Nasensauger Test: Nasensauger Testsieger
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Der beste Nasensauger

Wir haben 45 Nasensauger getestet. Der beste für die meisten ist der preiswerteste im Test: Der NUK Nasensauger funktioniert mit einem Pumpball, lässt sich leicht reinigen und überallhin mitnehmen. Klein, praktisch, gut: Selten traf ein Testfazit so zu wie auf dieses Produkt. Bei manchen Produkten ist Hightech einfach gar nicht nötig.

Angy Mamelkina
Angy Mamelkina
ist Social Media Managerin, Journalistin und leidenschaftliche Mutter. Als gebürtige Osteuropäerin, die alles unter einen Hut bringen möchte, ist sie immer auf der Suche nach praktikablen Erleichterungen für ihren Alltag.
Andrea Zschocher
Andrea Zschocher
ist freie Journalistin, Buchautorin, Bloggerin und Podcasterin. Sie schreibt gern über Familien­themen, unter anderem für Stern.de und Familie.de. Ihre Bücher unterstützen Familien in anspruchsvollen Zeiten. Auf ihrem Blog Runzelfüßchen berichtet sie über die schönen Seiten am Leben mit drei Kindern. Im Podcast "Kinderbuchleben" stellt sie regelmäßig Kinderbücher vor.
Letztes Update: 21. Oktober 2022

Wir haben neun weitere elektrische Nasensauger getestet. Unser Favorit bleibt der manuelle Sauger von NUK. Eine neue Empfehlung ist der elektrische Nasensauger von Uraqt. Unsere bisherige Empfehlung von Dynabliss ist jetzt unter „Außerdem getestet“ aufzufinden. Den Nasensauger von Miavogo haben wir rausgenommen, da dieser aktuell nicht verfügbar ist.

28. Januar 2022

Unsere Empfehlung von Dynabliss, die zwischenzeitlich nicht mehr verfügbar war, ist wieder erhältlich.

15. Oktober 2021

Wir haben acht weitere Nasensauger getestet. Neue Empfehlungen waren diesmal nicht dabei. Der Dynabliss Nasensauger ist nicht mehr erhältlich und wurde aus dem Testbericht entfernt.

10. Dezember 2020

Wir haben sieben neue Nasensauger getestet. Eine weitere Empfehlung wurde der DynaBliss.

15. November 2019

Wir haben vier neue Nasensauger getestet. Testsieger bleibt die billigste und einfachste Variante von NUK. Eine neue Empfehlung ist das Gerät von Wadeo.

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Wir testen laufend neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Wenn Sie informiert werden möchten, sobald dieser Testbericht aktualisiert wird, tragen Sie einfach Ihre Email-Adresse ein.

Niemand hat gerne eine verstopfte Nase – vor allem wenn man die fast ausschließlich zum Atmen verwendet. So geht es Babys, die können nämlich noch nicht gut durch den Mund atmen.

Um ihnen bei einer Erkältung das Schlafen so angenehm wie möglich zu machen, gibt es Nasensauger, mit denen man das Sekret aus der verstopften Nase entfernen kann.

Es gibt viele verschiedene Bauarten von Nasensaugern und noch mehr Modelle. Wir haben insgesamt 45 Nasensauger getestet und an unseren verschnupften, kleinen Patienten ausprobiert. 29 sind derzeit noch erhältlich. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

NUK Nasensauger

Test Nasensauger: NUK Nasensauger
Klein, praktisch, günstig, gut. Der Testsieger lässt sich einfach verwenden und ist ein echtes Schnäppchen.

Nasensauger mit Pumpball sind am einfachsten zu bedienen. Sie saugen zwar mit jedem mal Pumpen nur kleine Mengen Nasensekret ab, aber dafür schüchtern sie am wenigsten ein, mache Kinder finden die kleinen Dinger sogar lustig. Außerdem sind sie sehr leicht zu reinigen und es besteht kaum Infektionsgefahr, vorausgesetzt man wäscht sich nach der Anwendung gut die Hände. Diese Modelle gibt es schon für ein paar Euro in jedem Drogeriemarkt. Uns hat der Nasensauger von NUK am besten gefallen, aber andere Modelle dieser Bauart tun es genauso.

Akkubetrieben

Uraqt Nasensauger

Test Nasensauger: URAQT Nasensauger
Dieses Modell hat sechs Saugstufen und ist zudem relativ leise.

Der beste akkubetriebene Nasensauger ist das Modell von Uraqt. Hier ist der Sauger akkubetrieben und wird über ein USB-Kabel geladen. Er saugt Nasensekret sehr gut ab, verzichtet auf jegliche Specials und hat sechs Saugstärken. Zudem ist der Nasensauger mit rund 20 Euro ein wahres Schnäppchen.

Für den Staubsauger

Klugzeug Nasenputzer Soforthilfe

Nasensauger Test: Klugzeug Nasenputzer Soforthilfe Bild Neu
Kann an den Staubsauger angeschlossen werden und saugt sehr gut, aber doch schonend.

Nasensauger, die an Staubsauger angeschlossen werden, bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Nasensauger von Klugzeug saugt das Nasensekret sehr effektiv und gleichzeitig schonend ab und kostet nicht viel. Bei der Anwendung besteht keine Verletzungsgefahr für das Kind, weil er nicht in die Nase eingeführt wird und die Saugleistung des Staubsaugers durch die Bauart des Aufsatzes stark reduziert wird. Außerdem ist er leicht zu reinigen und es fallen keinerlei Folgekosten an. Das Modell von Arianna ist praktisch baugleich und auch andere Staubsauger-Aufsätze wie die von Angel Vac und Medinaris unterscheiden sich in der Anwendung kaum.

Für den Mund

Fuchsi Nasensauger

Test  Nasensauger: Fuchsi Nasensauger
Hier saugt man mit dem Mund – das macht Babys weniger Angst. Funktioniert recht einfach.

Ohne Staubsauger­lärm funktionieren Nasensauger, bei denen man mit dem Mund saugt. Das klingt ekliger als es ist, denn das Nasensekret wird in einem Behälter aufgefangen und kann nicht in den Mund gelangen. Trotzdem besteht ein gewisses Infektionsrisiko. Um das zu reduzieren, gibt es Modelle, die über einen Filter verfügen, der Nutzen ist aber umstritten. Der Fuchsi Nasensauger verzichtet darauf, deshalb hat er uns am besten gefallen.

Elektrisch

Nosiboo Pro

Test Nasensauger: Nosiboo
Der Nosiboo funktioniert super, ist aber sehr teuer.

Der beste elektrische Nasensauger ist der von Nosiboo – allerdings ist er kabelgebunden. Hier ist der Sauger über einen Schlauch mit der Motoreinheit verbunden, die an die Steckdose angeschlossen wird. Er saugt Nasensekret sehr gut ab, man kann sogar altersabhängig verschiedene Saugstufen einstellen. Das Gerät ist allerdings sehr teuer.

Vergleichstabelle

TestsiegerNUK Nasensauger
AkkubetriebenUraqt Nasensauger
Für den StaubsaugerKlugzeug Nasenputzer Soforthilfe
BaugleichArianna Nasensauger
Für den MundFuchsi Nasensauger
ElektrischNosiboo Pro
Medinaris Nasensauger
Angel-Vac Nasensauger
Fridababy NoseFrida
Bubbacare Nasensauger
Babylove Nasensauger
Wadeo Nasensauger
Primamma Nasensauger
Miavogo Nasensauger
Dynabliss Nasensauger
Grownsy Nasensauger
Vancoco VA-162
Bubbacare Nasensauger
Beaba Minidoo
Braun BNA100EU
Watolt Nasensauger
Momtory Nasensauger
Beaba Tommydoo
Reer Soft&Clean
Hammsom Nasensauger
Olaf Nasensauger
Chicco Physioclean
Suavinex 3304006
Bebon Angel
Test Nasensauger: NUK Nasensauger
  • Einfache Anwendung
  • Sehr günstig
  • Es können nur kleine Mengen aus der Nase gesaugt werden
Test Nasensauger: URAQT Nasensauger
  • Sechs Saugstärken wählbar
  • Leise
  • Mit Akku
  • Großer Behälter
  • Keine Extras
  • Einfache Verarbeitung
Nasensauger Test: Klugzeug Nasenputzer Soforthilfe Bild Neu
  • Gute Saugleistung
  • Zwei Saug­ansatz­teile
  • Langer Schlauch
  • Für unterwegs nicht geeignet
  • Staubsauger­geräusch mag nicht jedes Kind
Test  Nasensauger: Arianna Nasensauger
  • Gute Saugleistung
  • Zwei Saug­ansatz­teile
  • Langer Schlauch
  • Für unterwegs nicht geeignet
  • Staubsauger­geräusch mag nicht jedes Kind
Test  Nasensauger: Fuchsi Nasensauger
  • Einfache Anwendung
  • Weiche Silikon-Ansatz­stücke
  • Günstig
  • Infektionsgefahr
  • Kurzer Schlauch
Test Nasensauger: Nosiboo
  • Gute Saugleistung
  • Hübsches Design
  • Sauggeräusch mag nicht jedes Kind
  • Sehr teuer
Test Nasensauger: Medinaris Nasensauger
  • In Deutschland hergestellt
  • Etwas teurer als der Testsieger
  • Für unterwegs nicht geeignet
  • Staubsaugergeräusch mag nicht jedes Kind
Test Nasensauger: Angel-Vac Nasensauger
  • Gutes Saugergebnis
  • Für unterwegs nicht geeignet
  • Staubsaugergeräusch mag nicht jedes Kind
Test Nasensauger: NoseFrida
  • Muss nicht in die Nase eingeführt werden
  • Sehr günstiger Anschaffungs­preis
  • Filter notwendig
Test Nasensauger: bubbacare Nasensauger
  • Beleuchtet
  • 4 Rotzsaugdüsen
  • 3 Saugstärken
  • Display
  • Ziemlich groß
  • Schwache Akkulaufzeit
  • Laute Musik
Nasensauger Test: Babylove Nasensauger
  • Eigentlich Marken­produkt von Reer
  • Mit Aufbewahrungs­box
  • Alle Teile lassen sich dampf­sterilisieren
  • Kurzer Schlauch
Test  Nasensauger: Wadeo Nasensauger
  • Mit einigen Extras
  • Gute Saugleistung
  • Einfache Reinigung
  • Einfach Handhabung
  • Ohrensauger eher unangenehm
Test Nasensauger: primamma Nasensauger
  • Günstig zu haben
  • Fragliche Qualität
  • Muss in Nase eingeführt werden
Test Nasensauger: Miavogo Nasensauger
  • Drei Saugstärken wählbar
  • Drei Düsen
  • LC-Display
  • Schwache Saugleistung
  • Schwache Akkuleistung
Test  Nasensauger: Dynabliss Nasensauger
  • Mit 4 Aufsätzen
  • Drei Saug­stärken wählbar
  • Mit Taschen­lampe
  • Sehr hohe Saug­leistung, hat im Test die Kinder verschreckt
Test Nasensauger: Grownsy Nasensauger
  • Drei Saugstärken wählbar
  • Leicht zu reinigen
  • Einfache Hand­habung
  • Sehr laut
  • Grelles Licht
  • Laute Musik
Test Nasensauger: plartree Nasensauger
  • 4 Düsen
  • Mit Batterien
  • Drei Saug­stärken wählbar
  • Schwache Saugleistung
  • Kein Display
  • Kaum Zusatz­funktionen
Test Nasensauger: bubbacare  Nasensauger
  • 4 Düsen
  • Mit Batterien
  • Drei Saug­stärken wählbar
  • Schwache Saugleistung
  • Kein Display
  • Kaum Zusatz­funktionen
Test Nasensauger: Beaba Minidoo
  • Mit 2 verschiedenen Aufsätzen
  • Sanfter Sauger
  • Recht preiswert
  • Filtersystem nicht ganz überzeugend
Test  Nasensauger: Braun Nasensauger
  • Spülmaschinengeeignet
  • Kann in 2 Stufen betrieben werden
  • Kommt mit Batterie
  • Bedienknopf muss gehalten werden
Test Nasensauger: Watolt Nasensauger
  • LC-Display
  • Drei Saugstärken wählbar
  • Billige Verarbeitung
  • Laut
  • Unangenehme Musik
Test Nasensauger: Momotory Nasensauger
  • Deutsche Gebrauchsanleitung
  • 3 Saugstärken
  • Kein Display
  • Schwache Saugleistung
  • Ziemlich groß
  • Muss oft nachgeladen werden
Test Nasensauger: Beaba Nasensauger Tommydoo
  • Mit 3 verschiedenen Aufsätzen
  • Mit Batterien
  • Brummt eher laut
  • Saugleistung nicht so über­zeugend
  • Eher teuer
Test Nasensauger: reer Nasensauger
  • Recht preiswert
  • Laut Hersteller frei von Latex, PVC und Phthalaten
  • Pumpball funktioniert nicht überzeugend
  • Pumpball fässt sich nach mehrmaligem Gebrauch sehr unschön an
Test Nasensauger: Hammsom Nasensauger
  • Gute Verarbeitung
  • Silikondüsen
  • Drei Saugstärken wählbar
  • Schwache Saugleistung
  • Schlechte Reinigungs­möglichkeiten
Test  Nasensauger: Olaf Nasensauger
  • Batteriebetrieben und somit mobil
  • Geringe Saug­leistung
  • Zu teuer für die Leistung
Test  Nasensauger: Chicco  Nasenschleimentferner Physioclean
  • Nicht teuer
  • Einweg-Endstücke
  • Manches landet daneben
Test Nasensauger: Suavinex Nasensauger
  • Relativ günstig
  • Man muss sehr fest auf den Pumpball drücken – das macht es unangenehm für die Kinder
  • Nach Desinfektion passen Teile nicht mehr aufeinander
Test  Nasensauger: Bebon Nasensauger
  • Weiches Material
  • Für Ohren und Nase geeigent
  • Kein Sauger
  • Saugleistung nicht so über­zeugend
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Nasensauger im Test: Braucht man das wirklich?

Ein Schnupfen mit verstopfter Nase ist für jeden lästig. Für Säuglinge, die fast ausschließlich durch die Nase atmen, ist er aber besonders unangenehm. Säuglinge machen im Schnitt zwischen sieben und zehn Erkältungen im Jahr durch. Wenn sie schlecht Luft bekommen, schlafen sie häufig auch nicht gut. Und wenn die Nasenatmung eingeschränkt ist, können sie häufig nicht so viel trinken – im schlimmsten Fall wachsen sie dann schlechter. Denn Babys können im Normalfall gleichzeitig atmen und trinken. Nur so können sie in kurzer Zeit viel Flüssigkeit zu sich nehmen.

Babys können anfangs nur durch die Nase atmen – und schnäuzen können sie sich auch nicht

Hinzu kommt, dass die Nasengänge, verglichen mit denen von älteren Kindern oder Erwachsenen, noch viel kleiner und zarter sind. Deshalb schwellen sie schneller zu und die Atmung ist behindert. Und so fragen sich viele Eltern, wie sie ihren verschnupften Babys bei Erkältungen helfen können. Denn sich schnäuzen, um den lästigen Schnodder loszuwerden, können Kinder erst ab zirka drei oder vier Jahren. Deshalb werden Nasensauger angeboten, mit denen man den Schleim aus der Nasenhöhle des Säuglings entfernen kann.

Nasensauger Test: Nasensauger1
So harmonisch geht es beim Absaugen der Nase selten zu.

Was so einfach klingt und auf Werbefotos auch völlig harmlos aussieht, kann in der Praxis eine für alle Beteiligten äußerst nervenaufreibende Prozedur sein. Denn Säuglinge finden es in der Regel alles andere als lustig, wenn man versucht, ihnen etwas aus der Nase zu ziehen. Da wird geschrien und getobt und sich mit Händen und Füßen gewehrt. Aus diesem Grund sind Nasensauger, die man in die Nase einführen muss, problematisch, denn wenn das Baby versucht, dem Sauger zu entkommen, kann man es leicht verletzen. Besser sind Modelle, die man nur unter die Nase hält: Das reduziert das Verletzungsrisiko.

Ein gutes Mittel zur Behandlung von Säuglingsschnupfen ist auch die Zugabe von physiologischer Kochsalzlösung. Dabei handelt es sich um 0,9-prozentige Natriumchloridlösung. Die gibt es online, in der Apotheke und im Drogeriemarkt. Man sollte allerdings darauf achten, dass man Präparate ohne Konservierungsstoffe (Benzalkoniumchlorid) verwendet. Man kann die Lösung aber auch ganz einfach selbst herstellen, indem man einen Teelöffel Salz in einem Liter Kochwasser auflöst.

Mit der Salzlösung wird die Nasenschleimhaut befeuchtet und Schleim- oder Milchreste fließen leichter aus der Nase ab. Zudem werden Krankheitserreger, Staub, Pollen und andere Allergene aus der Nase herausgespült.

Fünf unterschiedliche Bauformen

Neben einfachen Modellen, bei denen der Sog über einen Pumpball oder das Saugen mit dem Mund erzeugt wird gibt es auch Nasensauger, die man an haushaltsübliche Staubsauger anschließen kann. Außerdem gibt es elektrische Modelle mit und ohne Akku. Die Preisunterschiede sind immens: Das Spektrum reicht von rund drei Euro für den günstigen Nasensauger bis knapp 130 Euro.

Einfachste Variante: Sauger mit Pumpball

Die günstigsten Modelle erzeugen den Sog zum Absaugen des Schleims über einen kleinen Pumpball.

Nasensauger Test: Nasensauger Pumpball
Nasensauger mit Pumpball sind am einfachsten.

Das funktioniert bei flüssigem Rotz gut. Ist die Nase nicht komplett verstopft, hält man das andere Nasenloch zu, damit ein Unterdruck in der Nasenhöhle entsteht, dann geht es noch besser.

Sauger mit Pumpball sind leicht zu reinigen und gut für unterwegs

Diese einfachen Sauger gibt es unter anderem auch in Drogeriemärkten. Bei sehr zähflüssigerem Rotz funktionieren sie zwar nicht so gut wie andere Bauformen und sie saugen immer nur eine recht kleine Menge ab. Meistens reicht das aber völlig. Außerdem sind sie leicht zu reinigen und man kann sie immer dabei haben.

Nasensauger für den Mund

Viele Modelle funktionieren nach dem Strohhalmprinzip: Sie verfügen über einen Schlauch mit Mundstück, über das die Eltern den Sog mit dem eigenen Mund erzeugen. Damit der Schnodder nicht im Mund des Saugenden landet, haben sie am Saugteil einen Auffangbehälter.

Trotzdem besteht ein gewisses Infektionsrisiko, schließlich atmet man beim Saugen tief ein. Einige Modelle setzen daher auf zusätzliche Filter. Sie bestehen aus Schaumstoff und müssen regelmäßig ausgetauscht werden – was mit Folgekosten verbunden ist.

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Der Sog, der das Sekret aus der Nase holt, wird bei Saugern mit dem Strohalmprinzip von einem Erwachsenen erzeugt.

Allerdings ist fraglich, ob sich die Eltern auch mit Filter nicht beim Kind anstecken können, wenn sie ihm die Nase freisaugen. Der Hersteller des NoseFrida behauptet dazu, dass klinische Studien gezeigt hätten, dass keine Infizierung stattfinde. Der saugfähige Filter verhindere effektiv eine Übertragung von Bakterien auf den Anwender.

Über Mundsauger können sich Eltern beim Kind anstecken

Wir waren davon nicht so recht überzeugt und fragten bei Dr. Horst Luckenhaupt nach. Er sagt: »Eine hohe Ansteckungsgefahr ist unwahrscheinlich, es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass sich Eltern so beim Kind anstecken.« Denn Viren könnten auch durch den Schaumstofffilter gelangen. Wenn man vor der Nase absaugt, wird man keine großen Menge an Erregern abbekommen. Ob die Nasensauger einen Filter haben oder nicht, macht dabei keinen Unterschied.

Nasensauger zum Absaugen mit dem Mund kosten meist nur zwischen 8 und 16 Euro. Sie sind sehr praktisch für unterwegs, weil sie in jede Handtasche passen, funktionieren sehr gut und die Intensität des Sogs kann von den Eltern gesteuert werden.

Staubsauger-Nasensauger

Die dritte Kategorie von Nasensaugern wird einfach an den Staubsauger angeschlossen. Das erscheint erst einmal sehr befremdlich: Mit dem Haushaltsstaubsauger die kleine Babynase absaugen? Das saugt doch viel zu stark!

Nasensauger Test: Nasensauger Staubsauger
Nasensauger als Staubsaugeraufatz sind günstig und effektiv.

Der Trick besteht darin, dass durch die Nasensauger nicht die volle Saugleistung des Staubsaugers angewendet wird – das wäre der Gesundheit des Kindes sicher nicht dienlich. Die Saugleistung wird durch einen eingebauten Windfang runterreguliert. Je nach Leistungsstärke des Staubsaugers ist sie zwar dennoch unterschiedlich groß, aber selbst bei höchster Saugleistung kommt nur ein sanfter Sog in der Nase des Kindes an.

Staubsauger­­aufsätze säubern am besten

Diese Nasensauger befördern wirklich viel Rotz und Schleim ans Tageslicht. In einer Studie der Universität Wien wurde untersucht, wie effizient der Nasensauger-Staubsauger bei der Heilung eines Schnupfens ist. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass er positive Effekte bei der Behandlung von Kinderschnupfen zeigt:

»Die Atmung der Kinder ist bei regelmäßig abgesaugtem Nasenschleim deutlich freier. Damit trinken die Kinder mehr und auch ihr Schlaf ist signifikant besser. Dies hat wohl auch positive Auswirkungen auf das Wohlbefinden der Eltern. Der Nasensauger-Staubsauger dient insgesamt der Verbesserung der Atmung, des Allgemeinbefindens sowie der Vorbeugung von Folgeerkrankungen.«

Nachteilig ist, dass diese Nasensauger nur zu Hause verwendet werden können – unterwegs hat man ja keinen Staubsauger zur Hand, um sie anzuschließen. Außerdem ist es recht umständlich und nachts auch ein bisschen unpraktikabel, jedes Mal den Staubsauger hervorzuholen, um dem Kind die Nase abzusaugen – vom Lärm ganz zu schweigen. Und der ist nicht zu unterschätzen. Schließlich lassen die meisten Säuglinge und Kleinkinder das Nasensaugen ohnehin nur höchst unwilllig über sich ergehen, der Lärm eines Staubsaugers ist da eine zusätzliche Belastung, die die Sache nicht gerade einfacher macht.

Batteriebetriebene Nasensauger

Mittlerweile gibt es so einige Modelle auf dem Markt.Selten werden diese in Deutschland hergestellt und auch die wenigsten von uns getesteten kamen mit einer deutschsprachigen Anleitung daher, jedoch hat sich da einiges getan. So gibt es einen elektrischen mit Batterie oder Akku betriebenen Sauger schon bereits ab 20 Euro. Die Saugleistung lässt sich in verschiedenen Stufen einstellen, so dass diese im Test an unserer einjährigen Tochter doch für eine freie Nase sorgen konnten.

Der Wadeo-Sauger sowie der Uraqt bilden nicht nur hinsichtlich des eher geringen Preises von knapp 20 Euro Ausnahmen, die beiden saugen auch richtig gut.

Netzbetriebene Nasensauger

Nasensauger, die mit Netzkabel funktionieren, sind selten: Von dieser Variante gibt es zur Zeit nur ein einziges Gerät auf dem Markt, den Nosiboo Nasensauger.

Er stellt ohne Frage die Königsklasse unter den Nasensaugern dar. Das gilt aber leider auch für den Preis: Über 100 Euro muss man für den Luxussauger auf den Tisch legen. Außerdem hat er die selben Nachteile wie ein Modell für den Haushaltsstaubsauger: Man braucht eine Steckdose in der Nähe und der Sauger macht Lärm – zwar nicht so viel wie ein Haushaltsstaubsauger, aber auch das Geräusch des Nosiboo kann kleine Kinder in Panik versetzen.

In der Nase oder davor saugen?

Neben den verschiedenen Arten, mit denen ein Sog erzeugt wird, unterscheiden sich Nasensauger noch in einem weiteren Punkt: Es gibt Exemplare, die in die Nase eingeführt werden. Sie haben in der Regel weiche Spitzen aus Silikon, die verhindern sollen, dass man die Nasenschleimhaut verletzt. Und dann gibt es solche mit hartem Ende, das vor das Nasenloch gehalten wird.

»Eltern sollten nur Nasensauger verwenden, die man von außen an die Nasenlöcher legt«, sagt dazu der Kinderarzt Dr. Ulrich Fegeler, Sprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Bei Nasensaugern, die man in die Nase einführe, könne es zu Irritationen der Nasenschleimhaut und zu Verletzungen kommen. Das könne dazu führen, dass die Nasenschleimhaut noch weiter anschwillt. Auch HNO-Arzt Horst Luckenhaupt sieht eine Verletzungsgefahr, selbst wenn die Spitzen aus weichem Silikon sind.

Besser den Sauger nicht in die Nase einführen

Vor allem aber wehren sich Säuglinge und Kleinkinder meist mehr oder weniger heftig, wenn man ihnen die Nase absaugt, was die Gefahr einer Verletzung erhöht, wenn man etwas in die Nase einführt, und sei es noch so weich. Zudem ist die Nasenschleimhaut schmerzempfindlich.

Fegeler empfiehlt auch, die Nase vor der Anwendung eines Nasensaugers mit Kochsalzlösung zu spülen. Das steht auch in einigen der Bedienungsanleitungen der Nasensauger. In unserem Praxistest hat sich das ebenfalls bewährt, weil dann einfach mehr Sekret aus der Nase kommt. Allerdings ist das Spülen der Nase mit Salzwasser eine zusätzliche Tortur für kleine von Schnupfen geplagte Rotznasen.

 Nasensauger Test: Nuk Nasensauger

Testsieger: NUK Nasensauger

Der Nasensauger von NUK ist klein, handlich und kann überall mit hin genommen werden. Nun ist genau diese Möglichkeit, das Ding überall mitzunehmen ja nicht gerade ein Verkaufsargument. Denn meistens möchte man mit einem kranken Kind ja lieber zuhause bleiben. Allerdings möchte man auch in den eigenen vier Wänden mobil sein. Und den Pumpball-Nasensauger haben Sie schnell vom Bade- ins Schlafzimmer verfrachtet, wenn Ihrem Baby der Schnodder aus der Nase läuft.

Testsieger
NUK Nasensauger
Test Nasensauger: NUK Nasensauger
Klein, praktisch, günstig, gut. Der Testsieger lässt sich einfach verwenden und ist ein echtes Schnäppchen.

Es ist natürlich so: Allzu zart besaitet sollte man für diese Art Sauger nicht sein. Denn ja, Sie ziehen all den Rotz mithilfe von Unterdruck aus der Nase. Das ist nicht unbedingt ansehnlich und je nachdem, welche Konsistenz der Schleim hat, landet dann schon mal was auf Ihrer Hand. Aber das lässt sich alles abwischen und wir reden ja hier davon, dass Sie Ihrem Kind das Atmen erleichtern. Bei Fremden wird der Nasensauger wohl kaum zum Einsatz kommen.

Der NUK Nasensauger mit Pumpballon ist mit nicht mal drei Euro das günstigste Produkt, das wir uns angesehen haben. Modelle dieses Typs gibt es in jedem Drogeriemarkt für wenig Geld. Sie bekommen zwei Aufsätzen dazu, können also regelmäßig wechseln und den gerade nicht in Benutzung befindlichen Sauger auskochen. In der Schnupfenzeit ist diese doppelte Ausführung nicht zu unterschätzen.

Zwei Aufsätze werden mitgeliefert

Sie müssen den NUK Nasensauger nicht in die Nase einführen, er wird ans Nasenloch gehalten. Wenn das Nasensekret entsprechend flüssig ist, bekommt man da einiges heraus. Ein bisschen umständlich ist, dass Sie bei großer Schleimproduktion öfter pumpen müssen und dabei nicht übers Ziel hinausschießen. Denn der Pumpball verleitet dazu, besonders kraftvoll zu drücken. So holen Sie aber im schlechtesten Fall zu viel Schleim auf einmal aus der Nase. Dann wird das Auffangen im Nasensauger etwas problematisch, aber sollte mal ein solches Malheur passieren, ist mit einem Taschentuch auch schnell das Gesicht gesäubert. Es geht ja darum, den Schleim aus der Nase zu bekommen, ob Sie nun immer alles ganz galant im Nasensauger auffangen, kontrolliert niemand.

 Nasensauger Test: Nuk Nasensauger
Zum Reinigen kann die Spitze mit einem Handgriff abgenommen werden.

Uns gefällt besonders gut, dass der Nasensauger wirklich überall einsetzbar ist. Sie brauchen keinerlei weiteres Werkzeug, nur Ihre Hände und das verschleimte Kind. Im Test zeigte sich auch, dass die Testkinder diese Methode der Schleimentfernung am besten fanden, weil der Nasensauger so klein ist und ihnen wenig Angst einflößte.

Unser Testsieger hat beim Preis-Leistungs-Verhältnis vollkommen überzeugt. Die verschnodderte Nase wurde frei, das Gerät ist sehr leicht zu säubern und kostet sehr wenig. Kein anderes Testmodell ließ sich so einfach sauber halten.

Lieferumfang

Geliefert wird der NUK Nasensauger in einer Plastikverpackung. Er besteht aus drei Teilen: dem Pumpball und den zwei identischen Aufsätzen. Alle Teile sind aus Plastik und durchsichtig, es gibt die Sauger aber in verschiedenen Farben. Der Pumpball und der Saugeraufsatz lassen sich ganz einfach ineinanderstecken und dann ist der Nasensauger auch schon einsatzbereit.

Anwendung

Um die Nase des Kindes abzusaugen, setzt man den Saugkopf so an ein Nasenloch, dass er es vollständig abschließt. Dann drücken Sie den Pumpball in einer möglichst gleichmäßigen Bewegung. Auf diese Weise ziehen Sie das Sekret aus der Nase. Bei wenig Schleim wird alles in den Aufsatz tropfen, sonst müssen Sie, wie oben schon beschrieben, eventuell ein Taschentuch zur Hilfe nehmen und den Rotz abwischen. Danach wird der Vorgang mit dem anderen Nasenloch wiederholt.

Schnelle und einfache Handhabung, das mögen Eltern und Kinder

Das Sekret sammelt sich im Aufsatz. Den können Sie auswaschen und dann auskochen, sodass sich keine Bakterien im Nasensauger sammeln.

Das einjährige Testkind fand die Arbeit mit diesem Sauger am angenehmsten und ließ sie ohne Gemecker über sich ergehen. Der Dreijährige war da schon weniger begeistert. Er bestätigte zwar mehrfach, dass es nicht schmerzen würde, fand aber das Gefühl, wenn der Schleim aus der Nase gezogen wird, nicht angenehm. Da diese Kritik aber bei allen Testmodellen geäußert wurde, fällt sie für uns weniger ins Gewicht. In der Regel werden auch Babys und Kleinkinder mit diesem Nasensauger in Berührung kommen, denn ab drei bis vier Jahren ist Naseschnäuzen ja schon möglich.

Für den günstigen Preis und die einfache Handhabung und Reinigung ist der überall verfügbare NUK Nasensauger unser klarer Testfavorit. Die einfache Bedienung und Säuberung konnte uns ebenfalls überzeugen.

NUK Nasensauger im Testspiegel

Es gibt bislang keine weiteren seriösen, unabhängigen Tests zu Nasensaugern. Sollte sich das ändern, werden wir hier die Testergebnisse nachtragen.

Alternativen

Neben unserem Testsieger gibt es auch andere Modelle mit weiteren Techniken, die die Nase der Kleinen freibekommen können. Diese Modelle können wir empfehlen.

Mit Akku: Uraqt Nasensauger

Von allen akkubetriebenen Nasensaugern hat uns der Uraqt am meisten überzeugt. Er hat sechs Saugstufen und kann auch bei zähem Schleim eingesetzt werden. Zudem verzichtet das Gerät auf jeglichen weiteren Firlefanz wie laute Musik oder Lichterspiele und ist wunderbar leise.

Akkubetrieben
Uraqt Nasensauger
Test Nasensauger: URAQT Nasensauger
Dieses Modell hat sechs Saugstufen und ist zudem relativ leise.

Wir schätzen am Nasensauger von Uraqt vor allem, dass er wirklich einfach, aber gut ist. Geliefert wird der Nasensauger mit zwei weiteren Düsen, einer abgerundeten für Säuglinge und einer Standard-Düse. Beide machen einen hochwertigen Eindruck und lassen sich auch sehr leicht wechseln. Unsere einjährige Tochter bescherte uns zum Testzeitpunkt mit einem Schnupfen vom Feinsten, daher konnten wir den Nasensauger auch direkt an ihr testen.

Einmal angemacht, ist er wirklich leise und kann schon aus der Nase laufenden Schleim in der ersten und zweiten Stufe problemlos beseitigen. Dabei muss man die Saugerspitze nicht die Nase führen, sondern es reicht, wenn man sie nur dranhält. Durch die Erweiterung auf sechs Stufen wird man auch festsitzenden Schleim los. Dank seines leisen Betrieb eignet sich der Uraqt super für unterwegs oder auch für die Nacht – dann hat man nur noch das Manko, dass man ein Licht anmachen muss, da im Sauger keins integriert ist, was wir aber als nur einen kleinen Minuspunkt empfunden haben. Die höchste Stufe haben wir nur am Handrücken getestet, da wir diese nicht für die Nase unserer Tochter gebraucht haben und der Sog in der sechsten Stufe auch ziemlich stark ist.

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Nasensauger Test: Uraqt Nasensauger
Der Nasensauger von Uraqt kommt mit einer Zusatzdüse und einem Ladekabel.
Nasensauger Test: Uraqt Nasensauger
So sieht der Nasensauger ausgepackt aus.
Nasensauger Test: Uraqt Nasensauger
Der Nasensauger verfügt über sechs Saugstufen.
Nasensauger Test: Uraqt Nasensauger
Das Gerät ist schnell auseinandergebaut. Das blaue Licht zeigt die Stufe an, mit der gerade gesaugt wird.

Der Akku wird mit dem USB-Kabel aufgeladen und hält ungefähr zwei Tage beim häufigen Anwenden. Eine Akkustandsanzeige zeigt immer an wenn der Nasensauger geladen werden muss. Das ist nicht nur praktisch, sondern auch wichtig, da nicht nur die Saugleistung langsam nachlässt, wenn der Akku sich dem Ende neigt, sondern die Pumpe ohne Vorwarnung ausgeht.

Auch bei der Reinigung kann der Nasensauger punkten. Die Flüssigkeitskammer ist abgedichtet und der Saugkopf lässt sich ganz einfach abschrauben. Der Nasensauger lässt sich ganz einfach unter fließendem, heißem Wasser abwaschen beziehungsweise kann ausgekocht werden.

Der Uraqt ist perfekt für kleinere und größere Kinder. Der Nasensauger kommt ohne viel Schnickschnack aus, ist sanft und trotzdem leistungsstark.

Für den Staubsauger: Klugzeug Nasenputzer Soforthilfe

Von allen Nasensaugern zum Anschluss an den Staubsauger hat uns der von Klugzeug am besten gefallen, denn hier ist fürs gleiche Geld standardmäßig ein zusätzlicher Saugkopf für den Nasensauger im Lieferumfang inbegriffen. Die getesteten Staubsauger-Modelle von Angel Vac, Medinaris, Arianna und Klugzeug unterscheiden sich allerdings kaum, Arianna und Klugzeug sind praktisch baugleich, auch der Preis ist fast identisch. Nur der Medinaris-Sauger kostet ein paar Euro mehr, ist dafür aber auch »Made in Germany«. Eigentlich ist es ziemlich egal, für welchen man sich entscheidet.

Für den Staubsauger
Klugzeug Nasenputzer Soforthilfe
Nasensauger Test: Klugzeug Nasenputzer Soforthilfe Bild Neu
Kann an den Staubsauger angeschlossen werden und saugt sehr gut, aber doch schonend.

Wir finden die Klugzeug Nasenputzer Soforthilfe eine gute Alternative, weil sie, anders als die beiden anderen Modelle, mit zwei Saugansatzteilen geliefert wird – das sorgt für zusätzliche Hygiene, wenn man zwei Kinder hat. Außerdem ist ihr Schlauch ein bisschen länger als bei den anderen Modellen. Geliefert wird der Nasensauger in einer Pappschachtel. Er hat eine PZN-Nummer und ist deshalb auch in Apotheken erhältlich. Außerdem wurde er vom TÜV Süd geprüft.

Der Nasensauger besteht aus drei Teilen: einem Schlauch, auf dem an einer Seite ein Kolben und auf der anderen ein trichterförmiger Aufsatz sitzt, einem Auffangbehälter und dem Saugkopf. Alle Teile sind aus Hartplastik und durchsichtig. Sie lassen sich ganz einfach ineinanderstecken und dann ist der Nasensauger auch schon fast einsatzbereit.

Von einem beliebigen Staubsauger mit 800 bis 1.800 Watt entfernt man die Düse, anschließend wird der Hartplastikkolben in das Saugrohr gesteckt. Wegen seiner konischen Form passt er auf alle Saugrohre – nur für den Vorwerk-Staubsauger ist ein Adapter notwendig, den es separat zu kaufen gibt.

Dann schaltet man den Staubsauger nur noch an und der Klugzeug Nasenputzer ist anwendungsbereit. Die Saugleistung wird durch einen eingebauten Windfang auf die Stärke eines einfachen Ausschnaubens gesenkt.

Baugleich

Arianna Nasensauger

Test  Nasensauger: Arianna Nasensauger
Der Nasensauger von Arianna ist mit dem von Klugzeug praktisch identisch.

Um die Nase des Kinds abzusaugen, setzt man den Saugkopf so an ein Nasenloch, dass er es vollständig abschließt. Dann wird für wenige Sekunden, immer wieder absetzend, solange gesaugt, bis die Nase vom Sekret befreit ist. Danach wird der Vorgang mit dem anderen Nasenloch wiederholt.

Der Nasensauger von Klugzeug holt im Vergleich mit anderen Nasensauger-Bauformen sehr viel Sekret aus der Nase. Durch den eingebauten Windfang ist der Sog keinesfalls zu stark. Allerdings ist er unterschiedlich groß, je nachdem ob der Staubsauger auf die höchste oder niedrigste Stufe eingestellt ist. Es empfiehlt sich daher, am Anfang die niedrigste Saugleistung des Staubsaugers zu wählen.

Schnelle und gute Ergebnisse dank angeschlossenem Staubsauger

Das Sekret sammelt sich im Auffangbehälter. Man kann gut sehen, wie viel aus der Nase herauskommt und welche Farbe das Nasensekret hat.

Unser vierjähriger Testkandidat fand die Prozedur spannend und verlangte bald schon von selbst den Nasensauger, wenn er eine verstopfte Nase hatte. Die Einjährige war davon weit weniger begeistert. Sie wehrte sich gegen jeden Nasensauger. Die Klugzeug Nasenputzer Soforthilfe hatte hier den Vorteil, dass sie sehr effektiv Schleim aus der Nase absaugt, so dass die ungeliebte Prozedur schnell wieder vorbei ist.

Nach Gebrauch wäscht man die oberen beiden Teile des Nasenputzers einfach mit heißem Wasser aus. Eine Flaschenbürste ist dazu ganz nützlich, es gibt aber auch eine spezielle Reinigungsbürste des Herstellers. Nach mehrmaligem Gebrauch sollte man den Nasenputzer auskochen – das geht problemlos, denn die Teile sind aus Hartplastik.

Wenn Kinder Angst vor dem Staubsaugergeräusch haben, wird es wahrscheinlich schwierig, ihnen mit diesem Nasensauger die Nase freizusaugen. Außerdem ist es natürlich ein bisschen umständlich, immer erst den Staubsauger hervorzukramen – vor allem nachts – und das Absaugen ist mit ziemlichem Lärm verbunden. Für unterwegs ist dieser Nasensauger naturgemäß nicht geeignet.

Der Aufsatz für den Staubsauger ist zwar sehr effektiv und noch dazu günstig, trotzdem ist es nicht jedermanns Sache, dem Näslein des Sprösslings mit dem Haushaltsstaubsauger zu Leibe zu rücken – auch wenn das schlimmer klingt, als es ist.

Für den Mund: Fuchsi Nasensauger

Beim Fuchsi Nasensauger handelt es sich um ein stromloses Modell zum Ansaugen mit dem Mund. Er wird mit zwei Aufsätzen für Säuglings- und Kleinkindnäschen geliefert und kommt in einer praktischen Verpackung.

Für den Mund
Fuchsi Nasensauger
Test  Nasensauger: Fuchsi Nasensauger
Hier saugt man mit dem Mund – das macht Babys weniger Angst. Funktioniert recht einfach.

Der große Vorteil des Fuchsi Nasensauger ist wie bei allen mundbetriebenen Exemplaren, dass sie ohne elektrisches Gerät betrieben werden. So kann man sie nicht nur einfach mitnehmen, sie schüchtern die kleinen Patienten auch weniger ein als laute Elektrogeräte.

Die Saugaufsätze des Fuchsi Nasensaugers sind aus flexiblem Silikon und werden nur unter die Nase gehalten und nicht eingeführt, das reduziert das Verletzungsrisiko. Der Hersteller verzichtet auf Filter, die man regelmäßig austauschen müsste und die die Infektionsgefahr ohnehin nicht zuverlässig verhindern. Die besteht mit einem kranken Kind im Haushalt ohnehin immer, gerade mit einem schniefenden Kleinkind ist man immer allen möglichen Körperflüssigkeiten ausgesetzt, weshalb wir das Infektionsrisiko beim Nasensaugen mit dem Mund als vernachlässigbar ansehen.

Auch wenn normalerweise kein Nasensekret in den Schlauch gelangt, sollte man ihn hin und wieder reinigen. Das geht am besten durch Auskochen in einem Topf mit kochendem Wasser.

Der Fuchsi Nasensauger ist vor allem für Säuglinge und Kleinkinder eine gute Wahl, denn die Anwendung ist sanft und von allen Varianten am wenigsten einschüchternd.

Elektrisch: Nosiboo Pro

Der Nosiboo Pro ist gewissermaßen der Mercedes unter den Nasensaugern: Er sieht sehr schick aus und hat sogar Designpreise gewonnen. Er ist als Medizinprodukt zugelassen und hat eine PZN-Nummer.

Elektrisch
Nosiboo Pro
Test Nasensauger: Nosiboo
Der Nosiboo funktioniert super, ist aber sehr teuer.

Er funktioniert tadellos und man kann die Saugstärke je nach Alter des Kindes regulieren. Sein Saugkopf ist identisch mit dem des Colibri-Saugteils von Nosiboo und damit leicht zu reinigen.

Allerdings ist das Gerät mit über 100 Euro sehr teuer – ob man so viel für einen Nasensauger ausgeben will, ist doch sehr fraglich, zumal in der Gebrauchsanweisung steht, die geplante Lebensdauer des Gerätes betrage gerade mal drei Jahre. Der Hersteller hat uns darauf hingewiesen, dass die Angabe der Lebensdauer nur eine Bedingung zur Zulassung als Medizinprodukt sei, man könne den Nosiboo auch länger benutzen.

Zudem besitzt das Gerät einen Filter, der nach 300 Anwendungen laut Gebrauchsanweisung ausgetauscht werden sollte. Und wie beim Colibri muss die Spitze des Saugkopfes in die Nase eingeführt werden – wie oben beschrieben raten Ärzte davon ab, weil das eine Verletzungsgefahr für das Baby bergen kann.

Allerdings ist man beim Betrieb des Gerätes auf eine Steckdose angewiesen und es ist auch zu groß, um es mal eben irgendwohin mitzunehmen.

Außerdem getestet

Angel-Vac Nasensauger

Der Angel-Vac Nasensauger kommt bereits fertig zusammengebaut. Für die Reinigung lässt er sich aber dennoch auseinander bauen. Im Gegensatz zu den Saugern von Medinaris und Klugzeug ist der Saugkopf aus einem weicheren, gummiartigen Material. Das soll die Nutzung für die Kinder noch angenehmer machen.

Der Angel-Vac wird an den Staubsauger angeschlossen. Er ist auch mit Vorwerk-Staubsaugern kompatibel. Die Saugleistung ist gut. In der Standard-Ausführung kommt der Nasensauger nur mit einem Saugkopf. Wem das nicht reicht, der kann zum Geschwisterpaket mit zwei Saugköpfen greifen.

Medinaris Nasensauger

Der Nasensauger von Medinaris wird ebenfalls an den Staubsauger angeschlossen. Wie bereits erwähnt, wird durch die Bauweise dabei nicht die volle Saugleistung des Staubsaugers weitergegeben, sondern ein auf ein adäquates Maß abgeschwächter Sog. So lässt sich die Nase ihres Babys schonend und effizient frei machen.

Das zusammen- und wieder auseinander bauen des Nasensaugers gestaltet sich simpel: einfach den Saugkopf aufstecken und schon ist das Gerät einsatzbereit. Zur Reinigung kann er einfach ausgekocht werden. Hergestellt wird er in Deutschland, was ebenfalls ein Plus für Manche sein dürfte.

Dynabliss Nasensauger

Test  Nasensauger: Dynabliss Nasensauger
Für alle, die hohe Saugleistung wollen.

Der Dynabliss wird mit einem USB-Netzstecker, der im Lieferumfang enthalten ist, aufgeladen. Das müssen Sie vor der ersten Anwendung auch tun, der Nasensauger kommt ohne Ladung. Nach gut 20 Minuten ist er aber soweit aufgeladen, dass das Saugen beginnen kann. Mitgeliefert werden auch vier Aufsätze, für festeren und fließenden Nasenschmodder und unterschiedliche Altersklassen. Außerdem im Gepäck: eine Pinzette, für alles, was Sie eventuell so aus der Nase ziehen möchten. Seien Sie vorsichtig damit!

Der Dynabliss ist äußerlich baugleich zum Nasensauger von Misiki, der Dynabliss hat aber deutlich mehr Saugkraft. Wir haben uns dabei nicht nur auf die Aussage der Testkinder verlassen, sondern auch am Handrücken die Saugkraft in allen drei Stufen überprüft. Und es stimmt, der Dynabliss hat definitiv mehr Wumms. Da man den Nasenschleim bei den Kleinen ja möglichst gründlich wegputzen möchte, war der Dynabliss dann doch eher unsere Empfehlung.

Beide Modelle verfügen über die Geschwindigkeitsstufen slow, medium und strong in unterschiedlicher Ausprägung und beide haben Licht, was die Arbeit dann doch etwas erleichtert. Denn im Test stellte sich raus: Die Lampe ist tatsächlich praktisch, wenn man sich in die unbekannten Weiten der Nasen seiner Kinder aufmacht. Und wenn Sie nachts aktiv werden, um die Kindernasen vom Rotz zu befreien, werden Sie die Lampe zu schätzen wissen, weil Sie auf die Festbeleuchtung am Kinderbett verzichten können.

Die Handhabung ist sehr einfach: Nach dem Gebrauch kochen Sie alle Einzelteile aus dem Nasensauger ab oder desinfizieren sie.

Der Dynabliss ist die beste Wahl, wenn man ein akkubetriebenes Gerät möchte, das eine hohe Saugkraft hat.

Fridababy NoseFrida

Mit dem Mund gesaugt wird auch beim NoseFrida. Er wird nur auf das Nasenloch aufgesetzt und nicht direkt eingeführt. Hier sind allerdings Filter notwendig, die einmal am Tag ausgetauscht werden müssen. Die kosten zwar nicht die Welt, ins Geld geht es auf Dauer aber trotzdem, vor allem aber ist es umständlich, diese Filter nachkaufen zu müssen. Dafür ist aber der Anschaffungspreis mit knapp zehn Euro sehr gering.

Babylove Nasensauger

Beim Nasensauger von dm, vertrieben unter dem hauseigenen Label Babylove, bekommen Sie ein echtes Markenprodukt. Denn produziert wird der Nasensauger für den Mund von Reer, die für verschiedene Babyprodukte bekannt sind. Was uns gut gefällt: Alle Teile des Nasensaugers sind für den Dampfsterilisator geeignet. Und der Praxistest zeigte auch: Das Ding funktioniert. Gedacht ist der Sauger für Kinder zwischen 0 bis 2 Jahren und der Hersteller selbst rät dazu, das Gerät danach auf jeden Fall zu entsorgen.

Wir sind nicht davon überzeugt, dass ein Nasensauger, gerade wenn er öfter benutzt wird, solange in einer Familie bleiben sollte – zumal Sie bei dieser Version den Filter, eine Art Schaumstoffstück einfach mit etwas Wasser und Seife auswaschen sollen. Wir finden das nicht wirklich hygienisch. Es gibt ein kleines Stückchen Schaumstoff zum Wechseln, danach raten wir dazu, den ganzen Sauger wegzuwerfen und im Zweifel einen neuen zu kaufen. Das Saugstück ist etwas kurz, das ist vermutlich dem Umstand geschuldet, dass die Schnur aufgrund von Gesetzgebungen für Babyartikel nicht länger als 23 Zentimeter sein darf. Für wenig Geld tut der Babylove Nasensauger aber genau das, was er soll.

Primamma Nasensauger

Der Primamma Nasensauger funktioniert mit einem Pumpballon, kostet aber etwas mehr als unsere Empfehlung von NUK. Er wird außerdem in die Nase eingeführt, was aufgrund der Verletzungsgefahr nicht empfehlenswert ist. Uns wurde zudem ein fehlerhaftes Exemplar ohne Öffnung geliefert. Da gab es offensichtlich Mängel bei der Qualitätskontrolle. Der Sauger von NUK ist für uns eindeutig die bessere Wahl.

Beaba Minidoo

Ein weiterer Sauger für eher kleines Geld ist der Minidoo von Béaba. Er kommt mit zwei verschiedenen Aufsätzen, einem für Babys von 0-3 Monaten, einen für Babys ab 3 Monaten. Beide werden außerhalb der Babynase angelegt und die Eltern sollten dann sanft saugen, um den Rotz aus der Nase zu ziehen. Dabei ist es wichtig, dass das Nasenloch, an dem gerade nicht gesaugt wird, zuzuhalten, weil das Prinzip sonst nicht funktioniert. Der Minidoo hält, was er verspricht. Allerdings sind wir nicht ganz davon überzeugt, dass nicht doch etwas vom Babyschleim zumindest in den Ansaugeschlauch gelangen kann.

Braun BNA100EU

Wer keine Batterien extra kaufen möchte, kann sich den Braun BNA100EU anschauen. Hier wird alles mitgeliefert, sodass das Gerät sofort einsatzbereit ist. Leider konnte uns die Saugleistung, die sich in zwei Stufen einstellen lässt, nicht überzeugen. Störend empfanden wir auch, dass der Anschalter, mit dem das Gerät arbeitet, dauerhaft gedrückt werden muss. Den Aufsatz können Sie unter Wasser auswaschen und dann in die Spülmaschine stecken.

Sie kaufen den Nasensauger von Ultpeak, bekommen aber das Modell VA-162 von Vancocon. Das muss nichts heißen, hat uns beim Auspacken aber doch irritiert. Immerhin vier Aufsätze und eine Pinzette warten auf den Einsatz. Die Pinzette funktioniert auch sehr gut, ihre abgerundeten, überzogenen Ecken beugen Verletzungen vor. In der Theorie funktioniert der Ultpeak in den Geschwindigkeiten langsam, mittel, schnell (low, medium und high auf dem Display), in der Praxis lässt sich kein nennenswerter Unterschied zwischen den Modi erkennen. Leider schaffte es auch keine Geschwindigkeitsstufe, Schleim aus den Babynasen zu ziehen.

Beaba Tommydoo

Der Tommydoo von Béaba wird ebenfalls mit Batterien betrieben, die im Lieferumfang enthalten sind. Allerdings ließ sich im Test das Batteriefach nur mit etwas Mühe öffnen. Wir hatten Angst, dass die Verkleidung abbrechen könnte. Die Bedienung ist denkbar einfach: Es gibt nur einen An- und Ausknopf, den Sie wie einen Kippschalter einfach umlegen. Und dann kann losgesaugt werden. Drei verschiedene Aufsätze stehen je nach Beschaffenheit des Schnupfens zur Verfügung. Die Testkinder und auch uns irritierte die Lautstärke des Gerätes, es gibt deutlich leisere und preiswertere Modelle im Test. Auch die Saugleistung selbst konnte uns nicht recht überzeugen, selbst dünnflüssiger Schnupfen wurde nicht an- und abgesaugt.

Reer Soft&Clean

Sanft und sicher soll er sein, der Soft&Clean von Reer. Uns überzeugte der preiswerte Pumpball leider nicht. Seine unangenehmste Eigenschaft: Schon nach wenigen Handgriffen fasst sich das Plastikteil schmierig-klebrig an. Und das, obwohl definitiv kein Schnupfen daran klebte. Auch die Funktionsweise selbst ist kaum überzeugend, egal, wie sanft oder fest wir den Ball drückten, es ließ sich damit kein Schnupfen aus der Nase ziehen.

Arianna Nasensauger

Baugleich unserer Empfehlung von Klugzeug ist der Staubsauger-Nasensauger von Arianna. Sie können den Sauger einfach auf Ihren Staubsauger aufstöpseln und schon geht es los. Jedenfalls in der Theorie. In der Praxis erwies sich daran nichts als einfach. Die Kinder mochten sich nichts in die Nase stecken lassen, was an einem Staubsauger hängt und dann auch noch solchen Krach macht. Wir machten also zunächst Trockenübungen, versuchten den Sauger im unbrauchbaren, weil unangeschlossenen, Zustand ins kindliche Nasenloch zu stecken. Das klappte allerdings nicht, die Löcher sind viel zu groß für Kindernasen. Sie müssen also ein bisschen zielsicher den Sauger an die Nasenlöcher halten, um alles aufzufangen.

Es gibt auch hier zwei Aufsätze, die man mit einem Ethylalkohol getränkten Wattebausch desinfizieren kann. Das erschien uns irgendwie nicht sauber genug und wir fürchten, dass hier auf Dauer Sekretreste zum Problem werden könnten.

Olaf Nasensauger

Olaf, der elefantastische Nasensauger ist batteriebetrieben. Das ist eigentlich ganz praktisch, weil man das Gerät überallhin mitnehmen kann. Leider ist das Gerät wie alle akku- oder batteriebetriebenen Nasensauger einfach zu schwach, es saugt kaum Nasensekret ab. Zudem ist es mit rund 50 Euro relativ teuer. Wir können grundsätzlich nur von allen Nasensaugern dieses Bautyps abraten.

Chicco Physioclean

Der Nasenschleimentferner Chicco Physioclean funktioniert ebenfalls nach dem Strohhalmprinzip, das heißt, man muss mit dem Mund saugen. Uns hat er nicht überzeugt, denn er arbeitet mit Einweg-Endstücken, die man nicht sterilisieren kann sondern nach jedem Gebrauch ersetzen muss. Das ist unökologisch und teuer. Zudem verrutscht der darin enthaltene Filter ständig und das Nasensekret landet nicht komplett im Endstück, einiges landet daneben und muss dann mit dem Taschentuch weggewischt werden.

Suavinex 3304006

Der Nasensauger von Suavinex ist mal wieder ein Pumpball-Sauger. Wie die meisten in diesem Segment, ist er recht preiswert. Wir finden allerdings, dass er ruhig etwas teurer hätte sein können, wenn er dafür funktionieren würde. Denn genau das tut er leider nicht. Sie brauchen schon sehr viel Kraft, um den Pumpteil zusammenzudrücken, und das sorgt leider auch für einen eher starken Sog an der kindlichen Nase – unangenehm für beide Seiten. Beide Einzelteile des Suavinex lassen sich einzeln desinfizieren (mit Desinfektionsmittel, nicht im Sterilisator), wir mussten nur leider feststellen, dass sie anschließend nicht mehr genau aufeinander passten.

Bebon Angel

Wir können es uns nicht genau erklären, aber beim Anblick des Bebon Angel schrie das kleinste Testkind immer sofort auf. Vermutlich fand es die Vorstellung, dass dieses Stäbchen in seine Nase gesteckt wird einfach doof. Wir versuchten es unter Protest und mit gutem Zureden dennoch, müssen aber sagen: Das Ergebnis hat den Aufwand nicht gelohnt. Der Bebon Angel ist kein Nasensauger, es handelt sich mehr um einen zähen Schleimentferner. Dabei sollen die zwei Schlaufen in unterschiedlicher Größe an den beiden Enden des Stäbchens sorgen. Der Praxistest zeigte: Das gelingt nur mir viel Gestochere und am Ende ist vermutlich nicht nur das Kind unglücklich, sondern auch Sie. Denn im Zweifelsfall haben Sie den, pardon, ganzen freigekratzten Rotz nämlich auf der Hand.

Wadeo Nasensauger

Wenn Sie nicht nur einen Nasen-, sondern auch einen Ohrensauger suchen, werden Sie bei Wadeo fündig. Preislich im Mittelfeld kann dieses Gerät uns mit Saugkraft, einfacher Anwendung und zwei durchdachten Extras überzeugen. Beim Nasensauger von Wadeo müssen Sie vor dem ersten Gebrauch zwei AA Batterien einlegen. Die sind eigentlich in jedem Haushalt zu finden. Wenn sie eingelegt sind, kann es auch schon losgehen. Je nachdem welche Art von Schleim Sie absaugen möchten, wählen Sie einen der Aufsätze, es gibt auch einen für Ohrenschmalz. Sie erkennen ihn daran, dass die Spitze besonders lang ist.

Keins der Testkinder wollte den Ohrenschmalzaufsatz testen, also mussten wir selbst ran. Und wir können nur bestätigen, was die Kinder vermuteten: So richtig angenehm ist das nicht. Das Ziehen im Ohr ist irgendwas zwischen unangenehm und halb so schlimm, aber wir werden wohl auch weiterhin bei der herkömmlichen Methode des Ohrensäuberns bleiben.

Die Saugkraft des Wadeo Nasensaugers ist gut, nicht zu stark und nicht zu schwach, sodass ordentlich was abgesaugt werden kann. Der Sauger ist für Kinder von null bis zwölf Jahren gedacht, unser sechsjähriges Testkind hat jedoch trotz laufender Nase vehement protestiert. Es gibt aber eine Pinzette, die auch für Kinder dieses Alters interessant sein könnte.

Hammsom Nasensauger

Der Nasensauger von Hammsom wird geliefert mit zwei Wechseldüsen. Diese sind sehr hochwertig und das Gerät an sich macht auch einen sehr guten Eindruck. Es ist ein bisschen schwer, liegt aber sehr gut in der Hand. Dazu wird ein Aufladekabel mitgeliefert sowie eine kleine Pinzette, die dafür gedacht ist, den zähen Schleim aus der Nase zu holen. Beim ersten Ausprobieren war das Ergebnis leider, dass trotz der drei Saugstufen der Sauger in die Nase muss, damit er überhaupt was absaugt. Zudem sitzt die Düse nicht fest genug und fällt immer wieder ab. Auch lässt sich das Gerät sehr schlecht reinigen, nämlich nur mit einem Taschentuch. Dies ist aus hygienischen Gründen nicht empfehlenswert und somit haben wir das Gerät nach einmaligem Verwenden kein weiteres Mal benutzt. Der Nasensauger verzichtet zudem auf ein integriertes Licht.

Momtory Nasensauger

Der Nasensauger von Momotory ist ziemlich groß. Unser Kind hatte somit schon beim annähern ziemlich Respekt vor dem Gerät. Es wird nur mit einer Düse zum auswechseln geliefert. Dafür gibt es aber auch ein Putzstäbchen für das Säubern des Aufsatzes, was sich natürlich als ganz praktisch erweist. Zudem ist er einer der wenigen Sauger in unserem Test, der über eine ausführliche deutsche Anleitung verfügt.

Der Nasensauger verfügt über drei Stufen und angenehme Musik, die man anmachen kann, um das Kind entweder zu beruhigen oder ein bisschen abzulenken. Das hat in unserem Fall ganz gut funktioniert, die Musik ist nicht zu laut. So richtig für Ablenkung hat es trotzdem nicht gesorgt. Der Nasensauger von Momotory wird mit einem USB-Ladekabel aufgeladen. Leider hält hier der Akku nicht lang. Nach einem Tag beim häufigerem an- und ausmachen ist der Sauger einfach ausgegangen.

Bubbacare Nasensauger

Die Nasensauger von Bubbacare (das erste Modell in unserem Test) und Vancocon sind absolut baugleich zum Modell von Wadeo. Diese verfügen über mehrere Düsen, dennoch gibt es in dem Bereich der elektrischen und batteriebetriebnen Nasensauger mittlerweile weitaus bessere und günstigere Modelle.

Alles drei verfügen über mehrere Auswechseldüsen und können nicht nur für Nasensekret, sondern auch zum Ohrensäubern benutzt werden, dies gestaltet sich jedoch eher erfolglos. Hinzu kommt, dass auch die Saugleistung erst anfängt, wenn man das Gerät in die Nase steckt, und die ist auch eher schwach. Bei unserer einjährigen Tochter konnten wir flüssigen Schleim schnell absaugen, bei festerem Sekret wurde es schwierig. Zwar ist der Sauger nicht partout schlecht, das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt aber nicht.

Grownsy Nasensauger

Der Nasensauger von Grownsy ist eines der teureren Modelle unter den elektrischen Saugern, also hatten wir auch einige Erwartungen an das Gerät. Schön verarbeitet ist es auf jeden Fall und der erste Eindruck ist super. Denn Akku vollständig aufzuladen dauerte circa zwei Stunden. Der Sauger verfügt über drei Leistungsstufen und zwei unterschiedliche musikalische Begleitungen.

Unsere Tochter hat sich jedoch von beiden abschrecken lassen und geweint, als wir versucht haben, ihr den Schleim aus der Nase zu ziehen. Der Grownsy ist nämlich sehr laut beim Absaugen. Die Musik soll das Sauggeräusch anscheinend übertönen, und so ist diese auch ziemlich laut voreingestellt. Was uns gefallen hat ist, dass man dank der Batterieanzeige vor spontanen Ausfällen mitten im Absaugvorgang verschont bleibt. Für Ablenkung sorgt zusätzlich ein Licht, welches tagsüber mit wechselnden, bunten Farben sehr schön ist, nachts wiederum eher den Eindruck einer Lichtershow erweckt. Aber das ist Geschmacksache. Die Saugleistung ist okay, dennoch erwartet man bei dem Preis deutlich mehr.

Bubbacare Nasensauger

Das zweite Produkt von Bubbacare fanden wir sehr ansprechend. Geliefert bekommen haben wir es in einem schönen Rosa-Ton. Mit seiner hübschen Form – rund und ziemlich ergonomisch – liegt der Sauger sehr gut in der Hand. Unsere Tochter hat ihn sofort in die Hand genommen und angefangen, damit zu spielen. Der Sauger von Bubbacare verfügt über vier Düsen und drei Saugstufen.

Auch hier gibt es einige Specials: Neben der Musik leuchtet der Nasensauger mit einem integrierten Licht, was sehr angenehm ist und nachts das Naseputzen erleichtert. Die Musik empfanden wir hier ebenfalls als ziemlich laut, unsere Tochter fand sie hingegen sehr ansprechend und wollte immer dazu tanzen.

An der Nase machte der Sauger nicht so eine gute Figur, wie wir es uns gewünscht hatten. Der Schleim ließ sich erst auf der zweiten Stufe gut absaugen, die erste war zu schwach und von der zweiten zur dritten gab es kaum einen Unterschied. Gepunktet hat dafür das große Display, auf dem wir die Stufen sowie die Akkuladezeit ablesen konnten. Leider war der Akku ziemlich schnell aufgebraucht. An sich ist der Nasensauger von Bubbacare okay, er hilft aber nur bei leichtem Schnupfen.

Watolt Nasensauger

Der Nasensauger von Watolt hat uns überhaupt nicht gefallen. Zwar verfügt der Sauger über zwei Düsen zum auswechseln, jedoch fallen diese ständig ab. Unsere Tochter hat den Sauger auf den Boden fallen lassen und dieser ist direkt nicht mehr angegangen. Erst nach wiederholtem Laden konnten wir den Sauger ausprobieren.

Das LCD ist zwar sehr nützlich, jedoch ist es eins der wenigen Vorteile des Saugers. Die Saugstärke unterscheidet sich nicht weit voneinander und unsere Tochter hat sich nur schwer mit dem Nasensauger anfreunden können. Die Düse musste man ziemlich tief in die Nase führen, was eine hohe Verletzungsgefahr birgt. Insgesamt konnte uns der Sauger nicht überzeugen.

Vancoco VA-162

Der Vancocon VA-162 hat uns beim Auspacken schon enttäuscht, handelt es sich doch genau um den gleichen Sauger wie den von Bubbacare. Er hat drei Stufen, drei Wechseldüsen – und leider viel zu wenig Leistung. Äußerlich ist der Nasensauger ebenfalls eins zu eins mit den oben genannten Modellen identisch.

So haben wir getestet

Wir haben 45 Nasensauger an einem einjährigen Baby sowie einem dreijährigen und vierjährigen Kind getestet. Aktuell sind davon noch 29 Modelle erhältlich. Neben dem Preis-Leistungs-Verhältnis haben wir auch die Folgekosten bewertet, ob man nämlich etwa ständig neue Filter oder Aufsätze kaufen muss. Das ist nicht nur teuer, sondern auch aufwändig und nicht nachhaltig.

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Nasensauger Test: Nasensauger Alle
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Nasensauger Test: Nasensauger Gruppenfoto
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Nasensauger Test: Nasensauger Gruppenfoto
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Wir haben geprüft, ob der Nasensauger überhaupt Nasensekret absaugt und wie gut das Absaugen von einem kleinen Kind toleriert wird. Zudem war uns wichtig, dass man den Nasensauger leicht reinigen kann – Modelle, die man einfach auskochen kann, fanden wir dabei am praktischsten. Denn eine gründliche Sterilisation nach jeder Benutzung ist sehr wichtig, ansonsten können sich auf Sekretresten Bakterien bilden, erklärt HNO-Arzt Horst Luckenhaupt. Der Leiter der Klinik für Hals-, Nasen-, und Ohrenheilkunde am St.-Johannes-Hospital in Dortmund beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit Infektiologie. Er meint, der Nasensauger würde so zur Keimquelle.

Darüber hinaus haben wir in die Bewertung mit einfließen lassen, ob die Spitze in die Nase eingeführt werden muss, was eine Verletzungsgefahr mit sich bringt, oder ob man das Saugteil lediglich vor die Nase hält. Ausschlaggebend für das Ergebnis war auch, wie komfortabel die Anwendung ist und ob man den Nasensauger überall verwenden und gut mitnehmen kann. Nasensauger, bei denen sich Eltern durch die Anwendung anstecken können, haben wir weniger gut bewertet, auch wenn die Ansteckungsgefahr nicht allzu groß ist.

Die wichtigsten Fragen

Welcher ist der beste Nasensauger für Babys?

Der beste Nasensauger ist der von NUK. Er hat einen Pumpball, was die Anwendung kinderleicht macht, schüchtert das Kind nicht ein und ist leicht zu reinigen. Außerdem kostet er nicht viel. Doch auch andere der getesteten Nasensauger konnten uns überzeugen.

Gibt es Nasensauger für den Staubsauger? Ist das sicher fürs Baby?

Nasensauger, die an Staubsauger angeschlossen werden, bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Nasensauger von Klugzeug saugt das Nasensekret schonend ab. Bei der Anwendung besteht keine Verletzungsgefahr für das Kind, weil er nicht in die Nase eingeführt wird und die Saugleistung des Staubsaugers durch die Bauart des Aufsatzes stark reduziert wird. Außerdem ist er leicht zu reinigen.

Gibt es elektrische Nasensauger für Babys?

Der beste elektrische Nasensauger ist der von Nosiboo. Hier ist der Sauger über einen Schlauch mit der Motoreinheit verbunden, die an die Steckdose angeschlossen wird. Er saugt Nasensekret sehr gut ab, man kann sogar altersabhängig verschiedene Saugstufen einstellen. Das Gerät ist allerdings teuer.

Braucht man wirklich einen Nasensauger?

Kinder können erst ab drei bis vier Jahren ins Taschentuch schnäuzen. Bis dahin muss der Schnodder anders entfernt werden – mit einem Nasensauger geht das kinderleicht. Es gibt verschiedene Varianten, elektrisch oder manuell, teuer oder günstig. Unser Favorit ist das Modell von NUK.

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