Raclette-Grill Test: Raclette Aufmacher Copyright: M.studio / Adobe Stock
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Der beste Raclette-Grill

Wir haben 8 Raclette-Grills getestet und neben der Ausstattung und der Bedienung auch die Verabeitung verglichen. Da es Unterschiede bei den Grillplatten gibt, finden sich im Test neben Wendeplatten mit geriffelter und glatter Seite, wie beim Testsieger WMF Lono Raclette, auch Natursteinplatten und sogar ein Raclette-Grill mit Wok-Pfannen. So ist für jeden etwas dabei.

Thomas Probst
Thomas Probst
beschäftigt sich seit über 14 Jahren mit allen Themen rund um die Fotografie und schreibt unter anderem für viele Foto-Fachmagazine, wie die CHIP FOTO-VIDEO. Als begeisterter Hobbykoch geht auch kein Küchengerät durch seine Hände, das nicht sofort auf Herz und Nieren getestet wird.
Letztes Update: 21. September 2022

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

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Raclette-Grills gehören für viele Menschen vor allem an Silvester zu den besonderen Highlights des Abends. Mit großer Grillplatte und kleinen Pfännchen zum Überbacken von Gemüse, Kartoffeln und vielen anderen leckeren Dingen sitzt man beim Raclette gesellig mit Freunden und der Familie zusammen. Dabei ist es eigentlich schade, dass Raclette-Grills hauptsächlich an Silvester zum Einsatz kommen.

Die kompakten Kombigeräte aus Grillplatte und kleinen Pfännchen mit Oberhitze eignen sich das ganze Jahr über als Partyspaß für Geburtstage im kleinen Kreis und spontane Abende mit guten Freunden. Wir haben 8 Raclette-Grills für Sie getestet. Dabei zeigen sich durchaus Unterschiede. Nicht nur bei der Anzahl der Pfännchen, sondern auch bei der Ausstattung und der Verarbeitung.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

WMF Lono Raclette

Test Raclette-Grill: WMF Lono Raclette
Unser Testsieger überzeugt durch einen große Wende-Grillplatte, eine zusätzliche Etage für leere Pfännchen und eine Kabelaufwicklung.

Der WMF Lono Raclette-Grill ist unser Testsieger, da er neben guten Grillergebnissen auch eine ordentliche Ausstattung mitbringt. Die große Grill-Wendeplatte hat eine geriffelte und eine glatte Seite, dazu gibt es acht Pfännchen, eine extra »Park«-Etage für leere Pfännchen und WMF liefert auch gleicht acht Raclette-Schaber mit.

Der Vielseitige

Rommelsbacher RCS 1350

Test Raclette-Grill: Rommelsbacher RCS 1350
Der Raclette-Grill von Rommelsbacher kann entweder mit zwei Grillplatten oder einer Grill- und einer Natursteinplatte genutzt werden.

Mit dem Rommelsbacher RCS 1350 müssen Sie sich vorab nicht entscheiden, ob Sie lieber auf einer Grillplatte oder auf Naturstein grillen möchten. Der Hersteller legt gleich beides mit in den Lieferumfang und packt noch eine zusätzlich zweite Grillplatte dazu. Die Grillplatten sind als Wendeplatten ausgelegt – sie haben also jeweils eine geriffelte und eine glatte Seite. Die Grillfläche oben auf dem Raclette ist zweigeteilt. Somit lassen sich alle drei mitgelieferten Platten beliebig miteinander kombinieren.

Gut & günstig

Severin RG 2373

Test Raclette-Grill: Severin RG 2373
Der Severin RG 2373 wird mit einer Grill- und einer Natursteinplatte geliefert und bietet damit zwei unterschiedliche Grilloberflächen zum kleinen Preis.

Der Severin RG 2373 Raclette-Grill ist unser Preistipp. Für einen geringen Preis von rund 50 Euro gibt es eine Wende-Grillplatte plus einen Naturstein. Dazu acht Pfännchen und eine insgesamt ordentliche Verarbeitung für den Preis.

Die Wok-Variante

oneConcept GQ19-Woklette

Raclette-Grill Test: Oneconcept Woklette
Die Wok-Variante eines Raclette-Grills kommt mit sechs Wok-Pfännchen und wird vor allem Kochfans gefallen.

Beim oneConcept Woklette wird nicht gegrillt, sondern gebraten und gekocht. Statt der Grill- oder der Natursteinplatte kommt hier eine dünne glatte Heizplatte zum Einsatz. Die Heizplatte ist mit runden Vertiefungen versehen, in die sechs mitgelieferte Wokpfännchen gestellt werden können. Dazu gibt es, wie bei jedem Raclette-Grill, eine untere Etage für acht Pfännchen zum Überbacken von Speisen. Auf der glatten Heizplatte kann zwar auch Fleisch, Fisch und Gemüse angebraten werden, in dem Fall empfiehlt sich aber eher der Einsatz der Wok-Pfännchen.

Vergleichstabelle

TestsiegerWMF Lono Raclette
Der VielseitigeRommelsbacher RCS 1350
Gut & günstigSeverin RG 2373
Die Wok-VarianteoneConcept GQ19-Woklette
Steba RC 3 Plus
Severin RG 2372
Cloer 6430 Raclette-Grill
Tefal RE3200 Store’In 3in1
Test Raclette-Grill: WMF Lono Raclette
  • Große Wende-Grillplatte
  • Extra Etage für leer Pfännchen
  • Raclette-Schaber inklusive
  • Kabel lässt sich unter dem Gerät aufwickeln
  • Gute Verarbeitung
  • Grillplatte darf zwar in die Spülmaschine, wurde aber nicht richtig sauber
Test Raclette-Grill: Rommelsbacher RCS 1350
  • Zwei Wende-Grill- und eine Natursteinplatte
  • Raclette-Schaber mit dabei
  • Gute Verarbeitung
  • Riecht leider beim Auspacken unangenehm und muss erstmal auslüften
Test Raclette-Grill: Severin RG 2373
  • Wende-Grill- und Natursteinplatte
  • Gute Verarbeitung
  • Bedienungs­anleitung teilweise etwas unübersichtlich
Raclette-Grill Test: Oneconcept Woklette
  • 6 Wok-Pfännchenen
  • Raclette-Schaber inklusive
  • Recht kurze Anleitung
  • Kurzes Stromkabel
Test Raclette-Grill: Steba RC 3 Plus
  • Wende-Grill- und Natursteinplatte
  • Kabel­aufwicklung unter dem Geräteboden
  • Keine Raclette-Schaber nötig
  • Grill- und Natursteinplatte nicht gleichzeitig verwendbar
  • Für die kleine Grillfläche recht teuer
Test Raclette-Grill: Severin RG 2372
  • Große Natursteinplatte
  • Gute Verarbeitung
  • Bedienungs­anleitung teilweise etwas unübersichtlich
  • Die Natursteinplatte ist recht schwer
Test Raclette-Grill: Cloer 6430 Raclette-Grill
  • Große Natursteinplatte
  • Die Natursteinplatte ist recht schwer
Raclette-Grill Test: Tefal Re3200
  • Tefal Thermo-Spot
  • Geriffelte und glatte Grillfläche auf der Grillplatte
  • Pfännchen lassen sich unten am Geräteboden verstauen
  • Viel Kunststoff
  • Recht kurzes Stromkabel
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Welche Raclette-Grill-Größe macht am meisten Sinn?

Wenn Sie nach Raclette-Grills suchen, ist deren Größe in der Regel an die Anzahl der Personen geknüpft, die gleichzeitig daran ihr Essen zubereiten können. Ein Grill für vier Personen besteht aus einer kleinen Grillplatte und vier Pfännchen. Bei einem Acht-Personen-Grill sind dem entsprechend acht Pfännchen mit dabei und auch die Grillplatte fällt üblicherweise deutlich größer aus.

Mit zwei Pfännchen pro Person rechnen

Wer aber selbst schon einmal mit Freunden an einem Raclette-Grill gesessen hat, wird gemerkt haben, dass die genannte Anzahl der Personen eher als Richtwert gedacht ist. Da selbst die größeren, rechteckigen Pfännchen einen befüllbaren Bereich von nur rund 8 x 8 x 1,3 Zentimetern mitbringen, ist ein Pfännchen pro Person selten ausreichend. Man bräuchte zumindest deutlich länger, damit alle satt werden. Meistens macht es mehr Sinn, mit zwei Pfännchen pro Person zu rechnen.

Mit einem Raclette-Grill für ursprünglich acht Personen kommen Sie somit recht gut aus, wenn Sie zu viert sind, oder vielleicht mit fünf Personen am Raclette sitzen und zwei Personen weniger Hunger haben, oder man sich die Pfännchen teilt. Letztere gibt es, je nach Größe und Bauweise des Raclette-Grills, in rechteckiger und dreieckiger Form.

Grillplatte oder doch lieber Naturstein?

Bei der Wahl des Raclette-Grills können Sie sich entscheiden, ob Sie das Fleisch, den Fisch oder das Gemüse auf einer antihaftbeschichteten Grillplatte oder auf einem Naturstein grillen möchten. Hier bieten die Hersteller teilweise unterschiedliche Ausführungen ihrer Geräte an. Während manche Raclette-Grills entweder nur mit einer beschichtete Grillplatte oder nur mit einem Naturstein arbeiten, gibt es auch Geräte, die mit beiden Materialen geliefert werden. In dem Fall ist die Grillfläche manchmal, wie zum Beispiel beim Severin RG 2373, in der Mitte geteilt, sodass Sie auf der einen Seite auf der Grillplatte und auf der anderen Seite auf Naturstein grillen können.

Die andere Variante findet sich beim Steba RC 3 Plus: Hier werden zwar sowohl eine Grillplattte als auch ein Naturstein mitgeliefert – Sie können allerdings nur jeweils eine von beiden verwenden und müssen die Platte austauschen, wenn Sie auf die andere Oberfläche wechseln möchten.

Bei den Grillplatten haben Sie übrigens häufig die Möglichkeit, die Platte zu wenden. Die eine Seite ist dann geriffelt, die andere verläuft glatt. Während die geriffelte Oberfläche zu den typischen Grillstreifen führt, lässt sich das Grillgut auf der glatten Oberfläche gleichmäßiger anbraten. Viele Hersteller werben auch dafür, dass man sich auf der glatten Oberfläche Spiegeleier, Pfannkuchen oder Crêpes zubereiten kann.

Wo liegen die Vor- und Nachteile der beiden Materialien?

Die Grillplatte ist meistens recht dünn. Dadurch heizt sie schnell auf und kühlt auch zügig wieder ab, wenn Sie den Grill abschalten. Die Natursteinplatte wird auch gerne als »Heißer Stein« bezeichnet und fällt deutlich dicker aus als die Grillplatte. Das hat zur Folge, dass der Naturstein mehr Zeit benötigt, um aufzuheizen. Ein Beispiel: In der Bedienungsanleitung des Severin RG 2373, der beide Platten bereithält, heißt es, dass die Grillplatte bereits nach zehn Minuten aufgeheizt ist, während man bei der Natursteinplatte 25 Minuten warten sollte.

Der Naturstein speichert die Wärme dafür länger und kühlt nach dem Abschalten des Grills auch langsamer wieder ab. Dass der Naturstein mehr Zeit benötigt, um auf Temperatur zu kommen, hängt auch damit zusammen, dass hier der ganze Stein durchgängig erhitzt wird, während es bei dünneren Grillplatten sein kann, dass die Temperatur in den Bereichen direkt über der Heizspirale höher ist als daneben.

Dem »Heißen Stein« wird nachgesagt, dass er durch seine hohe Temperatur und die gleichmäßige Hitze dafür sorgt, dass zum Beispiel Fleisch außen kross angebraten ist und innen schön zart bleibt. Das können wir aus unserem Praxistest bestätigen. Es ist aber nicht so, dass man ein solches Ergebnis nicht auch mit einer Grillplatte hinbekommt. Auch damit sind uns sehr leckere Putenhäppchen gelungen.

Bei der ersten Inbetriebnahme gut lüften!

Wenn Sie sich für einen Raclette-Grill entschieden haben und das Gerät zum ersten Mal für die abendliche Raclette-Party vorbereiten, empfehlen wir Ihnen, das Gerät im Idealfall erst einmal in der Nähe eines offenen Fensters oder sogar auf dem Balkon einzuschalten. Die Hersteller weisen in ihren Bedienungsanleitungen daraufhin, dass es beim ersten Aufheizen zu einem Eigengeruch und einer leichten Rauchentwicklung kommen kann. Das können wir aus unserem Praxistest bestätigen.

Der Vorgang dauert zwar nur ein paar Sekunden und betrifft auch nur die erste Inbetriebnahme – dennoch raten wir dazu, den Raclette-Grill nicht erst kurz vor dem Eintreffen der Gäste das erste Mal aufzuheizen. Der Geruch ist teilweise nicht so angenehm. Am besten sollte der Raclette-Grill bei der ersten Inbetriebnahme auch nicht direkt unter einem Feuermelder stehen, da es tatsächlich zur Rauchentwicklung kommt. Nach dem ersten Aufheizen sollte die Grillplatte auf jeden Fall nochmal mit Wasser und etwas Spülmittel gereinigt werden.

Raclette-Schaber oft nicht mit dabei

Beim Auspacken der Testgeräte waren wir überrascht, dass bei vielen Raclette-Grills die praktischen Raclette-Schaber zum Leeren der Pfännchen nicht mit zum Lieferumfang gehören. Die können in der Produktion eigentlich nicht teuer sein. Der Hersteller oneConcept legt bei seinem Wok-Raclette zum Beispiel Holzschaber bei. Das reicht völlig aus.

Nicht mit der Gabel das fertige Essen herausschieben

Schade ist es deswegen, weil auch die Pfännchen in der Regel mit einer Antihaftbeschichtung versehen sind und man daher zum Beispiel nicht mit der Gabel das fertige Essen herausschieben soll, um die Oberfläche nicht zu zerkratzen. Deshalb sollten die Schaber unserer Meinung nach in jeden Lieferumfang gehören. Da dem aber leider oft nicht so ist, sollten Sie vorher genau nachlesen, ob Sie die Schaber eventuell zusätzlich kaufen müssen. Für unsere Testgeräte finden Sie die entsprechende Information in der Tabelle.

Reinigung

Was die Reinigung der Raclette-Grills betrifft, empfehlen die Hersteller in den Bedienungsanleitungen meistens, die Grillplatten und die Pfännchen mit warmem Wasser und etwas Spülmittel zu reinigen. WMF schreibt beim Lono Raclette explizit dazu, dass beides auch in die Spülmaschine gelegt werden darf. Der Waschgang verlief bei der WMF-Grillplatte allerdings nicht allzu erfolgreich. Neben getrockneten und damit nicht so schönen Wasserflecken waren auch die angebratenen Reste nicht alle sauber abgespült. Da bringt es wahrscheinlich tatsächlich mehr, wenn Sie die Grillplatte(n) und die Pfännchen einfach schnell mit warmem Wasser und einem Lappen oder weichen Schwamm abwischen.

Der Naturstein wird ausschließlich von Hand gespült. Der Hersteller Severin empfiehlt zum Beispiel, hierbei auch das Spülmittel wegzulassen. Außerdem soll der Naturstein beim Spülen nicht vollständig ins Wasser gelegt werden. Deshalb am besten nur unter laufendem Wasser abspülen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich der Naturstein beim Austreten der Fleischsäfte während des Anbratens leicht einfärbt. Ein Großteil davon lässt sich im Anschluss zwar wieder abspülen – eine leichte Färbung ist aber trotzdem geblieben.

Raclette-Grill Test: Wmf Lono Raclette

Testsieger: WMF Lono Raclette

Der WMF Lono Raclette-Grill hat uns bereits beim Auspacken mit einer guten Verarbeitung gefallen. WMF arbeitet hier mit einer großen, durchgängigen Grillplatte, die sich abnehmen und wenden lässt. Die eine Seite ist geriffelt und eignet sich damit vor allem für Fleisch und Fisch, die andere Seite ist glatt. Auf der glatten Seite können Sie zum Beispiel Spiegeleier oder Crêpes zubereiten. Die Antihaftbeschichtung macht einen guten Job. Das Grillgut ließ sich im Praxistest problemlos wenden, ohne an der Platte hängen zu bleiben.

Testsieger
WMF Lono Raclette
Test Raclette-Grill: WMF Lono Raclette
Unser Testsieger überzeugt durch einen große Wende-Grillplatte, eine zusätzliche Etage für leere Pfännchen und eine Kabelaufwicklung.

Die acht mitgelieferten, rechteckigen Raclette-Pfännchen wirken ebenfalls stabil und wertig. Jedes Pfännchen hat eine belegbare Fläche von 8 x 8 Zentimetern und eine Höhe von 1,3 Zentimetern. Bei der Verwendung der Pfännchen gefällt uns vor allem die zusätzlich »Parketage« richtig gut.

Grundsätzlich soll man bei Raclette-Grills die leeren Pfännchen nicht wieder in den Grill schieben, da sonst verbleibende Reste anbrennen können. Deshalb legt man die Pfännchen meistens irgendwo auf einen extra Teller oder zum Beispiel auf eine Serviette, um sie vorübergehend abzustellen.

Beim WMF Lono Raclette ist das nicht nötig, da der Hersteller das Gerät mit einer zusätzlichen Ebene ausgestattet hat, in der Sie die leeren Pfännchen »parken« können. Dabei bleiben die Pfännchen sogar leicht warm.

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Raclette-Grill Test: Wmf Lono Raclette Detail
Die Grillplatte kann abgenommen und gewendet werden.
Raclette-Grill Test: Wmf Lono Raclette Detail
Die andere Seite der Grillplatte hat eine glatte Oberfläche.
Raclette-Grill Test: Wmf Lono Raclette Detail
In der unteren Ebene können leere Raclette-Pfännchen „geparkt“ werden.
Raclette-Grill Test: Wmf Lono Raclette Detail
Der Temperaturregler arbeitet stufenlos.
Raclette-Grill Test: Wmf Lono Raclette Detail
Das Stromkabel lässt sich unter dem Boden des WMF Lono aufwickeln.
Raclette-Grill Test: Wmf Lono Ergebnis Fleisch
Beim Grillen gefallen uns die Ergebnisse (links Pute, rechts Rindfleisch) mit den typischen Grillstreifen.
Raclette-Grill Test: Wmf Lono Ergebnis Pfännchen
Das überbackene Essen ließ sich mit dem Schaber ganz einfach aus dem Pfännchen herausschieben.

Für die nötige Grilltemperatur sorgt eine Heizspirale mit einer Leistung von 1.500 Watt. Der Temperaturregler arbeitet stufenlos. Gut gefällt uns auch, dass sich das insgesamt zwei Meter lange Stromkabel nach dem Raclette-Abend unter dem Geräteboden aufwickeln lässt. Darüber hinaus gehört der WMF Lono zu den wenigen Raclette-Grills im Test, bei dem die Raclette-Schaber mit im Lieferumfang liegen. WMF legt sogar noch ein Rezeptheft für die Raclette-Zubereitung bei.

Was die Reinigung betrifft, so schreibt WMF in der Bedienungsanleitung, dass die große Grillplatte, die Pfännchen und auch die Raclette-Schaber spülmaschinenfest sind. Wir haben aber bei der Grillplatte die Erfahrung gemacht, dass sie nach dem Waschgang in der Spülmaschine nicht ganz sauber war. Daher würden wir empfehlen, die Grillplatte eher mit warmem Wasser und Spülmittel per Hand zu reinigen.

WMF Lono Raclette im Testspiegel

Da der WMF Lono Raclette-Grill schon seit einigen Jahren auf dem Markt ist, fallen die derzeit verfügbaren Testergebnisse etwas älter aus. So wurde der WMF Raclette-Grill bei der Stiftung Warentest in der Magazin-Ausgabe 12/2019 als »Der Vielseitige« mit der Gesamtnote »gut (2,1)« ausgezeichnet.

»Beim Raclettieren gibt es nichts zu meckern: Der WMF Lono schmilzt den Käse schnell und zuverlässig. Beim Grillen hat er aber ein wenig Probleme. Während die Temperatur zwar hoch ausfallen kann, wird sie beim Grillen nur ungleichmäßig verteilt und das Grillen braucht seine Zeit – wird letztendlich aber immer noch gut.«

Der Testbericht der Stiftung Warentest liegt hinter einer Bezahlschranke. Die kritisierte Wärmeverteilung ist grundsätzlich ein Problem bei jeglicher Art von Elektrogrills. Für eine gleichmäßigere Verteilung empfiehlt sich eine Natursteinplatte.

Das Magazin Haus & Garten Test lobt in ihrem Testbericht von 2018, dass der »optisch sehr ansprechende« WMF Lono Raclette-Gril im Test »fast keine Schwächen« zeige.

Alternativen

Neben dem WMF Lono Raclette-Grill haben wir drei weitere Alternativen herausgesucht, die unterem anderem mit Natursteinplatten und Wok-Pfännchen Abwechslung in die Raclette-Party bringen.

Der Vielseitige: Rommelsbacher RCS 1350

Der Rommelsbacher RCS 1350 punktet mit vielseitigen Zubereitungsmöglichkeiten. So legt der Hersteller neben einer quadratischen Natursteinplatte gleich zwei Wende-Grillplatten mit in den Lieferumfang. Auf diese Weise erhält man verschiedene Kombinationsmöglichkeiten. Da die Grillfläche oben auf dem Gerät in der Mitte geteilt ist, kann man zum Beispiel auf einer Seite auf der geriffelten Grillplatte und auf der anderen Seite auf Naturstein grillen.

Der Vielseitige
Rommelsbacher RCS 1350
Test Raclette-Grill: Rommelsbacher RCS 1350
Der Raclette-Grill von Rommelsbacher kann entweder mit zwei Grillplatten oder einer Grill- und einer Natursteinplatte genutzt werden.

Wer den Naturstein nicht braucht, nimmt einfach die zweite Grillplatte dazu und erhält eine durchgängig geriffelte Grilloberfläche. Dazu kommt eine dritte Möglichkeit: Da die Grillplatten als Wendeplatten ausgelegt sind, bieten sie eine geriffelte und eine glatte Oberfläche. Somit lässt sich auch mit einer geriffelten Oberfläche für zum Beispiel Fleisch und Fisch und daneben mit einer glatten Oberfläche für Spiegeleier arbeiten.

Zur Ausstattung des Rommelsbacher gehören neben acht rechteckigen Grill-Pfännchen auch acht Raclette-Schaber, um das Essen behutsam aus den Pfännchen zu schieben, ohne deren Oberfläche zu zerkratzen. Die Pfännchen selber haben eine belegbare Fläche von 9,5 x 9,5 Zentimetern und eine Höhe von 1,5 Zentimetern. Der Hersteller legt eine ausführliche Bedienungsanleitung bei, die auch einige Rezeptvorschläge enthält.

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Raclette-Grill Test: Rommelsbacher Rcs1350 Raclette
Der Rommelsbacher RCS 1350 mit Zubehör.
Raclette-Grill Test: Rommelsbacher Rcs1350 Raclette Detail
Es gibt verschiedene Kombinationen: Grill- und Natursteinplatte...
Raclette-Grill Test: Rommelsbacher Rcs1350 Raclette Detail
...oder zwei Grillplatten nebeneinander.
Raclette-Grill Test: Rommelsbacher Rcs1350 Raclette Detail
Der stufenlose Temperaturregler mit Kontrollleuchte.
Raclette-Grill Test: Rommelsbacher Rcs1350 Raclette Detail
Das Stromkabel lässt sich unter dem Gerät aufwickeln.
Raclette-Grill Test: Rommelsbacher Rcs1350 Ergebnis Fleisch
Die Grill-Ergebnisse mit Pute und Rindfleisch.
Raclette-Grill Test: Rommelsbacher Rcs1350 Ergebnis Pfännchen
Die Zutaten lassen sich gut überbacken.

Die verbaute Heizspirale erreicht eine Leistung von maximal 1.350 Watt. Der Temperaturregler arbeitet stufenlos und ist mit einer Kontrollleuchte ausgestattet, die beim Aufheizen rot leuchtet. Das 1,9 Meter lange Stromkabel kann nach dem Grillen unter dem Gerät aufgerollt werden.

Es gibt einen Kritikpunkt, den wir erwähnen möchten. Beim ersten Auspacken des Rommelsbacher roch der Grill leider unangenehm. Wir haben ihn deshalb erst einmal eine Weile auslüften lassen, bevor wir ihn das erste Mal eingeschaltet und anschließend gereinigt haben. Der Hersteller empfiehlt die Reinigung per Hand mit warmem Wasser und etwas Spülmitteln. Das hat im Praxistest gut funktioniert.

Gut & günstig: Severin RG 2373

Der Severin RG 2373 ist unser Preistipp. Für rund 50 Euro kommt er mit einer Wende-Grillplatte und einer Natursteinplatte und gefällt uns mit einer insgesamt guten Verarbeitung. Einzig der Temperaturregler wirkt etwas wackelig, lässt sich beim Grillen aber dennoch gut bedienen. Die Wende-Grillplatte hat eine geriffelte und eine glatte Seite. Die Leistung wird mit 1.700 Watt angegeben, womit der Severin RG 23736 zu du leistungsstärkeren Raclette-Grills zählt.

Gut & günstig
Severin RG 2373
Test Raclette-Grill: Severin RG 2373
Der Severin RG 2373 wird mit einer Grill- und einer Natursteinplatte geliefert und bietet damit zwei unterschiedliche Grilloberflächen zum kleinen Preis.

Zur Ausstattung des Severin gehören acht rechteckige Pfännchen mit einer belegbaren Fläche von 8 x 8 Zentimetern und einer Höhe von 1,4 Zentimetern. Leider legt der Hersteller keine Raclette-Schaber mit in den Lieferumfang. Die müssten Sie sich daher zusätzlich kaufen. Die Bedienungsanleitung enthält alle wichtigen Informationen, ist nur manchmal etwas unübersichtlich aufgebaut.

Der Hersteller gibt im Datenblatt eine Stromkabellänge von 1,40 Meter an. Wir haben nachgemessen und kamen auf zwei Meter. Die Temperatur lässt sich stufenlos regeln. Neben dem Temperaturregler befindet sich eine Kontrollleuchte, die erlischt, wenn das gewünschte Temperaturlevel beim Aufheizen erreicht ist.

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Raclette-Grill Test: Severin Rg2373 Raclette
Der Severin RG 2373 mit Zubehör.
Raclette-Grill Test: Severin Rg2373 Raclette Detail
Der Severin-Raclette-Grill ist mit einer Naturstein- und einer Wende-Grillplatte ausgestattet.
Raclette-Grill Test: Severin Rg2373 Raclette Detail
Der Temperaturregler mit Kontrollleuchte.
Raclette-Grill Test: Severin Rg2373 Ergebnis Pute
Das Grillergebnis vom Putenfleisch auf der Grill- und der Natursteinplatte.
Raclette-Grill Test: Severin Rg2373 Ergebnis Rind
Beim Rindfleisch färbt sich der Naturstein durch die austretenden Fleischsäfte.
Raclette-Grill Test: Severin Rg2373 Ergebnis Pfännchen
Das Ergebnis beim Überbacken.

Die Wok-Variante: oneConcept Woklette

Beim oneConcept Woklette handelt es sich um einen Raclette-Grill der etwas anderen Art. Statt einer geriffelten Grillplatte oder einem Naturstein, kommt das oneConcept-Gerät mit einer dünnen, glatten Heizplatte und sechs Wok-Pfännchen, die oben in die dafür vorgesehenen Vertiefungen gestellt werden. Dazu gibt es in der Etage darunter die klassischen Raclette-Pfännchen zum Überbacken. Damit ist der oneConcept Woklette Raclette eher für Koch- als für Grillfans geeignet.

Die Wok-Variante
oneConcept GQ19-Woklette
Raclette-Grill Test: Oneconcept Woklette
Die Wok-Variante eines Raclette-Grills kommt mit sechs Wok-Pfännchen und wird vor allem Kochfans gefallen.

In den Wok-Pfännchen lassen sich Beilagen und kleinere Gerichte zubereiten. Da die Wärme in dem Fall nur von unten kommt, ist es wie beim normalen Kochen: Es wird regelmäßig durchgerührt, damit alles warm wird. Grundsätzlich kann man auch auf der dünnen Heizplatte Fleisch zubereiten. Durch die glatte Oberfläche laufen die Fleischsäfte aber nicht ab, weshalb das Rindfleisch im Praxistest im Grunde im eigenen Saft lag und eher gebraten als gegrillt wurde. Für den Grill-Einsatz ist der oneConcept Woklette aber eben auch nicht gedacht. Wer mag, kann die glatte Oberfläche zum Beispiel für Spiegeleier oder Crêpes verwenden.

Die Raclette-Pfännchen sind dreieckig mit zwei langen, spitz zulaufenden Neun-Zentimeter-Seiten und einer Seite mit einer Länge von acht Zentimetern. Die Pfännchen-Höhe haben wir mit 1,2 Zentimetern gemessen. Durch die dreieckige Form passt insgesamt weniger hinein als bei den rechteckigen Pfännchen. Dafür fällt das Woklette-Raclette insgesamt etwas kompakter aus als einige andere Geräte im Test. Gut gefällt uns, dass der Hersteller acht Holz-Schaber für die Pfännchen beilegt. Mit den Schabern kann man auch in den Wok-Pfännchen rühren.

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Raclette-Grill Test: Oneconcept Woklette
Der oneConcept Woklette mit Zubehör.
Raclette-Grill Test: Oneconcept Woklette Detail
Di Grillplatte lässt sich abnehmen und ist mit Vertiefungen für die Wok-Pfännchen versehen.
Raclette-Grill Test: Oneconcept Woklette Detail
Neben den Wok-Pfännchen gibt es in der unteren Etage Platz für die klassischen Raclette-Pfännchen.
Raclette-Grill Test: Oneconcept Woklette Detail
Der stufenlose Temperaturregler und die Kontrollleuchte.
Raclette-Grill Test: Oneconcept Woklette Ergebnis Fleisch
Auf der glatten Oberfläche wird das Fleisch eher gebraten als gegrillt.
Raclette-Grill Test: Oneconcept Woklette Ergebnis Pfännchen
Überpacken klappt gut.
Raclette-Grill Test: Oneconcept Woklette Ergebnis Wok Pfännchen
In den Wok-Pfännchen gibt es reichlich Platz, um verschiedene Speisen zuzubereiten.

Der kleine Temperaturregler lässt sich stufenlos drehen und wird durch eine Kontrolllampe ergänzt, die rot leuchtet, wenn die Heizspirale aufheizt. Die Leistung des Grills wird mit 1.200 Watt angegeben. Hier hätten wir uns etwas mehr Leistung gewünscht, da wir im Praxistest gemerkt haben, dass das Zubereiten der Speisen in den Wok-Pfännchen schon etwas Zeit in Anspruch nimmt. Auch das Anbraten von Fleisch dauert länger. Wer aber gerne kocht, wird an der Wok-Variante auf jeden Fall Spaß haben.

Außerdem getestet

Steba RC 3 Plus

Der Steba RC 3 Plus unterscheidet sich nicht nur in seiner quadratischen Form vom restlichen Testfeld. Schon beim Auspacken fällt auf, dass die mitgelieferte Wende-Grillplatte mit geriffelter und glatter Seite mit rund 2,4 Kilogramm deutlich schwerer ist als die Grillplatten der anderen Testgeräte. Das liegt daran, dass der Hersteller hier mit einer stabilen, emaillierten gusseisernen Grillplatte arbeitet. Durch die Emaille soll verhindert werden, dass sich Rost bildet. Der Hersteller weist durch beiliegende Infoblätter darauf hin, dass die gusseiserne Platte zwar spülmaschinentauglich ist, durch die Spülmaschine, oder auch durch längeres Liegen in Spülwasser, aber dennoch rosten kann. Deshalb werden Plegehinweise mitgeliefert. Ohnehin punktet der Raclette-Grill mit einer übersichtlichen Bedienungsanleitung in einer gut lesbaren Schriftgröße.

Raclette-Grill Test: Steba Rc3plus
Der Steba RC 3 Plus mit Zubehör.

Neben der Grillplatte wird zusätzlich eine 3,2 Kilogramm wiegende Natursteinplatte mitgeliefert. Im Gegensatz zu manch anderen Raclette-Grills, bei denen sich die Grill- und die Natursteinplatten nebeneinander auf das Gerät legen lassen, muss man sich hier für eine Variante entscheiden, da nur jeweils eine der beiden 26 x 26 Zentimeter messenden Platten auf den Grill passt. Damit ist die Grillfläche auch insgesamt etwas kleiner als bei den anderen Testgeräten. Das ist insofern etwas schade, da es sich hier ebenfalls um einen 8-Personen-Raclette-Grill handelt.

Es gibt also acht Raclette-Pfännchen, aber vergleichsweise wenig Platz oben auf der Grillfläche. Es werden keine Raclette-Schaber mitgeliefert. Die Oberfläche der Pfännchen macht aber einen sehr stabilen und kratzfesten Eindruck. Um das zu testen, haben wir mit einer Gabel mehrfach über den Boden eines mitgelieferten Pfännchens gekratzt, ohne dass dabei sichtbare Kratzer zurück blieben. Man kann hier also scheinbar ganz normale Gabeln nehmen, ohne sich Gedanken machen zu müssen.

Die Leistung des Raclette-Grills wird mit 1.450 Watt angegeben. Die gusseiserne Grillplatte ist nach ungefähr zehn Minuten heiß. Die Natursteinplatte braucht circa 30 Minuten. Das 1,6 Meter lange Stromkabel lässt sich nach dem Raclette-Abend unter dem abgekühlten Gerät in einer Halterung aufwickeln. Grundsätzlich gefällt uns der Steba RC 3 Plus sehr gut. Er ist eine Empfehlung für Fans von gusseisernen Grillplatten. Allerdings fällt der Preis für die kleine Grillfläche recht hoch aus.

Severin RG 2372

Der Severin RG 2372 gehört ebenfalls zu den Raclettes-Grills mit einer großen Natursteinplatte. Die misst oben 46 x 23 Zentimeter in der Fläche und wiegt circa 4,5 Kilogramm. Wie beim Cloer 6430 sollte man also auch hier an eine stabile Unterbringungsmöglichkeit denken. Mit 1.300 Watt ist der Severin 2372 etwas leistungsstärker als der Cloer-Grill und benötigt circa 25 Minuten, bis die Natursteinplatte ihre maximale Temperatur erreicht. Hier ist also ebenfalls ein frühzeitiges Vorheizen empfehlenswert, um die Gäste nicht unnötig warten zu lassen.

Raclette-Grill Test: Severin Rg 2372 Raclette
Der Severin RG 2372 mit Zubehör.

Die acht rechteckigen Pfännchen sind mit einer Antihaftbeschichtung versehen. Es lassen sich je vier Pfännchen auf jeder Seite unter die Heizspirale schieben. Raclette-Schaber werden nicht mitgeliefert und müssen zusätzlich organisiert werden. Die Verarbeitung macht einen ordentlichen Eindruck. Auch das Stromkabel hat mit zwei Metern eine im Praxiseinsatz gute Länge. Die Temperatur lässt sich stufenlos einstellen. Als Kontrollleuchte dient hier eine Art Ring, der den Temperaturregler umschließt und blau leuchtet, wenn die Heizspirale anspringt.

Im direkten Vergleich zum Cloer 6430 gefällt uns der Severin RG 2372 durch die leicht höhere Leistung, den griffigeren Temperaturregler und die etwas größere Natursteinplatte einen Tick besser. Der Severin Raclette-Grill kostet aber auch ein paar Euro mehr.

Cloer 6430 Raclette-Grill

Der Cloer 430 gehört zu den Raclette-Grills, bei dem ausschließlich auf einer Natursteinplatte grillt wird. Es liegt also keine geriffelte Grillplatte im Lieferumfang. Die Natursteinplatte bietet eine Fläche von circa 39 x 25,5 Zentimetern und wiegt satte rund 4,5 Kilogramm. Wer sich für das Gerät interessiert, sollte sich also vorab eine stabile Verstaumöglichkeit überlegen. Da die Oberfläche des »heißen Steins« glatt ist, liegt das Grillgut flach auf und brät gleichmäßiger an als auf der geriffelten Grillplatte.

Raclette-Grill Test: Cloer
Der Cloer 6430 mit Zubehör.

Die Leistung des Grills beträgt 1.200 Watt. Damit dauert es etwa 20-30 Minuten, bis die Natursteinplatte ihre höchste Temperatur erreicht. Hier empfiehlt es sich, frühzeitig vorzuheizen, damit die Gäste nicht hungrig warten müssen, bis es losgehen kann. Der Cloer 6430 ist mit acht rechteckigen Raclette-Pfännchen mit einer Antihaftbeschichtung ausgestattet. Leider liegen keine Raclette-Schaber im Lieferumfang. Die müssten daher zusätzlich gekauft werden. Der Temperaturregler arbeitet stufenlos und ist mit einer Kontrollleuchte gekoppelt, die anzeigt, wenn die Heizspirale aufheizt. Das Stromkabel hat eine gemessene Länge von 1,6 Metern.

Tefal RE3200 Store’In 3in1

Beim Tefal Store’In 3in1 (RE3200) sind wir hin- und hergerissen. Einerseits gefällt uns der bei Tefal typische Thermo-Spot, der sich mittig auf der Grillplatte befindet, und vollständig rot wird, wenn die volle Temperatur erreicht wird. Außerdem punktet der Raclette-Grill mit der Möglichkeit, die acht mitgelieferten Pfännchen nach dem Raclette-Abend direkt unter dem Geräteboden in dafür vorgesehene Halterungen zu klemmen und somit platzsparend zu verstauen. Andererseits wirkt das Tefal-Testgerät nicht besonders wertig verarbeitet. Es ist viel Kunststoff im Spiel. Dadurch ist das Gerät zwar leichter, wirkt aber aben auch weniger wertig. Auch die Bedienungsanleitung ist eher ein Infoblatt mit recht kleinteiligen Zeichnungen ohne Beschriftung. Da wäre eine übersichtlichere Anleitung wünschenswert gewesen.

Raclette-Grill Test: Tefal Storein3in1
Der Tefal Store’In 3in1 (RE3200) mit Zubehör.

Die dünne Grillplatte ist in zwei Bereiche aufgeteilt: eine glatte Fläche und eine mit leicht abgerundeten Rillen. Die Rillen führen zwar nicht zu den typisch gerade Grillstreifen, sorgen aber dafür, dass Fett und Fleischsäfte nach unten in die Rillen laufen. Die Leistung wird mit 1.050 Watt angegeben. Einen Temperaturregler gibt es hier nicht. Das Gerät wird entweder ein- oder ausgeschaltet.

Das Stromkabel fällt mit nur 1,07 Metern recht kurz aus. Dafür lässt es sich nach dem Raclette-Abend komplett herausziehen, um das Tefal-Gerät platzsparend zu versteuen. Auch wenn der Tefal Store’In 3in1 (RE3200) durchaus gute Ausstattungsmerkmale mitbringt, fällt der Preis, unserer Meinung nach, im Hinblick auf die nicht allzu wertige Verarbeitung und die Minimalversion einer Bedienungsanleitung zu hoch aus.

So haben wir getestet

Da sich viele Raclette-Grills grundsätzlich recht ähnlich sind, haben wir uns in erster Linie die Ausstattung und die Verarbeitung genauer angesehen. Bieten die Geräte sinnvolle Extras, wie zum Beispiel eine Kabelaufwicklung oder eine zusätzliche Parketage für leere Pfännchen, wie beim WMF Lono? Liegt eine verständliche Bedienungsanleitung bei, die vielleicht sogar Rezeptvorschläge mitbringt? Befinden sich Raclette-Schaber mit im Lieferumfang, oder muss das Zubehör extra gekauft werden?

Da in der Praxis auch die Länge des Stromkabels eine wichtige Rolle spielt, haben wir jedes Kabel nachgemessen. Je länger das Kabel, umso besser, da man dann vielleicht ohne zusätzlichen Verlängerungsstecker auskommt.

Die wichtigsten Fragen

Was ist eigentlich Raclette?

Beim klassischen Raclette handelt es sich um ein schweizer Nationalgericht. Der Begriff „Raclette“ wurde von dem französischen Wort „racler“ abgeleitet und bedeutet übersetzt so viel wie „schaben“. Warum „schaben“? Weil sich beim ursprünglichen Raclette alles um den geschmolzenen Käse dreht, der in flüssiger Form aus dem Käselaib abgeschabt wird. Das bei uns in Deutschland beliebte Raclette mit kleinen Pfännchen zum Überbacken und zusätzlicher Grillplatte hat daher eigentlich nur die Idee des Käseschmelzens mit dem klassischen Raclette gemein.

Welche Größe des Raclette-Grills ist sinnvoll?

Die bei Raclette-Grills genannte Anzahl der Personen bezieht sich auf die Anzahl der gleichzeitig nutzbaren Pfännchen. Ein 4-Personen-Raclette kommt mit vier Pfännchen, ein 8-Personen-Gerät mit entsprechend acht Pfännchen. Da man aber meistens eher mit zwei Pfännchen pro Person rechnet, weil es sonst einfach zu lange dauert, bis alle satt werden, empfiehlt sich ein 4-Personen-Raclette eher für zwei Personen. Ein 8-Personen-Raclette passt gut für vier bis maximal fünf Personen.

Was ist besser beim Raclette: Grillplatte oder Naturstein?

Hier gibt es kein richtig oder falsch. Beide liefern gute Grill-Ergebnisse. Die meist dünnere Grillplatte heizt schneller auf und wird häufig als Wendeplatte mit einer geriffelten Seite für die typischen Grillstreifen und mit einer glatten Seite für zum Beispiel Spiegeleier oder Crêpes angeboten. Die Natursteinplatte ist dicker und wird häufig auch als „Heißer Stein“ bezeichnet. Naturnstein ist glatt und braucht insgesamt länger, um aufzuheizen, da hier gleichmäßig der gesamte Stein erwärmt wird. Naturstein speichert die Hitze sehr gut. Dadurch kann sogar noch etwas weiter gegrillt werden, nachdem das Gerät ausgeschaltet wurde. Beim Naturstein gibt es keine Grillstreifen. Das Grillgut liegt glatt auf, wird außen kross angebraten und bleibt innen schön zart.

Dürfen die Raclette-Pfännchen und die Grill-/Natursteinplatten in die Spülmaschine?

Die Hersteller empfehlen in der Regel, die Pfännchen und Grillplatten per Hand mit warmem Wasser und etwas Spülmittel zu reinigen. Beim ein oder anderen Gerät steht zwar in der Bedienungsanleitung, dass beides auch in die Spülmaschine darf – im Praxistest ist die Grillplatte des WMF Lono aber trotzdem nicht richtig sauber geworden. Wir fanden es einfacher und effektiver, das Zubehör per Hand zu spülen. Bei den Natursteinplatten wird sogar üblicherweise darauf hingewisen, dass sie nur mit der Hand unter fließendem Wasser gespült werden sollen.

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 Test: Artboard

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