Der beste Luftbefeuchter

Test Luftbefeuchter - Alle Testgeräte

Der beste Luftbefeuchter ist für uns der Philips HU 4813. Der Verdunster befeuchtet den Raum gleichmäßig, lässt sich einfach warten und bietet das beste Preis-Leitungs-Verhältnis – auch wenn er im Test beim Befeuchtungsgrad nicht an erster Stelle lag. Geräte mit zusätzlicher Luftwäsche sind deutlich teurer. Am günstigsten sorgen Ultraschallzerstäuber für höhere Luftfeuchtigkeit, doch bei ihnen muss man einige Nachteile in Kauf nehmen.

Mit trockener Luft hat fast jeder schon einmal zu kämpfen gehabt. Gut, dass es Abhilfe in Form von Luftbefeuchtern gibt, die teilweise sogar ziemlich stylisch daherkommen und sich gut in das Raumbild fügen. Preislich gibt es sie bis weit über hundert Euro, doch muss das wirklich sein?

Wir haben sechs Modelle mit unterschiedlichen Befeuchtungsprinzipien getestet. Die Preisspanne lag zwischen 30 und 200 Euro.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit: Philips HU 4813

Test: Luftbefeuchter – Testsieger Philips HU 4813
Er befeuchtet die Luft nicht am besten, ist aber eindeutiger Preis-Leistungs-Sieger und damit unser Favorit.

Der Philips HU 4813 ist nicht der beste Luftbefeuchter unseres Tests, aber der klare Preis-Leistungs-Sieger. Wer auf den Einsatz nachts im Schlafzimmer verzichten kann, erhält einen eleganten, einfach zu handhabenden und haltbaren Luftbefeuchter. Wer nochmals rund 50 Euro drauflegt, bekommt mit dem Beurer LW 220 und den Venta LW 25 Allrounder mit noch mehr Befeuchtungsleistung.

Mit Luftwäsche: Beurer LW 220

Test Luftbefeuchter: Beurer LW 220
Inklusive Luftwäsche für Räume bis 20qm.

Mit dem Beurer LW220 können größere Räume bis 40 qm befeuchtet werden und es ist sogar eine Luftreinigung möglich – allerdings nur bis 20 qm. Dafür muss man aber auch mehr Geld ausgeben als für unseren Testsieger und einen wirklichen Vorteil von einer gereinigten Luft haben eigentlich nur Allergiker.

Aus Deutschland: Venta LW 25

Test Luftbefeuchter: Venta LW 25
Beste Leistung bei Verdunstung und Luftwäsche.

Der Venta LW25 ist wie der Beurer ein Verdunstungsgerät mit Luftwäsche. Preislich liegen beide etwa auf dem gleichen Niveau. Leider lässt sich beim Venta das Anzeigelicht nicht dimmen, was im dunklen Schlafzimmer mitunter etwas ungünstig ist.

Positiv zu vermerken ist aber, dass der Venta eine bessere Befeuchtungsleistung liefert als unser Testsieger und auch als der Beurer. Wenn Ihnen 200 Euro nicht zu teuer sind, bekommen Sie einen tollen Luftbefeuchter.

Preisbrecher: Honeywell HH 350 E

Test Luftbefeuchter: Honeywell HH 350 E
Günstig aber etwas schwer zu reinigen.

Wenn Sie nicht so viel Geld ausgeben können oder wollen, ist der Honeywell HH 350 E ein echter Preistipp. Er befeuchtet ebenfalls Räume bis 40 qm und tut dies dazu noch sehr gleichmäßig. Dafür kostet er nur 70 Euro und ist somit gut die Hälfte günstiger als unser Testsieger.

Leider lassen Handhabung und Reinigung etwas zu wünschen übrig. Wenn Sie damit aber zurecht kommen, ist der Honeywell eine Alternative für den schmalen Geldbeutel.

Vergleichstabelle

Unser FavoritMit LuftwäscheAus DeutschlandPreisbrecher
Modell Philips HU 4813 Beurer LW 220 Venta LW 25 Honeywell HH 350 E Medisana UHW Taotronics TT-AH005
Test: Luftbefeuchter – Testsieger Philips HU 4813Test Luftbefeuchter: Beurer LW 220Test Luftbefeuchter: Venta LW 25Test Luftbefeuchter: Honeywell HH 350 ETest Luftbefeuchter: Medisana UHWTest Luftbefeuchter: Taotronics TT-AH005
Pro
  • Einfache Handhabung und Reinigung
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Teile können in der Spülmaschine gereinigt werden
  • Kein Filter nötig
  • Größerer Wassertank
  • Mehr Befeuchtungsleistung
  • Keine Filtermatten nötig
  • In Deutschland gefertigt
  • Gleichmäßige Befeuchtungsleistung
  • Sehr günstig
  • Befeuchtete am schnellsten
  • Gute und schnelle Befeuchtungsleistung
Contra
  • Eingebautes Hygrometer schwankt stark
  • Relativ teuer
  • Geringere Ausstattung und teurer als der Beurer
  • Filter muss oft ausgetauscht werden
  • Reinigung und Handhabung etwas umständlich
  • Wasserstaub legt sich auf Möbeln und dem Boden ab
  • Wasserstaub legt sich auf Möbeln und dem Boden ab
Bester Preis
Technische Daten  

So haben wir getestet

Der Test fand in zwei Wohnräumen mit viel Holzausstattung (Möbel, Parkett) statt. Der erste Raum umfasste 40 Quadratmeter Grundfläche, der zweite 16 Quadratmeter. Der Test wurde im Winter durchgeführt, bei einer Raumtemperatur von 20 Grad und einer ohne Befeuchtung darin vorherrschenden relativen Luftfeuchtigkeit von rund 34 Prozent. Wir verglichen die Befeuchtung mit einem Hygrometer.

Bewertet wurden neben der Befeuchtungsleistung die Hygienebedingungen, Reinigung, Handhabung und Ausstattung. Schließlich setzten wir das Ergebnis in Relation zum Preis. Die Testgeräte hatten zum Testzeitpunkt im Verkauf Preise zwischen rund 30 und 200 Euro.

Die Grundlagen: So entsteht trockene Luft

Im Winter hat die Luft durch das Heizen in Wohnräumen eine geringe Feuchtigkeit und kann Haut und Schleimhäute austrocknen. Das führt unter Umständen zu Reizungen, und man wird anfälliger für Infektionen. Die Wohnräume zu befeuchten, hilft dagegen.

Wer Hersteller von Luftbefeuchtern befragt, erhält recht einschlägige Aussagen, welche Luftfeuchtigkeit für den menschlichen Organismus und seine Gesundheit »notwendig« ist. Doch hört man sich genauer um, erhält man differenziertere Informationen, die sich zum Teil sogar widersprechen. Glauben Sie also nicht alles, was Hersteller erzählen.

Getestet haben wir sechs Geräte mit drei unterschiedlichen Luftbefeuchtungsprinzipien. Jedes davon hat seine Vor- und Nachteile. Dazu weiter unten mehr.

Im Winter ist die Luft generell trockener als im Sommer

Je nach Temperatur der Luft kann sie unterschiedlich viel Wasser aufnehmen. Je mehr Wasser in der Luft ist, desto feuchter ist sie. Ist die Sättigung der Luft erreicht, kann sie kein Wasser mehr aufnehmen – in Innenräumen entstehen dann an Wänden oder Fenstern Wassertropfen als Kondensat. Die Luftfeuchtigkeit beträgt dann 100 Prozent – mehr geht nicht.

Misst der Hygrometer 50 Prozent Luftfeuchtigkeit, dann heißt das: Die Hälfte dessen, was die Luft an Feuchtigkeit aufnehmen kann, ist erreicht.

Je kühler Luft ist, desto weniger Feuchtigkeit nimmt sie auf. Im Winter haben wir generell also trockenere Luft als im Sommer. Jeder kennt das, wenn einem in der kalten Jahreszeit die Handcreme ausgeht, weil man sich ständig die trockenen Hände eincremen muss oder wenn die Schleimhäute der Nase gereizt sind.

Noch schlimmer sieht’s im Winter in Wohnräumen aus. Folgendes passiert: Sie öffnen die Fenster und lassen die trockene, kalte Winter-Luft hinein. Dort herrschen jedoch dank Heizung etwa sommerliche 20 Grad. Im Wohnzimmer könnte die Luft also mehr Feuchtigkeit aufnehmen – bekommt sie aber nicht geliefert. Wird die ohnehin schon trockene Luft aufgeheizt, sinkt die relative Luftfeuchtigkeit also noch mehr. So entsteht, was man oft »trockene Heizungsluft« nennt. Die Luftfeuchtigkeit kann dann auf 30 Prozent oder noch weniger sinken.

Daraus jetzt den Schluss zu ziehen, möglichst wenig zu lüften, funktioniert nicht. Frischluft ist für den Menschen wie auch fürs Wohnklima wichtig. Zudem fällt der Hygrometer ohne Raumbefeuchtung in jedem Fall.

Entschließen Sie sich zu Luftbefeuchtung mit einem Gerät Ihrer Wahl, dauert es am Anfang eine Weile, bis trockenes Holz in Möbeln oder dem Parkettboden und Gegenstände wie Bücher den ersten Schub der Befeuchtung aufgenommen haben. Erst dann steigt die Luftfeuchtigkeit der Luft signifikant an. Egal, welche Art von Luftbefeuchter Sie wählen, ist es daher empfehlenswert, ihn anfangs ein bis zwei Tage mit voller Leistung arbeiten zu lassen.

Welche Luftfeuchtigkeit braucht der Körper?

Über das Minimum und Optimum der relativen Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen scheiden sich die Geister. Es gibt allerdings eine Schnittmenge.

Das Umweltbundesamt empfiehlt 40-60 Prozent Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen. Diese Werte werden von den meisten Menschen als angenehm empfunden. Der Leiter des Bundesumweltamts Dr.-Ing. Heinz-Jörn Moriske nennt 30 Prozent als Untergrenze. Man fühlt sich allerdings nur wohl damit, solange kein Staub die Nasenschleimhaut reizt. Leider kann das bei 30 Prozent Luftfeuchtigkeit schon schnell passieren. Über 60 Prozent Luftfeuchte sind für Wohnräume nicht unbedingt geeignet, denn dann kann Schimmel entstehen.

Wenn die Luftfeuchtigkeit im Winter über 60 Prozent liegt, entsteht Schimmelrisiko an den Wänden.

Auch die Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde gibt Ratschläge zur Luftfeuchtigkeit aus medizinischer Sicht ab. Als optimal erachtet werden von ihr in Wohnräumen 20 Grad Raumtemperatur und 50 Prozent relative Luftfeuchtigkeit. Damit ist der für die Lungenfunktion empfehlenswerte Bereich zwischen 40-60 Prozent genau getroffen.

Zwischen 40 und 60 Prozent Luftfeuchtigkeit empfindet man als angenehm

Liegt die Luftfeuchtigkeit bei 30 Prozent oder weniger, sei das gesundheitlich nicht bedenklich, kann aber als unangenhem empfunden werden – das ist individuell unterschiedlich. Das Schlafzimmer sollte allerdings kühler und trockener sein als die Wohnräume. Auch das Alter spielt für das Empfinden eine Rolle: Ältere Menschen sind für trockene Luft empfindlicher als junge Leute. Man merkt das meist an häufigerem Nasenbluten. In solchen Fällen empfehlen die Ärzte eine Luftfeuchtigkeit von 60 Prozent.

Nasenschleimhäute und Lunge erholen sich durch einem Saunabesuch oder gezielter Inhalation schnell von zu trockener Luft.

Auch die Deutsche Dermatologische Gesellschaft e.V. hat sich zum Thema Luftfeuchtigkeit geäußert. Genauso wie Lunge und Schleimhäute fühlt sich auch die Haut mit 40-60 Prozent Luftfeuchtigkeit am wohlsten. Ermittelte, eindeutige Grenzwerte gebe es jedoch nicht.

Keime, Bakterien, Pilze: Luftbefeuchter als Gefahrenquelle?

Auch wenn immer wieder davon gesprochen wird: Luftbefeuchter mit und ohne Filter lassen keine gefährlichen Inhalte entstehen – vorausgesetzt, man sorgt für ganz normale Sauberkeit. Laut Heinz-Jörn Möriske vom Umweltbundesamt entstehen nur in stehenden Gewässern Keime, besonders wenn das Wasser erwärmt und mit Staub verschmutzt ist. Solch stehende Gewässer entstünden auch in kleinen Nischen in Geräten, in denen sich Wasser sammelt und eine geschlossene Oberfläche bildet. Gleiches gelte sogar für nur dünne, filmartige Feuchtigkeitsflächen. Einzelne Tropfen dagegen seien gefahrlos.

Verkeimung könne im Sommer nach ungefähr 14 Tagen beginnen, im Winter dauert es noch länger. Wer seinen Luftbefeuchter benutzt, verbraucht das Wasser in deutlich kürzerer Zeit. In diesem Fall, so der Fachmann vom Bundesumweltamt, entstehen auch keine Keime.

Wenn man einen gefüllten Befeuchter wochenlang nicht benutzt, kann es zu Keimbildung kommen. Vor dem Einschalten sollte man ihn dann gut reinigen und mit frischem Wasser befüllen.

Man sollte die für das jeweilige Gerät empfohlenen Reinigungszyklen einhalten. Damit beugt man zwar vor allem der Verkalkung vor, doch auch Keimen gibt man keine Chance.

Etwaige Filtertechniken oder Zusätze, die Keimbildung unterbinden, hält der Fachmann für überflüssig oder sogar gefährlich. In Filtern könne Feuchtigkeit bleiben und die Keimbildung sogar fördern. Und ob Zusätze halten, was sie versprechen, sei ungewiss. Er äußerte sogar Bedenken, da man nie wisse, ob die Zusätze die Atemluft entgegen der Herstellerauskünfte vielleicht sogar mit Chemikalien belasten könnten.

Wasserzusätze gegen Keimbildung sind überflüssig

Von uns genau befragt, äußerten die Hersteller, dass sie Reinigungszusätze »empfehlen«. Als »Notwendigkeit« wollen sie die Stoffe aber ebenfalls nicht verordnen. Fazit: Die entstehenden Folgekosten kann man ruhig vermeiden, als oberstes Prinzip sollte man die üblichen Hygieneregeln befolgen.

Drei Befeuchtungs-Methoden

Versprühen

Beim Versprühen könnte man im Prinzip auch den bekannten Handsprüher verwenden, den man gemeinhin für das Befeuchten von Pflanzen verwendet. Durch eine Handpumpe ausgestoßen, verteilen sich kleine Lufttropfen im Raum. Diese allerdings befeuchten dann nicht nur die Luft, sondern auch Möbel oder Papier.

Ultraschallzerstäuber tun genau das gleiche, allerdings perfektioniert. Wird das Wasser unter hochfrequente Schwingung versetzt, entstehen feinste Lufttropfen. Diese werden von den Geräten herausgeblasen, sodass sie sich in der Luft und im Raum verteilen. Ab einer gewissen Ausstoßmenge bildet sich direkt über dem Gerät ein gut sichtbarer, heller Nebel, der sich stetig auflöst. Nahe stehende Möbel oder der Boden werden ab einer größeren Ausstoßmenge feucht.

Im Hinblick auf die Hygiene hat das Versprühen einen Nachteil gegenüber den anderen Techniken. Befinden sich im Wasser bereits Keime – etwa aus dem Kessel – oder hat eine Verkeimung im Gerät stattgefunden, sind sie in den Wassertropfen enthalten, wie das Umweltbundesamt erklärt. Daher würde man bei dieser Art der Luftbefeuchtung die Keime direkt einatmen, was zu Gesundheitsschäden führen könnte. Die anderen hier erläuterten Luftbefeuchtungsprinzipien halten die Keime im Gerät.

Demgegenüber steht, dass Ultraschall-Zerstäuber zu den günstigsten Befeuchtungsgeräten gehören und bereits ab 30 Euro zu haben sind.

Verdampfen

Das ist die älteste Technik: Erwärmt man Wasser, verdampft es. Je heißer es ist, desto schneller geht das. Mit dem Wasserkocher oder dem Kochtopf entsteht sehr viel Wasserdampf, stellt man Schüsseln mit Wasser auf die Heizung, geht es langsamer, doch das Prinzip ist dasselbe.

Die natürliche Luftzirkulation im Raum verteilt die Feuchtigkeit in der Regel weitgehend gleichmäßig. Es spricht laut Umweltbundesamt nichts dagegen, das genau so zu tun, sofern man obige Hygieneleitlinien beachtet. Ob dabei Ihren Wünschen entsprechend genügend Feuchtigkeit im Raum entsteht, verrät Ihnen ein Hygrometer.

In unserem Wintertest entstand mit zwei kleinen Schüsseln in einem 15 Quadratmeter großen Raum eine relative Luftfeuchte von etwa 35 Prozent bei ca. 21 Grad Raumtemperatur.

Es gibt auch spezielle Verdampfer als Luftbefeuchter. Wir haben sie nicht in unseren Test aufgenommen, weil sie aus unserer Sicht im Vergleich zu den anderen Techniken durch das Heizen des Wassers sehr viel Strom verbrauchen. Als »bestes Produkt« schieden sie für uns daher von vorn herein aus. Preislich starten diese Geräte bei etwa 30 Euro.

Verdunsten

Auch das Verdunsten kennt jeder, zum Beispiel wenn man Wäsche zum Trocknen aufhängt. Die Luft nimmt bei ihrer natürlichen Zirkulation durch den Raum die Feuchtigkeit automatisch auf, weil sie trockener ist als die Wäsche.

HNO-Arzt Jörg Lindemann weist darauf hin, dass in der Regel allein schon das regelmäßige Aufhängen von Wäsche für hinreichend Luftfeuchtigkeit sorgt. Das sei zum Beispiel beim Wäscheaufkommen einer vierköpfigen Familie spielend der Fall. Hinzu komme häufiges Kochen und Duschen oder Baden, da sich auch diese Feuchtigkeit in der Wohnung verteile und die Atemwege auffrische.

Wer regelmäßig nasse Wäsche trocknet, hat gute Luftfeuchtigkeit

Bei entsprechenden Luftbefeuchtungsgeräten passiert eigentlich nichts anderes als das, was auch passiert, wenn die Wäsche trocknet: Die Raumluft kommt in Kontakt mit einer befeuchteten Oberfläche und nimmt die Feuchtigkeit von dort auf. Um das Gerät möglichst kompakt gestalten zu können, müssen sie jedoch auf kleinem Raum viel befeuchtete Oberfläche schaffen. Hierfür gibt es zwei unterschiedliche Lösungen: entweder man verteilt das Wasser in einer Art Schwamm, der eine große Oberfläche bietet, oder man verteilt das Wasser auf Walzen mit zahlreichen dünnen Platten.

Durch einen eingebauten Ventilator wird die Luftzirkulation in Verdunstungs-Befeuchtern darüber hinaus gezielt erhöht, was die Effizienz weiter steigert und den Grad der Luftfeuchtbefeuchtung beeinflussbar macht. Solche Geräte sind ab etwa 50 Euro zu haben.

Zusatzfunktion: Luftwäsche

Angepriesen werden darüber hinaus Geräte, die nicht nur befeuchten, sondern auch die Luft reinigen. Sie nehmen Staub, Pollen und weitere feine Feststoffe auf, was besonders für Allergiker sinnvoll sein kann.

Das stellt für unseren Test eine Zusatzfunktion dar, die wir beschreiben, die aber nicht die Beurteilung der Luftbefeuchtungsleistung beeinflusst. Vorenthalten wollten wir Ihnen den interessanten Reinigungsaspekt jedoch nicht.

 

 

Luftbefeuchter-Test: Testsieger - Philips HU 4813.

Testsieger: Philips HU 4813

Die beste Preisleistung bietet aus unserer Sicht der Philips HU 4813. Der Verdunster befeuchtet den Raum sehr gleichmäßig und verfügt über ein Hygrometer mit automatischer Feuchtigkeitsregelung – auch wenn der seine Tücken hat.

Unser Favorit: Philips HU 4813

Test: Luftbefeuchter – Testsieger Philips HU 4813
Er befeuchtet die Luft nicht am besten, ist aber eindeutiger Preis-Leistungs-Sieger und damit unser Favorit.

Der Philips kommt außerdem mit einem Timer und lässt sich einfach reinigen. Darüber hinaus sieht er auch noch elegant aus. Laut technischer Angabe befeuchtet er Räume mit einer Grundfläche bis 44 Quadratmeter.

Sauberes Prinzip

Kern des Geräts ist ein wabenartig aufgebauter, durchlöcherter Kunststoff-Zylinder, der im Wasser steht und sich vollsaugt. Durch die wabenartige, poröse Struktur dieses Filters entsteht eine große Oberfläche, über die das Wasser verdunstet. Der Ventilator darüber verteilt die Feuchtigkeit im Raum.

Luftbefeuchter-Test: Testsieger - Philips HU 4813 FIlter.
Philips HU4813: Gut zu erkennen ist die wabenartige Filterstruktur.

Laut Anleitung sollte der Filter einmal pro Woche eine Stunde in klarem Wasser eingelegt und damit gereinigt werden. Da der Ventilator laufend Staub anzieht, der in dem Filter hängen bleibt und ihn verunreinigt, scheint das auch notwendig. Die Reinigung klappt so sehr einfach.

Will man ihn nach einiger Zeit austauschen, kostet ein neuer Filter zehn Euro. Laut Anleitung sollte man ihn zumindest ein Mal im Jahr wechseln, alle drei Monate wird alternativ empfohlen. Allerdings spielt hier das Ermessen des Nutzers eine Rolle. Zeigt der Filter keine Materialermüdung, dürfte die Verwendungszeit kaum begrenzt sein.

Der Behälter, in dem sich der Filter befindet und in den Wasser eingefüllt wird, weist nahezu ausschließlich glatte Flächen ohne Nischen auf und ist daher gut zu reinigen. Auseinander- und wieder zusammengebaut ist der Philips ebenfalls schnell und einfach.

Bei der Verdunstung werden Boden oder Möbel nicht feucht. Daher ist der Philips auch bestens fürs Büro geeignet.

Aus unserer Sicht wichtig: Der Philips wie auch alle anderen getesteten Geräte lassen sich auch mit Wasser gefüllt gut hin und her tragen. So kann man problemlos nur einen Befeuchter in mehreren Räumen verwenden.

Einfache Handhabung

Nicht nur die Reinigung klappt glatt. Auch das Nachfüllen des Behälters läuft sauber und problemlos ab. Der Ventilator ist zugleich der Deckel des Geräts, den man zum Nachfüllen abnehmen kann. Mit einer Gießkanne oder Ähnlichem lässt sich der Wasserpegel auf den gewünschten Stand bringen. Um das Gerät herum bleibt dabei alles trocken. Da der Wasserbehälter eher klein ausfällt, muss man ihn, je nach Befeuchtungsgrad, bis zu einmal täglich nachzufüllen.

Ist der Wasserpegel zu niedrig, schaltet der Philips sich selbst aus, und im Display in der Mitte des Deckels leuchtet eine rote Warnlampe auf. Den Wasserstand kann man laufend kontrollieren, indem man einen Blick durch das Fenster an der Seite wirft.

Einfache Handhabung und leichte Reinigung

Die Bedienung der Befeuchtungsstufen, des Timers sowie sämtlicher weiterer Funktionen ist weitgehend intuitiv. Die Einstellung des Befeuchtungsgrades ist in drei Stufen möglich. Die erste Stufe erlaubt die leise Befeuchtung.

Negativ fiel uns lediglich ein leises, eher niederfrequentes Surren auf, das auf den Einen oder Anderen vielleicht störend wirken könnte. Wer auf Automatik stellt, mit einer Begrenzung für den Luftbefeuchtunsgrad, muss sich zudem gefallen lassen, dass der Ventilator recht häufig ein und ausschaltet. Auch das kann Geräuschempfindlichen eventuell auf die Nerven gehen. Aus diesen Gründen ist unsere Einschätzung, dass der Philips fürs Schlafzimmer eher weniger geeignet ist.

Im »Sleep«-Modus ist zwar die Beleuchtung abgeschaltet, der Ventilator schaltet sich aber immer wieder ein und aus.

Volles Ausstattungspaket

Ein seltenes Extras für einen Luftbefeuchter sind der Timer, ein integrierter Hygrometer und die automatische Feuchtigkeitsregelung mit Eingabe eines Maximalwertes.

Die Automatik kann sich gewinnbringend bemerkbar machen, wenn der Befeuchter hohe Feuchtigkeitswerte nicht überschreiten soll. Im Test hat uns dieses Extra allerdings leider nicht wirklich überzeugt, denn der Hygrometer schwankte immer wieder stark. Außerdem ist die Befeuchtungsleistung des Philips ohnehin nicht übermäßig stark, daher dürften die meisten den Ventilator einfach mit geringster Belüftungsleistung durchlaufen lassen. So hält er eine konstant mittlere Feuchtigkeit und läuft am leisesten.

Luftbefeuchter-Test: Testsieger - Philips HU 4813 Timerfunktion.
Der Luftbefeuchter von Philips kommt mit Hygrometer und Timer.

Die drei Leistungsstufen sind dagegen praxisgerecht und besonders anfangs hilfreich, wenn der Raum die Feuchtigkeit erstmal nur an die Einrichtung abgibt. In dieser Zeit ist die höchste Stufe gefragt. Der integrierte Timer hilft immerhin beim Wasser- und Stromsparen. Nach wahlweise 60 Minuten, vier oder acht Stunden stellt er auf Wunsch die Befeuchtung ab.

Befeuchtungsleistung

Wie bei den anderen Verdunstern im Test können wir dem Philips eine eher nur mittelmäßige Befeuchtungsleistung attestieren. Das heißt: Will man im Winter sicher eine relative Feuchtigkeit ab 55 Prozent erreichen, schafft man dies laut unseren Messungen kaum. Allerdings ist das auch ein recht hoher Feuchtigkeitswert. Rechnet man mit in der Regel praxisgerechten Werten bis 50 Prozent, ist der Philips HU 4813 ein zuverlässiger Partner.

Auf die angegebenen maximalen 44 Quadratmeter Raumgröße sollte man sich dabei aber eher nicht verlassen. Wenn Sie einen so großen Raum befeuchten wollen, sollten sie sich nach einem leistungsstärkeren Gerät umsehen.

Alternativen

In der Familie der Verdunster gibt es punkto Befeuchtung noch leistungsfähigere Modelle als den Philips. Zwei weitere Geräte können wir Ihnen auf jeden Fall empfehlen.

Mit Luftwäsche: Beurer LW 220

Test Luftbefeuchter: Beurer LW 220
Inklusive Luftwäsche für Räume bis 20qm.

Der Beurer LW 220 mit zusätzlicher Luftwäsche ist die Alternative zu unserem Testsieger, wenn man bereit ist, mehr zu bezahlen. Er erreichte in einigen wichtigen Details bessere Ergebnisse als der Philips.

So fällt etwa der Wasserspeicher in der getesteten, mittelgroßen Variante für 40-Quadratmeter-Räume größer aus. Das ist komfortabler, denn man muss weniger oft Wasser nachfüllen. Außerdem lag bei ihm die Luftbefeuchtungsleistung etwas höher. Ein Plus ist auch, dass er bei niedrigster Ventilationsstufe schlafzimmertauglich ist. Kleines Defizit: Die Leuchtanzeige dimmt nach der Bedienung zwar herunter, aber erhellt dunkle Räume nach wie vor ein wenig.

Ebenfalls etwas geschickter: Statt eines porösen, weichen Zylinders stecken im Innern des Verdunsters miteinander verbundene Kunststoffplatten. Sie sind stabil und sehr haltbar. Ihre effiziente Reinigung erfolgt ganz einfach in der Spülmaschine.

Die beworbene Luftreinigung hat allerdings einen Haken: Der Beurer LW 220 kann zwar Räume bis 40 Quadratmeter befeuchten, aber nur bis 20 Quadratmeter reinigen. Leider unterschlägt Beurer die Raumgrößenangabe für die Reinigung in der Bedienungsanleitung und der Gerätebeschreibung. Auf Nachfrage räumte das Unternehmen allerdings ein, diese Angabe zukünftig ergänzen zu wollen.

Für Allergiker kann die Luftreinigung dennoch eine Erleichterung darstellen, zumindest für kleinere Räume. Für den Durchschnittsverbraucher hat die Luftreinigung dagegen keinen nennenswerten Vorteil.

Aus Deutschland: Venta LW 25

Test Luftbefeuchter: Venta LW 25
Beste Leistung bei Verdunstung und Luftwäsche.

Auch der Venta LW 25 ist ein Verdunstungsgerät mit Luftwäsche. Er verwendet dieselbe Technik wie der Beurer, und Venta sagt von sich, das Prinzip erfunden zu haben. Im Test hatte der Venta LW 25 sogar eine etwas größere Befeuchtungswirkung im Vergleich zum Beurer.

Allerdings ist er weniger ausgestattet, obgleich er in derselben Preisklasse zu Hause ist. So ist die Anzeige nicht dimmbar, weswegen etwa das dunkle Schlafzimmer noch relativ hell erleuchtet wird. Wir würden es begrüßen, wenn man sie manuell ganz ausschalten könnte. So hilft nur das Abkleben des kleinen Displays. Zudem gibt es beim Venta keine Wasserstandsanzeige. Der Autostopp des Lüfters signalisiert jedoch, wann der Wasserstand zu niedrig ist.

In der Handhabung lagen die beiden gleich auf. Es lohnt also zu überlegen, wie wichtig einem die Ausstattungsunterschiede sind. Sympathisch wirkt dabei sicherlich, dass es sich um ein in Deutschland gefertigtes Produkt handelt.

Preisbrecher: Honeywell HH 350 E

Test Luftbefeuchter: Honeywell HH 350 E
Günstig aber etwas schwer zu reinigen.

Der Honeywell HH 350 ist ein Verdunster für Räume bis 40 Quadratmeter und kostet dennoch lediglich um die 70 Euro.

Auch er befeuchtete im Test die Luft sehr gleichmäßig. Seine Effizienz ist vergleichbar mit der der anderen Verdunster.

Ausstattung, Reinigungskomfort und Handhabung erreichen allerdings nicht die Leistungen von Beurer und Venta. Grund: Es kommt ein abnehmbarer, geschlossener Tank zum Einsatz, der auf dem Weg zum Wasserhahn tröpfelt. Außerdem ist der Verdunstungsbereich im Gehäuse schwerer zu reinigen und es gibt keine automatische Abschaltung bei leerem Tank. Am ersten Tag beobachteten wir auch eine deutliche Geruchsentwicklung, die anschließend allerdings verschwand.

Dafür kostet er aber auch nur die Hälfte von unserem Favoriten. Der Honewell HH 350 ist daher unsere Empfehlung für den schmalen Geldbeutel.

Außerdem getestet

Medisana UHW

Der Ultraschall-Zerstäuber Medisana Luftbefeuchter UHW schnitt in unserem Test in der Kategorie Geschwindigkeit sehr gut ab. Er befeuchtete die Luft am schnellsten und erzielte einen Feuchtigkeitswert von 60 Prozent.

Allerdings konnten wir mit der Zeit eine etwas unangenehme Feuchtigkeit auf der Haut spüren – typisch für Ultraschall-Zerstäuber. Negativ ist, dass sich die Feuchtigkeit mit der Zeit am Boden und auf den Möbeln absetzt.

So lagert sich nicht nur überall Kalk ab, empfindliche Möbel können auch beschädigt werden. Für gelegentliches Befeuchten ist der Medisana eine gute, preiswerte Lösung. Für den Dauereinsatz sind Verdunster aber besser geeignet.

Taotronics TT-AH005

Der Taotronics TT-AG 005 ist dem Gerät von Medisana sehr ähnlich. Auch er gehört zu den Ultraschallzerstäubern und spielt bei Geschwindigkeit und Feuchtigkeitswerten ganz vorne mit.

Für ihn gelten aber die gleich Einschränkungen wie für alle Ultraschallzerstäuber: für den Dauereinsatz sind sie nur bedingt geeignet.

Kommentare

1 Kommentar zu "Der beste Luftbefeuchter"

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Die Besten kommen von VENTA – habe ich schon seit über 20 Jahren. Kostet – aber reinigt auch die Luft + + +

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