Der beste Rasierapparat

Elektro-Rasierer im Test: Alle Geräte im Überblick

Der beste elektrische Rasierer ist der Panasonic ES-LV65. Er sorgt mit seinem fünffachen Schersystem für eine gründliche Rasur in wenigen Zügen. Zusammen mit dem äußerst beweglichen Kopf sorgt das für wenig Hautirritationen. Und wer will, kann den ES-LV65 sogar mit Rasierschaum oder unter der Dusche nutzen.

Update 30. August 2017

Wir haben den Test überarbeitet und aktualisiert.

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11. Mai 2017

Wir haben den Philips OneBlade getestet und als weitere Alternative hinzugefügt. Dieser außergewöhnliche Rasierapparat besitzt nur eine Klinge, die aber besonders schonend über die Haut gleitet. Das Modell spricht vor allem passionierte Dreitagebart-Träger an.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger: Panasonic ES-LV65

Test Rasierapparat: Panasonic ES-LV65
Gründlich und schnell, ohne Hautrötungen zu einem annehmbaren Preis.

So gründlich wie ein Nassrasierer wird ein Elektrorasierer niemals sein, dessen sollten sich vor allem Umsteiger bewusst sein. Doch wem es auf eine hautschonende und schnelle Rasur ankommt, greift zu einem Rasierapparat – am besten zum Panasonic ES-LV65.

Im Test konnte das Gerät vor allem durch seine gründliche und schnelle Rasur überzeugen. Dafür sind vor allem das fünffache Schersystem und der flexible Scherkopf verantwortlich, der sich den Gesichtskonturen recht gut anpasst und wenige Hautirritationen hinterlässt.

Eine gründlichere Rasur lieferte kein anderer Rasierapparat im Test und viele Kunden und andere Tester bestätigen das. Deshalb ist der Panasonic ES-LV65 für uns zur Zeit der beste elektrische Rasierer, den man kaufen kann.

Bester Rotierender: Philips Series 9000

Test elektrische Rasierer: Philips S9031/12 (Series 9000)
Die Rasierer der Serie 9000 von Philips arbeiten gründlich und sehr leise.

Die Rasierer der Philips S9000, in unserem Fall genauer gesagt der Philips S9711/31, sind Rotationsrasierer. Das ist an sich nicht schlecht, die Technik ist nur dann schwierig, wenn man eine Bartfrisur haben möchte und an Stellen wie unter der Nase oder bei den Kotletten.

Dabei verliert man zu viel Zeit, da nur mit einer Klinge rasiert werden kann. Der Akku des S9711/31 ist stark und hält knapp 90 Minuten im Dauerbetrieb durch. Wer seinen Bart einfach loswerden will, ohne spezielle Frisuren zu machen, der bekommt mit den Geräten der Philips S9000er Reihe sehr gute Rasierer.

Gut & günstig: Braun 3040s Series 3

Test elektrische Rasierer: Braun 3040s (Series 3)
Nicht ganz so gründlich wie die Spitzenmodelle, für den Preis aber mehr als ordentlich.

Einen guten und günstigen Rasierer bekommen Sie mit dem Braun 3040s. Der Folienrasierer hat einen festsitzenden Rasierkopf, was ihn weniger anschmiegsam macht. Lediglich die Klingen bewegen sich nach links uns rechts. An schwierigen Stellen, wie dem Kinn, muss deshalb etwas aufgepasst werden.

Die Kosten für Ersatzteile halten sich in Grenzen und sonst ist der Braun ein Rasierer, der sein Handwerk beherrscht, ohne viele Extras zu haben.

Neues Konzept: Philips OneBlade QP2530/30

Test Rasierapparat: Philips OneBlade
Sanft und angenehm gleitet der OneBlade über die Gesichtshaut.

Mit dem Philips OneBlade bekommen Sie einen elektrischen Rasierer, der auf den ersten Blick wie ein Nassrasierer aussieht. Er hat nur eine Klinge, diese bewegt sich aber enorm schnell. Die Rasur ist sehr sanft, da die Barthaare nicht ganz so nah an der Haut abgeschnitten werden, wie bei anderen Geräten.

Dafür sprießen schon nach wenigen Stunden wieder Stopeln. Auch die Klinge hält nicht besonders lange, ist aber auch nicht unverhältnismäßig teuer. An schwierigen Stellen rasiert der OneBlade problemlos und ist sicher eine gute Alternative.

Vergleichstabelle

TestsiegerBester RotierenderGut & günstigNeues Konzept
Modell Panasonic ES-LV65 Philips Series 9000 Braun 3040s Series 3 Philips OneBlade QP2530/30 Braun 9090cc (Series 9) Philips S7520/50 Philips S5110/06 Panasonic ES-RF31 Remington XF8700 Remington PR1250
Test Rasierapparat: Panasonic ES-LV65Test elektrische Rasierer: Philips S9031/12 (Series 9000)Test elektrische Rasierer: Braun 3040s (Series 3)Test Rasierapparat: Philips OneBladeTest Rasierapparat: Braun 9090cc (Series 9)Test Rasierapparat: Philips S7520/50Test Rasierapparat: Philips S5110/06Test Rasierapparat: Panasonic ES-RF31Test Rasierapparat: Remington XF8700Test Rasierapparat: Remington PR1250
Pro
  • Gründliche und schnelle Rasur
  • An ebenen Stellen rasiert er gut, Akku hält sehr lange durch
  • Solides Gerät, das gut rasiert und günstig ist
  • Sanfte Rasur mit nur einer Klinge
  • Gute Rasur um Nase und Mund
  • Sehr guter Bartsytiler und Gesichts-Reinigungsbürste liegt bei
  • Gutes Rasierergebnis, relativ günstig
  • Schwenkbarer Scherkopf
  • Günstig
  • Sehr günstig zu haben
Contra
  • Akkulaufzeit ist nur mittelmäßig
  • Rotationsrasierer für Bartfrisur ungeeignet, da er zu ungenau schneidet
  • Unbeweglicher Klingenkopf, deshalb nicht so anschmiegsam
  • Schneidet das Barthaar nicht besonders kurz, sodass es schnell nachwächst
  • Auffangschacht für Bartstoppeln nicht ganz dicht, Trimmer wirkt recht billig, für dieses Ergebnis zu teuer
  • Scherkopf ist nicht ganz so beweglich; keine LED-Anzeige
  • Weniger Modi als der 9000er, keine LED-Anzeige
  • Reizt die Haut bei der Rasur stark
  • Trimmer lässt sich nicht feststellen, unsauberes Rasierergebnis
  • Trimmer lässt sich nicht feststellen, unsauberes Rasierergebnis, billige Verarbeitung
Bester Preis
Technische Daten  

So haben wir getestet

Für viele Männer gehört die Rasur zum täglichen Ritual wie das Zähneputzen und der morgendliche Kaffee. Ob man dabei die offene Klinge bevorzugt und sich nass rasiert oder doch lieber einem elektrisch betriebenen Rasierer den Vorzug gibt, ist eine Frage des Geschmacks, der Gewohnheit, aber auch des Hauttyps.

Die Nassrasur ist sehr viel gründlicher, aber auch aufwändiger. Vor allem dauert sie mit Einschäumen und Zwischenspülen des Rasierers meist auch länger. Dafür fährt die Klinge näher an der Hautoberfläche entlang, so dass keine Stoppeln mehr hervorstehen und man sich bis zur nächsten Rasur etwas mehr Zeit lassen kann.

Männer mit sehr unreiner und unebener Gesichtshaut bevorzugen hingegen die Trockenrasur, weil kleine Verletzungen im Gesicht damit nahezu ausgeschlossen sind. Nachteil: Eine tägliche Anwendung ist eigentlich ein Muss, wenn man stets gut rasiert aussehen möchte. Denn das Rasieren mit dem elektrischen Gerät ist oberflächlicher. Das ist schonend für die Haut, aber man fühlt – und sieht – es recht bald, wenn die Barthaare schon wieder nachwachsen.

Eine Nassrasur ist immer gründlicher, aber auch aufwendiger

Rasieren ist eine höchst individuelle Angelegenheit: Die Beschaffenheit der Haut, die Stärke der Barthaare, die Form des Gesichts, die gewünschte Bartfrisur – all das ist bei jedem Mann unterschiedliche. Das macht es sehr schwierig, eine allgemeingültige Antwort auf die Frage zu geben »Welcher Rasierer ist der beste?«.

Ich habe für diesen Test insgesamt zehn Rasierapparate von Philips, Braun, Panasonic und Remington über mehreren Wochen hinweg ausprobiert, mich immer wieder mit ihnen rasiert, die Trimmer getestet, die alle Modelle mitliefern und wo es ging auch die Probe mit Rasierschaum gemacht.

Außerdem habe ich alle auffindbaren Testberichte durchforstet und Meinungen zu den Modellen im Netz gesammelt. Denn nur weil ein Rasierer mein Gesicht gut oder schlecht rasiert, muss das noch nicht für alle oder die meisten Menschen gelten. Gerade der Faktor »Gründlichkeit« ist bei einem Elektrorasierer sehr wichtig, er lässt sich aber nicht gut messen. Daher sind die Meinungen anderer Nutzer dazu umso aufschlussreicher.

Andere Faktoren wie Ausstattung, Lieferumfang, Reinigung, Handhabung, Geräuschpegel oder Akkulaufzeit lassen sich hingegen besser objektiv beurteilen. Sicher gehen die Meinungen auch hier auseinander, was die Gewichtung dieser Kriterien angeht. Dennoch sind sie bei Weitem nicht so subjektiv und individuell wie die Aussagen über die Gründlichkeit einer Rasur. Daher habe ich bei meinem Test vor dem Badezimmerspiegel auch auf diese Dinge genau geachtet.

Folien- oder Rotationsrasierer?

Es gibt zwei Arten von Elektrorasierern: Folien- und Rotationsrasierer. Am weitesten verbreitet sind Folienrasierer mit ihren länglichen Scherköpfen. Hier gibt es mindestens eine, häufig aber mehrere perforierte Scherfolien. Die Barthaare gelangen in die winzig kleinen Löcher und die vibrierenden Schermesser darunter schneiden sie ab.

Bei den Rotationsrasierern kommen dagegen drei Schereinheiten mit je einer runden Klinge zum Einsatz. Sie sind in einem Dreieck zueinander angeordnet und oft einzeln flexibel gelagert. Vor allem Philips ist für diese Art Rasierer bekannt, aber auch Remington hat beispielsweise solche Modelle im Portfolio.

Rotationsköpfe schmiegen sich besser ans Gesicht an, sind aber für feine Konturen nicht gut geeignet

Die Flexibilität der Rotationsköpfe und die dreieckige Form des Scherkopfs bieten den Vorteil, dass sich die Schereinheiten besser der Gesichtsform anschmiegen. Vor allem die kantigen Kinn- und Unterkieferbereiche lassen sich damit oft besser rasieren. Viele Nutzer heben zudem hervor, dass sie mit Rotationsrasierern schneller sind, weil sie großflächiger rasieren. Außerdem – und das kann mein Test bestätigen – vibrieren sie weniger und sind deutlich leiser.

Folienrasierer wirken dagegen etwas kraftvoller, was sich auch durch lauteres Summen und stärkerer Vibration ausdrückt. Sie sind vor allem für Konturen wie an den Koteletten und für kleinflächige Bereiche wie unter der Nase besser geeignet. Die Rotationsrasierer haben mich beim Versuch, diese Stellen sauber zu bearbeiten, viel Zeit und viele Nerven gekostet. Es fehlt ihnen einfach an Präzision, denn durch die drei Rotationsköpfe weiß man nie genau, wo der Rasierapparat eigentlich rasiert.

Alleine anhand der Bauform lässt sich die Qualität eines Elektro-Rasierers aber nicht beurteilen – gerade vor dem Hintergrund, dass jeder Nutzer aus individuellen Gründen das eine oder das andere System bevorzugt. Die meisten entscheiden sich früh für eine der beiden Bauformen und bleiben lange dabei, manchmal das ganze Leben – es ist eine ähnliche Grundsatzentscheidung wie »nass oder trocken?«

Nassrasur mit Elektrorasierer

Apropos nass: Der Trend geht schon seit einigen Jahren ganz klar zum Elektrorasierer, mit dem man sich auch mit Schaum oder Gel und unter der Dusche rasieren kann. Sieben unserer zehn Testgeräte bieten diese Möglichkeit.

Ob die Hersteller versuchen, damit Anhänger des traditionellen Nassrasierens von ihren Produkten zu überzeugen? Das wäre ein schlechtes Argument, denn die Nassrasur mit einem Elektrorasierer ist nicht nur weniger gründlich als die Rasur mit einem gewöhnlichen Nassrasierer, sie ist auch weniger gründlich als die Trockenrasur.

Das wurde nicht nur in meinem Test deutlich, so fiel auch das Urteil der Probanden beim letzten Rasierertest der Stiftung Warentest einhellig aus (Ausgabe 12/2013).

Zwar fanden die Tester, dass sich die Rasur mit Schaum oder unter Wasser angenehmer anfühlt. Doch das wird zunichte gemachte, weil man jede Stelle mehr als einmal mit dem Elektrorasierer bearbeiten muss, was wiederum zu mehr gereizter Haut führt. Nicht zuletzt benötigt man mehr Zeit zum Einschäumen und zur anschließenden Reinigung, wenn man Schaum benutzt. Obendrein lässt sich in diesem Fall das Ergebnis während der Rasur wegen des Schaums schwieriger beurteilen.

Die allgemeinen Vorbehalte gegen die Nassrasur mit einem Elektrorasierer bringt ein Kunde in einer Rezension unseres Testsiegers bei Amazon sehr gut auf den Punkt:

»Mir erschließt sich nicht, warum man einen Trockenrasierer mit Schaum vollkleistert in der Erwartung, nun sei es gründlicher oder schonender. Anschließend müsste man doch jeden Tag das Gerät reinigen/von Schaum befreien/trocknen(lassen) und neu ölen. Wenn ich das wollte, würde ich die Klinge nehmen, bei deutlich geringerem Reinigungsaufwand.«

Überflüssige Reinigungsstation

Das Thema »Reinigung« ist bei einem Hygieneprodukt, wie der Rasierapparat eines ist, ebenfalls besonders wichtig.

Das wissen natürlich auch die Hersteller, die vor allem ihre Spitzenmodelle oft im Paket mit einer Reinigungsstation anbieten: Das Gerät kommt kopfüber hinein, wird dann mit einer desinfizierenden Reinigungsflüssigkeit gesäubert, getrocknet und – je nach Modell – noch geölt. Ganz nebenbei lädt die Station den Akku des Elektrorasierer. Zwei der Rasierer aus unserem Test – der Braun 9090cc (Series 9) und der Philips S9711/31 (Series 9000) – kommen mit solch einer Reinigungsstation.

Reinigung günstiger mit Seife

Prinzipiell ist das auch eine nette Sache, weil sie gut funktioniert und einfach zu benutzen ist. Es ist komfortabel, seinen Rasierer nach der Benutzung einfach hineinzustecken und bis zum nächsten Einsatz ist er sauber, aufgeladen und womöglich noch geölt – praktisch.

Allerdings kostet die Reinigungsflüssigkeit, die in speziellen Kartuschen geliefert wird, 5 bis 7 Euro pro Stück. Laut Hersteller hält eine bis zu drei Monate, wobei das natürlich stark davon abhängt, wie oft und in welchem Reinigungsprogramm man den Scherkopf säubert.

Dazu schreibt ein Besitzer des Philips S9711/31:

»Die Kartuschen erreichen bei einem täglichen Reinigungseinsatz niemals eine Lebensdauer von den versprochenen drei Monaten. Wird der Scherkopf ausgeklopft und die Bartfangkammer mit einem Pinsel peinlich gesäubert bevor die Reinigungsstation benutzt wird, so hält die Kartusche maximal einen Monat. Wird der Rasierer ohne Vorreinigung eingesetzt, waren bei mir die Kartuschen (4 Stück) alle nach 12 Tagen am Ende.«

Wer den Rasierapparat erst manuell reinigt, um ihn dann in die Station zu stellen, büßt einen Großteil des Komforts ein. Wer es nicht tut, hat mit hohen Folgekosten zu kämpfen – abgesehen von den Mehrkosten, die das Paket aus Rasierer und Reinigungsstation gegenüber der Variante ohne Station kostet.

Ich bin der Meinung, dass man auf eine Reinigungsstation gut verzichten kann. Ich würde vielleicht nicht so weit gehen, den Herstellern reine Geldmacherei vorzuwerfen, wie es einige Rezensenten im Internet tun. Allerdings sollte man sich das Geld für Station und Flüssigkeit sparen, denn die Scherköpfe der meisten Rasierapparate auf dem Markt (und aller Geräte in unserem Test) lassen sich auch gut unter fließendem Wasser sauber machen. Wer zusätzlich noch etwas Flüssigseife nimmt, bekommt den Rasierer mehr als ordentlich sauber. Er mag zwar nicht klinisch rein sein, aber einen Elektrorasierer sollte man sich ohnehin nie mit einer anderen Person teilen.

Test: Elektrische Rasierer – Testsieger Panasonic ES-LV65

Testsieger: Panasonic ES-LV65

Der Panasonic ES-LV65 hat mich mit seiner Rasierleistung am meisten überzeugt. Der Folien-Rasierer kommt mit einem fünffachen Schersystem, das aus vier Scherfolien und einem Integralschneider besteht – mehr Schneidelemente hatte im Test kein anderes Modell zu bieten. Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich mit diesem Rasierapparat am schnellsten und gründlichsten mein Gesicht rasieren konnte.

Testsieger: Panasonic ES-LV65

Test Rasierapparat: Panasonic ES-LV65
Gründlich und schnell, ohne Hautrötungen zu einem annehmbaren Preis.

Die beste Rasur

Selbst der Hals, meine absolute Problemzone, war hinterher vergleichsweise sauber – zwar immer noch weit weg von der Gründlichkeit einer Nassrasur, aber trotzdem: Im Vergleich aller Modelle im Test konnte nur noch der Rotationsrasierer Philips S9711/31 im gleichen Maße überzeugen, was die reine Leistung beim Rasieren angeht (mehr dazu unter den Alternativen).

Die vielen Schneidelemente machen den Scherkopf recht wuchtig: An der breitesten Stelle sind es ganz 4,5 Zentimeter. Das ist schon ein ordentlicher Brummer. Trotzdem komme ich auch unter der Nase ganz gut damit zurecht – ehrlich gesagt, ist da im Vergleich zu anderen Folienrasierern kein Unterschied zu bemerken. Auch das Gewicht ist mit 192 Gramm keinesfalls besonders schwer. Da gibt es Modell, die haben mehr auf den Rippen.

Trotz seiner Größe ist der Scherkopf äußerst flexibel in jede Richtungen schwenkbar: vorne, hinten, rechts, links und alles dazwischen. So gelenkig war kein anderer Folienrasierer im Test – nicht mal ansatzweise. Auf Wunsch lässt sich der Kopf aber auch festsetzen, um heikle Stellen mit der nötigen Ruhe zu bearbeiten.

Verarbeitung, Bedienung, Ausstattung

Die Verarbeitung des Panasonic ES-LV65 ist sehr robust. Form und teilweise gummierter Griff lassen ihn gut in der Hand liegen und die Mischung aus silbernem und schwarzem Kunststoff sowie das LCD-Display verleihen dem ES-LV65 ein fast schon edles Aussehen.

Um beim Display zu bleiben: Es zeigt dem Nutzer an, wie lange die Rasur gedauert hat, gibt die Akkukapazität in 10-Prozent-Schritten an, und informiert, ob eine Reinigung oder der Austausch von Scherfolie und Schermesser nötig sind.

Die Folie sollte laut Hersteller einmal im Jahr, das Messer alle zwei Jahre gewechselt werden. Das Kombipaket kostet etwa 45 Euro und ist damit sogar etwas günstiger als die entsprechenden Ersatzteile, die Braun und Philips für ihre Spitzenmodelle aufrufen.

Ersatzteile können günstig nachgekauft werden

Der Panasonic ES-LV65 kommt mit einem Bartdichtesensor, der angeblich erkennen kann, wenn der Scherkopf über ein bereits rasiertes Stück Haut oder einen Bereich mit weniger dichtem Haar fährt. Dann passt der Elektrorasierer die Schwingungen der Klingen an. Laut Hersteller wird dichter Bart so mit höchster Leistung rasiert, während gleichzeitig empfindliche Haut geschont wird.

Davon habe ich während meiner Testrasuren allerdings nichts bemerkt. Weder bei den Vibrationen noch bei der Lautstärke habe ich einen Unterschied wahrgenommen – egal, über welches Stück Haut ich gefahren bin. Dass man den Bartdichtesensor ausschalten kann, ist daher auch völlig unerheblich.

Sehr praktisch fand ich hingegen die Sperre für den Ein-/Aus-Schalter. Jeder, dem auf einer Reise schon mal der Rasierer im Koffer angesprungen ist, wird sich über diese kleine, aber feine Funktion freuen.

Wie jedes andere Modell im Vergleich kommt auch der ES-LV65 mit einem Langhaarschneider, der sich in diesem Fall aus der Rückseite ausklappen lässt. Er ist sehr schmal und eignet sich mit seiner Leistung allenfalls dafür, die Koteletten zu stutzen oder die Bartkontur nachzuziehen. Nur Philips liefert einige Modelle mit Aufsteckmodulen, die es tatsächlich mit einem vollwertigen Trimmer aufnehmen können, und mit denen ich mich sogar ans Haupthaar wagen würde. Für alle anderen Elektrorasierer gilt: Man kauft sie nicht wegen dem Langhaarschneider.

Akkulaufzeit und Lieferumfang

Der Panasonic kommt mit einer vollen Ladung auf eine Batterielaufzeit auf ordentlichen 55 Minuten. Das ist nicht schlecht, aber auch nicht herausragend. Wichtiger finde ich aber die Schnellladefunktion: Falls man sich morgens dringend rasieren muss und der Akku schlapp macht, hat der Rasierer schon nach fünf Minuten am Strom wieder genug Saft für knapp acht Minuten – mehr als genug für eine gründliche Rasur.

Panasonic ES-LV95

Test elektrische Rasierer: Panasonic ES-LV95
Unseren Testsieger gibt es auch mit Reinigungsstation, die aus unserer Sicht aber überflüssig ist.

Zum Lieferumfang des Elektrorasierers zählen neben Netzkabel und Anleitung ein kleiner Pinsel zum Säubern der Schereinheit und sogar ein Fläschchen Maschinenöl.

Als ES-LV95 verkauft Panasonic unsere Empfehlung auch im Bundle mit einer Reinigungsstation. Den Aufpreis von gut 30 Euro sollte man sich sparen und den Rasierer einzeln kaufen.

Panasonic ES-LV6N

Test elektrische Rasierer: Panasonic ES-LV6N
Kaum Neuigkeiten, aber doppelt so teuer.

Den Nachfolger des ES-LV65 hat Panasonic ebenfalls schon vorgestellt: Der Panasonic ES-LV6N war anfangs fast doppelt so teuer, inzwischen kostet er nur noch rund 20 Prozent mehr als unser Favorit. Dafür, dass er kaum Neuerungen bringt, ist uns auch das noch zu viel.

So ist der Scherkopf nun auch nach unten beweglich, was ihn noch flexibler macht. Zudem gibt es so genannte Soft-Gleitrollen zwischen den Scherfolien, mit denen die Klingen noch besser über die Haut fahren sollen. Die Tastensperre lässt sich jetzt nicht mehr mit einem kleinen Schalter, sondern durch langes Drücken des Knopfs einschalten, außerdem kann der Bartdichtesensor nicht mehr deaktiviert werden.

Ich konnte den ES-LV6N ebenfalls ausprobieren und muss sagen: die Unterschiede sind praktisch nicht wahrnehmbar. Einzig die zusätzliche Bewegungsrichtung des Scherkopfs macht ihn noch anschmiegsamer, aber da ist der LV65 schon top.

Zu einem aktuellen Preis von 350 Euro können wir das neue Panasonic-Modell daher nicht empfehlen. Für den satten Aufschlag bietet der LV6N zu wenig Neues. Mit der Zeit sollte der Preis aber fallen, dann könnte er interessant werden.

Panasonic ES-LV65: Was sagen die anderen?

Sowohl in Testberichten einschlägiger Online-Magazine als auch in den hunderten von Rezensionen bei Amazon schneidet der der Panasonic ES-LV65 höchst positiv ab. So stimmt etwa die Meinung des ETM-Testmagazins im Wesentlichen mit meinen Erfahrungen überein:

»Durch den äußerst flexiblen Scherkopf und die gebogenen Edelstahlscherfolien, welche noch mit einer zusätzlichen Federung ausgestattet sind, passt sich das Gerät präzise den Gesichtskonturen an und vermag so auch schwierige Partien an Kinn oder Hals gut zu bearbeiten. […] Die vier Scherfolien mit dem mittig eingebetteten Trimmer erfassen längere und kurze Barthaare gleichzeitig, sodass in der Regel eine gründliche Rasur schon nach ein bis zwei Durchgängen erzielt wird. Auch dichtes und längeres Barthaar wird von dem Rasierer souverän und zügig gekürzt.«

Den wuchtigen Scherkopf empfanden die Experten hingegen als Hindernis bei der Rasur einiger Partien am Hals sowie zwischen Nase und Oberlippe. Hier benötige man mehr Züge bis alle Stellen erreicht werden, so die Kritik, der ich mich allerdings nicht anschließen kann. Für mich war die breite des Scherkopfs überhaupt kein Problem – auch nicht unter der Nase.

Dem pflichten die Tester von Elektrischer-Rasierer.net bei:

»Beim ersten Anblick wirkt der Panasonic ES-LV65-S803 etwas wuchtig, doch der Griff ist ergonomisch geformt und der elektrische Rasierer lässt sich gut führen.«

Einen weiteren Aspekt in Sachen Handhabung hebt eRasierer.de hervor, wo man die baugleiche Variante mit Reinigungsstation ES-LV65 im Praxisteste hatte:

»Der Elektrorasierer liegt optimal in der Hand und die Anwendung erfolgt sehr gut. Die Möglichkeit zur Drehung um 180° ist besonders bei verschiedenen Richtungen des Bartwuchses von großer Hilfe.«

So lässt sich der Rasierapparat in jede beliebige Richtung und Ausrichtung über das Gesicht ziehen. Je nach Bereich, der gerade rasiert werden muss, kann das sehr praktisch sein. Die Tester ziehen das Fazit:

»Der Panasonic ES-LV95-S803 arbeitet stets ruhig und schont die Haut, wobei keine Irritationen oder Rötungen auftreten. Die Rasur erfolgt leise und gründlich und das Gesicht ist bereits nach wenigen Minuten völlig glatt. Besonders erfreulich ist, dass die Leistung auch bei schwachem Akkustand nicht sinkt.«

Allerdings: Dass das Gesicht nach wenigen Minuten »völlig glatt« sein soll, kann ich nicht bestätigen. Das schafft nur die klassische Nassrasur.

Nicht nachvollziehen kann ich auch die Aussage von Elektrischer-Rasierer.net, was die Leistung als Nassrasierer angeht: Die Tester konnten angeblich keinen Unterschied in der Rasurleistung zwischen Nass- und Trockenrasur feststellen.

Bei meinen Tests konnte keines der Geräte als Nassrasierer überzeugen. Es dauerte viel zu lange, bis alle Stellen einigermaßen ordentlich rasiert waren. Das Ergebnis war aber jedes Mal eine gerötete Haut wegen der starken Belastung – Rasiergel hin oder her.

Bei Amazon erhält der Panasonic ES-LV65 ganze 4,5 von 5 möglichen Punkten bei stolzen 587 Bewertungen. Besser schneidet derzeit nur ein Rasierapparat beim Online-Händler ab: Der baugleiche Panasonic ES-LV95, der zusätzlich mit einer Reinigungsstation kommt – die meiner Meinung nach überflüssig ist.

Natürlich überzeugt die meisten Rezensenten ganz einfach die Gründlichkeit, mit der der Panasonic zu Werke geht, alles andere ist für einen Rasierapparat auch eher zweitrangig.

Aber auch die Möglichkeit, das Gerät ohne Reinigungsstation ordentlich zu reinigen, findet bei vielen Kunden Anklang. Denn der Hersteller hat einen Ultraschallmodus eingebaut. Dabei vibrieren die Klingen kurzzeitig noch schneller. Ob das für mehr Sauberkeit sorgt, kann ich nicht sagen. Vielen Kunden scheint es aber zu gefallen.

Entgegen meiner Befürchtung haben nur wenige Anwender ein Problem mit dem dicken Scherkopf. Das deckt sich mit meinen Praxistests: Es ist trotz der enormen Zahl von vier Scherfolien und einem Integralschneider kein Problem, jeden Bereich des Gesichts sauber zu rasieren.

Alternativen

Auch zwei andere Elektrorasierer sind mir in unserem Testfeld positiv aufgefallen: Der Philips Series 9000 und der Braun 3040s. Neu dazu gekommen ist außerdem der Philips OneBlade.

Bester Rotierender: Philips Series 9000

Test elektrische Rasierer: Philips S9031/12 (Series 9000)
Die Rasierer der Serie 9000 von Philips arbeiten gründlich und sehr leise.

Der Philips Series 9000 ist ein Rotationsrasierer. Im Test rasierte er sehr angenehm, weil er kaum vibriert, sehr leise arbeitet und sich optimal den Gesichtskonturen anpasst.

Der Scherkopf des Philips Series 9000 ist wirklich sehr flexibel. Insgesamt war die Rasur mit dem Spitzenmodell von Philips für meine Haut am angenehmsten. Auf die Nassrasur damit kann man dagegen wiederum verzichten, sie endete bei mir auch bei diesem Modell unbefriedigend. Dafür war er am Hals der gründlichste Rasierer überhaupt.

Eine Akkuladung hält ihn respektable 1:24 Stunden am Laufen. Hängt man den leeren Akku für fünf Minuten an die Steckdose, hat er jedoch nur Kraft für knapp fünf Minuten – das könnte knapp werden für eine Rasur. Eine Sperre für den Ein/Aus-Schalter gibt es auch hier.

Trotz der genannten Vorzüge ist der Philips nur zweite Wahl, weil Rotationsrasierer für meinen Geschmack einfach zu ungenau arbeiten. Vor allem die Koteletten und die Stelle unter der Nase kosten Zeit, weil man sie praktisch nur mit einer der drei runden Klingen schneiden kann – und damit geht es eben nicht so exakt. Wangen und Hals sind schnell und gründlich erledigt, doch für Anwender mit Bartfrisur ist die Bauform schwierig, weil man Kanten kaum sauber hinbekommt.

Mein Testgerät war der Philips S9711/31. Dieses Modell kommt mit Reinigungsstation, LCD-Display, drei unterschiedlichen Rasiermodi und einem Trimmer namens SmartClick Bartstyler, der sich statt des Scherkopfs auf das Handstück stecken lässt und allen anderen Trimmern im Test bei weitem überlegen ist.

Wer darauf verzichten kann, weil er ihn nicht benötigt oder ohnehin einen externen Langhaarschneider besitzt, greift stattdessen zum Philips S9031/12.

Dieses Modell kostet fast 100 Euro weniger, arbeitet wegen des identischen Scherkopfs aber ebenso gründlich und sanft. Dafür muss man nur ohne Features auskommen, auf die man sowieso gut verzichten kann – abgesehen vielleicht vom Bartstyler. Stattdessen gibt es einen einfachen Trimmer, der sich ebenfalls auf das Handstück stecken lässt und im Vergleich zu den Langhaarschneidern der anderen Rasierapparate immer noch bessere Ergebnisse abliefert.

Wie beim Philips S9711/31 zeigt auch das Display des S9031/12 die aktuelle Akkufüllung samt Warnung bei geringem Ladestand sowie Infos an, ob der Rasierer mal wieder gereinigt oder der Scherkopf mal wieder ausgetauscht werden sollte. Apropos: Ein Set Ersatzscherköpfe kostet etwa 50 Euro.

Wer also einen sehr guten Rotationsrasierer sucht, verzichtet auf Reinigungsstation und sonstigen Schnickschnack und greift zum etwas günstigeren Modell der Philips Series 9000: dem S9031/12.

Gut & günstig: Braun 3040s Series 3

Test elektrische Rasierer: Braun 3040s (Series 3)
Nicht ganz so gründlich wie die Spitzenmodelle, für den Preis aber mehr als ordentlich.

Wer nicht allzu viel Geld für einen Rasierapparat ausgeben möchte, findet auch im Bereich von deutlich unter 100 Euro gute Geräte. Schon im Test von Stiftung Warentest erreichten viele vergleichsweise günstige Modelle die vorderen Plätze der Bestenliste (Test 12/2013). Darunter war mit dem Braun 340s (Series 3) der Vorgänger unserer Empfehlung für alle, die eine günstige Alternative zu unserem Favoriten suchen.

Das aktuelle Modell von Braun hört auf den Namen 3040s und gehört ebenfalls zur Series 3. Der Scherkopf mit zwei Folien und einem Integralschneider ist angenehm schmal, so dass man problemlos an alle Stellen gelangt. Allerdings: Der Kopf selbst sitzt fest, nur die einzelnen Scherelemente sind nach links und rechts beweglich. Der Rasiere ist daher nicht ganz so anschmiegsam, am Kinn gehört beispielsweise etwas Feingefühl dazu, um alle Barthaare zu erfassen.

Insgesamt war ich mit der Rasur allerdings zufrieden, vor allem das Gesicht war mit wenigen Zügen sehr sauber. Beim Hals sah das etwas anders aus, wobei ich an dieser Stelle mit allen Elektrorasierern Probleme hatte – egal ob teuer oder günstig. Obwohl das Modell explizit als »Wet & Dry« angepriesen wird, war auch hier die Nassrasur wieder unbefriedigend.

Optisch macht der Braun 3040s mit seiner hellblauen Gummierung einiges her und damit liegt er auch recht gut in der Hand. Das Gewicht von 206 Gramm verleiht ihm außerdem eine gewisse Wertigkeit. Mit einer Akkuladung kommt der Rasierer auf sehr gute 74 Minuten. Eine Schnellladefunktion gibt es ebenfalls, aber nach nur fünf Minuten am Netzteil reicht es gerade einmal für 4:50 Minuten.

Es gibt keine Sperre für den Ein/Aus-Schalter, allerdings überdeckt die Schutzkappe den Knopf, das sollte genügen. Auf der Vorderseite informieren drei LEDs über den Ladestand des Akkus, sonst gibt es keine weiteren Bedienelemente.

Mit dem Braun bekommt man also kein mit vielen Funktionen vollgestopftes Gerät, sondern einfach nur einen soliden Elektrorasierer zu einem sehr guten Preis. Das spiegelt sich auch bei den Ersatzteilen wider: Das Set bestehend aus Schermesser und -folien kostet nur etwa 26 Euro. Damit ist der Braun 3040s unsere Empfehlung für alle, die nicht viel Geld ausgeben wollen.

Neues Konzept: Philips OneBlade QP2530/30

Test Rasierapparat: Philips OneBlade
Sanft und angenehm gleitet der OneBlade über die Gesichtshaut.

Einen recht ungewöhnlichen Rasierapparat hat Philips im Angebot: Der OneBlade sieht auf den ersten Blick aus wie ein etwas klobiger Nassrasierer, ist aber ein elektrisches Modell mit Akku. Der Name ist Programm, denn anders als andere Geräte kommt er mit nur einer Klinge aus, die sich dafür aber 200 Mal pro Sekunde hin und her bewegt – das ist verdammt schnell.

Im Praxistest war ich von der Handhabung und dem Rasurergebnis sehr angetan. Die Klinge glitt sehr sanft über die Haut und selbst am Hals erfasste sie fast alle Haare, auch wenn ich einige Stellen mehrmals bearbeiten musste. Dank der schmalen Klinge waren auch der Bereich unter der Nase und Koteletten kein Problem. Insgesamt war die Rasur mit dem OneBlade am gründlichsten – zumindest auf den ersten Blick.

Denn dieser Rasierer schneidet die Barthaare im Vergleich zu anderen Modellen nicht so dicht an der Haut ab. Das sorgt auf der einen Seite für eine sehr sanfte Rasur, was auch erklärt, dass ich mit dem OneBlade kaum gereizte oder gerötete Hautstellen hatte.

Auf der anderen Seite sind aber schon nach einem halben Tag wieder erste Stoppeln zu erkennen, die Haare werden einfach nicht so kurz geschnitten wie bei anderen Rasierapparaten. Für mich persönlich als Dreitagebartträger ist das kein Problem, aber man sollte es eben wissen.

Was man ebenfalls wissen sollte: Der Rasierer fängt die abgeschnittenen Haare nicht auf, sie landen im Waschbecken – ein klarer Komfortverlust.

Ein weiterer Nachteil gegenüber den herkömmlichen Modellen: Laut Philips muss die Klinge alle vier Monate ausgetauscht werden. Das hängt natürlich stark davon ab, wie häufig man den Rasierer nutzt. Aber bei anderen Elektrorasierern ist die Lebensdauer der Klinge bis zu sechsmal so lang. Eine Ersatzklinge kostet 15 Euro.

Den Philips OneBlade gibt es in der günstigen Modellvariante QP2530/30 mit zwei Klingen und drei Steckaufsätzen zum Trimmen (1, 2, 3 und 5 mm) sowie in den Versionen QP6510/30 und QP6520/30 mit einem variablen Trimmaufsatz, LED-Anzeige, Schnelladefunktion und Ladestation (nur QP6520/30).

Ich habe den QP2530/30 getestet, der mit einer Akkuladung etwas über 60 Minuten durchhält.

Außerdem getestet

Braun 9090cc (Series 9)

Auch das Spitzenmodell von Braun, den Braun 9090cc (Series 9) mit Reinigungsstation, hatte ich im Test. Doch von einem Rasierer dieser Preisklasse hatte ich Besseres erwartet.

Unter der Nase und um den Mund herum waren die Ergebnisse in Ordnung, doch am Kinn bemerkte ich immer wieder ein starkes Ziehen und der Hals war auch nach mehreren Versuchen immer noch unsauber. Außerdem ist mir aufgefallen, dass nach der Rasur sehr viele Bartstoppeln im Waschbecken lagen, der Behälter im Scherkopf schien also nicht ganz dicht zu sein.

Nicht zuletzt muss ich sagen, dass der Trimmer gerade im Vergleich zu den Modellen von Philips einen recht billigen Eindruck hinterlassen hat.

Philips S7520/50

Mit dem Philips S7520/50 (Serie 7000) und dem Philips S5110/06 (Series 5000) konnte ich noch zwei günstigere Modelle des Herstellers ausprobieren.

Die Ergebnisse waren vergleichbar mit dem, was der 9031/12 abgeliefert hat, allerdings ist der Scherkopf nicht ganz so beweglich und die Klingen sind nicht so flexible gelagert.

Philips S5110/06

Insgesamt war die Rasur damit zumindest etwas mühsamer. Es gibt auch weniger Modi und keine schicke LCD-Anzeige – reine Geschmackssache, wie ich finde.

Neben dem sehr guten Bartstyler liegt dem S7520/50 auch eine Gesicht-Reinigungsbürste bei, die sich auf das Handstück stecken lässt und die Haut vor der Rasur säubert. Meiner Meinung nach pure Spielerei.

Panasonic ES-RF31

Vom Hersteller unseres Testsiegers hatte ich den Panasonic ES-RF31 ebenfalls im Test. Der Scherkopf ist hier immerhin nach links und rechts schwenkbar, dennoch war ich vom gesamten Ergebnis nicht besonders überzeugt – insbesondere mein Hals machte diesem Rasierer wieder schwer zu schaffen.

Zudem war meine Haut einen Tag nach der Rasur außergewöhnlich stark gereizt. Wer in dieser Preiskategorie nach einem guten Modell sucht, dem empfehlen wir stattdessen den Braun 3040s.

Remington XF8700

Zwei Modelle von Remington konnte ich ebenfalls testen, aber weder der Folienrasierer XF8700 noch der Rotationsrasierer PR1250 konnten mich überzeugen.

Vor allem letztgenannter wirkt sehr billig, und beide hinterließen ein unsauber rasiertes Gesicht.

Remington PR1250

Auch wenn ich mehrmals aus verschiedenen Richtungen über eine Stelle gefahren bin, wurde es nicht besser.

Was mich zudem sehr gestört hat: Die Trimmer können nur in eine Richtung genutzt werden, da sie sich nicht feststellen lassen und wieder einklappen – extrem unpraktisch.

Auf eine Schnellladefunktion verzichten beide Remington-Modelle.

Kommentare

2 Kommentare zu "Der beste Rasierapparat"

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Andre
Andre

Vielen Dank !
Da ich meinen Panasonic ES8807 nun nach etlichen ersetzten möchte, obwohl er noch seine Dienste tut, ist dieser Bericht sehr hilfreich. Vor Jahren war ich schon von Panasonic mehr überzeugt, als die von mir seinerzeit getesteten Braun und Remingten Rasierermodelle.

Be Ni Eki Elvis Muratovic burschens ich habs euch gesagt

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