Der beste Mittelklasse-Kaffeevollautomat

Kaffeevollautomaten im Test – Testsieger: Melitta Caffeo CI

Der beste Kaffeevollautomat der Mittelklasse ist der Melitta Caffeo CI. Mit seiner guten Verarbeitung und seinem großen Umfang an nützlichen Funktionen geht er klar auf Distanz zu allen Geräten für Einsteiger, kostet aber nur wenig mehr als die günstigsten auf dem Markt. Die einfache Bedienung und vier speicherbare Nutzerprofile machen ihn zur idealen Lösung für Haushalte oder kleine Bürogemeinschaften mit mehreren Kaffee-Genießern.

Wenn Sie Pad- und Kapselkaffee nicht mehr trinken können oder möchten und sich lieber einen soliden aber nicht allzu teuren Kaffeevollautomaten zulegen wollen, dann macht es Sinn ein mittelpreisiges Gerät zu kaufen. Hier dürfen Sie keine Luxusfeatures wie App-Steuerung oder doppeltes Mahlwerk erwarten aber durchaus sehr gut verarbeitete Automaten, die ausreichend Einstellungsmöglichkeiten bereitstellen.

Ein Mittelklasse-Kaffeevollautomat ist für Sie die richtige Wahl, wenn das Gerät relativ stark beansprucht wird, beispielsweise in Bürogemeinschaften. Aber auch zuhause macht es für Kaffee-Liebhaber häufig Sinn etwas tiefer in die Tasche zu greifen und anstatt eines sehr günstigen Vollautomaten die goldene Mitte zu wählen – Sie werden länger Freude damit haben.

Wir haben uns sechs Kaffeevollautomaten zwischen 400 und 700 Euro angesehen und einem ausführlichen Praxistest unterzogen. Auch im mittelpreisigen Segment können manche Geräte mit Extras punkten.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit: Melitta Caffeo CI

Test: Mittelklasse-Kaffeevollautomat – Testsieger Melitta Caffeo CI
Für diese Preisklasse bringt er viele Extras mit und was noch wichtiger ist – einen tollen Espresso.

Der Melitta Caffeo CI ist in jeder Hinsicht für einen Kaffeevollautomaten der Mittelklasse hervorragend ausgestattet und ebenso gut verarbeitet. Die zwei Bohnenfächer sind ein Extra, das man nur bei wenigen anderen Geräten findet. Auch die vier programmierbaren Nutzerprofile sind alles andere als selbstverständlich.

Nur bei der Einstellung der Wassermenge hätten wir uns mehr Freiheit gewünscht. Und zugegeben, der Melitta Caffeo CI ist mit seinem Edelstahlmahlwerk nicht gerade leise. Er ist aber auch nicht außergewöhnlich laut. Doch insgesamt kann der Melitta Caffeo CI aus unserer Sicht mit mehr Vorzügen punkten als andere Geräte in seiner Preislage. Damit ist er eine exzellente Wahl für Mehrpersonenhaushalte und kleine Büros – und für uns klarer Testsieger.

Für kleine Haushalte: Siemens EQ 3

Test Mittelklasse-Kaffeevollautomat: Siemens EQ 3
Das Milchschaumsystem ermöglicht eine sehr einfache Reinigung.

Der Siemens EQ3 ist ein interessanter Kaffeevollautomat, weil er vom Design ziemlich aus der Reihe tanzt. Markant und gleich in den Blick wandert die Schaumlanze für den Milchschaum. Der ganze Automat sieht etwas futuristisch aus, doch das ist ja vom individuellen Geschmack abhängig.

Seinen Job macht der EQ3 jedenfalls gut und etwas günstiger als unser Favorit ist er auch noch. Sowohl Vor- als auch Nachteil könnte sein, dass man die Milch direkt im Gefäß schäumen muss und keinen separaten Milchbehälter hat.

Kompakter und leiser: Saeco Moltio

Test Mittelklasse-Kaffeevollautomat: Saeco Moltio
Die integrierte Milchkaraffe ist platzsparend und gut verarbeitet.

Wenn Ihnen der Lärm des Mahlwerkes beim Kaffeemahlen zu laut ist, dann ist die Saeco Moltio mit ihrem Keramikmahlwerk eine gute Alternative für Sie.

Individuelle Nutzerprofile gibt es hier leider nicht, aber ansonsten macht die Saeco einen guten Job. Sie ist außerdem ein bisschen teurer als unser Testsieger, weshalb sie für uns nicht ganz vorne landete.

Vergleichstabelle

Unser FavoritFür kleine HaushalteKompakter und leiser
Modell Melitta Caffeo CI Siemens EQ 3 Saeco Moltio Saeco Incanto DeLonghi ESAM 5500 Melitta Caffeo Barista
Test: Mittelklasse-Kaffeevollautomat – Testsieger Melitta Caffeo CITest Mittelklasse-Kaffeevollautomat: Siemens EQ 3Test Mittelklasse-Kaffeevollautomat: Saeco MoltioTest Mittelklasse-Kaffeevollautomat: Saeco IncantoTest Mittelklasse-Kaffeevollautomat: DeLonghi ESAM 5500Test Mittelklasse-Kaffeevollautomat: Melitta Caffeo Barista
Pro
  • Zwei separate Bohnenfächer und programmierbare Nutzerprofile
  • Etwas günstiger und außergewöhnliches Design.
  • Leise dank Keramikmahlwerk
  • Guter Kaffee
  • Großes Display
  • Guter Kaffee
  • Brüheinheit ist leicht zu reinigen
  • Übersichtlich
  • Guter Kaffee
Contra
  • Wassermenge ist nicht so frei einstellbar wie es wünschenswert wäre
  • Kein separater Milchaufschäumer
  • Keine Nutzerprofile einstellbar und etwas teurer als der Testsieger
  • Bohnen- und Kaffeefach sind zu nah beieinander
  • Reinigung aufwendig
  • Kundenservice wird schlecht bewertet
  • Milchschaum wird nicht so gut
  • Doppeltes Bohnenfach ist zu klein
Bester Preis
Technische Daten  

So haben wir getestet

Den Funktionsumfang und das Design eines Kaffeevollautomaten kann man auch aus der Ferne ganz gut beurteilen. Andere Dinge muss man testen. Das sind vor allem die Getränkequalität, die Bedienung und die Lautstärke.

Außerdem haben wir darauf geachtet, was die Reinigungsprogramme bieten und wieweit die Geräte sich zerlegen lassen. Im Zweifel ist es besser für die Hygiene, wenn Sie die Teile zusätzlich mit der Hand reinigen können, die mit Wasser, Kaffee und Milch in Berührung kommen.

Im Einzelnen getestet haben wir neben unserem Testsieger die Modelle Saeco Moltio, Saeco Incanto, Delonghi ESAM 5500, Melitta Caffeo Barista und Siemens EQ 3.

Kaffeevollautomaten: Was heißt Mittelklasse?

Kaffeevollautomaten sind praktisch und machen Spaß. Kein Wunder, dass sie seit einigen Jahren immer beliebter werden. Sie versprechen Espresso und Milchkaffeegetränke von hoher Qualität und aus frisch gemahlenen Kaffeebohnen auf Knopfdruck. Viele Kaffeevollautomaten bekommen das auch schon ganz gut hin. Damit sind sie die bequemste Möglichkeit, Espresso, Cappuccino und andere Milchkaffee-Varianten jederzeit zu Hause griffbereit zu haben.

Die Kaffeevollautomaten auf dem Markt verteilen sich über eine große Preisspanne, die bei knapp unter 300 Euro anfängt und etwa bis zum Zehnfachen davon reicht.

Die teureren zeichnen sich zum einen dadurch aus, dass sie robuster sind und auch längerer Dauerbeanspruchung in einer größeren Bürogemeinschaft standhalten können. Zum anderen schmücken sie sich mit Luxusfeatures wie Tassenbeleuchtungen, Touch-Displays, App-Steuerung oder einer Ausstattung mit doppeltem Mahlwerk und Heizsystem für die schnelle Zubereitung von zwei Getränken gleichzeitig.

Die Grenzen der Günstigen

Auf solche Spielereien muss man bei den Einsteiger-Geräten natürlich verzichten. Bei unserem Testsieger unter den günstigen Kaffeevollautomaten für unter 300 Euro, dem DeLonghi ECAM 22.110, hat der Hersteller sogar das Display eingespart.

Auch mit einem günstigen Kaffeevollautomaten kann durchaus ein sehr guter Espresso und Milchkaffee zubereitet werden. Zudem erscheinen deren Preise noch einmal günstiger, wenn man bedenkt, dass zum Kaffeevollautomaten keine zusätzliche Kaffeemühle gebraucht wird. Wenn Sie sich für eine Espressomaschine entscheiden, kommt diese Ausgabe dazu.

Aber kostengünstig hergestellte Geräte haben natürlich auch ihre Grenzen. So findet man bei den Kaffeevollautomaten für Einsteiger grundsätzlich mehr Kunststoff als Edelstahl. Der Funktionsumfang ist kleiner und sie bieten weniger individuelle Einstellungsmöglichkeiten. Im Allgemeinen ist bei günstigeren Elektrogeräten auch von einer niedrigeren Lebenserwartung auszugehen. Bezogen auf Kaffeevollautomaten heißt das, dass etwas mehr investiert werden sollte, wenn damit regelmäßig mehrere Personen versorgt werden sollen, denn das erhöht die Belastung des Geräts.

Die goldene Mitte

Was die Kaffeequalität betrifft, ist es durchaus nicht so, dass der Espresso aus einem teuren Kaffeevollautomaten ausnahmslos besser ist. Das findet man letztlich nur durch einen Test heraus, oder wenn das nicht möglich ist, indem möglichst viele vertrauenswürdige Meinungen eingeholt werden. Höherwertige Geräte haben allerdings meist den Vorzug, dass sie mehr Einstellungsmöglichkeiten bieten, die Sie nutzen können, um Ihren Espresso weiter zu perfektionieren und dem eigenen Geschmack anzupassen.

Mittelklasse: Kein Luxus aber durchaus einiges an Funktionen

Mittelklasse heißt also, dass Funktionsumfang und Verarbeitung mehr als das absolute Minimum abdecken. Das macht die Nutzung komfortabler und der Automat ist besser für stärkere Beanspruchung gerüstet.

Die Mittelklasse ist die richtige Kategorie für alle, die keine Luxusfeatures brauchen, aber etwas Solides wollen. Am ehesten sind das Paare, Familien und kleine Wohn- oder Bürogemeinschaften. Die Preise bewegen sich grob zwischen 400 und 800 Euro.

Einstellungen und Programmierung

Zum Minimum an Einstellungsmöglichkeiten, die ein Kaffeevollautomat bieten sollte, gehört der Mahlgrad, die Wassermenge pro Getränk und die Kaffeestärke, also die Menge an Kaffeepulver pro Getränk. Bei höherwertigen Geräten lässt sich häufig auch die Temperatur der Kaffeegetränke regeln. Bei einer guten Voreinstellung ist das aber nicht unbedingt nötig.

Große Unterschiede gibt es bei den Möglichkeiten, individuelle Nutzerprofile zu speichern. Wird ein Kaffeevollautomat von mehreren Personen regelmäßig benutzt, ist es nützlich, wenn jeder Benutzer für Espresso, Cappuccino, Latte Macchiato etc. seine eigenen Einstellungen speichern kann. Das ist auch in der Mittelklasse nicht selbstverständlich.

Espresso und Milchschaum

Damit der Espresso aus verschiedenen Kaffeevollautomaten vergleichbar ist, haben wir für alle Geräte dieselben Einstellungen vorgenommen: Feinster möglicher Mahlgrad, 20 ml Wasser und maximale Kaffeestärke. Welches Aroma zu erwarten ist, hängt natürlich vom verwendeten Espresso ab. Deutliche Minuspunkte gibt es aber für wässrigen und unnatürlich bitteren (verbrannten) Espresso. Die Durchlaufzeit sollte etwa 25 Sekunden betragen.

Beim Milchschaum gibt es einen großen Unterschied in der Ausstattung: Kaffeevollautomaten für Einsteiger sind in der Regel nur mit einer Schaumlanze zum manuellen Milchaufschäumen ausgestattet. Viele Geräte der Mittelklasse haben dagegen ein vollautomatisches Milchschaumsystem. Die Schaumlanze muss selbst für einige Augenblicke in einen Behälter mit Milch gehalten werden – beim automatischen System wird die Milch durch einen Schlauch eingesaugt und fließt fertig und schaumig in die Tasse. Nur in der zweiten Variante gibt es also Milchschaum auf Knopfdruck.

Einige Geräte haben ein automatisches Milchschaumsystem

Ein guter Milchschaum ist relativ fest, in der Konsistenz einheitlich und ohne größere Blasen. Weniger günstig ist, wenn die Milch nur teilweise aufgeschäumt ist oder die Schaumlanze zu viel Wasser abgibt und die Milch verdünnt.

Bedienung

Ein guter Test der Bedienfreundlichkeit eines Kaffeevollautomaten ist, erst einmal zu schauen, wie weit man ohne die Gebrauchsanweisung kommt. Im Idealfall ist die Bedienung intuitiv und logisch aufgebaut, so dass man sie schnell versteht und dann nicht mehr lange nachdenken oder nachschlagen muss, um die gewünschte Funktion zu bekommen.

Lautstärke

Je nachdem, wie geräuschempfindlich Sie sind und wie häufig Ihr Kaffeevollautomat benutzt wird, kann die Lautstärke ein wesentlicher Punkt sein. Das Lauteste ist das Mahlwerk. Im Allgemeinen sind Mahlwerke aus Edelstahl lauter als solche aus Keramik. Bei Automaten der Spitzenklasse setzen die Hersteller manchmal spezielle Techniken zur Geräuschisolierung ein, doch in der Mittelklasse kann man das noch nicht erwarten. Daher unterscheidet sich die Lautstärke der einzelnen Modelle mitunter deutlich.

Pflege und Reinigung

Hier gilt es die eingebauten Reinigungsprogramme und die Möglichkeiten des Auseinandernehmens zu testen. Ein großer Unterschied zwischen den Geräten auf dem Markt ist die Brühgruppe: Bei den meisten können Sie diese ohne großen Aufwand herausnehmen, aber bei manchen ist sie fest verbaut und unzugänglich. Normalerweise sollte das kein Problem für die Hygiene sein, aber einfacher und sicherer ist es doch, wenn man sich leicht vergewissern und die Brühgruppe mit der Hand abspülen kann.

Kaffeevollautomaten im Test – Testsieger: Melitta Caffeo CI
Unsere Empfehlung in der mittleren Preisklasse: Melitta Caffeo CI.

Testsieger: Melitta Caffeo CI

Der Melitta Caffeo CI ist ein kompakter Kaffeevollautomat mit guten Einstellungsmöglichkeiten, vier individuell programmierbaren Benutzerprofilen und automatischem Milchschaumsystem. Als besonderes Extra bringt er zwei getrennte Bohnenbehälter mit. So kann man ihn mit zwei verschiedenen Espresso-Sorten befüllen und durch Umlegen eines Schalters nach Tageslaune eine davon auswählen.

Unser Favorit: Melitta Caffeo CI

Test: Mittelklasse-Kaffeevollautomat – Testsieger Melitta Caffeo CI
Für diese Preisklasse bringt er viele Extras mit und was noch wichtiger ist – einen tollen Espresso.

Ebenfalls nicht selbstverständlich ist, dass Espresso und Milch aus einem gebündelten Auslauf kommen, so dass die Tasse oder das Glas nicht umgestellt werden müssen. Der Auslauf ist verstellbar bis zu einer Höhe von 14 cm, kann also auch hohe Latte-Gläser füllen. Der Milchschlauch wird nach Benutzung automatisch mit Wasser durchgespült. Das alles sind dicke Pluspunkte, die auch bei teureren Kaffeevollautomaten nicht immer gegeben sind.

Mit zwei getrennten Bohnenbehältern

Bei der Lautstärke ist unser Urteil neutral – der Melitta Caffeo CI liegt im Mittelfeld. Mehr kann man von einem so günstigen Kaffeevollautomaten mit Edelstahlmahlwerk nicht erwarten.

Melitta bietet den Caffeo CI übrigens in verschiedenen Farben sowie Varianten mit oder ohne Milchbehälter an. Das ist das einzige, was sich dahinter verbirgt, wenn Sie auf verschiedene Modellnummern stoßen. Der Kaffeevollautomat selbst ist immer der gleiche.

Den perfekten Espresso oder Cappuccino einstellen

Viele Hersteller von Kaffeevollautomaten haben die Angewohnheit, die Wassermenge für einen Espresso zu groß einzustellen. Das war auch hier der Fall. Ein Espresso sollte 20 bis 25 ml beinhalten, hier waren es in der Voreinstellung satte 50 ml. Dies haben wir gleich mal nach unten angepasst. Die kleinste einstellbare Menge waren 30 ml, und bei höchster Kaffeestärke und feinstem Mahlgrad wurde es noch etwas weniger. Damit waren wir dann zufrieden.

Kaffeevollautomaten im Test – Testsieger: Melitta Caffeo CI
Guter Espresso sollte eine Wassermenge von nicht mehr als 25 ml haben.

Der Espresso lief in rund 25 Sekunden durch, wie es sich gehört. Er war kräftig, hatte ein volles Aroma, ohne bitter zu sein und bildete eine sehr schöne Crema. So heißt die Schaumschicht, die einen gelungenen Espresso schmückt.

Der Mahlgrad lässt sich in drei Stufen einstellen. Voreingestellt ist die gröbste davon. Für einen guten Espresso sollten Sie das unverzüglich ändern und die feinste Stufe wählen. Das geht problemlos über einen Hebel an der Rückseite des Geräts. Für die Kaffeestärke gibt es vier Stufen. Auch hier ist die höchste empfehlenswert.

Für Milchkaffeegetränke kann darüber hinaus die Milchmenge, die Schaummenge und die Temperatur eingestellt werden. Das ist viel Flexibilität für einen Kaffeevollautomaten der Mittelklasse. Da Espresso und Milchschaum sehr gut gelingen, steht so der Gestaltung Ihres Ideal-Getränks mit dem Melitta Caffeo CI nichts im Wege. Sollten Sie noch auf der Suche nach den richtigen Kaffee – und Espressobohnen sein, finde Sie dazu viele Informationen in meinem Blog: Coffeeness.

Kaffeevollautomaten im Test – Testsieger: Melitta Caffeo CI
Flexibilität beim Espresso und Milchschaum – je nach individuellem Geschmack.

Vier Individuelle Nutzerprofile

Der Melitta Caffeo CI hat Voreinstellungen und entsprechende Tasten für Espresso, Café Crème, Cappuccino und Latte Macchiato. Für alle Getränke lassen sich aber auch die oben genannten Einstellungen verändern und die Änderungen speichern.

Dazu legen Sie ein neues Profil unter einem selbstgewählten Namen an. Um später Ihren Latte Macchiato mit extra Espresso oder Ihren Cappuccino mit besonders viel Milchschaum abzurufen, navigieren Sie einfach direkt ins Namensprofil und drücken dort die entsprechende Getränketaste.

Zwei Milchkaffeegetränke gleichzeitig

Die gleichzeitige Zubereitung von zwei Milchkaffeegetränken ist ein Komfort, den durchaus nicht jeder Kaffeevollautomat der Mittelklasse zu bieten hat.

Der Caffeo CI bietet durchaus einen Hauch von Luxus

Die kalte Milch wird automatisch durch den Schlauch eingesaugt und im Inneren des Geräts je nach gewählter Einstellung erhitzt und aufgeschäumt. Stellen Sie zwei Tassen oder Gläser nebeneinander unter die Getränkeausgabe, drücken Sie die Taste mit der Aufschrift «2x” und wählen Sie dann das gewünschte Getränk. Der Automat macht alles Weitere und füllt beide Tassen.

Zwei Bohnenfächer

Die Auswahl zwischen zwei verschiedenen Kaffeesorten ist ein echtes Extra des Melitta Caffeo CI. So haben Benutzer mit unterschiedlichen Geschmäckern ihren eigenen Lieblingskaffee verfügbar oder der ganze Haushalt kann am späteren Nachmittag bequem auf entkoffeinierten Kaffee umsteigen.

Der einzige Wermutstropfen dabei ist, dass sich nach dem Umschalten noch Bohnen der zuletzt verwendeten Sorte über dem Mahlwerk befinden, die der Automat erst «abarbeiten” muss. Trennscharfes Umschalten von einer Tasse zur nächsten funktioniert also nicht. Trotzdem eröffnet dieses Feature tolle Möglichkeiten für mehr Kaffeevielfalt zu Hause.

Wasserfilter, Spülung und Reinigung

Der Melitta Caffeo CI ist darauf ausgelegt, mit einem Wasserfilter betrieben zu werden. Ein solcher ist im Lieferumfang enthalten. Gefiltertes Wasser hat zwei große Vorteile: Der Kaffee schmeckt besser und der Automat verkalkt nicht so schnell. Damit die Software in den richtigen Abständen ans Entkalken erinnert, lässt sich die Härte (also der Kalkgehalt) des verwendeten Wassers einspeichern. Ein Teststreifen, um die Härte zu messen, liegt bei.

Für die Hygiene hält das Gerät einige Reinigungsprogramme vom Spülen über die Intensivreinigung bis zur Entkalkung bereit. Wenn man den Milchschlauch nach der Benutzung in der Bodenschale verankert, spült der Automat ihn von selbst mit heißem Wasser durch.

Kaffeevollautomaten im Test – Testsieger: Melitta Caffeo CI
Einfaches Herausnehmen und Reinigen der einzelnen Komponenten.

Die Bodenschale und die Auffangbehälter für Flüssigkeit und verbrauchte Kaffeetrester lassen sich leicht entnehmen und Ausspülen. Ebenso der Wassertank, der 1,8 Liter fasst. Über eine Klappe an der Seite kann man auch die Brühgruppe ohne weiteren Aufwand entnehmen, um sie abzuspülen.

Für eine optimale Pflege empfiehlt es sich, alle diese Bauteile regelmäßig zu reinigen und gründlich trocknen zu lassen. Das kommt nicht nur langfristig der Lebensdauer des Kaffeevollautomaten zugute, sondern auch kurzfristig dem Geschmack der Getränke.

Testspiegel: Das sagen die anderen

Auch von anderen Testern erhält der Melitta Caffeo CI gute bis sehr gute Noten. Die Stiftung Warentest war nicht ganz zufrieden, mit der Note 2,5 war der Melitta Caffeo gerade noch »gut« (Test: 12/2013):

»Die ein­zige im Test mit zwei Mahlfächern für ver­schiedene Bohnensorten. Lässt sich auch leicht bedienen. Brüht recht heißen Espresso, der aber etwas mehr ver­brannt und etwas bitterer schmeckt als andere. Der Milch­schaum schmeckt gut. Gerät ist etwas laut, und der Wasser­tank etwas stoß­emp­findlich.«

Bei der Geschmacksbeurteilung sind wir ganz anderer Meinung: Ein Verbrühen des Espressos wäre uns mit Sicherheit aufgefallen.

Bei der Lautstärke sehen wir den Melitta Caffeo CI im Mittelfeld. Dass der Wassertank springt oder zerbricht, können wir uns bei normaler Handhabung ebenfalls nicht so recht vorstellen. Wir müssten mehr darüber wissen, was da passiert ist. Vielleicht hatte das Testgerät einen Transportschaden.

Das ETM Testmagazin kam zu einer anderen Einschätzung: Note »sehr gut« mit 93,8 Prozent. Allerdings ist der Test auch noch ein bisschen älter als der der Stiftung Warentest (Heft 11/2010):

»Die Melitta Caffeo CI liefert stets eine sehr gute Crema und einen leckeren Milchschaum. Dieser Kaffeevollautomat ist einfach zu bedienen und bietet die Möglichkeit, Kaffee nach eigenem Geschmack kreieren zu können.«

An anderer Stelle sind wir uns aber wieder einig: Im folgenden Abschnitt empfehlen wir einen Testsieger der Stiftung Warentest als gute Alternative zum Melitta Caffeo CI, und zwar den Saeco Moltio von Philips.

Im Vergleichstest von Guter Rat war der Melitta Caffeo CI Testsieger, »sehr gut« schnitt er auch im Test von eKitchen ab, im Vergleichstest landete unser Favorit auf Platz 2.

Alternativen

Der Melitta Caffeo CI ist unsere klare Empfehlung in der Mittelklasse, vor allem in Hinblick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis. Aber es gibt auch noch einige andere schöne Kaffeevollautomaten, die eine Empfehlung wert sind.

Für kleine Haushalte: Siemens EQ 3

Test Mittelklasse-Kaffeevollautomat: Siemens EQ 3
Das Milchschaumsystem ermöglicht eine sehr einfache Reinigung.

Siemens hat seinen Kaffeevollautomaten mit der Typennummer EQ3 erst im Jahr 2016 der Öffentlichkeit vorgestellt. Er ist also vergleichsweise neu auf dem Markt. In Gestalt seiner großen Brüder EQ6 und EQ9 ist ihm allerdings ein guter Ruf vorausgeeilt, dem auch der EQ3 gerecht wird.

Der Siemens EQ3 ist etwas günstiger als unser Testsieger. Dafür kommt er in einem modernen Design daher, das ein bisschen an ein Raumschiff erinnert. Den zentralen optischen Akzent setzt hier nicht der Kaffeeauslauf, wie es sonst üblich ist, sondern der markante Milchaufschäumer in der Mitte. Er lässt sich auf und ab bewegen und funktioniert etwa wie eine Schaumlanze, nur dass die Tasse dabei abgestellt wird, statt sie in der Hand zu halten. Auch das reduzierte Display an der oberen Kante macht sich gut.

Wie von Siemens nicht anders gewohnt, gelingen Espresso und Milchschaum sehr gut. Wenn man nach einem modernen Gerät mit interessanter Optik sucht, ist der Siemens EQ3 ein heißer Kandidat für wenig Geld. Ein weiterer Vorteil für kleine Küchen: Die Brühgruppe entnehmen Sie durch die Vorderseite und die Milch wird direkt im Trinkgefäß geschäumt, so dass kein Milchbehälter neben dem Automaten stehen muss.

Kompakter und leiser: Saeco Moltio

Test Mittelklasse-Kaffeevollautomat: Saeco Moltio
Die integrierte Milchkaraffe ist platzsparend und gut verarbeitet.

Der Saeco Moltio Kaffeevollautomat war 2014 zusammen mit der de’Longhi Autentica Testsieger bei der Stiftung Warentest. Er liegt preislich etwa gleichauf mit dem Melitta Caffeo CI.

Er ist besonders interessant, wenn die Lautstärke für Sie eine große Rolle spielt – dank Keramikmahlwerk unterbietet der Saeco Moltio unseren Testsieger beim Geräuschpegel deutlich.

Auch der Saeco Moltio kann zwei Milchkaffeegetränke gleichzeitig per Knopfdruck zubereiten und die Getränke lassen sich individuell einstellen. Unser Ideal-Espresso mit 20 ml war hier kein Problem und ist hervorragend gelungen.

Dafür muss man allerdings auf individuelle Nutzerprofile verzichten, weshalb der Melitta Caffeo CI für uns die bessere Wahl ist.

Kommentare

6 Kommentare zu "Der beste Mittelklasse-Kaffeevollautomat"

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Die hab ich mir für 630,- Euro gekauft mit 5 Jahre Garantie sie ist wirklich gut

Nach der Zusatzgarantie werde ich sehr oft gefragt. Aber ich glaube bei der Preisklasse ist sie eine gute Wahl. Viel spaß mit dem Caffeo CI, bei uns läuft er auch wie eine 1 🙂

Aber trotz allem geht nichts über eine Jura!

einmal melitta nie mehr jura

Der Vollautomat auf den Fotos ist überigens schon über ein Jahr im Dauerbetrieb. Ich habe ihn vor den Fotos aber auch anständig poliert 🙂

600 €

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