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Der beste Primer

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Primer Test: Foundation Primer
Magi Kusak

Magi Kusak

ist Beauty-Bloggerin der ersten Stunde und betreibt mit MagiMania den ältesten deutschsprachigen Beauty Channel auf YouTube, wo sie ihre Community an der Begeisterung für effektvolles Makeup, moderne Texturen und wirksame Skincare teilhaben lässt.

Wir haben 14 Face Primer getestet. Dabei haben wir vor allem darauf geachtet, wie gut sie optische Unregelmäßigkeiten kaschieren und stark sie das Schminkergebnis aufwerten. Unser Testsieger Max Factor Miracle Prep 3in1 Beauty Protect Primer überzeugt im Gegensatz zu vielen anderen getesteten Primern, weil er einen sichtbaren Unterschied macht und lange hält.

Primer funktionieren als Vermittler zwischen Hautpflege und Make-up und sorgen dafür, dass die beiden sich so wenig wie möglich in die Quere kommen. Eine hauchdünne Schicht trennt Foundation vom überschüssigen Fett der Haut und der Hautpflege, sodass das Schminkergebnis lange gleichmäßig und frisch wirkt. Je nach Hauttyp und Primer können einzelne Bereiche optisch angeglichen werden, wie etwa grobe Poren oder schuppige Partien.

Schön wäre es, wenn die vielen erhältlichen Face Primer diese Aufgaben tatsächlich sichtbar und langanhaltend erfüllen würden. In der Praxis ist der Einfluss eines Primers auf den finalen Look aber verhältnismäßig überschaubar. Foundations erfüllen diese Aufgaben bereits sehr gut und eine optimierte Gesichtspflege kann langfristig das Hautbild nachhaltig verbessern.

Wir haben 14 Primer mit unterschiedlichen Eigenschaften auf jeweils einer Gesichtshälfte getestet und beurteilt, ob sie die Schminkroutine spürbar bereichern oder ein teurer, lästiger Zusatzschritt sind, den man getrost weglassen kann. Unser Testfeld deckt das gesamte Spektrum ab, von dem wir aber nur eine Handvoll als effektiv empfehlen können.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Der Max Factor Miracle Prep 3in1 Beauty Protect Primer gleicht mit einer leichten Tönung und feinen Schimmerpigmenten das Gesamtbild des Teints an und balanciert Mischhaut dezent. Die cremige Textur hinterlässt die Haut nach dem Trocknen geschmeidig und bietet eine optimale Basis für Foundation. Die Deckkraft wird etwas effizienter und das Make-up sieht länger ausgeglichen aus. In der Gesichtsmaske waren die Abdrücke etwas unauffälliger. Der Fokus auf den Schutz der Haut wird mit modernen Filtern und Extrakten anvisiert und bietet eine gute Ergänzung zu einem vollwertigen Sonnenschutz.

Gegen Poren

Benefit POREfessional

Mit dem Kultprodukt Benefit The POREfessional füllt man Poren und Linien der Haut auf und hinterlässt so eine glatte, ebenmäßige Optik. Es kann sich keine Foundation darin sammeln und unschön auffallen. Mit einem feinen Puder im Finish wirkt die Haut wie Porzellan und das auch noch Stunden nach dem Auftrag. Durch die leichte Tönung fällt das Produkt auf der Haut nicht auf und kann auch ohne weitere Produkte angewendet werden.

Das Wet’n’wild MegaCushion Color Corrector For Redness hat nicht die praktischste Verpackung, ist dafür sehr günstig und sehr gut gegen Rötungen auch hellerer Haut. Der neutralisierende Grünton ist auf der Haut unauffällig und und lässt sich in der Intensität gut variieren. Das Ergebnis ist aschig-neutral und nicht grün wie bei vielen anderen Korrektoren. So kann die Foundation den gewünschten Ton annehmen. Das pralle, pflegende Finish des Primers macht es perfekt für trockene, gerötete Wangen.

Glow-Spender

L'Oréal Paris Age Perfect Luminous BB Cream

Die L’Oréal Paris Age Perfect Luminous BB Cream ist zwar eine getönte Tagespflege, vereint darüber hinaus auch mehrere, bei trockener und feuchtigkeitsarmer Haut willkommene Eigenschaften, die reine Primer selten erfüllen: einen zusätzlichen Pflege-Boost, der die Haut geschmeidig macht und für einen prallen Reflex sorgt sowie intensive Schimmerreflexe, die auch durch eine Foundation hindurch scheinen. Es bedarf zudem deutlich weniger Deckkraft für ein gleichmäßiges Ergebnis.

Das Smashbox Photo Finish Primer Oil ist Pflege und Primer in einem. Die Ölkomposition, die nur tröpfchenweise angewendet wird und damit nicht nur ergiebig ist, zieht schnell ein und bereitet insbesondere trockene Partien für Foundation vor. Die Haut kann langanhaltend mit Feuchtigkeit versorgt bleiben und besonders stark deckende Foundation sieht auf dem Öl, oder damit gemischt, natürlicher aus.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerGegen PorenGegen RötungenGlow-SpenderGegen Schüppchen
ModellMax Factor Miracle Prep 3in1 Beauty Protect PrimerBenefit POREfessionalWet'n'wild MegaCushion Color Corrector for RednessL'Oréal Paris Age Perfect Luminous BB CreamSmashbox Photo Finish Primer OilMaybelline Master Prime Pore Minimizing PrimerNYX Angel VeilUrban Decay All Nighter Face Primer Longwear Foundation GripChanel Le BlancCatrice Ten!sational 10 in 1 Dream PrimerSmashbox Photo Finish Oil & Shine Control PrimerLaura Mercier Pure Canvas Blurring PrimerShiseido Refining Make-up PrimerCatrice HD Active Performance Primer
Test Primer: Max Factor Miracle Prep 3in1 Beauty Protect PrimerTest Primer: Benefit POREfessionalTest Primer: Wet'n'wild Mega Cushion Color CorrectorTest Primer: L'Oréal Paris Age Perfect Glow & PerfectTest Primer: Smashbox Primer OilTest Primer: Maybelline Master Prime Pore Minimizing PrimerTest Primer: NYX Angel VeilTest Primer: Urban Decay All Nighter Face Primer Longwear Foundation GripTest Primer: Chanel Le BlancPrimer Test: Catrice Ten Sational 10 In 1 Dream PrimerTest Primer: Smashbox Photo Finish Oil & Shine Control PrimerTest Primer: Laura Mercier Pure Canvas Blurring PrimerTest Primer: Shiseido Refining Makeup Primer PrimerTest Primer: Catrice HD Active Performance Primer Primer
Pro
  • Leicht Mattierend
  • Angenehm cremige Textur
  • Fairer Preis
  • Stabiler Sonnenschutz (dennoch nicht vollwertig!)
  • Unparfümiert
  • Kaschiert Poren
  • Mattiert leicht
  • Ergiebig
  • Weitere Größen erhältlich
  • Neutralisiert Rötungen
  • Pralles Finish
  • Günstig
  • Reizarm formuliert
  • Natürlicher Glow
  • Angenehm cremige Textur
  • Eigentlich getönte Tagescreme mit leichter Tönung
  • Fairer Preis
  • Pralles Finish
  • Pflegend
  • Ergiebig
  • Kaschiert Poren
  • Mattiert leicht
  • Günstig
  • Reizarm formuliert
  • Optisch weichzeichnend
  • Leicht Mattierend
  • Seidige Textur
  • Reizarm formuliert
  • Verlängert Haltbarkeit von Foundation
  • Angenehm cremige Textur
  • Reizarm formuliert
  • Optisch weichzeichnend
  • Aufhellender Effekt
  • Seidige Textur
  • Subtiler Glow
  • Angenehm cremige Textur
  • Leichte Tönung
  • Günstig
  • Leicht mattierend
  • Auch in Reisegröße erhältlich
  • Unparfümiert
  • Angenehm cremige Textur
  • Reizarm formuliert
  • Leicht getönt
  • Leicht mattierend
  • Günstig
Contra
  • Hoher Alkoholanteil
  • Für trockene Partien ungeeignet
  • Enthält deklarationspflichtigen Duftstoff und Parfum
  • Nicht für dunkle Haut geeignet
  • Verpackung
  • Nicht mit jeder Foundation kompatibel
  • Dosierung
  • Preis
  • Deklarationspflichtige Duftstoffe
  • Foundation etwas fleckig
  • Effekt hält nicht lange an
  • Fluid trennt sich, muss regelmäßig geschüttelt werden
  • Preis
  • Teuer
  • Unauffälliger Effekt
  • Deklarationspflichtige Duftstoffe und Parfum
  • Angesichts des Namens Effekt zu subtil
  • Teuer
  • Teuer
  • Kein wesentlicher Effekt
  • Teuer
  • Unauffälliger Effekt
  • Rollt sich auf der Haut
  • Vernachlässigbarer Sonnenschutzfilter
  • Verpackung
  • Deklarationspflichtige Duftstoffe
Bester Preis
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Wissenswertes über Face Primer

Face Primer wird bestenfalls circa 20 Minuten nach der Hautpflege und des Sonnenschutzes aufgetragen. Man wartet lange genug, damit sich ein stabiler UV-Schutz bilden kann. Eine dünne Schicht reicht in der Regel aus, um anschließend die Optik und Effizienz der Foundation zu verbessern. Zu viel Primer kann einen gegenteiligen Effekt hervorrufen, sich sichtbar und spürbar sammeln oder beim Auftrag der Foundation hinderlich sein.

Auch für die optimale Wartezeit nach dem Auftrag ist ein wenig Fingerspitzengefühl gefragt. Man orientiert sich am besten an den Empfehlungen des Herstellers. Wartet man zu lange, trocknen Primer komplett durch und bieten je nach Produkt der Foundation keinen Halt mehr oder lässt die Haut durch enthaltene Filmbildner trocken wirken. Wiederum vorzeitig fortgesetzt kommt der gewünschte Effekt eventuell nicht optimal heraus.

Primer sind grob betrachtet Foundations ohne Pigmente. Die Formulierungen sind zwar unterschiedlich und die Inhaltsstoffe nicht immer identisch, das Grundgerüst ist jedoch sehr ähnlich. Daher bietet sich Primer auch an, um mit Foundation gemischt zu werden, um sie zu verdünnen oder partiell einen anderen Effekt zu erzielen. Es lädt förmlich zum Experimentieren ein.

Man sollte bei der Auswahl eines neuen Primers dennoch stets im Hinterkopf behalten, dass sie gekonnte Verführer sind. Das Nutzen auch die Hersteller aus und formulieren die Produkte so, dass sie sich beim Testen im Geschäft besonders geschmeidig und seidig auf der Haut anfühlen. Was aber auf dem Handrücken verzaubert, funktioniert noch lange nicht im Gesicht. Und auch erste Unterschiede im Schminkspiegel halten nicht bis zum Ende des Schminkprozesses, geschweigedenn bis zum Ende des Tages durch.

Braucht man einen Primer?

Primer sind optional und keinesfalls ein Muss für die Schminkroutine. Optimal ist es, wenn Hautpflege, Sonnenschutz und Foundation individuell auf den Hauttyp abgestimmt sind und miteinander funktionieren. Das stellt erfahrungsgemäß eine Herausforderung dar und ist ein langwieriger Prozess. In der Zwischenzeit kann ein Primer durchaus eine Bereicherung sein.

Ab wann sich eine Investition tatsächlich lohnt und der Effekt für eine langfristige Eingliederung in die Schminkroutine ausreichend ist, ist individuell. Man sollte keinesfalls annehmen, dass ein Primer eine Notwendigkeit sei. Im Vergleich zu Cremes und Make-up ist der sichtbare Effekt von Primern deutlich unauffälliger und damit auch auf Preis-Leistungs-Verhältnis gerade bei hochpreisigen Produkten nicht immer stimmig.

Moderne Foundations erfüllen bereits die Aufgaben eines Primers. Sie halten auch ohne Hilfe lange, enthalten ölregulierende und feuchtigkeitsspendende Bestandteile und lassen trockene Partien praller wirken. Für das Mattieren und Weichzeichnen sind Puder deutlich effektiver als Primer, können aber auch etwas trocken wirken und sich sammeln. Bei sehr öliger Haut kann man es auch mit dem Trick probieren einen leichten Puder in dünner Schicht unter der Foundation aufzustäuben.

Unsere Empfehlung ist, Primer zu verwenden, wenn man nur kleinere Bereiche wie trockene oder grobporige Wangen kaschieren möchte. Ist ein Primer auf dem gesamten Gesicht notwendig, um ein Make-up zufriedenstellen aussehen zu lassen, lohnt es sich langfristig mehr, an den anderen Produkten zu schrauben. Eventuell ist die Gesichtspflege nicht reichhaltig genug oder man benutzt eine unpassende oder gar zu viel Foundation. Auch ein alternatives Tool zur Applikation kann schon kleine Verbesserungen bringen.

Bei sehr auffälligen Hautproblemen sollte man einen Arzt zu Rate ziehen und über dermatologische Schritte hinaus auch den Hormonhaushalt und den Lebensstil im Auge behalten.

Primer Test: Pore Filling Primer
Links ungeschminkt, rechts fertiges Make-up auf Pore Filling Primer im Wangenbereich.

Arten von Face Primern

Während es früher noch ein, zwei oder gar keinen Primer im Sortiment einer Marke gab, muss man heute teils aus einer ganzen Serie von Produkten wählen. Teilweise sind fünf bis zehn Produkte bei einer Marke im Angebot. Man hat oft die Wahl zwischen Primern, die viele Problemchen angehen, jedoch alle eher in moderatem Maße. Oder Produkten, die sich ganz gezielt einem Problem widmen und es effektiv angehen.

Mattierende und porenverfeinernde Primer können oft beides gleichzeitig, müssen es aber nicht zwangsläufig. Beide Ziele können auch separat angegangen werden. Das macht beispielsweise Sinn, wenn man feine Linien auf trockenen Partien optisch reduzieren möchte. Eine Mattierung wäre hier kontraproduktiv.

Mattierende Produkte wirken durch ölabsorbierende Bestandteile wie Aluminiumsalze oder Tonerden und funktionieren langfristig über den Tag. Der Emulsion merkt man zunächst diesen Effekt nicht unbedingt an, weil sie sich cremig anfühlen. Ein solcher Primer kann bei leicht öliger Haut unterstützend wirken, wird aber nicht annähernd so effektvoll ausfallen, wie der Einsatz von Puder. Die Produkte in unserem Test, die sich nur auf der Absorbieren fokussieren, haben selbst auf unserer moderaten Mischhaut keine nennenswerten Effekte gezeigt.

Weichzeichnend und porenfüllend wirken vor allem Silikone und teilweise auch Wachse, die einen Film über die Haut legen. Ihren Effekt sieht man in der Regel sofort und er kann den Auftrag von weiterem Make-up begünstigt. Viele dieser Produkte enthalten weder Wasser noch Öle, sind daher nur sparsam zu dosieren. Sie tendieren dazu, sich zusammenzurollen. Man sollte sie daher behutsam einarbeiten, in wenigen Zügen ausstreichen und auch die Foundation dann nicht übermäßig zu kreisen.

Inhaltsstoffe wie Silica (Kieselsäure) können darüber hinaus beide Effekte begünstigen. In unserem Test sind alle der Konstellationen vertreten, sowohl Einzeleffekte als auch Kombinationen. Rechts im Bild sind die Produkte zu sehen, die einen solchen Effekt angekündigt, jedoch nicht sichtbar erfüllt haben.

Primer Test: Primer Mattierend Porenverfeinernd
Mattierend sowie porenverfeinernde Primer sortiert absteigend nach Sichtbarkeit des Effekts.

Trockene und feuchtigkeitsarme Haut kann stumpf wirken. Ihr fehlt es oft an einem natürlich Reflex des Lichts. Zwar kann Hautpflege hier einen Beitrag leisten, verwendet man jedoch abschließend Foundation und Puder, heben sich die Effekte auf trockener Haut schnell auf.

Man kann den Glanz auf zweierlei Art zurückbringen: mit Schimmerpartikeln, die das Licht diffus reflektieren und so über Unebenheiten hinwegkaschieren oder durch Fette, die einen gleichmäßigen, gesunden Glow bereiten und gleichzeitig die Haut pflegen und vor Feuchtigkeitsverlust schützen. Der Nachteil eines hohen Ölanteils ist der Einfluss auf die Haltbarkeit der Foundation. Man sollte das Zusammenspiel daher stets im Auge behalten und gegebenenfalls justieren.

Eine Kombination aus beidem ist in vielen Primern üblich, auch wenn vereinzelt Produkte wie das Smashbox Primer Oil es mit einem unkonventionellem Ansatz versuchen. Das Problem ist, dass stärker deckende Foundation subtilen Schimmer aus Primern abdecken kann. Wem es trotz Schimmer im Primer nicht ausreichend glowt, kann sich nach einem intensiver reflektierendem Produkt umsehen oder arbeitet nach der Foundation mit flüssigen oder pudrigen Highlightern.

Primer Test: Primer Mit Glow
Primer absteigend nach Intensität der Reflexe.

Die Haltbarkeit des Make-ups zu verlängern, sodass es nicht nur viele Stunden hält, sondern auch lange wie frisch geschminkt aussieht, dürfte eine der wesentlichsten Erwartungen an einen Face Primer sein. Leider ist es erfahrungsgemäß auch eine der größten Enttäuschungen in dieser Produktsparte. Man kann zwar wie bei Max Factor oder Urban Decay in unserem Test beobachten, dass die Haltbarkeit verbessert wird, der Vorsprung ist jedoch so minimal, dass einmal mehr Nachpudern einen deutlich sichtbareren Effekt mit sich bringt.

Das Versagen der Primer kann aber auch daran liegen, dass gute Foundations abgepudert die Aufgabe bereits ohne weitere Hilfestellung sehr gut alleine erfüllen. Die Komposition der Produkte ist sich sehr ähnlich und das, was bei Primern wirkt – Ölregulierung und Filmbildner als Absperrung – enthalten moderne Make-ups auch.

Hat ein Primer etwas mehr Grip, ein leicht klebendes Finish, haften mehr Pigmente der Foundation daran. Das erhöht die Abdeckung, kann aber auch den Anschein einer besseren Haltbarkeit erwecken. Das deckt sich nicht mit den Erfahrungen unserer Autorin, wird aber von vielen Anwendern so beschrieben. Wir empfehlen daher jedem, sich den Spaß eines halbseitigen Tests zu machen.

Primer Test: Primer Mit Grip
Face Primer absteigend nach spürbaren Grip nach dem Finish.

Primer statt Hautpflege?

In vereinzelten Konstellationen haben manche Primer durchaus das Potenzial eine Basispflege zu bieten, die die Haut mit Feuchtigkeit versorgt und mit Wirkstoffen für weitere Effekte sorgt. Schminkt man sich jedoch anschließend, kommt der Sonnenschutz zu kurz. Der dadurch entstehende Schaden kann durch keinen Wirkstoffmix aufgewogen werden. Die Antwort ist daher ein theoretisches »Ja«, aber keinesfalls eine Empfehlung.

Für eine auf die eigenen Bedürfnisse optimierte Hautpflege ist es nicht nur effektiver, sondern auch für ein gelungenes Make-up bequemer, wenn man die Skincare anderen Produkten überlässt und die enthaltenen effektiven Wirkstoffe in dekorativer Kosmetik als einen Bonus betrachtet. Wenn ein Primer zu Gunsten eines kaum effektiven Wirkstoff seine eigentliche Aufgabe vernachlässigt, ist niemandem wirklich geholfen.

Primer statt Sonnenschutz?

Der Schutz der Haut vor UV-Strahlung durch stabile Breitbandfilter senkt das Risiko von Hautkrebs und verlangsamt sonnenbedingte Hautalterung, wie Falten, Pigmentstörungen und Irritationen. Leider handelt es sich um ein komplexes Thema mit überwältigender Anzahl an Optionen, sodass es nicht verwundert, dass eine scheinbar einfache Lösung wie Sonnenschutz im Primer lockt.

Leider bieten die in dekorativer Kosmetik eingesetzten Filter heute noch oftmals keinen ausreichenden Schutz, der mit modernen Sonnenprodukten mithalten könnten. Sie decken nicht immer das gesamte UV-Spektrum ab und sind oftmals instabil, bedürfen daher regelmäßiger Auffrischung, an die vermutlich die wenigsten denken. Ein Grund dafür könnte sein, dass Sonnenschutzfilter die Textur wesentlich beeinflussen und dem eigentlichen Zweck des Primers entgegenwirken.

Der Sonnenschutz in Primern allein bietet keinen ausreichenden Schutz vor UV-Strahlung.

Problematisch an Sonnenschutz in Make-up ist darüber hinaus die Auftragsmenge. Um den auf einem Produkt deklarierten Lichtschutzfaktor zu erzielen, bedarf es zwei Milligramm des Produktes pro Quadratzentimeterfläche. Je nach Kopfgröße wird zu einer Menge von 1,5 bis 2,5 Gramm Sonnencreme für Gesicht und Hals geraten. Niemals würde man auf die Idee kommen, so viel Primer aufzutragen. Reduziert man jedoch die Menge nur um die Hälfte, entspricht es nur noch einer einer Quadratwurzel des deklarierten Lichtschutzfaktors. Aus einem mit SPF 30 deklarierter Primer wird bei halber Menge nur noch ein SPF von 5. Oftmals benutzt man sogar noch weniger Produkt und spart zudem Bereiche aus.

Positiv ist dennoch: Wer sonst gar keine Sonnencreme verwendet hätte, erhält mehr als nichts. Es ist absolut nachvollziehbar, wenn es einem nicht wichtig ist. Man sollte diese Entscheidung nicht unter falschen Annahmen treffen und sich fälschlicherweise in Sicherheit wiegen.

Wer mit einem modernen Sonnenschutz unter dem Make-up vorsorgt, sollte beim Primer-Auftrag darauf achten, dass der SPF vollständig getrocknet ist und möglichst wenig reiben, um den Schutzfilm nicht zu lösen.

Primer Test: Face Primer Test
Face Primer in unserem Test 10/2020.

So haben wir getestet

Wir haben die 14 Gesichts-Primer für unseren Test aus Bestsellern, populären Produkten oder Marken sowie Empfehlungen unserer Autorin zusammengestellt. Es sind einige sehr beliebte Produkte dabei, wie auch einige recht neue Grundierungen. Es sollten Primer für unterschiedliche Einsatzgebiete sowie Multitasker vertreten sein, die wir auf ihre Versprechen hin testen wollten.

Die Testprodukte konnten wir sowohl an warmen Sommertagen, als auch an kühleren im Herbst testen. Darüber hinaus fällt der Test 2020 in die Zeit der Maskenpflicht, was die Widerstandsfähigkeit zusätzlich herausforderte, aber auch für sichtbare Beweise sorgte.

Jeder Primer wurde halbseitig auf ausreichend gepflegter Mischhaut aufgetragen, sodass wir stets einen Direktvergleich zur nicht grundierten Haut vor Augen hatten. In der T-Zone konnten mattierende Primer zeigen, was sie können, auf den Wangen wünschten wir uns das Ausgleichen eines stumpfen, etwas feuchtigkeitsarmen Teints. Die Primer wurden mit Foundation und Puder ergänzt. Wir haben uns auf eher mittlere Abdeckung und möglichst wenig Eigeneffekte beschränkt. Abgepudert wurde in möglichst dünner Schicht ohne zusätzliche Abdeckung. Auf Fixing Spray wurde verzichtet.

Primer Test: Max Factor Miracle Prep 3in1 Eauty Protect Primer

Testsieger: Max Factor Miracle Prep 3in1 Beauty Protect Primer

Der Max Factor Miracle Prep 3in1 Beauty Protect Primer ist ein leicht rosa getöntes Fluid im Pumpspender aus Kunststoff und lässt sich sehr einfach auf der Haut verteilen. Es gleicht durch den Einsatz von Pigmenten minimal den Hautton an und bietet eine geschmeidige Grundlage für weiteres Make-up. Schimmerpartikel sorgen dafür, dass das Ergebnis aufgelockert wird. Unter mitteldeckender Foundation sieht man jedoch keinen nennenswerten zusätzlichen Glow mehr.

Nachdem das Produkt recht schnell eingezogen ist, bleibt ein leicht samtiger Untergrund zurück, der die Deckkraft von Foundation etwas erhöht. Mit dem zusätzlichen Grip haften mehr Pigmente auf der Fläche und man benötigt gegebenenfalls etwas weniger Produkt.

Beeindruckt hat uns zusätzlich zu dem soliden Grundgerüst, dass es gemeinsam mit dem Urban Decay All Nighter Face Primer für die einzigen sichtbaren Unterschiede am Abend nach einem warmen Sommertag gesorgt hat. Die grundierte Seite wirkte weniger glänzend als die ohne Primer und in der Behelfsmaske waren die Abdrücke unauffälliger. Diese Ergebnisse sind zwar offensichtlich auch von den kombinierten Produkten abhängig, konnten dennoch in Kombination mit anderen Primern nicht beobachtet werden.

Max Factor bewirbt das Produkt vor allem als schützend und benennt auch auf dem Label Umweltverschmutzung, UV-Strahlen und blaues Licht. Es ist erfreulich, dass hier tatsächlich Nägel mit Köpfen gemacht werden und Max Factor eine ernstzunehmende Komposition von Filtern zusammengestellt hat, die für einen stabilen Breitbandschutz sorgen.

Für den angegeben Schutz von SPF30/PA+++ dürfte ungefähr die doppelte Menge im Vergleich zu der auf dem Foto für das Gesicht notwendig sein. Weder würde man intuitiv so viel Primer verwenden, noch täte es dem Schminkergebnis gut, sodass man den Sonnenschutz auch bei diesem Primer eher als Ergänzung oder Auffrischung werten sollte.

Der Schutz und die Pflege werden durch willkommene Skincare-Wirkstoffe erzielt (darunter Süßholzwurzel, Schmetterlingsbusch und Vitamin-C-Derivate). Jedoch wird auch sehr viel Ethylalkohol eingesetzt, vermutlich um das Produkt leicht verstreichbar, schnell trocknend und damit auch den UV-Schütz zuverlässiger zu machen. Bereits als zweiter Inhaltsstoff in der Liste könnte es für sensible und trockene Haut problematisch sein. Bestenfalls verdunstet es aus der dünnen Emulsion rechtzeitig, bevor es irritieren und austrocknen kann.

Das Produkt ist parfümiert und hat eine pudrige Note. Die etwas klapprige Plastikverpackung mit eher grober Dosierung nehmen wir aufgrund des fairen Preises gerne hin. Hat man das Produkt einige Tage nicht benutzt, trocknet leider ein Pfropfen im Spender.

Max Factor Miracle Prep 3in1 Beauty Protect Primer im Testspiegel

Bislang gibt es zu unserem Favoriten noch keine offiziellen Testberichte. Sollte sich das ändern, tragen wir sie hier nach.

Alternativen

Während unser Testsieger von allem ein bisschen kaschiert, gibt es darüber hinaus noch einige »Geheimwaffen« für einzelne Probleme, die wir empfehlen möchten. Sie eignen sich voll allem dazu partiell aufgetragen zu werden und optisch für ein gleichmäßiges Finish zu sorgen.

Gegen Poren

Benefit POREfessional

Benefit The POREfessional kann man mit Gewissheit ein Kultprodukt nennen, obwohl es weder der erste noch einzige Pore Minimizing Primer auf dem Markt ist. Die Konstellation aus fester Textur und leichter Tönung hat sich bei vielen Anwendern bewährt. Die sehr seidige, auf Silikon basierende Creme lässt sich sehr leicht verstreichen und legt einen weichzeichnenden Film über die Haut. Poren und Linien werden für die Tragedauer aufgefüllt, sodass sich keine Foundation und dessen Pigmente darin sammeln und unschön auffallen können. Der Teint wirkt optisch glatter und ebenmäßiger. Der Effekt ist nur temporär und wird abgeschminkt.

Primer Test: Benefit Porefessional Primer
Benefit The POREfessional Pore Minimizing Primer.

Beim Einsatz von solchen »Spachtelmassen« ist es wichtig die Anweisungen der Hersteller zu beachten. In der Regel bedeutet dies in wenigen Zügen zu streichen anstatt oft zu kreisen und mit Druck zu massieren. Dies führt nämlich dazu, dass sich das Produkt wieder zusammenrollt. Darüber hinaus sollte die Dosierung nach dem Prinzip »so viel wie nötig, so wenig wie möglich« erfolgen und ein vorsichtiger Auftrag gilt auch für darauf folgende Produkte: Foundation lieber tupfen als kreisend auftragen.

Die Mühe macht sich bezahlt, denn der Effekt von POREfessional ist einer der langanhaltendsten. Die Paste ist nicht zu »flutschig« und bleibt lange sichtbar und effektiv. Sehr trockene Stellen könnten betont werden und feuchtigkeitsarme Haut sollte vor der Anwendung gut gepflegt werden.

Das Produkt ist parfümiert und duftet leicht stechend-frisch.

Wet’n’wild MegaCushion Color Corrector For Redness ist ein Kissenprodukt, wie wir es bereits in Form von Foundation vorgestellt haben. Hier ist der Schwamm allerdings mit einem grün getönten Fluid getränkt, das als Komplementärfarbe Rötungen neutralisieren soll. Nach dem Prinzip des Color Correcting funktioniert eine dünne Schicht des Produktes wie ein Filter und hinterlässt die Haut in einem neutralen Farbton. Dieser ist nach Farblehre gräulich und nicht etwa hautfarben, sodass der Einsatz von Foundation unumgänglich ist, um dem Gesamtbild wieder Leben einzuhauchen.

Primer Test: Wet N Wild Mega Cushion Color Corrector For Redness
Wet’n’wild MegaCushion Color Corrector For Redness mit Schwämmchen.

Sowohl Anwender als auch Marken deuten die Funktionsweise von Korrektoren diesbezüglich oft falsch. Es gibt viele zu intensiv grüne Produkte auf dem Markt, die aus roten einfach nur grüne Punkte machen. Wet’n’wild stellt allerdings einen gelungenen Grünton bereit, der dezent aber effektvoll ist. Dies beschränkt sich jedoch nur auf helle bis mittlere Hauttöne.

Darüber hinaus ist die Textur angenehm cremig, fühlt sich pflegend an und hinterlässt im Gegenteil zu vielen anderen, meist mattieren Neutralizern die Haut optisch prall und strahlend. Gerade wer mit Couperose oder Rosacea zu kämpfen hat, wird das sicherlich zu schätzen wissen. Aber auch wo Akne und Pickel auftreten, werden Schüppchen nicht unnötig betont.

Darüber hinaus wird auf wesentlich irritierende Wirkstoffe verzichtet. Das Produkt ist zwar leicht parfümiert (an letzter Stelle der Liste und damit sehr gering dosiert), hat allerdings keinen wahrnehmbaren Duft.

Ein Ärgernis an diesem ansonsten sehr gelungenen, günstigen Produkt ist die Verpackung. Die recht kleine Dose muss zunächst aufgeschraubt werden. Das spezielle, feinporige Schwämmchen liegt auf einem Zwischenlid, das wegen leichtem Unterdruck heraus gefriemelt werden muss. Beim Verschließen wiederum stört Luft, weil es am anderen Ende wieder hochploppt. Würde man es weglassen, würde das Produkt jedoch austrocknen. Die Dose ist immer verschmiert und als Konsequenz auch stets die Finger.

Glow-Spender

L'Oréal Paris Age Perfect Luminous BB Cream

Die L’Oréal Paris Age Perfect Luminous BB Cream aus der relativ neuen Produktlinie für reifere Haut ist eigentlich eine getönte Tagespflege. Durch den intensiven Reflex jedoch hat sich das verhältnismäßig günstige Produkt aus der Drogerie zum Geheimtipp gemausert, auch vor der Foundation als Highlighting Primer angewendet zu werden. Der intensive Glow ist auch noch unter mittel deckenden Make-ups hindurch zu erahnen und lässt die Haut praller, strahlender und weichgezeichneter wirken. Darüber hinaus senkt die leichte Tönung den Bedarf an Abdeckung.

Kommentar zum Bild: In dünner Schicht ist der Effekt subtiler als unser großzügiger Klecks es vermuten lässt.

Primer Test: Loreal Paris Age Perfect Luminous Bb Cream
L’Oréal Paris Age Perfect Luminous BB Cream mit präziser Tubenspitze.

»Echte« Primer mit Glow reflektieren meist eher subtil. Das mag dem Einkaufsverhalten der Kunden zusammenhängen. Viel Schimmer kann abschreckend wirken. Leider wird dabei oftmals vergessen, dass Foundation die Reflexe der Schimmerpartikel neutralisieren wird und man bei vielen der Produkte im Finish nichts mehr vom Glow erkennen kann. L’Oréal Paris spendet gerade für trockene, stumpfe Hautpartien ein willkommenes Extra.

Durch die Formulierung als BB Cream bietet das cremige Fluid auch einen pflegenden Puffer, von dem trockene Partien doppelt profitieren. Man kann es nur partiell, beispielsweise nur auf den Wangen auftragen, gerade unter Foundation jedoch wirkt es auch großflächig nicht aufdringlich. Die Schimmerpartikel zerstreuen das reflektierende Licht und lassen die Haut etwas gleichmäßiger erscheinen. Partien mit groben Poren sollte man jedoch eher auslassen, weil sie betont werden könnten.

Das Produkt ist wahrnehmbar parfümiert und hat einen etwas schwerere Note. Es ist in zwei Nuancen erhältlich.

Das Smashbox Photo Finish Primer Oil ist als reine Ölmischung eine Besonderheit in unserem Test und wird mit einer Pipette mit Knopf dosiert. Es wird maximal ein Tropfen pro Gesichtspartie benötigt. Damit sind die enthaltenen 30 Milliliter extrem ergiebig.

Wie sich Öl auf Haut verhält und aussieht, bedarf keiner detaillierten Beschreibung. Die Haut wirkt praller, Foundation gleitet mühelos darauf und beide vermischen sich automatisch zu einem lichtreflektierendem Ergebnis, das ausnahmsweise nicht durch Schimmerpigmente erzielt wird. Smashbox hat die Öle so kombiniert, dass sie bei entsprechend sparsamer Dosierung zügig wegziehen und das Ergebnis gepflegt und nicht fettig wirkt. Es ist als Primer optimiert, es spricht aber sicherlich nichts dagegen sich zunächst nur davon inspirieren zu lassen und beispielsweise einen Tropfen Jojobaöl als Primer zu testen.

Primer Test: Smashbox Photo Finish Primer Oil Nourish
Smashbox Photo Finish Primer Oil Nourish in einer Glasflasche mit Pipette.

Bestenfalls erhält man damit auch die hier positiven Eigenschaften, von denen vor allem trockene sowie feuchtigkeitsarme Haut profitiert. Sie verliert weniger Feuchtigkeit und der angenehme Glanz des Öl frischt ein stumpfes Hautbild auf. Insbesondere in Kombination mit stärker deckendem, pigmentreichem Make-up kann es die Prise sein, die zu einem natürlichen Finish fehlt. Man kann das Primer Oil hierfür auch mit der Foundation mischen.

Es verbleibt ein Risiko, dass die Haltbarkeit eines Make-ups, seine Long-Lasting-Eigenschaften, beeinflusst werden. Im Test wurden daher ölige Partien eingespart und der Einsatz auf die trockenen Wangen beschränkt.

Schade ist, dass man nicht auf potenziell irritierende Ätherische Öle verzichtet hat, die auch zum dezenten Duft beitragen. Wer es verträgt, kann das Öl als letzten Schritt in der Hautpflege abends verwenden.

Außerdem getestet

Über unsere Empfehlungen hinaus haben wir auch Primer getestet, die zwar nicht gänzlich überzeugen konnten, teilweise aber durchaus eines Blickes wert sind, wenn man nach einem spezielleren Effekt oder schlicht einem günstigen Einstiegs-Primer sucht. Leider sind auch Produkte darunter, bei denen wir kaum einen Effekt beobachten konnten.

Maybelline Master Prime Pore Minimizing Primer

Der Maybelline Master Prime Pore Minimizing Primer ist eine dezent hautgetönte, seidige Paste, die mit einer feinen Spitze aus der Tube dosiert wird. Sie scheint auf der Haut zu schmelzen – der Finger gleitet von alleine auf der Haut und hinterlässt ein tatsächlich weichgezeichnetes Bild. Poren wirken kleiner und der Teint matter. Das erinnert unweigerlich an Benefit, kommt jedoch an dessen Gesamtpaket nicht heran. Zwar ist der Maybelline Primer deutlich günstiger, jedoch wegen der »flutschigen« Textur nicht ganz so ergiebig. Auch ist der Effekt mit komplettem Make-up weniger sichtbar als beim POREfessional. Damit ist dieser Primer allerdings eine Alternative, wenn Benefit zu pastös ist.

Primer Test: Maybelline Master Prime Pore Minimizing Primer

Leider war zu beobachten, das Foundation stellenweise etwas trocken wirkte, zuvor unscheinbare Schüppchen wurden sichtbar. Das könnte damit zusammenhängen, dass hier auf eine Wasserphase verzichtet wurde. Gerade die Wangenpartie, die zu gröberen Poren tendiert, ist oft zugleich feuchtigkeitsarm und wirkt mit mattierenden Produkten betont stumpf. Zumindest auf der Haut unserer Testerin puffert Benefit dieses Ergebnis besser. Der Primer ist unparfümiert und recht minimalistisch formuliert.

Der NYX Angel Veil Skin Perfecting Primer ist eine samtige, leichte Creme in einer flachen Kunststofftube, die beim Verstreichen matt wird. Man merkt dem Produkt eine große Portion Silica (Kieselsäure, nicht mit Silikon zu verwechseln) an, das auch oft in Pudern verwendet wird, weil es schwerelos und besonders fein ist. Es legt sich – wie der Name des Produktes schon sagt – wie ein Seidenschleier auf die Haut und sorgt für einen weichzeichnenden Effekt. Ein Fotofilter ohne Kamera, der zusätzlich dafür sorgt, dass Foundation und dessen Pinsel mühelos über die Haut gleiten.

Primer Test: Nyx Angel Veil Skin Perfecting Primer

So schön das alles klingt und zunächst auch aussieht: der Effekt hält nicht lange an. Die anfängliche Mattierung ist eher subtil und hört beim Absorbieren der öligen Bestandteile der Foundation schon auf. Auch von der Weichzeichnung ist nach kurzer Zeit nicht mehr viel zu sehen.

Intuitiv würden wir den Primer durchaus solo ohne Foundation empfehlen. Wer nichts abdecken, sondern nur eine feiner wirkende Haut erzielen möchte, kann den Primer immer mal wieder nachtupfen. Als Teil eines abdeckenden Make-ups würden eher zu Benefit oder Maybelline zum Porenkaschieren raten oder zu einem Gesichtspuder mit hohem Silica-Anteil.

Der Primer ist minimalistisch und reizarm formuliert, enthält darüber hinaus auch kein Wasser. Diese Mischung erfordert es allerdings auch, dass man die Tube vor der Anwendung ordentlich schütteln sollte, insbesondere wenn die letzte einige Tage zurückliegt. Anderenfalls kommt die Substanz getrennt heraus. Das ist nicht nur schmierig, sondern verändert langfristig die Konsistenz und den Effekt des Produktes. Man sollte darüber hinaus stets sparsam dosieren, weiße, flockige Ränder zu vermeiden. Der Primer ist unparfümiert und hat keinen wahrnehmbaren Duft.

Urban Decay All Nighter Face Primer Longwear Foundation Grip

Der Urban Decay All Nighter Face Primer Longwear Foundation Grip ist ein leichtes, dünnes Fluid in einer Tube mit Pumpspender und dient vor allem einer verlängerten Haltbarkeit des gesamten Make-ups. Sie lässt sich sehr leicht verstreichen und hinterlässt die Haut wie frisch eingekremt und mit leichtem Grip. Tatsächlich ist am Abend ein kleiner Unterschied zwischen grundierter und nicht grundierter Gesichtshälfte zu sehen. Die Haut glänzt weniger und auch am Mundschutz sind auf der grundierten Seite die Abdrücke blasser. Verhindern kann der Primer sie jedoch nicht. Damit ist neben Max Factor 3in1 das einzige Produkt in unserem Test, bei dem wir einen Effekt auch nach acht bis zwölf Stunden Tragedauer, insbesondere im Sommer, feststellen konnten.

Primer Test: Urban Decay All Nighter Face Primer Longwear Foundation Grip

Wir haben gehadert, ob insbesondere im Verhältnis zum Preis dieser Effekt nicht dennoch zu gering ausfällt, um empfohlen zu werden. Bis auf eine geschmeidige Vorbereitung und Verbesserung der Haltbarkeit bietet der Urban Decay All Nighter Primer keine weiteren sichtbaren Effekte.

Schaut man sich jedoch die Inhaltsstoffe an, sieht man, dass das Produkt dennoch mehr mitbringt. Es werden Hautpflege mit Make-up vereint. Feuchtigkeitsversorgung durch Glycerin und Hyaluronsäure sind bei Schminkprodukten keine Seltenheit. Stabile Vitaminderivate und Peptide schon. Langfristig angewendet kann der Primer eine sinnvolle Ergänzung zur Hautpflege darstellen, die Haut zusätzlich schützen und zur Kollagenneubildung beitragen. Das hat Urban Decay bereits in Vergangenheit mit Foundation präsentiert, hier können Sie mehr darüber lesen. Der Primer wurde darüber hinaus reizarm und parfümfrei formuliert.

Le Blanc de Chanel Base Lumière Universelle ist der einzige Primer in den Regalen der Luxus-Marke und hat eine große Fan-Gemeinde. Der Effekt den dieses weiße, cremige Fluid im Glasflakon mit Pumpspender bietet, ist durchaus einzigartig. Anders als beispielsweise bei den ebenfalls weißen NYX Angel Veil und Catrice HD Primer bleibt das Produkt auf der Haut leicht weiß. Der Teint wird in einen strahlenden Schleier gehüllt, der auch durch die Foundation hindurch sichtbar sein kann, insofern sie nicht zu deckend ist. Auch kann das Produkt mit Foundation gemischt werden, um sie minimal aufzuhellen und mit leichten Reflexen zu versehen.

Primer Test: Le Blanc De Chancel Multi Use Illuminating Base

Ob der Effekt auf dunklerer Haut auch so angenehm wirkt, ist schwer zu beurteilen. Auf der sehr blassen Haut unserer Testerin war er auf jeden Fall sichtbar und ließ den Teint insgesamt etwas gleichmäßiger wirken. Durch Puder, Bronzer und Blush wurde der Effekt jedoch weitestgehend überdeckt. Das schmälert die Zielgruppe auf diejenigen, die bevorzugt nur wenige und leicht deckende Produkte verwenden.

Man hat ein bisschen den Eindruck, es handle sich um zumindest teilweise um »Chanel-Merch« für Liebhaber der Marke. Man kann dem Produkt zwar nicht anlasten, es funktionierte nicht. Es hat durchaus pflegende Eigenschaften, fühlt sich auf der Haut angenehm an und sieht auf dem Schminktisch gut aus. Die Bereicherung für ein mehrstuiges Make-up ist auch unter Berücksichtigung des Preises eher gering. Für Minimal Make-up kann es luxuriöser Benefit sein. Der Primer ist mit einer floralen Note parfümiert.

Catrice Ten!sational 10 in 1 Dream Primer

Der Catrice Ten!sational 10in1 Dream Primer erinnert mit seinem gewagten Namen und zahlreichen Effektversprechen ein wenig an unseren Favoriten von Max Factor und zeigt tatsächlich Parallelen auf. So ist die Textur ähnlich cremig, hat eine minimal deckende Textur mit sichtbarem Reflex. Auch sind moderne Sonnenfilter enthalten, die aber auch nur ergänzend zu einem vollwertigem Sonnenschutz verwendet werden sollten. Würde der Testsieger um 50 Euro kosten, würden wir dieses Produkt unter Umständen als günstige, wenn auch »schwächere« Option nennen. Bei der überschaubaren Preisdifferenz jedoch würden wir empfehlen direkt zu Max Factor zu greifen.

Primer Test: Catrice Ten Sational 10 In 1 Dream Primer

Einerseits verspricht Catrice mehr, hält davon nicht alles ein. Von den drei optischen Effekten – Glow, Pore-Minimizing und Blurring – konnten wir nur den subtilen Glow sehen. Mit Foundation überschminkt war davon nicht mehr viel zu erkennen.

Die pflegenden Eigenschaften, die auf der Tube gelistet werden, sind für ein Produkt dieser Art etwas hoch gegriffen. Ein Extra an Niacinamide und Glycerin sieht man zwar immer gern, auf einer vollwertigen Pflege und Sonnenschutz dürften sie keinen nennenswerten Beitrag leisten. Wer jedoch auf beides verzichtet, hat hier zumindest einen Pflege-Tropfen auf einen heißen Stein. Der Primer ist subtil parfümiert, enthält darüber hinaus leider auch eine Reihe von deklarationspflichtigen Duftstoffen.

Smashbox Photo Finish Oil & Shine Control Primer

Der Photo Finish Oil & Shine Control Primer ist einer von vielen Optionen von Smashbox, die durch ihre Primer-Vielfalt bekannt wurden. Das leichte, cremige Fluid lässt sich einfach verstreichen und trocknet transparent. Zunächst ist es auf der Haut geschmeidig, trocknet dann aber seidenmatt an. Man ist flexibler als mit einem sofort matt antrocknenden Primer.

Primer Test: Smashbox Photo Finish Oil Shine Control Primer

Direkt nach dem Auftrag wirkt die Haut bei näherem, jedoch recht wohlwollendem Hinsehen etwas matter als auf der nicht grundierten Seite. Spätestens nach dem Abpudern wirken beide Seiten identisch. Am Ende des Tages glänzt die Haut. Positiv ist, dass trockenere Partien weder optisch noch spürbar ausgetrocknet werden und die Haut sich stets geschmeidig anfühlt.

Angesichts des hohen Preises und zugegeben auch der Erwartungen basierend auf dem Marken-Image ist das Ergebnis enttäuschend. Ohne Puder könnte die Mattierung etwas sichtbarer sein, in diesem eher leichten Umfang schaffen dies auch deutlich günstigere Produkte. Der Primer ist unparfümiert und duftet minimal nach Rohstoffen.

Laura Mercier Pure Canvas Blurring Primer

Der Laura Mercier Pure Canvas Blurring Primer ist eine neue Variante des einstigen Kult-Primers der Marke. Nach einem Re-Branding wurden aus einem drei Primer. Man sollte also bei älteren Empfehlungen unbedingt auf das Design der Tube achten. Gemein mit dem einst sehr geschmeidigem Produkt hat dieser Primer, dass beide ohne Silikon einen mattierenden Effekt schaffen. Das ist angesichts der leichten Textur tatsächlich bemerkenswert und interessant für alle, die es nicht vertragen. Für alle anderen lohnt die recht kostspielige Investition eher nicht.

Primer Test: Laura Mercier Pure Canvas Primer Blurring

Der weichzeichnende Effekt ist nur auf ungeschminkter Haut feststellbar und wird auch von leicht deckender Foundation überlagert. Auf minimal abgepuderter Haut ist keinerlei Unterschied im Bezug auf das Finish zwischen grundierter und nicht grundierter Haut zu entdecken. Eher blieb der Eindruck, als habe der Mund- und Nasenschutz Foundation auf der mit Laura Mercier grundierten Seite weggewischt. Dies könnte aber auch nur Zufall sein.

Wir haben das Produkt in der Reisegröße im Test berücksichtigt, in voller Größe ist die doppelte Menge in ebenfalls einfacher Tube mit Schraubverschluss enthalten. Wir hätten uns hier eine Dosierspitze wie beispielsweise bei Maybelline gewünscht.

Der Verzicht auf Silikon bedeutet keinesfalls, es handle sich um ein »natürliches« Produkt. Es sind zahlreiche synthetische Inhaltsstoffe enthalten, was dazu beiträgt das Produkt relativ reizarm zu halten. Es ist unparfümiert und frei von Duft.

Shiseido Refining Make-up Primer

Bei dem Shiseido Refining Makeup Primer handelt es sich um eine leicht pfirsich-getönte Creme, die sich sehr einfach verstreichen lässt und die optisch minimal den Teint angleicht. Die Haut fühlt sich gepflegt aber auch etwas beschwert an. Laut Hersteller soll »die Sichtbarkeit vergrößerter Poren kaschiert« werden. Während andere Produkte mit diesem Versprechen zumindest vor dem Auftrag von Foundation einen solchen Effekt aufweisen, ist dieser hier zu keinem Zeitpunkt festzustellen. Darüber hinaus sah und fühlte sich die Haut mit und ohne diesen Primer identisch an. Obwohl die Inhaltsstoffe auf ölabsorbierende Eigenschaften hinweisen, glänzte die Haut stets wie auf der nicht grundierten Seite.

Primer Test: Shiseido Refining Makeup Primer

Der Primer kann in Kombination mit einer leichteren Foundation für etwas mehr Abdeckung sorgen, jedoch schafft das beispielsweise auch der deutlich günstigere Catrice Ten!sational Primer. Das Produkt ist nicht direkt parfümiert, enthält jedoch Lavendelöl. Dieses kann man nur erahnen, wenn man weiß, dass es drin ist.

Catrice HD Active Performance Primer

Der Catrice HD Active Performance Primer ist ein wässriger, sehr dünner Primer im 15-Milliliter-Glasflakon und wird mit einer Pipette dosiert. Das weiße Fluid trocknet transparent, spendet im Finish jedoch ein wenig Reflex, der von Foundation jedoch geschluckt wird. Einen porenverfeinernden Effekt, wie er auf der Verpackung angegeben wird, war nicht zu beobachten. Darüber hinaus blieb auch jeder weitere sichtbaren Effekt auf das fertige Make-up aus. Im Gegenteil: das Produkt rollte sich sich von der Haut, nachdem es getrocknet ist.

Obwohl die Dosierung mit Pipette bei der dünnen Textur nachvollziehbar ist, ist die Konstruktion ein stetiges Ärgernis bei der Anwendung. Das Produkt wird beim Herausziehen nicht ausreichend vom Glasröhrchen abgestreift. Das hat zwei Nachteile: beim Wiedereintauchen sammelt sich Produkt am Flaschenhals und Gewinde. Dies wiederum trocknet bis zur nächsten Anwendung und man findet dann weiße Flocken vor.

Primer Test: Catrice Hd Active Performance Primer

Darüber hinaus dosiert die Pipette nie so viel Produkt, wie man meint herauszurücken, spritzt auch mal mit Luft herum. Das verlockt Primer vom Röhrchen mit dem Finger abzuwischen und aufzutragen. Für eine zusätzliche Kontamination dieser Art sind Produkte mit Pipette nicht optimal konserviert. Grundsätzlich sollte das bei zügigem Aufbrauchen und sauberen Fingern kein Problem sein, selbst bei einem kleinen Preis sollte man dem Kunden so etwas aber nicht zumuten.

Besonders ärgerlich bei diesem Primer ist die hevorgehobene SPF-Angabe. Im Falle des Catrice HD Primers wird gerade durch die wässrige Textur nicht annähernd genug Produkt aufgetragen, um einen Faktor von 30 zu gewährleisten. Darüber hinaus handelt es sich nur um Titandioxid in Nano-Form, das keinen UVA-Schutz bietet. Das behauptet Catrice zwar nicht, vielen Kunden ist der Unterschied von UVA und UVB jedoch nicht bewusst. Darauf deuten auch vereinzelte Rezensionen hin, die den Sonnenschutz loben. Nicht zuletzt hält der Schutz mineralischer Filter in der Regel nur ein bis zwei Stunden und sollte danach aufgefrischt werden.

Der Primer ist parfümiert und enthält einige deklarationspflichtige Duftstoffe. Es riecht nicht nach einem Parfum, sondern eher leicht chemisch, wenn man ganz nah schnuppert.

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