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Der beste Luftreiniger

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Luftreiniger Test: Luftreiniger Aufmacher
Lars Schönewerk

Lars Schönewerk

ist Autor und Technik-Freak und hat ein Faible für alles Elektronische. Für AllesBeste testet er alles, was nicht niet- und nagelfest ist.

Wir haben 12 Luftreiniger getestet. Der beste für die meisten ist der Xiaomi Mi Air Purifier 3H. Obwohl er eins der günstigeren Modelle im Test war, konnte er mit einer beachtlichen Reinigungsleistung punkten. Die Verarbeitungsqualität ist exzellent und beim Funktionsumfang ist er sogar vielen teureren Konkurrenten überlegen. Lediglich der Zwang zu Original-Ersatzfiltern trübt die Freude ein wenig.

Die Luftqualität wird immer wieder zum Diskussionsthema, sei es vor einigen Jahren im Rahmen der Feinstaubdebatte oder aktuell im Zusammenhang mit der Frage, ob sie als Waffe gegen das Corona-Virus in Frage kommen. Dabei sind die Geräte auch abseits lebensbedrohender Krankheiten interessant: Besonders Allergiker können mit Luftreinigern ihre Leiden lindern, und unangenehme Gerüche in der Wohnung lassen sich damit ebenfalls gut beseitigen.

Auch die Belastung mit Corona-Viren in der Raumluft können Raumluftfilter prinzipiell senken, zumindest die leistungsfähigeren. Um das Risiko einer Ansteckung zu reduzieren, müssen sie aber schon in kleineren Räumen auf höchster Stufe laufen und sind für kontinuierliche Anwendung daher auf Dauer zu laut. Abhilfe kann man schaffen, indem man mehrere Geräte in einen Raum stellt. Mehr dazu lesen Sie weiter unten. 

Die getesteten Geräte unterscheiden sich teils stark – von Größe und Leistung über die verbauten Filter bis hin zum Preis: Das günstigste Gerät im Test kostetete gerade mal 40 Euro, das teuerste rund 600 Euro. Wenn es darum geht, die Raumluft möglichst gut zu reinigen, kommt es vor allem darauf an, wie viel Luft die Geräte umwälzen können. Kleine Geräte sind da im Nachteil.

Wir haben mit einem hochpräzisen Partikelzähler getestet, wie schnell die Testkandidaten die Luft in unserem Testraum reinigen können. Dafür haben wir den Raum zuvor jeweils mit Hilfe eines Partikelgenerators vernebelt. Nicht alle Modelle, für die die Hersteller eine hohe Luftwechselrate (CADR) angeben, konnten in unserem Test überzeugen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Xiaomi Mi Air Purifier 3H

Test HEPA-Luftreiniger: Xiaomi Air Purifier 3H
Was Xiaomi für den günstigen Preis aus dem Hut zaubert, ist phänomenal. Lediglich der Zwang zu Originalfiltern trübt die Freude etwas.

Der Xiaomi Mi Air Purifier 3H hängt die Messlatte hoch. Er bietet nicht nur eine exzellente Reinigungsleistung, sondern ist auch gut verarbeitet und überzeugt auch beim Funktionsumfang: Der Luftreiniger kann komfortabel am Gerät oder mit Hilfe einer ausgereiften App bedient werden, wahlweise lässt er sich auch ins Smart Home einbinden und per Sprachbefehl steuern. Der Anschaffungspreis ist dabei überraschend niedrig, erst bei den Ersatzfiltern hält Xiaomi die Hand auf, landet aber auch dort preislich noch im Mittelfeld.

Auch gut

Philips AC2889/10

Test HEPA-Luftreiniger: Philips AC2889/10
Wer den Xiaomi nicht mag, kann alternativ auch zu Philips greifen. Beide Geräte spielen in vieler Hinsicht in derselben Liga.

Ähnlich überzeugend schlug sich der Philips AC2889/10. Dank des eingebauten Luftqualitätsmessers samt farbiger Leuchtanzeige reicht ein kurzer Blick auf das Gerät, um die aktuelle Luftbelastung einschätzen zu können. Obwohl der Volumenstrom des Philips laut Datenblatt niedriger ausfällt als beim Xiaomi, lagen unsere Messergebnisse zur Reinigungsleistung praktisch gleichauf. All das macht den AC2889/10 zu einer sehr guten, aber leider deutlich teureren Alternative zum Testsieger. Immerhin gibt es auch ein günstigeres Schwestermodell, bei dem man lediglich auf die App-Steuerung verzichten muss.

Für kleine Räume

Philips AC0820/10

Test HEPA-Luftreiniger: Philips AC0820/10
Der Philips AC0820/10 konzentriert sich auf seine Basisfunktionen – mit Erfolg. In kleineren Zimmern fühlt er sich am wohlsten.

Für kleinere Räume bietet sich der Philips AC0820/10 an. Das Modell konzentriert sich aufs Wesentliche, macht dabei aber alles richtig. Die Verarbeitung ist einwandfrei, die Bedienung leicht verständlich und die Reinigungsleistung im Verhältnis zur Gehäusegröße gut. Seinen vielleicht größten Trumpf spielt der AC0820/10 aber erst auf lange Sicht aus, denn die durchschnittlichen monatlichen Kosten für Ersatzfilter gehören zu den niedrigsten im gesamten Testfeld.

Mit Bluetooth

Soehnle Airfresh Clean Connect 500

Test HEPA-Luftreiniger: Soehnle Airfresh Clean Connect 500
Wer zwar per App steuern, dem Luftreiniger aber keinen WLAN-Zugang geben möchte, liegt bei Soehnle richtig.

Der Soehnle Airfresh Clean Connect 500 sticht vor allem durch seine Vernetzung hervor, denn statt WLAN nutzt er dazu Bluetooth. Damit steht er allein auf weitem Feld und eignet sich besonders gut für Leute, die zwar nicht auf eine App-Steuerung verzichten wollen, sich aber dagegen sträuben, immer mehr Elektrogeräten Internetzugang zu ermöglichen. Außerdem konnte das Gerät mit einer guten Reinigungsleistung punkten, die im Schlafmodus aber leider in den Keller geht.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAuch gutFür kleine RäumeMit Bluetooth
ModellXiaomi Mi Air Purifier 3HPhilips AC2889/10Philips AC0820/10Soehnle Airfresh Clean Connect 500Panasonic F-VXR50GVenta LP60Leitz TruSens Z-3000Beurer LR 500Dyson Pure Hot + CoolLevoit LV-H132Taotronics TT-AP001Rigoglioso GL 2103
Test HEPA-Luftreiniger: Xiaomi Air Purifier 3HTest HEPA-Luftreiniger: Philips AC2889/10Test HEPA-Luftreiniger: Philips AC0820/10Test HEPA-Luftreiniger: Soehnle Airfresh Clean Connect 500HEPA-Luftreiniger Test: Panasonic F Vxr50gTest HEPA-Luftreiniger: Venta LP60Test HEPA-Luftreiniger: Leitz TruSens Z-3000Test HEPA-Luftreiniger: Beurer LR 500Test HEPA-Luftreiniger: Dyson Pure Hot and CoolLuftreiniger Test: Levoit Lv H132Test HEPA-Luftreiniger: Taotronics TT-AP001Test HEPA-Luftreiniger: Rigoglioso GL 2103
Pro
  • Gute Reinigungsleistung
  • Sehr guter Preis
  • Schönes Design
  • Praktisches Display & ausgereifte App
  • Gute Reinigungsleistung
  • Gute App
  • Display & Indikator für Luftqualität
  • Saubere Verarbeitung
  • Fairer Preis
  • Günstige Wechselfilter
  • Solide Reinigungsleistung
  • Ruhiger Betrieb
  • Saubere Verarbeitung
  • Fairer Preis
  • Gute Reinigungsleistung
  • App-Steuerung via Bluetooth
  • Viele Funktionen
  • Ausgefeilte Sensorik
  • Langlebige Filter
  • Gute Reinigungsleistung
  • Gute Reinigungsleistung
  • Hervorragende Bedienung per Touchscreen oder App
  • Gute Reinigungsleistung
  • Schickes Design
  • Ordentliche Reinigungsleistung
  • Gute App
  • Hübsches Design
  • Gute Verarbeitung
  • Mehrere Funktionen
  • Günstig
  • Befriedigende Material- und Verarbeitungsqualität
  • Günstig
  • Befriedigende Material- und Verarbeitungsqualität
  • Klein
  • Günstig
Contra
  • Funktioniert nur mit Originalfiltern
  • Teurer als unser Favorit
  • Kein Aktivkohlefilter
  • Nur wenige Modi
  • Zu wenig Leistung im Schlafmodus
  • App könnte noch etwas Feinschliff vertragen
  • Keine Vernetzungsmöglichkeiten
  • Ersatzfilter sind teuer und schwer zu bekommen
  • Groß und sperrig
  • Teuer
  • Etwas antiquiertes Design
  • Teure Ersatzfilter
  • Nicht so effektiv wie die Top-Modelle
  • Überschaubare Reinigungsergebnisse
  • Relativ teuer
  • Überschaubare Reinigungsleistung
  • Nur für kleine Räume geeignet
  • Keinerlei Sensoren
  • Überschaubare Reinigungsleistung
  • Nur für kleine Räume geeignet
  • Keinerlei Sensoren
  • Fast keine Reinigungsleistung
  • Kein Netzteil im Lieferumfang enthalten
  • Nur ein Filter
  • Geringer Funktionsumfang
  • Keinerlei Sensoren
Bester Preis

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Wozu ein Luftreiniger?

Man sieht es mit bloßem Auge nicht, aber die Luft, die wir ständig ein- und ausatmen, besteht aus mehr als nur Stickstoff, Sauerstoff und etwas Wasserdampf. Auch Staub, Pollen, Sporen und Kohlenstoffverbindungen wie Ruß befinden sich darin. Die gehören nicht in unsere Lungen und können nicht nur kurzfristig Allergiesymptome auslösen, sondern auch zu dauerhaften gesundheitlichen Problemen führen.

Schwebstoffe in der Luft führen zu Gesundheits­problemen

Besonders Feinstaub, mikroskopisch kleine Partikel, rückte vor einigen Jahren in die öffentliche Wahrnehmung. Feinstaub stammt zum Teil aus natürlichen Quellen wie Gesteinserosion und Waldbränden, vor allem aber aus menschengemachten – Feuerwerk, Heizung und allem voran der Straßenverkehr sind die Hauptursachen von hoher Feinstaubbelastung. Denn Feinstaub entsteht sowohl beim Verbrennungsvorgang von Treibstoffen als auch durch Materialabrieb von Verschleißkomponenten wie Reifen und Bremsen.

Luftreiniger Test: Staub
In der Luft bewegen sich tausende winziger Partikel von Pollen bis Feinstaub. Einige können kurzfristige Beschwerden auslösen, andere sogar langfristig die Gesundheit schädigen.

Dank des technischen Fortschritts von Motoren und entsprechenden Maßnahmen der Politik sinkt die Belastung durch Feinstaub vor allem im städtischen Raum seit einigen Jahren wieder, wie das Umweltbundesamt berichtet, gelöst ist das Problem aber noch lange nicht. Damit die Partikel nicht in der Lunge landen, nutzen Raumluftreiniger deshalb vor allem Menschen, die nahe an stark befahrenen Straßen wohnen.

Darüber hinaus profitieren natürlich Allergiker von den Geräten. Die Belastung durch Hausstaub und Pollen lässt sich durch regelmäßige Luftreinigungen in den eigenen vier Wänden stark minimieren. Manche Luftreiniger sind sogar in der Lage, aktuelle Daten zum Pollenflug über das Internet zu beziehen und die Reinigung entsprechend zu planen. Zwingend notwendig ist das nicht – die Geräte in dieser Preisklasse sind ohnehin mit Partikelsensoren ausgestattet.

Helfen Luftreiniger gegen Viren?

In der Corona-Pandemie stellt sich die Frage, ob Luftreiniger auch gegen die Ansteckung mit COVID-19 helfen können. Schließlich hat sich herausgestellt, dass die COVID-19-Erreger nicht wie ursprünglich angenommen vorwiegend durch Schmierinfektion über die Hände übertragen werden, sondern vor allem über Tröpfchen und Aerosole, die teilweise stundenlang im Raum schweben können.

Luftreiniger Test: Maske
Luftreiniger stehen im Verdacht, die die Belastung durch Corona-Viren in Innenräumen effektiv senken zu können. Eindeutig bewiesen ist das bislang aber noch nicht – außerdem kommt es auf die Filter an.

Solche Aerosole lassen sich auch mit den von uns getesteten handelsüblichen Luftreinigern herausfiltern. Zwar sind alle von uns getesteten Raumluftfilter nur mit HEPA-Filtern der Klasse H13 ausgestattet, die einzelne Viren selbst nicht abscheiden können. Zur Vermeidung einer Ansteckung kommt es aber nicht auf einzelne Viren an, die im Raum herumschwirren, sondern um Aerosole, die hunderte oder gar tausende Viren enthalten. Denn man nimmt an, dass eine Ansteckung erst nach Kontakt mit einer größeren Anzahl von Viren erfolgt.

Um das Risiko einer Ansteckung in einem Raum, in dem sich mehrere Menschen für längere Zeit aufhalten, wirksam zu reduzieren, muss die potentielle Viruslast im Raum effektiv gesenkt werden. Die Empfehlung der Gesundheitsämter lautet aus diesem Grund, möglichst oft zu lüften, doch das ist, gerade im Winter, nicht immer gut möglich. Luftreiniger oder Raumluftfilter können da Abhilfe schaffen.

Christan Kähler von der Bundeswehr-Universität in München geht in einer viel beachteten Studie davon aus, dass ein Luftreiniger eine Luftwechselrate von mindestens 6 erzielen sollte, um das Risiko einer Ansteckung maßgeblich zu reduzieren. Das bedeutet, dass die gesamte Raumluft sechsmal pro Stunde, also alle zehn Minuten, vollständig gefiltert werden sollte.

Nur leistungsfähige Geräte mit hoher CADR können das Risiko einer Ansteckung senken

Bei einem 20 Quadratmeter großen Raum mit einer Deckenhöhe von 2,50 Metern muss ein Luftreiniger dafür eine CADR (Clean Air Delivery Rate) von 300 m³/h liefern. Er muss also 300 Kubikmeter Luft pro Stunde filtern. Die leistungsstärkeren Modelle in unserem Test sind dazu durchaus in der Lage – aber nur, wenn sie auf höchster Stufe laufen. Dann erreichen sie allerdings einen Geräuschpegel von rund 63 Dezibel – zu laut für einen Büroraum, in dem man den ganzen Tag arbeitet. Das Problem kann man beheben, indem man mehrere Geräte im Raum aufstellt und auf niedrigerer Leistungsstufe laufen lässt. Man sollte aber darauf achten, dass sie dann in Summe die erforderliche Luftwechselrate erreichen. Doch nicht alle Hersteller geben die CADR der verschiedenen Gebläsestufen an.

Für den Einsatz in größeren Büroräumen oder Klassenzimmern sind die von uns getesteten Geräte daher nicht geeignet. In kleineren oder nicht ständig genutzten Zimmern, oder Räumen, die nicht gut gelüftet werden können, können Luftreiniger aber durchaus sinnvoll sein.

Klar ist aber auch, dass auch leistungsstarke Luftreiniger keinen hundertprozentigen Schutz vor einer Ansteckung bieten, sie können im besten Fall lediglich das Risiko einer Ansteckung reduzieren. Denn man kann man sich natürlich anstecken, bevor mit Viren belastete Aerosole den Raumluftfilter erreicht haben.

Bislang kein wissenschaftlicher Beweis der Wirksamkeit

Darüber hinaus steht ein wissenschaftlicher Beweis der Wirksamkeit von Raumluftfiltern zur Reduzierung von Ansteckungen mit COVID-19 noch aus. Die Versuche der Bundeswehr-Universität beruhen wie auch unsere Tests auf Messungen eines im Raum ausgebrachten Prüfaerosols, das Partikel im Größenbereich von 0,3 bis 1 Mikrometern erzeugt, wie sie auch beim Atmen, Sprechen und Husten ausgestoßen werden. Es wurden bislang keine Untersuchungen von mit COVID-19 belasteten Aerosolen veröffentlicht – die wären auch ethisch nicht vertretbar –  und es gibt bislang keinerlei Erfahrungswerte, ob Raumluftfilter das Ansteckungsrisiko tatsächlich senken.

Nicht abschließend geklärt ist auch die Frage, ob die Filter regelmäßig ersetzt oder dauerhaft mit UV-Licht bestrahlt werden müssten, um die Viren, die sich in ihnen ansammeln, zu deaktivieren, oder ob sie nach wenigen Stunden von selbst unschädlich werden.

Wie funktionieren Luftreiniger?

Das Prinzip von Raumluftfiltern ist simpel: Die Geräte nutzen einen Ventilator, der die Raumluft ansaugt und durch einen oder mehrere Filter bläst. Viele Modelle sind relativ groß, und das hat einen guten Grund: Damit die Reinigung richtig funktioniert, braucht es einen gewissen Luftdurchsatz. Der lässt sich auf zwei Arten realisieren: Entweder man setzt auf einen großen Rotor, der sich langsam dreht, oder einen kleineren, der sich schneller dreht.

Luftreiniger Test: Xiaomi Mi Air Purifier 3h
Der Luftauslass eines Luftreinigers befindet bei den meisten Modellen allen Modellen an der Oberseite. Unter dem Kunststoffgitter sitzt ein Ventilator.

Rotoren erzeugen immer einen gewissen Geräuschpegel, große und langsam drehende sind jedoch deutlich leiser. Möchte man die Lautstärke in einem angenehmen Rahmen halten, fallen kleine Rotoren und somit kleine Geräte als Option aus.

Teurere Geräte sind darüber hinaus mit Sensoren ausgestattet, die die Raumluftqualität messen und die Leistung des Ventilators gegebenenfalls entsprechend automatisch anpassen. Unbedingt notwendig sind Partikelsensoren zur Messung der Raumluftqualität aber nicht.

Partikelsensoren sind nicht unbedingt notwendig

Wie viele Haushaltsgeräte heutzutage, erlauben auch immer mehr Luftreiniger, sie ins heimische Netzwerk einzubinden. Anschließend lassen sie sich per App steuern, Timer anlegen und Ähnliches. Manche Modelle beherrschen auch die Steuerung mit einem Sprachassistenten oder gar umfangreiche Automatisierungsmöglichkeiten im Smart Home. Nötig ist das nicht, es bietet aber einen Komfortvorteil.

Vorfilter, Aktivkohlefilter und HEPA-Filter – was ist das?

Zu unterscheiden sind Luftreiniger von Luftwäschern. Die sind zwar manchmal ebenfalls mit HEPA-Filtern ausgestattet, nutzen aber vor allem ein Wasserbad. Der Vorteil von Luftwäschern ist, dass sie gleichzeitig die Raumluft befeuchten können. Ihr Nachteil ist, dass sie bei weitem nicht so gründlich filtern können wie Luftreiniger – lediglich größere Partikel und wasserlösliche Stoffe bleiben im Wasserbad hängen.

Luftreiniger Test: Filter
Die Filter unterscheiden sich in Form und Bauweise von Modell zu Modell. Oben sind Kombinationsfilter von Soehnle und Dyson als Zylinder bzw. Halbzylinder zu sehen, unten Vorfilter, Aktivkohlefilter und HEPA-Filter des Philips AC2889/10 (v.l.n.r.).

Wogegen ein Luftreiniger hilft, hängt maßgeblich von den verwendeten Filtern ab. In der Regel kommen davon gleich mehrere zum Einsatz. Üblich sind einer oder mehrere der folgenden Filtertypen.

Vorfilter kümmern sich um sehr grobe Verunreinigungen wie Hautschuppen, (Tier-)Haare oder Hausstaub. Sie funktionieren wie ein Sieb und dienen als erste Barriere des Geräts, bevor die zu reinigende Luft die weiteren Filterebenen erreicht. Im Gegensatz zu den anderen Filterarten kann man die Vorfilter vieler Luftreiniger putzen bzw. waschen.

Aktivkohlefilter säubern die Luft anschließend von organischen Verbindungen. Dazu zählen Gerüche, wie sie beispielsweise beim Kochen entstehen, Zigarettenrauch und diverse chemische Verbindungen wie Formaldehyd. Das Filtern mit Hilfe von Aktivkohle funktioniert aufgrund deren immens großen Oberfläche, die sie wegen ihrer extrem feinen Poren bietet, sehr effektiv.

»HEPA« steht für Filter bestimmer Normklassen

In fast allen Luftreinigern finden sich zudem HEPA-Filter. HEPA steht für »High-Efficiency Particulate Air/Arrestance« und umfasst nach EU-Norm EN 1822-1:2009 die Filterklassen H13 und H14. HEPA-Filter sollen die Luft von sehr kleinen Partikeln befreien, wie Allergenen, Feinstaub, Pollen und Schimmel. Zudem verdichtet sich die Annahme, dass Filter der Klasse H14 auch Viren aus der Luft entfernen – nicht aber die aus der etwas gröberen Klasse H13.

Einige teurere Geräte haben als zusätzlichen Bonus ein weiteres Ass in Form eines UV-Leuchtmittels in der Hinterhand: Die abgegebene UV-C-Strahlung tötet Keime ab und desinfiziert so den Filter.

Luftreiniger Test: Luftreiniger Gruppenfoto
Alle zwölf von uns getesteten Luftreiniger.

So haben wir getestet

Um die Reinigungsleistung der Luftreiniger beurteilen zu können, haben wir uns professionelle Messausrüstung besorgt. Diese bestand aus einem Partikelgenerator (Topas ATM 226), einer Sonde mit Verdünnungsstrecke (RR V100) und einem Partikelzähler (Lighthouse Solair 3100).

Mit Hilfe des Partikelgenerators haben wir ein Prüfaerosol (DEHS), das Aerosole der Partikelgröße 0,3 Mikrometer erzeugt, in einem knapp 29 Quadratmeter großen Testraum mit einem Volumen von 71,7 Kubikmeter verteilt. Anschließend haben wir die Luftreiniger zunächst auf höchster Stufe eine Stunde lang arbeiten lassen. Der Partikelzähler zeichnete währenddessen die Partikelkonzentration in Intervallen von einer Minute auf. So können wir in einem Diagramm darstellen, wie schnell die Partikelkonzentration im Raum sinkt und damit, wie effektiv die Geräte arbeiten.

Luftreiniger Test: Luftreiniger
Um die Effektivität unserer Luftreiniger zu testen, haben wir eine professionelle Messausrüstung gemietet.

Darüber hinaus haben wir weitere Partikelmessungen auf der niedrigsten bzw. höchsten nicht hörbaren Stufe vorgenommen, um auch bei verminderter Leistung die Reinigungswirkung einschätzen zu können. Außerdem haben wir eine Referenzmessung ohne Luftreiniger vorgenommen, da sich die Partikel des Prüfaerosols nach einer Weile auch durch die Schwerkraft auf Oberflächen absetzen und die Konzentration in der Luft sinkt.

Luftreiniger Test: Referenz Rel
Partikel des Prüfaerosols DEHS sinken nach einiger Zeit zu Boden. Die Messwerte fallen deshalb auch ohne Luftreiniger innerhalb einer Stunde auf ca. 80 Prozent des Ausgangswerts.

Auch die Geräuschentwicklung aller Testgeräte haben wir auf einen Meter Entfernung in allen vorhandenen Modi gemessen – ein wichtiger Punkt, denn wenn der Luftreiniger auch nachts seinen Dienst verrichten soll, kann schon ein geringer Geräuschpegel beim Schlafen stören, und bei voller Leistung können die Geräte auch ziemlich laut werden. Bei manchen Modellen konnten wir zwischen dem Schlafmodus und der ersten regulären Leistungsstufe weder subjektiv noch mit dem Messgerät einen Lautstärkeunterschied erkennen – alle Messungen lagen unter 40 Dezibel.

Da die Filter in Luftreinigern nach einer gewissen Weile ausgetauscht werden müssen, sind sie ein laufender Kostenfaktor, den es nicht zu vernachlässigen gilt. Da wir die Nutzungsdauer im Rahmen dieses Tests nicht beurteilen können, haben wir recherchiert und ausgerechnet, wie teuer Sie die saubere Luft pro Monat zu stehen kommt. Die Zahlen zur Dauer sind Angaben der Hersteller, die Preise stammen aus Online-Shops.

Wie immer, haben wir uns darüber hinaus auch die Verarbeitungsqualität, die Bedienung und den weiteren Funktionsumfang aller Geräte genau angesehen. Hier unterscheiden sich die Modelle im Testfeld etwas voneinander: Einige Modelle bieten ein Display, andere Vernetzungsfunktionen per App oder gar Smart Home, können die Luft befeuchten oder sogar heizen. Unser Fokus lag dabei aber auf der Funktion als Luftreiniger.

Luftreiniger Test: Xiaomi Mi Air Purifier 3h

Testsieger: Xiaomi Mi Air Purifier 3H

Der Air Purifier 3H von Xiaomi ist mal wieder ein Beweis, dass gute Geräte nicht teuer sein müssen. Seine Reinigungsleistung gehörte zu den besten aller getesteten Luftreiniger, gleichzeitig ist er ein richtiger Preiskracher. Auch Verarbeitung und Ausstattung stimmen: Er besitzt Sensoren für die Luftqualität und man kann den Air Purifier 3H per App steuern und ins Smart Home einbinden.

Der chinesische Hersteller Xiaomi ist hierzulande vor allem für seine Smartphones und Wearables bekannt, tatsächlich vertreibt er aber alle möglichen Produkte, vom Rollkoffer bis zum Fernseher, und wird gern auch als »Chinas Apple« bezeichnet. Im Gegensatz zum kalifornischen Vorbild genießt Xiaomi aber den Ruf, bei seinen Produkten auf ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu achten.

Testsieger

Xiaomi Mi Air Purifier 3H

Test HEPA-Luftreiniger: Xiaomi Air Purifier 3H
Was Xiaomi für den günstigen Preis aus dem Hut zaubert, ist phänomenal. Lediglich der Zwang zu Originalfiltern trübt die Freude etwas.

Bereits der erste Eindruck des Mi Air Purifier 3H war hochwertig: Die Verarbeitung ist, wie man es von Xiaomi kennt, tadellos. Auch das Design ist mit seiner schneeweißen Aufmachung und den abgerundeten Kanten schick und fügt sich gut in moderne Wohnlandschaften ein. Als Blickfang und Wiedererkennungsmerkmal ist ein kreisrundes OLED-Display in die Gerätefront eingelassen, das Informationen über die aktuelle Luftqualität und die Tätigkeit des Luftreinigers bereitstellt.

Das kleine Display ist praktisch und hübsch anzusehen, löst aber nicht so hoch auf, wie wir im Vorfeld erwartet hatten. Auf Wunsch lässt sich der Bildschirm dimmen oder komplett abschalten. Die Größe des Luftreinigers liegt mit 24 x 24 Zentimetern im Grundriss und einer Höhe von 52 Zentimetern im Mittelfeld des Testfelds.

Der Mi Air Purifier 3H hat einen Nachtmodus, der so flüsterleise ist, dass wir die Hand über die Luftaustrittsöffnung halten mussten, um uns zu vergewissern, dass das Gerät tatsächlich läuft. Selbst eine Stufe höher lag es noch unter dem Pegel der Umgebungsgeräusche bei geschlossenen Fenstern, also im für uns nicht mehr messbaren Bereich.

Anders sieht es aus, wenn der Xiaomi zu voller Leistung aufdreht – dann steigt die Lautstärke auf 63 Dezibel. Das ist für kürzere Aufenthalte in einem Raum tolerierbar, den ganzen Tag möchte man aber nicht im Raum sein, wenn der Xiaomi auf voller Leistung läuft. Für eine gründliche Luftreinigung empfiehlt sich daher die Nutzung des integrierten Timers.

Starker Sog gegen Schmutz

Mit einem Volumenstrom von 380 Kubikmetern pro Stunde gehörte der Mi Air Purifier 3H zu den leistungsstärksten Geräten im Test. Aber nicht alle Geräte, bei denen die Hersteller eine hohe CADR ausweisen, reinigen auch gut. Der Xiaomi schon. Bereits nach 10 Minuten hatte das Gerät 50 Prozent der Aerosole mit einem Durchmesser größer als 0,3 Mikrometer in unserem knapp 29 Quadratmeter großen Testraum entfernt. Nach 32 Minuten waren 90 Prozent dieser Aerosole entfernt.

Auch mit reduzierter Leistung erster Stufe waren die Reinigungsergebnisse noch sehr gut. Auf niedrigster Stufe ging zwar keines der getesteten Geräte innerhalb einer Stunde gegen Null, aber die niedrigste Stufe ist auch dafür gedacht, im Schlafzimmer möglichst leise die ganze Nacht durchzulaufen. Eine Reduktion um 70 bis 80 Prozent innerhalb einer Stunde ist daher ebenfalls ein sehr guter Wert.

Für die Bedienung direkt am Gerät besitzt der Air Purifier 3H ein berührungssensitiven Feld, das unter dem Display sitzt. Damit ist der Luftreiniger direkt nach dem Auspacken steuerbar. Für Bequeme und Pedanten empfiehlt sich jedoch die App Xiaomi Home, die neben genaueren Einstellungen auch Sprachsteuerung per Alexa oder Google Home – auch auf Deutsch – zulässt.

Darüber hinaus benötigt man sie, um Firmware-Updates durchzuführen und das nervige, schrille Piepsen bei Betätigung der Funktionstaste abzuschalten, was wir auch jedem ans Herz legen würden. Eine programmierbare Zeitschaltung bietet die Software ebenfalls. Die App ist sehr ausgereift, setzt allerdings eine Registrierung voraus.

Nachteile?

Xiaomi hat sich beim Mi Air Purifier 3H offenbar ein Beispiel am Geschäftsmodell vieler Druckerhersteller genommen. Das Gerät geht für einen äußerst attraktiven Preis über die Ladentheke, beim Verbrauchsmaterial – sprich: den Wechselfiltern – muss man aber zwingend zum Original greifen. Dafür sorgen in die Filter eingebaute RFID-Chips – Fremdhersteller können diese nicht liefern und bleiben mit ihren Produkten außen vor. Immerhin gibt die App mit Hilfe der Chips auch recht genaue Informationen darüber, wann wieder ein Filtertausch ansteht.

Nur mit Originalfiltern

Xiaomi bietet Ersatzfilter in drei Ausführungen an: einen grauen HEPA-Kombinationsfilter, der beim Kauf des Geräts mitgeliefert wird, einen grünen, der für das Filtern von Formaldehyd optimiert ist, sowie einen in violetter Farbe, der Bakterien besonders zuverlässig zu Leibe rücken soll. Hierzulande gibt es offiziell lediglich den grauen Kombi-Filter zu kaufen, der eigentlich auch für die anderen beiden Bereiche schon ausreichend sein sollte. Er kostet rund 40 Euro und hält 180 volle Tage, bei realistischer Nutzung also eher ein Jahr.

Abgesehen von der erwähnten Registrierung für die Nutzung der App und dem Zwang zu Originalfiltern gibt es unterm Strich aber keinen Grund zur Klage. Das Preis-Leistungs-Verhältnis des Xiaomi Mi Air Purifier 3H ist, um es klar zu sagen, schlicht hervorragend.

Xiaomi Mi Air Purifier 3H im Testspiegel

Bislang hat noch kein anderes seriöses Medium den Xiaomi Air Purifier 3H getestet. Wenn sich das ändert, tragen wir die Ergebnisse hier für Sie nach.

Alternativen

Auch andere Modelle im Test lieferten gute Reinigungsleistungen, allerdings sind sie zum Teil deutlich teurer.

Auch gut

Philips AC2889/10

Test HEPA-Luftreiniger: Philips AC2889/10
Wer den Xiaomi nicht mag, kann alternativ auch zu Philips greifen. Beide Geräte spielen in vieler Hinsicht in derselben Liga.

Als schärfster Konkurrent um den Testsieg stellte sich der Philips AC2889/10 heraus. Seine größten Stärken liegen dort, wo sie auch der Testsieger hat: Bei der Verarbeitung, der Vernetzung samt App und der sehr guten Reinigungsleitung liegen beide Modelle mehr oder weniger gleich auf.

Farbige Anzeige der Luftqualität

Die Größe des Luftreinigers ähnelt der der Konkurrenten von Beurer und Panasonic. An der Gerätefront stülpt sich ein Trichter ins Innere, der von einer LED-Beleuchtung in farbiges Licht getaucht wird. Welche Farbe das ist, hängt von der Luftqualität ab: Bei sauberer Luft ist es ein sanftes Blau, das bei stärkerer Verschmutzung über Violett und Magenta bis zu einem warnenden Rot wechselt. Dadurch reicht ein einziger schneller Blick und schon kann man sich ein grobes Bild der Lage machen.

Der Sensor, der für die Färbung verantwortlich ist, kümmert sich auch um den Automatikmodus. Der heißt bei Philips »AeraSense« und reguliert die Lüftergeschwindigkeit auf Wunsch entsprechend der Luftqualität.

Möchte man das nicht, kann man aber natürlich auch eine der fünf gewöhnlichen Stufen anwählen. Dazu einige Berührungen der Touch-Tasten an der Oberseite, wo sich zudem ein rundes Display befindet – erneut lässt Xiaomi grüßen! Die Bedienung gelingt an und für sich problemlos, das Feedback hätte für unseren Geschmack aber deutlicher können.

Wahlweise mit App oder ohne

Der Umstand fällt ohnehin nicht ins Gewicht, wenn man sich für die Steuerung per App entscheidet. Diese heißt bei Philips »Clean Home+« und bietet neben der praktischen Bedienhilfe auch einige nützliche Tipps und weitere Einstellungen. Außerdem kann man den Luftreiniger dadurch mit Alexa oder Siri koppeln, der Google Assistant wird hingegen nicht unterstützt.

Apropos Geld sparen: Ein Aktivkohlefilter kostet etwa 28 Euro und hält nach offiziellen Angaben ein Jahr, ein Nano-Protect-Filter kostet 44 Euro und muss erst nach zwei Jahren ausgetauscht werden. Der monatliche Preis für Verbrauchsmaterial beläuft sich somit auf etwa 4,17 Euro, was im Mittelfeld liegt.

Solide Leistung, auch im Schlafmodus

Bei unseren Messungen schnitt der Philips AC2889/10 vorbildlich ab. Die Effektivität der Luftreinigung ist sehr hoch und liegt mit dem Xiaomi Mi Air Purifier 3H praktisch gleichauf, die Abweichungen sind zu vernachlässigen. Auch im Ruhemodus ist die Leistung in Ordnung – mehr darf man bei einer flüsterleisen Lüftergeschwindigkeit nicht erwarten.

Unterm Strich war der Philips AC2889/10 eines der besten Modelle im Test. Er schlägt den Xiaomi in keiner Disziplin, erledigt seine Aufgabe aber auch nicht schlechter. Allerdings kostet der Philips mehr als doppelte. Daher ist er für uns nur zweite Wahl. Philips bietet den Luftreiniger unter der Modellnummer AC2887/10 alternativ auch ohne App-Steuerung und Vernetzung an. So ist er etwas günstiger, aber immer noch deutlich teurer als der Xiaomi, bei dem die Smart-Fähigkeiten dabei sind.

Für kleine Räume

Philips AC0820/10

Test HEPA-Luftreiniger: Philips AC0820/10
Der Philips AC0820/10 konzentriert sich auf seine Basisfunktionen – mit Erfolg. In kleineren Zimmern fühlt er sich am wohlsten.

Der Philips AC0820/10 erinnert optisch an den Xiaomi Mi Air Purifier 3H, nur mit rundem Grundriss. Auch er steckt in einem schneeweißen, mit Lüftungslöchern versehenen Kunststoffgehäuse mit Rillen an der Oberseite. Haptik und Verarbeitungsqualität bewegen sich auf Philips-typisch hohem Niveau.

Der Schlafmodus verdient seinen Namen

Eine optionale App steht dem AC0820/10 im Gegensatz zum größeren AC2889/10 nicht zur Verfügung, die Bedienung geschieht vollständig über eine einzige Touch-Taste sowie einen Ein/Aus-Kippschalter an der Geräterückseite. Umrandet wird diese von einem leuchtenden Ring, der anhand von Farben die aktuelle Luftqualität zu erkennen gibt. Der dazu zuständige Sensor kann zudem die Lüftergeschwindigkeit und somit den Automatikmodus kontrollieren. Außer diesem gibt es noch einen Turbo- und einen Schlafmodus, mehr Variation ist nicht drin. Der Schlafmodus ist angenehm leise, sodass er seinen Namen verdient.

Etwas überrascht waren wir zunächst aufgrund der Tatsache, dass der AC0820/10 keinen Aktivkohlefilter besitzt, zur Entfernung von Gerüchen eignet er sich somit nicht.

Für einen Luftreiniger dieser Größe leistet der Philips AC0820/10 einiges. Zwar waren andere Kandidaten gründlicher bzw. schneller, kosteten dann aber auch deutlich mehr und nehmen mehr Platz ein. Wollen Sie nur die Luft einer kleineren Raumes säubern, reicht die Leistung des Philips vollkommen aus.

Günstige Wechselfilter

Ersatzfilter kosten rund 18 Euro und sollen bis zu 12 Monate halten, die Kosten liegen bei gerade einmal 1,50 Euro sehr günstig im Monat. Das ist weit unter dem Durchschnitt, was auch am fehlenden Aktivkohlefilter liegt. Im Vergleich zu größeren Modellen zieht der AC0820/10 in Sachen Leistung als auch beim Funktionsumfang den Kürzeren, für kleinere Räume kann sich der Philips aber dennoch lohnen, da die laufenden Kosten für Ersatzfilter im Gegenzug niedriger ausfallen.

Mit Bluetooth

Soehnle Airfresh Clean Connect 500

Test HEPA-Luftreiniger: Soehnle Airfresh Clean Connect 500
Wer zwar per App steuern, dem Luftreiniger aber keinen WLAN-Zugang geben möchte, liegt bei Soehnle richtig.

Der Airfresh Clean Connect 500 hat die Form eines mittelgroßen Zylinders, dessen Oberseite ein Bedienpanel mit Touch-Tasten und einer LED-Anzeige. Abgesehen vom blauen Leuchten ist das Design recht minimalistisch, was aber keineswegs von Nachteil ist. Gefallen hat uns unter anderem die geringe Lautstärke – hierbei wurde er lediglich vom Dyson Pure Hot + Cool und dem Philips AC0820/10 übertroffen bzw. unterboten.

Vernetzung ohne Internet

Soehnle erlaubt sich mit dem Airfresh Clean Connect 500 einige Eigenheiten in der Ausführung. Eine davon betrifft die namensgebende »Connect«-Funktion, denn wider der üblichen Lösung per WLAN kommt hier Bluetooth zum Einsatz. Das nimmt dem Luftreiniger die Möglichkeit, ihn mit Sprachassistenten zu bedienen, ergibt aber Sinn, wenn man sich Soehnles weiteres Produktportfolio ins Gedächtnis ruft, denn das besteht zu einem guten Teil aus Geräten, bei denen WLAN kaum Sinn ergibt: Mobile Elektronik, wie Blutdruckmessgeräte, Fitness-Tracker und Konsorten, profitieren vom Bluetooth-Standard weit mehr. »Connect« bezieht sich somit auf die Vernetzung mit anderen Soehnle-Geräten, Smart-Home-Ambitionen bleiben außen vor.

Die App funktioniert, ist aber anfangs etwas hakelig in der Bedienführung, bis man sich zurechtgefunden hat. Mit den sehr guten Apps von Philips und Xiaomi kann die Soehnle-Software nicht mithalten. Das ist vermutlich der Herausforderung geschuldet, sehr unterschiedliche Geräteklassen unter einen Hut zu bekommen – wir verstehen das. Etwas mehr Ordnung und Geradlinigkeit würde dem Programm trotzdem gut tun.

Eine weitere Eigenheit des Airfresh Clean Connect 500 ist der verbaute Filter, denn dabei handelt es sich nicht um einen HEPA-Filter, sondern auf einen EPA-Filter – ohne H – der Klasse E12. Anhand unserer Messungen können wir aber keinen erkennen, die Werte waren sogar überdurchschnittlich gut. Lediglich im Schlafmodus hätten wir uns mehr Leistung gewünscht: Nach einer Stunde hatten wir noch rund die Hälfte der Partikel in der Raumluft, bei unserem Testsieger waren es nur um die 30 Prozent. Immerhin ist auch die Lautstärke beim Soehnle angenehm niedrig.

Ersatzfilter bekommt man für etwa 41 Euro und sollen laut Herstellerangaben 4.320 Stunden durchhalten, was 180 vollen Tagen und Nächten entspricht. Da kaum jemand seinen Luftreiniger über Monate ununterbrochen durchlaufen lassen wird, haben wir zur Berechnung 12 Monate veranschlagt und monatliche Kosten von 3,42 Euro ermittelt – ein guter Preis. Der Philips AC2889/10 und der Xiaomi Mi Air Purifier 3H sind diesbezüglich teurer.

Unterm Strich ist der Soehnle Airfresh Clean Connect 500 vor allem interessant, wenn Sie zwar eine App-Steuerung möchten, dem Raumluftreiniger gleichzeitig keine Internetverbindung gestatten wollen. Außerdem lohnt sich das Modell natürlich für Besitzer weiterer Soehnle-Connect-Produkte. Da die Preise für Gerät und Ersatzfilter ebenfalls im Rahmen bleiben, ist der Airfresh Clean Connect besonders für längere Laufzeiten ein attraktives Modell.

Außerdem getestet

Wer in Sachen Technik keine halben Sachen machen will, landet mit einiger Wahrscheinlichkeit irgendwann beim F-VXR50G. Das Gerät ist bis obenhin vollgestopft mit Elektronik. Man hat fast den Eindruck, die Ingenieure bei Panasonic hätten sich die Konkurrenz genauestens angesehen, in der Absicht, in jedem Punkt noch einen draufzusetzen. Die Konkurrenz verkauft Luftreiniger und Luftbefeuchter? Der VXR50G-W kann beides. Ein Konkurrenzmodell hat einen Sensor? Wie nett, der VXR50G hat vier – für Feuchtigkeit, Licht, Geruch und Schmutz. Und als kleines Schmankerl hat das Gerät die sogenannte »nanoe«-Technologie: Dabei werden Wassermoleküle in der Luft für kurze Zeit unter hohe Spannungen gesetzt, wodurch negativ geladene Ionen entstehen, die wiederum mit den Schmutzteilchen in der Luft reagieren sollen.

Das Design des Geräts erinnert an eine kleine Klimaanlage, was neben der Form auch an der Lüftungsklappe an der Oberseite liegt, die sich für den Betrieb automatisch öffnet. Ein Stück weiter vorne befindet sich eine recht stattliche Ansammlung von Tastenfeld für die Bedienung. Das ist auch notwendig, denn eines kann der F-VXR50G trotz all der imposanten Technik und der vielen Funktionen nicht: Vernetzung. Man kann das Gerät folglich nicht per App steuern, von einer Einbindung ins Smart Home ganz zu schweigen. Daran, ob man das ausladende Bedienfeld mag, scheiden sich die Geister – in der Redaktion mochten manche die großzügigen Eingabemöglichkeiten, andere fanden es überfrachtet.

Luftreiniger Test: Panasonic F Vxr50g Rel
Bei der Reinigungsleistung muss nicht Panasonic keinesfalls verstecken. Der hohe Anschaffungspreis und die schlechte Verfügbarkeit von Ersatzfiltern hat dem F-VXR50G jedoch eine Empfehlung verwehrt.

Unsere Messergebnisse fielen sehr gut aus, eine Empfehlung vergeben wir dennoch nicht. Das hat zwei Gründe: Zum Einen ist der Kaufpreis für das Gerät recht stattlich, vor allem aber sind Ersatzfilter in Deutschland nur schwierig aufzutreiben. In Polen ist die Lage diesbezüglich deutlich besser, das hilft Kunden hierzulande aber nicht viel. Wer zuschlagen will, dem raten wir zum offiziellen Online-Shop, wo die Filter etwas versteckt, aber dann immerhin kaufbar sind. Immerhin sollen die Filter laut Panasonic bis zu zehn Jahre lang halten – sollte die stolze Angabe stimmen, stellen die laufenden, monatlichen Kosten von etwa 1,32 Euro ein Rekordtief auf.

Geht es um reines Gehäusevolumen, gewinnt der Venta LP60 spielend, in unserem Test war das Modell mit einigem Abstand das größte – beste Voraussetzungen für eine hohe Reinigungsleistung, aber auch ziemlich klobig. Das bullige Design im Querformat erinnert mit seinem längsgestreiften Rillen im Gehäuse etwas an einen alten Radiator.

Schaltet man das Gerät an, beginnt jedoch das Display zu leuchten und gibt zu erkennen, dass man es hier durchaus mit zeitgemäßer Technik zu tun hat: Der Bildschirm ist ein Touchscreen, knackscharf und für einen Luftreiniger bemerkenswert groß. So haben alle Infos genug Platz und man spart sich mit Ausnahme der An/Aus-Taste ein zusätzliches Bedienfeld. Das wirkt aufgeräumt und ist für die Bedienung sehr praktisch. Damit man alles bequem im Blick behält, lässt sich das Display sogar hochklappen. In dieser Hinsicht hat Venta alles richtig gemacht und bekommt ein Lob von unserer Seite. Wer möchte, kann auch die App-Steuerung nutzen, weitere Überraschungen hat das Stück Software allerdings nicht in petto.

Luftreiniger Test: Venta Lp60 Rel
Im Test schlug sich der Venta LP60 gut und landete bei der Reinigungseffektivität auf Platz 4.

Die Reinigungsleitung kann sich sehen lassen, lag im Test aber »nur« auf Platz 4 – angesichts des großen Gehäusevolumen hatten wir mit etwas mehr gerechnet, schlechte Ergebnisse können wir dem LP60 aber keinesfalls vorwerfen. Bei der Lautstärke bilden sich Extreme: Während wir im niedrigsten Modus einen enorm guten Wert von nur 38 Dezibel verzeichnen konnten, war der Venta auf höchster Stufe der lauteste im ganzen Test: 72 Dezibel sind eine Liga, in der sonst Staubsauger röhren. Nimmt man alle Stufen zusammen, ist der LP60 noch immer überdurchschnittlich laut.

Alles in allem macht der Venta LP60 vieles richtig, fährt aber auch kaum etwas auf, was die Konkurrenz nicht auch ähnlich gut könnte. Auch wenn wir das Gerät mochten, fällt uns einfach kein gutes Argument für eine Empfehlung ein, zumal der LP60 der zweitteuerste Luftreiniger im gesamten Testfeld war und diesbezüglich nur noch von Panasonic übertroffen wurde.

Leitz verfolgt mit dem TruSens Z-3000 einen interessanten Ansatz: Statt sich nur auf Sensoren im Gehäuseinneren zu beschränken, nutzt das Modell zusätzliche externe Sensoren namens »SensorPods«, die per Funkverbindung dem Luftreiniger weitere Daten senden. Das soll eine effizientere Arbeitsweise im Automatikmodus ermöglichen.

Weil uns in erster Linie die Leistung unter voller Last sowie im Schlafmodus interessierte, haben wir den Automatikmodus jedoch zunächst einmal ignoriert und uns den beiden Extremen gewidmet. In beiden Modi konnte das Gerät sehr gute Werte vorweisen und landete auf Platz 3 im Testfeld, knapp hinter Xiaomi und Philips.

Luftreiniger Test: Leitz True Sens Z 3000 Rel
Das Gerät von Leitz arbeitet sehr effektiv. Wären die Ersatzfilter nicht so teuer, hätten wir hier einen Hit-Kandidaten.

Beim Design sticht der TruSens Z-3000 mit einigen markanten Eigenheiten hervor. Er belegt einen ähnlichen Grundriss wie der Soehnle Airfresh Clean Connect, ist aber höher und seine Oberseite ist abgeschrägt. Dort sitzt ein Display mittig in eine Plastikplatte integriert, deren Ränder entsprechend der Luftqualität farbig leuchten, was aufgrund der versteckten Lichtquellen ziemlich cool aussieht.

Bedient wird der Luftreiniger mit Hilfe der Touch-Tasten, die sich ebenfalls an der Oberseite und dort auf dem Querbalken befinden. Eine App bietet der TruSens nicht, ein Timer ist aber integriert. Für das Abtöten von Keimen bringt das Modell zudem eine UV-Lampe mit.

Eigentlich wäre der Leitz TruSens Z-3000 damit hervorragend aufgestellt, doch wenn ein Satz mit »eigentlich« beginnt, folgt immer ein »aber« – die Kosten für Ersatzfilter sind horrend hoch. Wir haben Preise von 42 Euro für einen HEPA-Filter und 13 Euro für einen Dreier-Pack Aktivkohlefilter recherchiert. Leitz gibt eine Nutzungsdauer von lediglich drei Monaten an, womit wir bei hohen laufenden monatlichen Kosten von schwindelerregenden 15,45 Euro landen – das Leuchtmittel für die UV-Lampe noch nicht einmal eingerechnet.

Wir gehen zwar davon aus, dass Leitz die Nutzungsdauer der Filter vorsichtiger angibt als andere Hersteller, doch selbst dem so wäre, müssten sie mindestens ein Jahr halten, damit der TruSens diesbezüglich konkurrenzfähig wäre – viermal so lang wie angegeben.

Beurer hat mit dem LR 500 einen Luftreiniger im Rennen, der in Sachen Größe und Volumenstrom mit den Geräten von Xiaomi und Panasonic sowie dem Philips AC2889/10 in einer Liga spielt, beim Design aber eigene Wege geht und verstärkt auf Rundungen setzt. Per WLAN erhält der Luftreiniger Netzwerkzugang und kann nach einer kurzen Ersteinrichtung fortan per App bedient werden, sofern man das möchte. Diese ist aufgeräumt, übersichtlich und funktioniert einwandfrei. Eine Anbindung an Sprachassistenten ist aber nicht möglich.

Unsere ersten Messungen zeichneten ein seltsames Bild, denn der Kurvenverlauf war untypisch. Ein Blick in die Anleitung verschaffte dann Klarheit: Der Turbo-Modus beschreibt bei Beurer nicht einfach nur die höchste Stufe, wie es bei anderen Herstellern der Fall ist. Tatsächlich handelt es sich um einen temporären Boost – nach 15 Minuten schaltet der Luftreiniger in den Automatik-Betrieb. Der Graph unten zeigt deshalb die Messwerte für die Stufe 4, die höchstmögliche dauerhaft laufende Stufe ohne Turbo.

Luftreiniger Test: Beurer Lr 500 Ohne Turbo Rel
Die Reinigungsleistung ist okay, erreicht aber nicht die Sauberkeit der Spitzenmodelle.

Diese liegen, wie man leicht erkennen kann, in einem akzeptablen Rahmen, kommen den magischen null Prozent aber nicht so nah wie die Top-Modelle. Deshalb und weil die monatlichen Kosten für Ersatzfilter überdurchschnittlich hoch sind, bleibt dem Beurer LR 500 eine Empfehlung verwehrt. Schlecht ist das Modell aber keineswegs – wer die Formgebung mag, macht damit keinen Fehler.

Ein Gerät wie den Dyson Pure Hot and Cool kaufen die meisten Menschen vermutlich eher aufgrund seiner Fähigkeiten als Ventilator und des schicken Designs, seltener wegen seiner Reinigungskünste. Tatsächlich ist das Gerät aber ein vollwertiger Luftreiniger mit Aktivkohlefilter sowie einem HEPA-Filter der Klasse H13 und somit gewissermaßen die eierlegende Wollmilchsau unter den Testkandidaten. Er kann nicht nur Luft reinigen, sondern dient auch als Ventilator sowie als Standheizung. Stilistisch folgt er dem von Dyson gewohnten Design – edel, hochkant und mit einem an ein dickes Nadelöhr erinnernden Luftauslass. Verarbeitung und Handhabung sind, wie immer bei Dyson, auf sehr hohem Niveau. Leider gilt das auch – ebenfalls wie immer bei Dyson – auch für den Preis.

Möchte man einen leistungsfähigen Luftreiniger, ist der Pure Hot and Cool aber dennoch nicht die erste Wahl. Zwar bescheinigen die Messergebnisse dem Gerät einen merkbaren Effekt, das Säubern der Luft geht aber vergleichsweise gemächlich vonstatten – gegen andere Geräte dieser Preisklasse wirken die Daten ziemlich ernüchternd.

Luftreiniger Test: Dyson Pure Hot And Cool Rel
Die Ergebnisse sind für einen Ventilator mit Zusatzfunktion durchaus ordentlich, können aber nicht mit denen purer Luftreiniger mithalten. Hier läuft das Gerät auf voller Leistung.

Wer das typische Dyson-Design mag und auf die weiteren Funktionen nicht verzichten möchte, wird vom Pure Hot and Cool vermutlich nicht enttäuscht sein. Ignoriert man diese und betrachtet das Gerät ausschließlich als Luftreiniger, ist er aber zu schwach und für das Gebotene zu teuer.

Der Levoit LV-H132 stammt aus der günstigeren Preisklasse. Sowohl bei den Funktionen als auch bei der Größe spielt er in derselben Liga wie der TaoTronics TT-AP001 und ist auch für ähnlich kleine Raumgrößen ausgelegt. Unsere Messergebnisse zu den beiden Modellen unterscheiden sich aber merklich. Das Gerät ist in Schwarz oder Weiß erhältlich und wird wahlweise in blaues Licht gehüllt, auf Wunsch lässt sich die Leuchte aber auch abschalten. Abermals befinden sich auf der Oberseite berührungsempfindliche Flächen, die als Funktionstasten fungieren. Hier sind sie nicht mittig angebracht, sondern reihen sich an der Kante entlang auf, für die Bedienung spielt das aber keine Rolle. Im Vergleich zum Taotronics fehlen dem Levoit sowohl ein vierter Gang für die Lüftergeschwindigkeit als auch eine Dimmstufe für das Licht.

Luftreiniger Test: Levoit Lv H132 Rel
Von einem so kompakten Gerät wie dem Levoit LV-H132 darf man keine Wunder erwarten. Der Effekt ist aber messbar.

Bei unseren Messungen konnte der Levoit seine Leistung zeigen. Im Spitzenfeld liegt diese freilich nicht, für kleinere Räume wäre die Leistung aber noch in einem akzeptablen Rahmen. Möchte man nicht zu viel ausgeben und hat ohnehin nicht viel Raumvolumen, kann der Levoit LV-H132 durchaus in Frage kommen.

Auch der Taotronics TT-AP001 ist ein ziemlich günstiger Luftreiniger, allzu viel sollte man deshalb nicht erwarten. Es besteht vollständig aus Kunststoff, gemessen am Preis sind Haptik, Materialgüte und Verarbeitung aber durchaus in Ordnung. Im Inneren arbeitet ein Kombinationsfilter aus Aktivkohle- und HEPA-Filter. Letzterer sollte der Beschreibung nach der Klasse H13 entsprechen, Taotronics gibt dies aber nirgendwo explizit an – vermutlich wurden die Filter nicht entsprechend der Europäischen Norm zertifiziert.

Luftreiniger Test: Taotronics Tt Ap001 Rel
Der Taotronics TT-AP001 muss sich dem direkten Konkurrenten im Testfeld, dem Levoit LV-H132, bei der Reinigungsleistung geschlagen geben.

Die Bedienung geschieht über Touch-Flächen an der Oberseite, vier Modi inklusive Schlafmodus stehen bereit. In letzterem ist der Luftreiniger leise, aber noch hörbar – das könnte Menschen mit leichtem Schlaf schon einen Tick zu viel sein. Die blaue Beleuchtung wird dann ebenfalls abgeschaltet, in den drei Standard-Modi lässt sie sich in drei Stufen dimmen.

Außergewöhnliche Features oder gar Vernetzungsmöglichkeiten bietet der TT-AP001 nicht. Aufgrund der niedrigeren Reinigungsleistung würden wir im direkten Vergleich den ähnlich teuren und ähnlich großen Levoit LV-H132 bevorzugen.

Rigoglioso GL 2103

Test HEPA-Luftreiniger: Rigoglioso GL 2103

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Der Rigoglioso GL 2103 ist günstig und platzsparend – das war es auch schon mit den Vorzügen. An der einzigen Taste schaltet man das Gerät ein, ein zweiter Druck schickt es in den Nachtmodus. Drückt man ein drittes Mal, geht es wieder aus. Der Volumenstrom ist mit einem Maximum von lachhaften 30 m³/h viel zu gering, um selbst in kleinen Räumen ernsthaft irgendetwas zu bewirken. Bei der Ausstattung sieht es auch nicht besser aus: Eine Micro-USB-Strippe zur Stromversorgung liegt bei, das wars. Ein Netzteil hat sich der Hersteller gespart. Für diesen Gegenwert ist selbst der niedrige Kaufpreis zu hoch.

Luftreiniger Test: Rigoglioso Gl 2103 Rel
Gegenüber der Referenzmessung ohne Luftreiniger ist kaum ein Unterschied zu erkennen. Der Rigoglioso GL 2103 ist praktisch nutzlos.

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