Der beste erschwingliche OLED-Fernseher

Test OLED-TV: LG C7

Der beste OLED-Fernseher für verhältnismäßig wenig Geld ist der LG C7V. Seine Bildqualität ist kaum zu toppen, gleichzeitig ist er für den Preis noch recht gut ausgestattet und bietet damit ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein dünner Rahmen setzt das Bild toll in Szene und macht in jedem Wohnzimmer einen guten Eindruck.

Update 27. Juli 2017

Unsere neue Empfehlung ist der LG OLED55C7V. Er löst unsere bisherige Empfehlung LG 55B6D ab.

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OLED-Fernseher sind momentan die teuersten TVs die man kaufen kann. Wenn Sie einfach nur einen neuen Fernseher für wenig Geld haben möchten, sind Sie hier nicht richtig. Dann sollten Sie sich lieber unsere anderen Fernseher-Empfehlungen ansehen. Wenn Sie dagegen bereit sind, für Top-Bildqualität auch mehr zu investieren, dann ist ein OLED-Fernseher vielleicht das Richtige für Sie. Denn inzwischen gibt es auch bei OLED-Fernsehern durchaus Geräte, die man sich leisten kann.

Wir haben uns alle aktuellen 55-Zoll-Geräte angesehen und fünf Geräte der günstigen Einstiegspreisklasse für Sie verglichen. »Günstig« heißt bei OLED in der Größenklasse von 55 Zoll immer noch mindestens 2.000 Euro. 65-Zoll-Modelle liegen preislich meist noch ein gutes Stück höher. Nach oben hin ist preislich bei OLED-Fernsehern alles offen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit: LG OLED55C7V

Test OLED-TV: LG C7
Tolles Bild, üppige Ausstattung: Der LG C7 ist ein rundum gelungener OLED-TV.

Der LG C7V liefert derzeit das beste Gesamtpaket in Sachen OLED-Fernseher. Er zeigt ein in allen Situationen sehr gutes Bild, unterstützt mit Dolby Vision und Dolby Atmos aktuelle Bild- und Tonstandards und punktet mit einer durchdachten Bedienung. In Kombination mit dem – für OLED-Verhältnisse – fairen Preis hat sich LG in diesem Jahr unsere Empfehlung verdient. Einziges Manko: Der C7V kommt nicht mit Twin-Tuner, den gibt es nur beim Schwestermodell C7D, das aber deutlich teurer ist.

Auch gut: Philips 55POS901F

Test OLED-TV: Philips 55POS901F
Mit gutem Bild und Ambilight-Funktion sorgt Philips für einen günstigen OLED-Einstieg.

Eine ähnlich günstige Alternative ist der Philips 55POS901F. Neben dem vielseitigen Android-TV erwartet Käufer das typische Philips-Alleinstellungsmerkmal Ambilight, das Lichteffekte an die Wand hinter den Fernseher projiziert. Außerdem kommt das Modell mit einem Twin-Tuner. Dafür kommt er aber nicht ganz an die Bildqualität des LG C7 heran.

Besser aber teurer: Sony KD55A1

Test OLED-TV: Sony A1
Sony liefert mit dem A1 einen edlen OLED-TV mit beeindruckenden Eigenschaften.

Der Sony KD-55A1 ist in punkto Bildqualität eine ebenbürtige Alternative zu unserem Favoriten von LG. Der Sony punktet mit einer brillanten Farbdarstellung und sehr guten Bildeinstellungen bereits ab Werk und überzeugt mit einem eigenwilligen Soundkonzept. Das zwar vielseitige, aber vergleichsweise komplexe Bedienkonzept von Android-TV gefällt uns weniger, ebenso der deutlich höhere Preis.

Vergleichstabelle

Unser FavoritAuch gutBesser aber teurer
Modell LG OLED55C7V LG OLED55C7D LG OLED55B7D Philips 55POS901F Sony KD55A1 Panasonic TX-55EZW954
Test OLED-TV: LG C7Test erschwingliche OLED-Fernseher: LG OLED55C7DTest erschwingliche OLED-TV: LG OLED55B7DTest OLED-TV: Philips 55POS901FTest OLED-TV: Sony A1
Pro
  • Tolles Bild
  • Dolby Vision und Dolby Atmos
  • Modernes Betriebssystem
  • Twin-Tuner
  • Sonst identisch mit dem C7V
  • Bild fast identisch mit dem C7
  • Twin-Tuner
  • Gutes Bild mit Ambilight
  • Twin-Tuner
  • Fairer Preis
  • Sehr gutes Bild
  • Twin-Tuner
  • Tolles Design
  • Tolles Bild
  • Twin-Tuner
  • Aufgeräumte Bedienung
  • Guter Upscaler
Contra
  • Nur ein CI+ Schacht
  • Kein Twin-Tuner
  • Hoher Preis
  • Standfuß nicht sehr stabil
  • "Nur" 95 Prozent Farbraum-Abdeckung
  • Kein Dolby Vision
  • Eher mauer Upscaler
  • Android-TV ist gewöhnungsbedürftig
  • Android-TV ist gewöhnungsbedürftig
  • Hoher Preis
  • Kein Dolby Vision
  • Flacher Sound
  • Hoher Preis
Bester Preis
Technische Daten  

OLED – was ist das?

OLED ist seit einigen Jahren die angesagteste neue Bildtechnik. Das Kürzel steht für organic light-emitting diode. Das besondere an dieser Bildtechnik: Ein OLED-Bildschirm besteht aus Bildpunkten, die selbst leuchten und keine zusätzliche Lichtquelle benötigen, wie das bei LCD-Bildschirmen der Fall ist. Der Vorteil: schwarz ist bei OLED wirklich schwarz und das führt zu sehr hohen Kontrastwerten.

Ein Nachteil von OLED war bislang, dass die Panels nicht so hell leuchteten wie vergleichbare LCD-Displays. Doch die Hersteller haben hier aufgeholt, inzwischen gibt es hier kaum mehr Unterschiede. Mehr dazu können Sie in unserem Technik-Ratgeber nachlesen.

OLED-Fernseher sind die Königsklasse

Flachbildfernseher mit OLED-Display sind damit aktuell die Königsklasse im TV-Sektor. Filmfans erwarten optimale Kontraste und eine absolut perfekte Schwarzdarstellung, zudem bietet die TV-Oberklasse fast durchgehend aktuelle Features wie moderne HDR-Standards.

Nachdem LG das OLED-Feld lange für sich alleine hatte, hat die Konkurrenz mittlerweile stark nachgelegt. Zwar kaufen auch die anderen Hersteller ihre Panels bei LG ein, dennoch gibt es teilweise qualitative Unterschiede. Unsere Empfehlung geht aber auch in diesem Jahr an die OLED-Spezialisten von LG.

OLED-TVs im Test: Testsieger LG OLED55C7V

Unser Favorit: LG OLED55C7V

Der LG C7 ist für uns der derzeit beste verfügbare, erschwingliche OLED-Fernseher. Gegenüber dem Vorjahr hat LG die ohnehin schon guten Eigenschaften seiner OLED-Fernseher weiter verbessert und kann damit erneut den Gesamtsieg im Vergleich holen.

LG bietet alle aktuellen OLED-Modelle auch mit 65 Zoll Bildschirmdiagonale an. Bei denen machen die Preise allerdings noch einmal einen gewaltigen Sprung nach oben. Qualitativ gibt es keinen Unterschied zwischen den 55- und 65-Zoll-Modellen, alle Aussagen treffen daher auch auf die größeren Modelle zu.

Unser Favorit: LG OLED55C7V

Test OLED-TV: LG C7
Tolles Bild, üppige Ausstattung: Der LG C7 ist ein rundum gelungener OLED-TV.

Versions-Wirrwarr aufgeklärt

Wer bei Online-Shops und Preisvergleichsportalen nach LG-TVs sucht, wundert sich bald über große Preisunterschiede bei den OLED-Fernsehern von LG. Neben dem C7V findet man oft einen B7D für einen vergleichbaren Preis, während ein C7D gleich kräftig mehr kostet. Was sind die Unterschiede zwischen den Modellen?

Die Bildqualität ist bei allen OLED-TVs von LG fast identisch

Das wird selbst auf der Webseite von LG nicht wirklich klar. Deshalb haben wir bei LG nachgefragt. LG verbaut grundsätzlich in allen aktuellen Modellen das gleiche, hochwertige OLED-Panel, die Bildqualität in der aktuellen 7er-Serie – für das Jahr 2017 – unterscheidet sich daher nur in Nuancen über die verschiedenen Serien hinweg.

Die B-Serie ist die günstigere Einsteiger-Serie, weiter geht es mit der C- und der E-Serie. Darüber gibt es noch die Signature-Serien, die mit G oder W bezeichnet werden.

Das »D« oder »V« am Ende des Modellkürzels unterscheidet Modelle mit Twin-Tuner (D), mit denen man gleichzeitig zwei verschiedene Programme empfangen kann, von Modellen mit einfachem Tuner-Set. Praktisch ist ein Twin-Tuner, wenn man ein Programm aufnehmen möchte, während man gleichzeitig ein anderes ansieht.

Erstaunlicherweise ist die Version des C7 mit Twin-Tuner (C7D) im Handel derzeit erheblich teurer als die Variante mit einfachem Tuner – daher ist diese Version unsere Empfehlung. Denn die B7-Modelle decken laut Hersteller »nur« 95 Prozent des DCI-P3-Farbraums ab, während die beiden C7-Modelle auf 98 Prozent kommen.

Ob man den Unterschied zuhause im Wohnzimmer tatsächlich auch sieht, sei dahingestellt. Preislich liegen B7D und C7V auf vergleichbarem Niveau. Wem also ein Twin-Tuner wichtiger ist als ein bisschen mehr Bildqualität, der kann auch hier bedenkenlos zugreifen. Doch wer bereit ist, für einen OLED-Fernseher deutlich tiefer in die Tasche zu greifen, der will eben auch noch das letzte bisschen an Bildqualität aus seinem Fernseher herauskitzeln.

Ansonsten unterscheiden sich B-, C- und E-Serie vor allem im Design.  So ist der LG B7D mit einen anderen Standfuß ausgestattet, der weniger stabil wirkt als der des C7.

Bei den noch teureren Modellen wie dem LG E7 sind es vor allem die Design-Extras, die den Aufpreis rechtfertigen sollen. So bietet der LG E7 beispielsweise eine integrierte Soundbar. Auch setzt LG ab der E-Serie auf das edle »Picture-on-Glass«-Design. Dabei sitzt das OLED-Panel direkt auf einer dünnen Glasscheibe. Das macht optisch viel her, hat aber eben seinen Preis.

Uns gefällt die LG-Strategie, auch bei günstigeren Modellen ein möglichst gutes Bild zu bieten – denn das ist nach wie vor das Wichtigste beim TV-Kauf.

Design und Ausstattung

Optisch ist LG seiner Vorjahreslinie treu geblieben. Der LG C7 hat einen überaus dünnen Gehäuserahmen, der das Bild hervorragend in Szene setzt. Einen entscheidenden Unterschied gibt es aber doch: Wie viele Hersteller verzichtet auch LG inzwischen auf einen gebogenen Bildschirm im Curved-Design und kehrt zur flachen Bauweise zurück.

Wie es sich für einen Fernseher dieser Preisklasse gehört, ist die Verarbeitung durch die Bank gelungen. Sowohl auf dem Standfuß als auch an der Wand macht der LG-TV eine tolle Figur.

2017er Modelle setzen nicht mehr auf Curved-Design

Auch die Ausstattung kann sich sehen lassen: Der LG C7V bietet vier 4K-taugliche HDMI-2.0-Eingäng und zwei USB-3.0-Ports. Den Twin-Tuner gibt es wie gesagt beim C7D für einen saftigen Aufpreis.

Kleiner Wermutstropfen für Pay-TV-Nutzer: LG spendiert seinen aktuellen OLED-TVs lediglich ein CI+-Modul; wer mehrere Programme decodieren will, muss mit externen Receivern arbeiten oder die Module wechseln. Davon abgesehen vermissen wir aber in Sachen Ausstattung beim LG C7 so gut wie nichts.

Bild: Nah an der Perfektion

Schon bei der 6er-Serie aus dem Jahr 2016 konnte LG mit einem hervorragenden Bild punkten. Das überarbeitete Panel der 7er-OLED-TVs setzt aber noch einen drauf. Vor allem bei der Bildhelligkeit legt der LG C7 deutlich zu und erreicht ein Niveau, das man sonst eher LCD-TVs zuordnet. In Kombination mit den OLED-typischen tollen Schwarzwerten, die beeindruckende Kontraste durch optimale Schwarzdarstellung ermöglichen und der hohen Blickwinkelstabilität lässt der C7 die meisten LCD-TVs in der Bildqualität klar hinter sich.

Das Ergebnis ist ein quellenunabhängig immer hervorragendes Bild – zumindest, wenn der vorgegebene Energiesparmodus zugunsten des empfehlenswerten Kino- oder Experten-Modus deaktiviert wird. Neben den tollen Kontrasten zeigt der LG C7 auch natürlich wirkende Farbtöne ohne auffällige Farbstiche. Spiegelungen und den leichten violetten Schimmer, unter dem die 2016er-OLEDs in geringem Maße litten, hat LG nahezu komplett ausgemerzt.

Hohe Helligkeit, toller Schwarzwert, beeindruckender Kontrast

Gewohnt gut funktioniert das Upscaling von FullHD- und sogar SD-Inhalten auf das ultrahochauflösende Format. Selbst Fernsehen ohne HD-Option macht auf dem edlen OLED-Modell viel Freude.

Für kleine Abstriche am ansonsten überaus gelungenen Bildeindruck sorgt der standardmäßig aktivierte TrueMotion-Modus. Dabei handelt es sich um eine Methode, mit der der C7 durch die Berechnung von Zwischenbildern weichere Bewegungen bei Kameraschwenks und schnellen Szenen erzeugen will. In der Voreinstellung meint es der LG-TV für unseren Geschmack etwas zu gut damit und produziert den gefürchteten Seifenopern-Effekt. Dieser lässt sich aber durch Nachjustieren reduzieren, alternativ lässt er sich auch ganz abschalten – hier entscheidet der persönliche Geschmack.

Auch passionierte Gamer werden Gefallen am LG C7 finden: Die Eingabeverzögerung liegt im Spielemodus bei einem hervorragenden Wert von unter 25 Millisekunden – auch bei 4K-HDR-Inhalten. Selbst in schnellen Shootern liefert der TV damit keine Ausrede für einen unfreiwilligen Bildschirmtod.

HDR- und Sound: Dolby-Alleskönner

Die guten Bildeigenschaften setzen sich nahtlos in der optimalen Unterstützung von HDR-Inhalten fort. Wie alle aktuellen LG-OLED-Modelle unterstützt der C7 ab Werk nicht nur die verbreiteten HDR-Standards HDR10 und HLG (»Hybrid Log Gamma«), sondern auch den vor allem in der Filmproduktion eingesetzten Standard Dolby Vision.

Der Hollywood-Standard unterscheidet sich vor allem durch den dynamischeren Einsatz der Kontrast- und Farbverbesserungen von den etwas simpleren Varianten HDR10 und HLG. Wer langfristig die Anschaffung eines UHD-Blu-ray-Players samt entsprechenden Dolby-Vision-Filmen einplant, ist beim LG auf der sicheren Seite.

Doch auch bei der Darstellung der weiter verbreiteten HDR10-Inhalte kann LG punkten. Wie alle Modelle der aktuellen OLED-Reihe bietet der LG C7 die Bildverbesserung via »Active HDR«. Der von LG entwickelte Bildmodus passt den Kontrast dynamisch an und sorgt dafür, dass auch auf dunklen Bildern noch Details zu sehen sind während helle Bildbereiche keine Details verschlucken.

Das funktioniert in der Praxis erstaunlich gut und wertet HDR10 oder HLG-Quellen noch einmal auf. Höchstens eine leichte Verzögerung bei der Helligkeitsanpassung beim schnellen Wechsel zwischen dunklen und hellen Szenen könnte aufmerksame Betrachter etwas stören. Eventuell schafft es LG, das Verhalten per Software-Updates noch zu optimieren.

Sound-technisch überrascht der LG C7 mit der offiziellen Unterstützung des Kino-Soundformats Dolby Atmos. Tatsächlich interpretieren die beiden integrierten 20-Watt-Lautsprecher entsprechend codiertes Tonmaterial korrekt und simulieren den Raumklang. Mangels Deckenlautsprechern sind natürlich keine Wunderdinge zu erwarten, dennoch klingt das Ergebnis für einen Flachbild-TV erstaunlich rund. Wesentlich interessanter für Heimkinofans ist die Option, die decodierten Dolby-Atmos-Signale wie HDMI-ARC an ein angeschlossenes Soundsystem weiterzuleiten.

Bedienung: Smart und flott

Nichts auszusetzen gibt es auch an der Bedienung des LG C7. Die Koreaner statten den Fernseher mit der aktuellen Version 3.5 des hauseigenen Betriebssystem webOS aus. Das läuft in der Praxis mittlerweile absolut rund. Im Zusammenspiel mit der »Magic Remote« getauften Fernbedienung geht die Bedienung nach kurzer Eingewöhnung flott und flüssig von der Hand.

Das gilt selbstverständlich auch für den klassischen TV-Betrieb: Basistugenden wie die Sortierung der Senderlisten oder das Feintuning am Bild gehen jederzeit leicht von der Hand.

Einfache Bedienung auch für Einsteiger

In Sachen Smart-TV bewegt sich der LG C7 ebenfalls auf einem hohen Niveau: Alle wichtigen Streaming-Dienste sind an Bord, Videodienste wie Netflix, Amazon oder auch YouTube liefern UHD-Material mit HDR auf den LG-Fernseher. Praktisch: Die per Spracheingabe oder Bildschirm-Tastatur nutzbare Suche durchforstet alle eingerichteten Dienste nach den gewünschten Inhalten.

Der USB-Mediaplayer zeigt sich im Test ebenfalls vielseitig und spielt so gut wie alle Videoformate aus dem Netzwerk oder angeschlossenen USB-Speichern.

Was gibt es auszusetzen?

Das einzige große Manko des LG OLED55C7V ist tatsächlich der fehlende Twin-Tuner. Der Aufpreis zum ansonsten identischen Schwestermodell C7D ist allerdings momentan viel zu hoch. Wer auf das doppelte Tuner-Set nicht verzichten will, sollte dann eher zum LG OLED55B7D greifen, auch wenn man bei dem minimale Abstriche in der Farbraumabdeckung hinnehmen muss.

LG C7 im Testspiegel

Die Fachpresse zeigt sich durchgehend begeistert von der Performance, die LG mit dem C7 in Sachen OLED-TVs auf’s Parkett legt.

Im Fachmagazin Video bekommt die 65-Zoll-Variante des LG C7 die Top-Wertung von 90 Prozent und das Testurteil »Überragend«. Die Tester loben unter anderem den »Fokus auf die Bildperformance und den Run auf neue Qualitäts-Technologien«. Auch die durchdachte Bedienung via Magic Remote wird positiv herausgestellt, ebenso wie die »exzellenten Farben und die hohe Dynamik«. Im Fazit heißt es folgerichtig:

»Bleibt nur zu erwähnen, dass LG als einziger Hersteller eine langjährige Erfahrung mit OLED-Panels hat und wie kein zweiter weiß, wie man perfekte Bilder aus den Pixeln zaubert.«

Auch das HDTV-Magazin hat den LG C7 ausführlich unter die Lupe genommen und ist begeistert (Ausgabe 4/2017). Neben der breiten Unterstützung von HDR- und Soundstandards wird vor allem LGs ActiveHDR sowie die allgemein hervorragende Bildleistung herausgestellt:

»Egal ob HDR oder SDR: Filmfans profitieren von einer verbesserten Wiedergabe in hellen und dunklen Bereichen, sodass Über- oder Unterbelichtungen vermieden werden.«

Insgesamt bekommt der LG C7 im Test die Note 1,5 sowie die Auszeichnungen HDTV Highlight und HDTV Referenz. Tester Christian Trozinski spricht im Fazit von einer »geglückten Überraschung«, auch im Vergleich mit dem Vorgängermodell C6:

»Ob Bild oder Ton: LG präsentiert mit dem C7 in allen Bereichen sinnvolle Detailverbesserungen. […] Dank Unterstützung aktueller HDR-Standards und Dolby-Atmos-Tonquellen werden Kinofans nur schwer widerstehen können. Videospieler erfreuen sich hingegen an einer niedrigen Eingabeverzögerung.«

Auch die Zeitschrift SATvision bewertet den C7V mit »sehr gut«. Vor allem die Bildqualität bekommt Bestenoten (Heft 06/2017):

»Mit HDR 10, Hybrid Log-Gamma und Dolby Vision ist er für alle HDR-Inhalte gerüstet und stellte diese […] in beeindruckender Qualität dar. Dabei sind vor allem der satte Schwarzwert und der große Blickwinkel echte Kaufargumente.«

Bei Trusted Reviews bringt es der C7 ebenfalls auf eine sehr gute Wertung von 4,5 von 5 Punkten. Tester Vincent Teoh lobt neben dem hervorragenden Bild auch die sehr gute Gaming-Performance und das durchdachte und moderne Betriebssystem webOS. Als leichten Kritikpunkt nennt das Magazin die zwar gute, aber nicht auf LCD-Niveau liegende Helligkeit des Panels.

Andere Empfehlungen

Der Markt für OLED-Fenrnseher ist nach wie vor überschaubar. Die meisten OLED-Fernseher der Konkurrenz überzeugen ebenfalls mit sehr guter Bildqualität, sind aber meist deutlich teurer – mit einer Ausnahme.

Auch gut: Philips 55POS901F

Test OLED-TV: Philips 55POS901F
Mit gutem Bild und Ambilight-Funktion sorgt Philips für einen günstigen OLED-Einstieg.

Preislich in der selben Liga wie unser Favorit spielt der Philips 55POS901F. Bildtechnisch zeigt sich der Philips ab Werk zwar nicht ganz so ausgewogen wie der LG C7, mit ein wenig Feintuning bringt aber auch der 55POS901F ein sauberes, farbechtes und OLED-typisch kontraststarkes Bild auf den Schirm.

Die ohnehin schon satten Farben kommen noch deutlicher zur Geltung, wenn das Philips-Feature Ambilight aktiviert wird. Dann strahlt der Fernseher die Wand dezent in den zum Bild passenden Farben an, was dem Bild zusätzliche Tiefe verleihen kann. Auf Wunsch lassen sich sogar Philips Hue-Leuchtmittel in das Farbspektakel einbeziehen.

Das gute Bild wird von ordentlichem, wenn auch nicht überragenden Sound unterstützt. Ob Ambilight gefällt, ist letztlich Geschmacksache. Zur Not kann man es abschalten.

Als Betriebssystem läuft Android-TV auf der OLED-Premiere der Niederländer – und das hat hier und da noch seine Macken. Die große App-Auswahl und die flexiblen Einsatzmöglichkeiten machen das aber teilweise wieder wett.

Größter Pluspunkt gegenüber unserem Favoriten ist der Twin-Tuner für alle Empfangsarten. Wenn es nur darum geht, würden wir trotzdem eher zum LG OLED55B7D greifen.

Aber wer Ambilight toll findet und es sich zutraut, die Bildeinstellungen  eigenhändig optimal anzupassen, bekommt mit dem Philips 55POS901F einen gut ausgestatteten OLED-Allrounder zu einem fairen Preis. Leider gibt es derzeit noch keine größere Version des Philips-TVs, mehr als 55 Zoll sind nicht drin.

Besser aber teurer: Sony KD55A1

Test OLED-TV: Sony A1
Sony liefert mit dem A1 einen edlen OLED-TV mit beeindruckenden Eigenschaften.

Der Sony KD-55A1 ist derzeit das edelste Pferd im TV-Stall der Japaner. Der mit 55er- und 65er-Bilddiagonale erhältliche OLED-TV besticht mit einem eleganten Design und einem hervorragenden Bild.

Der X1-Extreme-Bildprozessor sorgt für optimale Farbwiedergabe von allen HDR-Quellen (Dolby-Vision-Unterstützung liefert Sony per Update nach).

Für Aufsehen sorgt Sonys Soundkonzept: Die gesamte Front fungiert über Schwingungen als Lautsprecher, ein im Standfuß integrierter Tieftöner sorgt für kräftige Bässe. Das Ergebnis beeindruckt tatsächlich: Man bekommt satten Sound auf die Ohren. Ein vollwertiger Ersatz für ein Surround-System ist das zwar nicht, aber dafür muss man das Wohnzimmer nicht mit Lautsprechern vollstellen.

Nach wie vor spaltet das Bedienkonzept der Sony-Fernseher die Gemüter. Sony setzt auch beim A1 auf Android TV, das in Version 7 installiert ist. Das Google-System bietet unzählige Funktionen und Apps, ist aber auch ungleich komplexer als die Alternativen von LG, Panasonic und Co.

In seiner aktuellen Version ist Android TV deutlich besser auf die Nutzung auf dem Fernseher optimiert. Anders, als bei früheren Versionen des Systems, ist der Bruch zwischen App-Nutzung und »klassischen« TV-Einstellungen nicht mehr so rabiat.Außerdem bietet Sonys Top-TV genug Leistung, um die Benutzeroberfläche sowie installierte Apps – egal ob Mediaplayer oder Spiele – flott und ruckelfrei auf den Schirm zu bringen. Nichtsdestotrotz erfordern Sony-TVs von Neueinsteigern in Sachen Android eine Menge Einarbeitung – das gilt auch für den Sony A1.

Davon und von dem hohen Preis abgesehen liefert Sony mit dem A1 einen der derzeit besten OLED-TVs auf dem Markt.

Was gibt es sonst noch?

Panasonic TX-55EZW954

Der Panasonic TX-55EZW954 legt eine absolut solide Performance aufs Parkett. Das beginnt schon beim Design, das gewohnt auf Understatement setzt. Auch in Sachen Bild muss sich der Panasonic-TV nicht vor unserem Favoriten verstecken: Sattes Schwarz und leuchtende Farben dominieren das Bild, selbst Nicht-HD-Material kommt hervorragend zur Geltung. Lediglich auf Dolby-Vision müssen Panasonic-Fans verzichten – ob sich das noch per Update ändert, ist offen.

Bei der Bedienung setzt Panasonic weiterhin auf MyHomescreen 2.0, einer Weiterentwicklung des bewährten Firefox OS. Das wirkt etwas weniger modern als bei LGs webOS, bietet aber vor allem für Smart-TV-Neulinge die wohl aufgeräumteste Bedienung im Vergleichsfeld.

Der Panasonic TX-55ERZW954 produziert allerdings einen eher flachen Sound, der lediglich Talkshow- oder Soap-Dialogen gerecht wird. Das weiß man offenbar auch bei Panasonic und liefert in Form des deutlich teureren TX-55EZW1004 ein Modell mit integrierter Soundbar.

So sehr wir ihn mögen wollen, für den aufgerufenen Preis finden wir den Panasonic einfach zu teuer, gerade auch im Hinblick auf den Sony.

LG OLED55B7D

Wie bereits erwähnt gibt es zwischen unserem Testsieger und dem LG OLED55B7D technisch gesehen keine großen Unterschiede. Die Farbraumabdeckung ist beim B7 minimal geringer, dafür bekommt man bei ihm fürs selbe Geld noch einen Twin-Tuner dazu. Hier muss jeder abwägen, was ihm wichtiger ist. Wer vor allem Netflix oder andere Streaming-Dienste benutzt und ohnehin kaum mehr fernsieht, kann auf den Twin-Tuner sicher verzichten – aber das hängt eben sehr von den individuellen Fernsehgewohnheiten ab. Kleine Unterschiede gibt es ansonsten noch beim Design. Der Standfuß sieht beim B7 anders aus und ist nicht so stabil wie der des C7.

LG OLED55C7D

Der LG OLED5C7D ist das Schwestermodell unseres Favoriten. Einziger Unterschied: Das Modell mit dem D statt dem V hat einen Twin-Tuner. Für alle, denen der wichtig ist, wäre der C7D damit die bessere Wahl – aber leider kostet er im Handel happig mehr als der C7V. Sollte sich das ändern oder stößt man auf ein gutes Angebot, ist der C7D für einige sogar die bessere Wahl.

Kommentare

19 Kommentare zu "Der beste erschwingliche OLED-Fernseher"

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Das die aktuell entwickelten OLED Zellen sich bereits schon nach etwa 3 Jahren, deutlich erkennbar abnutzen und an Leuchtkraft verlieren, habt Ihr in Eurem Artikel erwähnt oder?

Das soll bei den neuen OLEDs laut LG kein Problem mehr sein. Ob das stimmt, müssen wir abwarten.

Hängt bei mir schon an der Wand. Super Gerät.

Ist so wie bei de früheren Plasmas , wo sich das Gas verflüchtigt …. und das Bild Leuchtkraft verliert , sowie die Farben blass werden ….!!!
Laut LG ist es natürlich kein Problem …sonst würden sie ja nix verkaufen ……. und je mehr man zappt umso schneller kommt der ausbleich Effekt …. bei OLED Technik auch gar nicht anders machbar…☝️☝️ ab ca. 5000 bis 7000 Stunden geht das schon los …!!!

Na und dann kauf ich mir dann nen neuen und genieße bis dahin das beste bild auf dem Markt

OLEDs sind noch in der Entwicklung………

Lieber ein Samsung der KS8xxx Reihe.

Wenns um das beste Preis Leistung Verhältnis geht ist Sony für mich der klare Sieger.

Und 55 Zoll ist zu klein erst ab 100 Zoll und größer wird es für mich interessant.

Cool 👍

Warum erwähnt eigentlich keiner die Nachteile in seinen Tests. Hier mal nen video wo auch mal auf die schlechten eigenschaften eingegangen wird in dem direkt mit nem full led backlight verglichen wird.
https://youtu.be/H69sscB4z2A

Für die oberen 10000 aber nicht für den Normalverdiener der mit 1000 Euro im Monat nach hause kommt.

Ich kann den Fernseher nur weiterempfehlen!

Weiter empfehlen ja kaufen nein

Oled zu überteuert die tv wo was taugen mit oled für jahre ganz klar sony oder löwe die liegen aber über 3500 ganz klar pries Leistung sieger Samsung qled

Ich kaufe meinen nächsten TV bei QVC, der hat 1300 Hz, Curve und 4K – für unter 900 € – zahlbar bequem auf 6x – ohne Probleme.

2000 Euro… EINSTIGSPREIS? Jooooo… kann sich jeder mal „eben“ so leisten!

OLED TV sind highend nischenprodukte, erst ab 2020 wird man im großen Stil produzieren können. LCD ist tot.(LED backlight= LCD)

Ich finde es schon Witzlos uhd und 4k..zuhaben wenn das nicht mal für meine GEZ-Gebühr empfangbar ist..tztztz..

Das nennt man Luxus….. Du kannst dir ja auch ein ford ka günstig kaufen oder ein Mercedes eklasse kaufen jeder kann das kaufen was er will und wegen 4 k die bekommst schon unter 1000 euro die auch die normale progame auf 4 k hochskalieren und das merkt man deutlich warum die so teuer sind ist wegen oled zukunfst Technik die man aber jetzt schon sehr gut nutzen kann nicht so wie 4 k damals wo nirgends unterstützt wurde

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