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Der beste LTE-Router

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LTE-Router Test: Lte Router
Michael Seemann

Michael Seemann

interessiert sich für alle Geräte, die man in seinem Heimnetz sinnvoll einsetzen kann. Geweckt wurde sein spezielles Interesse für die Heimvernetzung schon 2004, als er die erste Fritzbox mit integrierter Internettelefonie zu Gesicht bekam. Michael schreibt und testet unter anderem für PC Magazin, PC Welt, PCgo und Connect.

Wir haben 21 LTE-Router getestet. Der beste für die meisten ist der Huawei B535-232 – auch wenn er nicht perfekt ist. Mit seinem integrierten Cat7-Modem und guten, internen Antennen liefert das Gerät im Praxistest sehr gute Übertragungsraten und unterstützt dabei alle in Deutschland (Europa) wichtigen LTE-Bänder. Über einen flexiblen LAN/WAN-Port kann er via Modem auch an einem kabelbasierten Anschluss (DSL, Glasfaser, TV-Kabel) genutzt werden. Fällt der bei einer Störung aus, springt die Mobilfunkanbindung als Fallback-Lösung ein, sodass die Online-Versorgung nicht unterbrochen wird.

Update 15. Januar 2021

Wir haben den Orbi LBR20 LTE getestet. An unseren Empfehlungen ändert sich nichts.

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18. Dezember 2020

Wir haben drei neue LTE-Router getestet. Der Huawei B535-232 ersetzt sein Vorgängermodell Huawei B525 als Testsieger. Außerdem haben wir eine neue Empfehlung in Form der FritzBox 6850 LTE. Sie ersetzt den Zyxel LTE4506-M606 der nun unter „Außerdem getestet“ gelistet wird.

29. August 2019

Wir haben drei neue LTE-Router getestet. Eine neue Empfehlung ist der TP-Link M7650, der für einen mobilen Router günstig zu haben ist.

15. Mai 2018

Der Huawei B525 ist unser neuer Testsieger. Der Nachfolger unseres bisherigen Favoriten bietet moderne Technik und gute Leistung zu einem fairen Preis .

19. Januar 2018

AVM hat mit der Fritzbox 6890 LTE den Nachfolger der 6840 LTE vorgestellt. Wir haben uns das neuen Spitzenmodell der Berliner angeschaut und waren beeindruckt. Allerdings: Die moderne Technik und der große Funktionsumfang haben ihren Preis.

Viele abgelegene Standorte in Deutschland sind immer noch nicht mit breitbandigem Festnetzinternet (VDSL, Kabel, Glasfaser) erschlossen. Hier kann unter Umständen ein Mobilfunk-Router über LTE für eine schnelle Internetanbindung sorgen. Wenn der LTE-Empfang nicht optimal ist, beispielsweise innerhalb von Gebäuden, lassen sich manche Geräte mit externen Antennen um- oder nachrüsten, die die Übertragungsgeschwindigkeit drastisch erhöhen können.

Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl LTE-Router, von denen wir sowohl stationäre Geräte als auch mobile Modelle mit integriertem Akku getestet haben. Wir haben insgesamt 21 LTE-Router getestet, 13 sind aktuell noch erhältlich. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Huawei B535-232

Test LTE-Router: Huawei B535-232
Günstiger, gut ausgestatteter und flexibel einsetzbarer Cat7-LTE-Router mit sehr gutem LTE-Transfer und Fallback-Funktion.

Der neue Testsieger Huawei B535-232 ist ein Nachfolgemodell des bisherigen Testsiegers Huawei B525, allerdings nun ohne Telefonanschluss und USB-Port. Dafür bietet das integrierte Cat.7-Modem des B535 schnellere Uploads (bis zu 100 Mbit/s) und unterstützt das in Deutschland zunehmend eingesetzte LTE-Band 28.

Das Setup des Routers läuft komfortabel per Smartphone-App oder im Browser, die Anbindung von Heimnetzgeräten läuft über 2×2-1200-AC-WLAN und vier Gigabit-LAN-Ports, von denen einer flexibel als LAN- oder WAN-Port eingesetzt werden kann. Damit lässt sich der B535 per externem Modem (oder ONT) auch an Festnetzanschlüssen betreiben. Mit dem B353-232 liefert Huawei einen schnellen, schlanken und funktionalen LTE-Router ab, was ihn mit seinem konkurrenzlos günstigen Preis zu unserem Testsieger macht.

Großer LTE-Ferrari

FritzBox 6890 LTE

Test LTE-Router: FritzBox 6890 LTE
Die FritzBox 6890 LTE kommt mit 4x4-AC-WLAN, VDSL- und LTE-Modem samt Telefonie, NAS und SmartHome.

Der Überflieger in Sachen Ausstattung ist die FritzBox 6890 LTE von AVM, die sowohl ein vollwertiges VDSL- als auch ein LTE-Modem (Cat 6) integriert hat. So lässt sie sich flexibel an unterschiedlichen Anschlüssen nutzen und unterstützt alle für Deutschland relevanten LTE-Frequenzbänder. Hinzu kommen ein leistungsstarkes 4×4-AC-WLAN (1733 + 800 Mbit/s) und die Funktionsfülle, die man von Fritzbox-Modellen bereits kennt – etwa Telefonanlage mit DECT, Fax und Anrufbeantworter sowie USB-Anschluss und Mediaserver. Allerdings hat das Ganze auch seinen Preis – knapp 300 Euro wird nicht jeder ausgeben wollen.

Kleiner LTE-Ferrari

AVM Fritzbox 6850 LTE

Test LTE-Router: AVM Fritzbox 6850 LTE
Sehr gut ausgestatteter All-in-One-LTE-Router mit DECT-Telefonie, USB-NAS- und SmartHome-Funktionalität.

Die FritzBox 6850 LTE ist die neue, »kleine Schwester« der Fritzbox 6890 LTE mit etwas schwächerer Hardware-Ausstattung. Das WLAN funkt mit 2×2-AC-Dualband, das integrierte Cat.4-LTE-Modem bietet nur maximal 150 Mbit/s im Download und es gibt auch kein VDSL-Modem. Dafür kostet die 6850 rund 100 Euro weniger, bietet dafür aber dieselbe starke VoIP-Telefonanlage mit DECT-Basis, Smart-Home-Funktionalität und einen NAS-/Mediaserver am USB-3.0-Port. AVM hat diesen Router ausschließlich für den Betrieb mit der SIM-Karte vorgesehen, denn keiner der vier Gigabit-LAN-Ports lässt sich als WAN-Port schalten.

Preisgünstig und mobil
Test LTE-Router: TP-Link M7650
Funktionaler, gut ausgestatteter Cat11-LTE-Router mit Display-Steuerung für wenig Geld.

Für vergleichsweise günstiges Geld erhält man mit TP-Links M7650 einen portablen, gut ausgestatteten Cat11-LTE-Router mit integriertem Display, der sich per App, Webmenü und mit Einschränkungen sogar direkt über zwei Tasten am Gehäuse bedienen lässt. Schade nur, dass man sich beim Dualband-WLAN für 2,4 Gigahertz oder 5 Gigahertz entscheiden muss. Dafür klappt das Umschalten der WLAN-Frequenz direkt per Knopfdruck.

Mobil mit Touchscreen

Netgear AirCard 810

Der ebenfalls akkubetriebene Netgear AirCard 810 ist die teurere Alternative zu TP-Links M765o. Auch hier wurde ein leistungsfähiges Cat.11-Modem verbaut, aber das Highlight dieses portablen LTE-Routes ist sein großzügig bemessener Touchscreen, über den alle wichtigen Einstellungsmöglichkeiten erreichbar sind. Zur Empfangsverstärkung stehen außerdem zwei TS-9-Anschlüsse für externe Antennen bereit. Gut gelöst ist in der AirCard zudem die Funktion des Offloadings, bei der eines der beiden WLAN-Bänder mit einem vorhandenen WLAN-Zugang gekoppelt werden kann, um die LTE-Verbindung zu entlasten.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Unser FavoritGroßer LTE-FerrariKleiner LTE-FerrariPreisgünstig und mobilMobil mit Touchscreen
ModellHuawei B535-232FritzBox 6890 LTEAVM Fritzbox 6850 LTETP-Link M7650Netgear AirCard 810Zyxel LTE4506-M606Netgear Nighthawk M1 (MR1100)Asus 4G-AC68UNetgear Orbi LBR20 LTETenda 4G09Huawei B525sHuawei E5186Huawei E5577C
Test LTE-Router: Huawei B535-232Test LTE-Router: FritzBox 6890 LTETest LTE-Router: AVM Fritzbox 6850 LTETest LTE-Router: TP-Link M7650Test LTE-Router: Netgear AirCard 810Test LTE-Router: Zyxel LTE4506-M606Test LTE-Router: Netgear Nighthawk M1 (MR1100)Test LTE-Router: Asus 4G-AC68ULTE-Router Test: Lbr20 LeftTest LTE-Router: Tenda 4G09Test LTE-Router: Huawei B525Test LTE-Router: Huawei E5186Test LTE-Router: Huawei E5577C
Pro
  • Sehr gute LTE-Transfers über interne Antennen
  • Flexibler LAN/WAN-Port inklusive autom. Fallback auf LTE-Verbindung
  • Komfortables Setup via Smartphone-App
  • günstig
  • DSL- und LTE-Modem integriert
  • Schnelles Dual-WLAN
  • Viele Funktionen
  • Benutzerfreundliche Bedienung
  • Große Funktionalität mit vielen Extras (DECT-Telefonie, SmartHome, USB-NAS)
  • Tolle Dokumentation/Hilfe
  • Vorbildliche LTE-Verbindungsinfos
  • Guter WLAN-Durchsatz
  • Günstig für mobilen Display-LTE-Router
  • MicroSD-Karten-Slot (Einsatz als „Mini-NAS“)
  • Übersichtliches Webmenü
  • Gute (engl.) Online-Hilfe im Webmenü
  • TFT-Display
  • Zukunftssicher und mobil nutzbar dank hoher Akkulaufzeit
  • Mobil und stationär nutzbar
  • LAN-Port auch für Offloading nutzbar
  • USB-Port/MicroSD-Slot (Mini-NAS, DLNA-Server)
  • Umfassende Funktionalität
  • Starker Akku (5040 mAh)
  • Sehr große Funktionalität
  • AC-Dualband-WLAN, 4xLAN, 1xWAN, USB3 mit Mediaserver
  • Ausgefeilte Dual-WAN-Einstellungen
  • Gute LTE-Empfangsleistung durch externe Antennen
  • Gute LTE-Transfers
  • Mobilfunk auch als Fallback nutzbar
  • Triband-Access-Point (meshfähig mit Orbi-Satelliten)
  • Orbi-App mit cloudbasiertem Fernzugriff
  • Gute LTE-Transfers
  • Cloudbasierter Fernzugriff per Smartphone-App
  • Ausführliches Handbuch (allerdings nur englisch)
  • Großes LTE-Bandspektrum
  • Schnell und vielfältig nutzbar
  • Schnell und vielfältig nutzbar
  • Kann mobil verwendet werden
Contra
  • Kein QoS
  • Kein Handbuch (nur Quickinfo)
  • Kein Fernzugriff
  • Gigabit-Switch leicht gedrosselt
  • Sehr teuer
  • Internetzugriff nur per Mobilfunk möglich (kein LAN/WAN-Port)
  • Nur integriertes Cat.4-LTE-Modem ohne Carrier Aggregation
  • Webmenü und PDF-Handbuch in Englisch
  • 2,4- und 5-GHz-WLAN nur getrennt aktivierbar
  • Keine ext. Antennen anschließbar
  • Kein Netzteil im Lieferumfang (nur USB-Ladekabel)
  • Leider sehr teuer
  • Kein USB-Port und kein Akku
  • Sehr teuer
  • Reines Info-Display, keine Einstellungen möglich
  • Keine Online-Hilfe im Webmenü, PDF-Handbuch in Englisch
  • Setup über App „hakelig“
  • Fragwürdige Dualband-Umsetzung (WLAN-Offloading)
  • Sehr teuer
  • Hakeliges LTE-Setup
  • Kein LTE bei 700 und 900 MHz
  • Sehr teuer
  • Keine LED-Anzeige für LTE-Signalstärke
  • Schwächen im 2,5-GHz-WLAN (schaltet nicht auf 20 MHz)
  • Sehr träge bei Einstellungsänderungen und beim Fallback auf LTE
  • LTE und WAN nur getrennt nutzbar
  • WLAN ab Werk unverschlüsselt
  • Kein https (auch nicht über WAN/Remote!)
  • nur untere 5GHz-WLAN-Kanäle 36-48 (kein DFS!)
  • Fehler in FW-Update-Funktion
  • Konfigurationsoberfläche könnte einfacher sein
  • Konfigurationsoberfläche könnte einfacher sein
  • Lediglich ein USB-Kabel dabei
  • Kein Netzteil
Bester Preis
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LTE als Festnetzersatz

Wer zuhause keinen DSL-, Kabel- oder Glasfaseranschluss hat, für den kann ein LTE-Router die einzige Option sein, um an schnelles Internet zu kommen: Rein theoretisch sind schon jetzt bis zu 500 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) mit LTE möglich – und in den nächsten Jahren werden die Provider die Transferraten noch weiter auf über 1.000 Mbit/s steigern. Damit liegt LTE schon jetzt auf dem Niveau schneller Glasfaseranschlüsse.

Für schnelle Datenübertragung ist eine Sichtverbindung zum Sendemast nötig

Wirklich schnell ist das Internet über LTE allerdings nur bei optimalem Empfang. Dazu ist in der Regel eine Sichtverbindung zu einem LTE-Sendemast nötig. Gerade in abgelegenen, ländlichen Gebieten ist das oft nicht der Fall. Dabei sind genau das meist auch die Regionen, in denen Internet via LTE aufgrund des fehlenden DSL-Ausbaus die einzige Möglichkeit ist, an einen schnellen Internet-Anschluss zu kommen. Abhilfe bei schlechtem Empfang im Haus können LTE-Antennen schaffen, die man an der Hauswand oder auf dem Dach anbringt. Mehr dazu lesen Sie weiter unten.

Außerdem sollten nicht zu viele Nutzer in einer Funkzelle angemeldet sein und gleichzeitig Daten übertragen, denn LTE ist ein so genanntes »shared« (geteiltes) Medium. Das bedeutet, dass die maximal verfügbare Bandbreite einer Funkzelle auf die aktiven Teilnehmer dieser Funkzelle aufgeteilt wird. Die für jeden Einzelnen maximal verfügbare Bandbreite sinkt also bei steigender Teilnehmerzahl. Maximale Transferraten sind somit nur erreichbar, wenn man möglichst wenig konkurrierende Mitnutzer in seiner Funkzelle hat, was natürlich schwer zu beeinflussen ist.

Ein LTE-Router funktioniert im Prinzip genauso wie ein WLAN-Router mit VDSL- oder Kabel-Modem: Er stellt auf der einen Seite die Verbindung zum Internet her und baut auf der anderen Seite ein WLAN-Netz auf, mit dem sich alle internetfähigen Geräte im Haus verbinden können. Der einzige Unterschied zwischen einem DSL- und einem LTE-Router ist der Weg, über den das Gerät eine Online-Verbindung aufbaut: An einem herkömmlichen Router fließen die Daten durch ein Kabel zum Router, beim LTE-Router läuft das Ganze über eine Mobilfunkverbindung zwischen dem LTE-Modem im Router und dem nächstgelegenen LTE-Funkmast des Providers.

LTE-Mobilfunkfrequenzen in Deutschland

Je mehr dieser Frequenzbänder ein LTE-Router unterstützt, umso höher ist die Chance auf guten LTE-Empfang. Als Faustregel gilt, dass die LTE-Frequenzen unterhalb 1.000 MHz aufgrund ihrer höheren Reichweite für die Versorgung der ländlichen, eher dünner besiedelten Regionen eingesetzt werden, während die Frequenzen ab 1.500 MHz vornehmlich in den dichter besiedelten, städtischen Regionen zum Einsatz kommen. Die folgenden Mobilfunkfrequenzen werden aktuell von den großen Mobilfunknetzbetreibern in Deutschland eingesetzt. Besonders wichtige LTE-Frequenzen sind gefettet, zukünftige oder zunehmend wichtigere Frequenzen (weil aktuell im Ausbau) sind kursiv.

  • 700 MHz (Band 28) früher DVBT, seit Juli 2019 => TK, Telefonica, Vodafone
  • 800 MHz (Band 20): alle Mobilfunknetzbetreiber
  • 900 MHz (Band 8): derzeit nur Telekom, von Vodafone und Telefonica nur für GSM verwendet
  • 1.500 MHz (Band 32), nur für Downloads bei Telekom und Vodafone
  • 1.800 MHz (Band 3): alle Mobilfunknetzbetreiber
  • 2.100 MHz (Band 1): aktuell noch UMTS, soll auf LTE umgestellt werden
  • 2.600 MHz (Band 7): alle Mobilfunknetzbetreiber

Eine sehr gute Übersicht über die Verteilung der Mobilfunkfrequenzen auf die verschiedenen deutschen Mobilfunkprovider bietet der Mobilfunkprovider Telefonica auf dieser Seite. Informationen zu LTE-Ausbau und Verfügbarkeit in Deutschland liefert die Bundesnetzagentur.

So haben wir getestet

Wir haben uns alle derzeit auf dem deutschen Markt verfügbaren LTE-Router angesehen und die interessantesten Modelle für unseren Test ausgewählt. Darunter sind sowohl Modelle für den stationären Betrieb im Haus sowie einige Modelle mit Akku, die man auch unterwegs nutzen kann.

Beim Test haben uns vor allem Geschwindigkeit, technische Ausstattung und Benutzerfreundlichkeit interessiert. Wir wollten wissen, mit welchem Router man zu Hause schnell und einfach per LTE ins Internet kommt, ohne sich in einem Jahr schon wieder ein neues Modell zulegen zu müssen.

LTE-Router im Test: Alle Testkandidaten
Von links oben: Fritzbox 6820, die mit der Fritzbox 6890 inzwischen einen Nachfolger hat, Zyxel LTE 4506, Netgear Nighthawk R7100, Huawei E5186, Fritzbox 6840, TP Link Archer MR200, Huawei E5577, Zyxel WAH7706, Netgear Aircard 810, TP Link M7310.

Wir haben mit jedem Router Geschwindigkeitstests in LTE-Netzen durchgeführt. Wie bei allen drahtlosen Datenübertragungen hängt die Transferrate von etlichen Faktoren ab, die von Ort zu Ort stark variieren. Eine wichtige Rolle spielt dabei unter anderem die Entfernung zum nächsten LTE-Funkmasten, aber auch die Isolierung des Hauses oder Störungen durch andere Funkanlagen. Wie man den Empfang auch unter schlechten Bedingungen deutlich verbessern kann, erklären wir weiter unten. Bei den neu getesteten stationären LTE-Routern mit integriertem Gigabit-Switch haben wir außerdem die Übertragungsraten zwischen einem WLAN-Client (Notebook mit 2×2-Wifi6-Karte) und einem per Ethernet-Kabel angeschlossenen PC ermittelt.

Wie bei einem Handy muss man auch in einen LTE-Router eine SIM-Karte einlegen, um das Netz des Anbieters nutzen zu können. Alle Router im Test erkennen anhand der SIM-Karte den Provider und konfigurieren die Zugangsdaten automatisch – praktisch für den Sofortstart. Dennoch bieten alle Modelle die Möglichkeit, diese Einstellung manuell anzupassen. Das kann zum Beispiel dann wichtig sein, wenn man im Ausland die SIM-Karte eines eher unbekannten Providers nutzt.

Wird im Router die PIN der SIM-Karte abgefragt, sollte man die PIN-Abfrage deaktivieren oder die PIN im Router speichern, so dass man bei einem Restart des Routers nicht immer die PIN eingeben muss. Dies empfiehlt sich insbesondere bei der Nutzung eines stationären LTE-Routers.

Die Konfigurationsoberfläche erreicht man übrigens immer auf die gleiche Weise: Der Router spannt sofort nach Einschalten ein WLAN-Netz auf, mit dem man sich via PC oder Smartphone verbindet. Die Zugangsdaten findet man auf dem Etikett auf der Rück- oder Unterseite des Geräts. Bei portablen Routern sind die Zugangsdaten auch oft im Inneren des Geräts unter dem Akku aufgeklebt. Sobald man sich per Smartphone mit dem WLAN des Routers verbunden hat, findet die App den Zugang zum Router automatisch. Im Browser eines (per LAN-Kabel oder WLAN mit dem LTE-Router verbundenen) Notebooks muss eventuell eine IP-Adresse oder eine spezielle URL eingegeben werden, damit das Einstellungsmenü des Routers erscheint.

 LTE-Router Test: Huawei B535 232

Testsieger: Huawei B535-232

Von allen getesteten LTE-Routern ist der Huawei B535-232 aus unserer Sicht die beste Wahl für alle, die sich einen eigenen stationären LTE-Router kaufen möchten – und nicht den Provider-Router eines LTE-Zuhause-Tarifs nutzen möchten. Der Huawei-Router verbinden alle Geräte im Haushalt flott und sicher mit dem Mobilfunknetz und reißt mit 100 Euro kein riesiges Loch ins Haushaltsbudget.

Unser Favorit

Huawei B535-232

Test LTE-Router: Huawei B535-232
Günstiger, gut ausgestatteter und flexibel einsetzbarer Cat7-LTE-Router mit sehr gutem LTE-Transfer und Fallback-Funktion.

Der Huawei B535 wird hochkant aufgestellt und nimmt dadurch relativ wenig Platz in Anspruch. So kann man ihn etwa auf ein schmales Fensterbrett stellen und nutzt so den besseren Empfang am Fenster. Aussparungen für die Befestigung an der Wand hat das Gerät keine. Stattdessen finden sich hinter einer Abdeckung auf der Rückseite zwei SMA-Anschlüsse, an die sich bei Bedarf externe Antennen anschließen lassen.

Allerdings erzielten wir bereits mit den intern verbauten Mobilfunkantennen an unserem Standort in einer Großstadt ausgezeichnete Empfangs- und Übertragungswerte. Für abgelegene Regionen kann das Anbringen externe Antennen jedoch durchaus zu einer besseren Empfangsleitung führen.

 LTE-Router Test: 1huawei B535 Antenneneinstellungen
Beim Anschluss externer Antennen können Sie in den Systemeinstellungen des B535 verschiedene Antennen-Statuseinstellungen durchprobieren und an die Empfangsbedingungen vor Ort anpassen.

LTE-Geschwindigkeit

In unserem Praxistest erzielen wir über die beiden internen LTE-Antennen des B535 sehr gute LTE-Übertragungsraten im Bereich zwischen 80 bis 100 Mbit/s im Downstream (1,8 GHz, 20 MHz) und bis über 40 Bit/s im Upstream. Die optimale Positionierung des Routers wird durch fünf Router-LEDs erleichtert, die uns Auskunft über die aktuelle LTE-Empfangsqualität geben. Im Routermenü lässt sich bei Bedarf einstellen, dass sich das Modem nur mit 4G-Netzen (4G ist hier eine andere Bezeichnung für LTE) verbinden soll.

Doch wie bereits angesprochen, sind solche Messergebnisse mit Vorsicht zu genießen. Mobilfunkübertragungen im Außenbereich werden noch deutlich stärker durch verschiedenste Störungen beeinflusst als beispielsweise WLAN-Verbindungen in Innenräumen. Hinzu kommt beim Mobilfunk noch die aktuelle Belegung der Funkzelle, auf die man als einfacher Mitbenutzter praktisch keinen Einfluss hat. Dennoch zeigte unser Praxistest offensichtliche Unterschiede zwischen den LTE-Übertragungsraten einer Fritzbox 6850 LTE mit Cat.4-Modem und dem B535 mit Cat.7-Modem. So kam die Fritzbox selbst bei bestem Empfang und mäßig belegtem LTE-Netz nur auf maximal 64 Mbit/s netto. Der Huawei-Router war hier im Schnitt rund 50 Prozent schneller.

Das integrierte LTE-Modem des Routers unterstützt mit 800, 1.800 und 2.600 MHz alle wichtigen Frequenzen, die die Mobilfunk-Provider in Deutschland derzeit für LTE nutzen. Auch das Band 8 bei 900 MHz, das seit kurzem von der Telekom zusätzlich für LTE-Übertragungen genutzt wird, und das Band 32 bei 1.500 MHz, das bei Telekom und Vodafone mittels Carrier Aggregation für höhere LTE-Download-Bandbreiten sorgt, kommt der B535-Router klar.

Und im Gegensatz zu seinem Vorgänger, dem Huawei B525, funkt der B535 auch im Band 28 bei 700 MHz, das die drei großen Netzbetreiber nun auch verstärkt einsetzen, um die Mobilfunkversorgung in ländlichen Regionen zu verbessern. Damit ist es zumindest dem Router egal, bei welchem Anbieter Sie unter Vertrag stehen und welche Frequenz der nächste Funkmast nutzt – der B535 kommt mit allen aktuellen LTE-Standards zurecht.

Theoretisch schneller als DSL

Setup

Die Einrichtung des Huawei-Routers klappt ohne Probleme über die beiliegende Quickinfo. An der Unterseite des Router-Gehäuses gibt es einen Einschub für eine Micro-SIM-Karte. Bitte beachten Sie: Falls Sie eine Nano-SIM-Karte wieder mit einem einfachen Micro-SIM-Rahmen »vergrößern« möchten, sollten Sie diesen auf der der SIM-Kontaktfläche abgewandten Seite mit einem kleinen Streifen Tesafilm stabilisieren. So verhindern Sie, dass sich Ihre »adaptierte« SIM-Karte beim Einstecken in den Schlitz vom Kartenrahmen löst und stecken bleibt. Das gilt übrigens für alle Mobilfunk-Router mit Einsteckschlitz, bei denen die SIM-Karte nachträglich wieder mit einem Rahmen vergrößert wurde.

Der Huawei-Router mit ab Werk verschlüsseltem WLAN kann per WPS-Taste mit einem Notebook gekoppelt werden oder über Huaweis Smartphone-App »AI-Link«. Der durchgängig deutschsprachige Setup-Assistent liefert dabei vorbildliche Unterstützung. Die Registrierung mit einer Huawei-ID ist nicht erforderlich, zumal Huawei keinen Cloud-basierten Fernzugriff auf seinen Router anbietet. Die Steuerung des Huawei-Routers per App oder am Notebook funktioniert grundsätzlich nur innerhalb des eigenen Heimnetzes.

Das Webmenü des B535 ist eher schlicht gehalten und bietet über die Startseite, welche das Heimnetz in einer vereinfachten Grafik darstellt, direkten Zugriff auf alle wichtigen Router-Einstellungen. Gut: Der Zugriff auf das Webmenü lässt sich auch über eine SSL-gesicherte https-Verbindung realisieren, was auch innerhalb des Heimnetzes für ein wenig zusätzliche Sicherheit sorgen kann.

 LTE-Router Test: 4huawei B535 Startseite
Auf der Startseite des Huawei-Routers gelangt man per Klick auf die Icons in der Verbindungsgrafik direkt zu den entsprechenden Einstellungen.

Nicht so gut finden wir allerdings, dass Huawei für sein Gerät kein ausführliches PDF-Handbuch bereitstellt und auch keine ausführliche Online-Hilfe anbietet. Für einfache Einstellungen (WLAN-Kennwort ändern, Gast-WLAN konfigurieren etc.) genügen die knappen Ausführungen im Webmenü, doch wer beispielsweise zum ersten Mal in den erweiterten Einstellungen des Routers eine Portweiterleitung (»virtueller Server«) einrichten möchte, würde sich bestimmt über eine etwas ausführlichere Dokumentation des Routerherstellers sicher freuen.

WLAN und Netzwerk

Das Wifi-6-WLAN des Huawei B535 funkt über je zwei Sende- und Empfangsmodule (2×2) mit bis zu 300 Mbit/s bei 2,4 GHz und 867 Mbit/s bei 5 GHz bereitstellt. In der Praxis messen wir die effektive (Netto-) Verbindungsleistung des Router-WLANs über das Tool iperf3 und kommen dabei auf gute Transferraten von 530 Mbit/s bei 5 Gigahertz und 190 Mbit/s bei 2,4 Gigahertz unter optimalen Bedingungen (Router und WLAN-Client im selben Raum). Auch unter schlechteren Bedingungen mit drei Wänden zwischen Router und Client erzielen wir in beiden Funkbändern noch erfreulich gute Verbindungsleistungen.

Gut: Der Router bietet die Möglichkeit sein 2,4-GHz-WLAN nachts automatisch aus- und wieder einzuschalten, um damit auf (störende) WLAN-Router in der Nachbarschaft reagieren zu können. So kann der Router auf einen weniger stark belegten WLAN-Kanal wechseln.

Die Übertragungsleistung innerhalb des 4-Port-Gigabit-Switches des Routers ist allerdings etwas gedrosselt. Anstelle der erwarteten 940 Mbit/s zwischen zwei am LAN-Port angeschlossenen Clients erreichen wir nur maximal 750 Mbit/s. Wir haben diesen Messwert mit einer am B535 angeschlossenen schnellen NAS nachgeprüft und kommen auch hier auf Transferraten von maximal 90 MB/s (entspricht etwa 720 Mbit/s). An einem »normalen« (nicht gedrosselten) Gigabit-Switch erreicht dieselbe NAS Transferraten um die 110 MB/s.

Auf die maximal möglichen Transferraten von WLAN-Clients am Huawei-Router hat das keinen Einfluss. Es geht tatsächlich nur um LAN-zu-LAN-Verbindungen jenseits der 80 MByte/s. Insofern halten wir diesen Umstand für nicht allzu dramatisch, wollen ihn aber auch nicht verschweigen.

Dabei zeigt sich der Router als sehr sparsam. Seine Leistungsaufnahme liegt selbst mit einem verbundenen LAN-Client nur bei geringen 3,8 Watt.

Flexibler LAN/WAN-Port und LTE-Fallback

Was uns sehr gut gefallen hat: Der Huawei B535 lässt sich auch als »gewöhnlicher« WLAN-Router an einem Kabel-, DSL- oder »Glasfaser-Modem« (ONT) nutzen. Zieht man um oder ist zuhause dann irgendwann doch DSL, Kabel oder Glasfaser verfügbar, kann man den B535 weiterhin nutzen, indem man ihn an ein entsprechendes Modem anschließt.

Der Huawei B535 besitzt zudem eine äußerst nützliche Fallback-Funktion, wenn er die Online-Verbindung per Modem (ONT etc.) über den als WAN-Anschluss konfigurierten vierten LAN-Port herstellt. Fällt diese Online-Verbindung aus, baut der Router automatisch eine Verbindung ins Mobilfunknetz auf, sofern eine SIM-Karte eingesteckt ist. Diese Funktion dürfte insbesondere auch für Home-Office-Arbeiter oder kleine Büros interessant sein, um den Ausfall ihrer Festnetzverbindung zusätzlich mit leistungsfähigem Mobilfunk zu sichern zu können.

 LTE-Router Test: 5huawei B535 Lan Wan Port Einstellungen
Der flexible vierte Gigabit-Ethernet-Port lässt sich alternativ als WAN-Anschluss konfigurieren und bietet alle wichtigen Verbindungseinstellungen.

Dafür vermisst der Router manch andere Funktion, wie beispielsweise Quality-of-Service (QoS). Sie können also bestimmte Teilnehmer in Ihrem Heimnetz nicht auf eine bestimmte Bandbreite drosseln, aber immerhin bei Bedarf komplett blockieren. Auch gibt es nur sehr rudimentäre Möglichkeiten per Domain-Namensfilter, um unerwünschte Webinhalte über den Router zu blockieren. Immerhin gibt es über die Einstellung »Jugendschutz« die Möglichkeit, den Internetzugriff für einzelne Clients im Heimnetz zeitlich zu reglementieren.

Huaweis B535 LTE-Router ist kein perfektes Gerät, denn es gibt durchaus einige Punkte, die die Modelle manch anderer Hersteller (insbesondere AVMs Fritzboxen) sicher besser machen. Allerdings ist der B535 auch kein klassischer All-in-One-Router samt integrierter Telefonanlage, USB-NAS und Smart-Home-Hub, sondern ein einfacher, stationärer LTE-Modem-Router. Wer jedoch sowieso nur noch am Smartphone telefoniert und einen Router mit sehr gutem LTE-Empfang sucht, der zudem noch sehr flexibel einsetzbar ist (LAN/WAN-Port, Fallback), bekommt hier ein tolles, funktionales Gerät zu einem sehr fairen Preis.

 

Huawei B535 im Testspiegel

Die Fach-Website Maxwireless (03/2020) hat den Huawei B535 ebenfalls getestet und stellt fest:

»Der Huawei B535-232 4G Router 3 Pro hinterließ im Test einen sehr guten Eindruck. Das Design von Hardware und Software ist schlicht und funktionell, die Bedienung per App und Webinterface ist einfach und durchdacht. Stellenweise wären jedoch mehr Informationen und Einstellungsmöglichkeiten wünschenswert. Die Verbindungsgeschwindigkeiten über LTE und WLAN sind gut, auch die vielen RJ45 Ethernet LAN Anschlüsse sind lobenswert. Auf eine Telefonanlage und einen USB-Anschluss muss man verzichten, Anschlüsse für eine externe LTE-Antenne hat Huawei aber verbaut. Wer mit den wenigen beschriebenen Einschränkungen leben kann, der bekommt mit dem Huawei B535 einen sehr guten LTE-Router zum fairen Preis.«

Alternativen

Die Auswahl an LTE-Routern auf dem Markt ist deutlich kleiner als die herkömmlicher WLAN-Router. Dennoch bieten auch andere Hersteller interessante Modelle an, die für den einen oder anderen eine sinnvolle Alternative zu unserem Favoriten sein können.

Premium-Empfehlung: FritzBox 6890 LTE

Vollwertiges DSL- und LTE-Modem in einem Gehäuse, WLAN nach aktuellem Stand und dazu eine komplette Telefonanlage für analoge, ISDN- und IP-Telefonie – die FritzBox 6890 LTE bietet derzeit so viele Funktionen wie kaum ein anderer Router. Allerdings dürfte sie daher für alle, die nur einen LTE-Router suchen, keine Option sein – auch wegen des hohen Preises.

Wer hingegen einen WLAN-Router mit integriertem DSL-Modem sucht, aber hin und wieder auch per LTE ins Internet gehen möchte, sollte sich das neue Modell von AVM etwas genauer anschauen.

Großer LTE-Ferrari

FritzBox 6890 LTE

Test LTE-Router: FritzBox 6890 LTE
Die FritzBox 6890 LTE kommt mit 4x4-AC-WLAN, VDSL- und LTE-Modem samt Telefonie, NAS und SmartHome.

Die Fritzbox 6890 kommt mit einem LTE-Modem der Kategorie 6. Damit beherrscht sie alle hierzulande wichtigen Frequenzen und erreicht in Download bis zu 300 Mbit/s – ebenso wie unser Testsieger von Huawei. Steht gerade kein LTE zur Verfügung, verbindet sich das Modem per UMTS/HSDPA mit dem Internet. Zwei zusätzliche Antennen sorgen für besseren Empfang, optional lassen sich die Anschlüsse auch für Außenantennen nutzen.

Beim WLAN setzt Hersteller AVM ebenfalls auf aktuelle Technik: Der Router unterstützt den Standard 802.11ac und 802.11n, spannt also ein 2,4- und 5-GHz-Netz im Parallelbetrieb auf. Zudem gibt es Multi-User MIMO, mit der die Fritzbox mehrere angeschlossene Geräte tatsächlich gleichzeitig bedienen kann. Allerdings gibt es derzeit nur wenige Geräte, die davon wirklich profitieren. Aber: Die Fritzbox 6890 LTE ist damit extrem zukunftssicher.

Hinzu kommen die vielen Funktionen, die man auch von anderen AVM-Modellen kennt: Der Router dient als Telefonanlage und DECT-Station, Fax und Anrufbeantworter sind ebenso integriert wie ein Mediaserver und ein USB-Eingang für Speicher oder Drucker. Zudem gibt es zahlreiche Anschlüsse für analoge und ISDN-Telefone, Netzwerkkabel (4 x Gigabit-Ethernet) und einen DSL-Port, der ADSL und VDSL bis 300 Mbit/s mit SuperVectoring unterstützt.

Die Fritzbox arbeitet mit der gewohnt benutzerfreundlichen Oberfläche FritzOS, ein Assistent hilft zu Beginn bei der Einrichtung der LTE-Verbindung (oder alternativ der DSL-Verbindung). Wer schon einmal eine Fritzbox benutzt hat, wird auch die 6890 LTE problemlos bedienen können.

Die Benutzerfreundlichkeit in Verbindung mit der topaktuellen Technik machen die FritzBox 6890 LTE derzeit sicher zum besten LTE-Router auf dem Markt. Wir präsentieren sie aber nicht als Top-Empfehlung, denn für viele lohnt es sich einfach nicht, so viel zu zahlen, nur um per LTE ins Internet zu gehen – selbst wenn der Preis für die Fülle an Funktionen gerechtfertigt ist.

Besser, aber teurer: Fritzbox 6850 LTE

Die Fritzbox 6850 LTE ist im Gegensatz zu Ihrer großen Schwester, der Fritzbox 6890 LTE, mit einem schwächeren Cat.4-LTE-Modem ausgestattet, das ohne Carrier Aggregation nur maximal 150 Mbit/s (brutto) im Download erzielen kann. In der Praxis erzielten wir mit der 6850 bei automatischer Frequenzbandwahl zunächst nur Nettodatenraten von 64 Mbit/s im Download. Das ist zwar flotter als VDSL-50, doch andere stationäre Router mit Cat.6-Modems (oder besser) schnitten hier deutlich besser ab.

Kleiner LTE-Ferrari

AVM Fritzbox 6850 LTE

Test LTE-Router: AVM Fritzbox 6850 LTE
Sehr gut ausgestatteter All-in-One-LTE-Router mit DECT-Telefonie, USB-NAS- und SmartHome-Funktionalität.

Eine wahre Freude ist hingegen, wie AVM eine Fülle an LTE-Verbindungsinformationen im Webmenü seines Routers nutzwertig aufbereitet und visualisiert. Man erhält auch in der Fritzbox 6850 LTE alle Infos über alle verfügbaren LTE-Netze der Umgebung samt Frequenz, Empfangsstärke und aktueller Nutzung übersichtlich aufgelistet. Wer möchte, kann im Internetmenü unter »Zugangsdaten« sogar explizit bestimmen, welche LTE-Frequenzbänder die Fritzbox nutzen (oder nicht nutzen) soll, um eine Verbindung zum Mobilfunkprovider aufzubauen.

Mit dieser Option gelang es uns dann auch per manueller Frequenzbandwahl, die wenig genutzten aber zu weit entfernten (-> schlechter Empfang) 2.600er-Netzwerke unseres Mobilfunkproviders auszublenden, sodass sich die Fritzbox mit dem etwas stärker genutzten, aber über ausgezeichneten Empfang verfügenden 1.800er-Netz verbunden hat. Durch dieses Tricksen erzielten wir dann doch noch vergleichsweise hohe Downloadtransfers von knapp 80 Mbit/s im Down- und über 40 Mbit/s im Upload. Voraussetzung ist natürlich eine Umgebung, in der der eigene Mobilfunkprovider genügend erreichbare Funkmasten mit einem entsprechenden Frequenzspektrum betreibt.

Auch am integrierten 2×2-Wifi-5-Access-Point des Routers gibt es nichts auszusetzen. Bis zu 650 Mbit/s netto erzielen wir über das 5-GHz-WLAN unter Idealbedingungen und selbst über die etwas ungünstigere Verbindungstrecke mit drei Wänden als Hindernisse kommen wir immer noch auf ausgezeichnete 380 Mbit/s. Der Stromverbrauch des AVM-Routers geht mit 4,4 Watt bei einem angeschlossenen LAN-Client auch noch in Ordnung.

Dabei handelt es sich bei der Fritzbox 6850 LTE um einen echten All-In-One-Router inklusive SIP-Telefonie, DECT-Basis-Station, SmartHome-Hub (DECT ULE) und einem USB3-NAS-Port, der Inhalte eines angeschlossenen USB-Speicher mit bis zu 67 MByte/s (41 MByte/s upload) im Heimnetz verteilen kann. Damit ließe sich auch der deutlich höhere Preis gegenüber dem Huawei B535-Router durchaus rechtfertigen, sofern die entsprechenden Mehrwertfunktionen auch tatsächlich verwendet.

Was uns jedoch überrascht hat, ist die Tatsache, dass sich in diesem All-in-One-Router keiner der vier Gigabit-LAN-Ports als alternativer WAN-Anschluss schalten lässt. Die Fritzbox 6850 LTE ist somit ein reiner Mobilfunk-Modemrouter, dessen integriertes LTE-Modem sich nicht »umgehen« lässt, indem man beispielweise den LAN1-Port als WAN-Port schaltet, so wie man es von den meisten Fritzboxen mit integriertem DSL-Modem gewohnt war. Damit lässt sich die 6850 LTE auch nicht als »gewöhnlicher« Router via externem Modem an einem Festnetz-Anschluss betreiben.

Wer sich an dieser Einschränkung nicht stört und auch auf Telefonie, SmartHome und Router-NAS nicht verzichten möchte, erhält mit der Fritzbox 6850 LTE einen hervorragend ausgestatteten, vorbildlich dokumentierten und leistungsfähigen All-in-One-LTE-Router. Der Preis geht für den gebotenen Mehrwert absolut in Ordnung, weshalb uns auch AVMs neuer kleiner LTE-Router definitiv eine Empfehlung wert ist.

Die Installation des portablen, akkubetriebenen TP-Link M7650 erfolgt über die Smartphone-App tpMiFi oder via Weboberfläche am Notebook. Hierzu verbindet man sich zunächst mit dem vorverschlüsselten WLAN des Mobilfunk-Routers, dessen Zugangsdaten über das mit 1,44 Zoll recht klein geratene Display abgelesen werden können. Ärgerlich: Das Login-Password für die App oder die Benutzeroberfläche des Routers ist im Inneren des Geräts hinter dem zuvor eingefügten Akku abgedruckt. Also alles abbrechen, Akku raus, Passwort ablesen, wieder hochfahren und nochmal von vorne. Die weitere Einrichtung funktioniert dann jedoch problemlos.

Preisgünstig und mobil
Test LTE-Router: TP-Link M7650
Funktionaler, gut ausgestatteter Cat11-LTE-Router mit Display-Steuerung für wenig Geld.

Als WLAN spannt der mobile Router entweder ein 300 Mbit/s-Netz im 2,4-Gigahertz-Band (802.11n) oder ein 867-Mbit/s-Netz im 5-Gigahertz-Band (802.11ac, WiFi 5) auf. Bei fünf Gigahertz stehen nur die DFS-freien Kanäle 36 bis 48 zur Verfügung. Parallel lassen sich die beiden Funkbänder aber nicht nutzen. Das senkt den Stromverbrauch, aber die volle Geschwindigkeit zum Client kann man nicht nutzen, wenn Singleband- und Dualband-Geräte gleichzeitig genutzt werden. Dieser Nachteil wird etwas abgefedert, wenn man das Gerät nur in Deutschland einsetzt – LTE-Netto-Raten, die das 5-GHz-Band wirklich auslasten, gibt es hier nur selten. Außerdem lässt sich das WLAN-Band ohne App und ohne Webmenü direkt am Display des Routers über die beiden Bedienknöpfe wechseln.

 LTE-Router Test: Tp Link M7650 Status
TP-Link M7650: Übersichtliches, englischsprachiges Webmenü mit guter Online-Hilfe.

Obwohl die tpMiFi-App bereits eine ganze Reihe von Einstellungsmöglichkeiten zulässt, kommt man für erweiterte Router-Einstellungen (DMZ, WLAN-Kanäle, Passwort für microSD-Karte usw.) nicht umhin, das Webmenü des TP-Link-Routers aufzurufen. Das klappt von jedem Client, der mit dem WLAN des M7650 verbunden ist, über die Browser-Webadresse 192.168.0.1.

Während die tpMiFi-App komplett eingedeutscht ist, präsentiert sich das Webmenü des Routers leider nur in englischer Sprache, dafür jedoch mit einer durchaus nützlichen Online-Hilfe.

Interessant: Der handliche TP-Link M7650 lässt sich mit einer microSD-Speicherkarte bis 32 Gigabyte Kapazität erweitern, deren Inhalt dann im lokalen Netzwerk per SMB freigegeben werden kann. Ein mit FAT32 vorformatierter Speicher war in unserem Test nach dem Einlegen samt Inhalt als SMB-Freigabe für mit dem Router verbundene Clients verfügbar. Alternativ kann man auf den eingelegten microSD-Speicher auch per USB-Kabel vom PC oder Notebook aus zugreifen.

Mobil mit Touchscreen: Netgear AirCard 810

Was mit einem DSL-Anschluss nicht möglich ist, klappt mit LTE problemlos: Man kann den eigenen Internetanschluss mitnehmen und so auf Reisen innerhalb von Deutschland ebenfalls mehrere Geräte gleichzeitig online bringen. Möglich macht es ein mobiler LTE-Router wie der Netgear AirCard 810, der dank eines 2.930 Milliamperestunden (mAh) großen Akkus bis zu 12 Stunden ohne Steckdose auskommt.

Mobil mit Touchscreen

Netgear AirCard 810

Der handliche Router – er misst nur 89 x 62 x 17 Millimeter und wiegt gerade einmal 125 Gramm – kommt mit einem LTE-Modem der Kategorie 11. Im Download erreicht man damit (theoretisch) bis zu 600 Mbit/s und bis zu 50 Mbit/s im Upload. Es gibt zudem Unterstützung für UMTS/HSDPA. Außerdem unterstützt der Router Dualband-WLAN nach 802.11 a/b/g/n/ac mit bis zu 300 Mbit/s bei 2,4 GHz und gleichzeitig bis zu 867 Mbit/s im 5-GHz-Band.

LAN-Anschlüsse gibt es zwar nicht, aber immerhin kann man das Gerät per USB an ein Notebook anschließen und so via Tethering ins Internet gehen. Nicht zuletzt kommt der AirCard 810 mit zwei TS-9-Anschlüssen für externe Antennen. Es gibt sogar eine optionale Dockingstation mit Antennen und Stromanschluss, um aus dem mobilen einen stationären Router zu machen.

Besonders gut hat uns die Konfiguration des Netgear gefallen. Denn anders als bei allen anderen Geräten im Test muss man sich nicht erst mit dem Router verbinden und dann über den Browser die Benutzeroberfläche aufrufen. Stattdessen lässt sich das Gerät fast komplett über das integrierte Touch-Display bedienen. Nur für einige wenige Detaileinstellungen muss man doch den klassischen Weg über den Browser wählen.

Außerdem positiv: Netgear liefert als einziger Hersteller im Test ein Netzteil zum Aufladen des Router-Akkus mit. Allen anderen mobilen Modellen liegt nur ein USB-Ladekabel bei. Als Netgear AirCard 790 gibt es den Router auch in einer etwas günstigeren Variante mit Cat.6-Modem. Damit sind Downloads mit bis zu 300 Mbit/s möglich, was derzeit in vielen mit LTE versorgten Gebieten Deutschlands ohnehin das Maximum ist. Damit ist der AirCard 790 aktuell genauso zu empfehlen, er ist allerdings nicht so zukunftssicher wie der AirCard 810.

Außerdem getestet

Eine Mischung aus stationärem und mobilem Router ist der Zyxel LTE4506-M606. Er ist relativ kompakt, hat aber keinen integrierten Akku. Dafür kann er Strom über eine Micro-USB-Buchse beziehen und sich über eine Powerbank betreiben lassen. Ein Netzteil mit USB-Kabel gehört zum Lieferumfang.

Mit einem LTE-Modem der Kategorie 6 und WLAN 802.11 b/g/n und a/n/ac (2,4 und 5 GHz laufen auf Wunsch parallel) ist der Zyxel technisch gesehen auf der Höhe der Zeit. Sogar die LTE-Frequenzen 700 und 900 werden unterstützt – also auch zukünftige Frequenzbänder. Er bietet außerdem einen Gigabit-LAN-Port, über den man einen PC anschließen und per LTE ins Internet bringen kann. Einen USB-Port gibt es hingegen nicht, ebenso wenig die Möglichkeit, externe Antennen anzuschließen.

Netgear Nighthawk M1 (MR1100)

Eine Datenverbindung über LTE gelang uns mit Netgears Nighthawk M1 zunächst nicht, obwohl wir den portablen Router per PIN angemeldet hatten und dieser bereits mit dem Mobilfunknetz des Roaming-Anbieters verbunden war. Das Problem: In den erweiterten Einstellungen war der APN des Mobilfunkproviders nicht aktiviert. In einem zweiten Anlauf beim Setup über die Mobilfunk-App (und mittlerweile aktualisierter Firmware) hatten wir Probleme, nachdem wir – wie im Setup aufgefordert – das Router-Login-Passwort geändert hatten. Danach konnten wir uns nämlich per App nicht mehr mit dem Router verbinden – gut, dass sich das Routermenü alternativ auch über den Browser öffnen lässt.

Das hübsche, farbige Display des Routers dient allein nur zur Anzeige von Mobilfunk- und WLAN-Infos, bietet aber leider keine Einstellungsmöglichkeiten. Das Setup sowie alle Konfigurationen laufen nur über Netgears Mobile-App und/oder das Webmenü. Ein ausführliches PDF-Handbuch gibt es nur in Englisch, zumal der Hersteller im Webmenü (deutsch) komplett auf eine Online-Hilfe verzichtet – was schon etwas ungewöhnlich für einen Nighthawk-Router ist.

 LTE-Router Test: Netgear M1 Offloading Wlan
Netgear Nighthawk M1: Trotz Dualband wird beim WLAN-Offloading nur 2,4 Gigahertz genutzt.

Über das sogenannte Offloading kann sich der M1-Router per WLAN oder über seinen LAN-Port mit einem bestehenden Netzwerk verbinden, wodurch die LTE-Verbindung auf Standby geschaltet und das Datenvolumen im LTE-Tarif entlastet wird – oder der M1 als Travel-Router genutzt werden kann.

Für uns komplett unverständlich war allerdings, dass beim Offloading per WLAN das 5-Gigahertz-Band komplett abgeschaltet und beide Verbindungen vom Client zum Router und vom Router zum Offload-Netzwerk ausschließlich über das sowieso schon bandbreitenschwache 2,4-Gigahertz-WLAN abgewickelt werden. Bei Netgears Aircard 810 ist diese Funktion erheblich sinnvoller durch Nutzung beider Funkbänder einsetzbar. Selbst das in der Aircard 810 noch vorhandene Gäste-WLAN wurde im M1 einfach mal weggekürzt.

Dafür lässt sich der M1-Router als SMB-NAS mit DLNA-Medienserver betreiben, wenn man einen USB-Speicher anschließt oder eine microSD-Card einlegt. Über diese Funktion konnten wir 2k-MKV-Videos problemlos per UPnP-App auf ein mit 5-Gigahertz-WLAN verbundenes Smartphone streamen. Beim Anschluss einer externen Festplatte sollte der M1 dann allerdings mit Netzteil betrieben werden, da der Akku hier recht flott geleert wird.

Der stationäre LTE-Router Asus 4G-AC68U kommt mit üppigen WLAN-Router-Funktionen samt Sicherheitslösungen von TrendMicro, ausgefeilten QoS-Einstellungen, starkem AC-Dualband-WLAN sowie USB3.0-Port für externe Speicher (Media-Server). Neben vier Gigabit-Ports besitzt dieser Router einen extra WAN-Port für den Anschluss eines (DSL-/Kabel-) Modems oder zur Anbindung in ein bestehendes Netzwerk. Über Dual-WAN besitzt der Router zudem sehr ausgeklügelte Einstellungen, um zwei Internetzugänge gleichzeitig zu verwalten, beispielsweise zum Lastenausgleich oder als Backup, wenn der primäre Anschluss ausfällt.

Für das Setup steckt man die SIM-Karte in einen Micro-SIM-Slot im Boden des Routers. Bei der Ersteinrichtung des Asus-Routers, das am besten über einen per Netzwerkkabel angeschlossenen Rechner erfolgt, werden nur die Router- und WLAN-Zugangsdaten vergeben. Das Setup des LTE-Zugangs nimmt man im Webmenü des Routers in den erweiterten Einstellungen für »WAN« vor. Hier können dann PIN und falls erforderlich auch Roaming-Einstellungen getätigt werden, die APN-Konfiguration des Mobilfunkbetreibers hatte der Router in unserem Test bereits automatisch übernommen.

 LTE-Router Test: Asusg Ac68u Dual Wan
Asus 4G-AC68U: Per Dual-WAN kann dieser Router komfortabel zwischen LTE- und Festnetzzugang wechseln.

Große Probleme hatten wir, unsere SIM-Karte mit Adapter wieder aus dem Router herauszubekommen. Hierzu mussten wir das Gerät aufschrauben, wobei vier der insgesamt sechs Schrauben von Gummidämpfern verdeckt sind, die man zunächst ablösen muss. Eine entsprechende Anleitung oder ein Hinweis des Herstellers wäre hier durchaus angebracht gewesen – allein schon, um dadurch Schäden am Gerät durch gewaltsame Gehäuseöffnungen zu vermeiden.

Trotz toller Ausstattung des Routers unterstützt das integrierte LTE-Modem leider keine der drei »neuen« LTE-Frequenzen bei 700, 900 und 1.500 Megahertz, und erscheint uns deshalb mit 275 Euro als etwas zu teuer. Auch die Herausnahme der SIM-Karte war etwas ärgerlich.

Netgear Orbi LBR20 LTE

Netgears Orbi LBR20 LTE ist ein mesh-fähiger Triband-Router, dessen Gehäuse dem eines Orbi-50-Modells gleicht – allerdings nur äußerlich. Denn im Inneren des Orbi-Routers befindet sich neben dem Wifi-Access-Point mit zwei 5-GHz- und einem 2,4-GHz-WLAN-Modul auch ein Cat18-LTE-Modem mit internen Antennen, die sich bei Bedarf über zwei rückwärtig angebrachte SMA-Anschlüsse mit externen Antennen aufrüsten lassen. Ebenfalls auf der Gehäuserückseite befindet sich der Einsteckschlitz für die nano-SIM-Karte, was dann allerdings keinen Platz mehr für einen Netzschalter lässt, sodass man beim Einstecken oder Wechseln der SIM-Karte den Netzstecker des Routers ziehen muss.

Wir empfehlen, die Einrichtung und Steuerung des Routers über die komfortable Orbi-App vorzunehmen, zumal sich der cloudbasierte Fernzugriff auch nur dort über ein kostenloses Netgear-Konto einrichten und aktivieren lässt. Für das ausführliche, englischsprachige PDF-Handbuch sollte Netgear jedoch noch eine deutsche Version bereitstellen.

Nach dem Setup des Routers mussten wir das Gerät einmal vom Strom trennen, bevor das Gerät über die vorab eingelegte SIM-Karte eine Verbindung zum Mobilfunkprovider herstellen konnte. An den LTE-Übertragungsleistungen des Routers an unserem Standort gab dann hingegen nichts auszusetzen. Wir erzielten Datenraten von mehr als 80 Mbit/s im Download und gut 50 Mbit/s im Upload.

Weniger gefallen hat uns hingegen, dass man zunächst keinen Hinweis über die aktuelle Signalstärke der Mobilfunkverbindung erhält. Es gibt weder entsprechende Info-LEDs am Router-Gehäuse noch eine Anzeige zur LTE-Verbindungsqualität in der App, die beim Platzieren des Routers oder dem Ausrichten von externen LTE-Antennen durchaus hilfreich wären. Nur in der Weboberfläche des Orbi findet sich gut versteckt in den »Mobilen Interneteinstellungen« eine kleine Balkenanzeige zur Mobilfunkverbindung. Das ist bei anderen, erheblich günstigeren LTE-Routern besser gelöst. Auch wird man beim Aufrufen der Orbi-Weboberfläche gleich mit aufdringlichen Hinweisfenstern zur Registrierung bei der Kindersicherung Circle und dem Sicherheitsdienst Armor angehalten. Immerhin gibt es für den (sehr guten) Webfilter Circle auch einen geringfügig eingeschränkten Free-Tarif, während der Armor-Dienst nur im Jahresabo für 70 US-Dollar nutzbar ist.

Wer den LBR20 als reinen Mobilfunkrouter einsetzt, kann dessen WAN/LAN-Port am Gehäuse als zweiten LAN-Port für Kabel-Clients nutzen. Alternativ lässt sich die Internetverbindung des Orbi auch über den WAN/LAN-Port abwickeln und das Mobilfunkmodem springt dann nur im Notfall als Fallback ein, was im Test auch gut funktioniert hat. Allerdings nimmt sich das Gerät mindestens zwei Minuten Zeit, um nach dem Ausfall der WAN/LAN-Verbindung auf die Mobilfunkverbindung umzuschalten. Das erledigte unser Testsieger von Huawei erheblich flotter. Auch die meisten Einstellungsänderungen am Orbi erfordern meist eine ziemlich lange Wartezeit.

Das integrierte Triband-WLAN des OrbiLBR20 spannt im Stand-Alone-Betrieb zwei 5-GHz-WLANs (je 2×2 mit bis zu 867 Mbit/s) und ein 2,4-GHz-WLAN auf – und bietet damit doppelt so viel Bandbreite für 5-GHz-Clients wie ein vergleichbarer Dualband-Router. Schade nur, dass das 2,4-GHz-WLAN des Routers in unserem Test grundsätzlich mit 40 MHz Bandbreite funkt und damit die Hälfte des frei verfügbaren 2,4-GHz-Funkspektrums belegt. Selbst bei sehr hoher Access-Point-Dichte in der Nachbarschaft und entsprechender Einstellung in WLAN-Einstellungen ließ sich der LBR20 nicht dazu bewegen, auf die ökonomischeren 20 MHz herunterzuschalten.

Alternativ können über das zweite 5-GHz-WLAN des LBR20 bei Bedarf auch diverse Netgear-Orbi-Satelliten zu einem drahtlosen Mesh verbunden werden. Allerdings kostet jeder dieser Satelliten noch einmal extra. Und wer bereits ein anderes Orbi-System zu Hause hat, muss den dort bereits vorhandenen Orbi-Router durch den LBR20 ersetzen, da in jedem Orbi-System nur genau ein Orbi-Router werkeln darf. Dann wiederum könnte man ein bestehendes Orbi-System auch ebenso gut und erheblich kostengünstiger mit einem »gewöhnlichen« LTE-Router aufrüsten.

Für uns präsentiert sich der rund 380 Euro (!) teure Netgear Orbi LBR20 trotz seiner relativ guten Ausstattung mit Triband-WLAN, Fernzugriff und Webfilter eher als Nischenprodukt, zumal auch der Einsatz des Geräts in einem bereits vorhandenen Orbi-Mesh durch den Austausch des schon vorhandenen Orbi-Routers verhältnismäßig teuer kommt.

Der Tenda 4G09 kommt mit Standgehäuse und zwei externen, wechselbaren Antennen, die an die SMA-Buchsen an der Gehäuserückseite geschraubt werden. Das Cat.6-LTE-Modem liefert Brutto-Datenraten bis zu 300 Mbit/s im Down- und 50 Mbit/s im Upload. Wir erzielen damit im Praxiseinsatz relativ gute Übertragungsraten von bis zu 76 Mbit/s im Download. Der am Boden des Routers eingebrachte Kartenschlitz verlangt nach einer Mini-SIM-Karte.

Tenda verzichtet bei seinem Geräte auf eine WLAN-Vorverschlüsselung seines 2×2-Wifi-5-Access-Points und ebenso auf ein individuelles Routerpasswort. Wer also nicht möchte, dass sich nach dem erstmaligen Einschalten des Routers Hinz und Kunz aus der Nachbarschaft mit dem Gerät verbinden und das Datenvolumen der eingelegten SIM-Karte heruntersurfen, sollte schnell handeln.

In der beigelegten Schnellanleitung empfiehlt uns Tenda, seinen Router über den LAN-Anschluss zu konfigurieren und liefert dafür auch gleich ein LAN-Kabel mit. Im deutschsprachigen Setup-Assistenten können wir dann auch direkt nach dem Abnicken der korrekt erkannten LTE-Verbindungsdaten unsere WLAN-Verschlüsselung und ein Zugangspasswort zum Router eintragen.

Das übersichtliche Internet-Status-Menü weist uns gleich auf ein verfügbares Firmware-Update hin. Nach erfolgreichem Update auf Version 16.3.07.16_multi wird uns dann noch ein weiteres verfügbares FW-Update angezeigt, das sich allerdings nicht installieren lässt. Wir vermuten einen Fehler in der Update-Routine, den Tenda bald beheben sollte.

Der Router bietet nur zwei Gigabit-LAN-Ports, von denen der eine im »Wireless-Router-Modus« auch als WAN-Anschluss genutzt werden kann. Im Gegensatz zum Huawei B535 gibt es bei Tenda jedoch kein automatisches Fallback auf den Mobilfunkanschluss, wenn der Router am WAN-Anschluss hängt. Beim Tenda-Router muss man bei einem Ausfall der WAN-Verbindung zunächst ins Routermenü wechseln, dort den Betriebsmodus auf den 3G/4G-Router-Modus ändern und einen gut einminütigen Reboot des Routers durchführen. Komfortabel ist das nicht.

Den Fernzugang des Tenda-Routers auf die Weboberfläche sollte man auch auf keinen Fall aktivieren, da dieser nur über eine einfache und ungeschützte http-Verbindung realisiert wird. Eine SSL-Verschlüsselung wäre hier zwingend erforderlich. Dafür gibt es mit Tendas Wifi App die Möglichkeit, über das Smartphone und ein Cloud-Konto auch aus der Ferne auf den Router zuzugreifen und die wichtigsten Einstellungen vorzunehmen. Dieser Remote-Zugriff funktioniert übrigens – anders als im englischsprachigen PDF-Handbuch beschrieben – auch im 3G/4G-Router-Modus.

 LTE-Router Test: Tendag09 Eingeschränktes 5ghz Wlan
Im Gegensatz zu AVM oder Huawei bietet der Tenda 4G09 nur eingeschränktes WLAN bei 5 GHz.

Gut: Das Gerät bietet ein Bandbreitenmanagement (QoS) für angeschlossene Clients und für das Gästenetzwerk. Weniger gut: Das 5-GHz-WLAN unterstützt mangels DFS-Unterstützung nur die unteren vier DFS-freien Kanäle 36 bis 48 und nutzt damit weniger als ein Viertel der verfügbaren Bandbreite des 5-GHz-WLANs.

Trotz seines günstigen Preises von aktuell 95 Euro ist uns der Tenda 4G09 keine Empfehlung wert, was unter anderem an den etwas zu laxen Sicherheitseinstellungen, dem Bug beim Firmware-Update und am beschnittenen 5-GHz-WLAN liegt.

Der Huawei B525 ist ein Vorgängermodell unseres aktuellen Testsiegers, des Huawei B535-232, und im Handel noch vereinzelt oder als gebrauchtes Gerät erhältlich. Er wird hochkant aufgestellt und sein Cat.6-Modem unterstützt die LTE-Frequenzen bei 800, 900, 1.500, 1.800 und 2.600 MHz. Nur über 700 MHz (Band 28) kann das Gerät im Gegensatz zu seinem Nachfolger nicht übertragen.

 

Ebenso wie unser Testsieger besitzt auch der Huawei B525 einen WAN/LAN-Port und lässt sich wie ein »gewöhnlicher« WLAN-Router an einem Kabel- oder DSL-Modem betreiben.

Der SIM-Kartenschacht befindet sich an der Unterseite des Gehäuses.

Für die SIM-Karte gibt es an der Unterseite einen Einschub für eine Karte im Micro-SIM-Format. Auch der B525 besitzt zwei SMA-Anschlüsse für zwei optionale externe Antennen.

Im Gegensatz zum Huawei B535 kommt der B525 mit einer SIP-Telefonanlage für Internettelefonie inklusive Anrufbeantworter, die jedoch mit der einer Fritzbox 6890 oder 6850 nicht konkurrieren kann. Als Anschluss für Telefone bietet Huawei nur eine RJ11-Buchse, jedoch keine integrierte Basisstation für DECT-Telefone.

 

Der USB-2.0-Port zum Anschluss externer Speicher (oder USB-Drucker) an den Router ist mit seinen geringen Übertragungsraten nicht mehr zeitgemäß und reine USB-Drucker ohne Netzwerkanbindung, für die sich ein solcher Anschluss sinnvoll verwenden ließe, werden auch immer seltener.

Der Huawei E5186 war früher unser Testsieger. Er ist nahezu identisch zu seinem Nachfolger B525, bietet aber einen Telefonanschluss mehr – nämlich zwei. Wenn Ihnen das wichtig ist, weil Sie zwei Telefone an den Router anschließen möchten, greifen Sie zum E5186. Allerdings: Der E5186 unterstützt nicht das LTE-Band 32 im Bereich von 1.500 MHz. Diese Frequenz möchten Telekom und Vodafone in den nächsten Jahren ausbauen, um sie als zusätzlichen Download-Kanal zu nutzen. Derzeit und auch mittelfristig dürfte dies in der Praxis allerdings keine allzu große Bedeutung haben..

Zum Lieferumfang des Huawei E5577C gehört lediglich ein USB-Kabel ohne Netzteil. Man muss den Akku also anderweitig aufladen. Das Display und die Einstellungsmöglichkeiten ähneln dem TP-Link M7310 ansonsten stark. Auch er bietet einen Slot für microSD-Karten.

LTE-Empfang verbessern

Wie die Tests zeigen, kann ein LTE-Router bei gutem Empfang teilweise sogar höhere Übertragungsraten liefern als ein DSL-Anschluss.

Allerdings sind Funkverbindungen wesentlich störanfälliger und sensibler als Verbindungen über ein fest verlegtes Kabel. Viele Faktoren beeinflussen die Verbreitung von Funkwellen auf ihrem Weg vom Funkmast zum Router und wieder zurück. Hindernisse wie Mauern und Gebäude, Hügel und Wälder aber auch wärmeisolierte Fenster, störende Funkquellen und sogar das Wetter haben einen Einfluss auf die Empfangsqualität – und damit auf die Geschwindigkeit der Datenübertragung.

Befindet sich das Haus in der Nähe eines LTE-Funkmasts, ist das in der Regel weitgehend unproblematisch. Dann stellt man den LTE-Router einfach irgendwo im Haus auf, wo der Empfang gut ist – und fertig.

Schwieriger wird es, wenn der nächste Funkmast weiter entfernt und der Empfang schwach ist. Dann muss man ausprobieren, wo im Haus der Empfang am besten ist. Es kann schon genügen, den Router nicht im Wohnzimmer neben den Fernseher zu stellen, sondern im ersten Stock ans Fenster. Je ungestörter die Strecke zwischen Antenne und dem LTE-Mast ist, desto besser ist der Empfang – im Idealfall gibt es eine Sichtverbindung.

Wenn man an keinem Ort im Haus einen guten Empfang herstellen kann, können spezielle Außenantennen oft wahre Wunder bewirken. Selbst in Gebieten mit sehr schwacher Funkverbindung lassen sich mit diesen oft noch sehr gute Ergebnisse erzielen.

Welche Antenne ist die Richtige?

Damit LTE-Router überhaupt ein Signal empfangen können, sind sie bereits mit Antennen ausgestattet – entweder deutlich sichtbar als Stabantennen außen am Gehäuse oder unsichtbar im Innern versteckt – wie unser Favorit von Huawei. Viele LTE-Router verfügen darüber hinaus über Antennenanschlüsse an der Geräterückseite, über die man eine externe Antenne per Antennenkabel anschließen kann.

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Mit einer externen Antenne ist man auch flexibler, was die Platzierung des Routers angeht. Allerdings sollte das Antennenkabel nicht zu lang sein, denn jeder Meter Antennenkabel dämpft das Signal. Verwendet man ein qualitativ hochwertiges Kabel, darf die Strecke auch etwas länger sein. Einen ausführlichen Ratgeber zum Thema »Antennenkabel« gibt es auf der Webseite LTE-Anbieter.

LTE arbeitet mit dem MIMO-Verfahren. Die Abkürzung steht für »Multiple Input Multiple Output« und besagt, dass Funkmast und Router nicht nur über einen Datenstrom miteinander kommunizieren, sondern über mehrere – meist zwei.

Der Vorteil der Mehrantennentechnik ist eine höhere Geschwindigkeit. Die Voraussetzung dafür sind allerdings zwei Antennen, weswegen LTE-Router auch immer mit zwei internen Antennen ausgestattet sind und für externe Antennen meist zwei Anschlüsse mitbringen. Nur so kommt man in den vollen Genuss der maximal möglichen Geschwindigkeit.

Cago Multi-Band LTE-/4G-Antenne

Test LTE-Router: Cago Multi-Band LTE / 4G Antenne
Panel-Antenne von Cago.

von 25 Lesern gekauft

Insbesondere Richtfunkantennen haben einen positiven Einfluss auf die Empfangsqualität, wenn man eine Sichtverbindung zur Basisstation herstellen kann und sie genau ausrichtet. Vor allem letzteres ist etwas knifflig, da man nur wenige Grade von der idealen Richtung abweichen sollte. Ähnlich wie bei der Montage einer Satellitenschüssel muss man die Antenne so lange ganz langsam drehen, bis die optimale Einstellung erreicht ist.

Als Alternativen zur Richtfunkantenne, die sich etwas leichter einrichten lassen, gibt es Panel-Antennen und Biquad-Antennen. Diese müssen nicht genau justiert werden und bieten dennoch einen vergleichsweise hohen Zugewinn an Signalstärke.

Sogenannte Rundstrahlantennen bringen bei einem schwachen Empfang hingegen kaum Vorteile. Sie eigenen sich eher für die leichte Verstärkung eines ohnehin schon guten Signals. Es gibt sie auch als Indoor-Modell, die man etwa am Fenster platziert.

Yagiwlan Hochleistungs-LTE-Antenne

Test LTE-Router: Yagiwlan Hochleistungs - LTE LOG Antenne
Panel- und Biquad-Antennen müssen weniger exakt ausgerichtet werden.

von 22 Lesern gekauft

Aufgrund der MIMO-Technik werden LTE-Antennen in der Regel im Doppelpack angeboten. Nur so können sie das Optimum aus der Funktechnik herausholen. Dabei sollte man noch auf eine weitere Besonderheit achten: Beide Antennen sollten im 90-Grad-Winkel zueinander montiert werden, sodass eine vertikal und die andere horizontal ausgerichtet ist. Ohne zu sehr auf die Details einzugehen, sorgt das für einen besseren Empfang.

Bei Richtfunkantennen muss man meist selbst für diese Konfiguration sorgen. Panel- und Biquad-Antennen sind bereits entsprechend gefertigt und müssen nur noch als Ganzes am Dach des Hauses oder Balkon befestigt werden.

Zu guter Letzt muss man beim Kauf einer Antenne auch darauf achten, dass diese für die Frequenz des LTE-Providers am Wohnort ausgelegt ist.

In Deutschland kommen für LTE 800 MHz, 1.800 MHz und 2.600 MHz zum Einsatz. Viele Antennen unterstützen die 800-MHz-Frequenzen, weil diese vor allem auf dem Land für die LTE-Versorgung genutzt werden. Dieser Frequenzbereich erreicht zwar nicht die Geschwindigkeiten von LTE 1.800 und LTE 2.600, hat dafür aber eine höhere Reichweite.

1.800 und 2.600 MHz kommen vor allem in dicht besiedelten Gegenden, Städten und Orten zum Einsatz, wo oft viele Menschen auf einmal zusammenkommen. Gerade das hochfrequente LTE 2.600 eignet sich vor allem für Bahnhöfe, Flughäfen und Messegelände. Es hat zwar nur eine kurze Reichweite, versorgt dafür aber viele Geräte in kurzer Zeit und mit hohen Transferraten mit Internet via LTE.

Ob man nun eine Antenne kauft, die nur zu 800 MHz oder zu allen drei Frequenzbereichen kompatibel ist, hängt also stark davon ab, mit wie viel Megahertz der LTE-Mast in der Umgebung funkt.

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Kommentare

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Peter
Peter

Beim TP-Link Archer MR200 ist wichtig zu erwähnen dass er nur 4 x 100 MBit/s Ports hat. Leider bin ich vor einiger Zeit darüber gestolpert und habe ihn gekauft. Für die Verwendung eines NAS etc. ist das heut zu Tage nicht mehr Stand der Technik und einfach zu langsam.

Grüße,
Peter

Christine
Christine

Da ich mit dem TP-Link Archer MR200 gar nicht zufrieden bin (mehrmals täglich Neustart nötig), möchte ich mir den Huawei B525 kaufen. Dabei entdeckte ich hier im Test eine Ungereimtheit beim Test der Antennenverstärkung: Zitat: „In unserem Test schnitt der B525 mit 108 MBit/s im Down- und 32 MBit/s im Upload mit Abstand am besten ab. Alle anderen Modelle lagen im Schnitt bei 50 bis 80 MBit/s im Download, beim Upload gab es hingegen kaum Unterschiede. Im Test musste der B525 gegen den LTE-Router FritzBox 6890 LTE antreten, aktuell das Flaggschiff von AVM. Zum besseren Vergleich schraubten die Experten die… Mehr... »

Redaktion
Redaktion

Die Messwerte haben wir in der Tat missverständlich beschrieben. In unserem Test erreichten wir 108 Mbit/s im Download.

Im Test von LTE-Anbieter.info wurden zunächst 69 Mbit/s gemessen. Mit den Antennen der Fritzbox wurden 85 Mbit/s gemessen. Das Testergebnis hat sich dort also mit den Antennen der Fritzbox verbessert. Wir haben diese Infos im Testspiegel präzisiert.

Grundsätzlich sind verschiedene Testergebnisse nicht direkt vergleichbar, da es beim LTE-Empfang sehr stark von den lokalen Gegebenheiten abhängt.

Gaby Barton - Bee-fitt für die besten Jahre
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Mich würde interessieren, ob eine Lan/Ethernet Verbindung auch noch wichtig ist bei LTE Internetzugang. Ich gebe Webinare und da ist immer die Empfehlung bei DSL Anschlüssen, statt Wlan unbedingt eine LanVerbindung zu nutzen. Wegen dem ‚unberechenbaren‘ WLan. Ich muss umsteigen auf mobiles LTE und da hat man ja nicht wirklich viel Auswahl mit einem LanPort. Deswegen frage ich mich ob das überhaupt noch wesentlich ist wegen der höheren Geschwindigkeit und Bits beim Upload. Bei Webinaren als Veranstalter braucht man 10 mBit

Sandra
Sandra

Es kommt immer darauf an, was man damit vorhat. Wir beispielsweise betreiben an zwei 800 km voneinander entfernten Standorten kleine Heimnetzwerke, die jeweils an DSL mit einer Fritzbox (7490 bzw. 7590) betrieben werden und über VPN miteinander verbunden sind, um problemlos auf beispielsweise ein NAS zugreifen zu können. Für unterwegs (Büro oder Urlaub) war deshalb ein Router gefragt, der nicht nur LTE, sondern auch UMTS beherrscht (wg. Congstar Datentarif, unterwegs muss es für uns nicht so schnell sein) und sich obendrein auch noch möglichst einfach in das bestehende Netz einbinden liess. Somit kam in unserem Fall die Fritz!Box 6820 LTE… Mehr... »

Marlies C.
Marlies C.

Sehr guter Bericht, danke

François
François

Etwas verwundert bin ich darüber, dass keiner der Tests, die ich bisher gelesen habe, die Anzeige des verbrauchten Datenvolumens im Abrechnungszeitraum in der Wertung berücksichtigt (oder darauf eingeht, wie einfach oder kompliziert man da rankommt). Bis auf wenige teure Ausnahmen sind alle Tarife volumenbegrenzt – daher ist die deutlich sichtbare Anzeige in Echtzeit für mich ein Killerkriterium. Bin ich da wirklich der Einzige?

Marlies C.
Marlies C.

Meiner Meinung nach kann man nicht ein “ verbrauchtes Datenvolumen “ testen zur Veröffentlichung, denn jeder Mensch hat andere Surfgewohnheiten, demnach andere Verbräuche. Dem einen reichen 3 GB, der nächste kommt nicht mit 10 GB aus. Das muß jeder für sich selber herausfinden. Es geht hier ja nicht um die Anbieter der verschiedenen Tarife, sondern um die Geräte und deren Technologie.

s.f.k
s.f.k

Why dont test download & upload speed?

Anton Albrecht
Anton Albrecht

Sehr guter Bericht. Bravo!

Siegfried Kähne
Siegfried Kähne

Und wozu ??? Zuhause gehe ich mit der Flat vom Anbieter ins Netz per WLAN… Verstehe den Aufwand nicht …
Und wenn 50000mbit Leitung zu wenig ist , kann ich mir nicht vorstellen…Die Fritz Box macht das perfekt

Gerd
Gerd

Es gibt viele denen eine solche Leitung nicht zur Verfügung steht, dafür ist es gedacht, bitte auch lesen bevor man Kommis schreibt

Tom Miller
Tom Miller

nicht zu unterschätzen ist aber die Kompatibilität der Produkte von AVM untereinander – ich habe gerade jetzt neu die Fritzbox mit verschiedeneren Repeatern von AVM im Einsatz – Verbesserung auf hohem Niveau, hatte noch nie so gutes www mit LTE im ganzen Haus .

Michael Trenner
Michael Trenner

Und was mit Asus… hatte wer Angst vor Schattenwurf?

MichaPoe
MichaPoe

Hab ich mich auch grade gefragt!

Stephan Königk
Stephan Königk

Wenn man für eine nano sim ein Adapter benötigt und eine Micro sim stanzen muss… Was für ein Format kommt denn dann da rein? Und zweitens, bei soviel Aufklärung bezügl der vielen Modelle wäre ein kleiner Hinweis toll gewesen, welche Anbieter ein lte Zuhause Paket wie anbieten. Denn mir ist ausser Telekom C&S via Funk bzw Hybrid kein Anbieter bekannt?

AllesBeste.de
AllesBeste.de

In den Router kommt eine Micro-Sim. Für eine Nano-Sim braucht man einen Adapter. Hat man eine Mini-Sim, muss man sie zur Micro-Sim stanzen. 😉

AllesBeste.de
AllesBeste.de

LTE Zuhause Tarife gibt es von Telekom, Vodafone und Congstar.

Siegfried Kähne
Siegfried Kähne

Und wozu ??? Zuhause gehe ich mit der Flat vom Anbieter ins Netz per WLAN… Verstehe den Aufwand nicht …
Und wenn 50000mbit Leitung zu wenig ist , kann ich mir nicht vorstellen…Die Fritz Box macht das perfekt

Marlies C.
Marlies C.

Herr Kähne, nun es gibt Menschen, die ihr WLan zu Hause wenig nutzen und wenn man Monate auf Reisen geht einfach mitnehmen möchten. Den Festanbieter kann man sich dann sparen. Genau das planen wir … unterwegs das eigene Wlan. perfekt

Michael Gruber
Michael Gruber

Blöd nur wenn die Tester die 3 WLAN Antennen beim Nighthawk als LTE Antennen bezeichnen. Die LTE Antenne ist beim Nighthawk im Gehäuse untergebracht. Sehr kompetenter Test *ironieoff*

AllesBeste.de
AllesBeste.de

Richtig. Netgear hat das im Datenblatt missverständlich formuliert: „Hochgeschwindigkeitsverstärker mit drei externen Antennen für einen optimalen 4G LTE-Service“ Tatsächlich handelt es sich um WLAN-Antennen. Anschlüsse für externe LTE-Antennen hat der Nighthawk nicht. Wir haben den Artikel entsprechend korrigiert.