Ein Nagelfräser, auch elektrische Nagelfeile genannt, ist ein praktischer Alltagshelfer für all jene, die sich ihre Gel- oder Acrylnägel nicht im Nagelstudio machen lassen, sondern versiert genug sind, um selbst Hand anzulegen. Aber auch alle anderen können davon profitieren, dass man mit dem Gerät seine Mani- und Pediküre einfacher und sicherer erledigen kann als mit Nagelschere und Co.
Hier finden Sie unseren Test der besten Nagelpflegesets.
Grundsätzlich ist die Bedienung eines Nagelfräsers recht unkompliziert. Es wird einfach der gewünschte Aufsatz (auch als Bit bezeichnet) eingesetzt und schon kann es losgehen. Gerade als Anfänger sollte man bei den ersten Einsätzen allerdings vorsichtig vorgehen. Arbeitet man zu forsch oder trägt zu viel vom Nagel ab, kann das schnell schmerzhaft werden.
Eine weitere Hürde für Anfänger ist, dass nicht jedes Gerät die Funktionen der einzelnen Bits erklärt. Sofern das bei einem der von uns getesteten Modelle der Fall ist, erwähnen wir das in der Vergleichstabelle bei den Pros und Cons. Ein solches Versäumnis floss zudem negativ in die Gesamtwertung ein. Aber keine Bange: Mit der Zeit lernt man die Vorzüge der einzelnen Bits kennen.
Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen
MelodySusie Scarlet

Der MelodySusie Scarlet ist zwar das teuerste Modell in unserem Test, aber sein Geld ist es mehr als Wert. Das Gerät ist hochwertig verarbeitet, professionell konzipiert und kann mit seinen 30.000 U/min problemlos zur Maniküre und Pediküre sowie für Kunstnägel genutzt werden. Im Lieferumfang sind die üblichen sechs Standard-Bits enthalten.
Zurenin Maniküre-Set

Das Maniküre-Set von Zurenin ist wesentlich preisgünstiger als der Testsieger und bietet mit den elf mitgelieferten Bits dennoch ein gelungenes Gesamtpaket. Eine Station gibt es hier nicht – nicht zwingend ein Manko, denn dadurch ist das Gerät sehr portabel – und das Gerät hat auch nur 20.000 U/min. Das ist jedoch immer noch völlig ausreichend. Das USB-Kabel, mit dem der zurenin-Nagelfräser betrieben wird, ist dicker als bei den anderen Modellen dieser Art, die wir getestet haben, was für eine längere Lebensdauer spricht.
TOUCHBeauty AG-1335C

Der TOUChBeauty AG-1335C ist das einzige batteriebetriebene Modell in unserem Test. Die elektrische Nagelfeile ist dadurch noch besser geeignet, um ihn beispielsweise auf Reisen mitzunehmen. Auch die kleine Basis, in die man den Nagelfräser stellen kann wenn man ihn gerade nicht braucht, ist gleich mehrfach praktisch: Die fünf mitgelieferten Bits lassen sich in der Unterseite verstauen und die dient gleichzeitig als UV-Nageltrockner.
Vergleichstabelle

- Solide Basis
- Geschwindigkeitsregulierung
- L/R-Laufrichtung
- Sehr gute Maniküre-Ergebnisse
- Bit-Erklärung in Bedienungsanleitung

- Geschwindigkeitsregulierung
- L/R-Laufrichtung
- Sehr gute Maniküre-Ergebnisse
- Inklusive Nagelbürste-Set
- Bit-Erklärung in Bedienungsanleitung

- UV-Nageltrockner
- Batteriebetrieben
- Gute Maniküre-Ergebnisse
- Keine Geschwindigkeitsregulierung
- Keine L/R-Laufrichtung
- Keine Bit-Erklärung in Bedienungsanleitung

- Geschwindigkeitsregulierung
- L/R-Laufrichtung
- Gute Maniküre-Ergebnisse
- Bit-Erklärung in Bedienungsanleitung
- Bit-Wechsel recht schwergängig

- Solide Basis
- Geschwindigkeitsregulierung
- L/R-Laufrichtung
- Gute Maniküre-Ergebnisse
- Keine Bit-Erklärung in Bedienungsanleitung

- Geschwindigkeitsregulierung
- L/R-Laufrichtung
- Inklusive zwei Nagelfeilen und einem Nagel-Puderpinsel
- Gute Maniküre-Ergebnisse
- Keine Gebrauchsanleitung

- Geschwindigkeitsregulierung
- L/R-Laufrichtung
- Akkubetrieben
- Inklusive Keramik- und Bürsten-Bit
- Bit-Erklärung in Bedienungsanleitung
- Schwer
- Schwieriges Handling
- Fransige Nägel bei Maniküre

- Geschwindigkeitsregulierung
- L/R-Laufrichtung
- Laut
- Bit-Wechsel sehr schwergängig
- Viel Druck für Maniküre nötig
- Keine Bit-Erklärung in Bedienungsanleitung

- Geschwindigkeitsregulierung
- L/R-Laufrichtung
- Bit-Erklärung in Bedienungsanleitung
- Plastik-Optik
- Bits werden bei Nutzung sehr heiß
- Unangenehmer Geruch beim Fräsen
- Produziert sehr viel Nagelstaub
- Anleitung nur auf Englisch
Für perfekte Fingernägel: Nagelfräser im Test
Nagelfräser kennen die meisten wahrscheinlich am ehesten aus dem Nagelstudio. Es gibt die praktischen, elektrischen Nagelfeilen allerdings auch für den privaten Gebrauch. Von Mani- und Pediküre bis zum arbeiten mit Kunstnägeln ist alles drin. An letzteres sollte man sich allerdings erst heranwagen, wenn man sich etwas in das Thema eingearbeitet hat.
Unsere Nägel sind empfindlich und Fehler können hier schmerzhafte, im schlimmsten Fall permanente Folgen haben. Auch wenn man die Geräte nur zum Feilen der Naturnägel nutzt, sollte man vorsichtig arbeiten. Allein schon, damit man den Nagel nicht aus Versehen zu viel kürzt.
Das sollte ein Nagelfräser mitbringen
Damit Sie den richtigen Nagelfräser für sich finden, sollten Sie sich zunächst einmal Gedanken machen, wann und wofür Sie das Gerät verwenden wollen. Soll die elektrische Nagelfeile lediglich zum stutzen und modellieren ihrer Naturnägel genutzt werden, reicht bereits ein Gerät mit einer kleinen Drehzahl aus. Wer mit künstlichen Nägeln arbeitet, sollte besser ein leistungsstärkeres Modell mit 30.000 bis 35.000 U/min wählen.

Auch wie die elektrische Nagelfeile angetrieben wird ist ein wichtiger Gesichtspunkt. Die meisten Modelle in unserem Test wurden entweder via Netz- oder USB-Kabel mit Strom versorgt. Es gibt allerdings auch batterie- und akkubetriebene Geräte. Auch diese beiden Varianten sind bei unseren Testgeräten vertreten. Gerade wenn man den Nagelfräser auch unterwegs – etwa im Urlaub – nutzen will, ist ein kabelloses Modell eventuell praktischer.
Das akkubetriebene Gerät in unserem Test war allerdings merklich schwerer als die kabelgebundenen Alternativen, was auch das Handling negativ beeinflusste. Da wir allerdings nur ein Modell mit Akku getestet haben können wir nicht sagen, ob das ein allgemeines Problem ist oder nur bei diesem Gerät auftritt.
Modelle mit Basisstation für zuhause
Wer den Nagelfräser ausschließlich zuhause nutzen will, kann auch ein Modell mit Basisstation in Erwägung ziehen. Diese nehmen zwar etwas mehr Platz weg, sind aber durchaus praktisch, da man den Nagelfräser dort abstellen kann, wenn man ihn gerade nicht braucht. Einige Stationen bieten außerdem einen Platz für die mitgelieferten Bits.
Nützliche Features sind zudem eine Geschwindigkeitsregulierung sowie die Option, die Laufrichtung des Nagelfräsers zu ändern. Vor allem wenn man an empfindlichen Stellen arbeitet oder sicher gehen will, dass man nicht zu viel wegfräst, ist es gut, wenn man mit weniger Umdrehungen pro Minute arbeiten kann.
Ebenfalls wichtig sind die Anzahl und Art der mitgelieferten Aufsätze. Meist werden sechs Bits mitgeliefert – es gibt aber auch Modelle mit mehr Aufsätzen. Wer viel mit künstlichen Nägeln arbeitet, wird jedoch voraussichtlich sowieso weitere Aufsätze kaufen, da für das Bearbeiten der wesentlich härteren Acrylnägel Keramik- oder Wolframcarbid-Bits besser geeignet sind. Somit sind die mitgelieferten Bits eher ein entscheidender Faktor, wenn das Gerät lediglich für Mani- und Pediküre dienen soll.
Die Funktionen der Nagelfräser-Bits im Überblick
Jeder Nagelfräser kommt mit einem Set an unterschiedlich geformten Aufsätzen, den sogenannten Bits. Die verschiedenen Bits haben unterschiedliche Funktionen. Leider wird darauf in den Gebrauchsanweisungen der Nagelfräser nicht immer eingegangen. Deshalb geben wir hier kurz einen Überblick über die verschiedenen Bits und Ihre Anwendungsbereiche. Bei den meisten elektrischen Nagelfeilen sind standardmäßig sechs Aufsätze im Lieferumfang inbegriffen. Üblicherweise handelt es sich dabei um die folgenden:
Nadel-Bit
Anders als der Name vielleicht vermuten lässt, ist die Spitze des Nagel-Bits abgerundet. Da es sehr dünn ist, eignet es sich perfekt für Feinarbeiten und kommt unter anderem zum Einsatz, wenn man die Ecken der Nägel feilt. Auch die Nagelunterseite lässt sich damit bearbeiten.
Kegel
Der Kegel-Aufsatz (auch Konisches Bit genannt) wird dazu verwendet, die Nagelseitenwände und die Nagelhaut zu bearbeiten. Bei letzterem kann dieses Bit allerdings eventuell etwas unangenehm werden. Alternativ kann man dann zum Bullet-Bit greifen.
Bullet
Das Bullet-Bit ist ähnlich wie der Kegel geformt, hat jedoch eine abgerundete Spitze und ist meist auch etwas breiter. Auch mit ihm lässt sich überflüssige Nagelhaut abtragen. Primär wird er aber verwendet, um Unebenheiten im Bereich der Nagelkante zu entfernen und so eine möglichst glatte Nageloberfläche zu schaffen.
Kleiner Zylinder
Mit dem kleinen Zylinder lässt sich die Nageloberfläche polieren (bei geringer Drehzahl).
Mit Zylindern lassen sich Lacke und Acrylnägel entfernen
Außerdem kann er genutzt werden, um Nagellack und Kunstnägel zu entfernen.
Großer Zylinder
Auch dieser Aufsatz kann, wie auch der kleine Zylinder, zum Polieren der Nageloberfläche und dem entfernen von Nagellack sowie Acrylnägeln genutzt werden. Natürlich eignet sich die kleinere Variante eher für Feinarbeiten.
Schleifscheibe
Die Schleifscheibe wird in Kombination mit den mitgelieferten, braunen Schleifkappen (auch Schleifhülsen genannt) genutzt und dient zum Bearbeiten von besonders rauen und harten Naturnägeln sowie zur Entfernung von Hornhaut. Die braunen Schleifkappen sind – im Gegensatz zum Aufsatz selbst – Einweg-Produkte und müssen demnach nach Gebrauch entsorgt werden.
Zusätzliche Aufsätze
Sind mehr Aufsätze enthalten, handelt es sich dabei meist um sogenannte Polier-Bits. Bei fast allen von uns getesteten Modellen mit mehr Aufsätzen waren zusätzlich diese Bits enthalten:
Hütchen-Bit
Das Hütchen-Bit ähnelt dem Kegel-Bit. Anders als dieses läuft es jedoch spitz zu.
Dieser Aufsatz wird dazu genutzt, Unebenheiten am Nagelrand zu entfernen.
Polier-Zylinder
Mit dem Polier-Aufsatz in Zylinder-Form kann man die Nageloberseiten polieren.
Mit den Polieraufsätzen werden die Nägel geglättet
Außerdem lassen sich kleinere Unebenheiten ausbessern.
Polier-Kegel
Das Kegel-Bit wird ebenfalls zum polieren der Nageloberseiten genutzt.
Es verleiht ihnen wortwörtlich den letzten Schliff.
Filz-Kegel
Auch wenn dieser und der vorherige Aufsatz beide als Kegel bezeichnet werden, unterscheiden sie sich dennoch in ihrer Form. Der Filz-Kegel wird ebenfalls zum polieren eingesetzt und verleiht den Nägeln einen natürlichen Glanz.
Grobes Scheiben-Bit
Dieses üblicherweise rosafarbene Bit ist meist nicht vorhanden, wenn der Nagelfräser nur sechs mitgelieferte Bits hat. Das ist schade, denn er erfüllt eine sehr praktische Funktion. Nach dem Nägel schneiden, kann man mit ihm die Nagelkante trimmen und polieren.
Testsieger: MelodySusie Scarlet
Schon unser erster Eindruck beim Auspacken des MelodySusie Scarlet ist sehr positiv. Die Verarbeitung des Fräsers sowie der Basisstation wirken wertig und langlebig. Das Handstück besteht aus einer Aluminiumlegierung und hat einen ansprechenden Metallglanz. Die Basisstation besteht zwar aus Kunststoff, sieht aber nicht billig aus und wirkt solide.

An der Vorderseite der Station befindet sich der Ein-/Aus-Knopf sowie der Drehregler mit dem die Geschwindigkeit angepasst werden kann. Der Scarlet hat eine Höchstgeschwindigkeit von 30.000 Umdrehungen pro Minute. Damit kann man sowohl Mani- und Pediküre problemlos erledigen als auch Gel- und Acrylnägel bearbeiten. Nutzt man das Handstück gerade nicht, kann man es in der Basisstation abstellen. Außerdem gibt es Platz für sechs verschiedene Bits am oberen Rand der Station. So hat man den richtigen Aufsatz immer schnell zur Hand.
Das Austauschen der Bits gelingt ebenfalls ganz einfach. Der Scarlet arbeitet mit einem sogenannten Klick-Lock-System. Um ein Bit auszutauschen muss der Kopf des Handstücks in die Offen-Position (durch ein offenes Schloss gekennzeichnet) gedreht werden. Dann kann das Bit entnommen und gegen ein neues ausgetuscht werden. Abschließend wird der Kopf in die Geschlossen-Position gedreht und das Bit somit fixiert.
Maniküre und Nagellackentfernung
In unserem Praxistest haben wir zwei Nutzungsszenarien der elektrischen Nagelfeilen getestet: Maniküre und Nagellack entfernen. Letztere Funktion war zwar nicht bei allen Fräsern explizit erwähnt, das entsprechende Bit jedoch bei allen außer einem Modell enthalten.
Der Scarlet war bei der Maniküre extrem angenehm. Die Laufrichtungsänderung und Geschwindigkeitsregulierung sorgen dafür, dass man immer optimale Voraussetzungen zum bearbeiten der unterschiedlichen Nagelpartien hat. Das Ergebnis hat uns auf jeden Fall vollends überzeugt. Die Nägel ließen sich wunderbar feilen und das Bit fühlte sich auch beim Bearbeiten der Nageloberfläche nicht unangenehm an.
Nagellack entfernen ohne Schmerzen
Das Nagellack entfernen gelang ebenfalls ohne Probleme. Und während der Vorgang bei vielen anderen Modellen leicht bis sehr schmerzhaft ist, muss man beim Scarlet hiervor keine Angst haben.
Ebenfalls sehr angenehm ist, dass man das Handstück in die Basisstation stellen kann, wenn man es gerade nicht nutzt. Hygienische Tools sind enorm wichtig wenn man seine Nägel bearbeitet. Das gilt besonders dann, wenn man Kunstnägel hat. Arbeitet man hier nicht mit ausreichend sauberen Bits, kann das zu Nagelpilz führen.
Und dank der sehr ausführlichen Gebrauchsanleitung, in der auch die Funktion der einzelnen Bits erklärt werden, ist das Gerät auch anfängerfreundlich. Preislich muss man beim MelodySusie Scarlet zwar vergleichsweise etwas tiefer in die Tasche greifen, unserer Meinung stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis hier aber trotzdem. Gerade wer viel mit künstlichen Nägel arbeitet, ist mit diesem Modell gut beraten.
MelodySusie Scarlet im Testspiegel
Bislang gibt es keine weiteren seriösen Testberichte zum MelodySusie Scarlet. Sollte sich das ändern, tragen wir sie hier für Sie nach.
Alternativen
Unser Testsieger hat uns rundum überzeugt. Allerdings nimmt er dank der Basisstation recht viel Platz ein und ist auch nicht sehr portabel. Wer lieber eine platzsparende, handlichere Alternative möchte, sollte einen Blick auf unsere weiteren Empfehlungen werfen.
Auch gut: Zurenin Maniküre-Set
Das Maniküre-Set von Zurenin hat ein angenehm leichtes Handstück. Inklusive Kabel bringt das Gerät gerade einmal 118 Gramm auf die Waage. Das ist ein definitives Plus beim Handling. Die Verarbeitung wirkt wertig und das Kabel hat eine angenehme Länge. Schön ist auch, dass das Maniküre-Set elf Bits enthält. Gerade wenn man den Nagelfräser nur zur Maniküre nutzt, ist man damit mehr als gut ausgestattet.

Der Zurenin hat eine maximale Geschwindigkeit von 20.000 U/min, was mehr als ausreichend ist. Außerdem ist er sehr portabel, denn er besteht lediglich aus dem Handstück, dem Kabel und dem eingesetzten Bit. Das ist sehr praktisch, wenn man den Nagelfräser auf Reisen mitnehmen möchte aber auch, wenn man ihn einfach nur platzsparend verstauen möchte.
Die Maniküre funktionierte in unserem Test einwandfrei. Die Nägel ließen sich schön Formen und die gefrästen Bereiche wurden angenehm glatt. Der Nagellack lässt sich auch gut mit dem Gerät entfernen. Und auch Geschwindigkeitsregulierung (die maximale Drehzahl liegt bei 20.000 U/min) und Laufrichtungsänderung gibt es. Damit bietet der Zurenin-Fräser ein sehr gutes Gesamtpaket.
Kabellos: TOUCHBeauty AG-1335C
Der TOUCHBeauty AG-1335C hat ein tolles Feature, dass sonst keines der anderen Modelle im Test bot: In die schmale Basisstation ist eine UV-Lampe eingebaut, sodass sie auch als Nageltrockner verwendet werden kann. Dafür muss man beim AG-1335C auf Laufrichtungsänderung und Geschwindigkeitsregulierung verzichten.

Das Handstück sowie die Basis sind aus Plastik, was sicher nicht jedem gefällt. Allerdings sorgt das dafür, dass das Gerät auch mit Batterien nicht zu schwer in der Hand liegt. Dreht man die Basis auf den Kopf, bietet sie Platz für fünf Bits. Schön: Die Aufsätze stecken fest genug, dass sie auch an Ort und Stelle bleiben, wenn man die Station wieder umdreht.
Ebenfalls auf der Unterseite der Basis findet sich der Knopf zum Einschalten der UV-Lampe. Zwar ist unter der Basis nur Platz für jeweils einen Finger, als Option für unterwegs ist der eingebaute UV-Nageltrockner allerdings durchaus praktisch. Überhaupt ist auch dieses Gerät praktisch als Reisebegleiter. Es wiegt inklusive Kabel und Basis gerade einmal 130 Gramm, kann platzsparend verstaut werden und ist batteriebetrieben. So ist man nicht einmal auf eine Steckdose angewiesen.
In unserem Test war die Maniküre mit dem AG-1335C sehr angenehm und erzielte deutlich sichtbare Ergebnisse. Dass der Nagelfräser auch Nagellack entfernen kann ist nicht erwähnt, ist aber machbar. Etwas schade ist, dass nur fünf verschiedene Bits enthalten sind, allerdings in zweifacher Ausführung.
Wer ein komplett kabelloses Modell möchte, ist mit dem TOUCHBeauty AG-1335C gut beraten.
Außerdem getestet
MelodySusie SHEEN
Der MelodySusie SHEEN kommt ohne Basisstation aus, wodurch man ihn problemlos auf Reisen mitnehmen kann. Auch ist er dadurch nur etwa halb so teuer wie unser Testsieger desselben Herstellers. Die Aufsätze werden einfach eingesteckt. Dann muss nur noch das Kabel angeschlossen werden und das Gerät ist einsatzbereit.
Bei der Maniküre machte der SHEEN in unserem Test eine gute Figur und erzielte gute, deutlich sichtbare Ergebnisse. Beim Nagellack entfernen erzielt der SHEEN akzeptable Ergebnisse. Allerdings ist der Vorgang teilweise etwas unangenehm. Dieses Problem haben aber die meisten der von uns getesteten Geräte.
Mit dem SHEEN trifft man definitiv eine gute Wahl. Der Nagelfräser liefert 20.000 U/min, stufenlose Geschwindigkeitsregulierung und eine Laufrichtungsänderung.
Delanie KKEUTN033
Für Nagelfräser mit Basisstation muss man üblicherweise etwas mehr anlegen. Das gilt auch für den Delanie KKEUTN033, der eher im oberen Preissegment angesiedelt ist. Dafür bringt er auch einiges an Power mit – ganze 35.000 U/min. Das macht ihn zum leistungsstärksten Gerät in unserem Test.
Die Maniküre gelang in unserem Test gut und war angenehm. Lediglich bei der Nagelhautentfernung schnitt der Fräser schlechter ab als unsere Empfehlungen. Das Nagellack entfernen ist aller Wahrscheinlichkeit nicht Teil des Funktionsumfangs, denn der entsprechende Aufsatz ist nicht enthalten. Notfalls kann man sich allerdings mit einem anderen Aufsatz behelfen und erzielt damit akzeptable Ergebnisse.
Alles in allem ist der Delanie ein guter Kompromiss, da er eine Basisstation zum Abstellen des Fräsers hat und dennoch recht handlich und platzsparend ist. Er bietet außerdem viel Leistung zu einem guten Preis.
Nanssigy INL43EGDXM622537
Größtes Manko des Nanssigy INL43EGDXM622537 ist, dass hier überhaupt keine Anleitung beiliegt. Alles andere als anfängerfreundlich. Allerdings ist der Fräser denkbar einfach in der Bedienung. Einfach das Kabel am Gerät und einer Stromquelle anschließen, das richtige Bit einsetzen und schon kann es losgehen.
Die Maniküre funktioniert schnell und unkompliziert und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Mit den enthaltenen Polier-Bits erhalten die Nägel zudem einen hübschen, natürlichen Glanz. Nicht gut funktionierte hingegen das Nagellack entfernen mit dem Nanssigy-Nagelfräser. Zwar ließ sich der Lack mit dem entsprechenden Aufsatz entfernen, allerdings nur sehr mühsam. Da allerdings keine Anleitung vorhanden ist lässt sich auch nicht sagen, ob dieses Feature überhaupt teil des Funktionsumfangs sein soll.
Unterm Strich bekommt man mit dem Nagelfräser von Nanssigy aber auf jeden Fall einen guten Nagelfräser zu einem fairen Preis.
TOUCHBeauty AG-2137
Der TOUCHBeauty AG-2137 ist das einzige akkubetriebene Modell in unserem Test. Das führt dazu, dass der Fräser vergleichsweise viel wiegt, was das Handling negativ beeinflusst. In unserem Test rutschte unsere Testerin mehrfach mit dem Gerät ab. Das lag wie gesagt zum einen am Gewicht des Fräsers, aber auch an der Power von 30.000 U/min, die in dem Gerät steckt. Das Handling ist somit nicht gerade einfach.
Weniger gut gefallen hat uns zudem, dass in unserem Test die abgefrästen Nagelenden etwas fransig blieben. Das kann man zwar mit einer Nagelfeile schnell beheben, andere Nagelfräser erzielten hier jedoch deutlich bessere Ergebnisse. Allerdings mag das auch daran liegen, dass dieser Fräser einer der letzten von uns getesteten war und die Nägel unserer Testerinnen nach den vielen Testrunden schon deutlich ausgedünnter waren als normal üblich.
Der AG-2137 hat fünf verschiedene Geschwindigkeitsstufen anstelle einer stufenlosen Geschwindigkeitsanzeige. Die Laufrichtung lässt sich ändern und er hat ebenfalls ein Klick-Lock-System, mit dem das Wechseln der Bits kinderleicht ist. Außerdem sind neben den 6 Standard-Aufsätzen zwei Spezial-Bits enthalten, die sonst bei keinem anderen Gerät im Test im Lieferumfang inbegriffen waren: ein Keramik-Bit und ein Bürsten-Bit zum Entfernen von Nagelresten. Wer sich das Handling zutraut und nicht allzu feine Nägel hat, für den kommt der TOUCHBeauty-Nagelfräser eventuell trotzdem infrage.
DiiDa Elektrisches Maniküre Set
Das Elektrisches Maniküre-Set von Diida hat genauso wie unser Testsieger eine Basisstation. Allerdings kann man hier den Nagelfräser nirgends abstellen. Es wird zwar eine zusätzliche Ablage aus Plastik mitgeliefert, aber in dieser sitzt der Fräser mehr schlecht als recht, und da sie kaum etwas wiegt, verrutscht sie auch sehr leicht.
Per se funktioniert der Nagelfräser, wie er soll und hat mit einer Drehzahl von 20.000 U/min auch genug Leistung. Auch einen Laufrichtungswechsel und die Geschwindigkeitseinstellung ist vorhanden. Das Wechseln der Bits erfordert jedoch einiges an Kraft und auch beim Fräsen selbst ist deutlich mehr Druck nötig als bei anderen Modellen, um sichtbare Ergebnisse zu erzielen. Außerdem ist er sehr laut. Somit ist er trotz seines eher günstigen Preises unserer Meinung nach nicht empfehlenswert.
Anself IDA2652420480844MC
Wir haben einige Nagelfräser mit Plastik-Gehäuse im Test gehabt, die dennoch optisch etwas hermachen. Der Anself IDA2652420480844MC gehört allerdings nicht dazu. Darüber kann auch die goldene Farbe der Station nicht hinwegtäuschen.
Wäre das Aussehen der einzige Negativpunkt, wäre das zu verschmerzen gewesen. Allerdings zeigte der Anself-Nagelfräser auch im Praxistest einige signifikante Schwächen. So erzeugte der Fräser beim Nägelfeilen enorm viel Staub; ein Problem, das wir bei anderen Modellen nicht hatten. Außerdem wurden die Aufsätze enorm heiß, was das Bearbeiten der Nägel extrem unangenehm machte.
Schade, denn der IDA2652420480844MC bietet mit 30.000 U/min einiges an Leistung und auch das Klick-Lock-System, mit dem die Aufsätze befestigt werden, hat uns gut gefallen. In Anbetracht der vielen Negativpunkte können wir für Ihn jedoch keine Kaufempfehlung aussprechen.
So haben wir getestet
Zunächst haben wir uns die technischen Daten, sowie das Zubehör der einzelnen Nagelfräsen angeschaut. Hier gab es bereits einige Unterschiede. Besonderes Augenmerk legten wir auf die Drehzahl (U/min) und die Anzahl der im Lieferumfang enthaltenen Bits, da diese den größten Einfluss darauf haben, was alles mit dem Gerät möglich ist. Sonstiges Zubehör wurde natürlich ebenfalls positiv vermerkt. Ein weiteres Kriterium war die Optik der verschiedenen Nagelfräsen. Während einige sehr wertig wirkten, bestanden andere größtenteils oder komplett aus Plastik und erinnerten mehr an Kinderspielzeug als an professionelle Nagelpflege und -design Tools.

Im Praxistest wurden die Nagelfräser zunächst zur Maniküre genutzt. Dann wurden die Nägel der Testerinnen lackiert und geprüft, wie gut sich der Nagellack mit den Fräsen entfernen ließ. Zwar war dieses Feature nicht bei allen Modellen explizit erwähnt, der entsprechende Aufsatz jedoch bei allen außer einem Nagelfräser vorhanden.
Die wichtigsten Fragen
Welche ist die beste Nagelfräse?
Die beste Nagelfräse für die meisten ist die MelodySusie Scarlet. Zum Testsieger macht sie ihre solide Basis, ihre tollen Maniküre-Ergebnisse und die Geschwindigkeitsregulierung. Außerdem hat uns die Bit-Erklärung in der Bedienungsanleitung sehr gut gefallen.
Welcher Nagelfräser ist zu empfehlen?
Der beste Nagelfräser ist für uns der MelodieSusie Scarlet. Er bietet 30.000 U/min, was für die Maniküre mehr als ausreicht und auch problemlos mit Acryl- und Gelnägeln fertig wird. Die Basis ist solide und bietet Platz für den Nagelfräser sowie sechs Aufsätze. Zudem bietet der Scarlet sowohl eine Geschwindigkeitsregulierung als auch die Option, die Laufrichtung zu ändern.
Wie viel Watt sollte ein guter Nagelfräser haben?
Ein Nagelfräser, der zwischen 25 und 50 Watt hat, ist für den Heimgebrauch mehr als ausreichend. Der wesentlich wichtigere Wert sind jedoch die U/min. Für den Privatgebrauch reichen hier 20.000 U/min aus, damit der Nagelfräser für Mani- und Pediküre, sowie Acryl- und Gelnägel genutzt werden kann.
Welcher Nagelfräser für Gelnägel?
Damit der Nagelfräser zum bearbeiten von Gel- und Acrylnägeln genutz werden kann, sollte er mindestens 20.000 U/min liefern. Außerdem werden eventuell zusätzliche, härtere Bits benötigt.
Wie reinigt man Fräser-Bits?
Wichtig ist vor allem, die Fräser-Bits regelmäßig und gründlich zu reinigen, da diese direkten Hautkontakt haben. Nehmen Sie die Bits dazu aus dem Nagelfräser heraus und entfernen Sie zunächst die gröbsten Verunreinigungen. Nagelstaub lässt sich meist abbürsten; Nagellackreste können mit Nagellackentferner beseitigt werden. Abschließend kommen die Bits in eine Wanne mit geeignetem Desinfektionsmittel. Nach der Einwirkzeit können die Bits entnommen und getrocknet werden und sind anschließend wieder für den Einsatz bereit. Es schadet auch nicht, die Fräse selbst von Nagelstaub zu entfernen und mit Desinfektionsmittel abzuwischen.
Die Schleifbänder sind Einwegprodukte und können nicht wiederverwendet werden. Sie werden nach der Benutzung einfach entsorgt.