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Der beste Lauflernwagen

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Lauflernwagen Test: Laufraeder3shrp
Andrea Zschocher

Andrea Zschocher

ist freie Journalistin, Buchautorin und Bloggerin. Sie schreibt gern über Familien­themen, unter anderem für Stern.de und Familie.de. Ihre Bücher unterstützen Familien in anspruchsvollen Zeiten. Auf ihrem Blog Runzelfüßchen berichtet sie über die schönen Seiten am Leben mit drei Kindern.

Wir haben 20 Lauflernwagen getestet. Der beste ist für uns der Lauflernwagen von Brio. Er ist toll verarbeitet, hat eine Bremsfunktion und einen verstellbaren Schiebebügel. Außerdem ist er kippsicher konstruiert, nimmt nicht viel Platz weg, lässt sich lange nutzen und läuft leise. Aber es gibt auch einige gute Alternativen, die mehr Spielwert bieten – wenn Sie das wollen.

Update 20. November 2020

Wir haben fünf neue Lauflernwagen getestet. Zwei neue Empfehlungen sind das Modell von Eichhorn und der Big Buggy 3 in 1.

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14. Mai 2019

Wir haben acht weitere Modelle getestet und vier neue Empfehlungen gekürt. Testsieger bleibt der Lauflernwagen von Brio.

Zum Laufenlernen brauchen Kinder nicht unbedingt einen Lauflernwagen, sie lernen es damit auch nicht schneller. Aber es macht den Kleinen ungeheuer viel Spaß, und motiviert sie ungemein, wenn sie mit so einem Wagen schon ein wenig früher das erste Mal auf eigene Faust ein Stückchen mobil werden.

Wir haben 20 Lauflernwagen unter die Lupe genommen und von kleinen Testern, die gerade laufen lernen, ausgiebig testen lassen. Hier sind unsere Empfehlungen:

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Brio Lauflernwagen

Test Lauflernwagen: Brio Lauflernwagen
Günstig, gut verarbeitet und leise beim Fahren – was will man mehr? Sogar eine Bremse gibt es.

Mit dem Lauflernwagen von Brio sind die meisten Eltern gut beraten. Er kostet kein Vermögen, ist gut verarbeitet und erfüllt seinen Zweck voll und ganz. Zudem schont er die Nerven der Eltern und Nachbarn, weil er leise fährt und nicht so leicht gegen Möbel knallt. Kinder können ihn lange nutzen und in der Wohnung nimmt er nicht viel Platz weg.

Auch gut

Eichhorn Lauflernwagen

Lauflernwagen Test: Eichhorn Lauflernwagen
Bunter Lauflernwagen, der das Spielzeug gleich dabei hat und so viele Jahre lang Freude bereitet.

Der Lauflernwagen von Eichhorn hat zwar keine Bremse, dafür aber 35 Holzbausteine im Gepäck, die Ihren Kindern noch lange Freude machen werden. Und weil so ein Lauflernwagen ja mehr ist als ein Gefährt, das beim Laufen lernen unterstützt, bekommt auch ein Wagen ohne Bremse eine Empfehlung von uns.

Tolles Design

LaBebe Lauflernwagen

Test Lauflernwagen: Labebe Lauflernwagen Holz
Toller Wagen in schönen Designs. Auch wenn kein Activity-Board dabei ist, wird den Kleinen hier nicht langweilig.

von 40 Lesern gekauft

Ein ebenfalls sehr solider und in vielen hübschen Designs erhältlicher Lauflernwagen ist der von LaBebe. Er ist etwas schwerer, dadurch steht das Kind sicherer, trotzdem lässt er sich von den Kleinen gut manövrieren. Er hat eine große Kiste, die der Nachwuchs mit allerlei Sachen beladen kann, aber die kleinen können sich auch hineinsetzen und sich herumfahren lassen.

Gut & günstig

Fisher-Price DLD94

Test Lauflernwagen: Fisher-Price DLD94
Hier ist viel geboten für wenig Geld. Das Blinken und die Musik sind höchstens für die Eltern etwas nervig.

Wenn es günstig sein soll und nicht unbedingt aus Holz sein muss, ist der Fisher-Price DLD94 einen Blick wert. Der Wagen ist aus Kunststoff gefertigt, was ihn sehr leicht macht. Deshalb ist er für Laufanfänger eher nicht geeignet, er rutscht gerne seitlich weg. Die vielen bunten Knöpfe und die Musik dürften aber jedem Kind gefallen – die Eltern sollten dafür allerdings ein solides Nervenkostüm haben.

Vielseitig einsetzbar

Big Buggy 3 in 1

Ein besonders langlebiger Lauflernwagen ist der Buggy 3 in 1 von Big. Zunächst fungiert er zum Laufen lernen, dann als Buggy für Kuscheltiere und Puppen und schließlich als Anhänger am Bobby Car. Der Aufbau geht zwar nicht gerade leicht von der Hand, aber wenn Sie alles richtig machen, dann schenken Sie mit dem Modell wirklich vielseitige und langjährige Spielfreude.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAuch gutGut & günstigTolles DesignVielseitig einsetzbar
ModellBrio LauflernwagenEichhorn LauflernwagenFisher-Price DLD94LaBebe LauflernwagenBig Buggy 3 in 1Small Foot WalHess LauflernerKruzzel LauflernhilfeIkea Lauflernwagen MulaHaba LauflernwagenFisher Price LauflernwagenJanod J05995Haba 902 LauflernwagenPinolino Lauflernwagen UliVtech LauflernwagenLittle Dutch 4415 LauflernwagenHowa LauflernwagenEverEarth EE30949 Lauflernwagen
Test Lauflernwagen: Brio LauflernwagenLauflernwagen Test: Eichhorn LauflernwagenTest Lauflernwagen: Fisher-Price DLD94Test Lauflernwagen: Labebe Lauflernwagen HolzTest Lauflernwagen: Big Buggy 3 in 1Test Lauflernwagen: Small Foot WalTest Lauflernwagen: Hess LauflernerTest Lauflernwagen: Kruzzel LauflernhilfeTest Lauflernwagen für Kinder: Ikea Lauflernwagen MulaTest Lauflernwagen für Kinder: Haba LauflernwagenTest Lauflernwagen für Kinder: Fischer Price LauflernwagenTest Lauflernwagen: Janod J05995Test Lauflernwagen: Haba 902 LauflernwagenTest Lauflernwagen für Kinder: Pinolino Lauflernwagen UliTest Lauflernwagen für Kinder: Vtech LauflernwagenLauflernwagen Test: 81em6maazfl. Sl1500Test Lauflernwagen für Kinder: Howa LauflernwagenTest Lauflernwagen: EverEarth EE30949 Lauflernwagen
Pro
  • Mit Bremse
  • Sehr kippsicher
  • Gutes Handling und leichter Aufbau
  • Sehr schneller Aufbau
  • Sehr kippsicher
  • 35 Holzbausteine sind dabei
  • Fairer Preis
  • Sehr schneller Aufbau
  • Ermuntert das Kind zum Gehen
  • Günstig
  • Schneller Aufbau
  • Gute Verarbeitung
  • Stabil
  • Mit Flüsterreifen
  • Mit Bremse
  • Kann auch als Anhänger genutzt werden
  • Mal was anderes
  • Tolles Design
  • Bringt sehr viel Spielspaß
  • Aus einheimischen, unbehandeltem Holz
  • Rollt gut
  • Viel Spielzeug dabei
  • Sehr einfacher Aufbau
  • Mit Spielzeug
  • Recht preiswert
  • Mit Bremse
  • Sehr Baugleich mit dem Brio
  • Günstiger
  • In Deutschland gefertigt
  • Trägt bis zu 25 Kilogramm
  • Absolut kippsicher
  • Spielboard und Lauflernhilfe in einem
  • Lässt sich zusammenklappen
  • Sehr leicht
  • Sehr niedliches Design
  • Sehr wertig und solide
  • Fährt leise
  • Sehr einfacher Aufbau
  • Kommt fertig montiert
  • Gute Verarbeitung
  • Made in Germany
  • Sehr kippsicher
  • In verschiedenen Farben erhältlich
  • Zwei Geschwindigkeiten einstellbar
  • Für Kinder die sicher stehen können
  • Schneller Aufbau
  • Solide verarbeitet
  • Holzwagen mit Spielboard
  • Großes Activity-Board
  • Alles aus Holz
Contra
  • Farb- und Motivauswahl könnte größer sein
  • Keine Bremse
  • Nerviges Gedudel
  • Sehr leicht, für die ersten Gehversuche ungeeignet
  • Man muss sich recht tief bücken
  • Keine Bremse
  • Bremse zieht sich beim Schieben immer wieder fest oder lockert sich
  • Aufbau ist nervenaufreibend
  • Hoher Preis
  • Kind kann sich die Hand einklemmen
  • Reifen fielen im Test mehrfach ab
  • Braucht sehr viel Platz
  • Eher als Ersatz für den Laufstall
  • Aufbau braucht Zeit
  • Hoher Preis
  • Nicht besonders stabil
  • Keine Bremse
  • Gebogene Lenkstange führt zu schnellerem Kippen
  • kleinerer Korpus
  • Massiver gebaut als der Favorit
  • Vergleichsweise teuer
  • Laut beim Schieben
  • Für absolute Laufanfänger nicht geeignet
  • Keine Bremse
  • Nase hinterlässt Spuren an den Wänden
  • Außer Fahren ist nichts geboten
  • Sehr teuer
  • Eher langweilig für das Kind
  • Lässt sich schlecht wenden
  • Verarbeitung nicht so gut wie beim Testsieger
  • Viel zu viele Extras, die laut und nervig sind
  • Räder aus Holz, das kann sehr laut werden
  • Holzklötzchen reichen nicht als Gewicht aus, wenn das Kind sich abstützt
  • Keine Bremse
  • Teurer als Testsieger
  • Umständlicher Aufbau
  • Unklare Anleitung
  • Verarbeitung könnte besser sein
  • Wagen wirkt klapprig
Bester Preis

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Lauflernwagen – wozu?

Jedes Kind lernt laufen – und zwar von ganz alleine. Wirkliche Nachhilfe oder Unterstützung brauchen Kinder dabei nicht. Wenn die Kleinen allerdings anfangen, sich an Möbeln und anderen Gegenständen hochzuziehen, dann schieben sie oft Stühle oder Kisten durch die Wohnung. So kommen sie ohne jede Hilfe von A nach B – und sind natürlich mächtig stolz darauf. Damit nicht die Einrichtung fürs Training herhalten muss, gibt es Lauflernwagen.

Laufen lernt jedes Kind – auch ohne Lauflernwagen

Der Name Lauflernwagen vermittelt den Eindruck, Kinder würden mit diesem Spielzeug das Laufen lernen. Dies ist allerdings nicht der Fall. So ein Wagen, der auch Laufwagen, Schiebewagen oder Lauflernhilfe genannt wird, unterstützt sie lediglich beim Vorwärtskommen und ist ein tolles Spielzeug für den Bewegungsdrang der Kinder.

Mit einem Lauflernwagen lernt das Kind nicht laufen – er unterstützt es aber, wenn es schon etwas laufen kann.

Schneller Laufen lernen Kinder mit einem Lauflernwagen ebenfalls nicht – und das ist auch überhaupt nicht notwendig, denn jedes Kind hat sein eigenes Tempo. Irgendwann laufen sie alle. Aber vielleicht animiert ein Lauflernwagen die Kleinen, ihre Beinmuskulatur für das freie Laufen zu trainieren. Und er hilft ihnen dabei zu lernen, das Gleichgewicht zu halten. Zudem entlastet er die Eltern, wenn das Kind ständig an den Händen laufen will und man selbst vom vielen Bücken kurz vorm Bandscheibenvorfall steht.

Deshalb eignen sich solche Wagen vor allem dann, wenn das Kind bereits alleine stehen kann, sich an Möbelstücken entlanghangelt oder schon an den Händen Erwachsener läuft.

Bremse und Kippsicherheit

Viele Eltern habe Angst, dass das Kind mit dem Lauflernwagen umkippt und sich dabei verletzt. Deshalb kommt ihnen kein Lauflernwagen ohne einstellbare Bremsvorrichtung ins Haus, mit der man den Rollwiderstand beeinflussen kann. Denn gerade am Anfang halten sich die Kinder gerne am Schieber des Lauflernwagens fest und fallen hin, wenn der Wagen davonfährt. Oder sie stützen sich auf dem Schieber ab, viele Lauflernwagen kippen dann mit den Vorderrädern in die Luft, weil sie zu leicht sind.

Unser 16 Monate altes Testkind ist mit keinem der Laufwagen hingefallen und auch keiner der Wagen ist bei der Benutzung umgekippt. Der 14 Monate alte Junge war abenteuerlustiger und ist oft auf die Nase gefallen. Tatsächlich schimpfen in Kundenbewertungen bei fast jedem Modell Eltern, dass es nicht kippsicher sei.

 Lauflernwagen Test: Janod J05995
Bei einigen Modellen lässt sich der Rollwiderstand mithilfe einer Plastikschraube einstellen.

Wir finden, das sollte man nicht dramatisieren. Um es überspitzt zu formulieren: Zum Laufenlernen gehört Hinfallen einfach dazu – mit oder ohne Lauflernwagen. Für die allerersten Schritte am Lauflernwagen macht es Sinn, ihn mit Büchern oder anderen Gewichten zu beschweren, damit er nicht so leicht kippt. Bei Modellen mit Bremse kann man für die ersten Tage den Rollwiderstand erhöhen, doch nur die wenigsten Wagen im Test haben so eine Vorrichtung.

Hinfallen gehört zum Laufenlernen dazu

Die ist aus unserer Sicht auch gar nicht nötig, denn am Anfang muss man sowieso die ganze Zeit beim Kind sein, ihm helfen und Vertrauen und Sicherheit geben. Dabei stabilisiert man den Wagen einfach mit den Händen. Sobald das Kind dann halbwegs alleine laufen kann, ist auch die Bremse nicht mehr nötig.

Aber das müssen Sie natürlich für Ihr Kind entscheiden. Wenn es ängstlich ist und bei jeder Kleinigkeit lange schreit, werden Sie mehr auf Sicherheit achten, als bei einem furchtlosen Rabauken, der sofort nach dem Hinfallen wieder aufsteht. Im Zweifel entscheiden Sie sich für ein Modell mit Bremsvorrichtung – auch wenn Sie sie im besten Fall dann gar nicht brauchen.

Ab welchem Alter eignen sich Lauflernwagen?

Die Herstellerempfehlungen, ab wann ein Kind einen Lauflernwagen benutzen sollte, schwanken zwischen 9 Monaten und einem Jahr. Letztlich hängt es weniger vom Alter ab, als davon, wie sicher sich das Kind schon hochziehen kann, wie sicher es alleine steht und ob es sich mit Entlanghangeln an Möbelstücken schon selbst fortbewegen kann.

Oft wird der Fehler gemacht, dass Kinder zu früh einen Lauflernwagen bekommen. Wenn sich die Kleinen mit ihrem ganzen Gewicht an der Stange hochziehen, weil in ihren Beinchen selbst noch zu wenig Kraft vorhanden ist, ist es sehr viel wahrscheinlicher, dass ein Wagen dabei umfällt, als wenn das Kind schon alleine aufstehen kann.

Die Lerngeschwindigkeit des Kindes ist entscheidend, nicht die Altersangabe des Herstellers

Wenn man das beherzigt, wird es zu viel weniger Stürzen kommen. Und das Kind hat weniger Frust, weil es den Wagen schon besser lenken kann. Dennoch sollte ein Kind natürlich nie unbeaufsichtigt in der Nähe von Treppen, Stufen, hohen Bodenschwellen oder gar Gewässern mit dem Lauflernwagen unterwegs sein. Vor allem an ungesicherten Treppen ist die Unfallgefahr sehr hoch.

Der Unterschied zwischen Lauflernwagen und Gehfreis

Unbedingt abgrenzen muss man Lauflernwagen von Lauflernhilfen wie Babywalkern – auch Gehfrei genannt. Das sind kleine Wagen mit vier Rädern, in die das Kind in eine Art Hängesitz gesetzt wird. Meist haben sie auch einen kleinen Tisch oder eine Ablage. Mit den Füßen kann das Kind den Boden berühren und erste Gehversuche unternehmen. Der Babywalker rollt los, wenn sich das Kind vom Boden abstößt und losgeht.

Gehfreis oder Babywalker sind für Kinder im Alter von 6 bis 15 Monaten konzipiert, die noch nicht laufen können. Die Stiftung Warentest hat diese Geräte bereits 1997 getestet und ist dabei zu dem Schluss gekommen, dass alle getesteten mobilen Lauflernhilfen, in denen das Kind sitzt, unnötig und gefährlich sind. Selbst unter Aufsicht lassen sich schwere Unfälle nicht ausschließen.

Gehfreis sind gefährlich und in vielen Ländern bereits verboten

Das liegt daran, dass die Kinder in den Geräten kurzzeitig Geschwindigkeiten von bis zu zehn Kilometern pro Stunde erreichen. Sie können gegen Tischkanten oder Regale knallen und sich verletzen. Eltern unterschätzen häufig die Geschwindigkeit und reagieren zu spät. Zudem können Kinder mit diesen Lauflernhilfen Treppen herunterfallen oder über Hindernisse stürzen. Da sie mehr oder weniger aufrecht in den Lauflernhilfen stehen, erreichen sie plötzlich auch Gegenstände, die höher liegen und bringen sich damit in Gefahr – etwa, wenn sie den brodelnden Topf vom Herd ziehen oder für sie giftige Medikamente vom Tisch nehmen.

Nach Angaben des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte erleiden in Deutschland etwa 6.000 Kinder pro Jahr einen Unfall, der auf das Konto der Babywalker geht. Kopfverletzungen – von Schürfwunden bis zu Schädelbrüchen – sind dabei die häufigste Verletzungsart. Der Verband setzt sich für ein Verbot der Lauflernhilfen in Deutschland ein. In Kanada sind sie seit 2004 verboten. Auch die Bundesarbeitsgemeinschaft »Mehr Sicherheit für Kinder e.V.« sagt, dass Lauflernhilfen für Kleinkinder eine der häufigsten Unfallursachen im elterlichen Heim sind.

Babywalker und Gehfreis behindern die Entwicklung der Motorik.

Zudem fördern diese Geräte die Motorik nicht, sondern behindern sie. Kinder, die oft im Gehfrei sind, lernen im Schnitt später laufen. Dass die motorische Entwicklung verzögert wird, hat beispielsweise 2002 eine britische Studie gezeigt.

Wenn Sie also Ihr Kind beim Laufen unterstützen wollen, kaufen Sie ihm bitte keinesfalls einen Gehfrei! Entscheiden Sie sich lieber für einen Lauflernwagen. Den kann das Kind sogar dann noch benutzen, wenn es längst frei laufen kann. Zum Beispiel, um seine Puppen oder Stofftiere durch die Gegend zu schieben oder um sein Spielzeug zu transportieren.

Unterschiedliche Schiebewagen-Modelle

Auf dem Markt sind die unterschiedlichsten Schiebewagen-Modelle erhältlich. Es gibt sie entweder aus Plastik oder aus Holz.

 Lauflernwagen Test: Lauflernwagen
Baby-»Rollatoren« aus Plastik oder Holz mit integriertem Spielboard.

Die Modelle aus Kunststoff haben in der Regel ein integriertes Spielboard, das teilweise mit Batterien versehen ist und Geräusche macht oder Lieder abspielt. An denen haben auch schon jüngere Kinder ihre Freude. Bei diesen Lauflernwagen sind auch die Räder aus Plastik – sie machen auf Laminat, Parkett oder Fliesen ziemlich viel Lärm.

Schiebewagen mit integrierten Spielmöglichkeiten gibt es auch aus Holz. Von ihrer Form her erinnern all diese Schiebewagen ein bisschen an Rollatoren.

Der Lauflernwagen Uli von Pinolino ist sehr kippsicher konstruiert.

Dann gibt es Modelle aus Holz, die durch weit hinten liegende Hinterräder besonders kippsicher konstruiert sind. Dazu zählen beispielsweise eine der von uns getesteten Modelle von Haba und das von Pinolino. Beide bieten auch Platz für Spielzeug.

Der Wagen von Haba hat einen integrierten Sitz, auf dem kleine Kinder, Puppen oder Stofftiere Platz finden. Diese Lauflernwagen sind ziemlich groß und recht schwer, denn sie bestehen aus Massivholz. Die Holzräder haben Gummireifen und laufen auch auf harten Böden sehr leise.

 Lauflernwagen Test: Lauflernwagen
Sehr ähnlich: Der Testsieger von Brio (rechts) und der Ikea Mula Lauflernwagen (links).

Die dritte Kategorie von Laufwagen besteht aus einer Art Holzkiste mit Metallschieber und Gummirädern. Der Schieber lässt sich in einem unterschiedlichen Winkel anbringen. Ist der Schieber senkrecht gestellt, kippt der Wagen weniger leicht um. Diese Einstellung empfiehlt sich für Laufanfänger.

Natürlich entwickelt sich auch der Lauflernwagen-Markt weiter, und so gibt es inzwischen Modelle, die mit keinem weiteren Angebot zu vergleichen sind. Der Buggy 3 in 1 von Big hat eine ganz eigene Form und erinnert mehr an einen Anhänger, als ein einen Lauflernwagen. Und das Modell von Small Foot hat zumindest die Geschwister vom Testkind an Spielstationen in Supermärkten und Kaufhäuser erinnert.

Alternativ werden – vor allem für Mädchen – auch Puppenwagen oder Puppenbuggys als Lauflernhilfen eingesetzt. Letztere kippen jedoch sehr leicht, so dass sie eher für Kinder, die schon sicher auf den Beinen stehen, geeignet sind. Puppenwagen haben wir in diesem Test nicht berücksichtigt.

So haben wir getestet

Aus dem riesigen Angebot an Lauflernwagen haben wir in zwei Durchgängen insgesamt 20 ganz unterschiedliche Modelle ausgewählt, die uns durch gute Testergebnisse und positive Kundenbewertungen überzeugt haben.

Getestet haben wir alle Modelle mit einem 16 Monate altem Mädchen, das ohne Hilfe stehen kann und gerade anfängt, die ersten ein, zwei Schritte frei zu laufen, und einem 14 Monate alten Jungen, der ebenfalls gerade die ersten Gehversuche macht. Weil immer auch Geschwisterkinder am Start sind, haben auch die die Testmodelle auf Herz und Nieren geprüft. Für uns im Test ein großer Vorteil, denn wenn Kinder Dinge ausprobieren, erkennen wir oft besser, wo Gefahrenquellen lauern.

Geprüft haben wir, wie leicht die Montage ist, wie gut der Lauflernwagen verarbeitet ist und ob es eine Bremse zum Anpassen des Rollwiderstands gibt. Außerdem haben wir darauf geachtet, wie leise der Wagen auf harten Böden unterwegs ist und wie kippsicher der Wagen ist.

Zudem war uns wichtig, wie gut das Kind mit dem Lauflernwagen gehen und auch lenken bzw. umdrehen kann. Wenn Mama oder Papa an jeder Wand zu Hilfe kommen müssen, ist das ziemlich nervig. Der letzte Punkt war, wie stark Möbel in der Wohnung in Mitleidenschaft gezogen werden, wenn der Laufanfänger mit seinem Wägelchen dagegen rummst.

Nicht zuletzt spielte auch der Preis eine Rolle, denn die Spannbreite ist groß: Sie liegt bei unseren Testkandidaten zwischen günstigen 25 Euro und happigen 130 Euro.

Testsieger: Lauflernwagen von Brio

Der Lauflernwagen von Brio hat uns vor allem mit seinem tollen Preis-Leistungsverhältnis überzeugt. Er ist hochwertig verarbeitet und stabil, nimmt in der Wohnung nicht zu viel Platz weg und bietet dennoch genügend Staufläche für Puppen, Teddys oder Spielzeug.

Testsieger

Brio Lauflernwagen

Test Lauflernwagen: Brio Lauflernwagen
Günstig, gut verarbeitet und leise beim Fahren – was will man mehr? Sogar eine Bremse gibt es.

Sein Griff lässt sich den Lauffähigkeiten des Kindes anpassen und er verfügt über eine Bremse zum Einstellen des Rollwiderstands. Außerdem lässt er sich leicht montieren – und es gibt ihn in verschiedenen Farben.

Unser Testsieger ist 48 Zentimeter hoch, 30 Zentimeter breit und 43 Zentimeter lang. Geliefert wird er in zwei Teilen: Eine Kiste mit den bereits vormontierten Gummirädern und eine für den Schiebebügel.

 Lauflernwagen Test: Briowagen2

Der Schiebebügel wird mit Hilfe von zwei mitgelieferten Schrauben und Muttern montiert – das geht ganz einfach und schnell.

Für die Montage gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man bringt den Schiebebügel so an, dass er genau senkrecht steht. Dafür wählt man die beiden vorderen Bohrlöcher. Oder man stellt ihn leicht schräg nach hinten, indem man die hinteren Bohrlöcher nimmt.

Wählt man die senkrechte Einstellung, ist der Wagen kippsicherer. Sie bietet sich am Anfang an und wird vom Hersteller auch für Laufanfänger empfohlen. Unser Testkind ist aber auch mit der zweiten Einstellung gut zurechtgekommen, ohne dass der Wagen kippte. Jüngere Kinder könnten damit aber Probleme haben.

Bei Kindern, die noch unsicher auf den Beinen sind, kann man den Wagen mit schweren Büchern oder Bauklötzen füllen und so die Stabilität erhöhen.

An den beiden Hinterrädern befindet sich je eine Schraube. Wenn man die mit einem Schraubenzieher festdreht, steigt der Rollwiderstand der Räder und der Wagen rutscht nicht so leicht weg.

Material und Verarbeitung

Der Korpus des Lauflernwagens von Brio besteht aus lackierter Buche. Er ist wahlweise in rot/gelb, schwarz oder rosa mit Hello Kitty-Motiv erhältlich. Der Schiebebügel ist aus Stahlrohr gefertigt, die Räder aus Gummi (PP) und die Felgen aus Kunststoff. Achsen und Schrauben sind aus Metall. Die Holzteile sind sauber lackiert und sämtliche Kanten sind abgerundet.

Da die Räder vorne überstehen, bieten sie eine Art »Rammschutz«. Die Holzkiste knallt also nicht so leicht gegen Möbel.

Der Laufwagen von Brio trägt die »spiel gut«-Auszeichnung. Er wird in Schweden designed und in China hergestellt. Mit rund 35 Euro gehört er zu den günstigeren Modellen.

Praxistest

 Lauflernwagen Test: Briowagen1Unser Testkind hatte keinerlei Probleme, mit dem Wagen durch die Wohnung zu laufen. Er rollt leise über Parkett und Fliesen und hinterlässt keine schwarzen Spuren.

Da der Lauflernwagen nicht zu schwer ist, konnte ihn das Kind nach etwas Übung auch gut alleine drehen und wenden. Die Kiste verlockt natürlich auch dazu, mal hineinzuklettern. Das hat der Wagen unbeschadet überstanden. Und das Kind auch – es kippte nichts, nicht mal, als sich das Kind in den Wagen stellte.

Der vierjährige Bruder hat den Wagen auch gerne benutzt, um seine Schwester durch die Gegend zu fahren und um sein Spielzeug durch die Wohnung zu transportieren.

Neben dem ansprechenden, modernen Design gefällt uns am Brio Lauflernwagen auch gut, dass er im Kinderzimmer nicht so viel Platz wegnimmt. Denn Platz ist in Kinderzimmern meist Mangelware – erfahrene Eltern wissen das.

Der Hersteller empfiehlt den Lauflernwagen ab neun Monaten. Das erscheint uns ziemlich früh, wie oben erwähnt hängt es das eher von den Lauffähigkeiten des Kindes ab.

Ist leise, nimmt nicht viel Platz weg und macht Spaß

Unser Testkind brachte den Wagen nicht zum Kippen – egal in welcher Position sich der Schiebebügel befand. Wenn jüngere Kinder sich aber mit ganzem Gewicht an die Stange hängen, können wir uns durchaus vorstellen, dass der Wagen kippen könnte. Aber dann ist es eben noch zu früh für seine Benutzung.

Wenn man die Bremsschrauben fest anzieht, wird der Rollwiderstand ziemlich hoch. Laut Elternberichten im Internet müssen die Schrauben nach längerer Benutzung immer mal wieder nachgezogen werden, weil sie sich lockern. Für uns war das kein Problem, weil das Testkind auch ohne jegliche Bremswirkung gut mit dem Laufwagen zurechtkam.

Brio Lauflernwagen im Testspiegel

Für Lauflernwagen gibt es bislang weder bei Ökotest noch bei der Stiftung Warentest oder anderen seriösen Publikationen Testergebnisse. Stiftung Warentest warnt lediglich vor Lauflernhilfen wie Babywalkern und Gehfreis.

Sollten Tests erscheinen, werden wir die Ergebnisse hier nachtragen.

Alternativen

Der Brio überzeugt uns, weil er für wenig Geld ein solider Lauflernwagen ist. Er bietet sonst aber nicht viel. Andere Modelle bieten mehr Spielmöglichkeiten mit Activity-Board oder sogar mit Musik und sind ebenfalls gut. Hier sind unsere weiteren Favoriten.

Auch gut

Eichhorn Lauflernwagen

Lauflernwagen Test: Eichhorn Lauflernwagen
Bunter Lauflernwagen, der das Spielzeug gleich dabei hat und so viele Jahre lang Freude bereitet.

Der Eichhorn Lauflernwagen ist in Windeseile aufgebaut, einfach insgesamt drei Hölzer miteinander verbinden und schon kann der Schiebespaß starten. Da dauert es fast länger die 35 Holzbausteine, die im Lieferumfang enthalten sind, in den Wagen zu sortieren.

Der Wagen hat keine Bremse, was unser Testkind allerdings nicht störte. Es konnte bereits sicher stehen und laufen, sodass es ihm vor allem darum ging, mit dem Wagen durch die Gegend zu fahren, an Möbelstücke zu rumsen und Sachen zu transportieren. All das klappt mit dem Lauflernwagen von Eichhorn ohne Probleme. Wir haben, um die Kippsicherheit zu testen, das sechsjährige Geschwisterkind gebeten, sich an den Wagen zu hängen und nichts wackelte. So gefällt uns das!

Der Lauflernwagen ist auch zum Ziehen geeignet, könnte also auch ein Nachziehtier ersetzen. Unser Testkind interessierte sich für die Schnur allerdings überhaupt nicht, sodass wir keine verbindliche Aussagen treffen können, ob Kinder dieses Gefährt wirklich als Nachziehtier akzeptieren. Was dagegen im Test den größten Spaß brachte: Gegen alles, was auch nur gefühlt im Weg stand, mit dem Eichhorn Wagen zu fahren. Das sorgte für viel Freude und alle Möbel haben es schadlos überstanden. Auch das Parkett hatte anschließend keine Reifenspuren.

Für den recht kleinen Preis tut dieser Lauflernwagen genau das, was er soll. Er bietet die Möglichkeit, sich mit ihm in den eigenen vier Wänden zu bewegen und es passt jede Menge Spielzeug hinein. Die Bausteine sind ein weiteres Plus!

Tolles Design

LaBebe Lauflernwagen

Test Lauflernwagen: Labebe Lauflernwagen Holz
Toller Wagen in schönen Designs. Auch wenn kein Activity-Board dabei ist, wird den Kleinen hier nicht langweilig.

von 40 Lesern gekauft

Schon während des Aufbaus waren wir vom LaBebe Lauflernwagen angetan, in rund 15 Minuten war alles erledigt. Ein Akkuschrauber ist für den Zusammenbau aber zu empfehlen, dann geht es leichter. Die Verarbeitung ist gut, der Wagen besteht aus Holz und ist relativ schwer und damit stabil. Trotzdem hatte unser Testkind kein Problem, ihn zu lenken und durch die Wohnung zu bugsieren. Der Kleine fuhr sehr gerne damit, konnte leicht wenden – und hatte einen Heidenspaß, sich darin herumfahren zu lassen.

Unser Testwagen war als Feuerwehrauto designt, wenn Ihr Nachwuchs aber mehr auf Tiere steht oder doch lieber als Polizist durch die Wohnung wandert, ist das auch kein Problem – für jeden gibt es das passende Design.

Wie der Lauflernwagen von Brio, ist auch der LaBebe ein klassischer, solider Lauflernwagen mit wenig Schnickschnack. Auch hier gibt es kein Spielboard, dafür aber eine große Kiste, in die die Kleinen Sachen einladen und herumfahren können. Das zusätzliche Gewicht macht ihn im Gegensatz zum Brio noch kippsicherer. Und wenn der Nachwuchs keine Lust mehr hat, setzt er sich einfach selbst hinein und kann sich problemlos von Mama und Papa oder den älteren Geschwistern durch die Gegend schieben lassen.

Eine Bremse beziehungsweise einen einstellbaren Rollwiderstand gibt es hier allerdings nicht. Wir finden das nicht weiter tragisch, wenn das für Sie ein Ausschlusskriterium sein sollte, fahren Sie mit unserem Testsieger besser. Ansonsten ist auch der LaBebe Lauflernwagen eine gute Wahl, zumal er auch kaum teurer ist.

Gut & günstig

Fisher-Price DLD94

Test Lauflernwagen: Fisher-Price DLD94
Hier ist viel geboten für wenig Geld. Das Blinken und die Musik sind höchstens für die Eltern etwas nervig.

Wenn es kein Modell aus Holz sein muss und Ihr Kind schon die ersten Gehversuche hinter sich hat, können Sie einen Blick auf den Fisher-Price DLD95 Lauflernwagen werfen.

Gut gefallen allen Kindern seine vielen bunten und blinkenden Knöpfe, die auch noch Musik von sich geben. Außerdem reagiert der Wagen auf Bewegung und ermuntert die Kinder zum Laufen: »Steh auf und geh mit mir!« oder »Toll gemacht!« Außerdem gibt es ein ABC-Lied zum Lernen des Alphabets und auch Ziffern von eins bis zehn werden vorgesungen.

Den Lauflernwagen von Fisher Price gibt es in verschiedenen Designs, wir hatten das Zebra im Test. Der Wagen ist komplett aus Kunststoff und deshalb auch sehr leicht. Die Räder rutschen daher gerne seitlich weg. Ein noch völlig ungeübtes Kind kann das nicht ausgleichen, deshalb sollte hier schon ein wenig Lauferfahrung vorhanden sein.

Das Blinken und die vielen Geräusche machen Kindern richtig Spaß, den Eltern kann das aber schnell auf die Nerven gehen. Zur Not stellt man eben einfach die Lautstärke runter oder schaltet das Gedudel einfach ganz aus. Vor allem aber ist der Lauflernwagen von Fisher Price sehr günstig und damit eine Empfehlung für alle, die nicht viel Geld ausgeben wollen.

Vielseitig einsetzbar

Big Buggy 3 in 1

Der Buggy 3 in 1 von Big regt die Fantasie der Kinder an. Ist es ein Puppenwagen? Oder ein Lauflernwagen? Oder doch vielleicht ein Anhänger, in den man sich hineinsetzen kann? Auch wenn der Hersteller davon abrät, unsere Testkinder haben sich natürlich in die Mulde gesetzt und sich durch die Gegend schieben lassen. Das hat ohne Probleme geklappt.

Was dagegen Probleme machte, war die Bremse. Sie zog sich bei uns im Test zunächst immer von selbst fest. Andere Nutzer berichten, dass sie sich immer von selbst löst. Die Anleitung ist da leider keine große Hilfe. Nach langem Herumprobieren fanden wir heraus: Damit die Bremse zuverlässig funktioniert, muss der mittlere Schraubring fest rechts am Rad angezogen werden. Sitzt er links, kann man das Rad zwar ebenfalls mit dem rechten Rand blockieren, dann löst sich die Bremse aber nach wenigen Metern, oder – wenn man sie falsch eingesetzt hat – zieht sich von selbst fest.

Hat man das erstmal raus, kann der Big Buggy 3 in 1 in jeder Hinsicht überzeugen. Die Form ist anders als bei allen anderen Lauflernwagen und animiert direkt zum Spielen. Da wurden Puppen und Kuscheltiere für die Nacht hineingebettet, nur um morgens gegen Bücher und Bauklötze ausgetauscht zu werden. Es lässt sich eben alles im Buggy transportieren. Außerdem kann der Buggy an ein Bobby Car angehängt werden, was natürlich ein Riesenspaß ist.

Gedacht ist der Big Buggy für Kinder bis fünf Jahre, im Geschwistertest können wir das auch bestätigen. Die besten Rutschautos haben wir übrigens auch getestet – vielleicht eine Geschenkidee für ältere Geschwister.

Nicht unerwähnt lassen wollen wir aber: Der Aufbau macht leider wenig Spaß. Das Plastik ist sehr dick, man braucht ordentlich Kraft und gutes Werkzeug, um die Schrauben einzudrehen und die Hutclips, die die Räder an Ort und Stelle halten, festzuhämmern. Da hilft nur: Augen zu und durch.

Denn einmal aufgebaut wird niemand mehr dieses Modell je wieder in seine Einzelteile zerlegen. Ist auch nicht nötig, denn die Flüsterreifen sind schon dabei – die nervigen Rollgeräusche, die es bei älteren Modellen von Bobby Car manchmal noch gibt, sind damit Geschichte.

Außerdem getestet

Nachdem wir den Wal von Small Foot endlich aus seinen 18 Einzelteilen zusammengebaut haben (planen Sie hierfür etwas Zeit ein, es sind wirklich viele Schrauben, die da verarbeitet werden wollen), war die Freude groß: So ein toller Lauflernwagen, so viele Spielmöglichkeiten. Der Wagen ist recht schwer und deswegen auch kippsicher. Was uns relativ bald ärgerte, immer wieder löste sich ein Rad. Hier müssen Sie also die Schrauben extra fest anziehen, um da nicht tagtäglich nacharbeiten zu müssen.

Was die Spielfreude leider sehr trübte: Es gibt oben eine Öffnung, und die ist für kleine Kinderhände nicht ganz ungefährlich. Im Test verletzten sich die Kinder hier mehrfach, weil sie den schweren Deckel fallen ließen und nicht rechtzeitig die andere Hand herausnahmen. Bei Geschwisterkindern wird das zu einer besonderen Herausforderung: Wenn es gerade wieder Streit um den Wagen gibt, kann das schnell wirklich böse enden und nicht wie in unserem Fall nur mit jeder Menge Kühlpacks.

Eher Laufgitter als Lauflernwagen ist das Modell von Hess. Es braucht daher auch sehr viel Platz. Überrascht hat uns der Aufbau, hier müssen Sie selbst für Löcher in dem recht weichen Holz sorgen. Ist das geschafft, rollt der runde Wagen sehr gut – aber immer nur im Kreis. Ein Gerade-nach-vorn-Schieben ist nicht möglich, das ist durch den Sitz der Rollen auch so gewollt. Deswegen ist er für uns eher eine Empfehlung für Babys, die dort wie in einem Laufgitter kurz verschnaufen können. Natürlich ist uns bewusst, dass die Stäbe einen großen Abstand zueinander haben und die Kleinen entwischen können. Aber im Test zeigte sich leider auch: So richtig viel Spaß macht Laufen mit dem Hess Lauflernwagen unseren Testkindern nicht.

Was uns gut gefällt: Hess produziert noch wirklich in Deutschland, eine unserer Redakteurinnen war schonmal im Hess Store im Erzgebirge, wo das Holzspielzeug noch von Hand zusammengebaut wird!

Kruzzel Lauflernhilfe

Der Kruzzel Lauflernwagen erinnert optisch schon an unsere Empfehlung von Eichhorn. Auch der Aufbau funktioniert nach dem gleichen Prinzip und ist in wenigen Minuten erledigt. Das war es dann aber auch mit den Gemeinsamkeiten. Denn leider ist dieses Modell gar nicht kippsicher, alle Testkinder kippten damit um. Was uns auch irritierte: In der Gebrauchsanweisung steht eine Warnung, dass der Wagen nicht für Kinder unter drei Jahren geeignet ist. Da die meisten Eltern aber sicher einen Lauflernwagen für Einjährige suchen, werden sie für Dreijährige vermutlich dann auf ein anderes Modell ausweichen.

Ikea Lauflernwagen Mula

Unserem Testsieger sehr ähnlich ist der Mula Lauflernwagen von Ikea. Außer einer gebogenen Lenkstange, die eventuell ein schnelleres Kippen des Wagens verursachen kann und einem kleineren Korpus ist der Ikea-Wagen baugleich zum Brio. Leider ist er nur in einer Farbe erhältlich, dafür ist er bei Ikea aber nochmal rund zehn Euro günstiger als unser Testsieger. Trotzdem musste er den Platz der Empfehlungen räumen.

Wenn Sie bereit sind, etwas mehr Geld auszugeben um damit ein Produkt aus deutscher Fertigung zu bekommen, ist der Haba Lauflernwagen sicher einen Blick wert. Er ist einwandfrei verarbeitet und absolut kippsicher. Er verfügt über eine Bremse und kann bis zu 25 Kilogramm tragen – das heißt, es können auch mehrere Kinder gleichzeitig damit spielen. Einziger Haken ist der für einen Lauflernwagen hohe Preis von knapp 100 Euro – vor allem, weil außer Wagen nichts geboten ist.

Haba 902 Lauflernwagen

Noch einen Lauflernwagen des deutschen Herstellers, den Haba 902, hatten wir neu mit im Test.

Auch hier ist Verarbeitung und Kippsicherheit einwandfrei, doch bis auf eine Tasche mit einem kleinen Plüschtier und ein paar Holzfiguren ist hier nichts dabei. Dafür finden wir ihn einfach zu teuer – deutsche Wertarbeit hin oder her.

Fisher Price Lauflernwagen

Test Lauflernwagen für Kinder: Fischer Price Lauflernwagen

Keine Preise gefunden.

Wenn Sie oder Ihr Kind lieber einen Wagen aus Plastik mögen und zusätzlich ein Spielboard haben möchten, ist der Fisher Price Lauflernwagen keine schlechte Idee. Da er sehr leicht ist, lässt er sich gut schieben, fällt aber auch schneller um. Deshalb ist er eher für Kinder geeignet, die bereits sicher alleine stehen können. Er lässt sich außerdem praktisch zusammenklappen. Beim Schieben sind die Räder leider relativ laut.

Der Lauflernwagen von Vtech ist nur etwas für Eltern mit ganz starken Nerven. Wir prophezeien Ihnen: Dieses Ding wird Ihnen auf die Nerven gehen. Wenn es eingeschaltet ist, dudelt und blinkt er unablässig, es ertönt ein wilder Wort-, Ton- und Melodiensalat. Und zwar selbst dann, wenn das Kind gar keinen Knopf drückt. Denn der Lauflernwagen hat einen Bewegungssensor und macht auch Geräusche oder Musik, wenn das Kind damit läuft. Wir finden, dass er mit Funktionen völlig überladen ist, die im Zweifel vom eigentlichen Zweck – dem Laufen – ablenken. Und dass Kinder damit irgendetwas lernen, darf stark bezweifelt werden. Ein Ärgernis ist auch der integrierte Telefonhörer, der nicht befestigt ist und deshalb ständig irgendwo rumliegt.

Was die Tauglichkeit als Lauflernwagen betrifft, gilt das gleiche wie für das andere Modell aus Plastik: Es ist nur dann geeignet, wenn das Kind schon relativ sicher stehen und sich mit Hilfe irgendwo entlang hangeln kann.

Anders als beim Fisher Price sind an den Rädern immerhin zwei Geschwindigkeiten einstellbar.

Pinolino Lauflernwagen Uli

Das Modell Uli von Pinolino ist eine Alternative für Eltern, denen Kippfestigkeit sehr wichtig ist. Der Wagen ist allerdings sehr sperrig und nimmt viel Platz weg. Die weit herausstehenden Räder sorgen zwar für große Kippsicherheit, sind dem Kind aber auch oft im Weg. Wenden lässt er sich aufgrund seiner Bauart nicht so gut. Außerdem ist das Einstellen der Bremse eine ziemlich fitzelige Arbeit. Das geht bei den anderen Modellen mit Bremse wesentlich leichter. Die Verarbeitung fanden wir nicht so gut wie die des Testsiegers von Brio oder die des Haba Lauflernwagens. Der Pinolino ist in fünf verschiedenen Farben bzw. Ausführungen erhältlich.

Der Howa-Lauflernwagen ist den Lauflernwagen von KinderplayGreen und EverEarth sehr ähnlich. Die Verarbeitung ist ganz gut, bleibt aber hinter der von Brio oder Haba zurück.

Er bietet ein Spielboard mit Xylophon und Motorik-Schleife. Allerdings kostet er deutlich mehr als unsere Empfehlung von KinderplayGreen, der damit für uns die bessere Wahl ist.

EverEarth EE30949 Lauflernwagen

Der Aufbau des Ever Earth Lauflernwagens war etwas umständlich, auch die Anleitung könnte klarer sein. Auch die Verarbeitung hat uns nicht vom Hocker gerissen, die Räder wirkten wackelig und der ganze Wagen wurde dadurch etwas klapprig. Gut gefallen hat uns das große Activity-Board mit Xylophon, Motorik-Schleife, Schiebepuzzle, Holzreibe und Zahnrädern. Leider macht das Holz-Xylophon nur sehr leise Töne, da ist für uns ebenfalls das günstigere Modell von KinderplayGreen die bessere Wahl.

Wirklich putzig ist der Janod J05995. Dieser Lauflernwagen ist als Hund gestaltet und macht wirklich eine gute Figur, es gibt ihn aber auch noch als »Crazy Rabbit«. Er ist sehr solide gefertigt, die Räder sind gummiert und er läuft deshalb leise und leicht. Aber leider ist die Hundeschnauze ungünstig positioniert, denn Sie wird jede Wohnung innerhalb kürzester Zeit mit einem markanten schwarzen Streifen an den Wänden ausstatten. Beim Crazy Rabbit ist die Schnauze nicht ganz so lang, ragt aber trotzdem hervor, so dass man hier von einer rosa Wandverzierung ausgehen darf. So gut uns der Wagen an sich gefallen hat – empfehlen können wir ihn damit niemandem.

Little Dutch 4415 Lauflernwagen

Der Little Dutch ist ein recht klassischer Lauflernwagen. Er kommt ohne Activity-Board, dafür mit Bauklötzchen, die den Wagen durch ihr Gewicht gleichzeitig stabilisieren – wenn sie schön ordentlich drin liegen, was im Alltag eher nicht der Fall sein wird. Liegen die Klötzchen nicht darin, kippt das Ganze ziemlich leicht. Beschweren können Sie den Wagen aber auch mit dicken Büchern, so lernen auch blutige Anfänger unblutig das Laufen. Allerdings haben Sie besser keine sensiblen Nachbarn unter ihrem Echtholz-Parkett: Die Holzräder sind nämlich nicht gummiert, das macht beim Fahren mächtig Lärm.

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Kommentare

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Anna KoKo
Anna KoKo

mein grosser ist einfach losgelaufen .. da war irgendwie nichts mit gegenstaenden durch die whg schieben anfangst hat der hund hergehalten er hat immer steh uebungen gemacht seit er 9 Monate alt war und auf moebel und treppen geklettert und dann mit 11 monaten ist er einfach losgelaufen (er ist nicht gekrabbelt nur gerollt ) weiss nicht ob mn so etwas unbedingt brauch ..?

Sarah Hagemeier
Sarah Hagemeier

Wir haben so einen altmodischen aus Plastik ich weiß nicht mal von welcher Marke. Ich habe lauflernwagen bei jedem Kind gehasst und hasse ihn zzt wieder. Er erspart den Eltern keine Arbeit, im Gegenteil! Die kleinen fahren überall gegen, die, wand oder irgendwas und schreien ständig dass es nicht weiter geht. Ich habe unsere Kinder nie ermutigt das furchtbare Ding zu benutzen Sie haben auch so relativ schnell laufen gelernt. Was schön ist, wenn sie sicher laufen und sich orientieren können, so ein wagen in den man was reintun kann. Ab 1,5 Jahre nehmen sie gerne alles mit

Anna KoKo
Anna KoKo

ich hab so was nicht erster ist mit 11 monaten losgelaufen das mit den mitnehem ja meiner hat sich nur alles in die hose gesteckt damit es niemand sieht was er mit nimmt
spaeter hatte er dann einen kleinen rucksack 🙂 wollte er unbedingt fuer tifte

Svenja Fritze
Svenja Fritze

Na schau mal an Maren Moser. Da hat lasse ja die besten Voraussetzungen

Theresa Eckert
Theresa Eckert

Heutzutage lernen die Kinder schon früh, wie man mit dem Rollator umgeht.

Bone Kanone
Bone Kanone

Haba, Rundherum. Superstabil und qualitativ sehr hochwertig. Wird noch heute, mit fast 2 jährigem Kind, bespielt. Obwohl ich im Nachhinein denke, dass so ein Teil nicht unbedingt die Laufentwicklung fördert.

Sylvia Winkel
Sylvia Winkel

Wir hatten den von Haba. Super Verarbeitung. Kippt nicht egal wie drauf rum geklettert wird. Super ist der einstellbare Widerstand an den Rädern. So kann man die Geschwindigkeit der Laufschnelligkeit der Kleinen anpassen.

Nicole Anna Fischer
Nicole Anna Fischer

Wir haben uns für den von Pinolino entschieden. Sind sehr zufrieden. Da kann man (leider etwas umständlich aber es geht) die Bremsen einstellen für den Anfang.

Mandy Breuer
Mandy Breuer

Den haben wir auch der ist super …

Monika René Mauer
Monika René Mauer

Wir hatten erst das Gehfrei von Hauck und dann den Wagen von Haba.

Mandy Breuer
Mandy Breuer
Mandy Breuer
Mandy Breuer

Ein Gehfrei ?

Monika René Mauer
Monika René Mauer

????

Mel Ze
Mel Ze

Bis wir uns überlegen konnten, ob wir so etwas wollen / brauchen, ist er gelaufen (11 Monate), hat Stühle geschoben, sich an Möbeln und Wänden entlang gehangelt,… Wir haben bewusst nichts getan, um es zu fördern oder gar zu fordern

Meral Bozkurt
Meral Bozkurt

Gülüzar habt ihr schon einen?

Gülüzar Sahin
Gülüzar Sahin

Nööö kann mich net entscheiden ?

Stefanie Römer
Stefanie Römer

Wir hatten und haben den Haba Werkelzwerg Wagen. Auch nach der Lauflernzeit, wurde der Wagen mit dem Holzwerkzeug noch lange bespielt… tolle Qualität, rechtfertigt den sehr teueren Neupreis!

Nina Swigon
Nina Swigon

Wir haben den von Brio und sind total zufrieden. Emma liebt ihn und fährt damit auch mal durch den Park und über die Wiese im Garten. Er ist schön leicht und trotzdem stabil. Absolut zu empfehlen

Amina Klebl
Amina Klebl

Halt ich von allen nix! Jedes Kind lernt auch ohne den Zeug laufen!

Nina Swigon
Nina Swigon

Das steht ja auch in dem Artikel… erst lesen dann kommentieren ?

Stefanie Römer
Stefanie Römer

Es sind Schiebewagen , wie Puppenwagen oder Kisten mit Rollen. Kein Gehfrei. Besorgt man sich kein Lauflernwagen schieben die Süßen eben Möbel durch die Gegend. Gleicher Effekt.

Ulrike Weimert
Ulrike Weimert

Was habt ihr denn für möbel? ?

Judith Eder
Judith Eder

Klara Schlatter

Julia Kerotsap
Julia Kerotsap

Christina Ma wir hatten den vtech. Philipp spielt heute noch damit (weil wir gestern darüber geredet haben).