Puder Test: Bestes Puder
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Der beste Puder

Wir haben 25 Gesichtspuder getestet. Ob lose oder gepresst, getönt oder farblos: Der Markt gibt für jeden Hauttyp und alle Vorlieben das passende Produkt her. Universell empfehlen möchten wir den MAC Mineralize Skinfinish Natural, weil er sowohl bei öliger als auch trockener Haut funktioniert, ein natürliches Finish hinterlässt und auch feucht angewendet werden kann.

Magi Kusak
Magi Kusak
ist Beauty-Bloggerin der ersten Stunde und betreibt mit MagiMania den ältesten deutschsprachigen Beauty Channel auf YouTube, wo sie ihre Community an der Begeisterung für effektvolles Makeup, moderne Texturen und wirksame Skincare teilhaben lässt.
Letztes Update: 24. Juni 2022

Wir haben acht weitere Gesichtspuder sowie die neue Version von Chanel getestet. Es bleibt einer unserer Favoriten, wir konnten mit dem Catrice True Skin Mineral Loose Powder jedoch eine weitere Empfehlung aus der Drogerie ergänzen. Neben einigen guten Produkten waren leider auch Flops dabei.

Unsere ehemalige Empfehlung Manhattan ClearFace Compact Powder ist nun unter „Außerdem getestet“ zu finden.

Update Info-Service

Wir testen ständig neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Gerne informieren wir Sie, sobald dieser Artikel aktualisiert wird.

Guter Puder soll in erster Linie den Teint zuverlässig mattieren. Überschüssiges Öl soll sofort aber auch über den Tag hinweg absorbiert werden und die Haut ebenmäßig aussehen. Auch Glanz aus Hautpflege, Sonnencreme oder Foundation wird reduziert, sodass Gesichtspuder auch beliebt ist, wenn man sich darüber hinaus nicht schminkt. Für den Einsatz vor der Kamera, beispielsweise im Fernsehen, sind Puder nicht wegzudenken. Dabei sollte bestenfalls niemand erkennen können, dass ein Face Powder aufgetragen wurde. Einer der Trends, den wir uns aus den 90er-Jahren vermutlich nicht zurückwünschen, ist ein plakatives, absolut matt gepudertes Gesicht.

Puder wird aber auch zum Fixieren von Make-up verwendet und schafft eine gleichmäßige Unterlage für beispielsweise Rouge und Bronzer. Als Finishing Powder kann es der Haut ein variablen Feinschliff verleihen. So sind Puder längst nicht mehr nur matt. Fein lichtreflektierende Partikel können trockener Haut zu mehr Dimension verhelfen oder auch Linien und Poren kaschieren.

Puder Test: Bester Gesichtspuder Test 2022
Lose und gepresste Puder fürs Gesicht.

Wie auch bei unserem Eyeliner-Test eine gute Nachricht vorweg: In den letzten Jahren hat sich sehr viel Positives bei Pudern getan. Die Texturen sind modern und vielseitig formuliert. Wer in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit Pudern gemacht hat, weil sie sich eventuell schwer anfüllten, in Poren sammelten oder Härchen betonten: Mit der richtigen Wahl des Puders und einer guten Technik kann die Routine auch auf trockener Haut bereichert werden.

Ein moderner Puder muss mehr können, als nur zu mattieren

Der Wunsch, mit Puder zeitgleich auch Unebenheiten des Teints abzudecken ist nachvollziehbar, für unseren Test jedoch keine Voraussetzung – nicht zuletzt, weil eine Pigmentierung einem natürlichen Ergebnis im Weg stehen kann. Wir empfehlen zu dem Zweck daher Powder Make-up, weil es für den Einsatz optimiert ist.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

MAC Mineralize Skinfinish Natural

Test Puder: MAC Mineralize Skinfinish Natural
Gebackener Kompaktpuder, der zuverlässig mattiert und dennoch ein natürliches Finish zurücklässt. In vielen Farben erhältlich.

Den MAC Mineralize Skinfinish Natural haben wir zum Testsieger ernannt, weil er sowohl für ölige als auch trockene Haut funktionieren kann. Er hat eine sehr feine gebackene Textur, die optimal mit der Haut verschmilzt und im Finish das Licht so natürlich reflektiert wie gesunde Haut. Der Puder ist in vielen Farben erhältlich und kann auch feucht angewendet werden, um etwas mehr Abdeckung zu erzielen.

Für trockene Haut

Hourglass Ambient Lighting Powder

Test Puder: Hourglass Ambient Lighting Powder
Gebackener Kompaktpuder mit natürlichen Lichtreflexen. Die Haut sieht damit nicht abgepudert aus.

Der Hourglass Ambient Lighting Powder ist eine Empfehlung für alle Hauttypen, aber insbesondere für feuchtigkeitsarme Haut. Obwohl der gebackene Puder zu mattieren vermag, lässt er die Haut nie spannen und schenkt ihr durch feine Schimmerpartikel Dimension. Der Teint wirkt optisch verschönert, weichgezeichnet ohne sich abzusetzen oder plakativ zu wirken. Die moderne Herstellungsweise beschert einen nahezu gar nicht staubenden Puderstein, der sich dadurch nur langsam verbraucht und den Preis rechtfertigt. Vorsicht jedoch bei der Nuancenwahl: Die sechs erhältlichen Schattierungen sind nicht farblich gestaffelt, sondern haben unterschiedliche Effekte.

Für ölige Haut

Chanel Poudre Universelle Libre

Test Puder: Chanel Poudre Universelle Libre
Luxuserlebnis für Haut und Schminktisch: Chanel überzeugt mit langanhaltender Mattierung bei natürlichem Finish.

Der Preis des Chanel Poudre Universelle Libre ist happig, aber man bietet uns dafür auch etwas: Er mattiert mit am besten in unserem Test und verfeinert das Hautbild optisch. Lose Puder haben stets einen Komfortnachteil, doch Chanel macht das beste daraus und bietet uns eine dem Preis angemessene Verpackung. In neuer Version wird auf Talkum verzichtet, ohne Performance einzubüßen. Im Update auch in farbloser Version erhältlich, sodass sich unsere einstige Kritik zu den Nuancen erübrigt.

Gut & günstig

Catrice True Skin Mineral Loose Powder

Puder Test: Catrice True Skin Mineral Loose Powder
Raffinierte lose Formulierung, die für feine Reflexe auf der Haut sorgt.

Das Catrice True Skin Mineral Loose Powder bietet eine raffinierte Formulierung zu einem erschwinglichen, wenn auch nicht spottbilligen Preis und empfiehlt sich vor allem für Mischhaut oder nur leicht ölige Haut, die auch von dezenten Reflexen profitieren möchte. Das Puder mattiert mittel bei einem unscheinbaren, natürlichen Finish. Trockene Stellen oder Linien werden nicht betont. Eine günstige Alternative zum Hourglass-Puder, die eine bessere Verpackung vertragen könnte. Umfüllen ist zum Glück kein Problem.

Zum Nachpudern

NYX High Definition Finishing Powder

Test Puder: NYX High Definition Finishing Powder
Farbloser Kompaktpuder für natürliche Mattierung ohne Rückstände.

Den NYX High Definition Finishing Powder möchten wir vor allem für das Nachpudern zwischendurch empfehlen, weil er keine Farbe aufbaut, die sich im Laufe des Tages unschön absetzen könnte. Ein nahezu neutrales Produkt, das überschüssigen Glanz reduziert und lange zurückhält. Insbesondere in der Funktion würden wir uns einen Spiegel wünschen. Die Dose ist jedoch kompakt genug, dass in der Tasche noch Platz für Pinsel und Spiegel übrig bleiben sollten.

Vergleichstabelle

TestsiegerMAC Mineralize Skinfinish Natural
Für trockene HautHourglass Ambient Lighting Powder
Für ölige HautChanel Poudre Universelle Libre
Gut & günstigCatrice True Skin Mineral Loose Powder
Zum NachpudernNYX High Definition Finishing Powder
It Cosmetics Bye Bye Pores Pressed
NYX Can't Stop Won't Stop Mattifying Powder
Manhattan ClearFace Compact Powder
Max Factor Ellen Betrix Loose Powder
Maybelline Fit Me Matte + Poreless Powder
L'Oréal Paris Perfect Match Powder
Rodial Glass Powder
By Terry Hyaluronic Hydra-Powder
Laura Mercier Translucent Loose Setting Powder
Benefit Dr. Feelgood Powder
Rimmel Stay Matte Long Lasting Pressed Powder
Manhattan Soft Mat Loose Powder
Manhattan Soft Compact Powder
L'Oréal Paris Infaillible Fresh Wear Foundation
Sulfoderm Teint Puder
Lavera Fine Loose Mineral Powder
Alverde Setting Powder
Test Puder: MAC Mineralize Skinfinish Natural
  • Zuverlässige Mattierung
  • Leichte Korrektur (feuchter Auftrag für noch mehr Abdeckung möglich)
  • Natürliches Finish
  • Viele Farben
  • Keine Quaste / Pinsel
Test Puder: Hourglass Ambient Lighting Powder
  • Natürliches, lichtreflektierendes Finish (schön auf trockener / feuchtigkeitsarmer Haut)
  • Mattiert dennoch
  • Staubt nicht / ergiebig
  • Auch als Miniatur erhältlich
  • Verwirrende Farbstrukturierung (verschiedene Effekte – nicht nach Farben)
  • Keine Quaste / Pinsel
  • Teuer
Test Puder: Chanel Poudre Universelle Libre
  • Zuverlässige, langanhaltende Mattierung
  • Natürliches Finish
  • Hochwertige Verpackung mit großer Öffnung + Quaste
  • Viel Inhalt
  • Nicht für unterwegs geeignet
  • Teuer
Puder Test: Catrice True Skin Mineral Loose Powder
  • Natürlich reflektierendes Finish
  • Dezent mattierend
  • Universell getönt
  • Wenig Inhalt
  • Verpackung unpassend zur Textur
Test Puder: NYX High Definition Finishing Powder
  • Zuverlässige Mattierung
  • Feines Finish
  • Universell / farblos
  • Sehr kompakt
  • Guter Preis
  • Ohne Spiegel und Quaste
Test Puder: It Cosmetics Bye Bye Pores Pressed
  • Intensive Mattierung
  • Deutlich weichzeichnend
  • Ohne Talkum
  • Universell / farblos
  • Mit Spiegel und Schwämmchen
  • Dunkelt etwas nach
  • Etwas teuer
Test Puder: NYX Can't Stop Won't Stop Mattifying Powder
  • Zuverlässige Mattierung
  • Weichzeichnend
  • Leichte Korrektur
  • Viele Nuancen inkl. farblos
  • Sammelt sich auf texturierter Haut
  • Kantige Dose
Test Puder: Manhattan ClearFace Compact Powder
  • Zuverlässige Mattierung
  • Schönes Finish
  • Unschlagbar günstig
  • Sehr kompakt
  • Verpackung
  • Nur für helle bis mittlere Hauttöne
  • Parfümiert + deklarationspflichti­ge Duftstoffe
Test Puder: Ellen Betrix (Max Factor) Loose Powder
  • Zuverlässige Mattierung
  • Natürliches Finish
  • Guter Preis
  • Verpackung
  • Nur für helle bis mittlere Hauttöne
Test Puder: Maybelline Fit Me Matte + Poreless Powder
  • Zuverlässige Mattierung
  • Verfeinert optisch das Hautbild
  • Leichte Korrektur
  • Mit Spiegel und Schwämmchen
  • Guter Preis
  • Sammelt sich auf texturierter Haut (auch ungetönt erhältlich)
  • Effekt nicht langanhaltend
  • Etwas klobig
Test Puder: L'Oréal Paris Perfect Match Powder
  • Zuverlässige Mattierung
  • Schönes Finish
  • Farbliche Korrektur
  • Mit Spiegel und Schwämmchen
  • Sehr kompakt
  • Sammelt sich auf texturierter Haut
Puder Test: Rodial Glass Powder Micro Beads Puder Kaufen Deutschland Bestellen Erfahrungen Review Test
  • Dezent mattierend
  • Weichzeichnend
  • Natürlich reflektierendes Finish
  • Nicht staubig
  • Universell / farblos
  • Effekt eher kurzlebig
  • Teuer
Test Puder: By Terry Hyaluronic Hydra Powder
  • Intensive Mattierung
  • Verfeinert optisch das Hautbild
  • Universell / farblos
  • Teuer
  • Effekt nicht langanhaltend
  • Bei Einsatz mit Blitzlicht testen – könnte reflektieren
  • Teuer
Test Puder: Laura Mercier Translucent Loose Setting Powder
  • Intensive Mattierung
  • Leichte Korrektur
  • Feines Finish
  • Mattierung hält nicht so lange wie erhofft
  • Teuer
Puder Test: Benefit Dr. Feelgood Powder
  • Intensive Mattierung
  • Deutlich weichzeichnend
  • Universell / farblos
  • Mit Schwämmchen
  • Mattierung eher kurzlebig
  • Klobige, friemelige Dose
  • Auf heller Haut zu dunkel
Test Puder: Rimmel Stay Matte Long Lasting Pressed Powder
  • Intensive Mattierung
  • Leichte Korrektur
  • Sehr günstig
  • Sammelt sich auf texturierter Haut
  • Spannt auf trockener Haut
  • Verpackung
  • Nur für helle bis mittlere Hauttöne
  • Nur noch online erhältlich
  • Parfümiert + deklarationspflichti­ge Duftstoffe
Test Puder: Manhattan Soft Mat Loose Powder
  • Zuverlässige Mattierung
  • Leichte Korrektur
  • Sammelt sich auf texturierter Haut
  • Spannt auf trockener Haut
  • Nur für helle bis mittlere Hauttöne
Test Puder: Manhattan Soft Compact Powder
  • Zuverlässige Mattierung
  • Leichte Korrektur
  • Sehr günstig
  • Sammelt sich auf texturierter Haut
  • Spannt auf trockener Haut
  • Klapprige, klobige Verpackung
  • Nur für helle bis mittlere Hauttöne
  • Parfümiert + Farnesol
Test Puder: L'Oréal Paris Infaillable Fresh Wear Powder Foundation
  • Starke Abdeckung (eigentlich Foundation)
  • Viele Farben
  • Ebenmäßiges Hautbild
  • Zum Nachpudern wenig geeignet
  • Parfümiert + deklarationspflichti­ge Duftstoffe
Test Puder: Sulfoderm Teint Puder
  • Mit Sulfur gegen Pickel
  • Intensiv Mattierend
  • Stumpfes Finish
  • Rosige Farbe nicht universell
  • Penetranter Parfum-Duft inkl. deklarationspflichti­ger Duftstoffe
Test Puder: Lavera Fine Loose Mineral Powder
  • Zuverlässige Mattierung
  • Natürliches Finish
  • Spannt auf trockener Haut
  • Nur für helle bis mittlere Hauttöne
  • Parfümiert + deklarationspflichti­ge Duftstoffe
Puder Test: Alverde Setting Powder
  • Universell / farblos
  • Günstig
  • Effektlos
  • Verbraucht sich schnell
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Was Sie über Gesichtspuder wissen sollten

Bereits mit einem Inhaltsstoff kann ein brauchbarer Puder hergestellt werden. Es überrascht daher nicht, dass viele Produkte minimalistisch formuliert sind und funktionieren wie beispielsweise der RCMA No Color Powder: Er besteht nur aus Talkum und Silica. Das bedeutet jedoch nicht, dass alle Puder identisch sind. Die Qualität der Rohstoffe ist sehr unterschiedlich, z. B. der Mahlgrad der Mineralien oder Qualität von Mehlen. Reis und Mais werden nämlich auch gern zusätzlich eingesetzt.

Apropos: Wenn Marken mit Slogans wie »auf Mineralbasis« werben, können Sie ab sofort drüber schmunzeln – denn das gilt für fast alle Puder auf dem Markt. Es handelt sich dabei um keine bemerkenswerte Eigenschaft.

Je problematischer die Haut, umso mehr steigen die Ansprüche an die finale Optik des Teints und die Performance über den Tag hinweg. Dazu können weitere, teils synthetische Bestandteile beitragen. Insbesondere ausgeprägte Poren sowie Fältchen und alternde Haut profitieren raffinierten Formulierungen, die geschickt kaschieren anstatt zu betonen.

Puder je nach Hauttyp

Für die richtige Wahl des Puders orientiert man sich an seinem Hauttyp und aktuellem Zustand. Die meisten dürften entweder mit Tendenz zur Trockenheit, zu einem Ölüberschuss oder in Form von Mischhaut zu beidem tendieren. Zusammen mit normaler Haut gibt es somit nur diese vier Hauttypen.

Ölige Haut kann auch feuchtigkeitsarm sein

Aber auch mit öliger Haut kann der Hautzustand »feuchtigkeitsarm« sein und einen vor ähnliche Herausforderungen stellen wie trockene Haut. Stark mattierende Puder können sich trotz ausreichend Talg absetzen und das Hautbild kann trocken wirken. Anders als seinen Hauttyp kann man den Hautzustand durchaus ändern. Im Fall von feuchtigkeitsarmer Haut auf die Stärkung der Hautbarriere hinarbeiten, damit sie langfristig prall wird und bleibt.

Wiederum können auch die vorher verwendeten Produkte wie Feuchtigkeitspflege, Sonnenschutz und Foundation das Finish beeinflussen. Wer seine trockene Haut mit reichhaltigen Texturen eincremt, wird sicherlich auch den verbleibenden Glanz kontrollieren wollen.

Den Hauttyp kann man nicht aktiv ändern, jedoch Einfluss auf die Ausprägung nehmen. Die Sebumproduktion der Haut wird durch Hormone bestimmt, sodass wir beispielsweise während der Pubertät oder Schwangerschaft wesentliche Veränderungen beobachten können. Auch der Lebensstill und die Ernährung sind daher nicht unwesentlich an der Menge und Qualität des Hauttalgs beteiligt. Mit Kosmetik kann feinjustieren, beispielsweise die Qualität des Sebums verbessern, sodass sich Poren weniger verstopfen. Irritierende Produkte wiederum können durch teils unsichtbare Entzündungsreaktionen die Haut fettiger machen.

Irritation kann ölige Haut noch öliger machen

Viele Bestandteile von Kosmetikprodukten insbesondere für unreine Haut haben hohes Irritationspotenzial, das unbemerkt bleibt. Duftstoffe, hohe Mengen Alkohol denat. oder auch potente Wirkstoffe, die der Haut durchaus Gutes tun, aber auch Nebenwirkungen mit sich bringen. Darüber hinaus kann auch Sonnenstrahlung oder zu kaltes oder zu warmes Wasser beim Waschen die Haut reizen. Alles kleine Stellschrauben, an denen man drehen kann, um langfristig den Puderbedarf zu senken.

Nicht nur bei Akne-geplagter Haut kann sich ein kontrollierter Einsatz von chemischen Peelings als erfolgreich erweisen. Insbesondere BHA (Betahydroxy-Säure) in Form von Salizylsäure kann den Abtransport von Talg aus der Pore begünstigen und weniger Unreinheiten nach sich ziehen. Ein weiterer Inhaltsstoff, den wir für ein feineres Hautbild empfehlen möchten, ist Niacinamide – alles natürlich nur, um Puder schön wirken zu lassen.

Lose oder gepresst

Losen und Kompaktpuder unterscheidet mehr als nur die »Darreichungsform«. Einige effektive Puderbestandteile lassen sich alleine nämlich nicht pressen, beispielsweise Silica. Insbesondere Talkum (Talc) sorgt für stabile Pudersteine, die bei einem Sturz nicht sofort zerfallen. Bei gepressten Pudern geht man daher stets auch einen Kompromiss zu Gunsten des Anwendungskomforts ein. Lose Puder sind weniger praktisch, bieten zugleich aber mehr Kontrolle über das Ergebnis.

Puder Test: Lose Gesichtspuder
Lose Gesichtspuder in unserem Test.

Man kann jedoch nicht behaupten, dass das eine besser für jenen Hauttyp ist und umgekehrt. Es gibt sowohl gelungene lose als auch gepresste Gesichtspuder für alle Hauttypen. Wichtig ist, mit der zum Produkt passenden Technik und »Werkzeug« zu arbeiten.

Wichtiger als lose oder gepresst ist die Technik beim Auftragen

Stäubt man lose Puder mit einem Pinsel, erzielt man auf trockener Haut einen ähnlichen Effekt wie mit gepressten Pudern. Auf öliger Haut kann es von Vorteil sein, den Puder großzügig aufzutragen, ein wenig abzuwarten und den Überschuss abzufegen. Mit einem helleren Puder auf selektierten Bereichen nennt man diese Technik »Baking« und sie eignet sich vor allem für besondere Anlässe.

Lose Puder haben in der Regel eine größere Füllmenge als gepresste, was dazu verleiten könnte sie für den besseren Deal zu halten. Man muss aber bedenken, dass man auch dazu tendiert deutlich mehr Produkt anzuwenden und den Überschuss wegzufegen. Auch verliert sich ein Teil durch einen stärkeren Staubnebel. Gerade bei losen Pudern steht die Füllmenge auch stark im Zusammenhang mit den eingesetzten Füllstoffen. Diese sollen die Textur auflockern und haben ein geringeres Gewicht. Man sollte daher die Füllmengen nicht starr vergleichen.

Puder Test: Gepresste Puder
Gepresste Puder in unserem Test.

Gebackener Puder

Vergleichsweise neu im Vergleich zu losen und gepressten Pudern sind baked powder, die von den beiden Empfehlungen in unserem Test vertreten werden. Das Backen ermöglichst einen kompakter Puder ohne die Notwendigkeit einer großen Menge pressbarer Grundstoffe, die immer damit einhergehen, sich schwierig auf trockenen und feuchtigkeitsarmen Hautpartien zu verhalten.

Diese Puder werden zunächst zu einem Brei angemischt und anschließend auf Tonplatten gebacken. Man unterschätzt daher gerne die Restmenge bei solchen Produkten, weil kein Metallpfännchen in Sicht ist, je leerer es wird. Für den Brei werden Bestandteile verwendet, die in einem trockenen Puder nicht funktionieren würden, beim Backen jedoch trocknen und so einen andersartigen Puderstein ergeben, der andere Eigenschaften aufweist, als gepresster. Die Textur ist meist seidiger und das Finish feiner und strahlender.

Achtung staubig! Hier gilt: Vorsichtiger kreisen als bei traditionellen Pudern!

Manche gebackenen Puder tendieren dazu etwas staubig zu sein, man gewöhnt sich jedoch schnell daran, dass man nicht so viel Kreisen muss wie bei traditionellen Pudern.

Der Hourglass Ambient Lighting Powder in unserem Test ist unter den gebackenen Pudern noch einmal eine Besonderheit, weil er überhaupt nicht staubt. Der Stein selbst ist auch viel härter als bei den oft als »Mineral Baked Powder« kategorisierten Pudern wie auch dem MAC Mineralize Skinfinish. Das macht ihn nicht nur enorm gut dosierbar, sondern sehr effizient.

Puderpinsel oder Quaste?

Nachteile des Einsatzes von Puder beim Makeup können mit einer passenden Auftragetechnik weitestgehend reduziert werden. Wer sich beispielsweise über betonten Gesichtsflaum ärgert, kann statt zu kreisen den Puderpinsel nur von oben nach unten ziehen und sieht gewiss einen sofortigen Effekt. Man sollte einen ungeliebten Puder nicht sofort aufgeben, sondern es vielleicht mit einem anderen Tool ausprobieren.

Puderpinsel

Der richtige Puderpinsel ist eine Wissenschaft für sich. Während es recht üblich ist große, rund geformte Quasten zu benutzen, können sie auch mal kontraproduktiv sein. Das zunächst intuitive Kreisen kann dazu führen, dass sich Puder auf dem feinen Flaum absetzt und nicht optimal mit dem Untergrund verbindet. In Kombination mit gröberen Borsten kann sich die Haut durch die Reibung etwas schuppen und zusätzlich zu einem unruhigen Hautbild beitragen.

Besser kann es sein sich den Puder als Quasten-Alternative vorzustellen und Puder sanft zu tupfen und in die Haut zu pressen. Statt runder Pinsel können eher flach gebundene oder stark gestufte besser kontrollierbaren sein. Puderpinsel müssen dabei keinesfalls groß sein. Insbesondere bei nur wenig öliger Haut kann auch ein kleiner Pinsel punktuell geschwungen völlig ausreichen.

Puderquasten

Ob aus Veloursamt, Plüsch oder Federn – appliziert man sein Puder mit einer Quaste, fühlt man sich automatisch ein bisschen »vintage«. Damit es vorteilhaft ist, muss man sich aber schon ein bisschen mit der Technik beschäftigen.

Während große, flauschige Quasten eigentlich nur mit losem Puder funktionieren, indem der Teint mit einer Schicht bestäubt wird und der Überschuss weggefegt werden muss, sind kompakte Quasten vielen Produkten für Touch-ups unterwegs beigelegt.

Beiliegende Quasten sollte man regelmäßig reinigen und ersetzen. Denn wenn man nachpudert, trägt man Talg ab, der dann auf den Puderstein übertragen wird – Akne-Bakterien freut’s.

Profis benutzen wiederum auch große, flache Quasten (im Foto oben links in rosa), die sie mit Puder »durchtränken«, einreiben und tupfend in die Haut pressen. Das sorgt in der Regel für intensive, gleichmäßige und langanhaltende Mattierung, kann aber auch schnell etwas künstlich wirken. Einfach ausprobieren.

Makeup-Schwämmchen

Eigentlich sind die Schwammeier vor allem für ihren Einsatz mit Foundation populär geworden, die poröse Oberfläche hat sich aber für viele auch für den Auftrag von Puder bewährt. Diese Art von Tool wird in der Regel feucht angewendet (durchtränken und gut ausdrücken), was einem staubigem Finish vorbeugen kann. Durch die Tupfbewegung erleben es viele auch, dass das gesamte Makeup noch einmal abgerundet wird.

Neuere Versionen der »Eier« sind auch in einer beflockten Mikrofaser-Variante erhältlich, sie haben ganz feine Fasern auf der Oberfläche. Sie können auch trocken angewendet gerade zusammen mit Puder für ein deckenderes aber natürlich aussehendes Finish sorgen. Für den großflächigen Einsatz ist es eventuell zu unbequem und auf trockener Haut etwas zu viel des Guten, punktuell jedoch ein sehr guter Tipp für die Augenpartie und T-Zone.

Puder Test: Puder Tools
Puderquasten, Makeup-Schwämmchen oder Pinsel: Alle Tools haben ihre Vorzüge.

Getönt oder transparent?

Getöntem Puder werden Eisenoxide und Titanoxid sowie seltener andere Färbemittel hinzugefügt. In geringer Menge beugen sie vor, dass man auf dunkleren Hauttönen einen weißen Schleier sehen kann. Je mehr man davon hinzutut, umso mehr können sie Unebenheiten kaschieren. Zugleich steigt jedoch auch das Risiko, dass getönter Puder im Laufe des Tages in Linien kriecht und Schüppchen sichtbar betont. Bei trockener oder reifer Haut kann der Verzicht auf eine Tönung daher oftmals die bessere Wahl sein.

Etwas Pigment braucht es fürs Ausgleichen von Unebenheiten

Tönende Pigmente sind tendenziell etwas austrocknend und machen das Finish stumpfer. Dem kann durch leichtere Füllstoffe entgegengewirkt werden. Es ist zudem wichtig, getönte Puder unter realistischen Bedingungen zu testen oder die Farbe mit dem Wissen zu wählen, dass sie nachdunklen können. Einerseits wirkt der trockene Puderstein meist heller als das Ergebnis auf eingecremter oder öliger Haut. Darüber hinaus kann es auch im Laufe des Tages noch einmal nachdunklen.

Puder Test: Puder Swatches
Getestete Puder auf eingecremter Haut.

Dezente Schimmerpartikel im Puder wirken zunächst abschreckend, können aber auf trockener oder reifer Haut das fehlende Puzzleteil zu einem ebenmäßiger aussehenden Finish sein. Hat der Schimmer eine passende Größe, kann er Licht diffus streuen und so von beispielsweise feinen Linien ablenken.

Ein leichter Perlglanz gibt einer geschminkten Haut gegebenenfalls etwas mehr Tiefe zurück. Allerdings sollte man hier nicht überdosieren: Wie wir bei so manchem Puder erlebt haben, führt zu viel Glimmer (Mica) dazu, dass Linien und Poren unschön betont werden.

»Von allem ein bisschen« hat sich erfahrungsgemäß als gute Strategie für die Wahl des besten Puders bewährt.

Nachpudern

Selbst der beste Puder schützt nicht davor, dass man auch mal im Laufe des Tages partiell glänzt. Je nach Situation ist ein Nachpudern erforderlich. Grundsätzlich kann man dafür auch den selben Puder verwenden, wir empfehlen dennoch ein Auge darauf zu haben. Insbesondere Puder, die viel Pigment enthalten, könnten mit jeder zusätzlichen Schicht für unerwünschte Optik sorgen.

Wer häufig das Bedürfnis hat nachzupudern, dem möchten wir z. B. sogenannte Blotting Powder empfehlen. Das sind spezielle Puder, die für das Nachpudern unterwegs konzipiert sind. Sie bauen in der Regel nicht unnötig Farbe auf und fokussieren sich nur auf den Glanz. Beispielsweise der NYX High Definition Finishing Powder eignet sich hierfür: Er ist kompakt und farblos.

Alternativ empfehlen wir Blotting Papers statt nachzupudern. Sie funktionieren wie Löschpapier und absorbieren überschüssiges Öl. Das funktioniert durchaus auch mit porösen Schwämmchen. Der Nachteil am Abtupfen ist natürlich, dass es nicht so langanhaltend wie eine weitere Puderschicht ist. Ein Vorteil wiederum, dass auch Schweißtröpchen abgetragen werden können – große Empfehlung für den Sommer.

»Vorpudern«

In den letzten Jahren erlangte eine Profi-Technik durchaus auch unter EndanwenderInnen eine gewisse Popularität: Puder vor der Foundation anzuwenden. Ziel ist es, das Öl bereits zu absorbieren, bevor es an die Oberfläche gelangt. Darüber hinaus werden Linien und Poren wie durch einen Primer leicht aufgefüllt und bieten eine ebenmäßige Unterlage. Das funktioniert natürlich nicht mit allen Pudern. Da man aber Makeup schnell abschminken und neu auftragen kann, kann man es jederzeit einmal ausprobieren. Wir empfehlen es vor allem für kleinere Partien, die im Laufe des Tages dazu tendieren, aufzufallen.

Lichtschutzfaktor (SPF)

SPF in dekorativer Kosmetik ersetzt keinesfalls einen vollwertigen Sonnenschutz, den man vor dem Schminken auftragen und gut trocknen lassen sollte. Die erforderliche Menge, um den deklarierten Sonnenschutz zu erreichen, wird man mit Makeup niemals erreichen (2 Milligramm pro Quadratzentimeter Haut), geschweige denn lückenlos sein. Zudem ist der Schutz über den Tag hinweg instabil und muss regelmäßig erneuert werden, insbesondere wenn man sich lange in direkter Sonne aufhält – Problem siehe »Nachpudern«. Auch dürften die Produkte nicht ausreichend vor dem gesamten UV-Spektrum schützen.

SPF in Makeup ist kein Ersatz für vollwertigen Sonnenschutz

Man kann es zwar durchaus als Booster sehen, gezielt ergänzend einsetzen und es ist sowieso immer besser als nichts, wir raten jedoch davon ab, sich in irgend einer Form auf Puder beim Schutz vor Sonnenstrahlung zu verlassen.

Puder Test: Mac Mineralize Skinfiish Natural Im Gesicht
Komplettes Makeup mit mit unserem Testsieger abgepudert – punktuell mit Highlighter abgerundet (Kinn, Amorbogen, Nasenspitze).

Testsieger: MAC Mineralize Skinfinish Natural

Der MAC Mineralize Skinfinish Natural ist ein gebackener Puder, der von seinen Fans liebevoll mit MSFN abgekürzt wird. Zum Launch vor über 10 Jahren hat er für große Begeisterung gesorgt und überzeugt auch heute durch eine gute Balance aus Ölabsorbtion und einem natürlichem Finish, das Licht subtil reflektiert – ähnlich wie Haut. Die Intensität kann sehr gut variiert werden und funktioniert daher auf trockenen Partien in dünner Schicht ebenso gut wie konzentriert auf öligen.

Testsieger
MAC Mineralize Skinfinish Natural
Test Puder: MAC Mineralize Skinfinish Natural
Gebackener Kompaktpuder, der zuverlässig mattiert und dennoch ein natürliches Finish zurücklässt. In vielen Farben erhältlich.

Eine leichte Tönung korrigiert den Teint und feine Schimmerpartikel kaschieren zusätzlich. Wer noch mehr Abdeckung wünscht, kann den Puder auch mit einem angefeuchteten Schwämmchen benutzen (bei gepressten Pudern schwierig, weil sie verhärten können).

Dank 15 Nuancen ist für jeden Hautton etwas dabei

Der Puder ist mittlerweile in 15 Nuancen erhältlich mit einer gleichmäßigen Verteilung von hell bis dunkel, wodurch nicht nur eine Kundschaft mit hellem Hautton angesprochen wird. Dunklere Töne können bei der Textur auch hervorragend als Bronzer benutzt werden, weil sich der Puder so fein und gleichmäßig verteilen lässt.

Obwohl die Mattierung nicht so intensiv wie bei einigen anderen Produkten ist, hält sie lange an. Die feine, lockere Textur macht auch das Nachpudern unkompliziert und sorgt für einen schönen Teint, sogar noch am Abend, bei dem sich nur wenig in Poren und Linien gesammelt hat.

Puder Test: Mac Mineralize Skinfiish Natural Vorher Nachher
Links im Bild mit MAC Mineralize Skinfiish Natural mattierter Teint – rechts vorher mit leichter Foundation auf Sonnenschutz.

Die Verpackung wurde vor nicht all zu langer Zeit verändert und um einen Spiegel ergänzt, der auch an gewünschter Stelle einrastet und nicht wegklappt. Leider lässt er sich nicht auf 180° öffnen, der Winkel ist aber durchaus angenehm. Die Dose schließt mit einem Magneten, sodass keine »Nase« wegbrechen oder sich unschön Produkt ansammeln kann. Die Verpackung ist wertig und stabil, schützt das Produkt daher auch unterwegs, ist allerdings auch recht schwer und hat kein gesondertes Fach für eine Quaste oder Schwämmchen, es ist auch keines dabei.

Positiv anzumerken ist ebenfalls, dass auf Parfüm verzichtet wird. Dennoch hat der Puder einen leicht süßlichen Geruch, der jedoch nicht auf die Haut übertragen wird.

Puder Test: Mac Mineralize Skinfiish Natural Produktfoto
MAC Mineralize Skinfinish Natural in der Farbe »Light« mit Spiegel im Deckel, jedoch ohne Quaste.

Da wir den Puder bereits vor dem Test kannten, können wir eine durchschnittliche Ergiebigkeit bezeugen, die je nach Vorliebe für Abdeckung eher zum schnellen Verbrauch tendiert. Als meine Haut früher noch feuchtigkeitsärmer war, empfand ich den Puder als etwas zu trocken. Der Puder vermag auch durchaus Gesichtshärchen zu betonen, daher lohnt es sich, beim Auftrag auf unsere Anwendungstipps zu vertrauen.

MAC Mineralize Skinfinish Natural im Testspiegel

Bislang gibt es zu unserem Favoriten noch keine offiziellen Testberichte. Sollte sich das ändern, tragen wir sie hier nach.

Alternativen

Der MAC Mineralize Skinfinish Natural ist ein universell einsetzbarer, gelungener Puder, an dem es wenig zu bemängeln gibt und gerade in einem solch umfassenden Test wurde der Eindruck noch einmal bestärkt. Für gezielteren Einsatz haben wir weitere Empfehlungen, die je nach Hauttyp und kombinierten Produkten eine bessere Wahl sein könnten.

Für trockene Haut: Hourglass Ambient Lighting Powder

Den Hourglass Ambient Lighting Powder möchten wir explizit allen mit (partiell) trockener, feuchtigkeitsarmer und reifer Haut ans Herz legen, die ihren Teint nach dem Pudern als zu stumpf empfinden, dabei aber dennoch eine Mattierung erwarten – das muss nämlich kein Widerspruch sein.

Für trockene Haut
Hourglass Ambient Lighting Powder
Test Puder: Hourglass Ambient Lighting Powder
Gebackener Kompaktpuder mit natürlichen Lichtreflexen. Die Haut sieht damit nicht abgepudert aus.

Es handelt sich hierbei ebenfalls um einen gebackenen Puder wie den MAC Mineralize Skinfinish Natural, jedoch ist die Qualität eine andere und bisher diesbezüglich einmalig auf dem Markt. Obwohl er auch überraschend gut Öl absorbiert, könnte der Puder für sehr ölige Haut im Finish zu reflektierend sein. Auf stumpf aussehender Haut bringt er wiederum Dimension zurück, ohne wie durch Highlighter zu glänzen. Die lichtreflektierenden Partikel sind bemerkenswert gut dosiert, wirken stets natürlich und kaschieren dabei auch noch über ein unebenes Hautbild hinweg, ohne wesentlich Deckkraft beizusteuern.

So ergiebig wie kaum ein anderer

Der saftige Preis kann sicher schwer wegargumentiert werden, ein pragmatisches Argument können wir dennoch liefern: Er ist ergiebig wie kein anderer, den wir kennen. Durch den harten Stein wird effizient und nur nach Bedarf dosiert, dabei fliegt so gut wie nie Puder in die Luft und wird verschwendet.

Die Mattierung hält durchaus lange an – Nachpudern ist auch hier wegen der kontrollierbaren Dosierung ohne Abstriche im Gesamtbild möglich. Die Dose ist zum Mitnehmen durchaus stabil genug, bietet einen großen Spiegel, jedoch enthält auch sie weder Quaste noch Stauraum dafür. Das Design ist zwar recht chic, durch den Glanz jedoch recht anfällig für Fingerabdrücke und Kratzer.

Hourglass Ambient Lighting Powder in der Nuance »Ethereal Light« mit Spiegel. Ein Pinsel wird separat verkauft.Ein großer Nachteil des Puders ist eine etwas verwirrende Nuancenauswahl, da sie nicht linear nach Hautfarbe sortiert ist. Zwar sind die Puder unterschiedlich hell, weisen aber alle verschiedene Finishes auf – die einen sind seidenmatt, wie das von uns verwendete Ethereal Light, andere haben mehr Schimmerpartikel, wiederum andere mehr Perlglanz. Details dazu und wie man sich gleich vier Nuancen auf einmal zu Nutze machen kann, habe ich unter anderem in einem Hourglass-Anwendungsvideo festgehalten. Man bekommt die Puder nämlich auch in einer Mini-Version zum Verreisen (oder Ausprobieren) und auch gelegentlich als limitierte Version als Palette.

Bester loser Puder: Chanel Poudre Universelle Libre

Wem das Mattieren öliger Partien alleine nicht genügt, der überlegt sich eventuell eine Investition in den berühmten Chanel Poudre Universelle Libre. Für das Test-Update 2022 haben wir das Puder in neuer Formulierung ohne Talkum ausprobiert. Wir haben die neue Nuance ohne Tönung in weiß gewählt, denn die hellste Nuance haben wir zuvor als etwas zu dunkel kritisiert. Auch der Duft wurde verändert weg von einem eher schweren Duft hin zu etwas Frisch-Blumigem.

Für ölige Haut
Chanel Poudre Universelle Libre
Test Puder: Chanel Poudre Universelle Libre
Luxuserlebnis für Haut und Schminktisch: Chanel überzeugt mit langanhaltender Mattierung bei natürlichem Finish.

Er hat bei unseren Testdurchgängen im Direktvergleich zu anderen Pudern auch als einziger am Ende des Tages eindeutig matter gewirkt. Dafür ergänzt er die gleiche zuverlässige Basis aus Aluminumstärke und Silica um weitere Bestandteile, die den Tragekomfort und das Finish bereichern.

Optisch leicht verfeinertes Haut­bild dank licht­reflektieren­der Partikel

Der lose Puder enthält auch feine lichtreflektierende Partikel, die vor allem reifer Haut schmeicheln. Das Hautbild wird optisch leicht verfeinert und wirkt trotz der mattierenden Basis nicht stumpf, sodass es auch auf trockenen Partien funktioniert. Für gänzlich trockene oder sehr feuchtigkeitsarme Haut könnte es aber doch zu viel Absorbtion sein.

Puder Test: Chanel Poudre Universelle Libre
Chanel Poudre Universelle Libre in neuer Version. Große Quaste ist wieder dabei.

Ursprünglich hatten wir an dieser Stelle die Farbauswahl bemägelt. Mit der neuen weißen Nuance ohne Tönung wurde aber positiv nachgerüstet. Die hochwertige, dem Preis angemessene Verpackung ist geblieben. Dabei hat die klassische Chanel-Ästhetik per se einen Reiz. Man bekommt zudem ein dickwandiges Gefäß mit geprägtem, glänzenden Deckel. Die Dosenöffnung ist wunderbar groß und das Sieb sitzt recht tief, was die Anwendung erleichtert. Man kann den Puder problemlos vom Pinsel abklopfen, ohne den Tisch mit einzupudern. Alternativ liegt eine große Velour-Quaste bei, die man am besten separat aufbewahrt.

Gut & günstig: Catrice True Skin Mineral Loose Powder

Neu unter unseren Empfehlungen ist 2022 eine positive Überraschung aus der Drogerie von Catrice: True Skin Mineral Loose Powder. Ein loser Puder in einer eher kleinen Kunststoffdose mit einem verschließbaren Sieb, das in der Praxis eher zu den wenigen Nachteilen des Produktes zählt. Am besten ist es, den Schieber vom Anfang an nur leicht zu öffnen. Ist Puder einmal raus, gelangt es nur schwer zurück in die Dose. Es gibt bis zum Rand nur sehr wenig Platz, sodass beim Öffnen eigentlich immer Produkt verloren geht und den Tisch einstaubt. Eine Quaste ist nicht dabei.

Gut & günstig
Catrice True Skin Mineral Loose Powder
Puder Test: Catrice True Skin Mineral Loose Powder
Raffinierte lose Formulierung, die für feine Reflexe auf der Haut sorgt.

Der weitere Nachteil ist, dass es bei einer Füllmenge von 4,5 Gramm für einen losen Puder nicht das Schnäppchen ist, für das man es halten könnte. Zum Vergleich: Bei Chanel sind 30 Gramm enthalten und der Rand hoch, sodass kaum etwas verloren geht. Allerdings ist die Formulierung sehr fluffig und ergiebig.

Nun aber endlich zum Lob: ein klasse Puder für Mischhaut, der auch auf trockenen Partien natürlich aussieht und leicht ölige Partien angenehm mattiert. Zwar muss man durchaus mal nachpudern, das anfängliche Finish ist jedoch so natürlich, dass wir es dennoch gern als Alternative zu Hourglass empfehlen.

Puder Test: Catrice True Skin Mineral Loose Powder
Catrice True Skin Mineral Loose Powder ohne Quaste.

Subtile Schimmerpartikel lockern das Finish auf und sorgen für eine nicht all zu staubige Textur. Ein nachträglicher Blick in die Inhaltsstoffe bestätigt unseren Eindruck: Effizient mattierendes Aluminiumsalz wird mit fluffigem Silica und Mica aufgelockert. Synthetic Fluorphlogopite sorgt für leichte Reflexe. Auch Hyaluronsäuresalz mit etwas Wasser ist enthalten. Das sorgt nicht zwangsläufig für einen nennenswert pflegenden Feuchtigkeits-Kick, könnte aber je nach Wetter zu einem länger anhaltendem, schönem Finish beitragen. Diese Raffinesse bei der Formulierung in der Drogerie ist noch nicht selbstverständlich und absolut lobenswert.

Zum Nachpudern: NYX High Definition Finishing Powder

Den NYX High Definition Finishing Powder möchten wir vor allem für Touch-ups unterwegs empfehlen, die nicht unnötig Pigment aufbauen sollen, denn der gepresste Puder ist komplett farblos. Zwar funktioniert er auch direkt auf Foundation, dennoch ist die Leistung nicht ganz so ausgeprägt wie andere Gesichtspuder in unserem Test.

Zum Nachpudern
NYX High Definition Finishing Powder
Test Puder: NYX High Definition Finishing Powder
Farbloser Kompaktpuder für natürliche Mattierung ohne Rückstände.

Die Mattierung ist sofort da und lässt sich je nach Bedarf gut dosieren. Sie hält nicht ganz so lange vor wie bei anderen Pudern, doch ist hier das Nachpudern wie erwähnt unproblematisch.

Puder Test: Nyx Hd Finishing Powder Produktfoto
NYX HD Finishing Powder ohne Quaste und Spiegel.

Wer normale, ausgeglichene Haut hat, könnte in diesem Puder den perfekten Kompromiss finden. Einen optisch verfeinernden Effekt konnten wir trotz »High Definition«- Titel zumindest unter Alltagsbedingungen nicht beobachten. Die Mattierung ist jedoch zuverlässiger als beim ebenfalls farblosen Alverde Kompaktpuder.

In der kompakten Dose ist er zwar super für unterwegs, bietet jedoch weder Quaste noch Platz dafür. Für manche ist das sicher ärgerlich. Für diejenigen, die lieber ein vollwertiges Tool einpacken oder nur zu Hause pudern, kann es durchaus von Vorteil sein.

Außerdem getestet

Manhattan ClearFace Compact Powder

Universell von trockener bis öliger Haut möchten wir auf einen sich vielleicht etwas versteckenden Puder hinweisen: den Manhattan Clearface Compact Powder, den man in der Drogerie nicht etwa im Manhattan Makeup-Display findet, sondern im Regal für Hautpflege bei Pickeln, wo er mit dem Kompakt-Makeup und Abdeckstiften angeboten wird (er enthält Panthenol und Zink). Hier wird eine junge Zielgruppe so explizit angesprochen, dass man sich über 30 vielleicht abgeschreckt fühlen könnte – es handelt sich aber tatsächlich um eine sehr günstige Perle, die sich hinter den Pudern anderer Hersteller in der Drogerie nicht verstecken muss.

Der kompakte Puder mit Schwämmchen-Quaste mattiert zuverlässig, spendet leichte Abdeckung und hinterlässt auch auf trockenen Partien kein stumpfes Finish, insofern man ihn hier nicht zu intensiv dosiert – vorzugsweise mit einem anderen Tool als dem beiliegenden. Erwischt man zu viel, kann sich der Puder zwar im Laufe des Tages in Poren und Linien sammeln, das ist aber eine Eigenschaft, die alle getönten Puder gemein haben und er performt auch ähnlich lang.

Negativ anzumerken ist die Farbauswahl, die sich nur an helle bis mittlere Haut richtet, sowie eine Parfümierung, die gerade bei der Zielgruppe mit Akne fehl am Platz ist. Die typische Manhattan-Note (kennt man vielleicht von ihren Lipsticks) ist leider auch nicht besonders schön. Man hätte es sich sparen können und so sensible Anwender happy machen können.

Das Schwämmchen ist passend zur Dose recht klein und in der Anwendung etwas widerspenstig. Es ist zwar recht wertig produziert mit einer Kunstlederseite mit Logo-Prägung und einer beflockten Applikationsseite, jedoch knickt es durch die feste Rückseite immer wieder weg und erschwert gerade dann den Auftrag, wenn man so ein Tool jenseits seines Schminkplatzes benötigt. Es mag eitel klingen und nicht jedem ist dieser Aspekt wichtig, doch bei einem festlichen Anlass, einem besonderen Abend, wäre dieses Döschen nicht unbedingt das, was ich aus der Clutch zum Abpudern zücken wollen würde.

Puder Test: Manhattan Clearface Compact Powder Produktfoto
Manhattan Clearface Compact Powder – eine Quaste ist im Lieferumfang enthalten.

Max Factor Ellen Betrix Loose Powder

Den Max Factor »Ellen Betrix« Loose Powder ziert noch das alte Ellen-Betrix-Logo, obwohl die Marke vor vielen Jahren von Max Factor und damit von Coty übernommen wurde. Daraus schließen wir, dass es so viele Fans gibt, die den Puder noch kaufen, obwohl es viele Alternativen gibt. Wir waren zunächst etwas skeptisch, weil Produkte, die bereits Jahrzehnte lang erhältlich sind, oft schlicht obsolet sind, doch die vielen positiven Bewertungen haben uns neugierig gemacht – wir verstehen den Erfolg!

Der Puder hat eine Textur, die sich hinter vielen hochpreisigen nicht verstecken muss. Sie mattiert zuverlässig und spendet auflockernde Lichtreflexe. Die Pigmentierung ist nicht zu hoch, sodass sich nicht auffällig Produkt sammelt. Wer auf jeden Fall einen losen, getönten Puder sucht, der nicht so zwangsläufig stark mattieren muss und wem Chanel Poudre Universelle Libre zu teuer ist: Einen Test ist es wert.

Die Verpackung gibt leider nicht viel her, auf der großen Öffnung der runden Dose liegt ein Sieb, das entnommen und gewaschen werden kann – eine Alternative zu den sonst verwendeten Plastikeinlegern mit Löchern. Darüber wiederum wird eine durchsichtige Plastikschale hineingelegt, in der sich die Quaste befindet. Das ist viel Friemelei, sodass man das Zwischenstück langfristig sicher entfernt, dann sollte man tunlichst das Schütteln vermeiden. Langfristig würden wir ihn einfach in eine bessere Dose umfüllen.

Puder Test: Max Factor Ellen Betrix Loose Powder Produktfoto
Auf dem Max Factor Ellen Betrix Loose Powder liegt ein rundes Netz zum Abtrennen der flachen Quaste.

Maybelline Fit Me Matte + Poreless Powder

Der Maybelline Fit Me Matte Poreless Powder ist ein gepresster, getönter Puder in zahlreichen Nuancen, der einen wunderbaren Soforteffekt hat: Das Hautbild wird direkt nach dem Auftrag sowohl farblich als auch in der Textur angeglichen. Es ist matt aber nicht stumpf.

Würde es so bleiben, hätten wir ihn sicherlich unter die Empfehlungen gepackt. Leider lässt der verfeinernde Effekt recht schnell nach. Die Kehrseite der farblichen Korrektur ist das Sammeln in Poren und Linien, die wegen des intensiveren Pigments durchaus ins Auge fallen. Man muss bestenfalls noch mal sorgfältiger nacharbeiten. Nachpudern ist auf junger, öliger Haut vermutlich keine große Herausforderung, darüber hinaus würden wir etwas Leichteres empfehlen.

Wenig begeistert hat uns die Verpackung. Sie ist klobig und scharfkantig – die Ecken pieksen ein wenig. Da sich Schwämmchen und Spiegel in einem Fach unter dem Puderpfännchen befinden, klappert das Gerüst. Dabei zeigt die Schwestermarke mit dem L’Oréal Paris Perfect Match Powder, dass es auch anders geht.

Puder Test: Maybelline Fit Me Matte Poreless Powder Produktfoto
Maybelline Fit Me! Matte Poreless Powder versteckt Quaste und Spiegel unter einer Klappe.

L'Oréal Paris Perfect Match Powder

Apropos, die Verpackung des L’Oréal Paris Perfect Match Powder möchten wir lobend erwähnen – so hat ein KOMPAKTpuder ausgestattet zu sein: nicht zu groß, nicht zu klein, vor allem flach, dabei abgerundete Kanten, damit er sich in der Tasche oder im Etui perfekt einordnet. Er hat einen Spiegel und ein Fach auf der Unterseite des Pfännchens mit einer weichen, anschmiegsamen Quaste. Hier klappert nichts.

Da wir die Verpackung der Performance bei der Bewertung jedoch unterordnen, rankt dieser Puder für uns hinter dem Maybelline Fit Me Matte Poreless Powder. Dabei sind die beiden Produkte sich durchaus recht ähnlich. Perfect Match perfektioniert und mattiert nicht so gelungen wie der vorangehende, dafür wirkt er etwas natürlicher und setzt sich nicht ganz so prominent in Hauttexturen ab. Für trockene Haut halten wir ihn zwar für ein wenig zu pudrig, wer den Maybelline-Puder aber gern eine Prise leichter hätte, dem können wir diesen Puder ans Herz legen.

Diese beiden Puder würden wir übrigens am ehesten als Makeup-Ersatz im Test sehen.

Puder Test: Loreal Perfect Match Powder Produktfoto
Beim L’Oréal Paris Perfect Match Powder ist der Spiegel auf der Unterseite unter einem Klappmechanismus zu finden.

By Terry Hyaluronic Hydra-Powder

Der By Terry Hyaluronic Hydra Powder ist aufgrund der eingesetzten Hyaluronsäure recht bekannt geworden und bietet auch einen bemerkenswerten Soforteffekt. Die Haut wirkt wie gebügelt, da die super-feine Silica-Basis alle Unebenheiten ausgleicht und sofort mattiert. Leider haben wir damit zwei Probleme, die auch typisch für viele Silica-Puder anderer Hersteller sind: 1. der Effekt hält nicht lange an und 2. ein weißer Schleier. Ja, man kann ihn geringer dosieren, dann verschmilzt er unsichtbar mit der Haut, doch büßt man so auch den besonderen Effekt ein.

By Terry lässt uns anhand der Dose nicht spüren, dass wir viel Geld investiert haben. Es ist vielleicht der hochpreisige, wasserbindende und namensgebende Inhaltsstoff, einen positiven Effekt konnten wir dadurch jedoch nicht beobachten (wir haben das Produkt privat schon länger in Nutzung). Es sollte theoretisch die Haut am Austrocknen hindern, doch gerade auf trockenen Partien spannt der Puder und lockt feine Linien hervor.

Es ist kein schlechter Puder und für eine bestimmte Zielgruppe vermutlich passend, unter Anbetracht der vielen Alternativen jedoch sehen wir hier kein gelungenes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Puder Test: By Terry Hyaluronic Hydra Powder Produktfoto
By Terry Hyaluronic Hydra Powder dosiert mit eher flachem Kunststoffsieb und staubt leider.

Rimmel Stay Matte Long Lasting Pressed Powder

Beim Rimmel Stay Matte Long Lasting Pressed Powder verhält es sich ähnlich wie dem Max Factor Ellen Betrix Loose Powder: Die Marke ist auf dem deutschen Markt offiziell nicht mehr erhältlich (allerdings noch im Ausland), doch der Puder hat seit vielen Jahren so viele Fans, dass man ihn noch mühelos online bekommen kann. Die Nachfrage ist da, obwohl mit dem Astor Anti-Shine Mattitude Powder lange Zeit auch in den Drogerieregalen das gleiche Produkt unter anderem Namen erhältlich war. Leider ist aber mittlerweile auch die Marke Astor von der Bildfläche verschwunden.

Zurück zum Puder: Ganz »alte Schule« mattiert er langanhaltend und deckt für einen Puder auch farblich ab. Hier muss man Glück haben, dass eine der immerhin acht Farben passt, denn je höher die Deckkraft, umso passender muss die Nuance sein, um sich optisch nicht vom Hals abzuheben. Partieller Auftrag ist dann auch schwierig. Auf eine »Veredlung« des Hautbildes muss man hier leider verzichten. Für trockene oder feuchtigkeitsarme Haut ist er ungeeignet, auch wenn er in dünner Schicht nicht all zu sehr spannt.

Es handelt sich bei dem Puder übrigens um ein Refill, also eine Nachfülleinheit in einer Standardgröße für alte Puderdosen. Man kann es natürlich auch so nutzen, schließlich findet man solche Stücke selten im Handel. Die Dose ist aber schon sehr klapprig, anfällig für Bruch und der Deckel fällt schnell ab. Obwohl es also kompakt ist, ist es nicht unbedingt für unterwegs geeignet.

Puder Test: Rimmel Stay Matte Long Lasting Pressed Powder Produktfoto
Das Rimmel Stay Matte Long Lasting Pressed Powder ist ursprünglich ein Refill für traditionelle Puderdosen und daher sehr klapprig verpackt.

Laura Mercier Translucent Loose Setting Powder

Eigentlich gilt der Laura Mercier Translucent Loose Setting Powder seit vielen Jahren als DER von den Makeup Artists empfohlene Puder gegen Ölglanz. Das gleichzeitige Versprechen, dabei auch natürlich zu wirken, erfüllt er durchaus, die Mattierung ließ aber zu wünschen übrig. Er reiht sich unserer Meinung nach bei der Performance gelungener Drogeriepuder ein. Wir geben zu, er sieht dabei etwas schöner aus, aber so minimal, dass wir ihn unter Anbetracht des Preises nur bedingt empfehlen können.

Es mag ein wenig enttäuschte Erwartung mitschwingen, doch gerade im Kontrast zu Chanel und Dior fällt auf, wie wenig Mühe man sich beim Packaging gegeben hat. Das Plastik ist zwar dicker, über Nutzerfreundlichkeit hat man sich hier jedoch keine Gedanken gemacht.

Puder Test: Laura Mercier Translucent Loose Setting Powder Produktfoto
Das Laura Mercier Translucent Loose Setting Powder beinhaltet eine Quaste.

Manhattan Soft Mat Loose Powder

Eigentlich kann man dem Manhattan Soft Mat Loose Powder nichts wesentlich Negatives vorwerfen, er fällt im Vergleich allerdings auch nicht mit einer nennenswert positiven Performance auf – es ist ein günstiges Basic, das leicht mattiert und trotz Tönung eigentlich farblos wirkt. Leider betont er minimal die Poren und muss etwas früher als andere etwas nachgepudert werden. Für den günstigen Preis kann man ihn aber durchaus ausprobieren.

Es scheint eine neue Version des Puders zu geben – obwohl wir ihn frisch für den Test bestellt haben, handelt es sich hierbei noch um die alte Version.

Puder Test: Manhattan Soft Mat Loose Powder Produktfoto
Dem Manhattan Soft Mat Loose Powder liegt eine flache Quaste bei.

Manhattan Soft Compact Powder

Der Manhattan Soft Compact Powder hat eine mattierende, abdeckende Textur, die leider zum Krümeln tendiert und sich recht offensichtlich in Poren und Linien absetzt. Der Puder enthält unter anderem Lanolinöl und Paraffinöl, die vermutlich für das Krümeln und das etwas »schwere Gefühl« auf der Haut verantwortlich sind. Sie könnten der Grund dafür sein, dass der Puder so beliebt als Foundation-Alternative ist.

Das Schubfach für das mitgelieferte Schwämmchen ist sicher nett gemeint, macht die Dose jedoch recht klobig und klapprig, insgesamt ist das Pfännchen verhältnismäßig klein gegenüber der Verpackung, das ist unpraktisch. Hinzu kommt der intensive Duft, wie ihn auch der Manhattan Clearface Compact Powder aufweist, jedoch hier noch einmal intensiver.

Puder Test: Manhattan Soft Compact Powder Produktfoto
Das schwämmchen des Manhattan Soft Compact Powder ist in einer (klapprigen) Schublade versteckt.

Lavera Fine Loose Mineral Powder

Der Lavera Fine Loose Mineral Powder ist ein günstiger loser Puder mit Naturkosmetikzertifikat. Er enthält viele pflegende Substanzen, wie verschiedene Butter und Öle, die in der geringen Menge vermutlich wenig leisten, aber sicherlich einen kleinen Beitrag, der leider von diversen deklarationspflichtigen Duftstoffen wieder aufgewogen wird. Wieso diese unbedingt in einen Puder gehören, wird uns vermutlich niemand erklären können. Der penetrante Duft hat leider auch den Test belastet, weil er in seiner Komposition nicht gelungen und langanhaltend präsent ist.

Der Puder mattiert angenehm und hinterlässt ein angenehmes Finish, fühlt sich allerdings etwas schwer an, wenn man bei Puder davon sprechen kann. Aber er ist präsent und setzt sich im Laufe des Tages sichtbar ab. Es wird leider eine recht große Menge dosiert, ohne sie gezielt abklopfen zu können, weil das Döschen so klein ist. Auch ohne den unangenehmen Duft konnte uns die Performance leider nicht überzeugen.

Ein Ärgernis, auf das wir durch diesen Puder erst aufmerksam wurden: Man muss den Deckel dreimal drehen, um die Dose zu verschließen. Auf einmal können wir gelungenere Verpackung deutlich mehr wertschätzen. Die Kleberückstände des Hygiene-Klebebands rund um die Dose sind uns ebenfalls unangenehm aufgefallen.

Puder Test: Lavera Fine Loose Mineral Powder Produktfoto
Das Lavera Fine Loose Mineral Powder ist in einer eher kleinen Dose mit flacher Quaste enthalten.

It Cosmetics Bye Bye Pores Pressed

Wer sich vor allem ein intensiv porenverfeinerndes Porzellan-Finish wünscht, kann das farblose It Cosmetics Bye Bye Pores Pressed ausprobieren. Auch ohne Talkum schafft die Textur es, intensiv zu mattieren und durchaus lange matt zu halten. Nicht ganz so effizient wie bei Chanel, im halbseitigem Direktvergleich zum ähnlichen Benefit Dr. Feelgood Powder hat es aber definitiv die Nase vorn.

Das liegt sicherlich auch daran, dass auf Farbpigmente verzichtet wird, die sich nicht sichtbar sammeln könnten. Allerdings ist der Puder nicht komplett neutral: Durch die deutliche Weichzeichnung beim Auftrag wirkt der Teint sofort knapp eine Nuance dunkler. Dafür gleicht das Finish zumindest eine Weile einem Porzellan-Teint. Auf trockeneren Partien ist es etwas grenzwertig, kann aber durchaus funktionieren. Dafür sorgt das mitgelieferte Latexschwämmchen. Damit kann man das Produkt staubfrei und kontrolliert in die Haut einarbeiten. Wählt man einen Pinsel, wird deutlich mehr Puder aufgewirbelt und verschwendet. Es setzt sich dann viel eher an Schüppchen und Härchen ab. Der Puder ist besonders für Touch-ups im Laufe des Tages geeignet oder stellenweise ergänzend zu einem neutralerem Setting Powder.

Die Dose bietet stabilen Schutz, einen Spiegel sowie ein Fach für das beiliegende Schwämmchen. Sie ist optisch neutral aber aufgrund des beweglichen Fachs etwas klapprig. Durch eine samtige Beschichtung sieht man weiße Schlieren, die sich nicht mal eben wegwischen lassen. Bei dem durchaus gehobenen Preis wünscht man es sich etwas runder.

Puder Test: It Cosmetics Bye Bye Pores Pressed
It Cosmetics Bye Bye Pores Pressed versteckt ein Latexschwämmchen unterhalb des Pudersteins.

Benefit Dr. Feelgood Powder

Viele Jahre nach dem gleichnamigen mattierenden Balm lancierte Benefit kürzlich das Dr. Feelgood Powder. Ein loses, minimal getöntes und sehr feines Puder zum Mattieren und Weichzeichnen des Teints. Es absorbiert sofort intensiv überschüssiges Sebum und lässt den Teint weichgezeichnet zurück.

Die Verpackung ist zweckmäßig und durchdacht, aber auch klobig und umständlich zu »bedienen«. Zuerst muss die äußere Metalldose aufgeschraubt werden, bevor man das innenliegende Kunststofflid unter der beiliegenden Quaste hochklappen kann. Man hat hier offenbar versucht einen losen Puder praktisch für unterwegs zu verpacken, das ist aber nicht wirklich gelungen und macht es für die Anwendung zu Hause letztendlich nervig. Die Quaste hätten wir uns größer und flacher gewünscht, sodass man sie besser um den Finger wickeln kann. Dann wäre der Puder zumindest partiell überzeugender.

Wir wären vielleicht gnädiger mit der Kritik, würde man mit dem It Cosmetics Bye Bye Pores Pressed Powder nicht ein vergleichbares Finish erzielen ohne den Schnickschnack. Denn das sieht abends soger besser aus. Wir haben beide aufgrund der Ähnlichkeit halbseitig nebeneinander vergleichen. Obwohl auch das Benefit Dr. Feelgood Powder zunächst sehr intensiv mattiert und Poren weichzeichnet, verabschiedet sich der Effekt hier leider früher. Die subtile Tönung macht sich auf der hellen Haut unserer Testerin sofort bemerkbar, ist aber vor allem abends in feinen Linien zu erkennen.

Puder Test: Benefit Dr. Feelgood Powder
Dem Benefit Dr. Feelgood Powder liegt noch eine Quaste bei.

NYX Can't Stop Won't Stop Mattifying Powder

Durch seine Pressung in Herzform fällt das NYX Can’t Stop Won’t Stop Mattifying Powder sofort ins Auge – vor Ort sicherlich auch durch die große Farbauswahl von zehn Hautnuancen, einem rosigen Ton für die Augenpartie sowie einer ungetönten Version in weiß. Ein vielseitiges Puder aus der Drogerie zu einem fairen Preis: ohne Duft, aber auch ohne Spiegel und Quaste. Für die Handtasche zwar schön stabil, aber auch recht kantig.

Das Puder mattiert sichtbar ohne die Haut nennenswert zu tönen, obwohl es in so vielen Farben erhältlich ist. Es wird auf Titandioxid verzichtet, der üblicherweise für Deckkraft verantwortlich ist, Puder aber auch immer etwas trocken wirken lässt und dazu beitragen kann, dass es sich über den Tag hinweg in Linien sammelt. So ist das Finish nicht maskenhaft und zeichnet den Teint angenehm weich. Es eignet sich eher für ölige Haut und funktioniert auf Mischhaut. Für trockene Haut sieht es etwas zu leblos aus. Die Mattierung muss zwar je nach Herausforderung aufgefrischt werden, funktioniert aber in getönter Variante gut. Darum gefällt es uns auch besser als beispielsweise Maybelline Fit Me!.

Puder Test: Nyx Can't Stop Won't Stop Mattifying Powder
NYX Can’t Stop Won’t Stop Mattifying Powder ist in 12 Farben erhältlich.

Rodial Glass Powder

Aus einer Mischhautperspektive ist das Rodial Glass Powder sehr gelungen und wirkt selbst dann natürlich und betont keine Linien, wenn man einmal zu viel der losen Textur erwischt. Die Haut wird dabei angenehm mattiert und leicht weichgezeichnet. Den großen AHA-Effekt, den uns Social Media suggeriert hatte, vermissen wir jedoch.

Gespannt waren wir vor allem auf die namensgebenden Glasperlen, aus denen der Puder anteilig bestehen soll. Es ist logisch und zugleich desillusionierend, dass man von ihnen nichts »mitbekommt«. Nicht, dass wir Murmeln erwartet hatten, aber vielleicht einen kühlenden Effekt oder einen besonderen Reflex… Allerdings könnten es genau diese sein, die dafür sorgen, dass das Puder nie stumpf wirkt, obwohl es mattiert. Der Effekt dürfte bei dem Preis allerdings etwas länger anhalten.

Das Dosen-Design passt zur Marke, ist aber sicherlich Geschmackssache. Zu dem gehobenen Preis hätten wir mehr Luxus oder Raffinesse erwartet. Dior hat zu kleinerem Preis besser abgeliefert. Allerdings dosiert das Sieb trotz großer Öffnungen stets eine angemessene Menge und der hohe Rand schützt davor, dass man es vorschnell verschüttet. Das Puder staubt zudem wenig. Im Direktvergleich zu Catrice konnten wir auf zwei Gesichtshälften keinen großen Unterschied bemerken.

Puder Test: Rodial Glass Powder
Rodial Glass Powder enthält kleinste Glaskügelchen.

Sulfoderm Teint Puder

Das Sulfoderm Teint Puder enthält Sulfur als nachweislich wirksamen, antimikrobiellen Wirkstoff gegen Entzündungen und Pickel. Inwieweit diese Wirkung über Hautpflege und Make-up aufgetragen tatsächlich nützlich ist, ist schwer einzuschätzen. Wir rechnen mit einem tatsächlichen Benefit nur, wenn es direkt auf der Haut aufgetragen wird. Es ist sinnvoller eine passende Pflege zu nutzen, als auf ein Puder zu vertrauen. Kontraproduktiv für unreine Haut dürfte die überaus intensive Parfümierung sein, die auch deklarationspflichtige Duftstoffe umfasst. Diese können nicht nur unnötigerweise bereits kranke Haut irritieren, die schwere Note ist zudem nicht gerade massentauglich und hat unserer Testerin leider wiederholt Kopfschmerzen beschert.

Die Textur ist überraschend fein und leicht, die Plastikdose erschwert jedoch die Dosierung. Das Sieb mit kleinen Löchern ist »aus einem Guss« mit der Dose und bietet keinen Rand, der vor dem Überlaufen schützt oder Abstreifen ermöglicht. Zum Schutz liegt ein Schwämmchen der Dose bei. Es ist recht grob und starr und eignet sich weniger zum Auftragen.

Gerade bei einem Puder für eine Zielgruppe mit entzündlichen Pickeln ist eine rosa Tönung wenig nachvollziehbar. Sulfur ist Schwefel, sodass wir eigentlich ein neutralisierendes Gelb erwartet haben. Dafür ist aber vermutlich zu wenig enthalten. Immerhin ist die Mattierung sehr zuverlässig, bietet darüber hinaus jedoch keine Raffinesse beim Finish. Die Haut wirkt stumpf, sodass es für Mischhaut eher ungeeignet ist. Der Preis ist für die große Füllmenge fair aber nicht konkurrenzlos.

Puder Test: Sulfoderm Teint Puder
Sulfoderm Teint Puder duftet intensiv nach altbackenem Parfum.

L'Oréal Paris Infaillible Fresh Wear Foundation

Wie der Name verrät, handelt es sich bei der L’Oréal Paris Infaillible Fresh Wear Foundation eigentlich um ein Kompakt-Make-up und nicht um ein Puder fürs Finish. Wir wollten aufgrund des Hypes, der 2021 um das Produkt entstand, dennoch einen Test auf flüssiger Foundation wagen. Könnte es womöglich partiell die Deckkraft verbessern und zugleich ein langanhaltend mattes Finish bescheren?

Leider wird hier schnell deutlich, dass es nicht grundlos die Unterscheidung zum Puder gibt. Für ein schönes Finish wird in so einer Konstellation einfach zu viel Substanz geschichtet. Neben viel Pigment sind es schließlich auch konsistenzgebende Bestandteile. Unterm Strich ist die Infaillible Foundation auch nicht mattierend genug, um über den Tag hinweg Sebum in Schach zu halten. Wir sind überzeugt davon, dass es keine gleichwertige Alternative zu einem »echten« Puder bietet und die Stärken in seiner wahren Kategorie ausspielen kann.

Dem Puder liegt ein Schwämmchen bei, das sich auf der Unterseite des Pfännchens befinden. Hier ist auch ein Spiegel versteckt. In der Praxis muss man daher immer wieder das Mittelstück auf- und zuklappen, was ziemlich nervig ist. Mit Pinsel entnommen staubt die Textur leider sehr stark und verbraucht unnötig Produkt. Es ist darüber hinaus dezent parfümiert und enthält deklarationspflichtige Duftstoffe.

Puder Test: L'oréal Paris Infaillible Fresh Wear Foundation
Eigentlich ein Make-up: die L’Oréal Paris Infaillible Fresh Wear Foundation eignet sich leider nicht wirklich als Puder.

Alverde Setting Powder

Der Alverde Setting Powder der naturkosmetischen Eigenmarke der dm Drogerie hat sich entgegen unserer Erwartungen als Nullnummer herausgestellt. Selbst der erschwingliche Preis relativiert sich, weil mit jeder Benutzung eine sichtbare Menge verbraucht wird. Das könnte auch daran liegen, dass wir immer wieder Puder nachholen mussten, in der Hoffnung etwas zu sehen. Es haben sich auf der Oberfläche kleine Knubbel gebildet und die Foundation vom Pinsel abgefärbt, sodass das Puder nach einer Woche Nutzung aussieht, als sei es schon ewig im Einsatz.

Zwar mattiert das farblose Puder ganz dezent, bereits nach wenigen Minuten ist aber wieder leichter Glanz zu sehen. Besonders deutlich wurde es, als wir es halbseitig neben dem ebenfalls farblosen NYX High Definition Finishing Powder aufgetragen hatten und eine deutliche Grenze zu einer noch matten Seiten sehen konnten.

Es blieb die Hoffnung, es sei eine Option für eher trockene oder reife Haut. Leider wird das Hautbild nicht verfeinert Vielmehr muss man aufpassen, dass es trockene Stellen nicht unnötig betont. Fairerweise: Der Name »Setting Powder« verspricht keinen Einfluss auf das Finish. Eventuell reicht es ja tatsächlich, um matteres Make-up zu setten. Für unsere Produkte inklusive Sonnenschutz hat es nicht genügt. Immerhin wird auf Parfum verzichtet. Spiegel und Quaste sind nicht dabei.

Puder Test: Alverde Setting Powder
Der ALVERDE Setting Powder verbraucht sich sehr schnell.

So haben wir getestet

Die Puder wurden auf Mischhaut Mitte/Ende 30 getestet, die in der T-Zone schnell glänzt und auf den Wangen zu Spannungen neigt. Die Haut wird mit ausreichend Feuchtigkeit und mit einem Sonnenschutz vorbereitet, der ebenfalls Mattierung erfordert. Auch wird immer mit einer leichten Foundation mit maximal mittlerer Deckkraft kombiniert.

Für den Auftrag jedes Puders haben wir immer den selben gestuften Pinsel aus weichem Ziegenhaar benutzt sowie auch die beiliegenden Applikatoren, sofern vorhanden.

Es wurde jeder Gesichtspuder einen ganzen Tag lang beobachtet und später ähnliche Puder halbseitig zum Direktvergleich gegenübergestellt.

Die wichtigsten Fragen

Welcher ist der beste Puder?

Der beste Puder ist für uns der MAC Mineralize Skinfinish Natural. Er ist universell für ölige als auch trockene Haut geeignet. Die sehr feine, gebackene Textur verschmilzt optimal mit dem Teint und kaschiert dezent, ohne maskenhaft zu wirken. Er mattiert dabei zuverlässig mit natürlichem Finish.

Was macht man mit Puder?

Gesichtspuder benutzt man, um die Haut (stellenweise) zu mattieren, indem überschüssiges Öl absorbiert wird. Es verlängert aber auch die Haltbarkeit anderer Make-up-Produkte und schützt vor dem Abfärben. Je nach Produkt kann man auch das Hautbild feiner erscheinen lassen oder leicht abdecken.

Wie trägt man Puder richtig auf?

Es gibt mehrere Methoden, um Gesichtspuder aufzutragen, je nachdem, ob es lose oder gepresst ist und je nachdem, welchen Effekt man erzielen möchte. Traditionell verwendet man eine Quaste, um das Puder tupfend in die Foundation einzuarbeiten. Für natürlichere Optik, z.B. direkt auf der Haut, eignet sich ein Puderpinsel.

Braucht man Puder bei trockener Haut?

Puder soll in erster Linie mattieren. Trockene Haut glänzt üblicherweise nicht. Ergänzend zu Make-up und Pflege kann Puder dennoch helfen, eine feinere Optik zu erzielen und ggf. die Haltbarkeit zu erhöhen. Moderne Foundation und Concealer machen diesen Schritt jedoch nicht unbedingt notwendig.

Puder ohne "cakey" Finish?

Sammelt sich Make-up in Linien und Poren oder wirkt ungleichmäßig auf der Haut, spricht man von einem „cakey“ Finish, bei dem sich Produkte mischen und als Überschuss sammeln. Bei Puder kann man dem vorbeugen, indem man ein farbloses Produkt wählt, es sparsamer dosiert und gegebenenfalls die darunter verwendeten Produkte wechselt.

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 Test: Artboard

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