Der beste Kopfhörer

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Der beste HiFi-Kopfhörer ist für uns der Meze 99 Neo. Er eignet sich für die Anlage daheim ebenso gut wie zum Musikhören vom Smartphone. Für Letzteres ist er dank seiner unkritischen Anschlusswerte auch für Smartphones geeignet, deren Kopfhörerausgang nicht gerade mit Leistung protzt. Der Meze 99 Neo hebt sich wohltuend von bekannten Bassmonstern à la Beats ab, und liefert statt indifferentem Tieftongewummere einen satten, konturierten Tiefbass, sowie einen nahtlosen Übergang zum Mittel- und Hochtonbereich.

Update 15. Oktober 2018

Wir haben den Test um vier weitere Kopfhörer ergänzt: Mit dem Beyerdynamic DT 240 Pro und dem Sennheiser HD 200 Pro sind zwei Hörer dazugekommen, die ausdrücklich zur Aufnahmekontrolle konzipiert sind.

Mit dem Sennheiser HD 600 betritt außerdem ein junggebliebener Klassiker unsere Testbühne. Demgegenüber stellt sich mit dem 1More H1707 der erste hierzulande verfügbare Bügelkopfhörer des chinesischen Herstellers 1More der Testprozedur. Zwei der vier neuen Modelle sind uns eine Empfehlung wert.

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25. Januar 2018

Uns fehlte noch eine preiswerte offene Alternative – bis jetzt.
Der Shure SRH1440 ist unsere neue Empfehlung in offener Bauweise.

Außerdem hatten wir jetzt den Nighthawk von Audioquest auf den Ohren, eine klare, wenn auch teure Empfehlung.

29. Mai 2017

Ein Newcomer sowie zwei Kopfhörer, die nach einem Prinzip arbeiten, welches ein sensationelles Klangerlebnis verspricht, allerdings normalerweise zum weitaus höherem Preis, mischen unser Testergebnis reichlich auf.

Mit dem Fostex T50RP MK3, dem HiFiMan HE400S und dem Meze 99 Neo haben wir gleich in drei neue Empfehlungen reingehört.

Um herauszufinden, was aktuell der beste Kopfhörer ist, haben wir lange recherchiert und anhand von Testberichten und Kundenbewertungen aus dem unüberschaubar großen Angebot an Hifi-Kopfhörern inzwischen über 20 Hifi-Kopfhörer mit Preisen zwischen 60 und 300 Euro ausgewählt und für Sie probegehört.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Meze 99 Neo

Test Kopfhörer: Meze 99 Neo
Der Meze 99 Neo ist ein echter Alleskönner, bleibt dabei aber kompromisslos.

Der Meze 99 Neo ist für uns zur Zeit die beste Wahl für die meisten Menschen. Er ist vielseitig einsetzbar und hat hervorragende Klangeigenschaften und gehört damit zu den Kopfhörern, die uns aktuell am meisten überzeugen – was Sie jedoch nicht davon entbindet, vor der Investition in ein neues Abhörgerät den eigenen Ohren zu trauen.

Guter Allrounder

Beyerdynamic Custom Studio

Test Kopfhörer: Beyerdynamic Custom Studio
Unser ehemaliger Favorit ist immer noch eine Sünde wert, tut sich allerdings schwer bei mobilen Geräten.

Der Beyerdynamic Custom Studio überzeugt klanglich ebenso. Er hat im Gegensatz zu unserem Favoriten aber kein Inline-Mikrofon und kommt hochohmiger daher als der Meze. Für mobile Geräte ist er damit nicht so gut geeignet. Ansonsten bringt er guten Bass mit, den man sogar individuell anpassen kann.

Überflieger in offener Bauweise

Sennheiser HD 600

Der Sennheiser HD 600 ist schon einige Jahre auf dem Markt und seit den Anfängen nahezu unverändert. Auch wenn das Oberflächen-Design nicht unbedingt jedem gefällt, weiß er doch in den allermeisten Fällen klanglich voll zu überzeugen. Er gehört zu den wenigen offenen Kopfhörer, die so gar keinen Nachteil dieser Bauweise erkennen lassen.

Offene Alternative

Shure SRH1440

Test Kopfhörer: Shure SRH1440
Der Shure trägt sich sehr komfortabel und verfügt über ein offenes, räumliches Klangbild.

Der Shure SRH1440 arbeitet nach dem offenen Prinzip und ist in dieser Preisklasse einer der klangstärksten offenen Kopfhörer. Er steigt prinzipienbedingt nicht ganz so tief in den Basskeller hinab, ist aber ausgesprochen präzise und liefert eine beeindruckende räumliche Abbildung. Der Shure verfügt zwar nicht über ein Inline-Mikrofon, bringt dafür allerdings einen Satz Ersatzpolster und ein ebenfalls steckbares Ersatzkabel mit.

Der beste Günstige

Beyerdynamic DT 240 Pro

Der Beyerdynamic DT 240 Pro wurde als Arbeitsgerät für Leute konstruiert, die einen Kopfhörer draußen beim Videodreh, im Studio oder am PC zum Abhören benötigen. Er ist leicht, sitzt auch längere Zeit bequem und verfügt über ein steckbares Kabel. Je nachdem, wie es am Audio-Arbeitsplatz aussieht, kann das Kabel wahlweise links oder rechts eingesteckt werden, damit es sowenig wie möglich im Weg hängt. Klanglich liegt er eher auf der neutralen Seite, sodass er auch an längeren Arbeitstagen nicht lästig wird.

Vergleichstabelle

TestsiegerGuter AllrounderÜberflieger in offener BauweiseOffene AlternativeDer beste Günstige
Modell Meze 99 Neo Beyerdynamic Custom Studio Sennheiser HD 600 Shure SRH1440 Beyerdynamic DT 240 Pro Audioquest Nighthawk Teufel Aureol Real Sennheiser Momentum 2.0 Audio Technica ATH-MSR7 Ultrasone Pro 550i Ultrasone HFI 780 1More H1707 Sennheiser Momentum OnEar 2.0 Teufel Real Z Sennheiser HD 200 PRO Panasonic RP-HD6ME Beats Pro Over-Ear Fostex T50RP MK3 AKG K702 Philips Fidelio X2
Test Kopfhörer: Meze 99 NeoTest Kopfhörer: Beyerdynamic Custom StudioTest Kopfhörer: Sennheiser HD 600Test Kopfhörer: Shure SRH1440Test Kopfhörer: Beyerdynamic DT 240 ProTest Kopfhörer: Audioquest NighthawkTest Kopfhörer: Teufel Aureol RealTest Kopfhörer: Sennheiser Momentum 2.0Test Kopfhörer: Audio-Technica ATH-MSR7Test Kopfhörer: Ultrasone Pro 550iTest Kopfhörer: Ultrasone HFI 780Test Kopfhörer: 1More H1707Test Kopfhörer: Sennheiser Momentum OnEar 2.0Test Kopfhörer: Teufel Real ZTest Kopfhörer: Sennheiser HD 200 PROTest Kopfhörer: Panasonic RP-HD6METest Kopfhörer: Beats Pro Over-EarTest Kopfhörer: Fostex T50RP MK3Test Kopfhörer: AKG K702Test Kopfhörer: Philips Fidelio X2
Pro
  • Tolle Klangeigenschaft und gute Qualität
  • Individuell anpassbare Bassanhebung
  • Ausgewogener, dynamischer Klang
  • Sitzt superbequem
  • Kabel beidseitig steck- und damit auswechselbar
  • Hervorragender, offener Sound
  • Anschlusskabel beidseitig gesteckt
  • Ersatzkabel und -polster im Lieferumfang
  • Guter Klang
  • Anschlusskabel an beiden Seiten steckbar
  • Ziemlich robust
  • Sitzt superbequem
  • Ausgewogenes Klangbild mit leichtem Hang zur Wärme
  • Erstaunliches Bassfundament für ein offenes System
  • Sehr günstiges Einsteigermodell
  • Hervorragend für den mobilen Einsatz geeignet
  • Ordentlicher Bass
  • Vielseitig einsetzbar, sowohl zu hause als auch unterwegs
  • Gut für stimmlastige Musik
  • Mu-Metall zur Abschirmung elektromagnetischer Wellen
  • Ausgewogener Klang
  • Niedrige Impedanz
  • Solide verarbeitet
  • Die On-Ear Variante ist für manche bequemer als Over-Ear
  • Guter Bass
  • Niedrige Impedanz
  • Relativ günstig
  • Günstiges Modell für den Einstieg
  • Solide und schön gefertigt
  • Sehr ausgewogener Klang
  • Gut geeignet für klassische Musik
  • Sehr gute Feinzeichnung
Contra
  • Die eher warme Abstimmung gefällt nicht jedem
  • Recht schwer
  • Nicht so gut für Mobilgeräte geeignet
  • Ohne Inline-Mikrofon
  • Leichter Loudness-Charakter
  • Teuer
  • Kommt klanglich nicht an die teuren Modelle heran
  • Einfache Verarbeitung
  • Retro-Design eventuell nicht für jeden das Richtige
  • Klanglich gut, aber nirgends wirklich perfekt
  • Könnte vielen zu mittenbetont sein
  • Höhen und Tiefen werden nicht optimal ausgespielt
  • Recht schwer
  • Ohrpolster passen nicht um größere Ohren
  • Klanglich ist er leider nicht herausragend
  • Preis-Leistung stimmt nicht ganz
  • Klingt nicht sehr ausgewogen
  • Kabel fest verbaut
  • Gewöhnungsbedürftiges Klangbild
  • Nur für basslastige Musik geeignet
  • Leider nicht unbedingt für das Smartphone, da der Ton zu leise wird
  • Tieftonwiedergabe ist nicht ganz so gut
  • Deckt eher die unteren Frequenzbereiche ab
Bester Preis

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Unsere Testkandidaten

An geschlossenen Kopfhörern stellten sich neben dem Beyerdynamic Custom Studio außerdem der Beats by Dr. Dre Pro Over-Ear, der Momentum 2.0 und seine On-Ear-Variante der Momentum OnEar 2.0 von Sennheiser, der Pro 550i und der HFI 780 von Ultrasone, sowie der Audio-Technica ATH-MSR7, der günstige Panasonic RP-HD6ME, und neuerdings der Meze 99 Neo.

Als offene bzw. halboffene Systeme standen uns der Fidelio X2 von Philips, der AKG K702 und der Teufel Real Z sowie sein preisgünstiger Kollege der Aureol Real zur Verfügung, außerdem nun der Fostex T50RP MK3 und der HiFiMan HE400S.

Der Meze 99 Neo ist recht frisch auf dem deutschen Markt, konnte aber binnen kürzester Zeit eine ganze Menge renommierter Kollegen überzeugen. Das japanische Unternehmen Fostex dagegen kann zumindest im Studiobereich schon als alter Hase gelten, und bringt die isodynamischen Hörer wie den T50RP MK3 zum Schnäppchenpreis unter die interessierten Hörer. HiFiMan schließlich, sonst eher bekannt für magnetostatische Kopfhörer zu Preisen im vierstelligen Bereich, hat beim HE400S so viel Know How wie möglich in einen erschwinglichen Benjamin investiert, der zudem auch an Mobilgeräten noch passabel performen soll.

Neben dem Shure SRH1440 als offenen Kandidaten, haben wir aktuell den beliebten halboffenen Nighthawk vom Kabelspezialisten Audioquest zu unseren Empfehlungen hinzugenommen – auch wenn letzterer für deutlich über 300 Euro über den Ladentisch geht.

Wir haben den Test um vier weitere Kopfhörer ergänzt: Mit dem Beyerdynamic DT 240 Pro und dem Sennheiser HD 200 Pro sind zwei Hörer dazugekommen, die, wie der Zusatz Pro suggerieren soll, eigentlich als Arbeitsgerät bei der Aufnahme oder beim Abmischen gedacht sind. Sie folgen der geschlossenen Bauweise und sind dank niedriger Impedanz auch für mobile Geräte zu gebrauchen.

Mit dem Sennheiser HD 600 betritt endlich ein junggebliebener Klassiker unsere Testbühne. Demgegenüber stellt sich mit dem 1More H1707 der erste hier verfügbare Bügelkopfhörer des chinesischen Herstellers 1More der Testprozedur – in geschlossener Bauweise und mit einigen technischen Finessen ausgestattet.

Auswahl der Hörkapseln

Geschlossen, offen oder halboffen – das ist bezüglich Kopfhörern beinah schon eine Glaubensfrage. Gemeint ist die Konstruktion der Hörkapseln, ob diese nun nach außen hin offen, geschlossen oder halboffen konstruiert sind.

Deutliche Klang­unterschiede je nach Bauform der Hörkapseln

Offene Kopfhörer sind für besonders feinen, ausgewogenen Klang bekannt, wogegen geschlossene Hörkapseln Voraussetzung für einen kräftigen, konturierten Bass sind, andererseits aber mit Klangverfärbungen zu kämpfen haben.

Der Musikgenuss mit einem Hörer geschlossener Bauweise schottet auf jeden Fall von der Außenwelt ab – umgekehrt bleibt die Außenwelt auch von den eigenen musikalischen Eskapaden verschont, was dem Hausfrieden unter Umständen zuträglich sein kann.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal hat mehr mit dem Tragekomfort zu tun. Sowohl bei den offenen als auch bei den geschlossenen Modellen gibt es solche, deren Polster das Ohr umschließen und am Kopf anliegen – genannt Around-Ear- oder Over-Ear-Kopfhörer.

Die anderen stützen ihre Polster direkt auf den Ohren ab und heißen entsprechend On-Ear-Kopfhörer. Manche Hersteller bieten beide Varianten an, wir haben genau hingehört, ob es außer dem Tragekomfort auch Klangunterschiede gibt.

Eine Frage des Prinzips – der Wandler

Außer dem geschlossenen, offenen und halboffenen Prinzip sowie den On- und Over-Ears, haben wir mittlerweile auch zwei unterschiedliche Wandlertechnologien vertreten.

Da sind einerseits die dynamischen Wandler, mithin wohl die am meisten vertretene Technik: Hier bilden Membran und Spule für den Antrieb eine fest zusammengefügte Einheit. Besagte Spule taucht in einen Magnetspalt und wird darin im Takt der Musik bewegt. Diese Bewegung überträgt sich auf die Membran, die dann den Sound ans Ohr übermittelt.

Beim magnetostatischen Wandler sind die Spulenwicklungen auf die Membran aufgedampft und damit quasi Bestandteil der gesamten Membranfläche. Diese Membran ist zwischen zwei Magneten aufgespannt und bewegt sich ebenfalls, sobald die Spule von musikalischen Elektronen durchflossen wird.

Magneto­statische Wandler bieten die beste Klangqualität, sind aber sehr teuer

Die Membran der magnetostatischen und ihrer Verwandten, den elektrostatischen Wandlern, ist um einiges leichter als bei dynamischen Systemen und wird zudem über die gesamte Fläche angetrieben. Daher kann sie selbst den feinsten Anweisungen der antreibenden Spule folgen – und zwar nur denen. Sie ist nahezu frei von ungewollten Teilschwingungen, die in der Musik nicht enthalten sind.

Die Konstruktion eines magnetostatischen Wandlers ist allerdings eine Herausforderung, und zumeist nicht so billig zu realisieren wie bei dynamischen Wandlern. Mehr zu den unterschiedlichen Wandlersystemen findet sich bei Wikipedia.

Test: Kopfhörer – Testsieger Meze 99 Neo

Testsieger: Meze 99 Neo

Die Wahl des richtigen Kopfhörers ist immer auch Geschmacksache. Denn alle Hifi-Kopfhörer haben ein eigenes Klangbild, was dem einen gefällt findet jemand anders ganz furchtbar. Das hängt natürlich auch sehr damit zusammen, welche Musik man hört.

Testsieger

Meze 99 Neo

Test Kopfhörer: Meze 99 Neo
Der Meze 99 Neo ist ein echter Alleskönner, bleibt dabei aber kompromisslos.

Außerdem greift zusehends der Trend um sich, mobil wie zuhause den selben Kopfhörer zu nutzen. Um einen Kopfhörer außer an der heimischen HiFi-Anlage auch am meist eher schwächliche Smartphone-Ausgang betreiben zu können, sollte er über eine geringe Impedanz und idealerweise eine hohe Empfindlichkeit verfügen.

Guter Sound für zuhause und unterwegs

Aber es gibt auch immer wieder Kopfhörer, die bei allen Musikrichtungen und an den meisten Wiedergabegeräten eine gute Figur machen. Zu ihnen gehört der Meze 99 Neo – und das war mit ein Grund, warum er für uns einer der besten Kopfhörer für die meisten Menschen ist.

Der Meze 99 Neo ist ein geschlossener Kopfhörer, so dass man nicht mehr viel von seiner Umwelt hört, wenn man ihn mal auf den Ohren hat. Andersrum ist es genauso, auch meine Umgebung bekommt nicht viel von meinem Musikgeschmack mit. Ausgesprochen wird der Firmenname übrigens »Mese«, mit stimmhaftem »s«, so lautet auch der Name des Inhabers – Antonio Meze.

Impedanz und Empfindlichkeit

Mit Impedanz bezeichnet man den Wechselstromwiderstand eines Kopfhörers. Im Zusammenspiel mit dem Quellgerät wirkt sich dieser auf die Lautstärke und auf den Klang aus.

Hochwertige Studiokopfhörer arbeiten für gewöhnlich mit einer Impedanz von etwa 300 Ohm. Mobilgeräte wie Audioplayer oder Smartphones harmonieren aufgrund der begrenzten Verstärkerleistung dagegen am besten mit Kopfhörern mit einer Impedanz von 32 Ohm oder niedriger. Stationäre HiFi-Geräte mit Kopfhörerausgang erfordern wiederum meist eine Impedanz, die mit etwa 100 Ohm zwischen den beiden Extremen liegt, werden aber meistens auch mit höheren Impedanzen fertig.

Mit der Empfindlichkeit eines Kopfhörers verhält es sich ähnlich: Sie besagt, wieviel Schalldruck der Kopfhörer mit der Leistung von 1mW maximal erzeugen kann, und ist ebenfalls eine Kenngröße für die erreichbare Lautstärke, aber vor allem Dynamik.

Der Meze 99 Neo ist mit seiner Impedanz von 26 Ohm und einer Empfindlichkeit von 103 dB optimal für mobile Geräte ausgelegt. Die heimische Anlage stellt er damit ebenfalls nicht vor Probleme.

Umfassend ausgestattet, solide gefertigt

Das Anschlusskabel wird jeweils an die rechte und linke Hörkapsel eingesteckt, es liegen zwei Kabel bei, ein drei Meter langes, reines HiFi-Kabel und ein mit 1,5 Metern kürzeres für den Betrieb am Smartphone. An diesem Kabel ist auch ein Mikrofon angebracht.

Die Entscheidung, welche Kapsel aufs linke und welche aufs rechte Ohr gehört liegt allein beim steckbaren Kabel, die Stecker sind entsprechend markiert. Allerdings ist diese Markierung im eingesteckten Zustand schwer abzulesen.

Viel Ausstattung und bequemer Sitz

Zwar verfügt der Neo nicht wie sein Bruder, der Classic, über Hörkapseln aus Holz, sondern aus Kunststoff. Dennoch leistet er sich seitens der Verarbeitung keinerlei Schwächen. Die Kunststoffschalen der Hörkapseln sind von lederartiger Textur und harmonieren schön mit den matten Metallteilen.

Zwei metallene Halterungen mit aufgedrucktem Firmenlogo halten das komfortable Kopfband im Bügel – sie sind geschraubt und erlauben einen Austausch, wenn das Kopfband defekt oder unansehnlich geworden ist. Dies wird allerdings einige Hörsessions in Anspruch nehmen, da das verwendete Kunstleder von höchster Qualität ist.

Das gleiche gilt für die Ohrpolster, die sind ebenfalls aus komfortabel zu tragendem Kunstleder und lassen sich auch auswechseln. Entsprechend gut liegt der Meze dann auf, die Ohren werden komplett umschlossen, es dringt weder Musik nach außen, noch hört man viel von der Außenwelt.

Einspielen

Wie jedem Kopfhörer gönne ich dem Meze 99 Neo vor dem Hörtest eine gewisse Einspielzeit. Wobei ich die kursierenden Angaben von mehreren Tagen oder gar Wochen für einigermaßen übertrieben halte, schon nach einigen Stunden ändert sich am Klang nicht mehr wirklich viel.

Im Gegenteil, wenn ich davon ausgehe, dass sich ein Gerät, ob nun Kopfhörer, Lautsprecher oder gar Elektronik über Tage und Wochen einspielen müsste, muss ich konsequenterweise auch davon ausgehen, dass diese Geräte einem ebenso raschen Alterungsprozess unterliegen.

Hörtest

Und ich fühle mich bestätigt, denn bereits nach dem Auspacken gibt der Neo schon eine gehörige Kostprobe seiner klanglichen Fähigkeiten. Der Meze hat schon jetzt eine sehr schöne Grundtonwiedergabe, ohne dass die Höhen darunter leiden. Bei Bedarf drückt er vehement tief aus dem Basskeller nach, ohne dabei eine Lücke zwischen den unteren und den mittleren oder hohen Frequenzen hören zu lassen.

Ausgewogenes Klangbild über das gesamte Frequenz­spektrum

Im sensiblen Mitteltonbereich liefert er das gesamte Spektrum an Klangfarben, was gerade Stimmen und natürliche Instrumente ausmacht. Aber auch Synthy-Pop und andere elektronische Musik klingt mit dem Meze weniger kühl und distanziert sondern er versteht es, für jedes Genre zu begeistern und mitzureißen.

Das heißt natürlich nicht, das er die Höhen dabei vernachlässigt: Es glitzert und prickelt selbst in höchsten Höhen eindrucksvoll, wobei ihm verziehen sei, dass er den ganz fiesen Spitzen, wie extremen Zischlauten, etwas die Schärfe nimmt. Somit ist er perfekt abgestimmt also fürs Langzeithören. Dafür steht auch, das er mit seiner geringen Impedanz und seinem guten Wirkungsgrad (26 Ohm, 102 dB) ziemlich anspruchslos ist, was den Verstärkerausgang anbelangt, so spielt er auch am Smartphone mit eher schwächlichem Kopfhörerverstärker.

Zu Höchstform gerät der Meze 99 Neo allerdings bei entsprechendem Futter. Das Smartphone sollte also über einen ordentlichen integrierten Wandler nebst stabilem Verstärker verfügen, oder man wertet diese Sektion mit einem externen DAC plus-Verstärker auf. Beim Wechsel an die heimische Anlage steht dann netterweise ein HiFi-Kabel ohne Mikrofon und Fernbedienung zur Verfügung.

Meze 99 Neo im Testspiegel

Die Hörer von Meze sind relativ jung am Markt, es gibt den 99 Neo tatsächlich erst seit wenigen Monaten. Daher findet man die meisten Testergebnisse zum Meze 99 Classic, das ist der mit den hölzernen Kapseln. Diese haben wir natürlich nicht herangezogen, wir warten lieber noch ein kleines Weilchen, bis es zum Neo mehr Testergebnisse gibt, um diese dann zeitnah nachzutragen.

In der aktuellen EarIn hat Kollege Martin Mertens dem Neo die Note 1,4 in der Spitzenklasse gegeben, bei einem sehr guten Preis/Leistungs-Verhältnis. Er hat den Neo gegen den Classic folgendermaßen abgesetzt:

»Der Meze 99 Neo ist nicht nur zeitlich das jüngere 99-er Modell. Er sieht moderner aus und seine klangliche Abstimmung dürfte einem jüngeren Musikgeschmack entgegenkommen. Dennoch ist er nicht trendy, sondern ein zeitlos schöner und klanglich ausgereifter Kopfhörer. »

Alternativen

Der Markt, gerade im Preisgefüge um 300 Euro, ist riesig. Dennoch haben wir einige wirklich interessante Alternativen zu unserem Favoriten für Sie herausgepickt, die mit ganz speziellen Fähigkeiten oder Ausstattungsmerkmalen aufwarten können.

Guter Allrounder

Beyerdynamic Custom Studio

Test Kopfhörer: Beyerdynamic Custom Studio
Unser ehemaliger Favorit ist immer noch eine Sünde wert, tut sich allerdings schwer bei mobilen Geräten.

Unser ehemaliger Favorit ist immer noch eine Sünde wert, tut sich allerdings schwer bei mobilen Geräten. Der Custom Studio von Beyerdynamic ist etwas hochohmiger als unser neuer Testieger und bringt kein Inline-Mikrofon mit.

Besonders das Bassmanagement des Custom Studio hat uns gefallen, denn so kann man bei entsprechender Musikvorliebe den Basspegel in mehreren Stufen anheben, ohne dass dieser zu unkontrolliertem Gewummere verkommt. Immer schön knackig und konturiert machen sich die Tiefen der Musik bemerkbar, ohne dass im Mittelhochtonbereich Information verloren geht.

Die Studiovariante des Custom liefert übrigens in der neutralen Position der Bassschieber einen sehr schön ausgewogenen Klang, mit dem sich getrost auch klassische Musik genießen lässt.

Für seinen Preis ist der Beyerdynamic ordentlich ausgestattet und sauber gefertigt, ein Kabel mit Mikrofon zum Anschluss an das Mobiltelefon ist allerdings nicht dabei, hier muss man auf die Annahme von Anrufen verzichten. Allerdings läuft der Beyerdynamic ohnehin nur an Mobilgeräten mit potentem Kopfhörerausgang zur Höchstform auf. Wer den Kopfhörer ohnehin nur zuhause nutzt, wird mit dem Custom Studio glücklich werden, zumal er noch ein paar Euro günstiger ist als unser neuer Favorit.

Überflieger in offener Bauweise

Sennheiser HD 600

Den Sennheiser HD 600 ist schon einige Zeit am Markt – ein Anzeichen, dass die Ingenieure bei der Entwicklung des offenen Kopfhörers vieles richtig gemacht haben.

 Kopfhörer Test: Sennheiser Hd600 Anschluss
Beim Sennheiser HD600 sind die Kabel an den Hörmuscheln steckbar.

Tatsächlich sitzt der Hörer von Anfang an derart bequem, dass man ihn schnell überhaupt nicht mehr spürt. Die Velourspolster umschließen die Ohren großzügig und verteilen zudem den ohnehin moderaten Druck auf eine große Fläche.

Das Anschlusskabel ist beidseitig gesteckt und wird, wie im High-End-Bereich üblich, von den Hörkapseln bis zum Stecker nach links und rechts getrennt geführt. Die eindeutige Farbmarkierung der Stecker zu den Kapseln macht eine Verwechselung der Kanäle nahezu unmöglich.

Der HD 600 wird zwar im soliden Karton geliefert, ein Hardcase oder eine ähnliche Transportmöglichkeit für den alltäglichen Gebrauch sucht man allerdings vergeblich. Der Sennheiser ist nicht eben für Mobilgeräte gedacht. Dafür sorgt auch die mit 300 Ohm recht hohe Impedanz, an der die meisten Mobilgeräte mit ihrem begrenzten Output kläglich scheitern dürften – der HD 600 soll an die HiFi-Anlage angeschlossen werden oder gerne auch an einen separaten Kopfhörerverstärker.

Hier kann er sich so richtig entfalten: Er klingt groß und schafft mit seiner schon dreidimensionalen Klangabbildung eine breite wie tiefe Bühne. Er klingt ausgesprochen authentisch und man vergisst schnell, dass man überhaupt einen Kopfhörer trägt. Trotz seiner locker-leichten Spielweise, die ein wenig an den AKG K702 erinnert, bleibt er doch auch der Dynamik verpflichtet.

Gerade Aufnahmen großer klassischer Orchester können so manchen Probanden entlarven. Zwar gelingt vielen, gerade höherpreisigen Kopfhörern die verzerrungsfreie Wiedergabe sehr umfangreicher Tutti, setzt man dann aber den HD 600 auf, hört man oft einfach mehr feine Zwischentöne und mehr Details – und das nicht mit der akustischen Pinzette auseinander gepflückt, sondern ganz souverän und wie aus einem Guss.

Selbstverständlich ist der HD 600 auch für moderne Musikrichtungen uneingeschränkt geeignet. Er reicht gerade für einen Hörer in offenen Bauweise erstaunlich tief in den Basskeller hinab, um dann eher knackig und präzise als weich der Musik gerecht zu werden. Allerdings muss der Bass auch so auf der Quelle sein, denn eingedickt wird nichts.

Der HD 600 ist damit unsere offene Empfehlung für den Musikgenuss zuhause, egal aus welchem Genre sie stammt.

Offene Alternative

Shure SRH1440

Test Kopfhörer: Shure SRH1440
Der Shure trägt sich sehr komfortabel und verfügt über ein offenes, räumliches Klangbild.

Der Shure SRH1440 arbeitet, anders als die beiden anderen Favoriten, nach dem offenen Prinzip und ist in dieser Preisklasse einer der klangstärksten offenen Kopfhörer.

Er gehört mit über 300 Gramm zwar nicht unbedingt zu den Leichtgewichten, es gibt aber schwerere und dem Tragekomfort tut das kaum Abbruch. Schließlich verteilt der gut gepolsterte Bügel das Gewicht großzügig und der moderate Anpressdruck der Kapseln sorgt dafür, dass diese zwar sicher sitzen aber eben nicht unangenehm drücken.

Die Polster sind übrigens gleich in doppelter Ausführung vorhanden und selbst wenn der Ersatz unansehnlich oder unanhörbar geworden sein sollte, wird man auch bei Shure problemlos Ersatzpolster bekommen können. Außerdem liegt auch ein Ersatzkabel dem soliden Case bei, wobei beim Shure das Anschlusskabel beidseitig gesteckt ist, so dass ein Kabelbruch auch hier kein größeres Problem darstellt.

Der SRH1440 ist eher hell abgestimmt, mit einer sehr feinen Mittel-Hochton-Auflösung. Außerdem liefert er eine erstaunlich breite Bühne und lässt die Musik förmlich atmen. Er ist wegen seiner offenen Bauweise nicht für Tiefbassfetischisten geeignet; der Bass wird zwar satt und konturiert wiedergegeben, geht aber nicht so tief wie bei den geschlossenen Kollegen.

Für kultivierten Musikgenuss zum schlanken Preis ist der Shure aber allemal eine Empfehlung.

Der beste Günstige

Beyerdynamic DT 240 Pro

Der Beyerdynamic DT 240 Pro wurde als Arbeitsgerät für Leute konstruiert, die einen Kopfhörer draußen, im Studio oder am PC zum Abhören benötigen.

 Kopfhörer Test: Beyerdynamic Dt240pro Anschluss
Das Anschlusskabel des DT 240 Pro kann wahlweise rechts oder links eingesteckt werden.

Er ist leicht, sitzt auch längere Zeit bequem, und verfügt über ein steckbares Kabel. Je nachdem, wie es am Audio-Arbeitsplatz aussieht, kann das Kabel wahlweise links oder rechts eingesteckt werden, sodass es so wenig wie möglich im Weg hängt. Die Polster sind weich und, wie es sich für ordentliches Arbeitsmaterial gehört, aus Kunstleder gefertigt, sodass man sie auch mal feucht abwischen kann, was ja bei Velours nicht so ohne weiteres möglich ist. Außerdem bietet Beyerdynamic direkt mit der Markeinführung Ersatzpolster und -kabel an.

Obwohl der DT 240 Pro nicht in Heilbronn gefertigt wird – dafür ist er einfach zu günstig – ist die Verarbeitung tadellos, vor allem angesichts des aufgerufenen Preises. Ein einfacher, kunstlederner Aufbewahrungsbeutel, die niedrige Impedanz und seine leichte Bauweise machen ihn gerade auch für den Einsatz am Smartphone oder anderen mobilen Zuspieler interessant. Das wahlweise links oder rechts einzusteckende Kabel bietet unterwegs zusätzlichen Komfort; lässt sich das Kabel so doch viel besser zum Smartphone verlegen, egal, in welcher Tasche sich das befindet.

Klanglich liegt er auf der ausgewogen Seite, ohne den vom Zeitgeist vordergründig aufgeblähten Bass. Dabei ist er alles andere als langweilig, woran die leichte Tendenz in Richtung Loudness-Charakter sicher nicht ganz unbeteiligt ist.

Der DT 240 Pro ist sehr gut zur Kontrolle bei Tonaufnahmen mit der Kamera geeignet, und auch nachher beim Editing am PC wird er gute Dienste leisten. Er wird aber auch fürs Musikhören unterwegs aufmerksame Zuhörer finden.

Außerdem getestet

Audioquest Nighthawk

Beim Audioquest Nighthawk bestehen die Kapseln aus sogenanntem flüssigen Holz. Das unterdrückt unerwünschte Gehäuseresonanzen, ist allerdings, wie auch die anderen Einzelteile, nicht ganz trivial in der Produktion. Audioquest es mit dem Nighthawk geschafft, dass er für viele Nutzer der Kopfhörer schlechthin ist, weil er so gar nicht nach Kopfhörer klingt und mit enormer Räumlichkeit aufwartet – sofern die Aufnahme das hergibt. Mir persönlich gefällt zudem das eher warme Timbre des Nighthawk, denn der Grundtonbereich wird vor allem für Langzeithörer sehr angenehm wiedergegeben. Im Bass macht er etwas mehr Druck als viele komplett offene Hörer und bleibt dabei immer zackig und schnell.

Ein offener Kopfhörer für unter 100 Euro, der gut ausgestattet ist und für diesen Preis sehr passabel klingt, ist der Teufel Aureol Real. Zur Ausstattung gehören neben einem Transportbeutel aus Stoff auch zwei Anschlusskabel, eines mit großer, eines mit kleiner Klinke. Der Teufel ist neben schwarz auch in schwarz-gold, schwarz-rot und weiß-rot erhältlich. Der in offener Bauweise konstruierte Hörer hat allerdings Probleme mit der räumlichen Abbildung. Für den Preis darf man darüber aber nicht meckern

Sennheiser Momentum 2.0

Warme Abstimmung und toller Klang: Der Sennheiser Momentum 2.0 ist vor allem für das Hören am Smartphone geschaffen. Mit seinem dünnen Kabel und dem eingebauten Mikrofon ist er für den mobilen Einsatz bestens gerüstet. Er überzeugt mit tollem Tragekomfort und seinem Retro-Design, das nicht nur was für die Ohren, sondern auch für die Augen ist.

Dank seiner geschlossenen Bauweise versorgt er den Nutzer mit kräftigem, konturierte Tiefbass, ist sich aber auch für eine differenzierte Mittellage nicht zu schade. Die gesamte Abstimmung ist aber eher warm.

Audio Technica ATH-MSR7

Der Audio-Technica ATH-MSR7 ist ebenfalls ein erstaunlich vielseitiger Kopfhörer. Dank des reichhaltigen Zubehörs eignet er sich sowohl für daheim als auch für unterwegs. Klanglich gehört er zu den ehrlichen Kopfhörern, der eher neutral abgestimmt ist, mit sattem aber nicht vorlautem Bass. Aus unserer Sicht ist der Beyerdynamic Custom Studio für etwas weniger Geld aber die bessere Wahl, aber das ist auch ein Stück Weit Geschmacksache.

Der Ultrasone Pro 550i und der günstigere Ultrasone HFI 780 sind die besten Kopfhörer für stimmlastige Musik. Vielen werden sie allerdings zu mittenbetont sein. Der Hersteller wirbt mit der Abschirmung der Wandler mit Mu-Metall, das soll die elektromagnetischen Wellen vom Kopf abschirmen. Ob das was bringt, sei dahingestellt. Die Hörer von Ultrasone sind damit jedenfalls eine Alternative für alle, die sich vor Elektrosmog fürchten.

Der 1More H1707 verfügt laut Hersteller über drei Treiber pro Hörmuschel. Aktiv sind allerdings nur zwei davon: Einmal der übliche dynamische Treiber, hier mit 40 Millimetern Durchmesser, und dann ein sogenannter Piezo-Keramiktreiber, der für Frequenzen bis zu 40 Kilohertz hinauf verantwortlich ist. Beim dritten Treiber, hauptsächlich für die tiefen Frequenzen zuständig, handelt es sich um eine Passivmembran, welche die Arbeit des 40 mm-Treibers in den tiefen Frequenzen unterstützt.

 Kopfhörer Test: 1more H1707 Anschluss
Das Anschlusskabel des 1More H1707 ist beidseitig gesteckt.

Doch nicht diese aufwändige Konstruktion ist es, die dem H1707 das satte Gewicht verleiht, es sind vielmehr die aus dem vollen gedrehten Gehäuse der Hörkapseln. Der 1More ist hervorragend verarbeitet und trotz seiner aufwändigen Konstruktion macht ihn die niedrige Impedanz und das solide Case aus dem Lieferumfang geradezu prädestiniert für den mobilen Einsatz.

Er klingt sehr ausgewogen, ohne Frequenzen zu bevorzugen oder zu vernachlässigen – fast schon ein wenig steril. Der direkte Vergleich mit dem Sennheiser HD 600, der auf ähnlichem Preisniveau liegt, fördert dann zu Tage, dass der H1707 zwar alles spielt, was die Quelle hergibt, es ihm aber nicht gelingt, das ganze wie aus einem Guss zu reproduzieren. Einige feine Details unterschlägt er sogar. Das Konzept mit mehreren Treibern ist trotzdem viel versprechend, es fehlt wohl lediglich etwas an Feintuning.

Sennheiser Momentum OnEar 2.0

Der Sennheiser Momentum On-Ear 2.0 ist die On-Ear-Variante der erfolgreichen Momentum-Reihe von Sennheiser. Die Ohrpolster sind hier noch kleiner, weil sie auf den Ohren liegen. Er kann dadurch unter Umständen sogar bequemer sein als die Over-Ear-Variante, vor allem aber ist er dadurch leichter und besser zu transportieren. Das breite Klangspektrum liefert des Momentum 2 Over-Ear aber nicht.

Der Teufel Real Z ist der große Bruder unseres Preistipps. Er arbeitet nach dem halboffenen Prinzip und liefert dadurch etwas mehr Bass als der Aureal. Die räumliche Abbildung ist etwas weiter, aber immer noch nicht so luftig wie bei unserem Favoriten oder auch dem AKG 702. Wer etwas günstiges sucht, findet im Aureol Real das bessere Preis-Leistungsverhältnis.

Sennheiser HD 200 PRO

Der Sennheiser HD 200 Pro erreichte uns parallel zum DT 240 Pro von Beyerdynamic, beide eignen sich zum Abhören bei Audioproduktionen. Auch die Polster des Sennheiser sind mit pflegeleichtem Kunstleder überzogen, lassen sich aber nicht wechseln, jedenfalls nicht so ohne weiteres. Das Anschlusskabel ist einseitig fest angeschlossen. Durch die ovale Form der Polster ist allerdings die Art des Tragens auf den Ohren weitestgehend schon vorgegeben. Das sorgt für gleichbleibende akustische Verhältnisse, was im (semi-)professionellen Einsatz besonders wichtig ist.

Klanglich können die Hörer nicht wirklich überzeugen: Die Mitten sind leicht verhalten und fast schon ein wenig nasal. Auf der anderen Seite trägt der Oberbass etwas zu dick auf, was eventuell die verfärbten Mitten zumindest teilweise erklären kann und wohl kaschieren soll, dass der HD 200 Pro nicht ganz so weit hinabreicht.

Anders als der Teufel Aureal in der gleichen Preisklasse liefert der Panasonic RP-HD6ME ein sehr gewöhnungsbedürftig, mittenbetontes Klangbild, das uns überhaupt nicht überzeugt hat.

Auch die räumliche Abbildung lässt zu wünschen übrig. Von diesem Kopfhörer würden wir die Finger lassen, da fährt man mit dem Teufel Aureol Real für selbe Geld wesentlich besser.

Der Beats by Dr Dre Pro Over-Ear kommt wie unser Favorit mit professionellem Anspruch daher. Der trendige und vor allem bei jungen Leuten höchst angesagte Kopfhörer ist solide gefertigt und sitzt recht schwer auf dem Kopf.

Die Abstimmung ist aber alles andere als neutral, wenn überhaupt ist das ein Hörer ausschließlich für sehr basslastige Musik und Fans der Marke.

Das halboffene System des Fostex T50RP MK3 ist klanglich sehr ausgewogen. Wenn allerdings kein guter Zuspieler vorhanden ist, klingt der Kopfhörer leider zu leise.

Das Smartphone ist für den Fostex also nicht die ideale Lösung, weshalb wir ihn nicht empfehlen können. Wem das egal ist, der bekommt für einen Preis von unschlagbaren 150 Euro eine Menge auf die Ohren.

Der größte Unterschied zu unserem Testsieger ist die Form der Kopfhörer. Der AKG K702 ist offen und lädt somit Sitznachbarn in der Bahn zum mithören ein. Klanglich gibt es natürlich auch Unterschiede: Mit der offenen Variante werden besonders klassische Stücke sehr gut wiedergegeben, die Abstimmung ist neutral und harmonisch.

Bei der Tieftonwiedergabe kommt er aber nicht ganz an unseren Favoriten heran.

Auch der Philips Fidelio X2 ist ein offener Hörer, in der Abstimmung gleicht er dem AKG aber überhaupt nicht. Er deckt eher die unteren Frequenzbereiche ab und liefert einen kräftigeren Bass. Dafür geht der Punkt in Feinzeichnung geht ganz knapp an den Philips, da muss sich unser Favorit hinten anstellen.

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Kommentare

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Steve Manthey
Steve Manthey

AKG 702

Steve Manthey
Steve Manthey
Gökhan Özalp
Gökhan Özalp

Alu Hut Incoming

Janick Eigenmann
Janick Eigenmann

Marshall Over ear monitor Top verarbeitung und echt spizen qualität fur einen erschwinglichen preiss

Thomas Windhausen
Thomas Windhausen

Allerdings recht mies im Klang.
Hab da deutlich mehr erwartet.

Janick Eigenmann
Janick Eigenmann

na mit den samsung adapt einstelungen für besseres töne sind die echt top für elektronische musik ?✌?

Kenny Robert
Kenny Robert

Ohne dem Sennheiser HD25 macht der Test eh keinen sinn… obwohl – vielleicht auch nur deswegen.

Benjamin Bohnert
Benjamin Bohnert

Und die dummen kids kaufen weiter beats by dre.

Marco Ho
Marco Ho

B&W P7 Wireless

Gabor Demeter
Gabor Demeter

Koss!!!!!!!

Andy
Andy

Und der beoplay h6?

Michael Gramm
Michael Gramm

Schade dass hier nur Billig- bis Mittelklassekopfhörer getestet wurden. Alle getesteten Kopfhörer gehören garantiert nicht zu den besten Produkten. Traurig dass es hier falsch suggeriert wird. Es wäre schön, wenn es wirklich mal einen Test der besten Kopfhörer geben würde.

Denny Brenke
Denny Brenke

250€ bin ich auch nicht mehr bereit auszugeben. Warum? Es geht auch einfach.

David Schillaci
David Schillaci

meze muss wohl ein bisschen gepushed werden….

Peter Reddig
Peter Reddig

nur selber hören entscheidet

Uwe Thomas
Uwe Thomas

Tobias Pitz schau dir den mal an!

Andreas Janke
Andreas Janke

Ich hab vor fünf Jahren noch Ohrpolster für meinen jetzt 30 Jahre alten Beyerdynamic dt880studio bekommen

Thomas Carl
Thomas Carl

Sowas wird wohl auch noch ne Weile verfügbar sein ?