Nasenhaartrimmer Test: Nasenhaartrimmer Aufmacher
test
Veröffentlicht: 15.1.2021

Der beste Nasenhaartrimmer

Wir haben 16 Nasenhaartrimmer getestet. Der beste für die meisten ist der Babyliss E110E. Er ist nicht zu groß, erledigt seine Aufgabe gut, und weil er weitgehend aus Metall besteht und sorgfältig verarbeitet ist, ist er auch sehr robust. Freunden mechanischer Trimmer empfehlen wir den Zwilling Classic Inox Nasen- und Ohrhaartrimmer und den Remos Nasenhaartrimmer.

Lars Schönewerk
ist Autor und Technik-Freak und hat ein Faible für alles Elektronische. Für AllesBeste testet er unter anderem Smart-Home- und Haushaltsgeräte und alles für die männliche Gesichtshaarpflege.

Je älter man wird, umso eher hat man mit ihnen zu kämpfen: Unzierliche Nasen- und Ohrhaare sprießen mit steigender Lebensdauer zunehmend aus den entsprechenden Öffnungen. Aber auch Jüngeren steht ein Übermaß an Härchen nicht gut zu Gesicht, auch wenn sie weniger stark betroffen sind.

Bevor man zur Nagelschere greift oder gar auf die Idee kommt, die ungeliebten Keratinfäden mit der Pinzette auszureißen – was nicht nur ziemlich schmerzhaft, sondern auch sehr gefährlich sein kann – sollte man sich einen guten Nasenhaartrimmer zulegen. Leider überzeugen nicht alle Modelle, wie unser Test gezeigt hat: Manche trimmen nur schlecht oder gar nicht. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testieger

Babyliss E110E

Test Nasenhaartrimmer: Babyliss E110E
Der Babyliss ist robust und exzellent verarbeitet. Alle wichtigen Elemente bestehen aus Metall. Allerdings hat die hohe Qualität auch ihren Preis.

Wer viel Wert auf eine hohe Material- und Verarbeitungsqualität legt, liegt beim Babyliss E110E richtig. Sein Gehäuse ist aus solidem Metall statt aus Kunststoff und das spürt man. Wer möchte kann sich mit dem beiliegenden, zweiten Scherkopf auch die Augenbrauen aufhübschen, sogar in zwei verschiedenen Schnittlängen. Leider ist der E110E weder günstig noch leise.

Auch gut

Philips Norelco NT1700 (Series 1000)

Test Nasenhaartrimmer: Philips NT1700 Norelco (Series 1000)
Der Philips überzeugt mit eigenwilliger Klingenkonstruktion und guter Ergonomie und ist wasserdicht.

Wem beim Haartrimmen Ergonomie am wichtigsten ist, für den ist der Philips Norelco NT1700 (Series 1000) das Mittel der Wahl. Mit seinem eigenwilligen Design mit länglichem Scherkopf sticht er aus der Masse hervor, vor allem aber kann er damit neben Nasen- und Ohrhaaren auch Augenbrauen schneiden. Weil ihm dazu nur ein Scherkamm beiliegt, gelingt das allerdings eingeschränkter als bei unserem Favoriten. Dafür ist er im Gegensatz zu diesem wasserdicht.

Gut & günstig

Cleanfly AY-313

Test Nasenhaartrimmer: Cleanfly AY-313
Nicht der Günstigste, aber der Beste unter den Günstigen. Wer Verwendung für das beiliegende Zubehör hat, wird hiermit gut versorgt.

Der Cleanfly AY-313 ist ein relativ günstiges Modell, das mit einigem Zubehör geliefert wird. Hat man dafür Verwendung, ist der Preis noch attraktiver. Wenn nicht, freut man sich über die schlanke Bauform und den integrierten Akku. Angenehm ist auch die für einen Elektrotrimmer niedrige Betriebslautstärke. Die Verarbeitung könnte aber besser sein.

Batterielos

Zwilling Classic Inox Nasen- und Ohrhaartrimmer

Test Nasenhaartrimmer: Zwilling Classic Inox Nasen- und Ohrhaartrimmer
Der robuste Trimmer verbraucht fast keinen Platz und eignet sich so ideal für Reisen. Außerdem benötigt er weder Batterien noch Steckdose.

Wer auf Batterien verzichten möchte, wählt den Zwilling Classic Inox Nasen- und Ohrhaartrimmer. Der Knipser aus Edelstahl funktioniert ebenso gut wie ein elektrischer Trimmer und dürfte aufgrund seiner guten Verarbeitung länger halten. Allerdings kann man mit ihm auch wirklich nur Nasen- und Ohrhaare schneiden, Augenbrauen sind jenseits seines Spielfelds.

Ultrakompakt

Remos Nasenhaartrimmer

Test Nasenhaartrimmer: Remos Nasenhaarschneider
Kleiner geht’s nicht: Der mechanische Trimmer von Remos ist nur so dick wie ein Kugelschreiber und nicht einmal halb so lang.

Der Remos Nasenhaartrimmer ist vor allem für Reisen interessant, denn er ist zusammen mit dem baugleichen Dovo Klipette der mit Abstand kleinste Trimmer im Testfeld. Auch er bewegt sich durch Muskelkraft, verzichtet dabei im Gegensatz zum Zwilling Classic Inox aber auf eine Feder. Dafür muss man ihn zweihändig bedienen. Damit sollte er noch nachhaltiger sein, denn kaputtgehen kann hier nicht viel. Die Handhabung ist aber etwas ungewohnt, besonders beim Bearbeiten der Ohrhaare.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestiegerAuch gutGut & günstigBatterielosUltrakompakt
Babyliss E110E Philips Norelco NT1700 (Series 1000) Cleanfly AY-313 Zwilling Classic Inox Nasen- und Ohrhaartrimmer Remos Nasenhaartrimmer Kai Beauty Care HC-1813 Panasonic ER-GN-30K Dovo Klipette Nobelisk Nasenhaarschneider Fitfort TC-3550 Anjou AJ-PCA041 Schon SCH-NT3 Marzha 3580 Philips NT3650/16 (Series 3000) Philips NT5650/16 (Series 5000) Wahl GroomEase
Test Nasenhaartrimmer: Babyliss E110ETest Nasenhaartrimmer: Philips NT1700 Norelco (Series 1000)Test Nasenhaartrimmer: Cleanfly AY-313Test Nasenhaartrimmer: Zwilling Classic Inox Nasen- und OhrhaartrimmerTest Nasenhaartrimmer: Remos NasenhaarschneiderTest Nasenhaartrimmer: Kai Beauty Care Segi Magoroku Serie NasenhaarschneiderTest Nasenhaartrimmer: Panasonic ER-GN-30KTest Nasenhaartrimmer: Dovo KlipetteTest Nasenhaartrimmer: Nobelisk NasenhaarschneiderTest Nasenhaartrimmer: Fitfort NasenhaartrimmerTest Nasenhaartrimmer: Anjou AJ-PCA041Test Nasenhaartrimmer: Schon NasenhaarschneiderTest Nasenhaartrimmer: Marzha 3580Test Nasenhaartrimmer: Philips NT3650/16 (Series 3000)Test Nasenhaartrimmer: Philips NT5650/16 (Series 5000)Test Nasenhaartrimmer: Wahl GroomEase
Pro
  • Gute Materialien
  • Gute Verarbeitung
  • Gute Haptik
  • Auch für Augenbrauen geeignet
  • Gute Ergonomie
  • Gute Haptik
  • Ungewöhnlicher Scherkopf
  • Wasserdicht
  • Viel Zubehör
  • Integrierter Akku
  • Schlanke Bauweise
  • Gute Haptik
  • Gute Verarbeitung
  • Klein
  • Trimmt gut
  • Gutes Material
  • Gute Verarbeitung
  • Sehr klein
  • Geräuschlos
  • Gute Ergonomie
  • Gute Haptik
  • Gute Verarbeitung
  • Klein
  • Trimmt gut
  • Angenehme Ergonomie
  • Leises Betriebsgeräusch
  • Trimmt (anfangs) gut
  • Gutes Material
  • Gute Verarbeitung
  • Sehr klein
  • Geräuschlos
  • Klein
  • Trimmt gut
  • Günstig
Contra
  • Relativ teuer
  • Lautes, unangenehmes Betriebsgeräusch
  • Batteriefach riecht unangenehm
  • Mittelmäßige Verarbeitung
  • Muss zweihändig bedient werden
  • Relativ groß
  • Keine separate Fixierschraube
  • Offenbar entstehen langfristig Probleme
  • Batteriefach riecht unangenehm
  • Keine Batterie im Lieferumfang
  • Muss zweihändig bedient werden
  • Relativ teuer
  • Etwas klappriger als der fast baugleiche Zwilling Inox
  • Keine Batterie im Lieferumfang
  • Verbesserungswürdi­ge Ergonomie
  • Unangenehmes Betriebsgeräusch
  • Mittelmäßige Verarbeitung
  • Übersetzungsstift ist potenzielle Bruchstelle
  • Keine Batterie im Lieferumfang
  • Sehr groß und klobig
  • Lässt zu viele Haare stehen
  • Lässt zu viele Haare stehen
  • Scherkopf birgt Verletzungsrisiko
  • Billige Materialien
  • Schlechte Verarbeitung
  • Groß, klobig & unergonomisch
  • Keine Batterie im Lieferumfang
Bester Preis
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TypElektrischElektrischElektrischMechanischMechanischMechanischElektrischMechanischMechanischElektrischElektrischElektrischElektrischElektrischElektrischElektrisch
Stromversorgung1x Mignonzelle (AA, beiliegend)1x Mignonzelle (AA, beiliegend)Interner Akku / USB auf KleingerätesteckerNicht zutreffendNicht zutreffendNicht zutreffend1x Mignonzelle (AA, nicht beiliegend)Nicht zutreffendNicht zutreffend1x Mignonzelle (AA, nicht beiliegend)1x Mignonzelle (AA, beiliegend)Interner Akku / Eurostecker auf Kleingerätestecker1x Mignonzelle (AA, nicht beiliegend)1x Mignonzelle (AA, beiliegend)1x Mignonzelle (AA, beiliegend)1x Mignonzelle (AA, nicht beiliegend)
MaßeØ 2,1 x H 13,5 cmL 2,7 x B 2,1 x H 14,8 cmØ 2 x H 13,3 cmL 1,9 x B 3 x H 5 cmØ 1,2 x H 6,6 cmL 2,3 x B 3,7 x H 5,7 cmL 3,4 x B 2,2 x H 15 cmØ 1,2 x H 6,6 cmL 1,9 x B 3 x H 5 cmØ 3,2 x H 13,7 cmØ 3,2 x H 12,9 cmØ 2,3 x H 12,2 cmØ 3,1 x H 14,1 cmL 2,9 x B 2,8 x H 15,5 cmL 2,9 x B 2,8 x H 15,5 cmL 2,5 x B 2,5 x H 13 cm
Gewicht81,5 Gramm (inkl. Batterie)83,2 Gramm (inkl. Batterie)51 Gramm38 Gramm40 Gramm39,3 Gramm84,7 Gramm (inkl. Batterie)40,3 Gramm37,1 Gramm89,6 Gramm (inkl. Batterie)75,9 Gramm66,2 Gramm106,5 Gramm (inkl. Batterie)97,8 Gramm (inkl. Batterie)97,8 Gramm (inkl. Batterie)70,7 Gramm (inkl. Batterie)
Lieferumfang2x Scherkopf (für Nasenhaare & Augenbrauen), 2x Scherkämme (für Augenbrauen: 3 mm & 5 mm), 1x AA-Batterie, Transportbeutel1x Scherkamm (für Augenbrauen), 1x AA-BatterieSchutzkappe, USB-Ladekabel, 4x Scherkopf (für Nasenhaare, Augenbrauen, Bart & längere Härchen), ReinigungsbürsteReinigungsbürste-ReinigungspinselSchutzkappe, Reinigungsbürste-Transportbox, ReinigungspinselSchutzkappe, ReinigungsbürsteSchutzkappe, 1x AA-Batterie, ReinigungsbürsteSchutzkappe, Ladekabel, 2x Scherkopf (für Nasenhaare & längere Härchen), Reinigungsbürste, TransportbeutelSchutzkappe, Aufbewahrungsständer, 3x Scherkopf (für Nasenhaare, Augenbrauen & längere Härchen) Reinigungsbürste1x Scherkamm, Transportbeutel, 1x AA-Batterie2x Scherkopf (für Augenbrauen, Nase und Ohren sowie für den Bart) 3x Scherkamm (2x für Augenbrauen, 1x für Bart) Transportbeutel, 1x AA-BatterieSchutzkappe
ErsatzteileNicht verfügbarAugenbrauen-Scherkamm (3mm): 422203630531 (ca. 9 Euro)
Scherkopf: 422203630511 (nicht offiziell verfügbar)
Nicht verfügbarNicht verfügbarNicht verfügbarNicht verfügbarScherkopf: WERGN30K1058 (ca. 17 Euro)Nicht verfügbarNicht verfügbarNicht verfügbarNicht verfügbarNicht verfügbarNicht verfügbarNicht verfügbarNicht verfügbarNicht verfügbar

Wozu ein Nasenhaartrimmer?

Nasenhaare sind nicht nur eine Laune der Natur, sondern erfüllen eine Funktion: Sie sind die erste Barriere gegen das Eindringen von Feststoffen wie Staub und auch kleiner Insekten in den Körper. Ohne würden sie ungefiltert auf unsere empfindlichen Nasenschleimhäute gelangen. Werden sie von den Haaren aufgehalten, reagiert der Körper mit einem Niesreflex, der dafür sorgt, dass die Eindringlinge prompt wieder aus der Nase geschleudert werden. Aus diesen Grund kitzelt auch das Trimmen der Nasenhaare. Daran gewöhnt man sich jedoch schnell.

Trimmen statt Zupfen

Die Gründe für die Entfernung von Nasenhaaren sind rein kosmetischer Art, aus medizinischer Sicht besteht dazu keine Notwendigkeit. Tatsächlich trifft sogar das Gegenteil zu: Das Fehlen dieser natürlichen Barriere erleichtert es Partikeln, auf die Schleimhäute zu gelangen. Das Kürzen langer Härchen ist unbedenklich, zu kurz schneiden sollte man sie aber nicht. Und eines sollte man tunlichst vermeiden: Sie auszureißen.

Nasenhaare auszureißen kann im schlimmsten Fall zu Hirnhautentzündung führen!

Denn das Zupfen ist nicht nur sehr schmerzhaft, sondern birgt ein erstaunlich hohes Risiko: In die Kanäle, in denen zuvor noch die Haarwurzeln steckten, können Erreger eindringen und Entzündungen verursachen. Die können sehr gefährliche werden, denn die Nase und der Bereich um sie herum ist von zahlreichen Blutgefäßen durchzogen, die teilweise eine direkte Verbindung zum Gehirn haben. So können Erreger dort unter Umständen eine Hirnhautentzündung verursachen, die schlimmstenfalls tödlich enden kann.

Nasenhaartrimmer Test: Nasenhaartrimmer
Das Kürzen der Nasenhaare ist unbedenklich, sie herauszureißen hingegen riskant. Aus diesem Grund darf ein Nasenhaartrimmer ruhig kitzeln, aber niemals zupfen!

Zugegeben: Sehr wahrscheinlich ist dieses Worst-Case-Szenario nicht, dennoch ist es besser, Nasenhaare nicht auszureißen und die Haarwurzeln da zu lassen, wo sie hingehören. Wer auf Nummer sicher gehen will, nutzt einen Trimmer – und desinfiziert ihn vor jedem Gebrauch.

Unterschiedliche Bauformen

Hat man sich für den Kauf eines Nasenhaartrimmers entschieden, stellt sich die Frage, was für einer es denn sein soll. Dabei hat man die Wahl zwischen zwei grundlegenden Varianten: Elektrisch oder mechanisch.

Mechanische Trimmer halten länger

Mechanische Trimmer werden mit Muskelkraft angetrieben. Sie sind sehr viel kleiner und benötigen keine Stromzufuhr, weshalb sie ihre elektrischen Pendants auf Reisen ganz klar ausstechen. Außerdem waren sämtliche hier getesteten, mechanischen Trimmer aus robustem Edelstahl gefertigt und besitzen aufgrund des fehlenden Motors viel weniger Verschleißteile. Bei richtiger Behandlung können solche Trimmer viele Jahre überdauern, elektrische sind irgendwann reif für den Abfall.

Nasenhaartrimmer Test: Nasenhaartrimmer
Mechanische Nasenhaartrimmer sind viel kleiner als elektrische – und halten länger.

Aber mechanische Nasenhaartrimmer haben auch Nachteile. Ihre Handhabung ist weniger komfortabel und auf Zusatzfunktionen muss man verzichten. Denn die elektrischen Geräte bieten oft die Möglichkeit, auch anderweitiger Behaarung zu Leibe zu rücken. Vor allem die Augenbrauen können häufig gestutzt werden, aber auch einzelne, abstehende Härchen an anderen Körperstellen kann man mit ihnen bequem trimmen.

Wie jeder weiß, vertragen sich Elektronik und Wasser nicht miteinander, und der übliche Einsatzort von Nasenhaartrimmern ist das Badezimmer. Deshalb ist es praktisch, wenn ein Trimmer wasserdicht ist. Wirklich notwendig ist das aber nicht: Weil sich die Scherköpfe aller getesteten Elektrotrimmer abnehmen lassen, ist die Reinigung auch ohne wasserdichtes Gehäuse möglich.

Ersatz-Scherköpfe

Leider bieten nur die wenigsten Hersteller Ersatz-Scherköpfe für ihre Nasenhaarschneider an, dabei wäre das schon aus ökologischen Gründen sinnvoll. Denn so wandert der Nasenhaarschneider zwangsläufig in den Müll, wenn die Klinge nicht mehr scharf ist.

Mit Ausnahme von Panasonic bietet nur Philips offiziell Ersatklingen an, wobei auch Philips bei Weitem nicht alle vertreibt. Bei den No-Name-Marken versperrt das Fehlen genauer Bauteilbezeichnungen den Weg zur Ersatzklinge gleich komplett.

Aus finanzieller Hinsicht lohnen sich Ersatz-Scherköpfe für Nasenhaartrimmer allerdings ohnehin nicht, da sie oft mehr kosten als ein neues Gerät. Sofern wir die Produktnummern der Teile herausfinden konnten, haben wir sie unter in der Vergleichstabelle vermerkt.

So haben wir getestet

Bevor es ans Eingemachte ging, haben wir Größe, Haptik, Materialien und Verarbeitung aller Modelle begutachtet. Bei der Haptik waren uns angenehme Werkstoffe, eine gute Handlage und Rutschfestigkeit besonders wichtig. Darüber hinaus haben wir Ausstattung und Zubehör zur geprüft, sofern welches vorhanden war.

Anschließend haben wir den jeweiligen Betriebsgeräusche gelauscht, sie decken von »flüsterleise« bis »Zahnarztbohrer« praktisch das ganze Spektrum ab – für Geräte, die man in direkter Nähe zum Ohr benutzt, eine relevante Eigenschaft.

Nasenhaartrimmer Test: Nasenhaartrimmer Gruppenfoto
Alle Nasenhaartrimmer im Test.

Weil unsere Nasen nur eine begrenzte Menge an Haaren beinhalten, haben wir die ersten Runden unseres Praxistests zunächst mit Arm- und Barthaaren durchgeführt sowie lose Augenbrauenhärchen entfernt. Erst im Anschluss ging es an bzw. in Nasen und Ohren. In allen Fällen wurden volle Batterien verwendet bzw. die Akkus zuvor vollständig aufgeladen.

Die meisten Nasenhaarschneider im Test entfernen die Härchen gut, andere enttäuschten. So entfernten die beiden Trimmer NT3650/16 und NT5650/16 von Philips praktisch keine Haare, die Ergebnisse können nur als mangelhaft bezeichnet werden. Bei den Scherköpfen für die Augenbrauen, wenn vorhanden, fielen die Unterschiede dagegen deutlicher aus.

Die Verfügbarkeit von Ersatzklingen haben wir übrigens auch recherchiert, sie spielte aber keine Rolle in der Bewertung. Der einfach Grund: Man bekommt fast keine.

Nasenhaartrimmer Test: Nasenhaartrimmer Babyliss E110e

Testsieger: Babyliss E110E

Der Babyliss E110E konnte sich besonders in einem Punkt vom restlichen Testfeld absetzen: Material und Verarbeitung spielen in einer anderen Liga. Das Gerät zeichnet sich durch den großzügigen Einsatz von Metall aus, wo man bei der Konkurrenz fast nur Kunststoff findet. Selbst der Übersetzungsstift, der Motor und Schneiden verbindet, besteht aus Metall – der gelblichen Farbe nach zu urteilen handelt es sich um Messing.

Das matt glänzende, silbergraue Gehäuse ist extrem robust, liegt schwer und massiv in der Hand und fühlt sich mit seiner geriffelten Oberfläche fast wie eine gute Taschenlampe an. Die Haptik ist also exzellent und spielt auch die Markengeräte von Philips und Panasonic an die Wand.

Testieger

Babyliss E110E

Test Nasenhaartrimmer: Babyliss E110E
Der Babyliss ist robust und exzellent verarbeitet. Alle wichtigen Elemente bestehen aus Metall. Allerdings hat die hohe Qualität auch ihren Preis.

Die Öffnung, in der die Härchen gelangen sollen, hat einen etwas schmaleren Durchmesser als alle Konkurrenten im Testfeld, einen Mangel an Effizienz können wir dem E110E jedoch nicht bescheinigen – seine Aufgabe erfüllte der Trimmer einwandfrei.

Wie viele Vertreter seiner Art bietet der Babyliss-Trimmer die Möglichkeit, auch die Augenbrauen in Form zu bringen. Für diesen Zweck liegt ein eigener Scherkopf mit zwei passenden Scherkämmen bei, einer für drei und einer für fünf Millimeter Schnittlänge. Der Wechsel geht schnell und einfach von der Hand: Man muss den Scherkopf nur um ein paar Grad gegen den Uhrzeigersinn drehen, schon kann man ihn abnehmen.

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Nasenhaartrimmer Test: Nasenhaartrimmer Babyliss E110e
Sieht gut aus und fasst sich noch besser an: Das Gehäuse des Babyliss E110E ist aus Metall gefertigt.
Nasenhaartrimmer Test: Nasenhaartrimmer Babyliss E110e
Für Augenbrauen und Co. liegt ein eigener Scherkopf bereit ...
Nasenhaartrimmer Test: Nasenhaartrimmer Babyliss E110e
... und für den Aufsatz zwei kleine Scherkämme für Schnittlängen von 3 und 5 Millimetern.
Nasenhaartrimmer Test: Nasenhaartrimmer Babyliss E110e
Angetrieben wird der E110E ganz klassisch von einer AA-Batterie.

Ganz ähnlich verhält es sich mit dem An/Aus-Schalter, der gleichzeitig der Deckel für das Batteriefach ist: Eine leichte Drehung im Uhrzeigersinn legt die Mignon-Zelle im Inneren frei, eine davon gehört bereits zum Lieferumfang. Man kann also gleich loslegen. Dreht man ihn gegen den Uhrzeigersinn, beginnt der Trimmer zu arbeiten. Das Schneiden der Haare gelingt wie erwartet und kommt ohne Zupfen aus.

Nachteile

Leider ist das Gerät im Betrieb ziemlich laut, und das Geräusch ist obendrein schnarrend und unangenehm. Beim Kürzen der Nasenhaare ist das nicht weiter schlimm, bei den Ohrenhaaren aber doch etwas unangenehm. Schmerzhaft ist die Lautstärke aber immerhin nicht.

Darüber hinaus wollen wir nicht unerwähnt lassen, dass der E110E nicht wasserdicht ist. Weil man den Scherkopf zur Reinigung abnehmen kann, ist das aber kein großes Problem. Wasserfestigkeit ist ohnehin keine weitverbreitete Eigenschaft bei Nasenhaartrimmern.

Trotz dieser Mängel ist der Babyliss E110E aufgrund seiner sehr guten Material- und Verarbeitungsqualität unser klarer Favorit. Das Gerät vermittelt rundum einen erwachsenen und hochwertigen Eindruck. Dass er obendrein auch bei der Größe im Rahmen bleibt, ist ein Sahnehäubchen.

Babyliss E110E im Testspiegel

Leider hat noch keine andere Redaktion den Babyliss E110E getestet. Wenn sich das ändert, tragen wir die Ergebnisse hier für Sie nach.

Alternativen

Falls Ihnen unser Favorit zu laut oder zu teuer ist, Sie ein Gerät mit Akku bevorzugen oder aus anderen Gründen ein anderes Modell möchten, können wir auch die folgenden Trimmer empfehlen.

Auch gut: Philips Norelco NT1700

Philips schlägt beim Design seiner Nasenhaartrimmer etwas andere Wege ein als die Konkurrenz, denn anstelle einer runden, nach oben gerichteten Öffnung zeigt am NT1700 (Series 1000) ein winziger, nach vorne gerichteter Scherkopf seine Metallzähnchen. Das kommt all jenen entgegen, die mit dem Gerät nicht nur Nasen- und Ohrhaare, sondern auch die Augenbrauen im Zaum halten wollen, denn so muss man den Scherkopf nicht wechseln. Ein passender Scherkamm liegt bei.

Auch gut

Philips Norelco NT1700 (Series 1000)

Test Nasenhaartrimmer: Philips NT1700 Norelco (Series 1000)
Der Philips überzeugt mit eigenwilliger Klingenkonstruktion und guter Ergonomie und ist wasserdicht.

Das eigenwillige Design macht aber nicht beim Scherkopf halt, sondern erstreckt sich über das gesamte Gerät. Denn besser als allen Konkurrenten ist Philips die Ergonomie gelungen. Der Trimmer liegt perfekt in der Hand und sitzt dank rutschfester Beschichtung plus Vertiefungen an der Geräterückseite auch sicher. Im Vergleich zu den anderen beiden getesteten Philips-Trimmern liegen Welten zwischen der Handhabung der jeweiligen Geräte. Als eines der wenigen Geräte im Test ist der Philips Norelco NT1700 darüber hinaus wasserdicht.

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Nasenhaartrimmer Test: Nasenhaartrimmer Philips Nt1700 Norelco Series 1000
Der Philips Norelco NT1700.
Nasenhaartrimmer Test: Nasenhaartrimmer Philips Nt1700 Norelco Series 1000
Der beiliegende Scherkamm ist für die Augenbrauen gedacht.
Nasenhaartrimmer Test: Nasenhaartrimmer Philips Nt1700 Norelco Series 1000
Er wird einfach über den normalen Scherkopf gestülpt.
Nasenhaartrimmer Test: Nasenhaartrimmer Philips Nt1700 Norelco Series 1000
Im Inneren arbeitet eine Mignon-Batterie. Leider entweicht ein unangenehmer, fischartiger Geruch aus dem Batteriefach.

Bewährte Kost gibt es aber auch: Als An/Aus-Schalter dient der Batteriedeckel. In die eine Richtung gedreht startet er den Motor, in die andere Richtung gedreht gibt er die Mignon-Batterie frei, die erfreulicherweise zur Ausstattung gehört.

Das Batteriefach hält allerdings einen fischigen, unangenehmen Geruch bereit – was diesen verursacht, wissen wir nicht, wahrscheinlich ist er aber das Ergebnis von Amiden während der Herstellung des Kunststoffs Polyurethan. Ist das Fach geschlossen, riecht man aber gar nichts.

Preistipp: Cleanfly AY-313

Der Cleanfly AY-313 war im Test ein Überraschungserfolg: Die Zweifel, die der unbekannte Herstellername und das zweckmäßige Packungsdesign zunächst weckten, verflogen schon nach kürzester Zeit, als wir den Trimmer in Augenschein nahmen. Das Gerät ist schlank, liegt gut in der Hand und verbraucht dank eingebautem Akku keine Batterien. Als Schmankerl gibt es noch etwas Zubehör obendrauf – und der Preis ist ebenfalls mehr als fair.

Gut & günstig

Cleanfly AY-313

Test Nasenhaartrimmer: Cleanfly AY-313
Nicht der Günstigste, aber der Beste unter den Günstigen. Wer Verwendung für das beiliegende Zubehör hat, wird hiermit gut versorgt.

Form und Größe des AY-313 unterscheiden sich nur marginal von denen unseres Favoriten von Babyliss und entsprechen ungefähr einem dicken Filzmarker. Im Vergleich zu den restlichen Elektrotrimmern im Test ist er somit eher schmal. Das Gehäuse besteht aus Kunststoff und hat weder Rillen noch Noppen, ist aber glücklicherweise rutschfest, sodass wir jederzeit das Gefühl hatten, den Trimmer sicher in der Hand zu halten.

An einigen Details wie dem Ein-/Aus-Schalter und der hinteren Abschlusskappe könnte die Verarbeitung besser sein, hier macht sich der günstige Preis bemerkbar.

Anders als der Babyliss bezieht der Cleanfly seine Energie aus einem eingebauten Akku. Ist der Stromspender leer, lässt er sich mit dem beiliegenden Kabel aufladen. Das hat auf einer Seite einen USB-Anschluss, ein Netzteil für die Steckdose muss man sich aber notfalls separat besorgen bzw. das des Smartphones benutzen.

Ansonsten ist der AY-313 beim Zubehör gut aufgestellt: Neben dem Ladekabel und einem Reinigungspinsel gehören drei weitere Scherköpfe zum Lieferumfang, einer zum Rasieren, einer für Bartkonturen und einer für die Augenbrauen – letzterer mit aufsteckbaren Scherkamm.

Lobenswert ist das Betriebsgeräusch, das uns von allen getesteten Elektrotrimmern mit am wenigsten störte. Es ist nicht zu laut, nicht zu schrill und sehr gleichmäßig im Grundton. Nicht so gut gefällt uns, dass der Übersetzungsstift zwischen Motor und Klinge aus Plastik besteht und somit nicht für die Ewigkeit gebaut ist.

Batterielos: Zwilling Classic Inox Nasen- und Ohrhaartrimmer

Wer batterieloses Trimmen bevorzugt, ist mit dem Zwilling Classic Inox Nasen- und Ohrhaartrimmer am besten beraten. Er besteht aus robustem Edelstahl, ist hochwertig gefertigt und auch einhändig problemlos bedienbar. Er erinnert mit seinen beiden flügelartigen Griffstücken, die für den Schnitt wie eine Schere zusammengedrückt werden, an einen Nagelknipser.

Batterielos

Zwilling Classic Inox Nasen- und Ohrhaartrimmer

Test Nasenhaartrimmer: Zwilling Classic Inox Nasen- und Ohrhaartrimmer
Der robuste Trimmer verbraucht fast keinen Platz und eignet sich so ideal für Reisen. Außerdem benötigt er weder Batterien noch Steckdose.

Da der Zwilling einen Federmechanismus nutzt, dürfte er nicht ganz so lange durchhalten wie der Nasenhaartrimmer von Remos, aufgrund der guten Verarbeitung sollte das aber für eine ganze Weile kein allzu großes Problem darstellen. Möchte man ihn reinigen oder ölen, kann man ihn innerhalb weniger Sekunden zerlegen, ohne dass man dazu weiteres Werkzeug benötigt.

Das Fixierrädchen, das sonst alles an seinem Platz hält, liegt allerdings arg nah an einem der Flügel und lassen kaum Raum, um es zu greifen, sodass Menschen mit dicken Fingern vielleicht doch eher zu einer Zange greifen werden. Hier fanden wir die Lösung des Kai Beauty Care HC-1813 praktischer, bei dem das Rädchen außen sitzt, wo es besser erreicht werden kann. Hat man es gelöst, lässt sich der gesamte Innenzylinder samt Klingenkrone einfach herausziehen.

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Nasenhaartrimmer Test: Nasenhaartrimmer Zwilling Classic Inox
Optisch erinnert der Zwilling an einen Nagelknipser. Er ist auch nicht allzu viel größer.
Nasenhaartrimmer Test: Nasenhaartrimmer Zwilling Classic Inox
Bei Druck auf die beiden Flügel dreht sich die Scherkrone im Inneren.
Nasenhaartrimmer Test: Nasenhaartrimmer Zwilling Classic Inox
Die kleine Sicherungsschraube lässt sich lösen oder gleich ganz herausdrehen.
Nasenhaartrimmer Test: Nasenhaartrimmer Zwilling Classic Inox
Anschließend lässt sich der komplette Innenstift samt Schneidekrone herausziehen.

Weil der Zwilling keinen Motor nutzt, beschränkt sich das Betriebsgeräusch auf ein leises Klicken. Ansonsten sitzen alle Komponenten fest an Ort und Stelle, da klappert nichts.

Das Fingergefühl beim Zusammendrücken ist sehr gut. Der Gegendruck ist nicht zu hoch, aber gerade so stramm, dass kein schwammiger Eindruck entsteht. Das ist auch der Grund, warum wir den Zwilling anstatt des fast baugleichen und etwas günstigeren Nobelisk empfehlen: Dort fühlt sich alles etwas schammiger an. Beim Zwilling vermittelt schon der erste Griff den Eindruck hoher Qualität.

Wie alle mechanischen Modelle hat der Classic Inox von Zwilling geringe Maße und nimmt in Kulturbeutel und Co. kaum Platz weg. Noch kleiner geht es nur mit dem Remos Nasenhaartrimmer oder dem Dovo Klipette, die aber beide auf den komfortablen Federmechanismus verzichten.

Besonders kompakt: Remos Nasenhaartrimmer

Wem Platz wichtig ist, etwa weil er etwas für Reisen braucht, liegt beim Remos Nasenhaartrimmer richtig. Zusammen mit dem baugleichen Dovo Klipette war der mechanische Trimmer mit einigem Abstand der kleinste im Testfeld. Weil er aus Edelstahl besteht und gut verarbeitet ist, dürfte der Nasenhaartrimmer viele Jahre lang funktionsfähig bleiben. Wie alle anderen mechanischen Modelle verzichtet er allerdings auf Zusatzfunktionen – für Augenbrauen und Co. ist er nicht zu gebrauchen.

Ultrakompakt

Remos Nasenhaartrimmer

Test Nasenhaartrimmer: Remos Nasenhaarschneider
Kleiner geht’s nicht: Der mechanische Trimmer von Remos ist nur so dick wie ein Kugelschreiber und nicht einmal halb so lang.

Die Haptik ist aufgrund des verwendeten Edelstahls und der rauen Ringe an den zur Bedienung wichtigen Stellen hervorragend, die Mechanik läuft einwandfrei, butterweich und völlig geräuschlos.

Weniger überzeugend fällt hingegen die Handhabung selbst aus, denn dazu werden konstruktionsbedingt zwei Hände benötigt: Eine hält den Trimmer an der oberen Hälfte fest, die andere dreht die untere Hälfte um seine Längsachse. Das klappt beim Trimmen von Nasenhaaren recht gut, bei Ohrhaaren ist uns das aber etwas zu umständlich.

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Nasenhaartrimmer Test: Remos Nasenhaartrimmer
Der Remos Nasenhaartrimmer besteht aus Stahl und ist sehr kompakt gebaut.
Nasenhaartrimmer Test: Remos Nasenhaartrimmer
Der Schnittmechanismus ist wohlbekannt. Für die nötige Drehung muss man mit den Fingern selbst sorgen.
Nasenhaartrimmer Test: Remos Nasenhaartrimmer
Das einzige Unterscheidungsmerkmal zum Dovo Klipette ist das Herstellerlogo auf der Unterseite. Ansonsten sind beide Modelle baugleich.
Nasenhaartrimmer Test: Remos Nasenhaartrimmer
Zur Reinigung kann man den inneren Stift herausnehmen. Dazu muss man jedoch erst eine Schraube lösen, wofür man einen Schlitzschraubendreher benötigt.

Apropos Ohren: Dass der Remos als mechanischer Trimmer keinen Motor braucht, macht sich hier ganz besonders bemerkbar. Selbst bei der Anwendung unmittelbar am Ohr hört man ihn überhaupt nicht.

Der größte Nachteil des kleinen Trimmers ist neben dem Zweihand-Zwang das Öffnen. Möchte man ihn reinigen oder ölen, benötigt man einen kleinen Schlitzschraubendreher, der nicht beiliegt.

Außerdem getestet

Panasonic ER-GN-30K

Der Panasonic ER-GN-30K hätte das Zeug zur Empfehlung gehabt. Er ist waschbar, nicht zu groß, liegt gut in der Hand und war das leiseste Gerät im gesamten Testfeld. Auch mit den Trimmergebnissen waren wir zufrieden. Zwar haben wir eine beiliegende Batterie vermisst, das ließe sich aber noch verschmerzen. So weit, so gut.

Argwöhnisch wurden wir jedoch, als wir eine respektable Anzahl von Kundenrezensionen zu dem Panasonic-Trimmer lasen, die unisono über eklatante Schwächen im Langzeitbetrieb berichteten. Offenbar verliert der ER-GN-30K bereits nach wenigen Monaten seinen Biss und reißt dann eher an den Nasenhaaren, statt sie abzuschneiden. Wie weiter oben in diesem Artikel bereits beschrieben, wäre das nicht nur unangenehm, sondern sogar medizinisch bedenklich. Wir werden den Trimmer im Langzeittest prüfen, zum Zeitpunkt möchten wir aber der Sicherheit wegen lieber noch keine Empfehlung dafür aussprechen.

Kai Beauty Care HC-1813

Die japanische Kai Corporation ist vor allem für seine Küchenmesser bekannt, betreibt nebenbei aber auch ein Pflege-Label mit dem Namen Kai Beauty Care, von welchem der Nasenhaartrimmer HC-1813 stammt. Dort gehört er zu sogenannten »Segi Magoroku Serie«, die auch noch weitere Pflegeutensilien umfasst. Gemeinsam haben all diese, dass sie aus Edelstahl bestehen.

Der HC-1813 ist aufgebaut wie die Konkurrenten von Nobelisk und Zwilling, allerdings nicht exakt gleich. Der offensichtlichste Unterschied betrifft die Größe, denn die japanische Enthaarungshilfe hat etwas üppigere Maße. Die Fixierungsschraube für den Innenzylinder liegt seitlich von den Bedienschenkeln, wodurch es sich etwas einfacher lösen lässt. Außerdem dreht sich die Schneidezahnkrone im Inneren bei Betätigung des Trimmers nicht so weit wie bei Zwilling. Bei der Nutzung fallen diese Unterschiede aber kaum ins Gewicht. Wem die Konkurrenten von Zwilling und Nobelisk zu klein sind, kann sich den Kai HC-1813 ruhig einmal ansehen.

Nobelisk Nasenhaarschneider

Der Nobelisk Nasenhaarschneider unterscheidet sich äußerlich nur in Feinheiten vom Zwilling Classic Inox. Das Grundprinzip ist dasselbe und die Größe praktisch gleich. Lediglich der mittige Bereich zwischen den Zähnen und die Fingerablagen sind beim Nobelisk flacher als beim Zwilling. Bei der Bedienung tritt der Unterschied stärker hervor: Der Nobelisk ist spürbar schlaffer und verhält sich bei Druck schwammiger. Dafür ist er etwas günstiger zu haben.

Fitfort TC-3550

Der Fitfort TC-3550 ist okay – nicht mehr und nicht weniger. Das etwas zu groß geratene Gerät mit rutschfester Kunststoffoberfläche tut, was es soll, und verzichtet ansonsten auf jegliche Art von Zusatzfunktionen oder Zubehör. Um ihn nutzen zu können, benötigt man noch eine Mignon-Batterie, denn dem Fitfort liegt keine bei. Das Betriebsgeräusch ist relativ laut und unangenehm, das nervt spätestens beim Schneiden der Ohrenhaare. Ein vollkommener Fehlgriff ist der Trimmer nicht, zu einem ähnlichen Preis bekommt man aber auch bessere Modelle.

Dovo Klipette

Der Dovo Klipette ist bis ins Detail baugleich mit dem Remos Nasenhaartrimmer, unterscheiden lassen sich unsere beiden Testmuster lediglich durch den Aufdruck des Markenlogos, welcher bei der Dovo-Variante fehlt. Außerdem gibt es bei Dovo etwas mehr Auswahl bei den Farben – bei Remos gibt es nur eine einzige – sowie optional beim Zubehör, denn den Klipette kann man auf Wunsch auch im Set mit einem Etui kaufen. Da der Dovo Klipette aber schon in der Basisversion teurer als der Remos ist, würden wir Zweiteren vorziehen.

Anjou AJ-PCA041

Der Anjou AJ-PCA041 fällt vor allem durch seine Form auf, die mit ihren Rundungen ergonomisch wirkt, sich in der Praxis aber als eher kontraproduktiv erweist. Irgendwie liegt das Gerät nie so ganz richtig in der Hand. Dass das Kunststoffgehäuse rundum glatt ist, schrumpft das Vertrauen in die Grifffestigkeit noch weiter.

Ein schönes Detail ist der leicht versenkte An/Aus-Schalter, der durch seine Lage verhindert, dass man den Trimmer aus Versehen startet. Um das zu tun, ist eine Mignon-Batterie nötig, die nicht beiliegt. Hat man eine, kann man dem Gerät beim Schnurren lauschen. Leider ist das nicht sonderlich angenehm, denn der helle, schrille Ton weckt Erinnerungen an den letzten Zahnarztbesuch. Wenn einen all das nicht stört, kann man aufgrund des niedrigen Preises noch ein Auge zudrücken, denn die Grundfunktion erledigt der Anjou zufriedenstellend. Mangels weiterer Scherköpfe kann man aber lediglich Nasen- und Ohrhaare trimmen, andere Anwendungsfälle sind nicht vorgesehen.

Schon SCH-NT3

Der Schon SCH-NT3 wirkt wie ein dickerer Cousin unseres Preistipp von Cleanfly, und es würde uns nicht wundern, wenn beide Geräte aus derselben Fabrik stammen. Das ist in diesem Fall nichts schlechtes, im direkten Vergleich zieht der Schon – bzw. »Schön«, was der amerikanische Hersteller mangels Umlauten aber austauschbar nutzt – jedoch den Kürzeren: Die Oberfläche ist rutschiger, der Schalter aufgrund seiner Längs- statt Querriffelung schlecht zu bedienen, und das Gerät ist etwas breiter. Verdächtig ähnlich sind sich die beiden Modelle bei der Abfassung samt Ladeanschluss an der Unterseite und der Status-LED unterhalb des Schalters. Die Trimmerköpfe sind exakt identisch, sodass sie sich gegeneinander austauschen lassen. Unter der Haube scheint es dennoch unterschiedlich auszusehen – zumindest hört es sich unterschiedlich an. Der Schon klingt etwas gemächlicher.

An Zubehör liegt dem Schon neben einem Transportbeutel nur noch ein Scherkamm für Bartkonturen bei, Augenbrauen bleiben somit außen vor.

Marzha 3580

Der Marzha 3580 bietet mit einem Augenbrauentrimmer samt Scherkamm und einer Konturenklinge für die Bartkanten etwas mehr Zubehör als der Großteil der Konkurrenz, das sich dank passendem Kunststoffständer auch gleich ordentlich verstauen lässt. Dafür benötigt man aber verhältnismäßig viel Platz, denn bereits das Gerät selbst gehört zur klobigeren Sorte – im Test war es das Modell mit dem größten Körper. Die Oberfläche ist mit einem glatten Finish versehen, was der mangels Ausbuchtungen oder Riffelungen ohnehin schon kaum vorhandenen Rutschfestigkeit zusätzlich abträglich ist. Das Betriebsgeräusch passt zur Haptik: Es klingt kraftlos und störend. Immerhin ist es nicht allzu laut.

Seine Energie bezieht der Marzha 3580 aus einer Mignon-Batterie, die jedoch nicht beiliegt. Abseits des niedrigen Preises sehen wir keinen Grund für einen Kauf.

Philips NT3650/16 (Series 3000)

Normalerweise weiß Philips in Sachen Haarentfernung, was sie tun. Umso mehr wundern wir uns deshalb, was sich der Konzern bei der Konzeption des NT3650/16 (Series 3000) gedacht hat. Zugegeben: Der Trimmer sticht mit ihren seinen seitlich liegenden Scherblättern optisch aus der Masse hervor. Blöd ist nur, dass sie nicht richtig funktionieren. Selbst nach mehreren Durchgängen hatte der NT3650/16 kaum etwas abgeschnitten – zusammen mit dem Schwestermodell NT5650/16 lieferte der Philips die mit weitem Abstand ungründlichsten Ergebnisse aller getesteten Geräte. Kombiniert mit der ernüchternden, von Kunststoff geprägten Haptik, der mittelprächtigen Ergonomie und den relativ stattlichen Maßen bleiben vom NT3650/16 ein ziemlich schlechter Eindruck und viele Fragen.

Philips NT5650/16 (Series 5000)

Der Philips NT5650/16 (Series 5000) unterscheidet sich lediglich in der Gehäusefarbe und beim beiliegenden Zubehör vom NT3650/16, das Gerät aus der Series 5000 hat nämlich einen zusätzlichen Detailtrimmkopf samt passendem Scherkamm im Gepäck. Der Zusatz ist nicht für Nasen und Ohren geeignet, sondern für Kantendetails am Bart. Zum Testzeitpunkt kostet der NT5650/16 nur wenig mehr als der NT3650/16. Wer keinen Wert auf den Detailtrimmer legt, wählt die etwas günstigere Variante. Empfehlen würden wir das Gerät aber auch mit weniger Zubehör nicht.

Wahl GroomEase

Beginnen wir beim Positiven: Der Wahl GroomEase ist günstig zu haben. Das wars auch schon, denn ansonsten ist das Gerät auf ganzer Linie ein sprichwörtlicher Griff ins Klo. Das beginnt mit der klobigen Form und der unnötig immensen Größe, zieht sich über das klapprige Gehäuse aus allerbilligstem Plastik und endet bei der schrottigen Verarbeitung mit ihren riesigen Spaltmaßen. Der Scherkopf ist nicht rund, sondern gerade, und hat insgesamt lachhafte sieben Zähne. Diese sind obendrein nur zur Seite hin geschützt und ragen oben zu weit heraus, wo sie ungehindert an allem herumkratzen können, was ihnen in die Quere kommt.

Dieser Umstand ist so dermaßen offensichtlich und auffällig, dass man sich schon fast fragt, ob es Wahl eigentlich bewusst darauf anlegt, seine Kunden zu verletzen. Unser Tipp: Geben Sie für dieses rundum missratene Gerät keinen Cent aus – die geringe Ersparnis gegenüber einem richtigen Nasenhaartrimmer ist das Gesundheitsrisiko nicht wert.

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