kinderkopfhörern wichtig. So kriegen die Youngsters selbst bei leiserem Sound alles gleich viel besser mit. In unserem Test schnitten deshalb Modelle ohne Lautstärkebegrenzung oft sogar besser ab.

On-Ear, Over-Ear, In-Ear?

Ob man In-Ear-Ohrstöpsel, Bügelkopfhörer, die auf dem Ohr aufliegen (On-Ear) oder die Ohrmuschel umschließen (Over-Ear) bevorzugt, ist für Erwachsene reine Geschmackssache. Bei Kindern aber plädieren wir unbedingt für die gepolsterten On-Ear- oder Over-Ear-Varianten. Denn mit ihnen kriegen die Kids meist noch einigermaßen mit, was um sie herum geschieht. Das ist vor allem dann wichtig, wenn ältere Kinder die Kopfhörer auch draußen auf der Straße tragen. Außerdem geben die dicken Dinger Eltern die Chance, mitzubekommen, wie laut ihr Nachwuchs CD, DVD oder Radio hört. Bei den kleinen Stöpseln im Ohr hat man da keine Chance.

Das Bedenklichste an In-Ear-Hörern: Sie beschallen den sensiblen Gehörgang direkt. So können bei zu viel Lärm schlimmstenfalls die kleinen Härchen im Ohr absterben, was man in der Kindheit meist noch nicht bemerkt. Das Fiese am Hörschaden ist nämlich sein langsamer und unauffälliger Verlauf.

Auf oder zu?

Geschlossen, offen oder halboffen – Audio-Freaks können diese Frage mit geradezu religiösem Eifer diskutieren. Gemeint ist damit die Bauweise der Hörkapseln, die nach außen hin entweder offen, geschlossen oder halboffen konstruiert sind. Diese Konstruktion entscheidet auch darüber, wie gut ein Kopfhörer Geräusche aus der Umgebung abhält und wie er klingt.

Offene Modelle werden für ihren besonders natürlichen und feinen Ton gelobt. Da sie aber ungefiltert jeglichen Lärm durchlassen, kann das den Sound wieder beeinträchtigen. Geschlossene Hörkapseln garantieren einen unverzerrten Klang und einen knackigen Bass. Außerdem schotten sie den Hörer völlig ab. Die halboffene Variante ist ein Kompromiss irgendwo dazwischen.

Bei Kindern sollten Eltern darauf achten, dass der Kopfhörer sie nicht komplett von ihrer Umgebung isoliert.

Test Kopfhörer für Kinder
Alle Kopfhörer im Test: Sony MDR-ZX110, Nenos,  Contixo kb-300,  Philips SHK 1031,  JVC HA-KD5-AE,  KrolTronix, Philips SHK2000BL/00, Kosee Kids HP2, Gorsun, Sound Intone MS200.

So haben wir getestet

Ökotest und Stiftung Warentest dienten uns diesmal nicht als erste Anlaufstelle, da beide bisher noch keine Kinder-Kopfhörer geprüft haben. Dafür haben wir uns in Tests des Magazins »Chip«  und von »Eltern Testsieger« eingelesen. Diese Infos plus die Bewertungen in diversen Online-Shops beeinflussten die Wahl der zehn Kinderkopfhörer mit und ohne Kabel, die wir uns gemeinsam mit zwei Testkindern zu »Ohren führten«.

Allerdings entschieden wir uns dabei ausschließlich für Modelle bis etwa 30 Euro, denn hochpreisigere Kinderkopfhörer kommen wohl nur für wenige in Frage. Uns erschließt sich jedenfalls nicht der Sinn, ein derart teures und auch einigermaßen empfindliches Teil in die Hände von kleinen Kindern zu geben.

Beim Test selbst achteten unsere Nachwuchsprüfer auf die Optik, die für Kinder wohl mit am wichtigsten sein dürfte, aber auch Klang, Tragekomfort, Robustheit, Bedienung, Lautstärkebegrenzung und Geräuschisolierung. Außerdem checkten sie, ob sich der Kopfhörer klein machen kann, was praktisch ist auf Reisen. Und ob das Gerät weitere Specials wie etwa einen FM-Radiozugang oder eine Share-Funktion für Geschwister besitzt.

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KrolTronix Bluetooth Kopfhörer Preisvergleich

Kommentare

6 Kommentare zu "Der beste Kopfhörer"

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Ich lese und lese finde es super. Geh zu amazon sehe den Kopfhörer und dann steht nicht nach Österreich.

Schau dir mal http://www.meinpaket.at an.

Rene René Zuper

Daniel Eul

Don Bodetti – brauchen unsere nicht mal gute

Auf jeden

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