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Der beste Puder

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Puder Test: Bestes Puder
Magi Kusak

Magi Kusak

ist Beauty-Bloggerin der ersten Stunde und betreibt mit MagiMania den ältesten deutschsprachigen Beauty Channel auf YouTube, wo sie ihre Community an der Begeisterung für effektvolles Makeup, moderne Texturen und wirksame Skincare teilhaben lässt.

Wir haben 17 Gesichtspuder getestet und untersucht, welcher von ihnen mehr als nur mattieren kann. Ob lose oder gepresst, getönt oder farblos: Der Markt gibt für jeden Hauttyp und alle Vorlieben das passende Produkt her. Universell empfehlen möchten wir den MAC Mineralize Skinfinish Natural, weil er sowohl bei öliger als auch trockener Haut funktioniert, ein natürliches Finish hinterlässt und auch feucht angewendet werden kann.

Gesichtspuder wird in erster Linie die Aufgabe des Mattierens, dem Absorbieren überschüssigen Öls, zugesprochen. Er wird daher auch von denjenigen benutzt, die sich darüber hinaus nicht schminken und ist vor der Kamera nicht wegzudenken. Bestenfalls sollte man gar nicht erst erkennen können, dass ein Puder aufgetragen wurde. Einer der Trends, den wir uns aus den 90er-Jahren vermutlich nicht zurückwünschen, ist ein plakatives, absolut matt gepudertes Gesicht.

Wie auch bei unserem Eyeliner-Test eine gute Nachricht vorweg: In den letzten Jahren hat sich sehr viel Positives bei Pudern getan. Die Texturen sind modern und vielseitig formuliert. Wer in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit Pudern gemacht hat, weil sie sich eventuell schwer anfüllten, in Poren sammelten oder Härchen betonten: Mit der richtigen Wahl des Puders und einer guten Technik kann die Routine auch auf trockener Haut bereichert werden.

Puder Test: Bestes Puder Test
Gesichtspuder in unserem Test.

Bis auf eine Ausnahme unserer 17 Testkandidaten haben alle Puder im Test das Mattieren für mehrere Stunden zufriedenstellend erfüllt, einige länger als andere. Der Erfolg in dieser Hinsicht ist von sehr vielen Faktoren abhängig: Allem voran der Hauttyp und wie ausgeprägt die Talgproduktion ist, sowie die verwendete Hautpflege, Sonnenschutz, eventuelles Makeup, selbst das tagesaktuelle Wetter oder hormonelle Schwankungen spielen mit hinein. Im Laufe der Zeit verändern sich zudem die Bedürfnisse.

Ein moderner Puder muss mehr können, als nur zu mattieren

Über das Mattieren hinaus legen wir Wert auf ein möglichst natürliches Finish über den Tag hinweg – insbesondere auf texturierter Haut (Linien, Narben, Poren). Bestenfalls schafft ein Puder es auch, diese optisch zu kaschieren und den Teint gleichmäßiger wirken zu lassen.

Ansonsten sehen wir die Aufgabe eines Puders auch darin, den Teint für weitere Schminkprodukte vorzubereiten und darunter aufgetragene Foundation zu »setten«, also an Ort und Stelle zu platzieren und ihre Haltbarkeit zu gewährleisten, wobei das bei modernen Longlasting-Formulierungen teilweise nicht mehr notwendig ist.

Der Wunsch, mit Puder zeitgleich auch Unebenheiten des Teints abzudecken ist nachvollziehbar, für unseren Test jedoch keine Voraussetzung – nicht zuletzt, weil eine Pigmentierung einem natürlichen Ergebnis im Weg stehen kann. Wir empfehlen zu dem Zweck daher Powder Make-up, weil es für den Einsatz optimiert ist.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

MAC Mineralize Skinfinish Natural

Test Puder: MAC Mineralize Skinfinish Natural
Gebackener Kompaktpuder, der zuverlässig mattiert und dennoch ein natürliches Finish zurücklässt. In vielen Farben erhältlich.

Den MAC Mineralize Skinfinish Natural haben wir zum Testsieger ernannt, weil er sowohl für ölige als auch trockene Haut funktionieren kann. Er hat eine sehr feine gebackene Textur, die optimal mit der Haut verschmilzt und im Finish das Licht so natürlich reflektiert wie gesunde Haut. Der Puder ist in vielen Farben erhältlich und kann auch feucht angewendet werden.

Für trockene Haut

Hourglass Ambient Lighting Powder

Test Puder: Hourglass Ambient Lighting Powder
Gebackener Kompaktpuder mit natürlichen Lichtreflexen. Die Haut sieht damit nicht abgepudert aus.

Der Hourglass Ambient Lighting Powder ist unsere Empfehlung für trockene Haut und für ölige aber feuchtigkeitsarme Haut. Obwohl der gebackene Puder zu mattieren vermag, lässt er die Haut nie spannen und schenkt ihr durch feine Schimmerpartikel Dimension. Jedoch Vorsicht bei der Nuancenwahl: Die sechs erhältlichen Schattierungen sind nicht farblich gestaffelt, sondern haben unterschiedliche Effekte.

Gut & günstig

Manhattan ClearFace Compact Powder

Test Puder: Manhattan ClearFace Compact Powder
Gepresster Kompaktpuder aus der "Akne-Abteilung", der ein überraschend natürliches Finish verleiht und angenehm mattiert.

Der Manhattan Clearface Compact Powder kursiert als Geheimtipp und erwies sich im Test tatsächlich als sehr positive Überraschung. In den Drogerien steht er bei der Hautpflege und kann daher leicht übersehen werden. Die Verpackung ist nicht gerade attraktiv, doch gerade die Balance aus Mattierung und Finish hat sich hier als sehr angenehm erwiesen und ist zu dem Preis hervorragend.

Mattierungskünstler

RCMA No-Color Powder

Test Puder: RCMA No-Color Powder
Professioneller Setting Powder ohne Farbe und ohne Rückstände – mattiert den ganzen Tag, verfeinert jedoch kaum.

Der RCMA No Color Powder ist leider etwas schwierig zu bekommen, hat er in den letzten Jahren jedoch weit über die professionelle Community hinaus Popularität erlangt. Mit nur zwei Inhaltsstoffen funktioniert er einfach: matt und das den ganzen Tag lang.

Bester loser Puder

Chanel Poudre Universelle Libre

Test Puder: Chanel Poudre Universelle Libre
Luxuserlebnis für Haut und Schminktisch: Chanel überzeugt mit langanhaltender Mattierung bei natürlichem Finish.

Der Preis des Chanel Poudre Universelle Libre ist happig, aber man bietet uns dafür auch etwas: Er mattiert mit am besten in unserem Test und verfeinert das Hautbild optisch. Lose Puder haben stets einen Komfortnachteil, doch Chanel macht das beste daraus und bietet uns eine dem Preis angemessene Verpackung.

Zum Nachpudern

NYX High Definition Finishing Powder

Den NYX High Definition Finishing Powder möchten wir vor allem für das Nachpudern zwischendurch empfehlen, weil er keine Farbe aufbaut, die sich im Laufe des Tages unschön absetzen könnte.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerFür trockene HautGut & günstigMattierungskünstlerBester loser PuderZum Nachpudern
ModellMAC Mineralize Skinfinish NaturalHourglass Ambient Lighting PowderManhattan ClearFace Compact PowderRCMA No-Color PowderChanel Poudre Universelle LibreNYX High Definition Finishing PowderMax Factor Ellen Betrix Loose PowderMaybelline Fit Me Matte + Poreless PowderL'Oréal Paris Perfect Match PowderDior Diorskin Forever & Ever ControlBy Terry Hyaluronic Hydra PowderRimmel Stay Matte Long Lasting Pressed PowderLaura Mercier Translucent Loose Setting PowderManhattan Soft Mat Loose PowderManhattan Soft Compact PowderLavera Fine Loose Mineral PowderMilani Prep + Set + Glow Illuminating Transparent Face Powder
Test Puder: MAC Mineralize Skinfinish NaturalTest Puder: Hourglass Ambient Lighting PowderTest Puder: Manhattan ClearFace Compact PowderTest Puder: RCMA No-Color PowderTest Puder: Chanel Poudre Universelle LibreTest Puder: NYX High Definition Finishing PowderTest Puder: Ellen Betrix (Max Factor) Loose PowderTest Puder: Maybelline Fit Me Matte + Poreless PowderTest Puder: L'Oréal Paris Perfect Match PowderTest Puder: Dior Diorskin Forever & Ever ControlTest Puder: By Terry Hyaluronic Hydra PowderTest Puder: Rimmel Stay Matte Long Lasting Pressed PowderTest Puder: Laura Mercier Translucent Loose Setting PowderTest Puder: Manhattan Soft Mat Loose PowderTest Puder: Manhattan Soft Compact PowderTest Puder: Lavera Fine Loose Mineral PowderTest Puder: Milani Prep + Set + Glow Illuminating Transparent Face Powder
Pro
  • Zuverlässige Mattierung
  • Leichte Korrektur (feuchter Auftrag für noch mehr Abdeckung möglich)
  • Natürliches Finish
  • Viele Farben
  • Natürliches, lichtreflektierendes Finish (schön auf trockener / feuchtigkeitsarmer Haut)
  • Mattiert dennoch
  • Staubt nicht / ergiebig
  • Auch als Miniatur erhältlich
  • Zuverlässige Mattierung
  • Schönes Finish
  • Unschlagbar günstig
  • Sehr kompakt
  • Sehr gute, langanhaltende Mattierung
  • Farbloses, neutrales Finish
  • Universell / farblos
  • Enorme Füllmenge
  • Zuverlässige, langanhaltende Mattierung
  • Natürliches Finish
  • Hochwertige Verpackung mit großer Öffnung
  • Viel Inhalt
  • Zuverlässige Mattierung
  • Feines Finish
  • Universell / farblos
  • Sehr kompakt
  • Guter Preis
  • Zuverlässige Mattierung
  • Natürliches Finish
  • Guter Preis
  • Zuverlässige Mattierung
  • Verfeinert optisch das Hautbild
  • Leichte Korrektur
  • Mit Spiegel und Schwämmchen
  • Guter Preis
  • Zuverlässige Mattierung
  • Schönes Finish
  • Farbliche Korrektur
  • Mit Spiegel und Schwämmchen
  • Sehr kompakt
  • Zuverlässige Mattierung
  • Verfeinert optisch das Hautbild
  • Universell / farblos
  • Hochwertige, durchdachte Dose
  • Mit Kabuki-Pinsel
  • Intensive Mattierung
  • Verfeinert optisch das Hautbild
  • Universell / farblos
  • Teuer
  • Intensive Mattierung
  • Leichte Korrektur
  • Sehr günstig
  • Intensive Mattierung
  • Leichte Korrektur
  • Feines Finish
  • Zuverlässige Mattierung
  • Leichte Korrektur
  • Zuverlässige Mattierung
  • Leichte Korrektur
  • Sehr günstig
  • Zuverlässige Mattierung
  • Natürliches Finish
  • Feine Textur mit guter Dosierung
  • Lichtreflexe kaschieren
  • kompakt
Contra
  • Keine Quaste / Pinsel
  • Verwirrende Farbstrukturierung (verschiedene Effekte – nicht nach Farben)
  • Keine Quaste / Pinsel
  • Teuer
  • Verpackung
  • Nur für helle bis mittlere Hauttöne
  • Parfümiert + deklarationspflichtige Duftstoffe
  • Nur im Fachhandel oder Ausland bestellbar
  • Verfeinert nicht das Hautbild
  • Streubehälter
  • Nur für helle bis mittlere Hauttöne
  • Nicht für unterwegs geeignet
  • Teuer
  • Ohne Spiegel und Quaste
  • Verpackung
  • Nur für helle bis mittlere Hauttöne
  • Sammelt sich auf texturierter Haut
  • Effekt nicht langanhaltend
  • Etwas klobig
  • Sammelt sich auf texturierter Haut
  • Effekt nicht langanhaltend
  • Teuer
  • Effekt nicht langanhaltend
  • Bei Einsatz mit Blitzlicht testen – könnte reflektieren
  • Teuer
  • Sammelt sich auf texturierter Haut
  • Spannt auf trockener Haut
  • Verpackung
  • Nur für helle bis mittlere Hauttöne
  • Nur noch online erhältlich
  • parfümiert
  • Mattierung hält nicht so lange wie erhofft
  • Teuer
  • Sammelt sich auf texturierter Haut
  • Spannt auf trockener Haut
  • Nur für helle bis mittlere Hauttöne
  • Sammelt sich auf texturierter Haut
  • Spannt auf trockener Haut
  • Klapprige, klobige Verpackung
  • Nur für helle bis mittlere Hauttöne
  • Parfümiert + Farnesol
  • Spannt auf trockener Haut
  • Nur für helle bis mittlere Hauttöne
  • Parfümiert + deklarationspflichtige Duftstoffe
  • Highlighter – kein Puder, selbst gering dosiert
Bester Preis
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Was Sie über Gesichtspuder wissen sollten

Bereits mit einem Inhaltsstoff kann ein brauchbarer Puder hergestellt werden. Es überrascht daher nicht, dass viele Produkte minimalistisch formuliert sind und funktionieren wie der RCMA No Color Powder in unserem Test: Er besteht nur aus Talkum und Silica – beides übrigens Mineralien.

Apropos: Wenn Marken mit Slogans wie »auf Mineralbasis« werben, können Sie ab sofort drüber schmunzeln – denn das gilt für fast alle Puder auf dem Markt. Es handelt sich dabei um die Regel und keine bemerkenswerte Eigenschaft.

Je problematischer die Haut – z. B. durch ausgeprägte oder geringe Talgproduktion, durch eine gestörte Hautbarriere und damit fehlender Feuchtigkeit, aber auch durch das Alter und damit einhergehenden Elastizitätsverlust und Fältchen – umso mehr steigen die Ansprüche und damit die Liste an Bestandteilen in einem auf diese abgestimmten Puder. Weder kann man über die Inhaltsstoffliste sagen »je kürzer, desto besser«, noch umgekehrt.

Trocken – ölig – feuchtigkeitsarm

Für die richtige Wahl des Puders orientiert man sich an seinem Hauttyp – das braucht man eigentlich nicht zu erwähnen. Die meisten dürften entweder mit Tendenz zur Trockenheit, zu einem Ölüberschuss oder in Form von Mischhaut zu beidem tendieren. Zusammen mit normaler Haut gibt es somit nur diese vier Hauttypen.

Ölige Haut kann auch feuchtigkeitsarm sein

Aber auch mit öliger Haut kann der Hautzustand »feuchtigkeitsarm« sein und einen vor ähnliche Herausforderungen stellen wie trockene Haut. Stark mattierende Puder können sich trotz ausreichend Talg absetzen und das Hautbild kann trocken wirken. Anders als seinen Hauttyp kann man den Hautzustand durchaus ändern. Im Fall von feuchtigkeitsarmer Haut auf die Stärkung der Hautbarriere hinarbeiten, damit sie langfristig prall wird und bleibt.

Den Hauttyp kann man nicht ändern, seine Ausprägung jedoch durchaus beeinflussen: Ob Unter- oder Überproduktion des Talgs in der Haut – es ist eine genetische Prädisposition, die vor allem durch Hormone reguliert wird. Ein gesunder Lebensstil kann daher einen sehr großen Einfluss auch auf den Puderbedarf haben.

Darüber hinaus spielt natürlich auch die Hautpflege eine Rolle. Insbesondere diejenigen mit öliger Haut tendieren dazu, Produkte und Techniken anzuwenden, die langfristig kontraproduktiv sind. Irritationen können sich auch in Form von angeregter Talgproduktion äußern. Dafür muss man nicht nur ein zu grobes Peeling benutzt haben.

Viele Bestandteile von Kosmetikprodukten haben hohes Irritationspotenzial, das unbemerkt bleibt. Duftstoffe, hohe Mengen Alkohol denat. oder auch potente Wirkstoffe, die der Haut durchaus Gutes tun, aber auch Nebenwirkungen mit sich bringen. Darüber hinaus kann auch Sonnenstrahlung oder zu kaltes oder zu warmes Wasser beim Waschen die Haut reizen – alles kleine Stellschrauben, an denen man drehen kann, um langfristig den Puderbedarf zu senken.

Nicht nur bei Akne-geplagter Haut kann sich ein kontrollierter Einsatz von chemischen Peelings als erfolgreich erweisen. Insbesondere BHA (Betahydroxy-Säure) in Form von Salizylsäure kann den Abtransport von Talg aus der Pore begünstigen und weniger Unreinheiten nach sich ziehen. Ein weiterer Inhaltsstoff, den wir für ein feineres Hautbild empfehlen möchten, ist Niacinamid – alles natürlich nur, um Puder schön wirken zu lassen.

Lose oder gepresst

Losen und Kompaktpuder unterscheidet mehr als nur die »Darreichungsform«. Um einen festen Puderstein zu ermöglichen, müssen entsprechende Bestandteile enthalten sein, zumal einige Ingredienzien sich solo nicht oder nur schlecht pressen lassen. Eine kompakte Puderform hat also immer einen Einfluss auf die Textur, dies aber nicht zwangsläufig zum Nachteil. Im Gegenzug erlangt man mehr Kontrolle über die Dosierung, was bei trockenen Hautpartien von Vorteil ist und letztendlich viel praktischer ist.

Puder Test: Lose Gesichtspuder
Lose Gesichtspuder in unserem Test.

Man kann nicht sagen, dass das eine besser für jene Haut ist und umgekehrt. Es gibt sowohl gelungene lose als auch gepresste Gesichtspuder für alle Hauttypen. Vielmehr entscheidet die Technik beim Auftragen über das Ergebnis.

Wichtiger als lose oder gepresst ist die Technik beim Auftragen

Stäubt man lose Puder mit einem Pinsel, erzielt man auf trockener Haut einen ähnlichen Effekt wie mit gepressten Pudern. Auf öliger Haut kann es von Vorteil sein, den Puder großzügig aufzutragen, ein wenig abzuwarten und den Überschuss abzufegen. Mit einem helleren Puder auf selektierten Bereichen nennt man diese Technik »Baking« und sie eignet sich vor allem für besondere Anlässe.

Lose Puder haben in der Regel eine größere Füllmenge als gepresste, was dazu verleiten könnte sie für den besseren Deal zu halten. Man muss aber bedenken, dass man auch dazu tendiert deutlich mehr Produkt anzuwenden und wegzufegen – von dem Überschuss der in die Luft und regelmäßig auf den Schminktisch verteilt wird, fange ich gar nicht erst an. Erfahrungsgemäß kann man sagen, dass sich in puncto Ergiebigkeit viel weniger tut, als man bei der Differenz annehmen könnte.

Puder Test: Gepresste Puder
Gepresste Puder in unserem Test.

Gebackener Puder

Vergleichsweise neu im Vergleich zu losen und gepressten Pudern sind baked powder, die von den beiden Empfehlungen in unserem Test vertreten werden. Das Backen ermöglichst einen kompakter Puder ohne die Notwendigkeit einer großen Menge pressbarer Grundstoffe, die immer damit einhergehen, sich schwierig auf trockenen und feuchtigkeitsarmen Hautpartien zu verhalten.

Diese Puder werden zunächst zu einem Brei angemischt und anschließend auf Tonplatten gebacken. Man unterschätzt daher gerne die Restmenge bei solchen Produkten, weil kein Metallpfännchen in Sicht ist, je leerer es wird. Für den Brei werden Bestandteile verwendet, die in einem trockenen Puder nicht funktionieren würden, beim Backen jedoch trocknen und so einen andersartigen Puderstein ergeben, der andere Eigenschaften aufweist, als gepresster. Die Textur ist meist seidiger und das Finish feiner und strahlender.

Achtung staubig! Hier gilt: vorsichtiger kreisen als bei traditionellen Pudern!

Manche gebackenen Puder tendieren dazu etwas staubig zu sein, man gewöhnt sich jedoch schnell daran, dass man nicht so viel Kreisen muss wie bei traditionellen Pudern.

Der Hourglass Ambient Lighting Powder ist unter den gebackenen Pudern noch einmal eine Besonderheit, weil er überhaupt nicht staubt. Der Stein selbst ist auch viel härter als bei den oft als »Mineral Baked Powder« kategorisierten Pudern wie auch dem MAC Mineralize Skinfinish. Das macht ihn nicht nur enorm gut dosierbar, sondern sehr effizient.

Puder-Tools

Nachteile des Einsatzes von Puder beim Makeup können mit einer passenden Aftragetechnik weitestgehend reduziert werden. Wer sich beispielsweise über betonten Gesichtsflaum ärgert, kann statt zu kreisen den Puderpinsel nur von oben nach unten ziehen und sieht gewiss einen sofortigen Effekt. Man sollte einen ungeliebten Puder nicht sofort aufgeben, sondern es vielleicht mit einem anderen Tool ausprobieren.

Puderpinsel

Der richtige Puderpinsel ist eine Wissenschaft für sich. Während es recht üblich ist große, rund geformte Quasten zu benutzen, können sie auch mal kontraproduktiv sein.

Japanische Makeup-Pinsel gelten als »the state of the art«, sind stets von hoher Qualität und ihre Formen überaus durchdacht. Überraschenderweise findet man unter ihnen kaum solch große Puderpinsel, wie man sie bei uns kennt. Entweder werden recht kleine Quasten konstruiert oder aber breite, flache Formen. Der Grund dafür ist, dass man in Japan Puder tupft und dabei auch sparsam mit der Menge ist. Das mag zwar auch mit Tradition und anderen Schönheitsidealen zusammenhängen, sollte dennoch einmal ausprobiert werden. Immerhin funktionieren Puderquasten nicht anders und sind verbreitet.

Während ich einer solchen behutsamen Technik früher nicht viel abgewinnen konnte, lerne ich sie mit steigendem Alter und zunehmend texturierter Haut zu schätzen. Zum einen vermeidet man, dass sich der Puder mit der Unterlage vermischt, zum anderen wird auch die Haut nicht unnötig gereizt und Schüppchen gelockert. Es muss nicht für jeden funktionieren, ausprobieren kann man es aber – egal mit welchem Pinsel.

Puderquasten

Ob aus Veloursamt, Plüsch oder Federn – appliziert man sein Puder mit einer Quaste, fühlt man sich automatisch ein bisschen »vintage«. Damit es vorteilhaft ist, muss man sich aber schon ein bisschen mit der Technik beschäftigen. Während große, flauschige Quasten eigentlich nur mit losem Puder funktionieren, indem der Teint mit einer Schicht bestäubt wird und der Überschuss weggefegt werden muss, sind kompakte Quasten vielen Produkten für Touch-ups unterwegs beigelegt.

Beiliegende Quasten sollte man regelmäßig reinigen und ersetzen. Denn wenn man nachpudert, trägt man Talg ab, der dann auf den Puderstein übertragen wird – Akne-Bakterien freut’s.

Profis benutzen wiederum auch große, flache Quasten (im Foto oben links in rosa), die sie mit Puder »durchtränken«, ihn einarbeiten und den Überschuss VOR der Applikation entfernen. So kann »on set« direkt abgetupft und mattiert werden, ohne dass eine Wolke Staub in der Luft liegt.

Makeup-Schwämmchen

Eigentlich sind die Schwammeier vor allem für ihren Einsatz mit Foundation populär geworden, die poröse Oberfläche hat sich aber für viele auch für den Auftrag von Puder bewährt. Diese Art von Tool wird in der Regel feucht angewendet (durchtränken und gut ausdrücken), was einem staubigem Finish vorbeugen kann. Durch die Tupfbewegung erleben es viele auch, dass das gesamte Makeup noch einmal abgerundet wird.

Neuere Versionen der »Eier« sind auch in einer beflockten Mikrofaser-Variante erhältlich, sie haben ganz feine Fasern auf der Oberfläche. Sie können auch trocken angewendet gerade zusammen mit Puder für ein deckenderes aber natürlich aussehendes Finish sorgen. Für den großflächigen Einsatz ist es eventuell zu unbequem und auf trockener Haut etwas zu viel des Guten, punktuell jedoch ein sehr guter Tipp für die Augenpartie und T-Zone.

Puder Test: Puder Tools
Puderquasten, Makeup-Schwämmchen oder Pinsel: Alle Tools haben ihre Vorzüge.

Getönt oder farblos

Ob Farbpigmente in einem Puder enthalten sind, ist nicht nur eine Frage des zusätzlichen Kaschierens. Ölabsorbierende Bestandteile sind in der Regel weiß und nur bis zu einem gewissen Grad unscheinbar auf der Haut – insbesondere auf dunkleren Hauttönen würden viele Puder einen weißen Schleier hinterlassen, wären sie nicht getönt.

Moderne Puder wirken dem Problem mit zusätzlichen Füllstoffen entgegen, wie beispielsweise Silica, das auch mattiert, jedoch nicht so lange wie beispielsweise der Puder-Allrounder Talkum. Auch sehr beliebt ist das synthetische Nylon-12, das zusätzlich für ein sehr seidiges Hautgefühl sorgt (z.B. großzügig im Chanel Poudre Universelle Libre vertreten), oder diverse Polymere wie beispielsweise das Dior Diorskin Forever Ever Control.

Solche transparenteren Zusätze lockern sonst eher dichten, schweren Puder, wie man ihn von früher kennt, zusätzlich auf und schenken eine seidigere Textur. Sie sind im Übrigen auch meist leichter, weshalb man auch bei Puder von der Füllmenge nicht auf die Ergebiegkeit schließen kann – 8 Gramm »fluffigen« Puders können ähnlich effizient sein, wie 30 Gramm eines traditionellen talkum-basierten.

Etwas Pigment braucht es fürs Ausgleichen von Unebenheiten

Wer mit dem Puder auch zusätzlich Unebenheiten ausgleichen möchte, kommt um eine Prise Pigment im Puder nicht herum. Man sollte dabei jedoch bedenken, dass Farbpigmente auch eine Auswirkung auf die Textur und das Finish über den Tag hinweg haben. Die Farbe vermischt sich mit dem Talg sowie Ölen aus den darunter aufgetragenen Produkten und kann sich in Poren und Linien sammeln. Je mehr Talkum oder andere, schwerere Pudergrundstoffe enthalten sind (z. B. Titandioxid, das für zusätzliche Deckkraft und ggf. UV-Schutz wirkt), desto intensiver fällt der Effekt aus. Der Teint wirkt am Ende des Tages wie in eine Schicht Brei gehüllt (wird als »cakey« bezeichnet).

Auf trockenen Stellen wiederum können sich Pigmente sammeln und diese von Anfang an unvorteilhaft betonen. Damit stumpfe Partien mehr Dimension im Finish erhalten, werden Pudern lichtreflektierende Partikel hinzugefügt. Zum einen sorgen sie für einen leichten Glow durch Perlglanz – meist durch Glimmer (»Mica« in der Inhaltsstoffliste) – oder durch schimmernde Partikel, die das Licht diffus streuen und so auch kaschieren können. Vor allem auf der Augenpartie kann man sich den Effekt zu Nutze machen und Augenringe unscheinbarer wirken lassen – hier käme das Schlusslicht des Tests ins Spiel: Der Milani Prep + Set + Glow Illuminating Transparent Face Powder ist auf dem gesamten Gesicht nicht zu gebrauchen, punktuell angewendet erfüllt er aber durchaus eine Aufgabe.

»Von allem ein bisschen« hat sich erfahrungsgemäß als gute Strategie für die Wahl des besten Puders bewährt.

Grundsätzlich haben viele Anwender durchaus Erfolg mit Puder als Foundation-Ersatz, ist man jedoch mit der Optik am Ende des Tages nicht zufrieden, könnte das Justieren an dieser Stelle sinnvoll sein und statt deckendem Puder kann man eine »echte« Foundation wählen.

Puder Test: Puder Swatches
Getestete Puder auf eingecremter Haut.

Nachpudern

Selbst der beste Puder schützt nicht davor, dass man auch mal im Laufe des Tages partiell glänzt. Je nach Situation ist ein Nachpudern erforderlich. Grundsätzlich kann man dafür auch den selben Puder verwenden, wir empfehlen dennoch ein Auge darauf zu haben. Insbesondere Puder, die viel Pigment enthalten, könnten mit jeder zusätzlichen Schicht für unerwünschte Optik sorgen.

Wer häufig das Bedürfnis hat nachzupudern, dem möchten wir z.B. sogenannte Blotting Powder empfehlen. Das sind spezielle Puder, die für das Nachpudern unterwegs konzipiert sind. Sie bauen in der Regel nicht unnötig Farbe auf und fokussieren sich nur auf den Glanz. Beispielsweise der NYX High Definition Finishing Powder eignet sich hierfür: Er ist kompakt und farblos.

Alternativ empfehlen wir Blotting Papers statt nachzupudern. Sie funktionieren wie Löschpapier und absorbieren überschüssiges Öl. Das funktioniert durchaus auch mit porösen Schwämmchen, z.B. dem Beautyblender. Der Nachteil am Abtupfen ist natürlich, dass es nicht so langanhaltend wie eine weitere Puderschicht ist. Ein Vorteil wiederum, dass auch Schweißtröpchen abgetragen werden können – große Empfehlung für den Sommer.

»Vorpudern«

In den letzten Jahren erlangte eine Profi-Technik durchaus auch unter EndanwenderInnen eine gewisse Popularität: Puder vor der Foundation anzuwenden. Ziel ist es, das Öl bereits zu absorbieren, bevor es an die Oberfläche gelangt. Darüber hinaus werden Linien und Poren wie durch einen Primer leicht aufgefüllt und bieten eine ebenmäßige Unterlage. Das funktioniert natürlich nicht mit allen Pudern. Da man aber Makeup schnell abschminken und neu auftragen kann, kann man es jederzeit einmal ausprobieren. Wir empfehlen es vor allem für kleinere Partien, die im Laufe des Tages dazu tendieren aufzufallen.

Lichtschutzfaktor (SPF)

SPF in dekorativer Kosmetik ersetzt keinesfalls einen vollwertigen Sonnenschutz, den man vor dem Schminken auftragen und gut trocknen lassen sollte. Die erforderliche Menge, um den deklarierten Sonnenschutz zu erreichen, wird man mit Makeup niemals erreichen (2 Milligramm pro Quadratzentimeter Haut), geschweige denn lückenlos sein. Zudem ist der Schutz über den Tag hinweg instabil und muss regelmäßig erneuert werden, insbesondere wenn man sich lange in direkter Sonne aufhält – Problem siehe »Nachpudern«. Auch dürften die Produkte nicht ausreichend vor dem gesamten UV-Spektrum schützen.

SPF in Makeup ist kein Ersatz für vollwertigen Sonnenschutz

Man kann es zwar durchaus als Booster sehen, gezielt ergänzend einsetzen und es ist sowieso immer besser als nichts, wir raten jedoch davon ab, sich in irgend einer Form auf Puder beim Schutz vor Sonnenstrahlung zu verlassen.

So haben wir getestet

Die Puder wurden auf Mischhaut Mitte/Ende 30 getestet, die in der T-Zone schnell glänzt und auf den Wangen zu Spannungen neigt. Die Haut wird mit ausreichend Feuchtigkeit und mit einem Sonnenschutz vorbereitet, der ebenfalls Mattierung erfordert. Auch wird immer mit einer leichten Foundation mit maximal mittlerer Deckkraft kombiniert.

Für den Auftrag jedes Puders haben wir immer den selben gestuften Pinsel aus weichem Ziegenhaar benutzt sowie auch die beiliegenden Applikatoren, sofern vorhanden.

Es wurde jeder Gesichtspuder einen ganzen Tag lang beobachtet und später ähnliche Puder halbseitig zum Direktvergleich gegenübergestellt.

Puder Test: Mac Mineralize Skinfiish Natural Im Gesicht
Komplettes Makeup mit mit unserem Testsieger abgepudert – punktuell mit Highlighter abgerundet (Kinn, Amorbogen, Nasenspitze).

Testsieger: MAC Mineralize Skinfinish Natural

Der MAC Mineralize Skinfinish Natural ist ein gebackener Puder, der von seinen Fans liebevoll mit MSFN abgekürzt wird. Zum Launch vor über 10 Jahren hat er für große Begeisterung gesorgt und überzeugt auch heute durch eine gute Balance aus Ölabsorbtion und einem natürlichem Finish, das Licht subtil reflektiert – ähnlich wie Haut. Die Intensität kann sehr gut variiert werden und funktioniert daher auf trockenen Partien in dünner Schicht ebenso gut wie konzentriert auf öligen.

Testsieger

MAC Mineralize Skinfinish Natural

Test Puder: MAC Mineralize Skinfinish Natural
Gebackener Kompaktpuder, der zuverlässig mattiert und dennoch ein natürliches Finish zurücklässt. In vielen Farben erhältlich.

Eine leichte Tönung korrigiert den Teint und feine Schimmerpartikel kaschieren zusätzlich. Wer noch mehr Abdeckung wünscht, kann den Puder auch mit einem angefeuchteten Schwämmchen benutzen (bei gepressten Pudern schwierig, weil sie verhärten können).

Dank 15 Nuancen ist für jeden Hautton etwas dabei

Der Puder ist mittlerweile in 15 Nuancen erhältlich mit einer gleichmäßigen Verteilung von hell bis dunkel, wodurch nicht nur eine Kundschaft mit hellem Hautton angesprochen wird. Dunklere Töne können bei der Textur auch hervorragend als Bronzer benutzt werden, weil sich der Puder so fein und gleichmäßig verteilen lässt.

Obwohl die Mattierung nicht so intensiv wie bei einigen anderen Produkten ist, hält sie lange an. Die feine, lockere Textur macht auch das Nachpudern unkompliziert und sorgt für einen schönen Teint, sogar noch am Abend, bei dem sich nur wenig in Poren und Linien gesammelt hat.

Puder Test: Mac Mineralize Skinfiish Natural Vorher Nachher
Links im Bild mit MAC Mineralize Skinfiish Natural mattierter Teint – rechts vorher mit leichter Foundation auf Sonnenschutz.

Die Verpackung wurde vor nicht all zu langer Zeit verändert und um einen Spiegel ergänzt, der auch an gewünschter Stelle einrastet und nicht wegklappt. Leider lässt er sich nicht auf 180° öffnen, der Winkel ist aber durchaus angenehm. Die Dose schließt mit einem Magneten, sodass keine »Nase« wegbrechen oder sich unschön Produkt ansammeln kann. Die Verpackung ist wertig und stabil, schützt das Produkt daher auch unterwegs, ist allerdings auch recht schwer und hat kein gesondertes Fach für eine Quaste oder Schwämmchen, es ist auch keines dabei.

Positiv anzumerken ist ebenfalls, dass auf Parfüm verzichtet wird. Dennoch hat der Puder einen leicht süßlichen Geruch, der jedoch nicht auf die Haut übertragen wird.

Puder Test: Mac Mineralize Skinfiish Natural Produktfoto
MAC Mineralize Skinfinish Natural in der Farbe »Light«.

Da wir den Puder bereits vor dem Test kannten, können wir eine durchschnittliche Ergiebigkeit bezeugen, die je nach Vorliebe für Abdeckung eher zum schnellen Verbrauch tendiert. Als meine Haut früher noch feuchtigkeitsärmer war, empfand ich den Puder als etwas zu trocken. Der Puder vermag auch durchaus Gesichtshärchen zu betonen, daher lohnt es sich, beim Auftrag auf unsere Anwendungstipps zu vertrauen.

MAC Mineralize Skinfinish Natural im Testspiegel

Bislang gibt es zu unserem Favoriten noch keine offiziellen Testberichte. Sollte sich das ändern, tragen wir sie hier nach.

Alternativen

Der MAC Mineralize Skinfinish Natural ist ein universell einsetzbarer, gelungener Puder, an dem es wenig zu bemängeln gibt und gerade in einem solch umfassenden Test wurde der Eindruck noch einmal bestärkt. Für gezielteren Einsatz haben wir weitere Empfehlungen, die je nach Hauttyp und kombinierten Produkten eine bessere Wahl sein könnten.

Für trockene Haut

Hourglass Ambient Lighting Powder

Test Puder: Hourglass Ambient Lighting Powder
Gebackener Kompaktpuder mit natürlichen Lichtreflexen. Die Haut sieht damit nicht abgepudert aus.

Den Hourglass Ambient Lighting Powder möchten wir explizit allen mit (partiell) trockener, feuchtigkeitsarmer und reifer Haut ans Herz legen, die ihren Teint nach dem Pudern als zu stumpf empfinden, dabei aber dennoch eine Mattierung erwarten – das muss nämlich kein Widerspruch sein.

Es handelt sich hierbei ebenfalls um einen gebackenen Puder wie den MAC Mineralize Skinfinish Natural, jedoch ist die Qualität eine andere und bisher diesbezüglich einmalig auf dem Markt. Obwohl er auch überraschend gut Öl absorbiert, könnte der Puder für sehr ölige Haut im Finish zu reflektierend sein. Auf stumpf aussehender Haut bringt er wiederum Dimension zurück, ohne wie durch Highlighter zu glänzen. Die lichtreflektierenden Partikel sind bemerkenswert gut dosiert, wirken stets natürlich und kaschieren dabei auch noch über ein unebenes Hautbild hinweg, ohne wesentlich Deckkraft beizusteuern.

So ergiebig wie kaum ein anderer

Der saftige Preis kann sicher schwer wegargumentiert werden, ein pragmatisches Argument können wir dennoch liefern: Er ist ergiebig wie kein anderer, den wir kennen. Durch den harten Stein wird effizient und nur nach Bedarf dosiert, dabei fliegt so gut wie nie Puder in die Luft und wird verschwendet.

Die Mattierung hält durchaus lange an – Nachpudern ist auch hier wegen der kontrollierbaren Dosierung ohne Abstriche im Gesamtbild möglich. Die Dose ist zum Mitnehmen durchaus stabil genug, bietet einen großen Spiegel, jedoch enthält auch sie weder Quaste noch Stauraum dafür. Das Design ist zwar recht chic, durch den Glanz jedoch recht anfällig für Fingerabdrücke und Kratzer.

Puder Test: Hourglass Ambient Lighting Powder Produktfoto
Hourglass Ambient Lighting Powder in der Nuance »Ethereal Light«.

Ein großer Nachteil des Puders ist eine etwas verwirrende Nuancenauswahl, da sie nicht linear nach Hautfarbe sortiert ist. Zwar sind die Puder unterschiedlich hell, weisen aber alle verschiedene Finishes auf – die einen sind seidenmatt, wie das von uns verwendete Ethereal Light, andere haben mehr Schimmerpartikel, wiederum andere mehr Perlglanz. Details dazu und wie man sich gleich vier Nuancen auf einmal zu Nutze machen kann, habe ich unter anderem in einem Hourglass-Anwendungsvideo festgehalten. Man bekommt die Puder nämlich auch in einer Mini-Version zum Verreisen (oder Ausprobieren) und auch gelegentlich als limitierte Version als Palette.

Gut & günstig

Manhattan ClearFace Compact Powder

Test Puder: Manhattan ClearFace Compact Powder
Gepresster Kompaktpuder aus der "Akne-Abteilung", der ein überraschend natürliches Finish verleiht und angenehm mattiert.

Universell von trockener bis öliger Haut möchten wir auf einen sich vielleicht etwas versteckenden Puder hinweisen: den Manhattan Clearface Compact Powder, den man in der Drogerie nicht etwa im Manhattan Makeup-Display findet, sondern im Regal für Hautpflege bei Pickeln, wo er mit dem Kompakt-Makeup und Abdeckstiften angeboten wird (er enthält Panthenol und Zink). Hier wird eine junge Zielgruppe so explizit angesprochen, dass man sich über 30 vielleicht abgeschreckt fühlen könnte – es handelt sich aber tatsächlich um eine sehr günstige Perle, die sich hinter den Pudern anderer Hersteller in der Drogerie nicht verstecken muss.

Der kompakte Puder mit Schwämmchen-Quaste mattiert zuverlässig, spendet leichte Abdeckung und hinterlässt auch auf trockenen Partien kein stumpfes Finish, insofern man ihn hier nicht zu intensiv dosiert – vorzugsweise mit einem anderen Tool als dem beiliegenden. Erwischt man zu viel, kann sich der Puder zwar im Laufe des Tages in Poren und Linien sammeln, das ist aber eine Eigenschaft, die alle getönten Puder gemein haben und er performt auch ähnlich lang.

Puder Test: Manhattan Clearface Compact Powder Produktfoto
Manhattan Clearface Compact Powder – eine Quaste ist im Lieferumfang enthalten.

Negativ anzumerken ist die Farbauswahl, die sich nur an helle bis mittlere Haut richtet, sowie eine Parfümierung, die gerade bei der Zielgruppe mit Akne fehl am Platz ist. Die typische Manhattan-Note (kennt man vielleicht von ihren Lipsticks) ist leider auch nicht besonders schön. Man hätte es sich sparen können und so sensible Anwender happy machen können.

Das Schwämmchen ist passend zur Dose recht klein und in der Anwendung etwas widerspenstig. Es ist zwar recht wertig produziert mit einer Kunstlederseite mit Logo-Prägung und einer beflockten Applikationsseite, jedoch knickt es durch die feste Rückseite immer wieder weg und erschwert gerade dann den Auftrag, wenn man so ein Tool jenseits seines Schminkplatzes benötigt.

Es mag eitel klingen und nicht jedem ist dieser Aspekt wichtig, doch bei einem festlichen Anlass, einem besonderen Abend, wäre dieses Döschen nicht unbedingt das, was ich aus der Clutch zum Abpudern zücken wollen würde.

Der Manhattan Clearface Compact Powder überzeugt durch ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und bietet eine gelungene Option in der Drogerie, bei der viele Produkte aus den »offiziellen Displays« nicht mithalten können.

Mattierungskünstler

RCMA No-Color Powder

Test Puder: RCMA No-Color Powder
Professioneller Setting Powder ohne Farbe und ohne Rückstände – mattiert den ganzen Tag, verfeinert jedoch kaum.

Mit dem RCMA No-Color Powder wird es etwas speziell, denn er ist nicht so bequem erhältlich wie die übrigen Puder im Test. Für alle mit besonders öliger Haut könnte er sich dennoch lohnen. Der lose Puder in einem schrecklich unpraktischen Streuer ist nämlich mit dem von Chanel der einzige, der abends neben Vergleichsprodukten auf der Gesichtshälfte eindeutig matter wirkte. Zu verdanken ist es vermutlich dem Super-Duo aus Talkum und Silica (Kieselsäure). Einzeln sind die beiden etwas zu eigensinnig, zusammen die Grundlage vieler guter Puder.

Talkum und Silica – mehr Bestandteile gibt es hier nicht

Der Verzicht auf andere Bestandteile hat Vor- und Nachteile: Positiv ist, dass er farblos und damit für jede Hautfarbe anwendbar ist und in Linien und Poren nicht farblich absetzt. Negativ ist, dass er das Hautbild optisch nicht wesentlich verschönert.

Puder Test: Rcma No Color Powder Produktfoto
RCMA No-Color Powder kommt in einem Streuer daher und muss nach Bedarf umgefüllt werden.

Zwar sorgt Silica für ein nicht zu stumpfes Finish, es ist aber offenbar nicht hoch genug dosiert, um wie beispielsweise der By Terry Hyaluronic Hydra Powder zumindest temporär den Teint glatter erscheinen zu lassen. Wer damit zu kämpfen hat, könnte es gemäß unseren vorangegangenen Anwendungs-Tipps einmal unter der Foundation probieren. Ansonsten wird vielen sicherlich auch das zuverlässige Mattieren als Argument genügen.

Auf den trockenen Partien der Haut spannte er leider, sodass wir ihn als universelles Setting Powder nicht empfehlen können, wiederum als Ergänzung für die T-Zone durchaus.

Bester loser Puder

Chanel Poudre Universelle Libre

Test Puder: Chanel Poudre Universelle Libre
Luxuserlebnis für Haut und Schminktisch: Chanel überzeugt mit langanhaltender Mattierung bei natürlichem Finish.

Wem das Mattieren öliger Partien alleine nicht genügt, der überlegt sich eventuell eine Investition in den berühmten Chanel Poudre Universelle Libre. Er hat bei unseren Testdurchgängen im Direktvergleich zu anderen Pudern auch als einziger am Ende des Tages eindeutig matter gewirkt, fast so gut wie der RCMA No-Color Powder. Dafür ergänzt er die gleiche zuverlässige Basis aus Talk und Silica um weitere Bestandteile, die den Tragekomfort und das Finish bereichern.

Optisch leicht verfeinertes Hautbild dank lichtreflektierender Partikel

Der lose Puder mit leichter Tönung enthält auch feine lichtreflektierende Partikel, die vor allem reifer Haut schmeicheln. Das Hautbild wird optisch leicht verfeinert und wirkt trotz der mattierenden Basis nicht stumpf, sodass es auch auf trockenen Partien funktioniert. Für gänzlich trockene oder sehr feuchtigkeitsarme Haut könnte es aber doch zu viel Absorbtion sein.

Puder Test: Chanel Poudre Universelle Libre Produktfoto
Chanel Poudre Universelle Libre – eine große Puderquaste ist im Lieferumfang dabei, jedoch hier nicht abgebildet.

Leider richtet sich auch die Auswahl von Chanel nur an hellere bis mittlere Haut.Positiv hervorgehoben sei die Verpackung. Natürlich hat die klassische Chanel-Ästhetik per se einen Reiz. Man bekommt ein dickwandiges, hochwertiges Gefäß mit geprägtem, glänzenden Deckel – bei dem Preis sollte das selbstverständlich sein. Die Dosenöffnung ist wunderbar groß und das Sieb sitzt recht tief, was die Anwendung erleichtert. Man kann den Puder problemlos vom Pinsel abklopfen, ohne den Tisch mit einzupudern.

Zum Nachpudern

NYX High Definition Finishing Powder

Den NYX High Definition Finishing Powder möchten wir vor allem für Touch-ups unterwegs empfehlen, die nicht unnötig Pigment aufbauen sollen, denn der gepresste Puder ist komplett farblos. Zwar funktioniert er auch direkt auf Foundation, dennoch ist die Leistung nicht ganz so ausgeprägt wie andere Gesichtspuder in unserem Test.

Die Mattierung ist sofort da und lässt sich je nach Bedarf gut dosieren. Sie hält nicht ganz so lange vor wie bei anderen Pudern, doch ist hier das Nachpudern wie erwähnt unproblematisch.

Puder Test: Nyx Hd Finishing Powder Produktfoto
NYX HD Finishing Powder – die weiße Farbe verschmilzt mit dem Teint transparent.

Wer normale, ausgeglichene Haut hat, könnte in diesem Puder den perfekten Kompromiss finden. Einen optisch verfeinernden Effekt konnten wir trotz »High Definition«- Titel zumindest unter Alltagsbedingungen nicht beobachten.

In der kompakten Dose ist er zwar super für unterwegs, bietet jedoch weder Quaste noch Platz dafür. Für manche ist das sicher ärgerlich, für diejenigen, die lieber ein vollwertiges Tool einpacken oder nur zu Hause pudern, kann es durchaus von Vorteil sein.

Außerdem getestet

Max Factor Ellen Betrix Loose Powder

Den Max Factor »Ellen Betrix« Loose Powder ziert noch das alte Ellen-Betrix-Logo, obwohl die Marke vor vielen Jahren von Max Factor und damit von Coty übernommen wurde. Daraus schließen wir, dass es so viele Fans gibt, die den Puder noch kaufen, obwohl es viele Alternativen gibt. Wir waren zunächst etwas skeptisch, weil Produkte, die bereits Jahrzehnte lang erhältlich sind, oft schlicht obsolet sind, doch die vielen positiven Bewertungen haben uns neugierig gemacht – wir verstehen den Erfolg!

Der Puder hat eine Textur, die sich hinter vielen hochpreisigen nicht verstecken muss. Sie mattiert zuverlässig und spendet auflockernde Lichtreflexe. Die Pigmentierung ist nicht zu hoch, sodass sich nicht auffällig Produkt sammelt. Wer auf jeden Fall einen losen, getönten Puder sucht, der nicht so zwangsläufig stark mattieren muss und wem Chanel Poudre Universelle Libre zu teuer ist: Einen Test ist es wert.

Die Verpackung gibt leider nicht viel her, auf der großen Öffnung der runden Dose liegt ein Sieb, das entnommen und gewaschen werden kann – eine Alternative zu den sonst verwendeten Plastikeinlegern mit Löchern. Darüber wiederum wird eine durchsichtige Plastikschale hineingelegt, in der sich die Quaste befindet. Das ist viel Friemelei, sodass man das Zwischenstück langfristig sicher entfernt, dann sollte man tunlichst das Schütteln vermeiden. Langfristig würden wir ihn einfach in eine bessere Dose umfüllen.

Puder Test: Max Factor Ellen Betrix Loose Powder Produktfoto

Maybelline Fit Me Matte + Poreless Powder

Der Maybelline Fit Me Matte Poreless Powder ist ein gepresster, getönter Puder in zahlreichen Nuancen, der einen wunderbaren Soforteffekt hat: Das Hautbild wird direkt nach dem Auftrag sowohl farblich als auch in der Textur angeglichen. Es ist matt aber nicht stumpf.

Würde es so bleiben, hätten wir ihn sicherlich unter die Empfehlungen gepackt. Leider lässt der verfeinernde Effekt recht schnell nach. Die Kehrseite der farblichen Korrektur ist das Sammeln in Poren und Linien, die wegen des intensiveren Pigments durchaus ins Auge fallen. Man muss bestenfalls noch mal sorgfältiger nacharbeiten. Nachpudern ist auf junger, öliger Haut vermutlich keine große Herausforderung, darüber hinaus würden wir etwas Leichteres empfehlen.

Wenig begeistert hat uns die Verpackung. Sie ist klobig und scharfkantig – die Ecken pieksen ein wenig. Da sich Schwämmchen und Spiegel in einem Fach unter dem Puderpfännchen befinden, klappert das Gerüst. Dabei zeigt die Schwestermarke mit dem L’Oréal Paris Perfect Match Powder, dass es auch anders geht.

L'Oréal Paris Perfect Match Powder

Apropos, die Verpackung des L’Oréal Paris Perfect Match Powder möchten wir lobend erwähnen – so hat ein KOMPAKTpuder ausgestattet zu sein: nicht zu groß, nicht zu klein, vor allem flach, dabei abgerundete Kanten, damit er sich in der Tasche oder im Etui perfekt einordnet. Er hat einen Spiegel und ein Fach auf der Unterseite des Pfännchens mit einer weichen, anschmiegsamen Quaste. Hier klappert nichts.

Da wir die Verpackung der Performance bei der Bewertung jedoch unterordnen, rankt dieser Puder für uns hinter dem Maybelline Fit Me Matte Poreless Powder. Dabei sind die beiden Produkte sich durchaus recht ähnlich. Perfect Match perfektioniert und mattiert nicht so gelungen wie der vorangehende, dafür wirkt er etwas natürlicher und setzt sich nicht ganz so prominent in Hauttexturen ab. Für trockene Haut halten wir ihn zwar für ein wenig zu pudrig, wer den Maybelline-Puder aber gern eine Prise leichter hätte, dem können wir diesen Puder ans Herz legen.

Diese beiden Puder würden wir übrigens am ehesten als Makeup-Ersatz im Test sehen.

Puder Test: Loreal Perfect Match Powder Produktfoto

Dior Diorskin Forever & Ever Control

Der Dior Diorskin Forever Ever Control ging ein bisschen als Hoffnungsträger ins Rennen – könnte er eine universelle Alternative zum Hourglass Ambient Lighting Powder sein?

Der Puder hat uns per se nicht enttäuscht, die Hoffnung jedoch schon, denn er kommt an die Performance des gebackenen Favoriten nicht heran.

Es wurde hier vieles richtig gemacht: eine leichte Tönung, die nicht abdeckt, aber auch weiße Schleier vermeidet, die besonders bei Bestandteilen wie Silica auftreten können.

Zudem ist die Dose für einen losen Puder hervorragend konstruiert. Bei Chanel mag die Größe stimmen, hier wurde aber das Problem an sich angegangen – durch eine Wölbung im Deckel wird im geschlossenen Zustand kein Puder durch das Sieb gelassen. Dieses dosiert zudem die sehr fluffige Textur sehr gut, ohne eine Wolke zu bilden. Zudem ist die Haptik sehr wertig. Bitte alle Hersteller einmal abschauen!

Auch wird das Hautbild beim Auftrag optisch verfeinert, sofort mattiert und ist auch nicht zu viel des Guten auf trockener Haut. Aber irgendwie ist der Effekt nicht ausgeprägt genug, um den Preis zu rechtfertigen. Schnell sieht es im Spiegel wie mit vielen anderen Pudern auch aus und das erscheint uns zu dem Preis einfach nicht als ausreichend.

By Terry Hyaluronic Hydra Powder

Der By Terry Hyaluronic Hydra Powder ist aufgrund der eingesetzten Hyaluronsäure recht bekannt geworden und bietet auch einen bemerkenswerten Soforteffekt. Die Haut wirkt wie gebügelt, da die super-feine Silica-Basis alle Unebenheiten ausgleicht und sofort mattiert. Leider haben wir damit zwei Probleme, die auch typisch für viele Silica-Puder anderer Hersteller sind: 1. der Effekt hält nicht lange an und 2. ein weißer Schleier. Ja, man kann ihn geringer dosieren, dann verschmilzt er unsichtbar mit der Haut, doch büßt man so auch den besonderen Effekt ein.

By Terry lässt uns anhand der Dose nicht spüren, dass wir viel Geld investiert haben. Es ist vielleicht der hochpreisige, wasserbindende und namensgebende Inhaltsstoff, einen positiven Effekt konnten wir dadurch jedoch nicht beobachten (wir haben das Produkt privat schon länger in Nutzung). Es sollte theoretisch die Haut am Austrocknen hindern, doch gerade auf trockenen Partien spannt der Puder und lockt feine Linien hervor.

Es ist kein schlechter Puder und für eine bestimmte Zielgruppe vermutlich passend, unter Anbetracht der vielen Alternativen jedoch sehen wir hier kein gelungenes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Puder Test: By Terry Hyaluronic Hydra Powder Produktfoto

Rimmel Stay Matte Long Lasting Pressed Powder

Beim Rimmel Stay Matte Long Lasting Pressed Powder verhält es sich ähnlich wie dem Max Factor Ellen Betrix Loose Powder: Die Marke ist auf dem deutschen Markt offiziell nicht mehr erhältlich (allerdings noch im Ausland), doch der Puder hat seit vielen Jahren so viele Fans, dass man ihn noch mühelos online bekommen kann. Die Nachfrage ist da, obwohl mit dem Astor Anti-Shine Mattitude Powder lange Zeit auch in den Drogerieregalen das gleiche Produkt unter anderem Namen erhältlich war. Leider ist aber mittlerweile auch die Marke Astor von der Bildfläche verschwunden.

Zurück zum Puder: Ganz »alte Schule« mattiert er langanhaltend und deckt für einen Puder auch farblich ab. Hier muss man Glück haben, dass eine der immerhin acht Farben passt, denn je höher die Deckkraft, umso passender muss die Nuance sein, um sich optisch nicht vom Hals abzuheben. Partieller Auftrag ist dann auch schwierig.

Auf eine »Veredlung« des Hautbildes muss man hier leider verzichten. Für trockene oder feuchtigkeitsarme Haut ist er ungeeignet, auch wenn er in dünner Schicht nicht all zu sehr spannt.

Puder Test: Rimmel Stay Matte Long Lasting Pressed Powder Produktfoto

Laura Mercier Translucent Loose Setting Powder

Eigentlich gilt der Laura Mercier Translucent Loose Setting Powder seit vielen Jahren als DER von den Makeup Artists empfohlene Puder gegen Ölglanz. Das gleichzeitige Versprechen, dabei auch natürlich zu wirken, erfüllt er durchaus, die Mattierung ließ aber zu wünschen übrig. Er reiht sich unserer Meinung nach bei der Performance gelungener Drogeriepuder ein. Wir geben zu, er sieht dabei etwas schöner aus, aber so minimal, dass wir ihn unter Anbetracht des Preises nur bedingt empfehlen können.

Es mag ein wenig enttäuschte Erwartung mitschwingen, doch gerade im Kontrast zu Chanel und Dior fällt auf, wie wenig Mühe man sich beim Packaging gegeben hat. Das Plastik ist zwar dicker, über Nutzerfreundlichkeit hat man sich hier jedoch keine Gedanken gemacht.

Puder Test: Laura Mercier Translucent Loose Setting Powder Produktfoto

Manhattan Soft Mat Loose Powder

Eigentlich kann man dem Manhattan Soft Mat Loose Powder nichts wesentlich Negatives vorwerfen, er fällt im Vergleich allerdings auch nicht mit einer nennenswert positiven Performance auf – es ist ein günstiges Basic, das leicht mattiert und trotz Tönung eigentlich farblos wirkt. Leider betont er minimal die Poren und muss etwas früher als andere etwas nachgepudert werden. Für den günstigen Preis kann man ihn aber durchaus ausprobieren.

Es scheint eine neue Version des Puders zu geben – obwohl wir ihn frisch für den Test bestellt haben, handelt es sich hierbei noch um die alte Version.

Puder Test: Manhattan Soft Mat Loose Powder Produktfoto

Manhattan Soft Compact Powder

Der Manhattan Soft Compact Powder hat eine mattierende, abdeckende Textur, die leider zum Krümeln tendiert und sich recht offensichtlich in Poren und Linien absetzt. Der Puder enthält unter anderem Lanolinöl und Paraffinöl, die vermutlich für das Krümeln und das etwas »schwere Gefühl« auf der Haut verantwortlich sind. Sie könnten der Grund dafür sein, dass der Puder so beliebt als Foundation-Alternative ist.

Das Schubfach für das mitgelieferte Schwämmchen ist sicher nett gemeint, macht die Dose jedoch recht klobig und klapprig, insgesamt ist das Pfännchen verhältnismäßig klein gegenüber der Verpackung, das ist unpraktisch. Hinzu kommt der intensive Duft, wie ihn auch der Manhattan Clearface Compact Powder aufweist, jedoch hier noch einmal intensiver.

Puder Test: Manhattan Soft Compact Powder Produktfoto

Lavera Fine Loose Mineral Powder

Der Lavera Fine Loose Mineral Powder ist ein günstiger loser Puder mit Naturkosmetikzertifikat. Er enthält viele pflegende Substanzen, wie verschiedene Butter und Öle, die in der geringen Menge vermutlich wenig leisten, aber sicherliche einen kleinen Beitrag, der leider von diversen deklarationspflichtigen Duftstoffen wieder aufgewogen wird. Wieso diese unbedingt in einen Puder gehören, wird uns vermutlich niemand erklären können. Der penetrante Duft hat leider auch den Test belastet, weil er in seiner Komposition nicht gelungen und langanhaltend präsent ist.

Der Puder mattiert angenehm und hinterlässt ein angenehmes Finish, fühlt sich allerdings etwas schwer an, wenn man bei Puder davon sprechen kann. Aber er ist präsent und setzt sich im Laufe des Tages sichtbar ab. Es wird leider eine recht große Menge dosiert, ohne sie gezielt abklopfen zu können, weil das Döschen so klein ist. Auch ohne den unangenehmen Duft konnte uns die Performance leider nicht überzeugen.

Ein Ärgernis, auf das wir durch diesen Puder erst aufmerksam wurden: Man muss den Deckel dreimal drehen, um die Dose zu verschließen. Auf einmal können wir gelungenere Verpackung deutlich mehr wertschätzen. Die Kleberückstände des Hygiene-Klebebands rund um die Dose sind uns ebenfalls unangenehm aufgefallen.

Puder Test: Lavera Fine Loose Mineral Powder Produktfoto

Milani Prep + Set + Glow Illuminating Transparent Face Powder

Bei der Wahl des Milani Prep + Set + Glow Illuminating Transparent Face Powder erhofften wir uns, eine günstige Alternative zum Hourglass Ambient Lighting Powder nennen zu können. Vielleicht hätten wir den Namen wörtlicher nehmen sollen, doch wer erwartet bei einem »Transparent Face Powder« tatsächlich einen vollwertigen Highlighter zu erhalten?

Es ist unmöglich das Produkt großflächig zu tragen. Selbst trockene Haut kann damit nur seltsam aussehen, nicht zuletzt, weil ein solch intensiver Perlglanz auch Hautstruktur betont. Über eine Mattierung brauchen wir hier gar nicht zu sprechen – selbst wenn Öl absorbiert wird, ist der Glow so intensiv, dass man den Effekt nicht sehen würde.

Es ist sehr schade, da die Textur des Puders ansonsten sehr angenehm ist, der Puderstein ist recht fest gepresst, sodass man die Intensität hervorragend dosieren kann und er so gut wie gar nicht staubt. Die Dose ist zudem sehr kompakt und schlicht.

Wer aber einen guten, nicht zu intensiven Highlighter sucht, bekommt mit dem Produkt tatsächlich eine erwähnenswerte Option. Wir haben das Produkt direkt abgeschminkt, jedoch vor allem zum Abpudern der Augenringe benutzt – und für kleine Highlights natürlich.

Puder Test: Milani Prep Set Glow Illuminating Transparent Face Powder Produktfoto

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