Satfinder Test: Test Satfinder Satlink Ws6933 00
test
Aktuell veröffentlicht: 25.8.2021

Der beste Satfinder

Wir haben 11 Satfinder getestet. Der beste für den Privatanwender ist der Satlink WS-6933. Er bietet viele Funktionen, ist aber nicht überladen. Wer noch mehr Messdaten braucht, greift lieber zum Megasat Digital 1 HD. Ganz spartanisch und auch analog werden mit dem HB-Digital SF-777G die optimalen Ergebnisse erzielt.

 

Riccardo Düring
ist gelernter Handwerker und hat als Testredakteur sein Hobby zum Beruf gemacht. Als langjähriger Redakteur bei Heimwerker.de und Betreiber seines eigenen Heimwerker-Blogs I and DIY kennt er sich bestens mit allen Themen rund um Heimwerken, Haushalt und Technik aus.
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Es gibt inzwischen viele Möglichkeiten für den digitalen Fernsehempfang. Am unabhängigsten ist man aber nach wie vor mit einer Sat-Anlage. Das Programmangebot ist umfassend und bis auf die einmaligen Investitionskosten gibt es keine weiteren Folgekosten, die vom Anbieter nach eigenem Ermessen angepasst werden können.

Wir haben 11 Satfinder getestet. Vier davon können wir besonders empfehlen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Satlink WS-6933

Test Satfinder: Satlink WS-6933
Der Satlink WS-6933 bietet die beste Kombination aus guten Funktionen und leichter Bedienbarkeit. Das Display besitzt einen hohen Kontrast und ist auch im Freien gut ablesbar.

Der Satlink WS-6933 trägt die Auszeichnung »der beste für die meisten« zurecht. Der Satfinder besitzt zwar keinen integrierten Receiver zur Programmvorschau, aber das braucht man auch nicht wirklich. Ansonsten bietet er viele sinnvolle Funktionen und zeigt das farbige Display alle benötigten Informationen. Er verzichtet auf tiefgreifende Einstellung, die der Privatanwender eh nicht nutzt und bleibt dadurch intuitiv bedienbar.

Wenn Geld egal ist

Megasat Digital 1 HD

Test Satfinder: Megasat Digital 1 HD
Wer regelmäßig Satellitenanlagen einrichtet und über ausreichend Fachwissen verfügt, wird sich über den großen Funktionsumfang des Megasat Digital 1 HD freuen. Beim Display muss man dafür aber Abstriche machen.

Wer sich mit der Thematik Satellitenempfang tiefer befasst und Einstellungen oder Messergebnisse bis ins Detail benötigt, der sollte zum Megasat Digital 1 HD greifen. An Anschlüsse für einen Monitor mangelt es ebenso wenig, wie an einem integrierten Receiver, mit dem die gefundenen Sender überprüft werden können.

Für Analog-Fans

HB-Digital SF-777G

Test Satfinder: hb digital SF-777G
Back to the roots? Mit dem HB-Digital SF777G kein Problem. Optisch wirkt er fast schon antik und besondere Funktionen bietet er nicht. Dafür funktioniert er aber super.

Der eine oder andere braucht keine digitale Anzeige oder irgendwelche technischen Spielereien. Er will einfach nur einen Zeiger, dessen Ausschlag die Empfangsstärke anzeigt. Dafür ist der HB-Digital SF-777G gemacht. Selbst auf die LEDs für 0/22 kHz oder 13/18 V könnte man verzichten. Wichtig ist die einstellbare Dämpfung und die funktioniert super.

Gut & günstig

CSL Digital Satfinder

Test Satfinder: CSL Satellite Finder
Der CSL Digital Satfinder hat keine außergewöhnlichen Funktionen zu bieten. Im Gegensatz zu vielen anderen günstigen Geräten kann man mit ihm aber zuverlässig arbeiten.

Einfach und trotzdem digital? Da trennt sich die Spreu vom Weizen. Gerade bei der einstellbaren Dämpfung versagen viele der günstigen Geräte – bis auf den CSL Digital Satfinder. Bei keinem anderen Gerät in dieser Preislage lässt sich die Dämpfung so präzise einstellen und damit der beste Empfang herausholen.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerWenn Geld egal istFür Analog-FansGut & günstig
Satlink WS-6933 Megasat Digital 1 HD HB-Digital SF-777G CSL Digital Satfinder GT Media V8 Finder PremiumX PXF-22 DUR-line SF 4000 BT DUR-line SF 2400 PRO Octagon SF 418 LCD HD Venton Digi Pro HB-digital SF-888G
Test Satfinder: Satlink WS-6933Test Satfinder: Megasat Digital 1 HDTest Satfinder: hb digital SF-777GTest Satfinder: CSL Satellite FinderTest Satfinder: GT Media V8 FinderTest Satfinder: PremiumX PXF-22Test Satfinder: DUR-Line SF 4000 BTTest Satfinder: DUR-line SF 2400 ProTest Satfinder: Octagon SF 418 LCD HDTest Satfinder: Venton Digi ProTest Satfinder: hb digital SF-888G
Pro
  • Handliche Größe
  • Guter Funktions­umfang
  • Deutliche Anzeige der Empfangs­stärke
  • Integrierter Akku
  • Intuitive Bedienung
  • Enorm großer Funktions­umfang
  • Viele Anschlüsse
  • Großes Display
  • Integrierter Akku
  • Klein und handlich
  • Bei jedem Licht gut abzulesen
  • Sehr gute Dämpfung
  • Gut ablesbares Display
  • Leicht zu bedienen
  • Gut funktionierende Dämpfung
  • Integrierter Receiver
  • Guter Funktions­umfang
  • Eingebauter Akku
  • Gut beleuchtetes Display
  • Signalton abschaltbar
  • Per App programmierbar
  • 8 Satelliten speicher­bar
  • Bei jedem Licht gut abzulesen
  • Klein und handlich
  • Bei jedem Licht gut abzulesen
  • Sehr gute Dämpfung
  • Gute Ausstattung
  • Mit Winkel­berechnung
  • Display gut ablesbar
  • Gut beleuchtetes Display
  • Signalton abschaltbar
  • Gut beleuchtetes Display
  • Signalton abschaltbar
Contra
  • Bei Sonnenschein schwerer abzulesen
  • Bildschirm mit wenig Kontrast
  • Bei Sonnenschein kaum ablesbar
  • Braucht lange zum Starten
  • Kein Komfort
  • Lauter, unangenehmer Signalton
  • Signalton nicht abschaltbar
  • Schwer und un­hand­lich
  • Sehr dunkles Display
  • Kleine Anzeige der Empfangs­stärke
  • Dämpfung kaum zu regulieren
  • Ungenaue Anzeige der Empfangs­stärke
  • Übertragung zum Smartphone verzögert
  • Signalton unan­genehm
  • Hintergrund kann blenden
  • Kein Komfort
  • Sehr langsam und träge
  • Verzögerte Anzeige der Signal­stärke
  • Dämpfung kaum zu regulieren
  • Dämpfung kaum zu regulieren
Bester Preis
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SpannungsversorgungNetzteil, AkkuNetzteil, AkkuReceiverReceiverNetzteil, AkkuReceiverReceiver, USBReceiverReceiver, Netzteil, BatterieReceiverReceiver
Anzeigefarbiges TFT LCD Displayfarbiges TFT LCD Displayanaloger Zeigermonochrom LCDfarbiges TFT LCD Displaymonochrom LCDLEDsanaloger Zeigermonochrom LCD mehrzeiligmonochrom LCDmonochrom LCD
Abmessungen170 x 84 x 42 mm205 x 97 x 41 mm110 x 62 x 41 mm120 x 67 x 33 mm170 x 95 x 45 mm127 x 68 x 28 mm140 x 89 x 28 mm110 x 67 x 43 mm153 x 78 x 29 mm127 x 65 x 27 mm128 x 68 x 30 mm
Gewicht323 g417 g85 g55 g441 g89 g122 g83 g143 g87 g97 g
Bandbreite950 - 2150 MHz950 - 2150 MHz950 - 2400 MHz950 - 2150 MHz950 - 2150 MHz950 - 2150 MHz950 - 2150 MHz950 - 2400 MHz950 - 2400 MHz950 - 2150 MHz950 - 2150 MHz
DemodulationQPSK / 8PSK / 16APSKQPSK / 8PSK / 16APSK / 32APSKkeine Angabekeine AngabeQPSK / 8PSKkeine AngabeQPSK / 8PSK / 16APSK / 32APSKkeine AngabeQPSK / 8PSKkeine Angabekeine Angabe
AnschlüsseNF in, USB, NetzteilNetz, 12 V out, USB, HDMI, AV in, NF inNF in, NF outNF in, NF outNetz, USB, HDMI, AV in, AV out, NF inNF in, NF outNF in, NF out (USB), KopfhörerNF in, NF outNF in, NF outNF in, NF outNF in, NF out
Eingangspegel-25 bis -65 dBm-25 bis -65 dBm- 10 bis - 40 dBm- 10 bis - 40 dBm-25 bis -65 dBm- 10 bis - 40 dBm-26 bis -63 dBm- 10 bis - 40 dBm-25 bis -65 dBm-10 bis -40 dBm-10 bis -40 dBm
Satellitenauswahljajaneinneinjaneinjaneinjaneinnein
integrierter Receiverneinjaneinneinjaneinneinneinneinneinnein
ZubehörNetzteil
Display-Folie
Gummihülle mit Trageriemen
Tasche mit Trageriemen
Hifi/AV-Kabel
KFZ-Ladekabel
Netzteil
12V Adapterkabel
NF-Verbinder
NF-KabelNF-KabelTasche mit Trageriemen
Netzteil
AV-Kabel
KFZ-Ladekabel
NF-KabelNF-Kabel
NF-USB Adapter
NF-KabelNF-Netzteil
NF-9V-Adapter
Batterriefach 10x AA
NF-KabelNF-Kabel

Satfinder: Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Im Prinzip machen alle Satfinder das gleiche: Sie zeigen die Empfangsstärke an, wodurch die Feinjustierung erleichtert wird. Dazu wird der Satfinder direkt an den LNB (Low Noise Block) angeschlossen, der im Brennpunkt des Parabolspiegels die Signale des Satelliten einfängt. Der Satfinder misst die Empfangsstärke und zeigt sie analog mit Zeiger oder digital mit einem Balken und einer Prozentangabe an. Die dazu benötigte Stromversorgung wird entweder durch einen zusätzlichen Anschluss an den Receiver oder durch einen eingebauten Akku zur Verfügung gestellt. Auch ein angeschlossenes Netzteil oder eine Powerbank sind je nach Modell möglich.

Je nach Preis bieten Satfinder dabei jedoch einen unterschiedlichen Komfort, und man muss für sich entscheiden, wie wichtig einem die zusätzlich angebotenen Funktionen sind. Reicht mir ein analoger Zeiger oder brauche ich einen Satfinder, mit dem ich auch gleich das Fernsehbild sehe?

Was ist besser: Analoge oder digitale Satfinder?

Beide Varianten verrichten ihren Dienst und mit beiden Varianten kann das bestmögliche Ergebnis herausgeholt werden. Wobei man »digitale Satfinder« noch etwas unterteilen muss. Es gibt günstige Satfinder, bei denen der analoge Zeiger einfach gegen LEDs oder ein kleines LCD getauscht wurde. Die Anzeige ist dann zwar digital, aber letztendlich vielleicht sogar ungenauer als ein stufenlos arbeitender Zeiger.

Satfinder Test: Test Satfinder Satanlage
Eine Sat-Anlage ist praktisch und günstig, die »Schüssel« am Haus aber nicht jedermanns Sache.

Wichtig ist bei beiden Varianten, dass sie fein genug arbeiten. Gute digitale Geräte sollten den Messbereich automatisch verfeinern, einfache Geräte über eine manuelle Dämpfung verfügen. Das funktioniert ähnlich wie bei einer Navigation: Erst wird grob der Ort angepeilt, und befindet man sich im Ort, wird die Suche verfeinert, um die richtige Straße zu finden.

Ansonsten unterscheiden sich analoge und digitale Satfinder hauptsächlich im Funktionsumfang. Hochpreisige Geräte können beispielsweise über ein Display verfügen, das sogar die gefundenen Sender anzeigt, oder haben über eine Satellitenerkennung, die merkt, welcher Satellit gefunden wurde. Einfache und vor allem analoge Geräte können das nicht, und es kann durchaus passieren, dass man sich erst vorm Fernseher über ein kurioses Programmangebot wundert, weil der falsche Satellit angepeilt wurde.

Satfinder Test: Test Satfinder Winkel
Die Einstellung des Winkels wird vereinfacht, wenn die Schüssel exakt senkrecht angebracht wird.

Welche Funktionen sollte ein Satfinder besitzen?

Ob analog oder digital, ein Satfinder muss die Empfangsstärke anzeigen. Idealerweise ist dazu das Display oder die analoge Anzeige beleuchtet. Gerade wenn man auf der Leiter steht ist es wichtig, die Anzeige ohne Verrenkungen gut erkennen zu können.

Das LNB (Low Noise Block) nimmt die gebündelten Strahlen des Parabolspiegels auf und leitet sie an den Receiver weiter.

Ebenso unverzichtbar ist eine Dämpfung, um erst grob den Satelliten anpeilen und anschließend eine Feinjustierung vornehmen zu können. Ein eingebauter Kompass kann zwar helfen, ist aber nicht unbedingt nötig. Der Satfinder-Test hat auch gezeigt, dass der eingebaute Kompass selten die richtige Richtung anzeigt.

Was jedoch fast immer benötigt wird, ist ein Sat-Verbindungskabel. Schließlich wird der Satfinder zwischen LNB und Receiver angeschlossen, wozu ein Verbindungskabel mit den passenden F-Steckern benötigt wird. Dieses sollte immer dabei sein, da man es wirklich nur zum Anschluss des Satfinders benötigt.

Funktioniert eine App als Satfinder?

Nein. Apps können lediglich bei der Grundausrichtung helfen, indem sie den Standort bestimmen und daraus den Azimut- und Elevationswinkel errechnen. Zusätzlich können sie die Neigungssensoren des Smartphones nutzen und über das Display virtuell den Satelliten anpeilen. Sie wissen jedoch nicht, wie das LNB vor dem Spiegel positioniert ist, und somit stimmt die Haltung des Smartphones auch nicht mit der Position der Schüssel überein – siehe Grafik »Freie Sicht für die Schüssel?«. Mehr als richtungsweisend kann eine App nicht sein.

Anders sieht es natürlich aus, wenn die App mit dem Satfinder oder Receiver verbunden ist. Dann können echte Empfangswerte ausgelesen werden und bei der Ausrichtung der Satellitenanlage helfen.

Wie wird eine Satellitenschüssel ausgerichtet?

Am Himmel schwirren inzwischen sehr viele Satelliten, und um den Sat-Empfang nutzen zu können, muss ein bestimmter angepeilt werden. Dieser nennt sich Astra (genau ASTRA 1 A-H 19,2° Ost) und ist fest in seiner Position »verankert«. Das bedeutet aber auch, dass die Einstellungen der Sat-Anlage je nach Wohnort abweichen.

Die exakten Winkel zur Ausrichtung können mit einem AZ/EZ Rechner (online) bestimmt werden.

Entscheidend für die Einstellung sind der Azimut- und der Elevationswinkel. Der Azimutwinkel bezeichnet hierbei die seitliche Schwenkung von Süden ausgehend und der Elevationswinkel die senkrechte Neigung von der Waagerechten aus. Da der angegeben Winkel 19,2° Ost vom Nullmeridian im Norden ausgeht, der Azimutwinkel aber vom Süden gemessen wird, ergeben beide zusammen grob 180°. Je nach Wohnort variiert er allerdings um einige Grad.

Satfinder Test: Test Satfinder Lnb
Nicht jedes LNB ist gleich, und mitunter bringt die Verschiebung in der Halterung einen besseren Empfang.

Der Elevationswinkel variiert in Deutschland von Norden nach Süden zwischen 28° und 35° und kann online mit einem sogenannten AZ/EZ-Rechner für jeden Wohnort berechnet werden. Da dieser bei einer senkrechten Montage der Sat-Anlage recht leicht anhand einer angebrachten Skala eingestellt werden kann, sollte mit dieser Ausrichtung begonnen werden. Anschließend wird seitlich ausgerichtet, wobei ein Kompass oder aber auch andere Satellitenanlagen hilfreich sein können. Die Feinjustierung erfolgt mit dem Satfinder.

Darf jeder eine Satellitenschüssel installieren?

Rein theoretisch kann und darf jeder den Satellitenempfang nutzen. Praktisch scheitert die Möglichkeit jedoch häufig an der Installation der Technik.

Um einen dauerhaft guten Empfang zu gewährleisten, muss die Sat-Anlage fest mit dem Gebäude verbunden werden, was selten ohne Spuren bleibt. Davon abgesehen beeinflussen installierte Sat-Anlagen die Optik des Gebäudes. Daher ist es das gute Recht des Vermieters, den Anbau von Satellitenschüsseln zu untersagen. Wobei er die Hintergründe für ein Verbot von Sat-Anlagen offenlegen muss.

Eine Alternative ist dann eventuell eine mobile Sat-Anlage, die auf dem Balkon gestellt wird und keine Beschädigungen am Gebäude hinterlässt. Ist sie jedoch deutlich zu sehen und »verschandelt« die Gesamtansicht, hat der Vermieter auch hier eventuell ein Mitspracherecht. Grundsätzlich sollte man sich daher genauestens darüber informieren, was der Mietvertrag oder die Hausordnung diesbezüglich sagt.

Satfinder Test: Test Satfinder Parabolspiegel
Das LNB sitzt etwas unterhalb, daher werden die Strahlen eingefangen, die im selben Winkel von oben kommen. Der Parabolspiegel zeigt daher nicht direkt in Richtung Satellit.

Freie Sicht für die Schüssel?

So manchem dürfte bereist aufgefallen sein, das der Parabolspiegel häufig senkrecht steht, obwohl der Elevationswinkel rund 30° betragen soll. Dazu befinden sich in gerader Richtung vor dem Spiegel Gebäude oder Bäume, und dennoch ist der Empfang gewährleistet. Wie funktioniert das?

Wird der LNB-Arm verbogen, verändert sich auch der Brennpunkt des Spiegels. Daher die Schüssel niemals am LNB-Arm drehen und ausrichten.

Endscheidend hierfür ist die Positionierung des LNBs im Brennpunkt vor dem Spiegel. Dieser sitzt etwas tiefer als der Mittelpunkt, daher werden die Strahlen eingefangen, die leicht schräg von oben kommen und nicht die, die gerade auf den Spiegel treffen.

Als Faustformel gilt hierbei, dass Hindernisse nur um die Hälfte höher als ihre Entfernung sein dürfen. Befindet sich also ein Baum in 20 Metern Entfernung, darf er maximal 10 Meter höher als die Sat-Anlage sein.

Satfinder Test: Test Satfinder Satlink Ws6933 00

Testsieger: Satlink WS-6399

»Darf es etwas mehr sein?« – »Gern, aber nicht so viel davon.« Genau das hat der Satlink WS-6399 perfekt getroffen. Digitale Technik, ein Farbdisplay und dennoch nicht mit Funktionen überladen, die ein Privatnutzer eh nicht braucht. Dazu kommt ein Preis, der gerechtfertigt ist, ohne zu überfordern.

Testsieger

Satlink WS-6933

Test Satfinder: Satlink WS-6933
Der Satlink WS-6933 bietet die beste Kombination aus guten Funktionen und leichter Bedienbarkeit. Das Display besitzt einen hohen Kontrast und ist auch im Freien gut ablesbar.

Im Satfinder-Test haben wir zwei weitere Geräte, die über ein Farbdisplay verfügen. Beide besitzen einen großen Funktionsumfang und verfügen über einen integrierten Receiver. Braucht man das wirklich? Ist es tatsächlich nötig, sich die gefundenen TV-Sender beim Einstellen der Sat-Anlage anzusehen? Wir finden nicht. Wenn man den gewünschten Satelliten vorher einstellen kann und dann an Empfangsstärke und Qualität erkennt, dass der richtige gefunden wurde, reicht das vollkommen aus. Eine Kontrolle der Sender sollte nicht nötig sein.

Handlich und mit den wichtigsten Funktionen.

Aber fangen wir äußerlich an. Da zeigt sich der WS-6399 recht handlich. Er ist kaum größer als ein Multimeter und wiegt gerade mal 323 Gramm. Zum Schutz ist er in eine Gummihülle gepackt, die über zwei Ösen verfügt. An denen kann er mit dem beigelegten Trageriemen sicher auf dem Dach getragen werden. Der Riemen ist zwar recht einfach und die Karabiner wirken nicht sehr stabil, bei regelmäßiger Nutzung kann er aber ausgetauscht werden.

Die Anschlüsse sind begrenzt, bis auf die Ladebuchse für den integrierten Akku, den NF-Anschluss und eine USB-Buchse ist nichts zu finden. Der USB-Anschluss soll für Software-Updates dienen, dazu war beim Hersteller allerdings nichts zu finden. Dank der bereits vielen gespeicherten Satelliten sollte das aber auch nicht nötig sein.

Der eingebaute Akku lädt recht schnell und soll eine Arbeitszeit von bis zu drei Stunden ermöglichen. Das reicht locker, um mehr als eine Sat-Anlage auszurichten. Der aktuelle Akku-Zustand wird über ein Akku-Symbol mit vier Balken und der aktuellen Spannung des Li-Ion-Akkus angezeigt. Genauer ist das wohl kaum möglich.

Einfacher und ausreichender Funktionsumfang

Nach dem Einschalten zeigt das grafische Menü sechs Auswahlpunkte: Sat-Edit, Sat-Suche, Tools, Sat-Manager, TP-Manager und Systemeinstellungen. Unter den Systemeinstellungen kann die Sprache (12) eingestellt, können Tasten- und Suchtöne aktiviert oder auch die aktuellen Koordinaten festgelegt werden. Letzteres ist durchaus sinnvoll, denn dann werden einem unter »Tools« die benötigten Winkel zur richtigen Einstellung ausgerechnet.

Die Funktionen Sat- und TP-Manager sind selbsterklärend und hier können Satelliten und Transponder gelöscht, bearbeitet oder hinzugefügt werden. Im Grundzustand sind 100 Satelliten mit den passenden Transpondern gespeichert. Wer einen neuen Satelliten hinzufügen möchte, muss zuvor allerdings einen löschen, denn mehr als 100 Speicherplätze gibt es nicht. Etwas schade ist, dass die Systemeinstellungen keine Werkseinstellung anbietet. Wurde aus Versehen ein wichtiger Satellit gelöscht, kann er nicht wieder hergestellt werden.

Unter dem Punkt »Sat-Edit« kann der zu suchende Satellit ausgewählt werden. Das geht dank einer sortierten Listenansicht recht schnell und es können gleichzeitig diverse Einstellungen zum LNB, der Frequenz, Symbolrate, Polarität oder der LNB-Spannung vorgenommen werden. Wer keine speziellen Sucheigenschaften wünscht, muss hier auch keine Änderungen vornehmen.

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Satfinder Test: Test Satfinder Satlink Ws6933 05
Satfinder Test: Test Satfinder Satlink Ws6933 10
Satfinder Test: Test Satfinder Satlink Ws6933 09
Satfinder Test: Test Satfinder Satlink Ws6933 08

Ein dunkles, aber kontrastreiches Display

Satfinder mit Display haben ein grundlegendes Problem: Sie sind bei Sonnenlicht schlecht ablesbar. Hier kann der Satlink WS-6399 aber gut punkten. Der Hintergrund ist zwar dunkel, die dargestellten Farben sind aber sehr kontrastreich. Während der Megasat Digital 1 HD beispielsweise auf schwarze Schrift mit einen grauen Hintergrund setzt, was bei direkter Sonneneinstrahlung kaum noch zu erkennen ist, bietet der Satlink leuchtend weiße Schrift auf einem schwarzen Hintergrund. Das ist deutlich besser zu sehen, und sollte die kleine Schrift bei zu viel Licht doch zu schwer abzulesen sein, sind die leuchtenden Balken immer gut zu erkennen und trotz des kleineren Displays in der Zoom-Ansicht (beide Geräte) sogar größer als beim Megasat.

Gleiches gilt auch für die separate LED-Anzeige der Empfangsstärke. Diese besitzt zwar nur zwei Stellen, ist dafür aber größer als beim Megasat und vor allem deutlich klarer. Der GT Media V8 Finder verzichtet ganz auf eine zusätzliche Anzeige.

Die Suche mit dem Satlink WS-6933

Wurde unter »Sat-Edit« der gewünschte Satellit im Satfinder eingestellt, kann die Suche schon beginnen. Die Anzeige wirkt hierbei auf den ersten Blick etwas unübersichtlich, da die voreingestellten Werte und auch die aktuellen Messwerte angezeigt werden. Die Balken und Prozentangaben zur Empfangsstärke sind unterhalb, recht klein, aber in Rot/Grün gut zu erkennen. Mit einem weiteren Klick auf die OK-Taste sind nur noch die Balken über das ganze Display zu sehen. So lässt es sich arbeiten.

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Satfinder Test: Test Satfinder Satlink Ws6933 11
Satfinder Test: Test Satfinder Satlink Ws6933 06
Satfinder Test: Test Satfinder Satlink Ws6933 07

Satlink WS-6933 im Testspiegel

Hifitest.de ist ebenfalls vom Satlink WS-6399 überzeugt und lobt den schnellen Prozessor sowie das gute Display:

»Ein flotter Prozessor sorgt dafür, dass das Messgerät sehr schnell auf Empfangssignale und deren Änderungen reagiert, was auch dem Auffinden von Satelliten per Drehen am Satspiegel zugutekommt. Der WS-6933 ist für DVB-S und DVB-S2 geeignet und damit sowohl für SD- als auch HD-TV nutzbar. Sein beleuchtetes 2,1-Zoll-LC-Display ist auch bei Sonnenschein noch gut lesbar. »

Alternativen

Satfinder gibt es in unterschiedlichen Preisklassen und mit unterschiedlichen Ausstattungen. Der Satlink WS-6399 bietet zwar ein gutes Gesamtpaket, da so mancher aber noch mehr oder weniger Funktionen benötigt, haben wir weitere Empfehlungen.

Wenn Geld egal ist: Megasat Digital 1 HD

Für den »Hausgebrauch« ist der Megasat Digital 1 HD eher nicht zu empfehlen. Er bietet enorm viele Funktionen und Anschlüsse, die ihn groß und unhandlich machen. Auf viele Funktionen kann man als Privatnutzer aber getrost verzichten und daher lieber zu einem kleineren und günstigeren Gerät greifen. Wer allerdings im Fachgebiet der Satellitentechnik zu Hause ist, der wird sich über den Funktionsumfang freuen.

Wenn Geld egal ist

Megasat Digital 1 HD

Test Satfinder: Megasat Digital 1 HD
Wer regelmäßig Satellitenanlagen einrichtet und über ausreichend Fachwissen verfügt, wird sich über den großen Funktionsumfang des Megasat Digital 1 HD freuen. Beim Display muss man dafür aber Abstriche machen.

Der Megasat ist der größte Satfinder im Test. Das bezieht sich auf die Maße ebenso wie auf die Funktionsvielfalt. Um alles zu verstehen, was der Megasat im Repertoire hat, wird aber einiges an Fachwissen benötigt.

Bevor es aber losgeht, muss man etwas Geduld aufbringen, denn nach dem ersten Piepton vergehen knapp 15 Sekunden, ehe der Satfinder einsatzbereit ist. Dann zeigt sich ein grafisches Menü mit acht Unterpunkten und ein schnarrendes Geräusch ist zu vernehmen. Dieses lässt sich auch nicht abschalten, indem der auf stummgeschaltet wird. Im Freien wird man das aber auch nicht wahrnehmen.

Was hierbei leider auch auffällt, ist das etwas blasse Display. Kein Vergleich zum farbenprächtigen Satlink. Der Hintergrund ist grau und die Schrift je nach ausgewählter Funktion schwarz oder weiß. Das ist bei einer längeren Betrachtung der Anzeige zwar angenehmer für die Augen, im Freien oder gar bei Sonnenschein allerdings schwerer zu erkennen.

Aber der Megasat Digital 1 HD bietet eine interessante Alternative – einen HDMI-Ausgang. Hier lässt sich ein Monitor anschließen und alles ist perfekt erkennbar. Auf dem Dach ist diese Variante dagegen schwer umsetzbar. Daher sehe ich den Satfinder eher in einem Koffer mit eingebautem Monitor und im professionellen Einsatz, um größere Sat-Anlagen einzurichten und zu analysieren.

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Satfinder Test: Test Satfinder Megasat Digital1hd 02
Satfinder Test: Test Satfinder Megasat Digital1hd 03
Satfinder Test: Test Satfinder Megasat Digital1hd 12
Satfinder Test: Test Satfinder Megasat Digital1hd 13

Der umfangreich ausgestattete Satfinder bietet aber noch eine zweite Möglichkeit. Mit dem integrierten Receiver, einen HDMI- und einem AV-Ausgang, eignet er sich auch beim Campen zum Fernsehen. Erst nutzt man den Digital 1 HD zum Ausrichten der mobilen Sat-Anlage und anschließend zum Fernsehen. Benötigt wird nur noch ein Monitor und ein Aktivlautsprecher. Alternativ kann auch der eingebaute genutzt werden.

Die Satellitensuche ist der des Satlink WS-6399 vergleichbar. Der erste Bildschirm zeigt die aktuellen Einstellungen sowie Messwerte und unterhalb klein die Balken der Empfangsstärke. Die Werte sind aufgrund der blasseren Darstellung allerdings etwas schwerer zu lesen. Da hilft auch das größere Display nicht, da es ebenfalls nur eine Auflösung von 320 x 240 Pixel bietet.

Besser wird es mit der Zoom-Funktion, die sich mit der F3-Taste aktivieren lässt. Jetzt sind die Balken größer und deutlich besser zu erkennen. Aber auch hier sind die Farben eher dezent und nicht so kräftig. Es wäre schön, wenn es verschiedene Darstellungen gäbe. Am Monitor ist dezente Darstellung angenehmer, im Freien wären leuchtende Farben sinnvoller.

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Satfinder Test: Test Satfinder Megasat Digital1hd 04
Satfinder Test: Test Satfinder Megasat Digital1hd 05
Satfinder Test: Test Satfinder Megasat Digital1hd 08
Satfinder Test: Test Satfinder Megasat Digital1hd 06
Satfinder Test: Test Satfinder Megasat Digital1hd 07
Satfinder Test: Test Satfinder Megasat Digital1hd 11

Mit einem schwachen Display und einem HDMI-Ausgang, fühlt sich der Megasat Digital 1 HD im Innenbereich an einem angeschlossenen Monitor wohler und ist eher für den professionellen Einsatz gemacht. Hier kann er seine Fähigkeiten voll entfalten.

Für Analog-Fans: HB-Digital SF-777G

Viele können sich sicher noch an alte technische Geräte aus schwarzem Duroplast erinnern. Dieser harte und spröde Kunststoff, der diesen Geräten heute einen besonderen Charme verleiht. Diesen Charme strömt auch der analoge Satfinder HB-Digital SF-777G aus. Ob das Absicht ist?

Für Analog-Fans

HB-Digital SF-777G

Test Satfinder: hb digital SF-777G
Back to the roots? Mit dem HB-Digital SF777G kein Problem. Optisch wirkt er fast schon antik und besondere Funktionen bietet er nicht. Dafür funktioniert er aber super.

Ganz klar, der SF-777G wirkt alles andere als modern. Das glatte Kunststoffgehäuse, der analoge Zeiger, der vergilbt wirkende Hintergrund, die dicken runden LEDs … Aber irgendwie hat es auch was und wer die analoge Technik mag, der wird sich ganz sicher mit dem Satfinder von HB-Digital anfreunden.

Satfinder Test: Test Satfinder Hbdigital Sf777g 01
Der HB-Digital SF-777G wirkt wie ein Messgerät aus Omas Zeiten.

Aus technischer Sicht gibt es wenig zu berichten. Zwei LEDs zeigen die Spannungsversorgung von 13 oder 18 Volt an und zwei weitere stehen für 0/22 KHz. Wirklich benötigt werden diese nicht. Die analoge und vergilbt wirkende Anzeige ist dagegen sehr praktisch. Durch den gelben und leicht matten Hintergrund spiegelt sich das Licht nicht so sehr und selbst bei direkter Sonneneinstrahlung ist alles perfekt abzulesen.

Sehr gut funktioniert auch das Stellrad zur Dämpfung des Eingangssignals. Dieses besitzt einen sehr großen Stellbereich und lässt sich perfekt dosieren. So ist es leicht möglich, den besten Empfang zu finden, immer wieder zu drosseln und das Feintuning vorzunehmen. Das funktioniert besser als mit digitalen Geräten in diesem Preissegment.

Der HB-Digital SF-777G ist kein technisches Meisterwerk und das kann man bei diesem günstigen Preis auch nicht erwarten. Aber selbst mit einfachster Technik lässt sich eine Satellitenanlage perfekt einstellen. Selbst dann, wenn sie wie aus einer längst vergangenen Zeit wirkt.

Gut & günstig: CSL Digital Satfinder

Uns ist es schon lange nicht so schwer gefallen, eine »Gut & günstig«-Empfehlung zu geben. Günstige Satfinder gibt es wie Sand am Meer, aber die haben alle ihre Schwächen. So natürlich auch der CSL Digital Satfinder, der sich nicht nur funktionell von den weiteren günstigen Geräten mit digitaler Anzeige im Test unterscheidet.

Gut & günstig

CSL Digital Satfinder

Test Satfinder: CSL Satellite Finder
Der CSL Digital Satfinder hat keine außergewöhnlichen Funktionen zu bieten. Im Gegensatz zu vielen anderen günstigen Geräten kann man mit ihm aber zuverlässig arbeiten.

Während sich bei anderen günstigen Geräten die Beleuchtung und akustische Signalisierung aktivieren beziehungsweise deaktivieren lässt, geht das beim CSL nicht. Gerade bei der Tonausgabe wünscht man sich diese Funktion aber, denn die ist schon sehr laut und ist mächtig nervig. Die Beleuchtung kann zur besseren Erkennbarkeit der Anzeige dagegen bei allen Geräten immer aktiviert bleiben.

Ebenso störend sind ein wenig die LEDs, die 0 oder 22 KHz und 13 oder 18 Volt signalisieren. Diese sind sehr hell und blenden etwas gegenüber dem dunkleren Display.

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Satfinder Test: Test Satfinder Csl Digitalsatfinder 02
Klein und handlich, aber eine Taste zum Abschalten des Signaltons sucht man vergebens.
Satfinder Test: Test Satfinder Csl Digitalsatfinder 01
Dafür gibt es eine manuelle Dämpfung, die ausgesprochen gut funktioniert.

Aber wenn der Satfinder von CSL so viele Nachteile gegenüber den anderen günstigen, digitalen Modellen hat, warum er dann die »Gut & Günstig« Empfehlung? Weil er einer der wenigen ist, bei denen die stufenlos einstellbare Dämpfung tatsächlich funktioniert. Bei den meisten Geräten ist der Einstellbereich viel zu klein und bei jeder Bewegung springt die angezeigte Empfangsstärke hoch und runter.

Nicht so beim CSL. Hier bewegt man sich zwar im oberen Bereich, kann jedoch sehr genau dämpfen und die angezeigten Werte bleiben stabil. Die Lautsprecheröffnung und LEDs kann man notfalls abkleben, aber eine gut einstellbare Dämpfung und stabile Messwerte sind bei einer Justierung der Satellitenanlage einfach unverzichtbar.

Der CSL Digital Satfinder ist bei weitem nicht perfekt. Die LEDs sind zu hell und der laute Piepton lässt sich nicht abstellen. Dafür funktioniert die Dämpfung perfekt und die Messwerte werden stabil angezeigt. Eine Arbeitsweise, die bei vielen günstigen Modellen leider nicht immer gegeben ist.

Außerdem getestet

GT Media V8 Finder

Drei der Satfinder im Test verfügen über ein farbiges TFT-Display und nur zwei davon über einen integrierten Receiver. Eines dieser Geräte ist der GT Media V8 Finder. Besonders hervorheben kann er sich damit jedoch nicht.

Satfinder mit Display haben einen Nachteil: Sie sind bei direkter Sonneneinstrahlung nur sehr schwer abzulesen – vor allem, wenn das Display sehr dunkel und die Balken für Empfangsstärke und Qualität sehr klein sind. Das ist beim V8 leider der Fall. Bei direkter Sonneneinstrahlung ist nur schwer etwas zu erkennen.

Insgesamt hat man von den Funktionen und der Bedienung her eher das Gefühl, dass der eingebaute Receiver im Vordergrund steht. Die eigentliche Ausrichtung der Satellitenanlage rückt in den Hintergrund. Das macht sich vor allem durch die recht kleinen Balken für Qualität und Empfangsstärke bemerkbar. Es gibt keine direkte Funktion »Satellitensuche« oder ähnliches. Zum Ausrichten der Sat-Anlage muss die Satellitenliste angewählt werden, unter der dann klein die Empfangsstärke angezeigt wird, wie man es bei einem typischen Sat-Receiver gewohnt ist.

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Satfinder Test: Test Satfinder Gtmedia V8finder 01
Satfinder Test: Test Satfinder Gtmedia V8finder 03
Satfinder Test: Test Satfinder Gtmedia V8finder 02

Der GT Media V8 Finder bietet mit eingebautem Receiver und Akku schon ein durchaus interessantes Gesamtpaket mit vielen Funktionen. Dennoch würden wir lieber auf die Receiver-Funktion verzichten und zum deutlich günstigerem und komfortableren Satlink WS-6933 greifen.

PremiumX PXF-22

Die günstigen Satfinder zwischen 10 und 20 Euro sind sich von den Funktionen und der Bedienung her recht ähnlich und variieren hauptsächlich in der qualitativen Umsetzung. Der PremiumX PXF-22 schneidet hierbei noch recht gut ab.

Das zeigt sich in erster Linie durch ein gut beleuchtetes Display, das selbst bei direkter Sonneneinstrahlung noch ablesbar ist. Der deutliche Piepton zur akustischen Ausgabe der Empfangsstärke kann deaktiviert werden und zur Signaldämpfung steht neben den ATT-Tasten, die eine vierstufige Dämpfung ermöglichen, auch ein kleines Drehrad zur Verfügung. Hier zeigt sich allerdings wieder die typische Schwäche vieler Satfinder dieser Bauform. Die Justierung der Dämpfung mittels Potentiometer ist nur schwer umzusetzen, da der Bereich zu klein ist und die Werte schwanken.

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Satfinder Test: Test Satfinder Premiumx Pxf22 01
Satfinder Test: Test Satfinder Premiumx Pxf22 02
Satfinder Test: Test Satfinder Premiumx Pxf22 03

Auch wenn die Messwerte durch die schlecht einzustellende Dämpfung ein wenig hin- und herspringen, lässt es sich gut mit dem PremiumX PXF-22 arbeiten und es konnte der bestmögliche Empfang eingestellt werden.

DUR-line SF 4000 BT

Der Satfinder DUR-Line SF 4000 BT verbindet sich per Bluetooth mit dem Smartphone und der App »DUR-line Finder«. Das funktioniert sehr schnell, und die Idee dahinter ist wirklich genial.

Mit der App werden acht Satelliten inklusive Transpondereinstellungen zur Vorauswahl im Satfinder gespeichert und können dort per Tastendruck ausgewählt werden. So lassen sich zwar viele Einstellungen vornehmen, der Satfinder bleibt aber dennoch kompakt und benötigt nur sehr wenige Bedienelemente. Auch auf ein Display, das bei Tageslicht häufig nur schwer ablesbar ist, kann verzichtet werden.

Die Idee ist super und funktioniert prinzipiell auch toll. Nur der Verzicht auf ein kleines Display oder irgendeine grafische Anzeige der Empfangsstärke hat auch seine Nachteile. Zur Anzeige von Qualität und Empfangsstärke stehen jeweils nur acht LEDs zur Verfügung, womit sich die Werte auf nicht mal 10 Prozent genau einstellen lassen. Das ist etwas wenig.

Möchte man genauere Messwerte auslesen, muss man ein Blick in die App werfen, die alles auf ein Prozent genau anzeigt. Das bedeutet aber wiederum, dass beide Geräte (Satfinder und Smartphone) benötigt werden. Der Vorteil der kompakten Bauform des SF 4000 BT geht damit verloren. Ein weiterer Nachteil ist die Datenübertragung. Die braucht eine kurze Zeit, und leichte Änderungen der Ausrichtung werden erst verzögert angezeigt.

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Satfinder Test: Test Satfinder Durline Sf4000bt 02
Satfinder Test: Test Satfinder Durline Sf4000bt 03

Der kompakte DUR-Line SF 4000 BT ist schon super, und die Möglichkeit, ihn per App zu programmieren wurde perfekt umgesetzt. Dem Bluetooth-Satfinder fehlt jedoch eine genaue Anzeige der Messwerte, und zusätzlich das Smartphone zu nutzen gestaltet die Arbeit nicht komfortabler.

DUR-line SF 2400 PRO

Der DUR-Line SF 2400 PRO unterscheidet sich optisch und technisch kaum von unserer Empfehlung für analoge Fans. Auch er funktioniert zuverlässig und die Satellitenanlage kann optimal ausgerichtet werde. Die beiden Geräte sind fast identisch.

Es gibt allerdings feine Details, die die Arbeit mit dem DUR-line ein wenig unangenehmer machen. Das ist zum einen der lautere Piepton, der pfeifend sehr nervig ist. Der zweite Punkt ist der glänzende und fast schon spiegelnde Hintergrund hinter der analogen Anzeige. Der sieht zwar toller aus, blendet aber auch deutlich schneller. Hier sollte die Funktionalität vor der Optik stehen.

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Satfinder Test: Test Satfinder Durline Sf2400pro 03

Als analoger Satfinder arbeitet der DUR-line 2400 PRO wirklich super und ist preislich nicht zu schlagen. Die Differenzen zu unserer Analog-Empfehlung sind marginal, und auch mit dem DUR-line lässt sich die Satellitenanlage perfekt einstellen. Auf jeglichen Komfort muss man allerdings verzichten.

Octagon SF 418 LCD HD

Der Octagon SF416 LCD HD ist bereits ein wenig in die Tage gekommen und das merkt man ihm auch deutlich an. Zeile für Zeile baut sich das System auf, und man fühlt sich in die Zeit des ersten Gameboys zurückversetzt.

Auch die ersten Startversuche verliefen etwas holprig, selbst ohne Anschluss des LNBs wurde nach jedem Start ein »Kurzschluss« signalisiert. Erst die Rücksetzung auf »Werkseinstellung« brachte Abhilfe. Die änderte jedoch nichts daran, dass der Octagon seiner eigenen Technik hinterherhinkt und sehr langsam arbeitet. Das bezieht sich auf die Satellitenauswahl, Transpondereinstellung und Winkelberechnung ebenso wie auf die Anzeige der Signalstärke bei der Satellitensuche. Spaß macht die Arbeit so nicht.

Positiv muss aber das Zubehör erwähnt werden. Dank eines Netzteils, eines 9V-Batterieadapters und eines Batteriefachs für zehn AAA-Batterien findet man sicher immer eine Möglichkeit, den Satfinder über den NF-Anschluss mit Spannung zu versorgen, und ein Receiver wird zur Einrichtung nicht benötigt.

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Satfinder Test: Test Satfinder Octagon Sf418lcdhd 02
Satfinder Test: Test Satfinder Octagon Sf418lcdhd 03

Mit seinem Funktionsumfang kann der Octagon SF416 LCD HD durchaus punkten, und trotz seiner handlichen Größe bietet er ein großes und gut sichtbare Display. Man merkt ihm jedoch an, dass die Technik nicht mehr aktuell ist, und die hakelige Arbeit damit ist wenig komfortabel.

Venton Digi Pro

Wie bereits erwähnt, sind sich die günstigen, digitalen Satfinder sehr ähnlich. Sie zeigen zwar die Empfangsstärke in Prozent und mit Balken an, bieten aber keine Satellitenauswahl. Daher kann man sich bei der Suchen nie sicher sein, ob man den richtigen Satelliten gefunden hat. Das gilt auch für den Venton Digi Pro.

Dennoch müssen die günstigen nicht schlecht sein. Sie bieten eine nahezu identische Ausstattung mit Summer, Dämpfung und einem beleuchteten Display. Letzteres ist beim Ventor richtig gut und sorgt auch bei Sonnenschein für gut erkennbare Werte. Weniger gut ist (wie bei vielen) die einstellbare Dämpfung. Der Spielraum ist viel zu klein, und bei kleinsten Bewegungen des Satfinders springen die Werte hin und her. Ein exaktes Arbeiten ist so kaum möglich.

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Satfinder Test: Test Satfinder Venton Digipro 01
Satfinder Test: Test Satfinder Venton Digipro 02
Satfinder Test: Test Satfinder Venton Digipro 03

Unter den günstigen Satfindern sticht der Venton Digi Pro vor allem mit seinem hell erleuchteten Display hervor. Bei der Dämpfung zeigt er jedoch die gleichen Schwächen, und die Messwerte lassen sich nicht konstant ablesen.

HB-digital SF-888G

Wem der Venton optisch nicht gefällt, der kann auch zum gleichwertigen HB-Digital SF-888G greifen. Die Ausstattung ist identisch, und das scheint auch für die verbaute Technik zuzutreffen. Lediglich die Tasten sind etwas anders angeordnet und das Display jetzt weiß beleuchtet.

Leider trifft die Ähnlichkeit auch auf die Probleme mit der Dämpfung zu. Der Spielraum ist zu klein und das Stellrad reagiert so empfindlich, dass die Werte nicht konstant bleiben. Sicher findet man auch damit die beste Einstellung aber Spaß macht es nicht und nach einer Weile ist man einfach nur noch genervt.

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Satfinder Test: Test Satfinder Hbdigital Sf888g 01
Satfinder Test: Test Satfinder Hbdigital Sf888g 02
Satfinder Test: Test Satfinder Hbdigital Sf888g 03

Der HB-Digital SF-888G ist günstig und macht seinen Job mit einigen Haken. Wird er nur sehr selten benötigt, kann man durchaus damit arbeiten. Bei einem häufigeren Einsatz sollte man aber doch lieber zu einem hochwertigeren Gerät greifen.

So haben wir getestet

Hinter dem Fernsehempfang per Satellit steht eine sehr komplizierte Technik, die sehr viel Grundwissen voraus setzt. Das haben die wenigsten privaten Anwender und daher soll der Test auch nicht so weit ins Detail gehen. Professionelle Anwender wissen genau, auf welche technischen Daten sie achten müssen und welche Funktionen sie im Job benötigen. Sie werden sich ganz sicher nicht mit solchen zum Teil spartanisch ausgestatteten Geräten zufrieden geben und für sie ist der Test auch nicht gemacht worden. Der Test richtet sich an Hausbesitzer, die hin und wieder eine Satellitenanlage einrichten oder Camper, die auch mobil nicht auf den Fernsehempfang verzichten möchten.

Satfinder Test: Test Satfinder Testgeraete
11 Satfinder unterschiedlichster Hersteller haben wir getestet.

In unserem Satfinder-Test achten wir darauf, welche Funktionen in Bezug zum Kaufpreis angeboten werden und wie sich der Satfinder bedienen lässt. Einen grundlegenden Unterschied macht dabei bereits die Vorauswahl des gewünschten Satelliten. Kann dieser nicht festgelegt werden, reagiert der Satfinder auf jeden gefundenen, und es kann durchaus passieren, dass man sich hinterher über die ganzen fremdsprachigen Sender wundert. Dann wurde offenbar der falsche Satellit angepeilt.

Die Satelliten-Voreinstellung erleichtert die Suche!

Kann der gewünschte Satellit im Vorfeld eingestellt werden, zeigt der Satfinder zwar alle gefundenen Satelliten im Balken der Empfangsstärke an, der Balken der Qualität bleibt beim falschen Satelliten jedoch bei Null. Das erleichtert die Suche erheblich, dafür muss man jedoch etwas tiefer in die Tasche greifen. Soll eine eingerichtete Sat-Anlage nur nachjustiert werden, kann man auf die Funktion aber auch verzichten.

Satfinder Test: Test Satfinder Venton Digipro 03
Viele der günstigen Geräte verfügen eine manuelle Dämpfung, die funktioniert jedoch nur selten gut.

Die Dämpfung ist meist mit Vorsicht zu genießen

Ein weiterer wichtiger Punkt im Satfinder-Test ist die mögliche Dämpfung des Eingangssignals. Dies wird vor allem bei günstigen Geräten benötigt, die über keine Satellitenauswahl verfügen. Ohne Dämpfung reagiert das Messgerät bereits auf schwache Signale und gibt die Richtung vor. Anschließend wird die Dämpfung erhöht und damit das Signal abgeschwächt. Jetzt kann die Feinjustierung vorgenommen werden. Das ist zwar praktisch und man findet die optimale Einstellung, man weiß jedoch nie, wie gut der Empfang tatsächlich ist.

Leider ist bei vielen günstigen Geräten die Dämpfung das große Handicap. Sie besitzen in den meisten Fällen zwar Tasten (ATT – Attenuation) und zusätzlich auch ein Potentiometer für die stufenlose Dämpfung, jedoch ist der Spielraum der stufenlosen Einstellung meist sehr gering, und die angezeigten Werte springen bei kleinsten Berührungen hin und her. Das erschwert die Arbeit damit ungemein.

Satfinder Test: Test Satfinder Testaufbau
Für den Satfinder-Test wurde eine Sat-Anlage aufgestellt und mit jedem Satfinder neu ausgerichtet.

Wie schnell und genau lässt sich der Satellit finden?

Um bequem arbeiten zu können, wurde eine kleine Satellitenanlage im Garten aufgebaut. Mit jedem einzelnen Satfinder wurde sie neu ausgerichtet und die erreichte Empfangsstärke anschließend mit dem Megasat Digital 1 HD überprüft. Die Maximalwerte, die danach erreicht werden konnten, lagen bei 90 Prozent Empfangsstärke und 76 Prozent in der Qualität. Eine große Rolle hierbei spielte sicher das recht alte LNB und die Positionierung knapp über dem Boden. Optimal ausrichten ließ sich die Anlage im Grunde mit jedem Satfinder, nur konnte man sich bei einigen nicht sicher sein, ob tatsächlich das Optimum herausgeholt wurde.

Völlig außen vor blieb der bei einigen eingebaute Kompass. Dieser reagiert bekanntermaßen stark auf Magnetfelder und Metalle, die sich in einem elektronischen Gerät nun mal nicht vermeiden lassen. So ist es kaum verwunderlich, dass sich die Kompasse bei der Nordrichtung nicht einig waren. Einen eingebauten Kompass sollte man daher bitte niemals als ein Kaufkriterium bewerten. Das ist nicht mehr als eine grobe Schätzung und dazu reicht auch ein Blick auf die Satellitenanlage des Nachbars.

Die wichtigsten Fragen

Welcher ist der beste Satfinder?

Der beste Satfinder ist für uns der Satlink WS-6399. Er bietet einen sehr guten Funktionsumfang, ohne dabei überladen zu sein. Zusätzlich besitzt er unter den Satfindern mit Display das beste Bild, welches auch bei Sonnenlicht noch ablesbar bleibt.

Analoger oder digitaler Satfinder?

Das ist eher eine Glaubensfrage. Der eine mag die Anzeige mit Zeiger, der andere möchte lieber eine Anzeige mittels Balken oder in Prozent. Fakt ist aber, dass analoge Satfinder meist eher mäßig ausgestattet sind. Außer einer Dämpfung bieten sie wenig, die funktioniert dafür sehr gut.

Braucht der Satfinder eine Satellitenvorwahl?

Ohne Satellitenvorwahl zeigt der Satfinder nur die Empfangsstärke an. Ob man dabei den gewünschten Satelliten gefunden hat, sieht man später nur am Fernseher. Mit Satellitenvorwahl wird bei jedem gefundenen Satelliten die Empfangsstärke angezeigt. Aber nur beim gewünschten schlägt auch der Pegel für die Qualität aus.

Warum müssen einige Satfinder am Receiver angeschlossen werden?

Im Betrieb benötigt das LNB Strom. Den bekommt es vom Receiver. Satfinder ohne eigene Spannungsversorgung, nutzen diesen ebenfalls, um das Display, LEDs oder die Beleuchtung zu betreiben. Daher müssen Satfinder ohne Akku am LNB und am Receiver angeschlossen werden.

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