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Der beste Kopfhörer

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Kopfhörer Test: Hifi Kopfhoerer Aufmacher1
Thomas Johannsen

Thomas Johannsen

hat sein Faible fürs Testen und Messen schon bei seiner Ausbildung zum Rundfunk- und Fernseh­techniker entdeckt. Seit über 15 Jahren ist er Test­redakteur. Er ist Chefredakteur der Zeitschrift Tablet und Smartphone und schreibt unter anderem für Heimkino, Digital Home, InfoDigital und d-pixx.

Wir haben über 30 HiFi-Kopfhörer getestet. Der beste ist für uns derzeit der ATH-MSR7b von Audio-Technica. Er ist sehr gut verarbeitet, sitzt angenehm komfortabel über den Ohren und liefert ein hervorragendes Klangerlebnis für jedes Musik-Genre. Dank seiner unkritischen Anschlusswerte ist er zudem auch für Smartphones geeignet, deren Kopfhörerausgang nicht gerade mit Leistung protzt. Zum umfangreichen Lieferumfang gehört neben einem Transportbeutel auch ein zusätzliches Anschlusskabel für eine symmetrische, störungsfreie Musikübertragung.

Update 12. Juli 2019

Unser neuer Testsieger ist der Audio-Technica ATH-MSR7b. Eine neue Empfehlung ist der Ultrasone PRO 1480i, ein neuer, preiswerter offener Hörer von Ultrasone. Unser neuer Preistipp ist der Fostex TH7WH. Von Sennheiser haben wir nun endlich auch den HD-25 1 II Basic Edition testen können.

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18. April 2019

Wir haben die Verfügbarkeit der Produkte aktualisiert.

16. Januar 2019

Immer wieder betreten neue Mannschaften das Spielfeld: Mit dem Mackie MC-150 und dem Mackie MC-250 haben wir jetzt gleich zwei Neulinge vom amerikanischen Studio-Ausstatter.

15. Oktober 2018

Wir haben den Test um vier weitere Kopfhörer ergänzt: Mit dem Beyerdynamic DT 240 Pro und dem Sennheiser HD 200 Pro sind zwei Hörer dazugekommen, die ausdrücklich zur Aufnahmekontrolle konzipiert sind.

Mit dem Sennheiser HD 600 betritt außerdem ein junggebliebener Klassiker unsere Testbühne. Demgegenüber stellt sich mit dem 1More H1707 der erste hierzulande verfügbare Bügelkopfhörer des chinesischen Herstellers 1More der Testprozedur. Zwei der vier neuen Modelle sind uns eine Empfehlung wert.

25. Januar 2018

Uns fehlte noch eine preiswerte offene Alternative – bis jetzt.
Der Shure SRH1440 ist unsere neue Empfehlung in offener Bauweise.

Außerdem hatten wir jetzt den Nighthawk von Audioquest auf den Ohren, eine klare, wenn auch teure Empfehlung.

29. Mai 2017

Ein Newcomer sowie zwei Kopfhörer, die nach einem Prinzip arbeiten, welches ein sensationelles Klangerlebnis verspricht, allerdings normalerweise zum weitaus höherem Preis, mischen unser Testergebnis reichlich auf.

Mit dem Fostex T50RP MK3, dem HiFiMan HE400S und dem Meze 99 Neo haben wir gleich in drei neue Empfehlungen reingehört.

Wer Musik in höchster Klangqualität ungestört genießen will, für den sind hochwertige Hifi-Kopfhörer nach wie vor die beste Wahl. Für unterwegs sind kabellose Modelle mit Bluetooth-Übertragung praktischer, aber das das letzte Quäntchen Klangqualität holen immer noch die verkabelten Kollegen heraus, auf die wir uns in diesem Test konzentrieren.

Auch um Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung geht es hier nicht, denn auch bei ihnen muss man Abstriche beim Klang machen.

Für Edel-Hifi-Kopfhörer kann man viel Geld auf den Tisch legen, wirklich hörbar sind die Unterschiede zu teuren Luxus-Modellen aber nicht. Wir haben uns daher aus dem großen Angebot an Hifi-Kopfhörern fast 30 Modelle mit Preisen zwischen 80 und 350 Euro ausgesucht und für Sie probegehört. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Audio-Technica ATH-MSR7b

Der ATH-MSR7b von Audio-Technica ist unser neuer Favorit bei den Hifi-Kopfhörern. Beim Nachfolger des ATH-MSR7 wurden die wenigen Kritikpunkte beseitigt, außerdem ist er etwas leichter und damit bequemer geworden. Das Kabel wird jetzt beidseitig gesteckt und statt des zusätzlichen Kabels mit Mikrofon liegt jetzt ein spezielles, symmetrisch beschaltetes Kabel zum Anschluss an einen hochwertigen mobilen Player bei.

Guter Allrounder

Beyerdynamic Custom Studio

Test Kopfhörer: Beyerdynamic Custom Studio
Unser ehemaliger Favorit ist immer noch eine Sünde wert. Auf Wunsch gibt es zuschaltbaren Extra-Punch im Tiefbass.

Der Beyerdynamic Custom Studio war lange Zeit unser Favorit. Er klingt sehr natürlich, kann bei Bedarf aber im Bass nochmal ordentlich drauflegen. Ein Schieber an jeweils jeder Kapsel erlaubt eine stufenweise Anhebung des Basses, der Beyerdynamic liefert damit reichlich Punch, ohne dass es zu unangenehmen Verzerrungen kommt.

Offener Überflieger

Sennheiser HD 600

Test Kopfhörer: Sennheiser HD 600
Offener Klassiker: Nach wie vor der Maßstab für ausgewogenen, dynamischen Klang.

Der Sennheiser HD 600 ist schon einige Jahre auf dem Markt und seit den Anfängen nahezu unverändert. Auch wenn das Oberflächen-Design nicht unbedingt jedem gefällt, weiß er doch in den allermeisten Fällen klanglich voll zu überzeugen. Er gehört zu den wenigen offenen Kopfhörer, die so gar keinen Nachteil dieser Bauweise erkennen lassen.

Stimmgewaltig

Ultrasone PRO 1480i

Test Kopfhörer: Ultrasone PRO 1480i
Der PRO 1480i ist der erste günstige, offene Kopfhörer von Ultrasone. Stimmen gibt er besonders gern wieder.

Der Ultrasone PRO 1480i ist der erste, günstige Kopfhörer in offener Bauweise des bayrischen Traditionsherstellers. Klanglich liegt sein Fokus weniger auf Stilrichtungen, die mit reichlich Bass versetzt sind, seine Spezialität ist Klassik und insbesondere gesangsbetonte Musik. Hier läuft er dann zur Höchstform auf. Wer untenrum den Punch vermisst, sollte sich den PRO 580i aus der gleichen Serie anhören, den wir demnächst ebenfalls ausführlich testen werden.

Preistipp

Fostex TH7

Test Kopfhörer: Fostex TH7WH
Der Fostex ist günstig, trägt sich komfortabel und klingt sehr natürlich.

Aktuell rundet der Fostex TH7 unsere Empfehlungen preislich nach unten ab. Er sitzt komfortabel über den Ohren und bietet ein angemessenes Klangerlebnis, ohne allzu große Kompromisse einzugehen. Wem die weiße Ausführung zu anfällig ist, kann auch zur schwarzen Variante greifen.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerGuter AllrounderOffener ÜberfliegerStimmgewaltigPreistipp
Modell Audio-Technica ATH-MSR7b Beyerdynamic Custom Studio Sennheiser HD 600 Ultrasone PRO 1480i Fostex TH7 Sennheiser HD 25-1 II Basic Edition Meze 99 Neo Shure SRH1440 Beyerdynamic DT 240 Pro Mackie MC-250 Mackie MC-150 Audioquest Nighthawk Teufel Aureol Real Sennheiser Momentum 2.0 Audio Technica ATH-MSR7 Ultrasone Pro 550i Ultrasone HFI 780 1More H1707 Sennheiser Momentum OnEar 2.0 Teufel Real Z Sennheiser HD 200 PRO Panasonic RP-HD6ME Beats Pro Over-Ear Fostex T50RP MK3 AKG K702 Philips Fidelio X2
Test Kopfhörer: Audio-Technica ATH-MSR7bTest Kopfhörer: Beyerdynamic Custom StudioTest Kopfhörer: Sennheiser HD 600Test Kopfhörer: Ultrasone PRO 1480iTest Kopfhörer: Fostex TH7WHTest Kopfhörer: Sennheiser HD 25-1 II Basic EditionTest Kopfhörer: Meze 99 NeoTest Kopfhörer: Shure SRH1440Test Kopfhörer: Beyerdynamic DT 240 ProKopfhörer Test: Mackie Mc 250Kopfhörer Test: Mackie Mc 150Test Kopfhörer: Audioquest NighthawkTest Kopfhörer: Teufel Aureol RealTest Kopfhörer: Sennheiser Momentum 2.0Test Kopfhörer: Audio-Technica ATH-MSR7Test Kopfhörer: Ultrasone Pro 550iTest Kopfhörer: Ultrasone HFI 780Test Kopfhörer: 1More H1707Test Kopfhörer: Sennheiser Momentum OnEar 2.0Test Kopfhörer: Teufel Real ZTest Kopfhörer: Sennheiser HD 200 PROTest Kopfhörer: Panasonic RP-HD6METest Kopfhörer: Beats Pro Over-EarTest Kopfhörer: Fostex T50RP MK3Test Kopfhörer: AKG K702Test Kopfhörer: Philips Fidelio X2
Pro
  • Schön natürlicher, fein auflösender Klang
  • Komfortabler Sitz
  • Kabel beidseitig steck- und damit auswechselbar
  • Grundsätzlich ausgewogener Klang
  • Individuell anpassbare Bassanhebung
  • Ausgewogener, dynamischer Klang
  • Sitzt superbequem
  • Kabel beidseitig steck- und damit auswechselbar
  • Hervorragend Wiedergabe von Vokals
  • Komfortabler Sitz
  • Gute Ausstattung
  • Guter, ausgewogener Klang
  • Komfortabler Sitz über den Ohren
  • Sehr günstig
  • Sehr ausgewogener Klang
  • Sehr leichte und damit komfortabel zu tragende Konstruktion
  • Das Kabel lässt sich komplett auswechseln
  • Tolle Klangeigenschaft
  • Gute Qualität
  • Hervorragender, offener Sound
  • Anschlusskabel beidseitig gesteckt
  • Ersatzkabel und -polster im Lieferumfang
  • Guter Klang
  • Anschlusskabel an beiden Seiten steckbar
  • Ziemlich robust
  • Guter Klang mit tiefreichendem, konturierten Bass
  • Gute Ausstattung
  • Komfortabler Sitz
  • Guter Klang mit angehobenem Bass
  • Komfortabler Sitz
  • Gute Ausstattung
  • Sitzt superbequem
  • Ausgewogenes Klangbild mit leichtem Hang zur Wärme
  • Erstaunliches Bassfundament für ein offenes System
  • Sehr günstiges Einsteigermodell
  • Hervorragend für den mobilen Einsatz geeignet
  • Ordentlicher Bass
  • Vielseitig einsetzbar, sowohl zu hause als auch unterwegs
  • Gut für stimmlastige Musik
  • Mu-Metall zur Abschirmung elektromagnetischer Wellen
  • Ausgewogener Klang
  • Niedrige Impedanz
  • Solide verarbeitet
  • Die On-Ear Variante ist für manche bequemer als Over-Ear
  • Guter Bass
  • Niedrige Impedanz
  • Relativ günstig
  • Günstiges Modell für den Einstieg
  • Solide und schön gefertigt
  • Sehr ausgewogener Klang
  • Gut geeignet für klassische Musik
  • Sehr gute Feinzeichnung
Contra
  • Manchem mag der ultimative Punch im Tiefbass fehlen
  • Recht schwer
  • Hohe Impedanz für Mobilgeräte nicht geeignet
  • Abstimmung gefällt nicht jedem
  • Magere Ausstattung
  • OnEar Konstruktion passt nicht jedem gut
  • Die eher warme Abstimmung gefällt nicht jedem
  • Ohne Inline-Mikrofon
  • Leichter Loudness-Charakter
  • Leichte Loudness-Charakteristik
  • Ausgeprägte Loudness-Charakteristik
  • Teuer
  • Kommt klanglich nicht an die teuren Modelle heran
  • Einfache Verarbeitung
  • Retro-Design eventuell nicht für jeden das Richtige
  • Klanglich gut, aber nirgends wirklich perfekt
  • Könnte vielen zu mittenbetont sein
  • Höhen und Tiefen werden nicht optimal ausgespielt
  • Recht schwer
  • Ohrpolster passen nicht um größere Ohren
  • Klanglich ist er leider nicht herausragend
  • Preis-Leistung stimmt nicht ganz
  • Klingt nicht sehr ausgewogen
  • Kabel fest verbaut
  • Gewöhnungsbedürftiges Klangbild
  • Nur für basslastige Musik geeignet
  • Leider nicht unbedingt für das Smartphone, da der Ton zu leise wird
  • Tieftonwiedergabe ist nicht ganz so gut
  • Deckt eher die unteren Frequenzbereiche ab
Bester Preis

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Auswahl der Hörkapseln

Geschlossen, offen oder halboffen – das ist bezüglich Kopfhörern beinah schon eine Glaubensfrage. Gemeint ist die Konstruktion der Hörkapseln, ob diese nun nach außen hin offen, geschlossen oder halboffen konstruiert sind.

Deutliche Klang­unterschiede je nach Bauform der Hörkapseln

Offene Kopfhörer sind für besonders feinen, ausgewogenen Klang bekannt, wogegen geschlossene Hörkapseln Voraussetzung für einen kräftigen, konturierten Bass sind, andererseits aber mit Klangverfärbungen zu kämpfen haben.

Der Musikgenuss mit einem Hörer geschlossener Bauweise schottet auf jeden Fall von der Außenwelt ab – umgekehrt bleibt die Außenwelt auch von den eigenen musikalischen Eskapaden verschont, was dem Hausfrieden unter Umständen zuträglich sein kann.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal hat mehr mit dem Tragekomfort zu tun. Sowohl bei den offenen als auch bei den geschlossenen Modellen gibt es solche, deren Polster das Ohr umschließen und am Kopf anliegen – genannt Around-Ear- oder Over-Ear-Kopfhörer.

Die anderen stützen ihre Polster direkt auf den Ohren ab und heißen entsprechend On-Ear-Kopfhörer. Manche Hersteller bieten beide Varianten an, wir haben genau hingehört, ob es außer dem Tragekomfort auch Klangunterschiede gibt.

Eine Frage des Prinzips – der Wandler

Außer dem geschlossenen, offenen und halboffenen Prinzip sowie den On- und Over-Ears, haben wir mittlerweile auch zwei unterschiedliche Wandlertechnologien vertreten.

Da sind einerseits die dynamischen Wandler, mithin wohl die am meisten vertretene Technik: Hier bilden Membran und Spule für den Antrieb eine fest zusammengefügte Einheit. Besagte Spule taucht in einen Magnetspalt und wird darin im Takt der Musik bewegt. Diese Bewegung überträgt sich auf die Membran, die dann den Sound ans Ohr übermittelt.

Beim magnetostatischen Wandler sind die Spulenwicklungen auf die Membran aufgedampft und damit quasi Bestandteil der gesamten Membranfläche. Diese Membran ist zwischen zwei Magneten aufgespannt und bewegt sich ebenfalls, sobald die Spule von musikalischen Elektronen durchflossen wird.

Magneto­statische Wandler bieten die beste Klangqualität, sind aber sehr teuer

Die Membran der magnetostatischen und ihrer Verwandten, den elektrostatischen Wandlern, ist um einiges leichter als bei dynamischen Systemen und wird zudem über die gesamte Fläche angetrieben. Daher kann sie selbst den feinsten Anweisungen der antreibenden Spule folgen – und zwar nur denen. Sie ist nahezu frei von ungewollten Teilschwingungen, die in der Musik nicht enthalten sind.

Die Konstruktion eines magnetostatischen Wandlers ist allerdings eine Herausforderung und zumeist nicht so billig zu realisieren wie bei dynamischen Wandlern. Mehr zu den unterschiedlichen Wandlersystemen findet sich bei Wikipedia.

So haben wir getestet

Wir testen alle Modelle nach einer kurzen Einspielzeit sowohl an einer hochwertigen Stereoanlage als auch an mobilen Musikplayern und am Smartphone. Denn auch wenn der Kopfhörer-Ausgang von Smartphones aus Hifi-Gesichtspunkten alles andere als ideal ist – heute haben die meisten ihre Musik auf dem Mobiltelefon und wollen sie auch unterwegs hören. Nicht jeder Hifi-Kopfhörer kommt mit der niedrigen Impedanz des Smartphone-Ausgangs zurecht.

In mehreren Testrunden haben wir inzwischen über 30 Kopfhörer getestet, von denen aktuell noch 26 lieferbar sind. Wir hören alle Kopfhörer einer Testrunde im Vergleich und testen sie mit allen gängigen Musikgenres. Persönliche Vorlieben lassen wir bei der Klangbeurteilung weitgehend außen vor.

 Kopfhörer Test: Audio Technica Athmsr7b

Testsieger: Audio-Technica ATH-MSR7b

Die Wahl des richtigen Kopfhörers ist immer auch Geschmacksache. Denn alle HiFi-Kopfhörer haben ein eigenes Klangbild und was dem einen gefällt, findet der andere ganz furchtbar. Das hängt natürlich auch sehr damit zusammen, welche Musik man hört.

Außerdem greift zusehends der Trend um sich, mobil wie zuhause denselben Kopfhörer zu nutzen. Um einen Kopfhörer außer an der heimischen HiFi-Anlage auch am meist eher schwächlichen Smartphone-Ausgang betreiben zu können, sollte er über eine geringe Impedanz und idealerweise eine hohe Empfindlichkeit verfügen.

Testsieger

Audio-Technica ATH-MSR7b

Aber es gibt auch immer wieder Kopfhörer, die bei allen Musikrichtungen und an den meisten Wiedergabegeräten eine gute Figur machen. Der ATH-MSR7b bietet dank seiner natürlichen Abstimmung, ohne die so beliebte künstliche Anhebung im Bassbereich, eine gute Grundlage über das gesamte Hörspektrum hinweg. Außerdem ist er mit seiner niedrigen Impedanz und hohen Empfindlichkeit bestens fürs Mobilgerät geeignet.

Guter Sound für zuhause und unterwegs

Dafür spricht auch, dass das Standardkabel einen kleinen 3,5-Millimeter-Klinkenstecker hat. Auf ein Mikrofon oder gar eine Fernbedienung fürs Smartphone muss man indes verzichten. Dafür ist das zweite beiliegende Kabel etwas ganz besonderes: Es ist mit einem als 4,4-Millimeter Stecker ausgestattet, dieser hat fünf statt 3 Pole und ist symmetrisch verschaltet. Diesen Pentaconn genannten Anschlussstandard findet man bislang nur an sehr hochwertigen mobilen Playern, er gewährleistet eine möglichst störungsfreie Musikübertragung, mit dem ATH-MSR7b ist man also bestens gerüstet.

Impedanz und Empfindlichkeit

Mit Impedanz bezeichnet man den Wechselstromwiderstand eines Kopfhörers. Im Zusammenspiel mit dem Quellgerät wirkt sich der auf die Lautstärke und auf den Klang aus.

Hochwertige Studiokopfhörer arbeiten für gewöhnlich mit einer Impedanz von etwa 300 Ohm. Mobilgeräte wie Audioplayer oder Smartphones harmonieren aufgrund der begrenzten Verstärkerleistung dagegen am besten mit Kopfhörern mit einer Impedanz um 30 Ohm. Stationäre HiFi-Geräte mit Kopfhörerausgang erfordern wiederum meist eine Impedanz, die mit etwa 100 Ohm zwischen den beiden Extremen liegt, werden aber meistens auch mit höheren Impedanzen fertig.

Mit der Empfindlichkeit eines Kopfhörers verhält es sich ähnlich: Sie besagt, wieviel Schalldruck der Kopfhörer mit der Leistung von 1 Milliwatt maximal erzeugen kann und ist ebenfalls eine Kenngröße für die erreichbare Lautstärke, aber vor allem Dynamik.

Der ATH-MSR7b ist mit seiner Impedanz von 36 Ohm und einer Empfindlichkeit von 101 dB optimal für mobile Geräte ausgelegt. Die heimische Anlage stellt er damit ebenfalls nicht vor Probleme und für den erlesenen Musikgenuss lässt sich das mitgelieferte, symmetrische Anschlusskabel auch an entsprechende Quellen anschließen.

Umfassend ausgestattet, solide gefertigt

Anders als beim Vorgänger ist das Kabel nicht einseitig gesteckt, sondern an jede der beiden Kapseln separat. Damit gibt es definitiv für den linken und rechten Kanal dieselben Voraussetzungen bezüglich des Signalweges. Auch die Steckkontakte selbst werden jetzt nicht von einfachen keinen Klinkensteckern besorgt, sondern von koaxialen Steckern aus dem Profibereich. Das gilt sowohl für das Standard-Anschlusskabel mit dem 3,5-Millimeter-Klinkenstecker als auch für das ebenfalls 1,20 Meter lange Kabel mit dem symmetrischen Bantam-Anschluss. Beide Kabel und der Kopfhörer selbst können unterwegs im Transportbeutel aus Neopren sicher untergebracht werden.

Obwohl der Anteil an Metall sowohl im Bügel als auch in den Kapselgehäusen nicht sichtbar weniger geworden ist, wiegt der neue ATH-MSR7b etwa 50 Gramm weniger als sein Vorgänger – und selbst der war mit weniger als 300 Gramm schon nicht sonderlich schwer. Das geringe Gewicht wird zudem von den Ohrpolstern und dem Polster um den Bügel schön gleichmäßig verteilt, sodass der Hörer auch bei längeren Musik-Sessions nirgendwo drückt.

Gute Ausstattung und bequemer Sitz

Neben den großzügig eingesetzten, hervorragend verarbeiteten Metallteilen gibt es natürlich auch Kunststoff. Allerdings lässt auch hier das Oberflächenfinish erst bei näherem Hinsehen – oder besser Hinfühlen – den Unterschied zu den Metall-Applikationen erkennen. Es gibt den ATH-MSR7b außer in der uns zu Verfügung stehenden schwarzen, mit Blau verzierten Variante auch der vom Vorgänger bekannten, in Gun Metal gehaltenen mit roten Verzierungen.

Außer einem defekten Anschlusskabel lassen sich auch die Ohrpolster wechseln, wenn diese dann irgendwann unansehnlich geworden sind. Die Polsterung des Kopfbügels lässt sich indes nicht wechseln, das geht allerdings auch nur bei wenigen und zumeist deutlich teureren Hörern.

Einspielen?

Wie jedem Kopfhörer gönne ich dem ATH-MSR7b vor dem Hörtest eine gewisse Einspielzeit. Wobei ich die kursierenden Angaben von mehreren Tagen oder gar Wochen für einigermaßen übertrieben halte, schon nach einigen Stunden ändert sich am Klang nicht mehr wirklich viel.

Im Gegenteil: Wenn ich davon ausgehe, dass sich ein Gerät, ob nun Kopfhörer, Lautsprecher oder gar Elektronik, über Tage und Wochen einspielen müsste, muss ich konsequenterweise auch davon ausgehen, dass diese Geräte einem ebenso raschen Alterungsprozess unterliegen.

Hörtest

Der ATH-MSR7b ist deutlich heller abgestimmt als beispielsweise der HD 600 von Sennheiser, der zur Zeit unser Favorit für einen Kopfhörer offener Bauweise ist. Im direkten Vergleich klingt er dadurch frischer und scheint insbesondere im Mittelhochtonbereich feiner aufzulösen als der offene Überflieger. Dennoch sind selbst bei entsprechend kritischen Musikstücken keine nervig zischelnden Sibilanten (S-Laute) zu vernehmen.

Allerdings hat die recht helle Abstimmung auch ihre Schattenseiten, denn der Tiefton- und der im Frequenzband darüberliegende Grundtonbereich werden etwas stärker dominiert als beim Gegenspieler. Dennoch habe ich gerade den Bass nicht wirklich vermisst – er kommt voll und ganz zu seinem Recht, reicht tief genug hinab und gelangt zackig ans Ohr, einen Hauch zackiger als beim Sennheiser.

Ausgewogenes Klangbild und eine enorme Feindynamik

Die Stimmen sind zwar nicht ganz so sonor wie beim Sennheiser, dafür bringt der ATH-MSR7b aber auch das feinste Glitzern der Stimme und der Percussion deutlich hervor. Der Audio-Technica ist ein Feinzeichner par excellence, kann aber auch beherzt zupacken, wenn das Material entsprechend ist, und es ist mir selbst mit ohrenbetäubenden Pegeln nicht gelungen, ihn in die Verzerrung zu treiben.

Zu guter letzt musste der ATH-MSR7b seine Fähigkeiten natürlich auch am Smartphone unter Beweis stellen. Zwar steht mir aktuell kein mobiler Player zur Verfügung, der es mit der besagten symmetrischen Verkabelung aufnehmen kann, das Standardkabel war aber vollkommen ausreichend. Dank seines guten Wirkungsgrades und seiner niedrigen Impedanz kann der Audio-Technica auch an der vergleichsweise schwächlichen Ausgangsstufe des Smartphones überzeugen. Obwohl der Vergleich zumindest beim verwendeten OnePlus nicht so ganz stimmt – ebenso wie die LG-Smartphones der V-Serie oder die ZenFones von Asus kommt hier nämlich eine ganz passable Audio-Stufe zum Einsatz.

Wie immer entbindet Sie die hervorragende Performance des ATH-MSR7b nicht davon, vor der Investition in ein neues Abhörgerät erstmal den eigenen Ohren zu trauen.

Der Audio-Technica ATH-MSR7b im Testspiegel

Erst wenige Testberichte sind vom neuen ATH-MSR7b veröffentlicht. Der weitaus größere Teil der Publikationen befasst sich noch mit dem Vorgängermodell, dennoch haben wir einige Testberichte gefunden:

Auf Kopfbox.de ist im März diesen Jahres ein Testbericht erschienen. Insbesondere der hohe Tragekomfort und die hervorragende Klangqualität wurden mit 9 von 10 Punkten belohnt:

»Ist der MSR7 schon super, der MSR7b ist nochmal besser! audio-technica hat den Kopfhörer behutsam und im Detail genau an den Punkten nochmals verbessert, die beim Vorgänger Anlass zu Kritik geboten haben. Dabei ist man der frischen und detaillierten Abstimmung aber absolut treu geblieben. So sind die Höhen immer noch brilliant und glänzend, aber etwas weniger fordernd. Der Bass ist betonter und mitreißende, sehr punchig und körperhaft. Und die Mitten sind präzise, griffig und noch detaillierter. […] Zum Preis von rund 250 Euro erhält man mit dem audio-technica ATH-MSR7b einen Kopfhörer, der mit einem grandiosen Klang und einer tollen Passform – sowohl mobil als auch stationär – begeistert. Zu diesem Preis kenne ich aktuell keinen geschlossenen und ohrumschließenden Kopfhörer, der hier mithalten kann. Das ist perfekte Produktpflege! »

Alternativen

Der Markt, gerade im Preisgefüge um 300 Euro, ist riesig. Dennoch haben wir einige wirklich interessante Alternativen zu unserem Favoriten für Sie herausgepickt, die mit ganz speziellen Fähigkeiten oder Ausstattungsmerkmalen sowie besonderer Klangcharakteristik aufwarten können.

Guter Allrounder

Beyerdynamic Custom Studio

Test Kopfhörer: Beyerdynamic Custom Studio
Unser ehemaliger Favorit ist immer noch eine Sünde wert. Auf Wunsch gibt es zuschaltbaren Extra-Punch im Tiefbass.

Unser ehemaliger Favorit ist immer noch eine Sünde wert, tut sich allerdings schwer bei mobilen Geräten. Der Custom Studio von Beyerdynamic ist etwas hochohmiger als unser neuer Testieger und bringt kein Inline-Mikrofon mit.

Besonders das Bassmanagement des Custom Studio hat uns gefallen, denn so kann man bei entsprechender Musikvorliebe den Basspegel in mehreren Stufen anheben, ohne dass dieser zu unkontrolliertem Gewummere verkommt. Immer schön knackig und konturiert machen sich die Tiefen der Musik bemerkbar, ohne dass im Mittelhochtonbereich Information verloren geht.

Die Studiovariante des Custom liefert übrigens in der neutralen Position der Bassschieber einen sehr schön ausgewogenen Klang, mit dem sich getrost auch klassische Musik genießen lässt.

Für seinen Preis ist der Beyerdynamic ordentlich ausgestattet und sauber gefertigt, ein Kabel mit Mikrofon zum Anschluss an das Mobiltelefon ist allerdings nicht dabei, hier muss man auf die Annahme von Anrufen verzichten. Allerdings läuft der Beyerdynamic ohnehin nur an Mobilgeräten mit potentem Kopfhörerausgang zur Höchstform auf. Wer den Kopfhörer ohnehin nur zuhause nutzt, wird mit dem Custom Studio glücklich werden, zumal er noch ein paar Euro günstiger ist als unser neuer Favorit.

Offener Überflieger

Sennheiser HD 600

Test Kopfhörer: Sennheiser HD 600
Offener Klassiker: Nach wie vor der Maßstab für ausgewogenen, dynamischen Klang.

Den Sennheiser HD 600 ist schon einige Zeit am Markt – ein Anzeichen, dass die Ingenieure bei der Entwicklung des offenen Kopfhörers vieles richtig gemacht haben.

 Kopfhörer Test: Sennheiser Hd600 Anschluss
Beim Sennheiser HD600 sind die Kabel an den Hörmuscheln steckbar.

Tatsächlich sitzt der Hörer von Anfang an derart bequem, dass man ihn schnell überhaupt nicht mehr spürt. Die Velourspolster umschließen die Ohren großzügig und verteilen zudem den ohnehin moderaten Druck auf eine große Fläche.

Das Anschlusskabel ist beidseitig gesteckt und wird, wie im High-End-Bereich üblich, von den Hörkapseln bis zum Stecker nach links und rechts getrennt geführt. Die eindeutige Farbmarkierung der Stecker zu den Kapseln macht eine Verwechselung der Kanäle nahezu unmöglich.

Der HD 600 wird zwar im soliden Karton geliefert, ein Hardcase oder eine ähnliche Transportmöglichkeit für den alltäglichen Gebrauch sucht man allerdings vergeblich. Der Sennheiser ist nicht eben für Mobilgeräte gedacht. Dafür sorgt auch die mit 300 Ohm recht hohe Impedanz, an der die meisten Mobilgeräte mit ihrem begrenzten Output kläglich scheitern dürften – der HD 600 soll an die HiFi-Anlage angeschlossen werden oder gerne auch an einen separaten Kopfhörerverstärker.

Hier kann er sich so richtig entfalten: Er klingt groß und schafft mit seiner schon dreidimensionalen Klangabbildung eine breite wie tiefe Bühne. Er klingt ausgesprochen authentisch und man vergisst schnell, dass man überhaupt einen Kopfhörer trägt. Trotz seiner locker-leichten Spielweise, die ein wenig an den AKG K702 erinnert, bleibt er doch auch der Dynamik verpflichtet.

Gerade Aufnahmen großer klassischer Orchester können so manchen Probanden entlarven. Zwar gelingt vielen, gerade höherpreisigen Kopfhörern die verzerrungsfreie Wiedergabe sehr umfangreicher Tutti, setzt man dann aber den HD 600 auf, hört man oft einfach mehr feine Zwischentöne und mehr Details – und das nicht mit der akustischen Pinzette auseinander gepflückt, sondern ganz souverän und wie aus einem Guss.

Selbstverständlich ist der HD 600 auch für moderne Musikrichtungen uneingeschränkt geeignet. Er reicht gerade für einen Hörer in offenen Bauweise erstaunlich tief in den Basskeller hinab, um dann eher knackig und präzise als weich der Musik gerecht zu werden. Allerdings muss der Bass auch so auf der Quelle sein, denn eingedickt wird nichts.

Der HD 600 ist damit unsere offene Empfehlung für den Musikgenuss zuhause, egal aus welchem Genre sie stammt.

Stimmgewaltig

Ultrasone PRO 1480i

Test Kopfhörer: Ultrasone PRO 1480i
Der PRO 1480i ist der erste günstige, offene Kopfhörer von Ultrasone. Stimmen gibt er besonders gern wieder.

Ultrasone geht mit der Reihe um den PRO 1480i gleich zweifach neue Wege: Der PRO 1480i ist als offener Kopfhörer konstruiert und um ein Vielfaches günstiger als der zweite offene Hörer des Herstellers. Normalerweise setzt man hier nämlich auf Kapseln in geschlossener Bauweise.

Im Vergleich zum deutlich teureren Kollegen wird der PRO 1480i, wie seine Serien-Kollegen, in Fernost produziert, so fährt man auch bei Ultrasone zweigleisig: Die Ober- und Premium-Klasse wird nach wie vor in Bayern produziert, die sogenannte Budget-Klasse wird zwar auch in Deutschland entwickelt, aber in Fernost hergestellt. Das spart Kosten und macht in den umkämpften Preisklassen konkurrenzfähig.

Dass die Produktion in Fernost kein Nachteil seitens der Qualität sein muss, zeigen andere Hersteller schon längst, und auch der PRO 1480i macht da keinen Unterschied: Die Fertigungsqualität lässt keine Wünsche offen, das Anschlusskabel ist gesteckt, wenn auch nur einseitig, und die angebaute 3,5-mm-Mini-Klinke kann für den Einsatz an der heimischen Anlage mit einem mitgelieferten Adapter auf 6,3 Millimeter vergrößert werden. Unterwegs kann der Hörer zusammen mit sämtlichem Zubehör in dem Transportbeutel untergebracht werden, der ebenfalls zum Lieferumfang gehört.

Auch klanglich bleibt der PRO 1480i der Firmenphilosophie treu. Sein Fokus liegt vor allem auf Klassik und Vokalmusik. Hier läuft er dann auch zur Höchstform auf, liefert eine hohe Auflösung selbst feinster Strukturen und schafft eine akustisch nahezu dreidimensionale Abbildung des Musikgeschehens.

Das geht vor allem zu Lasten des Tieftonbereichs, der dadurch etwas in den Hintergrund gerät. Um es kurz zu sagen: Der PRO 1480i ist kein Bass-Monster. Dafür gibt es dann den entsprechend abgestimmten PRO 580i aus der gleichen Serie, der nach dem geschlossenen Prinzip arbeitet und in absehbarer Zeit seinen Weg auch zu uns finden wird.

Wer gern Klassik oder Jazz oder starke Vokaleinsatz hört, sollte unbedingt mal ein bis zwei Ohren in den Ultrasone PRO 1480i werfen, es lohnt sich!

Preistipp

Fostex TH7

Test Kopfhörer: Fostex TH7WH
Der Fostex ist günstig, trägt sich komfortabel und klingt sehr natürlich.

Der Fostex TH7 ist unser aktueller Preistipp. Auch hier findet das geschlossene Prinzip Anwendung – offene Kopfhörer sind konstruktiv etwas anspruchsvoller und daher meistens teurer. Außer unserem weißen Testmuster gibt es den Fostex als TH7BK in schwarz, was zumindest im täglichen Gebrauch etwas weniger anfällig ist.

Die Oberfläche besteht bei beiden aus leicht aufgerauhtem Kunststoff und die Polster lassen den ohnehin leichten Hörer bequem über den Ohren sitzen.

Die Kabel sind fest angebaut, ein Transportbeutel oder anderes Zubehör gibt es nicht. Der Fokus liegt hier eindeutig auf den Klangeigenschaften und einem möglichst hohen Tragekomfort.

Der Fostex TH7 liefert auch eine erstaunlich gute Auflösung, gemessen am Preis. Er ist neutral bis hell abgestimmt, auf eine trendige Anhebung im Bassbereich hat man glücklicherweise verzichtet. Allerdings hat die helle Abstimmung auch einen Nachteil: Bei manchen Stücken neigen gerade die Sibilanten (S-Laute) recht schnell zum Zischeln.

Wenn man das weiß, und bei der entsprechenden Musik die Höhen etwas zurück nimmt, bekommt man mit dem Fostex TH7 einen gut klingenden, komfortablen Kopfhörer, der obendrein keine tiefen Löcher ins Budget reißt.

Außerdem getestet

Sennheiser HD 25-1 II Basic Edition

Den Sennheiser HD 25 gibt es bereits seit einigen Jahrzehnten, beim uns zur Verfügung gestellten HD 25-1 II Basic Edition handelt es sich um die aktuelle Version in der – wie der Name schon sagt – Basis-Variante. Es gibt ihn außerdem als Light Version mit einfachem statt doppeltem Kopfbügel, sowie simpler Befestigung der Hörkapseln. Bei der Plus-Variante gehören ein zusätzliches Anschlusskabel, Ersatzpolster sowie ein Transportbeutel zum Lieferumfang. Die Wandler selbst unterscheiden sich indes nicht.

Darüber hinaus sind diverse Nachbauten, alte Modellvarianten und sicher auch Modelle im Umlauf, die eindeutig den Tatbestand der Fälschung bzw. Produktpiraterie zuzuschreiben sind. Ein wichtiger Indikator für erhöhte Aufmerksamkeit beim Online-Kauf sind, wie üblich, unverschämt niedrige Preise oder eine unklare Versandanschrift, womöglich irgendwo in Übersee.

Das hat sicherlich seinen Grund in der langanhaltenden Beliebtheit dieses Kopfhörers, denn insbesondere Aufnahmeprofis wissen seine Robustheit, den leichten, komfortablen Sitz und natürlich seinen sehr neutralen Klang seit jeher zu schätzen. Deshalb ist der HD 25 auch häufig auf den Ohren von Kamera-, und Tonleuten zu sehen.

Die Abstimmung ist, wie gesagt, sehr neutral und geht deutlich in die Richtung des von mir zum Vergleich herangezogenen HD 600, unserem offenen Favoriten – nur dass es sich beim HD 25-1 II um einen Hörer handelt, der nach dem geschlossenen Prinzip arbeitet und zudem auf den Ohren sitzt und nicht darüber. Das passt nicht bei jedem, wer allerdings mit dem lockeren Sitz des Hörers kein Problem hat, bekommt ein hervorragend klingendes Profigerät zum Schnäppchenpreis.

Der Meze 99 Neo ist ein geschlossener Kopfhörer, sodass man nicht mehr viel von seiner Umwelt hört, wenn man ihn mal auf den Ohren hat. Er war eine zeitlang unser Favorit und weiß auch noch immer zu begeistern. Er ist vielseitig einsetzbar, hat hervorragende Klangeigenschaften und gehört damit zur Riege wirklich überzeugender Kopfhörer – was Sie jedoch nicht davon entbindet, vor der Investition in ein neues Abhörgerät den eigenen Ohren zu trauen.

Der Shure SRH1440 arbeitet nach dem offenen Prinzip und ist in dieser Preisklasse einer der klangstärksten offenen Kopfhörer. Er steigt konstruktionsbedingt nicht ganz so tief in den Basskeller hinab, ist aber ausgesprochen präzise und liefert eine beeindruckende räumliche Abbildung. Zur Ausstattung gehört ein Satz Ersatzpolster und ein ebenfalls steckbares Ersatzkabel.

Der SRH1440 ist eher hell abgestimmt, mit einer sehr feinen Mittel-Hochton-Auflösung. Außerdem liefert er eine erstaunlich breite Bühne und lässt die Musik förmlich atmen. Er ist wegen seiner offenen Bauweise nicht für Tiefbassfetischisten geeignet: Der Bass wird zwar satt und konturiert wiedergegeben, geht aber nicht so tief wie bei den geschlossenen Kollegen.

Für kultivierten Musikgenuss zum schlanken Preis ist der Shure aber allemal mehr als tauglich.

Beyerdynamic DT 240 Pro

Der Beyerdynamic DT 240 Pro wurde als Arbeitsgerät für Leute konstruiert, die einen Kopfhörer draußen beim Videodreh, im Studio oder am PC zum Abhören benötigen. Er ist leicht, sitzt auch längere Zeit bequem und verfügt über ein steckbares Kabel. Je nachdem, wie es am Audio-Arbeitsplatz aussieht, kann das Kabel wahlweise links oder rechts eingesteckt werden, damit es so wenig wie möglich im Weg hängt.

 Kopfhörer Test: Beyerdynamic Dt240pro Anschluss
Das Anschlusskabel des DT 240 Pro kann wahlweise rechts oder links eingesteckt werden.

Ein einfacher, kunstlederner Aufbewahrungsbeutel, die niedrige Impedanz und seine leichte Bauweise machen ihn gerade auch für den Einsatz am Smartphone oder anderen mobilen Zuspieler interessant. Die Klangcharakteristik geht tendenziell eher in Richtung Loudness, er klingt daher auch bei geringem Pegel schon sehr voluminös.

Der DT 240 Pro ist sehr gut zur Kontrolle bei Tonaufnahmen mit der Kamera geeignet und auch nachher beim Editing am PC leistet er gute Dienste. Er wird aber auch fürs Musikhören unterwegs aufmerksame Zuhörer finden.

Der Mackie MC-250 liegt mit einem aktuellen UVP von knapp 100 Euro auf dem gleichen Niveau wie der DT 240 Pro, allerdings ist dessen Preis schon deutlich gesunken. Auch der Mackie hätte das Zeug zum Preistipp: Er ist solide gefertigt, mit viel Zubehör, unter anderem einem Tragebeutel, versehen und weiß obendrein mit hohem Tragekomfort sowie nicht zuletzt mit guten Klang zu überzeugen. Alle, die einen Sound mit leichtem Loudness-Charakter bevorzugen und einen Hörer, der zwar tief in den Basskeller reicht, dies aber knochentrocken und ohne übertriebenen Aktionismus tut, sind mit dem Mackie MC-250 gut und vor allem günstig bedient.

Der Mackie MC-150 ist der günstigere Bruder des MC-250 und obwohl er diesem wie ein Zwilling gleicht, ist beim Klang alles anders: Die dort fast nur angedeutete Loudnesss-Charakteristik ist hier deutlich ausgeprägt. Hinzu kommt, dass der MC-150 nicht so tief in den Basskeller steigen kann, dies aber durch einen höheren Pegel einigermaßen erfolgreich kaschiert. Ausstattung, Verarbeitung und Tragekomfort liegen auf dem selben Niveau, der Preis liegt drunter. Wenn man’s im Bass etwas kräftiger mag und nicht nicht so viel Wert auf unbedingte Ausgewogenheit legt, ist der MC-150 eine günstige Alternative.

Audioquest Nighthawk

Beim Audioquest Nighthawk bestehen die Kapseln aus sogenanntem flüssigen Holz. Das unterdrückt unerwünschte Gehäuseresonanzen, ist allerdings, wie auch die anderen Einzelteile, nicht ganz trivial in der Produktion. Audioquest hat mit dem Nighthawk geschafft, dass er für viele Nutzer der Kopfhörer schlechthin ist, weil er so gar nicht nach Kopfhörer klingt und mit enormer Räumlichkeit aufwartet – sofern die Aufnahme das hergibt. Mir persönlich gefällt zudem das eher warme Timbre des Nighthawk, denn der Grundtonbereich wird vor allem für Langzeithörer sehr angenehm wiedergegeben. Im Bass macht er etwas mehr Druck als viele komplett offene Hörer und bleibt dabei immer zackig und schnell.

Ein offener Kopfhörer für unter 100 Euro, der gut ausgestattet ist und für diesen Preis sehr passabel klingt, ist der Teufel Aureol Real. Zur Ausstattung gehören neben einem Transportbeutel aus Stoff auch zwei Anschlusskabel, eines mit großer und eines mit kleiner Klinke. Der Teufel ist neben schwarz auch in schwarz-gold, schwarz-rot und weiß-rot erhältlich. Der in offener Bauweise konstruierte Hörer hat allerdings Probleme mit der räumlichen Abbildung. Für den Preis darf man darüber aber nicht meckern.

Sennheiser Momentum 2.0

Test Kopfhörer: Sennheiser Momentum 2.0

Keine Preise gefunden.

Warme Abstimmung und toller Klang: Der Sennheiser Momentum 2.0 ist vor allem für das Hören am Smartphone geschaffen. Mit seinem dünnen Kabel und dem eingebauten Mikrofon ist er für den mobilen Einsatz bestens gerüstet. Er überzeugt mit tollem Tragekomfort und seinem Retro-Design, das nicht nur was für die Ohren, sondern auch für die Augen ist.

Dank seiner geschlossenen Bauweise versorgt er den Nutzer mit kräftigem, konturierte Tiefbass, ist sich aber auch für eine differenzierte Mittellage nicht zu schade. Die gesamte Abstimmung ist aber eher warm.

Audio Technica ATH-MSR7

Der Audio-Technica ATH-MSR7 ist ebenfalls ein erstaunlich vielseitiger Kopfhörer. Dank des reichhaltigen Zubehörs eignet er sich sowohl für daheim als auch für unterwegs. Klanglich gehört er zu den ehrlichen Kopfhörern, der eher neutral abgestimmt ist, mit sattem aber nicht vorlautem Bass. Aus unserer Sicht ist der Beyerdynamic Custom Studio für etwas weniger Geld aber die bessere Wahl, aber das ist auch ein Stück Weit Geschmacksache.

Der Ultrasone Pro 550i und der günstigere Ultrasone HFI 780 sind die besten Kopfhörer für stimmlastige Musik. Vielen werden sie allerdings zu mittenbetont sein. Der Hersteller wirbt mit der Abschirmung der Wandler mit Mu-Metall, das soll die elektromagnetischen Wellen vom Kopf abschirmen. Ob das was bringt, sei dahingestellt. Die Hörer von Ultrasone sind damit jedenfalls eine Alternative für alle, die sich vor Elektrosmog fürchten.

Der 1More H1707 verfügt laut Hersteller über drei Treiber pro Hörmuschel. Aktiv sind allerdings nur zwei davon: Einmal der übliche dynamische Treiber, hier mit 40 Millimetern Durchmesser, und dann ein sogenannter Piezo-Keramiktreiber, der für Frequenzen bis zu 40 Kilohertz hinauf verantwortlich ist. Beim dritten Treiber, hauptsächlich für die tiefen Frequenzen zuständig, handelt es sich um eine Passivmembran, welche die Arbeit des 40 mm-Treibers in den tiefen Frequenzen unterstützt.

 Kopfhörer Test: 1more H1707 Anschluss
Das Anschlusskabel des 1More H1707 ist beidseitig gesteckt.

Doch nicht diese aufwändige Konstruktion ist es, die dem H1707 das satte Gewicht verleiht, es sind vielmehr die aus dem vollen gedrehten Gehäuse der Hörkapseln. Der 1More ist hervorragend verarbeitet und trotz seiner aufwändigen Konstruktion macht ihn die niedrige Impedanz und das solide Case aus dem Lieferumfang geradezu prädestiniert für den mobilen Einsatz.

Er klingt sehr ausgewogen, ohne Frequenzen zu bevorzugen oder zu vernachlässigen – fast schon ein wenig steril. Der direkte Vergleich mit dem Sennheiser HD 600, der auf ähnlichem Preisniveau liegt, fördert dann zu Tage, dass der H1707 zwar alles spielt, was die Quelle hergibt, es ihm aber nicht gelingt, das ganze wie aus einem Guss zu reproduzieren. Einige feine Details unterschlägt er sogar. Das Konzept mit mehreren Treibern ist trotzdem vielversprechend, es fehlt wohl lediglich etwas an Feintuning.

Sennheiser Momentum OnEar 2.0

Test Kopfhörer: Sennheiser Momentum OnEar 2.0

Keine Preise gefunden.

Der Sennheiser Momentum On-Ear 2.0 ist die On-Ear-Variante der erfolgreichen Momentum-Reihe von Sennheiser. Die Ohrpolster sind hier noch kleiner, weil sie auf den Ohren liegen. Er kann dadurch unter Umständen sogar bequemer sein als die Over-Ear-Variante, vor allem aber ist er dadurch leichter und besser zu transportieren. Das breite Klangspektrum liefert des Momentum 2 Over-Ear aber nicht.

Der Teufel Real Z ist der große Bruder unseres ehemaligen Preistipps. Er arbeitet nach dem halboffenen Prinzip und liefert dadurch etwas mehr Bass als der Aureal. Die räumliche Abbildung ist etwas weiter, aber immer noch nicht so luftig wie bei unserem Favoriten oder auch dem AKG 702. Wer etwas günstiges sucht, findet im Aureol Real das bessere Preis-Leistungsverhältnis.

Sennheiser HD 200 PRO

Der Sennheiser HD 200 Pro erreichte uns parallel zum DT 240 Pro von Beyerdynamic, beide eignen sich zum Abhören bei Audioproduktionen. Auch die Polster des Sennheiser sind mit pflegeleichtem Kunstleder überzogen, lassen sich aber nicht wechseln, jedenfalls nicht so ohne weiteres. Das Anschlusskabel ist einseitig fest angeschlossen. Durch die ovale Form der Polster ist allerdings die Art des Tragens auf den Ohren weitestgehend schon vorgegeben. Das sorgt für gleichbleibende akustische Verhältnisse, was im (semi-)professionellen Einsatz besonders wichtig ist.

Klanglich können die Hörer nicht wirklich überzeugen: Die Mitten sind leicht verhalten und fast schon ein wenig nasal. Auf der anderen Seite trägt der Oberbass etwas zu dick auf, was eventuell die verfärbten Mitten zumindest teilweise erklären kann und wohl kaschieren soll, dass der HD 200 Pro nicht ganz so weit hinabreicht.

Panasonic RP-HD6ME

Test Kopfhörer: Panasonic RP-HD6ME

Keine Preise gefunden.

Anders als der Teufel Aureal in der gleichen Preisklasse liefert der Panasonic RP-HD6ME ein sehr gewöhnungsbedürftig, mittenbetontes Klangbild, das uns überhaupt nicht überzeugt hat.

Auch die räumliche Abbildung lässt zu wünschen übrig. Von diesem Kopfhörer würden wir die Finger lassen, da fährt man mit dem Teufel Aureol Real für dasselbe Geld wesentlich besser.

Der Beats by Dr Dre Pro Over-Ear kommt wie unser Favorit mit professionellem Anspruch daher. Der trendige und vor allem bei jungen Leuten höchst angesagte Kopfhörer ist solide gefertigt und sitzt recht schwer auf dem Kopf.

Die Abstimmung ist aber alles andere als neutral, wenn überhaupt ist das ein Hörer ausschließlich für sehr basslastige Musik und Fans der Marke.

Das halboffene System des Fostex T50RP MK3 ist klanglich sehr ausgewogen. Wenn allerdings kein guter Zuspieler vorhanden ist, klingt der Kopfhörer leider zu leise.

Das Smartphone ist für den Fostex also nicht die ideale Lösung, weshalb wir ihn nicht empfehlen können. Wem das egal ist, der bekommt für einen Preis von unschlagbaren 150 Euro eine Menge auf die Ohren.

Der AKG K702 ist offen und lädt somit Sitznachbarn in der Bahn zum Mithören ein. Klanglich werden besonders klassische Stücke sehr gut wiedergegeben. Die Abstimmung ist neutral und harmonisch. Bei der Tieftonwiedergabe kommt er aber nicht an unseren Favoriten heran.

Auch der Philips Fidelio X2 ist ein offener Hörer, in der Abstimmung gleicht er dem AKG aber überhaupt nicht. Er deckt eher die unteren Frequenzbereiche ab und liefert einen kräftigeren Bass. Dafür geht der Punkt in Feinzeichnung geht ganz knapp an den Philips, da muss sich unser Favorit hinten anstellen.

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Kommentare

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Holger
Holger

Sorry, bisher war bei Alles Beste der Meze 99 Neo unangefochten der beste Kopfhörer. Bei dem aktuellen Test taucht er zwar noch mit auf, wird aber in keinster Weise mehr erwähnt. Ich kenne die letzten Jahre sehr viele, auch hochpreisige Kopfhörer und muss leider hier erwähnen, dass der Meze 99 Neo weiterhin mit Abstand der beste Kopfhörer für alle Musikstile herhält.
Den Audio-Technica ATH-MSR7b kenne ich auch sehr gut, aber sorry, der kommt in keinster Weise an die Klangqualität an den Meze 99 Neo heran. Vergleicht sie beide und alle werden mir Recht geben.

Steve Manthey
Steve Manthey

AKG 702

Steve Manthey
Steve Manthey
Gökhan Özalp
Gökhan Özalp

Alu Hut Incoming

Janick Eigenmann
Janick Eigenmann

Marshall Over ear monitor Top verarbeitung und echt spizen qualität fur einen erschwinglichen preiss

Thomas Windhausen
Thomas Windhausen

Allerdings recht mies im Klang.
Hab da deutlich mehr erwartet.

Janick Eigenmann
Janick Eigenmann

na mit den samsung adapt einstelungen für besseres töne sind die echt top für elektronische musik ?✌?

Kenny Robert
Kenny Robert

Ohne dem Sennheiser HD25 macht der Test eh keinen sinn… obwohl – vielleicht auch nur deswegen.

Benjamin Bohnert
Benjamin Bohnert

Und die dummen kids kaufen weiter beats by dre.

Marco Ho
Marco Ho

B&W P7 Wireless

Gabor Demeter
Gabor Demeter

Koss!!!!!!!

Andy
Andy

Und der beoplay h6?

Michael Gramm
Michael Gramm

Schade dass hier nur Billig- bis Mittelklassekopfhörer getestet wurden. Alle getesteten Kopfhörer gehören garantiert nicht zu den besten Produkten. Traurig dass es hier falsch suggeriert wird. Es wäre schön, wenn es wirklich mal einen Test der besten Kopfhörer geben würde.

Denny Brenke
Denny Brenke

250€ bin ich auch nicht mehr bereit auszugeben. Warum? Es geht auch einfach.

David Schillaci
David Schillaci

meze muss wohl ein bisschen gepushed werden….

Peter Reddig
Peter Reddig

nur selber hören entscheidet

Uwe Thomas
Uwe Thomas

Tobias Pitz schau dir den mal an!