Der beste Rauchmelder

Busch-Jaeger ProfessionalLine (6834-84)

Der beste Rauchmelder ist der Busch-Jaeger ProfessionalLine. Er ist schnell installiert, reagiert zügig und ist mit Abstand der lauteste im Test. Er hat eine Stummschaltung bei ungefährlichen Kochdünsten und das Befestigungsmaterial ist das hochwertigste im Test. Eine auswechselbare Batterie sorgt für eine lange Betriebsdauer.

Rauchmelder müssen seit diesem Jahr in Deutschland in jeder Wohnung angebracht sein. Das ist wichtig, denn sie können Leben retten.

Wir haben uns deshalb 12 foto-optische Rauchmelder mit einer Preisspanne von 8 bis 25 Euro angesehen und ausführlich getestet. Sie sind in Deutschland am weitesten verbreitet und deshalb für die meisten am interessantesten.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Busch-Jaeger ProfessionalLine

Test: Rauchmelder – Testsieger Busch-Jaeger ProfessionalLine Rauchmelder
Diesen Alarm hört man garantiert – er war der lauteste im Test und liefert hochwertiges Befestigungsmaterial mit.

Der Busch-Jaeger ProfessionalLine ist für uns der beste Rauchmelder für die meisten Einsatzzwecke. Er löst schnell Alarm aus und war der mit Abstand lauteste Rauchmelder im Testfeld.

Er hat das hochwertigste Befestigungsmaterial im gesamten Testfeld und ist mit einem auswechselbaren 9-Volt-Block bestückt. So kann man den Melder bis zum Ablauf der empfohlenen Standzeit von 10 Jahren nutzen und muss das Gerät nicht schon bei vorzeitigem Ableben der Batterie wegwerfen.

Komfort-Alternative

Hekatron Genius H

Test Rauchmelder: Hekatron Hekatron Genius H
Keine blinkende LED zur Nachtzeit und sehr gutes Befestigungsmaterial.
Amazon€ 20,90
rauchmeldershop-online.de€ 25,94
Conrad.de€ 27,94

von 29 Lesern gekauft

Der Hekatron Genius H verfügt über eine Echtzeituhr, die die Betriebs-LED in der Zeit von 22-6 Uhr dimt, sodass man sich während des Schlafens nicht gestört fühlt. Der Rauchmelder wird auch extra so an der Decke angebracht, dass die LED zur Eingangstür zeigt – ein schönes Extra.

Ansonsten kommt der Hekatron unserem Testsieger sehr nahe, nur das Geräusch ist nicht ganz so laut. Ausreichend ist es aber trotzdem.

Gut & günstig

X-Sense SD10M

Test Rauchmelder: X-Sense SD10M
Hat eine gute Lautstärke, löst schnell aus und lässt sich bei Fehlalarm abschalten.

Keine Preise gefunden.

Ein guter und günstiger Rauchmelder ist der X-Sense SD10M. Er liefert gute Ergebnisse und leistet sich keine schwerwiegenden Fehler. Bei Rauchentwicklung löst er rechtzeitig aus.

Schrauben und Dübel könnten besser sein, doch für einen Set-Preis von 50 Euro für 5 Stück kann man nicht meckern.

Vernetzt

Ei Electronics Ei650W

Test Rauchmelder: Ei Electronics Ei650W
Bis -10° Celsius einsetzbar, Fehlalarm abschaltbar, aber nicht sehr laut.

Noch besser als unser Testsieger, dafür aber auch um ein vielfaches teurer ist der Ei Electronics Ei650W. Interessant ist er vor allem für Leute, die einen Gebäudekomplex mit Rauchmeldern ausstatten möchten. Es werden mindestens zwei Stück benötigt, die vernetzt und miteinander gekoppelt werden. Gibt es in einem Nebengebäude einen Alarm wird automatisch auch der Rauchmelder im Wohnhaus benachrichtigt.

Neben den enormen Kosten, die entstehen können ist er auch noch ein Stück leiser als unser Testsieger. Wer das aber braucht, bekommt ein zuverlässiges Meldegerät.

Vergleichstabelle

TestsiegerKomfort-AlternativeGut & günstigVernetzt
Modell Busch-Jaeger ProfessionalLine Hekatron Genius H X-Sense SD10M Ei Electronics Ei650W Mumbi RMF150-4 Detectomat HDv sensys Hager TG600AL Standard Q Hekatron Plus X Indexa RA280Q Kidde KID10Y29 Smartwares RM218 Smartwares RM149 Ei Electronics Ei650
Test: Rauchmelder – Testsieger Busch-Jaeger ProfessionalLine RauchmelderTest Rauchmelder: Hekatron Hekatron Genius HTest Rauchmelder: X-Sense SD10MTest Rauchmelder: Ei Electronics Ei650WTest Rauchmelder: Mumbi RMF150-4Test Rauchmelder: Detectomat HDv sensysTest Rauchmelder: Hager TG600AL Standard QTest Rauchmelder: Hekatron Plus XTest Rauchmelder: Indexa RA280QTest Rauchmelder: Kidde KID10Y29Test Rauchmelder: Smartwares RM218Test Rauchmelder: Smartwares RM149Test Rauchmelder: Ei Electronics Ei650
Pro
  • Sehr laut
  • Hochwertiges Befestigungsmaterial
  • LED wird in der Nacht gedimt, um beim Schlafen nicht zu stören
  • Gutes Ergebnis
  • Günstig und gut
  • Für Gebäude mit Anbau sehr gut, da er mit anderen vernetzt werden kann
  • Sehr laut und Batterien wechselbar
  • Günstig
  • Schnelles Reagieren bei Rauch
  • Schnelle Inbetriebnahme
  • Abschaltung bei Fehlalarm durch Knopfdruck
  • Sehr robust
  • Schnelle Reaktion beim Rauchtest
  • Relativ robust und gut verständliche Anleitung
  • Sehr stabil
  • Melder reagiert schnell
  • Sehr robust
  • Gut beim Rauchtest reagiert
  • Robustes Gerät
  • Reagiert schnell
  • Gute Lautstärke und Rauchmessung
Contra
  • Wenig Sonderfunktionen
  • Leiser als unser Testsieger
  • Mitgelieferte Schrauben und Dübel sind von schlechter Qualität
  • Sehr teuer
  • Inbetriebnahme ist etwas kniffelig
  • Geringe Lautstärke
  • Melder löst vergleichsweise schwer aus
  • Lautstärke war nur mittelmäßig
  • Lautstärke könnte besser sein
  • Betriebstemperaturen sind sehr eng gefasst
  • Beim Rauchtest reagierte er nicht sehr schnell
  • Keine gute Lautstärke
  • Keine Sonderfunktionen
  • Befestigungsmaterial könnte besser sein
  • Batterielebensdauer nicht so lange
  • Betriebstemperaturen niedrig
  • Inbetriebnahme könnte schneller gehen
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

Technische Daten   Technische Daten anzeigen

So haben wir getestet

Wir haben für den Test 12 foto-optische Rauchmelder mit einer Preisspanne von 8 bis 25 Euro ausgewählt, außerdem zwei Funkmelder und einen Rauchmelder mit der Möglichkeit, den Status über eine Smartphone-App auszulesen. Unsere Testgeräte im Überblick:

Testkriterien

Bei unserem ausführlichen Test haben wir die Rauchmelder anhand einer Vielzahl von Kriterien unter die Lupe genommen.

Installation

Busch-Jaeger 6834-84 Grundplatte mit Feinjustierung
Busch-Jaeger 6834-84 Grundplatte mit Feinjustierung

Nach gewissenhafter Standortwahl und Markierung der Position sollte Auspacken, Ausrichten, Anschrauben und Aktivieren nicht länger als 10 Minuten dauern. Doch schnell rutscht der Schraubendreher an minderwertigen Schrauben ab, die Dübel sind zu kurz oder das Gerät sitzt schief, weil es nicht mehr an der Decke feinjustiert werden kann.

Busch-Jaeger ProfessionalLine, Ei Electronics Ei650 und Ei650w sowie Hekatron Genius H und Plus X verfügen über qualitativ hochwertige Schrauben und Dübel. Leider ist die Fixierung, also eine Demontage-Sperre, bei Hekatron nur mit einer separat käuflichen magnetischen Plombe möglich. Der Testsieger Busch-Jaeger kann dagegen mit einer Fixier-Schraube gesichert werden.

Klebe-Pads sind die Ausnahme, nur bei Hekatron Genius H werden welche mitgeliefert, beim App-Modell Hekatron Genius Plus X hingegen nicht. Beide Hekatron-Modelle haben aber zumindest eine Fixier-Klebstelle. Mit ihr kann die Befestigungsplatte für das Bohren bzw. Anzeichnen an der Decke fixiert werden.

Gut bewertet haben wir Melder, die sowohl auf der Verpackung als auch in der Anleitung auf geeignete Standorte hinweisen. Zudem haben alle Modelle sowohl eine kurze als auch eine ausführliche Anleitung.

Etwas missmutig gestimmt waren wir durch die knappe und nicht eindeutige Anleitung des Funkmodells Mumbi RMF150: Die Kopplung der vier Melder gelang uns erst nach Ansicht eines Videos auf YouTube.

Sonderfunktionen

Die Melder Ei Electronics Ei650W und Mumbi RMF150-4 können sich per Funk koppeln.

Hekatron Genius H: Mit LED Nacht-Dimmung
Hekatron Genius H: Mit LED Nacht-Dimmung

Das Hekatron Genius H besitzt mit Hilfe einer integrierten Echtzeituhr eine nächtliche Dimmfunktion der Bereitschafts-LED zwischen 22 und 06 Uhr.

Nur der Hekatron Genius Plus kann per App verwaltet und ausgelesen werden, aber nicht per Funk, sondern mit speziellen Tönen, die die App versteht. So können Melder mit niedrigem Batteriestand leicht identifiziert werden.

Rauch

Hager TG600AL Standard Q: Rauchtest nicht bestanden
Hager TG600AL Standard Q: Erst nach 30 Sekunden in dieser Entfernung wurde Alarm ausgelöst. Der Melder ist da schon stark eingerußt.

Ein Rauchmelder sollte zügig anschlagen, wenn Rauchpartikel in der Luft vorkommen. Dass das nicht bei allen Rauchmeldern zuverlässig funktioniert, hat uns überrascht: Drei Geräte im Test ließen sich selbst bei stark rußigem Qualm in unmittelbarer Nähe nicht so schnell aus der Ruhe bringen.

Selbst wenn die Brandquelle aus Holz und Öl nur 40 bis 50 Zentimeter unter den Melder gehalten wurde und der Ruß ihn schon schwärzte, brauchte der Hager TG600AL Standard Q gut 30 Sekunden und zwei Anläufe, um Alarm zu schlagen. Sogar unser in zwei Meter Entfernung sitzende Devolo Rauchmelder der Werkstatt schlug da bereits an. Aus diesem Grund können wir das ansonsten ganz gute Hager-Modell nicht empfehlen.

Die beiden anderen schwer auslösbaren Brandmelder waren der X-Sense DS22 und der Indexa RA280Q. Sie waren zwar mit Abstand nicht so träge wie der Hager Standard Q, bei ihnen kommt aber erschwerend eine geringe Lautstärke hinzu.

Wenn Melder bei den lebenswichtigen Kriterien wie Rauch und Alarm-Lautstärke nicht zufriedenstellend funktionieren, können wir sie nicht empfehlen.

Lautstärke

Für den Test haben wir in drei Metern Entfernung ein Messmikrofon aufgestellt und einen echten Alarm durch Rauch ausgelöst. Das Test-Signal einiger Melder ist nicht identisch mit dem Warn-Signal, weshalb nur ein echter Rauchalarm für die Messung aufschlussreich sein konnte.

Die Lautstärke aller Rauchmelder ist mit 85 dB(A) angegeben. Unterschiedlich davon ist die Lautstärke in Sone. Die entspricht eher dem menschlichen Gehör, weshalb die höchste Sone-Messung den lautesten Melder kennzeichnet.

Zuerst einmal konnten wir schon per Gehör feststellen: Es gibt ziemlich leise Melder, aber auch sehr laute. Acht Geräte schafften noch nicht einmal die 85-Dezibel-Marke. Die schwächste Kür vollzog hier das Kidde Q2 10Y29 mit krächzenden 75 dB(A) und nur 16 Sone. Zum Vergleich: Der Testsieger Busch-Jaeger ProfessionalLine lärmt mit 93 dB(A) und 58 Sone.

Auch den beliebten Ei Electronics Ei650 können wir bei der Lautstärke nicht loben, der Melder schaffte nur 80 dB(A) und 23 Sone. Ebenfalls zu leise: Indexa RA280Q (10503) und X-Sense DS32. Beide liegen mit 80/78 Dezibel und 22/24 Sone auf gleichem, niedrigen Niveau. Für uns zu leise.

Manuelle Abschaltung bei Fehlalarm

Einige Rauchmelder lassen sich bei einem Fehlalarm nicht per Knopfdruck stumm schalten. Darunter waren Kidde Q2 10Y29, Smartwares RM149, X-Sense DS22, Indexa RA280Q, Mumbi RMF150 – und leider auch unser Testsieger Busch-Jaeger ProfessionalLine.

Rauchmelderpflicht: Was gilt wann wo?

Ab 2017 sind Rauchmelder in ganz Deutschland Pflicht. Das gilt nicht nur für Neubauten, auch bestehende Häuser und Wohnungen müssen mit Rauchmeldern nachgerüstet werden. Allerdings gibt es in jedem Bundesland unterschiedliche Übergangsfristen, bis zu denen der Einbau in Bestandsbauten erfolgt sein muss.

In Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Schleswig Holstein und anderen Bundesländern sind Rauchmelder jetzt schon in allen Wohnungen Pflicht, in Nordrhein-Westfalen und dem Saarland ist die Nachrüstung ab Ende diesen Jahres vorgeschrieben. In Bayern hat man noch ein Jahr länger Zeit, in Thüringen zwei und in Berlin und Brandenburg kann man sich bis Ende 2020 Zeit lassen. Eine genaue Aufstellung über alle Bundesländer finden Sie hier.

Rauchmelderpflicht - Übersicht nach Bundesländern
In den grün gekennzeichneten Ländern sind Rauchmelder bereits in allen Wohnungen Pflicht, die grauen folgen noch.

Doch früher oder später müssen in allen Häusern und Wohnungen in Deutschland Rauchmelder installiert sein. Und das ist auch gut so, denn in Deutschland sterben jedes Jahr bei rund 200.000 Wohnungsbränden mehr als 400 Menschen, ein Drittel davon Kinder. Und 95 Prozent der Brandopfer sterben an einer Rauchvergiftung.

Für den Einbau von Rauchmeldern sind grundsätzlich die Wohnungs-Eigentümer verantwortlich, für die Betriebsbereitschaft je nach Bundesland verschieden dagegen entweder die Bewohner oder der Eigentümer.

Geregelt ist auch, wo im Haus oder der Wohnung Rauchmelder installiert sein müssen, nämlich in Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluren bzw. Fluchtwegen.

Was für Rauchmelder gibt es?

Foto-optische Rauchmelder sind in Deutschland am weitesten verbreitet. Das Prinzip: In einer lichtgeschützten Kammer sendet eine Diode fortwährend einen Infrarotstrahl auf eine Fotodiode, die durch Infrarotlicht leitend gemacht wird. Solange der Infrarotstrahl nicht durch Rauchpartikel gebrochen wird, bleibt der Rauchmelder stumm. Unterbrechen Rauchpartikel dagegen den Lichtstrahl, wird der Alarm ausgelöst.

Thermo-optische Rauchmelder, auch Rauch/Hitze-Melder genannt, kombinieren das foto-optische Prinzip noch mit einem Detektor für die Raumtemperatur. Der einfache Rauchmelder kann nämlich nicht zwischen ungefährlichem Wasserdampf aus der Küche und echtem Qualm mit Kohlenmonoxid-Anteil unterscheiden.

Der Rauch/Hitze-Melder enthält einen Heißleiter aus elektrisch leitendem Material, das bei hohen Temperaturen Strom besser leitet. Daneben gibt es noch einen Vergleichsheißleiter, der als Referenz dient, wenn die Temperatur zu schnell ansteigt. Der thermo-optische Rauchmelder schlägt also nur Alarm, wenn die Bedingungen Rauch und schneller Temperaturanstieg gegeben sind.

Dieses Bauprinzip ist allerdings für die meisten Brandursachen in Wohngebäuden völlig ungeeignet: Bis am Melder eine hohe Temperatur erreicht wird, können die Bewohner schon längst vom Qualm erstickt sein. Diese Melder-Variante eignet sich also ausschließlich für Räume, in denen regelmäßig Wasserdampf oder Staub auftreten, die sonst zu Fehlalarm führen, als in vor allem in der Küche.

Einen foto-optischen Rauchmelder ersetzen thermo-optische Rauchmelder also nicht. In Schlafzimmern und dem Flur sollte man auf jeden Fall foto-optische Rauchmelder installieren.

Vernetzt oder Stand-Alone?

Die meisten Rauchmelder arbeiten unabhängig von anderen installierten Rauchmeldern. Wenn im Heizungskeller ein Brand entsteht, schlägt der Rauchmelder im Keller Alarm, die anderen im Haus aber nicht.

Im schlimmsten Fall überhört man diesen Alarm und das Feuer kann sich so lange im Haus ausbreiten, bis die anderen Rauchmelder Alarm schlagen.

Auch bei der Funktionprüfung, die man regelmäßig durchführen sollte, müssen Stand-alone Rauchmelder einzeln überprüft werden.

Sind Funkrauchmelder miteinander gekoppelt, schlägt auch der Melder im Dachgeschoß an, wenn im Keller Rauch detektiert wird. Eigentümer von mehrgeschossigen Objekten oder Grundstücke mit mehreren Gebäuden sollten daher über Funkmelder nachdenken bzw. Funk und Stand-Alone kombinieren. Nachteil: vernetzte Funkmelder sind wesentlich teurer als Stand-alone Rauchmelder.

Wir haben als vernetzte Rauchmelder den Mumbi RMF150-4 (4 Melder) und den Ei Electronics Ei650W (2 Melder) in den Test genommen. Sie sind eine gute Option für große Häuser oder für kleinere Grundstücke mit mehreren Gebäuden. Funkmodule sind optional auch für den Busch-Jaeger ProfessionalLine erhältlich.

Ei Electronics Ei650W: Funkmodul
Ei Electronics Ei650W: Einsetzen des Funkmoduls

Der Ei Electronics Ei650W kann auch ohne Funkmodul betrieben und bei Bedarf nachgerüstet oder gleich als Bundle gekauft werden. Wichtig: Das einfache Ei Electronics Ei650 unterstützt das Funkmodul nicht.

Eine Sonderfunktion ist die kabelgebundene Vernetzung: Dabei werden Melder mit einem dünnen Kabel verbunden. Sie schlagen wie bei der Funkvernetzung im Brandfall zur gleichen Zeit an.

Diese Option ist allerdings ein seltener Spezialfall, den nur der Busch-Jaeger ProfessionalLine bietet, möglicherweise auch der baugleiche Ei Electronics Ei650. Wir konnten jedoch nicht überprüfen, ob diese Funktion tatsächlich unterstützt wird, die Anschlüsse für die Verkabelung sind zumindest vorhanden.

Auf was man beim Kauf achten muss

Rauchmelder gibt es zu Preisen von 5 bis 30 Euro. Taugen die günstigen Modelle für den Zweck? Oder sollte man sein Leben lieber der Mittel- oder Oberklasse anvertrauen? Wir sagen Ihnen, auf was Sie beim Kauf achten müssen.

Batterien

Detektoren mit fest eingebauten 10-Jahres-Batterien sind die Regel, Rauchmelder mit auswechselbaren Batterien die Ausnahme.

Modelle mit fest eingebauter Batterie müssen komplett ausgetauscht werden, wenn die Batterie leer ist. Der komplette Austausch der Rauchmelder ist nach Aussage der Hersteller technisch notwendig, denn die Messkammer verschmutzt mit der Zeit, so dass nach 10 Jahren ein zuverlässiger Betrieb nicht mehr gewährt ist.

Ob das tatsächlich so ist oder die Hersteller die Geräte lieber mit begrenzter Lebensdauer bauen, damit sie am laufenden Band Geräte verkaufen können, sei dahingestellt. Klar ist, dass die Rauchmelder-Pflicht in Deutschland ein Millionengeschäft ist – und der komplette Austausch von Rauchmeldern viel Müll produziert. Daher finden wir die Möglichkeit zum Batteriewechsel grundsätzlich positiv.

mumbi RMF150-4: Der Funk-Melder mit wechselbaren Batterien soll 5 Jahre durchhalten
Mumbi RMF150-4: Funk-Melder mit wechselbaren Batterien. Die Zellen sollen 5 Jahre durchhalten.

Die Hersteller geben bei der Lebensdauer einer Batterie 10, 5, 3 oder 2 Jahre an. Zehn Jahre sind aber offenbar nur mit fest eingebauten Lithium-Batterien möglich. Es gibt jedoch Ausnahmen, bei denen die mitgelieferte 2-Jahres-Alkali-Batterie gegen eine 10-Jahres-Lithium-Batterie getauscht werden kann. Dies ist bei unserem Testsieger der Fall.

Melder für Wohngebäude sind für Temperaturen zwischen +5 und +40 Grad ausgelegt. Spezielle Einsatzgebiete wie etwa die Garage oder eine Scheune erfordern Rauchmelder, die auch bei Extremtemperaturen zuverlässig arbeiten. Wegen ihrer besonders breiten Betriebstemperatur von -10 bis + 60 Grad Celsius eignen sich für solche Orte der Ei Electronics Ei650/Ei650W Funk, Hekatron Genius H/Plus X, Hager TG600AL Standard Q, Detectomat HDv sensys sowie unser Testsieger Busch-Jaeger ProfessionalLine.

Installation und Wartung

Vor dem Kauf erfährt man über die mitgelieferten Befestigungs-Sets vom Hersteller in der Regel so gut wie nichts. Das ist schade, denn es kommt ja sehr darauf an, wie einfach sich ein Rauchmelder installieren lässt.

Prinzipiell gilt: Hersteller legen meist minderwertige Holzschrauben und Dübel für Beton bei. Daher empfiehlt sich bei einer abgehängten Gipskarton-Decke eine Packung Gipsplatten-Dübel inklusive passender Schrauben. Nur so gelingt hier eine solide Verankerung.

Hekatron Genius H: Mit LED Nacht-Dimmung
Hekatron Genius H: Mit LED Nacht-Dimmung & Klebe-Pad

Wenn man sich das Bohren sparen will, kann man mit Klebe-Pads arbeiten. Aber Achtung: Nicht alle Rauchmelder besitzen eine runde Grundplatte, die auch eine homogene Fläche hat. Der Hager Standard Q besitzt zum Beispiel eine kleine punktuelle Befestigung, der X-Sense DS22 einen Ring. Bei beiden bekommt man mit Klebepads Probleme.

In der Regel haben die Detektoren keine Fixierung oder kleine Plastik-Bolzen bzw. Riegel, die bei Entnahme mit einem Schraubendreher gedrückt werden müssten. Auch magnetische Plomben oder Schrauben sind selten.

X-Sense DS22: Plastik-Bolzen schwer
X-Sense DS22: Plastik-Bolzen schwer zu entfernen für Demontage

Wichtig für die Installation ist ausreichend Zeit. Wenn man ein Wohnhaus mit sechs bis acht Meldern bestückt, sollte man zwei bis drei Stunden Arbeitsaufwand einplanen. Die meiste Zeit geht dabei für die Auswahl geeigneter Standorte und gegebenenfalls fürs Bohren drauf.

Rauchmelder sollten regelmäßig mit dem Test-Knopf auf ihre Funktion überprüft werden. Je nach Modell kann das empfohlene Wartungs-Intervall wöchentlich, monatlich oder vierteljährlich sein. Zusätzlich empfehlen die Hersteller ein regelmäßiges Absaugen der Geräte-Öffnungen mit dem Staubsauger.

Mit einer App den Überblick behalten

Wer viele Melder in Betrieb nimmt und deren Zustand kontrollieren will, ist mit Funkmeldern aus dem Smart-Home-Bereich bestens aufgehoben – oder mit dem Hekatron Genius Plus, der ist nämlich per App direkt vom Smartphone auslesbar (kein WLAN).

Die Kommunikation zwischen Rauchmelder und Smartphone erfolgt akustisch über spezielle Töne, die von der App interpretiert werden. So können Verschmutzungsgrad und Batteriestand ausgelesen werden, ohne dass man auf eine Leiter kraxeln muss. Allerdings muss man sich direkt sich unter dem Melder befinden, ein Auslesen aus der Ferne ist nicht möglich.

Die App ist für Privatnutzer eher weniger interessant, eignet sich aber für Vermieter oder Facility-Manager, die eine ganze Flotte von Rauchmeldern an verschiedenen Standorten einsetzen.

Weitere Kaufkriterien

Die folgenden Punkte sollten ebenfalls in die Kaufentscheidung mit einbezogen werden:

  • Bei einer großen Immobilie mit vielen Zwischenwänden empfiehlt sich eine gekoppelte Lösung, nicht zuletzt, weil viele Melder gar nicht an den 85 dB(A)-Standard bei der Lautstärke herankommen.
  • Die meisten Melder haben eine blinkende Bereitschafts-LED, die alle 60 oder 120 Sekunden aufleuchtet. Das kann vor allem in Schlaf- oder Wohnzimmern störend sein.
  • Beim Kauf sollte auf eine Stummschaltungs-Funktion geachtet werden: So kann ein Alarm beim Kochen vermieden werden, indem vorher der Test-Knopf einmal gedrückt wird. Die meisten Geräte im Test haben diese Funktion, so auch unser Testsieger von Busch-Jaeger.
  • Kommt es zu einem Fehlalarm möchte man den Alarm möglichst schnell ausschalten können – ggf. mit einem Besenstil. Fast alle Geräte beherrschen diese Deaktivierung bei Alarm, aber eben nur fast alle.

Busch-Jaeger ProfessionalLine (6834-84)

Testsieger: Busch-Jaeger ProfessionalLine

Der Busch-Jaeger ProfessionalLine hat in allen wichtigen Disziplinen am besten abgeschnitten, zum Teil sogar deutlich.

Den Rauch-Test absolviert der Busch-Jaeger mit Bravour: In weniger als 10 Sekunden wird Alarm ausgelöst. Und der hat es in sich: Kein anderer Melder in diesem Test kommt an die Lautstärke des Busch-Jaeger heran, nicht einmal der von der Konstruktion her baugleiche Ei Electronics Ei650 ist so laut.

Testsieger

Busch-Jaeger ProfessionalLine

Test: Rauchmelder – Testsieger Busch-Jaeger ProfessionalLine Rauchmelder
Diesen Alarm hört man garantiert – er war der lauteste im Test und liefert hochwertiges Befestigungsmaterial mit.

Für alle Brandmelder dieses Tests benötigt man kein Vorwissen für die Installation. Etwas Übung im Umgang mit dem Akku-Schrauber und dem Zollstock kann aber nicht schaden, wenn der Melder dann mittig im Flur und schön ausgerichtet an der Decke hängen soll. Gute Schrauben und Dübel sowie eine justierbare Bodenplatte sind für diesen Zweck sehr hilfreich, und genau das bringt der Busch-Jaeger mit. Die Anleitung ist übersichtlich und zeigt Skizzen für ideale und schlechte Anbringungsorte. Das kann auch die Werkstatt oder die Scheune sein, denn die Betriebstemperaturen beginnen bei -10 Grad Celsius und enden bei +60 Grad – ein weiteres Plus für unseren Testsieger.

Der Rauchmelder von Busch-Jaeger ist bereits für eine kabelgebundene Vernetzung vorbereitet – das macht aber in der Regel nur bei Neubauten Sinn, denn wer will schon Kabel durchs ganze Haus ziehen? Aber auch Funkmodule für die drahtlose Vernetzung der Rauchmelder sind optional für den Busch-Jaeger erhältlich.

Die einzige Schattenseite: Eine Abschaltung ist bei Fehlalarm nicht durch Knopfdruck möglich. Stattdessen geht der Alarm nach 20 Sekunden von alleine aus, wenn kein Rauch mehr im Rauchmelder ist. Das ist also einerseits praktisch – kann aber bei der Lautstärke des Busch-Jaeger auch nervenaufreibend sein. Zur Not hilft nur eins: Batterie herausnehmen.

Eine vorsorgliche Stummschaltung für 10 Minuten ist dagegen möglich – und sinnvoll, wenn man weiß, dass es beim Kochen gleich qualmen wird. Doch diese Funktion haben die meisten Melder.

Busch-Jaeger mit 9-Volt-Block Alkali
Busch-Jaeger ProfessionlLine mit 9-Volt-Block Alkali: 2 Jahre Laufzeit.

Die Lebensdauer des Busch-Jaeger ProfessionalLine liegt bei zehn Jahren. Sehr gut: Seitlich auf dem Gehäuse ist das Ablaufjahr aufgedruckt. Wer weiß schon nach 8 Jahren, wann jeder der 6 Melder im Haus installierte wurde?

Sinnvoll ist in unseren Augen der Betrieb mit einer auswechselbaren Batterie (9-Volt-Block). So muss bei vorzeitiger Entleerung nicht das ganze Gerät entsorgt werden. Wir empfehlen, nach der ersten Batterie-Entleerung den einfachen Alkali-Block durch eine hochwertigere Lithium-Zelle mit längerer Laufzeit zu ersetzen.

Alternativen

Komfort-Alternative

Hekatron Genius H

Test Rauchmelder: Hekatron Hekatron Genius H
Keine blinkende LED zur Nachtzeit und sehr gutes Befestigungsmaterial.
Amazon€ 20,90
rauchmeldershop-online.de€ 25,94
Conrad.de€ 27,94

von 29 Lesern gekauft

Was bedeutet Komfort bei einem Rauchmelder? Er muss über eine Vor-Alarm-Stummschaltung verfügen und im besten Fall auch bei einem Fehl-Alarm durch Knopfdruck stummgeschalten werden können.

Der Hekatron Genius H setzt jetzt noch einen drauf: Mit einer Echtzeituhr wird die Betriebs-LED in der Zeit von 22 bis 06 Uhr gedimmt. Somit stört keine blinkende LED im Schlafzimmer.

Außerdem ist die LED so konstruiert, dass sie in Richtung Eingangstür leuchtet. Auf der Befestigungsplatte sind entsprechende Markierungen für die Ausrichtung aufgedruckt.

Damit ist der Hekatron Genius H fast ebenso gut wie unser Testsieger – nur bei der Lautstärke kann er nicht ganz mithalten. Doch der Genius H ist ebenfalls alles andere als leise und daher auf jeden Fall eine Empfehlung wert.

Gut & günstig

X-Sense SD10M

Test Rauchmelder: X-Sense SD10M
Hat eine gute Lautstärke, löst schnell aus und lässt sich bei Fehlalarm abschalten.

Keine Preise gefunden.

Die günstigen Melder von 8 bis 17 Euro können dem Testsieger Busch-Jaeger nicht das Wasser reichen. Das Befestigungsmaterial ist schlecht, Feinjustierung beim Anschrauben ist teilweise nicht möglich, und die Lautstärke ist zu gering.

Andere Melder lösen stark verzögert aus und brauchen bis zu 30 Sekunden, selbst bei starker Rauchentwicklung in direkter Nähe.

Keinen solchen Fauxpas leistet sich der X-Sense SD10M, er war der beste günstige Rauchmelder im Test.

Schrauben und Dübel sind zwar nicht erster Güte, die Rauch- und Lautstärke-Tests absolvierte er aber mit brauchbaren Ergebnissen. Außerdem ist eine Abschaltung bei Fehlalarm durch Knopfdruck möglich.

Unter dem Namen X-Sense CC03M gibt es das Gerät auch als kombinierten Hitze- und Rauchmelder zum Einsatz in der Küche.

Vernetzt

Ei Electronics Ei650W

Test Rauchmelder: Ei Electronics Ei650W
Bis -10° Celsius einsetzbar, Fehlalarm abschaltbar, aber nicht sehr laut.

Für Besitzer von großen, mehrstöckigen Häusern oder Anwesen mit Nebengebäuden sind vernetzte, gekoppelte Rauchmelder interessant. Die Anschaffung ist jedoch ungleich teurer.

Der Ei650W schnitt im Test noch besser ab als unser Testsieger Busch-Jaeger. Ein einzelner Ei Electronics Ei650W inklusive Funkmodul kostet allerdings um die 80 Euro, zwei Geräte werden mindestens benötigt. Die Ausrüstung eines ganzen Objektes kostet so schnell mal 400 bis 600 Euro.

Wir empfehlen daher die Kombination aus unserem Testsieger Busch-Jaeger ProfessionalLine und zwei bis vier gekoppelten Ei Electronics Ei650W. Wenn es im Nebengebäude raucht, wird das durch mindestens einen Funk-Melder im Wohnhaus angezeigt.

Vorbildliche Befestigung, ausführliche Anleitung, Betriebstemperatur ab -10 Grad Celsius und Fehlalarm durch Knopfdruck abschaltbar.

Dennoch hat der Ei650W eine Schwachstelle: Wie beim einfachen Ei Electronics Ei650 ist der Alarmton relativ leise, er liegt mit 81 Dezibel unter der 85 dB(A) Norm (25 Sone).

Außerdem getestet

Mumbi RMF150-4

Test Rauchmelder: Mumbi RMF150-4
Starke Lautstärke, Batterien wechselbar und für einen Funkmelder günstig.
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von 18 Lesern gekauft

Mit dem mächtig lärmenden Mumbi RMF150-4 Paket gibt es vier Funkmelder mit auswechselbaren Batterien für gerade mal 80 Euro.

Die Inbetriebnahme dauerte allerdings etwas länger, erst mit einem YouTube-Video des Herstellers gelang uns die Kopplung. Leider wollte dann auch nicht gleich jeder Melder mitspielen, was ein nerviges Prozedere nach sich zog: Batterien herausnehmen, 3 Minuten warten, wieder Einsetzen, Verlinkung neu starten.

Ist aber einmal alles verbunden, macht ein einzelner Mumbi RMF150 fast so viel Krach wie unser Testsieger von Busch-Jaeger. Außerdem kann man auch hier die Batterien wechseln.

Eine Komfortfunktion fehlt allerdings: Ein Fehlalarm kann nicht mittels Knopfdruck stumm geschalten werden. Die Sirene geht erst nach 30 Sekunden aus, sofern kein Rauch mehr in der Messkammer ist.

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