Der beste Kopfhörer

Der beste HiFi-Kopfhörer ist nach wie vor der Custom Studio von Beyerdynamic. Er hat ein grundehrliches Klangbild und ist vielseitig und flexibel. In der neutralen Einstellung ist er für Jazz und Klassik sehr gut geeignet, mit seiner variablen Bass-Kontrolle kann er aber auch Freunde moderner Musik mit einem satten Tieftonfundament begeistern. Er ist also ein echtes Multitalent – und damit die beste Wahl für alle, die keine speziellen Anforderungen haben.

Geschlossen, offen oder halboffen – das ist bezüglich Kopfhörern beinah schon eine Glaubensfrage. Gemeint ist die Konstruktion der Hörkapseln, ob diese nun nach außen hin offen, geschlossen oder halboffen konstruiert sind.

Offene Kopfhörer sind für besonders feinen, ausgewogenen Klang bekannt, wogegen geschlossene Hörkapseln Voraussetzung für einen kräftigen, konturierten Bass sind, andererseits aber mit Klangverfärbungen zu kämpfen haben.

Der Musikgenuss mit einem Hörer geschlossener Bauweise schottet auf jeden Fall von der Außenwelt ab – umgekehrt bleibt die Außenwelt auch von den eigenen musikalischen Eskapaden verschont, was dem Hausfrieden unter Umständen zuträglich sein kann.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal hat mehr mit dem Tragekomfort zu tun. Sowohl bei den offenen als auch bei den geschlossenen Modellen gibt es solche, deren Polster das Ohr umschließen und am Kopf anliegen – genannt Around-Ear oder Over-Ear Kopfhörer.

Die anderen stützen ihre Polster direkt auf den Ohren ab und heißen entsprechend On-Ear Kopfhörer. Manche Hersteller bieten beide Varianten an, wir haben genau hingehört, ob es außer dem Tragekomfort auch Klangunterschiede gibt.

Unsere Testkandidaten

Um herauszufinden, was aktuell der beste Kopfhörer ist, haben wir lange recherchiert und anhand von Testberichten und Kundenbewertungen aus dem unüberschaubar großen Angebot an Hifi-Kopfhörern die zwölf interessantesten Modelle mit Preisen bis 300 Euro ausgewählt und ausgiebig getestet.

An geschlossenen Kopfhörern stellten sich neben dem Beyerdynamic Custom Studio außerdem der Beats by Dr. Dre Pro Over-Ear, der Momentum 2.0 und seine On-Ear Variante der Momentum OnEar 2.0 von Sennheiser, der Pro 550i und der HFI 780 von Ultrasone, sowie der Audio-Technica ATH-MSR7  und der günstige Panasonic RP-HD6ME.

Als offene bzw. halboffene Systeme standen uns der Fidelio X2 von Philips, der AKG K702 und der Teufel Real Z sowie sein preisgünstiger Kollege der Aureol Real zur Verfügung.

Test: Kopfhörer – Testsieger Beyerdynamic Custom Studio

Testsieger: Beyerdynamic Custom Studio

Die Wahl des richtigen Kopfhörers ist immer auch Geschmacksache. Denn alle Hifi-Kopfhörer haben ein eigenes Klangbild, was dem einen gefällt findet jemand anders ganz furchtbar. Das hängt natürlich auch sehr damit zusammen, welche Musik man hört.

Aber es gibt auch immer wieder Kopfhörer, die bei allen Musikrichtungen eine gute Figur machen. Zu ihnen gehört der Beyerdynamic Custom Studio – und das war mit ein Grund, warum er für uns der beste Kopfhörer für die meisten Menschen ist.

Der Custom Studio ist ein geschlossener Kopfhörer, daran ändern auch die bassreflexähnlichen Öffnungen des „Sound Slider“ Systems nichts. Wer den Custom Studio aufsetzt, hört nicht mehr viel von seiner Umwelt, andersrum ist es genauso, auch meine Umgebung bekommt nicht viel von meinen Musik-Exzessen mit.

Solide fürs Studio

Der Namenszusatz „Studio“ bedeutet bei Kopfhörern von Beyerdynamic meist, dass sie sich aufgrund ihres neutralen Klangbildes vorzüglich zum Abhören im Studio eignen. Außerdem überzeugt ein Studio-Kopfhörer mit der soliden Qualität eines Arbeitsgerätes, was sich unter anderem auch in einem etwas höheren Anpressdruck der Hörkapseln auswirkt.

Das ist beim Custom Studio nicht anders: Das Kabel ist einseitig steckbar angebracht, kann also bei Defekt einfach ausgetauscht werden. Das gleiche gilt für die Ohr- und Bügelpolster, auch die können selbst nach Jahren intensiver Nutzung einfach ausgetauscht werden.

Geliefert wird der Custom Studio mit samtenen Ohrpolstern, sie lassen sich jedoch problemlos gegen welche aus Kunstleder tauschen. Die dichten das Ohr noch mehr ab und sorgen damit für noch mehr Bassempfinden. Im Sommer werden sie allerdings von vielen Musikliebhabern als zu schweißtreibend empfunden.

Der etwas höhere Anpressdruck wird von den großen Polstern gut abgefangen, so dass der Hörer auch nach längeren Hör-Sessions nicht lästig oder gar anstrengend wird.

Hörtest

Beim Klang geht der Custom Studio keine Kompromisse ein. Sauber und ausgewogen spielt er auf, dabei gelingt es ihm trotz eines guten Schusses Analytik, die Spielfreude nicht aus den Augen, pardon, aus den Ohren zu verlieren.

Er öffnet eine große Bühne und schafft durch seine hervorragende Tiefenstaffelung ein beinahe dreidimensionales Klangbild.

Andererseits offenbart er auch jeden Patzer, sei er nun musikalischer oder aufnahmetechnischer Natur. Deshalb sollte man Wert auf hochwertiges Quellmaterial legen. MP3s in geringer Auflösung klingen so dünn, wie sie nun mal sind und auch Kompressionsartefakte unterschlägt der Beyerdynamic nicht.

Er lässt sich allerdings sehr wohl auf Klangspiele ein. Soll’s mehr Bass sein, bitteschön, ein oder zwei Positionen am „Sound Slider“ und der Druck, den der Custom Studio auf die Trommelfelle bringt, lässt sich beinah bis in die Magengrube spüren.

Analytiker möchten sich, insbesondere bei klassischer Musik, weniger auf den Bass und dafür intensiver auf den dort so wichtigen Mittelhochton-Bereich konzentrieren – kein Problem, den „Sound Slider“ in genau die andere Extremposition, also über die Neutralstellung hinaus, und schon treten Vocals in den Vordergrund.

Bei allen Einstellungen bleibt der Tiefbass immer knackig und der sensible Mittelhochtonbereich wird weder zugesumpft, noch gerät er unbotmäßig in den Hintergrund.

Meine favorisierte Einstellung ist tatsächlich die neutrale Position des „Sound Sliders“. Nichts wird aufgebauscht oder unterdrückt – perfekt zum intensiven Dauerhören.

Wenn mir nach mehr Tiefbass ist weil es das Stück oder die Quelle nicht hergeben, taste ich mich allerdings auch gern an die zweistufige Bassanhebung der „Sound Slider“ heran. Das hilft dem Bass auf die Sprünge, ohne dass wichtige Details dabei verloren gehen.

In den meisten Fällen genieße ich jedoch den beinahe spielerisch überzeugenden Klang in der Neutralstellung. So kann der Beyerdynamic das Livefeeling eines Konzerts ebenso rüberbringen wie die Intimität einer Studio-Session mit wenigen Instrumentalisten.

Kurzer Exkurs zu Impedanzen

Mit Impedanz bezeichnet man den Wechselstromwiderstand eines Kopfhörers. Im Zusammenspiel mit dem Quellgerät wirkt sich dieser auf die Lautstärke und auf den Klang aus.

Hochwertige Studio-Kopfhörer arbeiten für gewöhnlich mit einer Impedanz von etwa 300 Ohm. Mobilgeräte wie Audioplayer oder Smartphones harmonieren aufgrund der begrenzten Verstärkerleistung dagegen am besten mit Kopfhörern mit einer Impedanz von 32 Ohm oder niedriger. Stationäre HiFi-Geräte mit Kopfhörer-Ausgang erfordern wiederum meist eine Impedanz, die mit etwa 100 Ohm zwischen den beiden Extremen liegt, werden aber meistens auch mit höheren Impedanzen fertig.

Der Custom Studio ist mit seiner Impedanz von 80 Ohm perfekt an einen Verstärker, CD- oder Blu-ray-Player mit Kopfhörer-Ausgang angepasst. Er ist also vor allem zum Hören an der Stereoanlage im Wohnzimmer gedacht.

Doch auch an den meisten mobilen Quellen macht er eine gute Figur – es sei denn, Sie lieben extrem hohe Pegel, denn allzu laut spielt er am Smartphone nicht.

Doch das lässt sich zur Not mit einem mobilen-Kopfhörer-Verstärker beheben. Wenn der dann noch über zwei Ausgänge verfügt, muss der Kopfhörersound unterwegs kein einsames Vergnügen mehr sein.

Leider ohne Mikro

Wer sein Smartphone nicht nur als Abspielquelle für Musik benutzt, sondern mit dem Kopfhörer auch telefonieren möchte, guckt leider in die Röhre: Der Custom Studio hat zwar ein abnehmbares Kabel, es gibt aber keines mit integriertem Mikrofon, er kann also nicht als Headset verwendet werden.

Wer also überwiegend mobil hört und aufs Telefonieren nicht verzichten möchte, sollte sich unsere Alternativen ansehen.

Beyerdynamic Custom Studio im Testspiegel

Die Vielseitigkeit des Custom Studio schlägt sich in der Bandbreite der Testartikel nieder. Neben den üblichen Fachzeitschriften melden sich auch Profis aus dem Musiker-Umfeld zu Wort, was allerdings nicht heißt, dass der Custom Studio nicht auch was für „normale“ Musikliebhaber ist.

Im Vergleichstest des Magazins Professional Audio rangiert der Custom Studio auf Platz 4 von 10, ausgerechnet dem Custom One Pro Plus sowie den deutlich teureren AKG K267 Tiësto und K701 muss er sich dort geschlagen geben, so dass der Vergleich meines Erachtens hinkt. Dennoch erhält er ein „gut – sehr gut“ in der Oberklasse und es wird ihm eine sehr gute Preisleistung bescheinigt (Ausgabe 4/2015):

„Der Custom Studio kann mit einer guten Räumlichkeit, präzisem Impulsverhalten, feiner Auflösung und scharfer Kanaltrennung aufwarten. Das Klangbild ist tendentiell ausgewogen, wobei die oberen Mitten etwas zurückhaltend ausfallen […]. Das variable Bassreflexsystem überzeugt mit einem klaren, transparenten  bis dominanten Bass, der aber in allen Stellungen fein und samtig bleibt.“

Die Studio-Equipment Tester von Delamar vergeben 4 von 5 Punkten. Ihr Fazit lautet:

„Der Beyerdynamic Custom Studio eignet sich für das, was sein Name verspricht – die Arbeit im Studio, einerseits zum Monitoring des eigenen Gesangs beim Recording, andererseits zum Abhören des Mixdowns. […] Die Detailtreue ist erfreulich hoch. Das darf in diesem Preisbereich bereits erwartet werden und trägt zum Musikgenuss sowie zum Analysevermögen beim Mixing und Mastering bei. Durch gute Impulstreue sind Anschläge von Kickdrums & Co. schön knackig. Ferner wird durch ein für die Verhältnisse von geschlossenen Kopfhörern recht breites Stereopanorama abgebildet.“

Im Vergleichstest von Videoaktiv  muss sich unser Favorit nur dem doppelt so teuren Sennheiser HD 630VB geschlagen geben. Er erreichte ein „gutes“ Ergebnis mit 69 von 100 Punkten. Gelobt wird die neutrale Abstimmung, bemängelt ein „vergleichsweise dünner Bass“ (Ausgabe 1/2016). Die von den Kollegen bemerkten “ kleinen Verarbeitungsmängel“ traten bei unserem Testmuster nicht auf.

Doch nicht nur bei den Profis, auch bei den Musik-Konsumenten schneidet der Custom Studio gut ab.

Bei AreaDVD empfiehlt Tester Philipp Kind den Custom Studio als „anpassungsfähigen Kopfhörer für Individualisten“ und vergibt das Prädikat „überragend“:

„Der Custom Studio von Beyerdynamic ist zwar eigentlich ein Studio-Kopfhörer und auf die Belange bei der Aufnahme und zum Abhören optimiert, bietet aber aufgrund seiner akustischen Wandelbarkeit auch im Alltag eine exzellente Basis. […] Im Hochtonbereich spielt er klar und löst recht hoch auf, betont die oberen Bereiche aber nicht zu stark. Seine Stärken sind Instrumentaldifferenzierung und Räumlichkeit. Trotz des vergleichsweise hohen Anpressdruckes wird der Custom Studio auch bei längeren Hör-Sessions nicht unangenehm.“

Im c’t Magazin  ließ man den Custom Studio gegen die eigenen Geschwister antreten und kommt zu folgender Einschätzung (Ausgabe 5/2015):

„Im Vergleich hebt der Custom Studio Mitten etwas weniger hervor als der DT-770. Er erreicht nicht die Auflösung eines DT-880 oder die luftigen Höhen des DT-990, kommt mit seinem warmen detaillierten Klang letzterem jedoch am nächsten. Durch seine Bassöffnungen lässt er sich im Studio sehr variabel einsetzen und ist somit der vielseitigste Allrounder des exzellenten Kopfhörer-Quartetts.“

Alternativen

Der Markt, gerade im Preisgefüge zwischen 100 und 300 Euro ist riesig, dennoch haben wir einige wirklich interessante Alternativen zu unserem Favoriten für Sie herausgepickt, die mit ganz speziellen Fähigkeiten oder Ausstattungsmerkmalen aufwarten können.

Audiophiler Klassiker: AKG K702

An erster Stelle wäre hier der AKG K702 zu nennen, der zurecht als audiophiles Meisterstück gilt.

Offen und feinsinnig

AKG K702
Test Kopfhörer: AKG K702
Durch offene Bauart mehr Auflösung, aber weniger Bass. Vor allem für Klassik-Liebhaber geeignet.

Anders als unser Favorit arbeitet er nach dem offenen Prinzip, das heißt, dass auch mein Sitznachbar mithören kann, ich andererseits auch mehr von meiner Umgebung mitbekomme.

Gerade wegen seiner offenen Bauweise kann der AKG K702 mit ganz besonderen Klangeigenschaften aufwarten: Er ist feinsinnig und linear abgestimmt und hat eine saubere Tieftonwiedergabe. Allerdings reicht er nicht so tief in den Basskeller wie unser Favorit, weshalb er für Freunde wummernder Beats weniger geeignet ist.

Dafür tut sich der AKG insbesondere bei der Wiedergabe von Vocals und klassischer Musik sehr wohltuend hervor, hier kann man mit ihm ganz genau hinhören.

Da der K702 schon einige Jahre auf dem Markt ist, gibt es ihn mittlerweile deutlich unterhalb des ursprünglichen Verkaufspreises und ist damit ein echtes Schnäppchen. Gerade für Klassikliebhaber gibt es aktuell nichts besseres für dieses Geld.

Viel Bass trotz offener Bauweise: Philips Fidelio X2

Auch der Philips Fidelio X2 folgt dem offenen Prinzip, er ist aber ganz anders abgestimmt als der AKG, sein Schwerpunkt liegt wesentlich mehr im unteren Frequenzbereich.

Offen und kräftig

Philips Fidelio X2
Test Kopfhörer: Philips Fidelio X2
Ebenfalls offen gebaut, aber mit stärkerem Bass auch gut für moderne Musik geeignet.

Die Hörkapseln sind etwas kleiner als beim AKG und er sitzt etwas strammer, was aber dem Komfort keinen Abbruch tut.

Auch der Fidelio X2 schafft einen Hauch mehr Feinzeichnung als unser Favorit, kann die feinen Nuancen einer Stimme aber nicht ganz so herausarbeiten wie der AKG. Dafür geht er etwas tiefer und prägnanter in den Basskeller als der AKG und liefert mühelos ein solides Grundton- und Tiefbass-Fundament, das seinen geschlossenen Kollegen schon recht nahekommt.

Damit ist der Fidelio X2 der perfekte Hörer für alle, die es auch gerne mal krachen lassen möchten, ohne auf den luftigen Sound eines Kopfhörers offener Bauweise verzichten zu müssen.

Perfekt für unterwegs: Sennheiser Momentum 2.0

Der Sennheiser Momentum 2.0 Over-Ear ist einer der besten HiFi-Kopfhörer für den Einsatz an Smartphone und Co. Dank seines Retro-Designs und der hochwertigen Materialien ist er gleichzeitig ein echter Hingucker.

Mobiler König

Sennheiser Momentum 2.0
Test Kopfhörer: Sennheiser Momentum 2.0
Geschlossen gebaut, leicht und mit Mikro: optimal für unterwegs.

Die ohrumschließenden Polster sind aus feinstem Leder gefertigt, das sieht nicht nur gut aus, es fühlt sich auch extrem komfortabel an. Sie sind zwar passend oval geformt, könnten für manche Ohren aber zu eng sein.

Mit dem dünnen Anschlusskabel mit integriertem Mikro ist der Sennheiser eindeutig fürs Hören am Smartphone ausgelegt. Dafür spricht auch seine Impedanz von 18 Ohm, die ebenfalls für mobile Geräte ausgelegt ist.

Dank seiner geschlossenen Bauweise versorgt er den Nutzer mit kräftigem, konturierte Tiefbass, ist sich aber auch für eine differenzierte Mittellage nicht zu schade. Die gesamte Abstimmung ist jedoch eher warm.

Den Sennheiser Momentum gibt es auch in einer kabellosen Bluetooth-Ausführung mit Noise Cancelling als Momentum Wireless und noch kleiner und leichter als Momentum On-Ear (siehe unten).

Der beste Einstieg den wir kennen: Teufel Aureol Real

Mit dem preisgünstigen Aureol Real ist dem Berliner Hersteller Teufel ein wahres Meisterstück zum Freundschaftspreis geglückt.

Der beste Günstige

Teufel Aureol Real
Test Kopfhörer: Teufel Aureol Real
Ebenfalls offen gebaut, toller Klang für wenig Geld.

Der Aureol Real hat eine praxisgerechte Ausstattung und bietet einen sehr guten Klang zu einem Preis von weniger als 100 Euro.

Auch bei ihm handelt es sich um ein Exemplar in offener Bauweise, entsprechend luftig kommt er auch klanglich rüber. Der Aureol Real klingt für diesen Preis erstaunlich erwachsen, lediglich in der räumlichen Abbildung des Musikgeschehens kommt er nicht ganz an die teurere Konkurrenz heran.

Zur Ausstattung gehören neben einem Transportbeutel aus Stoff auch zwei Anschlusskabel, eines mit großer, eines mit kleiner Klinke. Der Teufel ist neben schwarz auch in schwarz-gold, schwarz-rot und weiß-rot erhältlich.

Wenn Sie nicht mehr als 100 Euro ausgeben wollen, ist der Teufel Aureol Real zur Zeit die beste Wahl.

Außerdem getestet

  • Kopfhörer-Test: Adio Technica ATH.Der Audio-Technica ATH-MSR7 ist ebenfalls ein erstaunlich vielseitiger Kopfhörer. Dank des reichhaltigen Zubehörs eignet es sich sowohl für daheim als auch für unterwegs. Klanglich gehört er zu den ehrlichen Kopfhörern, mit sattem aber nicht vorlautem Bass.
  • Kopfhörer-Test: Ulrasone PRODer Ultrasone Pro 550i und der günstigere Ultrasone HFI 780 sind die besten Kopfhörer für stimmlastige Musik. Vielen werden sie allerdings zu mittenbetont sein. Der Hersteller wirbt mit der Abschirmung der Wandler mit Mu-Metall, das soll die elektromagnetischen Wellen vom Kopf abschirmen. Eine Alternative für alle, die zu viel Elektrosmog befürchten.
  • Kopfhörer-Test: Senheiser Momentum.Der Sennheiser Momentum On-Ear 2.0 ist die On-Ear-Variante von Sennheiser. Die Ohrpolster sind noch kleiner, weil sie auf den Ohren liegen. Er kann dadurch unter Umständen sogar bequemer sein als die Over-Ear-Variante und ist auch leichter und transportabler. Das breite Klangspektrum liefert des Momentum 2 Over-Ear aber nicht.
  • Kopfhörer-Test: Teufel Real Z.Der Teufel Real Z ist der große Bruder unseres Preistipps. Er arbeitet nach dem halboffenen Prinzip und liefert dadurch etwas mehr Bass als der Aureal. Die räumliche Abbildung ist etwas weiter, aber nicht so luftig wie bei unserem Favoriten oder dem AKG. Der Aureol Real bietet daher das bessere Preis-Leistungsverhältnis.
  • Kopfhörer-Test: Panasonic RP.Anders als der Teufel in der gleichen Preisklasse liefert der Panasonic RP-HD6ME ein sehr gewöhnungsbedürftig, mittenbetontes Klangbild. Auch die räumliche Abbildung lässt zu wünschen übrig. Da fährt man mit dem Teufel Aureol Real besser.
  • Kopfhörer-Test: Beats by Dr. Dre.Der Beats by Dr Dre Pro Over-Ear kommt wie unser Favorit mit professionellem Anspruch daher. Er ist solide gefertigt und sitzt recht schwer auf dem Kopf. Die Abstimmung ist aber alles andere als neutral, wenn überhaupt ist das ein Hörer ausschließlich für sehr basslastige Musik und Fans der Marke.

Fazit

Der Custom Studio ist eine ehrliche Haut: was den Klang anbelangt neigt er in keiner Weise zu Übertreibungen, ist dabei aber alles andere als eine überanalytische Spaßbremse.

Der Custom Studio gehört zu den Kopfhörern, die mich klanglich und seitens der Preisleistung aktuell am meisten überzeugen, was Sie jedoch nicht davon entbindet, vor der Investition in ein neues Abhörgerät den eigenen Ohren zu trauen.

Sie sollten also auf jeden Fall vor dem Kauf eine Hörprobe machen – Schuhe probieren sie ja auch vorher an. Nichts ist schlimmer als ein Schuh, der zwar schön aussieht aber ständig drückt. Bei Kopfhörern verhält es sich genauso. Schließlich soll er sowohl klanglich als auch vom Tragekomfort her zu Ihnen passen.

Pro & Kontra

Pro

  • Individuelles Bassmanagement
  • Hervorragende Verarbeitung
  • Sehr guter Tragekomfort

Contra

  • Für Mobilgeräte nur bedingt einsetzbar

Beyerdynamic Custom Studio Preisvergleich

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