Der beste Rauchmelder

Busch-Jaeger ProfessionalLine (6834-84)

Der beste Rauchmelder ist der Busch-Jaeger ProfessionalLine. Er ist schnell installiert, reagiert zügig und ist mit Abstand der lauteste im Test. Er hat eine Stummschaltung bei ungefährlichen Kochdünsten und das Befestigungsmaterial ist das hochwertigste im Test. Eine auswechselbare Batterie sorgt für eine lange Betriebsdauer.

Rauchmelderpflicht: Was gilt wann wo?

Ab 2017 sind Rauchmelder in ganz Deutschland Pflicht. Das gilt nicht nur für Neubauten, auch bestehende Häuser und Wohnungen müssen mit Rauchmeldern nachgerüstet werden. Allerdings gibt es in jedem Bundesland unterschiedliche Übergangsfristen, bis zu denen der Einbau in Bestandsbauten erfolgt sein muss.

In Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Schleswig Holstein und anderen Bundesländern sind Rauchmelder jetzt schon in allen Wohnungen Pflicht, in Nordrhein-Westfalen und dem Saarland ist die Nachrüstung ab Ende diesen Jahres vorgeschrieben. In Bayern hat man noch ein Jahr länger Zeit, in Thüringen zwei und in Berlin und Brandenburg kann man sich bis Ende 2020 Zeit lassen. Eine genaue Aufstellung über alle Bundesländer finden Sie hier.

Rauchmelderpflicht - Übersicht nach Bundesländern
In den grün gekennzeichneten Ländern sind Rauchmelder bereits in allen Wohnungen Pflicht, die grauen folgen noch.

Doch früher oder später müssen in allen Häusern und Wohnungen in Deutschland Rauchmelder installiert sein. Und das ist auch gut so, denn in Deutschland sterben jedes Jahr bei rund 200.000 Wohnungsbränden mehr als 400 Menschen, ein Drittel davon Kinder. Und 95 Prozent der Brandopfer sterben an einer Rauchvergiftung.

Für den Einbau von Rauchmeldern sind grundsätzlich die Wohnungs-Eigentümer verantwortlich, für die Betriebsbereitschaft je nach Bundesland verschieden dagegen entweder die Bewohner oder der Eigentümer.

Geregelt ist auch, wo im Haus oder der Wohnung Rauchmelder installiert sein müssen, nämlich in Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluren bzw. Fluchtwegen.

Was für Rauchmelder gibt es?

Foto-optische Rauchmelder sind in Deutschland am weitesten verbreitet. Das Prinzip: In einer lichtgeschützten Kammer sendet eine Diode fortwährend einen Infrarotstrahl auf eine Fotodiode, die durch Infrarotlicht leitend gemacht wird. Solange der Infrarotstrahl nicht durch Rauchpartikel gebrochen wird, bleibt der Rauchmelder stumm. Unterbrechen Rauchpartikel dagegen den Lichtstrahl, wird der Alarm ausgelöst.

Thermo-optische Rauchmelder, auch Rauch/Hitze-Melder genannt, kombinieren das foto-optische Prinzip noch mit einem Detektor für die Raumtemperatur. Der einfache Rauchmelder kann nämlich nicht zwischen ungefährlichem Wasserdampf aus der Küche und echtem Qualm mit Kohlenmonoxid-Anteil unterscheiden.

Der Rauch/Hitze-Melder enthält einen Heißleiter aus elektrisch leitendem Material, das bei hohen Temperaturen Strom besser leitet. Daneben gibt es noch einen Vergleichsheißleiter, der als Referenz dient, wenn die Temperatur zu schnell ansteigt. Der thermo-optische Rauchmelder schlägt also nur Alarm, wenn die Bedingungen Rauch und schneller Temperaturanstieg gegeben sind.

Dieses Bauprinzip ist allerdings für die meisten Brandursachen in Wohngebäuden völlig ungeeignet: Bis am Melder eine hohe Temperatur erreicht wird, können die Bewohner schon längst vom Qualm erstickt sein. Diese Melder-Variante eignet sich also ausschließlich für Räume, in denen regelmäßig Wasserdampf oder Staub auftreten, die sonst zu Fehlalarm führen, als in vor allem in der Küche.

Einen foto-optischen Rauchmelder ersetzen thermo-optische Rauchmelder also nicht. In Schlafzimmern und dem Flur sollte man auf jeden Fall foto-optische Rauchmelder installieren.

Vernetzt oder Stand-Alone?

Die meisten Rauchmelder arbeiten unabhängig von anderen installierten Rauchmeldern. Wenn im Heizungskeller ein Brand entsteht, schlägt der Rauchmelder im Keller Alarm, die anderen im Haus aber nicht.

Im schlimmsten Fall überhört man diesen Alarm und das Feuer kann sich so lange im Haus ausbreiten, bis die anderen Rauchmelder Alarm schlagen.

Auch bei der Funktionprüfung, die man regelmäßig durchführen sollte, müssen Stand-alone Rauchmelder einzeln überprüft werden.

Sind Funkrauchmelder miteinander gekoppelt, schlägt auch der Melder im Dachgeschoß an, wenn im Keller Rauch detektiert wird. Eigentümer von mehrgeschossigen Objekten oder Grundstücke mit mehreren Gebäuden sollten daher über Funkmelder nachdenken bzw. Funk und Stand-Alone kombinieren. Nachteil: vernetzte Funkmelder sind wesentlich teurer als Stand-alone Rauchmelder.

Wir haben als vernetzte Rauchmelder den Mumbi RMF150-4 (4 Melder) und den Ei Electronics Ei650W (2 Melder) in den Test genommen. Sie sind eine gute Option für große Häuser oder für kleinere Grundstücke mit mehreren Gebäuden. Funkmodule sind optional auch für den Busch-Jaeger ProfessionalLine erhältlich.

Ei Electronics Ei650W: Funkmodul
Ei Electronics Ei650W: Einsetzen des Funkmoduls

Der Ei Electronics Ei650W kann auch ohne Funkmodul betrieben und bei Bedarf nachgerüstet oder gleich als Bundle gekauft werden. Wichtig: Das einfache Ei Electronics Ei650 unterstützt das Funkmodul nicht.

Eine Sonderfunktion ist die kabelgebundene Vernetzung: Dabei werden Melder mit einem dünnen Kabel verbunden. Sie schlagen wie bei der Funkvernetzung im Brandfall zur gleichen Zeit an.

Diese Option ist allerdings ein seltener Spezialfall, den nur der Busch-Jaeger ProfessionalLine bietet, möglicherweise auch der baugleiche Ei Electronics Ei650. Wir konnten jedoch nicht überprüfen, ob diese Funktion tatsächlich unterstützt wird, die Anschlüsse für die Verkabelung sind zumindest vorhanden.

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Busch-Jaeger BJ 6834-84 Preisvergleich

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