Mini-Beamer Test: Gs Aptoide Tv Foto: BenQ
test
Letztes Update: 10.6.2021

Der beste Mini-Beamer

Wir haben 15 Mini-Beamer getestet. Der beste ist der BenQ GS2. Er ist dank eingebautem Akku weitgehend unabhängig einsetzbar, da er noch nicht einmal eine Steckdose benötigt. Auch der interne Lautsprecher kann sich hören lassen und unterstützt das große Bild mit angemessenem Ton. WLAN und Bluetooth werden gleichermaßen unterstützt, außerdem lässt sich der Bildmodus an viele verschiedene Projektionshintergründe anpassen.

Thomas Johannsen
hat sein Faible fürs Testen und Messen schon bei seiner Ausbildung zum Rundfunk- und Fernseh­techniker entdeckt. Seit über 15 Jahren ist er Test­redakteur. Er schreibt unter anderem für hifitest.de, Heimkino, HIFI.DE, Digital Home und d-pixx.
Letztes Update: 10. Juni 2021

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

9. April 2021

Wir haben den Viewsonic M2e in unseren Test aufgenommen, für eine Empfehlung reichte es allerdings nicht ganz.

26. Februar 2021

Wir haben drei weitere Mini-Beamer getestet. Der Acer B250i ist jetzt unsere neue Empfehlung für einen mobilen Beamer ohne Akku. Der Epson EB 1795F musste dafür den Platz als bester Business-Beamer räumen, was aber nichts über seine Qualitäten im Business-Alltag aussagt.

Weitere Updates

Der gemeinsame Genuss von Fotos oder Videos auf dem Smartphone-Display hat schon was. Allerdings ist spätestens dann Schluss, wenn dafür drei Leute die Köpfe über dem Display zusammenstecken müssen. Dann wird es meistens sehr eng und man wünscht sich schnell ein größeres Bild. Hier können Mini-Beamer ein echter Problemlöser sein, allein wegen ihrer kompakten Abmessungen kann man sie zu vielen Gelegenheiten einfach mitnehmen.

Wer im Außendienst tätig ist, oder bei Meetings oft präsentieren muss, hat das Potential der kleinen Strahler längst erkannt. Problemlos kann ich unterwegs oder auch im kurzerhand zum Meeting-Raum umfunktionierten Büro den Bildschirm von Smartphone, Tablet oder Laptop an die Wand werfen. Der große Bildschirm ist quasi immer dabei, ohne dass er auf der Reise übermäßig Platz beansprucht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

BenQ GS2

Test Mini Beamer: BenQ GS2
Der GS2 von BenQ kann sogar draußen genutzt werden. Er ist stoßfest, sehr anpassungsfähig und kann in der mitgelieferten Tasche untergebracht werden.

Mit dem GS2 hat Hersteller BenQ einen kompakten und enorm vielseitigen mobilen Beamer am Start. Der BenQ GS2 projiziert nicht nur sehr gute Bilder, er sieht außerdem gut aus und ist sogar stoßfest und gegen Spritzwasser geschützt. An Quellen lässt sich so gut wie alles nutzen, drahtlos und kabelgebunden.

Der Beste ohne Akku

Acer B250i

Test  Mini-Beamer: Acer B250i
Der Acer B250i hat zwar keinen eingebauten Akku, ist aber trotzdem kompakt, voll vernetzt und liefert ein helles Bild.

Der Acer B250i ist zwar auf eine Steckdose angewiesen, dennoch benötigt er nur wenig Stellplatz und auch beim Transport gibt er sich platzsparend. Hinzu kommt, dass die Gehäuseoberfläche widerstandsfähig gegen Kratzer ist und außerdem mein Transportbeutel zum Lieferumfang gehört. Bei der Auswahl der Quelle ist der Acer auf so ziemlich alles vorbereitet, sowohl per Kabel als auch drahtlos. Für die Übertragung über WLAN und Bluetooth ist extra ein Dongle eingebaut. Das übersichtliche Menü erleichtert die Verbindung mit den Quellen enorm und sorgt für übersichtliche Verhältnisse.

Bester Sound zum Film

Vivitek Qumi Z1H

Test Mini Beamer: Vivitek Qumi Z1H
Der Qumi Z1H klingt wie ein sehr guter Bluetooth-Lautsprecher, kann aber auch tolle Bilder an die Wand zaubern.

Er sieht eher aus wie ein größerer Bluetooth-Lautsprecher. Dabei hat es der Vivitek Qumi Z1H faustdick hinter der Linse. Diverse Eingänge und eine aufgeräumte Oberfläche zu deren Steuerung machen ihn zu einem multimedialen Erlebnis. Der Klang ist übrigens auch sehr gut und dank der beiden eingebauten Lautsprecher sogar in stereo.

Bester kompakter

Viewsonic M1 mini

Test Mini Beamer: Viewsonic M1 mini
Der M1 mini ist sehr kompakt, hat dafür eine ordentliche Akkulaufzeit und erzeugt ausreichend helle Bilder.

Klar, es geht immer noch kleiner. Dabei ist der Viewsonic M1 Mini nur deshalb vergleichsweise groß, weil er seinen Standfuß zum Aufklappen gleich mitbringt. Außerdem schafft er mit seiner kleinen Linse noch eine beachtliche Helligkeit und verfügt über eine Ausdauer, die zumindest für einen Spielfilm in Überlänge reicht.

Preistipp ohne Akku

Philips NeoPix Prime

Mini-Beamer Test: Philips Neopix Prime
Der NeoPix Prime kommt zwar ohne Akku und ist trotzdem nicht der hellste Mini-Beamer, bringt dafür aber WLAN und Bluetooth mit – zum unschlagbaren Preis.

Geschrumpft – das ist das erste Wort was einem beim Anblick des Philips Neopix Prime unwillkürlich einfällt. Und der Neopix Prime sieht tatsächlich wie ein herkömmlicher Beamer aus, nur dass er eben viel kleiner ist. Ein Transportbeutel liegt dem Beamer bei, sein einziges Manko ist, dass er eine Steckdose benötigt.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerDer Beste ohne AkkuBester kompakterBester Sound zum FilmPreistipp ohne Akku
BenQ GS2 Acer B250i Viewsonic M1 mini Vivitek Qumi Z1H Philips NeoPix Prime Epson EB-1795F Viewsonic M2e Optoma LH200 Epson EF-11 Anker Nebula Capsule Max Philips PicoPix Nano Epson EF-100 XGimi Halo Vankyo Leisure 430
Test Mini Beamer: BenQ GS2Test  Mini-Beamer: Acer B250iTest Mini Beamer: Viewsonic M1 miniTest Mini Beamer: Vivitek Qumi Z1HMini-Beamer Test: Philips Neopix PrimeTest Mini Beamer: Epson EB-1795FTest  Mini-Beamer: Viewsonic M2eMini-Beamer Test: Optoma Lh200Test  Mini-Beamer: Epson EF-11Test Mini Beamer: Anker Nebula Capsule MaxMini-Beamer Test: Picopix NanoTest Mini Beamer: Epson EF-100Test Mini Beamer: XGimi HaloTest Mini-Beamer: Vankyo Leisure 430
Pro
  • Gute Bildqualität
  • Kompatibel mit 4K und HDR
  • WLAN und Bluetooth integriert
  • Gute Bildqualität
  • WLAN und Bluetooth integriert
  • Transporttasche und HDMI-Kabel im Lieferumfang
  • Gutes Bild
  • FullHD-kompatibel
  • Integrierter Standfuß
  • Gutes Bild
  • Sehr guter Sound
  • Interner Speicher und SD-Kartenslot
  • Viele analoge und digitale Schnittstellen
  • WLAN und Bluetooth
  • Sehr helles, kontrastreiches Bild
  • Diverse digitale und analoge Eingänge
  • Inklusive Transporttasche
  • Gutes Bild in FullHD-Auflösung
  • Bluetooth und WLAN integriert
  • Automatischer Fokus und Trapezkorrektur
  • Gutes, kontrastreiches Bild
  • Transporttasche im Lieferumfang
  • Kurze Ladezeit
  • Helles, kontrastreiches Bild in FullHD-Auflösung
  • Automatische Trapezkorrektur
  • Gutes Bild mit viel Kontrast
  • Lange Akkulaufzeit
  • WLAN und Bluetooth integriert
  • Viel interner Speicher
  • Extrem kompakt
  • WLAN integriert
  • Helles, kontrastreiches Bild
  • Sehr gute Bedienoberfläche
  • Gutes Bild
  • 4K und HDR kompatibel
  • WLAN und Bluetooth integriert
  • Viele Eingänge
  • Günstiger Preis
Contra
  • Kein Akkubetrieb möglich
  • Ohne WLAN und Bluetooth
  • Recht lange Ladezeit
  • Kein Akkubetrieb möglich
  • Geringe Lichtausbeute
  • Kein Akkubetrieb möglich
  • Kein Akkubetrieb möglich
  • Akkulaufzeit etwas zu knapp
  • WLAN nur optional
  • Kein Akkubetrieb möglich
  • Ein einzelner interner Lautsprecher
  • Geringe Akkulaufzeit
  • Geringe Lichtausbeute
  • Kein Akkubetrieb
  • WLAN nur optional
  • Recht lange Ladezeit
  • Menü nicht komplett übersetzt
  • Nicht hell genug (für Netzbetrieb)
  • Recht lauter Lüfter
  • Bild sehr blaustichig
Bester Preis
  Produktdetails einblenden
Projektion, LeuchtmittelDLP, LEDDLP, LEDDLP, LEDDLP, LEDLCD, LED3x LCD, UHP-LampeDLP, LEDDLP, LEDLCD, LaserDLP, LEDDLP, LED3xLCD, LaserDLP, LEDLCD, LED
Auflösung1280 x 720 Pixel1920 x 1080 Pixel854 x 480 Pixel1280 x 720 Pixel1280 x 720 Pixel1920 x 1080 Pixel1920 x 1080 Pixel1920 x 1080 Pixel1920 x 1080 Pixel1280 x 720 Pixel640 x 360 Pixel1280 x 720 Pixel1920 x 1080 Pixel800 x 480 Pixel
ANSI Lumen Hersteller / Messung (max bei 1 m Bildbreite)500 / 4201200 / 940 (800 im Video-Modus)120 / 116300 / 270k. A. / 2563200 / 3270 (sRGB, Eco)1000 / 545 (TV-Mode) 500 (Film, 6500K)2000 / 13701000 / 1200 (natürlich, 100%Helligkeit)200 / 212100 / 822000 / 2210800 / 8503800 / 206
Abstand für 1 m Bildbreite1,3 m1,23 m1,2 m1,2 m1,5 m1,0 m – 1,2 m1,2 m1,15 m1,0 m1,3 m1,6 m1,0 m1,2 m1,6 m
AnschlüsseHDMI, USB-C, 1 x 3,5 Klinke (Audio Out)1 x HDMI, 1 x USB-C, 2 x 3,5 Klinke (Audio-In, Out)
USB in
HDMI, USB-AHDMI, USB-C, USB-A, 1 x 3,5 Klinke (Kopfhörer)2 x HDMI, VGA, USB, 2 x 3,5 Klinke (Kopfhörer, AUX)HDMI, USB-A, USB-B, VGA, Composite, 1 x 3,5 Klinke (Audio-Out)HDMI, USB-A (für WLAN Dongle), USB-C, 3,5 Klinke (Stereo), 1 x Mini SD-Card-Reader2 x HDMI, USB 1 x USB-A Wireless, 1 x 3,5 Klinke (Audio-Out)USB 2.0 Typ A, USB 2.0 Typ B, HDMI 1.4, Miracast, 3,5 Klinke (Stereo)HDMI, USB-A, 1 x 3,5 Klinke (AUX)microUSB (Charge, Input), 1 x 3,5 Klinke (Kopfhörer)HDMI, USB (DC-Out), 1 x 3,5 Klinke (Kopfhörer)HDMI, USB-A, 1 x 3,5 Klinke (Kopfhörer)HDMI, USB, VGA, 3,5 Klinke (AV), 3,5 Klinke (Audio-Out)
DrahtlosWLAN, BluetoothWLAN, Bluetooth (Dongle inklusive)WLAN, BluetoothWLAN, BluetoothWLANWLAN (optional), BluetoothoptionalMiracastWLAN, BluetoothWLANWLAN optional, BluetoothWLAN, Bluetooth
Audio2 x 2 Watt2 x 5 Watt1 x 2 Watt2 x 5 Watt2 x 3 Watt1 x 1 Watt2 x 3 Watt2 x 4 Watt1 x 2 W1 x 8 Watt1 x 2 Watt1 x 5 Watt2 x 5 Watt2 x 2 Watt
VersorgungNetz / interner AkkuNetzNetz / interner AkkuNetz / interner AkkuNetzNetzNetzNetz / interner AkkuNetzNetz / interner AkkuNetz / interner AkkuNetzNetz / interner AkkuNetz
Akkulaufzeitca. 3:00 Stundenkein Akkuca. 2:30 Stundenca. 2:45 Stundenkein Akkukein Akkukein Akkuca. 2:15 Stundenkein Akkuca. 4:00 Stundenca. 1:20 Stundenkein Akkuca. 3:00 Stundenkein Akku
LieferumfangFernbedienung, Transporttasche, NetzteilNetzteil, Fernbedienung, HDMI-Kabel, TransportbeutelLadekabel, Fernbedienung, farbige Wechsel-CoverNetzteil, Fernbedienung, TransporttascheNetzteil, FernbedienungNetzkabel, Transporttasche, VGA-Kabel, Fernbedienung, Software (CD)Netzteil, Fernbedienung, Transporttasche, USB-C KabelNetzteil, Fernbedienung, TragetascheNetzteil, Fernbedienung, MontagematerialNetzteilNetzteil, USB-Kabel, ReiseetuiNetzkabel, FernbedienungNetzteil, FernbedienungNetzkabel, Fernbedienung, Transporttasche
Abmessungen139 x 144 x 139mm205 x 84 x 204 mm110 x 27 x 104 mm88 x 137 x 88 mm220 x 90 x 170 mm292‎ x 44 x 213 mm184 x 54 x 184 mm280 x 57 x 192 mm175 x 65 ‎x 175 mm80 x 150 x 80 mm62 x 48 x 52,3 mm210 x 92 x 230 mm114 x 145 x 172 mm230 x 90 x 185 mm
Gewicht1,6 kg1,45 kg0,3 kg0,66 kg1,2 kg1,8 kg1 kg2,2 kg1,2 kg0,7 kg0,136 kg2,7 kg1,6 kg1,25 kg
Sonstigesnach IPX2 gegen Spritzwasser geschütztWireless-Adapter, USB-C Eingangintegrierter StandfußmicroSD-Slot, 8 GB interner speichermicroSD-SlotOptischer ZoomSmart TV-Oberfläche, 16 GB int. Speicher, microSD-SlotWireless-Adapter WHD200 und WUSB optional16 GB interner SpeichermicroSD-Slotoptional Amazon Fire TV, Google Chromecast, Roku

Mini-Beamer: Das sollten Sie beim Kauf wissen

Dass kompromisslose Mobilität nicht alles ist, versteht sich schon aus der Tatsache, dass einige der kompakten Beamer mit einem Akku bestückt sind, andere nicht. Der Akku begrenzt natürlich die Betriebsdauer eines Beamers, zusammen mit der Lichtausbeute. Im Umkehrschluss heißt das: Wenn ich unbedingt einen hellen Beamer brauche, sollte er aus der Steckdose versorgt werden können.

Wir haben die Mini-Beamer daher grob in zwei Kategorien aufgeteilt: In diejenigen mit eingebautem Akku, die unabhängig von der Steckdose funktionieren, und in die netzgebundenen, die unbegrenzt helle Bilder projizieren können, vorausgesetzt, es ist eine Steckdose in der Nähe. Viele der akkubetriebenen Beamer können zwar auch an die Steckdose angeschlossen werden – mindestens zum Aufladen – sind aber meistens auch dann nicht so hell wie die anderen.

 Mini-Beamer Test: Mini Beamer

Verglichen mit den Beamern aus unserem anderen Test, sind sie aber alle mehr oder weniger kompakt, bringen oft ein Transport-Case mit und sind auch sonst recht robust. Viele haben aus gutem Grund sogar sehr ordentliche Lautsprecher eingebaut, schließlich will man außer dem Bildwerfer nicht auch noch eine Bluetooth-Box mit sich herumschleppen. Die kompakten Abmessungen haben allerdings nicht nur Vorteile: Um Platz und Strom zu sparen, sind die Mini-Beamer meistens nicht sonderlich hell, sodass es sinnvoll ist, die Umgebung möglichst dunkel zu halten. Hinzu kommt, dass natürlich in den seltensten Fällen eine perfekte Leinwand zur Verfügung steht, meistens muss eine mehr oder weniger weiße Wand reichen. Wenn diese Wand dann noch halbwegs plan ist, hat man schon ganz gute Voraussetzungen für ungetrübten Großbild-Genuss, sollte aber auch keine Wunder erwarten.

Entertainer oder Profi

Gerade im Business-Bereich, wo Büros oder Meeting-Räume nicht immer abgedunkelt werden können, sollte der Beamer möglichst hell sein. Eine Steckdose ist dort zum Glück häufig in Reichweite. Ist man eher outdoor oder anderen Locations ohne Steckdose unterwegs, ist ein eingebauter Akku mit reichlich Kapazität angesagt.

Entscheidend ist, wie viel Licht Sie brauchen

Ob Sie den Mini-Beamer nun als Spaßgerät unter Freunden und Bekannten nutzen wollen oder bei der Arbeit ein mobiles Gerät zur Präsentation benötigen, unter den Mini-Beamern werden Sie auf jeden Fall fündig. Dabei gibt es neben den eindeutigen Profis und den eindeutigen Spaßwürfeln auch einige Geräte, die ihre Fähigkeiten in beide Richtungen entfalten. Entscheidend ist hier die Frage, wieviel Licht benötigt wird und wie lange der Beamer im Zweifel laufen muss.

Auch die Anschlussmöglichkeiten spielen eine wichtige Rolle. Während der Präsentationsprofi möglicherweise Wert auf eine PC-kompatible Schnittstelle legt, reicht für den allgemeinen Unterhaltungswert unter Umständen die Buchse für den USB-Stick vollkommen aus. Wenn man sich ganz auf drahtlose Kommunikation verlassen möchte, sollte der Beamer natürlich über die entsprechenden Möglichkeiten und Protokolle verfügen. Der Drahtlos-Trend hält übrigens beim normalen Endverbraucher ebenso Einzug wie beim professionellen Nutzer.

Die Quellen – per Kabel und drahtlos

Beamer fürs Wohnzimmer oder Heimkino nutzen hauptsächlich die HDMI-Schnittstelle oder allenfalls noch einen VGA-Buchse, um Kontakt zu den verschiedene Quellgeräten aufzunehmen. Erst langsam nimmt auch hier die Verbreitung von USB, LAN bzw. Bluetooth und WLAN zu. Bei den mobilen Beamern ist das anders, hier ist die HDMI-Buchse meistens nur ein Eingang neben vielen. Um das Potential, Inhalte von unterschiedlichen Quellen streamen zu können, haben die meisten Mini-Beamer eine mehr oder weniger aufwändig gestaltete grafische Oberfläche.

Mini-Beamer Test: Benq Screenshot
Dank AptoideTV oder einem anderen Android-Abkömmling lassen sich oft diverse Streaming-Dienste direkt installieren.

Hierbei spielt Android eine große Rolle. Entweder ist es direkt installiert oder ein Klon, wie etwa AptoideTV. Manche Hersteller setzen hauseigene Betriebssysteme oder Oberflächen ein. Das Mindeste, was ein portabler Mini-Beamer aber bieten kann, ist ein integrierter Mediaplayer, der auch die Daten auf einem angeschlossenen Speicher-Stick anzeigen kann.

So haben wir getestet

Eines der wichtigsten Testkriterien ist sicherlich die tatsächliche Lichtausbeute, im Gegensatz zu den Werten auf dem Papier. Wir haben daher die Helligkeit gemessen, die an der Leinwand ankommt. Anders als bei den größeren Kollegen, haben wir uns in diesem Test allerdings auf einen Meter Bildbreite beschränkt, was der Bildgröße eines 45-Zoll-Fernsehers entspricht und für einen Mini-Beamer praxisnah erscheint. Für eine größere Bilddiagonale muss der Beamer weiter von der Leinwand wegrücken, womit das Bild dann gleichzeitig dunkler wird.

1 von 3
Mini-Beamer Test: Acer Epson
Mini-Beamer Test: Vankyo Philips
Mini-Beamer Test: 9 Mini Beamer

Auch der Kontrast ist eine wichtige Kenngröße für die Bildqualität insgesamt. Auch diese haben wir gemessen, den Maximalkontrast in die Tabelle eingetragen und in die Bildbewertung einfließen lassen. Die natürliche Farbwiedergabe spielt bei den mobilen Beamern meistens eine untergeordnete Rolle, hier werden oft zugunsten einer höheren Lichtausbeute Abstriche in Kauf genommen. Wir haben trotzdem genau hingeschaut, mit teilweise erstaunlichem Ergebnis – sowohl positiv als auch negativ.

Bei den akkubetriebenen Modellen haben wir die Laufzeit gestoppt, und außerdem festgehalten, wie lange der Mini-Beamer anschließend zum Aufladen an die Steckdose muss. Wichtig waren uns neben dem Handling noch Ausstattungsmerkmale, wie analoge und digitale Schnittstellen, WiFi- und Bluetooth-Fähigkeit, sowie eingebaute Lautsprecher oder ein Transport-Case. Die Ausstattung und den Lieferumfang haben wir in der Tabelle dokumentiert, damit die Beamer diesbezüglich direkt miteinander vergleichbar sind.

Mini-Beamer Test: Benq Gs2

Testsieger: BenQ GS2

Ganz billig ist der BenQ GS2 nicht, dafür hat er jedoch einiges zu bieten. Obwohl er nicht danach aussieht ist er perfekt für den Außeneinsatz gerüstet, er ist nämlich gegen Spritzwasser geschützt und das Gehäuse ist zudem stoßfest. Damit man es nicht darauf ankommen lassen muss, gibt es ein passendes, schönes Transport-Case dazu. Das ist gut gepolstert und hat ein extra Fach für Kabel, Netzteil und die Fernbedienung.

Testsieger

BenQ GS2

Test Mini Beamer: BenQ GS2
Der GS2 von BenQ kann sogar draußen genutzt werden. Er ist stoßfest, sehr anpassungsfähig und kann in der mitgelieferten Tasche untergebracht werden.

Der BenQ GS2 ist schnell eingerichtet, er wird je nach gewünschter Bildgröße oder nach den Aufstellungsmöglichkeiten vor der Projektionsfläche positioniert. Das Gewinde an der Unterseite, stellt sich dabei als sehr praktisch heraus, damit lässt sich der Beamer sogar auf einem Stativ befestigen. Der Fuß des GS2 ist wie bei einem Videostativ als Halbschale ausgelegt, damit lässt sich die erforderliche Neigung zur Projektionsfläche perfekt einstellen.

Wenn der Beamer halbwegs korrekt positioniert ist, muss nur noch das Bild scharfgestellt, und die Geometrie korrigiert werden. Das macht der BenQ sogar automatisch und liegt damit meistens goldrichtig.

1 von 6
Mini-Beamer Test: Benq Gs2 Case
Im Transport-Case kann auch sämtliches Zubehör untergebracht werden.
Mini-Beamer Test: Benq Gs2 Fb
Die Fernbedienung ist schön übersichtlich.
Mini-Beamer Test: Benq Gs2 Bedienfeld
Die Bedienelemente des Beamers sind oben auf dem Gerät.
Mini-Beamer Test: Benq Gs2 Bottom
Der Fuß ist beweglich und verfügt über ein Gewinde für ein Stativ oder eine ähnliche Befestigung.
Mini-Beamer Test: Benq Gs2 Dongle
Der WLAN-Dongle gehört zum Lieferumfang. Er macht den Beamer komplett streamingfähig.
Mini-Beamer Test: Benq Gs2 Netzteil
Das externe Netzteil ist fast so groß wie der Beamer selbst.

Als Projektionsfläche dient entweder ein beliebiges, möglichst weißes Tuch, oder gleich die weiße Wand, sofern sie entsprechend glatt ist. Richtig weiß muss die Fläche allerdings nicht unbedingt sein, die meisten Farbstiche fallen schon nach einiger Zeit kaum noch auf, beziehungsweise ermöglicht der Beamer eine entsprechende Farbkorrektur. Natürlich sollte man die Physik nichtunnötig herausfordern, und versuchen auf eine leuchtend rote Wand oder ein geblümtes Betttuch zu projizieren.

Laut BenQ kann der GS2​ sogar an eine Zeltbahn projizieren, von innen oder außen. Der passende Bildmodus ist auch schon hinterlegt, er trägt den bezeichnenden Namen »Lagerfeuer«. 😉

Auf allen Kanälen

Was den Input betrifft, ist der BenQ GS2 nicht zimperlich. Neben den üblichen Quellen wie HDMI und USB, eignet sich der BenQ dank des mitgelieferten WLAN-Dongles auch perfekt zum Streamen aus dem Netz.

Mit dem sogenannten Wireless Mirroring lassen sich sogar die Bildschirminhalte von Mobiltelefonen, Tablets, Macs oder PCs auf den BenQ übertragen und entsprechend großflächig projizieren. Die Android basierte Bedienoberfläche macht es dabei sehr leicht, die volle Funktionsvielfalt zu nutzen. Einige Streaming-Dienste sind bereits vorinstalliert, andere lassen sich problemlos als App nachladen. Alternativ zur mitgelieferten Fernbedienung lässt sich der Beamer zudem mit der kostenlosen BenQ Smart-Control App komplett vom Smartphone aus bedienen.

Bild- und Ton-Qualität

Zwar kann der BenQ GS2 »nur« in FullHD-Auflösung strahlen, gefüttert werden darf er aber durchaus mit schwerer Kost, wie Inhalte in 4K-Auflösung und sogar mit HDR (Hoch-Kontrast). Die intelligente Elektronik rechnet die Auflösung um, und holt auch seitens des Kontrastes alles aus dem Beamer, was die LEDs hergeben.

Steht HDR-Content am Eingang des Beamers stellt er sich sogleich automatisch auf den Bildmodus »HDR« um. Kontrast und Farbraum werden an die Anforderungen des HDR Standards angepasst. Das schafft der GS2 zwar längst nicht so akkurat wie ein »richtiger« Beamer, es reicht aber durchaus, um eindrucksvolle und natürliche Bilder zu erzeugen.

Bettmodus hilft gegen müde Augen

Die Bild-Presets enthalten neben dem Benutzer- und Kino-Modus auch solche Einstellungen wie Lagerfeuer und Bettmodus. Damit erhält das Bild eine eher warme, augenschonende Abstimmung, ähnlich wie das bei vielen Smartphone-Displays möglich ist. Die Helligkeit kann in drei Stufen an die Umgebung angepasst werden: Normal, Eco und der stromsparende Akku-Betrieb.

Tonal erhält der GS2 gleich von zwei eingebauten Lautsprechern Unterstützung, was im kleinen Kreis durchaus reichen kann. Für eine Erweiterung der Soundqualität gibt es Anschlussmöglichkeiten für externe Lautsprecher, per Kabel oder drahtlos via Bluetooth.

Nachteile?

Auch wenn das Jammern auf hohem Niveau ist, die Kontrastwerte des BenQ GS2 könnten höher sein, vergleichbare Beamer schaffen das jedenfalls. Außerdem ist die WLAN-Lösung mit dem USB-Stick nicht wirklich praktisch, eingebautes WLAN wäre viel komfortabler.

Der BenQ GS2 im Testspiegel

Hier haben wir die aktuell verfügbaren Tests des BenQ GS2 aufgelistet, demnächst werden weitere Tests veröffentlicht, die wir dann ebenfalls hier aufnehmen werden.

In der Ausgabe 5 des Magazins Video, die im Mai 2020 erschienen ist, erhielt der Beamer die Note »gut«:

»Wer bereit ist, auf etwas Leistung zu verzichten, der erhält mit dem GS2 von BenQ einen mobilen Beamer, der zwar keine Referenzbilder liefert, sich aber dank integriertem Akku überallhin mitnehmen lässt und dabei auch noch mit schickem Design, richtig guter Verarbeitung und einer durchaus ordentlichen Bildqualität zu überzeugen weiß.«

Beim Lite-Magazin war man ebenfalls von den Qualitäten des BenQ GS2 angetan, dort avancierte er zum »Highlight« in der Einstiegsklasse mit einem »sehr guten« Preis-Leistungs-Verhältnis:

»BenQ liefert mit dem GS2 einen WLAN-LED-Taschenbeamer, der gerade in der aktuellen Lage eine echte Empfehlung für Haushalte mit Kindern ist. Dank Akkubetrieb kann man diesen Projektor quasi überall mitnehmen. … – … Im Betrieb überzeugt der GS2 dann mit sehr guter Bildqualität und einem vernünftigen Bedienkonzept. …–… Hinzu kommen der geräuscharme Betrieb und der große Akku mit einer Kapazität von bis zu drei Stunden Laufzeit. Weil er zudem streamingfähig ist, benötigt man nicht einmal eine kabelgebundene Quelle, um loszulegen.«

Alternativen

Der BenQ GS2 ist unser Favorit, es gibt aber auch noch einige andere empfehlenswerte Modelle auf dem Markt. Wenn sie einen ganz besonders kompakten Projektor, einen Beamer für Präsentationen suchen oder nicht so viel Geld ausgeben wollen, haben wir die folgenden Alternativen für Sie.

Für die Party und mehr: Acer B250i

Der Acer B250i hat zwar keinen Akku, dafür liefert er aber auch mehr Helligkeit als die meisten akkubetriebenen Beamer, und zwar solange eine Steckdose in der Nähe ist. Ansonsten bringt er alles mit, was ein mobiler Beamer braucht. Allem voran verfügt er über jede Menge Schnittstellen, sowohl drahtlos als auch verkabelt. So gibt es neben WLAN und Bluetooth auch eine USB-C-Schnittstelle extra fürs Smartphone. Das kann darüber sogar aufgeladen werden.

Der Beste ohne Akku

Acer B250i

Test  Mini-Beamer: Acer B250i
Der Acer B250i hat zwar keinen eingebauten Akku, ist aber trotzdem kompakt, voll vernetzt und liefert ein helles Bild.

Das Design des B250i mit der mittig angebrachten Optik entspricht dem Aussehen klassischer Beamer und ist nur entsprechend kleiner. Die Oberfläche ist leicht aufgeraut und steckt kleine und auch gröbere Kratzer klaglos weg, außerdem ist sie schön griffig, sodass der Beamer sicher in der Hand liegt. Unten drunter gibt es sogar ein Gewinde zur Befestigung des Beamers auf einem normalen Foto- oder Video-Stativ. Damit kann er sehr variabel aufgestellt werden, was angesichts des fehlenden Zooms allein zur Einstellung der gewünschten Bildgröße auch nötig ist.

1 von 5
Mini-Beamer Test: Acer B250i
Der Acer B250i hat ein ziemlich robustes Gehäuse.
Mini-Beamer Test: Acer B250i Back
Alles, was man braucht, und noch mehr: Der Dongle für WLAN und Bluetooth ist bereits ab Werk eingesteckt (ganz rechts).
Mini-Beamer Test: Acer B250i Bedientasten
Nur wenige Tasten am Gerät reichen aus, um auch ohne Fernbedienung durchs Menü zu kommen, hier kann man nochmal die pflegeleichte Gehäuseoberfläche erkennen.
Mini-Beamer Test: Acer B250i Komplett
Im Transportbeutel findet neben dem Beamer und der Fernbedienung auch das Netzteil und ein HDMI-Kabel Platz.
Mini-Beamer Test: Acer B250i Fernbedienung
Eine solche einfache Fernbedienung kennen wir auch von anderen mobilen Beamern. Zum Zappen durchs übersichtliche Menü reicht das vollkommen aus.

Wie die meisten Beamer hat auch der B250i ein grafisch anspruchsvolleres Menü, als die meisten Kollegen aus dem Heimkino- oder Business-Bereich. Das erleichtert neben der Erstinstallation auch die Auswahl und Konfiguration der vielen möglichen Quellen. Hier lassen sich auch die vielen möglichen Eingänge, ob drahtlos oder per Kabel, einfach koordinieren und gegebenenfalls anpassen. Besonders für die die Verbindung ins WLAN ist dank des übersichtlichen Menüs mit wenigen Klicks erledigt.

Aufschlussreiches Menü

Auch die beamer-spezifischen Einstellungen, wie der Anzeigemodus, Helligkeit, Kontrast und andere können in dem schönen, übersichtlichen Menü vorgenommen werden. Wem das buchstäblich zu bunt ist, der kann per Tastendruck das bekannte, eher spartanische Beamer-Menü einblenden.

Normalerweise hat eine große Lichtausbeute, wie die des Acer, ihren Preis, meistens in Form einer wenig natürlichen Farbwiedergabe. Selbst im Video-Modus mit sehr natürlichen Farben hat der B250i aber immer noch eine maximale Lichtausbeute von 800 Lumen. Das reicht sogar, wenn es im Raum nicht ganz dunkel ist, um ein kontrastreiches und farbtreues Bild an die Leinwand zu projizieren.

Im zuschaltbaren Fußball-Modus sorgt die gut funktionierende Bewegungskompensation für einen flüssigen Spielablauf – und im Gaming-Modus wird das Eingangssignal möglichst schnell weitergeleitet, damit es nicht zu Verzögerungen zwischen Eingabe und Bildinhalt kommt. Ist dieser sogenannte Input-Lag nämlich zu lang, hat man das Spiel schnell verloren.

Der Acer B250i ist trotz seiner geringen Abmessungen so vielseitig einsetzbar, sodass das kleine Handicap des fehlenden Akkubetriebs kaum ins Gewicht fällt – zumal er das auf der anderen Seite mit einer hellen, farbtreuen Projektion locker wieder wettmacht.

Wo wenig Platz ist: Viewsonic M1 Mini

Der Viewsonic M1 Mini ist ziemlich klein, trotzdem bringt er seinen eigenen Standfuß direkt mit. Dieser ist schwenkbar, lässt sich beim Transport einfach einklappen und schützt damit das Objektiv. Außer der minzgrünen Abdeckung liegen noch eine gelbe und eine graue bei, damit der Viewsonic immer das richtige Outfit hat.

Bester kompakter

Viewsonic M1 mini

Test Mini Beamer: Viewsonic M1 mini
Der M1 mini ist sehr kompakt, hat dafür eine ordentliche Akkulaufzeit und erzeugt ausreichend helle Bilder.

Ein Transportcase gibt es dagegen nicht, wohl weil der faustgroße Beamer potentiell in jede Tasche passt. Das ist schade, denn in einem passenden Case wäre sicher noch Platz für die Fernbedienung im Scheckkartenformat und das Ladekabel. Geladen wird der M1 Mini wie ein Smartphone über einen Micro-USB-Anschluss, ein passendes Kabel liegt bei, ein Lade-Netzteil dagegen nicht.

1 von 3
Mini-Beamer Test: Viewsonic M1 Mini
Der Viewsonic M1 Mini ist ein echtes Schmuckstück. Der Standfuß ist integriert.
Mini-Beamer Test: Viewsonic M1 Mini Fb
Eine Fernbedienung im Scheckkartenformat gehört dazu.
Mini-Beamer Test: Viewsonic M1 Mini Fokus1
Neben der HDMI-Buchse befindet sich die USB-Ladebuchse, ein passendes Ladegerät gehört nicht zum Lieferumfang.

Auf seinem Fuß kann der Beamer auf die Projektionsfläche ausgerichtet werden. Wegen der geringen Standfläche, die er benötigt, funktioniert eine optimale Ausrichtung quasi per Hand problemlos. Ein richtiger Schalter auf der Rückseite schaltet den Beamer an und aus. Gerade beim Transport sollte der Viewsonic darüber ausgeschaltet sein, per Fernbedienung geht es nämlich nur in den Standby, der immer etwas Strom kostet.

Gute Einstellungs­automatik und mageres Anschlussfeld

Nach dem Einschalten wird es dann automatisch, wenn nämlich der Viewsonic eigenständig die Bildgeometrie einstellt. Es ist schon faszinierend, wie schnell der Winzling das Bild gerade eingestellt hat. Die Bildschärfe wird an einem kleinen Stellrad eingestellt, auch das funktioniert prächtig. Danach gibt sich der Beamer allerdings vergleichsweise zugeknöpft, nur eine HDMI- und eine USB-Buchse stehen eingangsseitig zur Verfügung, Bluetooth und WLAN sind Fehlanzeige. Dafür kann zumindest ein Stick oder ein anderer externer Speicher in die USB-Buchse gesteckt werden. Für knappe 80 Euro mehr gibt es alternativ den M1 Mini Plus mit WLAN und Bluetooth an Bord.

Das Menü erinnert stark an das eines Mediaplayers, über die Eingangswahl hinaus bietet es erstaunlich viele Einstellmöglichkeiten an. Selbst die Bildparameter lassen sich optimieren, bis hin zur einer differenzierten Wahl der Farbtemperatur aus 6.500, 7.500 und 9.300 Kelvin, wobei 6.500 Kelvin die optimale Einstellung für Filme ist.

Obwohl der M1 Mini weder über WLAN noch über Bluetooth verfügt, gaben wir ihm den Vorzug vor dem noch kleineren Philips Picopix Nano. Der kann zwar WLAN, verfügt aber bei weitem nicht über die Ausdauer des Viewsonic. Darüberhinaus gibt es beim Viewsonic eine Fernbedienung und ein umfangreiches Menü.

Großes Bild mit gutem Ton: Vivitek Qumi Z1H

Würde nicht ein Objektiv aus der Vorderseite hervorlugen, könnte der Vivitek Qumi Z1H ohne weiteres als Bluetooth-Lautsprecher durchgehen. Tatsächlich sind auch zwei Lautsprecher-Chassis integriert, die zudem noch guten Sound hervorbringen können. Das ändert allerdings nur wenig daran, dass es sich hier um einen mobilen Beamer handelt.

Bester Sound zum Film

Vivitek Qumi Z1H

Test Mini Beamer: Vivitek Qumi Z1H
Der Qumi Z1H klingt wie ein sehr guter Bluetooth-Lautsprecher, kann aber auch tolle Bilder an die Wand zaubern.

Der Qumi Z1H hat neben der HDMI-Schittstelle auch zwei USB-Buchsen, eine davon im USB-C-Formfaktor. Als zusätzliche Quelle kommt außerdem eine microSD-Karte in Frage, oder der interne Speicher, der mit 8 Gigabyte allerdings nicht ganz so üppig ausfällt. Auch die drahtlose Übertragung per WLAN oder Bluetooth beherrscht die Box problemlos. Bei dieser Auswahl an Quellen sorgt die Android-Oberfläche für angemessenen Überblick.

Wechsel zwischen Beamer- und Lautsprecher­funktion

Gesteuert wird der Beamer entweder über die Touch-Fläche an der Oberseite oder per mitgelieferter Fernbedienung. Auf dem Touch-Feld des Qumi Z1H gibt es bezeichnenderweise eine Taste, die zwischen Beamer- und Lautsprecherfunktion umschaltet. Mit der Fernbedienung lässt sich direkt das Audio-Menü mit unterschiedlichen Voreinstellungen aufrufen. Es gibt neben Musik und Film, auch den Benutzer-Modus, dort lässt sich mit einem 5-Band-Equalizer der Klang individuell anpassen.

1 von 5
Mini-Beamer Test: Vivitek Qumi Z1h
Der Vivitek Qumi Z1H sieht zwar aus wie ein Bluetooth-Lautsprecher, hat aber ausgesprochene Beamer-Qualitäten.
Mini-Beamer Test: Vivitek Qumi Z1h Buchsen
Auf der Rückseite sind reichlich Schnittstellen zu finden.
Mini-Beamer Test: Vivitek Qumi Z1h Touchfeld
Das Bedienfeld reagiert auf Touch.
Mini-Beamer Test: Vivitek Qumi Z1h Case
Ein Transportbeutel gehört ebenfalls zum Lieferumfang.
Mini-Beamer Test: Vivitek Qumi Z1h Fb
Eine Taste führt direkt zu den umfangreichen Soundeinstellungen.

Nun aber zum Bild: Das Fokus-Rad lässt sich sehr fein und zuverlässig justieren. Das beste Bild erreicht man mit der Einstellung Film im Lichtmodus »Standard«. Wird der Beamer zum Stromsparen in den »Eco«-Betrieb gestellt, erhält das Bild einen markanten Rotstich. Im Bildmodus »Benutzer« können Sie neben den üblichen Parametern auch die Farbtemperatur einstellen. Standard, kühl und warm stehen hier zur Auswahl.

Wegen seiner geringen Lichtausbeute im Akkubetrieb mag es der Qumi Z1H lieber in dunkler Umgebung, dort kann er mit außergewöhnlich hohem Kontrast aufwarten und mit einer Akkulaufzeit von fast drei Stunden.

Großes Bild für wenig Geld: Philips Neopix Prime

Der Philips Neopix Prime sieht aus wie ein geschrumpfter herkömmlicher Beamer: Alles ist etwas kleiner, nur die Optik wirkt im Vergleich zum Rest etwas überdimensioniert. Es gibt einen Fokus-Ring und einen zweiten Ring zur Trapezkorrektur, die hinterlassen allerdings einen recht billigen Eindruck und arbeiten schwergängig beziehungsweise mit viel Spiel.

Preistipp ohne Akku

Philips NeoPix Prime

Mini-Beamer Test: Philips Neopix Prime
Der NeoPix Prime kommt zwar ohne Akku und ist trotzdem nicht der hellste Mini-Beamer, bringt dafür aber WLAN und Bluetooth mit – zum unschlagbaren Preis.

Während der Fokus sich noch einigermaßen gut dosieren lässt, arbeitet die Trapezkorrektur ziemlich grobschlächtig. Man spürt beim Dreh am entsprechenden Rad, dass hier ein Spiegel oder ein anderes Element der Optik umgeklappt wird. Um eine möglichst rechtwinklige Projektion zu erreichen, bedarf es also etwas Fingerspitzengefühls. Es geht aber noch billiger, wie der Vankyo Leisure 430 eindrucksvoll unter Beweis stellt.

Mäßiges Gehäuse, aber viele Anschlüsse

Das Gehäuse des Neopix Prime selbst kommt zwar im Hochglanz-Outfit, hält einer näheren Qualitätsprüfung aber kaum stand. Für das dort eingesparte Budget setzte der Hersteller auf Vielfalt bei den Eingängen. Gleich zwei HDMI-Buchsen stehen zur Verfügung, daneben die obligatorische USB-Schnittstelle für externe Speicher, und ein microSD-Kartenslot fehlt ebenfalls nicht. Darüberhinaus nimmt es der Neopix Prime auch per WLAN mit dem Netzwerk und dem Internet auf. Die Verbindung zum Smartphone erfolgt wahlweise ebenfalls per WLAN oder Bluetooth.

1 von 4
Mini-Beamer Test: Philips Neopix Prime
Der Philips NeoPix Prime sieht aus wie ein großer, benötigt aber auch eine Steckdose.
Mini-Beamer Test: Philips Neopix Prime Buchsen
Es gibt neben zwei HDMI- und einer USB-Buchse sogar einen Kartenslot.
Mini-Beamer Test: Philips Neopix Prime Oben
Der Beamer hat zwar einen Fokus-Ring, der andere ist aber nicht für den Zoom, sondern für die Trapezkorrektur.
Mini-Beamer Test: Philips Neopix Prime Fb
Die Fernbedienung ist nicht zu klein und schön übersichtlich.

Schade ist daher, dass der Philips ausschließlich an der Steckdose betrieben werden kann. Das Netzteil ist so groß, dass es nicht mehr ins Gehäuse passte und deshalb wie beim Notebook extern ausgeführt ist.

Voreinstellungen für das Bild gibt es nicht, lediglich die üblichen Einstellungen für Helligkeit, Kontrast, Farbsättigung und Schärfe stehen zur Verfügung. Das Bild ist recht kühl abgestimmt und mit maximal 255 Lumen auch nicht besonders hell, jedenfalls nicht für ein Gerät das am Netz betrieben wird.

Überzeugt hat uns dagegen die Anschlussvielfalt und das doch recht kompakte Gehäuse. Für den schlanken Preis geht der Philips Neopix Prime als halbwegs mobiler Beamer also in Ordnung, selbst wenn man auf eine Möglichkeit zur Verdunklung und eine Steckdose in der Nähe angewiesen ist.

Außerdem getestet

Epson EB-1795F

Der Epson EB-1795F macht schon auf den ersten Blick seinen professionellen Anspruch deutlich. Er benötigt gerade einmal eine Stellfläche von der Größe eines A4-Blattes, ist sehr flach, hat aber alle analogen und digitalen Eingänge, die man im Büroalltag braucht.

Der EB-1795F ist auf Helligkeit getrimmt, er soll nämlich auch im taghellen Büro oder Meetingraum noch für kontrastreiche, helle Bilder sorgen können. Im Akkubetrieb wäre das nur für wenige Minuten möglich, deshalb ist der Epson ausschließlich für den Netzbetrieb konzipiert.

1 von 5
Mini-Beamer Test: Epson Eb 1795w
Mini-Beamer Test: Epson Eb 1795w Buchsen
Mini-Beamer Test: Epson Eb 1795w Oben
Mini-Beamer Test: Epson Eb 1795w Case
Mini-Beamer Test: Epson Eb 1795w Fb

Schnell ist der EB-1795F aufgestellt und auf die Projektionsfläche ausgerichtet. Da er als einziger im Test neben dem Fokus für die Schärfe auch einen Zoom-Ring hat, lässt sich die Bildgröße noch besser an die gegebene Fläche anpassen. Ein in feinen Stufen ausklappbarer Fuß sorgt für die richtige Schräglage zur Leinwand, falls das nötig ist. Auch die Fernbedienung ist komplett für Präsentationsprofis ausgelegt. Während der Laie von den vielen Tasten, die meist sogar noch doppelt belegt sind, schnell überfordert ist, freut sich der Profi über den direkten Zugriff auf wichtige Eingänge und Einstellungen sowie den integrierten Laserpointer. Der Fokus, also die Bildschärfe, lässt sich ganz bequem per Fernbedienung einstellen.

Auch wenn der EB-1795F über einen Bildmodus für Filme verfügt, ist der doch recht kühl abgestimmt, weil das in heller Umgebung einfach besser ist. Einen Vorteil für den Privatgebrauch hat der Epson allerdings schon, denn aufgrund seiner enormen Lichtausbeute bei gleichzeitig kompakten Abmessungen eignet er sich prima fürs Public Viewing auf der Terrasse oder während der Gartenparty – ein Verlängerungskabel stets vorausgesetzt.

Viewsonic M2e

Der Viewsonic M2e sieht aus wie ein vergrößerter M1 Mini – tatsächlich gibt es gewisse Ähnlichkeiten zwischen den beiden Geräten. Auch wenn der M2e deutlich größer ist, passt er trotzdem locker auf ein A4-Blatt und gehört damit ebenfalls zu den Mini-Beamern. Allerdings liefert der M2e Bilder in echter FullHD -Auflösung und dazu noch ziemlich hell.

1 von 5
Mini-Beamer Test: Viewsonic M2e
Mini-Beamer Test: Viewsonic M2e Back
Mini-Beamer Test: Viewsonic M2e Harman
Mini-Beamer Test: Viewsonic M2e Komplett
Mini-Beamer Test: Viewsonic M2e Fb

Das geht natürlich nur mit Strom aus der Steckdose, deshalb verzichtet der M2e auch auf einen Akku. Stattdessen gehört ein großes externes Netzteil zum Lieferumfang. Das findet zusammen mit dem Beamer und einem USB-C-Kabel Platz in einem strapazierfähigen Case, das ebenfalls mitgeliefert wird. Mit dem USB-Kabel lässt sich der Smartphone-Bildschirminhalt auf den Beamer übertragen, gleichzeitig kann das Smartphone darüber aufgeladen werden.

1 von 3
Mini-Beamer Test: Viewsonic M2e Screenshot
Mini-Beamer Test: Viewsonic M2e Screenshot
Mini-Beamer Test: Viewsonic M2e Screenshot

Im Android-Menü des M2e lassen sich die vielfältigen Quellen sehr komfortabel steuern. Als Eingänge stehen neben der HDMI-Schnittstelle zwei USB-Buchsen zur Verfügung, eine im USB-A und eine im USB-C Format, beide für externe Quellen. Ein microSD-Kartenslot steht dem 16 Gigabyte großen internen Speicher zur Seite, als drahtlose Übertragungswege sind Bluetooth und WLAN bereits integriert.

Beim Sound hat man sich Unterstützung  bei den Spezialisten von Harman geholt. Der Erfolg ist hörbar, denn den vergleichsweise satten Stereo-Sound traut man dem recht kompakten Beamer auf den ersten Blick gar nicht zu. Im Menü stehen zudem diverse individuelle Klangeinstellungen zur Verfügung.

Der Viewsonic M2e beherrscht, wie bereits erwähnt, FullHD-Auflösung – und zwar nativ, also ohne Umrechnung. Die vorhandenen Bildmodi wie »TV«, »Film« oder »Gaming« können seitens der Farbdarstellung und des Weißwertes angepasst werden. Oder man greift für individuelle Einstellungen direkt auf die Benutzerprofile zu. Sein Bild ist hell, die Abdeckung des HDTV-Normfarbraumes gelingt dem Beamer sehr gut, nur beim Schwarzwert ist durchaus noch Verbesserungspotential drin. Zusammen mit dem soliden Transport-Case eignet sich der M2e hervorragend für den mobilen Einsatz, allerdings sollte stets eine Steckdose in der Nähe sein.

Optoma LH200

Der Optoma LH200 wendet sich eher an den professionellen Kunden und ermöglicht diesem mit dem eingebauten Akku eine höhere Mobilität als mit einem netzgebundenen Beamer. Auf der Soll-Seite steht dann, wie nicht anders zu erwarten, ein Kompromiss bezüglich Lichtausbeute und Betriebsdauer.

Der Optoma liefert eine etwas höhere Lichtausbeute und einen viel höheren Kontrast als der BenQ. Das geht allerdings zu Lasten der Laufzeit, nach knapp über zwei Stunden muss der LH200 nämlich schon wieder aufgeladen werden. Alternativ kann er zwar auch direkt am Netzteil betrieben werden, dann ist er aber nicht mehr so mobil.

Der Optoma LH200 kann eine gute Alternative zum Epson EB-1795F sein, wenn man auf eine Steckdose und auf das letzte Quäntchen Lichtausbeute verzichten kann.

Epson EF-11

Der Epson EF-11 leuchtet mit modernster Laser-Technik, die ist langlebig und verspricht auch nach vielen Jahren im Einsatz eine natürliche Farbwiedergabe. Die Lichtausbeute ist mit 1000 Lumen ziemlich hoch, deshalb muss der Epson auch ohne Akkubetrieb auskommen. Trotzdem ist er schön kompakt geraten und steckt zudem in einem widerstandsfähigen Gehäuse, das auch gelegentliche Transporte und selbst einen Einsatz auf der Terrasse nicht weiter übel nimmt.

Zum Lieferumfang gehört neben der Fernbedienung auch diverses Befestigungsmaterial, mit dem sich der Beamer beispielsweise auf einem Stativ oder an einer VESA-kompatiblen Halterung befestigen lässt. Auch das ausgelagerte Netzteil kann sicher in einer perfekt sitzenden Metallkiste untergebracht werden.

1 von 5
Mini-Beamer Test: Epson Ef11
Mini-Beamer Test: Epson Ef11 Fb
Mini-Beamer Test: Epson Ef11 Anschluesse
Mini-Beamer Test: Epson Ef11 Montagezub
Mini-Beamer Test: Epson Ef11 Netzteil

Im Eco-Betrieb, also bei 50 Prozent Laser-Helligkeit, liefert der EF-11 immer noch beachtliche 550 Lumen – bei einem Meter Bildbreite wohlgemerkt. Ein größeres Bild entsteht nur durch mehr Abstand zur Projektionsfläche , denn einen Zoom hat der Epson nicht. Die Lichtausbeute verringert sich entsprechend, sodass der Beamer bei einer Bildbreite von 150 Zentimetern nur noch etwa 600 Lumen an die Leinwand bringt. Allerdings entspricht das der Größe eines 90-Zoll-Fernsehers.

Außer der HDMI-Schnittstelle steht noch eine USB-Buchse als Eingang zur Verfügung, wahlweise für USB-A- oder Micro-USB-Stecker. Hierüber spielt der Epson Fotos, Videos und andere Dateiformate ab. Funken kann er auch, allerdings nur per Miracast-Protokoll, so kann man den Bildschirminhalt von einem kompatiblen Smartphone auf die große Leinwand projizieren.

Der Epson EF-11 fühlt sich im Büro ebenso wohl wie im gut sortieren multimedialen Haushalt. Er liefert helle, kontraststarke Bilder in FullHD-Auflösung mit einer sehr natürlichen Farbwiedergabe. Sein Gehäuse ist unempfindlich, sodass er auch mal auf der Terrasse für Großbildvergnügen sorgen kann, vorausgesetzt natürlich, die Steckdose ist nicht allzu weit entfernt.

Anker Nebula Capsule Max

Der Anker Nebula Capsule Max ist ähnlich gebaut wie der Vivitek und erinnert ebenfalls eher an einen Bluetooth-Lautsprecher als an einen Beamer. In dem Gehäuse steckt allerdings nur ein einziger Lautsprecher, dennoch lässt sich der Capsule Max mit einer Taste kurzerhand vom Beamer- in den Audio-Modus umstellen und umgekehrt.

Auch hier ist eine Android-Variante als Betriebssystem installiert, die per Fernbedienung, über die Touch-Fläche auf der Oberseite des Capsule Max, oder mit einer kostenlosen App per Smartphone bedient wird.

Das Bild ist zwar nicht besonders hell, liefert aber gute Kontrastwerte, deshalb mag es auch der Capsule Max am liebsten dunkel.

Philips PicoPix Nano

Der würfelförmige Philips Picopix Nano ist extrem kompakt. Bedient wird er ausschließlich über wenige Tasten am Gerät, eine Fernbedienung, wie klein auch immer, wäre schlicht überdimensioniert. Trotz der kompakten Abmessungen ist ein Akku eingebaut, der über eine Micro-USB-Buchse aufgeladen wird. Ein passendes Netzteil gehört zum Lieferumfang, ebenso wie das Ladekabel. Letzteres ist als Y-Verteiler mit einer zusätzlichen USB-A-Buchse ausgelegt, damit lässt sich ein externer Speicherstick mit Fotos oder Videos anschließen. Darüber hinaus gibt es einen microSD-Kartenslot, und der Winzling lässt sich sogar per WLAN mit dem Smartphone verbinden.

Für seine Größe ist der Picopix Nano erstaunlich hell, leuchtet allerdings mit knapp anderthalb Stunden im Akkubetrieb nicht sonderlich lange. Er ist der perfekte Begleiter für unterwegs, um mal eben Fotos oder Videos im Großformat mit anderen zu teilen. Es sollte dazu aber einigermaßen dunkel sein, außerdem wird es für einen neunzigminütigen Film schon knapp.

Epson EF-100

Der Epson EF 100 hat keinen Akku, verfügt über ein eingebautes Netzteil und ist damit nur bedingt mobil einsetzbar. Dafür liefert er aber auch hervorragend helle, kontrastreiche Bilder, die er bis auf FullHD hochskaliert. Selbst für einen Beamer an der Steckdose liefert er mit über 1000 Lumen nach Kalibrierung eine enorme Lichtausbeute, er kann zudem sehr flexibel aufgestellt werden. Sogar eine Projektion an die Decke (zum Beispiel des Schlaf- oder Kinderzimmers) ist ohne weiteres möglich.

Die Anschlüsse sind auf der Rückseite unter der Abdeckung oder, wie die Kopfhörerbuchse, seitlich unter einem kleinen Deckel untergebracht. WLAN gibt es dagegen nur optional mit einem Dongle. Das darf dann allerdings auch der Chromecast-Stick sein, bei Bedarf steht hierfür zudem eine Stromversorgung zur Verfügung. Der EF 100 hat eine gut ausgebaute Soundabteilung, sodass Sie meistens auf externe Unterstützung verzichten können.

Als Manko kann man allerdings die Bedienoberfläche werten – hier machen andere vor, wie es besser geht. Da bietet selbst die Oberfläche des EB 1795F deutlich mehr Übersicht, dazu muss es noch nicht mal Android sein. Als mobiles Kino im Haus oder in der Ferienwohnung geht der Epson aber trotzdem durch, zumal er auch in helleren Räumen eine sehr gute Bildqualität abliefert.

XGimi Halo

Der Xgimi Halo ist dem BenQ seitens der Funktionsvielfalt recht ähnlich, selbst bei der Akkulaufzeit nehmen sich beide nichts und liegen mit drei Stunden auf der sicheren Seite. Seitens der Bildqualität hat der Halo sogar leicht die Nase vorn. Zumindest bezüglich Helligkeit und Kontrast macht er die etwas bessere Figur. In der Farbtreue liegt dann der BenQ wieder leicht vorn, was zum großen Teil auch daran liegt, dass der die besseren Voreinstellungen hat.

Der Halo hinterlässt einen dem Preis angemessenen guten Eindruck, ohne Akku ist hier das Menü fast komplett übersetzt. Die Einflussmöglichkeiten auf das Bild sind auch hier eher gering, lediglich im Bildmodus »Benutzer« lässt sich das Bild etwas anpassen. Dafür schaltet er bei HDR-Signal gnadenlos in den Hochkontrastmodus und kriegt dabei auch eine passable Bildqualität hin.

Vankyo Leisure 430

Der Vankyo Leisure 430 ähnelt dem Philips Neopix Prime​ – auch er sieht aus wie ein »richtiger« Beamer, nur eben viel kleiner. Der Vankyo Leisure 430​ hat ebenfalls keinen Akku und muss somit an die Steckdose. Damit erschöpfen sich aber auch schon die Ähnlichkeiten. Die Verarbeitung ist schlecht, was sich erstmal mit dem niedrigen Preis erklären lässt, schließlich kostet er knapp die Hälfte des besagten Philips.

​Alles, was am Objektiv mechanisch einzustellen ist, wie die Trapezkorrektur oder die Schärfe, ist beim Leisure 430​ viel schwergängiger und spürbar billiger gehalten. Was sich nun nicht mehr mit dem günstigen Preis wegdiskutieren lässt, ist das Bild, das der Leisure 430​ an unsere Testleinwand wirft. Es ist schlicht zu dunkel, vor allem für ein Gerät, das an der Steckdose hängt.

Die Farbtemperatur kann in vier Stufen eingestellt werden: warm, mittel, kühl und Benutzer. Das Preset »Warm« hat einen deutlichen Grünstich, der sich auch im Benutzermodus nicht vernünftig korrigieren lässt. Alle anderen Modi sind viel zu kühl, um auch nur eine annähernd korrekte Farbdarstellung zu erhalten.​ Der Leisure 430​ ist damit absolut nicht empfehlenswert, Sie sollten also lieber etwas mehr ausgeben als den Beamer letztendlich doch im Schrank verstauben zu lassen.

Die wichtigsten Fragen

Sind Mini-Beamer so hell wie "große" Beamer?

Leider nicht, für ein helles Bild wird wir ein helles Leuchtmittel benötigt. Egal, ob eine normale UHP-Lampe, Laser oder LEDs beim Beamer zum Einsatz kommen, für viel Licht müssen sie entsprechend leistungsfähig und damit meistens auch recht groß sein. Außerdem wird auch mehr Energie benötigt, womit Beamer mit Akku schon mal per se nicht in Frage kommen.

Wie lange hält der Akku eines Beamers?

Wir haben die Betriebsdauer bei allen Beamern, die mit einem Akku ausgestattet sind, genau gemessen und die Werte in die Tabelle eingetragen. Die meisten Mini Beamer werden im Akkubetrieb etwas dunkler, um Strom zu sparen, auch das haben wir dokumentiert.

Kann ein Mini-Beamer meinen Fernseher ersetzen?

Eher nicht. Zwar werfen die Winzlinge ein großes Bild an die Wand und haben oft sogar einen passenden HDMI-Anschluss, allerdings liefern sie im normal ausgeleuchteten Wohnzimmer meistens zu wenig Kontrast. Für ein großes Bild vom Smartphone reicht es aber in den meisten Fällen.

Kommentare

0 Comments