Der beste Laser­drucker für Zuhause

Der beste Laserdrucker für Zuhause oder das kleine Büro ist der Samsung Xpress M2835DW. Er arbeitet schnell und leise, hat eine gute Druckqualität und wartet mit geringen Druckkosten auf. Mit dem Mobilgerät nimmt er, dank NFC-Unterstützung schnell Kontakt auf, lediglich für die Einbindung ins vorhandene Netzwerk per WLAN benötigt er unter Umständen mehrere Anläufe.

Update 13. September 2017

Unser ehemaliger Favorit, der HP LaserJet Pro M201dw, ist nur noch in Restbeständen und dort teilweise zu Fantasiepreisen erhältlich. Seinen Nachfolger, den HP LaserJet Pro M203 haben wir in der Version ohne WLAN getestet, er enttäuscht aber beim Druckbild.

Neu getestet haben wir außerdem den SP 400DN von Ricoh, der eine neue Empfehlung ist, weil er sehr gut druck. Leider gibt es ihn nur ohne WLAN.

Laserdrucker für Zuhause sind vor allem dann interessant, wenn Sie kaum Farbdrucke damit machen. Denn reine Schwarz-Weiß-Laserdrucker sind mittlerweile nicht mehr teuer und vor allem für Textdruck die beste Lösung.

Wir haben uns sechs aktuelle Modelle für Sie angesehen und gedruckt was das Zeug hält. Preislich lagen die Geräte zwischen knapp 100 und 400 Euro – da ist für jeden Geldbeutel was dabei.

Bei Fotodrucken sind Sie nach wie vor mit einem Tintenstrahldrucker am besten bedient. In unserem Test von Multifunktionsdruckern mit Tintenstrahl-Druckwerk haben wir daher besonders auf die Fotoqualität geachtet.

Wer um Laserdrucker bislang einen Bogen gemacht hat, weil er nicht auf farbige Ausdrucke verzichten will, sollte sich überlegen, ob ein Farblaserdrucker nicht eine gute Alternative sein könnte. Farblaserdrucker bieten alle Vorteile von Schwarz-Weiß-Lasern und sind längst nicht mehr so teuer wie früher.

Und wer einen Drucker auch zum Scannen, Kopieren und Faxen einsetzen möchte, sollte sich unsere Empfehlung für den besten Laser-Multifunktionsdrucker ansehen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger: Samsung Xpress M2835DW

Test Laserdrucker für Zuhause: Samsung Xpress M2835DW
Der Samsung kann nach wie vor mit rekordverdächtig geringen Druckkosten überzeugen.

Schnell, leise und günstig druckt der Samsung Xpress M2835DW. Er kann sich dank NFC-Unterstützung schnell mit dem Smartphone verbinden, um Dokumente von dort direkt auszudrucken und kann Seiten mit seiner integrierten Duplexfunktion automatisch doppelseitig bedrucken. Allerdings macht er beim Datentransfer über WLAN gelegentlich Probleme. Da unser bisheriger Favorit HP LaserJet Pro M201dw mit seiner reibungslosen WLAN-Kommunikation und seiner geringen Stellfläche aber nicht mehr verfügbar ist, ist der Samsung aktuell die beste Wahl.

Günstige Alternative: Brother HL-L2340DW

Test: Laserdrucker für Zuhause: Brother HL-L2340DW
Der Brother ist günstiger als unser Favorit, hat aber auch keine LAN-Schnittstelle, sondern ausschließlich USB und WLAN.

Mit dem Brother HL-L2340DW bekommen Sie einen vergleichsweise günstigen Laserdrucker für das heimische Büro. Er benötigt etwas mehr Stellfläche als unser Favorit, kann aber ebenfalls mit einem Duplexdruck punkten. Was die Druckkosten angeht liegt er relativ gleich mit unserem Favoriten, doch bei der Druckqualität kommt er nicht an ihn heran.

Klein & kompakt: Samsung SL-M2026W

Test: Laserdrucker für Zuhause: Samsung SL-M2026W
Ohne LAN, Duplex-Einheit und Einzelblatteinzug ist der SL-M2016 die schlanke Lösung für Sparfüchse.

Wer nur gelegentlich druckt und zuhause keinen großen Drucker herumstehen haben möchte, für den ist der Samsung SL-M2026W die beste Option: So klein und kompakt ist kein anderer Laserdrucker im Test. Auf einen LAN-Anschluss muss man bei ihm zwar ebenso verzichten wie auf Duplexdruck, dafür ist er aber auch sehr günstig – und seine WLAN-Verbindung ist stabiler als beim großen Bruder.

Ohne WLAN: Ricoh SP 400DN

Test Laser­drucker für Zuhause: Ricoh SP 400DN
Hervorragendes Druckergebnis, wegen der Größe und dem Gewicht eher was fürs kleine Büro.

Der Ricoh SP 400DN muss ohne WLAN-Unterstützung auskommen, es gibt noch nicht einmal eine Variante die drahtlos arbeitet. Dennoch waren wir vom Druckergebnis derart angetan, dass er hier unbedingt als Empfehlung fürs Büro oder Home Office genannt werden soll. Drahtloses Drucken über AirPrint und Google Cloud Print 2.0 funktioniert allerdings nur, wenn der Druckauftrag im gleichen Netzwerk verschickt wird.

Vergleichstabelle

TestsiegerGünstige AlternativeKlein & kompaktOhne WLAN
Modell Samsung Xpress M2835DW Brother HL-L2340DW Samsung SL-M2026W Ricoh SP 400DN HP LaserJet Pro M203dn Oki B412dn Canon i-SENSYS LBP151dw HP LaserJet Pro M201dw
Test Laserdrucker für Zuhause: Samsung Xpress M2835DWTest: Laserdrucker für Zuhause: Brother HL-L2340DWTest: Laserdrucker für Zuhause: Samsung SL-M2026WTest Laser­drucker für Zuhause: Ricoh SP 400DNTest Laser­drucker für Zuhause: HP LaserJet Pro M203dnTest Laserdrucker für Zuhause: Oki B412dnTest Laserdrucker für Zuhause: Canon i-SENSYS LBP151dwTest Laser­drucker für Zuhause: HP LaserJet Pro M201dw
Pro
  • Sehr geringe Druckkosten
  • Günstige Anschaffungskosten
  • Druckgeschwindigkeit und -kosten vergleichbar mit Testsieger
  • Klein und kompakt
  • Günstig in der Anschaffung
  • Grundsolides Arbeitsgerät, lässt sich per Web-Oberfläche administrieren
  • Hervorragende Druckergebnisse
  • Leise und schnell
  • Einfaches Handling
  • Gute Druckergebnisse
  • Zuverlässig und hochwertig
  • Relativ geringe Druckkosten
  • Hohe Druckgeschwindigkeit
  • Druckt schnell und leise
  • Einfache Anbindung an Mobilgeräte
Contra
  • Zickt beim kabellosen Datentransfer
  • Druckqualität nicht ganz so gut
  • Relativ langsamer Druck
  • Recht groß und schwer
  • Ziemlich komplexe Erstinstallation
  • Recht laut im Betrieb
  • Benötigt eine große Stellfläche
  • Fast etwas überdimensioniert für zuhause
  • Hohe Druckkosten
  • Druckqualität nur mittelmäßig
  • Groß
  • Teuer in der Anschaffung
Bester Preis
Technische Daten  

Unsere Testkandidaten

Weil unser ehemaliger Favorit, der gleichermaßen schlank gebaute, wie zuverlässig vernetzbare HP Laserjet Pro M201dw nicht mehr verfügbar ist, haben wir uns den designierten Nachfolger von HP, sowie einen ebenfalls neuen Laserdrucker von Ricoh zusammen mit den anderen, noch verfügbaren Druckern genauer angesehen.

Echte Neuigkeiten gibt es bei den günstigen SW-Laserdruckern derzeit nicht. Die Konkurrenz ist groß, die Margen gering und so fällt es den Herstellern schwer, mit Laserdruckern Geld zu verdienen. Während andere Computer-Technik oft mehrere Produktzyklen im Jahr hat, kommen bei Laserdruckern neue Modelle oft erst nach einigen Jahren auf den Markt.

So wird es zum Jahreswechsel 2017/2018 mit Sicherheit neue Produkte von Brother und Oki geben, von Samsung ist allerdings noch nichts zu vernehmen, auch wenn, wie wir festgestellt haben, auch dort durchaus noch Luft nach oben ist.

Daher haben wir neben unserem aktuellen Favoriten Samsung Xpress M2835DW auch seinen kleinen Bruder SL-M2026W zum Test geholt. Brother schickt mit dem HL-L2340DW ebenfalls einen alten Bekannten an den Start, der gegen Ende des Jahres einen Nachfolger erhält. Vorab haben wir uns den neuen HP Laserjet Pro M203dn und den Ricoh SP 400DN, beide ohne WLAN vorgenommen. Der Oki B412dn rundet das Testfeld ab, beim Canon i-SENSYS LBP151dw handelt es sich um ein Auslaufmodell und der bewährte HP LaserJet Pro M201dw ist nicht mehr verfügbar.

Laserdrucker von Dell sind nicht dabei, denn Dell hat bekannt gegeben, dass sie in Zukunft nur noch in den USA Laserdrucker verkaufen und sich aus allen andere Märkten zurückziehen. Auch das zeigt, dass der Markt für Laserdrucker nicht gerade lebhaft ist.

Tinte oder Laser?

Wegen ihres günstigen Anschaffungspreises von teilweise unter 50 Euro entscheiden sich viele für einen Tintenstrahl­drucker, wenn es darum geht, einen Drucker für Zuhause anzuschaffen. Allerdings verlangen die Hersteller vor allem bei günstigen Tintenstrahlern oft umso mehr für die Tintenpatronen – sie kosten manchmal so viel wie der Drucker selbst.

Auch wenn Tintenstrahldrucker im Druck nicht mehr grundsätzlich teurer sind als Laserdrucker, sind sie für Zuhause nicht immer die beste Lösung. Denn Tintenpatronen trocknen schnell ein und sind dann kaum mehr zu gebrauchen. Das ist nicht nur nervig sondern auch teuer. Wer oft wochen- oder monatelang nicht druckt, sollte einen Tintenstrahldrucker tunlichst vermeiden, sonst ist Ärger vorprogrammiert.

Beim Fotodruck sind Tintenstrahldrucker immer noch am besten

Tintenstrahldrucker sind vor allem dann interessant, wenn man oft Fotos druckt und die Bilder selbst bearbeitet. In diesem Fall sollte man allerdings zu einem hochwertigen Tintenstrahldrucker greifen.

Für gelegentliche Fotodrucke bieten sich die Druckstationen in Drogeriemärkten an, die eine weitaus bessere Qualität bieten als günstige Tinten­strahl­drucker. Auch Online-Dienste, die Abzüge von hochgeladenen Fotos bequem nach Hause senden, sind eine gute Alternative.

Wer auf farbige Ausdrucke verzichten kann, ist mit einem Laserdrucker meist besser beraten. Günstige Modelle ohne WLAN-Anbindung gibt es bereits ab 70 Euro. In Zeiten von Smartphones, Tablets und Laptops ist jedoch ein Drucker, der die Möglichkeit bietet, drahtlos zu drucken, sehr zu empfehlen. Leider unterstützen nicht alle Hersteller die AirPrint-Funktionalität von Apple, die es ermöglicht, ohne Zusatzprogramme direkt von iPad oder iPhone zu drucken.

Testsieger: Samsung M2835DW

Ein wahrer Sparfuchs ist trotz seiner langen Marktpräsenz der Samsung M2835DW. Er kommt mit sagenhaften 2 Cent Druckkosten pro Seite aus und ist auch in der Anschaffung günstig.

Trotz vielseitiger Unterstützung drahtloser Netzwerkprotokolle neigt der M2835DW mitunter beim kabellosen Datentransfer zum Zicken. Obwohl er korrekt ins Heimnetzwerk eingebunden ist, wird er gelegentlich nicht gefunden. Manchmal verbindet sich der Drucker mit dem Netz, wenn man ihn manuell aus dem Schlafmodus weckt – manchmal aber auch nicht. Und dann wird es kompliziert.

Testsieger: Samsung Xpress M2835DW

Test Laserdrucker für Zuhause: Samsung Xpress M2835DW
Der Samsung kann nach wie vor mit rekordverdächtig geringen Druckkosten überzeugen.

Denn weil er über kein Display verfügt, muss man über den Browser am Computer die Druckerverwaltung aufrufen. Dafür muss man aber mit dem Drucker verbunden sein. Man muss sich dann also entweder über DirectPrint mit dem WLAN-Netz des Druckers verbinden – oder das USB-Kabel aus der Schublade kramen – und dann die Netzwerkeinbindung erneut vornehmen.

Geschwindigkeit und Duplex

Bei der Druckgeschwindigkeit setzt der M2835dw Maßstäbe, um die 30 Sekunden, je nach Qualität benötigte er für unsere 10 Testseiten, nach 31,5 Sekunden (optimale Druckqualität) bzw. 29,2 Sekunden (Entwurfqualität) lagen die bedruckten Seiten im Ausgabeschacht, der HP Laserjet Pro M203dn liegt gleichauf, macht aber Abstriche in der Druckqualität. Alle anderen benötigten deutlich über 30 Sekunden für unsere 10 Testseiten, nur der Canon i-SENSYS LBP151dw liegt mit 28 bzw. 25 Sekunden einsam an der Spitze. Wie gesagt, alle Drucker starten aus dem Standby.

Doppelseitiger Duplex-Druck spart Papier

Duplex beherrschen sie übrigens alle, bis auf den besonders schlanken Samsung SL-M2026W, der zudem auf die LAN-Schnittstelle verzichtet. Dafür aber eine deutlich stabilere WLAN-Verbindung herstellt als sein großer Bruder.

Beim Duplex-Druck kann man durchaus Unterschiede im Papierhandling zwischen den Testteilnehmern feststellen. Der HP hinterlässt neben Ricoh, dem Oki und dem Brother den zuverlässigsten Eindruck, alle anderen gehen einen Tick zu fahrig mit dem Blatt um, damit auch ja noch die letzte Zehntelsekunde an Geschwindigkeit herausgeholt werden kann.

Druckqualität

Beim Samsung SL-M2835dw und dem Canon i-SENSYS LBP151dw hat der zügige aber ungenaue Seitenwechsel beim Duplexdruck tatsächlich Folgen: für den Druck der zweiten Seite wird das Papier nicht ganz gerade eingezogen und Zeilen oder Linien zeigen entsprechenden Versatz. Das ist ärgerlich, wenn Zeugnisse oder andere wichtige Dokumente beidseitig ausgedruckt werden. Hier haben der HP Laserjet Pro M203dn, der Ricoh SP 400dn und der Oki B412dn eindeutig die Nase vorn, benötigen allerdings auch mehr Stellplatz.

Seitens der Druckqualität von Laserdruckern muss man bei gewöhnlichem Text schon die Lupe heranziehen, um überhaupt signifikante Unterschiede feststellen zu können: das Druckbild ist hier bei allen gestochen scharf.

Text drucken alle gestochen scharf

Bei Grafiken lassen sich schon eher Unterschiede ausmachen. So lässt sich eindeutig die hohe Qualität des Ricoh sowie des Oki dokumentieren. Der HP Laserjet Pro M203dn druckt graue Flächen nicht ganz so homogen wie die anderen, der Samsung Xpress M2835DW bringt stellenweise etwas zu viel Toner auf, um einen höheren Kontrast zu erreichen, was andererseits für eine etwas dickere Strichstärke sorgt.

Beim Ausdruck von Graustufen gibt es zwei Ausreißer: der Ricoh SP 400DN und der Oki B412dn zeigen für jeden Grauwert eine homogene Fläche, unterscheiden allerdings Prinzip bedingt nur Helligkeitsunterschiede, so kommt es, dass der magentafarbenen und den hellblauen Flächen der gleiche Grauwert zugeordnet wird. Ähnliches passiert beim Canon. Auf der anderen Seite der Skala bewegt sich der kleine Samsung SL-M2026W mit kontrastreichen, gut sichtbaren Schlieren, die der Laserjet Pro M203dn mit weniger Kontrast ebenso erkennen lässt. Dazwischen liegen in etwa gleich auf, die restlichen Testteilnehmer.

Druckkosten

Mit 1,8 Cent pro Seite druckt der Oki in unserem Vergleich am günstigsten, gefolgt vom Samsung M2835DW mit 2 Cent pro Seite. Brother und Canon sind mit 2,8 bzw. 3,1 Cent dagegen deutlich teurer. Am meisten ins Geld geht das Drucken mit dem kleinen Samsung M2026w: hier kostet die Seite ganze 5,4 Cent.

Große Unterschiede bei den Druckkosten

Bei den Druckkosten gibt es vom neuen HP Laserjet Pro M203dn selbst auf Druckerchannel noch keine Daten, die dürften sich jedoch auf ähnlichem Niveau wie der Vorgänger bewegen, der mit 2,5 Cent pro Seite zu buche schlägt. Mit 2,7 Cent liegt der Ricoh Sp 400dn im gleichen Bereich.

WLAN-Verbindung

Viele WLAN-fähige Drucker haben mit unzuverlässigen Verbindungen ins Heimnetzwerk zu kämpfen. Warum dieses Problem ausgerechnet bei Druckern so oft vorkommt, ist uns schleierhaft. Eine zuverlässige WLAN-Verbindung sollte heutzutage eigentlich kein Problem mehr sein, vom Smartphone über den Fernseher bis hin zu Lautsprechern und smarten Personenwaagen verbinden sich inzwischen eine Vielzahl von digitalen Helfern mit dem eigenen WLAN – meist ohne Probleme. Bei Druckern ist das leider noch immer nicht selbstverständlich.

Der Samsung M2835DW macht in diesem Punkt leider keine Ausnahme – im Gegenteil. Er neigt selbst nach erfolgreicher Einbindung ins WLAN hin und wieder dazu, Druckaufträge vom PC oder Mac nicht entgegenzunehmen, dann hilft unter Umständen nur ein Neustart, oder die Verbindung via LAN-Kabel. Im Test hatte der Samsung leider die meisten Probleme von allen. Aber das heißt nicht viel, denn WLAN-Verbindungsprobleme sind notorisch schwer zu testen. Oft treten sie erst nach einiger Zeit auf. Daher haben wir uns auch die Kundenbewertungen dazu genau angesehen.

Verbindungsprobleme treten häufig auf

Zwar berichten auch beim HP LaserJet Pro M201dw einige Kunden von Verbindungsproblemen, im Vergleich zu anderen Druckern sind es aber erstaunlich wenige. Bei den Druckern von Samsung sieht das weniger gut aus und auch wir hatten im Test Probleme mit dem WLAN Setup der beiden Samsung-Drucker. Das ist ein wesentlicher Grund, warum unsere unsere Empfehlung bislang der Drucker von HP war – schließlich gibt es kaum etwas Nervigeres als Verbindungsprobleme mit dem Drucker.

Da beim neuen HP LaserJet Pro M203dw, wie auch beim von uns getesteten M203dn ohne WLAN das Display eingespart wurde, wird es auch hier nicht mehr ganz so reibungslos vonstatten gehen. Einen entsprechenden Test und eventuell weitere Neugeräte werden wir nachreichen.

Glücklicherweise kann man den Samsung natürlich per Kabel anschließen: Anschlüsse für USB und Ethernet sind ebenfalls vorhanden, hier verhält er sich vorbildlich.

Nachteile?

Der Samsung M2835DW hat wie gesagt gelegentlich mit einer stabilen WLAN-Verbindung zu kämpfen. Wer darauf angewiesen ist, sollte sich bei unseren Alternativen umschauen. Wer den Drucker ohnehin per LAN betreibt, kann von den geringen Druckkosten und den vergleichsweise kompakten Abmessungen profitieren.

Auch die Beanspruchung zuhause oder im Home Office wird für gewöhnlich nicht so hoch sein, dass man gern den Vorteil des moderaten Gewichts gegen ein solides aber schweres Gehäuse in Kauf nimmt.

Was sagen die Anderen?

Da der Samsung M2835DW schon eine ganze Weile am Markt ist, gibt es natürlich auch reichlich Testergebnisse, die allerdings sämtlich noch aus 2014/15 stammen, mithin also eindrucksvoll dokumentieren, dass es auch bei Samsung Zeit für einen Nachfolger wird.

Das Fachmagazin Computer (03/2015) bewertet den Samsung-Drucker mit »sehr gut«. Gelobt wird vor allem die einfache Einrichtung und die kompakte Größe. Abgesehen vom Duplexdruck, der von den Testern als zu langsam angesehen wird, arbeitet der Drucker schnell und druckt scharfe Bilder.

Auch die Stiftung Warentest (09/2014) hat unseren Testsieger unter die Lupe genommen und mit »gut« (1,8) bewertet. So gut wurde seitdem kein Schwarzweiß-Laserdrucker mehr bewertet:

»Dieser Schwarzweißlaserdrucker druckt sehr günstig, sehr schnell, sehr licht- und wasserbeständig und liefert sehr gute Textdrucke und gute Graustufendrucke von Grafiken und Fotos. Das Gerät ist gut zu handhaben.«

Die Kollegen vom PC Magazin (06/2014) geben dem M2835DW ebenfalls Bestnoten.

»Der neue Schwarz-Weiß-Xpress von Samsung schafft 28 Seiten pro Minute im Normalmodus bei guter Text- und etwas dunkler, aber nachregelbarer Bildqualität.«

Alternativen

Für den Einsatz zuhause oder im kleinen Büro bietet der Samsung M2835DW aus unserer Sicht das beste Gesamtpaket, wenn auch mit den besagten Abstrichen. Aber nicht für jeden muss er der Richtige sein. Die anderen Testkandidaten drucken zum Teil besser oder schneller – haben dafür aber andere Mankos.

Günstige Alternative: Brother HL-L2340DW

Test: Laserdrucker für Zuhause: Brother HL-L2340DW
Der Brother ist günstiger als unser Favorit, hat aber auch keine LAN-Schnittstelle, sondern ausschließlich USB und WLAN.

Der Brother HL-L2340DW ist günstig. Er hat keine Ethernet-Schnittstelle, dafür kann er aber Duplex drucken.

Die Druckgeschwindigkeit liegt etwa auf gleicher Höhe wie bei unserem Testsieger, auch die Druckkosten sind vergleichbar.

In der Druckqualität kommt er aber nicht ganz an unseren Favoriten heran. Das macht sich vor allem bei Grauschattierungen in Grafiken und Bildern bemerkbar, bei Text stellt man mit bloßem Auge kaum Unterschiede fest.

Der Drucker von Brother benötigt allerdings mehr Stellfläche als unser Favorit. Und ganz so günstig wie es auf den ersten Blick scheint,ist der Brother nicht, denn im Anschaffungspreis ist nur eine sehr kleine Starter-Kartusche für ca. 500 Seiten dabei.

Klein & kompakt: Samsung SL-M2026W

Test: Laserdrucker für Zuhause: Samsung SL-M2026W
Ohne LAN, Duplex-Einheit und Einzelblatteinzug ist der SL-M2016 die schlanke Lösung für Sparfüchse.

Der Samsung M2026W ist die beste Wahl für alle, die einen möglichst kleine Laserdrucker suchen – und nicht viel ausgeben möchten.

Der kleine Bruder unseres aktuellen Favoriten kommt mit 33 x 18 Zentimeter Stellfläche aus und ist damit der Tipp für alle, die wenig Platz auf dem Schreibtisch oder im Büro haben. Kompakter ist derzeit kein anderer Laserdrucker.

Der Samsung M2835DW unterstützt ebenfalls WLAN, NFC und AirPrint. Mit rund 45 Sekunden, die er für unsere Testseiten benötigt, ist er allerdings deutlich langsamer als alle anderen Testteilnehmer.

Es gibt ein einfaches Papierfach, mit Platz für 150 Blatt, in das auch einzelne Blätter eingeschoben werden können. Auf den Papier sparenden Duplex-Druck muss man allerdings verzichten. Wer jedoch nicht viele Seiten am Stück druckt, kann das leicht verschmerzen. Auch die fehlende LAN-Schnittstelle ist für viele Heimanwender entbehrlich.

Für Gelegenheitsdrucker ist der Samsung SL-M2026W eine gute, günstige und platzsparende Alternative.

Ohne WLAN: Ricoh SP 400DN

Test Laser­drucker für Zuhause: Ricoh SP 400DN
Hervorragendes Druckergebnis, wegen der Größe und dem Gewicht eher was fürs kleine Büro.

Auch wenn der Ricoh SP 400DN mit seinen fast 15 Kilo Betriebsgewicht als echtes Schwergewicht daherkommt, hat er durchaus seine Berechtigung, denn er überzeugt vor allem mit sehr guter Druckqualität.

Bei seiner Stellfläche von fast 40 x 40 Zentimetern und seinem hohen Gewicht sollte man aber schon einen passenden Stellplatz für den Drucker haben und das ist eher im Büro als im häusliche Arbeitszimmer. Das gilt auch deshalb, weil der Ricoh nicht zu den leisesten Druckern gehört.

Dafür muss im normalen Betrieb auch weder eine Lade aufgezogen noch ein Papierfach angesteckt werden, wie das z. B. bei unserem ehemaligen Favoriten der Fall war.

Angeschlossen wird er ausschließlich über LAN-Verbindung mit Netzwerkkabel, eine WLAN-Option gibt es nicht. AirPrint und Google Cloud Print funktionieren aber trotzdem, sofern man sich im selben Netzwerk wie der Drucker befindet. Zur Administration bietet der Ricoh eine komfortable Weboberfläche.

Aufgrund seiner exzellenten Druckqualität eignet er sich hervorragend für Zeugnisse, Verträge und andere offizielle Dokumente auch mit hohem Grafikanteil.

Der Ricoh SP 400 DN ist damit prädestiniert für das professionelle Home Office oder das Büro. Als kleiner unauffälliger Familiendrucker im Wohnzimmer taugt er dagegen nicht.

Außerdem getestet

HP LaserJet Pro M203dn

Den HP Laserjet Pro M203dn gibt es in der Variante M203dw mit WLAN, die nur knapp 20 Euro teurer ist als der von uns getestete Drucker ohne drahtlose Kommunikation. Da der einzige Unterschied tatsächlich das WLAN-Modul ist, gibt es bezüglich Druckqualität, Papierhandling und Druck-Geschwindigeit keinerlei Unterschiede, und Sie haben die Wahl, ob Ihnen der drahtlose Druck 20 Euro mehr Wert ist.

Oki B412dn

Fast ist der Oki B412dn hier fehl am Platze, denn er ist etwas überdimensioniert – sowohl hinsichtlich Betriebsgewicht und Größe, als auch in Bezug auf die Druckleistung.

Zusammen mit dem Canon gehört der Oki zu den größten Druckern im Test, mit seinem Gewicht von 12 Kilo ist er sogar fast so schwer wie der Ricoh. Fürs Wohnzimmer ist er damit nicht geeignet, auch im Arbeitszimmer macht er nicht wirklich eine gute Figur – er ist eher was fürs Büro.

Dafür kann er mit zuverlässiger Robustheit und sehr guten Druckeigenschaften überzeugen und ist außerdem für Vieldrucker interessant: Die Druckkosten liegen mit 1,8 Cent nochmals günstiger als beim Samsung M2835DW.

Wer einen zuverlässigen und hochwertigen Partner fürs Büro oder Home Office mit hohem Druckaufkommen sucht, für den ist der Oki B412dn genau das Richtige.

Canon i-SENSYS LBP151dw

Ähnlich groß wie der Oki oder der Ricoh kommt der Canon i-SENSYS LBP151dw daher, allerdings nicht im schlichten Bürograu, sondern in stylischem schwarzen Gehäuse.

Beim Gewicht liegt er deutlich unterhalb des Oki B412dn. Dafür ist er im Druck neben dem des Ricoh der schnellste im Test, in unter 30 Sekunden druckte er unsere 10 Testseiten aus.

Wem es auf möglichst schnellen Druck ankommt, für den könnte der Canon also interessant sein. Doch wem hohe Druckgeschwindigkeit wichtig ist, der möchte in der Regel auch viel drucken – und da macht der Canon mit Druckkosten von 3,1 Cent pro Seite keine so gute Figur.

Die Druckqualität liegt im Rahmen der Konkurrenz, der Canon nimmt es jedoch bei feinen Grauabstufungen nicht so genau. Damit ist das einzige, was wirklich für den Canon spricht, seine hohe Druckgeschwindigkeit.

Hinzukommt, dass Canon offenbar die Laserdrucker nicht fortführen wird, der Schwerpunkt liegt auf Tintenstrahl-Geräten, beim i-SENSYS LBP151dw dürfte es sich demzufolge um eine Auslaufmodell handeln.

HP LaserJet Pro M201dw

Unser ehemaliger Favorit, der HP Laserjet Pro M201dw hat offenbar ausgedient, es werden nur noch Restposten abverkauft, und das zu teilweise horrenden Preisen. Wer ihn noch für weniger als 200 Euro findet, darf gerne zuschlagen, denn er überzeugt mit stabiler WLAN-Verbindung und schnellem, guten Druck bei relativ geringer Standfläche.

Kommentare

12 Kommentare zu "Der beste Laser­drucker für Zuhause"

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Udo Hellermann
Udo Hellermann

Wie kann ein Gerät Testsieger sein, dessen Hersteller Mac OS nur unzureichend supported?

Ich habe heute von Samsung auf meine Anfrage hin folgende Antwort erhalten:
„Die Treiber wurden bis Mac OS 10.11 angeboten. Neuere Versionen werden nicht supported. Wann und ob der angepasste Treiber angeboten wird, kann ich leider nicht sagen. Diese Informationen liegen dem technischen Support nicht vor.“

Unglaublich – aber wahr!

Redaktion

Der Drucker läuft mit dem angebotenen Treiber problemlos auf dem neuesten Betriebssystem (High Sierra) von Apple.

Udo Hellermann
Udo Hellermann

Prima, danke für die Info!

Habe den CLP 680DW SUPER Druck.

Ein Laserdrucker hat eigentlich zu Hause nichts zu suchen die Drucker sind hochgiftig. Besonders im Haushalt mit Kindern sollte man sie nicht haben es gibt heute gute Tintendrucker die genauso schnell und gut drucken.

Ja und immer Austrocknen.

Gerade zu Hause macht ein Laserdrucker sehr viel Sinn. Den kann man auch mal über Monate nicht benutzen ohne, dass die Tinte austrocknet oder man erst eine Düsenreinigung durchführen muss, bis man wieder etwas drucken kann. Schwarz-weiß Drucker gibt’s ab 50 € und mit einem Toner kann man bis zu 5000 Seiten drucken. Ich benutze seit 15 Jahren nichts anderes mehr.

Der Link funktioniert bei mir leider nicht

Wir haben gerade Probleme mit dem Server. Wir arbeiten an einer Lösung!

Der Link geht wieder – Danke! Ein Kommentar noch zum Samsung Drucker. Der Ärzte ist ein Alptraum für Arztpraxen bei Benutzung der Einzel-Einzugfunktion für Rezept: fährt ständig sofort in Standby und zieht dann immer das Din-A4 Paier, selbst wenn ein Rezept steckt. D.h. also immer: Aufwecken durch Knopfdruck, ansaugen lassen und dann erst geduldig drucken drücken. Nur so zur Info! Gruß an Thilo!

P.S.: Die Legasthenie wurde bei mir erst heute diagnostiziert 😉

Pelzel
Pelzel

Guten Tag – es wäre schön, wenn Sie in Ihrem Test auch die „Lautstärke“ mit angeben würden, Der Samsung ( Printer press M 283x), den Sie zum Testsieger erklärt haben, ist sehr laut; das stört vor allem bei Audruck von größerem Papierumfang.
Im Allgemeinen habe ich die (früheren) Brother-Drucker für leise empfunden.

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