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Der beste Messerschärfer

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Messerschleifer Test: Messerschaerfer Chefschoicediamant
Sebastian Jentsch

Sebastian Jentsch

ist Technik-Journalist und lebt im Umland von Berlin. Als ehemaliger Redaktionsleiter von Notebookjournal und derzeitiger Bereichsleiter Consumer bei Notebookcheck schreibt er seit zehn Jahren über mobile Technik, vor allem Notebooks, Smartphones und Tablets. Seinen Ausgleich holt er sich in Küche und Garten, weshalb Haushaltsprodukte ebenfalls in seinem Fokus stehen.

Wir haben 18 Messerschärfer getestet. Der beste ist für uns der Chef’s Choice Diamond Hone ProntoPro 4643. Jeder kann damit seine Messer schärfen, ganz ohne Vorkenntnisse und Übung. Durch die zwei Führungen mit 15 und 20° behalten asiatische Santokus ebenso wie Euro-Messer ihren typischen Schleifwinkel. Die Schleifscheiben besitzen eine sehr gute Mechanik, das Gerät ist robust und standsicher.

Wie oft sollte man Messer schärfen? Ganz einfach: immer, wenn es nicht mehr optimal schneidet. Eine scharfe Schneide durchtrennt ein hängendes Blatt Papier, ohne zu reißen. Die Haut einer Tomate wird ohne Sägebewegung durchtrennt und Fleisch schneidet sich fast butterweich.

Manuelle Messerschärfer sind schnell aus der Schublade geholt und binnen 30 Sekunden ist die Schneide wieder schön scharf. Sind allerdings grobe Scharten sichtbar, müssen Sie mehr Zeit und in einen Wasserstein oder einen elektrischen Schleifer investieren. Auch letztere haben wir in diesem Test geprüft.

Ingesamt hatten wir 18 Messerschärfer im Test. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Chef's Choice ProntoPro

Test Messerschärfer: Chef's Choice Diamond Hone ProntoPro 4643
Schärfen für Jedermann, ohne Übung, mit 15 und 20 Grad.

von 86 Lesern gekauft

Gut konstruiert, solide aufgemacht und mit Schleifwinkeln von 15 und 20 Grad für europäische und asiatische Messer – das sind die schlagkräftigen Argumente, die für den Chef’s Choice Diamond Hone ProntoPro 4643 sprechen. Sicher: Er ist teuer, aber das sind gute Küchenmesser auch, und die wollen Sie sicher nicht einem billigen Schärfgerät anvertrauen.

Für Profis

Vulkanus Professional

Test Messerschleifer: Vulkanus Professional
Für den geübten Profi, schärft auch Klingen mit Wellen und Zahnung.

von 10 Lesern gekauft

Für Profis und alle, deren Herz für gute Messer schlägt: Der Vulkanus Professional schärft jeden Klingentyp, ob glatt, Wellenschliff oder gezahnt. Das macht ihm keiner nach. Allerdings ist viel Übung nötig, besonders bei Schneiden, die schartig sind. Für Anfänger ist das eher nichts.

Gut & günstig

WMF Gourmet

Sie wollen einfach nur scharfe Küchenmesser in Minuten und nicht viel ausgeben? Dann liegen Sie beim WMF Gourmet richtig. Er hat hochwertige Keramikscheiben, die mit moderatem Zeitaufwand sogar Scharten aus dem Stahl schleifen.

Elektrischer Favorit

Graef Hybrid 220 CC 80

Sie haben öfters mal Scharten in der Schneide und keine Lust auf langatmiges Schleifen auf dem nassen Stein? Dann hilft der Graef Hybrid. Er verbindet einen elektrischen Schleifstein mit manuellem Abziehen. Hinter dem Preis steckt schwere und robuste Qualität mit einem langsamdrehenden, leisen Schleifstein.

Für Santokus

Kyocera DS-38

Ganz so langsam dreht der Kyocera DS-38 nicht, doch dafür hat er mit Abstand die präziseste Messerführung. Die Schneide gleitet auf Keramikrollen und überhöhter Druck auf den Schleifstein wird angezeigt. Schärfen und Abziehen geht in einem Rutsch. Wichtig: Der Kyocera DS-38 eignet sich ausschließlich für flache, durchgehende Santoku-Klingen – auch aus Keramik!

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerFür ProfisGut & günstigElektrischer FavoritFür Santokus
ModellChef's Choice ProntoProVulkanus ProfessionalWMF GourmetGraef Hybrid 220 CC 80Kyocera DS-38Anyuke MesserschärferFiskars EdgeDorlle Messerschärfer ProfiAdoric MesserschärferB.Prime ClassicKarrong MesserschärferInet-Trades MesserschärferKai APW17Camry MesserschärferStilGut WT28D4STWTZoomyo Z100Petra Electric AS 10 MultischärferPiniceCore Swifty Sharp
Test Messerschärfer: Chef's Choice Diamond Hone ProntoPro 4643Test Messerschleifer: Vulkanus ProfessionalTest Messerschleifer: WMF GourmetTest Messerschleifer: Graef HybridTest Messerschleifer: Kyocera DS-38Test Messerschleifer: Anyuke MesserschärferTest Messerschleifer: Fiskars MesserschärferTest Messerschleifer: Dorlle Messerschärfer ProfiTest Messerschärfer: Adoric MesserschärferTest Messerschleifer: B.Prime ClassicMesserschärfer Test: Karrong MesserschaerferTest Messerschleifer: Inet-Trades MesserschärferTest Messerschleifer: Kai APW17Test Messerschleifer: CAMRY MesserschärferTest Messerschleifer: StilGut MesserschärferTest Messerschleifer: Zoomyo Z100Test Messerschleifer: Petra Electric AS 10 MultischärferTest Messerschleifer: Ndier Swifty Messerschärfer
Pro
  • Robust
  • Standsicher und gummiert
  • Sehr gute Mechanik
  • Auch für Wellenschliff und gezahnte Messer
  • Schärfen und Abziehen in Einem
  • Blatt sehr weit einführbar
  • Schwere, stabile Qualität
  • Hochwertige Keramikschleifsteine
  • Robust
  • Standsicher
  • Langsamdrehend
  • Schärfen von schartigen Klingen
  • Abschalt-Automatik bei Überhitzung
  • Leise
  • Schwere und robuste Qualität
  • Solider Motor und Mechanik
  • Genaue Klingenführung auf Keramikrollen
  • Druckanzeige
  • Schärfen und Abziehen in Einem
  • Auch für Wellenschliff und gezahnte Messer
  • Schärfen und Abziehen in Einem
  • Blatt sehr weit einführbar
  • Für 15 und 20° Schliff
  • Schärfen und Abziehen in Einem
  • Auch für Scheren
  • Stahl-, Diamant- und Keramikstäbe
  • Standsicher
  • Diamant und Keramik
  • Stahl-, Diamant- und Keramikstäbe
  • Stahl- und Keramikstäbe
  • Schleifkopf herausnehmbar, um Abrieb zu entfernen
  • Standsicher
  • Solide Verarbeitung
  • Handlich und transportabel
  • Solide verarbeitet
  • Standsicher und ordentlich gebaut
  • Wechselkopf: Schleif- und Poliereinheit
  • Leichte Reinigung
  • Großer Schleifstein
  • Sehr leise
  • Standsicher
  • Mit Übung für grobe Scharten verwendbar
  • Standsicher
  • Ordentlich gebaut
  • Auch für Scheren und Schlitz-Schraubendreher
  • Standsicher
  • Auch für Scheren und Schlitz-Schraubendreher
  • Netzbetrieb
  • Auch für Scheren und Schlitz-Schraubendreher
Contra
  • Nur für glatte Klingen
  • Grobe Scharten dauern sehr lange
  • Braucht bei Scharten viel Übung, schnell ist die Schneide ruiniert
  • Nur für glatte Klingen
  • Übung nötig, sonst wird Klinge ungleichmäßig geschliffen
  • Nur für glatte Klingen
  • Nicht für dicke Klingen
  • Nur für durchgehende Schneiden
  • Nur für glatte Klingen
  • Nur Batteriebetrieb
  • Braucht bei Scharten viel Übung, schnell ist Schneide ruiniert
  • Nur für glatte KlingenKunststoffkorpus
  • Nicht für stark schartige Schneiden
  • Nur für glatte Klingen
  • Nicht für schartige Schneiden
  • Nur für glatte Klingen
  • Nicht für schartige Schneiden
  • Nur für glatte Klingen
  • Wellenschliff nicht praktikabel
  • Nicht für schartige Schneiden
  • Nur für glatte Klingen
  • Nicht für schartige Schneiden
  • Ohne Fixierung schlecht bedienbar
  • Nur für glatte KlingenKeine Anleitung
  • Nicht für schartige Schneiden
  • Nur für durchgehende Asia-Klingen
  • Euro-Messer werden nicht in voller Länge geschärft
  • Nur für glatte Klingen
  • Lauter Motor
  • Billiges Gehäuse
  • Schnelldrehend
  • Nur für glatte Klingen
  • Ungenaue Führung der Schneide
  • Ohne Feinschliff
  • Schlecht übersetzte Anleitung
  • Schnelldrehend
  • Laut
  • Nur für glatte Klingen
  • Ungenaue Führung der Schneide
  • Viel Übung nötig, Schneide ist schnell ruiniert
  • Ohne Feinschliff
  • Schnelldrehend
  • Laut
  • Nur für glatte Klingen
  • Ungenaue Führung der Schneide
  • Messer schneiden ins Plastik
  • Mechanik gefettet, Metallspäne kleben
  • Schnelldrehend
  • Laut
  • Schwacher Motor
  • Unbrauchbar für gezahnte Schneiden
  • Ungenaue Führung der Schneide
  • Schnelldrehend
  • Laut
  • Schwacher Motor
  • Unbrauchbar für gezahnte Schneiden
  • Nur Batteriebetrieb
  • Höchst ungenaue Führung der Schneide
Bester Preis

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Was Sie übers Messerschleifen wissen müssen

Nicht jedes Schleifgerät ist zum Schärfen aller Küchenmesser geeignet. Asiatische Messer werden traditionell mit 15 Grad, europäische und amerikanische mit 20 Grad Schneidwinkel geschliffen. Mehr dazu lesen Sie in unserem Kochnmesser-Test.

Messerschärfer werden zum Schleifen von stumpfen Messerschneiden verwendet. Die Schleifsteine der Messerschärfer bestehen aus unterschiedlichen Materialien, wie Wasserstein, Quarz, Korund, synthetischem Diamant, Stahl oder Keramik. Wir haben die entsprechenden Materialien in der Vergleichstabelle aufgeführt.

Wie schleift man Küchenmesser richtig?

Es gibt verschiedene Arten von Messerschärfern: Wetzstäbe richten die Klinge auf, ohne Material abzutragen. Wetzsteine und Schärfgeräte verwendet man bei stark beschädigten Messern. In diesem Test geht es um manuelle und elektrische schleifende Geräte, die Material mehr oder minder stark abtragen.

Es gibt zwei mögliche Schäden, die eine stumpfe Klinge verursachen: Scharten und eine stumpfe Schneide. Die meisten manuellen Messerschärfer eignen sich gut, um stumpfe Schneiden zu schärfen. Ihre Schleifsteine oder Rollen sind gerade so grobkörnig, dass sie nur minimal Metall abtragen.

Tiefen Kerben von etwa einem Sechstel Millimeter kann ein mittelkörniger Stein nicht in vernünftiger Zeit beseitigen, dafür ist der Materialabtrag zu gering. Für grobe Scharten müssen Sie einen Nassschleifstein (Wasserstein), ein Schärfgerät oder einen Wetzstein (Schleifstein) benutzen. Oder aber Sie bringen solche Messer zu einem Schleif-Service, der das Schärfen für Sie erledigt.

Messerschärfer Test: Wetzstab Wüsthoff
Ein Wetzstab schleift die Klinge nicht, sondern richtet sie nur auf.

Wetzstäbe sind sinnvoll für den täglichen Einsatz. Jeder kennt das: Bevor der Koch oder der Metzger zu Werk geht, zieht er sein Messer ein paar Mal am Wetzstahl ab. Sinn macht das aber nur, wenn das Messer noch nicht richtig stumpf ist. Denn mit dem Wetzstab werden die Klingen nur um wenige hundertstel Millimeter aufgerichtet und damit nachgeschärft. Damit bleibt die Klinge länger scharf. Stumpfe Klingen kriegt man damit aber nicht mehr wirklich scharf. Wetzstäbe gibt es aus Stahl, Keramik, Diamant oder Wolfram-Karbid-Beschichtung.

Wetzsteine, auch Schleifsteine genannt, kommen bei stärkeren Beschädigungen zum Einsatz. Es handelt sich um Scheiben aus körnigem, kristallinem Material. Schleifsteine mit einer 1000er-Körnung eignen sich besonders gut für gröbere Schärfarbeiten. Mit ihnen kann unabhängig vom Schneidewinkel geschärft werden. Sie erfordern vom Nutzer aber eine gewissen Grad an Übung, etwas Geschicklichkeit und am besten noch eine gute Vorrichtung zum Fixieren des Messers in einem bestimmten Schneidewinkel.

Im Handel gibt es auch Kombisteine mit zwei Körnungen. Die gröbere Seite ist für die Reparatur der Klingen, die mittlere Körnung ist für den regelmäßigen Schliff.

Messerschärfer Test: Weztstein
Das manuelle Schleifen mit dem nassen Schleifstein erfordert Zeit und Geduld.

Das klassische Messerschärfen wird auf einem nassem Schleifstein ausgeführt. Der hat auf der einen Seite eine grobe (1000er), auf der anderen Seite eine feine Körnung (3000er-6000er). Letztere dient dem Abziehen des Messers, also der Glättung nach dem groben Schleifen.

Manuelles Schleifen erfordert nicht nur Übung sondern auch viel Zeit. Speziell bei groben Scharten kann es schon mal eine halbe Stunde dauern, bis sie nicht mehr zu sehen sind. Um den entsprechenden Schleifwinkel sauber zu halten, können Schleifhilfen (Schleifkeile) verwendet werden. Das ist besondere für Anfänger ratsam.

Der Vorteil des Nassschleifsteins: Der Laie kann nicht viel falsch machen. So schnell macht man ein Messer damit nicht kaputt. Mit dem elektrischen Schärfer kann man eine Schneide dagegen in 10 Sekunden ruinieren, wenn man sich ungeschickt anstellt.

Es gibt zahlreiche gute Video-Anleitungen zum Nassschleifen. Wir empfehlen Messermachen für den mit Details und Expertise gespickten Ansatz. Wer es eher jovial und kürzer mag, wird beim Selbstversorger Rigotti fündig.

Messerschleifer Test: Messerschaerfer Chefschoicediamant
Manuelle Schleifgeräte sind auch für Anfänger geeignet.

Manuelle Schleifgeräte sind kleine Tischgeräte mit einem Schleifkopf, der zwei, drei oder vier Schärf- oder Abziehmethoden anbietet. Allen gemein ist: Man muss die Schneide in einem Rutsch mit moderatem Druck durch die Messerführung ziehen. Das Blatt darf dabei nicht nach rechts oder Links abkippen, am besten stützt man den Klingenrücken mit dem Zeigefinger.

Ideal wäre ein enger Führungsschlitz, der gerade so breit ist wie die Schneide. Aber Schleifgeräte wollen universell sein. Weil es Klingenblätter von 1,6 bis 4 Millimeter Stärke gibt sind auch die Führungen entsprechend breit.

Messerschleifer Test: Messerschaerfer Graefhybrid
Mit elektrischen Messerschärfern muss man vorsichtig sein – schnell ruiniert man damit sein Messer.

Elektrische Messerschärfer suggerieren eine Zeitersparnis, doch ihr Zweck ist ein anderer: Sie sind die Experten für schartige und verunstaltete Klingen. Ihre schnell oder langsam drehenden Schleifsteine tragen sehr viel Material ab, weshalb auch eine tiefe Scharte schnell ausgemerzt ist.

Schnelldrehende Scheiben erhitzen die Klinge, sie könnte dann ausglühen. Der vorher gehärtete Stahl hat dann nicht mehr seine Festigkeit und die Standzeit einer scharfen Schneide verkürzt sich. Man sollte daher langsam drehende Geräte vorziehen, die machen auch deutlich weniger Lärm.

Das zweite Thema ist der Führungsschlitz. Er sorgt dafür, dass die Schneide in einem bestimmten Winkel – entweder 15 oder 20 Grad – den Schleifstein berührt.

Messerschleifer Test: Messerschaerfer Graefhybrid
So sieht das Innenleben eines elektrischen Messerschärfers aus.

Gute Geräte haben eine Federmechanik, die den Stein auf der Welle zurückweichen lässt, sollte die Klinge zu stark drücken. Damit wird ein ungleichmäßiges Schleifbild verhindert.

Die Verwendung von mechanischen oder elektrischen Messerschärfern wird oft kontrovers diskutiert. Neben der Zeitersparnis spielt dabei natürlich auch die eigene Bequemlichkeit eine Rolle, allerdings erkauft man sich diese Annehmlichkeiten durch einen relativ hohen Materialabtrag. Außerdem läuft man Gefahr, dass sich die Klinge erhitzt und dauerhaft verformt.

Elektrische Messerschärfer, wie der Graef Hybrid CC 80, lohnen sich dann, wenn Sie sehr viele Messer intensiv nutzen und die Schneiden dabei häufig beschädigt werden. Typische Einsatzorte wären Groß- oder Restaurantküchen. Für dieses Szenario waren im Testfeld nur der Graef Hybrid CC 80, der Kyocera DS-38 und – mit der Beschränkung auf Santoku-Messer – der Kai APW17 empfehlenswert.

Das richtige Schleifgerät

Sie haben ein buntes Sammelsurium an europäischen und asiatischen Messern? Dann sollten Sie ein Schleifergerät kaufen, das auch beide Schliffe beherrscht. Manche Modelle, wie der Kyocera DS-38 oder der Kai APW17, sind für Euro-Klingen mit Klingenwulst (Handschutz am Griff) unbrauchbar ist, für Santokus aber super.

Nicht jeder Messerschärfer kann jedes Messer schärfen

Achten Sie also vor dem Kauf auf die Ausprägung der Messerführung. Ein dicker Griff kann da schon mal hinderlich sein, wie wir am Kai APW17 bemerkten. Das kleine Messer hat eine durchgehende Klinge, kann auf dem Gerät dennoch nicht auf ganzer Länge geschärft werden.

Messerschärfer Test: Messerschaerfer Kaiapw17
Kai APW17: 5 bis 20 Millimeter dieser Schneiden erreicht der Schleifstein gar nicht. Sie bleiben stumpf, es entsteht ein Absatz.

Sie können zwar jedes Messer durch ein Schleifgerät ziehen, die Schärfe bleibt jedoch nur bei einem harten Messerstahl erhalten. Das sind insbesondere die japanischen Damast-Messer, die aus vielen Lagen Stahl bestehen. Gut können auch Klingen aus Edelstahl geschärft werden.

Typischerweise können hochwertige, geschmiedete Messer meist sehr gut geschärft werden. Bei günstigen, gestanzten Messern ist das oft nicht der Fall. Sie können es aber natürlich probieren. Wenn die Schärfe dann aber nur wenige Tage hält, ist es mitunter die Schuld des Materials und nicht des Schleifgeräts.

Messerschleifer Test: Messerschaerfer Vulkanusprofessional
Ein Brotmesser mit Sägezahn, einseitig geschliffen? Das schaffen nur spezielle Messerschärfer, wie der Vulkanus Professional.

Messer mit einer speziellen Zahnung (Brotmesser) oder Wellenschliff (Steak, Käsemesser) können nur mit speziellen Geräten geschärft werden. Vulkanus Professional und Anyuke sind die Einzigen, die das im Test erfolgreich bewältigt haben.

Die meisten unserer Testgeräte schweigen sich beim Thema Körnung aus, einzig der Zoomyo Z100 benennt bei seiner Diamantstaubbeschichtung Körnungen von Grob 600er und Fein 800er.

Schleifwinkel

Welchen Messerschleifer Sie brauchen, hängt wie gesagt von Ihren Messern ab. Japanische Santokus müssen Sie mit den typischen 15 Grad schleifen, europäische Messer hingegen mit 20 Grad. Natürlich können Sie auch alle Ihre Messer durch die Bank auf 20 Grad schleifen, das Santoku wird weiterhin scharf schneiden, es ist dann nur kein echtes Santoku-Messer mehr.

Leider geben viele Hersteller von Messerschärfern nicht einmal in der Bedienungsanleitung den Schleifwinkel an. Das ist aber kein großes Problem, denn bei den meisten Schärfgeräten ist der Schleifwinkel vorab auf 15 oder 20 Grad eingestellt, sodass er sich sowohl zum Schleifen von europäischen als auch japanischen Messern eignet.

Manuelle Geräte haben manchmal auch einen verstellbaren Schleifwinkel (Fiskars Edge, Chef’s Choice Diamond Hone ProntoPro 4643) oder die Geräte passen sich automatisch während der Nutzung dem Winkel des Messers an (Vulkanus Professional, Anyuke). Für den normalen Haushaltsgebrauch reicht ein voreingestelltes Gerät völlig aus.

Messerschleifer Test: Messerschaerfer Chefschoicediamant
Chef’s Choice Diamond Hone ProntoPro 4643: Mit zwei definierten Schleifwinkeln.

Nicht jeder Hersteller gibt sich bei der Anleitung große Mühe, manchmal wird vollkommen darauf verzichtet. Sofern vorhanden, sollten Sie diese aber genau studieren. Überhastetes Schleifen kann schnell die Klinge zerstören.

Grundsätzlich gilt für alle Schärfgeräte aus diesem Test: Ziehen Sie die Klinge gleichmäßig und ohne anzuhalten über die Rolle oder den Stein. Die Schneide muss in einem Rutsch über die Steine gleiten und zwar auf ganzer Länge! Bei Fehlern können sich Kerben oder Rillen auf der Messerklinge bilden.

Beim Schärfen unterscheidet man drei Schritte: Vorschärfen, Feinschliff und Abziehen.

Vorschärfen: Zuerst wird das Messer geschliffen, um Mängel und Beschädigungen zu entfernen. Dabei verwenden Sie die grobe Körnung. Manche Schärfer bieten keine Option zum Vorschärfen an, das ist bei vielen manuellen Geräten in diesem Test der Fall. Das Vorschärfen ist auch nur sinnvoll bei stark beschädigten Messern.

Feinschliff: Anschließend schleifen Sie das Messer mit einer feineren Körnung. Das genügt oft als erster Schritt, grobe Scharten bekommen Sie damit aber nicht heraus.

Abziehen: Zum Abschluss können Sie das Messer mit der Keramikscheibe polieren oder am Wetzstahl abziehen.

So haben wir getestet

Für den Test haben wir uns 18 Messerschärfer besorgt. Im Testparcours befanden sich manuelle Geräte ebenso wie motorbetriebene Messerschärfer. Wir haben eine Zusammenstellung von elektronischen und manuellen Messerschärfern gemacht, weil der übliche Anwendungsfall nicht nur der Feinschliff ist, sondern auch der Vorschliff, mit dem Scharten aus beschädigten Klingen beseitig werden.

Wir haben die Geräte an einigen Sätzen von Haushaltsmessern aus dem Bekanntenkreis ausprobiert. Hinzu kamen die durchweg hochwertigen Klingen aus dem Kochmesser-Test 01/2020. Für den Zweck hatten wir diese Klingen absichtlich beschädigt.

Neben den Fragen der Ergonomie wie Stand- und Rutschfestigkeit war uns wichtig, ob ein Gerät nur für den Feinschliff und das Abziehen oder auch für den Vorschliff genutzt werden kann. Die meisten günstigen Messerschleifer, insbesondere mit feststehenden Steinen (ohne Rollen), taugen nicht für den Vorschliff.

Kochmesser Test: Kochmesser Alle Asiasantoku
Santoku: Durchgehende Schneiden können von vorn bis hinten geschärft werden, an jedem Schleifgerät. Bei europäischen Klingen gibt es Einschränkungen.

Die elektronischen Messerschärfer taugen in der Theorie für den Vorschliff, in der Praxis kranken sie jedoch oft an ihren ungenauen Messerführungen und an einem zu schnell drehenden Schleifstein. Die Korundschleifscheiben tragen oft zu viel Material ab, weil sie zu grob sind.

Falls der Vorschliff gelingt, steht der Nutzer dann da und muss sich für den Feinschliff noch ein zweites Gerät anschaffen. Dieses Problem löst nur unsere Empfehlung unter den elektrischen Modellen, der Graef Hybrid CC 80, vorbildlich.

Weiterhin haben wir uns die teils beträchtliche Lautstärke der Motor-Geräte notiert und das Abschaltverhalten bei Überhitzung beobachtet. Letzteres ist bei schnelldrehenden Schrittmotoren gewollt, denn diese erhitzen sich technisch bedingt stark.

Messerschleifer Test: Messerschaerfer Chefschoicediamant

Testsieger: Chef’s Choice Pronto Pro

Der beste manuelle Messerschleifer ist für uns der Chef’s Choice ProntoPro 4643. Ob Messer-Laie oder Experte, damit kann jeder schnell und einfach seine Messer feinschleifen und abziehen. Gelungen sind die zwei Messerführungen, einmal für 15 und einmal für 20 Grad. Damit kann man sowohl asiatische wie auch europäische Messer schleifen.

Testsieger

Chef's Choice ProntoPro

Test Messerschärfer: Chef's Choice Diamond Hone ProntoPro 4643
Schärfen für Jedermann, ohne Übung, mit 15 und 20 Grad.

von 86 Lesern gekauft

Der Diamond Hone ProntoPro 4643 glänzt durch seine erstklassige Verarbeitung: Das vergleichsweise schwere Gerät steht stabil auf dem Tisch, der gummierte Griffbereich und der Gummifuß unter dem Schleifkopf verhindern Abrutschen.

Die Klingenführungen haben eine Aluminiumfassung, die den Kunststoffbereich darunter stabilisiert. Die Oberseite des Geräts kann abgenommen werden, um gegebenenfalls die Schleifsteine zu ersetzen. Eine Öffnung zu Reinigungszwecken ist das aber nicht, denn Schleifstaub kann nur durch die Messerführungen aus dem Gerät geklopft werden.

Praktischer Test

Die zwei Messerführungen mit der Beschriftung »Asian« und »Euro/Amer« erinnern uns immer wieder daran: Die japanischen Santoku-Messer dürfen ihren 15-Grad-Schleifwinkel behalten, alle anderen bekommen 20 Grad. Das ist auch deshalb ein gutes Feature, weil sich die meisten anderen Hersteller nicht einmal die Mühe machen, den Schleifwinkel anzugeben. Beim Chef’s Choice weiß jeder gleich was Phase ist.

Das Gerät schärft nur glatte Klingen, doch das ist auch bei fast jedem anderen Schärfgerät so – eine glatte Klinge ist nun mal der Standardfall. Die Messerführung hat eine Standardbreite, es kann also ein dünnes 1,6-mm-Santoku ebenso durchgezogen werden wie ein 3 Millimeter starkes WMF-Kochmesser. Wichtig ist dabei: Wir sprechen hier nicht von der Blattstärke am Klingenrücken, sondern von der Blattstärke bis 10 Millimeter über der Schneide. Dies ist der Bereich des Messers, der durch den Führungsschlitz passen muss.

Eine Klinge kann weit in die Führung geschoben werden. Wenn die Schmiedewulst klobig ausfällt, liegen im schlechtesten Fall 5-8 Millimeter der Schneide brach. Weil bei den meisten geschmiedeten europäischen Messern der Bart langsam ansteigt, sind es aber oft nur 3-5 Millimeter. Japanische Santokus – oder jede andere durchgehende Klinge – können natürlich nahtlos durchgezogen werden.

Beim Schärfen muss die Klinge stabil gehalten und ohne zu Kippen durchgezogen werden. Dies ist kein Problem, da die zwei Rollen etwas schräg zu Klingen sitzen und die Schneide damit einklemmen. Dadurch drehen sich die Steine beim Zug zwar mit, es entsteht aber auch die gewünscht Reibung im entsprechenden Schleifwinkel. Das Abziehen erfolgt rechts außen mit der keramischen Scheibe.

Nachteile?

Leider hat der Diamond Hone 4643 keine Öffnung zum Entfernen von Metallabrieb, selbiger bleibt im Handgerät liegen.

Außerdem eignet sich der Messerschärfer nicht für den Vorschliff. Grob beschädigte Schneiden müssten auf Wasserstein, Schleifstein oder einem elektrischen Gerät beseitigt werden – etwa mit dem Graef Hybrid 220 CC 80, der ebenfalls unter der Marke Chef’s Choice vertrieben wird.

Chef’s Choice Diamond Hone ProntoPro 4643 im Testspiegel

Aktuell finden wir keine Testberichte vom Chef’s Choice Diamond Hone ProntoPro 4643. Sollten sich das ändern, tragen wir sie hier nach.

Alternativen

Wenn Sie abweichende Ansprüche haben, kann sich ein anderes Modell vielleicht besser eignen. Für Profis, Sparfüchse und Fans von elektrischen Messerschärfern sind die folgenden Alternativen empfehlenswert.

Für Profis

Vulkanus Professional

Test Messerschleifer: Vulkanus Professional
Für den geübten Profi, schärft auch Klingen mit Wellen und Zahnung.

von 10 Lesern gekauft

Von Profis für Profis? Vulkanus Professional ist ein eindrucksvolles Schleifgerät, allerdings auch eines, an dem nicht Jeder Gefallen finden wird. Die Bedienung ist nämlich nicht einfach und erfordert viel Übung. Denn Messer, die bereits grobe Scharten aufweisen, müssen sehr schnell und mit wenig Druck über den Wolfram-Stahl gezogen werden, ansonsten vergrößern sich die schadhaften Bereiche nur noch. Am besten wäre es jedoch, solche beschädigten Klingen zuerst auf einem Schleifgerät einem Vorschliff zu unterziehen. Beim Feinschliff am Vulkanus kann dann wenig schiefgehen.

Wer sich an den Vulkanus Professional gewöhnt hat, kann allerdings davon profitieren, denn das Gerät schärft und glättet in einem Arbeitsgang. Der Zug des geneigten Messers schärft die Klinge, der Schub des nach oben gerichteten Messers poliert die Schneide. Natürlich kann man auch den ersten Schritt zehnmal wiederholen und dann erst die Glättung ausführen.

Ein großer Vorteil ist, dass die Schneide auf kompletter Länge geschärft werden kann, auch bei Messern mit Schmiedewulst. Das können die anderen Handgeräte, aber auch die elektronischen Modelle nicht. Sie erhalten also eine von der Spitze bis zum Ansatz des Handschutzes scharfe Schneide.

Was dem Küchenchef gefallen wird: Auch Wellenschliff und gezahnte Messer können geschärft werden, das ist schnell gelernt, wenn das Schleifprinzip verstanden ist.

Über den Schleifwinkel müssen sich Besitzer des Vulkanus Professional gar keine Gedanken machen, denn die abrasiven Wolfram-Scheiben passen sich dem vorhandenen Winkel an. Die zweite Hand stützt dabei die Schere, in deren Öffnung die Klinge liegt. Dies ist ungefährlich, weil der Klingenrücken zur Hand zeigt.

Die schwere, stabile Qualität aus poliertem Edelstahl ist ein Markenzeichen des Vulkanus Professional. Das Gerät sieht sehr interessant aus und wird auf jeden Fall ihre Besucher zum Fragen anregen.

Einen kleinen Nachteil gibt es aber doch: Der Feinschliff ist nicht so gut wie von den keramischen Scheiben oder Stäben. Diese machen den Job praktisch idiotensicherer, beim Vulkanus braucht es hingegen mehr Übung.

Gut & günstig

WMF Gourmet

WMF Gourmet ist auf den ersten Blick ein unscheinbares Gerät, das sogar nur zwei Schärföffnungen besitzt. Die Optik ist dem Griffstück eines Samurai-Schwertes entlehnt, das auf seiner Ablage liegt. Das minimalistische Design ist sicherlich Geschmacksache, doch die Funktion leidet nicht darunter.

Der Rahmen aus Edelstahl steht mit kleinen Gummifüßen sicher auf der Arbeitsplatte. Eine rundes Schild schützt die Hand vor einem gegebenenfalls abrutschenden Messer. Die Messerführung steckt relativ locker und kann für Reinigungszwecke abgenommen werden. Dann fallen auch schon die Keramik-Doppelscheiben ins Auge.

Diese müssen von guter Qualität und vergleichsweise grob sein (links), denn wir konnten kleinere Scharten in moderater Zeit beseitigen. Die grobe Schleifeinheit nimmt mehr Material ab als bei den meisten anderen manuellen Messerschleifern. Der grobe Schliff ist also mit Einschränkung für den Vorschliff geeignet. Leider gibt WMF nicht an, welche Körnung die Keramikscheiben besitzen.

Das Vorhandensein von Scheiben ist an sich aber schon ein Qualitätsmerkmal. Alle günstigen Modelle haben Stäbe und damit auch einen geringeren Materialabtrag.

Mit dem WMF Gourmet können Sie nur glatte Klingen schärfen.

Elektrischer Favorit

Graef Hybrid 220 CC 80

Graef verkauft den Hybrid 220 CC 80 mit dem Branding »Chef’s Choice« in Deutschland, der elektrische Messerschärfer ist also ein Schwesterprodukt unseres Testsiegers. Man sieht den beiden Geräten auch an, dass sie aus einer Schmiede kommen: Der Hybrid CC 80 hat ein erstklassiges, schweres und solides Gehäuse. Die Mechanik der Schleifsteine ist über jede Kritik erhaben und schaut langlebig aus.

Die Stärke des Hybrid CC 80 ist sein langsamdrehender Schrittmotor. Dieser macht kaum Lärm und lässt die Diamantschleifscheiben so langsam drehen, dass sich die Klinge nicht überhitzen kann. Überhitzen kann sich aber das Gerät selbst, auch wenn es nur im Leerlauf läuft. Nach etwa 20 Minuten Dauerbetrieb schaltet es sich von selbst ab. Nach dem Abkühlen kann es wieder eingeschaltet werden.

Mit dem Graef können auch stark beschädigte Schneiden geschärft werden, das geht dann in drei Schritten. Zuerst wird die Schneide langsam und mit gleichmäßigen Druck durch die linke Führung gezogen, es entsteht ein Grat. Dann folgt die rechte Führung. Haben die Messer tiefe Scharten, so muss der rechte und linke Vorschliff wiederholt werden, bis die Schneide glatt ist. Bei besonders deutlichen Scharten kann das schon mal ein 20-maliges Durchziehen bedeuten, doch dann haben Sie eine perfekt glatte Klinge. Danach wird die Klinge über die manuelle Keramik-Schleifscheibe abgezogen.

Ganz ohne Übung und Fingerspitzengefühl kann kein elektronischer Messerschärfer bedient werden, beim Graef Hybrid 220 CC 80 ist der Aufwand durch die stabile und vergleichsweise schmale Führung aber moderat. Wer die Klinge nicht gleichmäßig durchzieht, riskiert einen ungleichmäßigen Schliff.

Für Santokus

Kyocera DS-38

Der Kyocera DS-38 ist ein Schleifgerät ausschließlich für Santokus und alle Messer mit einer durchgehenden Schneide. Euro-Messer mit einem Schmiedewulst bzw. Handschutz, welche die Klinge zur Hand hin begrenzen, können nicht geschärft werden.

Der Grund ist sowohl die enge Führungsleere als auch deren Länge. Wird ein Euro-Messer durchgezogen, bleiben wenigstens zwei Zentimeter der Scheide unbearbeitet. Weiterhin ist die Führung mit 1,6 Millimetern sehr schmal, Euro-Klingen sind oft knapp über der Schneide schon breiter.

Manchmal erwischt es aber auch ein Santoku, wie das wuchtige Güde Synchros. Es kann nicht durch das Schärfgerät gezogen werden, obwohl es eine durchgehende Klinge besitzt.

Doch genau diese enge Führung ist auch die Stärke des Kyocera DS-38. Hier kann der Bediener nämlich nicht den Schleifwinkel verreißen, er muss sich nur auf das saubere Durchziehen konzentrieren. Dabei hilft ihm eine Druckanzeige: Drückt die Klinge zu stark auf die Keramikscheiben, so leuchtet eine Lampe auf dem Gerät rot statt grün. Dies stoppt nicht den Motor, warnt aber vor übermäßigem Materialabtrag.

Der Kyocera DS-38 schärft neben Stahl auch Keramikmesser. Was Sie auch immer schärfen, die Schneide rutscht klaglos auf zwei Keramikrollen, die vor und hinter den Keramikscheiben sitzen.

Kyocera setzt auf Schärfen und Abziehen in einem Schritt, weshalb wohl nur mit einer mittleren Körnung gearbeitet wird. Dennoch ist der Materialabtrag auch für den Vorschliff ausreichend. Besonders tiefe Scharten werden aber einige Zeit in Anspruch nehmen.

Ideal ist der Kyocera DS-38 für den wöchentlichen Feinschliff inklusive Abziehen. Das leichte, ausschließlich batteriebetriebene Gerät ist standsicher, muss aber festgehalten werden, denn es hat einen Einschalttaster und keinen Schalter. Weiterer Komfort: Das DS-38 hat eine Spanschublade unter den Schleifscheiben.

Außerdem getestet

Keine Empfehlung können wir für diese Geräte geben, allerdings sind die Unterschiede beträchtlich. Bei einigen Modellen raten wir schlichtweg vom Kauf ab. Bei anderen sind uns nur kleine Nachteile aufgefallen, die für Ihre Einsatzzwecke vielleicht keine Rolle spielen.

Manuelle Messerschärfer

Anyuke Messerschärfer

Der Anyuke Messerschärfer ist funktionsgleich mit dem dreimal so teuren Vulkanus Professional. Der geübte Küchenchef schärft hier also auf Wolfram-Karbid-Stahl, was im Wesentlichen genauso gut klappt wie auf dem teuren Vulkanus.

Der Hauptunterschied liegt im Material: Der Vulkanus kommt im polierten Edelstahlrahmen, der Anyuke besteht aus Aluminium und ist daher deutlich leichter. Wir trauen dem Edelstahl im semi- oder professionellen Umfeld einfach mehr Lebenserwartung zu als einem Leichtmetall. Wer wenig Geld ausgeben möchte und genau diese Schärfmethode interessant findet, macht beim Anyuke aber nichts falsch.

Fiskars hat einen Namen für solide Arbeitsgeräte in Wald, Garten und neuerdings auch in der Küche. Der Messerschärfer Edge trägt allerdings nicht dazu bei, sein leichtes Kunststoffgehäuse macht keinen langlebigen Eindruck.

Allerdings ist er sehr kompakt und es können in zwei Positionen Asia- als auch Euro-Klingen geschärften werden. Abziehen und Schärfen sollen in einem Arbeitsgang geschehen, deshalb hat die Scheibe nur eine mittlere Körnung. Schartige Schneiden bekommen sie damit nicht glatt bzw. würde es Stunden dauern. Einen separaten Abziehstein gibt es nicht.

Dorlle Messerschärfer Profi

Der Dorlle Messerschärfer Profi arbeitet nicht mit Scheiben, sondern mit gegenüberliegenden Stäben aus Wolfram-Stahl, Diamant und Keramik. Das funktioniert ganz passabel, schartige Klingen bekommen Sie damit aber nicht wieder glatt. Dafür hat der Kopf eine Führung für Scheren.

Das Dorlle ist robust gebaut, rutschfest gummiert und standsicher.

Adoric Messerschärfer

Test Messerschärfer: Adoric Messerschärfer

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Der Adoric Messerschärfer basiert ebenso auf Stäben aus Wolfram-Stahl, Diamant und Keramik. Auch hier schleift man sich bei schartigen Klingen einen Wolf, die bekommt man mit angemessenen Zeiteinsatz einfach nicht glatt.

Der B.Prime Classic hat denselben Aufbau wie die Modelle von Dorlle und Adoric mit Stäben aus Wolfram, Diamant und Keramik. Wellenzahn soll laut Anleitung schleifbar sein. In der Praxis klappt das aber überhaupt nicht, denn das Messer kann in der engen Führung einfach nicht weit genug angewinkelt werden.

Karrong Messerschärfer

Der Karrong Messerschärfer arbeitet ebenfalls mit Stäben, glänzt aber mit einem herausnehmbaren Schleifkopf. Dadurch kann es gereinigt werden. Das Gerät ist sehr standsicher, taugt aber nicht für schartige Schneiden.

Inet-Trades Messerschärfer

Der Inet-Trades Messerschärfer setzt auf Minimalismus, Wolfram-Stahl und Keramikstäbe. Der Laie ruiniert damit aber eher seine Messer als sie zu schärfen. Schleifen am harten Wolfram-Stahl braucht eben Übung und ein standsicheres Gerät – und standsicher ist dieser winzige Schärfer allenfalls in der Schraubzwinge.

Elektrische Messerschärfer

Einen interessanten Ansatz verfolgt der Kai APW17, denn hier findet Schärfen und Abziehen in einem Durchgang statt. Das hört sich nach Zeitersparnis an und es funktioniert auch – allerdings nur mit asiatischen Messern. Nur eine durchgehende Schneide, die am Griff nicht von einem Handschutz begrenzt wird (Schmiedewulst), kann geschärft werden.

Bei Euro-Klingen werden, je nach Aufbau, 5 bis 20 Millimeter der Schneide von den Schleifscheiben nicht erreicht und es entsteht ein unschöner Absatz. Aus diesem Grund können wir das APW17 nur für Santoku-Messer empfehlen.

Der Motor läuft etwas unrund und mit dem Getriebe rasselnd, ansonsten macht das Gerät mit dem sicheren Stand einen soliden Eindruck. Durch das Getriebe drehen sich die Steine langsam, damit wird das Ausglühen der Schneide verhindert. Der Kopf mit dem Schleifscheiben ist abnehmbar und kann unter Wasser ausgespült werden.

Camry Messerschärfer

Test Messerschleifer: CAMRY Messerschärfer

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Der Camry Messerschärfer ist mehr ein Schleifstein, denn die ungenauen Führungen und die hohe Geschwindigkeit disqualifizieren ihn für einen exakten Klingenschliff. Man müsste schon lange üben, um damit grobe Scharten aus der Schneide zu entfernen, ohne dabei andere Schäden zu erzeugen. Wir könnten uns den Camry als Schleifgerät für grobe Klingen vorstellen – dafür könnte man die zwei schwarzen Abdeckungen vom Gerät entfernen.

Das billige Gehäuse und die sehr schlecht übersetzte Anleitung zeugt weiterhin von einem Low-End-Modell, dem man nicht seine besten Küchenmesser anvertrauen sollte. Der einzige Pluspunkt: Der Schleifer ist ziemlich leise.

StilGut WT28D4STWT

Test Messerschleifer: StilGut Messerschärfer

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StilGut macht sich mit dem WT28D4STWT keinen guten Namen, denn der Laie wird damit eher seine Klingen ruinieren als sie zu schärfen. Erstens dreht der kleine Schleifstein viel zu schnell – und das Gerät macht viel Lärm dabei.

Zweitens ist die Führung ungenau, zumal man ständig auf Plastik herumschneidet. Drittens hat der StilGut keinen Feinschliff, der diesen Namen verdient. Man bräuchte also ein zweites Handgerät zum Abziehen.

Da nützt auch wenig, dass das Gerät ist ordentlich gebaut und standsicher ist und einen automatischen Kabeleinzug hat.

Der leichte Zoomyo Z100 macht viel Lärm um nichts und dabei auch noch Fehler. Die Mechanik der Diamantstaubscheiben ist gefettet, Metallabrieb bleibt kleben und wird irgendwann die Funktion beeinträchtigen.

Die Führung der Klinge ist ungenau, was besonders ungünstig ist, weil man die Klinge separat von rechts und von links schärft und wieder in zwei Schritten rechts und links abzieht. Hinzu kommt eine billig wirkende, leichte Konstruktion, und die Schneide schiebt sich ständig ins Plastik.

Petra Electric AS 10 Multischärfer

Petra Electric geht mit dem AS 10 einen interessanten Ansatz: Es handelt sich um ein netzbetriebenes Kleinstgerät mit einer Kabelaufwicklung und benötigt nur geringsten Raum in der Schublade.

Überzeugen kann uns der Messerschärfer dennoch nicht: Er ist laut, leistungsschwach und unbrauchbar für gezahnte Klingen – obwohl es laut Anleitung solche Messer schärfen soll. Die ungenaue Führung der Klinge und der schnelldrehende Korund-Schleifstein sind aber auch hier die ausschlaggebenden Minuspunkte.

PiniceCore Swifty Sharp

Der PiniceCore Swifty Sharp alias Swift Sharp alias Ndier Swifty wird unter verschiedenen Namen verkauft. Er ist in etwa so groß wie der Petra Electric AS 10 und hat die gleichen Schwachstellen, wird aber mit vier Batterien betrieben. Er kostet kaum etwas, leistet aber auch nichts. Wir können vom Kauf nur abraten!

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