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Der beste Rauchmelder

last updateZuletzt aktualisiert:
Rauchmelder Test: Rauchmelder Abus Rwm250
Sebastian Jentsch

Sebastian Jentsch

ist Technik-Journalist und lebt im Umland von Berlin. Als ehemaliger Redaktionsleiter von Notebookjournal und derzeitiger Bereichsleiter Consumer bei Notebookcheck schreibt er seit zehn Jahren über mobile Technik, vor allem Notebooks, Smartphones und Tablets. Seinen Ausgleich holt er sich in Küche und Garten, weshalb Haushaltsprodukte ebenfalls in seinem Fokus stehen.

Wir haben 29 Rauchmelder getestet. Der beste ist der Busch-Jaeger ProfessionalLine. Er ist schnell installiert, reagiert zügig und ist mit Abstand der lauteste im Test. Er hat eine Stummschaltung bei ungefährlichen Kochdünsten und das Befestigungsmaterial ist das hochwertigste im Test. Eine auswechselbare Batterie sorgt für eine lange Betriebsdauer.

Update 26. März 2020

Wir haben sechs weitere Rauchmelder geprüft und daraus zwei Empfehlungen gezogen. Der Abus RWM250 schlägt bei Wasserdampf nicht an, ideal für Feuchträume oder die Küche. Der X-Sense SD01 hat ein helles Notlicht, damit auch jeder die richtige Flucht-Tür findet. Burgwächters Smoke hat leider keine Stummschaltung. Die zwei teuren Bosch-Modelle Smart Home und Twinguard haben tolle Zusatzfunktionen wie Notlicht oder Luftgüte-Sensor, jedoch patzen Sie entweder beim Alarm-Ton oder bei der Alarm-Zeit im Rauch-Test. Der X-Sense SD03 ist reaktionsschnell und dabei baugleich mit dem SD01, bis auf das Notlicht.

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26. Juni 2019

Wir haben unseren Test um weitere 10 Modelle erweitert. Zur ersten Riege gehören jetzt der küchentaugliche und zuverlässige Brennenstuhl RM L 3100 sowie der Liliput-Melder Abus GRWM30600.

16. Juli 2018

Wir haben unseren Test aktualisiert. Am Testsieger, dem Busch-Jaeger ProfessionalLine, hat sich nichts geändert.

Rauchmelder müssen ab 2021 in Deutschland in jedem Haus angebracht sein, für Neubauten und Mietwohnungen gilt das schon länger. Das ist wichtig, denn sie können Leben retten. Aber welche sind empfehlenswert?

Wir haben inzwischen 29 fotooptische Rauchmelder mit einer Preisspanne von 8 bis 150 Euro getestet, 25 davon sind derzeit noch erhältlich. Wir wollten nicht nur wissen, wie zuverlässig sie bei Rauchentwicklung Alarm schlagen, sondern auch, wie leicht sie zu installieren sind. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht:

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Busch-Jaeger ProfessionalLine

Test: Rauchmelder – Testsieger Busch-Jaeger ProfessionalLine Rauchmelder
Diesen Alarm hört man garantiert – er war der lauteste im Test und liefert hochwertiges Befestigungsmaterial mit.

Der Busch-Jaeger ProfessionalLine ist für uns der beste Rauchmelder für die meisten Einsatzzwecke. Er löst schnell Alarm aus und war der mit Abstand lauteste Rauchmelder im Testfeld. Er hat das hochwertigste Befestigungsmaterial im gesamten Testfeld und ist mit einem auswechselbaren 9-Volt-Block bestückt. So kann man den Melder bis zum Ablauf der empfohlenen Standzeit von 10 Jahren nutzen und muss das Gerät nicht schon bei vorzeitigem Ableben der Batterie wegwerfen.

Küchenexperte

Abus RWM250

Test Rauchmelder: Abus RWM250
Ein Hitze- und Rauchmelder – gegen Wasserdampf unempfindlich und mit Stummschaltung: ideal für die Küche.

Der Abus RWM250 meldet neben Rauch auch Hitze, dann ertönt ein anderes Alarm-Signal. Er schlägt bei Wasserdampf gar nicht an, daher eignet er sich für die Küche oder für das Bad. Auf Grund des hohen Fehlalarm-Risikos in diesen Bereichen sind dort Rauchmelder eigentlich nicht empfohlen, dieses Modell können Sie aber nehmen.

Komfort-Alternative

Hekatron Genius H

Test Rauchmelder: Hekatron Genius H
Keine blinkende LED zur Nachtzeit und sehr gutes Befestigungsmaterial.

Der Hekatron Genius H verfügt über eine Echtzeituhr, die die Betriebs-LED in der Zeit von 22 bis 6 Uhr dimmt, sodass man sich während des Schlafens nicht gestört fühlt. Der Rauchmelder wird auch extra so an der Decke angebracht, dass die LED zur Eingangstür zeigt – ein schönes Extra. Ansonsten kommt der Hekatron unserem Testsieger sehr nahe, nur das Geräusch ist nicht ganz so laut. Ausreichend ist es aber trotzdem.

Vernetzt

Ei Electronics Ei650W

Noch besser als unser Testsieger, dafür aber auch um ein vielfaches teurer ist der Ei Electronics Ei650W. Interessant ist er vor allem für Leute, die einen Gebäudekomplex mit Rauchmeldern ausstatten möchten. Es werden mindestens zwei Stück benötigt, die vernetzt und miteinander gekoppelt werden. Gibt es in einem Nebengebäude einen Alarm, wird automatisch auch der Rauchmelder im Wohnhaus benachrichtigt. Zusätzlich gibt es einen Alarm-Controller, der regelmäßiges Testen, Abschalten und die Ortung von bis zu 12 Funk-Meldern ermöglicht.

Neben den enormen Kosten, die entstehen können ist er auch noch ein Stück leiser als unser Testsieger. Wer das aber braucht, bekommt ein zuverlässiges Meldegerät.

Miniatur-Detektor

Abus Mini GRWM30600

So klein und schon ein Rauchmelder: Der Abus Mini GRWM30600 hat einen Durchmesser von gerade mal sieben Zentimetern und erkennt dennoch zügig Rauchpartikel. Weiterhin gefallen uns die gute Verarbeitung sowie die große Prüftaste. Für den Test oder für die zehnminütige Stummschaltung drückt man einfach auf den kompletten Rauchmelder.

Mit Notlicht

X-Sense SD01 mit Notlicht

Test Rauchmelder: X-Sense DS01 mit Flutlicht
Er schlägt schnell an, sein helles Notlicht beleuchtet den Fluchtweg.

von 13 Lesern gekauft

Der X-Sense SD01 hat uns mit seinem hellen Notlicht überzeugt. Ein Flur wird passabel ausgeleuchtet, das erleichtert bei Rauch den Fluchtweg zu finden. Außerdem schlägt der Melder schnell an und er ist solide gebaut. Nachteil ist der wuchtige Durchmesser von 12,5 Zentimetern.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerKüchenexperteKomfort-AlternativeVernetztMiniatur-DetektorMit Notlicht
ModellBusch-Jaeger ProfessionalLineAbus RWM250Hekatron Genius HEi Electronics Ei650WAbus Mini GRWM30600X-Sense SD01 mit NotlichtBurgwächter SmokeBosch Smart Home RauchmelderBosch Smart Home TwinguardX-Sense SD03Brennenstuhl RM L 3100Smartwares RM250Brennenstuhl RM C 9010FireAngel ST-622-DET P-LineSebson GS506G inkl. Magnet-PadHekatron Genius PLUSSHD DOF29Xeltys FIT380675 TobaMumbi RMF150-4Pyrexx PX-1 12-Jahres-RauchmelderDetectomat HDv sensysHekatron Plus XSmartwares RM149Smartwares RM218Ei Electronics Ei650
Test: Rauchmelder – Testsieger Busch-Jaeger ProfessionalLine RauchmelderTest Rauchmelder: Abus RWM250Test Rauchmelder: Hekatron Genius HTest Rauchmelder: Ei Electronics Ei650WTest Rauchmelder: Abus Mini GRWM30600Test Rauchmelder: X-Sense DS01 mit FlutlichtTest Rauchmelder: Burgwächter SmokeTest Rauchmelder: Bosch Smart Home RauchmelderTest Rauchmelder: Bosch Smart Home TwinguardTest Rauchmelder: X-Sense SD03Test Rauchmelder: Brennenstuhl RM L 3100Test Rauchmelder: Smartwares RM250Test Rauchmelder: Brennenstuhl RM C 9010Test Rauchmelder: FireAngel ST-622-DET P-LineTest Rauchmelder: Sebson GS506G inkl. Magnet-PadTest Rauchmelder: Hekatron Genius PLUSTest Rauchmelder: SHD DOF29Test Rauchmelder: Xeltys FIT380675 TobaTest Rauchmelder: Mumbi RMF150-4Test Rauchmelder: Pyrexx PX-1Test Rauchmelder: Detectomat HDv sensysTest Rauchmelder: Hekatron Plus XTest Rauchmelder: Smartwares RM149Test Rauchmelder: Smartwares RM218Test Rauchmelder: Ei Electronics Ei650
Pro
  • Sehr laut
  • Hochwertiges Befestigungsmaterial
  • Hitze-Melder
  • Kein Fehlalarm bei Wasserdampf
  • Stummschaltung mit Funktionserhalt
  • Magnetische Befestigung
  • Kappe streichbar
  • LED wird in der Nacht gedimmt, um nicht beim Schlafen zu stören
  • Gutes Ergebnis
  • Für Gebäude mit Anbau sehr gut, da er mit anderen vernetzt werden kann, optional Alarm-Controller
  • So klein wie kein anderer, nur 7 cm Durchmesser
  • Zügige Raucherkennung
  • Stummschaltung 10 Min.
  • Helles Notlicht
  • Zügige Raucherkennung
  • Stummschaltung 9 Minuten
  • Robust
  • Kappe streichbar
  • Starke Betriebstemperatur Bandbreite -10 bis +40 Grad
  • Lautstärke
  • Smart Home Baustein
  • Notlicht und Luftgüte-Sensor
  • Schnelle Raucherkennung
  • Hitze-Melder
  • Batterie wechselbar
  • Zügige Raucherkennung
  • Stummschaltung 9 Minuten
  • Robust
  • Schnelle Raucherkennung 20 Sekunden
  • Kein Fehlalarm bei Wasserdampf
  • Stummschaltung mit Funktionserhalt
  • Fixierstopfen
  • Auch als Set mit Magnetbefestigung
  • Küchentauglich
  • Stummschaltung
  • Vglw. zügige Erkennung
  • Kein minütliches LED-Blinken
  • diagnosefähig über USB-Kabel
  • Zügige Raucherkennung
  • Magnet-Pad
  • Zügige Raucherkennung
  • Inklusive Klebepad
  • Statusübersicht per App
  • Nachts ohne Status-Blinken
  • Küchentauglich
  • Stummschaltung
  • Schnelle Rauchmeldung
  • Stummschaltung mit Extra-Button
  • Schnelle Rauchmeldung
  • 5/10 Jahre Laufzeit mit speziellen Batterien
  • Sehr laut und Batterien wechselbar
  • Günstig
  • Einfach Abnehmen durch Magnet/Klebemontage
  • Küchentauglich
  • Deckel streichbar / Farbvarianten
  • Schnelles Reagieren bei Rauch
  • Schnelle Inbetriebnahme
  • Sehr robust
  • Schnelle Reaktion beim Rauchtest
  • Robustes Gerät
  • Reagiert schnell
  • Sehr robust
  • Gut beim Rauchtest reagiert
  • Gute Lautstärke und Rauchmessung
Contra
  • Wenig Sonderfunktionen
  • Teilweise langsam beim Rauch-Test
  • Leiser als unser Testsieger
  • Sehr teuer
  • Fehlalarm bei Wasserdampf
  • Wuchtig: 12,5 cm Durchmesser
  • Keine Stummschaltung, Batterie muss herausgenommen werden!
  • Sehr langsame Raucherkennung
  • Sehr teuer
  • Batterie fest eingebaut
  • Sehr teuer
  • Lautstärke quäkend, nicht sehr laut
  • Geringe Betriebstemperatur-Bandbreite
  • Sehr teuer
  • Wuchtig: 12,5 cm Durchmesser
  • Knappe Arretierung
  • Rauchmeldung etwas langsam
  • Fummeliges Aufsetzen des Melders
  • Anleitung nur Französisch
  • Keine Stummschaltung bei Fehlalarm
  • Nach sieben Jahren Ersetzen lt. Aufdruck
  • Meldet Wasserdampf sehr schnell
  • Montage-Platte nicht ausrichtbar
  • Meldet Wasserdampf
  • Rauch-Detektion braucht zu lange (~50Sek)
  • Keine Stummschaltung bei Fehlalarm
  • Anleitung nur Französisch
  • Arretierung wackelt
  • Anleitung nur Französisch
  • Arretierung wackelt
  • Inbetriebnahme ist etwas kniffelig
  • Rauch-Detektion braucht zu lange (~50Sek)
  • Geringe Lautstärke
  • Lautstärke könnte besser sein
  • Batterielebensdauer nicht so lange
  • Betriebstemperaturen niedrig
  • Befestigungsmaterial könnte besser sein
  • Inbetriebnahme könnte schneller gehen
Bester Preis
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Rauchmelderpflicht: Was gilt wann wo?

Seit 2017 sind Rauchmelder in ganz Deutschland Pflicht. Das gilt nicht nur für Neubauten, auch bestehende Häuser und Wohnungen müssen mit Rauchmeldern nachgerüstet werden. Allerdings gab es in jedem Bundesland unterschiedliche Übergangsfristen, bis zu denen der Einbau in Bestandsbauten erfolgt sein musste.

Mittlerweile sind Rauchmelder in allen deutschen Bundesländern Pflicht, lediglich in Berlin und Brandenburg kann man sich noch bis Ende 2020 Zeit lassen. Ab dann müssen ganz Deutschland in allen Häusern und Wohnungen Rauchmelder installiert sein. Und das ist auch gut so, denn in Deutschland sterben jedes Jahr bei rund 200.000 Wohnungsbränden mehr als 400 Menschen, ein Drittel davon Kinder. Und 95 Prozent der Brandopfer sterben an einer Rauchvergiftung.

Rauchmelder Test: Rauchmelder
Der Einbau eines Rauchmelders ist Aufgabe des Wohnungseigentümers. Wenn die Batterien aber leer sind, muss man selbst ran – das geht aber in der Regel sehr leicht von der Hand.

Für den Einbau von Rauchmeldern sind grundsätzlich die Wohnungseigentümer verantwortlich, für die Betriebsbereitschaft je nach Bundesland verschieden dagegen entweder die Bewohner oder der Eigentümer.

Geregelt ist auch, wo im Haus oder der Wohnung Rauchmelder installiert sein müssen, nämlich in Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluren bzw. Fluchtwegen.

Was für Rauchmelder gibt es?

Fotooptische Rauchmelder sind in Deutschland am weitesten verbreitet. Das Prinzip: In einer lichtgeschützten Kammer sendet eine Diode fortwährend einen Infrarotstrahl auf eine Fotodiode, die durch Infrarotlicht leitend gemacht wird. Solange der Infrarotstrahl nicht durch Rauchpartikel gebrochen wird, bleibt der Rauchmelder stumm. Unterbrechen Rauchpartikel dagegen den Lichtstrahl, wird der Alarm ausgelöst.

Thermooptische Rauchmelder, auch Rauch/Hitze-Melder genannt, kombinieren das fotooptische Prinzip noch mit einem Detektor für die Raumtemperatur. Der einfache Rauchmelder kann nämlich nicht zwischen ungefährlichem Wasserdampf aus der Küche und echtem Qualm mit Kohlenmonoxid-Anteil unterscheiden.

Thermooptische Melder sind nicht für die Küche geeignet

Der Rauch/Hitze-Melder enthält einen Heißleiter aus elektrisch leitendem Material, das bei hohen Temperaturen Strom besser leitet. Daneben gibt es noch einen Vergleichsheißleiter, der als Referenz dient, wenn die Temperatur zu schnell ansteigt. Der thermooptische Rauchmelder schlägt also nur Alarm, wenn die Bedingungen Rauch und schneller Temperaturanstieg gegeben sind.

Das Bauprinzip ist allerdings für die meisten Brandursachen in Wohngebäuden völlig ungeeignet: Bis am Melder eine hohe Temperatur erreicht wird, können die Bewohner schon längst vom Qualm erstickt sein. Diese Meldervariante eignet sich also ausschließlich für Räume, in denen regelmäßig Wasserdampf oder Staub auftreten, die sonst zu Fehlalarm führen, etwa die Küche.

Einen fotooptischen Rauchmelder ersetzen thermooptische Rauchmelder also nicht. In Schlafzimmern und dem Flur sollte man auf jeden Fall fotooptische Rauchmelder installieren.

Vernetzt oder Stand-alone?

Die meisten Rauchmelder arbeiten unabhängig von anderen installierten Rauchmeldern. Wenn im Heizungskeller ein Brand entsteht, schlägt der Rauchmelder im Keller Alarm, die anderen im Haus aber nicht.

Im schlimmsten Fall überhört man diesen Alarm und das Feuer kann sich so lange im Haus ausbreiten, bis die anderen Rauchmelder Alarm schlagen. Auch bei der Funktionprüfung, die man regelmäßig durchführen sollte, müssen Stand-alone Rauchmelder einzeln überprüft werden.

Vernetzte Melder sind sicherer

Sind Funkrauchmelder miteinander gekoppelt, schlägt auch der Melder im Dachgeschoß an, wenn im Keller Rauch detektiert wird. Eigentümer von mehrgeschossigen Objekten oder Grundstücke mit mehreren Gebäuden sollten daher über Funkmelder nachdenken bzw. Funk und Stand-alone kombinieren. Nachteil: vernetzte Funkmelder sind wesentlich teurer als Stand-alone Rauchmelder.

Smart Home Rauchmelder wie Bosch Smart Home Twinguard bzw. Bosch Smart Home Rauchmelder haben Vor- aber auch Nachteile. Der Vorteil: Sie können zentral geprüft werden (Akku-Status, Sirenen-Test, Alarm-Speicher) und sie können als Sensor oder als Sirene, etwa für Bewegungsmelder, genutzt werden. Letzteres halten wir aber nicht für zweckdienlich, häufige Bewegungs-Alarme würden die Batterie schnell entleeren. Wenn dann noch die Batterie fest eingebaut ist, dann muss man alle paar Jahre den teuren Melder tauschen.

Hinweis in ROT: Wir sehen batteriebetriebene Smart Home Rauchmelder kritisch.

Wir haben als vernetzte Rauchmelder (ohne Smart Home System) den Mumbi RMF150-4 (4 Melder) und den Ei Electronics Ei650W (2 Melder) in den Test genommen. Sie sind eine gute Option für große Häuser oder für kleinere Grundstücke mit mehreren Gebäuden. Funkmodule sind optional auch für den Busch-Jaeger ProfessionalLine erhältlich.

Ei Electronics Ei650W: Funkmodul
Ei Electronics Ei650W: Einsetzen des Funkmoduls.

Der Ei Electronics Ei650W kann auch ohne Funkmodul betrieben und bei Bedarf nachgerüstet oder gleich als Bundle gekauft werden. Wichtig: Das einfache Ei Electronics Ei650 unterstützt das Funkmodul nicht.

Eine Sonderfunktion ist die kabelgebundene Vernetzung: Dabei werden Melder mit einem dünnen Kabel verbunden. Sie schlagen wie bei der Funkvernetzung im Brandfall zur gleichen Zeit an.

Die Option ist allerdings ein seltener Spezialfall, den nur der Busch-Jaeger ProfessionalLine bietet und möglicherweise auch der baugleiche Ei Electronics Ei650. Wir konnten nicht überprüfen, ob die Funktion tatsächlich unterstützt wird, aber die Anschlüsse für die Verkabelung sind zumindest vorhanden.

Auf was man beim Kauf achten sollte

Rauchmelder gibt es zu Preisen von 5 bis 150 Euro. Taugen die günstigen Modelle für den Zweck? Oder sollte man sein Leben lieber der Mittel- oder Oberklasse anvertrauen? Wir sagen Ihnen, auf was Sie beim Kauf achten müssen.

Batterien

Detektoren mit fest eingebauten 10-Jahres-Batterien sind die Regel, Rauchmelder mit auswechselbaren Batterien die Ausnahme.

Modelle mit fest eingebauter Batterie müssen komplett ausgetauscht werden, wenn die Batterie leer ist. Der komplette Austausch der Rauchmelder ist nach Aussage der Hersteller technisch notwendig, denn die Messkammer verschmutzt mit der Zeit, sodass nach 10 Jahren ein zuverlässiger Betrieb nicht mehr gewährt ist.

Ob das tatsächlich so ist oder die Hersteller die Geräte lieber mit begrenzter Lebensdauer bauen, damit sie am laufenden Band Geräte verkaufen können, sei dahingestellt. Klar ist, dass die Rauchmelderpflicht in Deutschland ein Millionengeschäft ist – und der komplette Austausch von Rauchmeldern viel Müll produziert. Daher finden wir die Möglichkeit zum Batteriewechsel grundsätzlich positiv.

mumbi RMF150-4: Der Funk-Melder mit wechselbaren Batterien soll 5 Jahre durchhalten
Mumbi RMF150-4: Funkmelder mit wechselbaren Batterien. Die Zellen sollen fünf Jahre durchhalten.

Die Hersteller geben bei der Lebensdauer einer Batterie zehn, fünf, drei oder zwei Jahre an. Zehn Jahre sind aber offenbar nur mit fest eingebauten Lithium-Batterien möglich. Es gibt aber Ausnahmen, bei denen die mitgelieferte 2-Jahres-Alkali-Batterie gegen eine 10-Jahres-Lithium-Batterie getauscht werden kann. Das ist bei unserem Testsieger der Fall.

Melder für Wohngebäude sind für Temperaturen zwischen +5 und +40 Grad ausgelegt. Spezielle Einsatzgebiete wie etwa die Garage oder eine Scheune erfordern Rauchmelder, die auch bei Extremtemperaturen zuverlässig arbeiten. Wegen ihrer besonders breiten Betriebstemperatur von -10 bis + 60 Grad Celsius eignen sich für solche Orte der Ei Electronics Ei650/Ei650W Funk, Hekatron Genius H/Plus X, Hager TG600AL Standard Q, Detectomat HDv sensys sowie unser Testsieger Busch-Jaeger ProfessionalLine.

Installation und Wartung

Vor dem Kauf erfährt man über die mitgelieferten Befestigungs-Sets vom Hersteller in der Regel so gut wie nichts. Das ist schade, denn es kommt ja sehr darauf an, wie einfach sich ein Rauchmelder installieren lässt.

Prinzipiell gilt: Hersteller legen meist minderwertige Holzschrauben und Dübel für Beton bei. Daher empfiehlt sich bei einer abgehängten Gipskartondecke eine Packung Gipsplattendübel inklusive passender Schrauben. Nur so gelingt eine solide Verankerung.

Hekatron Genius H: Mit LED Nacht-Dimmung
Hekatron Genius H: Mit LED-Nachtdimmung & Klebe-Pad.

Wenn man sich das Bohren sparen will, kann man mit Klebe-Pads arbeiten. Aber Achtung: Nicht alle Rauchmelder besitzen eine runde Grundplatte, die auch eine homogene Fläche hat.

In der Regel haben die Detektoren keine Fixierung oder kleine Plastikbolzen bzw. -riegel, die bei Entnahme mit einem Schraubendreher gedrückt werden müssten. Auch magnetische Plomben oder Schrauben sind selten.

X-Sense DS22: Plastik-Bolzen schwer
X-Sense DS22: Die Plastikbolzen sind bei einer Demontage nur schwer zu entfernen.

Wichtig für die Installation ist ausreichend Zeit. Wenn man ein Wohnhaus mit sechs bis acht Meldern bestückt, sollte man zwei bis drei Stunden Arbeitsaufwand einplanen. Die meiste Zeit geht dabei für die Auswahl geeigneter Standorte und gegebenenfalls fürs Bohren drauf.

Rauchmelder sollten regelmäßig mit dem Testknopf auf ihre Funktion überprüft werden. Je nach Modell kann das empfohlene Wartungsintervall wöchentlich, monatlich oder vierteljährlich sein. Zusätzlich empfehlen die Hersteller ein regelmäßiges Absaugen der Geräteöffnungen mit dem Staubsauger.

Mit einer App den Überblick behalten

Wer viele Melder in Betrieb nimmt und deren Zustand kontrollieren will, ist mit Funkmeldern bestens aufgehoben – oder mit dem Hekatron Genius Plus, der ohne WLAN, sondern per App direkt vom Smartphone auslesbar ist.

Die Kommunikation zwischen Rauchmelder und Smartphone erfolgt akustisch über spezielle Töne, die von der App interpretiert werden. So können Verschmutzungsgrad und Batteriestand ausgelesen werden, ohne dass man auf eine Leiter kraxeln muss. Allerdings muss man sich direkt sich unter dem Melder befinden, ein Auslesen aus der Ferne ist nicht möglich.

Die App ist für Privatnutzer eher weniger interessant, eignet sich aber für Vermieter oder Facility-Manager, die eine ganze Flotte von Rauchmeldern an verschiedenen Standorten einsetzen.

Wer in größeren Objekten eine ganze Flotte von Rauchmeldern installieren will, der ist mit einer zentralen Steuerung gut beraten. Ein Control-Panel ist mit den Meldern verbunden und über entsprechende Tasten kann der Alarm-Test ausgeführt werden oder die Stummschaltung aller Melder erfolgen. Entsprechende Alarm-Controller bietet Ei Electronics (EI450-1XD Ei450). Busch Jäger bietet das in Form einer Busch-Rauchalarm Fernbedienung an.

Weitere Kaufkriterien

Die folgenden Punkte sollten ebenfalls in die Kaufentscheidung mit einbezogen werden:

  • Bei einer großen Immobilie mit vielen Zwischenwänden empfiehlt sich eine gekoppelte Lösung, nicht zuletzt, weil viele Melder gar nicht an den 85 dB(A)-Standard bei der Lautstärke herankommen.
  • Die meisten Melder haben eine blinkende Bereitschafts-LED, die alle 60 oder 120 Sekunden aufleuchtet. Das kann vor allem in Schlaf- oder Wohnzimmern störend sein.
  • Beim Kauf sollte auf eine Stummschaltungsfunktion geachtet werden: So kann ein Alarm beim Kochen vermieden werden, indem vorher der Testknopf einmal gedrückt wird. Die meisten Geräte im Test haben diese Funktion, so auch unser Testsieger von Busch-Jaeger.
  • Kommt es zu einem Fehlalarm, möchte man den Alarm möglichst schnell ausschalten können – zum Beispiel mit einem Besenstil. Fast alle Geräte beherrschen diese Deaktivierung bei Alarm, aber eben nur fast alle.

So haben wir getestet

Wir haben für den Test insgesamt 29 fotooptische Rauchmelder mit einer Preisspanne von 8 bis 150 Euro ausgewählt, außerdem zwei Funkmelder und vier Rauchmelder mit der Möglichkeit, den Status über eine Smartphone-App auszulesen. Von den getesteten Geräten sind aktuell noch 27 Modelle erhältlich. Bei unserem ausführlichen Test haben wir die Rauchmelder anhand einer Vielzahl von Kriterien unter die Lupe genommen.

Nach gewissenhafter Standortwahl und Markierung der Position sollte Auspacken, Ausrichten, Anschrauben und Aktivieren nicht länger als zehn Minuten dauern. Doch schnell rutscht der Schraubendreher an minderwertigen Schrauben ab, die Dübel sind zu kurz oder das Gerät sitzt schief, weil es nicht mehr an der Decke feinjustiert werden kann – mitgelieferte Klebe-Pads sind die Ausnahme. Die Qualität des Befestigungsmaterials fließt in unsere Bewertung ein.

Busch-Jaeger 6834-84 Grundplatte mit Feinjustierung
Busch-Jaeger 6834-84: Grundplatte mit Feinjustierung.

Gut bewertet haben wir Melder, die sowohl auf der Verpackung als auch in der Anleitung auf geeignete Standorte hinweisen. Zudem haben wir uns die Anleitungen angesehen und hatten die ganze Bandbreite dabei: Auf der einen Seite schön bebilderte, ausführliche Anleitungen, auf der anderen spartanische Mini-Anleitungen auf Französisch.

Etwas missmutig gestimmt waren wir durch die knappe und nicht eindeutige Anleitung des Funkmodells Mumbi RMF150: Die Kopplung der vier Melder gelang uns erst nach Ansicht eines Videos auf YouTube.

Sonderfunktionen

Die Melder Ei Electronics Ei650W und Mumbi RMF150-4 können sich per Funk koppeln. Bosch Smart Home Rauchmelder und Smart Home Twinguard lassen sich in das Smart Home des Herstellers einbinden. Twinguard war bis 2019 eine Single-Lösung, die per Twinguard App ohne Bosch Gateway betrieben werden konnte. Heute kann der Melder und Sensor nur noch innerhalb Bosch Smart Home betrieben werden.

Das Hekatron Genius H bzw. Plus besitzt mit Hilfe einer integrierten Echtzeituhr eine nächtliche Dimmfunktion der Bereitschafts-LED zwischen 22 und 06 Uhr.

Nur der Hekatron Genius Plus kann per App verwaltet und ausgelesen werden, aber nicht per Funk, sondern mit speziellen Tönen, die die App versteht. So können Melder mit niedrigem Batteriestand leicht identifiziert werden.

Rauch

Ein Rauchmelder sollte zügig anschlagen, wenn Rauchpartikel in der Luft vorkommen. Dass das nicht bei allen Rauchmeldern zuverlässig funktioniert, hat uns überrascht: Fünf Geräte im Test ließen sich selbst bei stark rußigem Qualm in unmittelbarer Nähe nicht so schnell aus der Ruhe bringen.

Pyrexx PX-1 - obgleich er im schwarzen Ruß versinkt meldet er erst nach 36 bzw. 60 Sekunden!
Pyrexx PX-1 – obgleich er im schwarzen Ruß versinkt meldet er erst nach 36 bzw. 60 Sekunden!

Selbst wenn die Brandquelle aus Baumwolle und Öl nur 40 bis 50 Zentimeter unter den Melder gehalten wurde und der Ruß ihn schon schwärzte, brauchte der Hager TG600AL Standard Q gut 30 Sekunden und zwei Anläufe, um Alarm zu schlagen. Noch schlechter machte es im Update 06/2019 der Pyrexx PX-1 mit 36 bzw. 60 Sekunden! Kein gutes Zeichen für »Made in Germany«.

Rauchmelder im Test: Indexa RA280Q: Rauch-Test
Indexa RA280Q: Schwer auslösbar…

Sogar unser in zwei Meter Entfernung sitzender Devolo Rauchmelder der Werkstatt schlug da bereits an. Aus diesem Grund können wir das ansonsten ganz gute Hager- bzw. Pyrexx-Modell nicht empfehlen.

Die beiden anderen schwer auslösbaren Brandmelder waren der X-Sense DS22, der Bosch Smart Home Rauchmelder und der Indexa RA280Q. Sie waren zwar mit Abstand nicht so träge wie der Hager Standard Q, bei ihnen kommt aber erschwerend eine geringe Lautstärke hinzu.

Wenn Melder bei den lebenswichtigen Kriterien wie Rauch und Alarmlautstärke nicht zufriedenstellend funktionieren, können wir sie nicht empfehlen.

Lautstärke

Für den Test haben wir in drei Metern Entfernung ein Messmikrofon aufgestellt und einen echten Alarm durch Rauch ausgelöst. Das Testsignal einiger Melder ist nicht identisch mit dem Warnsignal, weshalb nur ein echter Rauchalarm für die Messung aufschlussreich sein konnte.

Die Lautstärke aller Rauchmelder ist mit >85 dB(A) angegeben. Unterschiedlich davon ist die Lautstärke in Sone. Die entspricht eher dem menschlichen Gehör, weshalb die höchste Sone-Messung den lautesten Melder kennzeichnet.

Die Unterschiede der Lautstärken sind groß

Zuerst einmal konnten wir schon per Gehör feststellen: Es gibt ziemlich leise Melder, aber auch sehr laute. zehn Geräte schafften noch nicht einmal die 85-Dezibel-Marke. Die schwächste Kür vollzog hier das Kidde Q2 10Y29 mit krächzenden 75 dB(A) und nur 16 Sone. Zum Vergleich: Der Testsieger Busch-Jaeger ProfessionalLine lärmt mit 93 dB(A) und 58 Sone.

Auch den beliebten Ei Electronics Ei650 können wir bei der Lautstärke nicht loben, der Melder schaffte nur 80 dB(A) und 23 Sone. Ebenfalls zu leise: Indexa RA280Q (10503) und X-Sense DS32. Beide liegen mit 80/78 Dezibel und 22/24 Sone auf gleichem, niedrigen Niveau. Für uns zu leise.

Einige Rauchmelder lassen sich bei einem Fehlalarm nicht per Knopfdruck stumm schalten. Darunter waren Kidde Q2 10Y29, Smartwares RM149, X-Sense DS22, Indexa RA280Q, Mumbi RMF150, Brennenstuhl RM C 9010 und SHD DOF29 – und Burgwächter Smoke.

Busch-Jaeger ProfessionalLine (6834-84)

Testsieger: Busch-Jaeger ProfessionalLine

Der Busch-Jaeger ProfessionalLine hat in allen wichtigen Disziplinen am besten abgeschnitten, zum Teil sogar deutlich.

Den Rauchtest absolviert der Busch-Jaeger mit Bravour: In weniger als zehn Sekunden wird Alarm ausgelöst. Und der hat es in sich: Kein anderer Melder im Test kommt an die Lautstärke des Busch-Jaeger heran. Nicht einmal der von der Konstruktion her baugleiche Ei Electronics Ei650 ist so laut.

Testsieger

Busch-Jaeger ProfessionalLine

Test: Rauchmelder – Testsieger Busch-Jaeger ProfessionalLine Rauchmelder
Diesen Alarm hört man garantiert – er war der lauteste im Test und liefert hochwertiges Befestigungsmaterial mit.

Für keinen Brandmelder im Test benötigt man Vorwissen für die Installation. Etwas Übung im Umgang mit dem Akku-Schrauber und dem Zollstock kann aber nicht schaden, wenn der Melder dann mittig im Flur und schön ausgerichtet an der Decke hängen soll. Gute Schrauben und Dübel sowie eine justierbare Bodenplatte sind für diesen Zweck sehr hilfreich, und genau das bringt der Busch-Jaeger mit. Die Anleitung ist übersichtlich und zeigt Skizzen für ideale und schlechte Anbringungsorte. Das kann auch die Werkstatt oder die Scheune sein, denn die Betriebstemperaturen beginnen bei -10 Grad Celsius und enden bei +60 Grad – ein weiteres Plus für unseren Testsieger.

Der Rauchmelder von Busch-Jaeger ist bereits für eine kabelgebundene Vernetzung vorbereitet. Das macht aber in der Regel nur bei Neubauten Sinn, denn wer will schon Kabel durchs ganze Haus ziehen? Aber auch Funkmodule für die drahtlose Vernetzung der Rauchmelder sind optional für den Busch-Jaeger erhältlich.

Keine Sofort-Abschaltung bei Fehlalarm

Die einzige Schattenseite: Eine Sofort-Abschaltung ist bei Fehlalarm nicht durch Knopfdruck möglich. Stattdessen geht der Alarm erst nach 20 Sekunden aus.

Eine vorsorgliche Stummschaltung für zehn Minuten ist dagegen möglich – und sinnvoll, wenn man weiß, dass es beim Kochen gleich qualmen wird. So eine Funktion haben aber die meisten Melder.

Busch-Jaeger mit 9-Volt-Block Alkali
Busch-Jaeger ProfessionalLine mit 9-Volt-Block Alkali: 2 Jahre Laufzeit.

Die Lebensdauer des Busch-Jaeger ProfessionalLine liegt bei zehn Jahren. Sehr gut: Seitlich auf dem Gehäuse ist das Ablaufjahr aufgedruckt. Wer weiß schon nach 8 Jahren, wann jeder der 6 Melder im Haus installierte wurde?

Sinnvoll ist in unseren Augen der Betrieb mit einer auswechselbaren Batterie (9-Volt-Block). So muss bei vorzeitiger Entleerung nicht das ganze Gerät entsorgt werden. Wir empfehlen, nach der ersten Batterieentleerung den einfachen Alkali-Block durch eine hochwertigere Lithium-Zelle mit längerer Laufzeit zu ersetzen.

Busch-Jaeger ProfessionalLine im Testspiegel

Die Stiftung Warentest (12/2017) hat unserem Testsieger das Testurteil »gut« ausgestellt. Vor allem die Zuverlässigkeit und die Robustheit konnten überzeugen. Was die Deklaration angeht, gibt er sich ebenfalls keine Blöße. Lediglich in der Handhabung bekam der Busch-Jaeger Abzüge.

Alternativen

Neben unserem Testsieger gibt es aber auch noch andere Rauchmelder, die wir empfehlen können, unter anderem ein Modell, das sich speziell für die Küche eignet.

Küchenexperte

Abus RWM250

Test Rauchmelder: Abus RWM250
Ein Hitze- und Rauchmelder – gegen Wasserdampf unempfindlich und mit Stummschaltung: ideal für die Küche.

Abus hat mit dem RWM250 ein Kombi-Gerät im Programm. Es meldet Rauch aber auch Hitze (ab 60 Grad). Alarm wird ausgelöst, wenn entweder Rauch oder Hitze mit über 60 Grad vorliegt. Es müssen nicht beide Bedingungen zutreffen. Damit ist RWM250 der Richtige für alle, die in Räumen mit möglicher Hitzeentwicklung, etwa über dem Herd oder Backofen, auf Nummer sicher gehen wollen.

Eines kann der RWM250 aber nicht: Wasserdampf melden. Das ist auch gut so, denn gerade in der Küche löst Wasserdampf häufig Fehlalarme aus. Einen drohenden Fehlalarm können Sie übrigens proaktiv für zehn Minuten stumm schalten.

Rauchmelder Test: Rauchmelder Abus Rwm250
Abus RWM250: im Test Wasserdampf, er schlägt nie an!

Dies funktioniert auch nach einem Alarm: Einmal auf das Gerät drücken und die Sirene verstummt. Der Sensor bleibt aktiv und wird, sofern die Rauchkonzentration nach der Zeitspanne immer noch besteht, gleich wieder anschlagen.

Sie sehen keine Taste? Korrekt, es gibt keine, denn das ganze Gerät ist die Taste für Test und Stummschaltung. Sehr schön für die Optik: Die Kappe auf dem Gerät kann abgesteckt und lackiert werden, auch Wandfarbe haftet darauf. Damit passt sich der Rauchmelder besser in die Optik ihrer Räume ein. Ein Rauchmelder-Gehäuse darf nicht angestrichen werden.

Das Abnehmen des Melders ist mit dem Magnetstreifen überragend einfach. Nur der Magnetstreifen wird mit einer einzigen Schraube in der Decke befestigt. Alternativ kann der Magnet auch mit dem doppelseitigen Klebestreifen auf glatten Oberflächen geklebt werden.

Der Abus RWM250 ist mit einer 12-Jahres-Batterie bestückt, die ist nicht wechselbar. Nach dieser Zeit muss dann ausgetauscht werden. Die Aktivierung erfolgt durch einen roten Stift auf der Rückseite, der vor der Anbringung eingedrückt werden muss. Mit herausstehendem Stift kann das Gerät nicht auf der Magnetplatte fixiert werden.

Den Abus RWM250 empfehlen wir allen, die für Räume mit Dampfentwicklung einen Melder suchen. Einen Nachteil wollen wir aber nicht verschweigen: Im Rauch-Test braucht der Abus manchmal zwei Minuten, manchmal aber auch nur 20 Sekunden bis zum Alarm.

Komfort-Alternative

Hekatron Genius H

Test Rauchmelder: Hekatron Genius H
Keine blinkende LED zur Nachtzeit und sehr gutes Befestigungsmaterial.

Was bedeutet Komfort bei einem Rauchmelder? Er muss über eine Vor-Alarm-Stummschaltung verfügen und im besten Fall auch bei einem Fehlalarm durch Knopfdruck stummgeschaltet werden können.

Der Hekatron Genius H setzt jetzt noch einen drauf: Mit einer Echtzeituhr wird die Betriebs-LED in der Zeit von 22 bis 6 Uhr gedimmt. Somit stört keine blinkende LED im Schlafzimmer.

Außerdem ist die LED so konstruiert, dass sie in Richtung Eingangstür leuchtet. Auf der Befestigungsplatte sind entsprechende Markierungen für die Ausrichtung aufgedruckt.

Damit ist der Hekatron Genius H fast genauso gut wie unser Testsieger – nur bei der Lautstärke kann er nicht ganz mithalten. Der Genius H ist aber ebenfalls alles andere als leise und daher auf jeden Fall eine Empfehlung wert.

Vernetzt

Ei Electronics Ei650W

Für Besitzer von großen, mehrstöckigen Häusern oder Anwesen mit Nebengebäuden sind vernetzte, gekoppelte Rauchmelder interessant. Die Anschaffung ist aber ungleich teurer.

Sehr gut, aber auch sehr teuer

Der EI Electronics Ei650W schnitt im Test noch besser ab als unser Testsieger von Busch-Jaeger. Ein einzelner Ei650W inklusive Funkmodul ist aber nicht günstig und zwei Geräte werden mindestens benötigt. Die Ausrüstung eines ganzen Objektes kostet so schnell mal mehrere hunderte Euro.

Wir empfehlen daher die Kombination aus unserem Testsieger Busch-Jaeger ProfessionalLine und zwei bis vier gekoppelten Ei Electronics Ei650W. Wenn es im Nebengebäude raucht, wird das durch mindestens einen Funkmelder im Wohnhaus angezeigt.

Dabei ist der Ei650W gut ausgestattet: Die vorbildliche Befestigung, die ausführliche Anleitung, eine Betriebstemperatur ab -10 Grad Celsius und der durch Knopfdruck abschaltbare Fehlalarm sprechen für sich. Zudem bietet der Hersteller inzwischen den Alarm-Controller EI450-1XD Ei450 an. Mit dem Control-Panel können regelmäßige Tests, Ortung und Stummschaltung komfortabel von einem Ort aus erfolgen.

Dennoch hat der Ei650W eine Schwachstelle: Wie beim einfachen Ei Electronics Ei650 ist der Alarmton relativ leise – er liegt mit 81 Dezibel unter der 85 dB(A)-Norm von 25 Sone.

Miniatur-Detektor

Abus Mini GRWM30600

Der Abus Mini GRWM30600 ist der mit Abstand kleinste Rauchmelder im Test: Sein Durchmesser beträgt nur 7 Zentimeter, bei einer Höhe von 3,5 Zentimeter. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Rauchmelder hat einen Durchmesser von 12 Zentimeter, manche schaffen sogar 15 Zentimeter.

Mit diesen kompakten Abmessungen ist der Abus für eine fest verbaute 10-Jahres-Lithium-Batterie prädestiniert. Ein Aufkleber, auf dem Sie die Inbetriebnahme notieren können, weist auf das entsprechende Austauschdatum hin.

Die Rauchdetektion erfolgt zügig und nach 26 Sekunden. Bei Wasserdampf schlägt er auch an (21 Sekunden), für die Küche ist der kleine Abus also nicht das richtige Modell.

Keine sichtbare Taste

Der Abus Mini hat keine sichtbare Taste, denn sein Gehäuse ist eine einzige große Taste. Sie wird entweder für den Test etwas länger gedrückt oder nur kurz für die zehnminütige Stummschaltung.

Das Befestigungsmaterial gehört zu den etwas besseren seiner Sorte. Mit einem separaten Klebe-Pad (nicht im Lieferumfang) könnten Sie den leichten Rauchmelder auch ohne Schrauben an der Decke befestigen.

Mit Notlicht

X-Sense SD01 mit Notlicht

Test Rauchmelder: X-Sense DS01 mit Flutlicht
Er schlägt schnell an, sein helles Notlicht beleuchtet den Fluchtweg.

von 13 Lesern gekauft

Der X-Sense SD01 besticht durch sein helles Notlicht. Die weißen LEDs leuchten in der Tat einen ganzen Gang oder Flur aus. Das ist nicht taghell, reicht aber aus, um den Haustürschlüssel und den richtigen Ausgang zu finden.

Die übrigen Merkmale sind 1:1 identisch mit dem etwas günstigeren Schwestermodell SD03. Der Melder schlägt bei Rauch schnell an, 21 Sekunden sind eine Ansage, die nur wenige Geräte schaffen. Allerdings schlägt der X-Sense SD01 auch bei Wasserdampf an und das schon nach 13 bis 18 Sekunden.

Rauchmelder Test: X Sense Ds01
X-Sense SD01 Flutlicht: heller als alle anderen Rauchmelder mit Notlicht.

Einen solchen Fehlalarm können Sie auf Knopfdruck für neun Minuten stummschalten. Der Sensor bleibt dabei aktiv und wird sofort wieder anschlagen, wenn es nach der Zeit weiterhin eine Rauchkonzentration gibt. Der Melder kann über die Taste auch vorsorglich stumm geschalten werden.

Der X-Sense SD01 ist sehr solide gebaut und robust, das betrifft auch die Grundplatte. Der Melder wird mechanisch beim Festdrehen aktiviert, der Anwender kann es also nicht vergessen. Die mächtige Grundplatte, zusammen mit dem 12,5 Zentimeter breiten Melder, ergibt ein wuchtiges Gerät, das keinen Schönheitspreis gewinnen wird.

Wir haben herausgefunden, dass die obere Kappe (mit der Beschriftung X-Sense) abgehoben und wieder angesteckt werden kann. Das klappt sowohl beim SD01 als auch beim SD03. Sie können also die Kappe und ggf. auch die überstehende Grundplatte in der Farbe ihrer Räume lackieren. Auf dem matten Kunststoff sollte das auch mit Wandfarbe gelingen.

X-Sense SD01 ist mit einer 10-Jahres-Batterie bestückt, die nicht gewechselt werden kann. Nach dieser Zeit muss ausgetauscht werden. Das Gerät wird nach zehn Jahren durch konstantes Piepen darauf hinweisen. Wir sind, gerade bei dem Notlicht-Modell, pessimistisch und gehen nicht von so einer langen Laufzeit aus. Auf einem Label an der Seite können Sie das Installationsdatum notieren.

Gut gefallen hat uns die Beschriftung am Gerät: Auf der Rückseite steht alles, was man über die Laufzeit, die Fehlalarm-Töne und die Deaktivierung wissen muss. Die gedruckte Anleitung werden Sie nach zwei Jahren sowieso nicht mehr finden.

Wir empfehlen den X-Sense SD01 allen, die ein schnell anschlagendes, robustes Gerät mit Notlicht suchen. Wer das Notlicht nicht oder nicht in jedem Raum benötigt, der ist mit dem ansonsten baugleichen Schwestermodell SD03 sehr gut bedient.

Außerdem getestet

Der kleine Burgwächter Smoke bietet eine starke Betriebstemperatur Bandbreite, von -10 bis +40 Grad. Das schafft kein anderes Modell. Die Reaktionszeit ist mit 29 bzw. 35 Sekunden (Dampf) angemessen. Negativ: Der Smoke besitzt keine Stummschaltung. Bei Alarm muss die Batterie herausgenommen werden! So viel Stress beim Fehlalarm will niemand haben.

Bosch Smart Home Rauchmelder

Der Bosch Smart Home Rauchmelder glänzt mit seiner hohen Lautstärke. Er kann als Sirene in ein Bosch Smart Home eingebunden werden. Leider ist er bei der Raucherkennung wiederholt sehr langsam: 60 bis 90 Sekunden im Test. Das Notlicht ist nur eine kleine Funzel, die allenfalls im Dunkeln aufzeigt, wo der richtige Ausgang ist.

Bosch Smart Home Twinguard

Der teure Bosch Smart Home Twinguard kann ja allerhand: Notlicht, Luftgüte, Hitze und schnelle Raucherkennung, klingt gut, oder? Allerdings ist die Sirene nicht laut und sie quäkt, anstatt klar zu lärmen. Ein No-Go bei dem hohen Preis. Hinzu kommt eine knappe Betriebstemperatur-Bandbreite: +5 bis +30 Grad. Das Notlicht ist nicht mehr als eine kleine LED-Funzel, die nichts ausleuchtet, aber immerhin den Weg zum Rauchmelder weist. Positiv sind die auswechselbaren Batterien: 6 AA LR6 Zellen kommen rein, die sollen dann zwei Jahre halten.

Der X-Sense SD03 ist baugleich mit unserer Notlicht-Empfehlung SD01, nur ohne Notlicht. Alle positiven Merkmale, von Stummschaltung, Robustheit, Reaktionsschnelligkeit und Anleitung am Gerät, teilen sich die beiden X-Sense Modelle. Wer auf ein Notlicht verzichten will, der liegt beim SD03 richtig.

Brennenstuhl RM L 3100

Der Brennenstuhl RM L 3100 eignet sich für die Küche: Der Rauchmelder war im Test unempfindlich gegen Wasserdampf, Fehlalarm beim Kochen brauchen Sie also nicht zu fürchten. Sollte es dennoch zu einem falschen Alarm kommen, schalten Sie den Rauchmelder mit der Taste für zehn Minuten auf stumm. Doch Sicherheit geht vor: Der Melder reduziert in diesem Fall seine Empfindlichkeit. Bleibt starker Rauch vorhanden, schlägt er wieder an. Sicher, aber auch komfortabel. Auf der anderen Seite kann der Brennenstuhl normalen Rauch zügig detektieren. Im Test brauchte er lediglich 20 bis 25 Sekunden.

Der Smartwares RM250 ist grundsätzlich kein schlechter Rauchmelder, 35 Sekunden für die Erfassung von Rauch sind allerdings schon etwas langsam. Ein großer Vorteil ist die Unempfindlichkeit gegenüber Wasserdampf, das Modell eignet sich also auch für die Küche. Sie können die Taste für einen zehnminütigen Unterbrechungsmodus einmal drücken. Das Befestigungsmaterial ist brauchbar, allerdings ist die Einrastung auf der Platte sehr knapp. Die Anleitung ist gut übersetzt und bebildert. Bei einem Fehlalarm kann das Gerät durch einen simplen Knopfdruck stumm geschaltet werden.

Brennenstuhl RM C 9010

Der Brennenstuhl RM C 9010 ist wahrscheinlich für den französischen Markt gedacht, Anleitung und Verpackung sind einzig in der Landessprache verfasst. Die Installation auf der soliden Platte inklusive Sicherungsstift gelingt dennoch. Leider ist das Aufstecken des Rauchmelders ziemlich fummelig, dies hat er mit seinem Schwestermodell aus unseren Empfehlungen gemein. Die Raucherkennung binnen 29 Sekunden ist gar nicht mal so schlecht, Wasserdampf detektiert das Gerät allerdings auch. Das große Manko ist indes die fehlende Möglichkeit zum Stummschalten bei einem Fehlalarm. Sie müssen das Gerät von der Decke nehmen und die Batterie entnehmen, um den Rauchmelder zum Schweigen zu bringen.

FireAngel ST-622-DET P-Line

Der FireAngel ST-622-DET P-Line ist ein durchdachter Rauchmelder, der mit einer exzellenten deutschen Anleitung daherkommt. Sein Vorzeigemerkmal ist der Verzicht auf ein Status-Blinken. Das Modell eignet sich also fürs Schlafzimmer. Mit der Raucherkennung nach 20 Sekunden ist der FireAngel ganz vorn dabei, allerdings schlägt er auch schon nach 10 Sekunden bei Wasserdampf an. FireAngel eignet sich also nicht für die Küche. Das Modell besitzt eine zehnminütige Stummschaltung. Im Falle eine Alarms wird diese aber außer Kraft gesetzt, wenn der Rauchanteil sich erhöht. Was gegen den FireAngel spricht, das ist eigentlich nur der etwas höhere Preis.

Sebson GS506G inkl. Magnet-Pad

Das Sebson GS506G wird mit einem Magnet-Pad ausgeliefert, Sie können also auf die Bohrung verzichten. Sebson erkennt Rauch zügig (20 Sekunden), allerdings auch Wasserdampf (20 Sekunden). Für die Küche ist das Modell also nicht der richtige Kandidat. Im Falle eines Fehlalarmes können Sie den Rauchmelder durch Druck auf die Taste stummschalten. Die Anleitung ist gut übersetzt und bebildert, das Befestigungsmaterial ist etwas besser als der Standard.

Der Hekatron Genius PLUS wird mit vorbildlichem Befestigungsmaterial und einer sehr guten Anleitung ausgeliefert. Der Clou dieses Rauchmelders ist eine App, die akustisch mit dem Gerät spricht und den Status ausliest. So können Sie in der App sehen, wie es um den Akkustand bestellt ist und wann der Melder ersetzt werden muss, ohne den Rauchmelder von der Decke zu nehmen. Der weitere Vorteil: Der Rauchmelder kennt die Uhrzeit und blendet des Nachts das Status-Blinken aus. Der Hekatron Genius PLUS eignet sich also fürs Schlafzimmer. Empfehlen können wir den Hekatron Genius PLUS nicht, denn im Rauch-Test brauchte er 46 bzw. 56 Sekunden für den Alarm. Das ist eindeutig zu lange. Hekatron zeigte sich im Test unempfindlich gegenüber Wasserdampf. Nach einem Fehlalarm können Sie mit der Taste den Alarm stummschalten.

Das SHD DOF29 ist ein schnell anschlagender Rauchmelder, der allerdings auch Wasserdampf zügig detektiert und so für Fehlalarme sorgt. In diesem Fall müssen Sie leider das Gerät von der Decke nehmen und die Batterie herausnehmen, es gibt keine Stummschaltung bei Alarm – für uns ein klares No-Go. Ein weiterer Nachteil: Der Hersteller spricht von einer Geräte-Lebenszeit von lediglich fünf Jahren, weshalb auf unserem Testgerät ein Ablaufdatum von 2025 steht.

Xeltys FIT380675 Toba

Der Xeltys FIT380675 Toba ist ein äußerst günstiger Rauchmelder, denn für deutlich unter zehn Euro liegen bereits zwei Stück inklusive 9V-Batterien im Karton. Die sollen dann ein Jahr durchhalten. Mit speziellen 9V-Blöcken kann die Laufzeit auf fünf bzw. zehn Jahre erweitert werden, so spricht das Handbuch. Für die zehnminütige Stummschaltung gibt es einen extra Button. Der sorgt auch bei einem Fehlalarm für Ruhe. Die Detektion von Rauch aber auch von Wasserdampf erfolgt zügig (23 Sekunden). Leider wackelt das Modell in seiner Arretierung und die Anleitung gibt es nur in Französisch. Zudem meinte der Rauchmelder nach der Inbetriebnahme alle 30 Sekunden piepen zu müssen, als ob der Akku entleert wäre. Am nächsten Tag hatte sich das Problem von allein abgestellt.

Mit dem mächtig lärmenden Mumbi RMF150-4 Paket gibt es vier Funkmelder mit auswechselbaren Batterien für gerade mal 80 Euro. Die Inbetriebnahme dauerte allerdings etwas länger – erst mit einem YouTube-Video des Herstellers gelang uns die Kopplung. Leider wollte dann auch nicht gleich jeder Melder mitspielen, was ein nerviges Prozedere nach sich zog: Batterien herausnehmen, drei Minuten warten, wieder einsetzen, Verlinkung neu starten. Ist aber einmal alles verbunden, macht ein einzelner Mumbi RMF150 fast so viel Krach wie unser Testsieger von Busch-Jaeger. Außerdem kann man auch hier die Batterien wechseln. Eine Komfortfunktion fehlt allerdings: Ein Fehlalarm kann nicht mittels Knopfdruck stumm geschaltet werden. Die Sirene geht erst nach 30 Sekunden aus, sofern kein Rauch mehr in der Messkammer ist.

Pyrexx PX-1 12-Jahres-Rauchmelder

Der Pyrexx PX-1 kommt augenscheinlich mit zahlreichen Vorteilen daher: Einfaches Abnehmen durch Magnet- oder Klebemontage, Küchentauglichkeit (Wasserdampf unempfindlich, auch im Test!) sowie ein abnehmbarer, streichbarer Deckel. Zudem bietet der Hersteller Farbvarianten an, Sie müssen sich also nicht mit Standard-Weiß abspeisen lassen. Leider hat der 12-Jahres-Rauchmelder einen entscheidenden Nachteil: Die Detektion brauchte im Test viel zu lange, nämlich einmal 36 und einmal 60 Sekunden! Dabei hielten wir ein stark rußendes des Feuer 40 bis 50 Zentimeter unter den Melder. Ein No-Go!

Detectomat HDv sensys

Der Detectomat HDv sensys hält mit seiner Zehn-Jahres-Batterie zwar beachtlich lange durch, patzt aber leider bei einem wichtigen Kriterium: der Lautstärke. Er ist markant leiser als die anderen Modelle. Auf der Habenseite steht die schnelle Rauchdetektion – nur nutzt die nicht viel, wenn man den Alarm einfach überhört. Bemerkenswert ist die weit gefasste Betriebstemperatur.

Der Hekatron Plus X ist an und für sich ein guter Rauchmelder mit App-Support. Er ist robust gebaut und zeigt beim Rauchtest auch eine schnelle Reaktion. Leider ist auch hier die Lautstärke nicht das Gelbe vom Ei. Die Lithium-Batterie versorgt das Gerät 10 Jahre lang mit Energie, danach muss es ausgetauscht werden, denn die Batterie lässt sich nicht wechseln.

Der Smartwares RM149 ist ebenfalls ein robuster Melder, der auch schnell anschlägt. Leider sind die Betriebstemperaturen laut Datenblatt niedrig angesetzt und die Batterielebensdauer wird mit dem Alkali-9V-Block nicht herausragend sein – der Hersteller spricht von 5 Jahren. Immerhin ist das Gerät schon verhältnismäßig günstig zu bekommen.

Der Smartwares RM218 reagierte zügig im Rauchtest und ist ebenfalls sehr robust. Leider ist das Befestigungsmaterial der billigen Machart. Das ist schade, zumal der aufgerufene Preis diesbezüglich mehr erwarten ließe. Anders als der RM149 aus demselben Hause setzt der RM218 auf eine Lithium-Batterie, die nicht gewechselt werden kann, aber immerhin doppelt so lange halten soll.

Der Ei Electronics Ei650 hat eine gute Lautstärke und reagiert zügig bei der Rauchmessung. Für die Inbetriebnahme müssen Sie aber etwas mehr Zeit einplanen, sie geht nicht so schnell von der Hand wie bei den anderen Meldern. Grundsätzlich ist er damit kein schlechter Rauchmelder, trotzdem würden wir auch angesichts des hohen Preises ein anderes Modell vorziehen.

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