Lockenstab Test: Lockenstab
test
Letztes Update: 28.1.2021

Der beste Lockenstab

Wir haben 20 Lockenstäbe getestet. Der beste ist der Braun Satin Hair 7 CU710. Der runde Klemmen-Lockenstab mit hochwertiger Keramikbeschichtung sieht gut aus, ist kinderleicht zu bedienen und das Wichtigste: Er dreht tolle, glänzende und sehr langlebige Locken. Dank IonTec schont er die Haare, sein übersichtliches LED-Display lieben wir und er wird außen nicht heiß. Preislich ist er für diese Top-Ausstattung wirklich fair. Nur ein bisschen leichter könnte er sein – dann wäre er perfekt.

Nicole Hannay
ist Stylistin und freie Redakteurin und schreibt über Fashion, Beauty und Lifestyle. Bei internationalen Mode- und Werbeshootings tauscht sie sich regelmäßig mit Models und Visagisten aus und erfährt so Schönheitsgeheimnisse und Neuheiten aus erster Hand.
Kerstin Güntzel
arbeitet als Journalistin unter anderem für ELTERN und ELTERN family. Sie hat für die Süddeutsche Zeitung, BILD, Vanity Fair und dpa geschrieben und ist als zweifache Mutter immer auf der Suche nach Dingen, die das Familienleben einfacher machen.
Letztes Update: 28. Januar 2021

Wir haben fünf neue Lockenstäbe getestet. Das Multitalent Dyson Airwrap ist eine neue Empfehlung und ergänzt unsere bisherigen Empfehlungen.

2. Oktober 2019

Wir haben fünf weitere Lockenstäbe getestet. Unsere neue Empfehlung unter den automatischen Lockendrehern mit Motor ist der Philips Stylecare Prestige Moisture Auto Curler. Zu den neuen Testkandidaten gehören auch der Remington Curl & Straight Confidence, der Wellenstab und Glätteisen in einem ist, der Remington Advanced Colour Protect mit Klemme, der konische Remington Keratin Protect sowie der 6-in-1 Professional Curling Wand der chinesischen Billigmarke Bestope.

Weitere Updates

Nur 15 Prozent aller Europäer haben Locken. Die Mehrheit kann von Naturkringeln also nur träumen. Deshalb wurden Frauen schon früh erfinderisch. Im alten Ägypten, vor rund 5.000 Jahren, drehten sie sich bereits ihre Haare auf Tonwickler auf. In der Antike erfanden Griechen und Römer dann die Urform des Lockenstabs: Eine Frisier-Sklavin schlang das Haar um ein Metallrohr und steckte einen im Feuer erhitzen Bronzestab hinein. Heute ist das alles viel einfacher und ungefährlicher. Man muss die Geräte Gott sei dank nur noch in die Steckdose einstöpseln.

Wir haben aus dem riesigen Angebot an Lockenstäben zehn Modelle ausgewählt und ausführlich getestet. Preislich gibt es große Unterschiede: Zwischen 20 und 120 Euro kann man für einen Lockenstab ausgeben. Aber muss es wirklich der Teuerste sein? Unser Test zeigt: Nein. Am besten gefiel uns eines der günstigeren Geräte.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Braun Satin Hair 7 CU710

Test Lockenstab: Braun Satin Hair 7 CU710
Wenn wir uns einen Lockenstab kaufen würden, dann diesen.

Warum der Braun Satin Hair 7 CU710 unsere Nummer Eins ist? Ganz einfach: Der hübsche Klemmen-Lockenstab kommt mit hochwertiger Keramikbeschichtung, ist kinderleicht zu bedienen, die Locken halten lang, wirken gepflegt und sind einfach schön anzusehen. Braun wirbt mit der sogenannten IonTec-Funktion. Die soll die Haare schonen und das haben wir tatsächlich bemerkt. Ein übersichtliches LED-Display gibt es ebenfalls und das Gerät hat einen stabilen Ständer. Außerdem ist er nicht teuer. Einziges Manko: Mit der Zeit wird er etwas schwer.

Gut & günstig

BaByliss iPro C525E

Test Lockenstab: BaByliss  pro Curler 25 mm
Kriegt Korkenzieherlocken sogar noch etwas besser hin als der Testsieger.

Der Babyliss ipro C525E ist einfach zu bedienen und man bekommt mit ihm sogar trendige Korkenzieherlocken hin. Seine Ceramic-Intense-Beschichtung schont die Haare und er ist mit knapp 300 Gramm schön leicht. Nicht mal 20 Euro kostet der C525. Er bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis von allen getesteten Modellen. Einzige Mankos: Seine LED-Anzeige ist nicht ganz so umfangreich wie die des Testsiegers und eine Schönheit ist er auch nicht, eher ein wenig plump.

Wenn Geld egal ist

Cloud Nine Wand

Test Lockenstab: Cloud Nine  Wand
Einfacher kann Lockenwickeln nicht sein!

Der coole Cloud Nine Wand ist ein schwarzer Lockenstab mit koreanischem Felsenmineralüberzug für glänzende Locken. Toll finden wir, wie leicht er zu bedienen ist: einfach Strähne rumwickeln, kurz warten – aus die Maus. Von großen Locken bis zu süßen Korkenziehern kriegt er alles wunderbar hin. Leider ist er mit etwa 400 Gramm ein echtes Schwergewicht, das Gerät wird recht heiß und die Haare rutschen gerne mal am kegelförmigen Stab herunter.

Das Multitalent

Dyson Airwrap

Test Warmluftbürste: Dyson Airwrap Complete
Einer für alles. Zahlreiche Aufsätze und die patentierte Coanda Technik zaubern selbst bei ungeübten Haare, wie frisch vom Friseur

Der Dyson Airwrap ist der Tausendsassa unter den Haarstyling-Geräten. Wir sind begeistert von den perfekten Wellen, die er schonend in unsere Haare zaubert. Durch seine faszinierende Luftstromtechnik gelingt selbst Ungeübten ein gekonntes Haarstyling. Zahlreiches Zubehör und die elegante Aufbewahrungsbox ergeben ein luxuriöses Rundumsorglospaket für alle, denen ihre Haare lieb und kostbar sind. Stolze Besitzer von sehr festen und krausen Haaren können sich zumindest die Lockenaufsätze sparen. Leider ist er sehr teuer – aber immerhin braucht man mit ihm tatsächlich keine anderen Geräte mehr.

Mit Motor

Philips Stylecare Prestige Moisture Auto Curler BHB878

Test  Lockenstab: Philips Stylecare Prestige Moisture Auto Curler BHB878
Sicher, praktisch und haarschonend: der beste automatische Lockendreher im Test.

Unter den Lockenstäben mit Motor, auch automatische Lockendreher oder Curler genannt, gefällt uns der Stylecare Prestige Moisture Auto Curler von Philips am besten. Der elegante weiße Lockendreher ist hochwertig verarbeitet, lockt die Haare bequem auf Knopfdruck – pro Durchgang doppelt so viele wie das Vorgängermodell – und ist absolut sicher in der Handhabung: Der Heizstab ist im inneren einer tulpenförmigen Schale verborgen, sodass man sich nicht verbrennen kann.

Ein Piepton zeigt an, wann die Locke fertig ist, und ein Sensor verhindert, dass das Haar zu heiß wird. Eine Keratin-Keramikbeschichtung und antistatische Ionen sorgen für Glanz und lassen das Haar gepflegt und geschmeidig aussehen. Das Manko: Der Curler liegt vergleichsweise schwer in der Hand – und ist nicht gerade günstig.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerGut & günstigWenn Geld egal istDas MultitalentMit Motor
Braun Satin Hair 7 CU710 BaByliss iPro C525E Cloud Nine Wand Dyson Airwrap Philips Stylecare Prestige Moisture Auto Curler BHB878 Remington Keratin Protect CI83V6 ghd Curve Creative Curl Wand Remington Advanced Colour Protect CI8605 Elehot KR-D03B Karmin G3 Salon Pro Lockenstab Remington Pearl Pro Curl CI9532 Nobebird MRD-1188 Remington Curl & Straight Confidence S6606 Remington ProLuxe CI91X1 BaByliss Curl Secret Ionic 2 C1300E Bestope BP-06005
Test Lockenstab: Braun Satin Hair 7 CU710Test Lockenstab: BaByliss  pro Curler 25 mmTest Lockenstab: Cloud Nine  WandTest Warmluftbürste: Dyson Airwrap CompleteTest  Lockenstab: Philips Stylecare Prestige Moisture Auto Curler BHB878Test  Lockenstab: Remington Keratin Protect CI83V6Test  Lockenstab: ghd Curve Creative Curl WandLockenstab Test: Remington Ci8605Test  Lockenstab: Elehot 5-in-1 LockenstabTest  Lockenstab: Karmin G3 Salon Pro LockenstabTest Lockenstab: Remington  Pearl Pro CurlTest  Lockenstab: Nobebird CurlerLockenstab Test: Remington Curl & Straight Confidence S6606Test Lockenstab: Remington  ProLuxeTest Lockenstab: BaByliss  Curl Secret 2Test  Lockenstab: Bestope 6-in-1 Professional Curling Wand BP06005
Pro
  • Macht tolle, langlebige Locken
  • Einfache Handhabung
  • Haarschonend
  • Gute Verarbeitung
  • Keramikbeschich­tung
  • Stabiler Ständer
  • 9 Temperaturstufen
  • Guter Preis
  • Kinderleicht zu bedienen
  • Geringes Gewicht
  • Stylt schöne Locken verschiedenster Art
  • 10 Temperaturstufen
  • Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Schöne, glänzende Locken in verschiedenen Varianten
  • Sehr simple Bedienung
  • 3 Temperaturstufen
  • Haarschonend bei nur 120 Grad
  • Vielseitiges Zubehör
  • Leichte Handhabung
  • Weniger statische Aufladung
  • Aufwendige, dekorative Aufbewahrungsbox
  • Sehr sicher, keine Verbrennungsgefahr
  • Piepston schützt vor Überhitzung
  • Haar-Temperatursensor
  • Keratin-Keramikbeschich­tung
  • Ionentechnologie
  • Keratin-Keramikbeschich­tung
  • wiegt wenig
  • Hitzebeständige Spitze
  • Kleiner Standfuß
  • Langes Kabel
  • Schnelles Aufheizen
  • Sehr gutes, langanhaltendes Lockenergebnis
  • Extralanges Kabel
  • Keramikbeschichtung mit Shea-Öl
  • UV-Filter
  • Haar-Temperatursensor
  • Turbo-Boost-Funktion
  • Extralanges Kabel
  • Viele Aufsätze
  • Hitzehandschuh
  • Temperaturanzeige
  • Temperaturanzeige
  • Langes Kabel
  • Hitzehandschuh und Aufbewahrungs­tasche
  • Schöne Locken
  • Sehr günstig
  • Supersimple Bedienung
  • Sehr langes Kabel
  • Hitzebeständige Tasche
  • Leichtgewicht
  • Kabellos
  • Keine Verbrennungsgefahr
  • 2-in-1-Gerät
  • Hitzebeständige Spitze
  • Einfache Bedienung
  • Turbo-Boost-Funktion
  • Schönes Design
  • Einfache Anwendung
  • Weltweite Spannungsanpassung
  • Tastensperre
  • Übersichtliches Display
  • Sehr langes Kabel
  • Hitzebeständige Tasche
  • Relativ schnelles Aufheizen
  • Macht weiche Haare
  • Extralanges Kabel
  • 6-in-1-Gerät
  • Geringes Gewicht
  • 2 Haarklammern als Zubehör
Contra
  • Ist kein Federgewicht
  • LED-Display könnte informativer sein
  • Etwas plumpes Design
  • Keine haarschonende Technik
  • Gerät wird recht heiß
  • Relativ schwer
  • Haare rutschen manchmal am Stab ab
  • Sehr teuer
  • Mehr Wellen als Locken
  • Sehr teuer
  • Nicht für Locken in besonders kräftigem, oder krausem Haar geeignet
  • Wiegt ziemlich viel
  • Lockendrehen dauert evtl. etwas länger
  • Stolzer Preis
  • Verbrennungsgefahr
  • Verbrennungsgefahr
  • Keine Temperaturregelung
  • Recht klobig und schwer
  • Macht nur voluminöse Locken
  • Billige Verarbeitung
  • Sehr glatte Wickelfläche
  • schaltet sich erst nach einer Stunde automatisch ab
  • erfordert etwas Übung
  • Keine Beschreibung
  • Man muss die Strähne öfters neu aufdrehen, bis Locken entstehen
  • Ziemlich schwer
  • Haare riechen leicht nach verbranntem Plastik
  • Ständer kippt schnell
  • Unnützer Schutzhandschuh mit seltsamer Form
  • Verheddergefahr
  • Keine langanhaltenden Locken
  • Erfordert Übung
  • Keine definierten Locken
  • Glättet dünnes Haar nicht
  • Mikrokamm kann Haare herausreißen
  • Kurzes Kabel
  • Kriegt nur Wellen hin, keine Locken
  • Haar dumpf und ohne Glanz
  • Wellen halten kaum
  • Aufheizen dauert lange
  • Für das Ergebnis zu teuer
  • Kompliziert zu bedienen
  • Groß und unhandlich
  • Unpraktisch auf Reisen
  • Lockendrehen dauert
  • Durchwachsene Ergebnisse
  • Verhedder-Gefahr
  • Gerät wird sehr heiß
  • Sehr hohe Verbrennungsgefahr
  • Kein hitzeresistenter Griff
  • Keine Abschaltautomatik bei Inaktivität
  • Miserabel übersetzte Gebrauchsanleitung
Bester Preis
  Produktdetails einblenden
VerarbeitungRunder Lockenstab mit Klemme und KeramikbeschichtungRunder Lockenstab mit Klemme und Ceramic Intense-BeschichtungKonisch geformter Lockenstab mit koreanischem FelsenmineralüberzugMultifunktionsstyler mit zweierlei Lockenstab, Föhn,Automatischer Lockendreher mit Motor, Keratin-Keramikbeschichtung, Ionentechnologie und Haar-TemperatursensorRunder Klemme-Lockenstab mit Keramik-Tumalin-BeschichtungKonisch ovaler LockenstabAutomatischer Lockenstab mit Motor und KeramikbeschichtungLockenstab mit fünf WechselaufsätzenSchmaler konischer LockenstabRunder Lockenstab mit Doppelschicht-KeramikKabelloser CurlerLockenstab-Set mit 6 austauschbaren Keramik-StäbenKegelförmiger Lockenstab mit Grip-Tech-KeramikbeschichtungRunder Klemm-Lockenstab mit Keramikbeschichtung, angereichert mit Shea-Öl und UV-FilternAutomatischer Lockenstab mit Motor und Keramikkammer
Gewicht360 Gramm280 Gramm400 Gramm630 g577 Gramm470 Gramm3,20 Meter inkl. Kabel630 GrammGesamtset 810 g; 195 g ohne Kabel mit mittlerem Aufsatz320 g360 Gramm480 g310 - 362 Gramm je nach Modell330 Gramm376 Gramm630 Gramm
Stab-Durchmesser24 Millimeter25 Millimeter12,7 bis 39,5 Millimeter30 und 40 Millimeter-32 Millimeter28 Millimeter25 und 35 Millimeter32mm große Locken,
25mm Mittlere Locken,
19-25mm kleines und mittleres Locken,
19mm kleine Locken,
9-18 mm dünne Locken
25 mm32 Millimeter25 Millimeter13-32 Millimeter je nach Modell25 bis 38 Millimeter32 Millimeter16 bis 22 Millimeter
Kabellänge2 Meter2 Meteretwa 2,60 Meter2,7 Meter2 Meter1,75 Meter2,6 m2,50 Meter2,4 Meter3 Meter3 MeterKabellos2,44 Meter3 Meter3 Meter2,50 Meter
Zubehör--hitzeresistente Trommelschutzkappe
Schutzhandschuh
Feste Smoothing Bürste; Weiche Smoothing Bürste; Runde Volumenbürste; 30 mm Airwrap™ Lockenaufsätze; 40 mm Airwrap™ Lockenaufsätze; Trocknungs-AufsatzSträhnenunterteiler, Filz-ReinigerHitzebeständiger Handschuh
2 Haarspangen
Hitzehandschuh mit 3 FingernZwei AufsätzeFünf Aufsätze plus HitzeschutzhandschuhHitzehandschuh und AufbewahrungstascheHitzebeständige Tasche
Schutzhandschuh
USB LadekabelHandschuh, 2 HaarclipsHitzebeständige Tasche
Schutzhandschuh
hitzebeständige TascheWasserflasche
Reinigungsbürste
Temperaturneun Varianten zwischen 125 und 186 Gradzehn Varianten zwischen 100 und 200 Gradniedrig, mittel, hoch (keine Angabe von Temperaturen)28 bis 120 Graddrei Varianten: 170, 190 oder 210 Gradfünf Varianten von 140 bis 220 Grad185 Gradje nach Haartyp entweder 190 bis 210 Grad oder 210 bis 230 Grad.80 bis 230 Grad80 bis 210 Grad130 bis 210 Grad150 bis 200 Grad121 - 221 Grad (umgerechnet aus Fahrenheit)elf Varianten von 120 bis 210 Grad140 - 210 Gradje nach Haartyp entweder 190, 210 oder 230 Grad

Nicht jeder kann jede Locke

Bevor Sie sich einen Lockenstab zulegen, sollten Sie wissen, für welche Art von Locken er die meiste Zeit verwendet werden soll – denn nicht jeder Stab kann jede Locke drehen.

Lockenstäbe gibt es in zig Varianten, doch wir finden, der simpelste Stab ist der mit gerader oder konischer Stabform. Hier wickelt man eine Strähne um das Metallstück, das dann erhitzt wird. Eine weitere Variante besteht aus einem Metall-Heizstab und einem Klemmbügel, damit die um den Heizstab gewickelte Strähne nicht wegrutschen kann.

 Lockenstab Test: Lockenstab
Die Auswahl an Lockenstäben ist groß. Einige Modelle sind sogar motorisiert – ob man das mag, ist Geschmackssache.

Lockenstäbe gibt es mittlerweile aber auch mit integriertem Motor. Hier klemmt man die Haarspitze fest, das Haar wird automatisch eingezogen und aufgewärmt. Diese Modelle gibt es teils mit Steamer, also mit Dampf aus einem Wassertank, der dem Haar Geschmeidigkeit, Feuchtigkeitsschutz und Glanz liefern soll. Wir kamen mit diesen Modellen im Test nicht so gut zurecht, doch im Endeffekt ist es natürlich Geschmackssache.

Schädlich oder nicht?

Ob Lockenstäbe für die Haare schädlich sind oder nicht, darüber gibt es fast genauso viele Meinungen wie Lockenstäbe auf dem Markt. Aber lassen wir die Kirche im Dorf: Wenn man sich ab und zu Locken dreht, leidet die Mähne nicht darunter. Das richtige Maß ist wie immer entscheidend. Täglich verwendet, haben aber gerade feine, bereits stark strapazierte oder blondierte Haar nicht wirklich Freude an den künstlichen Locken. Hier ist die Gefahr groß, dass die Haarstruktur dauerhaft geschädigt wird.

Gesunde Haare halten eine mäßige Anwendung problem­los aus

Stellen Sie den Lockenstab generell nicht zu heiß ein und probieren Sie das Gerät anfangs besser eine Nummer kühler aus. 180 Grad reichen für die meisten Haartypen völlig aus. Vorsicht bei dünnem Haar und Extensions: hier auf jeden Fall Hitze über 170 Grad vermeiden. Dickes oder krauses Haar verträgt dagegen hohe Temperaturen bis zu 220 Grad problemlos.

Alle unsere zehn Test-Lockenstäbe sind – wie die allermeisten dieser Geräte – übrigens ausschließlich für trockenes Haar geeignet. Denn Hitze schadet feuchtem Haar.

Wie benutzt man einen Lockenstab?

Wie dreht man mit einem Lockenstab richtig Locken? Konzentrieren Sie sich immer nur auf eine Haarpartie und beginnen Sie nicht überall gleichzeitig mit dem Styling, sondern gehen Sie Strähne für Strähne vor – sonst entsteht ein Lockenchaos und die Haare können sich verheddern. Hersteller und Profis empfehlen, die gerade bearbeiteten Partien mit Spangen oder Klammern abzutrennen und auf gleich breite Strähnen zu achten.

Im Test klappte das Abtrennen bei uns jedoch auch ohne diese Hilfsmittel sehr gut. Was schneller und besser geht, muss jedoch jeder für sich ausprobieren.

Lockenstab Test: Kleine Kringel oder sanfter Schwung?
Kleine Kringel oder sanfter Schwung? Mit Lockenstäben kann man verschiedenste Stylings ausprobieren.

Was bei Klemm-Lockenstäben zu beachten ist: Die Strähne muss möglichst nah am Haaransatz eingeklemmt werden. Dann zieht man den Lockenstab bis kurz vor die Spitzen und rollt das Haar fast bis zum Geräteansatz auf. Diese Position hält man kurz. Wir zählten dabei bis 20 oder 30 – je nach Hitze. Viele Hersteller rechnen aber pro Strähne sogar mit rund 30 bis 60 Sekunden. Danach löst man die Klemme und zieht den Lockenstab heraus.

Leider mussten wir feststellen, dass der Traum von ewigen Locken ein Traum bleiben wird. Denn selbst die langlebigsten Kringel hielten bei uns allen maximal bis zur Schlafenszeit durch. Am nächsten Morgen präsentierten sie sich dann nur noch als Schatten ihrer Selbst.

Tipps für richtig schöne Locken

Wenn Sie uns fragen, ob es Tricks für besonders schöne Locken gibt: auf jeden Fall! Wir empfehlen, direkt nach dem Haarewaschen Schaumfestiger speziell für Locken einzukneten – das sorgt für einen längeren Halt. Am Tag nach der Wäsche gelingt das Styling dann am besten.

Die Haare vor der Anwendung gut durchkämmen, anschließend Hitzeschutz aufsprühen. Er versiegelt die Haare und sorgt dafür, dass die Wärme sie nicht so stark angreift und kein Spliss entsteht.

 Lockenstab Test: Lockenstab
Gut Ding will Weile haben: Für eine schöne Lockenpracht sollten gerade Ungeübte einiges an Zeit einplanen.

Man hört immer wieder, dass man für lang haltende Locken die Haare nach dem Eindrehen nicht sofort offen tragen sollte, weil sie schneller aushängen. Es sei besser, die Strähnen sofort mit den Fingern nachzudrehen und mit Klammern am Kopf festzustecken, bis sie ausgekühlt sind. Doch auch wenn wir die gedrehten Strähnen nicht hochsteckten, erschien uns das Ergebnis im Test annähernd gleich – ist ja auch alles eine Zeitfrage.

Mit ein paar Tricks gelingen die Locken

Apropos Zeit: Wer den Lockenkopf wirklich perfekt hinkriegen möchte, rechnet anfangs am besten mit einer Stunde Styling-Dauer. Geübte kriegen es später aber auch in einer Viertelstunde hin. Wir finden dennoch: Wenn Sie die Chance haben, dass Ihnen jemand die Locken dreht, sollten Sie das unbedingt ausnutzen. Denn es ist – zumindest die ersten Male – oft wirklich recht beschwerlich, zeitintensiv und nicht ganz so dekorativ, wenn man sich selbst hübsche Kringel auf den Kopf zaubern will.

Der ganze Aufwand war übrigens umsonst, wenn man die Haare am Ende zu stark auskämmt. Sanfte Bürstenstriche reichen völlig, oder noch besser: vorsichtig mit den Fingern durchs Haar gehen.

Wem seine Locken extrem wichtig sind, der kann sich sogar überlegen, die Frisur darauf auszurichten. Friseure empfehlen gerne einen luftigen Stufenschnitt, damit das Haar leichter wird und die Locken so besser springen.

Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Am wichtigsten bei einem Lockenstab ist eine einfache Anwendung, denn wer will für seine Lockenpracht schon stundenlang vor dem Spiegel stehen? Dazu gehört auch, dass einem beim Lockendrehen nicht die Arme einschlafen, weil das Gerät viel zu schwer ist. Nützlich ist auch eine Klemme, die nicht jeder Stab hat. Wenn sie aber dabei ist, sollte sie sich leicht mit einer Hand lösen lassen. Beiliegende Aufsätze sollten ohne Aufwand auszuwechseln sein.

 Lockenstab Test: Lockenstab Dyson Airwrap
Viel hilft viel? Hersteller von Lockenstäben legen ihren Geräten gerne zahlreiche Aufsätze bei. Oft sind diese nützlich – aber nicht immer praktisch.

Außerdem erlauben es gute Geräte, die Hitze gezielt einzustellen. Sie verfügen zudem über eine gut sichtbare Temperaturanzeige und eine Kontrollleuchte oder einen Balken, die anzeigen, wann die gewünschte Temperatur erreicht ist. Moderne Lockenstäbe brauchen weniger als drei Minuten, um sich aufzuheizen. Je schneller, desto besser. Gerade morgens vor der Arbeit zählt ja jede Sekunde.

Auf die einfache Hand­habung kommt es an

Es zahlt sich zudem aus, beim Kauf auf einen Lockenstab mit Keramik- oder Teflonbeschichtung zu achten. Denn die schützt das Haar vor zu großer Hitze und verhindert durch bessere Gleitfähigkeit, das sich die Haare verheddern. Der meist etwas höhere Preis macht sich hier auf jeden Fall bezahlt.

Auf was Sie sonst noch Wert legen sollten? Auf einen ergonomischen Griff, der gut in der Hand liegt, eine Kabelmindestlänge von zwei Metern, ein drehbares Kabelgelenk zum bequemeren Styling ohne Verrenkungen sowie ein schlankes Design, damit der Lockenstab nicht zu viel Platz im Koffer einnimmt. Praktisch ist auch eine Aufbewahrungstasche.

Last but not least: die Sicherheit. Leider kommt es immer wieder zu Hausbränden, weil vergessen wurde, den Lockenstab aus der Steckdose zu ziehen. Viele Modelle verfügen deshalb mittlerweile über eine automatische Abschaltung, meist nach einer halben Stunde.

Aus dem selben Grund sollte der Lockenstab einen soliden Ständer haben, im Idealfall ist der Lieferung außerdem noch eine hitzeisolierte Kunststoffmatte beigelegt. Das ist auch wichtig, weil meist beide Hände benötigt werden, um eine Strähne abzutrennen. Das Gerät muss deshalb immer mal wieder abgelegt werden. Einige Hersteller liefern außerdem einen Hitzeschutzhandschuh mit, um Verbrennungen zu vermeiden. Unsere Erfahrung im Test: Die Handschuhe sitzen schlecht oder der Lockenstab rutscht damit durch die Finger, was die Prozedur nicht sicherer macht. Wir finden deshalb: Schutzhandschuhe sind kontraproduktiv!

So haben wir getestet

Für die erste Testrunde veranstalteten wir mit vier jungen Mädchen eine ganze Reihe von Locken-Partys. Zwei hatten eine normale Haarstruktur, die anderen dicke Borsten. Für uns überraschend: Schon recht schnell kristallisierte sich heraus, welche der zehn Geräte top und welche ein Flop sind.

Für das Update haben wir alle Lockenstäbe über mehrere Wochen hinweg an einer Testperson getestet.

Natürlich ging es uns in erster Linie darum herauszufinden, welcher Stab die besten Locken zaubert. Doch das alleine reichte uns nicht. Für uns war es genauso wichtig, dass die Haare dabei gesund und glänzend bleiben.

Außerdem sollte die Handhabung einfach sein. Außer dem Stab sollte sich zudem nichts anderes erhitzen, leider war das nicht bei jedem Modell der Fall. Ebenso haben wir uns die Verarbeitung und das mitgelieferte Zubehör angesehen. Und am Ende musste natürlich auch der Preis stimmen – denn was nützt es, wenn er gut ist, aber ein Vermögen kostet?

Testsieger: Braun Satin Hair 7 CU710

Unser Favorit stand schnell fest. Denn der Braun Satin Hair 7 CU710 macht uns beinahe wunschlos glücklich.

Da ist zum einen sein schlichtes, hübsches Design ohne viel Schnickschnack in coolem Schwarz und Silber. Ein wunderbar puristischer, runder Stab mit einem Durchmesser von 24 Millimetern, der dank seiner schmalen Statur auch prima in jeden Koffer passt. Noch viel toller finden wir seine vom Hersteller stark beworbene IonTec-Funktion. Dafür vergeben wir ein dickes Fleißpünktchen.

Testsieger

Braun Satin Hair 7 CU710

Test Lockenstab: Braun Satin Hair 7 CU710
Wenn wir uns einen Lockenstab kaufen würden, dann diesen.

Mit IonTec ist eine Funktion gemeint, die gegen die statische Aufladung der Haare kämpft. Wenn Sie jetzt denken, Ionentechnologie, das ist ja ein alter Hut – dann müssen wir Sie enttäuschen, denn IonTec funktioniert etwas anders. Natürlich sind auch hier Ionen mit im Spiel, allerdings keine passiven, sondern aktive Ionen. Die sind in diesem Fall negativ geladen und umschließen die Haarsträhnen aktiv, wirken also antistatisch. Feuchtigkeit wird dadurch zurück ins Haar transportiert, was ihm mehr Glanz verleiht.

1 von 2
Lockenstab Test: Testsieger Braun Satin Hair 7.
Der Braun Satin Hair 7 ist einfach aufgebaut und leicht zu bedienen.
Lockenstab Test: Testsieger Braun Satin Hair 7.
Das Display ist gut ablesbar.

Einfacher ausgedrückt bedeutet das: nie mehr Frizz! Hurra! Vier von uns fünf Testerinnen haben leichte Naturwellen und kennen das Problem strohiger Strähnen nur zu gut. Tatsächlich haben wir das Gefühl, dass dieses Produkt unsere Haare geschmeidiger macht.

Mit Ionen gegen Frizz

Ein weiteres Plus: Der Lockenstab besitzt eine hochwertige und sanfte Keramikbeschichtung, die dafür sorgt, dass sich die Strähnen nicht verheddern und die Haarspitzen geschützt werden. Ganz besonders wichtig finden wir, dass er leicht zu bedienen ist.

Test Lockenstab: Testsieger Braun Satin Hair 7 CU710.
Schön regelmäßig werden die Locken mit dem Braun Satin Hair 7.

Wir können unter neun Temperatureinstellungen zwischen 125 bis 186 Grad wählen – je nachdem, ob man sehr dickes, extrem dünnes oder normales Haar hat. Die eingestellte Hitze zeigt das LED-Display dann gut sichtbar an. Auch das Aufheizen geht relativ schnell über die Bühne: Dieses Modell von Braun hat nach etwa 45 Sekunden die gewünschte Temperatur erreicht.

Will man mit dem Locken drehen beginnen, öffnet man bei diesem Lockenstab nur mit einem leichten Daumendrücken die Klemme und legt die Haare etwas oberhalb der Spitzen ein. Dann schließt man sie und wickelt die restlichen Haare um den Stab. Nach etwa 30 Sekunden je Strähne haben wir tolle, große und regelmäßige Locken, die sehr schön glänzen, weich sind und bis zum Schlafengehen halten.

Dafür brauchten wir anfangs etwas Übung, denn zu Beginn springen die Haarspitzen etwas seltsam nach außen. Drehen wir das Haar jedoch in die richtige Richtung, klappt es super. Extrem praktisch finden wir die Temperatur-Boost-Taste. Kurzfristig gibt sie hohe Hitze ab, um selbst wirres und widerspenstiges Haar zu zähmen. Trotzdem fühlt sich der Stab nie heiß am Kopf an. Und man kann das Gerät auch mit zwei Händen halten, da er sehr gut in der Hand liegt und an der Spitze sowie unten am Griff aus hitzeisoliertem Kunststoff besteht.

Stabil und sicher

Weitere Pluspunkte: Der Braun Satin Hair 7 besitzt einen wirklich stabilen Ständer. Hier müssen wir – anders als bei vielen anderen Testprodukten – keine Angst haben, dass der Lockenstab umfällt und ein Loch in Teppich oder Tisch brennt. Auch seine automatische Ausschaltfunktion nach 30 Minuten ohne Verwendung, finden wir top – das gibt uns ein sicheres Gefühl.

Nachteile

Für nicht viel Geld bekommt man hier ein qualitativ hochwertiges, durchdachtes, funktionales, haarschonendes und schönes Gerät mit einem komplett drehbaren und flexiblen Zwei-Meter-Kabel. Das ist ziemlich fair! Nur ein einziges Manko entdeckten wir: Mit 360 Gramm finden wir diesen Lockenstab nicht ganz leicht. Aber sehen wir’s positiv – so kriegen wir beim Styling neben den Locken noch ein paar hübsche Oberarm-Muckis dazu.

Braun Satin Hair 7 CU710 im Testspiegel

Valerie Hagmann hat den Braun Satin Hair 7 CU710 für das österreichische Magazin E-Media (05/2017) ebenfalls getestet. Sie vergibt 4,5 von 5 möglichen Sternen und damit ein »Sehr gut«. Ihr Fazit lautet:

»Ein gut durchdachtes Haarstyling-Tool, wertig verarbeitet, einsetzbar für unterschiedliche Haartypen und auch anfängertauglich – Kaufempfehlung!«

Die Stiftung Warentest hatte das Schwestermodell Braun Satin Hair 7 Curler EC 2 im Test. Unter den Lockenstäben kam das Modell auf Platz 2, schnitt mit einer Note von 3,5 aber nur gerade noch »befriedigend« ab (Test 01/2019). Bemängelt wurde vor allem die schlechte Haltbarkeit der Frisur – was wir in unserem Test nicht bestätigen können.

Alternativen

Der Braun Satin Hair 7 ist für uns der beste Lockenstab. Für richtige Sparfüchse, besonders anspruchsvolle Beauty-Enthusiastinnen und Fans motorisierter Modelle haben wir aber auch noch weitere Empfehlungen.

Preis-Tipp: BaByliss ipro C525E

Der BaByliss ipro C525E funktioniert dank seiner Fixierklemme auf die selbe Weise wie der Testsieger und ist deshalb genauso leicht zu benutzen. Hier können wir sogar unter zehn Temperaturstufen passend zu unserer Haarstruktur wählen – von 100 bis 200 Grad.

Gut & günstig

BaByliss iPro C525E

Test Lockenstab: BaByliss  pro Curler 25 mm
Kriegt Korkenzieherlocken sogar noch etwas besser hin als der Testsieger.

Nur etwas weniger als eine Minute warten – und das Gerät hat sich maximal erhitzt. Nach einer halben Minute pro Strähne locken sich bei uns Testerinnen schließlich hübsche, dicke, ordentliche und stundenlang haltende Locken. Und: Mit dem runden Lockenstab der renommierten französischen Marke kriegen wir sogar perfekte Korkenzieherlocken hin, noch besser als mit dem Modell von Braun. Qualitativ gibt es also wenig zu meckern und durch seine Keramikbeschichtung werden die Haare außerdem geschont.

Lockenstab Test: Testsieger Braun Satin Hair 7.
Auch der BaByliss Lockenstab ist sehr schlicht und einfach gehalten.

Positiv fällt uns auch auf, dass der Stab gut in der Hand liegt und mit etwa 280 Gramm auch angenehm leicht ist. Da macht das Styling noch mal so viel Spaß, zumal dieses Modell auch noch über ein Drehkabel mit zwei Metern Länge verfügt. Das Praktische: Sowohl vorne als auch hinten kann man das Gerät wegen des hitzeisolierten Plastiks problemlos beidhändig festhalten.

Test Lockenstab: Testsieger Braun Satin Hair 7 CU710.
Locken vom BaByliss i Pro Curl: Links bei normalem Haar, rechts bei sehr dickem Haar.

Der Lockenstab trumpft zusätzlich mit einem zuverlässigen Sicherheitsstandfuß auf – da fällt nichts um. Und er bietet mit nicht ganz 20 Euro das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im Test.

Warum es trotzdem nicht zur Goldmedaille gereicht hat? Beim Braun wirken die Locken durch die IonTec noch glänzender und gesünder. Sein Design finden wir etwas plump und deshalb nicht ganz so ansprechend. Aber vor allem: Das LED-Display des BaByliss ist nicht so übersichtlich wie bei unserem Gewinner.

Besser, aber teurer: Cloud Nine Wand

Als erstes fällt uns bei diesem konisch geformten, schwarzen Lockenstab mit koreanischem Felsenmineralüberzug auf, dass er in seiner Schlichtheit verdammt cool aussieht und durch seine schlanke Form kaum Platz auf Reisen oder in der Schublade einnimmt: Ich spreche vom Cloud Nine Wand Lockenstab.

Wenn Geld egal ist

Cloud Nine Wand

Test Lockenstab: Cloud Nine  Wand
Einfacher kann Lockenwickeln nicht sein!

Allerdings ist er mit seinen etwa 400 Gramm ein ziemlich schwerer Brocken. Und mit 36 Zentimetern vergleichsweise lang, was gerade bei langen Haaren zwar praktisch ist, weil man die ganze Strähne um den Stab wickeln kann. Andererseits ist er durch das recht hohe Gewicht und die Stablänge etwas unhandlich, sowohl im Gepäck als auch beim Styling.

Warum er dennoch ein guter Reisebegleiter ist? Er ist mit einem Standard-EU-Stecker ausgestattet und deshalb überall in Europa einsetzbar. Was für eine gute Idee! Auch sein Griff fühlt sich bequem an, sein 2,60 Meter langes, drehbares Kabel ermöglicht Bewegungsfreiheit und er schaltet sich automatisch ab, wenn er eine halbe Stunde nicht benutzt wird.

Was die Verarbeitung angeht, wirkt er hochwertig – das kann man bei dem Preis aber auch erwarten.

Test Lockenstab: Testsieger Braun Satin Hair 7 CU710.
Die Locken von Cloud Nine: Links Korkenzieherlocken rechts größere Locken.

Sein Riesen-Plus: Er lässt sich sehr, sehr einfach bedienen. Anschalten, die Temperatur (Low, Medium und High) mit der integrierten Regelung je nach Lockenform und Haartyp auswählen, nur kurze 15 Sekunden aufheizen, danach sämtliche Strähnen nach und nach um den Stab wickeln. Wenn man etwa 20 Sekunden je Strähne wartet, bekommt man ein tolles Ergebnis. Der Cloud Nine Wand zaubert tatsächlich in Nullkommanichts hübsche Kringel.

Wickeln wir die Haare um die dickste Stelle des kegelförmigen Stabs (39,5 Millimeter Durchmesser), bekommen wir große, glänzende und regelmäßige Locken. Süße Korkenzieher erhalten wir, wenn wir die Haarpartie um die schmalste Stelle (12,7 Millimeter) winden. Wohl auch deshalb gewann dieses Gerät gleich zweimal die Hair Awards.

Was uns am Cloud Nine Wand aus England nicht gefällt: Die Haare rutschen leider oft zur schmalsten Stelle des Stabes ab. Will man größere Locken, muss man sich etwas verrenken, die Strähne gut festhalten und die Haare teils wieder nach oben schieben. Das ist, gerade wenn man sich die Locken alleine macht, sehr umständlich, und es besteht die Gefahr sich schnell zu verbrennen. Denn der Stab wird recht heiß, was sich manchmal auch unangenehm an der Kopfhaut bemerkbar macht. Also Vorsicht! Zwar liegt dem Paket ein Schutzhandschuh bei, doch den finden wir kontraproduktiv, weil uns damit der Lockenstab fast aus der Hand rutscht.

Auch die Trommelschutzkappe, die man zum Abkühlen über den heißen Stab stülpt, erfüllt ihre Funktion mehr schlecht als recht: Sie heizt sich blöderweise ebenfalls stark auf, bringt also nichts – ebenso wenig wie der kleine, wackelige Ständer, mit dem das Gerät trotzdem umkippt. Außerdem hielten die Locken beim Testsieger deutlich länger.

Das Multitalent: Dyson Airwrap

Der Dyson Airwrap ist die eierlegende Wollmilchsau unter den All-in-one-Haartrocknern. Preislich leider auch der Rolls Royce. Allerdings ist er vor allem für laienhafte Hairstylisten mit zwei linken Händen ein absolutes Must-Have. Seit seiner Lancierung Ende 2018 ist er in aller Munde. Ist er seine 500 Euro wirklich wert? Verschiedene Haarprofis, die wir gefragt haben und das Testteam sind sich einig: auf jeden Fall. Haarschonend mit starker Föhnluft statt mit extrem heißen Eisen zaubert die patentierte Technologie schöne Wellen ins Haar.

Das Multitalent

Dyson Airwrap

Test Warmluftbürste: Dyson Airwrap Complete
Einer für alles. Zahlreiche Aufsätze und die patentierte Coanda Technik zaubern selbst bei ungeübten Haare, wie frisch vom Friseur

Neben dem typischen Dyson-Föhnaufsatz, verschiedenen Bürsten und einem Volumenaufsatz, die alle einen tadellosen Job machen, haben wir uns natürlich die vier Lockenaufsätze haargenau angesehen. Warum jeweils zwei Lockenaufsätze der gleichen Größe (drei Zentimeter und vier Zentimeter)? Ein Aufsatz dreht die Locke rechts ein, der andere links. An den aufgedruckten Pfeilen ist das leicht zu erkennen.

Um die perfekte Locke zu drehen, sollten die Haarsträhnen immer vom Gesicht weg eingedreht werden. Der Aufsatz muss also ab der Hälfte des Kopfes gewechselt werden. Das Beste jedoch ist, dass der Airwrap mit seinem außergewöhnlichen Coanda-Effekt die Haarsträhne ansaugt und ganz automatisch aufwickelt.

Brandblasen? Fehlanzeige! Ermüdendes über Kopf stylen? Nicht doch! Dabei wird das Gerät nicht heißer als 120 Grad, was besonders für feine und empfindliche Haare super schonend ist. Mit einem leichten Druck auf die sogenannte »Cool Shot«-Taste lässt sich die Strähne sogar auskühlen, bevor man die Locke wieder frei gibt. Einziger Wermutstropfen hierbei: Die Pracht hält bei diesem Schonprogramm keine Ewigkeit und knackige Korkenzieherlocken lassen sich leider nicht erzielen.

Fazit: Wer nach einem multifunktionalen Styling-Tool sucht, das Lockenstab, Föhn, Glätt- und Volumenbürste in einem Rundum-sorglos-Paket bietet, die Haare nicht strapaziert, leicht zu handhaben ist und eher Wellen als Locken zaubert, sollte in das Luxus-Set von Dyson investieren. Wer großen Wert auf perfekte, langhaltende Locken legt und sehr dicke oder krause Haare besitzt, ist mit klassischen Lockenstäben besser bedient. Kleiner Tipp: Am besten sollte man das Gerät direkt über Dyson bestellen, dann gibt es in Sachen Reklamation keine Probleme. Leider wurden auf Amazon bereits Plagiate gesichtet, die nach einem halben Jahr den Geist aufgaben und nicht umgetauscht werden konnten.

Mit Motor: Philips Stylecare Prestige Moisture Auto Curler BHB878/00

Der beste automatische Lockendreher im Test beeindruckt zunächst durch sein Design: Der hochwertige Stylecare Prestige Moisture Auto Curler von Philips mit einem tulpenförmigem Kelch liegt wie ein futuristisches Mikrofon in der Hand. Das weiße Gerät mit roségoldenen Akzenten ist nicht nur schön, sondern auch besonders sicher: Der motorisierte Heizstab verbirgt sich im Inneren des dicken Kelchs, sodass man sich die Finger nicht verbrennen kann.

Mit Motor

Philips Stylecare Prestige Moisture Auto Curler BHB878

Test  Lockenstab: Philips Stylecare Prestige Moisture Auto Curler BHB878
Sicher, praktisch und haarschonend: der beste automatische Lockendreher im Test.

So rätselhaft der Curler auf den ersten Blick aussieht, so einfach lässt er sich bedienen, wenn man einen Blick in die Bedienungsanleitung geworfen hat. Man hält den Kelch senkrecht an den Haaransatz, zieht eine Haarsträhne von oben hinein, am Heizstab im Inneren vorbei und durch eine Öffnung auf der Vorderseite wieder heraus. Jetzt beginnt der automatische Teil: Auf Knopfdruck wird die Haarsträhne in den Kelch hineingezogen und um den Heizstab gewickelt, der sich im Inneren – der so genannten Lockenkammer – um die eigene Achse dreht. Je nach ausgewählter Dauer erklingen nach acht, zehn oder zwölf Sekunden mehrere Piepstöne, die signalisieren, dass die Locke fertig ist.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Das frisch gelockte Haar kommt geschmeidig und glänzend aus der Lockenkammer, die vom Hersteller beworbene Keratin-Keramikbeschichtung und antistatischen Ionen scheinen zu wirken. Obendrein soll ein Sensor die Temperatur des Haares messen und es vor dem Austrocknen schützen – sofern man die mittlere der drei Temperaturstufen 170, 190 und 210 Grad auswählt.

Lockenstab Philips Stylecare Prestige Curler im Test
Keratin-Keramik-Beschichtung und antistatische Ionen sorgen für geschmeidige und glänzende Locken.

Eine Tabelle in der Gebrauchsanweisung zeigt, welche Art von Locken – von wellig bis fest – man mit den unterschiedlichen Temperatur- und Zeiteinstellungen wickeln kann. Ein weiterer Knopf des mit nur fünf Drückern angenehm minimalistisch gehaltenen Curlers lässt die gewünschte Lockenrichtung auswählen, darunter eine automatisch abwechselnde Option. Insgesamt sind so 27 Stylings möglich.

Laut Hersteller muss naturkrauses Haar vor der Benutzung nicht erst glatt geföhnt werden. Sollten sich die Haare beim Wickeln einmal verheddern, schaltet sich das Gerät automatisch aus. Von außen wird das Gerät während der gesamten Anwendung nicht warm. Mit keinem anderen Produkt haben wir uns so sicher vor Verbrennungen gefühlt.

Praktisch sind der mitgelieferte Filzzylinder zur Reinigung des Heizstabs sowie ein Plastikplättchen mit einem Zacken zum Abmessen der Haarsträhnen. Laut Hersteller kann mit dem neuen, längeren Heizstab selbst sehr langes Haar mit einer Länge von bis zu 64 Zentimetern und im Vergleich zum Vorgängermodell doppelt so viel Haar gelockt werden.

Der Wermutstropfen: So viel Sicherheit kostet eine Stange Geld – und etwas Zeit. Außerdem ist das Gerät, wie bei Lockenstäben mit Motor üblich, mit knapp 580 Gramm ziemlich schwer. Die Bedienungsanleitung – ein klassisches Elektrogeräte-Faltblatt in mehreren Sprachen – ist zwar leicht zu verstehen, aber unhandlich.

Außerdem getestet

Remington Keratin Protect CI83V6

Der kegelförmige, elegante grau-rosafarbene Lockenstab Remington CI83V6 Keratin Protect mit Keratin-Keramik-Beschichtung und Mandelöl macht definierte, schön federnde Locken, die bis zum nächsten Tag halten. Mit einem Durchmesser von nur 19-28 Millimetern können diese auch klein ausfallen, es sei denn, man wickelt dickere Strähnen auf.

Die Anwendung ist eher etwas für Geübte: Der Stab hat keine Klemme und die Haarspitze muss per Hand an der hitzebeständigen Stabspitze festgehalten werden. Wegen der Verbrennungsgefahr ist dieses Produkt bei der Stiftung Warentest, wie in der Anwendung ähnliche Stäbe, durchgefallen, trotz der grundsätzlichen elektrischen Sicherheit – das Gerät schaltet sich bei Nichtbenutzung nach 60 Minuten von selbst aus. Ein hitzebeständiger Handschuh wird, neben einer grauen Aufbewahrungstasche, mitgeliefert.

Obwohl Anfänger aufpassen müssen, sich nicht zu verbrennen, ist der puristische Stab für Geübte eine solide Option zum fairen Preis, mit dem sich Locken flexibel und schnell drehen lassen. Der nur 315 Gramm leichte Stab hat einen kleinen Standfuß zum Ablegen und ein drei Meter langes Kabel.

ghd Curve Creative Curl Wand

Der ghd Curve Creative Curl Wand liegt beinah gleichauf mit dem Cloud Nine Wand, allerdings verfügt er nur über eine einzige Temperaturstufe. Trotzdem handelt sich um ein echtes Profigerät. In nur 15 Sekunden aufgeheizt ist er mit Abstand der Schnellste. Dann ist er mit ca. 185 Grad Celsius einsatzbereit und sorgt für wirklich langanhaltende, definierte Traumlocken.

Die leicht raue Keramikbeschichtung schont das Haar und erleichtert das Umwickeln des konischen, leicht ovalen Stabs, der keine Klemme besitzt und dessen Spitze kalt bleibt. Diese beliebte Form kreiert besonders natürliche Beach Waves. Mit 360 Gramm Gewicht befindet sich der ghd im guten Mittelfeld und wirkt auch bei Untrainierten auf Dauer nicht ermüdend. Der mitgelieferte Hitzehandschuh überrascht uns anfangs, bedeckt er doch nur drei Finger, damit zwei zum Abteilen der Strähnen frei bleiben. Dieses Patent funktioniert besser als viele andere Hitzehandschuhe, die rau oder gar klebrig sind. Das extralange, schwenkbare Kabel erleichtert das Handling. Der kleine Ständer dient dem sicheren Abstellen auf schmorgefährdeten Untergrund.

Nach 30 Minuten auf Standby schaltet sich das Gerät automatisch ab. Die Universalspannung macht den ghd Lockenstab weltweit einsatzbereit. Die Beschreibung ist nicht sehr ergiebig. Es wird wohl vom Hersteller vorausgesetzt, dass jeder weiß, dass die Spitze des Lockenstabes für mehr Sprungkraft beim Wickeln nach unten zeigen sollte und Übung schon irgendwann den Lockenmeister machen wird.

Remington Advanced Colour Protect CI8605

Der champagnerfarbene Remington Advanced Colour Protect CI 8605 mit Klemme macht laut Hersteller dank Keramikbeschichtung und UV-Filtern besonders schonend Locken und eignet sich für gefärbtes, strapaziertes Haar. Mit einer Taste lässt sich durchgehend ein Hitzesensor aktivieren, der die Temperatur des Haars misst und die Hitzeabgabe reguliert. Selbst pflegendes Shea-Öl soll eingelagert sein, was die Warnung für Allergiker auf der Schachtel erklärt: »Enthält Spuren von Nüssen.«

Leider waren die mit der mittleren Temperaturstufen erzielten Locken bei unserem ersten Versuch so schnell verschwunden wie ein Nussriegel. Mit der Turbo-Boost-Funktion, die sprungartig auf 210 Grad erhitzt, klappte es schon besser. Die Locken werden dank des 32-Millimeter-Stabumfangs schön voluminös, einen besonders pflegenden Glanzeffekt konnten wir jedoch nicht feststellen. Mit 376 Gramm liegt der Stab vergleichsweise schwer in der Hand.

Gefallen haben uns der stabile, eingebaute Standfuß, das extralange Drei-Meter-Kabel sowie die mitgelieferte, hübsche beigefarbene Tasche mit Goldspritzern.

Elehot KR-D03B

Der Elehot KR-D03B bietet mit seinen fünf unterschiedlich großen, austauschbaren Aufsätzen eine große Varianz in Sachen Lockenvielfalt. Die Turmalin- und Keramik-Beschichtung ist zwar extrem glatt, mit dem mitgelieferten Hitzehandschuh lässt sich die Haarsträhne allerdings problemlos herumwickeln und festhalten. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen – glänzendes Haar und eine schön definierte Locke.

Die Temperatur ist auf dem LED-Display einsehbar und lässt sich individuell zwischen 80 und 230 Grad einstellen. Wir haben, wie bei allen Testgeräten, mit 180 Grad getestet. Das Gerät erreicht zügig die gewünschte Temperatur und verfügt über einen kleinen Ablageständer, damit der Untergrund nicht ankokelt und sogar über ein drehbares Kabelgelenk.

Für den kleinen Preis kann man nicht meckern. Etwas windig wirkt das leichte Plastik schon. Die Aufsätze rasteten jedoch stabil ein und ließen sich nach dem Abkühlen auch gut austauschen. Für gelegentliche Lockenexperimente ist das sicher nicht verkehrt. Auf Dauer könnte der Aufsatzmechanismus ausleiern. Außerdem können die kleinen Einrastelemente aus Plastik leicht abbrechen.

Karmin G3 Salon Pro Lockenstab

Eines vorneweg: Der Karmin G3 Salon Pro ist nicht besser oder schlechter als günstigere Lockenstäbe mit konischem Schaft. Die Turmalin-Keramik-Beschichtung soll das Haar, wie bei anderen Geräten ebenfalls, schonen und die Hitze gleichmäßig abgeben. Wie bei anderen Lockenstäben auch, ist diese Beschichtung jedoch sehr glatt, sodass die Haare leicht verrutschen oder abgleiten können.

Der mitgelieferte Hitzehandschuh erleichtert das Festhalten der Strähne und schützt vor verbrannten Fingern. Durch unterschiedliche Wickeltechniken soll man die Lockenform variieren können, wobei dazu Übung und Fingerfertigkeit von Nöten sind. Die erzielte Locke kann sich sehen lassen, glänzt schön und ist sehr stabil. Erfreulich ist, dass sich der Karmin G3 Salon Pro relativ schnell aufheizt und auf einer LED-Anzeige die Temperatur anzeigt und variieren lässt. Außerdem gefielen uns das mit drei Metern extralange Kabel und der hitzebeständige Griff mit Gummibeschichtung, der gut in der Hand liegt.

Remington Pearl Pro Curl CI9532

Zunächst sind wir angetan vom Remington Pearl Pro Curl, der mit Doppelschicht-Keramik überzogen ist. Dadurch gleitet er sanfter übers Haar, die Temperatur verteilt sich konstant und das Produkt zerkratzt auch nicht so schnell. Er kostet nur etwa schlappe 25 Euro und funktioniert denkbar einfach: anschalten, die Temperatur einstellen, etwa eine Minute warten, dann leuchtet schon die LED-Temperaturanzeige auf. Wir wickeln die Haare um den Stab – und sind plötzlich enttäuscht.

Denn selbst bei langen Haaren tun wir uns schwer, die Strähnen um den optisch etwas plumpen Stab zu winden. Das ist mühsam, vor allem weil wir die Haare zigmal neu aufdrehen müssen, bis wir mal eine schöne Locke hinbekommen. Mehr als eine halbe Minute müssen wir außerdem jedes Mal warten, bis das Ergebnis einigermaßen passt. Nervig und zeitraubend!

Als sich die Locken endlich kringeln, sehen sie dafür recht gut und natürlich aus. Besonders wenn wir auf maximale Temperatur hochdrehen. Auf das High folgt aber gleich wieder ein Low: Die großen Locken hängen sich schon nach einer guten Stunde aus. So eine aufwendige Prozedur für so ein kurzes Vergnügen! Noch dazu liegt das Gerät mit etwa 360 Gramm für einen simplen Stab ohne Motor vergleichsweise schwer in der Hand. Wir sind maximal genervt und es gefällt uns auch nicht, dass die Haare nach dem Locken leicht nach verbranntem Plastik riechen. Negativ vermerken wir weiter, dass der integrierte Mini-Ständer schnell kippt.

Nobebird MRD-1188

Aufladbar, kabellos und praktisch: Die neue Generation von Lockendrehern, zu denen auch der Nobebird MRD-1188 gehört, hat einige Vorteile. Allerdings sollte man den Dreh wirklich raushaben. Bei unserem Test klappte es manchmal ganz wunderbar: Strähne anlegen, einziehen lassen, curlen, auf das Piepen warten, fertig ist eine hübsch geschwungene Locke. Aber wehe es geraten aus Versehen weitere Haare in die Trommel. Das Gerät stoppte zwar den Betrieb, aber mehr als einmal befürchteten wir das völlig verhedderte Büschel nicht mehr befreien zu können oder gar abschneiden zu müssen.

Ein klarer Vorteil ist die Handlichkeit. Zwar verzichtet der Nobebird auf ein Kabel und kann bequem über USB aufgeladen werden, leider braucht er aber ein Weilchen bis er ausreichend aufgeheizt ist. Der Akku ist dann auch recht zügig aufgebraucht, was dem Benutzer immerhin im Display angezeigt wird.

Unser Fazit: Alle, die gut mit einem klassischen Lockenstab zurechtkommen, sollten dabei bleiben. Experimentierfreudige Lockenfans brauchen zumindest keine Angst vor Brandblasen haben und können das Gerät zum geldbeutelfreundlichen Preis ausprobieren.

Remington Curl & Straight Confidence S6606

In der Theorie klingt die Idee brillant: Laut Hersteller ist der Remington Curl & Straight Confidence S6606 Glätteisen und Lockenstab in einem. Geschlossen sieht das schön verarbeitete dunkelgraue Gerät wie ein dicker Lockenstab aus, das Innere besteht aus zwei aufeinanderliegenden, rosafarbenen, geschwungenen Keramikplatten.

In unserem Praxistest konnte das Gerät die Erwartungen jedoch nicht erfüllen. Als Lockenstab machte das Gerät selbst bei über 200 Grad – der höchsten der drei Temperaturstufen – mit dünnen Haarsträhnen und langsamer Bewegung lediglich Wellen, nicht jedoch die in der Bedienungsanleitung versprochenen »schwungvollen Locken« ins Haar.

Immerhin ist die Bedienung, wie in diesem Video zu sehen, einfach: Für die Lockenoption wird die Haarsträhne nahe am Ansatz eingeklemmt, das Gerät um 180 Grad gedreht und mit drehender Bewegung bis zur Haarspitze gezogen. Dabei muss die ganze Zeit die hitzebeständige Spitze des Geräts zusammengedrückt werden, da die Platten nur auf diese Weise schließen.

Beim Glätten, wofür das Gerät einfach gerade nach unten gezogen wird, erzielten wir mit feinem Haar keine Ergebnisse, da selbst zusammengedrückt, im Gegensatz zu herkömmlichen Glätteisen, eine kleine Lücke zwischen den Keramikplatten bleibt. Bei beiden Stylingoptionen fanden wir das nötige ständige Drücken anstrengend. Das Kabel ist mit 1,85 Metern recht kurz.

Remington ProLuxe CI91X1

So weit, so gut: Der Remington ProLuxe gewinnt für sein rosé-goldenes, schlichtes Design unseren Schönheitspreis. Das Kabel des kegelförmigen Stabes misst praktische und bequeme drei Meter. Mit seinen rund 330 Gramm gehört er zu den eher leichten Geräten im Test. Die Grip-Tech-Keramikbeschichtung sorgt tatsächlich für das vom Hersteller beworbene »rutschfeste und einfache Styling«. Dass eine Tastensperre ein versehentliches Verstellen der Temperatur verhindert, ist ein hübsches Extra und gut durchdacht. Das Display ist übersichtlich und kann elf Temperatureinstellungen von 120 bis 210 Grad anzeigen. Mit einer eins benoten wir die hitzebeständige Unterlage, die im Preis inklusive ist und gleichzeitig als Aufbewahrungstasche dient.

Eigentlich alles perfekt – bis wir beginnen, unsere Haare um den Stab zu wickeln. Hier enttäuscht der Remington ProLuxe im Vergleich zu vielen anderen Testprodukten total. Selbst nach dem zehnten Mal Eindrehen bringen wir nur leichte Wellen zustande – egal, welche Stabdicke wir ausprobieren. Das Haar wirkt stumpf, von Glanz keine Spur. Das Frustrierendste jedoch: Nach zehn Minuten haben sich die wenigen Locken fast völlig ausgehängt. Für den gleichen Kaufpreis bekommt man da weit bessere Geräte, die sich auch schneller aufheizen.

BaByliss Curl Secret Ionic 2 C1300E

Der BaByliss Curl Secret Ionic 2 gehört zu den motorbetriebenen Lockenstäben – und die sind nicht so intuitiv verständlich. Wir mussten uns erst ein Internet-Video anschauen, um zu verstehen, wie er funktioniert. Das Gerät erreicht erfreulich schnell die gewünschte Temperatur, selbst bei 230 Grad dauert es nur etwa eine Minute. Ebenfalls top: die automatische Abschaltfunktion und der Standby-Modus. Allerdings ist das große, unhandliche Gerät nichts für Anfänger – vor allem, wenn man sich alleine Locken drehen will. Hier ist es tatsächlich besser, man hat zu Beginn einen Helfer.

Dieses motorisierte Testprodukt ist uns ehrlich gesagt nicht ganz geheuer. Ständig befürchten wir, dass sich Strähnen verheddern oder der Motor sie falsch einzieht, wir sie nicht mehr rauskriegen und sie dann verbrennen, obwohl das beim Test gar nicht passiert. Stattdessen stoppt der BaByliss Curl Secret 2 ein paar Mal plötzlich beim Lockenmachen. Bis heute wissen wir nicht warum.

Als wir den Aufsatz für Beach Waves aufstecken, tut sich zunächst gar nichts mehr. Des Rätsels Lösung: Das Teil war nicht eingerastet. Was uns am Produkt überhaupt nicht gefällt? Das Gerät wird sehr heiß. Eine Testerin verbrannte sich um ein Haar die Hand. Außerdem sehen die Locken ganz und gar nicht aus wie im Video oder auf der Packung. Wenigstens sind die Haare aber schön weich.

Bestope BP-06005

Benutzung auf eigene Gefahr oder zur eigenen Sicherheit besser ganz sein lassen: Vom Bestope BP-06005 können wir nur abraten. Die Spitzen der sechs Aufsätze, die vom 13- bis 25-Millimeter-Kegel über den Wellenstab bis zum 32-Millimeter-Stab reichen, sind entgegen der Herstellerangabe nicht hitzeresistent, auch der angekündigte Kunststoffhalter wurde nicht geliefert. Mangels automatischer Abschaltfunktion bei Inaktivität stellt das Produkt obendrein eine Brandgefahr dar.

Die Gebrauchsanleitung ist miserabel übersetzt und kaum verständlich. In der Klappschachtel sind praktischerweise zwei Klammern zum Abtrennen von Haarsträhnen enthalten.

Kommentare

0 Comments