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Der beste Mähroboter

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Mähroboter Test: Testsieger Worx Landroid S WiFi.
Sebastian Jentsch

Sebastian Jentsch

ist Technik-Journalist und lebt im Umland von Berlin. Als ehemaliger Redaktionsleiter von Notebookjournal und derzeitiger Bereichsleiter Consumer bei Notebookcheck schreibt er seit zehn Jahren über mobile Technik, vor allem Notebooks, Smartphones und Tablets. Seinen Ausgleich holt er sich in Küche und Garten, weshalb Haushaltsprodukte ebenfalls in seinem Fokus stehen.

Der beste Rasenmähroboter für die meisten ist der Worx Landroid SO500i. Ganz gleich ob englischer Rasen mit sauberen Umfassungen oder hügelige Rampe mit Strauchwerk und Kinderspielplatz, der Landroid mäht auf jeder Fläche gut. Selbst Engpässe und schmale Korridore packt der wendige Roboter – so wenige Störungen hatte, mit einer Ausnahme, kein anderer Mäher im Test und die sind zum Teil deutlich teurer.

Update 6. Juni 2019

Wir hatten noch einmal drei Roboter im Test. Der Bosch Indego S+ 350 und der Stihl iMow RMI 422 PC ergattern eine Empfehlung, der Worx Landroid M500 WR141E schafft es leider nicht, sich gegen die Konkurrenz aus eigenem Hause zu behaupten.

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21. Juni 2018

Wir haben sechs weitere Modelle getestet. Überraschend gut ist der günstige Robolinho 500 E von AL-KO, aber auch der neue Worx Landroid SO700i konnte uns überzeugen.

Mähroboter sind voll im Trend – kein Wunder, denn sie können einem das lästige regelmäßige Rasenmähen abnehmen. Ob das wirklich so reibungslos funktioniert, wie man sich das vorstellt, haben wir ausprobiert.

Für unseren Test haben wir insgesamt 15 Mähroboter mit Preisen zwischen 600 und 2.000 Euro in einem wochenlangen Härtetest gegeneinander antreten lassen. Der one Concept-Mäher ist (zum Glück) nicht mehr verfügbar und deshalb auch nicht mehr im Artikel vertreten (aber in den Fotos). Die Unterschiede sind groß: Manche Mährobos sind ein einziges Ärgernis, andere liefern gute Ergebnisse – und teuer heißt nicht automatisch gut. Unsere Top-Empfehlungen von Worx und AL-KO gehören zu den günstigen Geräten im Test.

Auf der Suche nach einem Allrounder für jeden Gartentyp haben uns die teuren Modelle oft nicht überzeugt, sie fahren sich oft in sandigen Bereichen fest und fordern die aufwendige Eingrenzung von möglichst vielen Hindernissen auf der Fläche.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Worx Landroid SO500i

Test: Mähroboter – Testsieger Worx Landroid SO500i
Der wendige, kleine Mähroboter ist für komplexe und einfache Gartenszenarien gut zu gebrauchen.

von 254 Lesern gekauft

Der Worx Landroid SO500i (WR105SI) mäht zuverlässig und sauber auch auf unebenen Flächen und lässt sich von nichts so schnell aus der Ruhe bringen. An den Rändern lieferte er das beste Schnittergebnis von allen Mährobotern im Test.

Auch die Bedienung ist sehr einfach: Im Automatikbetrieb legt er sofort los und fährt bei Regen selbständig zur Station zurück. Man kann aber auch feste Arbeitszeiten festlegen – ganz bequem per App.

All das bekommt man zu einem sehr guten Preis. Damit ist der Landroid SO500i für uns der beste Robomäher für kleine Rasen bis 500 Quadratmeter. Für größeren Flächen gibt es zahlreiche Schwestermodelle, wie den Landroid SO700i (WR115MI) in diesem Test oder den Landroid WG791E.1. Der M500 (WR141E) ist eine Weiterentwicklung, die wir aber nicht zu unseren Favoriten zählen.

Fast genauso gut

AL-KO Robolinho 500 E

Der AL-KO Robolinho 500 E wird zu einem geringfügig höheren Preis gehandelt. Der etwas pummelig wirkende Roboter sollte aber nicht unterschätzt werden: Er arbeitet sich zuverlässig an nicht umkabelten, festen Hindernissen vorbei, findet seine Nebenfläche durch einen schmalen Korridor und fährt ruhig, bedächtig und leise über den Rasen.

Im Sand hat sich der Robolinho kein einziges Mal festgefahren – Respekt! Der Grund hierfür ist sein sanftes Anstoßen an Hindernisse, seine ruhige Fahrweise und die breiten Räder. Wie die Konkurrenten von Bosch, Stihl und Husqvarna hat der Robolinho zwei Fronträder – das ist auf weichem Untergrund ein Vorteil. Eine App hat dieses Modell nicht. Wir haben sie aber auch nicht vermisst, denn am Display können wir auch Arbeitszeiten festlegen und die Nebenfläche aktivieren.

Intelligenter Allrounder

Bosch Indego S+ 350

Test Mähroboter: Bosch Indego 350 Connect
Der clevere Mäher ohne WLAN fährt zielgerichtet und berechnet Mähzeiten selbst – nach Wetter, Standort und Wachstum.

Der Indego S+ 350 von Bosch zeigt sich als intelligenter Allrounder. Er ist ohne WLAN (!) sofort einsatzbereit und Sie müssten nicht einmal die App bemühen, um ihn fix und fertig einzurichten. Dennoch hat er Zugriff auf Wetterdaten und passt die Arbeitszeit entsprechend an.

Als einziger Roboter vermisst er den Garten und mäht systematisch in Bahnen. Auf diese Weise ist er schneller als die anderen Roboter und kann nach dem Laden des Akkus genau dort weitermachen, wo er aufgehört hat.

Für kleinere Flächen

Gardena Mähroboter R40Li

Test Mähroboter: Gardena Mähroboter R40Li
Für den gepflegten englischen Rasen gut geeignet und außerdem sehr leise.

Der Gardena R40Li ist für kleinere, ebene Flächen ideal. Es kann ein Suchkabel verlegt werden, mit dem der Roboter auch durch lange Korridore schnell den Weg zurück zur Basis findet. Mit Hilfe dieses Kabels kann der Roboter zu mehreren abgelegenen Bereichen geführt werden, ohne Nebenflächen oder Zonen anlegen zu müssen. Das ist bei anderen Robotern nämlich Pflicht und klappt nicht immer zuverlässig.

Leider hat der Gardena keinen Regensensor. Eine ähnlich pummelige Verkleidung wie beim Husqvarna-Mäher ist aus Sicherheitsgründen ein Vorteil, doch die tiefe Schürze sorgt für häufiges Festfahren auf unebenem Gelände. In Engpässen fuhr sich der Gardena im Test dagegen selten fest, bei Steigungen hatte er aber immer wieder Probleme.

Wer einen gut gepflegten, ebenen Rasen hat, für den ist der Gardena eine zuverlässige Alternative. Wer aufs Geld achtet, sollte sich aber besser bei Worx, AL-KO oder Bosch umsehen.

Für große Flächen

Stihl iMow RMI 422 PC

Mähroboter Test: Stihl iMow RMI 422 PC
Der Roboter schafft auch große Flächen von bis zu 1.700 Quadratmetern mit Steigungen, ist leise und mäht je nach Wetter und Wachstum.

Der Stihl iMow RMI 422 PC ist ein auf Sicherheit bedachter Mähroboter für große Flächen bis 1.700 Quadratmeter. Dabei schafft er Steigungen bis 22 Grad – das ist keine Selbstverständlichkeit. Der iMow passt seine Mähzeiten an Wetter und Wachstum an und ist für diese Funktionen nicht auf ein WLAN angewiesen. Außerdem ist er ziemlich leise.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Unser FavoritFast genauso gutIntelligenter AllrounderFür kleinere FlächenFür große Flächen
Modell Worx Landroid SO500i AL-KO Robolinho 500 E Bosch Indego S+ 350 Gardena Mähroboter R40Li Stihl iMow RMI 422 PC Husqvarna Automower 420 Worx Landroid SO700i Worx Landroid M500 WR141E Gardena smart Sileno city 500 Stiga Autoclip M5 Ambrogio L30 Elite Ambrogio L60B+ Deluxe Robomow RC308 U Bosch Indego 400 Connect
Test: Mähroboter – Testsieger Worx Landroid SO500iTest Mähroboter: AL-KO Robolinho 500 ETest Mähroboter: Bosch Indego 350 ConnectTest Mähroboter: Gardena Mähroboter R40LiMähroboter Test: Stihl iMow RMI 422 PCTest Mähroboter: Husqvarna Automower 420Test Mähroboter: Worx Landroid SO700iTest Mähroboter: Worx Landroid M500 WR141ETest Mähroboter: Gardena smart Sileno city 500Test Mähroboter: Ambrogio L30 EliteTest Mähroboter: Ambrogio L60B+ DeluxeRobomow RC308 UIndego 350 Connect
Pro
  • Gut bei Steigungen
  • Meistert Engpässe
  • Setup & Go im Auto-Betrieb
  • Unauffällige Ladestation
  • Geeignet für sandige Flächen
  • Nebenfläche einstellbar
  • Langsame, leise Fahrweise
  • Eingrenzen von Hindernissen nicht zwingend erforderlich
  • Leicht
  • Smart Mowing: Standort, Wetter
  • Schneller: Fährt in Bahnen
  • Braucht kein WLAN, Setup & Forget
  • Zu Alexa kompatibel
  • Laden und punktgenau Fortsetzen
  • Suchkabel für Korridore
  • Setup & Go
  • PIN-Code
  • 10-Ziffern-Tastenfeld
  • Sehr leise und leicht
  • Haupt und Nebenflächen
  • Dynamischer Mähplan nach Wetterprognose
  • Braucht kein WLAN
  • GPS-Schutz + PIN-Code
  • Flächenleistung
  • Suchkabel für Korridore
  • Feintuning im Menü
  • Multi-Zonen
  • PIN-Code
  • 10-Ziffern-Tastenfeld
  • Sehr leise
  • Connect-Modul
  • Geländegängig
  • Gutes Manövrieren um Hindernisse Bis zu 4 Arbeitszonen einstellbar Langsame, leise Fahrweise
  • Unauffällige Ladestation
  • Automatikbetrieb
  • Wechselakku
  • Modular erweitern: GPS-Tracking, Anti-Kollision, Radio-Link,
  • Alexa und Google Assistant
  • Kantenschnitt
  • Suchkabel für schnellen Heimweg
  • Beliebig viele Nebenflächen
  • Leise und leicht
  • Integration ins Gardena System
  • Alexa, Google Assistant, Home Kit
  • Ähnliche Karosserie wie Ambrogio L30 Elite
  • Sehr leise
  • Eine Nebenfläche einstellbar
  • Solide Karosserie
  • Sehr leise
  • Eine Nebenfläche einstellbar
  • Fährt ohne Begrenzungskabel
  • Stoppt bei Beton, Sand etc. Allradantrieb
  • Solide Karosserie
  • Mäht gut
  • Komfortable Basisstation
  • Gut für kleine Flächen geeignet
Contra
  • Erdnägel für Sand zu kurz
  • Ohne App (Robolinho 500 I)
  • Fuhr im Test nicht auf Stihl-Erdkabel
  • Lauter als Stihl RMI 422
  • Fährt sich an Steigungen fest
  • Inkompatibel mit Gardena Smart-System
  • Hoher Preis
  • Kein Tragegriff
  • Hoher Preis
  • Bulliges Chassis
  • Schmale Räder
  • Tiefe Schürze
  • Nicht für sandige Flächen
  • Zoneneinrichtung misslungen
  • Ohne App/WLAN kein Automatikbetrieb
  • Nicht für sandige Flächen
  • WLAN-Einbindung des Gateway scheitert
  • Firmware-Update misslingt
  • Vergleichsweise viele grundlose Blockaden
  • Hohes Gewicht
  • App-Verbindung klappte erst mit zweitem Telefon
  • Ruppige Fahrweise
  • Nicht für sandige Flächen
  • Hohes Gewicht
  • Ruppige Fahrweise
  • Nicht für sandige Bereiche
  • Menü etwas kompliziert
  • Hoher Preis
  • Lautes, nerviges Antriebsgeräusch (hoher Ton)
  • Laden per Kabel, keine Basis
  • Nur zwei Schnitthöhen (fixiert)
  • Zur Nebenfläche muss er getragen werden
  • 2 Minuten Orientierungsfahrt vor jedem Mähen
  • Begrenzungsdraht muss exakt verlegt werden
  • Unkomfortable Bedienung
  • Fährt sich schnell fest
  • Kein richtiges Display
Bester Preis
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Teures Spielzeug oder sinnvoller Helfer?

Sie haben besseres zu tun, als sich um die Pflege ihres Rasens zu kümmern? Sie wollen Ihre wertvolle Zeit lieber der Freundin, den Kindern oder Ihrem Hobby widmen? Sehr gut – das ist die Basis, um über die Anschaffung eines Mähroboters nachzudenken. Aber es gibt auch Tücken beim Einsatz von Mährobotern, über die Sie sich vor dem Kauf im Klaren sein sollten – denn günstig sind die kleinen Gartenhelfer nicht gerade.

Ob Sie einen ultimativ gepflegten Rasen im englischen Stil haben oder einen Berliner Tiergarten mit zertrampelten Kahlbereichen, spielt für den Robotereinsatz erstmal keine Rolle. Wo Gras wächst, da wird es gemäht, wo keines ist, da eben nicht.

Roboter kommen auch mit großen Flächen klar, bei mehr als 1.000 Quadratmeter Fläche muss man allerdings entsprechend dafür gebaute Mäher erwerben. Setzen Sie einen Gardena R40Li, der für 400 Quadratmeter konzipiert ist, auf eine Fläche von 2.500 Quadratmeter, geht Ihnen ständig der Akku aus. Der Mäher muss dann andauernd zum Aufladen unterbrechen und zur Station zurückkehren.

Da fast alle Roboter im Zufallsmodus fahren (außer Bosch Indego) können sie nach dem Aufladen eben nicht dort weitermachen, wo sie aufgehört haben. Auch die Antriebe der kleinen Mähroboter sind nicht für derart lange Laufzeiten gemacht.

Für jede Rasenfläche gibt es den passenden Mähroboter

Unsere Erfahrung: Sie können durchaus einen Roboter für 500 Quadratmeter auf einer Fläche von 800 Quadratmeter fahren lassen. Gute Ergebnisse wird er dann aber nur erzielen, wenn es eine große, zusammenhängende Fläche ist.

Die meisten Grundstücke, speziell kleinere bis 800 Quadratmeter, haben jedoch oft zwei bis drei Rasensegmente, die durch schmale Korridore verbunden sind. Hinzu kommen Hindernisse wie Bäume und Büsche, ein Gemüsegarten, Spielplatz oder Steinaufbauten. Hört sich das eher nach Ihrem Grundstück an? Dann kaufen Sie besser einen Mähroboter mit einer Quadratmeterkennzahl, die ihrer Fläche annähernd entspricht.

Mähroboter Test: Testsieger Worx Landroid S WiFi.
Hier eine Skizze unseres Testgeländes.

Den Kanten gilt besondere Beachtung. Roboter können nämlich nur in einem Fall exakt den Rand abmähen: Wenn die angrenzende Fläche ebenerdig mit der Rasenfläche ist. An einer Wand entlangfahrend kann das mittig sitzende Mähwerk den Rand nicht erreichen. Hier bleibt hohes Gras stehen, das sie manuell mit einem Rasentrimmer entfernen müssen. Unser Testsieger von Worx kommt bis auf wenige Zentimeter an den Rand heran und lieferte hier das beste Ergebnis von allen Robos im Test, aber ganz schafft er es auch nicht.

Auch mit einem Mähroboter bleibt Ihnen das manuelle Beschneiden der Ränder mit einem Trimmer also nicht erspart – es sei denn, alle Ränder sind ebenerdig und können vom Roboter überfahren werden.

Hindernisse

Wie gut ein Mähroboter seine Arbeit verrichtet, hängt stark davon ab, wie der Untergrund beschaffen ist. Ihr Garten wurde durch einen Gartenlandschaftsbauer professionell angelegt? Herzlichen Glückwunsch, dann ist Ihr Rasen sicherlich vollkommen plan und Gehwege oder Trittsteine sind auf Höhe des Rasens eingelassen – ein Paradies für Ihren Mähroboter!

Oft sehen Gärten jedoch anders aus: Mehr oder minder große Steigungen, kleine Anhöhen, Bereiche mit groben Steinen, lockerem Rand oder Rasenkanten, die mal ebenerdig und dann wieder fünf Zentimeter höher sind.

Störquellen auf der Rasenfläche müssen beseitigt werden

Auf solche Umstände haben wir unseren Gartentest ausgelegt und kürten am Ende den Auto-Mäher, der auch unter suboptimalen Bedingungen die wenigsten Störungen hatte.

Schubkarre, Gießkanne, Gartengeräte, Spielzeug, Tische, Sonnenschirme oder Gartenschlauch – in einem belebten Garten liegen solche Dinge ständig herum. Das alles sind für einen Mähroboter Fallen, die ihn blockieren können. Im Idealfall kann der Roboter damit umgehen: Er umrundet den Grill und den Gast auf dem Liegestuhl, fährt über einen flach liegenden Schlauch und macht auch einen Bogen um den Rasensprenger. So stellt man sich das vor.

Doch die Realität sieht oft anders aus: Leichte Hindernisse, etwa ein Eimer oder die leere Gießkanne, werden vor sich hergeschoben, Kabel oder Schnüre aufgewickelt oder zerschnitten. Auch das eigene Begrenzungskabel, wenn oberirdisch schlecht verlegt, durchtrennt der Mäher ohne Gnade, um dann mit Störung liegen zu bleiben.

Es ist wie mit einem Staubsaugerroboter: Der automatische Rasenmäher braucht eine freie Bahn und die müssen Sie herstellen. Nur wirklich flachliegende Kabel oder Schläuche überfährt der Roboter, wenn Sie ganz sichergehen wollen, vermeiden Sie aber auch solche potentiellen Gefahrenquellen.

Korridore und Teilflächen

Im Test fiel uns ein wichtiges Thema auf, dass Sie im Vorfeld bedenken sollten: Roboter können mehrere Teilflächen bearbeiten, wenn sie durch einen ausreichend breiten Korridor verbunden sind. Die kritische Formulierung hier lautet »ausreichend breit«. Ihre zwei Flächen verbindet ein schmaler Fußweg von 60 Zentimeter Breite? Vergessen Sie’s, ein Mähroboter kann so einen Korridor nicht passieren.

Warum? Der Roboter ist doch nur 30 bis 40 Zentimeter breit? Es liegt an den Begrenzungskabeln, die an den Grenzen des Gartens verlegt werden müssen und für den Mäher die Außengrenze markieren. Sie signalisieren dem Robo: Hier geht’s nicht weiter. Diese Kabel werden aber mit 20 bis 30 Zentimeter Abstand vom Rand verlegt. In der Passage würden also Null bis 20 Zentimeter zum Fahren bleiben. Das reicht natürlich nicht, denn der Roboter bemerkt rechts und links die Begrenzung und fährt nicht weiter.

Doch es es gibt auch hierfür Lösungen. Den Bosch Indego S+ 350 können Sie zum Beispiel manuell auf solche Teilflächen setzen.

Korridor: Worx nennt 1 Meter, 80 Zentimeter genügen aber auch
Korridor: Worx nennt einen Meter Mindestbreite, 80 Zentimeter genügen aber auch.

Welche Breite Korridore für ein bestimmtes Modell haben müssen, erfährt man leider nicht aus den Datenblättern der meisten Mähroboter. Beim Husqvarna Automower 420 ist es ein Meter. Dem Worx genügen auch 80 Zentimeter, wir haben es ausprobiert.

Wenn Sie besonders schmale Passagen haben, die vielleicht sogar noch einen Tick knapper sind, sollten Sie auf jeden Fall zu einem Modell mit Suchkabel greifen, zum Beispiel den Gardena Mähroboter R40Li. Das Suchkabel ist ein drittes Kabel, das an der Ladestation beginnend durch den Korridor führt und mittig in einer Freifläche endet. Es löst zwei Probleme: Es führt den Roboter zuverlässig zur entfernten Teilfläche – und bei schwachem Akku auf schnellstem Weg zur Station zurück.

Messer: fest oder beweglich?

Rotierende Klingen scheinen sich bei Mährobotern durchzusetzen – neun von 15 Geräten im Test setzen auf dieses Schnittsystem. Das Prinzip: Drei oder vier kurze Cuttermesser sind beweglich an einer rotierende Scheibe befestigt. Sie schlagen das Gras nicht ab, sondern schneiden es.

Diese Methode macht weniger Lärm, beschädigt unter den Mäher kommende Objekte nicht oder wenig und soll besser für das Gras sein.

Feststehende Messer sind das klassische Handwerkszeug des Elektro- oder Benzinrasenmähers. Dort erzeugt der schnell drehende Motor eine Sogwirkung, die selbst liegendes Gras anhebt. Es wird von den festen Messern abgeschlagen und vom Luftstrom in den Fangsack befördert.

Mulchen statt Rechen

Kleine Tiere und alles, was sich da im Gras befindet – und auch dort bleiben könnte – wird beim klassischen Mähen aus dem Rasen herausgeholt, weil das gemähte Gras aufgesaugt oder zusammengerecht wird. Das entzieht dem Rasen Humus und damit Nährstoffe, die dann wieder künstlich zugeführt werden müssen. Denn das Schnittgut ist, wenn es trocknet und sich zersetzt, ein guter Stickstoffdünger.

Mulchen ist gut für den Rasen

Mähroboter haben keinen kräftigen Motor mit Sogwirkung und auch keinen Fangkorb, deshalb bleibt das geschnittene Gras einfach liegen. Das macht aber nichts, denn durch die sehr häufige Frequenz des Schnittes werden nur kurze Halme geschnitten, man sieht also kein Heu herumliegen. Dieses sogenannte Mulchen ist besser für den Rasen als das klassische Mähen, weil es den Rasen gleichzeitig düngt. Die Grashalme bestehen zu 90 Prozent aus Wasser und das Schnittgut wird dadurch sehr schnell vom Boden aufgenommen. Durch den regelmäßigen Schnitt hat die Rasenfläche immer dieselbe Höhe – und sieht schön gepflegt aus.

Nachteile eines Mähroboters

Für die Liebhaber eines naturbelassenen Gartens kann häufiges Mähen ein Problem sein: Gänseblümchen und Löwenzahn werden verschwinden, denn sie haben keine Zeit, Blüten anzusetzen. Wer im Garten statt eines Rasens lieber eine möglichst natürliche Wiese haben möchte, sollte von Mährobotern die Finger lassen.

Sicherheit: Mähen ohne Aufsicht?

Mähroboter bergen eine Verletzungsgefahr. Sie ist zwar gering, aber doch vorhanden. Damit niemand in die Klingen greift – etwa spielende Kinder, die sich das Gerät schnappen – haben viele Roboter Hebe- und Neigesensoren. Wird das Gerät angehoben oder auf die Seite gelegt, stoppen die Messer sofort. Achten Sie beim Kauf auf die zwei Sensoren!

Weit ausladende, tiefe Schürzen, speziell bei StihlGardena und Husqvarna, sind ein weiteres Sicherheitsmerkmal. Selbst wenn jetzt mal ein nackter Fuß seitlich überfahren wird, ist da noch genügend Platz bis zu den Messern.

Schutzschlitten über dem seitlichen Messer (Worx)
Schutzschlitten über dem seitlichen Messer (Worx).

Die beweglichen Rasierklingen bei Worx, Bosch, Gardena und Husqvarna zerschlagen feste Hindernisse nicht. So wird weder Kinderspielzeug zertrümmert, noch wird ein Finger im fast unmöglich Fall des Zugriffs abgeschlagen. So kommt es im schlimmsten Fall nur zu einer Schnittverletzung.

Ambrogio L60B+: muss unter Aufsicht laufen, da er keine Begrenzungen kennt
Der Ambrogio L60B+ muss unter Aufsicht laufen, da er keine Begrenzungen kennt.

Was ist mit Tieren?

Es kann passieren, dass kleine Katzen unter den Mäher kriechen. Da die Roboter aber erst aus der Station herausfahren und dann den Motor anlassen, besteht keine Gefahr.

Kleintiere: Die Roboter im Test fahren erst aus der Station, dann setzen sie die Messer in Gang.
Kleintiere: Die Roboter im Test fahren zuerst aus der Station, erst dann setzen sie die Messer in Gang.

Auch überfahren kann der Roboter Tiere nicht – Stoßsensoren werden ihn anhalten, wenn das Tier nicht ohnehin vorher das Weite sucht. Ihre Familie Zwergschildkröten sollte jedoch besser im Terrarium bleiben.

Mähroboter sind verglichen mit Rasenmähern deutlich leiser und werden Haustiere daher kaum stören.

Besser mit der App?

Viele Mähroboter lassen sich über eine Smartphone-App bedienen, aber nicht alle. Wirklich notwendig ist eine App aus unserer Sicht nicht. Denn ein Mähroboter soll nach der Installations- und Testphase vollkommen autark seinen Dienst verrichten. Es gibt keinen Grund, warum eine Rasenmäher-App uns mit Statusmeldungen über ein blockiertes Schneidwerk nerven muss.

App-Steuerung bringt keine nennenswerten Vorteile

Es mag am Anfang vielleicht interessant sein, via App zu beobachten, ob der Roboter aktuell wirklich fährt, und natürlich ist es lustig, den Mäher vom Büro aus zu starten. Aber mal ehrlich: Wer macht sowas nach einem Monat noch? Insofern hatten smarte und weniger smarte Roboter ohne App die gleichen Chancen in unserem Test.

Einige Vorteile haben Apps dann aber doch: Sie können Aktivzeiten und andere Einstellungen einfacher festlegen, als über das Menü am Gerät. Beim Landroid M500 (WR141E) hat der Hersteller gleich auf ein Menü verzichtet, Sie müssen zwingend die App benutzen.

Oder aber der Roboter hat ein GPS-Modul. Auf der Map können Sie dann ihren Roboter wiederfinden – selbst wenn ihn jemand entwendet hat (Stihl iMow in der Version PC, Bosch Indego).

Installation mit Begrenzungskabel

Anders als der Staubsaugerroboter kennt unser Gartenhelfer nicht automatisch seine Grenzen. Der Arbeitsbereich der Kollegen im Haus wird durch Wände, Türen oder Absätze begrenzt, hier braucht es höchstens mal eine virtuelle Wand, um bestimmte Zonen auszuschließen. Eine Ausnahme ist der Zucchetti Ambrogio L60B+, der spezielle Sensoren für Gras hat und ohne Kabel auskommt. Allerdings muss er unter Aufsicht laufen.

Der Automatikrasenmäher würde auf die Straße fahren oder in den nächstbesten Teich, denn er hat weder Absturzsensoren, noch irgendeine clevere Landkarte mit zentimetergenauer GPS-Ortung. Stattdessen gibt ein schlichtes Kabel mit einer geringen Spannung dem Roboter sein Operationsgebiet vor.

Die Fläche wird dafür, ausgehend von der Ladestation, im Uhrzeigersinn mit einem Kabel eingegrenzt. Es endet zum Schluss wieder an der Basis, wo sich der Kreis schließt.

Wenn Sie die Kabel nah am Rand verlegen, sparen Sie sich Arbeit mit dem Trimmer.

Das Begrenzungskabel wird mit kleinen Erdnägeln im Rasen befestigt und wächst innerhalb weniger Wochen vollkommen ein. Es ist dann nicht mehr sichtbar, zumindest an den meisten Stellen. Leider auch nicht für Spaten oder Hacke, der Gartenfreund muss fortan aufpassen, das Kabel nicht selbst zu durchtrennen.

Eine Verlege-Maschine legt das Begrenzungskabel ruck zuck 5 cm unter die Erde.
Eine Verlegemaschine legt das Begrenzungskabel ruckzuck fünf Zentimeter unter die Erde.

Sie wollen kein offenliegendes Kabel im Garten? Dann verlegen Sie doch unterirdisch. Am schnellsten geht das mit so einer Maschine vom Stihl-Fachhändler. Länger dauert es mit dem Spaten von Hand. Wichtig: Der Draht darf nicht tiefer als fünf Zentimeter in der Erde liegen, sonst ist das Signal zu schwach.

Innen liegende Hindernisse, wie ein Blumenbeet oder ein Strauch, können durch Schleifen eingegrenzt werden. Das Randkabel wird dazu zum Objekt geführt, um das es einen Kreis schlägt. Entlang des hinführenden Kabels gelangt der Draht dann wieder an die äußere Umrandung.

Doch keine Angst, nicht jeder Baum oder Strauch muss »umkabelt« werden. An feste Hindernisse stößt der Roboter und umfährt sie. Alternativ kann das Kabel auch eingegraben werden, wofür es eine Maschine gibt. Es genügt jedoch auch ein flacher Spaten, der einen Schlitz in die Oberfläche schneidet.

Je genauer Sie das Begrenzungskabel entlang des Randes bzw. um innen liegende Bereiche verlegen, umso weniger Arbeit haben Sie mit Nacharbeiten der Ränder. Zu Hauswänden oder hohen Objekten sollten Sie 20 bis 30 Zentimeter Abstand halten, lesen Sie dazu genau die Anleitung des Geräts.

Ladestation

Jeder Robotermäher wird mit einer Ladestation geliefert. Sie ist typischerweise wetterfest und muss nicht überdacht werden. Schaden kann es jedoch nicht, denn speziell die Sonne wird dem Kunststoff und den Gummiteilen mit der Zeit mächtig zusetzen.

Im Handel werden Garagen passend für bestimmte Robo-Mäher angeboten. Sie können natürlich auch Ihre eigene aus Holz oder Stein bauen, sofern Sie die Einfahrtschneisen Ihres Roboters freilassen.

Die Station muss nicht zwangsläufig auf dem Rasen stehen, eine Pflasterung würde auch gehen. Die Fixierung des Begrenzungskabels kann dabei mitunter schwierig sein.

Und im Winter?

Der Mähroboter sollte ab Ende Herbst und den Winter hindurch in die Pause geschickt werden – in dieser Zeit wächst der Rasen ohnehin nicht. Der Akku könnte durch niedrige Temperaturen Schaden nehmen und das Gerät durch Kondenswasser.

Roboter und Station sollten also vom Kabel gelöst und in die Garage gebracht werden. Den Mäher sollte man hin und wieder aufladen oder einfach in der angeschlossenen Ladestation belassen.

So haben wir getestet

Für den Test haben wir jeweils mit einem Vorlauf von mehreren Monaten 15 Roboter beschafft (Tests in 2017 + 2018 + 2019) und in mehreren Gärten getestet. Alle Geräte wurden uns für den Zeitraum des Tests kostenlos zur Verfügung gestellt.

Fein manikürten englischen Rasen schafft jedes Gerät, ein Fußballfeld ebenso, wie unser Test in gepflegten Gärten gezeigt hat. Zum Härtetest haben wir die Mähroboter daher in einem lebensechten, naturnahen Garten mit Spielplatz, Bäumchen, Buschwerk, Gemüsebeeten, schmalen Passagen und vielen Unebenheiten gesetzt. Hier mussten die Roboter beweisen, was sie unter erschwerten Bedingungen können.

 

Worx Landroid SO500i: Kann bis auf wenige Zentimeter am Rand mähen

Testsieger: Worx Landroid SO500i

Unsere Empfehlung für alle, die einen kleinen Garten haben, ist der Worx Landroid SO500i (WR105SI). Er hatte dank sehr guter Bodenfreiheit und breiter Räder die wenigsten Schwierigkeiten mit Engpässen, Steigungen und Rampen. Wo sich die Gardena-und Husqvarna-Modelle festfuhren, rollte der Worx Landroid munter weiter.

Unser Favorit

Worx Landroid SO500i

Test: Mähroboter – Testsieger Worx Landroid SO500i
Der wendige, kleine Mähroboter ist für komplexe und einfache Gartenszenarien gut zu gebrauchen.

von 254 Lesern gekauft

Der kompakte und sehr stabile Roboter-Mäher fühlt sich auch im hügeligen Gelände wohl, er umfährt problemlos Büsche, Mülltonnen und die Ziegelsteinburg der Kinder.

Dank Automatikbetrieb war der Worx Landroid ruckzuck im Einsatz. Dazu mussten wir noch nicht einmal die App bemühen.

Der Worx Landroid S fährt sich nicht fest und mäht sehr nah an die Ränder

Der Landroid kommt mit seinem seitlichen Mähwerk sehr nah an den Rand. So bleibt für das nachträgliche Trimmern sehr wenig stehen.

Bei Regen fährt er dank Regensensor eigenständig zur Basis zurück. Er kann als einziger im Test seitlich seine Station anfahren – seine Worx-Schwestern können das natürlich auch. Zudem besitzt die Station ein Rasengitter, der Rasen darunter wird also nicht zerstört und sogar gemäht.

Installation

Der Worx Landroid wird mit einem Installationskit ausgeliefert. Das enthält für eine Fläche von 500 Quadratmetern das Befestigungsmaterial, also Erdkabel, Heringe und Erdschrauben für die Basis sowie einige Kabelklemmen.

Erdnägel: fast alle sind bei sandigen Böden schlecht, sie sind zu kurz und haben keine Rippen.
Erdnägel: Fast alle enttäuschen bei sandigen Böden. Sie sind zu kurz und haben keine Rippen.

Leider sind die Erdnägel bei fast allen Robotern – Ausnahmen: Stiga und Ambrogio – recht kurz und ohne Rippen. In weichem Sand halten sie schlecht, was sich besonders bei welligem Untergrund negativ bemerkbar macht. Einzig oneConcept schafft es, dem Garden Hero zwar kurze aber mit Rippen bestückte Erdnägel beizulegen.

Beschaffen Sie sich bei sandigen Untergründen längere Erdnägel oder verlegen Sie das Kabel gleich im Boden. Und falls Sie viele »Inseln« haben, die Sie eingrenzen wollen, besorgen Sie sich am besten gleich noch eine zweite Rolle Begrenzungskabel und einige Kabelklemmen.

Lob verdient die amüsant geschriebene und ausführliche Bedienungsanleitung des Worx Landroid. Der Roboter wird als kleiner Freund und Helfer eingeführt, dem man am besten gleich einen Namen wie »Shawn« verpasst.

Gute Anleitungen haben zwar auch Bosch und Gardena, doch so viel Freude am Lesen hatten wir nur bei Worx. Der Totalausfall soll hier nicht unerwähnt bleiben: oneConcept liefert eine schlecht übersetzte, viel zu knappe Anleitung mit der wir noch nicht mal in der Lage waren, den Mäher in Gang zu setzen.

Abgesehen von der Verlegung des Begrenzungskabels verging vom Auspacken bis zum ersten Start des Testsiegers gerade mal eine knappe halbe Stunde. Der Worx macht keine Rand-Testfahrt und startet im Automatikbetrieb nach eigenem Ermessen seinen Mähvorgang. Nur wenn Sie Zeiten und Zonen einstellen möchten, muss der Landroid mit dem WLAN und seiner App verbunden werden.

Bedienung an Gerät und App

Der Landroid hat nur vier Tasten und verzichtet auf ein Display. Die Stopptaste springt aufgrund ihrer Größe ins Auge. Daneben liegen Start, Home und OK. Mit letzterer setzen wir den Mäher nach einer Störung wieder in Gang.

Die Smartphone-App dient im Wesentlichen zum Einstellen von Betriebszeiten. Das kann nötig sein, wenn man bemerkt, dass im Auto-Betrieb viel zu oft gemäht wird, etwas weil die Fläche kleiner ist als 500 Quadratmeter. Über die App kennt der Worx Landroid dann auch die Uhrzeit – und man kann ihn manuell aus der Ferne starten, stoppen oder den Akku-Status einsehen.

Stabilität und Wertigkeit

Worx Landroid: mittelbreite, gummierte Räder für guten Grip auf lockerem Sand.
Mittelbreite, gummierte Räder sorgen für guten Grip.

Der Landroid hat ein stabiles Kunststoffchassis. Die matten Oberflächen und die Tasten machen einen langlebigen Eindruck.

Die mittelbreiten Räder mit Gummierung teilen das gute Gesamtbild. Sie sorgen für guten Grip auch auf sandigen Böden und tragen entscheidend dazu bei, dass der Landroid auch bei Steigungen munter weiter krabbelt, bei denen andere längst das Handtuch werfen.

Funktionen

Worx ist der Meinung, der Rasen muss nicht im strömenden Regen gemäht werden. Daher gibt es einen Regensensor, der natürlich auch von einem Rasensprenger ausgelöst wird. Fängt es an zu tröpfeln, fährt der Landroid zurück zur Station. Nach einer gewissen Wartezeit setzt der Roboter seinen Mähvorgang fort. Der Regensensor lässt sich aber auch deaktivieren und auch die Verzögerungszeit kann eingestellt werden.

Schutzschlitten über dem seitlichen Messer (Worx)
Schutzschlitten über dem seitlichen Messer.

Die Schnitthöhe des Worx wird stufenlos von zwei bis sechs Zentimeter per Drehrad eingestellt. Die Schnittbreite liegt bei ihm nur bei vergleichsweise geringen 18 Zentimetern.

Die Worx Landroid-Modelle sind die einzigen Roboter im Test, deren Messer nicht mittig, sondern seitlich unter dem Mäher rotieren. Daher kann der Schnitt bis 2,5 Zentimeter an den Rand gelangen. Mit dem Zentimetermaß haben wir das nicht geprüft, jedoch war offensichtlich: Dieser Mäher kommt weiter an den Rand als alle anderen. Voraussetzung hierfür: Eine möglichst zentimetergenaue Verlegung des Kabels an den Rändern, die nicht überfahren werden können (Hauswand, Zaun, hohe Rasenkantensteine, etc.).

Damit Kinder nicht in die Messer gelangen, befindet sich am Rand eine Schutzabdeckung aus Metall. Sie lässt Grashalme durch, nicht aber den großen Zeh des kleinen Hausherrn.

Messer sind nicht mittig, sondern seitlich montiert

Wenn die Rasenfläche aus verschiedenen Bereichen besteht, die mittels Korridor verbunden sind, erkennt der Landroid S sie automatisch. Bei Bedarf kann via App eine Multi-Zonen-Programmierung eingestellt werden. Damit können die Verteilung der Arbeitszeiten und der Startpunkt zum Mähen einer bestimmten Zone festgelegt werden.

Vier solcher Zonen können eingerichtet werden. Dazu startet man die Zoneneinrichtung, läuft dem Roboter hinterher und legt Zone 1 bis 4 und die jeweiligen Startpunkte fest. Jetzt kann der Worx Landroid SO500i effizienter arbeiten.

Mäh-Test

Worx Landroid SO500i, für kleine Flächen bis 500 m² brauchen sie keinen Größeren.
Worx Landroid WR105SI: Für kleine Flächen bis 500 Quadratmeter absolut ausreichend.

Wir hatten den Landroid drei Wochen im Einsatz. In dieser Zeit gingen Starkregen, Sturm und Gewitter über das Land – es hat ihm nichts ausgemacht. Das gilt aber auch für die anderen Roboter in unserem Test, wetterfest sind sie alle.

Worx liefert die einzige Station mit Gitter und seitlichem Andocken.
Worx liefert die einzige Station mit Gitter und seitlichem Andocken.

In die Station kann der Landroid seitlich einfahren, denn die Ladekontakte befinden sich nicht an der Front, wie bei den anderen, sondern rechts. So kann die Station nicht nur platzsparend abgestellt werden, sie wird auch fast unsichtbar: Durch ihre Rasengitterstruktur wächst die Bodeneinheit ein und ist schnell nicht mehr sichtbar.

Bis auf den Bosch Indego fahren alle Mäher nach dem Zufallsprinzip

Der Landroid S fährt wie fast alle Mähroboter nach dem Zufallsprinzip im willkürlichen Zickzack über durch den Garten. Was nach Chaos aussieht, führt letztlich aber doch zu einem sauberen Ergebnis. Nach einer Woche wird jeder Halm wenigstens einmal erwischt und der Rasen sieht homogen gemäht aus. Auch der teure Husqvarna Automower 420 fährt nach diesem Prinzip, wie fast alle anderen Robos auch.

Bosch Logicut
Der Bosch Indego 400 fährt den Garten systematisch ab.

Ausnahmen sind lediglich die Bosch Indegos, die das Grundstück in parallelen Bahnen abfahren, was Bosch zu dem schönen Namen »Logicut« verleitet hat. Das geht zwar schneller, der Roboter verliert aber bei verwinkelten Flächen Effizienz. Er bleibt bei Hindernissen kurz stehen, orientiert sich neu, lädt seine Karte. All das kostet Zeit. Am Ende zählt das Ergebnis und nicht die Anzahl der Fahrten bzw. der Zeitbedarf und das ist bei Zufallsfahren nicht schlechter als bei Parallelbahnen.

An der Ladestation ist der Mäher nach zirka eineinhalb Stunden wieder vollständig geladen. Die Laufzeit pro Akku-Ladung liegt bei rund 40 Minuten, je nach Untergrund und Komplexität der Fläche.

Die Geräuschentwicklung kann man als angenehm bezeichnen, aus 20 Metern Entfernung ist nur noch ein sachtes Surren zu vernehmen. Die Geräusche waren jedoch auch bei den anderen Robotern nicht wirklich störend. Ausnahme: Zucchetti Ambrogio L60B+, der sich mit einem lauten, nervigen Antriebsgeräusch unbeliebt machte.

Störungen und Festfahren

Unser Testfeld enthielt eine schmale Passage, hier haben sich selbst der kleine Gardena R40Li und der schmale Bosch Indego 400 Connect immer wieder festgefahren. Kein Problem für den Worx Landroid SO500i, mit seinen breiteren Rädern und der guten Bodenfreiheit bleibt er dort kein einziges Mal liegen.

Die Fläche enthielt zudem eine Steigung in Form einer kleinen Bodenerhöhung von knapp 10 Zentimetern. Der Bosch Indego 400 blieb hier mit seiner tiefen Schürze regelmäßig stecken, der Landroid nie.

Aber auch die anderen Mähroboter blieben immer irgendwo hängen. Bei Ambrogio L30 Elite und Stiga Autoclip M5 war die hektische Fahrweise auf sandigem Untergrund oftmals die Ursache, aber auch die knappe Bodenfreiheit. Der AL-KO Robolinho 500 E überraschte trotz Schürze, die aber nicht ganz so tief hängt wie bei Gardena, mit sehr wenigen Störungen im Einsatzgebiet.

Selbst der teure Robomow RC308 U blieb in einer winzigen Vertiefung unter einem Busch stecken, ebenso bei seiner Randfahrt an einem etwas höherstehenden Rasenkantenstein. In unserem zugegeben anspruchsvollen Test-Garten waren solche Unfälle eher die Regel als die Ausnahme. Der Worx Landroid – aber auch der AL-KO Robolinho 500 E – bildeten hier die große Ausnahme, weshalb beide, vor allem für alle die einen etwas wilderen Garten haben, unsere Empfehlungen sind.

Kosten und Wartung

Die laufenden Kosten für den Worx-Roboter spiegeln sich zuerst im Nachkauf der Ersatzklingen wieder: 30 Stück kosten im besten Fall 20 Euro. Durch eine Vorwärts- und Rückwärtsrotation wird die Messerabnutzung bei Worx reduziert und ein ordentliches Schnittbild erzeugt. Dadurch soll laut Hersteller nur einmal pro Saison ein Wechsel nötig sein, je nach Mähhäufigkeit.

Denken Sie an Kosten für Wartung und Ersatzteile

Irgendwann ist sicher ein Ersatz-Akku fällig, der 20 Volt Lithium-Ionen-Akku kann dazu einfach unter einer Abdeckung herausgenommen werden. Leider konnten wir keinen Preis für den Ersatz-Akku in Erfahrung bringen.

Im späten Herbst muss der Roboter natürlich ins Trockene. Da der Akku unter Ladung gelagert werden sollte, müssen Sie die Station mitnehmen, denn der Mäher besitzt keinen separaten Eingang für das Ladegerät. Alternativ kann man den Akku auch entnehmen und an ein Ladegerät anschließen.

Bei der Schwester Landroid M500 (WR141E) kann der Akku einfach herausgezogen werden, denn es handelt sich um einen System-Akku, der auch an ihre Worx-Heckenschere passt. Sie können also das entsprechende 20-Volt-Ladegerät für den Winter benutzen.

Nachteile

Der Worx Landroid SO500i hat in unseren Augen nur marginale Schwächen: Das Firmware-Update mussten wir etwas umständlich mit einem USB-Stick auf den Roborer laden. Komplexe Flächen mit mehreren Teilbereichen und langen Korridoren können mangels Suchkabel zur Geduldsprobe für den Roboter werden. Er kann sich nur an seinem Begrenzungskabel orientieren, da kann die Heimfahrt zur Station zur Odyssee verkommen.

Es ist zwar schön, dass die Station des Worx im Rasen einwachsen kann, für die Akku-Pflege des eingelagerten Roboters im Winter würden wir sie aber gern in die Garage nehmen wollen. Denn der Roboter hat keinen Ladeanschluss, weshalb wir ohne Station wohl eine Ladespannung an die Kontakte oder die ausgebaute 20-Volt-Batterie anlegen müssen.

Das fehlende Display könnte Mancher als Nachteil sehen, der keine Lust auf App-Bedienung hat, wohl aber die Arbeitszeiten einstellen möchte. Hier ist der genauso gute AL-KO Robolinho 500 E vielleicht die bessere Wahl, denn er hat kein WLAN-Modul.

Worx Landroid SO500i im Testspiegel

Bislang gibt es keine anderen ernstzunehmenden Tests des Worx Landroid. Sollte sich das ändern, tragen wir die neuesten Testergebnisse hier für Sie nach.

Alternativen

Der Landroid SO500i von Worx ist unsere Empfehlung vor allem für alle, die einen kleinen, wilderen Garten haben. Die Alternative von AL-KO kommt sowohl auf wildem als auch auf englischem Rasen zurecht und kostet nicht viel mehr.

Mehr Fläche packt der Stihl iMow RMI 422 PC, der mit GPS-Modul und Automatikbetrieb voll überzeugt hat. Der Bosch Indego S+ 350 ist für kleine Flächen. Er braucht kein WLAN und beherrscht dennoch den wettergestützten Automatikbetrieb. Der Gardena R40Li ist wiederum äußerst leise und eignet sich dank Suchkabel für stark verwinkelte Gärten.

Fast genauso gut

AL-KO Robolinho 500 E

Test Mähroboter: AL-KO Robolinho 500 E
Leiser Hindernismeister für gemischte Flächen mit sandigen Stellen.