Der beste Luftbefeuchter

last updateZuletzt aktualisiert:
Luftbefeuchter Test: Alle Luftbefeuchter
Doreen Menz

Doreen Menz

testet mit Leidenschaft Produkte aus den verschiedensten Bereichen. Als Hobbyköchin und Gamerin interessiert sie sich nicht nur für Computer und Küchengeräte sondern auch für Haushaltsgeräte und Gesundheitsthemen.

Der beste Luftbefeuchter ist für uns der Philips HU 4814. Der Verdunster befeuchtet den Raum gleichmäßig, lässt sich einfach warten und bietet das beste Preis-Leistungsverhältnis – auch wenn er im Test bei der Befeuchtungsleistung nicht an erster Stelle lag. Geräte mit zusätzlicher Luftwäsche sind deutlich teurer. Am günstigsten sorgen Ultraschallzerstäuber für höhere Luftfeuchtigkeit, doch bei ihnen muss man einige Nachteile in Kauf nehmen.

Update 16. Januar 2019

Wir haben acht neue Luftbefeuchter getestet. Unser Testsieger ist das Nachfolgermodell unseres bisherigen Favoriten – der Philips HU 4814.

Created with Sketch. Weitere Updates anzeigen
Created with Sketch. Einklappen
22. Oktober 2018

Wir haben unsere Empfehlungen überarbeitet und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert.

Wir planen außerdem in Kürze ein Update des Tests mit neuen Produkten.

15. Mai 2018

Der Honeywell HH350 E ist leider momentan nicht verfügbar, deshalb können wir ihn nicht weiter empfehlen. Im Herbst sehen wir uns neue Modelle für Sie an.

7. November 2017

Wir hatten zwei neue Luftbefeuchter von Klarstein im Test: den Monaco und Sevilla.

Vor allem im Winter leiden viele unter trockener Luft in Wohnräumen. Gut, dass es Abhilfe in Form von Luftbefeuchtern gibt, die teilweise sogar ziemlich stylisch daherkommen und sich gut in das Raumbild einfügen.

Die Preisspanne der Geräte ist enorm: Günstige Geräte gibt es ab 30 Euro, man kann aber auch mehr als 400 Euro für einen Luftbefeuchter ausgeben. Muss das wirklich sein?

Die Preisunterschiede lassen sich zum Teil durch die drei unterschiedlichen Befeuchtungstechniken erklären, die bei Luftbefeuchtern zum Einsatz kommen. Sie arbeiten entweder nach dem Verdunstungsprinzip, verdampfen Wasser oder zerstäuben es mit Ultraschall. Die Vor- und Nachteile der jeweiligen Technologie können Sie im Abschnitt »Drei Befeuchtungstechniken« nachlesen.

Wir haben 16 Luftbefeuchter mit unterschiedlichen Befeuchtungsprinzipien getestet, davon sind aktuell noch 14 lieferbar. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht:

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Philips HU 4814

Luftbefeuchter Test: Philips Hu 4814
Er befeuchtet die Luft nicht am besten, ist aber eindeutiger Preis-Leistungssieger und damit unser Favorit.

Der Philips HU 4814 ist nicht der leistungsstärkste Luftbefeuchter unseres Tests, aber der klare Preis-Leistungssieger. Wer auf den Einsatz nachts im Schlafzimmer verzichten kann, erhält einen eleganten, einfach zu handhabenden und haltbaren Luftbefeuchter. Es gibt keine überflüssigen Funktionen, dennoch kann man das Gerät seinen Bedürfnissen individuell anpassen. Das macht den Philips zu einem soliden ersten Platz.

Für Allergiker

Beurer LW 220

Mit dem Beurer LW220 können Räume mit bis zu 40 Quadratmetern befeuchtet werden und es ist sogar eine Luftreinigung möglich – allerdings nur bis 20 Quadratmeter. Dafür muss man aber auch mehr Geld ausgeben als für unseren Testsieger und einen wirklichen Vorteil von einer gereinigten Luft haben eigentlich nur Allergiker. Wenn man aber auf Luftreinigung Wert legt, ist der LW220 eine gute Wahl.

Der Venta LW25 ist wie der Beurer ein Verdunstungsgerät mit Luftwäsche. Leider lässt sich beim Venta das Anzeigelicht nicht dimmen, was im dunklen Schlafzimmer mitunter etwas ungünstig ist. Positiv zu vermerken ist aber, dass der Venta eine bessere Befeuchtungsleistung liefert als unser Testsieger und auch als der Beurer. Wenn Ihnen 200 Euro nicht zu teuer sind, bekommen Sie mit dem Gerät von Venta einen tollen Luftbefeuchter, der einfach zu handhaben ist und hygienisch befeuchtet.

Für Gelegenheitsnutzer

Beurer LB 55

Test Luftbefeuchter: Beurer LB 55
Für einen fairen Preis bekommt man mit dem Gerät von Beurer einen Luftbefeuchter mit hoher Befeuchtungsleistung – aber auch hohem Energieverbrauch.

Wenn Sie nicht viel ausgeben wollen, ist der Beurer LB 55 die beste Wahl. Im Gegensatz zu vielen anderen günstigen Geräten zerstäubt er nicht, sondern verdampft, was deutlich besser ist. Zwar hat der LB 55 nur zwei Wirkungsstufen, befeuchtet aber zuverlässig und hat ein dezentes Design. Er ist etwas größer als andere Geräte, dafür ist die Handhabung sehr einfach und ein Filter wird nicht benötigt. Man kann Kalkpads verwenden, von denen 15 Stück mitgeliefert werden – nach unserer Erfahrung muss der Befeuchter aber trotzdem zusätzlich entkalkt werden. Auf genaues Einstellen der Luftfeuchtigkeit muss man bei ihm aber verzichten.

Vergleichstabelle

Unser FavoritFür AllergikerNoch mehr LeistungFür Gelegenheitsnutzer
Modell Philips HU 4814 Beurer LW 220 Venta LW 25 Beurer LB 55 Philips AC 2729 Klarstein Cubix Philips HU 4813 Klarstein Stavanger Medisana UHW Klarstein Monaco Klarstein Sevilla InnoBeta Water Drop Honeywell HH950E TaoTronics TT-AH002 DE
Luftbefeuchter Test: Philips Hu 4814Test Luftbefeuchter: Beurer LW 220Test Luftbefeuchter: Venta LW 25Test Luftbefeuchter: Beurer LB 55Test Luftbefeuchter: Philips AC2729/10Test Luftbefeuchter: Klarstein CubixTest: Luftbefeuchter – Testsieger Philips HU 4813Test Luftbefeuchter: Klarstein StavangerTest Luftbefeuchter: Medisana UHWTest Luftbefeuchter: Klarstein MonacoTest Luftbefeuchter: Klarstein SevillaTest Luftbefeuchter: InnoBeta Cool MistTest Luftbefeuchter: Honeywell HH950ETest Luftbefeuchter: TaoTronics TT-AH002 DE
Pro
  • Verdunster-Prinzip
  • Einfache Handhabung und Reinigung
  • Viele Einstellungen
  • Gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • Verdunster-PrinzipSpülmaschinenfest
  • Luftwäsche
  • Kein Filter nötig
  • Verdunster-Prinzip
  • Luftwäsche
  • Kein Filter nötig
  • Hygienisches Verdampfer-Prinzip
  • Einfache Handhabung
  • Guter Preis
  • Verdunster-Prinzip
  • Mit App
  • Luftwäsche
  • Viele Einstellungsmöglichkeiten und Funktionen
  • Einfache Handhabung
  • Viele Einstellungsmöglichkeiten und Funktionen
  • Modernes Design
  • Einfache Handhabung und Reinigung
  • Gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • Einfache Handhabung
  • Schönes Design
  • Leise
  • Befeuchtete am schnellsten
  • Schickes Design
  • Relativ günstig
  • Relativ günstig
  • Klein, passt in jede Ecke
  • Schickes Design
  • Einfache Handhabung
  • Man kann Duftöl einfüllen
  • Schöne Haptik
  • Einfache Handhabung
  • Hygienisches Verdampfer-Prinzip
  • Einfache Handhabung
Contra
  • Geringe Ausstattung
  • Teuer
  • Etwas laut
  • Hohe Stromkosten
  • Sehr teuer
  • Groß und schwer
  • Kleiner Tank
  • Zerstäuber-Prinzip
  • Eingebautes Hygrometer schwankt stark
  • Zerstäuber-Prinzip
  • Zerstäuber-Prinzip
  • Zerstäuber-Prinzip
  • Luftfeuchtigkeitsanzeige nicht richtig
  • Zerstäuber-Prinzip
  • Luftfeuchtigkeitsanzeige ungenau
  • Billiges Material
  • Zerstäuber-Prinzip
  • Relativ laut
  • Großer Reinigungsbedarf
  • Hohe Stromkosten
  • Zerstäuber-Prinzip
  • Billiges Material
  • Relativ laut
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

Keine Preise gefunden.

Keine Preise gefunden.

  Technische Daten anzeigen

Wie entsteht trockene Luft?

Wieviel Wasser Luft aufnehmen kann, hängt entscheidend von der Temperatur der Luft ab. Bei 20 Grad Celsius kann die Luft in einem 20 Quadratmeter großen Raum maximal 830 Milliliter aufnehmen, also etwas mehr als eine Flasche Wein. Bei Null Grad kann die Luft im selben Raum dagegen nur höchstens 230 Milliliter aufnehmen, bei -10 Grad sogar nur noch 110 Milliliter.

Kalte Luft kann viel weniger Wasser aufnehmen als warme Luft

Selbst wenn die Luft im Winter vollständig mit Wasser gesättigt ist, holen Sie beim Lüften also Luft mit wenig Wasser ins Haus. Da die Luft anschließend durch die Heizung erwärmt wird, steigt die maximale Aufnahmefähigkeit der Luft – anders ausgedrückt sinkt dadurch die relative Luftfeuchtigkeit. Heizen Sie null Grad kalte, vollständig mit Wasser gesättigte Luft (100 Prozent Luftfeuchtigkeit) auf 20 Grad auf, haben Sie in der Wohnung Luft mit nur noch 27 Prozent relativer Feuchtigkeit – die Luft ist also sehr trocken. Das ist das, was man gemeinhin als »trockene Heizungsluft« bezeichnet.

Trockene Luft will Feuchtigkeit aufnehmen und die findet sie unter anderem auf unserer Haut und unseren Schleimhäuten. Die Folge: Sie trocknen aus. Das kann zu Reizungen führen, und man wird anfälliger für Infektionen. Wohnräume zu befeuchten hilft dagegen.

Entschließen Sie sich zur Luftbefeuchtung mit einem Gerät Ihrer Wahl, dauert es am Anfang eine Weile, bis trockenes Holz in Möbeln oder dem Parkettboden und Gegenstände wie Bücher den ersten Schub Feuchtigkeit aufgenommen haben. Erst dann steigt die Luftfeuchtigkeit der Raumluft signifikant an. Egal, welche Art von Luftbefeuchter Sie wählen: Es ist es empfehlenswert, ihn anfangs ein bis zwei Tage mit voller Leistung arbeiten zu lassen.

Welche Luftfeuchtigkeit ist optimal?

Wer Hersteller von Luftbefeuchtern befragt, erhält recht einschlägige Aussagen, welche Luftfeuchtigkeit für den menschlichen Organismus und seine Gesundheit die richtige ist. Doch hört man sich genauer um, erhält man differenziertere Informationen, die sich zum Teil sogar widersprechen.

Wenn die Luftfeuchtigkeit im Winter über 60 Prozent liegt, kann an den Wänden Schimmel entstehen.

Das Umweltbundesamt empfiehlt 40-60 Prozent Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen. Solche Werte werden von den meisten Menschen als angenehm empfunden. Der Leiter des Bundesumweltamts Dr.-Ing. Heinz-Jörn Moriske nennt 30 Prozent als Untergrenze. Man fühlt sich allerdings nur wohl damit, solange kein Staub die Nasenschleimhaut reizt. Leider kann das bei 30 Prozent Luftfeuchtigkeit schnell passieren. Über 60 Prozent Luftfeuchte sind für Wohnräume wiederum nicht geeignet, denn dann kann Schimmel entstehen.

Auch die Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde gibt Ratschläge zur Luftfeuchtigkeit aus medizinischer Sicht ab. Als optimal erachtet werden von ihr in Wohnräumen 20 Grad Raumtemperatur und 50 Prozent relative Luftfeuchtigkeit. Damit ist der für die Lungenfunktion empfehlenswerte Bereich zwischen 40-60 Prozent genau getroffen.

Zwischen 40 und 60 Prozent Luftfeuchtigkeit empfindet man als angenehm

Liegt die Luftfeuchtigkeit bei 30 Prozent oder weniger, sei das gesundheitlich nicht bedenklich, kann aber als unangenhem empfunden werden – das ist individuell unterschiedlich. Das Schlafzimmer sollte allerdings kühler und trockener sein als die Wohnräume. Auch das Alter spielt für das Empfinden eine Rolle: Ältere Menschen sind für trockene Luft empfindlicher als junge Leute. Man merkt das meist an häufigerem Nasenbluten. In solchen Fällen empfehlen die Ärzte eine Luftfeuchtigkeit von 60 Prozent.

Nasenschleimhäute und Lunge erholen sich durch einen Saunabesuch oder gezielte Inhalation schnell von zu trockener Luft.

Auch die Deutsche Dermatologische Gesellschaft e.V. hat sich zum Thema Luftfeuchtigkeit geäußert. Genauso wie Lunge und Schleimhäute fühlt sich auch die Haut mit 40-60 Prozent Luftfeuchtigkeit am wohlsten. Ermittelte, eindeutige Grenzwerte gebe es jedoch nicht.

Drei Befeuchtungstechniken

Es gibt drei unterschiedliche Verfahren, mit denen man Luft befeuchten kann. Alle drei kommen bei Luftbefeuchtern zum Einsatz – und alle haben Vor- und Nachteile.

Zerstäuben

Zum Zerstäuben von Wasser kann man im Prinzip auch den bekannten Handsprüher verwenden, den man gemeinhin für das Befeuchten von Pflanzen verwendet. Durch eine Handpumpe wird Wasser durch eine Düse gepresst und es verteilen sich kleine Lufttropfen im Raum. Die befeuchten allerdings nicht nur die Luft, sondern auch Möbel oder Papier.

Ultraschallzerstäuber tun im Prinzip genau das gleiche. Bei ihnen wird das Wasser in hochfrequente Schwingungen versetzt und es entstehen feinste Wassertröpfchen. Die werden von den Geräten herausgeblasen, sodass sie sich in der Luft und im Raum verteilen. Ab einer gewissen Ausstoßmenge bildet sich direkt über dem Gerät ein gut sichtbarer, heller Nebel, der sich stetig auflöst. Nahe stehende Möbel oder der Boden werden ab einer größeren Ausstoßmenge feucht.

Kommt aus der Leitung sehr kalkhaltiges Wasser, kann es bei Ultraschallzerstäubern nach einiger Zeit passieren, dass sich auf Möbeln ein feiner Kalkfilm absetzt. Auch im Hinblick auf die Hygiene hat das Zerstäuben einen Nachteil gegenüber den anderen Techniken. Befinden sich im Wasser Keime, sind sie in den Wassertropfen enthalten, wie das Umweltbundesamt erklärt. Daher würde man bei dieser Art der Luftbefeuchtung die Keime direkt einatmen, was zu Gesundheitsschäden führen könnte. Die anderen Luftbefeuchtungsprinzipien halten die Keime dagegen im Gerät, sie gelangen nicht in die Atemluft.

Aus diesen beiden Gründen, empfehlen wir keinen Luftbefeuchter mit Ultraschalltechnik, auch wenn diese Geräte in der Herstellung sehr günstig und schon ab 30 Euro zu haben sind. Geben Sie lieber ein paar Euro mehr aus für ein Gerät mit einer anderen Befeuchtungstechnik.

Verdampfen

Erwärmt man Wasser, verdampft es. Je heißer es ist, desto schneller geht das. Mit dem Wasserkocher oder dem Kochtopf entsteht sehr viel Wasserdampf, stellt man Schüsseln mit Wasser auf die Heizung, geht es langsamer, doch das Prinzip ist dasselbe.

Die natürliche Luftzirkulation im Raum verteilt die Feuchtigkeit in der Regel weitgehend gleichmäßig. Es spricht laut Umweltbundesamt nichts dagegen, das genau so zu tun, sofern man obige Hygieneleitlinien beachtet. Ob dabei Ihren Wünschen entsprechend genügend Feuchtigkeit im Raum entsteht, verrät Ihnen ein Hygrometer.

In unserem Wintertest entstand mit zwei kleinen Schüsseln in einem 15 Quadratmeter großen Raum eine relative Luftfeuchte von etwa 35 Prozent bei ca. 21 Grad Raumtemperatur – für die meisten zu wenig.

Es gibt daher auch spezielle Verdampfer als Luftbefeuchter. Sie sind ebenfalls relativ günstig zu haben. Allerdings haben auch diese Geräte zwei Nachteile: zum einen hört man bei Ihnen oft das Geräusch von kochendem Wasser, zum anderen verbrauchen sie viel Strom. Trotzdem sind sie für uns die bessere Wahl als Zerstäuber, wenn Sie nicht viel Geld für das Gerät selbst ausgeben möchten.

Verdunsten

Auch das Verdunsten kennt jeder, zum Beispiel wenn man Wäsche zum Trocknen aufhängt. Die Luft nimmt bei ihrer natürlichen Zirkulation durch den Raum die Feuchtigkeit automatisch auf, weil sie trockener ist als die Wäsche.

HNO-Arzt Jörg Lindemann weist darauf hin, dass in der Regel allein schon das regelmäßige Aufhängen von Wäsche für hinreichend Luftfeuchtigkeit in einer Wohnung sorgt. Das sei zum Beispiel beim Wäscheaufkommen einer vierköpfigen Familie spielend der Fall. Hinzu komme häufiges Kochen und Duschen oder Baden, da sich auch diese Feuchtigkeit in der Wohnung verteile und die Atemwege auffrische.

Regelmäßig nasse Wäsche trocknen, erzeugt gute Luftfeuchtigkeit

Bei entsprechenden Luftbefeuchtungsgeräten passiert eigentlich nichts anderes als das, was auch passiert, wenn die Wäsche trocknet: Die Raumluft kommt in Kontakt mit einer befeuchteten Oberfläche und nimmt die Feuchtigkeit von dort auf.

Um das Gerät möglichst kompakt gestalten zu können, muss man auf kleinem Raum viel befeuchtete Oberfläche schaffen. Hierfür gibt es zwei unterschiedliche Lösungen: entweder man verteilt das Wasser in einer Art Schwamm, der durch seine Struktur eine große Oberfläche bietet, oder man verteilt das Wasser auf Walzen mit zahlreichen dünnen Platten.

Durch einen eingebauten Ventilator wird die Luftzirkulation in Verdunstungsbefeuchtern darüber hinaus gezielt erhöht, was die Effizienz weiter steigert und den Grad der Luftfeuchtbefeuchtung beeinflussbar macht.

Das Verdunstungsprinzip hat nur einen großen Nachteil: Die Geräte sind aus schwer nachvollziehbaren Gründen oft relativ teuer. Denn eigentlich ist die Technik dafür simpel.

Zusatzfunktion: Luftwäsche

Angepriesen werden darüber hinaus Geräte, die nicht nur befeuchten, sondern auch die Luft reinigen. Sie nehmen Staub, Pollen und weitere feine Feststoffe auf, was besonders für Allergiker sinnvoll sein kann.

Das stellt für unseren Test eine Zusatzfunktion dar, die wir beschreiben, die aber nicht die Beurteilung der Luftbefeuchtungsleistung beeinflusst. Vorenthalten wollten wir Ihnen den interessanten Reinigungsaspekt jedoch nicht.

Sind Luftbefeuchter Bakterienschleudern?

Auch wenn immer wieder davon gesprochen wird: Luftbefeuchter mit und ohne Filter lassen keine gefährlichen Inhalte entstehen – vorausgesetzt, man sorgt für ganz normale Sauberkeit. Laut Heinz-Jörn Möriske vom Umweltbundesamt entstehen nur in stehenden Gewässern Keime, besonders wenn das Wasser erwärmt und mit Staub verschmutzt ist. Solch stehende Gewässer entstünden auch in kleinen Nischen in Geräten, in denen sich Wasser sammelt und eine geschlossene Oberfläche bildet. Gleiches gelte sogar für nur dünne, filmartige Feuchtigkeitsflächen. Einzelne Tropfen dagegen seien gefahrlos.

Verkeimung könne im Sommer nach ungefähr 14 Tagen beginnen, im Winter dauert es noch länger. Wer seinen Luftbefeuchter benutzt, verbraucht das Wasser in deutlich kürzerer Zeit. In diesem Fall, so der Fachmann vom Bundesumweltamt, entstehen auch keine Keime.

Wenn man einen gefüllten Befeuchter wochenlang nicht benutzt, kann es zu Keimbildung kommen. Vor dem Einschalten sollte man ihn reinigen und mit frischem Wasser befüllen.

Man sollte die für das jeweilige Gerät empfohlenen Reinigungszyklen einhalten. Damit beugt man zwar vor allem der Verkalkung vor, doch auch Keimen gibt man keine Chance. Etwaige Filtertechniken oder Zusätze, die Keimbildung unterbinden, hält der Fachmann für überflüssig oder sogar gefährlich.

In Filtern könne Feuchtigkeit bleiben und die Keimbildung sogar fördern. Und ob Zusätze halten, was sie versprechen, sei ungewiss. Er äußerte sogar Bedenken, da man nie wisse, ob die Zusätze die Atemluft entgegen der Herstellerauskünfte vielleicht sogar mit Chemikalien belasten könnten.

Wasserzusätze gegen Keimbildung sind überflüssig

Von uns genau befragt, äußerten die Hersteller, dass sie Reinigungszusätze »empfehlen«. Als »Notwendigkeit« wollen sie die Stoffe aber ebenfalls nicht verordnen. Fazit: Die entstehenden Folgekosten kann man ruhig vermeiden, als oberstes Prinzip sollte man die üblichen Hygieneregeln befolgen.

So haben wir getestet

Der Test fand in zwei Wohnräumen mit viel Holzausstattung (Möbel, Parkett) statt. Der erste Raum umfasste 40 Quadratmeter Grundfläche, der zweite 16 Quadratmeter. Der Test wurde im Winter durchgeführt, bei einer Raumtemperatur von 20 Grad und einer ohne Befeuchtung darin vorherrschenden relativen Luftfeuchtigkeit von rund 34 Prozent. Wir verglichen die Befeuchtung mit einem Hygrometer.

Test Luftbefeuchter - Alle Testgeräte
Alle Luftbefeuchter aus dem ersten Test: Honeywell HH350 E, Beurer LW 220, Taotronics TT AH005 und Philips HU 4813, Venta LW 25, Medisana UHW.

Bewertet wurden neben der Befeuchtungsleistung die Hygienebedingungen, Reinigung, Handhabung und Ausstattung. Schließlich setzten wir das Ergebnis in Relation zum Preis. Die Testgeräte hatten zum Testzeitpunkt im Verkauf Preise zwischen rund 30 und 200 Euro.

Im ersten Test haben wir sechs Luftbefeuchter getestet. Nachträglich kamen noch zwei Ultraschall-Luftbefeuchter von Klarstein dazu: Der Klarstein Monaco und der etwas kleinere Sevilla.

 Luftbefeuchter Test: Alle Luftbefeuchter
Die Neuzugänge(von links): Honeywell HH950E, Beurer LB 55, Philips AC 2729, Philips HU 4814, Klarstein Cubix, Klarstein Stavanger, TaoTronics TT-AH002 DE und InnoBeta Water Drop.

Im letzten Update haben wir acht weitere Luftbefeuchter unter die Lupe genommen, darunter den Nachfolger unseres bisherigen Testsiegers, unseren neuen Favoriten Philips HU 4814.

 Luftbefeuchter Test: Philips Hu4814

Testsieger: Philips HU 4814

Die beste Preisleistung bietet aus unserer Sicht der Philips HU 4814. Der Verdunster befeuchtet den Raum sehr gleichmäßig und verfügt über ein Hygrometer mit automatischer Feuchtigkeitsregelung.

Unser Favorit

Philips HU 4814

Luftbefeuchter Test: Philips Hu 4814
Er befeuchtet die Luft nicht am besten, ist aber eindeutiger Preis-Leistungssieger und damit unser Favorit.

Der Philips kommt außerdem mit einem Timer und lässt sich einfach reinigen. Darüber hinaus sieht er auch noch elegant aus. Laut technischer Angabe befeuchtet er Räume mit einer Grundfläche bis 44 Quadratmeter.

Sauberes Prinzip

Was Philips großspurig als »Nano Cloud-Technologie« vermarktet, ist letztlich nichts anderes als ganz normale Verdunstung. Kern des Geräts ist ein wabenartig aufgebauter, durchlöcherter Kunststoffzylinder, der im Wasser steht und sich vollsaugt. Durch die poröse Struktur dieses Filters entsteht eine große Oberfläche, über die das Wasser verdunstet. Der Ventilator darüber verteilt die Feuchtigkeit im Raum.

Laut Anleitung sollte der Filter einmal pro Woche eine Stunde in klarem Wasser eingelegt und damit gereinigt werden. Da der Ventilator laufend Staub anzieht, der in dem Filter hängen bleibt und ihn verunreinigt, ist das auch notwendig. Die Reinigung klappt so aber sehr einfach.

Will man den Filter nach einiger Zeit austauschen, kann man für 10 Euro einen Ersatzfilter kaufen. Laut Anleitung sollte der Filter mindestens ein Mal im Jahr gewechselt werden, der Hersteller empfiehlt, ihn alle drei Monate auszutauschen. Allerdings spielt hier das Ermessen des Nutzers eine Rolle. Zeigt der Filter keine Materialermüdung, dürfte die Verwendungszeit kaum begrenzt sein.

Der Behälter, in dem sich der Filter befindet und in den Wasser eingefüllt wird, weist nahezu ausschließlich glatte Flächen ohne Nischen auf und ist daher gut zu reinigen. Auseinander- und wieder zusammengebaut ist der Philips ebenfalls schnell und einfach.

Bei der Verdunstung werden Boden oder Möbel nicht feucht. Daher ist der Philips auch bestens fürs Büro geeignet.

Aus unserer Sicht wichtig: Der Philips wie auch alle anderen getesteten Geräte lassen sich auch mit Wasser gefüllt gut hin und her tragen. So kann man problemlos nur einen Befeuchter in mehreren Räumen verwenden.

Einfache Handhabung

Nicht nur die Reinigung klappt glatt. Auch das Nachfüllen des Behälters läuft sauber und problemlos ab. Der Ventilator ist zugleich der Deckel des Geräts, den man zum Nachfüllen abnehmen kann. Mit einer Gießkanne oder Ähnlichem lässt sich der Wasserpegel auf den gewünschten Stand bringen. Um das Gerät herum bleibt dabei alles trocken. Da der Wasserbehälter eher klein ausfällt, muss man ihn, je nach Befeuchtungsgrad, bis zu einmal täglich nachzufüllen.

Ist der Wasserpegel zu niedrig, schaltet der Philips sich selbst aus, und im Display in der Mitte des Deckels leuchtet eine rote Warnlampe auf. Den Wasserstand kann man laufend kontrollieren, indem man einen Blick durch das Fenster an der Seite wirft.

Einfache Handhabung und leichte Reinigung

Die Bedienung der Befeuchtungsstufen, des Timers sowie sämtlicher weiterer Funktionen ist weitgehend intuitiv. Die Einstellung des Befeuchtungsgrades ist in drei Stufen möglich. Die erste Stufe erlaubt die leise Befeuchtung.

Negativ fiel uns lediglich ein leises, eher niederfrequentes Surren auf, das auf den Einen oder Anderen vielleicht störend wirken könnte. Wer auf Automatik stellt, mit einer Begrenzung für den Luftbefeuchtunsgrad, muss sich zudem gefallen lassen, dass der Ventilator recht häufig ein und ausschaltet. Auch das kann Geräuschempfindlichen eventuell auf die Nerven gehen.

Aus diesen Gründen ist unsere Einschätzung, dass der Philips fürs Schlafzimmer eher weniger geeignet ist – zumindest, wenn man ihn die Nacht durchlaufen lassen will. Aber dieses Problem haben fast alle Luftbefeuchter.

Volles Ausstattungspaket

Ein seltenes Extra für einen Luftbefeuchter sind der Timer, ein integrierter Hygrometer und die automatische Feuchtigkeitsregelung mit Eingabe eines Maximalwertes.

Die Automatik ist praktisch, wenn der Befeuchter hohe Feuchtigkeitswerte nicht überschreiten soll. Einstellen kann man einen Zielwert von 40, 50 oder 60 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit. Der Hygrometer funktionierte in unserem Test zuverlässig und ausreichend genau. Grundsätzlich ist trotzdem ein weiterer Hygrometer empfehlenswert, denn die Feuchtigkeitsmessung im Gerät ist längst nicht so aussagekräftig wie die eines Hygrometers, der im gebührenden Abstand vom Luftbefeuchter misst – schließlich ist die Luft in der Nähe des Luftbefeuchters feuchter als im Rest des Raums.

Die drei Leistungsstufen sind praxisgerecht und besonders anfangs hilfreich, wenn der Raum die Feuchtigkeit erstmal nur an die Einrichtung abgibt. In dieser Zeit ist die höchste Stufe gefragt.

Der integrierte Timer hilft immerhin beim Wasser- und Stromsparen. Nach wahlweise einer, vier oder acht Stunden stellt er auf Wunsch die Befeuchtung ab.

Befeuchtungsleistung

Wie bei den anderen Verdunstern im Test können wir dem Philips eine eher nur mittelmäßige Befeuchtungsleistung attestieren. Das heißt: Will man im Winter eine relative Feuchtigkeit von mehr als 55 Prozent erreichen, schafft man das mit diesem Gerät kaum. Allerdings ist das auch ein recht hoher Feuchtigkeitswert. Rechnet man mit praxisgerechten Werten bis 50 Prozent, ist der Philips HU 4814 ein zuverlässiger Partner.

Auf die angegebenen maximalen 44 Quadratmeter Raumgröße sollte man sich dabei aber eher nicht verlassen. Wenn Sie einen so großen Raum befeuchten wollen, sollten sie sich nach einem leistungsstärkeren Gerät umsehen.

Alternativen

In der Familie der Verdunster gibt es punkto Befeuchtung noch leistungsfähigere Modelle als den Philips. Außerdem haben wir mit einem Verdampfer als Empfehlung für Gelegenheitsnutzer.

Für Allergiker

Beurer LW 220

Der Beurer LW 220 mit zusätzlicher Luftwäsche ist die Alternative zu unserem Testsieger, wenn man bereit ist, mehr zu bezahlen. Er überzeugt vor allem mit einer höheren Befeuchtungsleistung.

Außerdem fällt der Wassertank in der getesteten, mittelgroßen Variante für 40-Quadratmeter-Räume größer aus. Das ist komfortabler, denn man muss weniger oft Wasser nachfüllen. Ein Plus ist auch, dass er bei niedrigster Ventilationsstufe schlafzimmertauglich ist. Kleines Defizit: Die Leuchtanzeige dimmt nach der Bedienung zwar herunter, aber erhellt dunkle Räume nach wie vor ein wenig.

Statt eines porösen, weichen Zylinders stecken im Innern des Verdunsters miteinander verbundene Kunststoffplatten. Sie sind stabil und sehr haltbar. Ihre effiziente Reinigung erfolgt ganz einfach in der Spülmaschine.

Die beworbene Luftreinigung hat allerdings einen Haken: Der Beurer LW 220 kann zwar Räume bis 40 Quadratmeter befeuchten, aber nur bis 20 Quadratmeter reinigen. Leider unterschlägt Beurer die Raumgrößenangabe für die Reinigung in der Bedienungsanleitung und der Gerätebeschreibung. Auf Nachfrage räumte das Unternehmen allerdings ein, diese Angabe zukünftig ergänzen zu wollen.

Für Allergiker kann die Luftreinigung dennoch eine Erleichterung darstellen, zumindest für kleinere Räume. Für den Durchschnittsverbraucher hat die Luftreinigung dagegen keinen nennenswerten Vorteil.

Ein Hygrometer hat der Beurer allerdings nicht und damit auch keine automatische Abschaltfunktion bei Erreichen eines bestimmten Feuchtigkeitszielwerts. Auch ein Timer fehlt.

Auch der Venta LW 25 ist ein Verdunstungsgerät mit Luftwäsche. Er verwendet dieselbe Technik wie der Beurer, und Venta sagt von sich, das Prinzip erfunden zu haben. Im Test hatte der Venta LW 25 eine noch etwas größere Befeuchtungswirkung im Vergleich zum Beurer, er kostet aber auch noch etwas mehr.

Trotzdem wurde an der Ausstattung gespart. So ist die Anzeige nicht dimmbar, weswegen etwa das dunkle Schlafzimmer noch relativ hell erleuchtet wird. Wir würden es begrüßen, wenn man sie ganz ausschalten könnte. So hilft nur das Abkleben des kleinen Displays. Zudem gibt es beim Venta keine Wasserstandsanzeige. Der Autostopp des Lüfters signalisiert immerhin, wann der Wasserstand zu niedrig ist.

In der Handhabung lagen die beiden gleichauf. Auch hier fehlt ein Hygrometer und ein Timer. Es lohnt also zu überlegen, wie wichtig einem die Ausstattungsunterschiede sind. Sympathisch wirkt dabei sicherlich, dass es sich um ein in Deutschland gefertigtes Produkt handelt. Dafür gibt man dann gern auch ein paar Euro mehr aus.

Für Gelegenheitsnutzer

Beurer LB 55

Test Luftbefeuchter: Beurer LB 55
Für einen fairen Preis bekommt man mit dem Gerät von Beurer einen Luftbefeuchter mit hoher Befeuchtungsleistung – aber auch hohem Energieverbrauch.

Wer in der Anschaffung Geld sparen will, für den ist der Beurer LB 55 unsere Empfehlung. Er arbeitet nach dem Verdampfungsprinzip, das hygienisch einwandfrei ist – aber auf die Stromkosten schlägt, denn Wasser zu erhitzen verbraucht viel Energie. Der Beurer ist daher nur eine Empfehlung für alle, die einen Luftbefeuchter nur gelegentlich einsetzen, dann aber richtig viel Feuchtigkeit erzeugen wollen.

 

Denn das Gerät kann je nach Stufe 200 Milliliter oder 400 Milliliter Wasserdampf pro Stunde in die Luft abgeben, oder 4,8 bzw. stolze 9,6 Liter pro Tag. Das ist sehr viel, hat aber auch einen Haken: Der Beurer zieht auf der höchsten Stufe 365 Watt Strom. Zum Vergleich: Verdunster wie unser Testsieger oder die beiden Empfehlungen von Venta und Beurer verbrauchen in der höchsten Stufe nicht einmal 10 Watt.

Lässt man den Beurer LB 55 Tag und Nacht auf höchster Stufe laufen, verbraucht man im Monat stolze 70 Euro Strom. Damit würde man aber auch fast 10 Liter Wasser pro Tag in die Luft blasen – viel zu viel selbst für einen Raum von 50 Quadratmetern. Doch auch auf der schwächeren Stufe verbraucht der Beurer noch 185 Watt, was im Dauerbetrieb im Monat mit 35 Euro Stromkosten zu Buche schlagen würde. Selbst wenn man den Beurer nur die Hälfte der Zeit auf der kleinsten Stufe laufen lässt, was ein in der Praxis realistischer Wert sein dürfte, zahlt man pro Monat noch 17,50 Euro für Strom. Damit ist der Preisvorteil zu unserem Testsieger nach rund vier Monaten Betrieb dahin, nach acht Monaten zahlt man so viel wie für den »teuren« Venta. Ein echter Preistipp ist der Beurer LB 55 im Dauerbetrieb also nicht.

Verdampfer haben zudem die Eigenschaft, schnell Kalk anzusetzen, da sie das Wasser erhitzen. Das ist vor allem ein Problem, wenn Sie in einer Region mit sehr kalkhaltigem Leitungswasser wohnen. Um dem Verkalken entgegenzuwirken, kann man den Beurer mit Kalkpads verwenden, von denen 15 mitgeliefert werden. Man muss das Gerät aber trotzdem zusätzlich je nach Verschmutzungsgrad reinigen.

Im Vergleich zu dem anderen Verdampfer im Test, einem Gerät von Honeywell, das wie ein Wasserkocher klang, ist die Betriebslautstärke des Beurer komfortabel. Man hört nur auf der höchsten Stufe gelegentlich ein leises Köcheln. Dafür könnte der eingebaute Ventilator leiser sein.

Das Gerät ist zwar relativ groß, dafür hat es aber auch einen großen Tank, in den sechs Liter Wasser passen – das spart ständiges Nachfüllen. Aufbau und Bedienung sind extrem einfach und optisch ist der Beurer sehr neutral gehalten. Er kann einen Raum mit bis zu 50 Quadratmetern mit Luftfeuchtigkeit versorgen. Ein Display, das die etwaige Luftfeuchtigkeit anzeigt, gibt es auch hier nicht.

Der Beurer LB 55 ist unter dem Strich ein günstiges Gerät mit hoher Befeuchtungsleistung, das aufgrund der hohen Stromkosten für den Dauerbetrieb aber nicht geeignet ist.

Außerdem getestet

Der Philips AC 2729 ist ein großes, schweres Gerät, das dank eingebauter Rollen aber leicht zu bewegen ist. Leider hat er einen ziemlich kleinen Tank von nur drei Litern Fassungsvermögen, sodass man oft nachfüllen muss. Dieser Luftbefeuchter mit der Verdunstungsmethode reinigt die Luft zusätzlich.

Dank WLAN-Ausstattung kann man den Luftbefeuchter auch per App bedienen – die zeigt leider Werbung. Das Verbinden mit dem Router klappt nur mit der 2,4 Gigahertz-Frequenz, falls Sie 5 Gigahertz benutzen, müssen Sie vorher umstellen.

Über die App kann man viele Einstellungen vornehmen, vom Babymodus über den Allergikermodus bis hin zum 2-in-1-Modus, in dem die Luft gleichzeitig befeuchtet und gereinigt wird – ideal für Allergiker.

Der Philips AC 2729 kann Räume bist 65 Quadratmeter befeuchten und reinigen. Wenn Sie so ein großes Wohnzimmer haben, herzlichen Glückwunsch. Dann ist das der richtige Luftbefeuchter für Sie. Für alle anderen ist dieser Luftbefeuchter überdimensioniert – und viel zu teuer.

Klarstein Cubix

Test Luftbefeuchter: Klarstein Cubix

Keine Preise gefunden.

Der Cubix von Klarstein hat uns gut gefallen – allerdings bekommt man schon für etwas mehr Geld ein hygienischeres Gerät – also einen Verdampfer oder Verdunster – worauf wir mehr Wert legen. Für einen Zerstäuber ist der Cubix allerdings wirklich klasse. Man bekommt ein echtes High Tech Gerät, das viele Funktionen besitzt, von warmem Dampf über Babymodus und UV-Einstellung. Auch ein Timer und automatische Abschaltung sowie selbstständige Regulierung des Wirkungsgrades bekommt man geboten. Die Bedienung mittels Touch auf dem edlen Metall oder der Fernbedienung runden das Ganze ab. Schade, dass es sich nur um ein Ultraschallgerät handelt.

Der Philips HU 4813 ist der Vorgänger unseres aktuellen Testsiegers und unser bisheriger Favorit. Das Gerät ist noch erhältlich, aber meist teurer zu haben als das neue Modell. Technisch hat sich außer einem leicht veränderten Filter nichts verändert, wenn Sie den Vorgänger also irgendwo günstig im Abverkauf sehen, können Sie bedenkenlos zugreifen.

Klarstein Stavanger

Test Luftbefeuchter: Klarstein Stavanger

Keine Preise gefunden.

Der Stavanger von Klarstein ist ein schickes, kleines Gerät, das schnell aufgebaut ist und unkompliziert daherkommt. Es ist ist preisgünstig und tut, was es soll. Allerdings ist dieser Luftbefeuchter mit der Zerstäubertechnik ausgestattet, was auf Dauer unhygienisch ist und es kann sich Kalk auf den Möbeln absetzen.

Der Ultraschallzerstäuber Medisana Luftbefeuchter UHW schnitt in unserem Test in der Kategorie Geschwindigkeit sehr gut ab. Er befeuchtete die Luft am schnellsten und erzielte einen Feuchtigkeitswert von 60 Prozent. Negativ ist, dass sich die Feuchtigkeit mit der Zeit am Boden und auf den Möbeln absetzt. So lagert sich nicht nur überall Kalk ab, empfindliche Möbel können auch beschädigt werden. Für gelegentliches Befeuchten ist der Medisana eine gute, preiswerte Lösung. Für den Dauereinsatz sind Verdunster aber besser geeignet.

Das gilt auch für den Klarstein Monaco, ebenfalls ein Ultraschallzerstäuber. Das Gerät wirkt wertig verarbeitet, die Bedienung ist einfach und kann entweder am Gerät selbst oder per Fernbedienung vorgenommen werden. Das Gerät verfügt über einen Filter, der Keimen und Pilzen den Garaus machen soll.

Neben dem manuellen Betrieb bietet der Klarstein Monaco einen Timer, nach dessen Ablauf der Befeuchter abschaltet. Leider lassen sich keine festen Zeiten einstellen, dass der Luftbefeuchter etwa morgens und abends jeweils drei Stunden laufen soll.

Daneben gibt es noch einen Automatikbetrieb: Stellt man die gewünschte Luftfeuchtigkeit ein, läuft der Befeuchter so lange, bis diese Luftfeuchtigkeit erreicht ist und springt wieder an, wenn es wieder trockener wird. Das ist an sich eine äußerst sinnvolle Funktion, die allerdings dadurch unbrauchbar wird, dass der Feuchtigkeitssensor im Gerät selbst angebracht ist, wo er von der ausgestoßenen Dampfwolke umnebelt wird. Nach dem Einschalten schießt die auf dem Gerät angezeigte Feuchtigkeit deshalb sehr schnell hoch und zeigt im Nu 90 Prozent an, während unser Hygrometer im Raum immer noch nur 42 Prozent anzeigte. Eine automatische Steuerung ist damit unmöglich.

Klein und fein ist der Sevilla aus dem Hause Klarstein. Der Ultraschallzerstäuber sieht schick aus und dampft, was das Zeug hält. Auch bei ihm ist die Bedienung am Gerät oder über die mitgelieferte Fernbedienung einfach und intuitiv, allerdings gibt er dabei Piepstöne von sich, die nicht nach Jedermanns Geschmack sein dürften. Wer gerne etwas Duft in seine Wohnung bringen möchte, kann ein Aromaöl in das Aromafach einfüllen. Allerdings hat der Sevilla keinen Bakterienfilter.

Dafür gibt es eine Timer-Steuerung und eine automatische Steuerung nach Luftfeuchtigkeit, die aber nicht funktioniert, denn der Sensor ist direkt im Gerät verbaut. Der Sevilla zeigte deshalb keine richtigen Werte an: Während auf dem Gerät 62 Prozent Luftfeuchtigkeit angezeigt wurde, lag sie laut Hygrometer nur bei 42 Prozent.

Für den Sevilla gilt dieselbe Einschränkung wie für alle Ultraschall-Luftbefeuchter: Im Raum lagert sich mit der Zeit Kalk ab, es sei denn, man betreibt sie mit destilliertem Wasser, was aber ziemlich ins Geld geht.

InnoBeta Water Drop

Test Luftbefeuchter: InnoBeta Cool Mist

Keine Preise gefunden.

Der Water Drop von InnoBeta ist ein echter Blickfang. Sein Tropfen-Design sieht schick aus, doch leider ist das Material billiges Plastik. Die LED-Leuchte macht bei Tageslicht auch nicht viel her. Man kann Duftöle zum Wasser hinzufügen, um Aroma im Raum zu entfalten. Das Gerät ist leise und macht ansonsten seinen Job. Auch hier handelt es sich aber um wenig empfehlenswerte Zerstäubertechnik.

Der Honeywell HH950E ist ein günstiger Verdampfer, er erhitzt also das Wasser, das schlägt auf die Stromrechnung durch. Im Betrieb hört er sich leider an wie ein Wasserkocher. Ansonsten hat das Gerät eine schöne Haptik, nur ganz rutschfest ist er nicht. Außerdem setzt der Honeywell sehr schnell Kalk an, was eine anspruchsvolle Reinigung mit sich bringt.

TaoTronics TT-AH002 DE

Der TaoTronics TT-AH002 DE ist billig verarbeitet und gibt ein relativ lautes Betriebsgeräusch von sich, das von einem ständigen Blubbern begleitet wird. Man kann zwei Düsen um 360 Grad drehen, um den Wasserdampf in verschiedene Richtungen zu blasen. Der TaoTronics ist ebenfalls ein Zerstäuber, wovon wir abraten.

13
Kommentare

avatar
Moguntia
Moguntia

Habe den Luftbefeuchter “ Philips HU 8313″ gekauft.

Da ich Allergikerin bin und Probleme mit den Bronchen habe, im Winter unter trockenen Nasenschleimhäute leide, werde ich ein anderes Gerät kaufen.
Ich las, dass der Luftbefeuchter von“ Venta LW 25″ für mich der Bessere wäre auch für eine
Raumgröße von 50 qm.

Angela Fetz
Angela Fetz

Die sind super, toll

Markus Landau
Markus Landau

gerade in der Heizperiode wichtig

Gabriele Engels
Gabriele Engels

Wow das würde mich sehr freuen wäre sehr gut da ich Asthmatiker bin und den sehr gut gebrauchen könnte

Othmar Reiter
Othmar Reiter

Würde uns sehr gut tun ich schwöre schon längere Zeit auf einen Luftbefeuchter, aber das nötige Kleingeld fehlt immer, man soll sich ja was gutes kaufen und keinen Schrott.

Melly Schmitt
Melly Schmitt

Danke für den test 🙂

Hans Habetler
Hans Habetler

Cool gerne da würde ich mich ur freuen

Chris Schiefer
Chris Schiefer

Ich habe den großen VENTA Luftwäscher fürs das Schlafzimmer. Als Allergikerin ist er einfach unerlässlich. Und das mit dem nicht dimmbaren Licht habe ich einfach mit einem kleine Stückchen Karton gelöst (10 x 10 cm) das liegt dann auf der blauen Leuchte und dunkelt es ab. Nichts mehr zu sehen. Auch von der Lautstärke ist er auf Stufe 1 ( die reicht für die Nacht) so gut wie nichts zu hören.
Netter Nebeneffekt: Im Sommer kühlt er das Schlafzimmer auch noch um ein paar Grad runter.

Karsten Krumbeck
Karsten Krumbeck

Und der Stromverbrauch?

Jochen Richarz
Jochen Richarz

Venta brauchen wenig Strom. Habe schon seit Jahren den großen im Wohnzimmer und ist super das Gerät. Auch der Kundendienst Service. Ersatzteile sind einfach zu bekommen.

Karin Romankiewicz
Karin Romankiewicz

Merkst du dann, dass du weniger Staub im Raum hast? Habe auch eine Haus Staub Allergie.

Mark Weidemann
Mark Weidemann

Sonja Weidemann

Kurt Schmidt
Kurt Schmidt

Die Besten kommen von VENTA – habe ich schon seit über 20 Jahren. Kostet – aber reinigt auch die Luft + + +