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Der beste Rollentrainer

Wir haben 9 Rollen- und Smarttrainer getestet. Der beste ist für uns der Kickr Core Smart Trainer. Er überzeugt mit toller Verarbeitung und beeindruckender Standfestigkeit und bietet umfassende Trainingsmöglichkeiten. Das alles gibt es zu einem zwar hohen, aber unterm Strich fairen Preis. Doch auch andere Rollentrainer konnten im Test überzeugen.

Arnold Zimprich
Arnold Zimprich
ist seit Kindesbeinen sportlich sehr vielseitig unterwegs. Seinen ersten Pokal stellte er sich mit 6 Jahren in den Schrank, seitdem macht er das bayerische Voralpenland und die Gebirge Europas mit Laufschuh, Rennrad, Tourenski oder Eispickel unsicher. Er schreibt unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, Alpin, das Bergzeit Magazin und die Alpenvereins-Magazine Panorama und Bergauf.
Letztes Update: 14. Juni 2022

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

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Mit einem Rollentrainer holt man sich die Straße ins Haus und kann in der kalten Jahreszeit seine Fitness für die nächste Radelsaison halten. Wir hatten 9 Rollentrainer mit Preisen zwischen 50 und rund 1000 Euro im Test und decken damit eine riesige Bandbreite an Geräten ab. Klar, dass es da gewaltige Unterschiede gibt.

Wer mit kleinem Geldbeutel trainieren will, findet bereits für unter 100 Euro anständige Geräte mit denen man gut trainieren kann. Wer bereit ist, deutlich mehr auszugeben, steigt dafür auch in einen Trainingskosmos ein, der keine Wünsche, keine Schwierigkeitsstufen und keine Herausforderungen offen lässt.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Wahoo Fitness Kickr Core

Test Rollentrainer: Wahoo Fitness Kickr Core
Klein zusammenklappbarer und verhältnismäßig leiser Rollentrainer mit guter Standfestigkeit. Bestes Preis- Leistungs-Verhältnis im Test.

Der Wahoo Kickr Core Smart Trainer ist der beste Smarttrainer im Test. Er bietet alles, was man für effektives Trainieren braucht – die 1800 Watt Trainingsleistung reichen auch für die eifrigsten Sportler aus, das 5,5 Kilogramm schwere Schwungrad sorgt für ein ausreichend realistisches Fahrgefühl. Gut hat uns die geringe Geräuschentwicklung gefallen und die Tatsache, dass sich der Smart Trainer relativ klein verstauen lässt.

Wenn Geld egal ist

Wahoo Fitness Kickr v5

Test Rollentrainer: Wahoo Kickr v5
Sehr standsicherer und laufruhiger Rollentrainer mit hohem Wattwiderstand und umfassenden Trainingsmöglichkeiten.

Ambitionierte Amateure und Profis bekommen mit dem Wahoo Kickr v5 das Nonplusultra im Smart Trainer-Bereich: 2200 Watt Leistung sind eine echte Hausnummer, der Smart Trainer neigt sich zudem zur Seite, damit man in Kombination mit dem 7 Kilogramm schweren Schwungrad ein noch realistischeres Fahrgefühl erhält. Von allen Smart Trainern im Test lässt er sich am kleinsten verstauen und ist hochwertig verarbeitet – für dieses Vergnügen muss man aber auch an die 1000 Euro in die Hand nehmen.

Nicht smart aber gut

Tacx Boost

Test Rollentrainer: Tacx Boost
Schön designter, hochwertiger und sehr standfester Rollentrainer für Sportler, die Wert auf Qualität legen.

Wer nicht allzu tief in die Tasche greifen und trotzdem anständig trainieren will, findet im Tacx Boost einen kompetenten Begleiter. Der mechanische Rollentrainer bietet für knapp 250 Euro einen festen Stand, eine einfache Handhabung, eine Fixierung für das Vorderrad und 10 Widerstandsstufen. Maximal sind 1.050 Watt Widerstand möglich, was auch ambitionierte Radfahrer auslastet – mit zusätzlichen (optionalen) Sensoren ausgestattet, mausert er sich zum Low Budget-Rollentrainer.

Vergleichstabelle

TestsiegerWahoo Fitness Kickr Core
Wenn Geld egal istWahoo Fitness Kickr v5
Nicht smart aber gutTacx Boost
Tacx Flux 2
Yaheetech Fahrrad Rollentrainer
Sportana Home Trainer
Sportneer Magnetic One
HOMCOM Roller Trainer
Test Rollentrainer: Wahoo Fitness Kickr Core
  • Umfassende Trainingsmöglichkeiten
  • Simulation von Aufstiegen
  • Leise
  • Gute Standfestigkeit
  • Gut verstaubar
  • Frei rotierendes Schwungrad
  • Teuer
Test Rollentrainer: Wahoo Kickr v5
  • Umfassende Trainingsmöglichkeiten
  • Simulation von Aufstiegen und Seitenneigung
  • Extrem laufruhig
  • Sehr leise
  • Fein justierbare Ausleger
  • Klein verstaubar
  • Frei rotierendes Schwungrad
  • Sehr teuer
Test Rollentrainer: Tacx Boost
  • Tolle Standfestigkeit
  • Wertige Verarbeitung
  • 10 Widerstandsstufen
  • Vorderrad-Fixierung im Lieferumfang
  • Eingeschränkte Trainingsmöglichkeiten
Test Rollentrainer: Tacx Flux 2
  • Schönes Design
  • Gute Standfestigkeit
  • Umfassende Trainingsmöglichkeiten
  • Automatische Simulation von Aufstiegen
  • Vorderrad-Fixierung im Lieferumfang
  • Geräuschentwicklung liegt über der Test-internen Konkurrenz
  • Nimmt viel Platz weg
  • Teuer
Test Rollentrainer: Yaheetech  Fahrrad Rollentrainer
  • Sehr preiswert
  • Einfache Handhabung
  • Vorderrad-Fixierung im Lieferumfang
  • Eingeschränkte Trainingsmöglichkeiten
Test Rollentrainer: Deuba Sportana Home Trainer
  • Einfache Handhabung
  • Preiswert
  • Vorderrad-Fixierung im Lieferumfang
  • Eingeschränkte Trainingsmöglichkeiten
Test Rollentrainer: Sportneer Magnetic One
  • Einfache Handhabung
  • Preiswert
  • Vorderrad-Fixierung im Lieferumfang
  • Eingeschränkte Trainingsmöglichkeiten
Test Rollentrainer: HOMCOM Roller Trainer
  • Sehr preisgünstig
  • Platzsparend verstaubar
  • Sehr eingeschränkte Trainingsmöglichkeiten
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Smart Trainer »Rollentheorie«

Unter Pandemiebedingungen haben Rollentrainer eine kleine – oder besser große – Renaissance erlebt. Wobei das etwas falsch ausgedrückt ist, denn im Grunde hat diese Renaissance schon früher begonnen, als vor einigen Jahren die ersten »smarten« Radtrainer auf dem Markt eingeführt wurden. Und damit sind wir schon mitten drin im Thema.

Rollentrainer ist nämlich nicht gleich Rollentrainer. Genau genommen müssen Radtrainer sogar in drei Kategorien aufgeteilt werden: Rollentrainer, freie Rollentrainer und Smart Trainer, die von Fachmagazinen auch Rollentrainer mit Direktantrieb genannt werden.

Günstige Rollentrainer

Auf der einen Seite gibt es günstige Rollentrainer zwischen 50 und 250 Euro, die aus einem Schwungrad, einem Seilzug mit »Gangschaltung« und einer Abstützung bestehen. Diese Rollentrainer funktionieren rein mechanisch – in der Regel mit einem magnetischen Widerstand, der sich stufenweise verstellen lässt. Die Bandbreite liegt dabei von sechs Gängen (bei den vier günstigeren Rollentrainern im Test) bis hin zu zehn Gängen beim Tacx Boost. Diese Kategorie Rollentrainer kommt ohne Stromanschluss aus.

Rollentrainer Test: Kesser (1)
Der Rollentrainer von Kesser eignet sich für Basistraining für wenig Geld, lässt sich aber auch zu einem einfachen »Smart Trainer« aufrüsten.

Klarer Vorteil: Man muss zur Nutzung das Hinterrad nicht aus- und die Schaltkassette nicht umbauen. Ohne sich die Finger schmutzig zu machen, wird der Hinterbau des Fahrrads direkt in den Trainer eingespannt, der Hinterradreifen liegt direkt auf der Walze des Rollentrainers auf. Sämtliche getesteten Rollentrainer lassen sich zusammenklappen und recht platzsparend aufbewahren – platzsparender als die technisch deutlich aufwändigeren Smart Trainer.

Smart Trainer

Smart Trainer, die sich per Bluetooth mit dem Smartphone koppeln lassen, haben den Markt für Radtrainer in den vergangenen Jahren revolutioniert. Mit ihnen zaubert man sich ein kleines Fitnessstudio ins heimische Wohnzimmer. Die Smart Trainer müssen natürlich ans Stromnetz angeschlossen werden – ohne Elektrizität, Bluetooth und WLAN geht hier nichts. Über Apps wie ZWIFT kann man in virtuellen Rad-Welten trainieren, der Watt-Widerstand wird automatisch geregelt – je nachdem ob es auf der virtuellen Strecke bergauf oder bergab geht.

Rollentrainer Test: Kickrv5 (6)
Der Kickr v5 ist das Spitzenmodell von Wahoo und konnte auch im Test überzeugen, kostet aber, je nach Shop, um die 1000 Euro.

Um einen Smart Trainer nutzen zu können, muss das Hinterrad ausgebaut und das Fahrrad in den Smart Trainer eingesetzt werden. Je nach Hersteller und Preisklasse befindet sich entweder eine Kassette im Lieferumfang oder man muss seine eigene Kassette auf den Smart Trainer-Freilauf montieren.

Freie Rollentrainer

Bei freien Rollentrainern – wie etwa dem von Homcom – stellt man das Rad direkt auf die Laufrollen, setzt sich drauf und radelt los – genauso, wie man es im Freien machen würde, nur dass man natürlich nicht vom Fleck kommt. Erst durch ein wenig Übung gelingt es, das Gleichgewicht zu halten – das Training auf der freien Rolle trainiert daher insbesondere den Gleichgewichtssinn und die Rumpfmuskulatur. Das ist gleichzeitig auch ein klarer Nachteil – denn man muss eben ständig das Gleichgewicht halten, da das Rad nicht im Rollentrainer fixiert ist. Außerdem kann kein wattgesteuertes Training stattfinden, was wohl der größte Nachteil der freien Rolle ist. Sie bleibt, streng genommen, ein groß geratenes »Geschicklichkeitsspielzeug«, nur bedingt kann man hier von Training im herkömmlichen Sinn sprechen.

Der Zwift-Trainingskosmos

Hat man sich die Apps des Virtual Training-Marktführers ZWIFT auf das Smartphone geladen (es sind die ZWIFT sowie die ZWIFT Companion App notwendig), kann man nach der Kopplung mit Smart Trainern virtuelle Rennrad-Welten erkunden, sich online mit anderen Rennradfahrern messen und an virtuellen Rennen teilnehmen.

Mit der Zeit erschließt sich eine faszinierende, virtuelle Trainingswelt mit ständig wechselnden Herausforderungen. Langweilig wird einem hier garantiert nicht! Mit der Zeit baut man sich seinen ZWIFT-Avatar auf, kann diesen unterschiedlich gestalten und durch virtuelle »Schweißtropfen« weitere Strecken und Challenges erschließen.

ZWIFT bietet eine tolle, virtuelle Trainingswelt

ZWIFT kann man sich wie eine riesige Radtrainings-Spielwiese vorstellen – hier kommt jeder auf seine Kosten, vom Anfänger bis zum trainingsbeflissenen Fortgeschrittenen. Ganz nebenbei: Smart Trainer lassen sich auch mit weiteren Apps nutzen – diese ausführlich zu testen, wäre jedoch ein Thema für sich.

Smart Trainer-Zubehör

Rund um Smart Trainer und Zwift hat sich ein kleiner, feiner Zubehörmarkt entwickelt. Wahoo bietet beispielsweise mit dem »Headwind« einen Gegenwindsimulator an, mit dem »Kickr Climb« lässt sich sogar die Neigung des Fahrrads analog zur Strecke verstellen. Dämpfende, schweißresistente Unterlegematten sind ebenso erhältlich wie Zwift-Radbekleidung, wodurch die virtuelle Zwift-Welt wieder in die Realität »zurückschwappt« – von Handtüchern und Schweißfängern mit Tacx- und Wahoo-Aufschrift ganz zu schweigen.

Alternative: »smarte Aufrüstung« von Rollentrainern

Es braucht nicht unbedingt den superintelligenten und teuren Smart Trainer, um virtuell zu trainieren. Genauso kann man beim Training mit einem Rollentrainer das Fahrrad mit einem Geschwindigkeitssensor (je nach Hersteller rund 50 Euro) und/oder einem Trittfrequenzsensor (z. B. von Wahoo im Set für rund 65 Euro) ausstatten und diese dann auf der Smartphone-App auslesen. Selbstverständlich kann die App dann nicht den Watt-Widerstand regeln – trotzdem bekommt man ein etwas realistischeres Fahrgefühl und kann in die virtuellen ZWIFT-Welten abtauchen.

Rollentrainer Test: Kickr Core (1)
Der Wahoo Kickr Core hat uns, was das Gesamtpaket angeht, am besten gefallen.

Testsieger: Wahoo Kickr Core

Mit dem Kickr Core hat Wahoo einen Smart Trainer am Start, der uns auf Anhieb gefallen hat. Er gehört mit rund 700 Euro zu den günstigeren Smart Trainern. Das ist zwar immer noch ein Haufen Geld – was man aber dafür bekommt, wird auch anspruchsvolle Sportler langfristig zufrieden stellen.

Testsieger
Wahoo Fitness Kickr Core
Test Rollentrainer: Wahoo Fitness Kickr Core
Klein zusammenklappbarer und verhältnismäßig leiser Rollentrainer mit guter Standfestigkeit. Bestes Preis- Leistungs-Verhältnis im Test.

Zunächst einmal überzeugt der Kickr Core durch seine beeindruckende Standfestigkeit. Da wackelt und schlingert nichts, die beiden fest montierten Querstreben sorgen für ein erstaunliches Maß an Verwindungssteifigkeit, auch wenn man in den Wiegetritt geht. Zwar lassen sich die Querstreben nicht einklappen – dafür aber der gesamte Trainer in sich zusammenlegen. Im zusammengeklappten Zustand ist der Kickr Core etwas kleiner als die testinterne Konkurrenz in Form des Tacx Flux 2.

Was ebenfalls auffiel, ist die geringe Geräuschentwicklung. Zwar ist der Kickr Core nicht ganz so leise wie der große Bruder Kickr v5, aber leiser als der Tacx Flux 2. Unserem Empfinden nach liegt das an der fehlenden »Karosserie« – der Tacx verfügt über eine Plastikabdeckung, die wie ein Klangkörper wirkt, der Wahoo kommt hingegen »nackert« daher, wie man in Bayern sagen würde. Das gut fünf Kilogramm schwere Schwungrad sorgt für ein erstaunlich realistisches Fahr-Feeling, auch wenn es nicht ganz so schwer ist wie das des Kickr v5.

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Rollentrainer Test: Kickr Core (3)
Das gut 5 Kilogramm schwere Schwungrad sorgt für ein ausreichend realistisches Trainingsgefühl.
Rollentrainer Test: Kickr Core (5)
Zwei fest montierte Querstreben sorgen für ausreichend Verwindungssteifigkeit.
Rollentrainer Test: Kickr Core (8)
Die Kraftübertragung erfolgt per Keilriemen.
Rollentrainer Test: Kickr Core (2)
Koppelt man die Zwift-App auf dem Smartphone...
Rollentrainer Test: Kickr Core (4)
...per Bluetooth mit dem Kickr Core, betritt man eine faszinierende Trainingswelt.
Rollentrainer Test: Kickr Core (6)
Wahoo Kickr Core und Kickr v5 werden mit dem gleichen Netzteil ausgeliefert.
Rollentrainer Test: Wahoo Kickr Core
Der Wahoo Kickr Core im aufgeklappten...
Rollentrainer Test: Wahoo Kickr Core
...und zusammengeklappten Zustand.

Was die Performance des Wahoo Kickr Core angeht, steht dieser dem Kickr v5 nur in wenig nach. Die maximale Wattleistung ist mit 1800 statt 2200 Watt zwar etwas geringer, Amateure werden jedoch sowieso kaum in diese Leistungssphären vorstoßen, daher ist dieser »Nachteil« vernachlässigbar. Dass er sich nicht ganz so klein zusammenklappen lässt und sich die Abstützungen nicht ganz so fein mit justierbaren Gummipuffern anpassen lassen wie beim Kickr v5, ist für Amateure ebenfalls kein großer Nachteil.

Alles in allem stimmt beim Wahoo Kickr Core das Gesamtpaket – einfache Handhabung, wenig Schnickschnack, ein (noch) fairer Preis – Radlerherz, was willst Du mehr?

Wahoo Kickr Core im Testspiegel

Der Wahoo Kickr Core konnte sich schon über zahlreiche weitere Empfehlungen freuen.

Die Tour, »Europas Rennrad-Magazin Nr. 1«, beurteilte den Wahoo Kickr Core folgendermaßen:

»Die ­Unterschiede zum großen Kickr (gemeint ist der Kickr v4, der Vorgänger des v5, Anm. d. Verf.) sind gering: Die Füße sind einfacher gehalten, ein Griff zum Tragen fehlt, und die Schwung­masse wurde von 7,2 auf 5,4 Kilogramm verringert. Im Fahren merkt man davon nicht viel. Der Kickr bietet immer noch Leistung satt, spannt das Rad fest ein und erzeugt ein gutes Tretgefühl.«

Gran Fondo, »The Most Exciting Cycling Magazine«, kürte den Kickr Core sogar zum Testsieger:

»Der KICKR CORE ist das beste Gesamtpaket in unserem Vergleichstest. Sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Zwifter ist er ein super Tool, um Spaß zu haben und effektiv zu trainieren.«

Auch den Redakteuren der Roadbike hat der Kickr Core in einem umfangreichen Test gefallen:

»Im Test überzeugte der Kickr Core vor allem durch sein sehr realistisches Fahrgefühl, das dem deutlich teureren Top-Modell Wahoo Kickr in nichts spürbar nachsteht, auch wenn das Schwungrad knappe zwei Kilo leichter geriet. Auch den etwas geringeren maximalen Widerstand von 1800 Watt im Vergleich zu den 2200 Watt des Top-Modells werden nur wenige Hobbyfahrer wirklich vermissen«

Alternativen

Zwar bietet unser Testsieger das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, doch auch andere Rollentrainer haben ihre Daseinsberechtigung. Wir haben daher noch weitere Empfehlungen, die günstiger sind oder eine noch bessere Leistung vorweisen.

Für die ganz Ambitionierten: Wahoo Kickr v5

Der Wahoo Kickr v5 ist aktuell das Maß aller Dinge, wenn es um elektrische Rollentrainer für ambitionierte Amateure und Profis geht. Der extrem leise und laufruhige Trainer ist besonders standfest und hat ein 7,3 Kilogramm schweres Schwungrad, das ein sehr realitätsnahes Training ermöglicht. Der Trainer bietet einen Widerstand von bis zu 2.200 Watt und eignet sich damit auch für Profis. Dafür muss man aber auch tiefer in die Tasche greifen – unter 900 Euro ist der Kickr v5 nicht zu haben.

Wenn Geld egal ist
Wahoo Fitness Kickr v5
Test Rollentrainer: Wahoo Kickr v5
Sehr standsicherer und laufruhiger Rollentrainer mit hohem Wattwiderstand und umfassenden Trainingsmöglichkeiten.

Wer das aktuelle Maximum an Standfestigkeit, Laufruhe und Trainingswiderstand haben möchte, kommt um Wahoos Spitzenmodell nicht herum. Mit seinen fein justierbaren AXIS Stützen, die eine seitliche Neigung von bis zu 5 Grad erlauben, der mitgelieferten Kassette und der Möglichkeit, ihn recht klein zu verstauen, ist er das Maß aller Dinge – zumindest innerhalb der im Test unter die Lupe genommenen Geräte.

Verblüfft hat uns beim Kickr v5 die kinderleichte Inbetriebnahme. Hat man sich die ZWIFT-App auf dem Smartphone installiert, erkennt diese via Bluetooth im Handumdrehen den Kickr v5, den man im Übrigen nur ans Stromnetz anschließen muss. Zwar ist die ZWIFT-Einrichtung auf dem Smartphone etwas zeitaufwändig, Digital Natives dürften jedoch nur wenig Probleme haben. Einmal in Betrieb genommen, schnurrt der Kickr v5 wie ein Kätzchen. Er ist der leiseste Radtrainer im Test.

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Rollentrainer Test: Kickrv5 (9)
Schon auf den ersten Blick sieht man dem Wahoo Kickr v5 seine Technizität an.
Rollentrainer Test: Kickrv5 (6)
Er lässt sich vergleichsweise klein zusammenfalten.
Rollentrainer Test: Kickrv5 (3)
Schöne Deteils wie die gefrästen, eloxierten Fixierknöpfe....
Rollentrainer Test: Kickrv5 (4)
... und der Tragegriff sorgen für eine einfache Handhabung.
Rollentrainer Test: Kickrv5 (5)
Das Schwungrad wiegt mehr als sieben Kilogramm - Ergebnis ist ein verblüffend realistisches Trainingsgefühl.
Rollentrainer Test: Kickrv5 (7)
Der Kickr v5 lässt sich auf verschiedene Radgrößen anpassen.
Rollentrainer Test: Kickrv5 (8)
Kein Ruckeln und kein Zuckeln: Die Abstützung des Kickr v5 ist exakt einstellbar.
Rollentrainer Test: Wahoo Fitness Kickr V5
Praktisch ist auch der graue, gummierte Tragegriff, der das Handling vereinfacht.

Lohnt es sich, so viel Geld für einen Radtrainer auszugeben? Das ist die Gretchenfrage! Wer soviel Geld zur Verfügung hat, sollte in unseren Augen zuschlagen. Die einklapp,- und neigbaren AXIS-Stützen mit ihren verstellbaren Gummifüßen sind eine tolle Sache, auch die Laufruhe des 7 kg-Schwungrads ist enorm. Das Auge isst beim Kickr v5 definitiv mit – der Smart Trainer steht einfach gut da. Auf der anderen Seite – Amateure werden die Trainingsvorteile, die der Wahoo Kickr v5 bietet, jedoch kaum ausnutzen. Für sie ist der Kickr v5 gewissermaßen Luxusspielzeug.

Verlässliche Qualität für wenig Geld: Tacx Boost

Wer einfach nur einen robusten Rollentrainer erwerben möchte, der standfest ist und effektives Training auch für Ambitionierte bietet, kommt um den Tacx Boost nicht herum. Bei dem rund 250 Euro teuren Rollentrainer hat uns schon der Lieferumfang überzeugt – Tacx legt dem Trainer eine Vorderrad-Fixierung bei, die sich im Test als recht nützlich erweist.

Nicht smart aber gut
Tacx Boost
Test Rollentrainer: Tacx Boost
Schön designter, hochwertiger und sehr standfester Rollentrainer für Sportler, die Wert auf Qualität legen.

Was uns jedoch im Vergleich zu den vier anderen, allerdings auch deutlich günstigeren Rollentrainern begeistert hat, ist das Design. Der Tacx Boost sieht einfach gut aus – man stellt ihn sich gern ins Haus. Schließlich isst das Auge auch beim Radtraining mit! Wo die anderen Test-Kandidaten etwas lieblos zusammengeschweißt daherkommen, strahlt der Boost im besten Tacx-Corporate-türkis. Schalthebel und Spannmechanismus sind leicht bedienbar, besonders gut hat uns die breite Abstützung gefallen, die im Vergleich zu den anderen getesteten Rollentrainern mit die beste Seitenstabilität bietet.

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Rollentrainer Test: Tacx Boost (2)
Der Tacx Boost ist der beste Rollentrainer im Test.
Rollentrainer Test: Tacx Boost (10)
Der stabile, verwindungssteife Aufbau ...
Rollentrainer Test: Tacx Boost (7)
... hat uns ganz besonders gut gefallen.
Rollentrainer Test: Tacx Boost (3)
Was die Bedienbarkeit des Schalthebels angeht, hebt sich der Boost positiv von der Konkurrenz ab.
Rollentrainer Test: Tacx Boost (6)
Der Spannhebel lässt sich verblüffend leichtgängig bedienen.
Rollentrainer Test: Tacx Boost (8)
Der Widerstand der Magnetbremse lässt sich 10-fach verstellen.
Rollentrainer Test: Tacx Boost (9)
Im Lieferumfang befindet sich ein eigener Schnellspanner, der auf den Spannmechanismus des Rollentrainers abgestimmt ist.
Rollentrainer Test: Tacx Boost (12)
Per Klapphebel, der mit einer Rändelschraube justiert werden kann, wird die Magnetbremse an das Hinterrad herangeführt.

Trotz seiner recht voluminösen Ausleger lässt sich der Tacx Boost recht klein zusammenfalten – zwar nicht ganz so klein wie die anderen Rollentrainer, aber immerhin. Rüstet man das Rad mit Geschwindigkeits- und Trittfrequenzsensor aus, ergibt sich ein Trainingsgefühl »fast wie bei den Großen«.

Außerdem getestet

Tacx Flux 2

Tacx verfolgt mit dem Flux 2 Smart Trainer einen etwas anderen Ansatz als Wahoo mit dem Kickr v5. Der formschöne Smart Trainer fällt zu allererst durch eine andere Gestaltung auf. Ist der Kickr v5 relativ filigran und technisch, kommt der Flux 2 – wie der Name schon sagt – recht stromlinienförmig daher.

Das 7,6 Kilogramm schwere Schwungrad sorgt für ein verblüffend realitätsnahes Fahrgefühl – womöglich das »realitätsnahste« im Test, aber hier geht es um Nuancen. Allerdings befindet es sich im Gegensatz zum Kickr v5 unter einem Plastik-»Kotflügel«, was speziell Nutzern, bei denen mal ein Kleinkind im Trainingsraum herumhüpfen könnte, besser gefallen dürfte als die schnell rotierenden, freien Schwungräder bei der Wahoo-Konkurrenz.

Dreht man mit dem Flux 2 eine größere Runde, fällt schnell auf, dass die 5 Grad Seitenneigung, die der Wahoo Kickr v5 bietet, fehlen. Zudem fällt die im Vergleich zu beiden Wahoos höhere Geräuschentwicklung auf, was wohl an der »Plastikkarosserie« liegt, die wie ein Klangkörper wirkt. Für Eigenheimbesitzer vernachlässigbar, in einer Etagenwohnung womöglich ein Nachteil.

Obwohl uns der Tacx Flux 2 Smart Trainer vom Design her gut gefallen hat, stört seine Klobigkeit ein wenig. Er findet eben nicht so schnell Platz hinter dem Schrank, was bei der Nutzung in einer kleineren Wohnung durchaus ein Argument ist. Damit hat er alles in allem ein wenig das Nachsehen und landet, wenn auch knapp, auf den Plätzen.

Yaheetech Fahrrad Rollentrainer

Der Yaheetech Rollentrainer ähnelt stark dem empfohlenen Kesser. Die Unterschiede sind wirklich marginal, die Trainer funktionieren nach dem gleichen Prinzip, haben sechs Gänge, den gleichen Spannmechanismus, den gleichen Aufbau von Magnetbremse und ein identisches Schwungrad. Hier entscheidet am Ende der Preis – und da hat Kesser die Nase vorn.

Sportana Home Trainer

Quasi identisch zum Yaheetech (und damit im Prinzip auch zum Kesser) ist der Sportana Home Trainer. Auch hier gilt also: gleicher Spannmechanismus, gleiche Magnetbremse, gleiches Schwungrad und sogar fast der gleiche Preis. Sie getrennt zu testen, macht keinen Sinn – das wäre so, als würde man die einzelnen Kekse einer Packung Butterkekse getrennt bewerten.

Sportneer Magnetic One

Der Sportneer Magnetic One ist bis auf den Aufdruck quasi identisch zum Kesser. Die einzigen Unterschiede: Beim Sportneer sind die Gang-Ziffern am Schalthebel silbern hinterlegt und der Spannhebel ist etwas komfortabler zu bedienen – diese Spitzfindigkeiten sind jedoch vernachlässigbar, da der Sportneer um einiges mehr als der Kesser kostet.

HOMCOM Roller Trainer

Die freie Rolle von Homcom ist der günstigste Trainer im Test. Das viereckige, mit drei Walzen und zwei Gummis ausgestattete Modell bietet jedoch nur sehr eingeschränkte Trainingsmöglichkeiten.

Der nur 50 Euro teure Trainer lässt sich schnell aufbauen und justieren, ein kleines Podest vereinfach den Aufstieg. Hat man die Vorderradwalze fixiert und die beiden Gummis, die die Rotation des Hinterrads bzw. der hinteren beiden Walzen auf die vordere Walze übertragen, angebracht, geht es ans zunächst etwas wackelige Aufsteigen. Ist der Balanceakt mit etwas Übung geschafft, findet man durchaus Gefallen am Radeln auf der freien Rolle – im Vergleich mit den Trainingsmöglichkeiten auf den drei getesteten Smart Trainern und streng genommen auch auf den einfacheren Rollentrainern gerät der Homcom-Trainer jedoch ins Hintertreffen.

Trotzdem: Als nettes »Gleichgewichtsspielzeug« ist er eine tolle Sache und wer noch 50 Euro vom Weihnachtsgeld übrig hat, bekommt hier eine witzige Erweiterung für den Fitnesskeller.

So haben wir getestet

Alle neun Rollentrainer wurden während eines rund viermonatigen Testzeitraums mit verschiedenen Rennrändern getestet. Dabei wurde insbesondere untersucht, wie hoch der Spaßfaktor und die Trainingseffizienz ist und wie angenehm sich die Trainer in den Trainingsalltag integrieren lassen.

 Test: Rollentrainer Gruppenbild
Die Rollentrainer aus dem Test.

Die wichtigsten Fragen

Rollentrainer oder Smart Trainer: Was ist besser?

Wir fassen uns kurz: Wer ein gewisses Budget angespart hat und über Jahre Spaß am Trainieren haben möchte, ist mit einem Smart Trainer gut beraten. Ist der Geldbeutel kleiner und ist „wattgenaues“ Training nicht so wichtig, reicht ein „Dumb Trainer“, also ein einfacher Rollentrainer, aus. Möchte man am Gleichgewicht feilen, ist die freie Rolle einen Blick wert – sie belastet den Geldbeutel ebenfalls nicht allzu sehr.

Wie viel Platz braucht man für einen Rollentrainer?

Für einen Rollentrainer braucht man nicht viel mehr Platz, als das Rad selbst in Anspruch nimmt. Etwa 30-50 Zentimeter Länge muss man dazu addieren, was die Breite angeht, sind links und rechts etwa 30 Zentimeter mehr Platz nötig. Somit hat ein Rollentrainer inklusive Rad auch in einem kleineren Raum Platz.

Braucht man für einen Rollentrainer einen Stromanschluss?

Je nach Typ, ja! Einfache Rollentrainer benötigen keinen Stromanschluss, Smart Trainer hingegen schon.

Kann man mit einem Smart Trainer und einem Rollentrainer das Training variieren?

Ja. Mit Zwift und anderen Trainingsapps gekoppelte Smart Trainer bieten umfassende Trainingsvariationen. Doch auch einfache Rollentrainer lassen sich durch Sensoren schlauer und durch die anschließende Koppelung mit Trainingsapps vielseitiger machen.

Welche Zusatzausrüstung benötigt man zum Rollentraining?

Trainiert man im Winter in einem Zimmer, ist die Nähe zu einem Fenster praktisch, um zwischendurch schnell lüften zu können. Ein Schweißfangtuch (gibt es im Fachhandel) ist ebenfalls schlau, damit das Rad nicht vollgetropft wird – Schweiß führt zu Korrosion. Zudem sollte man ein Handtuch griffbereit haben, um sich ab und zu abtupfen zu können. Wie bei einer „herkömmlichen“ Radtour ist außerdem eine volle Trinkflasche von Vorteil!

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 Test: Artboard

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