Der beste LTE-Router

LTE-Router im Test: Alle Testkandidaten

Der beste Router für Internet per LTE-Empfang ist für uns derzeit der Huawei E5186. Er vereint die Leistung eines sehr guten LTE-Modems mit allen Komfort-Funktionen eines WLAN-Routers und stellt so allen Computern, Tablets und Smartphones im Haus schnelles Internet zur Verfügung. So wird LTE zur leistungsstarken Alternative für DSL.

Wer zuhause keinen DSL- oder Glasfaseranschluss hat, für den kann ein LTE-Router die einzige Option sein, um an schnelles Internet zu kommen: Bis zu 300 Megabit pro Sekunde (MBit/s) sind mit LTE derzeit in Deutschland möglich – und in den nächsten Jahren werden die Provider die Transferraten Stück für Stück auf 500 und schließlich auf über 1.000 MBit/s steigern. Damit liegt LTE schon jetzt auf dem Niveau schneller DSL-Anschlüsse.

LTE als DSL-Ersatz

Wirklich schnell ist das Internet über LTE allerdings nur, wenn der Empfang gut ist. Dazu ist in der Regel eine Sichtverbindung zu einem LTE-Sendemast nötig. Gerade in abgelegenen ländlichen Gebieten ist das oft nicht der Fall. Dabei sind genau das meist auch die selben Regionen, in denen Internet via LTE dank fehlenden DSL-Ausbaus die einzige Möglichkeit ist, an einen schnellen Internet-Anschluss zu kommen.

Abhilfe bei schlechtem Empfang im Haus können LTE-Antennen schaffen, die man an der Hauswand oder auf dem Dach anbringt. Mehr dazu lesen Sie weiter unten.

Ein LTE-Router funktioniert im Prinzip genauso wie ein WLAN-Router mit DSL-Modem: Er stellt auf der einen Seite die Verbindung zum Internet her und baut auf der anderen Seite ein WLAN-Netz auf, mit dem sich alle internetfähigen Geräte im Haus verbinden können. Der einzige Unterschied zwischen einem DSL- und einem LTE-Router ist der Weg, über den das Gerät eine Online-Verbindung aufbaut: An einem DSL-Router fließen die Daten aus dem Internet über ein Kabel zum Router, beim LTE-Router läuft das Ganze über eine Funkverbindung zwischen dem Router und dem nächstgelegenen LTE-Funkmast des Providers.

So haben wir getestet

Wir haben uns alle derzeit auf dem deutschen Markt verfügbaren LTE-Router angesehen und die zehn interessantesten Modelle für unseren Test ausgewählt. Darunter sind fünf Modelle für den stationären Betrieb im Haus, vier Modelle mit Akku, die man auch unterwegs nutzen kann, sowie ein Modell der Firma Zyxel, das eine Art Zwischenlösung zwischen stationärem und mobilem Router darstellt.

Beim Test haben uns vor allem Geschwindigkeit, technische Ausstattung und Benutzerfreundlichkeit interessiert. Wir wollten wissen, mit welchem Router man zu Hause schnell und einfach per LTE ins Internet kommt, ohne sich in einem Jahr schon wieder ein neues Modell zulegen zu müssen.

LTE-Router im Test: Alle Testkandidaten
Alle 10 Geräte aus dem Test (von links oben): Fritzbox 6820, ZyXel LTE 4506, Netgear Nighthawk R7100, Huawei E5186, Fritzbox 6840, TP Link Archer MR200, Huawei E5577, ZyXel WAH7706, Netgear Aircard 810, TP Link M7310.

Wir haben mit jedem Router einen Geschwindigkeitstest im LTE-Netz der Telekom durchgeführt. Wie bei allen drahtlosen Datenübertragungen hängt die Transferrate von etlichen Faktoren ab, die von Ort zu Ort stark variieren. Eine wichtige Rolle spielt dabei unter anderem die Entfernung zum nächsten LTE-Funkmasten, die Isolierung des Hauses oder Störungen durch andere Funkanlagen. Wie man den Empfang auch unter schlechten Bedingungen deutlich verbessern kann, erklären wir weiter unten.

Wie bei einem Handy muss man auch in einen LTE-Router eine SIM-Karte einlegen, um das Netz des Anbieters nutzen zu können. Alle Router im Test erkennen anhand der SIM-Karte den Provider und konfigurieren die Zugangsdaten automatisch – praktisch für den Sofortstart. Dennoch bieten alle Modelle die Möglichkeit, diese Einstellung manuell anzupassen. Das kann zum Beispiel dann wichtig sein, wenn man im Ausland die SIM-Karte eines eher unbekannten Providers nutzt.

Ebenfalls an die Handy-Nutzung erinnert die Entsperrung der SIM-Karte mit der zugehörigen PIN. Die muss man zumindest einmalig in der Konfigurationsoberfläche eingeben. Dort kann man die PIN auf Wunsch auch ändern oder die Abfrage deaktivieren.

Die Konfigurationsoberfläche erreicht der Nutzer übrigens immer auf die gleiche Weise: Der Router spannt sofort nach Einschalten ein WLAN-Netz auf, mit dem man sich via PC oder Smartphone verbindet. Die Zugangsdaten findet man auf dem Etikett auf der Rück- oder Unterseite des Geräts. Danach gibt man im Browser die IP-Adresse oder eine spezielle URL ein und gelangt in das Einstellungsmenü des Routers.

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Huawei E5186 Preisvergleich

Kommentare

11 Kommentare zu "Der beste LTE-Router"

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Blöd nur wenn die Tester die 3 WLAN Antennen beim Nighthawk als LTE Antennen bezeichnen. Die LTE Antenne ist beim Nighthawk im Gehäuse untergebracht. Sehr kompetenter Test *ironieoff*

Richtig. Netgear hat das im Datenblatt missverständlich formuliert: „Hochgeschwindigkeitsverstärker mit drei externen Antennen für einen optimalen 4G LTE-Service“ Tatsächlich handelt es sich um WLAN-Antennen. Anschlüsse für externe LTE-Antennen hat der Nighthawk nicht. Wir haben den Artikel entsprechend korrigiert.

Wenn man für eine nano sim ein Adapter benötigt und eine Micro sim stanzen muss… Was für ein Format kommt denn dann da rein? Und zweitens, bei soviel Aufklärung bezügl der vielen Modelle wäre ein kleiner Hinweis toll gewesen, welche Anbieter ein lte Zuhause Paket wie anbieten. Denn mir ist ausser Telekom C&S via Funk bzw Hybrid kein Anbieter bekannt?

In den Router kommt eine Micro-Sim. Für eine Nano-Sim braucht man einen Adapter. Hat man eine Mini-Sim, muss man sie zur Micro-Sim stanzen. 😉

LTE Zuhause Tarife gibt es von Telekom, Vodafone und Congstar.

Und wozu ??? Zuhause gehe ich mit der Flat vom Anbieter ins Netz per WLAN… Verstehe den Aufwand nicht …
Und wenn 50000mbit Leitung zu wenig ist , kann ich mir nicht vorstellen…Die Fritz Box macht das perfekt

Und was mit Asus… hatte wer Angst vor Schattenwurf?

nicht zu unterschätzen ist aber die Kompatibilität der Produkte von AVM untereinander – ich habe gerade jetzt neu die Fritzbox mit verschiedeneren Repeatern von AVM im Einsatz – Verbesserung auf hohem Niveau, hatte noch nie so gutes www mit LTE im ganzen Haus .

Ran Dy siehste Huawei ist überall

Und wozu ??? Zuhause gehe ich mit der Flat vom Anbieter ins Netz per WLAN… Verstehe den Aufwand nicht …
Und wenn 50000mbit Leitung zu wenig ist , kann ich mir nicht vorstellen…Die Fritz Box macht das perfekt

Anton Albrecht
Anton Albrecht

Sehr guter Bericht. Bravo!

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