Der beste Nasensauger

Der beste Nasensauger ist die Klugzeug Nasenputzer Soforthilfe. Sie entfernt sehr effektiv Nasensekret aus der Baby- und Kindernase und bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Man kann sie an jeden handelsüblichen Staubsauger anschließen und so die Nase des Kindes sehr wirksam absaugen – ohne Verletzungsgefahr. Durch Auskochen lässt sich der Sauger problemlos sterilisieren.

Update 6. September 2017

Wir haben den Test überarbeitet und aktualisiert.

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27. Februar 2017

Wir haben einige Informationen des Herstellers des Nosiboo ergänzt.

Niemand hat gerne eine verstopfte Nase – vor allem wenn man ausschließlich diese zum Atmen verwenden kann. So geht es Babys und deshalb ist es wichtig ihnen, gerade bei einer Erkältung, das Schlafen so angenehm wie möglich zu machen.

Damit das Sekret nicht in der Nase bleibt gibt es sogenannte Nasensauger. Fünf verschiedene Arten gibt es mittlerweile auf dem Markt und um ein Vielfaches mehr Modelle. Wir haben uns 13 Nasensauger angesehen und an unseren verschnupften, kleinen Patienten ausprobiert.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger: Klugzeug Nasenputzer Soforthilfe

Test Nasensauger: Klugzeug Nasenputzer Soforthilfe
Knapp gewonnen, denn alle Staubsauger-Modelle konnten überzeugen. Der Testsieger hat jedoch den größten Lieferumfang.

Nasensauger, die an Staubsauger angeschlossen werden, bieten das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sie saugen das Nasensekret sehr gut und schonend ab und kosten nicht viel.

Bei ihrer Anwendung besteht keine Verletzungsgefahr für das Kind, weil sie nicht in die Nase eingeführt werden. Außerdem sind sie leicht zu reinigen und es fallen keinerlei Folgekosten an.

Alle drei Nasensauger-Modelle können wir zur Anschaffung empfehlen. Unser Testsieger, die Klugzeug Nasenputzer Soforthilfe, hat von den drei Modellen jedoch den größten Lieferumfang.

Mit Silikonspitze: Nosiboo Colibri

Test Nasensauger: Nosiboo Colibri
Der Colibri muss in die Nase eingeführt werden – Ärzte sehen das als Risiko.

Beim Nosiboo Colibri hat man keine Folgekosten zu befürchten, da er ganz ohne Filter auskommt. Der Sauger lässt sich leicht reinigen und ist sehr preiswert. Nicht gefallen hat uns jedoch, dass der Sauger in die Nase des Babys eingeführt werden muss – das kann die Schleimhaut verletzen.

Mit Folgekosten: Rotho Babydesign NoseFrida

Test Nasensauger: NoseFrida
Für den NoseFrida benötigt man Filter.

Nach dem sogenannten Strohhalmprinzip arbeitet der NoseFrida Nasensauger. Er wird nur auf das Nasenloch aufgesetzt und nicht direkt eingeführt. Hier sind allerdings Filter notwendig, die einmal am Tag ausgetauscht werden müssen. Die kosten zwar nicht die Welt, ins Geld geht es auf Dauer aber trotzdem.

Dafür ist der Anschaffungspreis mit knapp 10 Euro sehr gering.

Gut aber teuer: Nosiboo Nasensauger

Test Nasensauger: Nosiboo
Der Nosiboo funktioniert super, sein Preis ist angesichts der Lebensdauer aber inakzeptabel.

Designtechnisch ganz weit vorne liegt der Nosiboo Sauger. Er sieht mit seiner Bärenform sehr niedlich aus und ist für Kinder auf jeden Fall ansprechend. Nasensekret saugt er auch sehr gut, man kann sogar altersabhängig verschiedene Saugstufen einstellen.

Allerdings gibt es zwei Haken: Das Gerät ist mit über 100 Euro sehr teuer und außerdem braucht man für das klobige Teil immer eine Steckdose in der Nähe. Designliebhabern wird er aber sicher gefallen.

Vergleichstabelle

TestsiegerFast genauso gutMade in GermanyMit SilikonspitzeMit FolgekostenGut aber teuer
Modell Klugzeug Nasenputzer Soforthilfe Angel-Vac Nasensauger Medinaris Nasensauger Nosiboo Colibri Rotho Babydesign NoseFrida Nosiboo Nasensauger NUK Nasensauger Primamma Nasensauger Chicco Physioclean TALINU Nasensekretsauger Bubzi Premium Nasensauger Olaf Nasensauger Rycom elektrischer Nasensekretsauger
Test Nasensauger: Klugzeug Nasenputzer SoforthilfeTest Nasensauger: Angel-Vac NasensaugerTest Nasensauger: Medinaris NasensaugerTest Nasensauger: Nosiboo ColibriTest Nasensauger: NoseFridaTest Nasensauger: NosibooTest Nasensauger: NUK 10256065 NasensaugerTest Nasensauger: primamma 44300206 NasensaugerTest Nasensauger: Chicco Nasenschleimentferner PhysiocleanTest Nasensauger: TALINU NasensekretsaugerTest Nasensauger: Bubzi Premium NasensaugerTest Nasensauger: Olaf NasensaugerTest Nasensauger: Rycom elektrischer Nasensekretsauger
Pro
  • Zwei Saugansatzteile
  • Langer Schlauch
  • Gutes Saugergebnis
  • In Deutschland hergestellt
  • Kein Filter
  • Keine Folgekosten
  • Muss nicht in die Nase eingeführt werden
  • Sehr günstiger Anschaffungspreis
  • Funktioniert tadellos
  • Tolles Design
  • Sehr günstig
  • Muss nicht in die Nase eingeführt werden
  • Günstig zu haben
  • Nicht teuer
  • Nicht teuer
  • Saugt ganz gut
  • Batteriebetrieben und somit mobil
  • Batteriebetrieben und somit mobil
Contra
  • Für unterwegs nicht geeignet
  • Staubsaugergeräusch mag nicht jedes Kind
  • Für unterwegs nicht geeignet
  • Staubsaugergeräusch mag nicht jedes Kind
  • Etwas teurer als der Testsieger
  • Für unterwegs nicht geeignet
  • Staubsaugergeräusch mag nicht jedes Kind
  • Schlauch muss in die Nase eingeführt werden
  • Filter notwendig
  • Sehr hoher Preis
  • Geringe Lebensdauer für diesen Preis
  • Nur kleine Mengen können aus der Nase gesaugt werden
  • Fragliche Qualität
  • Muss in Nase eingeführt werden
  • Einweg Endstücke
  • Manches landet daneben
  • Ohne Gebrauchsanweisung
  • Wird in Nase eingeführt
  • Hartes Endstück
  • Etwas teurer als andere Strohhalmsauger
  • Geringe Saugleistung
  • Zu teuer für die Leistung
  • Keine zufriedenstellende Saugleistung
Bester Preis
Technische Daten  

So haben wir getestet

Wir haben 13 Nasensauger eine ganze Erkältungssaison lang an einem einjährigen und einem vierjährigen Kind getestet. Neben dem Preis-Leistungs-Verhältnis haben wir auch die Folgekosten bewertet, ob man nämlich für einen Nasensauger etwa ständig neue Filter oder Aufsätze kaufen muss. Das ist nicht nur teuer, sondern auch aufwändig und unökologisch.

Die 13 Testmodelle: Links die beiden batteriebetriebenen Sauger Rycom Nose Cleaner und Olaf Nasensauger, darüber der netzbetriebene Nosiboo, hinten Mitte die beiden Modelle mit Pumpball und rechts alle Strohhalm-Varianten.

Wir haben geprüft, ob der Nasensauger überhaupt Nasensekret absaugt und wie gut das Absaugen von einem kleinen Kind toleriert wird. Zudem war uns wichtig, dass man den Nasensauger leicht reinigen kann – Modelle, die man einfach auskochen kann, fanden wir dabei am praktischsten. Denn eine gründliche Sterilisation nach jeder Benutzung ist sehr wichtig, ansonsten können sich auf Sekretresten Bakterien bilden, erklärt HNO-Arzt Luckenhaupt. Der Nasensauger würde so zur Keimquelle.

Alle Nasensauger im Test mit Verpackung.

Zudem haben wir in die Bewertung mit einfließen lassen, ob die Spitze in die Nase eingeführt werden muss, was eine Verletzungsgefahr mit sich bringt, oder ob man das Saugteil lediglich vor die Nase hält. Ausschlaggebend für das Ergebnis war auch, wie komfortabel die Anwendung ist und ob man den Nasensauger überall verwenden und gut mitnehmen kann. Nasensauger, bei denen sich Eltern durch die Anwendung anstecken können, haben wir weniger gut bewertet, auch wenn die Ansteckungsgefahr nicht all zu groß ist.

Nasensauger – braucht man sowas wirklich?

Ein Schnupfen mit verstopfter Nase ist für jeden lästig. Für Säuglinge, die noch ausschließlich durch die Nase atmen, ist er allerdings besonders unangenehm. Säuglinge machen im Schnitt zwischen sieben und zehn Erkältungen im Jahr durch. Wenn sie schlecht Luft bekommen, schlafen sie häufig auch schlecht. Und wenn die Nasenatmung eingeschränkt ist, dann können sie häufig nicht so viel trinken – im schlechtesten Fall wachsen sie dann schlechter. Denn Babys können im Normalfall gleichzeitig Atmen und Trinken; nur so können sie in kurzer Zeit viel trinken.

Babys können anfangs nur durch die Nase atmen

Hinzu kommt, dass die Nasengänge verglichen mit denen von älteren Kindern oder Erwachsenen noch viel kleiner und zarter sind. Deshalb schwellen sie schneller zu und die Atmung ist behindert. Deshalb fragen sich viele Eltern, wie sie ihren verschnupften Babys bei Erkältungen helfen können.

Das beste Mittel zur Behandlung von Säuglingsschnupfen ist die häufige Gabe von physiologischer Kochsalzlösung. Dabei handelt es sich um 0,9%ige Natriumchlorid-Lösung. Die gibt es online, in der Apotheke und im Drogeriemarkt, man sollte allerdings darauf achten, dass man Präparate ohne Konservierungsstoffe (Benzalkoniumchlorid) verwendet. Man kann die Lösung aber auch ganz einfach herstellen, indem man einen Teelöffel Salz in einem Liter Kochwasser auflöst.

Mit der Salzlösung wird die Nasenschleimhaut befeuchtet und Schleim- oder Milchreste fließen leichter aus der Nase ab. Zudem werden Krankheitserreger, Staub, Pollen und andere Allergene so aus der Nase herausgespült.

Schnäuzen um den lästigen Schnodder loszuwerden, können Kinder erst ab zirka drei oder vier Jahren. Deshalb werden Nasensauger angeboten, mit denen man locker sitzenden Schleim aus der Nasenhöhle des Säuglings entfernen kann.

Fünf Arten von Nasensaugern

Während es früher einfache Modelle gab, bei denen der Sog über einen Pumpball erzeugt wurde, kamen vor gut zehn Jahren Nasensauger auf den Markt, die man an haushaltsübliche Staubsauger anschließen kann. Mittlerweile sind noch weitere Arten von Nasensaugern hinzugekommen, so dass Eltern zwischen fünf verschiedenen Arten wählen können. Die Preisunterschiede sind dabei immens: Das Spektrum reicht von rund 3 Euro bis knapp 140 Euro.

Nasensauger mit Pumpball

Die einfachsten Nasensauger arbeiten mit einem Pumpball.

Die günstigsten Modelle erzeugen den Sog zum Absaugen des Schleims über einen kleinen Pumpball. Das funktioniert bei sehr flüssigem Rotz zufriedenstellend – sofern man das andere Nasenloch zuhält, damit ein Unterdruck in der Nasenhöhle entsteht.

Diese einfachen Sauger gibt es unter anderem auch in Drogeriemärkten. Bei zähflüssigeren Rotz funktionieren sie allerdings nicht wirklich gut.

Das Strohhalmprinzip

Die meisten Modelle funktionieren nach dem Strohhalmprinzip: Sie verfügen über einen Schlauch mit Mundansatzstück, über das die Eltern den Sog mit dem eigenen Mund erzeugen. Es gibt Modelle, für die ein Filter benötigt wird, damit der Schnodder nicht im Mund des Saugenden landet. Dieser Filter besteht aus Schaumstoff und muss regelmäßig ausgetauscht werden – was mit Folgekosten verbunden ist.

Der Sog, der das Sekret aus der Nase holt, wird bei Saugern mit Strohalmprinzip von einem Erwachsenen erzeugt.

Es gibt es aber auch Nasensauger dieser Bauform, die ohne Filter auskommen. Sie sind so konstruiert, dass der Rotz nicht in den Schlauch und damit auch nicht in den Mund der Eltern gelangen kann.

Nasensauger nach dem Strohhalmprinzip kosten zwischen 8 und 16 Euro. Sie sind auch sehr praktisch für unterwegs, weil sie in jede Handtasche passen. Sie funktionieren sehr gut und die Intensität des Sogs kann von den Eltern gesteuert werden.

Allerdings ist fraglich, ob sich die Eltern so nicht beim Kind anstecken können, wenn sie ihm die Nase freisaugen. Der Hersteller des NoseFrida behauptet dazu, dass klinische Studien gezeigt hätten, dass keine Infizierung stattfinde. Der saugfähige Filter verhindere effektiv eine Übertragung von Bakterien auf den Anwender.

Über Mundsauger können sich Eltern beim Kind anstecken

Wir waren davon nicht so recht überzeugt und fragten bei Horst Luckenhaupt nach. Der Leiter der Klinik für Hals-, Nasen-, und Ohrenheilkunde am St.-Johannes-Hospital in Dortmund beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit Infektiologie. Er sagt: »Eine hohe Ansteckungsgefahr ist unwahrscheinlich, es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass sich Eltern so beim Kind anstecken.« Denn Viren könnten auch durch den Schaumstofffilter gelangen. Wenn man vor der Nase absauge, werde man aber wohl keine sehr große Menge an Erregern abbekommen. Ob die Nasensauger dabei einen Filter hätten oder nicht, mache keinen Unterschied.

Staubsauger-Nasensauger

Die drei Modelle, die man an einen Staubsauger anschließen kann, sind sich sehr ähnlich.

Die dritte Kategorie von Nasensaugern wird einfach an den Staubsauger angeschlossen. Das erscheint erst einmal sehr befremdlich: Mit dem Haushaltsstaubsauger die kleine Babynase absaugen?!? Das saugt doch viel zu stark!

Der Trick besteht darin, dass durch die Nasensauger nicht die volle Saugleistung des Staubsaugers angewendet wird – das wäre der Gesundheit des Kindes sicher nicht dienlich. Die Saugleistung wird durch einen eingebauten Windfang herunterreguliert. Je nach Leistungsstärke des Staubsaugers ist sie zwar dennoch unterschiedlich groß, doch selbst bei höchster Saugleistung kommt nur ein sanfter Sog in der Nase des Kindes an.

Staubsauger-Aufsätze säubern am besten

Diese Nasensauger befördern wirklich viel Rotz und Schleim ans Tageslicht. In einer Studie der Universität Wien wurde untersucht, wie effizient der Nasensauger-Staubsauger bei der Heilung eines Schnupfens ist. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass der Nasensauger-Staubsauger positive Effekte bei der Behandlung von Kinderschnupfen zeigt:

»Die Atmung der Kinder ist bei regelmäßig abgesaugtem Nasenschleim deutlich freier. Damit trinken die Kinder mehr und auch ihr Schlaf ist signifikant besser. Dies hat wohl auch positive Auswirkungen auf das Wohlbefinden der Eltern. Der Nasensauger-Staubsauger dient insgesamt der Verbesserung der Atmung, des Allgemeinbefindens sowie der Vorbeugung von Folgeerkrankungen.«

Nachteilig ist, dass diese Nasensauger nur zu Hause verwendet werden können – unterwegs hat man ja keinen Staubsauger zur Hand, um sie anzuschließen. Außerdem ist es recht umständlich und nachts auch ein bisschen unpraktikabel jedes Mal den Staubsauger hervorzuholen, um dem Kind die Nase abzusaugen – vom Lärm ganz zu schweigen.

Batteriebetriebene Nasensauger

An Batteriebetriebenen Nasensaugern gibt es einmal das Modell von Rycom und den Olaf Nasensauger.

Es gibt auch elektrische Nasensauger, die mit Batterien betrieben werden. Von diesen Geräten hat uns im Test allerdings keines überzeugt. Die Saugleistung war einfach viel zu schwach, um nennenswert Schleim aus der Nase zu befördern – weder bei einem einjährigen- noch bei einem vierjährigen Kind.

Angesichts des Preises zwischen 40 und 50 Euro können wir diese Geräte nicht empfehlen. Außerdem entstehen durch die Batterien Folgekosten.

Netzbetriebene Nasensauger

Nasensauger, die mit Netzkabel funktionieren, sind selten: Von dieser Variante gibt es zur Zeit nur ein einziges Gerät auf dem Markt, den Nosiboo Nasensauger.

Er stellt ohne Frage die Königsklasse unter den Nasensaugern dar. Das gilt aber leider auch für den Preis.

Test Nasensauger: Nosiboo
Der Nosiboo-Nasensauger ist der einzige mit Netzbetrieb.

In der Nase oder davor?

Neben den verschiedenen Arten, mit denen ein Sog erzeugt wird, unterscheiden sich Nasensauger noch in einem weiteren Punkt: Es gibt welche, die in die Nase eingeführt werden; sie haben in der Regel weiche Spitzen aus Silikon, die verhindern sollen, dass man die Nasenschleimhaut verletzt. Und dann gibt es solche mit hartem Ende, das vor das Nasenloch gehalten wird.

»Eltern sollten nur Nasensauger verwenden, die man von außen an die Nasenlöcher legt«, sagt dazu der Kinderarzt Dr. Ulrich Fegeler, Sprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Bei Nasensaugern, die man in die Nase einführe, könne es zu Irritationen der Nasenschleimhaut und zu Verletzungen kommen. Das könne dazu führen, dass die Nasenschleimhaut noch weiter anschwillt. Auch HNO-Arzt Horst Luckenhaupt sieht eine Verletzungsgefahr, selbst wenn die Spitzen aus weichem Silikon sind.

Besser den Sauger nicht in die Nase einführen

Die wenigsten Säuglinge mögen es, wenn man ihnen die Nase absaugt und sind dabei oft alles andere als kooperativ – was die Gefahr einer Verletzung erhöht, wenn man etwas in die Nase einführt und sei es noch so weich. Zudem ist die Nasenschleimhaut schmerzempfindlich.

Fegeler empfiehlt auch, die Nase vor der Anwendung eines Nasensaugers mit Kochsalzlösung zu spülen. Das steht auch in einigen der Bedienungsanleitungen der Nasensauger. In unserem Praxistest hat sich das ebenfalls bewährt, weil dann einfach mehr Sekret aus der Nase kommt.

Test Nasensauger: Klugzeug Nasenputzer Soforthilfe

Testsieger: Klugzeug Nasenputzer Soforthilfe

Unser Test hat gezeigt, dass Nasensauger, die an handelsübliche Staubsauger angeschlossen werden, ein wesentlich besseres Saugergebnis bringen als alle anderen Varianten – mit Ausnahme des elektrischen Nasensaugers Nosiboo. Im Gegensatz zu ihm, bieten die Staubsauger-Varianten jedoch das wesentlich bessere Preis-Leistungs-Verhältnis.

Testsieger: Klugzeug Nasenputzer Soforthilfe

Test Nasensauger: Klugzeug Nasenputzer Soforthilfe
Knapp gewonnen, denn alle Staubsauger-Modelle konnten überzeugen. Der Testsieger hat jedoch den größten Lieferumfang.

Zudem besteht bei den Staubsauger-Nasensaugern für das Kind keine Verletzungsgefahr, weil diese Sauger an das Nasenloch angelegt und nicht in die Nase eingeführt werden. Für die Eltern besteht auch keine Ansteckungsgefahr und die Sauger lassen sich problemlos durch Auskochen Sterilisieren.

Der einzige Nachteil dieser Sauger liegt darin, dass man sie nur zu Hause nutzen kann und ihre Nutzung den Lärm macht, den ein Staubsauger nun mal macht. Doch mit einem kranken Baby ist man meist sowieso nicht viel unterwegs und gerade kleine Babys mögen Staubsaugerrauschen sogar, denn es ähnelt dem Geräusch, dem sie in der Gebärmutter ständig ausgesetzt waren.

Made in Germany: Medinaris Nasensauger

Test Nasensauger: Medinaris Nasensauger
Auch gut, aber etwas teurer.

Die drei getesteten Staubsauger-Modelle von Angel Vac, Medinaris und Klugzeug unterscheiden sich kaum, auch der Preis ist fast identisch. Nur der Medinaris-Sauger kostet ein paar Euro mehr, ist dafür aber auch »Made in Germany«, während die anderen beiden Modelle in Ungarn hergestellt werden. Eigentlich ist es ziemlich egal, für welchen man sich entscheidet.

Fast genauso gut: Angel-Vac Nasensauger

Test Nasensauger: Angel-Vac Nasensauger
Die drei Staubsauger-Modelle unterscheiden sich nur geringfügig.

Wir haben die Klugzeug Nasenputzer Soforthilfe zum Testsieger gekürt, weil sie anders als die beiden anderen Modelle mit zwei Saugansatzteilen geliefert wird – das sorgt für zusätzliche Hygiene wenn man zwei Kinder hat. Außerdem ist ihr Schlauch ein bisschen länger als bei den anderen Modellen.

Vorbereitung und Lieferumfang

Geliefert wird der Nasensauger in einer Pappschachtel. Er hat eine PZN-Nummer und ist deshalb auch in Apotheken erhältlich. Zudem wurde er vom TÜV Süd geprüft.

Der Nasensauger besteht aus drei Teilen: Einem Schlauch, auf dem an einer Seite ein Kolben und auf der anderen ein trichterförmiger Aufsatz sitzt: der Nasensekretauffangbehälter und der Saugerkopf. Alle Teile sind aus Hartplastik und durchsichtig. Die Teile lassen sich ganz einfach ineinanderstecken und dann ist der Nasensauger auch schon fast einsatzbereit.

So wird der Nasensauger an das Saugrohr des Staubsaugers angeschlossen.

Von einem beliebigen Staubsauger mit 800 bis 1800 Watt muss man die Düse entfernen. Der Hartplastikkolben wird dann in das Saugrohr gesteckt. Wegen seiner konischen Form passt er auf alle Saugrohre – nur für den Vorwerk-Staubsauger ist ein Adapter notwendig, den es für 2,50 Euro zu kaufen gibt.

Jetzt schaltet man den Staubsauger nur noch an und der Klugzeug Nasenputzer ist anwendungsbereit. Die Saugleistung wird durch einen eingebauten Windfang herunter reguliert auf die Stärke eines einfachen Ausschnaubens.

Anwendung

Um die Nase des Kindes abzusaugen, setzt man den Saugkopf so an ein Nasenloch, dass er es vollständig abschließt. Dann wird für wenige Sekunden, immer wieder absetzend, solange gesaugt, bis die Nase vom Sekret befreit ist. Danach wird der Vorgang mit dem anderen Nasenloch wiederholt.

Der Nasensauger von Klugzeug holt im Vergleich mit anderen Nasensauger-Arten sehr viel Sekret aus der Nase. Durch den eingebauten Windfang ist der Sog keinesfalls zu stark. Allerdings ist er unterschiedlich groß, je nachdem ob der Staubsauger auf die höchste oder niedrigste Stufe eingestellt ist. Es empfiehlt sich daher, am Anfang die niedrigste Saugleistung des Staubsaugers zu wählen.

Schnelle und gute Ergebnisse

Das Sekret sammelt sich im Auffangbehälter, man kann gut sehen, wie viel aus der Nase herauskommt und welche Farbe das Nasensekret hat.

Unser vierjähriger Testkandidat fand die Prozedur spannend und verlangte bald schon von selbst den Nasensauger, wenn er eine verstopfte Nase hatte. Die Einjährige war davon weit weniger begeistert. Sie wehrte sich gegen jeden Nasensauger. Die Klugzeug Nasenputzer Soforthilfe hatte hier den Vorteil, dass sie sehr effektiv Schleim aus der Nase absaugt, so dass die ungeliebte Prozedur auch sehr schnell wieder vorbei ist.

Reinigung

Nach Gebrauch wäscht man die oberen beiden Teile des Nasenputzers einfach mit heißem Wasser aus. Eine Flaschenbürste ist dazu ganz nützlich, es gibt aber auch eine spezielle Reinigungsbürste des Herstellers. Nach mehrmaligem Gebrauch sollte man den Nasenputzer auskochen – das geht problemlos, denn die Teile sind aus Hartplastik.

Nachteile

Wenn Kinder Angst vor dem Staubsaugergeräusch haben, dann wird es wahrscheinlich schwierig, ihnen mit diesem Nasensauger die Nase frei zu saugen.

Außerdem ist es natürlich ein bisschen umständlich, immer den Staubsauger hervorzukramen – vor allem nachts – und das Absaugen ist mit ziemlichem Lärm verbunden. Für unterwegs ist dieser Nasensauger naturgemäß nicht geeignet, daher haben wir hierfür eine alternative Empfehlung für Sie.

Was sagen die anderen

Seriöse Test zu Nasensaugern gibt es bislang keine. Sollte sich das ändern werden wir hier die Testerebnisse nachtragen.

Die Klugzeug Nasensauger Soforthilfe wird bei Amazon von den Kunden mit 4,9 mit 5 Sternen sehr gut bewertet und auch ein kleiner Test auf RTL kürte den Nasensauger zum Testsieger.

Alternativen

Wer einen Nasensauger für unterwegs sucht, wen die Ansteckungsgefahr nicht schreckt und wer keinen Staubsauger-Nasensauger verwenden will, weil das Kind das Geräusch nicht toleriert, dem sei einer der Nasensauger nach dem Strohhalmprinzip empfohlen. In dieser Kategorie ist allerdings keiner ohne Nachteile.

Mit Silikonspitze: Nosiboo Colibri

Test Nasensauger: Nosiboo Colibri
Der Colibri muss in die Nase eingeführt werden – Ärzte sehen das als Risiko.

Der Nosiboo Colibri kommt ohne Filter aus, es entstehen also keine Folgekosten. Außerdem ist er mit rund 13 Euro preisgünstig.

Der Nosiboo Colibri lässt sich leicht auseinanderbauen und dadurch einfach reinigen. Sein Schlauch ist sehr lang, so dass auch gut ein Elternteil das Saugteil in die Nase des Kindes einführen und der andere saugen kann. Außerdem kommt er in einer praktischen Aufbewahrungsbox.

Allerdings muss das weiche Saugteil aus Silikon laut Anleitung explizit in die Nase eingeführt werden. Davon raten Ärzte allerdings ab, weil man dadurch die empfindliche Schleimhaut des Baby verletzen kann. Ganz abgesehen davon ist es für das Baby oder Kleinkind alles andere als angenehm.

Mit Folgekosten: Rotho Babydesign NoseFrida

Test Nasensauger: NoseFrida
Für den NoseFrida benötigt man Filter.

Will man einen Nasensauger nach dem Strohhalmprinzip, bei dem das Nasenteil nicht in die Nase eingeführt wird, dann können wir nur den NoseFrida für rund 10 Euro empfehlen.

Für diesen Nasensauger ist allerdings ein Filter notwendig, den man laut Gebrauchsanweisung mindestens einmal am Tag austauschen und entsorgen soll. Es entstehen also Folgekosten.

Geliefert wird der Sauger mit vier Ersatzfiltern. Ein Block mit 20 Schaumstofffiltern kostet 2,99 Euro. Nutzer berichten allerdings, man könne statt der Originalfilter auch einfach Zigarettenfilter verwenden.

Gut aber teuer: Nosiboo Nasensauger

Test Nasensauger: Nosiboo
Der Nosiboo funktioniert super, sein Preis ist angesichts der Lebensdauer aber inakzeptabel.

Der Nosiboo ist gewissermaßen der Mercedes unter den Nasensaugern: Er sieht sehr schick aus und hat sogar Designpreise gewonnen. Er ist als Medizinprodukt zugelassen und hat eine PZN-Nummer.

Er funktioniert auch tadellos, man kann die Saugstärke je nach Alter des Kindes regulieren. Sein Saugkopf ist identisch mit dem des Colibri Saugteils von Nosiboo und damit leicht zu reinigen.

Allerdings kostet das Gerät weit über 100 Euro – ob man so viel für einen Nasensauger ausgeben will, ist doch sehr fraglich. Zumal in der Gebrauchsanweisung steht, die geplante Lebensdauer des Gerätes betrage gerade mal drei Jahre. Der Hersteller hat uns darauf hingewiesen, dass die Angabe der Lebensdauer nur eine Bedingung zur Zulassung als Medizinprodukt sei, man könne den Nosiboo auch länger benutzen. Das können wir nicht überprüfen – ein gemischtes Gefühl bleibt.

Zudem besitzt das Gerät einen Filter, der nach 300 Anwendungen laut Gebrauchsanweisung ausgetauscht werden sollte. Und wie beim Colibri muss die Spitze des Saugkopfes in die Nase eingeführt werden – wie oben beschrieben raten Ärzte davon ab, weil das eine Verletzungsgefahr für das Baby bergen kann.

Zudem ist man beim Betrieb des Gerätes auf eine Steckdose angewiesen und es ist auch zu groß, um es mal eben irgendwohin mitzunehmen.

Außerdem getestet

NUK Nasensauger

Der NUK Nasensauger mit Pumpballon ist mit nicht mal 3 Euro das günstigste Produkt, das wir uns angesehen haben. Modelle dieses Typs gibt es auch im Drogeriemarkt für wenig Geld.

Der NUK Nasensauger kommt mit zwei Aufsätzen und wird nicht in die Nase eingeführt, sondern vors Nasenloch gehalten. Wenn das Nasensekret entsprechend flüssig ist, bekommt man durchaus kleinere Mengen aus der Nase heraus. Besser als nichts, aber kein Vergleich mit der Leistung der von uns empfohlenen Nasensauger.

Primamma Nasensauger

Der Primamma Nasensauger funktioniert ebenfalls mit einem Pumpballon, kostet aber etwas mehr als der NUK.

Er wird allerdings in die Nase eingeführt, was nicht empfehlenswert ist. Uns wurde zudem ein fehlerhaftes Exemplar geliefert ohne Öffnung. Hier gibt es offensichtlich Mängel bei der Qualitätskontrolle. Trotz des günstigen Preises raten wir dazu, ein anderes Produkt zu erwerben. Für nur wenige Euro mehr gibt es unseren Testsieger, der zuverlässig seine Arbeit erledigt.

Chicco Physioclean

Der Chicco Nasenschleimentferner Physioclean funktioniert nach dem Strohhalmprinzip, das heißt man muss mit dem Mund saugen.

Uns hat er nicht überzeugt, denn er arbeitet mit Einweg-Endstücken, die man nicht sterilisieren kann sondern nach jedem Gebrauch ersetzen muss. Das ist unökologisch und teuer. Zudem verrutscht der darin enthaltene Filter ständig und das Nasensekret landet nicht komplett im Endstück, einiges landet daneben und muss dann mit dem Taschentuch weggewischt werden.

TALINU Nasensekretsauger

Der Talinu Nasensauger funktioniert ebenfalls durch Saugen mit dem Mund über einen Schlauch.

Seine Spitze ist allerdings sehr hart und wird in die Nase eingeführt. Wegen der Verletzungsgefahr würden wir ihn daher nicht verwenden.

Zudem kam er ohne jegliche Gebrauchsanleitung, was wir wenig vertrauenserweckend fanden. Auch wenn er wenig kostet – wir würden zu einem anderen Produkt greifen.

Bubzi Premium Nasensauger

Den Bubzi Nasensauger, der ebenfalls nach dem Strohhalmprinzip funktioniert, fanden wir dagegen eigentlich ziemlich gut.

Er ist allerdings teurer als die anderen Modelle dieser Kategorie, bietet aber keine Vorteile gegenüber den empfohlenen Nasensaugern. Zudem ist er öfters nicht lieferbar. Daher ist er uns keine Empfehlung wert.

Olaf Nasensauger

Olaf, der elefantastische Nasensauger ist batteriebetrieben. Das ist eigentlich ganz praktisch, weil man das Gerät überallhin mitnehmen kann.

Leider ist das Gerät zu schwach, es saugt kaum Nasensekret ab. Da hilft es wenig, wenn er einfach mitgenommen werden kann – außerdem können Nasensauger, die mit dem Mund bedient werden, ebenfalls mobil verwendet werden, natürlich nicht so einfach aber es geht.

Zudem ist es mit rund 67 Euro deutlich teurer als unser Testsieger, da stimmt das Preis-Leistung-Verhältnis nicht.

Rycom elektrischer Nasensekretsauger

Auch der Rycom Nose Cleaner, der dem Olaf sehr ähnlich ist aber etwas weniger kostet, funktioniert mit Batterien. Oder besser gesagt: Er funktioniert wie der Olaf genauso wenig zufriedenstellend. Zudem arbeitet er mit Einweg-Auffangbehältern.

Kommentare

14 Kommentare zu "Der beste Nasensauger"

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Wo bekommt man das ??und was koste das?

Super teil hatte es bei den letzten 3 Kindern kann es nur empfehlen

Kann ich nur empfehlen. Das beste was es gibt

Klappt super bei meinem Sohn. Kann ich absolut empfehlen.

Beste Erfindung ever

Wir haben den. Mein Sohn mag es aber nicht er dreht sich jedes mal weg. Das Geräusch vom Staubsauger mag er voll gern, will jedes mal saugen.

Haben zwar einen einer anderen Marke… aber die Sauger sind einfach genial (y)

Das Beste was es gibt!!

Kann ich nur weiter empfehlen 🙂

Franzi V. D. Vogelweide
Deshalb ist das Teil in der Babybox gewesen, wunderbar!

Das hat mir meine Hebamme empfohlen. Leider wusste die in der Apotheke damit nix anzufangen und wollte mir als den pumpball verkaufen.

Wir haben ihn auch verwendet- funktioniert hat er genial.
Aber ich weiß nicht, ob die Staubsaugerphobie meiner knapp 5jährigen damit zu tun hat

Funktioniert bei uns auch super! Können wir weiterempfehlen!!

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