Der beste Kopf­hörer mit Noise Cancelling

last updateZuletzt aktualisiert:
Kopf­hörer mit Noise Cancelling Test: Sony Wh1000x M3

Der beste Kopfhörer mit aktivem Noise Cancelling ist der Sony WH-1000X M3. Bei der Geräuschunterdrückung steht der Sony dem ehemaligen Marktprimus von Bose in nichts nach. Im Gegensatz zum Bose passt er sich aber selbständig an die akustischen Rahmbedingungen anpassen – und er klingt deutlich besser als der Bose. Damit ist der Sony WH-1000X M3 ohne Frage zur Zeit der beste Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung.

Update 26. Oktober 2018

Wir haben zwei interessante neue Modelle getestet: Mit dem WH-1000X M3 bringt Sony die mittlerweile dritte Inkarnation unseres ehemaligen Favoriten und fährt abermals den Testsieg ein. Sparfüchse freuen sich über den TaoTronics TT-BH047, den wir ebenfalls empfehlen können.

Created with Sketch. Weitere Updates anzeigen
Created with Sketch. Einklappen
20. April 2018

Nachdem der Hersteller die Bluetooth-Probleme in den Griff bekommen hat, können wir den Teufel Real Blue NC nun eindeutig empfehlen.

3. April 2018

Wir haben mit dem Marshall MID A.N.C. eine neue Empfehlung für On-Ear-Fans.

7. März 2018

Wir haben zwei ausgesprochene Design-Stücke getestet, die nicht nur gut aussehen, sondern auch hervorragend verarbeitet sind: Der KEF Space One Wireless und der Bowers & Wilkins PX verfügen beide zudem über hervorragende Klangeigenschaften. Der Bowers & Wilkins ist daher auch eine neue Empfehlung.

22. Dezember 2017

Wir haben fünf neue Kopfhörer mit aktiver Geräuschreduzierung getestet. Unser neuer Testsieger ist der Nachfolger unseres bisherigen Favoriten, der Sony WH 1000XM2. Außerdem haben wir zwei neue Empfehlungen für Sie.

8. September 2017

Sony hat auf der IFA den Nachfolger unseres Favoriten vorgestellt, der ein noch bessere Noise Cancelling bieten soll und auch Bose hat ein neues Modell im Angebot. Wir werden den Sony WH-1000XM2 und den Bose QuietComfort 35 II so demnächst probehören und den Test aktualisieren.

1. August 2017

Wir haben den KEF Space One und den JVC HA-S90BN gehört und unsere Empfehlungen in mit und ohne Bluetooth aufgeteilt.

5. Mai 2017

Teufel hat den Mute nun als Bluetooth-Version Mute BT im Programm, der kostet unter 200 Euro und mischt die Bluetooth-Hörer mit NC gehörig auf.

19. Januar 2017

Wir haben uns den neuen Libratone Q Adapt OnEar angehört und zu unserem Test zum besten Kopfhörer mit Noise Cancelling hinzugefügt.

Kopfhörer mit Noise Cancelling (NC) oder aktiver Geräuschunterdrückung funktionieren, indem Umgebungsgeräusche mit einem Mikrofon aufgezeichnet und phasenverschoben über die Lautsprecher abgespielt werden. Dadurch werden die störenden Schallwellen einfach ausgelöscht.

Das Ergebnis ist wundersame Stille auch bei lauter Umgebung – eine Wohltat vor allem, wenn man im Flugzeug oder mit der Bahn unterwegs ist.

Nach unseren Erfahrungen teilt sich die Noise Cancelling-Technologie nicht nur in Spreu und Weizen, sondern auch in, nennen wir es mal Sand, um in landwirtschaftlichen Begriffen zu bleiben: Den Weizen machen eindeutig die Hörer von Sony, Bose und Sennheiser aus. Hier kommen weitestgehend eigene Entwicklungen zum Einsatz, und die sind teuer. Die anderen Hersteller bedienen sich bei dem, was der Markt so hergibt, und da gibt es ebenfalls deutliche Preis- und vor allem Qualitätsunterschiede. Wir haben die Stärken und Schwächen beim Noise Cancelling der einzelnen Hörer differenziert beschrieben, sodass Sie immer im Klaren darüber sind, ob und wieviele Abstriche Sie seitens der Außengeräuschunterdrückung hinnehmen müssen.

Dennoch möchte man gerade in der Bahn mal eben die Durchsagen mitbekommen, oder sich kurz mit dem Sitznachbarn verständigen können. Gerade dafür hat unser neuer Favorit eine besonders praktische Funktion in petto.

Gegenüber den In-Ear-Modellen haben Bügelkopfhörer mit ohrumschließenden Kapseln einen entscheidenden Vorteil: Sie dichten die Ohren schon von der Konstruktion her gut gegen Außengeräusche ab. Außerdem bieten die größeren Kapseln viel mehr Möglichkeiten, Akku und Elektronik unterzubringen. Das zusätzliche Kästchen, das bei In-Ear-Hörern mit Noise Cancelling nötig ist, brauchen sie nicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Sony WH-1000X M3

Test Kopf­hörer mit Noise Cancelling: Sony WH-1000X M3
Kompromisslos guter Klang und Hervorragende Geräuschunterdrückung – in der dritten Version nochmal verbessert.

Mit dem Sony WH-1000X M3 hat Sony nunmehr die dritte Generation seines überaus erfolgreichen Flaggschiffs mit Noise Cancelling herausgebracht. Grundlage ist nach wie vor der MDR-1000X. Hat der WH-1000X M2 erstmals so smarte Features wie das adaptive, also sich an die Umgebung anpassende Noise Cancelling dazu bekommen, wurde der WH-1000X M3 nunmehr auch äußerlich runderneuert. Auch er erkennt an den Umgebungsgeräuschen und den Bewegungen des Trägers, ob er sich gerade im Zug befindet oder im monotonen Geräuschpegel eines Großraumbüros. Das Noise Cancelling wird entsprechend angepasst, sodass zum Beispiel die Durchsagen im Zug ungestört durchgeleitet werden, wogegen das monotone Hintergrundgemurmel unterdrückt wird.

Das gesamte Oberflächen-Finish sieht nun hochwertiger aus, die Bedientasten sind schlanker und feiner geworden. Die Ohrpolster sind nun aus anderem Material, dichten nochmal besser ab und sind enorm bequem.

Auch gut

Bose QuietComfort 35 II

Test Kopf­hörer mit Noise Cancelling: Bose QuietComfort 35 II
Als Nachfolger des QuietComfort 35 gehört auch der QuietComfort 35 II ebenfalls zur Crème der NC-Kopfhörer mit Bluetooth.

Überraschend kurz führte der QuietComfort 35 von Bose unsere Empfehlungsliste an. Ausschlaggebend war das schon sprichwörtlich effektive Noise Cancelling des Bose-Hörers, gepaart mit einem eingängigen Klangerlebnis, das zum entspannten Langzeithören prädestiniert ist. Auch Boses Nachschlag mit dem QuietComfort 35 II ändert an unserer Entscheidung nichts, denn außer einem zusätzlichen Bedienknopf, der zwar für den Google Assistant gedacht ist, sich jedoch auch mit anderen Funktionen belegen lässt, hat sich nichts geändert. Mittlerweile scheint Bose die Weiterentwicklung des ehemaligen Trendsetters ohnehin eingestellt zu haben, denn schließlich ist der QC 35 II nun schon einige Jahre alt, und unterscheidet sich von seinem Vorgänger nur durch die Taste zur Aktivierung des Google Assistant.

Dennoch oder gerade deshalb ist die Bedienung intuitiv und einfach gehalten, selbst die Verarbeitung ist über jeden Zweifel erhaben. Damit ist er in den Grundfunktionen fast genauso gut wie unser Testsieger von Sony, der mit ähnlich effektivem Noise Cancelling mithält, aber darüberhinaus eben noch einen hörbar besseren Klang bietet.

Bester Klang

Sennheiser PXC 550

Test Kopf­hörer mit Noise Cancelling: Sennheiser PXC 550
Der PXC 550 verfügt über ein effektives Noise Cancelling, klingt hervorragend und ist super ausgestattet.

Der Sennheiser PXC 550 ist nicht ganz so anpassungsfähig wie unser neuer Favorit, die dreistufige Anpassung des Noise Cancelling, das bei Sennheiser Noise Guard heißt, wird schlicht über einen dreistufigen Schalter vorgenommen. In diesem Rahmen funktioniert die Unterdrückung der Außenwelt fast so gut wie beim Bose QC 35. Der Sennheiser ist ebenfalls prall ausgestattet, der Hörer findet nebst sämtlichem Zubehör Platz im schönen Hardcase. Klanglich liegt der PXC 550 auf dem gleichen Niveau wie der neue Favorit von Sony, bietet darüberhinaus eine etwas feinere Detailauflösung in den Mitten.

Designerstück

Bowers & Wilkins PX

Der Bowers Wilkins PX ist aus hochwertigen Materialien gefertigt; der Bügel und die Gehäuse der Kapseln bestehen überwiegend aus Metall, die Polster aus hochwertigem Leder. Der Hörer nutzt den aptX HD-Codec zur Übertragung der Musik in Hi-Res-Qualität. Belohnt wird der Aufwand mit herrlich ausgewogenem, langzeittauglichem Klangerlebnis. Seitens der Bedienung hat man sich bei Bowers und Wilkins etwas ganz besonderes einfallen lassen, die Musik lässt sich außer auf Tastendruck auch mit Hilfe intuitiver Gesten starten und stoppen.

Gut & günstig

TaoTronics TT-BH047

Test Kopf­hörer mit Noise Cancelling: TaoTronics TT-BH047
Der TaoTronics ist zwar nicht üppig ausgestattet, bietet aber passablen Klang und gute Verarbeitung fürs schmale Budget.

von 16 Lesern gekauft

Auf den TaoTronics TT BH047 war ich einigermaßen gespannt, hatten wir doch schon mit den In-Ears vom selben Hersteller gute Erfahrungen gemacht. Der TT BH047 ist zugegebenermaßen dürftig ausgestattet: Ein Audio-Kabel für den Notfall und ein USB-Ladekabel müssen reichen, ein Case liegt nicht bei. Seitens der Verarbeitung und auch bezüglich des Klangs muss sich der Hörer aber auch nicht hinter der Konkurrenz verstecken, die doppelt so teuer ist. Klar muss man für den Preis von knapp 60 Euro ein paar Abstriche machen, bezüglich der Klangqualität und des Tragekomforts aber nicht. Außerdem schafft der TaoTronics noch ein ganz passables Noise Cancelling.

Vergleichstabelle

TestsiegerAuch gutBester KlangDesignerstückGut & günstig
Modell Sony WH-1000X M3 Bose QuietComfort 35 II Sennheiser PXC 550 Bowers & Wilkins PX TaoTronics TT-BH047 Teufel Real Blue NC Sony WH-1000XM2 Bose QuietComfort 25 Marshall MID A.N.C KEF Space One KEF Space One Wireless Teufel Mute Sony MDR-1000X Bose QuietComfort 35 Sennheiser Momentum 2 Wireless AKG N60NC Libratone Q Adapt Sony MDR-100ABN JBL Everest Elite 750NC JVC HA-S90BN Philips SHB9850NC Panasonic RP-HC800 Audio-Technica ATH ANC9
Test Kopf­hörer mit Noise Cancelling: Sony WH-1000X M3Test Kopf­hörer mit Noise Cancelling: Bose QuietComfort 35 IITest Kopf­hörer mit Noise Cancelling: Sennheiser PXC 550Test Kopf­hörer mit Noise Cancelling: Bowers & Wilkins PXTest Kopf­hörer mit Noise Cancelling: TaoTronics TT-BH047Test Kopf­hörer mit Noise Cancelling: Teufel Real Blue NCTest Kopf­hörer mit Noise Cancelling: Sony WH-1000XM2Test Kopf­hörer mit Noise Cancelling: Bose QuietComfort 25Test Kopf­hörer mit Noise Cancelling: Marshall MID A.N.CTest Kopf­hörer mit Noise Cancelling: KEF Space OneTest Kopf­hörer mit Noise Cancelling: Kef Space One wirelessTest Kopf­hörer mit Noise Cancelling: Teufel MuteTest Kopf­hörer mit Noise Cancelling: Sony MDR-1000XTest Kopf­hörer mit Noise Cancelling: Bose QuietComfort 35Test Kopf­hörer mit Noise Cancelling: Sennheiser Momentum 2 WirelessTest Kopf­hörer mit Noise Cancelling: AKG N60NCTest Kopf­hörer mit Noise Cancelling: Libratone Q AdaptTest Kopf­hörer mit Noise Cancelling: Sony MDR-100ABNTest Kopf­hörer mit Noise Cancelling: JBL Everest Elite 750NCTest Kopf­hörer mit Noise Cancelling: JVC HA-S90BNTest Kopf­hörer mit Noise Cancelling: Philips SHB9850NCTest Kopf­hörer mit Noise Cancelling: Panasonic RP-HC800Test Kopf­hörer mit Noise Cancelling: Audio-Technica ATH ANC9
Pro
  • Überragendes adaptives Noise Cancelling
  • Hervorragender Klang
  • Smartes Bedienkonzept
  • Sämtliche HiRes-Codecs
  • Überragendes Noise Cancelling
  • Mit Google Assistant kompatibel
  • Hervorragender Klang
  • Hervorragendes Noise Cancelling
  • Reichhaltige Ausstattung
  • Hochwertige Materialien und beste Verarbeitung
  • USB-Typ C-Ladebuchse
  • Intelligente Gestensteuerung
  • Guter Klang
  • Komfortabler Sitz
  • Gute Verarbeitung
  • Guter Klang
  • Gutes Noise Cancelling
  • Stabile Bluetooth-Verbindung
  • Gute Ausstattung
  • Überragendes, adaptives Noise Cancelling
  • Sehr guter Klang
  • Smartes Bedienkonzept
  • Sämtliche HiRes-Codecs werden unterstützt
  • Hervorragendes Noise Cancelling
  • Sehr guter Klang
  • Gutes Noise Cancelling
  • Sauber verarbeitet
  • Hervorragender Klang
  • Beste Verarbeitung
  • Polster dichten sehr gut ab
  • Hervorragender Klang
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Hochwertiges Design
  • Zwei Kabel inklusive (mit und ohne Mikrofon)
  • Gutes Noise Cancelling und guter Klang für wenig Geld
  • Überragendes Noise Cancelling Sehr guter Klang
  • Pfiffige Bedienung
  • Überragendes Noise Cancelling Einfache Bedienung
  • Hervorragende Klangqualität
  • Exzellente Verarbeitung
  • Hervorragender Klang
  • Gutes Noise Cancelling
  • Einfache Bedienung
  • Perfekt für Brillenträger
  • Außergewöhnliches Bedienkonzept
  • Schönes Design, in vielen Farben verfügbar
  • Guter Klang
  • Große weiche Ohrpolster
  • Extravagantes Design
  • Gute Klangqualität
  • Drei unterschiedliche Charakteristika
  • Sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • Sehr günstig
  • Sehr günstig, gut verarbeitet
  • Zwei Audiokabel, davon eines mit und eines ohne Mikrofon
Contra
  • Hoher Preis
  • Bedienung nicht mehr zeitgemäß
  • Talkthrough-Funktion umständlich
  • Relativ teuer
  • Weniger Anpassungsmöglichkeiten des Noise Cancelling als der Favorit
  • Audiokabel ohne Mikrofon
  • Noise Cancelling könnte besser sein
  • Noise Cancelling nur mittelprächtig
  • Magere Ausstattung
  • Noise Cancelling könnte besser sein
  • Unterschiedliche Varianten für iOS und Android
  • Keine Talk-Through-Funktion
  • Hoher Preis
  • Ohne Freisprechen, daher fürs Smartphone nur eingeschränkt geeignet
  • Ziemlich hohes Gewicht
  • Passt nicht über sehr große Ohren
  • Noise Cancelling könnte besser sein
  • Schlecht verarbeitet
  • Ohne adaptives Noise Cancelling
  • Leichte Abstriche in der Klangqualität
  • Nicht mit aptX kompatibel
  • Teuer
  • Abstriche beim Noise Cancelling
  • Noise Cancelling nicht anpassbar
  • Dichtet nicht komplett ab
  • On-Ear passt nicht jedem
  • Noise Cancelling funktioniert unbefriedigend
  • Leichtes Rauschen bei aktivem NC
  • Umständliche Bedienung
  • Abstriche beim Noise Cancelling
  • Ohrpolster recht eng, rauscht mit und ohne Noise Cancelling
  • Bei aktivem Noise Cancelling stark verfärbter Klang
  • Starkes Rauschen bei aktivem Noise Cancelling
Bester Preis
  Technische Daten anzeigen

So haben wir getestet

Kopfhörer mit Noise Cancelling kommen sowohl mit kabelloser Bluetooth-Übertragung als auch in verkabelter Ausführung daher, dann sind sie meist etwas günstiger.

Bluetooth-Variante ist teurer

Beide Konstruktionen mussten sich im Test gegen Verkehrslärm, dem Hintergrundgemurmel in einer größeren Menschenmenge und im Haushalt gegen einen Staubsauger behaupten. Obwohl unser Hauptaugenmerk auf die Außengeräuschunterdrückung liegt, legen wir auch besonderen Wert auf möglichst gute Klangeigenschaften – und das sowohl im NC-Betrieb als auch als normaler Bluetooth- oder Kabelkopfhörer. Dabei ist klar, dass die meisten Hersteller im NC-Betrieb mehr oder weniger tiefe Eingriffe ins Klanggeschehen machen.

Alle Kopfhörer mit Noise Cancelling im Test
Oben: Teufel Mute, JBL Everest Elite 700, Audio-Technica ATH ANC9, Bose QC 35.
Unten: Sony MDR-100ABN, Panasonic RP-HC800, Sennheiser M2AE BT, Philips SHB9850NC.

Inzwischen haben wir insgesamt 28 Kopfhörer mit Noise Cancelling getestet, 24 davon sind aktuell noch lieferbar.

Im jüngsten Update haben wir den Nachfolger unseres bisherige Favoriten Sony WH 1000XM2 probegehört. Mit dem WH-1000X M3 geht der ursprüngliche Sony MDR-1000X in die dritte Ausbaustufe. Er musste sich vor allem gegen den Bose QuietComfort 35 behaupten, den kabellosen Nachfolger des legendären Bose QuietComfort 25.

Auch am unteren Rand der Preisskala tut sich was: So haben wir mit dem TT BH047 von TaoTronics einen neuen Player bei den Fullsize-Kopfhörern mit Noise Cancelling, den wir schon von den In-Ears kennen.

Von links: Sony WH-1000XM2, Sennheiser PXC 550, AKG N60NC, JBL Everest Elite 750NC und Teufel Real Blue NC.

Zuvor konnten wir mit dem Sennheiser PXC 550 beinahe schon einen Klassiker ins Rennen schicken. Außerdem hatten wir den Teufel Real Blue NC, den JBL Everest Elite 750NC und den AKG N60NC im Test.

Mit dem KEF Space One Wireless und dem Bowers & Wilkins PX haben wir zwei Hörer für Liebhaber hochwertiger Materialien und hervorragenden Designs unter die Lupe genommen. Beide verfügen über sehr gute Klangeigenschaften und bringen interessante Features mit. Für On-Ear-Fans haben wir uns den Marshall MID A.N.C. angehört. Die weiteren getesteten Modelle finden Sie in der Vergleichstabelle und unter »Außerdem getestet«.

 Kopf­hörer mit Noise Cancelling Test: Sony Wh1000x M3

Testsieger: Sony WH-1000X M3

Mit dem WH-1000X M3 steht Sony jetzt mit der dritte Generation auf dem Thron in der Kategorie der Kopfhörer mit aktivem Noise Cancelling. Angefangen hat alles mit dem MDR-1000X, der die technische Grundlage auch für den WH-1000X M3 darstellt.

Testsieger

Sony WH-1000X M3

Test Kopf­hörer mit Noise Cancelling: Sony WH-1000X M3
Kompromisslos guter Klang und Hervorragende Geräuschunterdrückung – in der dritten Version nochmal verbessert.

Das adaptive Noise Cancelling des WH-1000X M2 wurde im WH-1000X M3 nochmals verfeinert. Neu hinzugekommen ist die Optimierungsoption. Sie wird mit einem längeren Druck auf die Noise-Cancelling-Taste aktiviert, mit einer Reihe von Testtönen wird das Noise Cancelling an die akustischen Gegebenheiten unter den Ohrpolstern angepasst, und es wir noch stiller. Wenn die Musik stoppt, ist noch nicht einmal mehr das feine Rauschen zu vernehmen, das noch beim Vorgänger bei aktivierten Noise Cancelling zu hören war.

Ansonsten hat sich am adaptiven Noise Cancelling nur wenig geändert: Dank der Auswertung der eingebauten Mikrofone, GPS-Empfänger und Bewegungsmelder kann der WH-1000X M3 die Rahmenbedingungen, in denen man sich gerade befindet, ziemlich genau erkennen und das Noise Cancelling entsprechend anpassen.

So werden die Außengeräusche im Straßenverkehr nicht komplett ausgeblendet, im Zug oder im geräuschintensiven Großraumbüro dagegen sehr wohl. Dabei werden Durchsagen im Flieger oder im Zug oder vermeintlich direkte Ansprachen im Büro durchgeleitet.

 Kopf­hörer mit Noise Cancelling Test: Sony Wh1000x M3 Tasten
Die wenigen Bedientasten sind feiner geworden, und machen einen soliden Eindruck.

Die neuen Ohrpolster sind dicker, passen sich noch besser der Kopfform an und tragen sich deshalb extrem komfortabel. Entgegen ersten Befürchtungen finden zudem auch größere Ohren darunter genug Platz. Sie werden damit noch besser von Außengeräuschen abgeschottet. Klanglich hat sich dadurch gerade im Tieftonbereich etwas geändert, der Bass hat nochmal an Präzision und Tempo gewonnen, was sich nur durch die geänderte Oberfläche und die bessere Abdichtung der Polster erklären lässt.

Die Verbindung zum Smartphone und die Aktivierung des Noise Cancelling beziehungsweise des Ambient Sound werden über Tasten an der linken Hörkapsel des WH 1000X M3 gesteuert. Die rechte Kapsel ist gleichzeitig eine Touch-Bedienfläche: Mit Wischgesten von oben nach unten und umgekehrt kann man die Lautstärke regeln, von vorn nach hinten oder umgekehrt Songs überspringen, doppelt tippen stoppt bzw. startet die Musik.

Sonys neuer Hörer hat viele smarte Features bekommen

Die Talkthrough-Funktion, die Sony »Quick Attention Mode« nennt, hat der Sony WH-1000X M3 vom MDR-1000X übernommen: Legt man die Handfläche auf die Kapsel, wird die Musik leiser geregelt und Umgebungsgeräusche werden verstärkt. So hört man die vorher bestens abgeschottete Außenwelt wieder, was nicht nur für Durchsagen sehr praktisch ist, sondern auch, wenn man angesprochen wird. Nimmt man die Handfläche von der rechten Kapsel, wird die Außenwelt wieder aus- und die Musik eingeblendet.

 Kopf­hörer mit Noise Cancelling Test: Sony Wh1000x M3 Ladebuchse
Die Aufladung des internen Akkus erfolgt zeitgemäß per USB Typ-C Buchse.

Im Ambient Sound-Modus erkennt der Hörer eigenständig, ob es sich gegebenenfalls um eine Durchsage handelt und reagiert entsprechend. Das macht er auch bei Telefonaten – dann wird die Stimme ebenfalls durchgeschaltet, was vermeidet, dass man unangemessen laut spricht. Das funktioniert zumindest meistens, andernfalls kann man immer noch die Hand an die rechte Kapsel legen – der Effekt ist der gleiche.

Musikhören auch ohne Akku

Die drahtlose Verbindung geht dank NFC schnell und komfortabel vonstatten, solange das Smartphone NFC unterstützt. Aber auch bei nicht NFC-kompatiblen Geräten wie dem iPhone ist die erste Verbindung mit ein bis zwei zusätzlichen Zwischenschritten problemlos erledigt.

Beim Koppeln hilft die freundliche Sprachansage, die auch sonst standardmäßig die Bedienung unterstützt. Glücklicherweise meldet sie sich von sich aus nur, wenn etwas wichtiges passiert, wie An/Aus, niedriger Batteriestand, Bluetooth-Pairing oder Umschalten des NC-Modus.

Der Akku hält beeindruckende 30 Stunden im Dauerbetrieb mit Bluetooth und aktiviertem Noise Cancelling durch. Damit kommt man bestens schallisoliert im Flieger einmal um die Welt – was will man mehr?

 Kopf­hörer mit Noise Cancelling Test: Sony Wh1000x M3 Nfc
In einer der Hörmuscheln befindet sich der NFC-Chip, das Logo zeigt wo gekoppelt wird.

Wenn der Akku unterwegs dann doch irgendwann schlapp macht, ist zwar mit Bluetooth und Noise Cancelling Schluss, Musik auf die Ohren gibt’s aber weiterhin. Dazu muss man nur das beiliegende Anschlusskabel auspacken – das ist allerdings im Vergleich zum Vorgänger von 1,50 Meter auf 1,30 Meter geschrumpft.

Im Gegensatz zum Bose QuietComfort 35 verfügt der Sony über eine Standardbuchse mit 3,5 Millimeter Durchmesser. Wenn also das Originalkabel mal nicht zur Verfügung steht, gibt es quasi an jeder Ecke Ersatz. Nur auf ein Inline-Mikrofon und Bedientasten muss man selbst beim Originalkabel verzichten. Als Freisprechanlage funktioniert der Sony im Kabelbetrieb also nicht.

Neben dem Audio-Kabel liegt dem Sony WH-1000X M3 ein Flugzeugadaper und ein USB-Ladekabel bei. Gemeinsam mit dem zusammengefalteten Kopfhörer findet alles im verhältnismäßig kleinen Case Platz, das nun einen Bezug aus strapazierfähigem Stoff statt einem aus glattem Kunstleder hat – auch das hat Sony gut reisetauglich gelöst.

Verblüffend gutes Noise Cancelling

Zugegeben, wenn man schon mal einen Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung wie den QuietComfort 35 von Bose gehört hat, ist man kaum noch zu überraschen – es sei denn, man hat eben keinen Bose auf den Ohren sondern einen Sony WH-1000X M3, der seine Sache ebenso gut macht.

Auch beim Sony WH-1000X M3 funktioniert das Noise Cancelling hervorragend. Motorengeräusche der unterschiedlichsten Fortbewegungsmittel werden sehr gut unterdrückt. Das liegt nicht nur an der elektronischen Zauberei: Die Polster dichten auch sehr effizient ab und erlauben auch größeren Ohren eine optimale Entfaltung.

Der Effekt ist jedenfalls immer wieder verblüffend: Die Umwelt wird akustisch beinahe komplett ausgeschaltet, so als ob jemand an der Fernbedienung auf den »Mute«-Knopf drückt. Selbst das Gemurmel der anderen Fahrgäste ist mit aktiviertem Noise Cancelling kaum noch wahrnehmbar.

Außen­geräusche können auf Wunsch eingeblendet werden

Rauschen ist selbst bei leisesten Musikpassagen nicht hörbar. Der Unterschied ist dann umso krasser, wenn man mit einfachem Handauflegen oder automatisch die Umgebung wieder zuschaltet, weil er erkannt hat, dass ich im Zug sitze und eine Durchsage erfolgt.

Ein Klangunterschied zwischen aktivem oder inaktivem Noise Cancelling ist beim Sony WH-1000X M3 nicht mehr hörbar. Bei der Musikübertragung per Kabel spielt er noch etwas offener, freier auf. An der Tiefe und Breite der Bühnenabbildung ändert sich nichts hörbar.

Ehrlicher Klang

Beim Klang gibt sich der Sony WH-1000X M3 grundehrlich, mit einem schön differenzierten Mitteltonbereich und einem angenehmen Hauch von Wärme, auch wenn der direkte Vergleich mit dem Sennheiser PXC 550 jenem noch einen Tick mehr Auflösungsvermögen bescheinigt. Ein solides Bassfundament mit perfektem Timing erwartet man zurecht von einem geschlossenen Kopfhörer und genau das bietet der Sony auch.

Darüber hinaus gelingt es ihm, feine Details herauszuarbeiten, ohne dass es nervig wird. Stimmen werden fein nuanciert wiedergegeben und haben immer die richtige Klangfarbe und der knackige Bass sorgt für echten Spassfaktor.

Zwar kann der Sony nicht so neutral abgestimmt sein wie ein »sauberer« Kopfhörer ohne Noise Cancelling, er bietet aber zur Zeit eindeutig den besten Kompromiss aus Bluetooth-Übertragung, Noise Cancelling und lebendiger Musikwiedergabe.

Wer noch besseren, echten audiophilen Musikgenuss will, muss auf Noise Cancelling verzichten und sollte sich unsere Empfehlungen des besten HiFi-Kopfhörers ansehen.

Nachteile?

Schwächen hat der Sony WH-1000X M3 eigentlich keine: Die wenigen Ungereimtheiten in der adaptiven Anpassung lassen sich relativ leicht per Software-Update ausmerzen und die guten Klangeigenschaften werden kaum davon beeinflusst.

Wen die selbständigen Anpassungen des WH-1000X M3 irritieren, der kann auf den MDR-1000X zurückgreifen. Der begnügt sich mit weniger Eigenleben, verfügt aber ansonsten über ähnliche Qualitäten und liegt aktuell im Preis fast gleichauf.

Sony WH 1000X M3 im Testspiegel

Der Sony WH-1000X M3 ist erst seit der IFA 2018 auf dem Markt, einige Testberichte gibt es aber schon.

Christoph de Leuw von Computer Bild (09/2018) stellt dem Sony WH 1000X M3 mit einer Gesamtnote von 1,7 ein gutes Zeugnis aus.

»Der Sony WH-1000XM3 ist die dritte Auflage von einem der besten Reise-Kopfhörer überhaupt. Dank Bluetooth kommt der Sony ohne Kabel aus, zum Anschluss etwa an das Bordsystem im Flugzeug liefert Sony aber Kabel und Adapter mit. Die elektronische Außengeräusch-Unterdrückung (Noise Cancelling) arbeitet enorm effektiv, selbst Stimmen dringen nur wenig zum Nutzer durch. Bei Bedarf lässt sich das Noise-Cancelling auch abschwächen. Der Klang des Sony gefiel im Test mit wuchtigen, dennoch sauberen Bässen und mit viel Liebe zum Detail.«

Martin Mertens hatte für Hifitest die Gelegenheit, den Sony ausgiebig zu testen, mit dem wenig überraschendem Ergebnis von fast fünf von fünf erreichbaren Sternen in der Spitzenklasse:

»Obwohl der WH-1000XM3 für einen Over-Ear vergleichsweise kompakt ausfällt, ist seine Passform nahezu perfekt. Die Polster sind superweich, liegen toll an und bieten trotzdem auch größeren Ohren Platz. … –… Sony war, was den Klang von Kopfhörern betrifft, schon immer ganz weit vorne, mit aptX HD kann der WH-1000XM3 sein Potenzial auch kabellos ausspielen. Klar durchgezeichnete Höhen, ein wunderbar sauberes, schlackenfreies Mittenband und tiefe, klar konturierte Bässe – das ist richtig, richtig gut. Wer andere Vorlieben hat, kann gerne per App am Klang drehen – die Möglichkeiten sind schier endlos. Mit gefällt der Kopfhörer neutral am besten. Auch die Geräuschunterdrückung gehört klar zum Besten, was es aktuell am Markt gibt. Es ist wirklich beeindruckend, wie effektiv der WH-1000XM3 Umgebungsgeräusche ausblendet.«

Die CHIP stellte Ende August einen Kurztest des WH-1000X M3 online, auch hier war man vom verbesserten Tragekomfort und vom Klang angetan:

»Der Sony WH-1000XM3 ist ein extrem komfortabler Kopfhörer. Wir haben bereits den Vorgänger WH-1000XM2 sehr gerne auf dem Kopf gehabt, aber das neue Modell fühlt sich nochmals ein bisschen besser an. … – … Man hat gegenüber dem Vorgänger das Gefühl, dass sich die Instrumente weiter um den Kopf herum ausbreiten und das Klangbild auch bei höheren Lautstärken an Größe und Kraft gewinnt. Der Sound ist sehr warm und voll, da Sony die Bässe anhebt und die Höhendarstellung mindert. Das hat Vor- und Nachteile.«

Das Magazin für Computer Technik c’t kommt in seiner Septemberausgabe zu einem eher zwiespältigen Urteil über den Sony WH 1000X M3, vor allem zum Klang, was wir allerdings nicht nachvollziehen können:

»Beim ersten Probehören waren wir vom Klang des WH-1000XM3 enttäuscht: In der Standardeinstellung gab der Kopfhörer zwar alles kraftvoll wieder, was wir ihm zuspielten, doch der wummernde Bass übertönte Höhen und Mitten – die sonst so detaillierte Wiedergabe der Sony-Bluetooth-Kopfhörer war verschwunden. Daraufhin stellten wir in der dazugehörigen iOS- und Android-App »Headphones« den Equalizer auf die Voreinstellung »Hell«. Und siehe da: Der Bass trat in den Hintergrund, ohne an Punch zu verlieren, Stimmen und Details traten in angemessenem Maße auf die Bühne«

Das Schweizer Magazin PCTipp wagte gar den Härtetest im Helikopter:

»Der Alltagslärm hatte keine Chance gegen Sonys NC-Technik. Doch wie siehts in einer wirklich extremen Situation aus? […] Sie waren tatsächlich in der Lage, den grössten Teil des Lärms – der gigantisch war – zu unterdrücken. Im reinen Noise-Cancelling-Modus war der Lärm zwar nicht zu 100% weg, aber immerhin so, dass man sich wohlfühlte und es nicht zu laut war. Man konnte auch problemlos Musik hören, ohne die Lautstärkeeinstellung aufs Maximum hochjagen zu müssen. Sony ist mit diesen Kopfhörern und dieser Noise-Cancelling-Funktion eine richtig gute Arbeit gelungen.«

Alternativen

Wer einen kabellosen Kopfhörer mit gutem Noise Cancelling sucht, kommt nicht wirklich günstig weg. Wer bereit ist, beim Noise Cancelling Abstriche zu machen, kann aber eine Menge Geld sparen.

Auch gut

Bose QuietComfort 35 II

Test Kopf­hörer mit Noise Cancelling: Bose QuietComfort 35 II
Als Nachfolger des QuietComfort 35 gehört auch der QuietComfort 35 II ebenfalls zur Crème der NC-Kopfhörer mit Bluetooth.

Ganz ohne Frage ist Bose mit dem QuietComfort 35 wieder ein großer Wurf gelungen. Das Noise Cancelling funktioniert so effizient wie fast kein anderes. Daher ist unser ehemaliger Favorit auch weiterhin eine Empfehlung.

Ergänzt wurde er kürzlich um den Bose QuietComfort 35 II, außer dass man dem nun eine zusätzliche Taste spendiert hat handelt es sich dabei jedoch über das gleiche Produkt.

Diese zusätzliche Taste an der linken Kapsel soll ursprünglich den Google Assistant auf dem Smartphone starten, um dasselbe auch mit Kopfhörer per Sprache zu steuern, was auch gut funktioniert, wem dieses Feature aber nicht so wichtig ist, der kann die Taste auch mit anderen Funktionen belegen, zum Beispiel lassen sich damit die verschiedenen Szenarien des Noise Cancelling durchzappen, ohne das Smartphone hervorzuholen.

Bei beiden Hörern ist der Akku also fest eingebaut und wird über USB aufgeladen. Wie der Sony hält er mit Bluetooth und Noise Cancelling knapp 20 Stunden durch.

Bei leerem Akku kann man auch mit dem QC35 noch Musik hören, sofern das beiliegende Kabel eingesteckt wird, das allerdings keinen Standardanschluss hat. Noise Cancelling und die Freisprechfunktion des Smartphones funktionieren dann allerdings nicht mehr.

Klanglich konnte der Bose uns schon beim letzten Mal nicht vollends überzeugen. Seine gefällige Abstimmung dürfte einigen Musikenthusiasten zu langweilig sein, andere schätzen diese Eigenschaft, um auf langen Reisen entspannen zu können.

Wenn Sie Wert auf eine effektive Außengeräuschunterdrückung legen, und auf langen Reisen entspannt Musik hören möchten, ist der Bose nach wie vor eine gute Wahl. Der QuietComfort 35 II ist aktuell zwar etwas günstiger als unser Favorit, der kann allerdings mehr, und der direkte Konkurrent, der WH-1000X M2, ist sogar günstiger. Verkehrte Welt: der direkte Gegner des einfachen QC 35, der Sony MDR 1000X, kostet aktuell selbst bei Amazon über 300 Euro.

Bester Klang

Sennheiser PXC 550

Test Kopf­hörer mit Noise Cancelling: Sennheiser PXC 550
Der PXC 550 verfügt über ein effektives Noise Cancelling, klingt hervorragend und ist super ausgestattet.

Der Sennheiser PXC 550 reagiert zwar nicht so flexibel auf die Umgebungssituation wie unser Favorit, einige Detaillösungen, die durchaus das Prädikat »smart« verdienen, hat er aber schon. So schaltet er sich automatisch ein, sobald die rechte Kapsel aus der Transportposition in die Hörposition geklappt wird. Folgerichtig wird dann dafür gesorgt, dass der Sennheiser sich nach dem Abnehmen abschaltet und so Energie spart.

Die Kopplung mit dem Smartphone wird standesgemäß mit NFC unterstützt, der Chip sitzt in der linken Kapsel, die rechte ist als Touchpad ausgelegt. Damit lässt sich die Lautstärke einstellen und man kann durch die Stücke skippen. Ein feines Klopfsignal unterbricht die Musik, um ein Telefonat anzunehmen, was übrigens für beide Gesprächsteilnehmer in hervorragender Qualität funktioniert.

Mit dem Schiebeschalter hinten oben an der rechten Kapsel werden zwei verschiedene Noise Guard-Stufen aktiviert oder abgeschaltet. Stufe II ist die höchste Stufe, dort wird nach Möglichkeit alles ausgeblendet. Zwischen dieser und der Aus-Position gibt es eine weitere Stufe, hier passt sich der PXC 550 automatisch den Umgebungsgeräuschen an, allerdings nicht so effizient wie unser Favorit. Insgesamt liegt das Noise Cancelling fast auf dem gleichen, hohen Niveau wie beim Favoriten.

Das in der rechten Kapsel integrierte Touchpanel reagiert unmittelbarer, was die Bedienung noch mal erleichtert. Allerdings ist man hier noch mehr auf Klopfzeichen angewiesen als bei beiden Sonys; einmal leicht klopfen ist für Start und Pause der Musik, doppeltes Klopfen aktiviert die Talk-Through-Funktion, was nicht ganz so elegant ist, wie das Handauflegen bei den Sonys.

Klanglich spielt der Sennheiser wie erwartet in der selben Liga wie die Sony-Kopfhörer, lediglich die Abstimmung ist etwas anders; so fällt im A-B-Vergleich eine ganz leichte Senke im Mitteltonbereich bei den Sony-Hörern auf, hier löst der Sennheiser etwas feiner auf, liefert allerdings mitunter etwas mehr Schärfe in den höheren Lagen.

Zwar erlaubt er verschiedene Klangmodi; »Club«, »Movie« und »Speach«, sie unterscheiden sich aber nur in Nuancen, am besten hat mir der Sound gefallen, wenn sie abgeschaltet sind. Besonders gefällt am Sennheiser, dass es kaum hörbare Klangunterschiede gibt, egal ob der Noise Guard ein- oder ausgeschaltet ist.

Auch der Sennheiser überzeugt also eher klanglich und kommt beim Noise Cancelling weder an Sony noch Bose heran. Dafür ist er ein gutes Stück günstiger zu haben und bietet damit ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Designerstück

Bowers & Wilkins PX

Auch der Bowers & Wilkins PX hat viele Gene von seinen verkabelten Brüdern übernommen, wofür er sich keinesfalls schämen muss – schließlich werden auch hier beste Materialien zusammen mit musikalischem Know-How zu einem stimmigen Gesamtkonzept verbunden.

Die Ohren werden eng und dennoch bequem von den Polstern des PX umschlossen, die aus glattem Leder gefertigt sind und schon rein mechanisch einen großen Teil der Außengeräusche aussperren. Die Polster sehen eng aus, wegen der ovalen Form werden aber auch größere Ohren gut umschlossen.

Dass man sich auch seitens der Bedienung reichlich Gedanken gemacht hat, wird sofort nach dem Aufsetzen klar; eigentlich eher per Zufall hebe ich eine der Hörkapseln leicht an, um meinem Gegenüber zuzuhören, prompt stoppt der Bowers & Wilkins PX die Musikwiedergabe, um sie anschließend, nach Herunterklappen der Kapsel an der gleichen Stelle wieder fortzusetzen.

Diese Art der Gestensteuerung lässt sich fortführen: Setzt man den Hörer komplett ab und legt ihn auf den Tisch, geht er erst in den Pause- und nach einiger Zeit in den Ruhemodus. Um Energie zu sparen wird sogar die Bluetooth-Verbindung unterbrochen. Das Aufnehmen des Hörers aktiviert dann wieder alles, sodass der Kontakt wieder aufgenommen und das Stück weitergespielt wird, sobald der Hörer auf den Ohren sitzt.

Das Noise Cancelling lässt sich auf die jeweilige Situation anpassen: Eine Taste schaltet bei Bedarf drei Szenarien aktiv. So kann man das NC entweder an Geräusche im Flugzeug, im Straßenverkehr oder im Büro anpassen. Alternativ zu den Bedientasten lässt sich der PX auch komfortabel über eine kostenlose App bedienen.

Der Bowers & Wilkins PX gibt jede musikalische Kost, die ihm angeboten wird, sehr schön aufgelöst und mit bestechender Räumlichkeit weiter. Ganz entgegen dem allgemeinen Trend kommt der Bass ohne Unterstützung aus, was den PX zum Langzeithören prädestiniert.

Klanglich stellt er damit sowohl den Sony als auch den Bose in den Schatten, bei der Qualität des Noise Cancellings kommt er dagegen nicht an die beiden heran. Und weil ein »bester Kopfhörer mit Noise Cancelling« aus unserer Sicht vor allem bei eben diesem überzeugen muss, schafft es der Bowers & Wilkins PX nicht ganz aufs Siegertreppchen. Für alle, denen Klangqualität aber wichtiger ist als das beste Noise Cancelling, ist der Bowers & Wilkins aber auf jeden Fall eine Empfehlung.

Gut & günstig

TaoTronics TT-BH047

Test Kopf­hörer mit Noise Cancelling: TaoTronics TT-BH047
Der TaoTronics ist zwar nicht üppig ausgestattet, bietet aber passablen Klang und gute Verarbeitung fürs schmale Budget.

von 16 Lesern gekauft

Dem TT BH047 von TaoTronics liegt lediglich ein USB-Ladekabel sowie ein Audiokabel für den Notfall bei, damit man auch mit leerem Akku wenigstens noch Musik hören kann. Auf einen Beutel oder gar ein Hard-Case muss man verzichten. Dass der Hörer sich dennoch dank zweier Gelenke im Bügel ziemlich kompakt zusammenklappen lässt, ist trotzdem erfreulich.

Dass die besagten Klappscharniere darüber hinaus auch noch einen sehr soliden Eindruck hinterlassen, kommt allerdings nicht von ungefähr, denn der TaoTronics erfreut sich generell einer guten Verarbeitungsqualität. Die Ohrpolster sind dick, weich und komfortabel und schotten selbst für größere Ohren gut gegen Außengeräusche ab.

Das müssen sie auch, denn wie bei allen Hörern mit Noise Cancelling, die unter 200 Euro liegen, wird zumeist gerade am Noise Cancelling gespart. Die Technologie, die hier so preiswert zum Einsatz kommt, ist tatsächlich schon etwas betagt, und bei Weitem nicht so effizient wie bei den teureren Kollegen.

Beim TT BH047 konnte ich dann auch das Phänomen entdecken, dass in den unteren Preiskategorien das Noise Cancelling von einem mehr oder weniger ausgeprägten Loudness-Charakter des Klangs unterstützt wird. Damit lässt sich auch ein unzureichendes Noise Cancelling ganz gut kaschieren, allerdings rauscht der TaoTronics bei aktivem NC, was ganz besonders in leisen Musikpassagen zu hören ist.

Trotzdem sind die Sparmaßnahmen beim Klang weniger gravierend, als es der attraktive Preis vermuten lässt. Klar, der TT BH047 ist keine Ausgeburt an Neutralität: Dem Bass wird hörbar auf die Sprünge geholfen und bei ohnehin basslastiger Musik ist das schon mal zu viel des Guten, aber dennoch vermittelt der Hörer eine gute Portion Spaß und klingt dabei nicht unangenehm.

Die Bedienung wird denkbar einfach über ergonomisch sinnvoll verteilte Tasten mit gut spürbarem Druckpunkt realisiert. Da hat man sich binnen kurzer Zeit eingewöhnt, ebenso wie an dem überraschen hohen Tragekomfort.

Dank seiner guten Verarbeitung, seinem Tragekomfort und dem ordentlichen Klangbild ist der TT BH047 durchaus eine Überlegung wert – trotz allen genannten Abstrichen.

Außerdem getestet

Lautsprecherspezialist Teufel rundet mit dem Real Blue NC die neue Real-Reihe mit einem Bluetooth-Kopfhörer mit NC ab. Im zweiten Rollout hat der Hersteller seinen Kopfhörer mit verbesserter Bluetooth-Technik nachgerüstet: War bei den ersten Modellen die drahtlose Verbindung noch sehr instabil und mit Aussetzern gespickt, hat man hier konsequent nachgebessert.

Der Real Blue NC kann seitens der Fertigungs- und mehr noch der Klangqualität locker mit der Konkurrenz mithalten. Aufgrund seiner ohrumschließenden Bauweise mit den gut abdichtenden Polstern verfügt er schon mal über beste Voraussetzungen zur Unterdrückung der störenden Außengeräusche.

Die aktive Außengeräuschunterdrückung funktioniert nicht ganz so differenziert wie bei den teureren Kollegen von Sennheiser, Bose oder gar Sony. Hier beschränkt man sich, wie bei allen günstigeren Lösungen, auf störende Frequenzbereiche, die beim Fliegen oder während der Bahnfahrt entstehen. Allerdings kapselt der Real Blue auch im Großraumbüro ganz ordentlich ab, wenngleich dies zum großen Teil auf das Konto der dichten Ohrpolster geht.

Die Bedienung ist dank der als Touchpad ausgelegten rechten Kapsel intuitiv; mit rauf und runter wischen stellt man die gewünschte Lautstärke ein, mit horizontalem Wischen zappt man durch die Tracks und ein Tippen in der Mitte lässt die Musik pausieren – zugunsten eines Telefonats. Für wichtige Funktionen, wie Ein-/Ausschalten, Bluetooth-Pairing und das Aktivieren des Noise Cancelling gibt es richtige Schalter an den Kapseln.

Klanglich spricht der Real Blue NC mit seinem leichten Loudness-Charakter und dem knackigen Bass insbesondere die jugendliche Zielgruppe an. Er erreicht mit dieser Abstimmung aber auch bei geringer Lautstärke schon ein angenehmes Klangvolumen.

Ausgestattet ist der Real Blue NC, wie von Teufel nicht anders erwartet, üppig: Ein schlankes Hard-Case fasst neben dem zusammengeklappten Kopfhörer ein Audio- und ein USB-Ladekabel, außerdem ist der obligatorische Flugzeugadapter mit an Bord.

Natürlich sind die knappen 200 Euro kein Pappenstiel, der Real Blue NC ist aber schon allein aufgrund der hochwertigen Verarbeitung jeden Cent wert. Das Noise Cancelling ist nicht so aufwändig wie bei Bose, Sony oder Sennheiser, erfüllt aber hauptsächlich auf Reisen seinen Zweck.

Mit dem WH-1000X M2 hat Sony unseren vormaligen Testsieger nochmal ordentlich aufgebohrt. Im WH-1000X M2 steckt zwar zum größten Teil die Technik des MDR-1000X, allerdings hat der neue viele smarte Features dazu bekommen. Er erkennt an den Umgebungsgeräuschen und den Bewegungen des Trägers, ob man sich gerade im Zug befindet oder im monotonen Geräuschpegel eines Großraumbüros. Entsprechend wird das Noise Cancelling angepasst, was bedeutet, dass zum Beispiel die Durchsagen im Zug ungestört durchgeleitet werden, wogegen das monotone Hintergrundgemurmel unterdrückt wird.

Klanglich hat sich dagegen nichts geändert, auch der WH 1000XM2 zieht klanglich locker an der Konkurrenz von Bose vorbei, ist außerdem deutlich günstiger zu haben.

Bose QuietComfort 25

Mit Kabel fing alles an, auch bei Bose. Der QuietComfort 25 ist ein toller Hörer ohne Bluetooth. Auch wenn er nicht wesentlich günstiger ist als sein Bluetooth-Bruder, markiert er nach wie vor die Spitze des technisch machbaren. Wer sich lieber aufs Kabel verlässt und auf den kabellosen Komfort bewusst verzichtet, wird mit nach wie vor gutem und vor allem störungsfreien Klang belohnt und spart etwas Geld. Leider ist er mittlerweile kaum noch erhältlich, wenn Sie ihn aber günstig bekommen, können Sie ihn bedenkenlos kaufen.

Der Marshall MID A.N.C. verfügt vom Design her über zwei Vorteile: Zum einen hat er ein markantes Aussehen, zum anderen sind die Kapseln recht klein gehalten. So lässt er sich kompakt zusammenlegen und auf statt über die Ohren setzen – ein Komfortvorteil für Brillenträger. Hinzu kommt, dass er für einen ohraufliegenden Hörer sehr gut abdichtet. Der Klang hat einen leichten Loudness-Charakter, woraus man bei Marshall allerdings auch keinen Hehl macht, er klingt dadurch aber auch bei geringer Lautstärke angenehm voll.

Das aktive Noise Cancelling funktioniert recht einfach, es werden in der Hauptsache tiefe Frequenzen ausgefiltert, wie Flugzeug- und andere Motoren. Auf eine wie auch immer geartete selektive Filterung wird verzichtet. Marshall sieht davon ab, gleichzeitig den Pegel der Musik anzuheben, auch der Klang verändert sich nur marginal. Für das Gebotene finden wir sie allerdings recht teuer.

Normalerweise wird der Name Porsche mit Autos im höheren Leistungs- und Preissegment in Verbindung gebracht, längst aber hat sich das typische Porsche-Design auch auf andere Produkte übertragen. Der Space One, den Audio-Spezialist KEF zusammen mit der Porsche Design-Abteilung entwickelt hat, schlägt genau in diese Kerbe.

Hier gibt es erstklassiges Design mit hervorragender Fertigungsqualität nach außen hin, innen drin superbe Audio-Technologie, die klanglich ihresgleichen sucht. Unter den verkabelten Kopfhörern mit Noise Cancelling zählt der Space One auch klanglich zu den besten.

KEF Space One Wireless

Der KEF Space One Wireless unterscheidet sich nur geringfügig von seinem Bruder mit Kabel. Das Noise Cancelling ist das gleiche und dank mitgelieferter Kabel, von denen eines sogar mit Mikrofon ausgestattet ist, läuft der Space One Wireless sogar mit leerem Akku – auch als Headset. Klanglich ist auch der Wireless ein echter Knaller, aber beim Noise Cancelling kommt er nicht an Sony heran. Dafür ist die Wireless-Variante aus unserer Sicht zu teuer.

Unser vormaliger Testsieger Sony MDR-1000X verfügt über ein ausgefeiltes, effizientes Noise Cancelling und kann mit hervorragendem Klang überzeugen. Beide Eigenschaften gehen selten eine so harmonische Verbindung ein wie hier. Für beste Übertragungsqualität per Bluetooth setzen die Japaner nicht allein auf den aptX-Codec, sondern bieten für hochauflösendes Material auch den noch nicht so weit verbreiteten hauseignen LDAC-Codec an. Auch die Bedienung ist gelungen, insbesondere die pfiffige Talk-Through-Funktion durch einfaches Handauflegen hat uns gefallen. Für gerade einmal 50 Euro mehr ist der Nachfolger Sony WH-1000XM2 mit seinen zusätzlichen Smart-Features aber die bessere Wahl.

Auch Lautsprecherspezialist Teufel hat zuerst den Noise Cancelling-Kopfhörer Mute mit Kabel auf den Markt gebracht und damit mehr als einen Achtungserfolg erzielt. Die ordentlich funktionierende Geräuschunterdrückung und der ausgewogene Klang, dem es nicht am gewissen Pepp mangelt, macht den Teufel Mute zum Preistipp der kabelgebundenen Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung. Um den attraktiven Preis zu gewährleisten hat man bei Mute am Material gespart, hier kommt ausschließlich Kunststoff zum Einsatz, aber das ist bei seinem attraktiven Preis in Ordnung.

Sennheiser Momentum 2 Wireless

Ein echter Hingucker ist der Momentum 2 Wireless von Sennheiser: Edelste Materialien wie Leder und Metall fügen sich zu einem außergewöhnlichen Design zusammen. Wir empfehlen die Over-Ear-Variante, also mit ohrumschließenden Polstern, die dichten nochmal besser ab als die On-Ears und sind für die meisten Menschen angenehmer zu tragen. Brillenträger greifen eventuell eher zum On-Ear-Modell, beide haben neben dem hervorragenden Design und der sauberen Verarbeitung allerdings auch klanglich einiges zu bieten. Hier liegt der Sennheiser locker auf dem Niveau unseres Testsiegers, nur beim Noise Cancelling hat der die Nase vorn.

Der AKG N60NC ist ein kompakter, ohraufliegender Kopfhörer, der etwas günstiger ist als die Hightec-Empfehlungen. Gerade für Brillenträger sind On-Ear-Hörer mitunter komfortabler zu tragen.

Das Noise Cancelling ist beim AKG stets aktiv, es lässt sich nicht abschalten, lediglich im Kabelbetrieb kann man nicht darauf zurückgreifen. Es funktioniert auch nicht ganz so effektiv wie beim Sennheiser oder gar beim Favoriten.

Der Q Adapt des dänischen Lautsprecherherstellers Libratone ist ein On-Ear-Kopfhörer. Für geräuschreduzierende Kopfhörer sind Over-Ears normalerweise die erste Wahl, weil diese schon einigen Lärm abhalten. Doch Over-Ears sind für Brillenträger nicht ideal, da sich Brillenbügel und Ohrpolster in die Quere kommen. On-Ears sind mit Brille deutlich komfortabler zu tragen.

Der Sony MDR-100ABN ist ebenso gut verarbeitet wie der Bose, kommt klanglich aber weder an den Bose noch an den Sennheiser Momentum heran. Die Ohrpolster aus Kunstleder liegen sehr eng an, was bei sommerlichen Temperaturen zu feuchten Ohren führen kann und schlicht unkomfortabel ist. Der Bose QC 35 kostet nicht viel mehr, kann aber klanglich und auch vom Noise Cancelling her deutlich mehr und ist damit die deutlich bessere Wahl.

Wer nicht so viel Geld ausgeben möchte, auf ein rudimentäres Noise Cancelling gepaart mit guten Klangeigenschaften indes nicht verzichten möchte, sollte sich den jüngsten Wurf von JVC anhören. Der HA-S90BN bietet genau das: eine Außengeräuschunterdrückung, die die Zuggeräusche auf der Bahnfahrt nahezu vergessen lässt und außerdem mit unterschiedlichen Presets dem Klang so manchen Smartphones auf die Sprünge hilft.

JBL Everest Elite 750NC

Der JBL Everest Elite 750NC ist der Nachfolger des Elite 700. Das Design ist das gleiche geblieben, die Elektronik für das Noise Cancelling wurde kräftig überarbeitet und funktioniert jetzt in mehreren Stufen, lässt sich damit besser anpassen als beim Vorgängermodell. Leider hat man auch an der umständlichen Bedienung mit allzu vielen Tasten und Knöpfen festgehalten, und bei aktiviertem Noise Cancelling ist recht deutliches Rauschen zu vernehmen.

Der Philips SHB9850NC ist mit Bluetooth für unter 100 Euro erstaunlich günstig. Allerdings ist er auch längst nicht so hochwertig gefertigt wie der Bose, Sony oder Sennnheiser. Die Polster sitzen mitunter etwas eng und stramm. Das Noise Cancelling bleibt hörbar hinter dem Niveau des Bose, außerdem rauscht der Philips sowohl mit als auch ohne aktiver Geräuschunterdrückung. Da ist der Teufel Mute für etwas mehr Geld trotz Kabel die bessere Wahl.

Der Pansonic RP-HC800 bietet auch größeren Hörmuscheln genug Platz und liefert satten Sound, mit aktiviertem Noise Cancelling noch ein wenig satter. Der Pegel wird dann leicht angehoben, die Abstimmung ändert sich in Richtung Loudness-Charakter. Das hilft beim Übertönen von Restgeräuschen, die trotz Noise Cancelling noch ins Ohr wollen.

Audio-Technica ATH ANC9

Der Audio Technica ATH ANC9 versucht mit drei Einstellungen für Noise Cancelling zu erreichen, was Bose mit einer einzigen gelingt. Doch die Einstellungen für Reisen mit Flugzeug oder Bahn, Arbeiten im Büro oder Ruhe liefern allesamt doch nur einen gut vernehmbaren Rauschteppich. Klanglich hat er durchaus Qualitäten, aber als Kopfhörer mit Noise Cancelling ist er nicht empfehlenswert.

24
Kommentare

avatar
Michael R.
Michael R.

Ich besitze den Sony WH 1000XM2, habe aber Rückkopplungen bei aktivem NC im rechten Ohr ausgelöst durch die Smartphone Verbindung. Am stäksten bei EDGE, ganz schwach bei LTE (Provider O2). Dabei ist es egal ob das Smartphone mit BT verbunden ist oder nicht. Die Sony Vertragswerkstatt konnte das Problem nicht beheben.

כריסטיאן תלמיד
כריסטיאן תלמיד

Dafür blättert die Farbe schon nach 2 Monaten beim Sony Kopfhörer ab, Qualität sieht anders aus.

Tino Pichel
Tino Pichel

wo sind die beoplay h9

Toni Montana
Toni Montana

Wo ist Beats by Dre

Illo Ebalk
Illo Ebalk

Habe lange überlegt und getestet!
Mit dem mobilen Hires Player Teac HDP-90SD Klangqualität und Tragekomfort gewinnt eindeutig der Sony 1000XM2.
Im Vergleich war der Bose QC35 || .
Bei der Wahl der Materialien war ich vom Bose sehr enttäuscht, da er in dieser Preisklasse lediglich einen Kunstoffbügel vorzuweisen hat , was mit der Dauer dazu führt , das dieser sehr schnell ausleiert.
Der Kauf des Sonykopfhörers war die richtige Entscheidung.

Lars Wuelfken
Lars Wuelfken

Selbst getestet, gegen BOSE verglichen und gekauft – Sony gewinnt das Duell.

Sascha Egger
Sascha Egger

Getestet – ein Witz! Bose kanns

Hans Stuesser
Hans Stuesser

Der beste im immer noch von Bose!!!

Mathias Märzluft
Mathias Märzluft

Was ist mit dem Neuen von Teufel?

Christoph Sedlak
Christoph Sedlak

Kann man damit auch telefonieren?

Vincent Vin Muehlleitner
Vincent Vin Muehlleitner

Mit meinen Bose QC35 telefoniere ich sehr oft ??

Christian Schneider
Christian Schneider

Ich telefoniere auch einwandfrei damit und er wechselt automatisch zwischen Geräten ( zb Musik über Laptop, Anruf über Smartphone und danach geht die Musik automatisch weiter). Super Teil, echt praktisch… Absolute Empfehlung

Kralj Bitangi
Kralj Bitangi

Christian Schneider mit Sony?

Cindy Nory
Cindy Nory

Kann der UHD? ?

Christoph Jürgensen
Christoph Jürgensen

Da fehlt absolut der B&O H9.
Habe ich selbst zusammen mit den Sennheisern, Sony und Bose verglichen und sind von Bedienung und Klang ganz vorne mit dabei!

Tim Langner
Tim Langner

Ein rundum toller Kopfhörer. Leider vermisse ich im Artikel eine Passage zur Kompatibilität…gerade im Nachhinein des Kaufs. Leider ist der Kopfhörer nicht mit der Hauseigenen PS4 kompatibel. Für mich eher unverständlich weil sicherlich beides die Topprodukte aus dem eigenen Haus auf ihrem Segment sind

Sebastian Binder
Sebastian Binder

Ich sehe es, Bald bekommt man so Kopfhörer mit Ok sound um 40€

Duden Pals
Duden Pals

Ich sehe es, bald kommen Leser und beherrschen die deutsche Sprache.

Nikolaj Abramson
Nikolaj Abramson

Die Sonys verzerren leider bei Sub-Bässen ;(

Frank Brüning
Frank Brüning

Was ist der beste Aktivlautsprecher?