Der beste Lockenstab

  • Test Lockenstab: Braun Satin Hair 7 CU710
  • Test Lockenstab: Braun Satin Hair 7 CU710

Der beste Lockenstab ist der Braun Satin Hair 7 CU710. Der runde Klemmen-Lockenstab mit hochwertiger Keramikbeschichtung sieht gut aus, ist kinderleicht zu bedienen und das Wichtigste: Er dreht tolle, glänzende und sehr langlebige Locken. Dank IonTec schont er die Haare, sein übersichtliches LED-Display lieben wir und er wird außen nicht heiß. Preislich ist er für diese Top-Ausstattung wirklich fair. Nur ein bisschen leichter könnte er sein – dann wäre er perfekt.

Nur 15 Prozent aller Europäer haben Locken. Die Mehrheit kann von Naturkringeln also nur träumen. Deshalb wurden Frauen schon früh erfinderisch. Im alten Ägypten, vor rund 5000 Jahren, drehten sie sich bereits ihre Haare auf Tonwickler auf. In der Antike erfanden Griechen und Römer dann die Urform des Lockenstabs: Eine Frisier-Sklavin schlang das Haar um ein Metallrohr und steckte einen im Feuer erhitzen Bronzestab hinein. Heute ist das alles viel einfacher und ungefährlicher. Man muss die Geräte Gott sei dank nur noch in die Steckdose einstöpseln.

Wir haben aus dem riesigen Angebot an Lockenstäben zehn Modelle ausgewählt und ausführlich getestet. Preislich gibt es große Unterschiede; zwischen 20 und 120 Euro kann man für einen Lockenstab ausgeben. Aber muss es wirklich der Teuerste sein? Unser Test zeigt: Nein. Am besten gefiel uns eines der günstigeren Geräte.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Braun Satin Hair 7 CU710

Test Lockenstab: Braun Satin Hair 7 CU710
Wenn wir uns einen Lockenstab kaufen würden, dann diesen.

Warum der Braun Satin Hair 7 CU710 unsere Nummer Eins ist? Ganz einfach: Der hübsche Klemme-Lockenstab kommt mit hochwertiger Keramikbeschichtung, ist kinderleicht zu bedienen, die Locken halten lang, wirken gepflegt und sind einfach schön anzusehen. Braun wirbt mit der sogenannten IonTec-Funktion. Die soll die Haare schonen und das haben wir tatsächlich bemerkt. Ein übersichtliches LED-Display gibt es ebenfalls und das Gerät hat einen stabilen Ständer. Mit rund 35 Euro ist er außerdem nicht teuer. Einziges Manko: mit der Zeit wird er etwas schwer.

Gut & günstig

BaByliss ipro C525E

Test Lockenstab: BaByliss pro Curler 25 mm
Kriegt Korkenzieherlocken sogar noch etwas besser hin als der Testsieger.

Der Babyliss ipro C525E ist eindeutig der Zweitbeste. Er ist ebenfalls einfach zu bedienen und man bekommt mit ihm sogar trendige Korkenzieherlocken hin. Seine Ceramic Intense-Beschichtung schont die Haare und er ist mit knapp 300 Gramm schön leicht. Mit nicht mal 20 Euro bietet er das beste Preis-Leistungsverhältnis von allen getesteten Modellen. Einzige Mankos: Seine LED-Anzeige ist nicht ganz so umfangreich wie die des Testsiegers und eine Schönheit ist er auch nicht, eher ein wenig plump.

Wenn Geld egal ist

Cloud Nine Wand

Test Lockenstab: Cloud Nine Wand
Einfacher kann Lockenwickeln nicht sein!

Der coole Cloud Nine Wand ist ein schwarzer Lockenstab mit koreanischem Felsenmineralüberzug für glänzende Locken. Toll finden wir, wie leicht er zu bedienen ist: einfach Strähne rumwickeln, kurz warten – aus die Maus. Von großen Locken bis süßen Korkenziehern kriegt er alles wunderbar hin. Leider ist er mit etwa 400 Gramm ein echtes Schwergewicht, das Gerät wird recht heiß und die Haare rutschen gerne mal am kegelförmigen Stab herunter.

Mit Motor

Philips Procare

Test Lockenstab: Philips Procare automatischer Lockenstab
Für uns der Beste unter den automatischen Lockenstäben.

Möchten Sie einen Lockenstab mit Motor? Dann ist der Philips Procare die beste Wahl. Temperatur und Zeit können einfach eingestellt werden, er ist gut verarbeite, schont mit seinem Keramik-Titan-Zylinder die Haare und verzaubert uns dann mit den unterschiedlichsten Locken-Looks. Außerdem wird das Gerät außen nie heiß, es besteht also keine Verbrennungsgefahr beim Festhalten. Unter den drei motorisierten Testprodukten ist er der Leichteste – auch wenn er gute 500 Gramm auf die Waage bringt. Was uns allerdings nicht gefällt: die doch recht komplizierte Handhabung, die Gefahr, dass die Haare falsch eingezogen werden und sich übel verheddern – und zu guter Letzt der recht hohe Preis.

Der Variable

CkeyiN 5 in 1

Test Lockenstab: CkeyiN 5 in 1
Sein Markenzeichen? Fünf Aufsätze für verschiedenste Locken und Wellen.

Beim Keramik beschichteten CkeyiN 5 in 1 Lockenstab purzeln gleich fünf verschieden dicke und unterschiedlich geformte Aufsätze aus der Packung. Einsetzbar je nach Lockenwunsch und Haartyp. Das klappt bei uns im Test auch wirklich super. Der Lockenstab heizt sich sehr schnell auf, man muss nur die Haarsträhnen um den Stab wickeln, was selbst Menschen mit zwei linken Händen problemlos hinkriegen. Sein Kabel ist mit 2,50 Metern überdurchschnittlich lang und die stundenlang haltenden Locken sehen toll aus. Gefährlich finden wir dagegen, dass sich der Lockenstab auch außen sehr stark erhitzt und dass der integrierte Ständer nicht zuverlässig funktioniert. Und nervig ist, dass der Aufsatzwechsel eine Wissenschaft für sich darstellt.

Vergleichstabelle

TestsiegerGut & günstigWenn Geld egal istMit MotorDer Variable
Modell Braun Satin Hair 7 CU710 BaByliss ipro C525E Cloud Nine Wand Philips Procare CkeyiN 5 in 1 Remington Pearl Pro Curl Remington ProLuxe BaByliss Curl Secret 2 Wende Spa Steamer Curl Bestope Lockenstab
Test Lockenstab: Braun Satin Hair 7 CU710Test Lockenstab: BaByliss pro Curler 25 mmTest Lockenstab: Cloud Nine WandTest Lockenstab: Philips Procare automatischer LockenstabTest Lockenstab: CkeyiN 5 in 1Test Lockenstab: Remington Pearl Pro CurlTest Lockenstab: Remington ProLuxeTest Lockenstab: BaByliss Curl Secret 2Test Lockenstab: Bestope Lockenstab
Pro
  • Macht tolle, langlebige Locken
  • Einfache Handhabung
  • Haarschonend
  • Gute Verarbeitung
  • Keramikbeschichtung
  • Stabiler Ständer
  • 9 Temperaturstufen
  • Guter Preis
  • Kinderleicht zu bedienen
  • Geringes Gewicht
  • Stylt schöne Locken verschiedenster Art
  • 10 Temperaturstufen
  • Bestes Preis-Leistungsverhältnis
  • Schöne, glänzende Locken in verschiedenen Varianten
  • Sehr simple Bedienung
  • 3 Temperaturstufen
  • Einfache Temperatur- und Zeiteinstellung
  • Schöne, gesunde Locken in vielen Varianten
  • Relativ leicht für ein Gerät mit Motor
  • Strähnenunterteiler
  • Verstellbare Lockenrichtung
  • Verschiedene Aufsätze
  • Zaubert schöne, langlebige Kringel
  • Sehr schnelles Aufheizen
  • Einfachste Handhabung
  • 2,50 Meter langes Kabel
  • Recht leicht
  • Guter Preis
  • Sehr günstig
  • Supersimple Bedienung
  • Sehr langes Kabel
  • Hitzebeständige Tasche
  • Schönes Design
  • Einfache Anwendung
  • Weltweite Spannungsanpassung
  • Tastensperre
  • Übersichtliches Display
  • Sehr langes Kabel
  • Hitzebeständige Tasche
  • Relativ schnelles Aufheizen
  • Macht weiche Haare
  • Extralanges Kabel
  • Übersichtliches LED-Display
  • Haarschonende Spray Hair Care mit Dampf
  • Langes Kabel
  • Hübsches Design
  • Leichte Anwendung
  • 5 Hitzeeinstellungen
  • Automatische Abschaltung
  • Praktische Haarspangen
  • Übersichtliche Temperaturanzeige
  • Geringer Preis
Contra
  • Ist kein Federgewicht
  • LED-Display könnte informativer sein
  • Etwas plumpes Design
  • Keine haarschonende Technik
  • Gerät wird recht heiß
  • Relativ schwer
  • Haare rutschen manchmal am Stab ab
  • Sehr teuer
  • Anfangs komplizierte Handhabung
  • Lockendrehen dauert hier länger
  • Gefahr von Verheddern
  • Stolzer Preis
  • Gerät erhitzt sich stark
  • Unzuverlässiger Ständer
  • Aufsatzwechsel kompliziert
  • Mit Schutzhandschuh rutscht Lockenstab aus der Hand
  • Schlecht verarbeitet
  • Man muss die Strähne öfters neu aufdrehen, bis Locken entstehen
  • Ziemlich schwer
  • Haare riechen leicht nach verbranntem Plastik
  • Ständer kippt schnell
  • Unnützer Schutzhandschuh mit seltsamer Form
  • Kriegt nur Wellen hin, keine Locken
  • Haar dumpf und ohne Glanz
  • Wellen halten kaum
  • Aufheizen dauert lange
  • Für das Ergebnis zu teuer
  • Kompliziert zu bedienen
  • Groß und unhandlich
  • Unpraktisch auf Reisen
  • Lockendrehen dauert
  • Durchwachsene Ergebnisse
  • Verhedder-Gefahr
  • Gerät wird sehr heiß
  • Schwierige Handhabung
  • Dauert lange
  • Schwache, zerzauste, fast verfilzte Kringel
  • Gefahr von Verheddern
  • Komplizierte Anwendung
  • Schwer
  • Teuer
  • Macht keine Locken, sondern eine wirre Mähne, die nach einer halben Stunde wieder glatt ist
  • Zu kurzes Kabel
  • Recht schwer
Bester Preis
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Nicht jeder kann jede Locke

Bevor Sie sich einen Lockenstab zulegen sollten Sie wissen, für welche Art von Locken er die meiste Zeit verwendet werden soll – denn nicht jeder Stab kann jede Locke drehen.

Lockenstäbe gibt es in zig Varianten, doch wir finden, der simpelste Stab ist der mit gerader oder konischer Stabform. Hier wickelt man eine Strähne um das Metallstück, dass dann erhitzt wird. Eine weitere Variante besteht aus einem Metall-Heizstab und einem Klemmbügel, damit die um den Heizstab gewickelte Strähne nicht wegrutschen kann.

Lockenstäbe gibt es mittlerweile aber auch mit integriertem Motor. Hier klemmt man die Haarspitze fest, das Haar wird automatisch eingezogen und aufgewärmt. Diese Modelle gibt es teils mit Steamer, also mit Dampf aus einem Wassertank, der dem Haar Geschmeidigkeit, Feuchtigkeitsschutz und Glanz liefern soll. Wir kamen mit diesen Modellen im Test nicht so gut zurecht, doch im Endeffekt ist es natürlich Geschmacksache.

Schädlich oder nicht?

Ob Lockenstäbe für die Haare schädlich sind oder nicht, darüber gibt es fast genauso viele Meinungen wie Lockenstäbe auf dem Markt. Aber lassen wir die Kirche im Dorf: Wenn man sich ab und zu Locken dreht, leidet die Mähne nicht darunter. Das richtige Maß ist wie immer entscheidend. Täglich verwendet, haben aber gerade feine, bereits stark strapazierte oder blondierte Haar nicht wirklich Freude an den künstlichen Locken. Hier ist die Gefahr groß, dass die Haarstruktur dauerhaft geschädigt wird.

Gesunde Haare halten eine mäßige Anwendung problemlos aus

Stellen Sie den Lockenstab generell nicht zu heiß ein und probieren Sie das Gerät anfangs besser eine Nummer kühler aus. 180 Grad reichen für die meisten Haartypen völlig aus. Vorsicht bei dünnem Haar und Extensions: hier auf jeden Fall Hitze über 170 Grad vermeiden. Dickes oder krauses Haar verträgt dagegen hohe Temperaturen bis zu 220 Grad problemlos.

Alle unsere zehn Test-Lockenstäbe sind – wie die allermeisten dieser Geräte – übrigens ausschließlich für trockenes Haar geeignet. Denn Hitze schadet feuchtem Haar.

Wie benutzt man einen Lockenstab?

Wie dreht man mit einem Lockenstab richtig Locken? Konzentrieren Sie sich immer nur auf eine Haarpartie und beginnen Sie nicht überall gleichzeitig mit dem Styling, sondern gehen Sie Strähne für Strähne vor – sonst entsteht ein Lockenchaos und die Haare können sich verheddern. Hersteller und Profis empfehlen, die gerade bearbeiteten Partien mit Spangen oder Klammern abzutrennen und auf gleich breite Strähnen zu achten.

Im Test klappte das Abtrennen bei uns jedoch auch ohne diese Hilfsmittel sehr gut. Was schneller und besser geht, muss jedoch jeder für sich ausprobieren.

Lockenstab Test: Kleine Kringel oder sanfter Schwung?
Kleine Kringel oder sanfter Schwung? Mit Lockenstäben kann man verschiedenste Stylings ausprobieren.

Was bei Klemm-Lockenstäben zu beachten ist: Die Strähne muss möglichst nah am Haaransatz eingeklemmt werden. Dann zieht man den Lockenstab bis kurz vor die Spitzen und rollt das Haar fast bis zum Geräte-Ansatz auf. Diese Position hält man kurz. Wir zählten dabei bis 20 oder 30 – je nach Hitze. Viele Hersteller rechnen aber pro Strähne sogar mit rund 30 bis 60 Sekunden. Danach löst man die Klemme und zieht den Lockenstab heraus.

Leider mussten wir feststellen, dass der Traum von ewigen Locken ein Traum bleiben wird. Denn selbst die langlebigsten Kringel hielten bei uns allen maximal bis zur Schlafenszeit durch. Am nächsten Morgen präsentierten sie sich dann nur noch als Schatten ihrer Selbst.

Tipps für richtig schöne Locken

Wenn Sie uns fragen, ob es Tricks für besonders schöne Locken gibt: auf jeden Fall! Wir empfehlen, direkt nach dem Haare waschen Schaumfestiger speziell für Locken einzukneten – das sorgt für einen längeren Halt. Am Tag nach der Wäsche gelingt das Styling dann am besten.

Die Haare vor der Anwendung gut durchkämmen, anschließend Hitzeschutz aufsprühen. Er versiegelt die Haare und sorgt dafür, dass die Wärme sie nicht so stark angreift und kein Spliss entsteht.

Man hört immer wieder, dass man für lang haltende Locken die Haare nach dem Eindrehen nicht sofort offen tragen sollte, weil sie schneller aushängen. Es sei besser, die Strähnen sofort mit den Fingern nachzudrehen und mit Klammern am Kopf festzustecken, bis sie ausgekühlt sind. Doch auch wenn wir die gedrehten Strähnen nicht hochsteckten, erschien uns das Ergebnis im Test annähernd gleich – ist ja auch alles eine Zeitfrage.

Mit ein paar Tricks gelingen die Locken

Apropos Zeit: Wer den Lockenkopf wirklich perfekt hinkriegen möchte, rechnet anfangs am besten mit einer Stunde Styling-Dauer. Geübte kriegen es später aber auch in einer Viertelstunde hin. Wir finden dennoch: Wenn Sie die Chance haben, dass Ihnen jemand die Locken dreht, sollten Sie das unbedingt ausnutzen. Denn es ist – zumindest die ersten Male – oft wirklich recht beschwerlich, zeitintensiv und nicht ganz so dekorativ, wenn man sich selbst hübsche Kringel auf den Kopf zaubern will.

Der ganze Aufwand war übrigens umsonst, wenn man die Haare am Ende zu stark auskämmt. Sanfte Bürstenstriche reichen völlig, oder noch besser: vorsichtig mit den Fingern durchs Haar gehen.

Wem seine Locken extrem wichtig sind, der kann sich sogar überlegen, die Frisur darauf auszurichten. Friseure empfehlen gerne einen luftigen Stufenschnitt, damit das Haar leichter wird und die Locken so besser springen.

Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Am wichtigsten bei einem Lockenstab ist eine einfache Anwendung, denn wer will für seine Lockenpracht schon stundenlang vor dem Spiegel stehen. Dazu gehört auch, dass einem beim Lockendrehen nicht die Arme einschlafen, weil das Gerät viel zu schwer ist. Nützlich ist auch eine Klemme, nicht jeder Stab hat eine aber wenn sie dabei ist, sollte sie sich leicht mit einer Hand lösen lassen. Beiliegende Aufsätze sollten ohne Aufwand auszuwechseln sein.

Außerdem erlauben es gute Geräte, die Hitze gezielt einzustellen. Sie verfügen zudem über eine gut sichtbare Temperaturanzeige und eine Kontrollleuchte oder einen Balken, die anzeigen, wann die gewünschte Temperatur erreicht ist. Moderne Lockenstäbe brauchen weniger als drei Minuten, um sich aufzuheizen. Je schneller, desto besser. Gerade morgens vor der Arbeit zählt ja jede Sekunde.

Auf die einfache Handhabung kommt es an

Es zahlt sich zudem aus, beim Kauf auf einen Lockenstab mit Keramik- oder Teflon-Beschichtung zu achten. Denn die schützt das Haar vor zu großer Hitze und verhindert durch bessere Gleitfähigkeit, das sich die Haare verheddern. Der meist etwas höhere Preis macht sich hier auf jeden Fall bezahlt.

Auf was Sie sonst noch Wert legen sollten? Auf einen ergonomischen Griff, der gut in der Hand liegt, eine Kabelmindestlänge von zwei Metern, ein drehbares Kabelgelenk zum bequemeren Styling ohne Verrenkungen sowie ein schlankes Design, damit der Lockenstab nicht zu viel Platz im Koffer einnimmt. Praktisch ist auch eine Aufbewahrungstasche.

Last but not least: die Sicherheit. Leider kommt es immer wieder zu Hausbränden, weil vergessen wurde, den Lockenstab aus der Steckdose zu ziehen. Viele Modelle verfügen deshalb mittlerweile über eine automatische Abschaltung, meist nach einer halben Stunde.

Aus dem selben Grund sollte der Lockenstab einen soliden Ständer haben, im Idealfall ist der Lieferung außerdem noch eine hitzeisolierte Kunststoffmatte beigelegt. Das ist auch wichtig, weil meist beide Hände benötigt werden, um eine Strähne abzutrennen. Das Gerät muss deshalb immer mal wieder abgelegt werden. Einige Hersteller liefern außerdem einen Hitzeschutzhandschuh mit, um Verbrennungen zu vermeiden. Unsere Erfahrung im Test: die Handschuhe sitzen schlecht oder der Lockenstab rutscht damit durch die Finger, was die Prozedur nicht sicherer macht. Wir finden deshalb: Schutzhandschuhe sind kontraproduktiv!

So haben wir getestet

Außer auf ein paar – teils nicht sehr aussagekräftige – Blogger-Meinungen konnten wir bei diesem Test auf keine fundierte und seriöse Expertise zurückgreifen. Weder Ökotest noch die Stiftung Warentest haben in den letzten Jahren Lockenstäbe geprüft.

Lockenstab Test: Alle Produkte
Alle Lockenstäben im Test – Oben: Remington ProLuxe, Bestope Lockenstab, BaByliss Curl Secret, Wenda Spa Steamer Curl, Remington CI9532 . Unten: CheyiN 5 in 1, BaByliss ipro C525E 25mm, Braun Satin Hair 7 CU710, Philips Procare und Cloud Nine Wand..

Deshalb veranstaltete ich mit meiner Teenie-Tochter, einer wahren Styling-Expertin, zwei ihrer Freundinnen und meiner jüngeren Tochter als »Testkopf« ein paar Locken-Partys. Zwei von uns haben eine normale Haarstruktur, die restlichen dicke Borsten. Für uns überraschend: Schon recht schnell kristallisierte sich heraus, welche der zehn Geräte top und welche ein Flop sind.

Natürlich ging es uns in erster Linie darum herauszufinden, welcher Stab die besten Locken zaubert. Doch das alleine reichte uns nicht. Für uns war es genauso wichtig, dass die Haare dabei gesund und glänzend bleiben.

Außerdem sollte die Handhabung einfach sein. Außer dem Stab sollte sich zudem nichts anderes erhitzen, leider war das nicht bei jedem Modell der Fall. Ebenso haben wir uns die Verarbeitung und das mitgelieferte Zubehör angesehen. Und am Ende musste natürlich auch der Preis stimmen, denn was nützt es, wenn er gut ist, aber ein Vermögen kostet.

Testsieger: Braun Satin Hair 7 CU710

Unser Favorit stand schnell fest. Denn der Braun Satin Hair 7 CU710 macht uns beinahe wunschlos glücklich.

Da ist zum einen sein schlichtes, hübsches Design ohne viel Schnickschnack in coolem Schwarz und Silber. Ein wunderbar puristischer, runder Stab mit einem Durchmesser von 24 Millimetern, der dank seiner schmalen Statur auch prima in jeden Koffer passt. Noch viel toller finden wir seine vom Hersteller stark beworbene IonTec-Funktion. Dafür vergeben wir ein dickes Fleißpünktchen.

Testsieger

Braun Satin Hair 7 CU710

Test Lockenstab: Braun Satin Hair 7 CU710
Wenn wir uns einen Lockenstab kaufen würden, dann diesen.

Mit IonTec ist eine Funktion gemeint, die gegen die statische Aufladung der Haare kämpft. Wenn Sie jetzt denken, Ionentechnologie, das ist ja ein alter Hut – dann müssen wir Sie enttäuschen, denn IonTec funktioniert etwas anders. Natürlich sind auch hier Ionen mit im Spiel, allerdings keine passiven, sondern aktive Ionen. Die sind in diesem Fall negativ geladen und umschließen die Haarsträhnen aktiv, wirken also antistatisch. Feuchtigkeit wird dadurch zurück ins Haar transportiert, was ihm mehr Glanz verleiht.

Mit Ionen gegen Frizz

Einfacher ausgedrückt bedeutet das: nie mehr Frizz! Hurra! Vier von uns fünf Testerinnen haben leichte Naturwellen und kennen das Problem strohiger Strähnen nur zu gut. Tatsächlich haben wir das Gefühl, dass dieses Produkt unsere Haare geschmeidiger macht.

Ein weiteres Plus: Der Lockenstab besitzt eine hochwertige und sanfte Keramikbeschichtung, die dafür sorgt, dass sich die Strähnen nicht verheddern und die Haarspitzen geschützt werden. Ganz besonders wichtig finden wir, dass er leicht zu bedienen ist.

Test Lockenstab: Testsieger Braun Satin Hair 7 CU710.
Schön regelmäßig werden die Locken mit dem Braun Satin Hair 7.

Wir können unter neun Temperatureinstellungen zwischen 125 bis 186 Grad wählen – je nachdem, ob man sehr dickes, extrem dünnes oder normales Haar hat. Die eingestellte Hitze zeigt das LED-Display dann gut sichtbar an. Auch das Aufheizen geht relativ schnell über die Bühne: Dieses Modell von Braun hat nach etwa 45 Sekunden die gewünschte Temperatur erreicht.

Will man mit dem Locken drehen beginnen, öffnet man bei diesem Lockenstab nur mit einem leichten Daumendrücken die Klemme und legt die Haare etwas oberhalb der Spitzen ein. Dann schließt man sie und wickelt die restlichen Haare um den Stab. Nach etwa 30 Sekunden je Strähne haben wir tolle, große und regelmäßige Locken, die sehr schön glänzen, weich sind und bis zum Schlafengehen halten.

Dafür brauchten wir anfangs etwas Übung, denn zu Beginn springen die Haarspitzen etwas seltsam nach außen. Drehen wir das Haar jedoch in die richtige Richtung, klappt es super. Extrem praktisch finden wir die Temperaturboost-Taste. Kurzfristig gibt sie hohe Hitze ab, um selbst wirres und widerspenstiges Haar zu zähmen. Trotzdem fühlt sich der Stab nie heiß am Kopf an. Und man kann das Gerät auch mit zwei Händen halten, da er sehr gut in der Hand liegt und an der Spitze sowie unten am Griff aus hitzeisoliertem Kunststoff besteht.

Weitere Pluspunkte: Der Braun Satin Hair 7 besitzt einen wirklich stabilen Ständer. Hier müssen wir – anders als bei vielen anderen Testprodukten – keine Angst haben, dass der Lockenstab umfällt und ein Loch in Teppich oder Tisch brennt. Auch seine automatische Ausschaltfunktion nach 30 Minuten ohne Verwendung, finden wir top – das gibt uns ein sicheres Gefühl.

Für nicht mal 40 Euro bekommt man hier ein qualitativ hochwertiges, durchdachtes, funktionales, haarschonendes und schönes Gerät mit einem komplett drehbaren und flexiblen Zwei-Meter-Kabel. Das ist ziemlich fair! Nur ein einziges Manko entdeckten wir: Mit 360 Gramm finden wir diesen Lockenstab nicht ganz leicht. Aber sehen wir’s positiv – so kriegen wir beim Styling neben den Locken noch ein paar hübsche Oberarm-Muckis dazu.

Alternativen

Der Baun Satin Hair 7 ist für uns der Beste, aber es gibt auch andere Modelle, die wir empfehlen können.

Gut & günstig

BaByliss ipro C525E

Test Lockenstab: BaByliss pro Curler 25 mm
Kriegt Korkenzieherlocken sogar noch etwas besser hin als der Testsieger.

Der BaByliss ipro C525E 25mm ist für uns klar der zweite Sieger. Warum? Er funktioniert dank seiner Fixierklemme auf die selbe Weise wie der Testsieger und ist deshalb genauso leicht zu benutzen. Hier können wir sogar unter zehn Temperaturstufen passend zu unserer Haarstruktur wählen – von 100 bis 200 Grad.

Lockenstab Test: Testsieger Braun Satin Hair 7.
Auch der BaByliss Lockenstab ist sehr schlicht und einfach gehalten.

Nur etwas weniger als eine Minute warten – und das Gerät hat sich maximal erhitzt. Nach einer halben Minute pro Strähne locken sich bei uns Testerinnen schließlich hübsche, dicke, ordentliche und stundenlang haltende Locken. Und: Mit dem runden Lockenstab der renommierten französischen Marke kriegen wir sogar perfekte Korkenzieherlocken hin, noch besser als mit dem Modell von Braun. Qualitativ gibt es also wenig zu meckern und durch seine Keramik-Beschichtung werden die Haare außerdem geschont.

Test Lockenstab: Testsieger Braun Satin Hair 7 CU710.
Locken vom BaByliss i Pro Curl: Links bei normalem Haar, rechts bei sehr dickem Haar.

Positiv fällt uns auch auf, dass der Stab gut in der Hand liegt und mit etwa 280 Gramm auch angenehm leicht ist. Da macht das Styling noch mal so viel Spaß, zumal dieses Modell auch noch über ein Drehkabel mit zwei Metern Länge verfügt. Das Praktische: Sowohl vorne als auch hinten kann man das Gerät wegen des hitzeisolierten Plastiks problemlos beidhändig festhalten.

Der Lockenstab trumpft zusätzlich mit einem zuverlässigen Sicherheits-Standfuß auf – da fällt nichts um. Und er bietet mit nicht ganz 20 Euro das beste Preis-Leistungsverhältnis im Test.

Warum es trotzdem nicht zur Goldmedaille gereicht hat? Beim Braun wirken die Locken durch die IonTec noch glänzender und gesünder. Sein Design finden wir etwas plump und deshalb nicht ganz so ansprechend. Aber vor allem: Das LED-Display des BaByliss ist nicht so übersichtlich wie bei unserem Gewinner.

Wenn Geld egal ist

Cloud Nine Wand

Test Lockenstab: Cloud Nine Wand
Einfacher kann Lockenwickeln nicht sein!

Als erstes fällt uns bei diesem konisch geformten, schwarzen Lockenstab mit koreanischem Felsenmineralüberzug auf, dass er in seiner Schlichtheit verdammt cool aussieht und durch seine schlanke Form kaum Platz auf Reisen oder in der Schublade einnimmt: Ich spreche vom Cloud Nine Wand Lockenstab.

Allerdings ist er mit seinen etwa 400 Gramm ein ziemlich schwerer Brocken. Und mit 36 Zentimetern vergleichsweise lang, was gerade bei langen Haaren zwar praktisch ist, weil man die ganze Strähne um den Stab wickeln kann. Andererseits ist er durch das recht hohe Gewicht und die Stablänge etwas unhandlich, sowohl im Gepäck als auch beim Styling.

Warum er dennoch ein guter Reisebegleiter ist? Er ist mit einem Standard-EU-Stecker ausgestattet und deshalb überall in Europa einsetzbar. Was für eine gute Idee! Auch sein Griff fühlt sich bequem an, sein 2,60 Meter langes, drehbares Kabel ermöglicht Bewegungsfreiheit und er schaltet sich automatisch ab, wenn er eine halbe Stunde nicht benutzt wird.

Was die Verarbeitung angeht wirkt er hochwertig – das kann man bei einem Preis von rund 120 Euro aber auch erwarten.

Test Lockenstab: Testsieger Braun Satin Hair 7 CU710.
Die Locken von Cloud Nine: Links Korkenzieher-Locken rechts größere Locken.

Sein Riesen-Plus: Er lässt sich sehr, sehr einfach bedienen. Anschalten, die Temperatur (Low, Medium und High) mit der integrierten Regelung je nach Lockenform und Haartyp auswählen, nur kurze 15 Sekunden aufheizen, danach sämtliche Strähnen nach und nach um den Stab wickeln. Wenn man etwa 20 Sekunden je Strähne wartet, bekommt man ein tolles Ergebnis. Der Cloud Nine Wand zaubert tatsächlich in Nullkommanichts hübsche Kringel.

Wickeln wir die Haare um die dickste Stelle des kegelförmigen Stabs (39,5 Millimeter Durchmesser), bekommen wir große, glänzende und regelmäßige Locken. Süße Korkenzieher erhalten wir, wenn wir die Haarpartie um die schmalste Stelle (12,7 Millimeter) winden. Wohl auch deshalb gewann dieses Gerät gleich zweimal die Hair Awards.

Was uns am Cloud Nine Wand Lockenstab aus England nicht gefällt: Die Haare rutschen leider oft zur schmalsten Stelle des Stabes ab. Will man größere Locken, muss man sich etwas verrenken, die Strähne gut festhalten und die Haare teils wieder nach oben schieben. Das ist, gerade wenn man sich die Locken alleine macht, sehr umständlich und es besteht die Gefahr sich schnell zu verbrennen. Denn der Stab wird recht heiß, was sich manchmal auch unangenehm an der Kopfhaut bemerkbar macht. Also Vorsicht! Zwar liegt dem Paket ein Schutzhandschuh bei, doch den finden wir kontraproduktiv, weil uns damit der Lockenstab fast aus der Hand rutscht.

Auch die Trommelschutzkappe, die man zum Abkühlen über den heißen Stab stülpt, erfüllt ihre Funktion mehr schlecht als recht: Sie heizt sich blöderweise ebenfalls stark auf, bringt also nichts. Ebenso wenig wie der kleine, wackelige Ständer, mit dem das Gerät trotzdem umkippt. Außerdem hielten die Locken beim Testsieger deutlich länger.

Mit Motor

Philips Procare

Test Lockenstab: Philips Procare automatischer Lockenstab
Für uns der Beste unter den automatischen Lockenstäben.

Unsere automatischen Test-Lockenstäbe mit Motor gaben uns anfangs die größten Rätsel auf. Aber nach intensivem Studium der Gebrauchsanleitung – die erfreulicherweise sehr leicht zu verstehen ist – und mit ein bisschen Übung hatten wir den Dreh dann raus. Und dann gilt: Verstehst du einen, verstehst du alle und eben auch den Philips Procare.

Praktisch ist der beiliegende Strähnenunterteiler, denn so legt man immer die perfekte Strähnenbreite in den Lockenstab ein. Der Hersteller spricht dann von einer Aufheizzeit von maximal 30 Sekunden. Wir messen jedoch teils bis zu einer Minute, was wir aber auch okay finden.

Danach stellen wir – je nach Haarstruktur und gewünschtem Styling – die Temperaturen (170, 190 oder 210 Grad) und Zeiten (8, 10 oder 12 Sekunden) ein. Anschließend entscheiden wir uns zwischen drei unterschiedlichen Lockenrichtungen – links, rechts und natürlich wechselnd. Was verwirrend klingen mag, erweist sich als überraschend easy und anwenderfreundlich. Anschließend legen wir die Strähne in den Titan-Keramik-Zylinder ein, der das Verhaken der Haare verhindern soll, und drücken zum Einziehen der Haare auf einen entsprechenden Knopf.

Test Lockenstab: Testsieger Braun Satin Hair 7 CU710.
Hübsche leichte Locken, made by Philips.

Sobald ein schnelles Pieps-Zeichen ertönt, ziehen wir die Haare wieder aus dem Gerät heraus. Das Ergebnis sind schöne, gepflegte und glänzende Locken. Von großen, natürlich fallenden Wellen bis hin zu Korkenzieherlocken hat man hier viel Styling-Auswahl.

Super finden wir außerdem, dass das Gerät in der gewohnt hochwertigen Philips-Qualität außen überhaupt nicht warm wird. Wir hatten nie Angst, uns zu verbrennen. Das drehbare Kabel garantiert mit angenehmen zwei Metern genug Bewegungsfreiheit und sein schwarzes Design mit den goldenen Streifen wirkt puristisch und elegant. Dieser automatische Curler ist noch dazu der leichteste und schmalste unter den drei motorbetriebenen Test-Geräten. Deshalb ist er relativ gut für unterwegs geeignet. Mit etwa 500 Gramm ist er aber auch kein Fliegengewicht.

Weitere Minuspunkte: Einen besonderen Haarschutz – vergleichbar der IonTec beim Testsieger – kann er nicht aufweisen. Mit knapp 100 Euro ist er zudem ein echt teures Teil und man braucht auf jeden Fall länger als mit einem manuellen Stab, um einen Lockenkopf zu stylen.

Der Variable

CkeyiN 5 in 1

Test Lockenstab: CkeyiN 5 in 1
Sein Markenzeichen? Fünf Aufsätze für verschiedenste Locken und Wellen.

Dieser Lockenstab mit Keramikbeschichtung ist dank seiner fünf verschiedenen Aufsätze für jeden Lockenwunsch und Haartyp bestens gerüstet. Für dickeres, gröberes Haar empfiehlt der chinesische Hersteller zum Beispiel, einen dünneren Aufsatz zu verwenden.

Die Bedienung des CkeyiN 5 in 1 ist denkbar einfach: Haare rumwickeln – und los! Der Lockenstab erhitzt sich sehr schnell, schon nach etwa 20 Sekunden auf eine Temperatur von 180 oder 210 Grad. Gut! Das drehbare 2,50 Meter-Kabel macht es uns einfach, gemütlich Locken zu drehen – und sie sehen auch noch richtig gut aus und halten einen Tag lang.

Test Lockenstab: Testsieger Braun Satin Hair 7 CU710.
Coole Korkenzieher kriegen wir mit dem CkyiN 5 in 1-Stab und seinem 9 bis 19 Millimeter-Aufsatz hin.

Ein weiteres Plus: Der Lockenstab wiegt nur etwa 300 Gramm und ist damit ein Super-Reisebegleiter. Das alles bekommt man für einen wirklich fairen Preis von rund 30 Euro.

Ärgerlich und gefährlich fanden wir allerdings, dass das Gerät verdammt heiß wird. Eine Testerin verbrannte sich prompt. Man muss wirklich extrem aufpassen. Zwar liegt dem Lockenstab zur Sicherheit ein Handschuh bei, der ist aber erstens ungemütlich, und zweitens rutscht damit der Lockenstab aus der Hand, was die Sache noch heikler macht. Auch der integrierte Ständer aus Kunststoff überzeugt uns nicht.

Zieht man nur ein wenig am Kabel, fällt der Lockenstab trotzdem um. Nervig finden wir außerdem, dass unsere Haare oft am hakenförmigen Ständer hängenblieben. Und auch das Wechseln der Aufsätze fiel uns anfangs schwer. Das erfordert etwas Technik. Fraglich ist ebenfalls, ob die Qualität top ist, zur Langzeitnutzung können wir nichts sagen.

Außerdem getestet

Remington Pearl Pro Curl

Zunächst sind wir angetan vom Remington Pearl Pro Curl, der mit Doppelschicht-Keramik überzogen ist. Dadurch gleitet er sanfter übers Haar, die Temperatur verteilt sich konstant und das Produkt zerkratzt auch nicht so schnell. Er kostet nur etwa schlappe 25 Euro und funktioniert denkbar einfach: anschalten, die Temperatur einstellen, etwa eine Minute warten, dann leuchtet schon die LED-Temperaturanzeige auf. Wir wickeln die Haare um den Stab – und sind plötzlich enttäuscht.

Denn selbst bei langen Haaren tun wir uns schwer, die Strähnen um den optisch etwas plumpen Stab zu winden. Das ist mühsam, vor allem weil wir die Haare zigmal neu aufdrehen müssen, bis wir mal eine schöne Locke hinbekommen. Mehr als eine halbe Minute müssen wir außerdem jedes Mal warten, bis das Ergebnis einigermaßen passt. Nervig und zeitraubend!

Als sich die Locken endlich kringeln, sehen sie dafür recht gut und natürlich aus. Besonders wenn wir auf maximale Temperatur hochdrehen. Auf das High folgt aber gleich wieder ein Low: Die großen Locken hängen sich schon nach einer guten Stunde aus. So eine aufwendige Prozedur für so ein kurzes Vergnügen. Noch dazu liegt das Gerät mit etwa 360 Gramm für einen simplen Stab ohne Motor vergleichsweise schwer in der Hand. Wir sind maximal genervt und es gefällt uns auch nicht, dass die Haare nach dem Locken leicht nach verbranntem Plastik riechen. Negativ vermerken wir weiter, dass der integrierte Mini-Ständer schnell kippt.

Remington ProLuxe

So weit, so gut: Der Remington ProLuxe gewinnt für sein rosé-goldenes, schlichtes Design unseren Schönheitspreis. Das Kabel des kegelförmigen Stabes misst praktische und bequeme drei Meter. Mit seinen rund 330 Gramm gehört er zu den eher leichten Geräten im Test. Die Grip-Tech-Keramikbeschichtung sorgt tatsächlich für das vom Hersteller beworbene »rutschfeste und einfache Styling«. Dass eine Tastensperre ein versehentliches Verstellen der Temperatur verhindert, ist ein hübsches Extra und gut durchdacht. Das Display ist übersichtlich und kann elf Temperatureinstellungen von 120 bis 210 Grad anzeigen. Mit einer eins benoten wir die hitzebeständige Unterlage, die im Preis inklusive ist und gleichzeitig als Aufbewahrungstasche dient.

Eigentlich alles perfekt – bis wir beginnen, unsere Haare um den Stab zu wickeln. Hier enttäuscht der Remington ProLuxe im Vergleich zu vielen anderen Testprodukten total. Selbst nach dem zehnten Mal Eindrehen bringen wir nur leichte Wellen zustande – egal welche Stabdicke wir ausprobieren. Das Haar wirkt stumpf, von Glanz keine Spur. Das Frustrierendste jedoch: Nach zehn Minuten haben sich die wenigen Locken fast völlig ausgehängt. Für etwa 40 Euro bekommt man da weit bessere Geräte. Die sich auch schneller aufheizen.

BaByliss Curl Secret 2

Der BaByliss Curl Secret 2 gehört zu den motorbetriebenen Lockenstäben – und die sind nicht so intuitiv verständlich. Wir mussten uns erst ein Internet-Video anschauen, um zu verstehen, wie er funktioniert. Das Gerät erreicht erfreulich schnell die gewünschte Temperatur, selbst bei 230 Grad dauert es nur etwa eine Minute. Ebenfalls top: die automatische Abschaltfunktion und der Standby-Modus. Allerdings ist das große, unhandliche Gerät nichts für Anfänger – vor allem wenn man sich alleine Locken drehen will. Hier ist es tatsächlich besser, man hat zu Beginn einen Helfer.

Dieses motorisierte Testprodukt ist uns ehrlich gesagt nicht ganz geheuer. Ständig befürchten wir, dass sich Strähnen verheddern oder der Motor sie falsch einzieht, wir sie nicht mehr rauskriegen und sie dann verbrennen, obwohl das beim Test gar nicht passiert. Stattdessen stoppt der BaByliss Curl Secret 2 ein paar Mal plötzlich beim Lockenmachen. Bis heute wissen wir nicht warum.

Als wir den Aufsatz für Beach Waves aufstecken, tut sich zunächst gar nichts mehr. Des Rätsels Lösung: Das Teil war nicht eingerastet. Was uns am Produkt überhaupt nicht gefällt? Das Gerät wird sehr heiß. Eine Testerin verbrannte sich um ein Haar die Hand. Außerdem sehen die Locken ganz und gar nicht aus wie im Video oder auf der Packung. Wenigstens sind die Haare aber schön weich.

Wende Spa Steamer Curl

Noch ein automatischer Lockenstab mit integriertem Motor und Keramikheizsystem – nur diesmal auch noch mit Dampf. Für uns ist dieser Dritte im Bunde allerdings der Schlechteste. Hier wurde unsere größte Angst wahr: Tatsächlich verhedderten sich im Wende Spa Steamer Curl die Haare einer Testerin im automatischen Einzug. Gottseidank blieb es beim Schreck.

Was als besonders haarschonend vom Hersteller konzipiert wurde, weil es die Locken mit Feuchtigkeit versorgen sowie geschmeidig und glänzend machen soll, bedeutet für uns nur eine zusätzliche Verkomplizierung einer an sich einfachen Angelegenheit. Die Rede ist vom Dampf, der entsteht, wenn man den Tank des Lockenstabs mit destilliertem Wasser (das auch noch!) füllt – wobei uns bereits da schon die meiste Flüssigkeit daneben ging. Ihn kann man auf Knopfdruck dazu sprühen – oder eben nicht. Da wir keinen signifikanten Unterschied bemerkten, schalteten wir den Spray bald wieder ab.

Egal, wie lange wir das Gerät testeten und egal welche Hitze wir einstellten – die Locken rollten sich nur äußerst schwach, wirkten unordentlich und zerzaust, ja sogar verfilzt; Dreadlocks wollten wir ja eigentlich nicht.

Bestope Lockenstab

Der Bestope Lockenstab mit einem Durchmesser von 32 Millimetern und einer Keramik-Tumalin-Beschichtung sticht im Test hervor – leider als einer der schlechtesten. Außer seinem ansprechenden Design, der einfachen Bedienung, den beiliegenden Haarspangen und dem erschwinglichen Preis von rund 27 Euro können wir kaum etwas Positives berichten.

Sein Kabel ist jedenfalls mit 1,75 Meter zu kurz, das Styling wird dadurch recht unkomfortabel. Aber der wichtigste Punkt: Der Federklemme-Lockenstab macht keine schönen Locken. Stattdessen haben wir dank ihm eine unregelmäßige, wirre Mähne auf dem Kopf. Und die Pracht ist nach einer halben Stunde wieder fast glatt – bei normaler Haarstruktur. Das alles geht gar nicht, selbst für wenig Geld.

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