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Der beste OLED-Fernseher

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OLED-Fernseher Test: Lg C9
Boris Hofferbert

Boris Hofferbert

beschäftigt sich als Testredakteur vor allem mit Mobilgeräten wie Smartphones und Tablets. Außerdem hat er ein Faible für Fernseher und Monitore. Er schreibt online und offline für Medien wie digitalPHOTO, Computer Bild Spiele, TECH.DE, PC Welt und die Neue Zürcher Zeitung und gibt auf dem Hilfe-Portal Der Tutonaut Tipps und Tricks zu Smartphones, Laptops und Tablets.

Der beste OLED-Fernseher für die meisten Menschen ist der LG OLED C9. LG hat es geschafft, seinen ohnehin schon sehr guten OLED-TV mit sinnvollen Ergänzungen noch besser zu machen. Neben einem grandiosen Bild und einer ausgereiften Bedienung punktet der C9 auch mit zukunftssicheren Anschlüssen.

Update 19. August 2019

Wir haben die Verfügbarkeit der Produkte aktualisiert.

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31. Mai 2019

Der LG OLED C9 ist unser neuer Favorit. Sinnvolle Verbesserungen und zukunftssichere Anschlüsse machen die Empfehlung für die 2019er-Modelle leicht.

25. Februar 2019

Die 2019er-OLED-TVs von LG, Panasonic und Co. sind zwar schon angekündigt, kommen aber erst zwischen Frühjahr und Sommer auf den Markt. Bis dahin haben wir mit dem Grundig GOB 9990 und dem Panasonic FZW804 neue, interessante Optionen in den TV-Vergleich aufgenommen. Fans von Philips Ambilight sollten den Philips OLED803 ins Auge fassen, der sich als sehr gute Alternative zum Testsieger etabliert hat – und das zu einem fairen Preis.

11. Oktober 2018

Wir haben uns den Sony AF9 und den Panasonic FZW 954 angesehen und können für beide Geräte Empfehlungen aussprechen.

3. September 2018

Auf der IFA haben alle viele Hersteller neue Modelle vorgestellt, die aber in der Regel erst im Frühjahr 2019 in den Handel kommen. Bis dahin bleiben unsere Empfehlungen voraussichtlich aktuell.

11. Mai 2018

Wir haben unsere Empfehlungen mit den neuesten Geräten aktualisiert und mit dem LG OLED C8 einen neuen Favoriten gekürt.

12. Januar 2018

LG hat auf der CES die neue Generation von OLED-Fernsehern vorgestellt. Die 2018er Modelle werden aber frühstens im Frühjahr auf den Markt kommen. Bis dahin bleiben unsere Empfehlungen aktuell.

27. Juli 2017

Unsere neue Empfehlung ist der LG OLED55C7V. Er löst unsere bisherige Empfehlung LG 55B6D ab.

OLED-Fernseher sind für TV-Fans nach wie vor das Nonplusultra. Das liegt an den hervorragenden Bildeigenschaften dank perfekter Schwarzwerte: Die selbstleuchtenden OLED-Pixel benötigen keine separate Hintergrundbeleuchtung wie traditionelle LCD-Fernseher. Das Ergebnis knackiges Schwarz und hohe Kontraste, die in Kombination mit ultrahochauflösenden 4K-Inhalten und HDR-Videos für ein grandioses Heimkinoerlebnis sorgen.

Preislich hat sich in den vergangenen Jahren zwar einiges getan, dennoch gehören OLEDs nach wie vor zur TV-Luxusklasse. Immerhin ist der Einstieg mittlerweile schon unter der 2.000-Euro-Marke drin – zumindest bei den »kleinen« Modellen mit 55 Zoll Bildschirmdiagonale. Im Gegenzug bieten selbst die vermeintlich schwächeren OLED-Fernseher so gut wie immer ein tolles Bild. Nach wie vor kaufen die Hersteller von OLED-Fernsehern die Panels dafür übrigens bei LG ein. Trotzdem gibt es Unterschiede, wie ein Blick in unsere Alternativen zeigt.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Der OLED-Platzhirsch konnte sein Revier verteidigen: Mit dem LG C9 liefern die Koreaner ein hochklassiges Update für ihre erfolgreiche TV-Serie. Neben dem überragenden Bild und der sehr guten Benutzeroberfläche punktet der LG-TV auch mit modernen HDMI-2.1-Anschlüssen, die Zukunftssicherheit versprechen.

Der Ende 2018 erschienene Sony AF9 ist eine hervorragende Alternative und mittlerweile auch preislich attraktiv. Er bietet ein großartiges Bild und wird von der AcousticSurface-Soundtechnologie flankiert. Der Sony Ultimate-X1-Bildprozessor macht zudem einen fantastischen Job und das Design ist edel. Android TV als Bedienoberfläche ist allerdings nach wie vor gewöhnungsbedürftig.

Toller Allrounder

Panasonic FZW954

OLED-Fernseher Test: Panasonic Fzw954
Großartiges Bild, tolle Funktionen, ausgereifte Bedienung: Panasonic macht fast alles richtig.

Der Panasonic FZW954 liefert ein grandioses Bild, eine nahezu optimale Bedienung und sinnvolle Extras wie Streaming des TV-Programms ins Heimnetz. Die integrierte Soundbar leistet zudem mehr als die meisten internen Lautsprecher. Damit ist der FZW954 eine hervorragende Alternative.

Günstiger Vorgänger

LG 55E8

Der LG OLED E8 aus dem Jahr 2018 ist mittlerweile deutlich günstiger zu haben und damit eine echte Alternative zum LG C9. Der E8 punktet mit einem sehr guten Bild, dem eleganten »Picture-on-Glass«-Design und einem kräftigen Sound. Die ältere Version von webOS und das Fehlen von HDMI 2.1 sind die größten Abstriche.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Unser FavoritAuch gutToller AllrounderGünstiger Vorgänger
Modell LG 55C97LA Sony AF9 Panasonic FZW954 LG 55E8 LG OLED55C8 Grundig GOB 9990 Panasonic FZW804 Sony KD-55AG9 Sony AF8 Philips 55OLED803 LG OLED55B7D
OLED-Fernseher Test: Lg Oled C9OLED-Fernseher Test: Sony Af9OLED-Fernseher Test: Panasonic Fzw954Test OLED-Fernseher: LG 55E8Test OLED-Fernseher: LG OLED C8Test OLED-Fernseher: Grundig GOB 9990Test OLED-Fernseher: Panasonic FZW804OLED-Fernseher Test: Sony Ag9Test erschwingliche OLED-Fernseher: Sony AF8Test OLED-Fernseher: Philips 55OLED803Test erschwingliche OLED-TV: LG OLED55B7D
Pro
  • Tolles Bild
  • Durchdachte Bedienung
  • Smart-Assistenten an Bord
  • HDMI 2.1
  • Sehr gutes Bild
  • Toller Sound über AcousticSurface+
  • Schickes Design
  • Sehr gutes Bild
  • Durchdachte Bedienung
  • Ausgereifte Extrafunktionen
  • HDR10+
  • Tolles Bild
  • Durchdachte Bedienung
  • Toller Sound
  • Ausgereiftes Betriebssystem
  • Hervorragendes Bild
  • Durchdachte Bedienung
  • Erstaunlich gute Spracherkennung
  • Sehr gutes Bild
  • Ordentlicher Sound
  • Gute Bedienung
  • Dolby Vision
  • Sehr gutes Bild
  • Durchdachte Bedienung
  • Ausgereifte Extrafunktionen
  • HDR10+
  • Großartiges Bild
  • Toller Sound
  • Elegantes Design
  • Tolles Bild
  • Guter Sound
  • Vielseitiges System
  • Gutes Bild
  • Ausgereifte Ambilight-Beleuchtung
  • Ordentliche Ausstattung
  • Bild fast identisch mit dem C7
  • Twin-Tuner
Contra
  • Kein HDR10+
  • Android TV immer noch umständlich
  • Kein HDR10+
  • Teuer
  • Sound eher durchschnittlich
  • Kein Dolby Vision
  • Teuer
  • Kein HDMI 2.1
  • Ältere webOS-Version
  • kein HDR10+
  • kein HDMI 2.1
  • Sound nur durchschnittlich
  • Ältere webOS-Version
  • Kein HDR10+
  • Nur drei HDMI-Anschlüsse
  • Kein Netflix und Amazon Video
  • Nur Single-Tuner
  • Flacher Sound
  • Kein Dolby Vision
  • Android TV ist gewöhnungsbedürftig
  • Hoher Preis
  • Komplizierte Bedienung
  • Wenig Neues zum 2017er-Modell
  • Android TV ist gewöhnungsbedürftig
  • Standfuß nicht sehr stabil
  • "Nur" 95 Prozent Farbraumabdeckung
Bester Preis
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OLED – was ist das?

OLED ist seit einigen Jahren die angesagteste neue Bildtechnik. Das Kürzel steht für organic light-emitting diode. Das besondere an der Bildtechnik: Ein OLED-Bildschirm besteht aus Bildpunkten, die selbst leuchten und keine zusätzliche Lichtquelle benötigen, wie das bei LCD-Bildschirmen der Fall ist.

Der Vorteil: Schwarz ist bei OLED wirklich schwarz und das führt zu sehr hohen Kontrastwerten. Ein Nachteil von OLED war bislang, dass die Panels nicht so hell leuchteten wie vergleichbare LCD-Displays. Doch die Hersteller haben hier aufgeholt, inzwischen gibt es hier kaum mehr Unterschiede. Mehr dazu können Sie in unserem Technikratgeber nachlesen.

Flachbildfernseher mit OLED-Display sind damit aktuell die Königsklasse im TV-Sektor. Filmfans erwarten optimale Kontraste und eine absolut perfekte Schwarzdarstellung, zudem bietet die TV-Oberklasse fast durchgehend aktuelle Features wie moderne HDR-Standards.

OLED-Fernseher sind die Königsklasse

Nachdem LG das OLED-Feld lange für sich alleine hatte, hat die Konkurrenz mittlerweile stark nachgelegt. Zwar kaufen auch die anderen Hersteller ihre Panels bei LG ein, dennoch gibt es teilweise qualitative Unterschiede. Unsere Empfehlung geht aber auch in diesem Jahr an die OLED-Spezialisten von LG.

HDR: Der Stand der Dinge

Der größte Zankapfel beim TV-Kauf hört noch immer auf die Abkürzung »HDR«. Die steht für »High Dynamic Range« und sorgt dafür, dass kompatibles Bildmaterial kräftigere Kontraste und feinere Helligkeitsabstufungen bietet. Viele Menschen empfinden den Wechsel von Nicht-HDR-Inhalten auf HDR-Material als größeren Fortschritt als den von Full-HD auf 4K.

Leider buhlen derzeit nicht weniger als vier unterschiedliche HDR-Formate um die Gunst der Kunden, der TV-Hersteller und der Filmstudios. Während die älteren Standards HDR10 sowie HLG (Hybrid Log Gamma) sind bei so gut wie allen aktuellen TV-Geräten Standard. Kompliziert wird es bei den aufwändigeren HDR-Standards, namentlich Dolby Vision und das noch recht frische HDR10+. Beide HDR-Versionen machen es möglich, jeder Szene eines Films eigene HDR-Einstellungen zu verpassen. Die Variabilität sorgt für ein noch besseres Filmerlebnis.

Viele HDR-Standards und noch kein Sieger in Sicht

Das Problem: Nicht nur die TV-Hersteller, sondern auch die Film- und Serienproduzenten setzen auf unterschiedliche HDR-Formate. Dolby Vision kommt aktuell neben einer Reihe von UHD-Blu-rays vor allem beim Streaming-Dienst Netflix prominent zum Einsatz, auf TV-Seite unterstützen unter anderem LG und Sony den Standard. HDR10+ wird hingegen unter anderem von Samsung, Panasonic, dem Filmstudio 20th Century Fox und Amazon forciert.

Interessant ist vor allem, dass die Implementierung von HDR10+ im Gegensatz zu Dolby Vision keine hohen Lizenzgebühren verlangt. Aktuell hat Dolby Vision zumindest von der Verbreitung her die Nase vorn, da es den Standard schlichtweg länger gibt. Welches HDR-Format sich final durchsetzen wird, ist derzeit aber noch völlig offen. Noch mehr Infos über die unterschiedlichen HDR-Technologien sowie weitere wichtige Hintergründe zum TV-Kauf finden Sie in unserem TV-Ratgeber.

Unser Favorit: LG OLED C9

Einmal mehr kommt unsere Top-Empfehlung in Sachen OLED-TVs aus dem Hause LG. Der LG OLED C9 punktet mit einem grandiosen Bild, einem ausgefeilten Betriebssystem mit cleveren Smart-Funktionen, moderner Ausstattung und einem ansprechenden Design. Selbst der Sound hat im Vergleich zum Vorgänger, dem immer noch sehr guten LG C8, einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht.

LG bietet den OLED C9 in Bilddiagonalen von 55, 65 und 77 Zoll an. Wir konzentrieren uns auf die günstigste Variante mit 55 Zoll (139,7 Zentimeter), die unter der Modellbezeichnung 55C97LA im Handel zu haben ist. Bis auf die Bilddiagonale (und damit einhergehend natürlich den Preis) unterscheiden sich die unterschiedlichen Varianten des LG OLED C9 nicht voneinander.

Design und Anschlüsse

Gegenüber dem 2018er-Modell hat sich der LG OLED C9 äußerlich nur geringfügig verändert. So ist der beim LG C8 eingeführte nach vorne gewölbte Standfuß im neuen Modell ein wenig flacher. Das OLED-Panel selbst ist nach wie vor von einem hauchdünnen Rahmen umgeben, der den C9 dezent ins Wohnzimmer integriert. Auch von der Seite ist der OLED-TV ansehnlich, ist das Gehäuse doch selbst an der tiefsten Stelle lediglich rund fünf Zentimeter dick.

Gut verbunden dank HDMI 2.1

Kritisierten wir im Vorjahr noch den Stillstand in Sachen neuer Anschlüsse, legt LG 2019 überzeugend nach: Alle vier HDMI-Anschlüsse des LG OLED C9 unterstützen den zukunftssicheren HDMI-2.1-Standard. Davon profitieren vor allem Audio-Fans, unterstützt er doch den verbesserten Audio-Rückkanal eARC. Gegenüber dem »klassischen« ARC-Standard erlaubt eARC die Übertragung von unkomprimiertem Audio in höherer Qualität. So lassen sich beispielsweise Dolby-Atmos- oder DTS:X-Signale über das HDMI-Kabel übertragen – das vereinfacht die Verkabelung zwischen Fernseher, AV-Receivern und Zuspielern wie Blu-ray-Playern. Natürlich müssen die den eARC-Standard allerdings ebenfalls unterstützen. Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass auch einige HDMI-2.0-Fernseher den eARC-Standard unterstützen.

Auch variable Bildraten aktueller und künftiger Spielkonsolen sind Teil des HDMI-2.1-Standards. Vor allem die für 2020 erwarteten Nachfolger der Sony PlayStation 4 und Microsofts Xbox One werden mit hoher Wahrscheinlichkeit auf HDMI-2.1-Features setzen. Der LG OLED C9 ist als einer der wenigen aktuell verfügbaren TVs bereits dafür gerüstet.

Darüber hinaus bietet der LG OLED C9 drei USB-Eingänge, über die beispielsweise Festplatten zur Aufnahme von TV-Sendungen angeschlossen werden können. Dank Dual-Tunern lässt sich damit jederzeit ein anderes Programm aufnehmen. Ein optischer Audioausgang, ein CI+ Slot für Pay-TV-Inhalte und ein Kopfhöreranschluss runden das Anschlussportfolio ab. Analoge Anschlüsse wie Scart bietet der TV nicht mehr. Drahtlos verbindet sich der LG OLED C9 mit flottem ac-WLANs und aktuellem Bluetooth 5.0 mit anderen Geräten.

Grandioses Bild, erstaunlich voller Sound

Schon dem LG OLED C8 attestierten wir ein nahezu optimales Bild – kann der C9 hier noch einmal nachlegen? Die Antwort lautet tatsächlich: Ja, das geht. Das liegt vor allem an den nochmals ausgereifteren Bildverbesserungen. LG setzt hier ganz dem Trend der Zeit folgend auf »AI«, also künstliche Intelligenz. Die zweite Generation des 2018 eingeführten Alpha-9-Bildprozessor analysiert die Bildinhalte in Echtzeit und versucht, Aspekte wie die Helligkeit oder die Farben an das aktuelle Material anzupassen.

Das funktioniert in der Praxis beeindruckend gut. Vor allem die für HDR-Inhalte gedachte Option »Dynamic Tone Mapping« sorgt dafür, dass Farben und Kontraste noch natürlicher wirken als den Vorgängern. Die Option AI-Helligkeit passt Helligkeit und Tonwerte zudem optimal an die Lichtverhältnisse im Raum an, was erfreulich sanft passiert – bei wechselnden Lichtverhältnissen ein Mehrwert. Top: Wer keine Lust auf die KI-gestützten Bildoptimierer hat, kann diese einzeln deaktivieren und einige oder auch alle Einstellungen manuell vornehmen. Der Alpha-9-Prozessor kommt übrigens nicht nur mit modernen 4K-HDR-Inhalten zurecht, sondern skaliert auch klassisches FullHD- und sogar SD-Material überzeugend auf die höhere Auflösung hoch.

Weiterentwicklung der hervorragenden Bildeigenschaften des Vorgängers

Der LG OLED C9 bietet damit vor allem eine evolutionäre Weiterentwicklung der hervorragenden Bildeigenschaften seines direkten Vorgängers. So bietet das OLED-Panel auch 2019 eine sehr gute Helligkeit, die klassentypisch allerdings von High-End-LCDs übertroffen wird. Die Abdeckung des Kinofarbraums P3 liegt hingegen bei nahezu 100 Prozent, sodass Farben absolut natürlich zur Geltung kommen. Auch schnelle Inhalte wie Actionfilme oder schnelle Spiele bringen den LG OLED C9 nicht ins Schwitzen.

Apropos Spiele: In der aktuellen Generation hat LG die ohnehin schon gute Eingabeverzögerung im Gaming-Modus noch weiter reduziert. Sie liegt nun bei unter 15 Millisekunden und damit in einen praktisch nicht mehr zu bemerkenden Bereich. In Kombination mit der Unterstützung für variable Bildwiederholfrequenzen (nach dem im HDMI-2.1-Standard eingegangenen FreeSync-System von AMD), die beispielsweise von der Microsoft Xbox One X unterstützt werden, ist der LG OLED C9 für Freunde des gepflegten Sofa-Zocks vollends zu empfehlen. Dank HDMI 2.1-Ports dürfte dies auch für die kommende Konsolengeneration gelten.

Einen großen Schritt nach vorne macht überraschenderweise der Sound. Im Vergleich zum C8 liefern die integrierten Lautsprecher des LG OLED C9 einen sowohl lauteren als auch ausgewogeneren Klang mit erstaunlich kräftigen Bässen. Optional wird dieser an die Räumlichkeiten angepasst, wobei das in die TV-Fernbedienung integrierte Mikrofon bei der Ausmessung hilft. Das Ergebnis kann naturgemäß nicht mit der Klangbreite eines dedizierten Surround-Systems oder einer starken Soundbar mithalten, für integrierte Boxen ist der Klang aber erstaunlich rund.

webOS mit Google, Amazon und bald auch Apple

Fast schon traditionell macht das installierte Smart-TV-Betriebssystem webOS einen halben Versionssprung. Im aktuellen webOS 4.5 gibt es keine bahnbrechenden Neuerungen, doch das ist auch gar nicht nötig: Kaum ein TV-System ist so aufgeräumt, vielseitig und intuitiv wie das von LG. Dazu trägt auch ein neues, überarbeitetes Hilfesystem bei, das auf Wunsch jederzeit alle wichtigen Bedienungsschritte über ein Bildschirmhandbuch erklärt.

Die Bedienung von webOS über die bewegungsgesteuerte Magic Remote sitzt nach wenigen Minuten Eingewöhnung. Praktisch alle wichtigen Streaming-Anbieter und Online-Plattformen lassen sich via App Store leicht installieren und aufrufen. Netflix und Amazon Video sind außerdem direkt über entsprechende Tasten auf der Fernbedienung zu erreichen.

Noch stärkere Integration smarter Assistenten

Noch mehr als beim Vorgänger setzt LG beim OLED C9 auf die Integration smarter Assistenten. So unterstützt die aktuelle Generation ab Werk die Sprachsteuerung via Google Assistant. Das funktioniert wahlweise über die Fernbedienung als auch über ein Smartphone oder Google-Home-Lautsprecher. So lassen sich nicht nur Infos zum laufenden Programm oder auch allgemeine Online-Daten abrufen, sondern auch TV-Funktionen steuern oder Apps durchsuchen.

In den kommenden Wochen soll auch Amazon Alexa auf dem LG OLED C9 Einzug halten. Interessant für Apple-Fans: Bis zum Herbst 2019 wollen LG und Apple die Unterstützung für AirPlay 2 sowie Apple HomeKit nachliefern. Dann lassen sich unter anderem Filme vom iPhone auf den TV streamen oder HomeKit-taugliche Geräte steuern.

LG sieht seine Fernseher durch die Assistenten-Integration als mögliche Smart-Home-Zentrale. Darum haben die Entwickler in webOS 4.5 das überarbeitete Home Dashboard integriert. Hier listet das System alle verbundenen Smart-Home-Geräte, aber auch verbundene Komponenten wie Smartphones oder Spielkonsolen – eine praktische Ergänzung.

Wer keine Lust auf Google, Amazon und Co. hat, muss sich aber keine Sorgen machen: Auch ohne Smart-Features überzeugt die Bedienung von webOS auf dem LG OLED C9 praktisch auf der ganzen Linie.

Nachteile?

Größere Schwächen leistet sich der LG OLED C9 tatsächlich nicht. LG hat seine TV-Serie über die Jahre konsequent verbessert und liefert auf einem recht hohen Niveau ein tolles Gesamtpaket.

Noch immer kein HDR10+

Wie schon bei den Vorgängern, verzichtet LG weiterhin auf die Unterstützung von HDR10+. Nach wie vor fällt uns ein Urteil darüber schwer, ob das mittelfristig zu einem Problem werden wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass bei LG ein Umdenken geschieht und die Funktion via Update nachgereicht wird, schätzen wir allerdings eher gering ein.

Apropos Updates: Traditionell zeigt sich LG recht geizig damit, sein Betriebssystem mit Updates zu versorgen. Wir lehnen uns schon jetzt aus dem Fenster und sagen, dass ein Update auf ein kommendes webOS 5.0 nie beim LG OLED C9 ankommen wird – genauso, wie es Version 4.5 nicht für die 2018er-Modelle gibt. Das ist schade, wäre es doch technisch problemlos möglich. Fairerweise bekleckern sich diesbezüglich die wenigsten TV-Hersteller mit Ruhm.

Ansonsten hat der LG-TV die gleichen Schwächen, wie alle OLED-Fernseher. So erreicht er trotz gutem Panel noch nicht die Helligkeitssphären der Top-Alternativen im LCD-Segment. Hinzu kommt zumindest die theoretische Gefahr von einbrennenden Bildern. Wie alle OLED-Produzenten versucht LG dem Problem mit einer Reihe von Techniken entgegenzuwirken, etwa einem automatischen Bildschirmschoner nach einigen Sekunden im Standbild. Die OLED-Technologie ist aber zumindest mittelfristig von diesem möglichen Problem nicht freizusprechen.

LG C9 im Testspiegel

LGs OLED-Fernseher legen die Latte auch in diesem Jahr sehr hoch. Entsprechend positiv schneidet der LG OLED C9 im Test bei unseren Kollegen ab.

Bei Computer Bild (04/2019) erhält die 65-Zoll-Variante des LG OLED C9 die Testnote »Sehr gut« (1,4). Gegenüber dem ebenfalls gut getesteten Vorgänger wurde demnach an den richtigen Stellschrauben gedreht. Neben dem sehr guten Bild und der guten Bedienung wird auch der Sound gelobt.

»Der Feinschliff von LG am C9 im Vergleich zum Vorgänger C8 hat sich gelohnt: Das Bild des 164 Zentimeter (65 Zoll) großen OLED-Fernsehers sieht noch eine Spur brillanter aus, die Bedienung ist etwas komfortabler geworden, der Ton klasse – besser geht es derzeit kaum.«

Als einer der wenigen Kritikpunkte listet Computer Bild das Fehlen analoger Anschlüsse – wer entsprechende Hardware am modernen Fernseher anschließen möchte, kann sich aber bei Bedarf mit Adaptern behelfen.

In Ausgabe 06-07/2019 des Fachmagazins Heimkino ergattert der LG C9 im Test die perfekte Traumnote von 1,0. Bildeigenschaften, Sound, Smart-TV-Funktionen und die durchdachte Bedienung des verbesserten webOS sind die Garanten dafür. Das Fazit lautet entsprechend:

»Der neue OLED 65C9 ist smarter TV-Bolide und ein wirklicher Bildmeister, der schon ab Werk erstklassige Leistung bringt! Hinzu kommt das weiterentwickelte WebOS, das dazu beiträgt, dass der Smart-TV angenehm zu bedienen ist.«

Im Test des LG C9 auf dem Technikportal Trusted Review heimst der OLED-Fernseher ebenfalls praktisch ausschließlich großes Lob ein. Neben den bereits ausführlich beschriebenen hervorragenden Bildeigenschaften sind es auch die modernen Ausstattungseigenschaften wie die HDMI-2.1-Anschlüsse, die den C9 zur Top-Empfehlung machen. Auch die geringe Eingabeverzögerung bei Videospielen verzückt die Tester. Im Fazit heißt es demzufolge:

»Der LG OLED55C9 ist die perfekte Evolution. Anstatt das Rad neu zu erfinden verbessert er konsequent die Gesamtleistung. Der 4K-OLED-TV nutzt die Stärken der Technologie und ergänzt sie mit KI-optimierter Bildverbesserung, die sowohl bei HDR- als auch bei HD-Inhalten herausragende Bilder kreiert.«

Lediglich die fehlende Unterstützung für HDR10+ sorgt für leichte Kritik. Die fällt aber kaum ins Gewicht, erzielt der LG C9 doch das praktisch perfekte Testergebnis von fünf von fünf Sternen.

Alternativen

Der Markt für OLED-TVs ist nicht ganz so groß und unübersichtlich wie der für LCD-Fernseher, dennoch gibt es einige hochinteressante Alternativen zu unserem Favoriten. Hausintern liefert LG unter anderem mit den Modellreihen OLED E9 und W9 . Die unterscheiden sich primär durch das Design von unserer Allround-Empfehlung. So ist vor allem der LG W9 im dünnen »Wallpaper«-Design natürlich ein echter Hingucker, aber auch entsprechend teuer. Der LG E9 punktet neben dem dünneren Picture-on-Glass-Design mit einer integrierten Soundbar – angesichts des verbesserten Sounds des C9 ist das aber unserer Meinung nach ein kleineres Upgrade als noch bei den 2018er-Modellen.

Doch auch die Konkurrenz hat ihr OLED-Portfolio aufgebohrt. Wie zuvor kommen die TV-Panels fast ausschließlich aus der LG-Fertigung. Doch neben dem Design und den integrierten Funktionen sorgen vor allem die unterschiedlichen Bildprozessoren dafür, dass es durchaus ansprechende Alternativen zum LG OLED C9 gibt.

Sony liefert mit dem AF9 einen hervorragenden OLED-TV-Neuling ab. Eher noch als der AF8 orientiert sich der AF9 am erfolgreichen 2017er-Modell, dem Sony A1 OLED . Das macht sich vor allem am interessanten Stand-Design bemerkbar, das Sony neu auflegt. Einmal mehr integriert Sony erstaunlich starke Lautsprecher in Form der «Acoustic Surface” in den TV. Der AF9 macht dabei schon alleine eine gute Figur, lässt sich aber auch als Center-Box in einem Surroundsystem betreiben. Interessant: Beim 2019er-Nachfolgemodell, dem Sony AG9, setzen die Japaner wieder auf ein etwas konventionelleres Design.

Für die Bildverarbeitung kommt mit dem X1 Ultimate Sonys derzeit stärkster Bildprozessor zum Einsatz. Laut den Japanern ist er doppelt so leistungsstark wie der bereits sehr gute X1 Pro. Das macht sich in Kombination mit dem verbesserten OLED-Panel bemerkbar: HDR-Inhalte (Sony unterstützt Dolby Vision, HDR10, und HLG, nicht aber HDR10+) kommen ebenso lebendig und realistisch zur Geltung wie klassische Full-HD-Medien, die der X1 Ultimate grandios auf die 4K-Auflösung skaliert. Auch an der Bewegtbildverarbeitung – ohnehin eine Stärke von Sony – haben die Macher weiter gefeilt, sodass selbst schnelle Action-Sequenzen nicht nur ohne Ruckler, sondern auch ohne gefürchteten Seifenopern-Effekt über den Bildschirm rutschen.

Feintuning für optimale Bildergebnisse

Für die optimale Bildeinstellung ist aber ein wenig Feintuning nötig. Nicht immer ist die Standardeinstellung die beste. Top für Netflix-Fans ist der kalibrierte Modus für den Streaming-Dienst. Sony hat mit Netflix kooperiert, um die Serien- und Filmproduktionen wirklich so aussehen zu lassen, wie es sich die Macher vorgestellt haben.

Wie gewohnt setzt Sony auch beim AF9 auf Android TV, das in Version 8 alias «Oreo” vorinstalliert ist. Im Vergleich zu früheren Versionen wirkt die Startseite von Android TV 8 etwas aufgeräumter und bietet vergleichsweise flotten Zugriff auf interessante Inhalte. Trotzdem erfordert die Bedienung weiterhin größere Einarbeitungszeit als die Systeme von LG oder Panasonic. Über jeden Zweifel erhaben ist die App-Auswahl, selbst das beliebte Mediacenter Kodi lässt sich ohne Umwege auf dem Sony-TV installieren. Noch hat Google keine konkreten Termine für neuere Versionen von Android TV genannt – wir sind gespannt, wie die Entwicklung weitergeht.

Der Sony AF9 war der Debütant von Sonys Master-Serie und wird diesem Anspruch nach wie vor gerecht: Ein grandioses Bild mit einem überaus potenten Bildprozessor wird durch einen starken Sound ergänzt. Wer mit Android TV zurechtkommt, findet hier eine Top-Alternative zum LG OLED C9. Das liegt auch daran, dass sich der einst hohe Preis auf einem mittlerweile bezahlbaren Niveau eingependelt hat. Das direkte Nachfolgermodell, der Sony AG9, bietet zumindest beim Bild kein relevantes Upgrade zum AF9. Stattdessen setzt Sony auf ein eleganteres Äußeres und eine optimierte Acoustic-Surface-Umsetzung. Den aktuell noch hohen Aufpreis rechtfertigt dis unserer Meinung (noch) nicht.

Toller Allrounder

Panasonic FZW954

OLED-Fernseher Test: Panasonic Fzw954
Großartiges Bild, tolle Funktionen, ausgereifte Bedienung: Panasonic macht fast alles richtig.

Der Panasonic FZW954 ist zwar schon länger auf dem Markt, aber unserer Meinung nach immer noch eine Empfehlung wert. Der mit 55 und 65 Zoll Bilddiagonale erhältliche FZW954 ist der Quasi-Nachfolger des beliebten EZW1004. Das macht sich unter anderem in der Lautsprecherleiste bemerkbar, die fest in den TV integriert ist. Die klingt im Hörtest nochmals kräftiger als die integrierten Lautsprecher im LG OLED C9, an Sonys AcousticSurface oder gar ein dediziertes Soundsystem reichen sie aber nicht heran.

Das Bild ist über alle Zweifel erhaben

Über alle Zweifel erhaben ist das Bild des Panasonic FZW954. Schon die Standardeinstellungen des Bildmodus «True Cinema” überzeugen mit natürlicher Farbwiedergabe, guter Bewegtbildverarbeitung und tollen Kontrasten. Alternative Modi wie THX oder «ISF Tag/Nacht” lassen sich schnell aktivieren und feintunen, sodass für jedes Ausgangsmaterial das beste Bild verfügbar ist. Top: Dank Unterstützung für die CalMan-Kalibrierungssoftware können Enthusiasten die Farbabstimmung des FZW954 mit einem entsprechenden Messgerät weiter perfektionieren.

Ob das wirklich nötig, liegt im Auge des Betrachters, da das OLED-Panel des Panasonic FZW954 schon ab Werk hervorragend abgestimmt ist. An HDR-Standards integriert Panasonic neben HDR10 und HLG auch das neue HDR10+, Dolby Vision fehlt hingegen. Neben 4K- und HDR-Content setzt der Bildprozessor Studio Colour HCX auch Full-HD- und SD-Inhalte nahezu perfekt in Szene. Kurzum: In Sachen Bilddarstellung gibt es praktisch nichts zu meckern.

Auch in Sachen Funktionen kann der Panasonic FZW954 punkten. Besonders interessant ist die TV-IP-Unterstützung, über die der Fernseher die TV-Inhalte im Netzwerk verteilt. So kann beispielsweise über ein Tablet oder Smartphone ferngesehen werden. Hinzu kommt die Panasonic-typisch aufgeräumte Menüführung, die trotz vieler Einstellungen und Apps stets für Übersicht sorgt. Etwas schwächer als die Google-unterstützten Vertreter von LG, Sony und Co. ist die Sprachbedienung, was wir aber als eher kleinen Patzer verbuchen. Davon abgesehen ist der Panasonic FZW954 ein hervorragender OLED-TV.

Günstiger Vorgänger

LG 55E8

Wenn es LG sein soll, aber die neuesten Funktionen nicht ganz so wichtig sind, ist der LG OLED E8 die derzeit wohl beste Alternative. Das Upgrade-Modell von 2018 ist mittlerweile deutlich günstiger zu haben und damit definitiv eine Überlegung wert. Der Grund: Schon die 8er-Serie von LGs OLED-TVs liefert ein nahezu perfektes Bild, da OLED-Panel und Bildprozessor auf einem ähnlich hohem Niveau agieren wie unsere Empfehlung. Zwar fehlen hier die diversen KI-Verbesserungen, dennoch kitzelt auch der OLED E8 beeindruckend viel aus HD- und SD-Material heraus.

Das Design ist ein Hingucker

Optisch ist der LG OLED E8 ein Hingucker. Ab der E-Modellreihe nutzt LG das als »Picture on Glass« bezeichnete Design, bei dem das Bild augenscheinlich direkt auf der Glasscheibe zu liegen scheint. Das sorgt zwar nicht für ein »besseres« Bild, sieht aber tatsächlich toll aus. Außerdem hat der LG OLED E8 eine Soundbar integriert, die einen insgesamt guten Klang liefert. Cineasten werden wohl dennoch zu einem echten Surround-System greifen.

Bild und Sound liegen beim LG OLED E8 also nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau. Das gilt auch für die Bedienung: Zwar fehlen dem vorinstallierten webOS 4.0 einige Funktionen der neueren Version (etwa die verbesserte Hilfestellung), Navigation, Einstellungen und App-Auswahl sind aber nach wie vor top. Leider zeigt sich LG traditionell geizig, wenn es um Updates geht – die Hoffnung, dass Funktionen wie AirPlay 2 auf den LG OLED E8 kommen, ist also gering. Davon abgesehen sind die fehlenden HDMI-2.1-Anschlüsse ein mögliches Argument gegen den Kauf des älteren Modells, das gilt aber auch für die anderen Alternativen.

Wer damit Leben kann, findet im LG OLED E8 einen herausragenden Fernseher mit elegantem Design und ausgewogenen Bild- und Ton.

Was gibt es sonst noch?

Der OLED-Markt wird immer größer. Neben den immer noch guten Modellen aus dem Vorjahr gibt es noch weitere Alternativen. Im Folgenden finden Sie eine Auswahl:

Der LG OLED C8 war lange Zeit unsere Top-Empfehlung in Sachen OLED-Fernseher. Kein Wunder: Bild, Design, Betriebssystem und Gesamtleistung können auch 2019 nach wie vor überzeugen. Im Großen und Ganzen ist das 2018er-Modell daher nach wie vor eine Empfehlung wert. Bis auf das Design und die schwächeren Lautsprecher gelten hier praktisch die selben Vorzüge und Nachteile wie für den in den Alternativen aufgeführten LG OLED E8. Wer auf die neueste webOS-Version und Features wie HDMI 2.1 verzichten kann, findet hier eine durchaus spannende Alternative, die mittlerweile deutlich günstiger zu haben ist als zum Marktstart.

Der Grundig GOB 9990 ist ein durchaus interessanter Vertreter des OLED-Zirkus. Der Fernseher aus Grundigs FineArt-Serie liefert ein exzellentes Bild und kann außerdem mit einem ordentlichen Klang überzeugen. Auch die Bedienung des Visio OS getauften TV-Betriebssystems ist gut gelöst und geht ohne große Einarbeitung leicht von der Hand. Technisch überzeugt uns der Grund GOB 9990 fast auf ganzer Linie. Dass es nicht zu einer vollen Empfehlung reicht, liegt vor allem an der mageren Ausstattung. Nur drei HDMI-Eingänge und der Verzicht auf einen Twin-Tuner sind im High-End-Segment ein Nachteil. Auch fehlen Apps für die beliebten Streaming-Dienste Netflix und Amazon Video – Nutzer der Angebote müssen sich mit einer passenden Streaming-Box behelfen. Davon abgesehen liefert Grundig mit dem GOB 9990 einen überaus soliden OLED-TV.

Der Panasonic FZW804 kann sich in vielen Aspekten sowohl mit unserer Top-Empfehlung als auch mit dem teureren FZW954 messen. Das bedeutet: Er liefert die Panasonic-typisch durchdachte Bedienung, eine sehr ordentliche Ausstattung und natürlich ein Top-Bild – nicht umsonst kommt hier der gleiche HCX-Bildprozessor zum Einsatz wie im teureren Modell. Abstriche gibt es hingegen beim Sound: Anders, als beim 2018er-Topmodell, verzichtet Panasonic auf einen zusätzlichen Lautsprecher. Ohne separate Soundanlage oder Soundbar ist der Ton daher eher dünn. Wer damit leben kann, findet im Panasonic FZW804 einen sehr guten OLED-Fernseher.

Der Sony AG9 ist das 2019er-Update von Sonys Topserie. Die Japaner haben sich dabei vom etwas extravaganten Design des AF9 entfernt, der AG9 wirkt wieder traditioneller. Das Soundsystem wurde ebenfalls überarbeitet und hört nun im Marketingsprech auf die Bezeichnung »Acoustic Surface Audio+«. Wie sein Vorgänger liefert auch der AG9 einen beeindruckend vollen Sound. Für uns überraschend ist die Tatsache, dass OLED-Panel und Bildprozessor beim Sony AF9 identisch geblieben sind. So liefert der TV nach wie vor ein absolut tolles Bild, ist aber im Vergleich zum Vorgänger kein echtes Upgrade. Aus diesem Grund und aufgrund der Tatsache, dass der Sony AF9 derzeit deutlich günstiger zu haben ist, empfehlen wir Sony-Fans derzeit das Vorgängermodell.

Der Sony AF8 kann zwar nicht ganz mit dem AF9 mithalten, ist aber immer noch ein sehr guter Fernseher. Trotz des eher traditionellen Designs kommt auch hier die »Acoustic Surface«-Soundtechnologie zum Einsatz, die für einen guten Klang sorgt. Das 4K-Panel bewegt sich auf einen hohem Niveau, kann in Sachen Farbraumdarstellung und maximaler Helligkeit aber nicht ganz mit unserer Empfehlung mithalten. Der X1-Pro-Bildprozessor ist der gleiche, der auch schon im Sony A1 OLED steckte. Er macht nach wie vor einen guten Job, der im AF9 verbaute Nachfolger ist allerdings ein deutliches Upgrade. Trotzdem: Zu einem guten Preis ist der Sony AF8 immer noch eine Empfehlung wert. Auch hier steht mit dem AG8 ein Nachfolgemodell in den Startlöchern. Wie bei der 9er-Serie liefert der Sony AG8 überschaubare Neuerungen, sodass wir derzeit noch eher zum günstigen Vorgänger raten.

Der Philips OLED803 setzt auf eine durchaus vielversprechende Kombination, um die Gunst der OLED-Fans zu gewinnen: Zum einen sorgt die bunte Hintergrundbeleuchtung Ambilight für plastische Bilder, zum anderen ist der Preis für einen OLED-TV vergleichsweise niedrig. Der Philips P5-Bildprozessor liefert ein in den meisten Situationen überzeugendes Resultat, vor allem in Kombination mit Ambilight kann das Bild überzeugen. In Sachen SmartTV zeigt sich der Philips OLED803 dank Android TV vielseitig: Alle wichtigen Streaming-Apps sind an Bord, außerdem empfängt der Fernseher dank Google-Cast-Integration Inhalte von kompatiblen Apps. Die Bedienung des Google-Betriebssystems erfordert aber etwas Eingewöhnungszeit, was vor allem im Vergleich mit LG und Panasonic auffällt. Im Paket finden sich zwei Fernbedienungen: Eine klassische Tastenbedienung und eine auf fünf Tasten reduzierte Variante im Stabformat. Letztere eignet sich für eine Basisnavigation durch das TV-System, für viele Funktionen muss dann aber doch die »echte« Remote herhalten. Davon abgesehen ist der Philips OLED803 ein praktisch rundum gelungener OLED-Fernseher.

Der LG B7 war 2017 der mit Abstand interessanteste Vertreter in Sachen OLED-TVs. Nach wie vor kann das Bild des Fernsehers mithalten, allerdings liefern vor allem die neuesten Modelle noch einmal deutlich mehr. Das Betriebssystem webOS 3.5 bietet deutlich weniger Smart-Features als die neueren Iterationen, punktet aber dennoch mit aufgeräumter Bedienung und guter Performance. Wer den LG B7 zu einem guten Kurs ergattern kann, macht damit nach wie vor nicht viel falsch. Das gilt auch für den etwas teureren LG OLED C7, der sich nur durch ein anderes Design von seinem günstigeren Verwandten unterscheidet – Bildprozessor, Panel etc. sind zwischen B7 und C7 identisch.

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Kommentare

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Peter Meier
Peter Meier

Warum werden denn in solchen Tests nie die Bildfehler berücksichtigt? Alle haben welche und das in unterschiedlicher Stärke.
LG würde ich z.B nie wieder kaufen, solch starkes Banding hab ich vorher noch nicht gesehen.

Ulrich Mohr
Ulrich Mohr

Ich bin ein Loewe-Fernseher Fan. Hat der Loewe Bild 4 den selben Bildprozessor wie der
LG Oled 55 E 8 L?
Oder ist da doch ein Qualitätsunterschied zu Gunsten des LG?

Michael
Michael

Ich bin am überlegen ob ich mir den LG OLED 55 b7 oder den c8 kaufen soll. Zur Zeit ist der Preisunterschied ja zw. 500-700 Euro. Ich schaue Hauptsächlich TV in SD Auflösung und die kostenlosen HD öffentlichen. Zusätzlich sehe ich DVD, ab und zu eine Blueray und Serien von Netflix, Maxdome und Co. Genügt da nicht auch der b7 oder muss es immer das neueste und beste sein? Bringt mir der C8 überhaupt etwas im Vergleich zum b7? Ich hätte noch eine generelle Frage zu den Oled´s. Gibt es bei den Oled´s die Fehler wie Clouding, Banding, Pixelfehler oder… Mehr... »

Redaktion
Redaktion

Groß ist der Unterschied zwischen den Vorjahresmodellen und den aktuellen nicht. Insofern ist auch der B7 eine gute Wahl.
Clouding ist prinzipbedingt bei OLEDs kein Problem, da diese Displays keine Hintergrundbeleuchtung haben. Banding kann auftreten, das sehen Sie in der Regel aber nur auf Testbildern mit homogenem Hintergrund. Pixelfehler können ebenfalls auftreten.

Michael
Michael

Vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich dachte der Unterschied vom C8 zum B7 wäre so enorm wegen dem neuem Prozessor und dem neuen OS (das es glaub ich gar nicht als update für 3,5 System geben wird oder?), auch hab ich irgendetwas von HFR gelesen, dass der b7 gar nicht hat oder? Kann es sein, das in Sachen Ton und Display es gar keinen Unterschied zum B7 gibt (gleiches Display und Lautsprecher beide 2.1 mit 40 Watt)? Sorry für das Generve aber das Internet ist voll mit guten Ratschlägen und je mehr ich lese, desto mehr bin ich verwirrt!… Mehr... »

Redaktion
Redaktion

Die Unterschiede sehen Sie bestenfalls, wenn Sie die Fernseher nebeneinander begutchaten. Wenn überhaupt. Etwas besser ist das Bild des C8 vor allem im Game Mode in Zusammenspiel mit Gaming-Konsolen. Aber auch da macht der B7 alles andere als ein schlechtes Bild.

michael
michael

Supi. B7 ich komme! Danke für den schnellen Support!!

Michael
Michael

Oh ich hab noch eine Frage die genereller Natur ist. Mein Bekannter hat jetzt schon den zweiten Smart TV und er sagt, dass die gemessen Geschwindigkeit per Speedtest am jeweiligen TV mit WLAN schneller ist als mit LAN. Ich sagte zu ihm das kann nicht sein. hab es dann aber selber gesehen. Er hat ein kabelmodem, dass in einen router führt und von dort gehen 4 Portanschlüsse weg. port 1 zum Kabelmodem, port 2 zum PC, port 3 zum TV und port 4 zur Anlage. Wenn er jetzt den Internetbrowser des TV´s aufmacht und dort einen Tonline Speedtest durchführt, zeigt… Mehr... »

Redaktion
Redaktion

Da sind wir leider auch überfragt.

Michael
Michael

So, jetzt hab ich den B7 und ich muss sagen, ich denke, dass er ein riesen Clouding Problem hat. Ich hab Bilder gemacht, wenn man nur eine schwarze Grundfläche sieht, beim Beginn des AmazonsFilmProgramms und sehe nur riesige Wolken, Kreise in allen Dimensionen (Schade dass man hier keine Bilder veröffentlichen kann). Ausserdem ist egal welche Bildeinstellung ich wähle, sobald Szenen im dunklen spielen, sieht man die Konturen von Jacken, Kleidung, Wänden odgl wenn sie ein bissle weiter weg sind, als nicht gerade eine Großaufnahme stattfindet, nicht mehr. Egal ob HD, UHD oder SD gespielt wird (UHD z.B. per Netlix). Ich… Mehr... »

Michael
Michael

Also, jetzt hab ich den B7 zurückgesendet und mir einen neuen liefern lassen, weil ich dachte, der erste war einfach nur defekt! Von wegen! Ich weiß nicht, was alle mit ihrem perfekten schwarz wert haben und deswegen die oleds so anpreisen. Ich weiß auch nicht warum der b7d soviele super test Ergebnisse hat. für mich ist das bild einfach nur generell viel zu dunkel. egal welche Einstellung man nimmt und egal welches Bildmaterial vorliegt. das bild ist so dunkel, dass Konturen verschwinden und man nur auf bei einer Großaufnahme Reißverschlüsse an der dunkler Kleidung oder Wände in Höhlen richtig sehen… Mehr... »

Michael
Michael

So jetzt hab ich mittlerweile den dritten TV, der so wohl gelobten b7d Reihe! jetzt klappt das endlich und ich weiß jetzt auch woran es gelegen hat!
Kleiner Tipp an alle, nicht immer jeden Test und jede Bewertung blind vertrauen. Wenn das Bild schlecht ist, dann ist es schlecht! Es fragt sich nur warum? Defekt am TV, falsche Einstellung…auf jeden Fall, nicht den TV behalten für teuer Geld, nur weil die Tests gut sind und der TV womöglich einfach defekt oder falsch eingestellt ist!!! Jetzt passt es bei mir, nach der DRITTEN LIEFERUNG!!!

Staub
Staub

Ja wo war denn der Fehler oder was war da überhaupt?

Kay Kottke
Kay Kottke

Was hast du für Zuspieler? Schaust du in sd oder HD?

Kay Kottke
Kay Kottke

Ich hab nen b7 und keine deiner Probleme….. Gerät tauschen lassen

mjoe
mjoe

Das kann daran liegen, dass die integrierte Netzwerkkarte nicht sehr performant ist, oder ein Treiberproblem hat.

Kabelschaden würde ich eher ausschliessen da normalerweise dann gar nichts geht.

Kay Kottke
Kay Kottke

Nimm den B7, wenn 2018er, dann den c8, weil der B8 noch den Alpha 7 Prozessor hat

Kay Kottke
Kay Kottke

Wenn Oled, dann muss man zwingend in HD oder noch höherauflösend schauen. Hd+, Netflix, Sky oder Amazon Prime ist Pflicht

Alexander
Alexander

Und was ist mit QLED?

Redaktion
Redaktion

QLED ist ein geschickter Marketing-Begriff von Samsung, der eine Variante der LCD-Technik beschreibt. Mit OLED hat das nichts zu tun.

Kay Kottke
Kay Kottke

Stimmt…. Gehirnwäsche

Vorname Nachname
Vorname Nachname

Mir ist das bild am wichtigsten UHD, BD Netflix, AMZ. Sound geht via AVR. Ich habe die UM Box und die twin tuner brauche ich nicht. Ich habe schon soviel gelesen, und bin mir nun nicht sicher ob ich den 65c7v oder den 65b7v nehmen soll. Mit den V modelen habe ich aber keine probleme in Deutschland oder Einschränkungen oder? Danke!

Sven Skomrow
Sven Skomrow

Oled zu überteuert die tv wo was taugen mit oled für jahre ganz klar sony oder löwe die liegen aber über 3500 ganz klar pries Leistung sieger Samsung qled

Ich
Ich

Nur mal so ein kleiner Tip, Sony verbaut LG Panele, so wie gut 70% der restlichen Mitbewerber.

Kay Kottke
Kay Kottke

Alle Oled Hersteller haben LG Panel, nur die Elektronik entwickeln die selber

Bernhard Lechner
Bernhard Lechner

Ich kann den Fernseher nur weiterempfehlen!

Mike Ekim
Mike Ekim

Für die oberen 10000 aber nicht für den Normalverdiener der mit 1000 Euro im Monat nach hause kommt.

Marcus Kube
Marcus Kube

2000 Euro… EINSTIGSPREIS? Jooooo… kann sich jeder mal „eben“ so leisten!

Charles Dudski
Charles Dudski

OLED TV sind highend nischenprodukte, erst ab 2020 wird man im großen Stil produzieren können. LCD ist tot.(LED backlight= LCD)

Ronald Hartjen
Ronald Hartjen

Ich finde es schon Witzlos uhd und 4k..zuhaben wenn das nicht mal für meine GEZ-Gebühr empfangbar ist..tztztz..

Sven Skomrow
Sven Skomrow

Das nennt man Luxus….. Du kannst dir ja auch ein ford ka günstig kaufen oder ein Mercedes eklasse kaufen jeder kann das kaufen was er will und wegen 4 k die bekommst schon unter 1000 euro die auch die normale progame auf 4 k hochskalieren und das merkt man deutlich warum die so teuer sind ist wegen oled zukunfst Technik die man aber jetzt schon sehr gut nutzen kann nicht so wie 4 k damals wo nirgends unterstützt wurde

Wolfgang Meier
Wolfgang Meier

Warum erwähnt eigentlich keiner die Nachteile in seinen Tests. Hier mal nen video wo auch mal auf die schlechten eigenschaften eingegangen wird in dem direkt mit nem full led backlight verglichen wird.
https://youtu.be/H69sscB4z2A

Patrick Ehrlacher
Patrick Ehrlacher

Wenns um das beste Preis Leistung Verhältnis geht ist Sony für mich der klare Sieger.

Und 55 Zoll ist zu klein erst ab 100 Zoll und größer wird es für mich interessant.

Dieter ES
Dieter ES

Cool ?

Kurt Schmidt
Kurt Schmidt

Ich kaufe meinen nächsten TV bei QVC, der hat 1300 Hz, Curve und 4K – für unter 900 € – zahlbar bequem auf 6x – ohne Probleme.

Frank Brüning
Frank Brüning

OLEDs sind noch in der Entwicklung………

Reini Steinbach
Reini Steinbach

Ist so wie bei de früheren Plasmas , wo sich das Gas verflüchtigt …. und das Bild Leuchtkraft verliert , sowie die Farben blass werden ….!!!
Laut LG ist es natürlich kein Problem …sonst würden sie ja nix verkaufen ……. und je mehr man zappt umso schneller kommt der ausbleich Effekt …. bei OLED Technik auch gar nicht anders machbar…☝️☝️ ab ca. 5000 bis 7000 Stunden geht das schon los …!!!

Tino Mutschall
Tino Mutschall

Na und dann kauf ich mir dann nen neuen und genieße bis dahin das beste bild auf dem Markt

Ernst Olbort
Ernst Olbort

Hängt bei mir schon an der Wand. Super Gerät.