Der beste Lauflernwagen

Lauflernwagen Test: Hintere Reihe: Pinolino, Haba, Howa, Vtech, Fischer Price. Vordere Reihe: Ikea, Brio.

Der Lauflernwagen von Brio ist für uns der Beste. Er ist toll verarbeitet, hat eine Bremsfunktion und einen verstellbaren Schiebebügel. Außerdem ist er kippsicher konstruiert, nimmt nicht viel Platz weg, lässt sich lange nutzen und läuft leise. Was will man mehr?

Ein Lauflernwagen ist praktisch, aber nicht notwendig, damit Kinder das Laufen lernen. In diesem Fall ist die Bezeichnung mal wieder etwas irreführend. Eine schöne Unterstützung ist so ein Wagen aber in jedem Fall – und als Spielzeug wird er sicher auch anderweitig Verwendung finden. Viele unterschiedliche Modelle aus allen möglichen Materialien und mit verschiedenen Extras gibt es auf dem Markt.

Wir haben uns sieben unterschiedliche Lauflernwagen angesehen und von motivierten kleinen Testern testen lassen. Gewinnen konnte ein Wagen ohne viele Extras aber mit Bremse.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger: Brio Lauflernwagen

Test Lauflernwagen: Brio Lauflernwagen
Günstig, gut verarbeitet und leise beim Fahren – was will man mehr. Sogar eine Bremse gibt es noch.

Mit dem Lauflernwagen von Brio sind die meisten Eltern gut beraten. Er kostet kein Vermögen, ist gut verarbeitet und erfüllt seinen Zweck voll und ganz. Zudem schont er die Nerven der Eltern und Nachbarn, weil er leise fährt und nicht so leicht gegen Möbel knallt. Kinder können ihn lange nutzen und in der Wohnung nimmt er nicht viel Platz weg.

Gut & günstig: Ikea Lauflernwagen Mula

Test Lauflernwagen für Kinder: Ikea Lauflernwagen Mula
Der Lauflernwagen von Ikea ist dem Testsieger von Brio sehr ähnlich. Direkt bei Ikea ist er rund 10 Euro günstiger als der Brio.

Unserem Testsieger sehr ähnlich ist der Mula Lauflernwagen von Ikea. Außer einer gebogenen Lenkstange, die eventuell ein schnelleres Kippen des Wagens verursachen kann und einem kleineren Korpus ist der Ikea-Wagen baugleich zum Brio. Leider ist er nur in einer Farbe erhältlich, dafür ist er bei Ikea aber nochmal rund zehn Euro günstiger als unser Testsieger.

Qualitätsprodukt: Haba Lauflernwagen

Test Lauflernwagen für Kinder: Haba Lauflernwagen
Der Lauflernwagen von Haba ist teuer, aber sehr kippsicher, gut verarbeitet und Made in Germany.

Wenn Sie bereit sind, etwas mehr Geld auszugeben um damit ein Produkt aus deutscher Fertigung zu bekommen, dann ist der Haba Lauflernwagen unsere Empfehlung. Er ist einwandfrei verarbeitet und absolut kippsicher. Auch er verfügt über eine Bremse und kann bis zu 25 Kilogramm tragen – das heißt, es können auch mehrere Kinder gleichzeitig damit spielen. Einziger Haken ist der für einen Lauflernwagen hohe Preis von knapp 100 Euro.

Mit Spielboard: Fisher Price Lauflernwagen

Test Lauflernwagen für Kinder: Fischer Price Lauflernwagen
Da er aus Plastik ist, ist der Fisher Price Lauflernwagen sehr leicht - er rutscht dadurch aber schnell mal weg.

Wenn Sie oder Ihr Kind lieber einen Wagen aus Plastik mögen und zusätzlich ein Spielboard haben möchten, dann ist der Fisher Price Lauflernwagen unser Tipp. Da er sehr leicht ist, lässt er sich gut schieben, fällt aber auch schneller um. Deshalb ist er eher für Kinder geeignet, die bereits sicher alleine stehen können. Er lässt sich außerdem praktisch zusammenklappen. Beim Schieben sind die Räder leider relativ laut.

Vergleichstabelle

TestsiegerGut & günstigQualitätsproduktMit Spielboard
Modell Brio Lauflernwagen Ikea Lauflernwagen Mula Haba Lauflernwagen Fisher Price Lauflernwagen Vtech Lauflernwagen Pinolino Lauflernwagen Uli Howa Lauflernwagen
Test Lauflernwagen: Brio LauflernwagenTest Lauflernwagen für Kinder: Ikea Lauflernwagen MulaTest Lauflernwagen für Kinder: Haba LauflernwagenTest Lauflernwagen für Kinder: Fischer Price LauflernwagenTest Lauflernwagen für Kinder: Vtech LauflernwagenTest Lauflernwagen für Kinder: Pinolino Lauflernwagen UliTest Lauflernwagen für Kinder: Howa Lauflernwagen
Pro
  • Mit Bremse
  • Sehr kippsicher
  • Gutes Handling und leichter Aufbau
  • Mit Bremse
  • Sehr Baugleich mit dem Brio
  • Günstiger
  • In Deutschland gefertigt
  • Trägt bis zu 25 Kilogramm
  • Absolut kippsicher
  • Spielboard und Lauflernhilfe in einem
  • Lässt sich zusammenklappen
  • Sehr leicht
  • Zwei Geschwindigkeiten einstellbar
  • Für Kinder die sicher stehen können
  • Sehr kippsicher
  • In verschiedenen Farben erhältlich
  • Holzwagen mit Spielboard
Contra
  • Farb- und Motivauswahl könnte größer sein
  • Gebogene Lenkstange führt zu schnellerem Kippen
  • kleinerer Korpus
  • Massiver gebaut als der Favorit
  • Vergleichsweise teuer
  • Laut beim Schieben
  • Für absolute Laufanfänger nicht geeignet
  • Viel zu viele Extras, die laut und nervig sind
  • Lässt sich schlecht wenden
  • Verarbeitung nicht so gut wie beim Testsieger
  • Keine Bremse
  • Teurer als Testsieger
Bester Preis
Technische Daten  

So haben wir getestet

Aus dem riesigen Angebot an Lauflernwagen haben wir sieben ganz unterschiedliche Modelle ausgewählt, die uns durch gute Testergebnisse und positive Kundenbewertungen überzeugt haben.

Getestet haben wir alle Modelle mit einem 16 Monate altem Mädchen, das ohne Hilfe stehen kann und gerade anfängt, die ersten ein, zwei Schritte frei zu laufen. Das Kind ist 74 Zentimeter groß und wiegt rund 8,5 Kilogramm.

Alle Laufwagen im Test: Hintere Reihe: Pinolino, Haba, Howa, Vtech und Fisher Price. Vordere Reihe: Ikea und Brio.

Geprüft haben wir, wie leicht die Montage ist und wie gut der Lauflernwagen verarbeitet ist. Pluspunkte gab es für das Vorhandensein einer Bremse und Verstellmöglichkeiten. Außerdem haben wir darauf geachtet, wie leise der Wagen auf harten Böden unterwegs ist und natürlich war auch die Kippsicherheit ein Kriterium.

Zudem war uns wichtig, wie gut das Kind mit dem Lauflernwagen gehen und auch lenken bzw. umdrehen kann. Wenn Mama oder Papa an jeder Wand zu Hilfe kommen müssen, ist das ziemlich nervig. Der letzte Punkt war, wie stark Möbel in der Wohnung in Mitleidenschaft gezogen werden, wenn der Laufanfänger mit seinem Wägelchen dagegen rummst.

Nicht zuletzt spielte auch der Preis eine Rolle, denn die Spannbreite ist groß: sie liegt bei unseren Testkandidaten zwischen günstigen 25 Euro und happigen 100 Euro.

Lauflernwagen – wozu?

Jedes Kind lernt laufen – und zwar von ganz alleine. Wirkliche Nachhilfe oder Unterstützung brauchen Kinder dabei nicht. Wenn die Kleinen allerdings anfangen, sich an Möbeln und anderen Gegenständen hochzuziehen, dann schieben sie oft Stühle oder Kisten durch die Wohnung. So kommen sie ohne jede Hilfe von A nach B – und sind natürlich mächtig stolz darauf. Damit nicht die Einrichtung fürs Training herhalten muss, gibt es Lauflernwagen.

Jedes Kind hat sein eigenes Tempo

Der Name Lauflernwagen vermittelt den Eindruck, Kinder würden mit diesem Spielzeug das Laufen lernen. Dies ist allerdings nicht der Fall. So ein Wagen, der auch Laufwagen, Schiebewagen oder Lauflernhilfe genannt wird, unterstützt sie lediglich beim Vorwärtskommen und ist ein tolles Spielzeug für den Bewegungsdrang von Kindern.

Mit Lauflernwagen lernt das Kind nicht laufen – sie unterstützen die Kleinen aber, wenn sie schon etwas laufen können.

Schneller Laufen lernen Kinder mit einem Lauflernwagen aber nicht – und das ist auch überhaupt nicht notwendig, denn jedes Kind hat sein eigenes Tempo. Irgendwann laufen sie alle. Aber vielleicht animiert ein Lauflernwagen die Kleinen, ihre Beinmuskulatur für das freie Laufen zu trainieren. Und er hilft ihnen, das Gleichgewicht zu halten. Zudem entlastet er die Eltern, wenn das Kind ständig an den Händen laufen will.

Deshalb eignen sich solche Wagen vor allem dann, wenn das Kind bereits alleine stehen kann, sich an Möbelstücken entlanghangelt oder schon an den Händen Erwachsener läuft.

Der Unterschied zwischen Lauflernwagen und Gehfreis

Unbedingt abgrenzen muss man solche Lauflernwagen von Lauflernhilfen wie Babywalkern – auch Gehfrei genannt. Das sind kleine Wagen mit vier Rädern, in die das Kind in eine Art Hängesitz gesetzt wird. Meist haben sie auch einen kleinen Tisch oder eine Ablage. Mit den Füßen kann das Kind den Boden berühren und erste Gehversuche unternehmen. Der Babywalker rollt los, wenn sich das Kind vom Boden abstößt und losgeht.

Gehfreis oder Babywalker sind für Kinder im Alter von 6 bis 15 Monaten konzipiert, die noch nicht laufen können. Die Stiftung Warentest hat diese Geräte bereits 1997 getestet und ist dabei zu dem Schluss gekommen, dass alle getesteten mobilen Lauflernhilfen, in denen das Kind sitzt, unnötig und gefährlich sind. Selbst unter Aufsicht lassen sich schwere Unfälle nicht ausschließen.

Gehfreis sind gefährlich und in vielen Ländern bereits verboten

Das liegt daran, dass die Kinder in den Geräten kurzzeitig Geschwindigkeiten von bis zu zehn Kilometern pro Stunde erreichen. Sie können gegen Tischkanten oder Regale knallen und sich verletzen. Eltern unterschätzen häufig die Geschwindigkeit und reagieren zu spät. Zudem können Kinder mit diesen Lauflernhilfen Treppen herunterfallen oder über Hindernisse stürzen. Da sie mehr oder weniger aufrecht in den Lauflernhilfen stehen, erreichen sie plötzlich auch Gegenstände, die höher liegen und bringen sich damit in Gefahr – etwa, wenn sie den brodelnden Topf vom Herd ziehen oder für sie giftige Medikamente vom Tisch nehmen.

Nach Angaben des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte erleiden in Deutschland etwa 6.000 Kinder pro Jahr einen Unfall, der auf das Konto der Babywalker geht. Kopfverletzungen – von Schürfwunden bis zu Schädelbrüchen – sind dabei die häufigste Verletzungsart. Der Verband setzt sich für ein Verbot der Lauflernhilfen in Deutschland ein. In Kanada sind sie seit 2004 verboten. Auch die Bundesarbeitsgemeinschaft »Mehr Sicherheit für Kinder e.V.« sagt, dass Lauflernhilfen für Kleinkinder eine der häufigsten Unfallursachen im elterlichen Heim sind.

Babywalker und Gehfreis behindern die Entwicklung der Motorik.

Zudem fördern diese Geräte die Motorik nicht, sondern behindern sie. Kinder, die oft im Gehfrei sind, lernen im Schnitt später laufen. Dass die motorische Entwicklung verzögert wird, hat beispielsweise 2002 eine britische Studie gezeigt.

Wenn Sie also Ihr Kind beim Laufen unterstützen wollen, dann kaufen Sie bitte keinesfalls einen Gehfrei! Entscheiden Sie sich lieber für einen Lauflernwagen. Den kann das Kind sogar dann noch benutzen, wenn es längst frei Laufen kann. Zum Beispiel um seine Puppen oder Stofftiere durch die Gegend zu schieben oder um sein Spielzeug zu transportieren.

Unterschiedliche Schiebewagen-Modelle

Auf dem Markt sind die unterschiedlichsten Schiebewagen-Modelle erhältlich. Es gibt sie entweder aus Plastik oder aus Holz.

Baby-»Rollatoren« aus Plastik oder Holz mit integriertem Spielboard.

Die Modelle aus Kunststoff haben in der Regel ein integriertes Spielboard, das teilweise mit Batterien versehen ist und Geräusche macht oder Lieder abspielt. An denen haben auch schon jüngere Kinder ihre Freude. Bei diesen Lauflernwagen sind auch die Räder aus Plastik – sie machen auf Laminat, Parkett oder Fliesen ziemlich viel Lärm.

Schiebewagen mit integrierten Spielmöglichkeiten gibt es auch aus Holz. Von ihrer Form her erinnern all diese Schiebewagen ein bisschen an Rollatoren.

Der Lauflernwagen Uli von Pinolino ist sehr kippsicher konstruiert.

Dann gibt es Modelle aus Holz, die durch weit hinten liegende Hinterräder besonders kippsicher konstruiert sind. Dazu zählen beispielsweise das von uns getestete Modell von Haba und das von Pinolino. Beide bieten auch Platz für Spielzeug.

Der Wagen von Haba hat einen integrierten Sitz, auf dem kleine Kinder, Puppen oder Stofftiere Platz finden. Diese Lauflernwagen sind ziemlich groß und recht schwer, denn sie bestehen aus Massivholz. Die Holzräder haben Gummireifen und laufen auch auf harten Böden sehr leise.

Sehr ähnlich: Der Testsieger von Brio (rechts) und der Ikea Mula Lauflernwagen (links).

Die dritte Kategorie von Laufwagen besteht aus einer Art Holzkiste mit Metallschieber und Gummirädern. Der Schieber lässt sich in einem unterschiedlichen Winkel anbringen. Ist der Schieber senkrecht gestellt, kippt der Wagen weniger leicht um. Diese Einstellung empfiehlt sich für Laufanfänger.

Alternativ werden – vor allem für Mädchen – auch Puppenwagen oder Puppenbuggys als Lauflernhilfen eingesetzt. Letztere kippen jedoch sehr leicht, so dass sie eher für Kinder, die schon sicher auf den Beinen stehen, geeignet sind. Puppenwagen haben wir in diesem Test nicht berücksichtigt.

Mit oder ohne Bremse?

Neben der Bauart unterscheiden sich die angebotenen Modelle darin, ob sie mit einer Bremse versehen sind oder nicht. Die Bremse wird natürlich nicht vom Kind selbst betätigt – das könnten wahrscheinlich die wenigsten Laufanfänger.

Es handelt sich dabei um eine Vorrichtung, mit der der Rollwiderstand der Räder verändert wird. So kann man den Wagen der Laufgeschwindigkeit des Kindes anpassen. Meist werden Schrauben von einem Erwachsenen so festgedreht, dass sich die Räder nur noch langsam und schwergängig drehen. Damit wird verhindert, dass der Wagen dem Kind wegrollt und es auf die Nase fällt.

Für Laufanfänger ist eine Bremse Pflicht

Ein solches Bremssystem ist heute fast schon Standard bei Lauflernwagen. Nur die Modelle von Howa und Fisher Price verfügen über keine solche Vorrichtung. Beim Vtech-Modell ist die Bremswirkung zwar nicht stufenlos einstellbar, es gibt allerdings zwei Radgeschwindigkeiten, zwischen denen man wählen kann und der Wagen lässt sich auch komplett feststellen.

Ab welchem Alter eignen sich Lauflernwagen?

Die Herstellerempfehlungen schwanken zwischen 9 Monaten und einem Jahr. Wir würden sagen, das hängt weniger vom Alter als davon ab, wie sicher sich das Kind schon hochziehen kann, wie sicher es steht und ob es sich mit Festhalten schon fortbewegen kann.

Unser 16 Monate altes Testkind ist mit keinem der Laufwagen hingefallen und auch keiner der Wagen ist bei der Benutzung umgekippt. Liest man aber Kundenerfahrungen im Internet, dann berichten bei jedem Modell Eltern, dass es nicht kippsicher sei.

Oft wird wohl der Fehler gemacht, dass Kinder zu früh einen Lauflernwagen bekommen. Wenn sich die Kleinen mit ihrem ganzen Gewicht an der Stange hochziehen, weil in ihren Beinchen selbst noch zu wenig Kraft vorhanden ist, dann ist es sehr viel wahrscheinlicher, dass ein Wagen dabei umfällt, als wenn das Kind schon fast alleine aufstehen kann.

Die Lerngeschwindigkeit des Kindes ist entscheidend – nicht die Herstellerangaben.

Wenn man das beherzigt, dann wird es zu viel weniger Stürzen und Unfällen kommen. Und das Kind hat weniger Frust, weil es den Wagen schon besser lenken kann. Dennoch sollte ein Kind natürlich nie unbeaufsichtigt in der Nähe von Treppen, Stufen, hohen Bodenschwellen oder gar Gewässern mit den Lauflernwagen unterwegs sein. Vor allem an Treppen ist die Unfallgefahr sehr hoch.

Testsieger: Lauflernwagen von Brio

Der Lauflernwagen von Brio hat uns vor allem mit seinem tollen Preis-Leistung-Verhältnis überzeugt. Er ist hochwertig verarbeitet und stabil, nimmt in der Wohnung nicht zu viel Platz weg und bietet dennoch genügend Staufläche für Puppen, Teddys oder Spielzeug.

Testsieger: Brio Lauflernwagen

Test Lauflernwagen: Brio Lauflernwagen
Günstig, gut verarbeitet und leise beim Fahren – was will man mehr. Sogar eine Bremse gibt es noch.

Sein Griff lässt sich den Lauffähigkeiten des Kindes anpassen und er verfügt über eine Bremse. Außerdem lässt er sich leicht montieren – und es gibt ihn in verschiedenen Farben.

Produktdetails

Unser Testsieger ist 48 Zentimeter hoch, 30 Zentimeter breit und 43 Zentimeter lang. Geliefert wird er in zwei Teilen: Eine Kiste mit den bereits vormontierten Gummirädern und eine für den Schiebebügel.

Lauflernwagen von Brio.

Der Schiebebügel wird mit Hilfe von zwei mitgelieferten Schrauben und Muttern montiert – das geht ganz einfach und schnell.

Für die Montage gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man bringt den Schiebebügel so an, dass er genau senkrecht steht. Dafür wählt man die beiden vorderen Bohrlöcher. Oder man stellt ihn leicht schräg nach hinten, indem man die hinteren Bohrlöcher nimmt.

Wählt man die senkrechte Einstellung, dann ist der Wagen kippsicherer. Sie bietet sich am Anfang an und wird vom Hersteller auch für Laufanfänger empfohlen. Unser Testkind ist aber auch mit der zweiten Einstellung gut zurechtgekommen, ohne dass der Wagen kippte. Jüngere Kinder könnten damit aber Probleme haben.

Bei Kindern, die noch unsicherer auf den Beinen sind, kann man den Wagen mit schweren Büchern oder Bauklötzen füllen und so die Stabilität erhöhen.

An den beiden Hinterrädern befindet sich je eine Schraube. Wenn man die mit einem Schraubenzieher festdreht, steigt der Rollwiderstand der Räder und der Wagen rutscht nicht so leicht weg.

Material und Verarbeitung

Der Korpus des Lauflernwagens von Brio besteht aus lackierter Buche. Er ist wahlweise in rot/gelb, schwarz oder rosa mit Hello Kitty-Motiv erhältlich. Der Schiebebügel ist aus Stahlrohr gefertigt, die Räder aus Gummi (PP) und die Felgen aus Kunststoff. Achsen und Schrauben sind aus Metall. Die Holzteile sind sauber lackiert und sämtliche Kanten sind abgerundet.

Da die Räder vorne überstehen, bieten sie eine Art »Rammschutz«. Die Holzkiste knallt also nicht so leicht gegen Möbel.

Der Laufwagen von Brio trägt die »spiel gut«-Auszeichnung. Er wird in Schweden designed und in China hergestellt. Mit rund 35 Euro gehört er zu den günstigeren Modellen.

Praxistest

Unser Testkind hatte keinerlei Probleme, mit dem Wagen durch die Wohnung zu laufen. Er rollt leise über Parkett und Fliesen und hinterlässt keine schwarzen Spuren.

Da der Lauflernwagen nicht zu schwer ist, konnte ihn das Kind nach etwas Übung auch gut alleine drehen und wenden. Die Kiste verlockt natürlich auch dazu, mal hineinzuklettern. Das hat der Wagen unbeschadet überstanden. Und das Kind auch – es kippte nichts, nicht mal, als sich das Kind in den Wagen stellte.

Der vierjährige Bruder hat den Wagen auch gerne benutzt, um seine Schwester durch die Gegend zu fahren und um sein Spielzeug durch die Wohnung zu transportieren.

Neben dem ansprechenden, modernen Design gefällt uns am Brio Lauflernwagen auch gut, dass er im Kinderzimmer nicht so viel Platz wegnimmt. Denn Platz ist in Kinderzimmern meist Mangelware – erfahrene Eltern wissen das.

Der Hersteller empfiehlt den Lauflernwagen ab 9 Monaten. Das erscheint uns ziemlich früh, wie oben erwähnt hängt es das eher von den Lauffähigkeiten des Kindes ab.

Ist leise, nimmt nicht viel Platz weg und macht Spaß

Unser Testkind brachte den Wagen nicht zum Kippen – egal in welcher Position sich der Schiebebügel befand. Wenn jüngere Kinder sich aber mit ganzem Gewicht an die Stange hängen, können wir uns durchaus vorstellen, dass der Wagen kippen könnte. Aber dann ist es eben noch zu früh für seine Benutzung.

Wenn man die Bremsschrauben fest anzieht, wird der Rollwiderstand ziemlich hoch. Laut Elternberichten im Internet müssen die Schrauben nach längerer Benutzung immer mal wieder nachgezogen werden, weil sie sich lockern. Für uns war das kein Problem, weil das Testkind auch ohne jegliche Bremswirkung gut mit dem Laufwagen zurechtkam.

Brio Lauflernwagen: Das sagen die Anderen

Für Lauflernwagen gibt es bislang weder bei Ökotest noch bei der Stiftung Warentest oder anderen seriösen Publikationen Testergebnisse. Stiftung Warentest warnt lediglich vor Lauflernhilfen wie Babywalkern und Gehfreis.

Sollten Tests erscheinen, werden wir die Ergebnisse hier nachtragen.

Alternativen

Gut & günstig: Ikea Lauflernwagen Mula

Test Lauflernwagen für Kinder: Ikea Lauflernwagen Mula
Der Lauflernwagen von Ikea ist dem Testsieger von Brio sehr ähnlich. Direkt bei Ikea ist er rund 10 Euro günstiger als der Brio.

Der Ikea Mula ist fast baugleich mit unserem Favoriten von Brio. Die beiden Wagen unterscheiden sich lediglich darin, dass beim Modell von Ikea der Korpus etwas kleiner und das Material an den Seitenwänden dünner ist. Der Schiebebügel, der sich ebenfalls in zwei Positionen feststellen lässt, ist beim Ikea Mula etwas gebogen, was den Wagen eventuell schneller zum Wackeln bringt. Ansonsten sieht das Material identisch aus. Die Räder sind ebenfalls gleich.

Auch der Ikea Mula verfügt über eine Bremse. Wer also zehn Euro weniger ausgeben will, muss kaum Abstriche im Vergleich zu unserem Testsieger machen, wenn er sich für den Lauflernwagen von Ikea entscheidet. Den gibt es allerdings nur in einem einzigen Design.

Qualitätsprodukt: Haba Lauflernwagen

Test Lauflernwagen für Kinder: Haba Lauflernwagen
Der Lauflernwagen von Haba ist teuer, aber sehr kippsicher, gut verarbeitet und Made in Germany.

Der Haba Laufwagen war mit Abstand das teuerste Modell im Test. Er ist allerdings auch der einzige Lauflernwagen, der in Deutschland produziert wird. Wie unser Testsieger trägt er die »spiel gut«-Auszeichnung.

Der Haba hat einen integrierten Kleinkind- bzw. Puppensitz und dahinter Stauraum für Spielzeug. Er verfügt ebenfalls über eine Bremsvorrichtung, mit der man den Rollwiderstand einstellen kann.

Dieses Modell ist eine Überlegung wert, wenn mehrere Kinder im Haushalt leben. Denn sie können sich problemlos damit herumfahren – der Wagen trägt bis zu 25 Kilogramm Gewicht.

Auch wenn der Lauflernwagen für ein Kind gedacht ist, das noch sehr unsicher auf den Beinen ist, ist der Haba eine gute Wahl, denn er ist absolut kippsicher.

Der Lauflernwagen von Haba ist mit 50 x 33 Zentimetern und einer Höhen von 49 Zentimetern etwas größer als der Testsieger und benötigt entsprechend mehr Platz. Er ist außerdem so konstruiert, dass der Sitz vorne herausragt – was zu Macken an Möbeln führen kann, wenn Kinder damit dagegen fahren.

Da er sehr massiv ist, ist der Haba nicht so einfach zu navigieren wie unser Testsieger. Eltern müssen bei diesem Wagen zumindest am Anfang häufiger helfend eingreifen.

Zwar ist der Lauflernwagen von Haba sehr teuer – das macht aber nicht unbedingt etwas, denn Laufwagen dieser Marke haben in der Regel einen recht hohen Wiederverkaufswert.

Mit Spielboard: Fisher Price Lauflernwagen

Test Lauflernwagen für Kinder: Fischer Price Lauflernwagen
Da er aus Plastik ist, ist der Fisher Price Lauflernwagen sehr leicht - er rutscht dadurch aber schnell mal weg.

Wer lieber eine Variante aus Plastik möchte und ein 2-in-1 Spielzeug mit Spielboard sucht, dem empfehlen wir den Lauflernwagen von Fisher Price. So sehr Eltern Holz bevorzugen – Kinder lieben buntes Plastik. Tatsächlich war der Fisher Price übrigens der Favorit unseres Testkindes.

Der Laufwagen von Fisher Price ist zusammenklappbar, was praktisch ist und Platz spart. Die Spielkonsole ist auch im zusammengeklappten Zustand nutzbar und damit auch für kleinere Kinder geeignet. Sie macht keine nervigen Geräusche, nichts blinkt und dennoch wird Unterhaltung ohne Reizüberflutung geboten. Empfohlen wird die Spielkonsole vom Hersteller ab 9 Monaten.

Der Lauflernwagen von Fisher Price ist sehr leicht. Das ist dann ein Vorteil, wenn das Kind schon sehr sicher auf den Beinen ist, er lässt sich nämlich einfach durch die Gegend schieben und gut lenken. Vielleicht war dieser Lauflernwagen auch deshalb der Favorit unseres Testkindes.

Für absolute Laufanfänger ist der Wagen allerdings weniger geeignet, denn aufgrund des geringen Gewichts rutscht der Wagen leicht weg und lässt sich auch nicht verlangsamen. Deshalb sollte man diesen Laufwagen einem Kind erst dann geben, wenn es schon sicher stehen und mit Hilfe laufen kann, ansonsten könnte es zu Unfällen kommen. Zudem ist er auf harten Fußböden recht laut, da es an den Rädern keinerlei Gummierung gibt.

Außerdem getestet

Vtech Lauflernwagen

Der Lauflernwagen von Vtech ist nur etwas für Eltern mit ganz starken Nerven. Wir prophezeien Ihnen: Dieses Ding wird Ihnen auf die Nerven gehen. Wenn es eingeschaltet ist, dudelt und blinkt er unablässig, es ertönt ein wilder Wort-Ton- und Melodiensalat. Und zwar selbst dann, wenn das Kind gar keinen Knopf drückt. Denn der Lauflernwagen hat einen Bewegungssensor und macht auch Geräusche oder Musik, wenn das Kind damit läuft.

Wir finden, dass er mit Funktionen völlig überladen ist, die im Zweifel vom eigentlichen Zweck – dem Laufen – ablenken. Und dass Kinder damit irgendetwas lernen, darf stark bezweifelt werden. Ein Ärgernis ist auch der integrierte Telefonhörer, der nicht befestigt ist und deshalb ständig irgendwo rumliegt.
Was die Tauglichkeit als Lauflernwagen betrifft, gilt das gleiche wie für das andere Modell aus Plastik: Es ist nur dann geeignet, wenn das Kind schon relativ sicher stehen und sich mit Hilfe irgendwo entlang hangeln kann.

Anders als beim Fisher Price sind an den Rädern immerhin zwei Geschwindigkeiten einstellbar.

Pinolino Lauflernwagen Uli

Das Modell Uli von Pinolino ist eine Alternative für Eltern, denen Kippfestigkeit sehr wichtig ist. Der Wagen ist allerdings sehr sperrig und nimmt viel Platz weg. Die weit herausstehenden Räder sorgen zwar für große Kippsicherheit, sind dem Kind aber auch oft im Weg.

Wenden lässt er sich aufgrund seiner Bauart nicht so gut. Außerdem ist das Einstellen der Bremse eine ziemlich fitzelige Arbeit. Das geht bei den anderen Modellen mit Bremse wesentlich leichter.

Die Verarbeitung fanden wir nicht so gut wie die des Testsiegers von Brio oder die des Haba Lauflernwagens. Der Pinolino ist in fünf verschiedenen Farben bzw. Ausführungen erhältlich.

Howa Lauflernwagen

Der Howa-Lauflernwagen ist mit rund 60 Euro fast doppelt so teuer wie unser Testsieger. Die Verarbeitung ist ganz gut, bleibt aber hinter der von Brio oder Haba zurück. Wer auch ein Spielboard an seinem Lauflernwagen haben möchte, aber kein Fan von Plastik ist, für den ist dieser Wagen aber eine durchaus interessante Option.

Er bietet hinter dem Spielboard auch ein bisschen Platz für den Transport von Spielzeug, aber weit weniger als unser Testsieger. Zudem verfügt er über keine Bremse und ist damit nur etwas für schon sicherer laufende Kinder. Aber ob die sich noch so richtig für das Spielboard interessieren, erscheint uns doch recht fraglich.

Wir glauben, unser Testsieger ist im Kinderzimmer länger angesagt und auch für ältere Kinder eher noch interessant als das Modell von Howa.

Kommentare

24 Kommentare zu "Der beste Lauflernwagen"

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Wir haben so einen altmodischen aus Plastik ich weiß nicht mal von welcher Marke. Ich habe lauflernwagen bei jedem Kind gehasst und hasse ihn zzt wieder. Er erspart den Eltern keine Arbeit, im Gegenteil! Die kleinen fahren überall gegen, die, wand oder irgendwas und schreien ständig dass es nicht weiter geht. Ich habe unsere Kinder nie ermutigt das furchtbare Ding zu benutzen Sie haben auch so relativ schnell laufen gelernt. Was schön ist, wenn sie sicher laufen und sich orientieren können, so ein wagen in den man was reintun kann. Ab 1,5 Jahre nehmen sie gerne alles mit

Na schau mal an Maren Moser. Da hat lasse ja die besten Voraussetzungen

Heutzutage lernen die Kinder schon früh, wie man mit dem Rollator umgeht.

Haba, Rundherum. Superstabil und qualitativ sehr hochwertig. Wird noch heute, mit fast 2 jährigem Kind, bespielt. Obwohl ich im Nachhinein denke, dass so ein Teil nicht unbedingt die Laufentwicklung fördert.

Wir hatten den von Haba. Super Verarbeitung. Kippt nicht egal wie drauf rum geklettert wird. Super ist der einstellbare Widerstand an den Rädern. So kann man die Geschwindigkeit der Laufschnelligkeit der Kleinen anpassen.

Wir haben uns für den von Pinolino entschieden. Sind sehr zufrieden. Da kann man (leider etwas umständlich aber es geht) die Bremsen einstellen für den Anfang.

Den haben wir auch der ist super …

Wir hatten erst das Gehfrei von Hauck und dann den Wagen von Haba.

Ein Gehfrei ?

????

Bis wir uns überlegen konnten, ob wir so etwas wollen / brauchen, ist er gelaufen (11 Monate), hat Stühle geschoben, sich an Möbeln und Wänden entlang gehangelt,… Wir haben bewusst nichts getan, um es zu fördern oder gar zu fordern

Gülüzar habt ihr schon einen?

Nööö kann mich net entscheiden ?

Wir hatten und haben den Haba Werkelzwerg Wagen. Auch nach der Lauflernzeit, wurde der Wagen mit dem Holzwerkzeug noch lange bespielt… tolle Qualität, rechtfertigt den sehr teueren Neupreis!

Wir haben den von Brio und sind total zufrieden. Emma liebt ihn und fährt damit auch mal durch den Park und über die Wiese im Garten. Er ist schön leicht und trotzdem stabil. Absolut zu empfehlen

Halt ich von allen nix! Jedes Kind lernt auch ohne den Zeug laufen!

Das steht ja auch in dem Artikel… erst lesen dann kommentieren ?

Es sind Schiebewagen , wie Puppenwagen oder Kisten mit Rollen. Kein Gehfrei. Besorgt man sich kein Lauflernwagen schieben die Süßen eben Möbel durch die Gegend. Gleicher Effekt.

Was habt ihr denn für möbel? ?

Klara Schlatter

Christina Ma wir hatten den vtech. Philipp spielt heute noch damit (weil wir gestern darüber geredet haben).

Sharky von der Spielzeugbande war für uns der beste. Total Kletter und Kipp sicher.

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