Der beste Mittelklasse-Kaffeevollautomat

Kaffeevollautomaten im Test – Testsieger: Melitta Caffeo CI

Der beste Kaffeevollautomat der Mittelklasse ist der Melitta Caffeo CI. Mit seiner guten Verarbeitung und seinem großen Umfang an nützlichen Funktionen geht er klar auf Distanz zu allen Geräten für Einsteiger, kostet aber nur wenig mehr als die günstigsten auf dem Markt. Die einfache Bedienung und vier speicherbare Nutzerprofile machen ihn zur idealen Lösung für Haushalte oder kleine Bürogemeinschaften mit mehreren Kaffee-Genießern.

Kaffeevollautomaten: Was heißt Mittelklasse?

Kaffeevollautomaten sind praktisch und machen Spaß. Kein Wunder, dass sie seit einigen Jahren immer beliebter werden. Sie versprechen Espresso und Milchkaffeegetränke von hoher Qualität und aus frisch gemahlenen Kaffeebohnen auf Knopfdruck. Viele Kaffeevollautomaten bekommen das auch schon ganz gut hin. Damit sind sie die bequemste Möglichkeit, Espresso, Cappuccino und andere Milchkaffee-Varianten jederzeit zu Hause griffbereit zu haben.

Die Kaffeevollautomaten auf dem Markt verteilen sich über eine große Preisspanne, die bei knapp unter 300 Euro anfängt und etwa bis zum Zehnfachen davon reicht.

Die teureren zeichnen sich zum einen dadurch aus, dass sie robuster sind und auch längerer Dauerbeanspruchung in einer größeren Bürogemeinschaft standhalten können. Zum anderen schmücken sie sich mit Luxusfeatures wie Tassenbeleuchtungen, Touch-Displays, App-Steuerung oder einer Ausstattung mit doppeltem Mahlwerk und Heizsystem für die schnelle Zubereitung von zwei Getränken gleichzeitig.

Die Grenzen der Günstigen

Auf solche Spielereien muss man bei den Einsteiger-Geräten natürlich verzichten. Bei unserem Testsieger unter den günstigen Kaffeevollautomaten für unter 300 Euro, dem DeLonghi ECAM 22.110, hat der Hersteller sogar das Display eingespart.

Auch mit einem günstigen Kaffeevollautomaten kann durchaus ein sehr guter Espresso und Milchkaffee zubereitet werden. Zudem erscheinen deren Preise noch einmal günstiger, wenn man bedenkt, dass zum Kaffeevollautomaten keine zusätzliche Kaffeemühle gebraucht wird. Wenn Sie sich für eine Espressomaschine entscheiden, kommt diese Ausgabe dazu.

Aber kostengünstig hergestellte Geräte haben natürlich auch ihre Grenzen. So findet man bei den Kaffeevollautomaten für Einsteiger grundsätzlich mehr Kunststoff als Edelstahl. Der Funktionsumfang ist kleiner und sie bieten weniger individuelle Einstellungsmöglichkeiten. Im Allgemeinen ist bei günstigeren Elektrogeräten auch von einer niedrigeren Lebenserwartung auszugehen. Bezogen auf Kaffeevollautomaten heißt das, dass etwas mehr investiert werden sollte, wenn damit regelmäßig mehrere Personen versorgt werden sollen, denn das erhöht die Belastung des Geräts.

Die goldene Mitte

Was die Kaffeequalität betrifft, ist es durchaus nicht so, dass der Espresso aus einem teuren Kaffeevollautomaten ausnahmslos besser ist. Das findet man letztlich nur durch einen Test heraus, oder wenn das nicht möglich ist, indem möglichst viele vertrauenswürdige Meinungen eingeholt werden. Höherwertige Geräte haben allerdings meist den Vorzug, dass sie mehr Einstellungsmöglichkeiten bieten, die Sie nutzen können, um Ihren Espresso weiter zu perfektionieren und dem eigenen Geschmack anzupassen.

Mittelklasse heißt also, dass Funktionsumfang und Verarbeitung mehr als das absolute Minimum abdecken. Das macht die Nutzung komfortabler und der Automat ist besser für stärkere Beanspruchung gerüstet.

Die Mittelklasse ist die richtige Kategorie für alle, die keine Luxusfeatures brauchen, aber etwas Solides wollen. Am ehesten sind das Paare, Familien und kleine Wohn- oder Bürogemeinschaften. Die Preise bewegen sich grob zwischen 400 und 800 Euro.

So haben wir getestet

Den Funktionsumfang und das Design eines Kaffeevollautomaten kann man auch aus der Ferne ganz gut beurteilen. Andere Dinge muss man testen. Das sind vor allem die Getränkequalität, die Bedienung und die Lautstärke.

Außerdem haben wir darauf geachtet, was die Reinigungsprogramme bieten und wieweit die Geräte sich zerlegen lassen. Im Zweifel ist es besser für die Hygiene, wenn Sie die Teile zusätzlich mit der Hand reinigen können, die mit Wasser, Kaffee und Milch in Berührung kommen.

Im Einzelnen getestet haben wir neben unserem Testsieger die Modelle Saeco Moltio, Saeco Incanto, Delonghi ESAM 5500, Melitta Caffeo Barista und Siemens EQ 3.

Einstellungen und Programmierung

Zum Minimum an Einstellungsmöglichkeiten, die ein Kaffeevollautomat bieten sollte, gehört der Mahlgrad, die Wassermenge pro Getränk und die Kaffeestärke, also die Menge an Kaffeepulver pro Getränk. Bei höherwertigen Geräten lässt sich häufig auch die Temperatur der Kaffeegetränke regeln. Bei einer guten Voreinstellung ist das aber nicht unbedingt nötig.

Große Unterschiede gibt es bei den Möglichkeiten, individuelle Nutzerprofile zu speichern. Wird ein Kaffeevollautomat von mehreren Personen regelmäßig benutzt, ist es nützlich, wenn jeder Benutzer für Espresso, Cappuccino, Latte Macchiato etc. seine eigenen Einstellungen speichern kann. Das ist auch in der Mittelklasse nicht selbstverständlich.

Espresso und Milchschaum

Damit der Espresso aus verschiedenen Kaffeevollautomaten vergleichbar ist, haben wir für alle Geräte dieselben Einstellungen vorgenommen: Feinster möglicher Mahlgrad, 20 ml Wasser und maximale Kaffeestärke. Welches Aroma zu erwarten ist, hängt natürlich vom verwendeten Espresso ab. Deutliche Minuspunkte gibt es aber für wässrigen und unnatürlich bitteren (verbrannten) Espresso. Die Durchlaufzeit sollte etwa 25 Sekunden betragen.

Beim Milchschaum gibt es einen großen Unterschied in der Ausstattung: Kaffeevollautomaten für Einsteiger sind in der Regel nur mit einer Schaumlanze zum manuellen Milchaufschäumen ausgestattet. Viele Geräte der Mittelklasse haben dagegen ein vollautomatisches Milchschaumsystem. Die Schaumlanze muss selbst für einige Augenblicke in einen Behälter mit Milch gehalten werden – beim automatischen System wird die Milch durch einen Schlauch eingesaugt und fließt fertig und schaumig in die Tasse. Nur in der zweiten Variante gibt es also Milchschaum auf Knopfdruck.

Ein guter Milchschaum ist relativ fest, in der Konsistenz einheitlich und ohne größere Blasen. Weniger günstig ist, wenn die Milch nur teilweise aufgeschäumt ist oder die Schaumlanze zu viel Wasser abgibt und die Milch verdünnt.

Bedienung

Ein guter Test der Bedienfreundlichkeit eines Kaffeevollautomaten ist, erst einmal zu schauen, wie weit man ohne die Gebrauchsanweisung kommt. Im Idealfall ist die Bedienung intuitiv und logisch aufgebaut, so dass man sie schnell versteht und dann nicht mehr lange nachdenken oder nachschlagen muss, um die gewünschte Funktion zu bekommen.

Lautstärke

Je nachdem, wie geräuschempfindlich Sie sind und wie häufig Ihr Kaffeevollautomat benutzt wird, kann die Lautstärke ein wesentlicher Punkt sein. Das Lauteste ist das Mahlwerk. Im Allgemeinen sind Mahlwerke aus Edelstahl lauter als solche aus Keramik. Bei Automaten der Spitzenklasse setzen die Hersteller manchmal spezielle Techniken zur Geräuschisolierung ein, doch in der Mittelklasse kann man das noch nicht erwarten. Daher unterscheidet sich die Lautstärke der einzelnen Modelle mitunter deutlich.

Pflege und Reinigung

Hier gilt es die eingebauten Reinigungsprogramme und die Möglichkeiten des Auseinandernehmens zu testen. Ein großer Unterschied zwischen den Geräten auf dem Markt ist die Brühgruppe: Bei den meisten können Sie diese ohne großen Aufwand herausnehmen, aber bei manchen ist sie fest verbaut und unzugänglich. Normalerweise sollte das kein Problem für die Hygiene sein, aber einfacher und sicherer ist es doch, wenn man sich leicht vergewissern und die Brühgruppe mit der Hand abspülen kann.

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Kommentare

6 Kommentare zu "Der beste Mittelklasse-Kaffeevollautomat"

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600 €

Der Vollautomat auf den Fotos ist überigens schon über ein Jahr im Dauerbetrieb. Ich habe ihn vor den Fotos aber auch anständig poliert 🙂

Aber trotz allem geht nichts über eine Jura!

einmal melitta nie mehr jura

Die hab ich mir für 630,- Euro gekauft mit 5 Jahre Garantie sie ist wirklich gut

Nach der Zusatzgarantie werde ich sehr oft gefragt. Aber ich glaube bei der Preisklasse ist sie eine gute Wahl. Viel spaß mit dem Caffeo CI, bei uns läuft er auch wie eine 1 🙂

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