Alternativen

Der Markt, gerade im Preisgefüge zwischen 100 und 300 Euro ist riesig, dennoch haben wir einige wirklich interessante Alternativen zu unserem Favoriten für Sie herausgepickt, die mit ganz speziellen Fähigkeiten oder Ausstattungsmerkmalen aufwarten können.

Audiophiler Klassiker: AKG K702

An erster Stelle wäre hier der AKG K702 zu nennen, der zurecht als audiophiles Meisterstück gilt.

Offen und feinsinnig

AKG K702
Test Kopfhörer: AKG K702
Durch offene Bauart mehr Auflösung, aber weniger Bass. Vor allem für Klassik-Liebhaber geeignet.

Anders als unser Favorit arbeitet er nach dem offenen Prinzip, das heißt, dass auch mein Sitznachbar mithören kann, ich andererseits auch mehr von meiner Umgebung mitbekomme.

Gerade wegen seiner offenen Bauweise kann der AKG K702 mit ganz besonderen Klangeigenschaften aufwarten: Er ist feinsinnig und linear abgestimmt und hat eine saubere Tieftonwiedergabe. Allerdings reicht er nicht so tief in den Basskeller wie unser Favorit, weshalb er für Freunde wummernder Beats weniger geeignet ist.

Dafür tut sich der AKG insbesondere bei der Wiedergabe von Vocals und klassischer Musik sehr wohltuend hervor, hier kann man mit ihm ganz genau hinhören.

Da der K702 schon einige Jahre auf dem Markt ist, gibt es ihn mittlerweile deutlich unterhalb des ursprünglichen Verkaufspreises und ist damit ein echtes Schnäppchen. Gerade für Klassikliebhaber gibt es aktuell nichts besseres für dieses Geld.

Viel Bass trotz offener Bauweise: Philips Fidelio X2

Auch der Philips Fidelio X2 folgt dem offenen Prinzip, er ist aber ganz anders abgestimmt als der AKG, sein Schwerpunkt liegt wesentlich mehr im unteren Frequenzbereich.

Offen und kräftig

Philips Fidelio X2
Test Kopfhörer: Philips Fidelio X2
Ebenfalls offen gebaut, aber mit stärkerem Bass auch gut für moderne Musik geeignet.

Die Hörkapseln sind etwas kleiner als beim AKG und er sitzt etwas strammer, was aber dem Komfort keinen Abbruch tut.

Auch der Fidelio X2 schafft einen Hauch mehr Feinzeichnung als unser Favorit, kann die feinen Nuancen einer Stimme aber nicht ganz so herausarbeiten wie der AKG. Dafür geht er etwas tiefer und prägnanter in den Basskeller als der AKG und liefert mühelos ein solides Grundton- und Tiefbass-Fundament, das seinen geschlossenen Kollegen schon recht nahekommt.

Damit ist der Fidelio X2 der perfekte Hörer für alle, die es auch gerne mal krachen lassen möchten, ohne auf den luftigen Sound eines Kopfhörers offener Bauweise verzichten zu müssen.

Perfekt für unterwegs: Sennheiser Momentum 2.0

Der Sennheiser Momentum 2.0 Over-Ear ist einer der besten HiFi-Kopfhörer für den Einsatz an Smartphone und Co. Dank seines Retro-Designs und der hochwertigen Materialien ist er gleichzeitig ein echter Hingucker.

Mobiler König

Sennheiser Momentum 2.0
Test Kopfhörer: Sennheiser Momentum 2.0
Geschlossen gebaut, leicht und mit Mikro: optimal für unterwegs.

Die ohrumschließenden Polster sind aus feinstem Leder gefertigt, das sieht nicht nur gut aus, es fühlt sich auch extrem komfortabel an. Sie sind zwar passend oval geformt, könnten für manche Ohren aber zu eng sein.

Mit dem dünnen Anschlusskabel mit integriertem Mikro ist der Sennheiser eindeutig fürs Hören am Smartphone ausgelegt. Dafür spricht auch seine Impedanz von 18 Ohm, die ebenfalls für mobile Geräte ausgelegt ist.

Dank seiner geschlossenen Bauweise versorgt er den Nutzer mit kräftigem, konturierte Tiefbass, ist sich aber auch für eine differenzierte Mittellage nicht zu schade. Die gesamte Abstimmung ist jedoch eher warm.

Den Sennheiser Momentum gibt es auch in einer kabellosen Bluetooth-Ausführung mit Noise Cancelling als Momentum Wireless und noch kleiner und leichter als Momentum On-Ear (siehe unten).

Der beste Einstieg den wir kennen: Teufel Aureol Real

Mit dem preisgünstigen Aureol Real ist dem Berliner Hersteller Teufel ein wahres Meisterstück zum Freundschaftspreis geglückt.

Der beste Günstige

Teufel Aureol Real
Test Kopfhörer: Teufel Aureol Real
Ebenfalls offen gebaut, toller Klang für wenig Geld.

Der Aureol Real hat eine praxisgerechte Ausstattung und bietet einen sehr guten Klang zu einem Preis von weniger als 100 Euro.

Auch bei ihm handelt es sich um ein Exemplar in offener Bauweise, entsprechend luftig kommt er auch klanglich rüber. Der Aureol Real klingt für diesen Preis erstaunlich erwachsen, lediglich in der räumlichen Abbildung des Musikgeschehens kommt er nicht ganz an die teurere Konkurrenz heran.

Zur Ausstattung gehören neben einem Transportbeutel aus Stoff auch zwei Anschlusskabel, eines mit großer, eines mit kleiner Klinke. Der Teufel ist neben schwarz auch in schwarz-gold, schwarz-rot und weiß-rot erhältlich.

Wenn Sie nicht mehr als 100 Euro ausgeben wollen, ist der Teufel Aureol Real zur Zeit die beste Wahl.

Außerdem getestet

Der Audio-Technica ATH-MSR7 ist ebenfalls ein erstaunlich vielseitiger Kopfhörer. Dank des reichhaltigen Zubehörs eignet es sich sowohl für daheim als auch für unterwegs. Klanglich gehört er zu den ehrlichen Kopfhörern, mit sattem aber nicht vorlautem Bass.

Der Ultrasone Pro 550i und der günstigere Ultrasone HFI 780 sind die besten Kopfhörer für stimmlastige Musik. Vielen werden sie allerdings zu mittenbetont sein. Der Hersteller wirbt mit der Abschirmung der Wandler mit Mu-Metall, das soll die elektromagnetischen Wellen vom Kopf abschirmen. Eine Alternative für alle, die zu viel Elektrosmog befürchten.

Der Sennheiser Momentum On-Ear 2.0 ist die On-Ear-Variante von Sennheiser. Die Ohrpolster sind noch kleiner, weil sie auf den Ohren liegen. Er kann dadurch unter Umständen sogar bequemer sein als die Over-Ear-Variante und ist auch leichter und transportabler. Das breite Klangspektrum liefert des Momentum 2 Over-Ear liefert er aber nicht.

Der Teufel Real Z ist der große Bruder unseres Preistipps. Er arbeitet nach dem halboffenen Prinzip und liefert dadurch etwas mehr Bass als der Aureal. Die räumliche Abbildung ist etwas weiter, aber nicht so luftig wie bei unserem Favoriten oder dem AKG. Der Aureol Real bietet daher das bessere Preis-Leistungsverhältnis.

Anders als der Teufel in der gleichen Preisklasse liefert der Panasonic RP-HD6ME ein sehr gewöhnungsbedürftig, mittenbetontes Klangbild. Auch die räumliche Abbildung lässt zu wünschen übrig. Da fährt man mit dem Teufel Aureol Real besser.

Der Beats by Dr Dre Pro Over-Ear kommt wie unser Favorit mit professionellem Anspruch daher. Er ist solide gefertigt und sitzt recht schwer auf dem Kopf. Die Abstimmung ist aber alles andere als neutral, wenn überhaupt ist das ein Hörer ausschließlich für sehr basslastige Musik und Fans der Marke.

Fazit

Der Custom Studio ist eine ehrliche Haut: was den Klang anbelangt neigt er in keiner Weise zu Übertreibungen, ist dabei aber alles andere als eine überanalytische Spaßbremse.

Der Custom Studio gehört zu den Kopfhörern, die mich klanglich und seitens der Preisleistung aktuell am meisten überzeugen, was Sie jedoch nicht davon entbindet, vor der Investition in ein neues Abhörgerät den eigenen Ohren zu trauen.

Sie sollten also auf jeden Fall vor dem Kauf eine Hörprobe machen – Schuhe probieren sie ja auch vorher an. Nichts ist schlimmer als ein Schuh, der zwar schön aussieht aber ständig drückt. Bei Kopfhörern verhält es sich genauso. Schließlich soll er sowohl klanglich als auch vom Tragekomfort her zu Ihnen passen.

Pro & Kontra

Pro

  • Individuelles Bassmanagement
  • Hervorragende Verarbeitung
  • Sehr guter Tragekomfort

Contra

  • Für Mobilgeräte nur bedingt einsetzbar
Seite 1Unsere Testkandidaten
Seite 2Testsieger: Beyerdynamic Custom Studio
Seite 3Alternativen und Fazit

Beyerdynamic Custom Studio Preisvergleich

Kommentare

1 Kommentar zu "Der beste Kopfhörer"

avatar
Sortiert nach:   neueste | älteste | beste

AKG ist auch nicht übel 😉

wpDiscuz