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Der beste Mini-Beamer

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Mini-Beamer Test: Minibeamer Aufmacher
Thomas Johannsen

Thomas Johannsen

hat sein Faible fürs Testen und Messen schon bei seiner Ausbildung zum Rundfunk- und Fernseh­techniker entdeckt. Seit über 15 Jahren ist er Test­redakteur. Er ist Chefredakteur der Zeitschrift Tablet und Smartphone und schreibt unter anderem für Heimkino, Digital Home, InfoDigital und d-pixx.

Wir haben 12 Mini-Beamer getestet. Der beste ist für uns der BenQ GS2. Er ist dank eingebautem Akku weitgehend unabhängig einsetzbar, da er noch nicht einmal eine Steckdose benötigt. Auch der interne Lautsprecher kann sich hören lassen und unterstützt das große Bild mit angemessenem Ton. WLAN und Bluetooth werden gleichermaßen unterstützt, außerdem lässt sich der Bildmodus an viele verschiedene Projektionshintergründe anpassen.

Der gemeinsame Genuss von Fotos oder Videos auf dem Smartphone-Display hat schon was. Allerdings ist spätestens dann Schluss, wenn dafür drei Leute die Köpfe über dem Display zusammenstecken müssen. Dann wird es meistens sehr eng und man wünscht sich schnell ein größeres Bild. Hier können Mini-Beamer ein echter Problemlöser sein, allein wegen ihrer kompakten Abmessungen kann man sie zu vielen Gelegenheiten einfach mitnehmen.

Wer im Außendienst tätig ist, oder bei Meetings oft präsentieren muss, hat das Potential der kleinen Strahler längst erkannt. Problemlos kann ich unterwegs oder auch im kurzerhand zum Meeting-Raum umfunktionierten Büro den Bildschirm von Smartphone, Tablet oder Laptop an die Wand werfen. Der große Bildschirm ist quasi immer dabei, ohne dass er auf der Reise übermäßig Platz beansprucht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

BenQ GS2

Test Mini Beamer: BenQ GS2
Der GS2 von BenQ kann sogar draußen genutzt werden. Er ist stoßfest, sehr anpassungsfähig und kann in der mitgelieferten Tasche untergebracht werden.

Mit dem GS2 hat Hersteller BenQ einen kompakten und enorm vielseitigen mobilen Beamer am Start. Der BenQ GS2 projiziert nicht nur sehr gute Bilder, er sieht außerdem gut aus, und sogar stoßfest und gegen Spritzwasser geschützt. An Quellen lässt sich so gut wie alles nutzen, drahtlos und kabelgebunden.

Mobiler Business-Beamer

Epson EB-1795F

Der Epson EB-1795F ist ein ganz besonderes Kaliber. Er muss an der Steckdose betrieben werden, erreicht dadurch aber Helligkeitswerte, mit denen auch im hellen Meeting-Raum große, helle Bilder projiziert werden können. Eine Leinwand ist nicht unbedingt erforderlich, der EB-1795F lässt sich farblich an unterschiedliche Projektionsflächen anpassen. Eine Transporttasche gehört zum Lieferumfang.

Bester Sound zum Film

Vivitek Qumi Z1H

Test Mini Beamer: Vivitek Qumi Z1H
Der Qumi Z1H klingt wie ein sehr guter Bluetooth-Lautsprecher, kann aber auch tolle Bilder an die Wand zaubern.

Er sieht eher aus wie ein größerer Bluetooth-Lautsprecher. Dabei hat es der Vivitek Qumi Z1H faustdick hinter der Linse. Diverse Eingänge und eine aufgeräumte Oberfläche zu deren Steuerung machen ihn zu einem multimedialen Erlebnis. Der Klang ist übrigens auch sehr gut, und dank der beiden eingebauten Lautsprecher sogar in stereo.

Bester kompakter

Viewsonic M1 mini

Test Mini Beamer: Viewsonic M1 mini
Der M1 mini ist sehr kompakt, hat dafür eine ordentliche Akkulaufzeit und erzeugt ausreichend helle Bilder.

Klar, es geht immer noch kleiner. Dabei ist der Viewsonic M1 Mini nur deshalb vergleichsweise groß, weil er seinen Standfuß zum Aufklappen gleich mitbringt. Außerdem schafft er mit seiner kleinen Linse noch eine beachtliche Helligkeit und verfügt über eine Ausdauer, die zumindest für einen Spielfilm in Überlänge reicht.

Preistipp ohne Akku

Philips NeoPix Prime

Mini-Beamer Test: Philips Neopix Prime
Der NeoPix Prime kommt zwar ohne Akku und ist trotzdem nicht der hellste Mini-Beamer, bringt dafür aber WLAN und Bluetooth mit – zum unschlagbaren Preis.

Geschrumpft – das ist das erste Wort was einem beim Anblick des Philips Neopix Prime unwillkürlich einfällt. Und der Neopix Prime sieht tatsächlich wie ein herkömmlicher Beamer aus, nur dass er eben viel kleiner ist. Ein Transportbeutel liegt dem Beamer bei, sein einziges Manko ist, dass er eine Steckdose benötigt.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerMobiler Business-BeamerBester kompakterBester Sound zum FilmPreistipp ohne Akku
ModellBenQ GS2Epson EB-1795FViewsonic M1 miniVivitek Qumi Z1HPhilips NeoPix PrimeOptoma LH200Anker Nebula Capsule MaxPhilips PicoPix NanoEpson EF-100XGimi HaloXGimi H3Vankyo Leisure 430
Test Mini Beamer: BenQ GS2Test Mini Beamer: Epson EB-1795FTest Mini Beamer: Viewsonic M1 miniTest Mini Beamer: Vivitek Qumi Z1HMini-Beamer Test: Philips Neopix PrimeMini-Beamer Test: Optoma Lh200Test Mini Beamer: Anker Nebula Capsule MaxMini-Beamer Test: Picopix NanoTest Mini Beamer: Epson EF-100Test Mini Beamer: XGimi HaloTest Mini Beamer: XGimi H3Test Mini-Beamer: Vankyo Leisure 430
Pro
  • Gute Bildqualität
  • Kompatibel mit 4K und HDR
  • WLAN und Bluetooth integriert
  • Sehr helles, kontrastreiches Bild
  • Diverse digitale und analoge Eingänge
  • Inklusive Transporttasche
  • Gutes Bild
  • FullHD kompatibel
  • Integrierter Standfuß
  • Gutes Bild
  • Sehr guter Sound
  • Interner Speicher und SD-Kartenslot
  • Viele analoge und digitale Schnittstellen
  • WLAN und Bluetooth
  • Gutes, kontrastreiches Bild
  • Transporttasche im Lieferumfang
  • Kurze Ladezeit
  • Gutes Bild mit viel Kontrast
  • Lange Akkulaufzeit
  • WLAN und Bluetooth integriert
  • Viel interner Speicher
  • Extrem kompakt
  • WLAN integriert
  • Helles, kontrastreiches Bild
  • Sehr gute Bedienoberfläche
  • Gutes Bild
  • 4K und HDR kompatibel
  • WLAN und Bluetooth integriert
  • Sehr gutes Bild
  • 4K und HDR kompatibel
  • WLAN und Bluetooth integriert
  • Viele Eingänge
  • Günstiger Preis
Contra
  • Kein Akkubetrieb möglich
  • Ohne WLAN und Bluetooth
  • Recht lange Ladezeit
  • Kein Akkubetrieb möglich
  • Geringe Lichtausbeute
  • Akkulaufzeit etwas zu knapp
  • WLAN nur optional
  • Ein einzelner interner Lautsprecher
  • Geringe Akkulaufzeit
  • Geringe Lichtausbeute
  • Kein Akkubetrieb
  • WLAN nur optional
  • Recht lange Ladezeit
  • Menü nicht komplett übersetzt
  • Aktuell ist noch das chinesische Menü installiert
  • Kein Akkubetrieb möglich
  • Nicht hell genug (für Netzbetrieb)
  • Recht lauter Lüfter
  • Bild sehr blaustichig
Bester Preis

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Die Versorgung – Akku oder Steckdose

Dass kompromisslose Mobilität nicht alles ist, versteht sich schon aus der Tatsache, dass einige der kompakten Beamer mit einem Akku bestückt sind, andere nicht. De Akku begrenzt natürlich die Betriebsdauer eines Beamers, zusammen mit der Lichtausbeute. Im Umkehrschluss heißt dass, wenn ich unbedingt einen hellen Beamer brauche, sollte er aus der Steckdose versorgt werden können.

Wir haben die Mini-Beamer daher grob in zwei Kategorien aufgeteilt: In diejenigen mit eingebautem Akku, die unabhängig von der Steckdose funktionieren, und in die netzgebundenen, die unbegrenzt helle Bilder projizieren können, vorausgesetzt, es ist eine Steckdose in der Nähe. Viele der akkubetriebenen Beamer können zwar auch an die Steckdose angeschlossen werden – mindestens zum Aufladen – sind aber meistens auch dann nicht so hell wie die anderen.

Verglichen mit den Beamern aus unserem anderen Test, sind sie aber alle mehr oder weniger kompakt, bringen oft ein Transport-Case mit und sind auch sonst recht robust. Viele haben aus gutem Grund sogar sehr ordentliche Lautsprecher eingebaut, schließlich will man außer dem Bildwerfer nicht auch noch eine Bluetooth-Box mit sich herumschleppen. Die kompakten Abmessungen haben allerdings nicht nur Vorteile: Um Platz und Strom zu sparen, sind die Mini-Beamer meistens nicht sonderlich hell, sodass es sinnvoll ist, die Umgebung möglichst dunkel zu halten. Hinzu kommt, dass natürlich in den seltensten Fällen eine perfekte Leinwand zur Verfügung steht, meistens muss eine mehr oder weniger weiße Wand reichen. Wenn diese Wand dann noch halbwegs plan ist, hat man schon ganz gute Voraussetzungen für ungetrübten Großbild-Genuss, sollte aber auch keine Wunder erwarten.

Entertainer oder Profi

Gerade im Business-Bereich, wo Büros oder Meeting-Räume nicht immer abgedunkelt werden können, sollte der Beamer möglichst hell sein. Eine Steckdose ist dort zum Glück häufig in Reichweite. Ist man eher outdoor oder anderen Locations ohne Steckdose unterwegs, ist ein eingebauter Akku mit reichlich Kapazität angesagt.

Entscheidend ist, wie viel Licht Sie brauchen

Ob Sie den Mini-Beamer nun als Spaßgerät unter Freunden und bekannten nutzen wollen oder bei der Arbeit ein mobiles Gerät zur Präsentation benötigen, unter den Mini-Beamern werden Sie auf jeden Fall fündig. Dabei gibt es neben den eindeutigen Profis und den eindeutigen Spaßwürfeln auch einige Geräte, die ihre Fähigkeiten in beide Richtungen entfalten. Entscheidend ist hier die Frage, wieviel Licht wird benötigt, und wie lange muss der Beamer im Zweifel laufen.

Auch die Anschlussmöglichkeiten spielen eine wichtige Rolle. Während der Präsentationsprofi möglicherweise Wert auf eine PC-kompatible Schnittstelle legt, reicht für den allgemeinen Unterhaltungswert unter Umständen die Buchse für den USB-Stick vollkommen aus. Wenn man sich ganz auf drahtlose Kommunikation verlassen möchte, sollte der Beamer natürlich über die entsprechenden Möglichkeiten und Protokolle verfügen. Der Drahtlos-Trend hält übrigens beim normalen Endverbraucher ebenso Einzug wie beim professionellen Nutzer.

Die Quellen – per Kabel und drahtlos

Beamer fürs Wohnzimmer oder Heimkino nutzen hauptsächlich die HDMI-Schnittstelle oder allenfalls noch einen VGA-Buchse, um Kontakt zu den verschiedene Quellgeräten aufzunehmen. Erst langsam nimmt auch hier die Verbreitung von USB, LAN bzw. Bluetooth und WLAN zu. Bei den mobilen Beamern ist das anders, hier ist die HDMI-Buchse meistens nur ein Eingang neben vielen. Um das Potential, Inhalte von unterschiedlichen Quellen streamen zu können, haben die meisten Mini-Beamer eine mehr oder weniger aufwändig gestaltete grafische Oberfläche.

Mini-Beamer Test: Benq Screenshot
Dank AptoideTV oder einem anderen Android-Abkömmling lassen sich oft diverse Streaming-Dienste direkt installieren.

Hierbei spielt Android eine große Rolle. Entweder ist es direkt installiert, oder ein Clone wie etwa AptoideTV. Manche Hersteller setzen hauseigene Betriebssysteme oder Oberflächen ein, das Mindeste, was ein portabler Mini-Beamer aber bieten kann, ist ein integrierter Mediaplayer, der auch die Daten auf einem angeschlossenen Speicher-Stick anzeigen kann.

So haben wir getestet

Eines der wichtigsten Testkriterien ist sicherlich die tatsächliche Lichtausbeute, im Gegensatz zu den Werten auf dem Papier. Wir haben daher die Helligkeit gemessen, die an der Leinwand ankommt. Anders als bei den größeren Kollegen, haben wir uns in diesem Test allerdings auf einen Meter Bildbreite beschränkt, was der Bildgröße eines 45-Zoll-Fernsehers entspricht und für einen Mini-Beamer praxisnah erscheint. Für eine größere Bilddiagonale muss der Beamer weiter von der Leinwand wegrücken, womit das Bild dann gleichzeitig dunkler wird.

Auch der Kontrast ist eine wichtige Kenngröße für die Bildqualität insgesamt. Auch diese haben wir gemessen, den Maximalkontrast in die Tabelle eingetragen und in die Bildbewertung einfließen lassen. Die natürliche Farbwiedergabe spielt bei den mobilen Beamern meistens eine untergeordnete Rolle, hier werden oft zugunsten einer höheren Lichtausbeute Abstriche in Kauf genommen. Wir haben trotzdem genau hingeschaut, mit teilweise erstaunlichem Ergebnis – sowohl positiv als auch negativ.

Bei den akkubetriebenen Modellen haben wir die Laufzeit gestoppt, und außerdem festgehalten, wie lange der Mini-Beamer anschließend zum Aufladen an die Steckdose muss. Wichtig waren uns neben dem Handling noch Ausstattungsmerkmale, wie analoge und digitale Schnittstellen, WiFi- und Bluetooth-Fähigkeit, sowie eingebaute Lautsprecher oder ein Transport-Case. Die Ausstattung und den Lieferumfang haben wir in der Tabelle dokumentiert, damit die Beamer diesbezüglich direkt miteinander vergleichbar sind.

Mini-Beamer Test: Benq Gs2

Testsieger: BenQ GS2

Ganz billig ist der BenQ GS2 nicht, dafür hat er jedoch einiges zu bieten. Obwohl er nicht danach aussieht ist er perfekt für den Außeneinsatz gerüstet, er ist nämlich gegen Spritzwasser geschützt und das Gehäuse ist zudem stoßfest. Damit man es nicht darauf ankommen lassen muss, gibt es ein passendes, schönes Transport-Case dazu. Das ist gut gepolstert und hat ein extra Fach für Kabel, Netzteil und die Fernbedienung.

Testsieger

BenQ GS2

Test Mini Beamer: BenQ GS2
Der GS2 von BenQ kann sogar draußen genutzt werden. Er ist stoßfest, sehr anpassungsfähig und kann in der mitgelieferten Tasche untergebracht werden.

Der BenQ GS2 ist schnell eingerichtet, er wird je nach gewünschter Bildgröße oder nach den Aufstellungsmöglichkeiten vor der Projektionsfläche positioniert. Das Gewinde an der Unterseite, stellt sich dabei als sehr praktisch heraus, damit lässt sich der Beamer sogar auf einem Stativ befestigen. Der Fuß des GS2 ist wie bei einem Videostativ als Halbschale ausgelegt, damit lässt sich die erforderliche Neigung zur Projektionsfläche perfekt einstellen.

Wenn der Beamer halbwegs korrekt positioniert ist, muss nur noch das Bild scharfgestellt, und die Geometrie korrigiert werden. Das macht der BenQ sogar automatisch und liegt damit meistens goldrichtig.

Eine richtige Leinwand ist nicht notwendig.

Als Projektionsfläche dient entweder ein beliebiges, möglichst weißes Tuch, oder gleich die weiße Wand, sofern sie entsprechend glatt ist. Richtig weiß muss die Fläche allerdings nicht unbedingt sein, die meisten Farbstiche fallen schon nach einiger Zeit kaum noch auf, beziehungsweise ermöglicht der Beamer eine entsprechende Farbkorrektur. Natürlich sollte man die Physik nichtunnötig herausfordern, und versuchen auf eine leuchtend rote Wand oder ein geblümtes Betttuch zu projizieren.

Laut BenQ kann der GS2​ sogar an eine Zeltbahn projizieren, von innen oder außen. Der passende Bildmodus ist auch schon hinterlegt, er trägt den bezeichnenden Namen »Lagerfeuer«. 😉

Auf allen Kanälen

Was den Input betrifft, ist der BenQ GS2 nicht zimperlich. Neben den üblichen Quellen wie HDMI und USB, eignet sich der BenQ dank des mitgelieferten WLAN-Dongles auch perfekt zum Streamen aus dem Netz.

Mit dem sogenannten Wireless Mirroring lassen sich sogar die Bildschirminhalte von Mobiltelefonen, Tablets, Macs oder PCs auf den BenQ übertragen und entsprechend großflächig projizieren. Die Android basierte Bedienoberfläche macht es dabei sehr leicht, die volle Funktionsvielfalt zu nutzen. Einige Streaming-Dienste sind bereits vorinstalliert, andere lassen sich problemlos als App nachladen. Alternativ zur mitgelieferten Fernbedienung lässt sich der Beamer zudem mit der kostenlosen BenQ Smart-Control App komplett vom Smartphone aus bedienen.

Bild- und Ton-Qualität

Zwar kann der BenQ GS2 »nur« in FullHD-Auflösung strahlen, gefüttert werden darf er aber durchaus mit schwerer Kost, wie Inhalte in 4K-Auflösung und sogar mit HDR (Hoch-Kontrast). Die intelligente Elektronik rechnet die Auflösung um, und holt auch seitens des Kontrastes alles aus dem Beamer, was die LEDs hergeben.

Steht HDR-Content am Eingang des Beamers stellt er sich sogleich automatisch auf den Bildmodus »HDR« um. Kontrast und Farbraum werden an die Anforderungen des HDR Standards angepasst. Das schafft der GS2 zwar längst nicht so akkurat wie ein »richtiger« Beamer, es reicht aber durchaus, um eindrucksvolle und natürliche Bilder zu erzeugen.

Bettmodus hilft gegen müde Augen

Die Bild-Presets enthalten neben dem Benutzer- und Kino-Modus auch solche Einstellungen wie Lagerfeuer und Bettmodus. Damit erhält das Bild eine eher warme, augenschonende Abstimmung, ähnlich wie das bei vielen Smartphone-Displays möglich ist. Die Helligkeit kann in drei Stufen an die Umgebung angepasst werden: Normal, Eco und der stromsparende Akku-Betrieb.

Tonal erhält der GS2 gleich von zwei eingebauten Lautsprechern Unterstützung, was im kleinen Kreis durchaus reichen kann. Für eine Erweiterung der Soundqualität gibt es Anschlussmöglichkeiten für externe Lautsprecher, per Kabel oder drahtlos via Bluetooth.

Nachteile?

Auch wenn das Jammern auf hohem Niveau ist, die Kontrastwerte des BenQ GS2 könnten höher sein, vergleichbare Beamer schaffen das jedenfalls. Außerdem ist die WLAN-Lösung mit dem USB-Stick nicht wirklich praktisch, eingebautes WLAN wäre viel komfortabler.

Der BenQ GS2 im Testspiegel

Hier haben wir die aktuell verfügbaren Tests des BenQ GS2 aufgelistet, demnächst werden weitere Tests veröffentlicht, die wir dann ebenfalls hier aufnehmen werden.

In der Ausgabe 5 des Magazins Video, die im Mai 2020 erschienen ist, erhielt der Beamer die Note »gut«:

»Wer bereit ist, auf etwas Leistung zu verzichten, der erhält mit dem GS2 von BenQ einen mobilen Beamer, der zwar keine Referenzbilder liefert, sich aber dank integriertem Akku überallhin mitnehmen lässt und dabei auch noch mit schickem Design, richtig guter Verarbeitung und einer durchaus ordentlichen Bildqualität zu überzeugen weiß.«

Beim Lite-Magazin war man ebenfalls von den Qualitäten des BenQ GS2 angetan, dort avancierte er zum »Highlight« in der Einstiegsklasse mit einem »sehr guten« Preis-Leistungs-Verhältnis:

»BenQ liefert mit dem GS2 einen WLAN-LED-Taschenbeamer, der gerade in der aktuellen Lage eine echte Empfehlung für Haushalte mit Kindern ist. Dank Akkubetrieb kann man diesen Projektor quasi überall mitnehmen. … – … Im Betrieb überzeugt der GS2 dann mit sehr guter Bildqualität und einem vernünftigen Bedienkonzept. …–… Hinzu kommen der geräuscharme Betrieb und der große Akku mit einer Kapazität von bis zu drei Stunden Laufzeit. Weil er zudem streamingfähig ist, benötigt man nicht einmal eine kabelgebundene Quelle, um loszulegen.«

Alternativen

Der BenQ GS2 ist unser Favorit, es gibt aber auch noch einige andere empfehlenswerte Modelle auf dem Markt. Wenn sie einen ganz besonders kompakten Projektor, einen Beamer für Präsentationen suchen oder nicht so viel Geld ausgeben wollen, haben wir die folgenden Alternativen für Sie.

Mobiler Business-Beamer

Epson EB-1795F

Der Epson EB-1795F macht schon auf den ersten Blick seinen professionellen Anspruch deutlich. Er benötigt gerade einmal eine Stellfläche von der Größe eines A4-Blattes, ist sehr flach, hat aber alles an analogen und digitalen Eingängen, was man sich im Büroalltag nur wünschen kann. Vorweg sei schon angemerkt, dass der EB-1795F auf Helligkeit getrimmt ist, er soll nämlich auch im hellen Büro oder Meetingraum noch für kontrastreiche, helle Bilder sorgen können. Im Akkubetrieb wäre das nur für wenige Minuten möglich, wenn Sie nicht etliche Kilo Akkukapazität mit schleppen wollen. Deshalb ist der Epson ausschließlich für den Netzbetrieb konzipiert.

Anders als bei einem Laptop ist das Netzteil fest eingebaut. Trotzdem passt der Beamer in die mitgelieferte Tasche, die kaum größer ist als eine Laptop-Tasche. Neben dem Beamer haben sogar noch das Netz- und ein VGA-Kabel für den Anschluss an einen PC sowie die Fernbedienung Platz in der Tasche.

Umfangreiche Fernbedienung

Schnell ist der EB-1795F aufgestellt und auf die Projektionsfläche ausgerichtet. Da er als einziger im Test neben dem Fokus für die Schärfe auch einen Zoomring hat, lässt sich die Bildgröße noch besser an die gegebene Fläche anpassen. Ein in feinen Stufen ausklappbarer Fuß sorgt für die richtige Schräglage zur Leinwand, falls das nötig ist. Auch die Fernbedienung ist komplett für Präsentationsprofis ausgelegt. Während der Laie von den vielen Tasten, die meist sogar noch doppelt belegt sind, schnell überfordert ist, freut sich der Profi über den direkten Zugriff auf wichtige Eingänge und Einstellungen sowie den integrierten Laserpointer. Der Fokus, also die Bildschärfe, lässt sich ganz bequem per Fernbedienung einstellen.

Auch wenn der EB-1795F über einen Bildmodus für Filme verfügt, ist der doch recht kühl abgestimmt, weil das in heller Umgebung einfach besser ist. Einen Vorteil für den Privatgebrauch hat der Epson allerdings schon, denn aufgrund seiner enormen Lichtausbeute bei gleichzeitig kompakten Abmessungen eignet er sich prima fürs Public Viewing auf der Terrasse oder während der Gartenparty – ein Verlängerungskabel stets vorausgesetzt.

Bester kompakter

Viewsonic M1 mini

Test Mini Beamer: Viewsonic M1 mini
Der M1 mini ist sehr kompakt, hat dafür eine ordentliche Akkulaufzeit und erzeugt ausreichend helle Bilder.

Der Viewsonic M1 Mini ist ziemlich klein, trotzdem bringt er seinen eigenen Standfuß direkt mit. Dieser ist schwenkbar, lässt sich beim Transport einfach einklappen und schützt damit das Objektiv. Außer der minzgrünen Abdeckung liegen noch eine gelbe und eine graue bei, damit der Viewsonic immer das richtige Outfit hat.

Ein Transportcase gibt es dagegen nicht, wohl weil der faustgroße Beamer potentiell in jede Tasche passt. Das ist schade, denn in einem passenden Case wäre sicher noch Platz für die Fernbedienung im Scheckkartenformat und das Ladekabel. Geladen wird der M1 Mini wie ein Smartphone über einen microUSB-Anschluss, ein passendes Kabel liegt bei, ein Lade-Netzteil dagegen nicht.

Auf seinem Fuß kann der Beamer auf die Projektionsfläche ausgerichtet werden. Wegen der geringen Standfläche, die er benötigt, funktioniert eine optimale Ausrichtung quasi per Hand problemlos. Ein richtiger Schalter auf der Rückseite schaltet den Beamer an und aus. Gerade beim Transport sollte der Viewsonic darüber ausgeschaltet sein, per Fernbedienung geht es nämlich nur in den Standby, der immer etwas Strom kostet.

Gute Einstellungsautomatik und mageres Anschlussfeld

Nach dem Einschalten wird es dann automatisch, wenn nämlich der Viewsonic eigenständig die Bildgeometrie einstellt. Es ist schon faszinierend, wie schnell der Winzling das Bild gerade eingestellt hat. Die Bildschärfe wird an einem kleinen Stellrad eingestellt, auch das funktioniert prächtig. Danach gibt sich der Beamer allerdings vergleichsweise zugeknöpft, nur eine HDMI- und eine USB-Buchse stehen eingangsseitig zur Verfügung, Bluetooth und WLAN sind Fehlanzeige. Dafür kann zumindest ein Stick oder ein anderer externer Speicher in die USB-Buchse gesteckt werden.

Das Menü erinnert stark an das eines Mediaplayers, über die Eingangswahl hinaus bietet es erstaunlich viele Einstellmöglichkeiten an. Selbst die Bildparameter lassen sich optimieren, bis hin zur einer differenzierten Wahl der Farbtemperatur aus 6.500, 7.500 und 9.300 Kelvin, wobei 6.500 Kelvin die optimale Einstellung für Filme ist.

Obwohl der M1 Mini weder über WLAN noch über Bluetooth verfügt, gaben wir ihm den Vorzug vor dem noch kleineren Philips Picopix Nano. Der kann zwar WLAN, verfügt aber bei weitem nicht über die Ausdauer des Viewsonic. Darüberhinaus gibt es beim Viewsonic eine Fernbedienung und ein umfangreiches Menü.

Bester Sound zum Film

Vivitek Qumi Z1H

Test Mini Beamer: Vivitek Qumi Z1H
Der Qumi Z1H klingt wie ein sehr guter Bluetooth-Lautsprecher, kann aber auch tolle Bilder an die Wand zaubern.

Würde nicht ein Objektiv aus der Vorderseite hervorlugen, könnte der Vivitek Qumi Z1H ohne weiteres als Bluetooth-Lautsprecher durchgehen. Tatsächlich sind auch zwei Lautsprecher-Chassis integriert, die zudem noch guten Sound hervorbringen können. Das ändert allerdings nur wenig daran, dass es sich hier um einen mobilen Beamer handelt.

Der Qumi Z1H hat neben der HDMI-Schittstelle auch zwei USB-Buchsen, eine davon im USB-C-Formfaktor. Als zusätzliche Quelle kommt außerdem eine microSD-Karte in Frage, oder der interne Speicher, der mit 8 Gigabyte allerdings nicht ganz so üppig ausfällt. Auch die drahtlose Übertragung per WLAN oder Bluetooth beherrscht die Box problemlos. Bei dieser Auswahl an Quellen sorgt die Android-Oberfläche für angemessenen Überblick.

Wechsel zwischen Beamer- und Lautsprecherfunktion

Gesteuert wird der Beamer entweder über die Touch-Fläche an der Oberseite oder per mitgelieferter Fernbedienung. Auf dem Touch-Feld des Qumi Z1H gibt es bezeichnenderweise eine Taste, die zwischen Beamer- und Lautsprecherfunktion umschaltet. Mit der Fernbedienung lässt sich direkt das Audio-Menü mit unterschiedlichen Voreinstellungen aufrufen. Es gibt neben Musik und Film, auch den Benutzer-Modus, dort lässt sich mit einem 5-Band-Equalizer der Klang individuell anpassen.

Nun aber zum Bild: Das Fokus-Rad lässt sich sehr fein und zuverlässig justieren. Das beste Bild erreicht man mit der Einstellung Film im Lichtmodus »Standard«. Wird der Beamer zum Stromsparen in den »Eco«-Betrieb gestellt, erhält das Bild einen markanten Rotstich. Im Bildmodus »Benutzer« können Sie neben den üblichen Parametern auch die Farbtemperatur einstellen. Standard, kühl und warm stehen hier zur Auswahl.

Wegen seiner geringen Lichtausbeute im Akkubetrieb mag es der Qumi Z1H lieber in dunkler Umgebung, dort kann er mit außergewöhnlich hohem Kontrast aufwarten und mit einer Akkulaufzeit von fast drei Stunden.

Preistipp ohne Akku

Philips NeoPix Prime

Mini-Beamer Test: Philips Neopix Prime
Der NeoPix Prime kommt zwar ohne Akku und ist trotzdem nicht der hellste Mini-Beamer, bringt dafür aber WLAN und Bluetooth mit – zum unschlagbaren Preis.

Der Philips Neopix Prime sieht aus wie ein geschrumpfter herkömmlicher Beamer: Alles ist etwas kleiner, nur die Optik wirkt im Vergleich zum Rest etwas überdimensioniert. Es gibt einen Fokus-Ring und einen zweiten Ring zur Trapezkorrektur, die hinterlassen allerdings einen recht billigen Eindruck und arbeiten schwergängig beziehungsweise mit viel Spiel.

Während der Fokus sich noch einigermaßen gut dosieren lässt, arbeitet die Trapezkorrektur ziemlich grobschlächtig. Man spürt beim Dreh am entsprechenden Rad, dass hier ein Spiegel oder ein anderes Element der Optik umgeklappt wird. Um eine möglichst rechtwinklige Projektion zu erreichen, bedarf es also etwas Fingerspitzengefühls. Es geht aber noch billiger, wie der Vankyo Leisure 430 eindrucksvoll unter Beweis stellt.

Mäßiges Gehäuse, aber viele Anschlüsse

Das Gehäuse des Neopix Prime selbst kommt zwar im Hochglanz-Outfit, hält einer näheren Qualitätsprüfung aber kaum stand. Für das dort eingesparte Budget setzte der Hersteller auf Vielfalt bei den Eingängen. Gleich zwei HDMI-Buchsen stehen zur Verfügung, daneben die obligatorische USB-Schnittstelle für externe Speicher, und ein microSD-Kartenslot fehlt ebenfalls nicht. Darüberhinaus nimmt es der Neopix Prime auch per WLAN mit dem Netzwerk und dem Internet auf. Die Verbindung zum Smartphone erfolgt wahlweise ebenfalls per WLAN oder Bluetooth.

Schade ist daher, dass der Philips ausschließlich an der Steckdose betrieben werden kann. Das Netzteil ist so groß, dass es nicht mehr ins Gehäuse passte und deshalb wie beim Notebook extern ausgeführt ist.

Voreinstellungen für das Bild gibt es nicht, lediglich die üblichen Einstellungen für Helligkeit, Kontrast, Farbsättigung und Schärfe stehen zur Verfügung. Das Bild ist recht kühl abgestimmt und mit maximal 255 Lumen auch nicht besonders hell, jedenfalls nicht für ein Gerät das am Netz betrieben wird.

Überzeugt hat uns dagegen die Anschlussvielfalt und das doch recht kompakte Gehäuse. Für den schlanken Preis geht der Philips Neopix Prime als halbwegs mobiler Beamer also in Ordnung, selbst wenn man auf eine Möglichkeit zur Verdunklung und eine Steckdose in der Nähe angewiesen ist.

Außerdem getestet

Der Optoma LH200 wendet sich eher an den professionellen Kunden und ermöglicht diesem mit dem eingebauten Akku eine höhere Mobilität als mit einem netzgebundenen Beamer. Auf der Soll-Seite steht dann, wie nicht anders zu erwarten, ein Kompromiss bezüglich Lichtausbeute und Betriebsdauer.

Der Optoma liefert eine etwas höhere Lichtausbeute und einen viel höheren Kontrast als der BenQ. Das geht allerdings zu Lasten der Laufzeit, nach knapp über zwei Stunden muss der LH200 nämlich schon wieder aufgeladen werden. Alternativ kann er zwar auch direkt am Netzteil betrieben werden, dann ist er aber nicht mehr so mobil.

Der Optoma LH200 kann eine gute Alternative zum Epson EB-1795F sein, wenn man auf eine Steckdose und auf das letzte Quäntchen Lichtausbeute verzichten kann.

Anker Nebula Capsule Max

Der Anker Nebula Capsule Max ist ähnlich gebaut wie der Vivitek und erinnert ebenfalls eher an einen Bluetooth-Lautsprecher als an einen Beamer. In dem Gehäuse steckt allerdings nur ein einziger Lautsprecher, dennoch lässt sich der Capsule Max mit einer Taste kurzerhand vom Beamer- in den Audio-Modus umstellen und umgekehrt.

Auch hier ist eine Android-Variante als Betriebssystem installiert, die per Fernbedienung, über die Touch-Fläche auf der Oberseite des Capsule Max, oder mit einer kostenlosen App per Smartphone bedient wird.

Das Bild ist zwar nicht besonders hell, liefert aber gute Kontrastwerte, deshalb mag es auch der Capsule Max am liebsten dunkel.

Der würfelförmige Philips Picopix Nano ist extrem kompakt. Bedient wird er ausschließlich über wenige Tasten am Gerät, eine Fernbedienung, wie klein auch immer, wäre schlicht überdimensioniert. Trotz der kompakten Abmessungen ist ein Akku eingebaut, der über eine microUSB-Buchse aufgeladen wird. Ein passendes Netzteil gehört zum Lieferumfang, ebenso wie das Ladekabel. Letzteres ist als Y-Verteiler mit einer zusätzlichen USB-A-Buchse ausgelegt, damit lässt sich ein externer Speicherstick mit Fotos oder Videos anschließen. Darüber hinaus gibt es einen microSD-Kartenslot, und der Winzling lässt sich sogar per WLAN mit dem Smartphone verbinden.

Für seine Größe ist der Picopix Nano erstaunlich hell, leuchtet allerdings mit knapp anderthalb Stunden im Akkubetrieb nicht sonderlich lange. Er ist der perfekte Begleiter für unterwegs, um mal eben Fotos oder Videos im Großformat mit anderen zu teilen. Es sollte dazu aber einigermaßen dunkel sein, außerdem wird es für einen neunzigminütigen Film schon knapp.

Der Epson EF 100 hat keinen Akku, verfügt über ein eingebautes Netzteil und ist damit nur bedingt mobil einsetzbar. Dafür liefert er aber auch hervorragend helle, kontrastreiche Bilder, die er bis auf FullHD hochskaliert. Selbst für einen Beamer an der Steckdose liefert er mit über 1000 Lumen nach Kalibrierung eine enorme Lichtausbeute, er kann zudem sehr flexibel aufgestellt werden. Sogar eine Projektion an die Decke (zum Beispiel des Schlaf- oder Kinderzimmers) ist ohne weiteres möglich.

Die Anschlüsse sind auf der Rückseite unter der Abdeckung oder, wie die Kopfhörerbuchse, seitlich unter einem kleinen Deckel untergebracht. WLAN gibt es dagegen nur optional mit einem Dongle. Das darf dann allerdings auch der Chromecast-Stick sein, bei Bedarf steht hierfür zudem eine Stromversorgung zur Verfügung. Der EF 100 hat eine gut ausgebaute Soundabteilung, sodass Sie meistens auf externe Unterstützung verzichten können.

Als Manko kann man allerdings die Bedienoberfläche werten – hier machen andere vor, wie es besser geht. Da bietet selbst die Oberfläche des EB 1795F deutlich mehr Übersicht, dazu muss es noch nicht mal Android sein. Als mobiles Kino im Haus oder in der Ferienwohnung geht der Epson aber trotzdem durch, zumal er auch in helleren Räumen eine sehr gute Bildqualität abliefert.

Der Xgimi Halo ist dem BenQ seitens der Funktionsvielfalt recht ähnlich, selbst bei der Akkulaufzeit nehmen sich beide nichts und liegen mit drei Stunden auf der sicheren Seite. Seitens der Bildqualität hat der Halo sogar leicht die Nase vorn. Zumindest bezüglich Helligkeit und Kontrast macht er die etwas bessere Figur. In der Farbtreue liegt dann der BenQ wieder leicht vorn, was zum großen Teil auch daran liegt, dass der die besseren Voreinstellungen hat.

Der Halo hinterlässt einen dem Preis angemessenen guten Eindruck, im Gegensatz zu dem des Xgimi H3 ohne Akku ist hier das Menü fast komplett übersetzt. Die Einflussmöglichkeiten auf das Bild sind auch hier eher gering, lediglich im Bildmodus »Benutzer« lässt sich das Bild etwas anpassen. Dafür schaltet er bei HDR-Signal gnadenlos in den Hochkontrastmodus und kriegt dabei auch eine passable Bildqualität hin.

XGimi H3

Test Mini Beamer: XGimi H3

Keine Preise gefunden.

Der Xgimi H3, den wir als Testmuster zur Verfügung hatten, lief eigentlich außer Konkurrenz. Da noch kein europäisches Modell verfügbar war, nahmen wir mit dem asiatischen Grundmodell vorlieb und mussten uns durchs größtenteils chinesische Menü hangeln. Nach vielen Versuchen und mindestens ebenso vielen Irrtümern gelang es uns tatsächlich, ein vielversprechendes Bild an die Leinwand zu bringen. Dabei war die eigentliche Installation gar nicht so schwer, weil auch hier Bildschärfe und Trapezkorrektur vollautomatisch ablaufen.

Dank seiner Android-Oberfläche ist auch der Xgimi H3​ voll auf Internet und Streaming-Dienste abonniert, es ist sogar eine Sortierstruktur nach Games, Kinderfilmen, Sport, Blockbuster etc. zu erkennen. WLAN ist integriert, der Sound ist von Harman Kardon gepimpt und ganz beachtlich. Lediglich der Heiligenschein, der kreisrund ums eigentliche Bild erscheint, irritiert etwas und kommt so bei den direkten Konkurrenten nicht vor. Sobald ein Exemplar für den EU-Markt verfügbar ist, werden wir es auf jeden Fall nachtesten.

Der Vankyo Leisure 430 ähnelt dem Philips Neopix Prime​ – auch er sieht aus wie ein »richtiger« Beamer, nur eben viel kleiner. Der Vankyo Leisure 430​ hat ebenfalls keinen Akku und muss somit an die Steckdose. Damit erschöpfen sich aber auch schon die Ähnlichkeiten. Die Verarbeitung ist schlecht, was sich erstmal mit dem niedrigen Preis erklären lässt, schließlich kostet er knapp die Hälfte von besagtem Philips.

​Alles, was am Objektiv mechanisch einzustellen ist, wie die Trapezkorrektur oder die Schärfe, ist beim Leisure 430​ viel schwergängiger und spürbar billiger gehalten. Was sich nun nicht mehr mit dem günstigen Preis wegdiskutieren lässt, ist das Bild, das der Leisure 430​ an unsere Testleinwand wirft. Es ist schlicht zu dunkel, vor allem für ein Gerät, das an der Steckdose hängt.

Die Farbtemperatur kann in vier Stufen eingestellt werden: warm, mittel, kühl und Benutzer. Das Preset »Warm« hat einen deutlichen Grünstich, der sich auch im Benutzermodus nicht vernünftig korrigieren lässt. Alle anderen Modi sind viel zu kühl, um auch nur eine annähernd korrekte Farbdarstellung zu erhalten.​ Der Leisure 430​ ist damit absolut nicht empfehlenswert, Sie sollten also lieber etwas mehr ausgeben als den Beamer letztendlich doch im Schrank verstauben zu lassen.

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