Der beste Kopfhörer

  • Test: Kopfhörer – Testsieger Meze 99 Neo

Der beste HiFi-Kopfhörer ist für uns der Meze 99 Neo. Er eignet sich für die Anlage daheim ebenso gut wie zum Musikhören vom Smartphone. Für Letzteres ist er dank seiner unkritischen Anschlusswerte auch für Smartphones geeignet, deren Kopfhörer-Ausgang nicht gerade mit Leistung protzt. Der Meze 99 Neo hebt sich wohltuend von bekannten Bassmonstern á la Beats ab, und liefert statt indifferentem Tiefton-Gewummere einen satten, konturierten Tiefbass, sowie einen nahtlosen Übergang zum Mittel- und Hochtonbereich.

Update 29. Mai 2017

Ein Newcomer sowie zwei Kopfhörer, die nach einem Prinzip arbeiten, welches ein sensationelles Klangerlebnis verspricht, allerdings normalerweise zum weitaus höherem Preis, mischen unser Testergebnis reichlich auf.

Mit dem Fostex T50RP MK3, dem HiFiMan HE400S und dem Meze 99 Neo haben wir gleich in drei neue Empfehlungen reingehört.

Um herauszufinden, was aktuell der beste Kopfhörer ist, haben wir lange recherchiert und anhand von Testberichten und Kundenbewertungen aus dem unüberschaubar großen Angebot an Hifi-Kopfhörern die 15 interessantesten Modelle mit Preisen um 300 Euro ausgewählt und ausgiebig getestet.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger: Meze 99 Neo

Test Kopfhörer: Meze 99 Neo
Der Meze 99 Neo ist ein echter Alleskönner, bleibt dabei aber kompromisslos .
Amazon€ 219,00

von 4 Lesern gekauft

Der Meze 99 Neo ist für uns zur Zeit die beste Wahl für die meisten Menschen. Er ist vielseitig einsetzbar und hat hervorragende Klangeigenschaften und gehört damit zu den Kopfhörern, die uns aktuell am meisten überzeugen – was Sie jedoch nicht davon entbindet, vor der Investition in ein neues Abhörgerät den eigenen Ohren zu trauen.

Guter Allrounder: Beyerdynamic Custom Studio

Test Kopfhörer: Beyerdynamic Custom Studio
Unser ehemaliger Favorit ist immer noch eine Sünde wert, tut sich allerdings schwer bei mobilen Geräten.
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real,- Onlineshop€ 371,53

von 101 Lesern gekauft

Der Beyerdynamic Custom Studio überzeugt klanglich ebenso. Er hat im Gegensatz zu unserem Favoriten aber kein Inline-Mikrofon und kommt hochohmiger daher als der Meze. Für mobile Geräte ist er damit nicht so gut geeignet. Ansonsten bringt er guten Bass mit, den man sogar individuell anpassen kann.

Mobiler König: Sennheiser Momentum 2.0

Test Kopfhörer: Sennheiser Momentum 2.0
Geschlossen gebaut, leicht und mit Mikro: optimal für unterwegs.

Warme Abstimmung und toller Klang: Der Sennheiser Momentum 2.0 ist vor allem für das Hören am Smartphone geschaffen. Mit seinem dünnen Kabel und dem eingebauten Mikrofon ist er für den mobilen Einsatz bestens gerüstet. Er überzeugt mit tollem Tragekomfort und seinem Retro-Design, das nicht nur was für die Ohren, sondern auch für die Augen ist.

Der beste Günstige: Teufel Aureol Real

Test Kopfhörer: Teufel Aureol Real
Ebenfalls offen gebaut, toller Klang für wenig Geld.

Ein Kopfhörer für unter 100 Euro, der gut ausgestattet ist und für diesen Preis sehr passabel klingt, ist der Teufel Aureol Real. Er ist ein richtiges Einsteigermodell und für all diejenigen interessant, die erst einmal sehen wollen, ob ein Kopfhörer das Richtige für sie ist. Der in offener Bauweise konstruierte Hörer hat allerdings Probleme mit der räumlichen Abbildung. Für den Preis darf man darüber aber nicht meckern.

Vergleichstabelle

TestsiegerGuter AllrounderMobiler KönigDer beste Günstige
Modell Meze 99 Neo Beyerdynamic Custom Studio Sennheiser Momentum 2.0 Teufel Aureol Real Audio Technica ATH-MSR7 Ultrasone Pro 550i Ultrasone HFI 780 Sennheiser Momentum OnEar 2.0 Teufel Real Z Panasonic RP-HD6ME Beats Pro Over-Ear HiFiMan HE400S Fostex T50RP MK3 Philips Fidelio X2 AKG K702
Test Kopfhörer: Meze 99 NeoTest Kopfhörer: Beyerdynamic Custom StudioTest Kopfhörer: Sennheiser Momentum 2.0Test Kopfhörer: Teufel Aureol RealTest Kopfhörer: Audio-Technica ATH-MSR7Test Kopfhörer: Ultrasone Pro 550iTest Kopfhörer: Ultrasone HFI 780Test Kopfhörer: Sennheiser Momentum OnEar 2.0Test Kopfhörer: Teufel Real ZTest Kopfhörer: Panasonic RP-HD6METest Kopfhörer: Beats Pro Over-EarTest Kopfhörer: HiFiMan HE400STest Kopfhörer: Fostex T50RP MK3Test Kopfhörer: Philips Fidelio X2Test Kopfhörer: AKG K702
Pro
  • Tolle Klangeigenschaft und gute Qualität
  • Individuell anpassbarer Bass
  • Hervorragend für den mobilen Einsatz geeignet
  • Sehr günstiges Einsteigermodell
  • Vielseitig einsetzbar, sowohl zu hause als auch unterwegs
  • Gut für stimmlastige Musik
  • Mu-Metall zur Abschirmung elektromagnetischer Wellen
  • Die On-Ear Variante ist für manche bequemer als Over-Ear
  • Liefert gute Bass-Töne
  • Günstiges Modell für den Einstieg
  • Solide und schön gefertigt
  • Klanglich kann er mehr als überzeugen
  • Sehr ausgewogener Klang
  • Sehr gute Feinzeichnung
  • Gut geeignet für klassische Musik
Contra
  • Nicht unbedingt zum Hören mit dem Smartphone geeignet
  • Ohne Inline-Mikrofon
  • Retro-Design eventuell nicht für jeden das Richtige
  • Kommt klanglich nicht an die teuren Modelle heran
  • Klanglich gut, aber nirgends wirklich perfekt
  • Könnte vielen zu mittenbetont sein
  • Höhen und Tiefen werden nicht optimal ausgespielt
  • Klanglich ist er leider nicht herausragend
  • Preis-Leistung stimmt hier nicht ganz
  • Gewöhnungsbedürftiges Klangbild
  • Nur für basslastige Musik geeignet
  • Leider ist er nicht ganz billig
  • Leider nicht unbedingt für das Smartphone, da der Ton zu leise wird
  • Deckt eher die unteren Frequenzbereiche ab
  • Tieftonwiedergabe ist nicht ganz so gut
Bester Preis
Technische Daten  

Unsere Testkandidaten

An geschlossenen Kopfhörern stellten sich neben dem Beyerdynamic Custom Studio außerdem der Beats by Dr. Dre Pro Over-Ear, der Momentum 2.0 und seine On-Ear Variante der Momentum OnEar 2.0 von Sennheiser, der Pro 550i und der HFI 780 von Ultrasone, sowie der Audio-Technica ATH-MSR7, der günstige Panasonic RP-HD6ME, und neuerdings der Meze 99 Neo.

Als offene bzw. halboffene Systeme standen uns der Fidelio X2 von Philips, der AKG K702 und der Teufel Real Z sowie sein preisgünstiger Kollege der Aureol Real zur Verfügung, außerdem nun der Fostex T50RP MK3 und der HiFiMan HE400S.

Der Meze 99 Neo ist recht frisch auf dem deutschen Markt, konnte aber binnen kürzester Zeit eine ganze Menge renommierter Kollegen überzeugen. Das japanische Unternehmen Fostex dagegen kann zumindest im Studiobereich schon als alter Hase gelten, und bringt die isodynamischen Hörer wie den T50RP MK3 zum Schnäppchenpreis unter die interessierten Hörer. HiFiMan schließlich, sonst eher bekannt für magnetostatische Kopfhörer zu Preisen im vierstelligen Bereich, hat beim HE400S so viel Know How wie möglich in einen erschwinglichen Benjamin investiert, der zudem auch an Mobil-Geräten noch passabel performen soll.

Auswahl der Hörkapseln

Geschlossen, offen oder halboffen – das ist bezüglich Kopfhörern beinah schon eine Glaubensfrage. Gemeint ist die Konstruktion der Hörkapseln, ob diese nun nach außen hin offen, geschlossen oder halboffen konstruiert sind.

Deutliche Klangunterschiede je nach Bauform der Hörkapseln

Offene Kopfhörer sind für besonders feinen, ausgewogenen Klang bekannt, wogegen geschlossene Hörkapseln Voraussetzung für einen kräftigen, konturierten Bass sind, andererseits aber mit Klangverfärbungen zu kämpfen haben.

Der Musikgenuss mit einem Hörer geschlossener Bauweise schottet auf jeden Fall von der Außenwelt ab – umgekehrt bleibt die Außenwelt auch von den eigenen musikalischen Eskapaden verschont, was dem Hausfrieden unter Umständen zuträglich sein kann.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal hat mehr mit dem Tragekomfort zu tun. Sowohl bei den offenen als auch bei den geschlossenen Modellen gibt es solche, deren Polster das Ohr umschließen und am Kopf anliegen – genannt Around-Ear oder Over-Ear Kopfhörer.

Die anderen stützen ihre Polster direkt auf den Ohren ab und heißen entsprechend On-Ear Kopfhörer. Manche Hersteller bieten beide Varianten an, wir haben genau hingehört, ob es außer dem Tragekomfort auch Klangunterschiede gibt.

Eine Frage des Prinzips – der Wandler

Außer dem geschlossenen, offenen und halboffenen Prinzip sowie den On- und Over-Ears, haben wir mittlerweile auch zwei unterschiedliche Wandler-Technologien vertreten.

Da sind einerseits die dynamischen Wandler, mithin wohl die am meisten vertretene Technik: Hier bilden Membran und Spule für den Antrieb eine fest zusammengefügte Einheit. Besagte Spule taucht in einen Magnetspalt und wird darin im Takt der Musik bewegt. Diese Bewegung überträgt sich auf die Membran, die dann den Sound ans Ohr übermittelt.

Beim magnetostatischen Wandler sind die Spulenwicklungen auf die Membran aufgedampft und damit quasi Bestandteil der gesamten Membranfläche. Diese Membran ist zwischen zwei Magneten aufgespannt und bewegt sich ebenfalls, sobald die Spule von musikalischen Elektronen durchflossen wird.

Magnetostatische Wandler bieten die beste Klangqualität, sind aber sehr teuer

Die Membran der magnetostatischen und ihrer Verwandten, den elektrostatischen Wandlern, ist um einiges leichter als bei dynamischen Systemen und wird zudem über die gesamte Fläche angetrieben. Daher kann sie selbst den feinsten Anweisungen der antreibenden Spule folgen – und zwar nur denen. Sie ist nahezu frei von ungewollten Teilschwingungen, die in der Musik nicht enthalten sind.

Die Konstruktion eines magnetostatischen Wandlers ist allerdings eine Herausforderung, und zumeist nicht so billig zu realisieren wie bei dynamischen Wandlern. Mehr zu den unterschiedlichen Wandlersystemen findet sich bei Wikipedia.

Test: Kopfhörer – Testsieger Meze 99 Neo

Testsieger: Meze 99 Neo

Die Wahl des richtigen Kopfhörers ist immer auch Geschmacksache. Denn alle Hifi-Kopfhörer haben ein eigenes Klangbild, was dem einen gefällt findet jemand anders ganz furchtbar. Das hängt natürlich auch sehr damit zusammen, welche Musik man hört.

Testsieger: Meze 99 Neo

Test Kopfhörer: Meze 99 Neo
Der Meze 99 Neo ist ein echter Alleskönner, bleibt dabei aber kompromisslos .
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von 4 Lesern gekauft

Außerdem greift zusehends der Trend um sich, mobil wie zuhause den selben Kopfhörer zu nutzen. Um einen Kopfhörer außer an der heimischen HiFi-Anlage auch am meist eher schwächliche Smartphone-Ausgang betreiben zu können, sollte er über eine geringe Impedanz und idealerweise eine hohe Empfindlichkeit verfügen.

Guter Sound für zuhause und unterwegs

Aber es gibt auch immer wieder Kopfhörer, die bei allen Musikrichtungen und an den meisten Wiedergabegeräten eine gute Figur machen. Zu ihnen gehört der Meze 99 Neo – und das war mit ein Grund, warum er für uns einer der besten Kopfhörer für die meisten Menschen ist.

Der Meze 99 Neo ist ein geschlossener Kopfhörer, so dass man nicht mehr viel von seiner Umwelt hört, wenn man ihn mal auf den Ohren hat. Andersrum ist es genauso, auch meine Umgebung bekommt nicht viel von meinem Musikgeschmack mit. Ausgesprochen wird der Firmenname übrigens »Mese«, mit stimmhaftem »s«, so lautet auch der Name des Inhabers – Antonio Meze.

Impedanz und Empfindlichkeit

Mit Impedanz bezeichnet man den Wechselstromwiderstand eines Kopfhörers. Im Zusammenspiel mit dem Quellgerät wirkt sich dieser auf die Lautstärke und auf den Klang aus.

Hochwertige Studio-Kopfhörer arbeiten für gewöhnlich mit einer Impedanz von etwa 300 Ohm. Mobilgeräte wie Audioplayer oder Smartphones harmonieren aufgrund der begrenzten Verstärkerleistung dagegen am besten mit Kopfhörern mit einer Impedanz von 32 Ohm oder niedriger. Stationäre HiFi-Geräte mit Kopfhörer-Ausgang erfordern wiederum meist eine Impedanz, die mit etwa 100 Ohm zwischen den beiden Extremen liegt, werden aber meistens auch mit höheren Impedanzen fertig.

Mit der Empfindlichkeit eines Kopfhörers verhält es sich ähnlich; sie besagt, wieviel Schalldruck der Kopfhörer mit der Leistung von 1mW maximal erzeugen kann, und ist ebenfalls eine Kenngröße für die erreichbare Lautstärke, aber vor allem Dynamik.

Der Meze 99 Neo ist mit seiner Impedanz von 26 Ohm und einer Empfindlichkeit von 103 dB optimal für mobile Geräte ausgelegt. Die heimische Anlage stellt er damit ebenfalls nicht vor Probleme.

Umfassend ausgestattet, solide gefertigt

Das Anschlusskabel wird jeweils an die rechte und linke Hörkapsel eingesteckt, es liegen zwei Kabel bei, ein drei Meter langes, reines HiFi-Kabel und ein mit 1,5 Metern kürzeres für den Betrieb am Smartphone. An diesem Kabel ist auch ein Mikrofon angebracht.

Die Entscheidung, welche Kapsel aufs linke und welche aufs rechte Ohr gehört liegt allein beim steckbaren Kabel, die Stecker sind entsprechend markiert. Allerdings ist diese Markierung im eingesteckten Zustand schwer abzulesen.

Viel Ausstattung und bequemer Sitz

Zwar verfügt der Neo nicht wie sein Bruder, der Classic, über Hörkapseln aus Holz, sondern aus Kunststoff. Dennoch leistet er sich seitens der Verarbeitung keinerlei Schwächen. Die Kunststoff-Schalen der Hörkapseln sind von lederartiger Textur und harmonieren schön mit den matten Metallteilen.

Zwei metallene Halterungen mit aufgedrucktem Firmenlogo halten das komfortable Kopfband im Bügel – sie sind geschraubt und erlauben einen Austausch, wenn das Kopfband defekt oder unansehnlich geworden ist. Dies wird allerdings einige Hörsessions in Anspruch nehmen, da das verwendete Kunstleder von höchster Qualität ist.

Das gleiche gilt für die Ohrpolster, die sind ebenfalls aus komfortabel zu tragendem Kunstleder und lassen sich auch auswechseln. Entsprechend gut liegt der Meze dann auf, die Ohren werden komplett umschlossen, es dringt weder Musik nach außen, noch hört man viel von der Außenwelt.

Einspielen

Wie jedem Kopfhörer gönne ich dem Meze 99 Neo vor dem Hörtest eine gewisse Einspielzeit. Wobei ich die kursierenden Angaben von mehreren Tagen oder gar Wochen für einigermaßen übertrieben halte, schon nach einigen Stunden ändert sich am Klang nicht mehr wirklich viel.

Im Gegenteil, wenn ich davon ausgehe, dass sich ein Gerät, ob nun Kopfhörer, Lautsprecher oder gar Elektronik über Tage und Wochen einspielen müsste, muss ich konsequenterweise auch davon ausgehen, dass diese Geräte einem ebenso raschen Alterungsprozess unterliegen.

Hörtest

Und ich fühle mich bestätigt, denn bereits nach dem Auspacken gibt der Neo schon eine gehörige Kostprobe seiner klanglichen Fähigkeiten. Der Meze hat schon jetzt eine sehr schöne Grundtonwiedergabe, ohne dass die Höhen darunter leiden. Bei Bedarf drückt er vehement tief aus dem Basskeller nach, ohne dabei eine Lücke zwischen den unteren und den mittleren oder hohen Frequenzen hören zu lassen.

Ausgewogenes Klangbild über das gesamte Frequenzspektrum

Im sensiblen Mittelton-Bereich liefert er das gesamte Spektrum an Klangfarben, was gerade Stimmen und natürliche Instrumente ausmacht. Aber auch Synthy-Pop und andere elektronische Musik klingt mit dem Meze weniger kühl und distanziert sondern er versteht es, für jedes Genre zu begeistern und mitzureißen.

Das heißt natürlich nicht, das er die Höhen dabei vernachlässigt; es glitzert und prickelt selbst in höchsten Höhen eindrucksvoll, wobei ihm verziehen sei, dass er den ganz fiesen Spitzen, wie extremen Zischlauten etwas die Schärfe nimmt. Perfekt abgestimmt also fürs Langzeithören. Dafür steht auch, das er mit seiner geringen Impedanz und seinem guten Wirkungsgrad (26 Ohm, 102 dB) ziemlich anspruchslos ist, was den Verstärker-Ausgang anbelangt, so spielt er auch am Smartphone mit eher schwächlichem Kopfhörer-Verstärker.

Zu Höchstform gerät der Meze 99 Neo allerdings bei entsprechendem Futter; das Smartphone sollte also über einen ordentlichen integrierten Wandler nebst stabilem Verstärker verfügen, oder man wertet diese Sektion mit einem externen DAC plus Verstärker auf. Beim Wechsel an die heimische Anlage steht dann netterweise ein HiFi-Kabel ohne Mikrofon und Fernbedienung zur Verfügung.

Meze 99 Neo im Testspiegel

Die Hörer von Meze sind relativ jung am Markt, es gibt den 99 Neo tatsächlich erst seit wenigen Monaten. Daher findet man die meisten Testergebnisse zum Meze 99 Classic, das ist der mit den hölzernen Kapseln. Diese haben wir natürlich nicht herangezogen, wir warten lieber noch ein kleines Weilchen, bis es zum Neo mehr Testergebnisse gibt, um diese dann zeitnah nachzutragen.

In der aktuellen EarIn hat Kollege Martin Mertens dem Neo die Note 1,4 in der Spitzenklasse gegeben, bei einem sehr guten Preis/Leistungs-Verhältnis. Er hat den Neo gegen den Classic folgendermaßen abgesetzt:

»Der Meze 99 Neo ist nicht nur zeitlich das jüngere 99-er Modell. Er sieht moderner aus und seine klangliche Abstimmung dürfte einem jüngeren Musikgeschmack entgegenkommen. Dennoch ist er nicht trendy, sondern ein zeitlos schöner und klanglich ausgereifter Kopfhörer. »

Alternativen

Der Markt, gerade im Preisgefüge um 300 Euro, ist riesig. Dennoch haben wir einige wirklich interessante Alternativen zu unserem Favoriten für Sie herausgepickt, die mit ganz speziellen Fähigkeiten oder Ausstattungsmerkmalen aufwarten können.

Guter Allrounder: Beyerdynamic Custom Studio

Test Kopfhörer: Beyerdynamic Custom Studio
Unser ehemaliger Favorit ist immer noch eine Sünde wert, tut sich allerdings schwer bei mobilen Geräten.
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von 101 Lesern gekauft

Unser ehemaliger Favorit ist immer noch eine Sünde wert, tut sich allerdings schwer bei mobilen Geräten. Der Custom Studio von Beyerdynamic ist etwas hochohmiger als unser neuer Testieger und bringt kein Inline-Mikrofon mit.

Besonders das Bassmanagement des Custom Studio hat uns gefallen, denn so kann man bei entsprechender Musikvorliebe den Basspegel in mehreren Stufen anheben, ohne dass dieser zu unkontrolliertem Gewummere verkommt. Immer schön knackig und konturiert machen sich die Tiefen der Musik bemerkbar, ohne dass im Mittelhochtonbereich Information verloren geht.

Die Studio-Variante des Custom liefert übrigens in der neutralen Position der Bass-Schieber einen sehr schön ausgewogenen Klang, mit dem sich getrost auch klassische Musik genießen lässt.

Für seinen Preis ist der Beyerdynamic ordentlich ausgestattet und sauber gefertigt, ein Kabel mit Mikrofon zum Anschluss an das Mobiltelefon ist allerdings nicht dabei, hier muss man auf die Annahme von Anrufen verzichten. Allerdings läuft der Beyerdynamic ohnehin nur an Mobilgeräten mit potentem Kopfhörer-Ausgang zur Höchstform auf. Wer den Kopfhörer ohnehin nur zuhause nutzt, wird mit dem Custom Studio glücklich werden, zumal er noch ein paar Euro günstiger ist als unser neuer Favorit.

Mobiler König: Sennheiser Momentum 2.0

Test Kopfhörer: Sennheiser Momentum 2.0
Geschlossen gebaut, leicht und mit Mikro: optimal für unterwegs.

Der Sennheiser Momentum 2.0 Over-Ear ist einer der besten HiFi-Kopfhörer für den Einsatz an Smartphone und Co. Dank seines Retro-Designs und der hochwertigen Materialien ist er gleichzeitig ein echter Hingucker.

Die ohrumschließenden Polster sind aus feinstem Leder gefertigt, das sieht nicht nur gut aus, es fühlt sich auch extrem komfortabel an. Sie sind zwar passend oval geformt, könnten für manche Ohren aber zu eng sein.

Mit dem dünnen Anschlusskabel mit integriertem Mikro ist der Sennheiser eindeutig fürs Hören am Smartphone ausgelegt. Dafür spricht auch seine Impedanz von 18 Ohm, die ebenfalls für mobile Geräte ausgelegt ist.

Dank seiner geschlossenen Bauweise versorgt er den Nutzer mit kräftigem, konturierte Tiefbass, ist sich aber auch für eine differenzierte Mittellage nicht zu schade. Die gesamte Abstimmung ist jedoch eher warm.

Den Sennheiser Momentum gibt es auch in einer kabellosen Bluetooth-Ausführung mit Noise Cancelling als Momentum Wireless und noch kleiner und leichter als Momentum On-Ear (siehe unten).

Der beste Günstige: Teufel Aureol Real

Test Kopfhörer: Teufel Aureol Real
Ebenfalls offen gebaut, toller Klang für wenig Geld.

Mit dem preisgünstigen Aureol Real ist dem Berliner Hersteller Teufel ein wahres Meisterstück zum Freundschaftspreis geglückt.

Der Aureol Real hat eine praxisgerechte Ausstattung und bietet einen sehr guten Klang zu einem Preis von weniger als 100 Euro.

Auch bei ihm handelt es sich um ein Exemplar in offener Bauweise, entsprechend luftig kommt er auch klanglich rüber. Der Aureol Real klingt für diesen Preis erstaunlich erwachsen, lediglich in der räumlichen Abbildung des Musikgeschehens kommt er nicht ganz an die teurere Konkurrenz heran.

Zur Ausstattung gehören neben einem Transportbeutel aus Stoff auch zwei Anschlusskabel, eines mit großer, eines mit kleiner Klinke. Der Teufel ist neben schwarz auch in schwarz-gold, schwarz-rot und weiß-rot erhältlich.

Wenn Sie nicht mehr als 100 Euro ausgeben wollen, ist der Teufel Aureol Real zur Zeit die beste Wahl.

Außerdem getestet

Audio Technica ATH-MSR7

Der Audio-Technica ATH-MSR7 ist ebenfalls ein erstaunlich vielseitiger Kopfhörer. Dank des reichhaltigen Zubehörs eignet er sich sowohl für daheim als auch für unterwegs. Klanglich gehört er zu den ehrlichen Kopfhörern, der eher neutral abgestimmt ist, mit sattem aber nicht vorlautem Bass. Aus unserer Sicht ist der Beyerdynamic Custom Studio für etwas weniger Geld aber die bessere Wahl, aber das ist auch ein Stück Weit Geschmacksache.

Ultrasone HFI 780

Der Ultrasone Pro 550i und der günstigere Ultrasone HFI 780 sind die besten Kopfhörer für stimmlastige Musik. Vielen werden sie allerdings zu mittenbetont sein. Der Hersteller wirbt mit der Abschirmung der Wandler mit Mu-Metall, das soll die elektromagnetischen Wellen vom Kopf abschirmen. Ob das was bringt, sei dahingestellt. Die Hörer von Ultrasone sind damit jedenfalls eine Alternative für alle, die sich vor Elektrosmog fürchten.

Sennheiser Momentum OnEar 2.0

Der Sennheiser Momentum On-Ear 2.0 ist die On-Ear-Variante der erfolgreichen Momentum-Reihe von Sennheiser. Die Ohrpolster sind hier noch kleiner, weil sie auf den Ohren liegen. Er kann dadurch unter Umständen sogar bequemer sein als die Over-Ear-Variante, vor allem aber ist er dadurch leichter und besser zu transportieren. Das breite Klangspektrum liefert des Momentum 2 Over-Ear aber nicht.

Teufel Real Z

Der Teufel Real Z ist der große Bruder unseres Preistipps. Er arbeitet nach dem halboffenen Prinzip und liefert dadurch etwas mehr Bass als der Aureal. Die räumliche Abbildung ist etwas weiter, aber immer noch nicht so luftig wie bei unserem Favoriten oder auch dem AKG 702. Wer etwas günstiges sucht, findet im Aureol Real das bessere Preis-Leistungsverhältnis.

Panasonic RP-HD6ME

Anders als der Teufel Aureal in der gleichen Preisklasse liefert der Panasonic RP-HD6ME ein sehr gewöhnungsbedürftig, mittenbetontes Klangbild, das uns überhaupt nicht überzeugt hat. Auch die räumliche Abbildung lässt zu wünschen übrig. Von diesem Kopfhörer würden wir die Finger lassen, da fährt man mit dem Teufel Aureol Real für selbe Geld wesentlich besser.

Beats Pro Over-Ear

Der Beats by Dr Dre Pro Over-Ear kommt wie unser Favorit mit professionellem Anspruch daher. Der trendige und vor allem bei jungen Leuten höchst angesagte Kopfhörer ist solide gefertigt und sitzt recht schwer auf dem Kopf. Die Abstimmung ist aber alles andere als neutral, wenn überhaupt ist das ein Hörer ausschließlich für sehr basslastige Musik und Fans der Marke.

HiFiMan HE400S

Der Tiefbassbereich ist nicht so gut wie bei unserem Favoriten, doch der HiFIMan HE400S kann trotzdem auf ganzer Linie überzeugen. Er spielt klanglich in einer anderen Liga, preislich aber auch – er ist immerhin stolze 150 Euro teurer als unser Favorit von Meze. Wem diese Mehrausgabe nichts aus macht, der bekommt klangliche Höchstleistungen. Das bessere Preis-Leistungsverhältnis hat aber unser Testsieger.

Fostex T50RP MK3

Das halboffene System des Fostex T50RP MK3 ist klanglich sehr ausgewogen. Wenn allerdings kein guter Zuspieler vorhanden ist, klingt der Kopfhörer leider zu leise. Das Smartphone ist für den Fostex also nicht die ideale Lösung, weshalb wir ihn nicht empfehlen können. Wem das egal ist, der bekommt für einen Preis von unschlagbaren 150 Euro eine Menge auf die Ohren.

AKG K702

Der größte Unterschied zu unserem Testsieger ist die Form der Kopfhörer. Der AKG K702 ist offen und lädt somit Sitznachbarn in der Bahn zum mithören ein. Klanglich gibt es natürlich auch Unterschiede: Mit der offenen Variante werden besonders klassische Stücke sehr gut wiedergegeben, die Abstimmung ist neutral und harmonisch. Bei der Tieftonwiedergabe kommt er aber nicht ganz an unseren Favoriten heran.

Philips Fidelio X2

Auch der Philips Fidelio X2 ist ein offener Hörer, in der Abstimmung gleicht er dem AKG aber überhaupt nicht. Er deckt eher die unteren Frequenzbereiche ab und liefert einen kräftigeren Bass. Dafür geht der Punkt in Feinzeichnung geht ganz knapp an den Philips, da muss sich unser Favorit hinten anstellen.

Kommentare

12 Kommentare zu "Der beste Kopfhörer"

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250€ bin ich auch nicht mehr bereit auszugeben. Warum? Es geht auch einfach.

meze muss wohl ein bisschen gepushed werden….

nur selber hören entscheidet

Tobias Pitz schau dir den mal an!

Ich hab vor fünf Jahren noch Ohrpolster für meinen jetzt 30 Jahre alten Beyerdynamic dt880studio bekommen

Sowas wird wohl auch noch ne Weile verfügbar sein ?

Geschmäcker sind verschieden – ich bleib bei Sennheiser 😉

Meze Audio

Ist der wirklich so gut?!

Ja.

damit wäre die ersatzteilfrage auch geklärt, was bringen teure kopfhörer wenn es kein ersatzeil gibt, habe auch welche hier nichtmal hersteller hat ersatzteile

AKG ist auch nicht übel 😉

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