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Der beste Multi­funktions­drucker

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Multi­funktions­drucker Test: Multifunktionsdrucker Alle
Sven Kloevekorn

Sven Kloevekorn

begeistert sich seit VC-20-Zeiten für alles, was mit Chips und Platinen zu tun hat. Inzwischen hat er sein Hobby zum Beruf gemacht und arbeitet als Technikjournalist mit den Schwerpunkten PCs, Notebooks und mobile Gadgets. Nach einem Intermezzo bei AndroidNext schreibt er derzeit unter anderem für Notebookcheck und arbeitet außerdem als freier Fotograf.

Wir haben 27 Tintenstrahl-Multifunktionsdrucker getestet. Der beste für die meisten ist der Epson Expression Premium XP-7100. Er bietet die beste Kombination aus Arbeitsgeschwindigkeit und Ausstattung, liefert in allen Druckdisziplinen durchweg überdurchschnittliche Resultate und kostet nicht die Welt. Für spezielle Schwerpunkte gibt es aber auch empfehlenswerte Alternativen.

Update 14. November 2019

In der jüngsten Update-Runde haben wir uns sechs besonders günstige Multifunktionsdrucker im Preisbereich bis ca. 100 Euro angesehen. Sehr gut gefallen hat uns der spottbillige Canon Pixma MG3650S, den wir mit dem Prädikat „Gut & günstig“ in unsere Empfehlungen aufgenommen haben.

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8. August 2019

HP bringt seinen neuen OfficeJet Pro 9012 auf den Markt, der als Einziger der zuletzt getesteten MuFu-Drucker wieder eine dedizierte Faxfunktion mitbringt. Der Neuling hat es als Textdruck-Spezialist direkt in die Empfehlungen geschafft. Beim Fotodruck lässt er allerdings Federn.

16. April 2019

Neben dem Nachfolger des bisherigen Testsiegers müssen sich in unserem jüngsten Update fünf weitere Multifunktionsdrucker von Epson, Brother, Canon und HP der etablierten Konkurrenz stellen. Neuer Testsieger ist der Expression Premium XP-7100. Auch der Canon Pixma TS8250 ist eine neue Empfehlung.

13. November 2018

Der Epson WF-2860DWF und der Brother MFC-J1300DW ergänzen den Test.

22. Februar 2018

Wir haben fünf neue Modelle getestet und einige neue Empfehlungen für Sie. Testsieger bleibt der Epson Expression Premium XP-830, den wir erneut mit ins Rennen geschickt haben.

15. Januar 2017

Mit dem EcoTank ET-2650 (mit WiFi) und dem 2600 (ohne WiFi) hat Epson seine EcoTank Truppe nach unten abgerundet. Den ET-2650 haben wir in unsere Alternativen eingeordnet.

Auch in Zeiten zunehmend papierloser Kommunikation muss man doch hin und wieder etwas drucken. Und wer weitgehend auf Papier verzichten und seine Dokumente digital speichern möchte, muss sie scannen. Tintenstrahl-Multifunktionsdrucker können beides und erfreuen sich daher gerade in Privathaushalten nach wie vor großer Beliebtheit. Denn Tinten-Multidrucker sind im Gegensatz zu ihren Laser-Kollegen nicht nur deutlich kleiner und günstiger, sie können auch Fotos gut drucken.

Wenn Fotodruck für Sie nicht so wichtig ist, dafür aber der Textdruck perfekt sein soll, sind Laser-Multifunktionsgeräte die bessere Wahl. Sie eignen sich vor allem auch fürs Büro.

Wir haben in mehreren Testrunden inzwischen 27 Multifunktionsdrucker mit Tintenstrahldruckwerk und Preisen von sehr günstigen 50 Euro bis stolzen 400 Euro getestet. Vor allem bei der Qualität des Fotodrucks, aber auch bei den Druckkosten gibt es große Unterschiede zwischen den Geräten. Hier sind unsere Empfehlungen:

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Epson Expression Premium XP-7100

Test Multi­funktions­drucker: Epson Expression Premium XP-7100
Der Testsieger überzeugt mit dem schnellsten und besten Textdruck, sehr guter Fotoqualität und umfassender Ausstattung zum sehr guten Preis.

Unser Langzeit-Testsieger Epson Expression Premium XP-830 übergibt den Thron an seinen Nachfolger Expression Premium XP-7100. Der unterscheidet sich vor allem äußerlich von seinem Vorgänger, während sich beim technischen Innenleben wenig getan hat. Damit ist der XP-7100 ist für uns zur Zeit der beste Multi­funkt­ions­drucker mit Tinten­strahl­druck­werk. Kein aktueller Konkurrent im Test bietet eine so runde Kombination aus Ausstattung, Vielseitigkeit, Druckqualität und moderaten Druckkosten.

Fotospezialist

Canon Pixma TS8250

Test Multi­funktions­drucker: Canon PIXMA TS8250
Der Fotospezialist kann auch in den anderen Disziplinen überzeugen, ein automatischer Vorlageneinzug fehlt aber.

Der Canon Pixma TS8250 glänzt mit dem besten und darüber hinaus schnellsten Fotodruck im Test. Der Textdruck liegt auf Augenhöhe mit dem des Testsiegers, zu einer kompletten Ausstattung fehlt uns allerdings der automatische Vorlageneinzug der beim Kopieren und Scannen mehrseitiger Dokumente hilfreich ist. Dafür geht der Multifunktionsdrucker vergleichsweise leise zu Werke. Preislich liegt er auf dem Niveau unseres Testsiegers.

Textspezialist

HP OfficeJet Pro 9012

Multi­funktions­drucker Test: Hp Officejet Pro
Wer vor allem auf rasanten Textdruck in einwandfreier Qualität Wert legt und Fotos ohnehin woanders druckt, ist hier richtig.

Der erst kurz vor dem jüngsten Test-Update im August 2019 erschienene HP OfficeJet Pro 9012 hat es direkt in unsere Empfehlungsriege geschafft. Das liegt bei Weitem nicht nur am schnellsten Drucktempo im Test, sondern ebenso am sehr sauberen Schriftbild und der guten Ergonomie. Zusammen mit der üppige Anschlussaustattung macht ihn das zu einem idealen Kandidaten fürs Home-Office. Schwächen gibt es allerdings beim Fotodruck und -scan.

Gut & günstig

Canon Pixma MG3650S

Test Multi­funktions­drucker: Canon Pixma MG3650S
Duplex-Druck und ausgezeichnete Text- und Fotodrucke bei moderaten Druckkosten gibt es hier zum aboluten Kampfpreis.

Für nicht einmal 60 Euro ist der displaylose Canon Pixma MG3650S zu bekommen. Wer jetzt denkt, dass das sicher hohe Folgekosten nach sich zieht, irrt. Denn mit dem Canon druckt man im Segment der Tintenstrahl-Multifunktionsdrucker unter 100 Euro mit am günstigsten. Weitere Pluspunkte verdient sich das relativ ausladende, dafür aber nicht hoch gebaute Gerät sowohl beim Text- als auch beim Fotodruck. Ein natives Fax und ein ADF fehlen.

Für Vieldrucker

Epson EcoTank ET-4750

Epson stellt mit dem Ecotank ET-4750 das konventionelle Geschäftsmodell der Tintenstrahldrucker auf den Kopf: Statt den Drucker billig und die Tinte teuer zu verkaufen, macht es Epson hier umgekehrt. Das kann sich auf Dauer lohnen, vor allem, wenn man viel druckt. Denn schon die erste Tankfüllung enthält etwa die zehnfache Tintenmenge eines Konkurrenten mit herkömmlichen Patronen. Außerdem liegt ein zweites Set Nachfüllfläschchen bei, womit sich der hohe Anschaffungspreis relativiert. Aber auch bei der Druckqualität macht der Ecotank eine gute Figur.

Mit A3-Druck

Brother MFC-J5330DW

Der Brother MFC J5330DW spricht allein schon durch seinen opulenten Auftritt eine professionellere Kundschaft an. Er benötigt mehr Platz als alle anderen 4-in-1-Drucker im Test, dafür ist er sehr solide verarbeitet. Seine große Kassette fasst bis zu 250 Blatt Normalpapier und er druckt sogar im A3-Format. Der Brother ist eine gute Wahl fürs Home Office oder kleine Büros.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerFotospezialistTextspezialistGut & günstigFür VieldruckerMit A3-Druck
Modell Epson Expression Premium XP-7100 Canon Pixma TS8250 HP OfficeJet Pro 9012 Canon Pixma MG3650S Epson EcoTank ET-4750 Brother MFC-J5330DW Epson Expression Premium XP-830 Brother MFC-J1300DW Canon Pixma TR8550 Brother DCP-J785DW Brother DCP-J572DW HP OfficeJet Pro 8715 HP OfficeJet Pro 8710 Brother MFC-J985DW Epson WF-2860DWF Brother MFC-J680DW Canon Pixma MX925 Epson EcoTank ET-4550 Epson EcoTank ET-2650 Epson WorkForce Pro WF-3620DWF Epson Expression Home XP-452 HP Envy 5030 HP DeskJet 2630 HP OfficeJet 3831 Epson Expression Home XP-352 Epson Expression Home XP-4100 Epson WorkForce WF-2850DWF
Test Multi­funktions­drucker: Epson Expression Premium XP-7100Test Multi­funktions­drucker: Canon PIXMA TS8250Multi­funktions­drucker Test: Hp Officejet ProTest Multi­funktions­drucker: Canon Pixma MG3650STest Multi­funktions­drucker: Epson EcoTank ET-4750Test Multi­funktions­drucker: Brother MFC-J5330DWTest Multi­funktions­drucker: Epson Expression Premium XP-830Test Multi­funktions­drucker: Brother MFC-J1300DWTest Multi­funktions­drucker: Canon Pixma TR8550Test Multi­funktions­drucker: Brother DCP-J785DWTest Multi­funktions­drucker: Brother DCP-J572DWTest Multi­funktions­drucker: HP OfficeJet Pro 8715Test Multi­funktions­drucker: HP OfficeJet Pro 8710Test Multi­funktions­drucker: Brother MFC-J985DWTest Multi­funktions­drucker: Epson WF-2860DWFTest Multi­funktions­drucker: Brother MFC-J680DWTest Multi­funktions­drucker: Canon MX925Test Multi­funktions­drucker: Epson EcoTank ET-4550Test Multi­funktions­drucker: Epson EcoTank ET-2650Test Multi­funktions­drucker: Epson WorkForce WF-3620DWFTest Multi­funktions­drucker: Epson Expression Home XP-452Test Multi­funktions­drucker: HP Envy 5030Test Multi­funktions­drucker: HP DeskJet 2630Test Multi­funktions­drucker: HP OfficeJet 3831Test Multi­funktions­drucker: Epson Expression Home XP-352Test Multi­funktions­drucker: Epson Expression Home XP-452Test Multi­funktions­drucker: Epson WorkForce WF-2850DWF
Pro
  • Sehr guter und schneller Normal-Textdruck
  • Sehr guter Fotodruck
  • Umfangreiche Ausstatttung
  • Tolle Bedienbarkeit
  • Bester Fotodruck
  • Sehr guter Textdruck
  • Beste Scanqualität
  • Gute Ausstattung
  • Relativ leise
  • Faxfunktion
  • Sehr schnell
  • Sehr sauberer Textdruck schon bei normaler Qualität
  • Viele Anschlüsse
  • Gute Verarbeitung
  • Sehr günstig
  • Sehr guter Fotodruck
  • Sehr sauberer Textdruck
  • Duplex-Druck
  • Moderate Druckkosten
  • Geringste Druckkosten
  • Sehr solide verarbeitet
  • Druckt auch A3
  • Akzeptabler Foto-Druck auf Glossy-Papier
  • Front-USB-Anchluss
  • Integriertes Fax (ohne PC)
  • Sehr guter Fotodruck
  • Üppige Ausstattung
  • Überzeugender Textdruck
  • Gute Verarbeitung
  • SD-Kartenschacht und USB-Buchse leicht von vorne zugänglich
  • Sehr große Tintenpatronen im Lieferumfang
  • Sehr guter Fotodruck
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Bluetooth integriert
  • Sehr guter Textdruck
  • Sehr günstiger Druck durch inkbenefit-XL-Patronen
  • USB-A-Port für Speichersticks
  • Sehr sauberer und satter Textdruck
  • Brauchbarer Fotodruck und -scan
  • Sehr solide verarbeitet
  • Geringe Druckkosten dank Instant Ink
  • Druckt viel und schnell
  • Gute Bedienung
  • Robust gebaut
  • Kartenleser integriert
  • Druckt auch auf schwerem Papier (300g/qm)
  • Bluetooth mit NFC-Unterstützung
  • Geringer Anschaffungspreis
  • Farbtreuer Fotodruck
  • Gute Scan-Qualität
  • Kompakte Bauweise
  • Sehr guter Fotodruck
  • Relativ günstige Druckkosten
  • Sehr günstiger Druckpreis
  • Günstiges Nachfüll-Kit
  • Gutes Display
  • Gute Drucke
  • Günstiger Textdruck
  • Kompakt und wenig Platzbedarf nach hinten
  • günstig
  • Sehr günstig
  • Flach
  • Gute Scanqualität
  • Guter Fotodruck
  • Sehr günstig
  • In verschiedenen Farbkombinationen erhältlich
  • Sehr guter Fotodruck
  • Sehr günstig
  • Guter Fotodruck
  • Fax-Funktion
  • Touch-Display
  • ADF
  • Sehr günstig
  • Guter Fotodruck
  • Farbdisplay
  • Günstiger Schwarz-Weiß-Druck
  • Kartenleser
  • Duplex-Druck
  • Einzelne Farbpatronen
  • Komplette Steuerung am Gerät möglich
  • Duplex-Druck
  • Fax-Funktion
  • ADF
  • Einzelne Farbpatronen
  • Komplette Steuerung am Gerät möglich
Contra
  • Keine Faxfunktion
  • Nicht immer der Leiseste
  • Verbrauchskosten nur durchschnittlich
  • Fotoscan könnte besser sein
  • Keine Faxfunktion
  • Kein automatischer Vorlageneinzug
  • Verbrauchskosten nur durchschnittlich
  • Fotodruck kontrastarm und ohne korrekte Farbwiedergabe
  • Etwas laut
  • Scannt nur Text gut
  • Kein Display
  • Große Stellfläche
  • Duplex-Druck sehr langsam
  • Papiereinzug vorne
  • Kein Front-USB
  • Kein Kartenleser
  • Sehr groß
  • Kein Kartenleser
  • Nicht der Leiseste
  • Sehr teuer
  • Scan nur mittelmäßig
  • Kein CD-Fach und keine USB-Schnittstelle
  • Keine Faxfunktion
  • Fotodruck und -scan unterdurchschnittlich
  • Display zu dunkel
  • Keine Faxfunktion
  • Kein automatischer Vorlageneinzug
  • Hohe Druckkosten
  • Schmale Ausstattung
  • Fotodruck nur ausreichend
  • Fotodruck kann nicht überzeugen
  • Nachfolgemodell vorhanden
  • Wuchtiges Design
  • Scanner nur befriedigend
  • Recht teuer
  • Hohe Druckkosten
  • Sehr kleine Tintenpatronen, bei Auslieferung noch nicht einmal komplett gefüllt
  • Durchschnittliche Druckqualität
  • Komplexe Verriegelung der Patronen
  • Textdruck könnte besser sein
  • Drucker hat Probleme mit der Langlebigkeit
  • Hoher Anschaffungspreis
  • Keine Faxfunktion
  • Fotodruck nicht so gut
  • Hohe Tintenkosten bei Reinigung
  • Keine Faxfunktion
  • Zerfaserter Textdruck
  • Hohe Druckkosten
  • Unergonomische Folientasten
  • Keine Faxfunktion
  • Minimal-Display
  • Wenige Anschlüsse
  • Magere Ausstattung
  • Sehr hohe Druckkosten
  • Mickriges Display
  • Exorbitant hohe Druckkosten
  • Kein Randlosdruck
  • Unsauberes Schriftbild
  • Geringe Papierkapatzität
  • Hohe Druckkosten (s/w & Farbe)
  • Unsauberer Textdruck
  • Geringe Papierkapatzität
  • Lahmer Fotodruck
  • Unsauberer Texdruck in Normalqualität
  • Display zu klein
  • Sehr hohe Druckkosten, besonders in Farbe
  • Suboptimaler Fotodruck
  • Langsame Scans
  • Sehr hohe Druckkosten, besonders in Farbe
  • Suboptimaler Fotodruck
Bester Preis

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Komplett papierlos bleibt schwierig

Die Vision vom papierlosen Büro, und sei es nur im Home-Office, bleibt in der Praxis oft leider nur eben das: eine Vision. Zwar kommunizieren wir immer öfter digital, trotzdem kommt man immer wieder in die Verlegenheit, doch einmal ein Dokument scannen, kopieren oder gar faxen zu müssen.

Unternehmen und Behörden arbeiten nach wie vor überwiegend mit Ausdrucken auf Papier, auch wenn beispielsweise das Finanzamt mittlerweile nur noch elektronische Steuererklärungen bekommen möchte. Selbst der urtümliche Nadeldrucker hat nach wie vor seine Berechtigung, wenn es darum geht, Dokumente mit Durchschlag anzufertigen.

Drucker sind immer noch sehr häufig im Einsatz

Auch im Privathaushalt, vor allem wenn Kinder dazugehören, kommt es gar nicht so selten vor, dass mal eben ein Dokument, Formular oder auch ein Bild ausgedruckt werden muss. Selbst wenn man tatsächlich papierlos werden will, braucht man eben doch noch ein Gerät, mit dem man Dokumente schnell und einfach digitalisieren kann.

Ein Tintenstrahl-Multifunktionsdrucker ist nicht nur deshalb für viele sowohl für Zuhause als auch für das kleine Büro nach wie vor die erste Wahl. Anlässlich der immer wieder aufflammenden Feinstaubdiskussion bezüglich Laserdruckern wollen viele gerade zuhause und im kleinen Büro auf Nummer sicher gehen – denn da steht der Drucker ja meist unmittelbar neben dem Schreibtisch.

Die meisten neuen Modelle verzichten auf eine dedizierte Fax-Funktion – ein deutlicher Hinweis auf die nachlassende Bedeutung dieser Funktion. Wenn es sein muss gibt es am PC diverse Möglichkeiten, ein Fax mit oder ohne Fax-Telefonleitung zu versenden, in der Regel schickt man heute aber einfach ein PDF per Email. Daher haben wir das Fehlen einer Fax-Funktion nicht als negativ gewertet.

Das Problem mit der Tinte

Tintenstrahldrucker haben nicht gerade den besten Ruf. Das liegt hauptsächlich am traditionellen Geschäftsmodell der Hersteller, die Drucker zu Schleuderpreisen verkaufen, nur um dann bei der Tinte umso kräftiger zuzugreifen.

Die gesalzenen Preise für Tintenpatronen haben Dritthersteller auf den Plan gerufen, die günstigere Alternativen anbieten – die aber nicht immer dieselbe Qualität liefern wie die Originalpatronen. Schließlich sind die Druckertreiber stets optimal auf die herstellereigenen Tinten und Papiere abgestimmt. Und weil die Hersteller die günstigen Preise für die Geräte mit den Einnahmen aus dem Tintenverkauf subventionieren, blockieren sie immer öfter den Einsatz von Fremdpatronen, was wiederum zu Ärger bei den Verbrauchern führt.

Unterdessen hat sich der Kunde so sehr an extrem günstige Preise für Tintenstrahldrucker gewöhnt, dass die Hersteller bei der Produktion immer mehr sparen, um sich bei den Preisen zu unterbieten – was wiederum nicht gerade der Qualität der Geräte förderlich ist. Das sieht man den Geräten leider deutlich an: Oft handelt es sich um klapprige, knarzende Plastikbomber mit Billigausstrahlung, die sich im Wohnumfeld nicht gut machen.

Wenn Sie nicht unbedingt farbig drucken müssen und auf Multifunktionseigenschaften verzichten können, ist ein Laserdrucker aus diesem Grund oft die bessere Alternative. Selbst günstige Laserdrucker drucken Textdokumente zuverlässiger, schneller und besser als die besten Tintenstrahldrucker.

Wenn Sie ein Multifunktionsgerät brauchen, sieht die Sache etwas anders aus. Zwar gibt es auch Laser-Multifunktionsgeräte, aber für den Einsatz zuhause sind sie meist zu groß und zu klobig und auch preislich spielen sie in einer andere Liga. Daher kommt diese Geräteklasse zumeist in professionellen Büroumgebungen zum Einsatz, wo mehrere Mitarbeiter gemeinsam auf einen Drucker zugreifen und für entsprechende Druckmengen sorgen.

Für zuhause ist ein Tintenstrahl-Multifunktionsdrucker daher oft immer noch die beste Wahl – zumal das Drucken mit Tinte inzwischen nicht mehr unbedingt teurer ist als mit Toner. Vor allem für guten Fotodruck, zumal auf Hochglanzpapier, braucht es nach wie vor Tinte, besser noch spezielles Foto-Schwarz auf Pigment-Basis.

Patronen von Drittherstellern sind oft schlechter

Glücklicherweise versuchen inzwischen die ersten Hersteller, aus der verhängnisvollen Abwärtsspirale sinkender Preise und billiger Verarbeitung auszubrechen. So hat Epson seine EcoTank-Reihe konsequent ausgebaut. Bei den riesigen Tintentanks sind selbst die Nachfüllflaschen günstiger als Patronen von Drittherstellern mit einem Zehntel der Tintenmenge. Da ist selbst der höhere Einstandspreis spätestens dann vergessen, wenn im Paket neben der Erstausstattung noch ein Ersatz-Set bereit liegt. Inzwischen gibt es kaum noch ein Anwendungsgebiet, das nicht mit einem ET-Drucker von Epson bedient werden könnte. Einzig Drucker, die mit fünf statt vier Farben arbeiten, wie die vier Foto-Experten in unserem Test, gibt es bei Epson noch nicht mit EcoTanks.

Einen ähnlichen Ansatz namens inkbenefit verfolgt auch Brother mit seinen beiden Modellen DCP-J785DW (in diesem Test) und MFC-J985DW. Vergleichsweise knackigen Anschaffungspreisen stehen auch hier deutlich reduzierte Druckkosten gegenüber. Gehören etwa XL-Patronen zum Lieferumfang, relativieren sich die Initialkosten entsprechend. Die Verbrauchskosten-Spezialisten vom Druckerchannel haben ausgerechnet, dass sich der hohe Anschaffungspreis innerhalb von etwa zwei Jahren amortisieren könnte, wenn man etwa 250 Blatt im Monat druckt. Das muss man natürlich erst mal schaffen, druckt dann aber mit den EcoTank-Modellen von Epson noch deutlich günstiger als mit den inkbenefit-XL-Patronen von Brother.

HP bietet zudem mit Instant Ink sehr erfolgreich eine Art Abo-Lösung für Tintenpatronen an, die genau auf den individuellen Druckbedarf abgestimmt ist. Dazu ist es allerdings erforderlich, dass der Drucker immer wieder nach Hause telefoniert, um die Tintenstände zu melden. Dann wird Ersatz geliefert, kurz bevor die Patrone komplett leer ist. Bei dieser Gelegenheit werden auch gleich Daten zum Verbrauchsverhalten mit übermittelt, was unter Datenschutzgesichtspunkten sicher nicht jedermanns Sache ist. Eine Besonderheit: Bei InstantInk zahlt man nicht die Tintenmenge, sondern die Zahl der bedruckten Seiten. Ob es sich dabei um sparsamen Textdruck handelt oder ein verbrauchsintensives, vollflächiges Foto, spielt dabei keine Rolle. Sparen kann man also dann besonders gut, wenn man regelmäßig viele Fotos druckt.

Druckkosten: Tinte oder Laser?

Im letzten Druckertest der Stiftung Warentest ging die Redaktion dezidiert auf die Kostenfrage im Vergleich zwischen Tinte und Toner ein. Dabei relativiert sich der vermeintliche Kostenvorteil von Laserdruckern (Test 03/2019). Das liegt nicht zuletzt an Ansätzen wie dem bereits erwähnten Tinten-Abo von HP, den großen Tintentanks des Epson EcoTank 4550 und den wirklich großen XL-Patronen des inkbenefit-Modells Brother DCP-J785DW.

Auch wenn man beispielsweise die Stromkosten und den zwar gelegentlichen, dann aber teuren Wechsel der Bildtrommel bei Laserdruckern mit in die Kalkulation aufnimmt, sieht es für Tintenstrahler gar nicht mehr so nachteilig aus. Beim Laserdruck wird der Toner durch Hitze auf dem Papier fixiert und Heizen kostet nun mal Energie und damit Geld.

Über die Emission von Feinstaub bei Laserdruckern ist ebenfalls noch nicht das letzte Wort gesprochen, die aktuelle Diskussion erinnert ein wenig an die über Stickoxide im Zuge des Dieselskandals. Fakt ist, dass einige Hersteller sich komplett auf eine Seite schlagen, so sind beispielsweise bei Canon Farb-Laserdrucker sehr rar gesät, und Epson diese Geräteklasse noch nie in ernsthaften Stückzahlen produziert. Das kann aber auch reine Marktstrategie sein.

Neue Ansätze machen Tintendrucker wieder attraktiv

Der Ansatz von Epson geht zwei Schritte weiter: Der lästige Patronenwechsel entfällt komplett, in die Tintentanks passt jeweils etwa die zehnfache Menge einer XL-Einzelpatrone. Zwar muss man die Nachfüllflaschen rechtzeitig selbst besorgen, nach einer wirklich simplen Tankfüllung ist in den meisten Fällen aber locker ein Jahr Ruhe. Beim EcoTank 4750 liegt sogar ein zweiter Satz Nachfüllflaschen bei. Damit kommt auf mehr als 10.000 gedruckte Seiten, was erstmal eine Weile reichen dürfte.

So haben wir getestet

Wir haben in fünf Testrunden inzwischen 27 Tintenstrahl-Multifunktionsdrucker getestet. Im Test haben wir die Druckgeschwindigkeit in den verschiedenen Qualitätsstufen gemessen und die Druckqualität im Text- und Fotodruck beurteilt. Dabei kommen verschiedene einheitliche Test-Vorlagen zum Einsatz.

Auch die Qualität der Scans beurteilen wir anhand einheitlicher Test-Vorlagen. Beim Scannen testen wir mit unterschiedliche Vorlagen, wie gut sich verschiedene Papiersorten wie Briefe, Belege und Fotos einziehen und scannen lassen.

Bei Multifunktionsdruckern kommt es aber nicht nur auf die Qualität von Drucken und Scans an, auch die Bedienung spielt beim großen Funktionsumfang dieser Geräte eine große Rolle, zum Beispiel, wenn es darum geht, ob direkt vom Smartphone oder Speicherstick gedruckt werden kann, oder wie einfach das Speichern von Scans auf verschiedenen Ablageorten ist.

Auch Setup, Installation und Verarbeitung spielen bei der Bewertung eine Rolle – und natürlich auch der Preis. Dabei ist für uns nicht der UVP sondern der Straßenpreis ausschlaggebend.

 Multi­funktions­drucker Test: Epson Expression Premium Xp 7100

Testsieger: Epson Expression XP-7100

Der Epson Expression Premium XP-7100 druckt nicht nur Fotos auf passendem Hochglanzpapier mit am besten, sondern überzeugt vor allem auch beim Textdruck. Weitere Pluspunkte gibt es für Bedienbarkeit, Vielseitigkeit und Anschlussvielfalt.

Testsieger

Epson Expression Premium XP-7100

Test Multi­funktions­drucker: Epson Expression Premium XP-7100
Der Testsieger überzeugt mit dem schnellsten und besten Textdruck, sehr guter Fotoqualität und umfassender Ausstattung zum sehr guten Preis.

Der Epson XP-7100 wartet direkt mit einer Besonderheit auf: Nach dem Einschalten klappt der Touchscreen motorisiert aus der Parkposition hoch, sodass man ihn leichter bedienen kann. Wird etwas ausgedruckt, fährt der Papierschacht (wie auch beim Canon Pixma TS8250) ebenfalls automatisch aus dem Gehäuse, per Taste auf dem Display lässt sich der Papierauswurf aber auch ein- und wieder ausfahren. Das führt dazu, dass der Epson, der ohnehin mit wenig Platz zufrieden ist, in Ruheposition mit einer Tiefe von 34 Zentimetern zurechtkommt.

Platzsparend und sehr flexibel im Druck

Der Epson XP-7100 ist wie schon sein Vorgänger sehr vielseitig, wenn es darum geht, auf was er drucken kann: Er hat ein Papierfach für Normal- und ein zweites für Fotopapier, außerdem kann man schweres Papier über einen Einzelblatteinzug auf der Rückseite zuführen und auch CDs und DVDs können über eine eigene Zuführung direkt bedruckt werden.

Allerdings hat die Flexibilität seitens der bedruckbaren Medien beim Epson XP-7100 auch ihre Schattenseiten: Der ausziehbare CD-Labeler und der Papierschacht hinterlassen keinen besonders vertrauenserweckenden Eindruck, hier ist ausschließlich Kunststoff im Spiel und die Führungsschienen sind nicht unbedingt auf Maßhaltigkeit getrimmt. Auf die Druckergebnisse muss sich das aber nicht auswirken.

Bei der Ausstattung überzeugt der Epson XP-7100 dann wieder: Mit Photoschwarz ist eine zusätzliche Patrone an Bord, dicke Medien lassen sich über einen Einzelblatteinzug bedrucken. Dank Front-USB plus Kartenleser ist er für viele Datenträger offen.

Wer mehrere Fotos oder Dokumente auf einmal einscannen oder kopieren will, profitiert vom automatischen Vorlageneinzug. Automatischer Duplexdruck hilft, Papier zu sparen. Das große und helle Touchdisplay vereinfacht die Bedienung am Gerät selbst enorm und führt auch Anfänger intuitiv durch verschiedene Aktionen wie Scannen und Kopieren.

Setup und Verarbeitung

Die Installation der Testkandidaten lief übers drahtlose Netzwerk meist vollkommen unproblematisch. Eine Ausnahme stellt der günstige HP Envy 5030 dar, der mehrere Anläufe benötigte. Vor Jahren verlangten auch Multifunktionsdrucker mit Netzwerkanbindung zur Erstinstallation noch nach einer USB-Verbindung, das ist inzwischen nicht mehr der Fall. Sämtliche Testgeräte ließen sich letztlich per WPS (Wi-Fi Protected Setup), also quasi auf Knopfdruck, ins Netzwerk einbinden. Danach waren die Geräte stets sofort verfügbar, wenn wir sie vom PC aus ansteuern wollten.

Einzig die Einrichtung der Fax-Funktion erfordert etwas mehr Aufmerksamkeit, je nachdem, ob eine separate Faxleitung besteht oder aber die Telefonleitung für beide Signale herhalten muss. Auch hierfür sind alle Geräte, die diese immer seltener werdende Funktionalität bieten, bestens vorbereitet.

Ärgerlich: Bei der Deinstallation der versammelten Druckertreiber samt Zusatzsoftware nach dem Test stellten sich einige Brother-Anwendungen bzw. -Dienste bockig an und waren nicht auf normalem Wege über die Windows-10-Systemsteuerung zu entfernen, weil die entsprechenden Einträge schlicht und einfach fehlten. Hier müssen die entsprechenden Drucker im Treiber selbst gelöscht werden, was beim letzten Drucker dann automatisch zu einer Deinstallation der Software führt – darauf muss man erst einmal kommen.

Von der Verarbeitung her macht der Epson XP-7100 einen vergleichsweise soliden Eindruck. Die Papierkassette wirkt allerdings etwas klapprig, hier hätten wir uns eine stabilere Ausführung gewünscht. Vor allem das CD-Fach hinterlässt einen sehr wackligen Eindruck, dürfte aber heutzutage ohnehin kaum noch zum Einsatz kommen.

Die Menüführung über das große und helle Touchscreen-Display hat uns sehr gut gefallen. Der Menüaufbau ist klar strukturiert, für viele Funktionen braucht man den Computer nicht, etwa für das Drucken von Fotos von einer SD-Karte oder das Scannen auf einen USB-Stick. Auch die anfängerfreundlichen Assistenten, die einen sicher durch am Gerät selbst vorgenommene Aktionen leiten, profitieren deutlich vom guten Display. Dasselbe lässt sich auch über unseren zweiten Sieger und Fotospezialisten Canon Pixma TX8250 sagen.

Textdruck mit Überraschung

Beim Textdruck ohne Grafiken und Bilder unterscheiden die Drucker mehrere Qualitätsstufen. Wir ließen jeden Drucker jeweils zehn Seiten Standardtext einmal schnell in normaler Qualität sowie einmal deutlich langsamer und dafür in optimaler Qualität ausdrucken und haben dabei die Geschwindigkeit gemessen. Der bei vielen Druckern vorhandene, besonders fixe Entwurfsmodus eignet sich in der Regel nicht für geschäftliche Korrespondenz, was vor allem am oft sehr blassen und teilweise auch unsauberen Schriftbild liegt.

Der Epson bewegt sich hier am oberen Ende der Geschwindigkeitsskala, schneller arbeitet beim reinen Textdruck lediglich der MFC J5330DW von Brother, der zudem noch schön leise druckt. Bei optimal eingestellter Druckqualität ist zwar der HP OfficeJet Pro 8715 mit seinen knapp zwei Minuten unschlagbar, allerdings unterscheiden sich weder Geschwindigkeit noch Qualität vom Eco-Druck, sodass das keinen echten Vorteil bringt. Leise arbeitet allerdings auch dieser.

Trotz der zweitschnellsten Arbeitsgeschwindigkeit beim Textdruck in Standardqualität lässt sich der Expression Premium XP-7100 bezüglich der Qualität nicht lumpen. Die Buchstabenränder werden nicht ganz so sauber dargestellt wie beim Optimaldruck, dafür wirkt das Schwarz satter, als es viele Konkurrenten bei bester Qualität hinbekommen.

Die leichten Ausreißer an den Rändern sowie die Treppchenbildung an schrägen Kanten sind dagegen ein Phänomen, das beim Textdruck bei allen Tintenstrahlern mehr oder weniger stark auftritt – Vergleiche mit dem gestochen scharfen Schriftbild eines guten Laserdruckers halten allenfalls einige Drucker im Test aus – und das auch nur im Optimalmodus und mit bloßem Auge. Den Ausschlag zugunsten des Testsiegers bei Text in bester Qualität hat übrigens nicht die Sauberkeit der Ränder gegeben, sondern das etwas sattere Schwarz des Expression XP-7100.

Beim schnellen Normaldruck fallen die Qualitätsunterschiede zwischen den Druckern teilweise ziemlich deutlich aus. Der Pixma TS8250 und der Expression XP-7100 nehmen sich hier nicht viel: Beim schnelleren Epson ist das Schwarz satter, dafür fallen die Buchstaben beim Canon unter der Lupe noch etwas sauberer aus. Mit bloßem Auge fällt das bessere Schwarz mehr ins Gewicht.

Zu unserer Überraschung sind sowohl der der Epson Expression Premium XP-7100 als auch der Canon Pixma TS8250 beim Normaldruck nur geringfügig schwächer als in der langsameren, »optimalen« Qualität. Ein sehr sauberes Schriftbild schon im Normalmodus bietet auch der HP OfficeJet Pro 9012, hier ist mit optimaler Qualität nicht viel gewonnen.

Der Epson XP-7100 druckt Text am besten

Beim optimierten Textdruck sind die Unterschiede zwischen den meisten Druckern relativ gering. Schwächen leisten sich hier nur der günstige Epson XP452 mit ausgefransten Buchstaben sowie der ähnlich billige HP Envy, bei dem einige Buchstaben verschmiert aussehen. Ansonsten sind die Unterschiede ohne Vergrößerung kaum auszumachen.

Neben dem neuen OfficeJet 9012 hat für uns im Textdruck unter dem Strich der Epson XP-7100 die Nase vorn, weil er im Normaldruck sehr schnell unterwegs ist und dabei ein sauberes und vor allem sattes Schriftbild erzeugt. Den langsameren Optimaldruck kann man sich bei ihm für besondere Anlässe wie Bewerbungen etc. sparen, macher Personaler soll ja gar eine Lupe im Schreibtisch haben.

Fotodruck: Spreu und Weizen

Während beim Textdruck Laserdrucker das Maß aller Dinge sind, können Tintenstrahldrucker ihre Stärke beim Druck von Farbfotos voll ausspielen. Auch bei den Druckkosten können Farblaserdrucker meist nicht mit Tintenstrahlern mithalten – wobei es hier bei den Tintenstrahlern sehr große Preisdifferenzen gibt. Die folgenden Fotos haben wir von Ausdrucken unseres Testbildes in der besten angebotenen Qualität erstellt.

Druckt man auf Normalpapier, sind die Unterschiede der verschiedenen Tintenstrahler relativ gering, da das Papier hier die Grenzen setzt.

Bei hochglanzbeschichtetem Spezialpapier sieht man aber deutliche Unterschiede: Während Epson Expression Premium XP-7100, Epson Expression Premium XP-830, Canon Pixma TS8250 und Canon Pixma TR8550 sehr von ihrer dezidierten Fotoschwarz-Patronen profitieren, sind sämtliche anderen Kandidaten zum Teil deutlich abgeschlagen.

So können die mit zusätzlichem Fotoschwarz ausgestatteten Multifunktionsdrucker zwar durchaus mit günstigen dedizierten Fotodruckern mit dort »nur« fünf Patronen mithalten. Mit dem nahezu perfekt vorlagengetreuen Druck eines 8-Farb-Foto-Boliden vom Schlage eines Canon Pixma Pro 100S können aber besonders die Farben nicht mithalten. Beim XP-7100 äußert sich das in einem Rot-/Magentastich, unter dem besonders die natürliche Hauttonwiedergabe leidet. Der Kontrast könnte bei dunklerem Schwarz noch besser ausfallen. In homogenen Flächen haben wir eine minimale Streifenbildung beobachtet, während der Farbverlauf unseres Standard-Testbilds ohne auffällige Stufen aber etwas unsauber gelingt.

Das schlechteste Resultat liefert hier der OfficeJet Pro 8715 ab, das Bild wirkt sehr flächig und die Hautfarben alles andere als natürlich. Hier wird aus dem ursprünglichen Schwarz schnell ein Grau, mit Glück ohne Farbstich. Auch seitens der Detailtreue nehmen es die Kollegen ohne extra Schwarz-Patrone nicht so genau. Da allein der Farb- und hier insbesondere der Fotodruck unserer Meinung nach überhaupt erst für einen Tintenstrahldrucker spricht, muss unser Testsieger auch in dieser Disziplin überzeugen.

Druckkosten

Leider gehört der Epson Expression Premium XP-7100 bei den Druckkosten nicht zu den günstigeren Druckern im Test, fällt aber auch nicht negativ aus dem Rahmen. Druckerchannel errechnet 4,4 Cent Kosten für eine Seite Text und 13,8 Cent für eine ISO-Farbseite. Damit liegt der Epson XP-7100 sogar etwas höher als der Canon Pixma TS8250 mit 3,9 beziehungsweise 13 Cent.

Insgesamt bewegen sich beide preislich im Mittelfeld. Der für Vieldrucker geeignete Brother DCP-J 785DW druckt mit Kosten von 0,9 bzw. 4,5 Cent am günstigsten dank seiner Inkbenefit-XL-Patronen, der kleine HP Envy 5030 kommt beim Einsatz normaler Einzelhandels-Patronen auf heftige 8,9 / 18,5 Cent pro Seite, was Käufer wohl in die Arme des Instant-Ink-Abos treiben soll.

Deutlich günstiger geht es bei zwei anderen Brother-Druckern zu: 1,4 Cent für Schwarz-Weiß-Drucke und 7,1 Cent beim Farbdruck für den großen J5330DW respektive 0,9 Cent und 4,5 Cent beim kleinen J985DW. Der größere HP liegt mit 2,2 Cent und 7,8 Cent dazwischen.

Nur wenn Sie viel drucken, lohnt sich ein teureres Gerät mit geringeren Druckkosten

Wirklich zu Buche schlagen die Kosten für die Tinte aber nur, wenn Sie viel drucken. Drucken Sie nur einmal die Woche ein paar Seiten aus, dann können Sie die Druckkosten getrost vernachlässigen. Im Portemonnaie merken Sie den Unterschied erst, wenn Sie jeden Tag mehr als zehn Seiten in Farbe drucken.

Wie günstig Druckkosten auch bei einem Tintenstrahldrucker sein können, zeigt der Epson Ecotank ET-4750 mit seinen großen Tintentanks: Er druckt um den Faktor 10 bis 20 günstiger. So kommt Druckerchannel auf Tintenkosten von 0,1 Cent pro Textseite, 0,2 Cent pro ISO-Farbseite. Die Stiftung Warentest kommt beim Vorgänger auf 8 Cent pro DIN A4 Foto.

Allerdings muss man beim Epson EcoTank erstmal einen wesentlich höheren Anschaffungspreis schlucken. In abgemilderter Form gilt das auch für den großen Brother 785JW aus dem aktuellen Test-Update. Druckt man weniger als 100 Farbseiten pro Monat, lohnt sich das auch nach drei Jahren noch nicht, wie diese Aufstellung zeigt. Erst wenn Sie mehr als 150 Farbseiten pro Monat drucken, rechnet sich der teurere Anschaffungspreis nach der Zeitspanne dieser drei Jahre.

Kopieren und Scannen

Beim Scannen von Dokumenten leisteten sich alle Multifunktionsdrucker kaum Patzer. Die Auflösung sollte für die meisten Vorlagen vollkommen ausreichen, allerdings gab es gerade bezüglich der Detailauflösung deutliche Unterschiede.

Anders sieht das aus, wenn man Fotos einscannen möchte, denn Farbtreue, korrekte Helligkeit und Kontrast scheinen beim Scannen teilweise von der sonstigen Qualität der Geräte entkoppelt zu sein. So scannt ausgerechnet der Testsieger unser Testbild viel zu dunkel ein, lässt Tiefen absaufen und zeigt deutlich zu kräftige Farben, die u.a. zu einer total unnatürlichen Wiedergabe von Hauttönen führen. Zudem ist eine feine Streifenbildung zu beobachten.

Dokumente scannen alle Kandidaten sauber, bei Fotos gibt es große Unterschiede

Das Ergebnis hätte den Expression Premium XP-7100 beinahe den Testsieg gekostet. Wir gehen allerdings davon aus, dass heutzutage in der Regel schon digital vorliegende Fotos immer seltener eingescannt werden. Wer etwa alte Fotoalben digitalisieren will, sollte vom XP-7100 Abstand nehmen.

Die Scans haben wir praxisgerecht direkt vom Gerät aus vorgenommen und (soweit möglich) eine Auflösung von 300 dpi eingestellt. Ob sich vom PC aus bessere Ergebnisse erzielen lassen, haben wir nicht überprüft. Das hat auch vom Gerät aus zu funktionieren wie bei allen anderen Herstellern.

Das beste Scanergebnis unter allen MuFu-Druckern im Test lieferte der Pixma TS8250, der günstigere TR8550 ist ihm dabei dicht auf den Fersen, sodass sich beide sehr gut dazu eignen, Papierbilder in hervorragender Qualität zu digitalisieren. Bei den sieben Neuen scannen noch der Brother DCP-J572DW sowie zu unserer Überraschung der günstige HP Envy 5030 Fotos in guter Qualität ein, während die Foto-Scan-Qualitäten der übrigen vier Kandidaten keine gute Figur machen.

Mit dem automatischen Dokumenteinzug des Epson XP-7100 können doppelseitige Vorlagen automatisch gescannt oder kopiert werden. Dabei stehen alle Optionen zur Auswahl. So kann man beidseitige Vorlagen beidseitig kopieren, auf Einzelseiten ausgeben oder auch einzelne Seiten papiersparend doppelseitig ausgeben. All das können die anderen Testkandidaten aber ebenfalls – mit Ausnahme des Epson Expression Home XP-452, der gar keinen automatischen Duplexdruck beherrscht.

Automatischer Duplexdruck ist wichtig und fast überall an Bord.

Mit dem Epson XP-7100 kann man direkt über das Bedienfeld verschiedene Computer als Scan-Ziel auswählen. Außerdem kann man direkt auf SD-Karten oder USB-Sticks scannen oder direkt vom Drucker aus eine E-Mail mit einem Scan erstellen. Epson stellt auch eine Cloud zur Verfügung, in der man Scans ablegen kann. Beim Scan direkt auf SD-Karte oder einen externen Datenträger kann zwar die Scan-Qualität ausgewählt werden – und auch, welche Dateiendung der Scan erhält – auf die Ordnerstrukturen des Datenträgers hat man jedoch keinen Einfluss, der Scan landet nämlich automatisch in einem Standardordner.

Ohne PC ist also keine weitreichende Dokumentenverwaltung möglich. Mit PC und übers Netzwerk kann man dagegen die Scans sehr einfach und zudem differenziert sortieren, man ist dem papierlosen Büro damit einen entscheidenden Schritt näher, so lässt sich beispielsweise die komplette Buchhaltung digitalisieren.

Die automatische Schrifterkennung OCR beherrscht der XP-7100 dagegen leider nicht. Dafür muss man sich eine eigene Software zulegen.

Was gibt es für Nachteile?

Der größte Nachteil des Premium XP-7100 und damit auch des Vorgängers XP-830 sind seine nur durchschnittlichen Druckkosten. Wer viel druckt, für den gibt es günstigere Alternativen. Ein weiterer Minuspunkt ist natürlich die mehr als suboptimale Qualität beim Scannen von Fotos. Wie viele andere Hersteller geizt Epson beim Testsieger leider nicht mit hochempfindlichen und für Fingerabdrücke empfänglichen Plastik-Hochglanz-Oberflächen.

So gut uns der Epson XP-7100 ansonsten gefällt, bringt er natürlich auch die Nachteile mit sich, die alle Tintenstrahldrucker plagen: Aufwändige Reinigungsphasen nach längeren Druckpausen mit entsprechend hohem Tintenverbrauch nerven – gerade wenn man mal eben etwas ausdrucken möchte und der Multifunktionsdrucker eine mehrtägige Druckpause hinter sich hat. Die Reinigung der Patronen kostet zudem viel Tinte und damit unter Umständen auch viel Geld.

Wer wirklich viel druckt, sollte sich mit Instant Ink, Inkbenefit und EcoTank beschäftigen

Aber diese Mankos sind typisch für Tintenstrahldrucker. Wer auf gute Foto-Druckqualität nicht verzichten will, muss mit diesen Einschränkungen leben – leider. Sparen können sich die Hersteller aus unser Sicht auch die Möglichkeit, CDs und DVDs bedrucken zu können – und das sicher nicht erst seit gestern.

Beim schnellem Textdruck merkt man dem XP-7100 sein hohes Tempo auch geräuschmäßig an, aber für lärmsensible Umgebungen sind potenziell leisere Laserdrucker die bessere Wahl – hier sollte man sich aber vorher informieren, denn bei Weitem nicht jeder Laserdrucker ist leise.

Epson XP-7100 im Testspiegel

Die Geister scheiden sich in Sachen Multifunktionsdrucker zunehmend, weshalb die Stiftung Warentest sogar eine umfangreiche Gegenüberstellung von Laser- und Tintenstrahl-Druckern durchgeführt hat, die teilweise mit überraschenden Ergebnissen aufwartet und mit alten Vorurteilen aufräumt.

In der »Test«-Ausgabe 4/2019 belegt unser Favorit bei den Multifunktionsdruckern mit herkömmlichen Tintenpatronen den zweiten Platz hinter dem Canon Pixma TR8550 und kommt auf eine Gesamtnote von 2,4 (»gut«). Die Stiftung attestiert dem XP-7100 eine bessere Druck- und Kopierqualität, während der TR8550 mit leicht überlegenen Scan-Ergebnissen und niedrigeren Tintenkosten punktet. Unser Zweitplatzierter Canon Pixma TS8250 rangiert im selben Test auf Platz 4 (Note 2,7), was vor allem der aus Sicht der Stiftung suboptimalen Kopierqualität und den nicht besonders niedrigen Verbrauchskosten liegt.

In der Computerzeitschrift c’t (Ausgabe 11/2015) kann der sehr ähnliche Vorgänger XP-830 ebenfalls mit seinem breiten Einsatzspektrum überzeugen:

»Wer ein Universalgerät für alle privaten Aufgaben rund ums Drucken, Kopieren, Scannen und Faxen sucht, kann zum Epson Expression Premium XP-830 greifen, der Fotodruck und Büroarbeiten gleichermaßen gut bewältigt. Nur eine OCR-Software muss man zukaufen.«

PC-Welt verleiht dem Drucker im Juli 2019 die Note 2,3. Als einziges Manko werden erhöhte Druckkosten genannt:

»Epson packt in den Expression Premium XP-7100 jede Menge Ausstattung. Das macht den Multifunktionsdrucker in nahezu jedem Szenario einsetzbar – sei es im Netzwerk oder für Spezialaufgaben wie den CD-Druck oder für die Ansteuerung per Smartphone, um nur einige Beispiele zu nennen. Trotz der Fülle bleibt das Kombigerät einfach zu bedienen – nicht zuletzt dank des guten Touchscreens. Insgesamt ist der XP-7100 ein richtiger Allrounder für zu Hause und das kleine Büro. Sein einziges Manko sind die vergleichsweise hohen Seitenpreise. Sie sprechen gegen einen allzu hohen Durchsatz an Drucken und Kopien.«

Alternativen

Der Epson Expression Premium XP-7100 hat für uns vor allem wegen seiner hohen Druckqualität beim Text- und Fotodruck die Nase vorn. Dafür muss man allerdings Abstriche bei den Druckkosten und bei der Scan-Qualität hinnehmen. Muss der Drucker ein höheres Arbeitspensum bewältigen, weil er beispielsweise im Home Office steht oder im richtigen Büro gleich mehrere Arbeitsplätze bedient, gibt es bessere Kandidaten, ebenso wenn die Qualität von Foto- oder Textdruck noch höher sein soll.

Fotospezialist

Canon Pixma TS8250

Test Multi­funktions­drucker: Canon PIXMA TS8250
Der Fotospezialist kann auch in den anderen Disziplinen überzeugen, ein automatischer Vorlageneinzug fehlt aber.

Wer vor allem Fotos drucken und einscannen will, ist mit dem Canon Pixma TS8250 besser bedient. Dank gleich sechs Farben inklusive Fotoschwarz und Fotoblau liegt die Druckqualität bei Fotos auf Augenhöhe mit der Qualität günstiger dedizierter Fotodrucker und übertrifft hier sogar unseren sehr guten Favoriten. Auch das Einscannen von Fotos beherrscht der vielseitige und ausgereifte Printer auf hohem Niveau. Papier wird über eine Kassette für Normalpapier (100 Blatt) oder den hinteren Papiereinzug für Fotopapier (20 Blatt) zugeführt.

Obwohl der TS8250 besonders bei den Hauttönen die natürlichste Farbwiedergabe im Test bietet, fällt die Abstimmung insgesamt etwas zu kühl aus. Das fällt aber nur auf, wenn man den Print direkt mit dem Original an einem korrekt kalibrierten Monitor vergleicht. Der Farbverlauf wird teilweise mit kleineren Abstufungen wiedergegeben, Streifenbildung ist aber nicht zu beobachten. Schwarz wirkt angenehm satt, was für ein gutes Kontrastverhältnis sorgt und den Bildern Tiefe verleiht.

Beim Textdruck gibt sich der Kandidat ebenfalls keine Blöße, sondern überzeugt mit hohem Drucktempo, bleibt dabei relativ ruhig und präsentiert bereits im Normaldruck ein einwandfreies, sauberes Schriftbild. Lediglich die Deckkraft fällt beim Testsieger etwas besser aus. Etwas langsam ist er beim automatischen Duplexdruck unterwegs, was Pausen zwischen dem Bedrucken der Vorder- und Rückseite geschuldet ist. Zudem ist der Canon nicht gerade sparsam mit tintenfressenden Wartungszyklen, bei denen die Druckdüsen gespült werden.

Die Druckkosten liegen beim Schwarzweißdruck rund 10 Prozent unter denen des XP-7100, kommt Farbe ins Spiel, schrumpft der Vorsprung des Canon auf 0,8 Cent pro Seite zusammen. Insgesamt bleiben die Druckkosten aber durchschnittlich.

Die Bedien-Front des wahlweise schwarzen, roten oder weißen und sehr schlicht gehaltenen Gehäuses besteht aus hochempfindlichem Hochglanz-Kunstoff, einen optischen Akzent setzen die silberfarbenen Applikationen am unteren Rand. Der Deckel ist strukturiert und daher unempfindlicher gegen Fingerabdrücke als die Teile mit Klavierlackoptik. Wie die meisten anderen Konkurrenten auch hinterlässt der Multifunktionsdrucker nicht unbedingt einen hochwertigen Eindruck. Wie auf dem Spaltmaß-Foto unten zu sehen ist, weist unser Test-Sample einen groben Verarbeitungsmangel auf.

Als Nachteile des Printers sind neben den nicht so günstigen Druckkosten die hervorstehende Papierkassette (siehe Fotos) sowie das Fehlen eines automatischen Vorlageneinzugs und eines frontseitigen Ports für USB-Sticks – beides ist beim Testsieger vorhanden.

Textspezialist

HP OfficeJet Pro 9012

Multi­funktions­drucker Test: Hp Officejet Pro
Wer vor allem auf rasanten Textdruck in einwandfreier Qualität Wert legt und Fotos ohnehin woanders druckt, ist hier richtig.

Um eine geringe Bauhöhe hat HP sich beim OfficeJet 9012 offenbar nicht bemüht, was wie auch der Name schon einmal in Richtung Büro weist. Dort macht der schicke, in Grau und Weiß gehaltene MuFu-Printer mit seiner sauberen Verarbeitung eine wirklich gute Figur. Alternativ stehen auch weitere Farben wie Aluminium (OfficeJet 9019) zur Auswahl.

Die Bedienung am Gerät klappt dank kippbarem Farb-Touch-Display und HPs aufpolierter, auf Einfachheit getrimmter Benutzeroberfläche intuitiv und sicher. Wo es sinnvoll ist, greift der DeskJet Pro dem ungeübte Nutzer mit durchdachten Assistenzfunktionen unter die Arme.

Vom Smartphone, Tablet oder Windows-10-PC aus kann man mithilfe der App HP Smart drucken, scannen oder auch Wartungsvorgänge anstoßen. Für die eigentliche Konfiguration unter anderem der Fax-Funktion sind der HP Druckassistent sowie ein komfortables Web-Frontend vorgesehen, deren zahlreiche Funktionen den entsprechenden Screenshots entnommen werden können. Hier kann auch der leisere, aber langsamere »stille Modus« aktiviert werden.

Die vier mitgelieferten Patronen (CYMK, pigmentbasiert, 1.000 ISO-Seiten schwarz, 700 ISO-Seiten Farbe) werden praktischerweise über eine Frontklappe eingesetzt. Ohne Instant Ink sind die Druckkosten selbst mit XL-Patronen fürs Office viel zu hoch. Mit dem Instant-Ink-Abo liegen sie zwischen 6 Cent pro Seite beim 50-Seiten-Abo und 2,9 Cent bei monatlich 700 Seiten, wenn man das Kontingent denn vollständig ausschöpft. Ob man Text druckt oder vollflächige Fotos, ist dabei egal.

Beim Kauf des OfficeJet 9012 sind zwei Monate Instant Ink inklusive. Neben dem großen Kostenvorteil hat hat Instant Ink nicht nur im Büro den Vorteil, dass durch die automatische Zusendung neuer Patronen ein unterbrechungsfreier Betrieb gewährleistet ist. Aber dafür zahlt man monatlich Abo-Gebühren zwischen 3 und 20 Euro. Das wird nicht jedem schmecken.

Ebenfalls wichtig fürs Office: Bis auf einen SD-Kartenslot sind wirklich alle heutzutage gängigen Anschlussmöglichkeiten an Bord. Neben USB A und B sind Ethernet, Wi-Fi, Bluetooth und Fax dabei.

Die Papierkassette fasst üppige 250 Blatt Normalpapier, während der komplett duplexfähige automatische Vorlageneinzug 35 Blatt fasst. Etwas knapp fällt die Kapazität der Ablage mit nur 60 Blatt aus.

Die größte Stärke des neuen Officejet liegt eindeutig beim schnellen Textdruck, bei nur 39 Sekunden für 10 Seiten kann keiner der Konkurrenten im Test mithalten. Gleichwohl fällt das Schriftbild schon im Normalmodus sehr sauber aus, die Verbesserungen bei bester Qualität halten sich in engen Grenzen. Leider kann der automatische Duplex-Einzug beim Wenden nicht ansatzweise mit dem Tempo des Druckwerks mithalten und bremst doppelseitige Kopiervorgänge massiv aus.

Nichts so schön sieht es mit dem Fotodruck aus. Im einfach gehaltenen Treiber kann man nur noch zwischen »HP Fotopapieren« und »Sonstigen Inkjet Papiere« wählen, was darauf hindeutet, dass HP sich bei diesem Drucker vom Thema Farbmanagement verabschiedet hat. Dementsprechend fallen die Ergebnisse aus.

Wir haben unser Testbild auf HP Premium Plus Fotopapier in bester Qualität ausgedruckt und dabei dem Drucker das Farbmanagement überlassen (Standardeinstellung). Beide Ausdrucke weisen einen ausgespägten Grünstich und den schlechtesten Kontrast aller Multifunktionsdrucker im Test auf. Schwarz wird viel zu hell wiedergegeben, was den nicht unbedingt hässlichen Prints eine flaue Anmutung verleiht. Im Gegensatz zum so gar nicht neutralen Grauverlauf weist der Farbverlauf an einigen Stellen grobe Stufen auf. Wer Fotos scannen will, sollte sich anderweitig umsehen, Farbwiedergabe und Auflösung lassen sehr zu wünschen übrig.

Ganz anders sieht das bei Text aus, der schnell, sauber und scharf eingescannt wird. Gemeinsam mit der komfortablen Duplex-Scanfunktion eignet sich der neue HP OfficeJet 9012 somit perfekt für tägliche Scan- und Kopier-Aufgaben im Büro.

Gut & günstig

Canon Pixma MG3650S

Test Multi­funktions­drucker: Canon Pixma MG3650S
Duplex-Druck und ausgezeichnete Text- und Fotodrucke bei moderaten Druckkosten gibt es hier zum aboluten Kampfpreis.

Der überaus günstige, in Schwarz, Rot oder Weiß erhältliche Canon Pixma MG3650S gehört zu den flacheren Geräten im Test, beansprucht aber nicht wenig Stellfläche. Zum Glück ist die Oberseite matt und relativ unempfindlich, während die Seiten in Plastik-Hochglanzoptik gehalten sind. Papier wird über einen offenen Einzug vorn zugeführt, der heruntergeklappt wird und zusätzlichen Platz auf dem Schreibtisch benötigt – der wird allerdings bei den meisten Konkurrenten auch gebraucht, nämlich für die Papierausgabe, die beim MG3650 über der Papierzuführung liegt. Das Handling ist hier etwas umständlicher als bei den Modellen mit einem Einzug hinten.

Auf ein Display verzichtet Canon, was bei der Ersteinrichtung eine kleine Hürde darstellt, zudem können etwa Fehlermeldungen nicht am Gerät abgelesen werden. Vermisst haben wir es ansonsten nicht besonders. Einige dedizierte Tasten am Drucker ermöglichen u. a. Schwarz-Weiß- und Farbkopien, über den Betriebszustand informieren diverse LEDs.

Zumeist wird man die Steuerung aber vom Computer aus erledigen, was dank des übersichtlichen Treibers und Canon-Hilfsprogrammen wie dem IJ-Scan-Utility kein Problem darstellt. Alternativ lässt sich der Einsteiger-Canon auch komfortabel über die Canon Print App steuern und mit Smartphone-Inhalten füttern.