Der beste PC-Monitor

Test PC-Monitor: Dell U2518D

Der beste PC-Monitor fürs Büro ist für uns der neue Dell U2518D. Er punktet mit einem scharfen Bild, funktionalem Design und einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Dell wirbt zwar mit HDR-Fähigkeiten, die haben uns aber nicht überzeugt. Trotzdem ist der Dell für uns zur Zeit der beste Office-Monitor.

Ein guter Allround-Bildschirm sollte überall überzeugen: Im Büro soll er die Bearbeitung von Dokumenten und Fotos möglichst komfortabel gestalten, gleichzeitig aber auch bei der Videowiedergabe oder einem gelegentlichen Spiel nach Feierabend eine gute Figur machen. Darüber hinaus sollte der Monitor neben einem guten Bild auch eine Top-Ergonomie bieten und in Sachen Anschlüssen flexibel sein.

Wir haben aus dem großen Angebot fünf aktuelle Modelle herausgesucht und gründlich angesehen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Dell U2518D

Test PC-Monitor: Dell U2518D
Ein nahezu perfekter Allrounder mit allem, was man sich wünscht - und das zu einem guten Preis.

Ein perfekter Allrounder für so gut wie alle Anforderungen. Der Dell U2518D überzeugt mit einem tollen Bild, Top-Ergonomie, durchdachter Bedienung und flexiblen Anschlüssen. Außerdem ist die Optik des Dell-Monitors ebenfalls sehr elegant und schön anzusehen. Trotz HDR-Schwachpunkt gelingt Dell daher einmal mehr der Testsieg.

4K-Upgrade

Asus PB27UQ

Test PC-Monitor: ASUS PB27UQ
Gestochen scharf dank UHD-Auflösung.

Wer sein Bild besonders scharf mag, findet im Asus PB27UG seine Erfüllung. Hier bekommt man dank 4K-Auflösung selbst auf 27 Zoll Bildschirmdiagonale ein gestochen scharfes Bild. Das hat natürlich seinen Preis, der Asus ist mit 600 Euro der bei weitem teuerste Monitor im Testfeld. Wer seinen Monitor überwiegend für Office-Arbeiten benötigt, für den reicht in der Regel ein Monitor mit WQHD-Auflösung, das kommt nicht nur deutlich günstiger, sondern stellt auch deutlich geringere Anforderungen an die Grafikkarte.

USB-C-Alternative

Samsung S24H850FU

Test PC-Monitor: Samsung S24H850FU
Eines der wenigen Modelle mit USB-C-Anschluss auf dem Markt – praktisch für moderne Laptops.

Wer im Büro ein neues MacBook Pro an den Bildschirm anschließen möchte, für den ist ein Monitor mit USB-C-Anschluss sinnvoll. Denn Notebooks mit USB-C-Anschluss können mit einem einzigen Kabel den Monitor betreiben, das Laptop mit Strom zu versorgen und den Monitor auch noch als USB-Hub nutzen. Das Angebot an Monitoren mit USB-C-Anschluss ist aber noch recht dünn. Unser Empfehlung ist der Samsung S24H850QFU. Er ist zwar etwas teurer, aber die Bildqualität stimmt. Neben den vielleicht etwas kleinen 24 Zoll Bildschirmgröße gibt es ihn als S27H850QFU auch mit üppigen 27 Zoll.

Gut & günstig

LG 24BK55WY

Test PC-Monitor: LG 24BK55WY
Für reine Office-Anwendungen ist der LG eine gute, günstige Alternative.

Wer nicht viel ausgeben möchte, sollte sich den LG 24BK55WY ansehen. Der Monitor von LG konzentriert sich auf das Wesentliche: Sein konstant gutes Bild und der faire Preis machen ihn zu unserem Preistipp. Leider muss man hier auf einen HDMI-Anschluss verzichten und auch optisch kommt er eher bieder daher. Für knapp 250 Euro lässt sich das aber durchaus verschmerzen.

Vergleichstabelle

Testsieger4K-UpgradeUSB-C-AlternativeGut & günstig
Modell Dell U2518D Asus PB27UQ Samsung S24H850FU LG 24BK55WY Dell U2515H
Test PC-Monitor: Dell U2518DTest PC-Monitor: ASUS PB27UQTest PC-Monitor: Samsung S24H850FUTest PC-Monitor: LG 24BK55WYTest PC-Monitor: Dell U2518D
Pro
  • Sehr gute Bildqualität
  • Elegante Optik
  • Tolle Farbdarstellung
  • Anschlussvielfalt
  • 4K-Auflösung
  • Gutes, ausgewogenes Bild
  • Gute Interpolation von niedrigeren Auflösungen
  • Gutes, scharfes Bild
  • USB-C-Anschluss für Notebooks und Tablets
  • Sinnvolle Extras
  • Ordentliche Bildeigenschaften
  • Günstiger Preis
  • Office-taugliches 16:10-Seitenverhältnis
  • Sehr gute Bildqualität
  • Gute Verarbeitung
  • Tolle Farbdarstellung
  • Anschlussvielfalt
Contra
  • Fake-HDR-Modus ohne Mehrwert
  • 4K nicht immer Office-tauglich
  • Hoher Preis
  • Höherer Preis
  • Kleine Bilddiagonale
  • Nur FullHD-Auflösung
  • Eher biederes Feature-Set
  • Kein HDMI-Anschluss
  • Sensortasten gewöhnungsbedürftig
  • Auslaufmodell
Bester Preis
Technische Daten   Technische Daten anzeigen

Was muss ein Office-Monitor können?

Ein guter Office-Monitor muss vor allem seine Kerndisziplin beherrschen und ein homogenes, ausgewogenes Bild bieten, das sämtliche Inhalte gut darstellt. Darüber hinaus sollte er aber auch genug Anschlussmöglichkeiten für Peripheriegeräte bieten und in Sachen Bedienung und Ergonomie überzeugen.

Der Trend zu großen Bildschirmen hält weiter an, für den Office-Gebrauch sind inzwischen Bildschirme mit 24 oder 25 Zoll Bildschirmdiagonale am beliebtesten. Größere Bildschirmdiagonalen sind vor allem für Grafikdesigner, zur Bildbearbeitung und für den Videoschnitt interessant.

Für Bildschirmgrößen bis 25 Zoll hat sich die WQHD-Auflösung bewährt, weil sie im Vergleich zur verbreiteten FullHD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) mehr Platz auf dem Bildschirm bietet. Wer es noch schärfer mag, kann zu einem 4K-Monitor greifen. Die sind allerdings deutlich teurer und sind aus unserer Sicht erst bei Bildschirmgrößen ab 27 Zoll wirklich sinnvoll.

Neben dem klassischen Seitenverhältnis von 16:9 gibt es neuerdings immer mehr Modelle mit einem Seitenverhältnis von 16:10qhd. Sie bieten mehr Platz in der Vertikalen, was gerade im Office-Bereich sinnvoll ist, weil man damit eine ganze DIN-A4-Seite auf den Bildschirm bekommt, ohne dass die Schrift zu klein wird. Auch solche Modelle finden sich in unseren Empfehlungen.

PC-Monitor Test: Dell U2518D

Testsieger: Dell U2518D

Unser Testsieger in Sachen Office-Monitoren kommt einmal mehr von Dell: Der U2518D beerbt den Dell U2515H. Der Neuling bietet ein nochmals leicht verbessertes IPS-Panel, überzeugt mit schnörkelloser Leistung, toller Ergonomie und verbesserter Bedienung.

Testsieger

Dell U2518D

Test PC-Monitor: Dell U2518D
Ein nahezu perfekter Allrounder mit allem, was man sich wünscht - und das zu einem guten Preis.

Übrigens: Auch der Dell U2515H ist immer noch durchaus eine Empfehlung wert. Wenn Sie den Vorgänger für einen guten Preis im Ausverkauf ergattern, spricht wenig dagegen, das »alte« Modell zu nehmen.

Design, Anschlüsse und Ergonomie

Schon die Vorgängermodelle punkteten mit einem besonders dünnen Rand. Beim U2518D hat Dell den Rahmen sogar noch ein Stück dünner gestaltet. Das hauseigene »Infinity-Design« sorgt dafür, dass nur wenige Millimeter schwarzer Rahmen um das Bild zu sehen sind. Mit seiner eleganten Schlichtheit im schwarz-grauen Design fügt sich der Dell-Monitor problemlos in so gut wie jede Schreibtischumgebung ein.

Auch beim Standfuß des U2518D macht Dell schon fast traditionell alles richtig. Die Montage des Monitors auf dem grauen Kunststoffständer funktioniert ohne Schrauben, über einen Druckknopf kann das Display ebenso einfach entfernt werden – praktisch für die Montage auf einer VESA-Wandhaltungerung.

Test PC-Monitor: Dell U2518D
Der Monitor lässt sich per Pivot-Funktion auch senkrecht betreiben.

Auch was die Ergonomie betrifft, gibt es rein gar nichts zu meckern: Der Monitor lässt sich in beide Richtungen um bis zu 45 Grad drehen, eine Höhenverstellung um bis zu 13 Zentimeter sorgt für die richtige Höhe, außerdem lässt er sich neigen und im Pivot-Modus hochkant verwenden. Alle Anpassungen gehen leicht von der Hand, trotzdem steht der Monitor stabil und wackelt nicht.

Fast nichts auszusetzen

In Sachen Anschlüsse entspricht der U2518D weitestgehend seinem Vorgänger. Er bietet zwei Displayport-Ports und einen HDMI-Eingang, außerdem fungiert er auf Wunsch als USB-3.0-Hub mit insgesamt vier Anschlüssen. Zwei davon befinden sich am linken Rand des Gehäuses, die restlichen sind auf der Rückseite zu finden. Ein USB-C-Anschluss ist leider nicht dabei, was bei einem neuen Modell schon verwundert, schließlich hat der USB-C-Standard viele Vorteile, vor allem, wenn man ein entsprechend ausgestattetes Laptop anschließen möchte.

Dell-typisch kann ein weiterer Monitor per »Display-Port Daisy Chain« direkt mit dem U2518D verbunden werden, was in Multi-Monitor-Umgebungen ein echtes Komfortplus darstellt.

PC-Monitor Test: Dell U2518D
Anschlüsse und Steckplätze: HDMI-Anschluss, DisplayPort, Mini-DisplayPort, DisplayPort-Ausgang, Audio, USB

Interessant: Der HDMI-Anschluss entspricht dem HDMI-2.0a-Standard und unterstützt den Kopierschutz HDCP 2.2. Er eignet sich daher für die Wiedergabe von entsprechend geschütztem Material, etwa von Blu-ray-Playern. Bei PC-Monitoren ohne 4K-Auflösung ist dies eher ungewöhnlich, kann in der Praxis aber durchaus ein Vorteil sein.

Beim Energiebedarf gibt sich der Dell moderat: Bei maximaler Helligkeit zieht er rund 33 Watt aus der Steckdose, mit einer sehr viel angenehmeren Helligkeit von 50 Prozent liegt der Stromverbrauch bei adäquaten 23 Watt.

Bildqualität und Praxis

Bei Ausstattung und Design macht der Monitor vieles richtig, doch seine wahre Stärken spielt der Dell U2518D bei seiner Kernkompetenz aus – dem scharfen, hellen und vor allem farbechten Bild. Der Monitor kommt mit einer werksseitigen Kalibrierung für den sRGB-Standard, die Dell selbstbewusst mit einem Kalibrierungsbericht im Karton betont. Ab Werk deckt der Dell-Monitor den sRGB-Farbraum zu über 99 Prozent ab, eine manuelle Kalibrierung kann man sich daher sparen.

PC-Monitor Test: Dell U2518D
Dank akkurater Farbdarstellung ist der Dell gut für die Bildbearbeitung geeignet.

Tatsächlich ist die Farbdarstellung absolut akkurat, die Ausleuchtung unseres Testgeräts absolut gleichmäßig und ein Backlight-Bleeding nicht festzustellen. Auch die Helligkeit sowie die Blickwinkelstabilität des IPS-Panels liegen auf einem sehr hohen Niveau. Die maximale Helligkeit im Standard-Bildmodus empfinden wir aber als zu hell.

Es hat sich einiges verbessert

Erfreulicherweise lässt sich dies schnell korrigieren, denn Dell hat das Bedienkonzept seiner Monitore überarbeitet: Anstelle der Sensortasten des U2515H bietet das neue Modell vier echte Knöpfe mit angenehmer Haptik an der Unterseite. Damit gelingen der Wechsel zwischen den Bildmodi und die Navigation durch das Menü nach kurzer Eingewöhnungszeit deutlich besser als beim Vorgänger.

Neben dem Standard-Modus bietet der Dell noch einen Modus für die Filmwiedergabe, einen für Spiele sowie mit »Comfort View« eine Option, bei der das von vielen Nutzern als unangenehm empfundene blaue Licht durch Umstellung auf eine wärmere Farbtemperatur reduziert wird. Alternativ dazu lässt sich auch eine von fünf vordefinierten Temperaturen wählen. Wir empfinden die Einstellung »Farbtemperatur 5000 Kelvin« in der Praxis als bessere Option zur Augenschonung in den Abendstunden, da der Monitor hier weniger ins Gelb-grünliche abdriftet als bei Comfort View. So oder so: Dank durchdachter Bedienung sind die passenden Einstellungen schnell gefunden.

Scharf und mit Allrounder-Qualitäten

Wie man es von einem WQHD-Display erwartet, überzeugt der Dell U2518D auch in Sachen Bildschärfe. Mit einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Bildpunkten auf 25 Zoll erreicht der Dell-Monitor eine Pixeldichte von 117,48 ppi (Pixel pro Zoll). Zum Vergleich: Die gleiche Auflösung auf den geläufigeren 27-Zoll-Monitoren beträgt »nur« rund 109 ppi.

In der Praxis bedeutet das, dass Schriften und Bilder im direkten Vergleich auf dem Dell-Monitor gestochen scharf erscheinen. Im Gegenzug könnte die Darstellung, besonders bei Schriften, für den einen oder anderen Nutzer etwas zu klein ausfallen. Das betrifft vor allem ältere Systeme wie Windows 7; unter Windows 10 oder auch macOS lässt sich eine zu kleine Darstellung recht effizient über die Optionen zur Bildschirmskalierung korrigieren. Wem das nicht genügt, der sollte nach einem Monitor mit 1.920 x 1.200 oder 1.920 x 1.080 Pixeln Ausschau halten.

Der perfekte Allrounder

Im Test entpuppt sich der Dell U2518D als erstaunlich vielseitiger Allrounder, der nicht nur im Office-Betrieb, sondern auch bei der Bildbearbeitung und im Multimediaeinsatz ordentliche Ergebnisse liefert. Klar: Im direkten Vergleich mit einem dedizierten Gaming-Monitor kann der Dell ebenso wenig mithalten wie mit einem Profi-Monitor für Photoshop und Co. Nicht-Profi-Zocker und Gelegenheits-Bildbearbeiter kommen aber durchaus auf ihre Kosten. Selbst flotte Shooter wie Overwatch oder das Lootbox-Fest Star Wars: Battlefront II lassen sich gut auf dem Monitor zocken.

Für Ton müssen Sie dabei aber selbst sorgen: Dell-typisch verfügt der U2518D über keine eigenen Lautsprecher. Der Ton wird aber auf Wunsch via Displayport oder HDMI an den Monitor weitergeleitet und kann über den Klinkenausgang auf Lautsprechern ausgegeben werden.

Kritikpunkte

Dell macht beim U2518D einmal mehr vieles richtig, doch er hat auch ein paar Schwächen.

Für immer mehr Laptop-Besitzer dürfte der fehlende USB-C-Anschluss ein Ausschlusskriterium sein. Denn neuere Laptops wie Dells eigene XPS-Serie oder Apples MacBooks verzichten immer häufiger auf DisplayPort und HDMI-Anschlüsse und übertragen das Bild stattdessen über ein USB-C-Kabel. Im Idealfall erhalten die Laptops dabei gleich noch Strom vom Monitor, sodass ein Kabel genügt, um aus einem mobilen einen Desktop-Arbeitsplatz zu schaffen. Dell verzichtet leider auf einen entsprechenden Anschluss – schade.

Für Stirnrunzeln sorgte im Test die von Dell als »Smart HDR« vermarktete Bildverbesserungsoption. Sie ist nur beim Anschluss via HDMI verfügbar und soll Kontraste und Farben verbessern. Das Problem: Der Dell-Monitor erfüllt mit seinem 8-Bit-Panel nicht die Voraussetzungen für echtes Hardware-HDR wie dem HDR10-Profil. Weitere Infos dazu können Sie unter anderem bei PC GamesN nachlesen.

Im Test des Dell U21518D an einem Windows-10-PC machte uns die HDR-Funktion dann auch noch Probleme: Seit dem im Herbst 2017 erschienenen Fall Creators Update unterstützt Windows 10 nämlich offiziell die Ausgabe von HDR-Bildsignalen. Das führte beim Dell U21518D zu einem riesigen Ärgernis: Nach der Aktivierung von Smart HDR stellte Windows 10 bei einer HDMI-Verbindung automatisch die HDR-Ausgabe an, da das System den Monitor fälschlicherweise als Hardware-HDR-tauglich einstufte. Das Ergebnis: Das Bild des Monitors blieb schwarz, selbst ein Wechsel auf den Displayport-Eingang (ohne Smart HDR) änderte daran nichts. Erst als wir mit Hilfe eines zweiten Monitors die Windows-10-HDR-Funktion in den Systemeinstellungen abgeschaltet hatten, konnten wir den Dell-Monitor wieder nutzen.

Dell stellte uns im Laufe des Tests ein Firmware-Update zur Verfügung, das die Probleme mit dem HDR-Modus unter Windows 10 behebt. Tatsächlich bleibt das Bild nach der Installation des Updates nicht mehr schwarz, die interne HDR-Funktion von Windows 10 lässt sich nun schlichtweg nicht mehr aktivieren. Mit der Smart HDR-Funktion des Monitors wirkte das Bild unter Windows nun tatsächlich etwas dynamischer. So dramatisch wie der Wechsel von SDR auf HDR10 bei einem UHD-Fernseher ist der Unterschied aber bei weitem nicht.

Smart HDR bringt wenig

Noch ernüchternder wird es, wenn wir explizit für HDR ausgelegtes Material testen. So lässt sich in EAs Weltraum-Rollenspiel »Mass Effect: Andromeda« die HDR-Funktion in den Optionen einschalten. Doch statt kräftigere Farben und sattere Kontraste wirken die Planetenoberflächen im Software-HDR erstaunlicherweise blasser und lebloser als vorher.

Kurzum: Je nach persönlichem Empfinden kann die Aktivierung von Dell Smart HDR auf dem Desktop subjektiv für ein leicht besseres Bild sorgen. Als Verkaufsargument taugt die Funktion unserer Meinung nach aber nicht. Da der Dell-Monitor ansonsten für ein Nicht-Gaming-Display einen erstaunlich guten Job im Spiele- und Multimediaeinsatz macht, können wir über diese Schwäche aber hinwegsehen.

Dell U2518D im Testspiegel

Der Dell U2518D ist noch recht neu auf dem Markt, entsprechend wenig Tests gibt es vom edlen 25-Zöller. Ein ausführliches Review liefert beispielsweise PCMonitors.info (08/2017). Tester Adam Simmons zeigt sich darin besonders von der sehr guten Werkskalibrierung begeistert und lobt die nahezu perfekte Abdeckung des sRGB-Farbraums. Kritik gibt es auch hier an der HDR-Funktion, auch der Fehler in Verbindung mit Windows 10 wird angesprochen – ein Update stand zum Zeitpunkt des Tests noch nicht zur Verfügung.

Trotzdem fällt das Fazit positiv aus, der Dell bekommt das »Empfohlen von PC Monitors«-Label:

»Alles in allem liefert Dell einen nahezu optimalen Monitor, der in so gut wie allen relevanten Disziplinen überzeugt – lediglich HDR gehört nicht dazu.«

Auch die MonitorNerds (08/2017) haben sich dem Dell U2518D angenommen. Der Test schlägt in ähnliche Kerben wie der unsere und der von PCMonitors: Dell mache vieles richtig und liefere eine ausgewogene Leistung, lediglich der HDR-Modus sorgt für Abstriche. Trotzdem erreicht der Dell-Monitor im Test ordentliche 4 von 5 Punkten. Im Fazit konstatiert Tester Paolo Reva:

»Der Dell U2518D bietet alles, was ein guter Allround-Monitor können muss: Ein exzellentes Bild, durchdachte Funktionen und eine verlässliche Qualität. Neben der tollen Verarbeitung überzeugt uns vor allem die Kalibrierung, der Dell lässt sich direkt und ohne Umschweife nutzen. Und obwohl der Fokus auf dem Produktivitäts-Einsatz liegt, ist auch die Gaming-Tauglichkeit des Dell-Monitors nicht zu verachten.«

Alternativen

Der Dell U2518D macht in Sachen Office-Monitor sehr vieles richtig. Doch der Markt ist groß: Wir stellen drei Alternativen vor, die sich funktional oder preislich von unserem Testsieger von Dell absetzen können.

4K-Upgrade

Asus PB27UQ

Test PC-Monitor: ASUS PB27UQ
Gestochen scharf dank UHD-Auflösung.

Nicht nur bei Fernsehern, sondern auch im Office-Alltag können 4K-Monitore ein echtes Upgrade darstellen. In der Ultra-HD-Auflösung erscheinen Texte, Fotos und Videos gestochen scharf, außerdem bietet die größere Bildfläche Platz für mehr Fenster, was die Produktivität steigern kann.

Wenn ein 4K-Monitor für Sie eine Option ist, könnte der Asus PB27UQ eine hervorragende Monitor-Neuanschaffung darstellen. Der 4K-Monitor überzeugt ab Werk mit guter Kalibrierung, einer gleichmäßigen Ausleuchtung und toller Ergonomie. Dank HDMI-2.0-Anschluss und Unterstüzung für AMDs Adapative-Sync-Technologie kann der PB27UQ darüber hinaus im Multimedia- und Gaming-Einsatz Punkte sammeln.

Insgesamt liefert der 4K-Monitor von Asus damit ein interessantes Upgrade zum Dell-Testsieger, wenn eine höhere Auflösung gewünscht ist und das Budget das hergibt.

USB-C-Alternative

Samsung S24H850FU

Test PC-Monitor: Samsung S24H850FU
Eines der wenigen Modelle mit USB-C-Anschluss auf dem Markt – praktisch für moderne Laptops.

Der aktuelle Samsung-Allrounder S24H850FU steckt in einem ähnlich schlanken Gehäuse wie der Dell U2518D, bietet aber in Sachen Ausstattung noch etwas mehr. Der größte Vorteil liegt im USB-C-Anschluss mit DisplayPort-Unterstützung. Interessant ist das für alle, die ein neues MacBook oder MacBook Pro haben, das ausschließlich mit USB-C-Anschlüssen ausgestattet ist und an einen externen Monitor angeschlossen werden soll. Aber auch immer mehr Windows-Ultrabooks setzen auf den modernen USB-Standard, der so viel mehr bietet.

Über USB-C kann nämlich nicht nur das Bildsignal zum Monitor übertragen werden, es kann das Laptop auch gleichzeitig mit Strom versorgen und obendrein kann der Monitor auch noch als USB-Hub dienen. So muss man im Büro wirklich nur ein Kabel ans Laptop anschließen und schon wird aus dem mobilen Laptop ein Desktop-PC mit beliebig vielen Anschlüssen. Selbst ein Netzwerk-Anschluss lässt sich mit einem USB-auf-Ethernet-Adapter realisieren.

Leider gibt es bislang nur eine sehr überschaubare Anzahl von Monitoren mit USB-C-Anschluss. Die meisten davon sind teure 4K-Monitore mit 27 Zoll Bildschirmgröße oder mehr. Der Samsung S24H850FU macht sich mit 24 Zoll dagegen gut auf jedem Büro-Schreibtisch.

Darüber hinaus versteht sich der Business-Monitor von Samsung auf Daisy-Chaining zum direkten Anschluss eines zweiten Monitors, bietet einen Bild-in-Bild-Modus und punktet mit guten ergonomischen Eigenschaften.

Allerdings ist er etwas teurer als unser Testsieger und die Bilddiagonale von 23,8-Zoll ist für unseren Geschmack etwas zu klein für die WQHD-Auflösung von 2.560 x 1.440 Bildpunkten. 25 Zoll wären uns lieber, damit kleine Schrift bei voller Auflösung besser lesbar ist.

Aber wer auf einen USB-C-Anschluss Wert legt und nicht fast doppelt so viel für einen 4K-Monitor ausgeben will, für den ist der Samsung S24H850Fu eine sehr gute Wahl.

Gut & günstig

LG 24BK55WY

Test PC-Monitor: LG 24BK55WY
Für reine Office-Anwendungen ist der LG eine gute, günstige Alternative.

Wer hingegen noch 50 Euro sparen will, und dafür mit einer geringeren Auflösung vorlieb nimmt, für den ist der LG 24BK55WY interessant. Er ist ein Büro-Monitor, wie er im Buche steht: Mit einer Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixeln auf 24 Zoll ist er vor allem für klassische Office-Aufgaben wie die Textverarbeitung mit Word prädestiniert, da er mit seinem Seitenverhältnis von 16:10 mehr Platz in der Vertikalen bietet. Mit seinen DVI- und VGA-Anschlüssen eignet er sich zudem auch für älterer PC. HDMI fehlt dafür im Portfolio.

Im Alltag schlägt sich der LG-Monitor grundsolide. Das IPS-Display ist hell, blickwinkelstabil und werksseitig ordentlich kalibriert. Hinzu kommt, dass der Monitor noch sparsamer arbeitet, als unser Testsieger. Auch in Sachen Ergonomie hält der LG problemlos mit unserem Favoriten von Dell mit. Er ist damit für uns die beste günstige Alternative.

Kommentare

2 Kommentare zu "Der beste PC-Monitor"

avatar

Martin Ertler

Verwenden wir auch bei CETIMA. Kann ich nur bestätigen.