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Der beste Mittelklasse-Kaffeevollautomat

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Mittelklasse-Kaffeevollautomat Test: Aufmacher Kaffevollautomat Mittel
Arne Preuß

Arne Preuß

ist leiden­schaft­licher Kaffee­experte und Gründer des bekanntesten deutschen Kaffee-Blogs Coffeeness. Er hat zahllose Kaffee­voll­automaten unter der Prämisse getestet: "Was würde ein Barista dazu sagen?". Arne ist außerdem speziali­siert auf Handfilter und Cold Brew Coffee.

Wir haben 10 Kaffeevollautomaten aus der Mittelklasse getestet. Der beste ist für uns der DeLonghi Dinamica ECAM 350.55.B. Der Vorstoß der Italiener in die preisliche Mittelklasse ist dank sinnvoller Funktionalität und gutem Geschmack von Espresso und Milchschaum gelungen. Der Dinamica liefert damit eine Leistung, die wir sonst bei DeLonghi nicht unbedingt erwarten und für die Sie sonst locker 100 Euro mehr auf den Tisch legen müssten.

Update 6. März 2020

Wir haben drei weitere Geräte getestet: Siemens EQ5, Philips 3200 Latte Go und Krups Evidence. An unseren Empfehlungen hat sich nichts geändert.

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5. April 2019

Wir haben den neuen DeLonghi Dinamica ECAM 350.55.B getestet und prompt zum neuen Testsieger gekürt.

Sie haben keine Lust mehr auf Kaffee aus Kapseln und Pads? Eine sinnvolle Alternative – für daheim und fürs Büro – ist ein Kaffeevollautomat aus dem mittleren Preissegment. Auf Luxus-Features wie ein doppeltes Mahlwerk oder Steuerung per App müssen Sie zwar verzichten, Sie erhalten aber Automaten mit hochwertiger Verarbeitung und ausreichenden Einstellungsmöglichkeiten.

Wenn Sie planen, das Gerät recht stark zu beanspruchen, sind Sie mit einem Kaffeevollautomaten aus dem Mittelfeld gut bedient. Bürogemeinschaften, in denen Kaffee zu den Grundnahrungsmitteln gehört, profitieren ebenso davon wie der Kaffeeliebhaber zu Hause. Es lohnt sich, ein bisschen tiefer in die Tasche zu greifen und statt eines preiswerteren Kaffeevollautomaten die goldene Mitte zu wählen. Wir haben Kaffeevollautomaten zwischen 400 und 700 Euro einem ausführlichen Test unterzogen und dabei einige luxuriöse Extras entdeckt.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

DeLonghi Dinamica ECAM 350.55.B

Die Geräte der Dinamica-Reihe von DeLonghi sind seit jeher im mittleren Preissegment zu finden. Mit dem Dinamica ECAM 350.55.B ist dem italienischen Hersteller ein besonderer Wurf gelungen: Das Gerät bietet ein Höchstmaß an sinnvollen Funktionen – zu einem ausnehmend günstigen Preis.

Der Klassiker

Melitta Caffeo CI

Test: Mittelklasse-Kaffeevollautomat – Testsieger Melitta Caffeo CI
Für diese Preisklasse bringt er viele Extras mit und was noch wichtiger ist – einen tollen Espresso.

Der Melitta Caffeo CI hat sich in der Mittelklasse etabliert. Aufgrund seiner hervorragenden Verarbeitung und Ausstattung ist er bei Kaffeeliebhabern sehr beliebt. Er hat zwei Bohnenfächer – ein Extra, das in seiner Preisklasse keine Selbstverständlichkeit ist. Seine vier Nutzerprofile sind inzwischen fast Standard bei Kaffeevollautomaten, für einen typischen Haushalt sind sie absolut ausreichend.

Wie der Melitta Caffeo CI, ist auch der Siemens EQ 3 ein sehr beliebter Automat der mittleren Preisklasse. Er hebt sich optisch von vielen anderen Geräten ab: Das markante Design und die ungewöhnliche Schaumlanze fallen sofort ins Auge. Der Siemens EQ3 ist – wie auch der DeLonghi Dinamica ECAM 350.55.B – schon länger auf dem Markt. Er profitiert natürlich vom Image des Unternehmens, dessen Name beim Kunden für Qualität und Langlebigkeit steht. Zudem steht er in direkter Verwandtschaft mit dem EQ6 und dem EQ9, deren Qualität im EQ3 in ein kompaktes Format übersetzt wurde.

Ein wenig größer ist der Siemens EQ 5, der uns im Test zwar mit seiner einfachen Reinigung überzeugte, seinem kleinen Bruder aber dennoch nicht den Rang abläuft.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerDer KlassikerFür kleine Haushalte
ModellDeLonghi Dinamica ECAM 350.55.BMelitta Caffeo CISiemens EQ 3Siemens EQ 5Philips 3200 Latte GoKrups Evidence
Test Mittelklasse-Kaffeevollautomat: DeLonghi Dinamica ECAM 350.55.BTest: Mittelklasse-Kaffeevollautomat – Testsieger Melitta Caffeo CITest Mittelklasse-Kaffeevollautomat: Siemens EQ 3Test Mittelklasse-Kaffeevollautomat: Siemens EQ 5Test Mittelklasse-Kaffeevollautomat: Philips 3200 Latte GoTest Mittelklasse-Kaffeevollautomat: Krups Evidence
Pro
  • Überragend einstellbarer Espresso und Milchschaum
  • Einfache Reinigung
  • Sinnvolle Funktionen
  • Top Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Zwei separate Bohnenfächer
  • Programmierbare Nutzerprofile
  • Etwas günstiger und außergewöhnliches Design
  • Ausgeklügeltes Display-Design
  • Einfache Reinigung
  • Einfache Bedienung
  • Guter Espresso
  • Guter Espresso und
  • Intuitive Bedienung
Contra
  • Plastikgeruch beim ersten Auspacken
  • Wassermenge ist nicht so frei einstellbar, wie es wünschenswert wäre
  • Kein separater Milchaufschäumer
  • Mahlwerk etwas zu grob
  • Hohe Lautstärke
  • Espresso erst ab 40 ml
Bester Preis
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Kaffeevollautomaten: Was heißt Mittelklasse?

Seit die ersten Kaffeevollautomaten auf den Markt kamen, hat sich viel getan. Viele Kaffeeliebhaber möchten einen Vollautomaten haben, viele haben längst einen in ihrer Küche stehen. Und: Noch mehr Kaffee-Fans sind auf der Suche nach den besten Geräten. Im Fokus: funktionsstarke Kaffeevollautomaten, die eine besonders hohe Qualität bei Espresso und Milchschaum bieten.

Teure Geräte sind für den Dauerbetrieb ausgelegt

Das Angebot an Kaffeevollautomaten ist groß und vielseitig: Einsteigermodelle sind ab etwa 300 Euro zu haben, das mittlere Preissegment liegt bei uns bei rund 500 Euro, nach oben hin sind den Preisen keine Grenzen gesetzt. Klare Unterschiede zwischen den einzelnen Preisklassen, bestehen etwa im Funktionsumfang, bei den Einstellungsmöglichkeiten und bei der Handhabung. Darüber hinaus bestehen teure Kaffeevollautomaten aus höherwertigen Materialien und halten damit auch einer intensiven Benutzung stand. Sie punkten zudem mit Features wie doppelten Mahlwerken, Touchscreens oder App-Steuerung sowie mehreren Nutzerprofilen und einer größeren Anzahl an voreingestellten Getränken.

Günstige Kaffeevollautomaten haben klare Grenzen

Luxus-Features bieten günstige Einsteigermodelle natürlich nicht. Unser Testsieger unter den günstigen Kaffeevollautomaten, der DeLonghi ECAM 22.110, verzichtet sogar auf ein Display. Außerdem müssen Sie bei vielen Geräten selbst Hand anlegen, wenn Sie Ihren Kaffee mit Milchschaum genießen möchten. Das heißt nicht, dass der Espresso oder der Milchschaum aus einem günstigen Automaten schlechter ist. Es ist nur wahrscheinlicher, dass minderwertige Teile verbaut wurden oder an den Einstellungsmöglichkeiten gespart wurde. Sollten Sie einen Kaffeevollautomaten ohne Milchschaumsystem ins Auge fassen: Wir haben auch Milchaufschäumer getestet.

Günstige Geräte haben meist einen deutlich höheren Plastikanteil. Das kann sich durchaus auf die Lebensdauer eines Kaffeevollautomaten auswirken. Nutzen Sie ihn nur für Ihren morgendlichen Koffeinschub, dann fällt dieser Aspekt bei Ihnen kaum ins Gewicht. Verlangen Sie dem Automaten aber mehr ab, sollten Sie über ein etwas höherwertiges Modell nachdenken.

Die goldene Mitte liefert spannende Innovationen

Wir haben es bereits gesagt: Großen Luxus finden Sie im mittleren Preissegment eher nicht. Es lässt sich dennoch die eindeutige Tendenz der Hersteller erkennen, feinere Einstellungsmöglichkeiten und neue Ideen beim Milchschaumsystem umzusetzen. Damit liefern viele Mittelklasse-Kaffeevollautomaten eine hervorragende Kaffeequalität ab.

Mittelklasse: Kein Luxus, aber durchaus einiges an Funktionen

Kurz gesagt: Ein Mittelklasse-Automat bietet mehr als die Minimal-Ausstattung. Die Bedienung ist komfortabler und das Gerät eignet sich für eine stärkere Beanspruchung. Wer auf großen Luxus verzichten kann, aber dennoch gewisse Ansprüche hat, ist mit einem Automaten der Mittelklasse bestens ausgestattet. Am ehesten trifft das wohl auf Paare, Familien und Wohn- und Bürogemeinschaften zu.

Einstellungen und Programmierung

Einige Einstellungsmöglichkeiten sind besonders wichtig für das Funktionieren eines Kaffeevollautomaten. So sollten Mahlgrad, Wassermenge und Kaffeemenge eingestellt werden können. Ohne diese Möglichkeiten ist ein Automat eigentlich nicht brauchbar. Die Geräte in der mittleren Preisklasse punkten in dieser Hinsicht vor allem mit feineren Abstufungen als günstige Modelle.

Daneben bieten viele Mittelklasse-Automaten die Möglichkeit, Wassertemperatur und Milchschaumkonsistenz zu variieren. Diese Funktionen sind zwar weniger essenziell, machen den Kaffeegenuss aber interessanter. Was den individuellen Genuss angeht, sind auch Nutzerprofile sinnvoll, die inzwischen zum Standard geworden sind. Verwenden mehrere Personen den Automaten regelmäßig ist es praktisch, wenn jeder seine Einstellungen für Espresso, Cappuccino oder Latte Macchiato speichern kann.

Espresso und Milchschaum

Um vergleichbare Espresso-Ergebnisse zu erhalten, haben wir – sofern möglich – alle Vollautomaten mit denselben Einstellungen getestet: Wir haben den feinsten möglichen Mahlgrad genutzt, eine Wassermenge von 25 Millilitern eingestellt und die maximale Kaffeestärke gewählt. Die Durchlaufzeit sollte immer etwa 25 Sekunden betragen. Mit diesen Einstellungen lassen sich in der Regel die besten Ergebnisse erzielen.

Mittelklasse-Kaffeevollautomat Test: Espresso
Der perfekte Milchschaum ist ein immer wichtiger werdendes Kriterium beim Kaffeegenuss.

Das Aroma hängt natürlich vor allem vom verwendeten Espresso ab. War das Ergebnis allerdings zu wässrig oder bitter (also verbrannt), gab es Minuspunkte. By the way: Wenn Sie nach einem richtig guten Espresso suchen, schauen Sie mal auf Coffeeness vorbei! Hier finden Sie viele Tests und Empfehlungen.

Einige Geräte haben ein automatisches Milchschaum­system

Größere Unterschiede gibt es bei den Milchschaumsystemen: Die meisten Einsteiger-Automaten verfügen lediglich über eine Schaumlanze für das manuelle Aufschäumen. Hier müssen Sie die Schaumlanze in ein Gefäß mit Milch halten und diese selbst aufschäumen. Das ist kein Hexenwerk, erfordert aber durchaus Wissen über den Vorgang und auch etwas Übung.

Mittelklasse-Kaffeevollautomaten hingegen sind in der Regel mit einem vollautomatischen Milchschaumsystem ausgestattet. Hier saugt das Gerät die benötigte Menge Milch an, schäumt sie auf und gibt sie wieder aus.
Die Dampflanzen an Vollautomaten ähneln zwar jenen, die Sie auch an Siebträgermaschinen finden, allerdings gibt es hier einen großen Unterschied: Vollautomaten haben einen geringeren Wasserdruck. Der Milchschaum aus dem günstigen Automaten entspricht demzufolge kaum dem Ideal. Mittelklasse-Automaten hingegen können mit einem guten System einen feinporigen und homogenen Milchschaum produzieren, der weder Blasen noch Löcher aufweist.

Bedienung

Die maßgebliche Frage hinsichtlich der Bedienung lautet: Kann ich das Gerät bedienen, ohne vorher die Anleitung zu studieren? Idealerweise ist die Bedienung intuitiv, sodass Sie die gewünschten Funktionen schnell und unkompliziert finden.

Lautstärke

Die einzelnen Arbeitsschritte, die ein Kaffeevollautomat ausführt, können durchaus Krach machen. Das beginnt beim Mahlen der Bohnen, geht über das Verdichten des Kaffeemehls und das Aufheizen des Wassers und endet damit, dass der Kaffee durch die Düsen gedrückt wird.

Je nach Modell fällt der Geräuschpegel höher oder niedriger aus. Grundsätzlich ist das Mahlwerk die lauteste Komponente. Zwar kommt es hauptsächlich auf die Bauweise an, dennoch kann man sagen, dass Edelstahl-Mahlwerke mehr Radau machen als Keramik-Mahlwerke. Bei Automaten der Spitzenklasse setzen die Hersteller oft Technik zur Geräuschisolierung ein. Bei Mittelklasse-Geräten sollten Sie das aber nicht erwarten. Hier gibt es mitunter deutliche Unterschiede bei der Lautstärke der Automaten.

Pflege und Reinigung

Wir haben alle Kaffeevollautomaten hinsichtlich ihrer Reinigungsprogramme getestet. Darüber hinaus interessiert uns auch die Möglichkeit, die Geräte in ihre Bestandteile zu zerlegen und zu reinigen. Beispielhaft hierfür sind die Brühgruppen. In den meisten Fällen kann die Brühgruppe entnommen und von Hand gereinigt werden. Allerdings setzen einige Hersteller auf fest verbaute Brühgruppen. Das nachvollziehbare Argument hierfür sind die ausgeklügelten Reinigungsprogramme, deren Leistung ausreiche.

Oft sind die Brühgruppen fest verbaut

Es gibt gute Argumente für und gegen entnehmbare Brühgruppen. Wir halten es grundsätzlich für sinnvoll, die Brühgruppe ohne großen Aufwand von Hand spülen zu können.

So haben wir getestet

Optik und Funktionsumfang eines Kaffeevollautomaten können Sie ganz einfach anhand von Bildern und Beschreibungen beurteilen. Wie es um Handhabung und Kaffeequalität bestellt ist, erfahren Sie aber nur in der Praxis. Deshalb unterziehen wir alle Geräte einem ausführlichen Praxis-Test.

Hier merken wir schnell, wie laut ein Mahlwerk arbeitet und wie einfach die Reinigung von der Hand geht.

 Mittelklasse-Kaffeevollautomat Test: Delonghi Dinamica Ecam

Testsieger: DeLonghi Dinamica ECAM 350.55.B

Dank einer Auslaufhöhe von 13,5 Zentimetern füllt der kompakte DeLonghi Dinamica ECAM 350.55.B auch große Latte-Gläser problemlos. Eine einstellbare Durchspülfunktion reinigt das Milchschaumsystem nach jedem Bezug. Das Entnehmen und Befüllen des Wassertanks ist sehr komfortabel, da er nach vorne entnommen wird.

Die Lautstärke des Edelstahl-Mahlwerks ist nicht preisverdächtig leise, liegt aber absolut im Rahmen. Angesichts von 13 Mahlstufen sehen wir dem Gerät die Lautstärke zudem gerne nach.

Testsieger

DeLonghi Dinamica ECAM 350.55.B

Wie üblich bei DeLonghi verfügt die Dinamica-Reihe über verschiedene Modelle. Modellnummern und Buchstabenkombinationen beziehen sich hierbei auf die Farbgebung und kleinere Unterschiede bei den Direktwahlmöglichkeiten an Getränken. Wir haben den Dinamica ECAM 350.55.B getestet und halten ihn aufgrund seines Preis-Leistungs-Verhältnisses für die ideale Wahl aus der Dinamica-Reihe.

Den perfekten Espresso oder Cappuccino einstellen

Erfahrungsgemäß sind die Werkseinstellungen der Hersteller nicht optimal. Besonders bei der Wassermenge für einen Espresso sind sie oft zu großzügig bemessen. Der DeLonghi Dinamica ECAM 350.55.B hebt sich hier von der Konkurrenz ab. Schon mit den Grundeinstellungen erhalten Sie hier einen recht guten Cappuccino oder Latte Macchiato. Allein die Menge des Milchschaums ist etwas gering. Das lässt sich allerdings im Menü schnell korrigieren.

Großer Pluspunkt für viele Kunden ist das variable Milchschaumsystem. Je nach Einstellung können Sie feinen und fließfähigen Schaum herstellen oder Schaum mit festerer Konsistenz. Die Temperatur des Schaums ist in jeder Einstellung optimal.

13 Mahlgradstufen sind für Mittelklassegeräte ordentlich

Ähnlich überlegt sind die Kaffee-Einstellungen des DeLonghi Dinamica: Ganze 13 Mahlgradstufen stehen Ihnen zur Verfügung. Anders als einige andere Geräte hat der DeLonghi-Automat kein Problem mit dem Verarbeiten des Kaffees auf der feinsten Stufe. Da Sie auch die ideale Wassermenge von 25 Millilitern einstellen können und die optimale Extraktionszeit von 25 Sekunden eingehalten wird, bereitet der DeLonghi Dinamica ECAM 350.55.B einen Kaffee zu, dessen Qualität bei Vollautomaten längst nicht selbstverständlich ist.

Neben den genannten Einstellungsmöglichkeiten stehen Ihnen fünf Kaffeestärken zur Wahl, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist.

Wenn Sie Ihre individuellen Einstellungen gefunden haben, können Sie sie in einem der vier Nutzerprofile speichern. Dabei haben Sie die Wahl, ob Sie eigene Kreationen in den Profilen speichern oder die Voreinstellungen für die Direktwahl-Getränke (Espresso, Lungo, Cappuccino, Latte Macchiato) nach Ihrem Geschmack anpassen. Das alles funktioniert schnell und unkompliziert. Insbesondere, wenn Sie ein wenig Erfahrung mit DeLonghi-Automaten haben.

Die sogenannte Zwei-Tassen-Funktion ist keine Selbstverständlichkeit bei Kaffeevollautomaten. Der DeLonghi Dinamica ECAM 350.55.B bietet Ihnen allerdings den Luxus, zwei Espresso gleichzeitig zuzubereiten. Sie müssen nicht mehr tun, als den Wasserbehälter ausreichend zu füllen, zwei Tassen unter den Auslauf zu stellen und die entsprechende Taste zu drücken.

Long Coffee-Funktion

Wer die ersten Schritte in die Welt der Vollautomaten macht, mag sich fragen, ob die Geräte auch Filterkaffee zubereiten können. Nein, das können sie nicht. Allerdings verfügt der DeLonghi Dinamica über eine Long Coffee-Funktion, mit der Sie eine größere Menge schwarzen Kaffee auf einmal brühen können.

Der Dinamica kann große Mengen Kaffee am Stück zubereiten

Diese Funktion finden Sie bei immer mehr Vollautomaten; oft werben die Hersteller explizit damit. Denn mit dieser Möglichkeit wird einer der wichtigsten Vorbehalte gegen Vollautomaten ausgehebelt: Dass Kaffeevollautomaten nicht für Vieltrinker oder mehrere Personen geeignet seien, da sie keine größere Mengen herstellen können.

Der Long Coffee oder Caffè Lungo, wie er auf Italienisch heißt, ist ein Espresso, der mit einer größeren Menge Wasser und längerer Durchlaufzeit zubereitet wird. Dadurch kommt nicht nur eine größere Menge Kaffee zustande, sondern auch ganz andere Aromen. Das Schwallbrühverfahren des DeLonghi-Automaten arbeitet mit wenig Druck, so kommt das Ergebnis einem Filterkaffee sehr nahe.

Wasserfilter, Spülung und Reinigung

Die richtige Pflege erhält die Lebensdauer des Vollautomaten und sorgt für guten Kaffeegeschmack. Der DeLonghi Dinamica ECAM 350.55.B verfügt über einen integrierten Wasserfilter. So wird überschüssiger Kalk aus dem Wasser entfernt. Daneben erinnert das Gerät bei Bedarf an den fälligen Entkalkungsvorgang. Dazu stellen Sie bei der Inbetriebnahme die entsprechende Wasserhärte ein. Dem Gerät liegt ein Teststreifen bei, mit dem Sie die Wasserhärte vor Ort ermitteln können. Je nach Härtegrad empfiehlt es sich, die Intervalle etwas kürzer als vorgegeben einzustellen.

Der Spülvorgang läuft zwar weitgehend automatisch, allerdings müssen Sie beim Milchsystem das Einstellrädchen in die richtige Position bringen. Wer sich hier gleich eine Routine angewöhnt, profitiert von einem jederzeit sauberen Milchschaumsystem.

Wasserauffangschale und Tresterbehälter lassen sich leicht entnehmen und von Hand reinigen. Auch die Brühgruppe können Sie einfach entnehmen – wenn Sie eine Besonderheit beachten. Die Brühgruppe muss sich in der Parkposition befinden. Diese nimmt sie erst ein, wenn das Gerät am Hauptschalter ausgeschaltet wird und das Gerät vom Stromnetz getrennt wird. Wir empfehlen Ihnen, alle Bauteile regelmäßig gründlich zu reinigen und im Anschluss trocknen zu lassen.

In Sachen Reinigung hat sich der Siemens EQ 5 als bessere Alternative erwiesen, der bis auf das Skelett auseinandergenommen werden kann.

DeLonghi Dinamica ECAM 350.55.B im Testspiegel

Die Stiftung Warentest bewertet den DeLonghi Dinamica ECAM 350.55.B für ihre Verhältnisse recht positiv. Den Test im November 2017 schloss das Gerät mit der Gesamtnote 2,0 ab. Das Urteil der Tester:

»Schäumt Milch besonders feinporig auf. Der Espresso schmeckt jedoch vergleichsweise lasch. Die Temperaturregelung für Kaffee bringt wenig. Flott: Braucht fürs Aufheizen und den ersten Espresso knapp anderthalb Minuten.«

Hinsichtlich des Milchschaums und der Geschwindigkeit schließen wir uns diesem Urteil an. Was den Geschmack angeht, verlassen wir uns auf unsere eigenen Tests. Denn leider verwendet die Stiftung Warentest minderwertige Bohnen für ihre Tests. Zudem macht die Verbraucherorganisation kaum Angaben zu den sensorischen Anforderungen an den Kaffee.

In der Ausgabe 12/2016 des ETM Testmagazins erschien ein Testbericht über die silberne Variante des DeLonghi Dinamica. Hier vergaben die Tester die Gesamtnote 1,3. Das Test-Urteil begründeten sie unter anderem so:

»Es ist in kürzester Zeit einsatzbereit, mühelos zu handhaben und bietet ein ansehnliches Funktionsspektrum. Hervorzuheben ist auch die Schwallbrüh-Technik, derer sich das Modell zum Brühen bedient.«

Alternativen

Zwar sprechen wir eine klare Kaufempfehlung für den DeLonghi Dinamica ECAM 350.55.B aus, allerdings gibt es durchaus Mittelklasse-Kaffeevollautomaten, die einem Vergleich mit unserem Testsieger standhalten.

Der Klassiker

Melitta Caffeo CI

Test: Mittelklasse-Kaffeevollautomat – Testsieger Melitta Caffeo CI
Für diese Preisklasse bringt er viele Extras mit und was noch wichtiger ist – einen tollen Espresso.

Der Melitta Caffeo CI ist der gestürzte Testsieger bei den Mittelklasse-Vollautomaten. Das Preis-Leistungs-Verhältnis wurde dem Gerät zum Verhängnis, denn hier bietet der neue Testsieger, der DeLonghi Dinamica, einfach mehr.

Der Melitta Caffeo CI überzeugt mit hochwertiger Verarbeitung und vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten. Zudem wartet er mit zwei getrennten Bohnenfächern, vier Nutzerprofilen und einem automatischen Milchschaumsystem auf. Das alles verpackt er in ein kompaktes und ansprechendes Design.

Beim Caffeo CI strömen Espresso und Milch durch denselben Auslauf in die Tasse oder das Glas. Praktischerweise muss das Gefäß also nicht umgestellt werden. Der Milchschlauch wird nach der Benutzung automatisch durchgespült – keine Selbstverständlichkeit in dieser Preisklasse. Der Auslauf lässt sich bis auf eine Höhe von 14 Zentimetern einstellen und bietet damit ausreichend Platz für Latte-Gläser.

Was die Lautstärke im Betrieb angeht, bewerten wir den Caffeo CI recht neutral. Flüsterleise ist er nicht, er liegt eher im Mittelfeld. Eine gewisse Geräuschkulisse sollte man bei einem so günstigen Vollautomaten mit Edelstahlwerk allerdings auch erwarten.

Im Handel finden Sie den Caffeo CI in verschiedenen Varianten und Farben, die jeweils durch eigene Modellnummern gekennzeichnet sind.

Der Siemens EQ3 erfreut sich großer Beliebtheit. Und das zu Recht. Für ein Gerät der mittleren Preisklasse bietet er nicht nur ein außergewöhnliches Design, sondern eine absolut solide Leistung. Die mittig platzierte Schaumlanze ist Teil des halbautomatischen Milchsystems, das sehr guten Milchschaum für Latte Macchiato oder Cappuccino liefert.

Allerdings – unter anderem deswegen empfehlen wir das Gerät für kleinere Haushalte – kann sich die Schaumlanze nur einem einzigen Getränk widmen. Denn zum Aufschäumen wird der Rüssel direkt in die Tasse getaucht. Möchten Sie allerdings Espresso zubereiten, ist der Doppelbezug kein Problem.

Hinsichtlich der Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten ist der Siemens EQ3 gut ausgestattet. Die Bedienung ist sehr einfach, was auch an der Übersichtlichkeit von Display und Tasten liegt. Ihren ersten Cappuccino können Sie problemlos zubereiten, ohne zuvor einen Blick in die Bedienungsanleitung geworfen zu haben.

Empfehlenswert ist die Lektüre dennoch: Der Siemens EQ3 erlaubt das individuelle Einstellen von Wassermenge, Mahlgrad und Kaffeestärke sowie die Dauer des Milchaufschäumens. Es erfordert ein wenig Experimentieren, die perfekten Einstellungen zu finden. Aber wenn Sie sie gefunden haben, werden Sie mit einem sehr guten Espresso belohnt.

Auch beim Milchschaum gibt sich der Siemens EQ3 keine Blöße: Das Ergebnis in der Tasse sieht gut aus, ist angenehm fest und hat eine gute Trinktemperatur. Da die Schaumlanze nur aus zwei Teilen besteht, lässt sie sich deutlich einfacher reinigen als ein System mit Milchbehälter und Schlauch.

Der Siemens EQ3 ist nicht der schnellste Automat. Allerdings ist er auch von seinen Dimensionen her nicht auf Akkordarbeit ausgelegt. Für kleine Haushalte mit maximal 3 begeisterten Kaffeetrinkern ist der solide Mittelklasse-Automat aber eine absolut lohnenswerte Anschaffung.

Außerdem getestet

Unsere Empfehlungen bieten ein in unseren Augen optimales Preis-Leistungs-Verhältnis und erhalten daher von uns eine Kaufempfehlung. Wir haben aber auch noch andere Geräte unter die Lupe genommen, die einen Blick wert sind.

Der Siemens EQ 5 richtet sich an eine Zielgruppe, die Spaß an gutem Kaffee hat, aber keine Wissenschaft daraus machen möchte. Das wird vor allem beim Mahlwerk deutlich: Hier kommen zwar hochwertige Keramik-Kegel zum Einsatz, allerdings bietet der EQ 5 nur drei Mahlstufen. Diesen Makel macht das Gerät dadurch wett, dass Sie Füllmenge, Temperatur und Kaffeestärke sehr viel präziser einstellen können. Mit den richtigen Einstellungen produziert der EQ 5 einen guten Espresso.

Positiv hervorheben möchten wir die einfache Bedienung, die nicht zuletzt durch die eindeutigen – und ungewohnt bunten – Bildern auf den Touch-Tasten gelingt. Die Anzeigen im Menü bieten eine sehr gute Orientierung auf dem Weg zur optimalen Einstellung.

Mittelklasse-Kaffeevollautomat Test: Siemens Eq Espresso
Die EQ 5 im modernen, schlichten Design. Hier gibt es auch bei den Funktionen nicht so viel Schnickschnack.

Der wahre Pluspunkt des Siemens EQ 5 ist die Reinigung. Automatische Reinigungsprogramme und Spülvorgänge nehmen Ihnen viel Arbeit ab. Wenn es aber an der Zeit ist, das Gerät einer gründlichen manuellen Reinigung zu unterziehen, können Sie es bis auf das Gerüst auseinandernehmen. So lässt sich nicht nur die Brühgruppe einfach säubern. Sogar der Milchschaumauslass kann entnommen und gereinigt werden. Damit schafft Siemens die optimalen Voraussetzungen für eine lange Lebensdauer und guten Kaffeegeschmack.

Der Siemens EQ 5 setzt auf Einfachheit und ist damit ideal für Kaffee-Liebhaber, die ohne viel Schnickschnack und lange Einstellungszeremonien ihren Lieblingskaffee zubereiten möchten.

Der Philips 3200 Latte Go setzt, wie der Siemens EQ 5, auf Einfachheit. Der Automat ist gemacht für den schnörkellosen Einsatz im Alltag. Der verbaute Kunststoff ist hochwertig und verspricht Haltbarkeit. Überraschend in dieser Preisklasse ist das 12-stufige Keramik-Scheibenmahlwerk, das Philips dem 3200 Latte Go spendiert hat. Dagegen wirkt sogar der Testsieger von DeLonghi mit seinem Edelstahl-Kegelmahlwerk etwas blass.

Die Bedienung des Philips 3200 ist einfach und kommt ganz ohne Display aus. Je nach Funktion sind die Touch-Tasten mit einer Lichtskala ausgestattet, die Sie erkennen lässt, welche Stufe Sie gewählt haben. Sie haben die Wahl zwischen fünf voreingestellten Kaffeevarianten: Espresso, Cappuccino, Kaffee, Latte und Americano.

Mittelklasse-Kaffeevollautomat Test: Philips 3200 Lattego
Der Philips bietet viele Funktionen – dennoch ist die Bedienung einfach.

Die Ergebnisse, die der Automat liefert, sind gut. Kleine Schwächen bei Espresso oder Milchschaum sind absolut verzeihbar. Auffallend ist das automatische Milchschaumsystem des 3200 Latte Go: Es besteht aus zwei Teilen, die ohne Schläuche auskommen. Entsprechend einfach ist die Reinigung.

Kleiner Wermutstropfen: Der Philips 3200 Latte Go geht sehr laut zu Werke. Sowohl beim Mahlen der Bohnen als auch beim Aufschäumen der Milch. Sensible Ohren werden schnell genervt sein, weniger geräuschempfindliche Kaffee-Liebhaber freuen sich über ein Gerät ohne großen Schnickschnack.

Auch Krups setzt auf Einfachheit und präsentiert mit dem Evidence einen kompakten Vollautomaten mit einfacher Bedienung. Diese Einfachheit geht zwar mit kleinen Einschränkungen einher, doch wird die Zielgruppe diese verschmerzen können. Der Espresso gelingt gut und der Milchschaum erfreut vor allem Latte Macchiato-Fans.

Sehr bedauerlich finden wir die Mindestmenge von 40 Millilitern Espresso. Die optimale Menge liegt zwischen 25 und 30 Millilitern. Damit entfernt sich der Krups-Espresso deutlich vom Ideal des Siebträger-Espressos.

Mittelklasse-Kaffeevollautomat Test: Krups Evidence
Der Krups Evidence überzeugt mit einer einfachen Bedienung.

Der Krups Evidence verfügt über ein Edelstahl-Kegelmahlwerk mit drei Stufen und bietet 15 Kaffeevarianten an. Temperatur und Kaffeestärke lassen sich einfach einstellen, ohne dass Untermenüs in Anspruch genommen werden müssen. Die Brühgruppe besteht aus Metall, ansonsten ist recht viel Kunststoff verbaut.

Reinigungs- und Entkalkungsprogramme des Krups Evidence sind gut durchdacht. Kleines Manko: Die Brühgruppe ist fest verbaut und kann also nicht von Hand gespült werden.

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Kommentare

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Ramon Nowack
Ramon Nowack

Die hab ich mir für 630,- Euro gekauft mit 5 Jahre Garantie sie ist wirklich gut

Coffeeness
Coffeeness

Nach der Zusatzgarantie werde ich sehr oft gefragt. Aber ich glaube bei der Preisklasse ist sie eine gute Wahl. Viel spaß mit dem Caffeo CI, bei uns läuft er auch wie eine 1 🙂

Rainer Huber
Rainer Huber

Aber trotz allem geht nichts über eine Jura!

Michael Poienariu
Michael Poienariu

einmal melitta nie mehr jura

Coffeeness
Coffeeness

Der Vollautomat auf den Fotos ist überigens schon über ein Jahr im Dauerbetrieb. Ich habe ihn vor den Fotos aber auch anständig poliert 🙂

Kurt Schmidt
Kurt Schmidt

600 €