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Der beste Mähroboter

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Mähroboter Test: Mähroboter Alle
Sebastian Jentsch

Sebastian Jentsch

ist Technik-Journalist und lebt im Umland von Berlin. Als ehemaliger Redaktionsleiter von Notebookjournal und derzeitiger Bereichsleiter Consumer bei Notebookcheck schreibt er seit zehn Jahren über mobile Technik, vor allem Notebooks, Smartphones und Tablets. Seinen Ausgleich holt er sich in Küche und Garten, weshalb Haushaltsprodukte ebenfalls in seinem Fokus stehen.

Wir haben 19 Rasenmähroboter getestet. Der beste für die meisten ist der Worx Landroid M 700. Ganz gleich ob englischer Rasen mit sauberen Umfassungen oder hügelige Rampe mit Strauchwerk und Kinderspielplatz, der Landroid mäht auf jeder Fläche gut. Selbst Engpässe und schmale Korridore meistert der wendige Roboter. Im Baukastenprinzip kann er durch Upgrade-Module an die Gegebenheiten angepasst werden.

Update 30. April 2020

Wir haben vier weitere Modelle getestet. Der Worx Landroid M 700 WR142E überzeugt durch Geländefähigkeiten und Skalierbarkeit. Der AL-KO Robolinho 500 W zieht unaufgeregt und langsam seine Bahnen und hat jetzt ein WiFi-Modul. Der Yardforce Compact 400Ri umfährt Hindernisse elegant mit Ultraschall-Erkennung. Der Fuxtec FX-RB144 ist zu schnell und zu hektisch und wird dadurch zum Gefahrenpotential.

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6. Juni 2019

Wir hatten noch einmal drei Roboter im Test. Der Bosch Indego S+ 350 und der Stihl iMow RMI 422 PC ergattern eine Empfehlung, der Worx Landroid M500 WR141E schafft es leider nicht, sich gegen die Konkurrenz aus eigenem Hause zu behaupten.

21. Juni 2018

Wir haben sechs weitere Modelle getestet. Überraschend gut ist der günstige Robolinho 500 E von AL-KO, aber auch der neue Worx Landroid SO700i konnte uns überzeugen.

Mähroboter sind voll im Trend – kein Wunder, denn sie können einem das lästige regelmäßige Rasenmähen abnehmen. Ob das wirklich so reibungslos funktioniert, wie man sich das vorstellt, haben wir ausprobiert.

Für unseren Test haben wir insgesamt 19 Mähroboter mit Preisen zwischen 450 und 2.000 Euro in einem wochenlangen Härtetest gegeneinander antreten lassen. Die Unterschiede sind groß: Manche Mährobos sind ein einziges Ärgernis, andere liefern gute Ergebnisse – und teuer heißt nicht automatisch gut. Unsere Top-Empfehlungen von Worx, AL-KO und Yardforce gehören zu den günstigen Geräten im Test.

Auf der Suche nach einem Allrounder für jeden Gartentyp haben uns die teuren Modelle oft nicht überzeugt, sie fahren sich oft in sandigen Bereichen fest und fordern die aufwendige Eingrenzung von möglichst vielen Hindernissen auf der Fläche.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Worx Landroid M 700

Test Mähroboter: Worx Landroid M 700
Fährt leise, ist aufrüstbar und hat einen entnehmbaren Akku.

Der Worx Landroid M 700 WR142E ist ein Rundum-Sorglos-Paket für mittelgroße Gärten, mit oder ohne Kinder. Leise und behutsam arbeitet sich der Roboter über das Gelände und mäht knapp an den Rändern entlang. Das robuste Gerät kommt mit seiner groben Bereifung auch Steigungen hinauf. In der App legen sie Arbeitszeiten fest und definieren auf Wunsch Zonen, wenn unterschiedlich intensiv gemährt werden soll.

Der Worx Landroid M 700 WR142E setzt auf ein Baukastenprinzip. Familien kaufen vielleicht das ACS-Modul dazu (Anti Collision System), Leute mit sehr vielen Blumenbeeten erwerben die Off-Limits-Magnetstreifen und jemand mit 900 Quadratmetern erwirbt gleich den Sechs-Amperestunden-Akku.

Fast genauso gut

AL-KO Robolinho 500 E

Test Mähroboter: AL-KO Robolinho 500 E
Leiser Hindernismeister für gemischte Flächen mit sandigen Stellen.

Der AL-KO Robolinho 500 E wird zu einem geringfügig höheren Preis gehandelt. Der etwas pummelig wirkende Roboter sollte aber nicht unterschätzt werden: Er arbeitet sich zuverlässig an nicht umkabelten, festen Hindernissen vorbei, findet seine Nebenfläche durch einen schmalen Korridor und fährt ruhig, bedächtig und leise über den Rasen.

Im Sand hat sich der Robolinho kein einziges Mal festgefahren – Respekt! Die Gründe hierfür sind sein sanftes Anstoßen an Hindernisse, seine ruhige Fahrweise und die breiten Räder. Wie die Konkurrenten von Bosch, Stihl und Husqvarna hat der Robolinho zwei Fronträder – das ist auf weichem Untergrund ein Vorteil. Eine App hat dieses Modell nicht. Wir haben sie aber auch nicht vermisst, denn am Display können wir auch Arbeitszeiten festlegen und die Nebenfläche aktivieren.

Gut & günstig

Yardforce Compact 400Ri

Mähroboter Test: Yardforce Compact 400 Ri
Sorgt mit Ultraschallsensoren für Sicherheit und ist genau das richtige für Familien mit kleinen Kindern – und kleinem Garten.

Der Yardforce Compact 400Ri bringt zu einem attraktiven Preis ein rundes Gesamtpaket für den kleinen Familiengarten. Seine bedächtige Fahrweise, seine tiefe Schürze und seine Kollisionsvermeidung durch Ultraschallsensoren sorgen für Sicherheit – nicht nur für spielende Kinder.

Wo andere Mähroboter anrempeln und gegenstoßen, Yardforce erkennt Hindernisse und fährt drumherum. Hinzu kommt ein kaum hörbares Betriebsgeräusch sowie ein Automatikbetrieb, für den man nicht einmal die App bemühen muss.

Intelligenter Allrounder

Bosch Indego S+ 350

Test Mähroboter: Bosch Indego 350 Connect
Der clevere Mäher ohne WLAN fährt zielgerichtet und berechnet Mähzeiten selbst – nach Wetter, Standort und Wachstum.

Der Indego S+ 350 von Bosch zeigt sich als intelligenter Allrounder. Er ist ohne WLAN (!) sofort einsatzbereit und Sie müssten nicht einmal die App bemühen, um ihn fix und fertig einzurichten. Dennoch hat er Zugriff auf Wetterdaten und passt die Arbeitszeit entsprechend an.

Als einziger Roboter vermisst er den Garten und mäht systematisch in Bahnen. Auf diese Weise ist er schneller als die anderen Roboter und kann nach dem Laden des Akkus genau dort weitermachen, wo er aufgehört hat.

Für große Flächen

Stihl iMow RMI 422 PC

Mähroboter Test: Stihl iMow RMI 422 PC
Der Roboter schafft auch große Flächen von bis zu 1.700 Quadratmetern mit Steigungen, ist leise und mäht je nach Wetter und Wachstum.

Der Stihl iMow RMI 422 PC ist ein auf Sicherheit bedachter Mähroboter für große Flächen bis 1.700 Quadratmeter. Dabei schafft er Steigungen bis 22 Grad – das ist keine Selbstverständlichkeit. Der iMow passt seine Mähzeiten an Wetter und Wachstum an und ist für diese Funktionen nicht auf ein WLAN angewiesen. Außerdem ist er ziemlich leise.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Unser FavoritFast genauso gutGut & günstigIntelligenter AllrounderFür große Flächen
ModellWorx Landroid M 700AL-KO Robolinho 500 EYardforce Compact 400RiBosch Indego S+ 350Stihl iMow RMI 422 PCAL-KO Robolinho 500 WGardena Mähroboter R40LiHusqvarna Automower 420Worx Landroid M500 WR141EFuxtec FX-RB144Worx Landroid SO500iWorx Landroid SO700iGardena Smart Sileno City 500Stiga Autoclip M5Ambrogio L30 EliteAmbrogio L60B+ DeluxeRobomow RC308 UBosch Indego 400 Connect
Test Mähroboter: Worx Landroid M 700Test Mähroboter: AL-KO Robolinho 500 EMähroboter Test: Yardforce Compact 400 RiTest Mähroboter: Bosch Indego 350 ConnectMähroboter Test: Stihl iMow RMI 422 PCMähroboter Test: Al Ko Robolinho 500 WTest Mähroboter: Gardena Mähroboter R40LiTest Mähroboter: Husqvarna Automower 420Test Mähroboter: Worx Landroid M500 WR141ETest Mähroboter: Fuxtec FX-RB144Test: Mähroboter – Testsieger Worx Landroid SO500iTest Mähroboter: Worx Landroid SO700iTest Mähroboter: Gardena smart Sileno city 500Test Mähroboter: Ambrogio L30 EliteTest Mähroboter: Ambrogio L60B+ DeluxeRobomow RC308 UIndego 350 Connect
Pro
  • Powershare-Akkus – ideal für Winterlagerung
  • Optional durch Zubehör aufrüstbar
  • Kaum hörbar
  • Bedächtige Fahrweise, sanftes Anstoßen
  • Geeignet für sandige Flächen
  • Nebenfläche einstellbar
  • Langsame, leise Fahrweise
  • Eingrenzen von Hindernissen nicht zwingend erforderlich
  • Leicht
  • Bedächtige Fahrweise, vermeidet Anstoßen durch Ultraschallsensorik
  • Starten und Grob-Programmierung ohne App
  • Vier Mähbereiche
  • Robust, keine Klappen
  • Smart Mowing: Standort, Wetter
  • Schneller: Fährt in Bahnen
  • Braucht kein WLAN
  • Mit Alexa kompatibel
  • Laden und punktgenau Fortsetzen
  • Haupt und Nebenflächen
  • Dynamischer Mähplan nach Wetterprognose
  • Braucht kein WLAN
  • GPS-Schutz + PIN-Code
  • Starten und Programmieren ohne App
  • 1 Nebenbereich
  • Kaum hörbar
  • Bedächtige Fahrweise, sanftes Anstoßen
  • Längere Erdnägel
  • Suchkabel für Korridore
  • Setup & Go
  • PIN-Code
  • 10-Ziffern-Tastenfeld
  • Sehr leise und leicht
  • Flächenleistung
  • Suchkabel für Korridore
  • Feintuning im Menü
  • Multi-Zonen
  • PIN-Code
  • 10-Ziffern-Tastenfeld
  • Sehr leise
  • Connect-Modul
  • Automatikbetrieb
  • Wechselakku
  • Modular erweitern: GPS-Tracking, Anti-Kollision, Radio-Link,
  • Alexa und Google Assistant
  • Kantenschnitt
  • Schnitthöhe via Stellmotor
  • Plastikräder mit Spikes (gut für Gelände)
  • Bis 6 Unterareale
  • Gut bei Steigungen
  • Meistert Engpässe
  • Setup & Go im Auto-Betrieb
  • Unauffällige Ladestation
  • Geländegängig
  • Gutes Manövrieren um Hindernisse Bis zu 4 Arbeitszonen einstellbar Langsame, leise Fahrweise
  • Unauffällige Ladestation
  • Suchkabel für schnellen Heimweg
  • Beliebig viele Nebenflächen
  • Leise und leicht
  • Integration ins Gardena System
  • Alexa, Google Assistant, Home Kit
  • Ähnliche Karosserie wie Ambrogio L30 Elite
  • Sehr leise
  • Eine Nebenfläche einstellbar
  • Solide Karosserie
  • Sehr leise
  • Eine Nebenfläche einstellbar
  • Fährt ohne Begrenzungskabel
  • Stoppt bei Beton, Sand etc. Allradantrieb
  • Solide Karosserie
  • Mäht gut
  • Komfortable Basisstation
  • Gut für kleine Flächen geeignet
Contra
  • Ungeschütztes Display
  • Kurze Erdnägel
  • Stellenweise fehlerhafte App
  • Ohne App (in der Variante Robolinho 500 I)
  • Schmale Schnittbreite
  • Stellenweise fehlerhafte App
  • Fährt nicht unter niedrige Objekte (z. B. Schaukel)
  • Fuhr im Test nicht auf Stihl-Erdkabel
  • Lauter als Stihl RMI 422
  • Hoher Preis
  • Kein Tragegriff
  • App: Verbindung gelingt nicht
  • Nervig: PIN jedesmal nach Störung eingeben (nicht abstellbar)
  • Etwas fragiler Display-Schutz
  • Fährt sich an Steigungen fest
  • Inkompatibel mit Gardena Smart-System
  • Hoher Preis
  • Bulliges Chassis
  • Schmale Räder
  • Tiefe Schürze
  • Ohne App/WLAN kein Automatikbetrieb
  • Gefahrenpotential für Kinder
  • Hektische Fahrweise, grobes Anstoßen
  • Display & Touch-Tasten ungeschützt
  • Lauter Antrieb
  • Basis wirkt billig
  • Erdnägel für Sand zu kurz
  • Nicht für sandige Flächen
  • Zoneneinrichtung misslungen
  • Nicht für sandige Flächen
  • WLAN-Einbindung des Gateway scheitert
  • Firmware-Update misslingt
  • Vergleichsweise viele grundlose Blockaden
  • Hohes Gewicht
  • App-Verbindung klappte erst mit zweitem Telefon
  • Ruppige Fahrweise
  • Nicht für sandige Flächen
  • Hohes Gewicht
  • Ruppige Fahrweise
  • Nicht für sandige Bereiche
  • Menü etwas kompliziert
  • Hoher Preis
  • Lautes, nerviges Antriebsgeräusch (hoher Ton)
  • Laden per Kabel, keine Basis
  • Nur zwei Schnitthöhen (fixiert)
  • Zur Nebenfläche muss er getragen werden
  • 2 Minuten Orientierungsfahrt vor jedem Mähen
  • Begrenzungsdraht muss exakt verlegt werden
  • Unkomfortable Bedienung
  • Fährt sich schnell fest
  • Kein richtiges Display
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Teures Spielzeug oder sinnvoller Helfer?

Sie haben besseres zu tun, als sich um die Pflege ihres Rasens zu kümmern? Sie wollen Ihre wertvolle Zeit lieber der Freundin, den Kindern oder Ihrem Hobby widmen? Sehr gut – das ist die Basis, um über die Anschaffung eines Mähroboters nachzudenken. Aber es gibt auch Tücken beim Einsatz von Mährobotern, über die Sie sich vor dem Kauf im Klaren sein sollten – denn günstig sind die kleinen Gartenhelfer nicht gerade.

Ob Sie einen ultimativ gepflegten Rasen im englischen Stil haben oder einen Berliner Tiergarten mit zertrampelten Kahlbereichen, spielt für den Robotereinsatz erstmal keine Rolle. Wo Gras wächst, da wird es gemäht, wo keines ist, da eben nicht.

Roboter kommen auch mit großen Flächen klar, bei mehr als 1.000 Quadratmeter Fläche muss man allerdings entsprechend dafür gebaute Mäher erwerben. Setzen Sie einen Gardena R40Li, der für 400 Quadratmeter konzipiert ist, auf eine Fläche von 2.500 Quadratmeter, geht Ihnen ständig der Akku aus. Der Mäher muss dann andauernd zum Aufladen unterbrechen und zur Station zurückkehren.

Da fast alle Roboter im Zufallsmodus fahren (außer Bosch Indego) können sie nach dem Aufladen eben nicht dort weitermachen, wo sie aufgehört haben. Auch die Antriebe der kleinen Mähroboter sind nicht für derart lange Laufzeiten gemacht.

Für jede Rasenfläche gibt es den passenden Mähroboter

Unsere Erfahrung: Sie können durchaus einen Roboter für 500 Quadratmeter auf einer Fläche von 800 Quadratmeter fahren lassen. Gute Ergebnisse wird er dann aber nur erzielen, wenn es eine große, zusammenhängende Fläche ist.

Die meisten Grundstücke, speziell kleinere bis 800 Quadratmeter, haben jedoch oft zwei bis drei Rasensegmente, die durch schmale Korridore verbunden sind. Hinzu kommen Hindernisse wie Bäume und Büsche, ein Gemüsegarten, Spielplatz oder Steinaufbauten. Hört sich das eher nach Ihrem Grundstück an? Dann kaufen Sie besser einen Mähroboter mit einer Quadratmeterkennzahl, die ihrer Fläche annähernd entspricht.

Hier eine Skizze einer unserer Testgelände.
Hier eine Skizze einer unserer Testgelände.

Den Kanten gilt besondere Beachtung. Roboter können nämlich nur in einem Fall exakt den Rand abmähen: Wenn die angrenzende Fläche ebenerdig mit der Rasenfläche ist. An einer Wand entlangfahrend kann das mittig sitzende Mähwerk den Rand nicht erreichen. Hier bleibt hohes Gras stehen, das sie manuell mit einem Rasentrimmer entfernen müssen. Unser Testsieger von Worx kommt bis auf wenige Zentimeter an den Rand heran und lieferte hier das beste Ergebnis von allen Robos im Test, aber ganz schafft er es auch nicht.

Auch mit einem Mähroboter bleibt Ihnen das manuelle Beschneiden der Ränder mit einem Trimmer also nicht erspart – es sei denn, alle Ränder sind ebenerdig und können vom Roboter überfahren werden.

Hindernisse

Wie gut ein Mähroboter seine Arbeit verrichtet, hängt stark davon ab, wie der Untergrund beschaffen ist. Ihr Garten wurde durch einen Gartenlandschaftsbauer professionell angelegt? Herzlichen Glückwunsch, dann ist Ihr Rasen sicherlich vollkommen plan und Gehwege oder Trittsteine sind auf Höhe des Rasens eingelassen – ein Paradies für Ihren Mähroboter!

Oft sehen Gärten jedoch anders aus: Mehr oder minder große Steigungen, kleine Anhöhen, Bereiche mit groben Steinen, lockerem Rand oder Rasenkanten, die mal ebenerdig und dann wieder fünf Zentimeter höher sind.

Störquellen auf der Rasenfläche müssen beseitigt werden

Auf solche Umstände haben wir unseren Gartentest ausgelegt und kürten am Ende den Auto-Mäher, der auch unter suboptimalen Bedingungen die wenigsten Störungen hatte.

Schubkarre, Gießkanne, Gartengeräte, Spielzeug, Tische, Sonnenschirme oder Gartenschlauch – in einem belebten Garten liegen solche Dinge ständig herum. Das alles sind für einen Mähroboter Fallen, die ihn blockieren können. Im Idealfall kann der Roboter damit umgehen: Er umrundet den Grill und den Gast auf dem Liegestuhl, fährt über einen flach liegenden Schlauch und macht auch einen Bogen um den Rasensprenger. So stellt man sich das vor.

Doch die Realität sieht oft anders aus: Leichte Hindernisse, etwa ein Eimer oder die leere Gießkanne, werden vor sich hergeschoben, Kabel oder Schnüre aufgewickelt oder zerschnitten. Auch das eigene Begrenzungskabel, wenn oberirdisch schlecht verlegt, durchtrennt der Mäher ohne Gnade, um dann mit Störung liegenzubleiben.

Es ist wie mit einem Staubsaugerroboter: Der automatische Rasenmäher braucht eine freie Bahn und die müssen Sie herstellen. Nur wirklich flachliegende Kabel oder Schläuche überfährt der Roboter. Wenn Sie ganz sichergehen wollen, vermeiden Sie aber auch solche potentiellen Gefahrenquellen.

Korridore und Teilflächen

Im Test fiel uns ein wichtiges Thema auf, das Sie im Vorfeld bedenken sollten: Roboter können mehrere Teilflächen bearbeiten, wenn sie durch einen ausreichend breiten Korridor verbunden sind. Die kritische Formulierung hier lautet »ausreichend breit«. Ihre zwei Flächen verbindet ein schmaler Fußweg von 60 Zentimeter Breite? Vergessen Sie’s, ein Mähroboter kann so einen Korridor nicht passieren.

Warum? Der Roboter ist doch nur 30 bis 40 Zentimeter breit? Es liegt an den Begrenzungskabeln, die an den Grenzen des Gartens verlegt werden müssen und für den Mäher die Außengrenze markieren. Sie signalisieren dem Robo: Hier geht’s nicht weiter. Diese Kabel werden aber mit 20 bis 30 Zentimeter Abstand vom Rand verlegt. In der Passage würden also Null bis 20 Zentimeter zum Fahren bleiben. Das reicht natürlich nicht, denn der Roboter bemerkt rechts und links die Begrenzung und fährt nicht weiter.

Doch es es gibt auch hierfür Lösungen. Den Bosch Indego S+ 350 können Sie zum Beispiel manuell auf solche Teilflächen setzen.

Korridor: Worx nennt 1 Meter, 80 Zentimeter genügen aber auch
Korridor: Worx nennt einen Meter Mindestbreite, 80 Zentimeter genügen aber auch.

Welche Breite Korridore für ein bestimmtes Modell haben müssen, erfährt man leider nicht aus den Datenblättern der meisten Mähroboter. Beim Husqvarna Automower 420 ist es ein Meter. Dem Worx genügen auch 80 Zentimeter, wir haben es ausprobiert.

Wenn Sie besonders schmale Passagen haben, die vielleicht sogar noch einen Tick knapper sind, sollten Sie auf jeden Fall zu einem Modell mit Suchkabel greifen. Das finden Sie bei den Husqvarna Automowern und bei Gardena Sileno Life / Sileno City. Das Suchkabel ist ein drittes Kabel, das an der Ladestation beginnend durch den Korridor führt und mittig in einer Freifläche endet. Es löst zwei Probleme: Es führt den Roboter zuverlässig zur entfernten Teilfläche – und bei schwachem Akku auf schnellstem Weg zur Station zurück.

Die meisten Modelle haben aber kein Suchkabel, auch unser Testsieger nicht. Worx setzt auf AIA (Artificial Intelligence Algorithm). Der Mähroboter erkennt wenn er sich in einer engen Passage befindet und navigiert dort recht effektiv durch. Wenn er an das Begrenzungskabel stößt, setzt er nicht zurück, sondern prallt ab, was ihn durch die Passage führt.

Störungen und Festfahren

Unser Testfeld enthielt eine schmale Passage, hier haben sich selbst der kleine Gardena R40Li und der schmale Bosch Indego 400 Connect immer wieder festgefahren. Kein Problem war das für den Worx Landroid M 700, mit seinen breiteren Rädern und der guten Bodenfreiheit bleibt er dort kein einziges Mal liegen.

Die Fläche enthielt zudem eine Steigung in Form einer kleinen Bodenerhöhung von knapp zehn Zentimetern. Der Bosch Indego 400 blieb hier mit seiner tiefen Schürze regelmäßig stecken, der Landroid nie.

Aber auch die anderen Mähroboter blieben immer irgendwo hängen. Bei Ambrogio L30 Elite und Stiga Autoclip M5 war die hektische Fahrweise auf sandigem Untergrund oftmals die Ursache, aber auch die knappe Bodenfreiheit. AL-KO Robolinho 500 E und Robolinho 500 W überraschten trotz Schürze, die aber nicht ganz so tief hängt wie bei Gardena, mit sehr wenigen Störungen im Einsatzgebiet.

Selbst der teure Robomow RC308 U blieb in einer winzigen Vertiefung unter einem Busch stecken, ebenso bei seiner Randfahrt an einem etwas höherstehenden Rasenkantenstein. In unserem zugegeben anspruchsvollen Test-Garten waren solche Unfälle eher die Regel als die Ausnahme. Der Worx Landroid – aber auch die beiden AL-KO Robolinhos – bildeten hier die große Ausnahme, weshalb beide, vor allem für alle die einen etwas wilderen Garten haben, unsere Empfehlungen sind.

 Mähroboter Test: Tecnologia Aia Worx
AIA bei Worx: Der Roboter manövriert zwischen den beiden Begrenzungskabeln.

Messer: fest oder beweglich?

Rotierende Klingen scheinen sich bei Mährobotern durchzusetzen – die meisten Geräte im Test setzen auf dieses Schnittsystem. Das Prinzip: Drei oder vier kurze Cuttermesser sind beweglich an einer rotierende Scheibe befestigt. Sie schlagen das Gras nicht ab, sondern schneiden es.

Diese Methode macht weniger Lärm, beschädigt unter den Mäher kommende Objekte nicht oder wenig und soll besser für das Gras sein.

Feststehende Messer sind das klassische Handwerkszeug des Elektro- oder Benzinrasenmähers. Dort erzeugt der schnell drehende Motor eine Sogwirkung, die selbst liegendes Gras anhebt. Es wird von den festen Messern abgeschlagen und vom Luftstrom in den Fangsack befördert.

Mulchen statt Rechen

Kleine Tiere und alles, was sich da im Gras befindet – und auch dort bleiben könnte – wird beim klassischen Mähen aus dem Rasen herausgeholt, weil das gemähte Gras aufgesaugt oder zusammengerecht wird. Das entzieht dem Rasen Humus und damit Nährstoffe, die dann wieder künstlich zugeführt werden müssen. Denn das Schnittgut ist, wenn es trocknet und sich zersetzt, ein guter Stickstoffdünger.

Mulchen ist gut für den Rasen

Mähroboter haben keinen kräftigen Motor mit Sogwirkung und auch keinen Fangkorb, deshalb bleibt das geschnittene Gras einfach liegen. Das macht aber nichts, denn durch die sehr häufige Frequenz des Schnittes werden nur kurze Halme geschnitten, man sieht also kein Heu herumliegen. Dieses sogenannte Mulchen ist besser für den Rasen als das klassische Mähen, weil es den Rasen gleichzeitig düngt. Die Grashalme bestehen zu 90 Prozent aus Wasser und das Schnittgut wird dadurch sehr schnell vom Boden aufgenommen. Durch den regelmäßigen Schnitt hat die Rasenfläche immer dieselbe Höhe – und sieht schön gepflegt aus.

Nachteile eines Mähroboters

Für die Liebhaber eines naturbelassenen Gartens kann häufiges Mähen ein Problem sein: Gänseblümchen und Löwenzahn werden verschwinden, denn sie haben keine Zeit, Blüten anzusetzen. Wer im Garten statt eines Rasens lieber eine möglichst natürliche Wiese haben möchte, sollte von Mährobotern die Finger lassen.

Sicherheit: Mähen ohne Aufsicht?

Mähroboter bergen eine Verletzungsgefahr. Sie ist zwar gering, aber doch vorhanden. Damit niemand in die Klingen greift – etwa spielende Kinder, die sich das Gerät schnappen – haben viele Roboter Hebe- und Neigesensoren. Wird das Gerät angehoben oder auf die Seite gelegt, stoppen die Messer sofort. Achten Sie beim Kauf auf die zwei Sensoren!

Weit ausladende, tiefe Schürzen, speziell bei StihlGardena und Husqvarna, sind ein weiteres Sicherheitsmerkmal. Selbst wenn jetzt mal ein nackter Fuß seitlich überfahren wird, ist da noch genügend Platz bis zu den Messern.

Schutzschlitten über dem seitlichen Messer (Worx)
Schutzschlitten über dem seitlichen Messer (Worx).

Die beweglichen Rasierklingen bei Worx, Bosch, Gardena und Husqvarna zerschlagen feste Hindernisse nicht. So wird weder Kinderspielzeug zertrümmert, noch wird ein Finger im fast unmöglich Fall des Zugriffs abgeschlagen. So kommt es im schlimmsten Fall nur zu einer Schnittverletzung.

 Mähroboter Test: Mähroboter Fuxtec Fx Rb144
Fuxtec FX-RB144: Der Roboter fährt zu schnell und zu hektisch! Bis er stoppt, ist der Fuß längst im Messer.

Was ist mit Tieren?

Es kann passieren, dass kleine Katzen unter den Mäher kriechen. Da die Roboter aber erst aus der Station herausfahren und dann den Motor anlassen, besteht keine Gefahr.

Kleintiere: Die Roboter im Test fahren erst aus der Station, dann setzen sie die Messer in Gang.
Kleintiere: Die Roboter im Test fahren zuerst aus der Station, erst dann setzen sie die Messer in Gang.

Auch überfahren kann der Roboter Tiere nicht – Stoßsensoren werden ihn anhalten, wenn das Tier nicht ohnehin vorher das Weite sucht. Ihre Familie Zwergschildkröten sollte jedoch besser im Terrarium bleiben.

Mähroboter sind verglichen mit Rasenmähern deutlich leiser und werden Haustiere daher kaum stören.

Besser mit der App?

Viele Mähroboter lassen sich über eine Smartphone-App bedienen, aber nicht alle. Wirklich notwendig ist eine App aus unserer Sicht nicht. Denn ein Mähroboter soll nach der Installations- und Testphase vollkommen autark seinen Dienst verrichten. Es gibt keinen Grund, warum eine Rasenmäher-App uns mit Statusmeldungen über ein blockiertes Schneidwerk nerven muss.

App-Steuerung bringt keine nennenswerten Vorteile

Es mag am Anfang vielleicht interessant sein, via App zu beobachten, ob der Roboter aktuell wirklich fährt, und natürlich ist es lustig, den Mäher vom Büro aus zu starten. Aber mal ehrlich: Wer macht sowas nach einem Monat noch? Insofern hatten smarte und weniger smarte Roboter ohne App die gleichen Chancen in unserem Test.

Einige Vorteile haben Apps dann aber doch: Sie können Aktivzeiten und andere Einstellungen einfacher festlegen als über das Menü am Gerät. Beim Landroid M500 (WR141E) hat der Hersteller gleich auf ein Menü verzichtet, Sie müssen zwingend die App benutzen.

Oder aber der Roboter hat ein GPS-Modul. Auf der Map können Sie dann ihren Roboter wiederfinden – selbst wenn ihn jemand entwendet hat (Stihl iMow in der Version PC, Bosch Indego, Worx Landroid M 700 mit Radiomodul).

Installation mit Begrenzungskabel

Anders als der Staubsaugerroboter kennt unser Gartenhelfer nicht automatisch seine Grenzen. Der Arbeitsbereich der Kollegen im Haus wird durch Wände, Türen oder Absätze begrenzt, hier braucht es höchstens mal eine virtuelle Wand, um bestimmte Zonen auszuschließen. Eine Ausnahme ist der Ambrogio L60B+, der spezielle Sensoren für Gras hat und ohne Kabel auskommt. Allerdings muss er unter Aufsicht laufen.

Der Automatikrasenmäher würde auf die Straße fahren oder in den nächstbesten Teich, denn er hat weder Absturzsensoren, noch irgendeine clevere Landkarte mit zentimetergenauer GPS-Ortung. Stattdessen gibt ein schlichtes Kabel mit einer geringen Spannung dem Roboter sein Operationsgebiet vor.

Die Fläche wird dafür, ausgehend von der Ladestation, im Uhrzeigersinn mit einem Kabel eingegrenzt. Es endet zum Schluss wieder an der Basis, wo sich der Kreis schließt.

Wenn Sie die Kabel nah am Rand verlegen, sparen Sie sich Arbeit mit dem Trimmer.

Das Begrenzungskabel wird mit kleinen Erdnägeln im Rasen befestigt und wächst innerhalb weniger Wochen vollkommen ein. Es ist dann nicht mehr sichtbar, zumindest an den meisten Stellen – leider auch nicht für Spaten oder Hacke, der Gartenfreund muss fortan aufpassen, das Kabel nicht selbst zu durchtrennen.

Eine Verlege-Maschine legt das Begrenzungskabel ruck zuck 5 cm unter die Erde.
Eine Verlegemaschine legt das Begrenzungskabel ruckzuck fünf Zentimeter unter die Erde.

Sie wollen kein offenliegendes Kabel im Garten? Dann verlegen Sie doch unterirdisch. Am schnellsten geht das mit so einer Maschine vom Stihl-Fachhändler. Länger dauert es mit dem Spaten von Hand. Wichtig: Der Draht darf nicht tiefer als fünf Zentimeter in der Erde liegen, sonst ist das Signal zu schwach.

Innenliegende Hindernisse, wie ein Blumenbeet oder ein Strauch, können durch Schleifen eingegrenzt werden. Das Randkabel wird dazu zum Objekt geführt, um das es einen Kreis schlägt. Entlang des hinführenden Kabels gelangt der Draht dann wieder an die äußere Umrandung.

Doch keine Angst, nicht jeder Baum oder Strauch muss »umkabelt« werden. An feste Hindernisse stößt der Roboter und umfährt sie. Alternativ kann das Kabel auch eingegraben werden, wofür es eine Maschine gibt. Es genügt jedoch auch ein flacher Spaten, der einen Schlitz in die Oberfläche schneidet.

Je genauer Sie das Begrenzungskabel entlang des Randes bzw. um innen liegende Bereiche verlegen, umso weniger Arbeit haben Sie mit Nacharbeiten der Ränder. Zu Hauswänden oder hohen Objekten sollten Sie 20 bis 30 Zentimeter Abstand halten, lesen Sie dazu genau die Anleitung des Geräts.

Ladestation

Jeder Robotermäher wird mit einer Ladestation geliefert. Sie ist typischerweise wetterfest und muss nicht überdacht werden. Schaden kann es jedoch nicht, denn speziell die Sonne wird dem Kunststoff und den Gummiteilen mit der Zeit mächtig zusetzen.

Im Handel werden Garagen passend für bestimmte Robo-Mäher angeboten. Sie können natürlich auch Ihre eigene aus Holz oder Stein bauen, sofern Sie die Einfahrtschneisen Ihres Roboters freilassen.

Die Station muss nicht zwangsläufig auf dem Rasen stehen, eine Pflasterung würde auch gehen. Die Fixierung des Begrenzungskabels kann dabei mitunter schwierig sein.

Und im Winter?

Der Mähroboter sollte ab Ende Herbst und den Winter hindurch in die Pause geschickt werden – in dieser Zeit wächst der Rasen ohnehin nicht. Der Akku könnte durch niedrige Temperaturen Schaden nehmen und das Gerät durch Kondenswasser.

Roboter und Station sollten also vom Kabel gelöst und in die Garage gebracht werden. Den Mäher sollte man hin und wieder aufladen oder einfach in der angeschlossenen Ladestation belassen.

So haben wir getestet

Für den Test haben wir jeweils mit einem Vorlauf von mehreren Monaten 19 Roboter beschafft und in mehreren Gärten getestet. Alle Geräte wurden uns für den Zeitraum des Tests kostenlos zur Verfügung gestellt.