Radiowecker Test: Aufmacher Teufel Radio One
test
Letztes Update: 30.11.2021

Der beste Radiowecker

Wir haben 12 Radiowecker getestet. Der beste für die meisten ist der Teufel Radio One. Er kommt mit dem deutlich rauschärmeren DAB-Signal zurecht, hat eine Bluetooth-Schnittstelle und einen knackigen Sound – ist aber nicht gerade ein Schnäppchen. Wer beim Klang auf dem Nachttisch keine hohen Ansprüche hat, kommt deutlich günstiger weg.

Stefan Schmid
hat eine Vorliebe für smarte Technik, die den Alltag erleichtert. Er testet überwiegend Produkte aus den Bereichen IT-Technik, Computerzubehör und Smart Home.
Letztes Update: 30. November 2021

Unser Testsieger Radio One von Teufel ist aktuell nur über die Webseite von Teufel zu beziehen.

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Jeden Tag mit dem Lieblingssong aufwachen? Klingt nach einer guten Idee – ist es aber nicht. Denn schnell wird der Lieblingssong zum Nervtöter. Daher lassen sich die meisten Deutschen am liebsten mit dem Radio wecken. Damit überlässt man das Thema Aufwach-Song dem Zufall, gute Laune gibt’s bei vielen Morgen-Sendungen gratis mit dazu, und nebenbei schnappt man beim Dösen gleich die wichtigsten Neuigkeiten für den Tag mit auf.

Wir haben 12 Radiowecker getestet. Bei den Empfangsarten waren wir flexibel und haben beides mit in den Test aufgenommen: analog und digital. Inzwischen gibt es auch Modelle mit Bluetooth und WLAN, so kann man sich auch mit der Playliste vom Handy wecken lassen. Immer mehr Radiowecker bieten auch eine drahtlose Lademöglichkeit fürs Smartphone – eine ideale Lösung, wenn wenig Platz auf dem Nachttisch ist.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Teufel Radio One

Radiowecker Test: Teufel Radio One
Weckt mit hervorragendem Klang und kann auch mit vielen Schnittstellen und einem durchdachten Bedienkonzept aufwarten.

Das Teufel Radio One bringt den Nachttisch zum beben. Der kleine Radiowecker lärmt aber nicht nur in seiner ganz eigenen Liga, sondern ist auch hervorragend ausgestattet. Den deutlich rauschärmeren DAB-Empfang beherrscht er ebenso wie den klassischen FM-Empfang. Dank der Bluetooth-Schnittstelle spielt der kleine Teufel fürs Schlafzimmer auf Wunsch auch die Smartphone-Playlist ab. Natürlich in hervorragender Klangqualität.

Mit Sprachsteuerung

Harman Kardon Citation Oasis

Radiowecker Test: Harman:kardon Citation Oasis
Den Wecker kann man per Sprachbefehl steuern und auch der Klang ist hervorragend.

Der Citation Oasis DAB macht mit seinem Graue-Maus-Design einen unscheinbaren Eindruck – dabei ist er der mit Abstand cleverste Radiowecker im Test. Die grauen Zellen kommen aber nicht von ungefähr, sondern von Google. Um sein volles Funktionspotential zu entfalten, braucht er deshalb eine Internetverbindung. Ist die eingerichtet, hat man einen willigen Befehlsempfänger im Schlafzimmer, der obendrein noch hervorragend klingt und umfangreich ausgestattet ist.

Allrounder

Philips R7705/10

Test Radiowecker: Philips R7705/10
DAB- und FM-Radioempfang, Bluetooth-Schnittstelle und Qi-Ladefläche: Hier ist alles an Bord.

Der Philips R7705/10 ist der Allrounder bei den Radioweckern. Seine Ausstattungsliste ist lang und umfasst neben FM- und DAB-Radioempfang auch eine Qi-Ladefläche und eine Bluetooth-Schnittstelle. Auch beim Klang gibt es wenig Anlass zur Kritik – solange man es mit der Lautstärke nicht übertreibt. Die eierlegende Wollmichsau für den Nachttisch also.

Gut & günstig

Reacher ACR-W

Test Radiowecker: Reacher Digitaler Radiowecker in Holzoptik
Man muss zwar auf DAB verzichten, dafür gibt es hier einen Radiowecker mit solidem Klang für wenig Geld.

Der Reacher ACR-W ist der Radiowecker, der uns am meisten überrascht hat – und das aus mehreren Gründen. Der Radiowecker ist leicht zu bedienen, mit einer Qi-Ladefläche ausgestattet, die zum Laden des Smartphones vorgesehen ist, und kann auch klanglich auf ganzer Linie überzeugen. Weil der Reacher darüber hinaus nicht besonders teuer ist, macht ihn das zu unserer Empfehlung für Sparfüchse.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerMit SprachsteuerungAllrounderGut & günstig
Teufel Radio One Harman Kardon Citation Oasis Philips R7705/10 Reacher ACR-W Reacher ACR-WS i-box Dawn Lenco CR-530TP Denver CR-425 FM Sony ICF-C1B Philips AJ3400/12 Panasonic RC-D8EG TechniSat Techniradio 40
Radiowecker Test: Teufel Radio OneRadiowecker Test: Harman:kardon Citation OasisTest Radiowecker: Philips R7705/10Test Radiowecker: Reacher Digitaler Radiowecker in HolzoptikTest Radiowecker: Reacher Digitaler Radiowecker in HolzoptikTest Radiowecker: i-box Radiowecker DigitalTest Radiowecker: Lenco CR-530TPTest Radiowecker: Denver  CR-425 FMRadiowecker Test: Bildschirmfoto 2021 09 17 Um 16.14.18Test Radiowecker: Philips AJ3400/12Test Radiowecker: Panasonic RC-D8EGTest Radiowecker: TechniSat  TECHNIRADIO 40
Pro
  • Hervorragender Klang
  • Einfache Bedienung
  • Hohe Standfestigkeit
  • Hervorragende Verarbeitung
  • Sprachbedienung
  • Qi-Ladefläche
  • Übersichtliches Display
  • Hervorragende Verarbeitung
  • Qi-Ladefläche
  • Gute Verarbeitung
  • DAB-Empfang
  • Bluetooth-Schnittstelle
  • Qi-Ladefläche
  • Übersichtliches Display
  • Einfache Bedienung
  • Solider Klang
  • Günstig
  • Qi-Ladefläche
  • Übersichtliches Display
  • Einfache Bedienung
  • Solider Klang
  • Günstig
  • Viele Funktionen
  • Qi-Ladefläche
  • Schickes Design
  • Übersichtliches Display
  • Solider Klang
  • Sehr einfache Bedienung
  • Schickes Retro-Design
  • Klein
  • Einfache Bedienung
  • FM- und AM-Empfang
  • Gute Verarbeitung
  • Gigantische Uhrzeit-Darstellung
  • Durchwachsene Verarbeitung
  • Übersichtliche Darstellung von Datum, Uhrzeit und Sender
  • DAB-Empfang
  • Gute Verarbeitung
  • Auszieh-Antenne
  • DAB-Empfang
  • Solide Verarbeitung
Contra
  • Teuer
  • Nur drei Presets
  • Teuer
  • Wenige manuelle Einstellmöglichkeiten
  • Klang könnte voluminöser sein
  • Nur FM-Radioempfang
  • Wirkt teils billig
  • Nur FM-Radio­empfang
  • Wirkt teils billig
  • Wackelt
  • Mäßiger Klang
  • Plastikgehäuse wirkt billig
  • Wenige Zusatz­funktionen
  • Zahlen machen beim Umfallen Geräusche
  • Plastikbomber-Charme
  • Klang mangelt es an Volumen
  • Schlechter Klang ab Zimmerlautstärke
  • Manuelles Rad zum Einstellen des Radiosenders
  • Fummelige Tasten
  • Schlechter Klang
  • Kleine Bedientasten
  • Weckt erst ab Lautstärke 8 (von 16)
  • Billige Haptik
  • Kleines, unübersichtliches Display
  • Schlechter Klang
Bester Preis
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RadioempfangFM-UKW, DAB+DAB+FM-UKW, DAB+FM-UKWFM-UKWFM-UKWFM-UKWFM-UKWFM-UKW, AMFM-UKWFM-UKW, DAB+DAB+
AnschlüsseAux, BluetoothWLAN, BluetoothBluetooth--BluetoothAux-----
Gewicht780 Gramm1.200 Grammk. A.520 Grammk. A.930 Gramm680 Gramm680 Gramm480 Gramm390 Gramm600 Gramm436 Gramm
Abmessungen24 x 9 x 8 cm21,8 x 6,6 x 14,8 cm15,3 x 15,3 x 6,8 cm16 x 12 x 6 cm17 x 11,7 x 6 cm17,5 x 10,9 x 7,5 cm9,6 x 15,5 x 7,3 cm10 x 10 x 10 cm10,1 x 10,2 x 10,1 cm6,4 x 22,4 x 10 cm9 x 15 x 8,9 cm9 x 11 x 10,5 cm

Radiowecker: Das sollten Sie beim Kauf wissen

Der Wecker auf dem Nachttisch: Zwar könnte ihn das Smartphone locker ersetzen, wie es das bereits bei der Digitalkamera oder dem MP3-Player gemacht hat, aber der gute alte Radiowecker hat nach wie vor seine Daseinsberechtigung. Kein Wunder, schließlich hat er noch immer den ein oder anderen Vorteil gegenüber dem Smartphone.

Radiowecker Test: Reacher Acr W
Der klassische Radiowecker hat längst noch nicht ausgedient.

Dazu zählt neben dem besseren Klang und einer ungleich größeren Angriffsfläche bei der Suche nach der Snooze-Taste auch die Möglichkeit das Smartphone damit aus dem Schlafzimmer verbannen zu können. Viele Gründe also, sich einen Radiowecker anzuschaffen, aber auch viele Fragen, die sich hieraus ergeben.

Analog oder digital?

Im Bereich der Radiowecker trifft man sie noch recht häufig an: die Wurfantenne. Der Name ist hier Programm, denn die meist auf der Rückseite des Weckers verbaute Antenne wird nach hinten »geworfen« und fristet den Rest ihres Daseins irgendwo zwischen Nachttisch und Wand. Technisch gesehen handelt es sich hier um einen klassischen Dipol, der Funkfrequenzen wahrnimmt und ins Innere des Weckers schleust. Dort werden dann akustische Signale daraus gemacht.

Diese Art des Radioempfangs hat mittlerweile schon das ein oder andere Jährchen auf dem Buckel und den Nachteil, recht störungsanfällig zu sein. Besonders Fernseher, Computer und dicke Wände mischen beim Klangergebnis ordentlich mit und verpassen dem analogen Empfang das, wofür er bekannt ist: Rauschen.

Die richtige Antennen-Position vermindert das Rauschen

Wer jetzt Angst hat, früh morgens von einem akustischen Rauschteppich aus den Federn gerissen zu werden, den können wir entwarnen: Ganz so schlimm ist es in der Regel nicht. Wer beim »Auswerfen« der Antenne nicht Halt macht, den Klang je nach favorisiertem Radiosender optimiert und keinen Großrechner im Schlafzimmer stehen hat, der wird auch mit dem analogen Empfang gut zurechtkommen. Außerdem hat die analoge Technik einen Vorteil: Man muss sich nicht erst mühsam ins WLAN einloggen und verzweifelt Passwörter suchen. Antenne raus, Musik an, heißt es hier.

Radiowecker Test: Analog
Der Retro-Wecker von Denver – ein echter Blickfang.

Audiophile Klangfetischisten, die mit dem latenten Rauschen im 21. Jahrhundert absolut nichts mehr anfangen können, werden um die Anschaffung eines DAB-Radioweckers jedoch nicht herumkommen. Preislich liegt der in der Regel ein wenig über seinem analogen Pendant, dafür muss man aber beim Klang kaum Kompromiss eingehen und kann aus dem breiten Angebot von DAB-Sendern wählen.

Ausstattung

Wecken können sie alle. Anspruchsvolle Zeitgenossen wollen aber nicht einfach nur geweckt werden, sondern Zugriff auf unterschiedliche Weckprofile, Wiederholungsmuster, Alarmtöne und Presets haben. Generell gilt hier: Je mehr man bereit ist, für seinen Wecker auszugeben, desto mehr Einstellmöglichkeiten werden sich im Menü des Weckers finden lassen. Um sich von Montag bis Freitag zur selben Uhrzeit wecken zu lassen, ist aber jeder Radiowecker entsprechend ausgerüstet. Meist stehen sogar zwei Weckprofile zur Auswahl.

Radiowecker Test: Teufel Radio One
Die Rückseite zieren ein Radio-One-Schriftzug sowie ein USB- und ein Aux-Anschluss.

Interessanter wird es da schon bei den Schnittstellen, denn neben dem oben angesprochenen Radioempfang, für den es eine Wurfantenne braucht, verfügen viele Modelle über weitere Schnittstellen. So schafft man sich mit manchen Modellen nicht einfach nur einen Radiowecker an, sondern stellt sich gleich noch einen mehr oder weniger leistungsstarken Bluetooth-Lautsprecher auf den Nachttisch. Auch einen Aux-Anschluss findet man bei vielen Modellen.

Für leichten Schlaf

Wer einen besonders leichten Schlaf hat, der sollte bei der Anschaffung eines Radioweckers darauf achten, dass man das Display des Weckers über Nacht ausschalten oder zumindest soweit dimmen kann, dass es nicht mehr als störend wahrgenommen wird. Wer sich für ein Modell entscheidet, das sowieso keine Displaybeleuchtung verbaut hat, wähnt sich nun aber zu Unrecht auf der sicheren Seite, denn es gibt noch einen zweiten Punkt, den man bei der Wecker-Anschaffung im Auge behalten sollte: die Betriebslautstärke.

Ein dimmbares Display verbessert den Schlaf

Hört sich banal an, wer aber schon einmal die Erfahrung machen musste, zum Geräusch des Sekundenzeigers einschlafen zu müssen, weiß: Schon das leiseste Geräusch kann Nachts zum donnernden Hammerschlag anschwellen. Einen Radiowecker mit analoger Uhr sollte man daher besser meiden, wenn man schlaftechnisch nicht einer dieser Menschen ist, die selbst bei Sonnenschein und Baulärm noch friedlich vor sich hin schlummern können.

Radiowecker Test: Aufmacher Teufel Radio One

Testsieger: Teufel Radio One

Das Teufel Radio One hat uns in diesem Test erst spät erreicht, aber das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss. Den Teufel in die Rubrik Radiowecker einzuordnen wird ihm aber nicht ganz gerecht, denn während der Großteil der Radiowecker-Konkurrenz im akustischen Nichtschwimmerbecken unterwegs ist, liefert der Radiowecker von Teufel vor allem eines: mächtig Bums.

Testsieger

Teufel Radio One

Radiowecker Test: Teufel Radio One
Weckt mit hervorragendem Klang und kann auch mit vielen Schnittstellen und einem durchdachten Bedienkonzept aufwarten.

Was Teufel hier auf die Beine gestellt hat, ist ein hervorragender Bluetooth-Lautsprecher mit Radioempfang und Weckfunktion – nicht mehr und nicht weniger.

Ausstattung

Äußerlich kommt der kleine Teufel für den Nachttisch recht unscheinbar daher, auf dem in Schwarz gehaltenen, ovalen Gehäuse haben nur die wichtigsten Bedientasten Platz gefunden und auch ein Display vermisst man – zumindest auf den ersten Blick. Erst beim Einschalten zeigt sich: Das Display liegt unter dem Mesh-Überzug verborgen. Wer jetzt denkt, dass man damit Probleme beim Ablesen bekommt, irrt. Der Bildschirm lässt keine Wünsche offen.

1 von 5
Radiowecker Test: Teufel Radio One
Das Teufel Radio One.
Radiowecker Test: Teufel Radio One
Der Bildschirm liegt unter dem Stoff verborgen, man kann ihn aber dennoch gut ablesen.
Radiowecker Test: Teufel Radio One
Auf der Rückseite ist ein USB-A-Port sowie ein Aux-Anschluss.
Radiowecker Test: Teufel Radio One
Clever: Die Antenne befindet sich gut verstaut am Boden des Radioweckers.
Radiowecker Test: Teufel Radio One
Besonders gelungen ist die Bedienung via Drehrad.

Auf der Rückseite findet man einen Aux- und einen USB-Anschluss. Beide Anschlusstypen sind mittlerweile ein wenig in die Jahre gekommen, weshalb Teufel dem Radio One auch eine Bluetooth-Schnittstelle (5.1) spendiert hat. Damit steht der Radiowecker einem klassischen Bluetooth-Lautsprecher in nichts nach und macht das Schlafzimmer zur Konzerthalle.

Bedienung

Auch die Bedienung des Radioweckers gefällt. Die Tasten sind übersichtlich angeordnet und lassen im Zusammenspiel mit dem klaren Display kein Wünsche offen. Beim Einstellen des Weckers hat man zwei Weckprofile zur Auswahl. Geweckt wird wochentags, am Wochenende oder eben nur einmal. Gut gefallen hat uns die Möglichkeit, hier direkt ein Datum eingeben zu können, das macht das Ganze einfach und unkompliziert. Selbiges lässt sich übrigens auch über die Bedienung via Drehrad sagen.

Radiowecker Test: Teufel Radio One
Praktisch: Das Drehrad in der Mitte erleichtert die Bedienung erheblich.

Beim Einstellen des Weckers kann man nicht nur einen Sender auswählen, sondern auf die bereits hinterlegten Töne zurückgreifen. Zwar gibt es hiervon nur vier, dafür ist mit dem Klang der Berliner Gedächtniskirche hier ein echter Exot mit dabei.

Damit kann man sich an den einzelnen Menüpunkten des Weckers schnell entlanghangeln und per einfachem Druck die Auswahl bestätigen. Die Bedienung erinnert dabei ein wenig an die der ersten Generation des iPod nano, was man durchaus als Kompliment sehen kann. Beim Radio-Wecken gibt es aber auch einen kleinen Nachteil.

Antennen-Gate

Neben DAB bekommt man auch analogen Radioempfang noch mit rein, also das gute alte FM-Radio. Um das FM-Signal möglichst rauschfrei zu empfangen, muss man erst einmal die Antenne von der Unterseite des Radioweckers lösen. Teufel hat sich nämlich eine clevere Möglichkeit ausgedacht, wie man die optisch oft störende Wurfantenne aus dem Blickfeld bekommt:

Radiowecker Test: Teufel Radio One
Clever: Die Antenne befindet sich gut verstaut am Boden des Radioweckers.

Beim DAB-Radiohören kann man die Antenne getrost verstaut lassen, nur wer partout nicht auf seine analogen Sender inklusive Rauschen verzichten mag, sollte die Antenne auswerfen. Spätestens beim DAB-Radioempfang schließlich drückt der Teufel das Gaspedal durch und zieht der Konkurrenz (mit Ausnahme des Harman Kardon) soundtechnisch davon. Der Empfang ist klar und ausgewogen. In puncto Volumen spielt der Teufel in einer anderen Liga.

Kommen wir nun aber zur Beinarbeit, genauer: den Standfüßen. Manche Radiowecker rutschen schon vom Nachttisch, wenn die Platte nur minimal schief steht, andere haben eine gewisse Standhaftigkeit, können mit ein wenig Kraftaufwand aber noch immer herumgeschoben werden – und dann gibt es noch den Teufel-Radiowecker.

Der klebt im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Nachttisch. Bevor sich das gute Stück auch nur einen Millimeter verschieben lässt, macht es lieber die Rolle rückwärts, indem es einfach umfällt. Verrutschen jedenfalls ist damit auf keinen Fall möglich und auch ein versehentliches Über-den-Nachttisch-Wandern, wenn beispielsweise der Bass zu sehr wummert, ist damit nicht mehr möglich.

Klang

Jetzt wollten wir es genau wissen und haben dem Teufel mit dem Songmaterial gefüttert, das normalerweise in unserem Test der besten Bluetooth-Lautsprecher zum Einsatz kommt. Das Ergebnis: Auch hier macht der Teufel eine gute Figur. Lediglich beim Hochdrehen fransen die Mitten ein wenig aus und die Höhen neigen zum Übersteuern – das ist allerdings sehr hohes Niveau, auf dem hier gerade gemeckert wird. Bis auf den Harman/Kardon kommen die übrigen Lautsprecher nicht einmal im Ansatz in die Qualitätsregionen des Teufel Radio One.

Und dann ist da dieser Klang … Um es kurz zu machen: Der Ton ist fantastisch. Auffällig ist der dominante Bass. Je nach Lied und Lautstärke kann man den Teufel auch als eine Art Vibrationswecker sehen. Wir jedenfalls waren von den Klangeigenschaften des teuflisch guten Lautsprecherradios sehr angetan.

Nachteile?

Ein wenig schade ist, dass Teufel mit den Speichertasten für Radiosender geknausert hat. Nur drei Tasten stehen hier zur Verfügung, und ebenso wenig Möglichkeiten gibt es, sich von einem Radiosender wecken zu lassen. Nur drei Profile und der zuletzt gehörte Sender stehen im Weckmenü zur Verfügung. Hier hätten wir uns ein wenig mehr gewünscht.

Grobmotoriker und Morgenmuffel werden mit der Ausschalt-Taste nicht ganz zufrieden sein. Um den Wecker auszuschalten, muss man eine der beiden Weckprofiltasten drücken. Schlaftrunken kann das tatsächlich zur Herausforderung werden. Um sich noch einige Minuten wertvollen Schlaf im Bett zu ergaunern, muss man übrigens einfach nur auf den großen Drehregler hauen.

Teufel Radio One im Testspiegel

Auch die Kollegen von Computer Bild (09/2021) können dem kleinen Teufel viel abgewinnen:

»Der kompakte Radiowecker hat alle wichtigen Funktionen an Bord. Er ist mit Extras wie einer USB-Ladefunktion und Bluetooth gut ausgestattet. Vor allem klingt er deutlich besser als viele Artgenossen und liefert einen runden Sound. Ein Schnäppchen ist der Radiowecker nicht.«

Ähnlich positiv ist das Fazit des HiFi-Jounals (08/2021):

»In allen Bereichen hat das RADIO one echt überzeugt. Auch klanglich wusste das kompakte Gerät zu überzeugen. Eine gute tonale Abmischung sowie für die Größe entsprechend ein satter Tiefgang sprechen klar für das neueste Produkt.«

Das Teufel-Digitalradio ist die richtige Wahl für Musikpuristen, die beim Klang keine Kompromisse eingehen und bereit sind, dafür etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Wer also schon morgens nur das Feinste auf die Ohren bekommen will, ist hier richtig.

Alternativen

Rund 170 Euro für einen Radiowecker, der auch als Bluetooth-Lautsprecher durchgehen könnte – wem das zu teuer ist oder wer gerne einen Radiowecker hätte, der per Sprachbefehl weckt, wird in unseren Alternativen fündig.

Mit Sprachassistent: Harman Kardon Citation Oasis DAB

Der Citation Oasis DAB ist mit sämtlichen Schikanen der Technik ausgestattet. Seine Verarbeitung ist tadellos, und weil das gute Stück aus dem Hause Harmon Kardon kommt, ist der Radiowecker auch beim Klang der einzige, der es mit dem Audio-Monster von Teufel aufnehmen kann. Für diesen technischen wie akustischen Hochgenuss muss man allerdings tief in die Tasche greifen: Etwa 200 Euro werden fällig.

Mit Sprachsteuerung

Harman Kardon Citation Oasis

Radiowecker Test: Harman:kardon Citation Oasis
Den Wecker kann man per Sprachbefehl steuern und auch der Klang ist hervorragend.

Schwer, vergleichsweise groß und selbst bei intensiver Suche lässt sich kein Verarbeitungsfehler erkennen: Der erste Eindruck des Citation Oasis DAB sitzt. Ein Blick auf die Rückseite des Weckers offenbart ein Sammelsurium an Anschlussmöglichkeiten: USB, Micro-USB und Aux – alles da. Für den DAB-Empfang gibt es einen extra Anschluss.

Die Wurfantenne zum Anstöpseln ist im Lieferumfang enthalten. Die Stecklösung ist in unseren Augen eine clevere Möglichkeit, dass sich Nutzer, die eigentlich keinen Radioempfang brauchen, nicht mit einer unästhetischen Wurfantenne herumschlagen müssen. Gerade im Schlafzimmer ist Ästhetik ja wichtig. Zudem hat das den Vorteil, dass man die Antenne im Falle einer Beschädigung einfach austauschen kann.

Beeindruckend sind aber nicht nur die vielen Schnittstellen auf der Rückseite. Mit WLAN und Bluetooth beherrscht der Radiowecker auch die wichtigsten Schnittstellen drahtloser Kommunikation und eignet sich damit nicht nur als Internetradio, sondern auch als Bluetooth-Lautsprecher auf dem Nachttisch, ähnlich wie der Teufel One.

1 von 6
Radiowecker Test: Harman Kardon Citation Oasis
Der Radiowecker von Harman Kardon.
Radiowecker Test: Harman Kardon Citation Oasis
Das Display des Radioweckers ist knackscharf.
Radiowecker Test: Harman Kardon Citation Oasis
Eine runde Sache.
Radiowecker Test: Harman Kardon Citation Oasis
Auf der Rückseite befinden sich zahlreiche Anschlüsse. Aber auch das Mikrofon kann man hier manuell abschalten.
Radiowecker Test: Harman Kardon Citation Oasis
Praktisch: Mit der Qi-Ladefläche können Handys drahtlos geladen werden.
Radiowecker Test: Harman Kardon Citation Oasis
Auf der Unterseite befindet sich ein Batteriefach.

Das Herzstück des Radioweckers ist zweifelsohne die smarte Bedienung. Er ist nicht einfach nur Wecker, sondern auch ein Assistent, der schon früh Morgens mit Aufträgen bombardiert werden kann. Auf Kommando wird der Wunschsong gespielt oder über die aktuelle Wetterlage aufgeklärt. Ach ja – und wecken kann er auch auf Kommando. Dazu genügt ein kurzer Sprachbefehl à la »OK Google, weck mich morgen früh um acht mit Lankasri«. Allein der Sprachbefehl reicht, um morgens mit den Klängen Indiens geweckt zu werden. Freilich kann man damit auch die Musikwiedergabe regeln.

Man kann den Wecker auch »konventionell« – will heißen: über die Bedienfelder auf der Oberseite – steuern. Die sind, bis auf den Hügel, auf dem ein Snooze-Schriftzug prankt, aus einem Guss mit der restlichen Wecker-Oberfläche. Dementsprechend handelt es sich hier streng genommen und berührungsempfindliche Flächen und keine Tasten.

Wie manch anderer Radiowecker, ist auch der Harman Kardon mit einer Qi-Ladefläche ausgestattet, die das Handy auflädt, indem man es einfach auf die entsprechend markierte Fläche des Weckers legt. Solcherlei umfangreiche Ausstattung, die einfache Bedienung per Sprachbefehl und der hervorragende Klang machen den Citation Oasis DAB zum idealen Smart-Home-Radiowecker.

Allrounder: Philips R7705/10

Der Philips R7705/10 ist – zumindest was das Design angeht – ganz klassisch gehalten. Die flache Bauform versprüht nicht nur den Charme eines klassischen Radioweckers, sondern hat auch ganz praktische Gründe: So hat man nämlich genug Platz, um sein Smartphone oben abzulegen und zu laden. Die Qi-Ladefläche ist aber längst nicht alles, was der Radiowecker zu bieten hat.

Allrounder

Philips R7705/10

Test Radiowecker: Philips R7705/10
DAB- und FM-Radioempfang, Bluetooth-Schnittstelle und Qi-Ladefläche: Hier ist alles an Bord.

An der Verarbeitungsqualität des Philips-Radioweckers gibt es nichts auszusetzen, hier wackelt und knarzt nichts. Auch das große Display gefällt, die Ziffern können auch Brillenträger nachts noch gut erkennen. Lichtempfindliche Menschen werden sich über die Möglichkeit freuen, das Display bis auf ein Minimum an Helligkeit dimmen zu können. Die Qi-Ladefläche auf der Oberseite ist von einer Gummierung umrahmt, die gleichzeitig das Smartphone davor bewahrt, einfach vom Wecker herunterzurutschen.

Auch bei der Bedienung gibt sich der Philips keine Blöße, die Tasten sind übersichtlich angeordnet und so beschriftet, dass man sich schnell damit arrangieren kann. Besonders die Snooze-Taste ist schön gemacht, die kann man wegen ihrer haptischen Kennzeichnung auch mit geschlossenen Augen erfühlen. Ganz egal, ob im Halbschlaf oder nicht: Die findet man immer.

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Radiowecker Test: Philips R7705:10
Der Radiowecker von Philips.
Radiowecker Test: Philips R7705:10
Die Uhrzeit erscheint schön groß. Lichtempfindliche Menschen können sie bei Bedarf auch dimmen.
Radiowecker Test: Philips R7705:10
Ebenso an Bord: eine Qi-Ladefläche.
Radiowecker Test: Philips R7705:10
Für das nötige Maß an Standhaftigkeit sorgen gummierte Füßchen.

Was den Philips aber vm Großteil der übrigen Testkandidaten unterscheidet, sind seine enorm vielen Schnittstellen. Der Wecker kann ganz klassisch per Wurfantenne betrieben werden, womit FM- und DAB-Radiosender empfangen werden können. Er lässt sich dank der ebenfalls verbauten Bluetooth-Schnittstelle aber auch mit Musik vom Smartphone versorgen, was beispielsweise auch das Hören eines Podcasts mit einschließt.

Die gute Ausstattung kann allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass das R7705/10 in puncto Klangqualität bei weitem nicht mit den deutlich teureren Modellen von Teufel und Harman Kardon mithalten kann. Klanglich ist man hier also in einer ganz anderen Liga. Für Zimmerlautstärke ist das Radio von Philips aber ausreichend.

Im Test hat der DAB-Empfang eine gute Figur gemacht und auch das FM-Radio funktioniert solide, wenn man erst einmal die richtige Position für die Antenne gefunden hat. Unterm Strich ist der Philips R7705/10 ein klassischer Allrounder fürs Schlafzimmer, der – solange man über Zimmerlautstärke-Niveau nicht hinausgeht – einen soliden Sound bietet sowie mit erfreulich vielen Schnittstellen aufwarten kann.

Gut & günstig: Reacher ACR-WS

Der Reacher ACR-W gehört der Riege der vergleichsweise günstigen China-Radiowecker an. Für etwas mehr als 30 Euro gibt es hier auch noch ein kleines Extra, denn der Radiowecker beherrscht auch den drahtlosen Ladestandard Qi. Damit kann man sein Smartphone laden, indem man es einfach auf die markierte Fläche oben auf den Wecker legt.

Gut & günstig

Reacher ACR-W

Test Radiowecker: Reacher Digitaler Radiowecker in Holzoptik
Man muss zwar auf DAB verzichten, dafür gibt es hier einen Radiowecker mit solidem Klang für wenig Geld.

Die von uns in Augenschein genommene Variante in Schwarz ist, was das Thema hochwertige Verarbeitung angeht, auf einem durchwegs vernünftigen Niveau. Die Tasten sind mit kleinen Einkerbungen für die Fingerkuppen versehen, der übrige, matte Kunstoff eröffnet zwar keine qualitativen Höhenflüge, erfüllt aber seinen Zweck mehr als ordentlich.

Die Bedienelemente sind knackig, und die gummierten Standfüße sorgen für einen sicheren Stand. Die mit einer kreisrunden Gummierung versehene Qi-Ladefläche befindet sich deutlich gekennzeichnet auf der Oberseite des Weckers und hat unser Test-Smartphone stets zuverlässig geladen. Wer lieber per Kabel lädt, findet auf der Rückseite des Weckers einen USB-A-Anschluss, der sich mit 5 Watt auf dem typischen Leistungsniveau der meisten anderen Radiowecker befindet.

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Radiowecker Test: Reacher Acr W
Der Radiowecker von Reacher.
Radiowecker Test: Reacher Acr W
Auch hier gibt es eine Qi-Ladefläche auf der Oberseite.
Radiowecker Test: Reacher Acr W
Unten befindet sich ein Batteriefach, das für die Notstromversorgung genutzt werden kann. Datum und Uhrzeit bleiben dann auch bei einem Stromausfall im System hinterlegt.
Radiowecker Test: Reacher Acr W
Auf der Rückseite befinden sich ein USB-A-Anschluss zum Laden und die Lautstärketasten.

Klanglich hat uns der ACR-WS überrascht. Zwar bewegt man sich in der Klasse der Radiowecker mit Wurfantenne und FM-Empfang generell in der klanglichen Kreisliga, der Reacher-Radiowecker zeigt aber eindrucksvoll, dass man auch aus wenigen Mitteln und beschränktem Budget einen mehr als soliden Klang zaubern kann. Der Sound kommt vergleichsweise knackig rüber, solange man es mit der Lautstärke nicht übertreibt.

Das gilt sowohl für rhythmische Gitarren, als auch für den knöchernen Bass. Letzterer ist denkbar weit vom erdbebenartigen Tiefton-Erlebnis eines Teufel Radio One entfernt. Wie den meisten anderen Mitbewerbern, geht auch dem Reacher bereits kurz über Zimmerlautstärke die Puste aus und der Klang verliert merklich an Volumen und Brillanz, aber für die meisten Radiowecker-Nutzer wird so eine Lautstärke ohnehin nie von Interesse sein.

Zudem hält sich das Rauschen trotz der etwas lieblos aus dem Gehäuse herausragenden Wurfantenne erfreulich dezent im Hintergrund – die entsprechende Geduld beim Ausrichten der Antenne vorausgesetzt. Um sich damit morgens sanft aus dem Schlaf wuchten zu lassen, ist die Qualität der verbauten Lautsprecher jedenfalls mehr als ausreichend. Weil auch das Menü keine großen Schikanen für den unbedarften Nutzer bereithält, ist der Reacher ACR-W eine Empfehlung für den schmalen Geldbeutel.

Außerdem getestet

i-box Dawn

Das Gehäuse des i-box Dawn besteht aus Kunststoff, der sich leicht gummiartig anfühlt. Aus demselben Material, allerdings ein wenig dunkler gehalten, sind auch die Bedienelemente. Die sieben Knöpfe, inklusive der großen Snooze-Taste, befinden sich auf der Oberseite des Weckers. Die übrigen Bedientasten sind zwar ein wenig klein geraten, lassen sich aber auch mit großen Fingern noch gut benutzen. Ein Qi-fähiges Handy muss man einfach nur auf die markierte Stelle legen und schon lädt es. Man spart sich hier also das leidige Anstecken des Handys. Wer darauf nicht verzichten will, findet auf der Rückseite einen USB-A-Port, der mit einem Ladekabel bestückt ebenso zum Laden des Handys benutzt werden kann.

Was sofort ins Auge sticht, ist, dass das fast um den ganzen Radiowecker spannende Gewebe auch vor dem Display nicht Halt macht. Folglich ist die Uhrzeit zwar noch deutlich zu erkennen, allerdings hinter einer Stoffummantelung ein Stück weit verborgen. Die Helligkeit der Anzeige lässt sich einstellen, was insbesondere für Menschen mit leichtem Schlaf wichtig ist. Man muss allerdings sagen, dass die niedrigste Stufe unserer Meinung nach ein Stück weit zu hell geraten ist.

Beim Radioempfang steht nur FM zur Verfügung. Um mal zwischendurch einen Song zu hören oder Abends einem Podcast zu lauschen, ist die Bluetooth-Schnittstelle ideal. Damit wird der Radiowecker zum Bluetooth-Speaker, wobei er sich auch klanglich ganz deutlich hinter den beiden Platzhirschen von Teufel und Harman Kardon einordnen muss. Mehr als Zimmerlautstärke ist damit nicht drin, und selbst wenn er leisere Töne anschlägt, ist der Klang nicht besonders brillant. Der größte Nachteil aber ist ein anderer: Der Boden des Radioweckers ist uneben, und so wackelt der i-box Down auf dem Nachttisch fröhlich vor sich hin – für uns ein No-Go!

Reacher ACR-WS

Der Reacher ACR-WS unterscheidet sich nur wenig von seinem Bruder, dem ACR-W. Im Gegensatz zu diesem ist sein Display gerade und die Bedientasten sind wegen der fehlenden Einkerbung nicht ganz so komfortabel zu betätigen. Die übrige Ausstattung der beiden Radiowecker ist allerdings identisch. Das gilt auch für die Bedienung und den Klang, auch hier nehmen sich die beiden Modelle nichts. Weil die beiden Radiowecker auch preislich auf derselben Wellenlänge sind, ist es letztlich eine Geschmacksfrage, für welches der beiden Radiowecker-Modelle man sich hier entscheidet.

Denver CR-425 FM

Das CR-425 FM von Denver ist ein waschechtes Retro-Radio. Das hat viele Vorteile, aber auch den einen oder anderen Nachteil. Neben dem Charme, den das Gerät sofort versprüht, nachdem man es ausgepackt hat, kann der Wecker auch mit seiner soliden Verarbeitungsqualität punkten. Das Highlight sind aber zweifelsohne die Zahlen, denn die werden nicht einfach mithilfe von Leuchtdioden oder Ähnlichem angezeigt, sondern klappen um, wie man das aus so manchem Filmklassiker kennt. Für jede Zahl gibt es deshalb ein extra Feld bzw. Halbfeld. Das Problem: Das Umklappen der Felder geht nicht völlig geräuschlos vonstatten.

Rechts befindet sich das Einstellrad zur Datumsanzeige, die übrigen Bedientasten sind rückseitig verbaut. Weil der Retro-Wecker auf unnötigen Schnickschnack verzichtet, ist er spielend leicht zu bedienen, die digitalisierte Konkurrenz kann hier längst nicht mithalten. Dass es für den Hingucker nicht zur Empfehlung gereicht hat, liegt am etwas dünnen Sound, der aus den Boxen wabert. Hier haben wir ein wenig Volumen vermisst.

Sony ICF-C1B

Der Sony ICF-C1 hält beim Design keine großen Überraschungen bereit – schwarzes Hartplastik eben. Die Vorderseite hebt sich mit ihrer Hochglanzoptik von den übrigen, matt gehaltenen Seiten ab. Schön ist, dass man nicht sieht, wo genau das Display anfängt, weil die ganze Vorderseite, auch wenn der Radiowecker gerade die Uhrzeit anzeigt, wie aus einem Guss wirkt. Die Bedienelemente sind sicher keine Olympiade für Haptik-Enthusiasten, tun aber ihren Dienst. Man darf auch nicht vergessen, dass es sich hier um einen recht günstigen Radiowecker handelt.

Der Wecker beherrscht beide Frequenzbänder, also FM und AM. Die Frequenz wird analog, nämlich über ein Drehrad an der Seite eingestellt. Die Tonqualität war gut, für den Preis kann man nicht viel mehr erwarten. Auch die große Snooze-Taste hat uns gut gefallen, selbst im Halbschlaf trifft man die noch zuverlässig.

Für viele passionierte Radiowecker-Hörer nicht ganz unwichtig, ist der Ausschalttimer. Den kann man in einem Zeitraum zwischen 15 und 90 Minuten einstellen und seine Einschlafphase so von den Klängen des Radios begleiten lassen. Besonders laut sollte man das allerdings nicht machen, denn schon bei normaler Zimmerlautstärke ist der Klangwürfel überfordert. Wer sowieso nur leise Radio hört, dem wird der Klang aber vollauf reichen, noch dazu, weil er im unteren Lautstärkebereich überraschend differenziert daherkommt.

Lenco CR-530TP

Der Lenco CR-530 präsentiert sich optisch aufgeräumt, ist aber zugleich mit einem enorm großen Display ausgestattet, auf dem sich die Uhrzeit gut ablesen lässt. Das liegt aber nicht nur an der Größe des Displays, sondern auch daran, dass Lenco die Displayfläche ausschließlich für die Darstellung der Uhrzeit nutzt und nicht, wie manch anderer Hersteller, allerhand andere Informationen mit draufpackt. Die Displayhelligkeit lässt sich in drei Stufen regulieren. Der Radiowecker steht stabil auf seinen gummierten Standfüßen und kann, wenn auch nicht aus dem hochwertigsten Kunststoff gefertigt, zumindest mit einer gelungenen Verarbeitung aufwarten.

Negativ aufgefallen sind uns die im Vergleich zur Konkurrenz winzigen Bedienlemente. Von der Snooze-Taste einmal abgesehen, sind die nämlich nur wenige Millimeter groß. Der rückseitig verbaut Aux-Anschluss ist zwar ein nettes Extra, dürfte allerdings nur für die wenigsten Nutzer tatsächlich eine Rolle spielen. Wer es trotzdem wagt und den Radiowecker mit einem Aux-Kabel und beispielsweise einem Smartphone verbindet, den erwartet eine ebenso mäßige Soundqualität wie beim Radioempfang. Der leicht verwaschene Klang wirkt zwar in sich rund, Höhen und Tiefen haben wir im Hörtest allerdings vermisst.

Philips AJ3400/12

Der Philips Clock Radio AJ3400 ist relativ groß geraten. Das Display des Philips Radioweckers ist gigantisch, wir haben nachgemessen: Eine Zahl ist satte 3,5 Zentimeter groß. Damit dürfte der Radiowecker auch für Brillenträger interessant sein, sie können die gigantischen Zahlen nämlich auch ohne Brille und schlaftrunken gut ablesen. Bei den übrigen Einstellmöglichkeiten gibt sich der Philips keine Blöße, die Weckzeit kann man ebenso einstellen wie das Radio und die Displayhelligkeit. Letzteres ist ein oft unterschätzter Aspekt, aber spätestens wenn man nachts aufwacht, weil man das Gefühl hat neben einem Baustrahler zu schlafen, schätzt man eine solche Funktion.

Die Snooze-Taste ist nicht nur erfreulich groß geraten, sondern ist mit einem Strich versehen, der sich im Zweifel auch erfühlen lässt. Damit ist der Radiowecker also auch für die Bedienung mit geschlossenen Augen geeignet – praktisch. Das große Manko des AJ3400 ist jedoch sein Klang. Volumen hätte der Radiowecker zwar genug, er klingt aber trotzdem, als ob man sein Handy in einer leeren Coladose vergessen hat.

Panasonic RC-D8EG

Nicht besonders günstig, aber auch nicht wirklich teuer: Der Panasonic RC-D8EG bewegt sich preislich im Mittelfeld und kommt mit jeder Menge Ausstattung, denn der Radiowecker kann nicht nur analog, sondern auch digital – DAB ist mit an Bord. Die große Snooze-Taste ist 10,5 Zentimeter lang – selbst kopfüber von der Bettkante hängend trifft man die noch zuverlässig. Die Bedienung ist größtenteils selbsterklärend, für detailliertere Einstelloptionen lohnt es sich aber einen Blick in die ausführliche und zuweilen sogar bebilderte Bedienungsanleitung zu werfen.

Beim Klang macht das RC-D8EG aber Probleme. Trotz DAB ist der Sound leicht verwaschen und beginnt ab Zimmerlautstärke damit, bei hohen Tönen die Ohren zu malträtieren. Ist nicht weiter schlimm, weil das Radio beim Wecken sowieso nur leise vor sich hin dudeln soll? Denkste, sagt sich Panasonic und lässt die Weckfunktion erst bei Stufe acht (16 Stufen gibt es insgesamt) starten. Es gibt Baustellen, die sanfter wecken als der RC-D8.

TechniSat Techniradio 40

Im Gegensatz zum Großteil der Konkurrenz, kommt das Techniradio 40 ganz ohne Wurfantenne aus. Für Radioempfang sorgt die rückseitig verbaute Auszieh-Antenne. Dort befindet sich auch ein USB-A-Port, an den man beispielsweise das Handy-Ladekabel anschließen und so über Nacht Strom zapfen kann. Ein Batteriefach ist keines verbaut, der Radiowecker ist also darauf angewiesen, immer per Stromkabel mit einer Steckdose verbunden zu sein. Das Kunststoffgehäuse macht keinen besonders hochwertigen Eindruck, ist aber solide verarbeitet. Selbiges lässt sich auch über die Bedientasten sagen, die auf der Gehäuseoberseite angebracht sind. Die Füßchen sind nicht gummiert, und entsprechend rutschig geht es mit diesem Wecker auf dem Nachtkästchen her.

Das Display hat zwar eine gute Größe, der Hersteller nutzt den damit einhergehende Platz jedoch nicht, um die Uhrzeit groß darzustellen. Die Klangqualität des Radios ist enttäuschend. Das vermutet man zwar schon, wenn man das Leichtgewicht in der Hand hält, der schlechte Klang könnte morgens aber immerhin für die nötige Motivation sorgen, fluchtartig das Bett zu verlassen. Für rund 40 Euro bekommt man hier aber eindeutig zu wenig für sein Geld.

So haben wir getestet

Für unseren Test mussten die Radiowecker verschiedene Aufgaben bewältigen. Dazu gehörte das Einstellen des Weckers ebenso wie ein Durchforsten der restlichen Menü-Struktur. Besonders wichtig war uns natürlich der Radioempfang und die Qualität der verbauten Lautsprecher. Deshalb haben wir jeden Radiowecker einem Sender-Suchlauf mit anschließendem Probehören unterzogen. Soviel vorab: Gerade beim Aufstehen am Morgen kommt es unserer Meinung nach nicht auf das letzte Fitzelchen Audio-Qualität an. Die spielt jedoch spätestens dann eine Rolle, wenn man den Radiowecker auch als Bluetooth-Lautsprecher nutzen möchte.

Radiowecker Test: Radiowecker Gruppenfoto
Die Radiowecker aus dem ersten Test vom 09/2021.

Auch technische Extras, von der Bluetooth-Schnittstelle bis hin zur Qi-Ladefläche, haben wir auf Herz und Nieren geprüft. Schließlich haben wir auch einen Blick auf die Verarbeitung und die verwendeten Materialien geworfen.

Die wichtigsten Fragen

Was kostet ein Radiowecker?

Die Preise für Radiowecker beginnen bei etwa 20 Euro. Wer ein paar Extras und einen annehmbaren Klang möchte, wird ab rund 30 Euro fündig. Deutlich mehr Leistung und einen nahezu perfekten Klang gibt es aber erst für ein Vielfaches.

Was ist der Unterschied zwischen DAB+ und analog?

DAB+ bedeutet „Digital Audio Broadcasting“. Gemeint ist damit die digitale Verbreitung von Audiosignalen. Dementsprechend ist der Empfang internetabhängig, aber deutlich besser, als das bei analogen Empfangsquellen der Fall ist.

Wie kann man den Radioempfang verbessern?

Oft hilft es schon, das Radio in Fensternähe zu platzieren oder die Antenne von anderen elektrischen Geräten isoliert aufzustellen. Ist auch dann noch der Empfang zu schwach, sollte man darüber nachdenken, eine große Antenne auf dem Dach zu installieren.

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