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Der beste Saugroboter

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Saugroboter Test: Staubsaugerrobos Irobot Roombae5 1720x1147
Sebastian Jentsch

Sebastian Jentsch

ist Technik-Journalist und lebt im Umland von Berlin. Als ehemaliger Redaktionsleiter von Notebookjournal und derzeitiger Bereichsleiter Consumer bei Notebookcheck schreibt er seit zehn Jahren über mobile Technik, vor allem Notebooks, Smartphones und Tablets. Seinen Ausgleich holt er sich in Küche und Garten, weshalb Haushaltsprodukte ebenfalls in seinem Fokus stehen.

Wir haben 32 Saugroboter getestet. Der beste für die meisten ist der iRobot Roomba e5. Er ist durch seine Gummiwalzen nahezu verfilzungsfrei, fährt lange und kann einfach entleert werden. Er ist außerdem sehr gründlich – speziell auf Teppich!

Update 20. November 2020

Wir haben sechs neue Saugroboter getestet. Eine neue Empfehlung ist der Yeedi K650. Außerdem rutschten einige bereits getestete Modelle auf höhere Plätze, so ist der iRobot Roomba e5 neuer Testsieger. Auch der Xiaomi Roborock S6 hat jetzt einen Platz unter den Empfehlungen.

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2. Juli 2020

Wir haben drei weitere Saugroboter getestet. Medions MD19511 setzt die unkomfortablen Kritikpunkte seiner Vorgänger fort. Der Kyvol Cybovac E30 protzt mit „extrem starker Saugkraft“, im Test bleiben Fliesenfugen aber unsauber. Einzig der Eufy Robovac 11S Max überzeugt mit Saugkraft und Handling.

22. November 2019

Wir haben uns einen weiteren Roboter angesehen. Der Blaupunkt Bluebot XSmart ist gründlich, dafür aber unkomfortabel bei Bedienung und Entleerung. Die Wischfunktion ohne Pumpe und mit kleinem Tank ist ein Tropfen auf den heißen Stein ohne großen Nutzen.

16. August 2019

Die Roboter von Xiaomi sind beliebt. Wir haben uns den neuen Roborock S6 angeschaut und festgestellt: Ein tolles Gerät zu einem attraktiven Preis! Leider hat der S6 einen gravierenden Fehler, deshalb empfehlen wir ihn (vorerst) nicht. Ausführliche Informationen zum Gerät unter „Außerdem getestet“.

7. Juni 2019

Wir holen den Botvac D7 Connected von Neato Robotics in den Test und stellen fest: Er schafft viel Fläche, so richtig sauber wird es aber erst nach mehreren Durchgängen. Gelungen ist das Mapping mit dem Anlegen von Zonen: Schicken Sie den D7 zielgerichtet zum Esstisch oder in die Küche.

13. Mai 2019

Wir haben unserem Test der besten Wischroboter einen eigenen Artikel gewidmet. Ab sofort erfahren Sie hier alle Neuigkeiten über die kleinen Putzhelfer. Dieser Artikel behandelt somit ab sofort nur noch reine Staubsaugerroboter.

8. März 2019

Der iRobot Roomba i7+ (i7558) sammelt den Schmutz nicht nur auf, er bringt ihn auch weg – nämlich zu seiner Absaugstation, die gleichzeitig seine Ladebasis ist. Hinzu kommt eine Kartierung der Räumlichkeiten, wobei Sie Räume benennen, die auf Wunsch unterschiedlich oft gereinigt werden.

17. Januar 2019

Nach einigen Wochen intensiver Benutzung ergänzen wir den Ecovacs Robotics Deebot 710, das teurere Schwestermodell unseres Testsiegers Deebot 600. Es teilt fast alle positiven Eigenschaften des Testsiegers, bietet unserer Meinung nach aber für den Aufpreis keinen echten Mehrwert.

23. November 2018

Wir haben acht weitere Roboter getestet. Mit dabei waren diesmal Modelle von Ecovacs, iRobot, Vorwerk, AEG, Neato und Medion. Der Ecovacs Deebot 600 setzt sich dabei an die Spitze und ersetzt den alten Testsieger Deebot M88. Der Roomba e5 von iRobot kann uns auch begeistern, ist aber deutlich teurer. Neue Empfehlungen sind außerdem der Vorwerk Kobold VR300 und der AEG RX9-1.

22. Februar 2018

Wir haben drei neue Saugroboter getestet, den Dyson 360 Eye, den Neato Botvac D85 und den iRobot Roomba 980. Alle drei punkten bei Teppich und der Neato und der Dyson sind zwei neue Empfehlungen. Der Roomba 980 enttäuschte leider, besonders in Anbetracht seines hohen Preises.

Den Traum, die Haushaltsarbeit einfach von einem Roboter erledigen zu lassen, gibt es, seit es Roboter gibt. Mit Staubsauger-Robotern wird der Traum zum ersten mal ein bisschen Wirklichkeit – zumindest, was das Staubsaugen angeht. Denn die regelmäßige Grundreinigung können einem Saugroboter durchaus abnehmen, wie unser Test gezeigt hat.

Wir haben über die Zeit 32 Saugroboter getestet, darunter sowohl Modelle mit als auch ohne rotierende Bürste. Welche Bauart für Sie am besten ist, hängt vor allem davon ab, wie Ihr Haus oder Ihre Wohnung ausgestattet ist. Ist die Wohnung komplett oder teilweise gefliest oder mit anderen glatten Oberflächen eingerichtet? Dann kommen Sauger ohne rollende Bürsten in Frage – aus Teppichen holen sie dagegen fast gar nichts heraus. Aber auch auf glatten Oberflächen lösen Roboterstaubsauger mit Bürstenwalze etwas mehr Schmutz.

Der Boden­belag entscheidet über die Roboter­wahl

Doch auch glatte Flächen haben Fallstricke: Schmale Fugen zwischen den Fliesen oder zwischen den Holzdielen können manche Sauger nicht gründlich reinigen, gerade solche, die auf textilem Belag stark sind. Hier bleibt gern Staub und Schmutz hängen und man muss alle paar Wochen per Hand nacharbeiten.

Bei Teppichen eignen sich Roboter nur für Niedrigflorbeläge, in Langflorteppichen bleiben sie stecken. Dafür sollten sie ein Modell mit zwei gegenläufig rotierenden Walzenbürsten wählen (Roomba-Modelle). Läufer und einzeln liegende Teppiche mit langen Quasten können für solche Saugroboter aber ein Problem sein, denn die Walzen wickeln die gern auf. Es gibt auch Saugroboter, die nicht nur saugen, sondern auch wischen können. Solche Wischroboter behandeln wir in einem eigenen Test.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Teppich-Profi

iRobot Roomba e5

Test Staubsauger-Roboter: iRobot Roomba e5
Hohe Raumabdeckung und sehr gründlich – speziell auf Teppich: Der Roomba bietet einiges fürs Geld.

Unser Testsieger Roomba e5 ist ein Profi für textile Bodenbeläge, der Wartungsaufwand ist gering. Der Grund: iRobot setzt auf bürstenlose Gummiwalzen, die nicht verfilzen. Hinzu kommt ein ziemlich großer Staubbehälter, der leicht entleert und gereinigt werden kann. Bei der Gründlichkeit und der Raumabdeckung steht der Roomba e5 hochwertigen Konkurrenten in nichts nach, allerdings schwächelt er bei breiten, tieferen Fliesenfugen. Hier bleibt oft Schmutz liegen.

Der Roomba e5 reinigt sehr ausdauernd: Im Test war er 78 Minuten unterwegs. Nicht zu vergessen sind die geringen jährlichen Kosten für Filter, Seitenbürsten und Gummiwalzen.

Etagensieger

Neato Robotics Botvac D7 Connected

Test Saugroboter: Neato Robotics Botvac D7 Connected
Der Roboter fürs ganze Haus: Mit 100 Minuten Laufzeit und großem Staubbehälter ist der Botvac D7 auch für längere Einsätze gerüstet.

Der Neato ist zwar nicht die Gründlichkeit in Person, doch er überzeugt durch Laufzeit, höchsten Planungskomfort und durch eine leichte Entleerung. Im Grundriss von bis zu drei Etagen legen Sie No-Go-Linien und Zonen an. So fährt der Roboter zielgerichtet den Flur an und beseitigt den Sand der Kinder.

Hervorragende Navigation

Xiaomi Roborock S6

Test Saugroboter: Xiaomi Roborock S6
Cleveres Mapping, fährt Räume zeitgesteuert unterschiedlich oft an, einfache Entleerung des großen Staubbehälters & Wischfunktion

Der Xiaomi Roborock S6 profitiert von seiner erstklassigen Navigation. Sperrzonen, Raumbezogene Reinigung, alles keine böhmischen Dörfer. Der Akku hält bis zu 142 Minuten durch (im Leise-Modus). 100 bis 150 Quadratmeter sind für den Xiaomi-Roboter gar kein Problem, sofern er nicht die ganze Zeit im Turbo-Modus ackern muss.

Günstiger

Yeedi K650

Test Saugroboter: Yeedi K651G
Leise, keine verfilzte Bürste - ideal für Tierhaare, Feucht Wischen optional, Tank auslaufsicher

Yeedi K650 ist leise, akzeptabel gründlich und mit der Gummi-Walze wartungsarm. Das macht ihn für Tierliebhaber interessant, die keine Lust auf ständig verfilzte Bürsten haben. Parallel zum Saugen kann der Yeedi feucht wischen, das sorgt für oberflächlichen Glanz.

Komfortsieger

iRobot Roomba i7+ (i7558)

Wir hatten den iRobot Roomba i7+ mehrere Wochen im Test, doch bereits nach wenigen Tagen stand fest: Das ist unser Komfortsieger. Mit so wenig Aufwand haben wir bisher noch keinen Staubsaugerroboter betrieben.

Grund für unseren Jubel ist die Absaugstation. Sie entleert den kleinen Tank des Roboters, ohne dass Sie sich die Hände schmutzig machen müssen. Im Zusammenspiel mit den verfilzungsfreien Gummiwalzen und der Raumplanung stellte sich bei uns die höchste Zufriedenheit ein. Wir empfehlen den iRobot Roomba i7+ für Allergiker, denn der Kontakt mit Staub ist auf ein Minimum begrenzbar. Alternativ wäre hier auch der iRobot Roomba s9+ mit Absaugstation zu nennen. Der kann mehr oder minder dasselbe, ist aber deutlich teurer.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Teppich-ProfiEtagensiegerHervorragende NavigationGünstigerKomfortsieger
ModelliRobot Roomba e5Neato Robotics Botvac D7 ConnectedXiaomi Roborock S6Yeedi K650iRobot Roomba i7+ (i7558)iRobot Roomba s9+ mit AbsaugstationKyvol Cybovac E30Medion MD 18500Vorwerk Kobold VR300AEG RX9-1Dyson 360 EyeEcovacs Robotics Deebot 710Neato Botvac D6 ConnectediRobot Roomba 980Neato Botvac D4 ConnectedBlaupunkt Bluebot XSmartTesvor M1Eufy RoboVac G10 HybridEufy RoboVac 30CEcovacs Deebot 600
Test Staubsauger-Roboter: iRobot Roomba e5Test Saugroboter: Neato Robotics Botvac D7 ConnectedTest Saugroboter: Xiaomi Roborock S6Test Saugroboter: Yeedi K651GiRobot Roomba i7+ (i7558): Die Absaugungstation bringt endlich den Komfort, den sich die meisten von einem Roboter wünschen.Test Saugroboter: iRobot Roomba s9+ mit AbsaugstationSaugroboter Test: 71e9fbme07l. Ac Sl1500Test Staubsauger-Roboter: Medion MD 18500Staubsauger-Roboter Test: Staubsaugerrobos Vr300Test Staubsauger-Roboter: AEG RX9-1Test Staub­sauger-Roboter: Dyson 360 EyeTest Staubsauger-Roboter: Ecovacs Robotics Deebot 710Test Staubsauger-Roboter: Neato Botvac D6 ConnectedTest Staubsauger-Roboter: iRobot Roomba 980Test Staubsauger-Roboter: Neato Botvac D4 ConnectedTest Saugroboter: Blaupunkt Bluebot XSmartTest Saugroboter: Tesvor M1Test Saugroboter: Eufy RoboVac G10Test Saugroboter: Eufy RoboVac 30CTest Staubsauger-Roboter: Ecovacs Deebot 600
Pro
  • Ausdauernd (78 Minuten)
  • Gründliche Reinigung
  • Vglw. bequeme Entleerung des Staubbehälters
  • Keine verfilzten Bürsten
  • Starke Laufzeit, bis 100 Minuten
  • No-Go-Linien
  • Zonen für punktgenaue Reinigung
  • Mehrere Grundrisse (Stockwerke merken)
  • Großer Staubbehälter
  • Einfache Entleerung und Reinigung
  • Hervorragende Navigation: Räume selektiv anfahren
  • Leiser Saugmotor
  • Schnell fertig
  • Wischfunktion & nässesichere Basis
  • Bürstenwalze verfilzt nicht so schnell
  • Stabile Bauweise & technisch durchdacht
  • Wartungsarme Gummiwalze (Tierhaushalte), alternative Bürstenwalze anbei
  • Tank fast auslaufsicher
  • Leise – je nach Einstellung
  • Wisch-Option
  • Maximaler Komfort durch Selbstentleerung
  • Kartierung & Raumverwaltung für Reinigungspläne
  • verfilzungsfreie Gummiwalzen
  • Starke Raumabdeckung im Test
  • Etagenreinigung durch Nachladen
  • Ausdauernd
  • Weniger Arbeit
  • Solide, alltagstauglich
  • Saubere Kanten
  • Wartungsarme Gummiwalzen
  • Handhabung Schmutzbehälter
  • Raumbezogene Reinigung
  • Saisonale Empfehlungen
  • 7,2 cm flach
  • Großer Tank
  • Fährt in Bahnen
  • Basis mit Kabelwickel & rutschhemmend
  • Staub-Box in 3 Schritten entleeren
  • Beste Flächenabdeckung und Gründlichkeit im Test
  • Zeitplanung via Fernbedienung
  • Ausdauernd für eine große Etage (129 Minuten)
  • keine verfilzte Bürste (Direktansaugung)
  • No-Go-Linien einzeichnen
  • Mehrere Grundrisse möglich
  • Starke Raumabdeckung im Test
  • Behälter Entleeren ohne Staub
  • Auch ohne App gut bedienbar
  • Großer Staubbehälter
  • Einfache Entleerung & Säuberung
  • Gut für Teppiche mit kurzem oder mittlerem Flor
  • Auch ohne App gut bedienbar
  • Hohe Raumabdeckung
  • Gutes Reinigungsergebnis
  • Timer und Modi in App einstellbar
  • Sehr saubere Entleerung
  • Kein Ausklopfen der Filter
  • Geringe Folgekosten
  • So leise wie der Testsieger
  • Gründliche, langsame Reinigung um Hindernisse
  • Hohe Sauberkeitsquote
  • Roboterstimme
  • Wenig Aufwand beim Entleeren
  • Timer und Reinigungsmodi in App
  • No-Go-Linien einzeichnen
  • Mehrere Grundrisse (Stockwerke merken)
  • Großer Staubbehälter
  • Einfache Entleerung und Reinigung
  • Verfilzungsfreie Gummiwalzen
  • Geringe Wartungskosten
  • Erstellt Reinigungskarte
  • Settings in App einstellbar
  • Schmutz- und Raumerkennung
  • No-Go-Linien einzeichnen
  • Mehrere Grundrisse anlegbar
  • Großer Staubbehälter wie D6
  • So leise wie der Testsieger
  • Sehr gutes Reinigungsergebnis
  • Gründlich & kraftvoll auf Wunsch
  • Ausdauernd, 2+ Stunden
  • Fernbedienung
  • Wartungsfreie Direktansaugung
  • Einfache Filter-Säuberung + waschbar
  • Basis standsicher
  • Flach: 7,2 cm
  • Wischfunktion – feucht Drüberwischen
  • Fernbedienung
  • Solide Ladebasis
  • Leisester Sauger
  • Günstig
  • Hohe Sauberkeitsquote
  • Wenig Aufwand beim Entleeren
  • Timer und Reinigungsmodi in App
Contra
  • Schwierigkeiten bei breiten Fliesenfugen
  • Zeitplanung nur via App
  • Zeitplanung nur via App
  • Gründlichkeit vglw. gering
  • Kommt nicht unter jeden Schrank
  • Betriebsgeräusch
  • Hohe jährliche Kosten
  • Lautes Quietschen des Radantriebes (Testgerät)
  • Vergleichsweise wenig gründlich
  • Nur brauchbare Gründlichkeit
  • Basis nicht standsicher, dünnes Kabel
  • WiFi-Verbindung gescheitert
  • Filter-Reinigung vglw. mühsam
  • Keine selektive Raumreinigung oder Sperrbereiche
  • Sehr teuer
  • Wegwerf-Beutel
  • Schlechte Reinigungsergebnisse bei Ritzen und Fugen
  • Moderate Gründlichkeit
  • Laut und ratternd
  • Benötigt Licht zur Orientierung, Abbruch bei Dunkelheit
  • Trainingsläufe 2,5 Stunden
  • Filter-Reinigung weiterhin nötig
  • Bug: Registrierung für App nicht möglich
  • Mäßige Gründlichkeit, schwach bei Fugen (auch bei max)
  • Leichte Basis
  • Mühsame, fummelige Entleerung des zu kleinen Staubbehälter (0,3L)
  • Für Teppich weniger geeignet
  • Etwas unkoordiniert und langsam
  • Fährt, bis der Akku leer ist – auch in kleinen Räumen
  • Zeitplanung nur via App
  • Vergleichsweise laut
  • Vglw. hohe jährliche Kosten
  • Hoher Preis
  • Zeitplanung nur via App
  • Nur Kontrollmapping
  • Nicht so gründlich, Bürste verteilt Schmutz
  • Vergleichsweise hohe jährliche Kosten
  • Große Bauhöhe
  • Fährt nicht bei Dunkelheit
  • Hohe Lautstärke
  • Häufiges Nachladen
  • Sehr teuer
  • Zeitplanung nur via App
  • Raum-zu-Raum Reinigung im Test nicht erkennbar
  • Verfilzte Bürsten
  • Wassertank-Option nicht möglich
  • Zeitplanung nur via App
  • Gründlichkeit im Test vergleichsweise gering
  • Kommt nicht unter jeden Schrank
  • Betriebsgeräusch (rumpelt, quietscht)
  • Hohe jährliche Kosten
  • Schlechte Reinigungsergebnisse bei Ritzen und Fugen
  • Sehr teuer
  • Zeitplanung nur via App
  • Keine Seitenbürste
  • Geringe Gründlichkeit im Test
  • Filter ohne Abdeckung verfilzt
  • Betriebsgeräusch (rumpelt)
  • Hohe jährliche Kosten
  • Unkomfortabel Bedienung
  • Mühsame Entleerung
  • Mapping nur für Historie
  • Kraftlose Wischfunktion, ohne Pumpe
  • Basis nicht standsicher, dünnes Kabel
  • Laut, Düsenjet-Charakter – je nach Einstellung
  • Schiebt leichte, niedrige Objekte
  • Mapping nur zur Ansicht
  • App ohne Planungsfunktion
  • Tank nicht Auslaufsicher
  • Wifi Verbindung gescheitert
  • Hochglanz Deckplatte
  • Nur brauchbare Gründlichkeit
  • Tank nicht auslaufsicher
  • Bumper: häufiges Anstoßen an Möbel
  • Wifi Verbindung gescheitert
  • Hochglanz Deckplatte
  • Nur brauchbare Gründlichkeit
  • Tank nicht auslaufsicher
  • Wartung Bürstenwalze
  • Bumper: häufiges Anstoßen an Möbel
  • Zeitplanung nur via App
  • Verfilzte Bürsten
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Wissenswertes über Saugroboter

Staubsaugerroboter können eine angenehme Hilfe für die regelmäßige Grundreinigung sein. Sie entfernen zuverlässig Staub, Flusen und lockeren Schmutz vom Boden. So gründlich wie per Hand mit dem Bodenstaubsauger reinigt aber keiner von ihnen.

Das liegt zum Teil an der wesentlich geringeren Saugleistung von Saugrobotern: Während normale Haushaltsstaubsauger eine Leistung von 600 bis 800 Watt haben, kommt ein Batterie-Sauger gerade mal auf 20 bis 35 Watt.

Deebot 600 / 710: die Hauptbürste besteht aus Lamellen und Bürsten, dadurch eignet sie sich einerseits für Hartböden und andererseits für Teppich
Deebot 600/710: Die Hauptbürste besteht aus Lamellen und Bürsten. Dadurch eignet sie sich sowohl für Hartböden als auch für Teppich.

Allerdings sind die Roboter fleißiger, wodurch gerade die für textile Beläge optimierten Roboter (Dyson 360 Eye, Neato Botvac D85/D6/D7, iRobot Roomba 980/871/e5/s9+ und AEG RX9-1) dem großen Sauger gegenüber im Vorteil sind: Durch die täglichen Fahrten holen sie unterm Strich mehr Schmutz aus dem Läufer als ein hastiges wöchentliches Saugen mit dem normalen Staubsauger.

Von einer »Tiefenreinigung« von Teppichen kann damit keine Rede sein. Die spindelförmigen Walzen sind mit Gummi oder Bürsten besetzt und klopfen zwar die Oberfläche durch und saugen den aufgewirbelten Schmutz auf, jeder einfache Bodenstaubsauger ist dabei aber um Längen gründlicher und holt mehr Sand, Haare und Fusseln aus dem Teppich.

Saug­roboter sind nie so gründlich wie herkömmliche Staub­sauger

Aber auch auf Dielen oder Fliesen fahren Saugroboter oft über losen Schmutz hinweg, der in schmalen Fugen liegenbleibt und auch Ecken sind für sie oft ein Problem. Um ein Nachreinigen von Ecken und einer regelmäßigen gründlichen Reinigung von Teppichen kommen Sie also auch mit einem Staubsaugroboter nicht umhin.

Typische Schwachstellen

Die Sensorik heutiger Roboter ist ausgefeilt. Selbst die günstigen Modelle fahren nicht blindlings drauflos und bemerken die nächste Wand erst, wenn ihr Stoßfänger dagegen rempelt. Sie erkennen Hindernisse, merken sich Räume, fahren bestimmte Reinigungsmuster und erkennen teilweise sogar den Schmutz, um die Stelle dann besonders sorgfältig zu bearbeiten.

Das alles nützt aber nichts, wenn Kabel, Gardinen, Lego-Bausteine, Holzstäbchen, Schnürsenkel oder Blumenvasen den Weg versperren. Solche Hindernisse sind für die Sensorik mitunter zu klein und werden im besten Fall einfach zur Seite geschoben. Einige High-End-Modelle haben heute Front-Kameras, die potentielle Havarie-Objekte wie Kabel, Socken oder Schuhe erkennen und umfahren. Dies ist aber noch nicht der Normalfall, wir kennen nur den Deebot Ozmo T8 AIVI.

Im ungünstigen Fall – und der ist in der Praxis leider der Normalfall – fährt sich der Sauger aber an der Gardine fest, rollt mit der Seitenbürste einen Schnürsenkel auf oder blockiert seine Walze mit dem Faden eines Teppichs. Aber auch mobile Gegenstände – wie die bemalten Holzscheiben der Kinder – versucht mancher Sauger zu überfahren und sitzt dann obenauf und kommt nicht weiter.

Auch kleine Stolper­steine können stören

Gefährlich kann es sogar werden, wenn der Roboter hängenbleibt und Gegenstände vom Tisch zerrt oder eine Vase umreißt. Jeder neue Eigentümer sollte sich auf eine spaßige Lernphase einlassen, denn die kleinen Roboter sind unermüdlich im Ausprobieren neuer Blockaden. Erst nach Tagen werden Sie ihre Wohnung derart optimiert haben, dass der kleine Helfer störungsfrei seine Arbeit verrichten kann.

Vor allem in Wohnungen, die ausschließlich oder hauptsächlich glatte Böden haben, können Robotersauger aber viel Arbeit abnehmen. Genau das ist der Anspruch, den sie im besten Fall an einen Roboter haben können: Er nimmt Ihnen einen erheblichen Teil ihrer Staubsaugerfahrten ab – am besten während sie gar nicht zuhause sind.

Zwar nicht gefährlich, aber ärgerlich ist ein Umstand, auf den uns ein Leser aufmerksam gemacht hat: Sein Staubsauger-Roboter, ein Modell von Deebot, sammelt Staub auf eine nicht vorgesehene Weise. Weil der verarbeitete Kunststoff nicht antistatisch ist, setzt sich im Lauf der Zeit Staub auf den Sensoren und dem vorderen Scan-Fenster ab, wodurch das Gerät Orientierung einbüßt.

Die Roboter fahren mit einer Akkuladung nur eine bestimmte Zeit, sehr große oder verwinkelte Etagen müssen daher unter Umständen mit einer Zwischenaufladung abgefahren werden. 60 Quadratmeter fahren auch die einfachen Sauger in einer Akku-Tour ab – sofern die Räume nicht extrem verwinkelt sind.

Bei Flächen von mehr als 60 Quadratmeter und mehr als vier Räumen sollten sie auf jeden Fall nach einem Modell suchen, dass eine Zwischenaufladung des Akkus einlegen kann. Das Fortsetzen der Reinigung beherrscht schon die untere Mittelklasse.

Bereiche abgrenzen

Bereiche, die nicht abgefahren werden sollen, können übrigens bei einigen Saugrobotern mit einer virtuellen Wand aus einer Lichtschranke oder einem Magnetband abgesperrt werden. Wenn Sie so etwas benötigen, sollten Sie sich vorher über das nötige Zubehör erkundigen, denn das kostet extra.

 Saugroboter Test: Saugroboter Update App Irobotroombas9plus
iRobot Roomba s9+ App: Räume finden und benennen

Oder aber Sie erwerben ein Modell, das den Grundriss Ihrer Etage aufzeichnet (Mapping), in dem Sie dann No-Go-Linien oder Räume einzeichnen. Somit können Sie stark verkabelt Bereiche oder Waldis Futterplatz von der Reinigung ausklammern.

Wie lange dauert die Reinigung?

Die Roboter verrichten ihre Arbeit relativ gemächlich. Je verwinkelter die Räume sind und je mehr Hindernisse herumstehen, desto länger dauert es. Bei 60 Quadratmetern und drei Räumen müssen Sie mit 40 bis 80 Minuten Saugarbeit rechnen. Je mehr Möbel und Gegenstände im Raum stehen, um so länger dauert die Arbeit.

Die meisten Modelle fahren Räume nach einem bestimmten Muster ab. Das kann zuerst der Rand und danach ein linienförmiges Abfahren sein, es gibt aber auch Z-Muster und reine Zufallsfahrten. Die sind nicht sehr effizient, da Bereiche doppelt oder gar dreifach abgefahren werden.

Im Hinblick auf eine große Flächenleistung mit einer Akkuladung ist eine Fahrt nach Plan sinnvoller. Hierzu muss der Roboter zuerst die zu saugende Fläche kartieren, zum Beispiel durch eine Fahrt entlang des Randes. Das machen die Robotersauger in der Regel mit einer oder zwei Kameras oder mit einem Laser.

Zu den typischen Fahrmustern zählen die Geradeausfahrt, der Zick-Zack-Modus, die Wandverfolgung und die Spiralfahrt. Roboter mit Raumplanung sind zusätzlich in der Lage, in überlappenden Linien zu fahren.

Geplante Reinigungs­fahrten führen schneller zu sauberen Böden

Wer eine möglichst schnelle Reinigung will, sollte auf Modelle achten, die eine geplante Reinigung, also Raum für Raum, fahren können. Solche Modelle haben eine Mapping-Funktion: Der Roboter erkennt, wo er schon war und fährt in Linien die Flächen ab. Das geht schneller als die planlose, zufallsgetriebene Herumfahrerei der günstigeren Modelle.

Soll der Roboter während Ihrer Abwesenheit reinigen, spielen Lautstärke, Ladezeit und Reinigungsdauer kaum eine Rolle. Wenn hingegen in der Nacht gesaugt wird, etwa im Nebengebäude oder auf einer Etage ohne Schlafzimmer, ist ein niedriger Lärmpegel wichtig. Achten Sie auf eine Lautstärkeangabe von unter 65 Dezibel. Besonders leise sind Ecovacs Deebot 710, Xiaomi Roborock S6 und Blaupunkt Bluebot XSmart. Die Neato-Roboter sind unterm Strich die lautesten, auch deshalb weil ihr Fahrwerk oft rumpelt.

Was ist mit Treppen?

Roboter starten in der Regel zeitgesteuert oder manuell von ihrer Ladestation aus. Nach der Arbeit oder bei knappem Akku-Stand kehren sie selbständig dorthin zurück. In andere Etagen muss der Roboter getragen werden, denn Treppen kann er nicht steigen. Aber auch dort führt der Roboter den gewünschten Reinigungsmodus durch – und bleibt dann am Ausgangspunkt stehen.

 Saugroboter Test: Stausaugerroboter Update Neatoconnectedd701
Neato Connected D701: Die großen Räder überwinden Schwellen bis 1,9 cm

Wenn Sie Türschwellen und geringe Höhenunterschiede im Haus oder in der Wohnung haben, sollten Sie einen Roboter mit Steighilfe wählen, bzw. auf die Angabe eines Höhenunterschiedes achten. Bei unseren Empfehlungen sind das 1,5 bis 1,9 Zentimeter, Roomba e5 packt z. B. nur 1,5 cm, ein Botvac D7 Connected liegt bei 1,9 cm.

Treppen­stürze kommen selten vor

Treppen oder andere Abgründe sind kein Problem für die Sauger, denn sie besitzen eine Absturzsicherung. Dennoch empfehlen die Hersteller, an solchen Punkten während der ersten Reinigung dabei zu sein. Die Sensoren arbeiten nämlich nicht bei allen Untergründen zuverlässig, etwa wenn der Boden stark glänzt oder spiegelt. Der Medion MD 16192 etwa stürzte in einjähriger Betriebszeit wenigstens fünfmal die Treppe hinunter, blieb aber immer intakt.

Das muss nicht immer so sein, speziell bei Anti-Kratz-Oberflächen aus Glas, wie sie immer häufiger zu finden sind. Bei folgendem Roboter hat nur die Transport-Schutzfolie verhindert, dass sich hunderte von kleinen Scherben im Flur verteilen. Hier wurde kein Sicherheitsglas mit innenliegender Folie verwendet!

 Saugroboter Test: Saugroboter Update Praxis
Verletzungsgefahr nach Treppen-Absturz? Die »Hochwertige Anti-Kratz-Oberfläche aus Glas« zersplitterte und zerfiel in tausend Einzelteile.

Kinder und Haustiere

Wenn viele Tierhaare gesaugt werden müssen, sollte der Roboter eine Bürstenrolle haben und nicht nur eine Saugöffnung. Haare – und nicht nur die von Tieren – wickeln sich allerdings beständig um die Haupt- und Seitenbürsten. Das ist lästig, denn die Haare müssen wenigstens einmal die Woche entfernt werden. Mit den iRobot Roomba Modellen können Sie sich das ersparen, denn die haben meistens zwei Gummiwalzen. Darauf wickeln sich keine Haare auf.

iRobot Roomba i7+ (i7558): Vorteil der Gummiwalzen - keine aufgewickelt Haare!
iRobot Roomba i7+ (i7558): Vorteil der Gummiwalzen – keine aufgewickelt Haare!

In Wohnungen mit kleinen Kindern müssen dagegen besonders viel Sand, Staub und Essenskrümel eingesammelt werden. Staubbehälter mit weniger als einem halben Liter Volumen haben hier nichts zu suchen. Außerdem spielt die Robustheit des Chassis eine Rolle: Schnell bricht Kunststoff, wenn sich der Sohnemann zum Ritt auf den Sauger setzt.

Die Neato-Modelle Botvac D85, D4, D6, D7 haben die stabilsten Gehäuse von allen. Gleich danach folgen die höherpreisigen iRobot-Modelle.

Staubsaugerfürsorge

Wenn Sie nicht bereit sind, täglich den Staubsaugerbeutel zu entleeren und den Filter auszuklopfen, sollten Sie auf einen großen Filter und ein Staubbehältervolumen von mindestens 0,5 Liter achten. Das Maximum liegt bei 0,7 Liter und das ist nur bei Neato zu bekommen. Hinzu kommen das Reinigen von verfilzten Bürsten und das Entfernen von aufgewickelt Haaren.

Ein tägliches Freiräumen des Bodens muss ebenfalls sein, denn der Roboter fährt sich in der Praxis unweigerlich an Schnürsenkeln, Kabeln, Tüchern oder Gardinen fest. Auch müssen Sie auf Gegenstände achten, die herunterfallen könnten: Die Ming-Vase auf dem wackeligen Beistelltisch sollten Sie in Sicherheit bringen, denn kleinere Rempeleien können durchaus vorkommen.

Hin und wieder muss der Roboterstaubsauger auch gewartet werden. Typischerweise müssen regelmäßig der HEPA-Filter, die Hauptbürste (falls vorhanden) und die kleinen Seitenbürsten gewechselt werden. Am besten prüfen Sie vor dem Kauf, was die kosten, denn Sie müssen sich auf einen regelmäßigen Ersatz einstellen.

Wartung: Wenn die Seitenbürste so aussieht, ist ein Wechsel dringend fällig!
Wartung: Wenn die Seitenbürste so aussieht, ist ein Wechsel dringend fällig!

Wie gewöhnliche Staubsauger sind die meisten Saugroboter mit einem HEPA-Filter bestückt. Er hält Feinstaub zurück, damit der nicht in die Raumluft gepustet wird. Der HEPA-Filter muss bei jeder Entleerung gereinigt und mehrmals in Jahr ausgetauscht werden. Das häufige manuelle Ausklopfen und Reinigen könnte für den Hausstauballergiker ein Problem darstellen. Das gilt für fast alle Saugroboter – der Rest kann nämlich mit dem Handstaubsauger entleert werden bzw. haben sie eine Absaugstation.

So haben wir getestet

Alle Tests und Updates wurden im Untergeschoss eines Einfamilienhauses mit Kindern durchgeführt. Für den Check der Gründlichkeit haben wir Haferflocken und Gewürze an markierte Stellen des Holzdielen- und Fliesenbodens gestreut.

Wettkampfplatz: 25 Schmutzpunkte in drei Räumen
Wettkampfplatz: 25 Schmutzpunkte in drei Räumen.

Darüber hinaus waren die Geräte im täglichen Einsatz über mehrere Wochen aktiv. Wir wollten wissen: Wie integrieren sich die Geräte in den Haushaltsalltag der Familie? Wie groß ist der Zeitaufwand für den Betrieb und wie sehen die Ergebnisse aus?

In unserem Test mussten alle Roboter vier bis sechsmal das Erdgeschoss reinigen. Uns waren dabei zwei Fragen wichtig: Findet der Roboter jede unserer 25 mit Haferflocken markierten Schmutzpositionen? Sind alle Positionen zufriedenstellend gereinigt oder sind sie unsauber?

Der Markt an Staubsaugerrobotern ist inzwischen sehr unübersichtlich, wenn man aber die Spreu vom Weizen trennt, reduziert sich die Auswahl schnell auf wenige, renommierte Hersteller wie Ecovacs, iRobot, Neato, AEG, Dyson, Medion, Blaupunkt oder Vorwerk. Doch auch chinesische Marken wie Xiaomi, eufy oder Tesvor, finden hierzulande ihre Fans.

Wir haben alle Tests und Bestenlisten zurate gezogen, die wir finden konnten, unzählige Kundenbewertungen gelesen und uns schließlich 32 Geräte mit Preisen zwischen 150 und 1.500 Euro besorgt (bisher acht Test-Etappen von 2016 bis 2020). Wir wollten wissen, ob die teuren Robosauger wirklich besser sind als die günstigen. Das Ergebnis vorweg: Das sind sie nicht wirklich und für eine saubere Wohnung muss niemand zwangsläufig 500 Euro ausgeben. Mit einem günstigen Modell müssen Sie allerdings Abstriche beim Komfort und bei der Planung in Kauf nehmen.iRobot Roomba e5: der Profi für textile Bodenbeläge

Testsieger: iRobot Roomba e5

Von allen Roboterstaubsaugern im Test hat uns der iRobot Roomba e5 unter dem Strich am meisten überzeugt. Er liefert eine hohe Reinigungsleistung, ist dabei gründlich und dank Noppen-Walzen gehören verfilzte Bürsten der Vergangenheit an.

Ecovacs Deebot 600, der frühere Testsieger, ist im Handel nicht mehr zu finden, dafür sein Nachfolger Deebot 601. Wir sind an einem Testgerät dran.

Teppich-Profi

iRobot Roomba e5

Test Staubsauger-Roboter: iRobot Roomba e5
Hohe Raumabdeckung und sehr gründlich – speziell auf Teppich: Der Roomba bietet einiges fürs Geld.

Der iRobot Roomba e5 zeichnet sich durch vier Vorteile aus: Seine Reinigungswalze kann sich nicht verfilzen, denn sie hat schlichtweg keine Bürsten, sondern besteht komplett aus Gummi mit Lamellen. Die eignen sich sehr gut, um textile Bodenbeläge zu bearbeiten (mittlerer oder niedriger Floor). Der aufgewirbelte Staub wird aufgesaugt.

Der dritte und der vierte Vorteil sind die hohe Gründlichkeit und die ausdauernde Batterielaufzeit (78 Minuten). Außerdem kann der e5 seine Arbeit in einer großen Etage nach einer Zwischenladung des Akkus fortsetzen.

Kann nach einer Zwischenladung Arbeit fortsetzen

Alle Saugroboter konnten auch ohne ausführliches Studium der Anleitung zügig in Betrieb genommen werden – allerdings immer erst, nachdem die Akkus an der Basisstation vollständig aufgeladen wurden. Das Anstecken der Seitenbürsten und das Einlegen diverser Filter geht mit den beiliegenden Schnellstartanleitungen schnell von der Hand.

Den ersten Testlauf haben wir immer ohne gegebenenfalls vorhandene App-Steuerung ausgeführt. Beim Testsieger iRobot Roomba e5 braucht es nur einen Knopfdruck am Gerät und schon geht die automatische Reinigung los.

Bedienung

Zusammen mit vielen anderen Saugern gehört der iRobot Roomba e5 zu den Geräten mit WLAN-Verbindung und App-Steuerung. Der Roomba e5 hat kein Display. Das stört uns aber nicht: In der übersichtlichen App können die Reinigungszeiten viel bequemer eingestellt werden.

Wie bei allen Robotersaugern, die über eine App gesteuert werden können, kann auch beim iRobot Roomba e5 für jeden Wochentag eine oder auch mehrere verschiedene Reinigungsszeiten festgelegt werden. Andere Robo-Sauger, beispielsweise die von Medion, Tesvor oder eufy, bieten lediglich eine einzige programmierbare Zeit.

Für jeden Wochen­tag können Reinigungs­zeiten ein­gestellt werden

Der iRobot Roomba e5 fährt in der Voreinstellung (Taste einmal drücken) nach dem Zickzack-Reinigungsmuster. Das ist für Teppiche besser. Alternativ kann er aber auch systematisch, also in parallelen Linien, reinigen. Das ist auf harten Bodenbelägen effizienter. Das muss in der App eingestellt werden.

In der App können Zeitpläne für eine 7-Tage-Woche festgelegt werden. Der Roboter beherrscht Mapping, allerdings zeichnet er weder einen Grundriss auf, noch kann man in einem solchen No-Go-Bereiche festlegen. In diesem Punkt sind Neato, Xiaomi und die teuren iRobots fortschrittlicher.

Nicht zu verachten ist die erfreulich einfache Entleerung des Staubbehälters: Er wird hinten aus dem Gerät gezogen und über dem Mülleimer geöffnet. Den Filter kann man einfach abnehmen und ausklopfen.

Durch das relativ große Fassungsvermögen von 0,6 Litern muss die Box nicht täglich entleert werden. Weil bei jedem Staubbehälter das Risiko vorhanden ist, dass Schmutz beim Tragen des Roboters herausrieselt, hat der Roomba e5 einen herausklappbaren Tragegriff.

Die WLAN fähigen Roomba-Modelle sind mit Alexa kompatibel, also auch der E5.

Praxistest

Unser Testparcours war das Erdgeschoss eines Einfamilienhauses mit Flur, Arbeitszimmer und Wohnküche. Abfahrend von der Basis reinigte der iRobot Roomba e5 die Etage (ohne Turbo) in einer Stunde ohne Zwischenladung und fuhr dann zielsicher zur Basis zurück.

Ob Dirt Detect (Schmutzerkennung) so richtig funktioniert, können wir nicht nachvollziehen. Auf jeden Fall verlangsamt der Roboter hier und da seine Fahrt und kümmert sich besonders intensiv um bestimmte Bereiche. Das macht er, auch wenn dort kein offensichtlicher Schmutz herumliegt.

Im Test erzielte der Roomba e5 eine vorbildliche Gründlichkeit von 64 Prozent. 60 Prozent Saugqualität hören sich für einen Testsieger nicht gerade positiv an, man muss aber das Vergleichsfeld sehen: Der beste Sauger erzielte 85 Prozent, der schlechteste 36 Prozent.

Als geringe Gründlichkeit sehen wir an, wenn unsere Markierungshaferflocken zum Teil liegen bleiben oder von der Seitenbürste in Randbereiche verteilt werden. Schlecht sieht es auch aus, wenn in den Fugen der Dielen bzw. Fliesen und an einem Übergang von Fliese auf Teppich Schmutz liegen bleibt.

iRobot Roomba e5: Der Austausch des Filters ist simpel – einfach den Deckel auf und raus damit.
iRobot Roomba e5: Der Austausch des Filters ist simpel – einfach den Deckel auf und raus damit.

Die Raumabdeckung im Test, also die angefahrenen Schmutzmarkierungen, lag bei 92 %. Das packen andere Roboter aber auch – der Durchschnitt liegt bei knapp 90 Prozent.

Der iRobot Roomba e5 kann nur eingeschränkt für größere Etagen eingesetzt werden, denn er beherrscht keine Zwischenladung.

Er hat keine Steighilfe, kann aber Türschwellen und Ähnliches bis 15 Millimeter Höhe überwinden. Wichtig zur Überwindung von Schwellen ist die Bauform des Roboters: Die Schwelle muss unter dem Stoßfänger liegen, denn wenn der die Schwelle berührt, wird sie als Hindernis interpretiert und der Roboter macht kehrt.

Selbst der Testsieger blieb mehrmals irgendwo hängen, ob es nun Schnüre, Gardinen, Kabel oder flache Gegenständen waren, von denen sie nicht mehr herunterkamen. Das gilt aber für fast alle Modelle. Es hilft also auch beim besten Roboter nichts: Störquellen müssen beseitigt oder durch Lichtschranken oder Magnetbänder unzugänglich gemacht werden.

Staubsaugerroboter müssen in gewissen Abständen mit neuen Filtern, Seiten- oder Hauptbürsten ausgerüstet werden. Wir gehen von mindestens vier HEPA-Filtern pro Jahr aus. Bei den Seitenbüsten dürften wenigstens zwei Stück nötig sein, die Noppenbürsten sind einmal fällig.

iRobot Roomba e5: Die Walzen sollen jährlich ausgetauscht werden.
iRobot Roomba e5: Die Walzen sollen jährlich ausgetauscht werden.

Beim Testsieger iRobot Roomba e5 liegen diese Verbrauchskosten bei circa 20 Euro im Jahr. Das ist aber nur ein Anhaltspunkt, denn die Häufigkeit des Tausches hängt von der Putzfrequenz und der Art der Bodenbeläge ab. Den Austausch des Akkus haben wir nicht mit einkalkuliert.

Der iRobot gehört zu den besseren Konstruktionen im Testfeld. Das ordentlich verwindungsfeste Chassis hält einige Stöße aus.

Der Roomba e5 sticht durch sein Zubehörpaket aus dem Testfeld hervor: Es liegt eine Dual Mode Virtual Wall im Karton, mit der ein Bereich für den Roboter gesperrt werden kann, ganz ohne Mapping und No-Go-Zonen. Daneben gibt es noch einen Ersatz-Feinstaubfilter.

Nachteile?

Einen perfekten Staubsaugerroboter hatten wir nicht im Test. Auch beim iRobot Roomba e5 gibt es Schwächen, die positiven Aspekte überwiegen am Ende aber bei weitem.

Die Staubbox kleckert gerne einmal. Der Roboter muss also mit Vorsicht transportiert werden, besonders wenn er mehrere Tage nicht entleert wurde. Das geht aber auch vielen anderen Modellen aus dem Test so. Da es keine Füllstandswarnung gibt, kann der iRobot Roomba e5 überlaufen. Dann verteilt er den eingesaugten Schmutz gleich wieder, nichts passt mehr rein. Nicht alle Sauger haben dieses Problem – einige haben eine Rücklaufklappe im Staubbehälter.

iRobot Roomba e5 im Testspiegel

Die Kollegen von Staubsauger-Berater.de hatten den E5 Zuhause und loben die Gründlichkeit als auch die Wartungsfreiheit.

Die wartungsfreien Bürsten nehmen es mit Mensch- und Tierhaaren gleichermaßen auf. Bei stark verschmutzten Bereichen helfen die Dirt Detect Sensoren, diese Bereiche ordentlich zu reinigen. Die kleine Seitenbürste kümmert sich um Ecken- und Möbelkanten.

Alternativen

So gut unser Testsieger iRobot Roomba e5 insgesamt abgeschnitten hat, ist er nicht unbedingt für jeden das Richtige. Wenn Sie Allergiker sind oder einen größeren Staubbehälter bzw. eine Mapping-Funktion haben möchten, haben wir andere Empfehlungen für Sie.

Etagensieger

Neato Robotics Botvac D7 Connected

Test Saugroboter: Neato Robotics Botvac D7 Connected
Der Roboter fürs ganze Haus: Mit 100 Minuten Laufzeit und großem Staubbehälter ist der Botvac D7 auch für längere Einsätze gerüstet.

Der Neato Robotics Botvac D7 Connected ist die Oberklasse des Herstellers, das gilt aber zum Glück nicht so sehr für den Preis. Wir bekommen einen robusten, pflegeleichten und komfortablen Staubsauger-Roboter, mit dem Sie ein Haus mit mehreren Etagen reinigen können.

Der Botvac D7 legt dazu für jede Etage eine Karte an. In selbige zeichnen Sie No-Go-Linien ein, zum Beispiel dort wo Waldi seinen Fressnapf hat. Außerdem können Sie Zonen markieren, zum Beispiel den Bereich um den Esstisch. Dorthin fährt der D7 dann zielgerichtet.

Botvac D7 App: Karte der Etage - Zonen und No-Go-Bereiche markiert
Botvac D7 App: Karte der Etage – Zonen und No-Go-Bereiche markiert.

Leider sind die Zonen für den Zeitplan (zeitgesteuerte Reinigungsfahrten) nicht aktiv, das heißt Essbereich oder Flur können nicht automatisiert häufiger gereinigt werden als der Rest der Etage. Die Fahrt zum Esstisch oder in den Flur starten Sie manuell aus der App. Das erspart Ihnen das Herumtragen des Gerätes.

Im praktischen Test ermittelten wir eine ununterbrochene Laufzeit von bis zu 100 Minuten in einer großen Etage. Mit dem heimischen Erdgeschoß (drei Zimmer, 60 Quadratmeter) war der Roboter nach 50 Minuten fertig und brauchte keine Fortsetzungsladung.

Neato Robotics Botvac D7 Connected: Hinter dem Filter sammeln sich Flusen, die nicht ausgeklopft werden können.
Neato Robotics Botvac D7 Connected: Hinter dem Filter sammeln sich Flusen, die nicht ausgeklopft werden können.

Der D7 kann abseits der Ladestation in jedes andere Geschoss versetzt werden, um dort seine Reinigung zu erledigen. Er erkennt an Merkmalen des Raumes, auf welcher Karte er sich befindet, und kann so die entsprechenden No-Go-Linien beachten bzw. gewünschte Zonen anfahren.

Der 0,7 Liter fassende Staubtank kann leicht entleert werden, allerdings müssen Sie ihn dafür direkt über den Mülleimer halten, dabei geht leicht etwas daneben. Der HEPA-Filter hat eine Abdeckung und kann ausgeklopft werden. Leider sammeln sich mit der Zeit auch Flusen hinter der Siebabdeckung, so setzt sich der Filter zu und muss nach zwei Monaten spätestens ersetzt werden. Der Zweier-Pack ist nicht gerade günstig, das geht nach einer Weile ins Geld.

Neato Robotics Botvac D7 Connected: Kombi-Bürste für Teppich und glatte Beläge
Neato Robotics Botvac D7 Connected: Kombi-Bürste für Teppich und glatte Beläge.

Wenn Sie ihren Roboter einfach nur manuell starten möchten und Ihnen die Planungsmöglichkeiten der App egal sind, lassen Sie den D7 einfach auf Knopfdruck die Etage abfahren. Manuell kann am Gerät der Flächenmodus (Etage) oder die Punktreinigung gewählt werden.

Viele Reste bleiben liegen

Die Schwachstelle aller Neato-Roboter ist in unseren Tests nach wie vor die vergleichsweise geringe Sauberkeitsquote. Der Roboter reinigt im Schnitt 10 von 25 Schmutzpunkten in der Etage bei einer Fahrt gar nicht, bei anderen bleiben Reste liegen. Bei den nächsten Fahrten findet er diese Stellen zum großen Teil, so werden die Oberflächen dann doch sauber. Von »sofort sauber« kann aber nicht die Rede sein.

Die Neatos saugen den Schmutz aus tiefen bzw. breiten Fliesenfugen und haben nicht das Problem der Roombas, die mit ihren Gummiwalzen den Schmutz in diesem Fall oft liegen lassen. Dennoch schneiden die Neatos an dieser Stellen nicht gut ab, trotz D-Form kommen sie nicht bis in die Ecken.

Die Bauhöhe mit dem »Laser-Turm« von zehn Zentimetern kann ein Nachteil sein, wenn es viele Möbel gibt, unter die der Roboter nicht mehr passt. Die Lautstärke kann ebenfalls nachteilig sein: Alle Neatos sind deutlich lauter als der Rest der Testgeräte und fahren rumpelnd und manchmal quietschend durch die Gegend.

Hervorragende Navigation

Xiaomi Roborock S6

Test Saugroboter: Xiaomi Roborock S6
Cleveres Mapping, fährt Räume zeitgesteuert unterschiedlich oft an, einfache Entleerung des großen Staubbehälters & Wischfunktion

Der Xiaomi Roborock S6 rückt als Empfehlung nach, offenbar hat der Hersteller den quietschenden Antrieb beseitigt, bzw. war es ein Einzelfall unseres Testgerätes.

Der Roborock S6 glänzt als technisch ausgereiftes Produkt, das von seiner erstklassigen Navigation profitiert. Die App bietet ein Mapping mit vielen Detail-Einstellungen: Wir können nicht nur No-Go-Bereiche festlegen, der Roboter erkennt auch einzelne Räume und kann diese in der Zeitsteuerung unterschiedlich oft anfahren.

So können Sie den Flur täglich, das Arbeitszimmer aber nur jeden zweiten Tag reinigen lassen. Zudem können Sie Reinigungszonen über die Räume legen, diese arbeitet der Roboter dann nacheinander ab (manuelle Reinigung). So können Sie dem Roboter Reinigungsschwerpunkte nennen. Außerdem spricht der Roboter Deutsch, Sie können aber auch jede beliebige andere Sprache einstellen.

Die App ist auf ein SmartHome-Universum, bestehend aus Xiaomi-Geräten (oder IFTT), ausgelegt. Sie können weitere Komponenten integrieren und diese durch Regeln und Szenen miteinander arbeiten lassen. Sie könnten zum Beispiel den Roboter im Flur reinigen lassen, 30 Minuten nachdem ein Bewegungssensor dort Personen erkannt hat.

Der 150 Milliliter fassende Wisch-Unterbau inklusive der tropfwassersicheren Basis ist ein nettes Zusatz-Feature, das den Roborock aber noch lange nicht zu einem brauchbaren Wischroboter macht. Der Roboter bemerkt nicht, wenn das Wasser alle ist und erst recht nicht, wenn der Wischlappen mal getauscht werden müsste. Würde Ihr Pudel einen feuchten Lappen hinter sich herziehen, wäre die mechanische Reinigungswirkung vergleichbar. Das reicht nur für oberflächlichen Glanz.

Besser sieht es beim Saugen aus: Der leicht zu leerende, 480 Milliliter große Staubtank und die solide Verarbeitung haben uns genauso gut gefallen wie die Tatsache, dass sich auch nach Wochen nur sehr wenige Haare in die Rolle gefilzt hatten.

Bei der Gründlichkeit ist der Roborock etwas unterdurchschnittlich. Er findet zwar die Mehrzahl der Schmutzstellen, jedoch reinigt er einen großen Teil davon nicht komplett und es bleiben Reste liegen. Bei der nächsten Fahrt findet er dann aber auch diesen Schmutz.

Unser 60 Quadratmeter großes Untergeschoss hat der Roborock in durchschnittlich 30 Minuten gereinigt, der Akku hält aber bis zu 142 Minuten durch (im Leise-Modus). 100 bis 150 Quadratmeter sind für den Xiaomi-Roboter gar kein Problem, sofern er nicht die ganze Zeit im Turbo-Modus ackern muss. Apropos: Der Roboter erkennt Teppiche automatisch und erhöht dann seine Saugkraft. Sehr clever!

Günstiger

Yeedi K650

Test Saugroboter: Yeedi K651G
Leise, keine verfilzte Bürste - ideal für Tierhaare, Feucht Wischen optional, Tank auslaufsicher

Der günstige Yeedi K650 bietet eine brauchbare Gründlichkeit: 19 von 26 Punkten wurden 100 Prozent sauber, weitere sechs waren angefahren, es blieben aber Reste zurück. Die wartungsarme Gummiwalze, welche alternativ durch eine Kombi-Walze mit Bürsten und Lamellen ausgetauscht werden kann (liegt bei), dürfte Tierbesitzer ansprechen. Damit kann nichts verfilzen, Sie müssen sich weniger mit dem Gerät befassen.

Die reine Gummiwalze macht allerdings nicht so gut sauber, gerade in tiefen Fliesenfugen oder an Teppich-Hartboden-Übergängen bleibt oft etwas liegen. Hier ist die beiliegende Kombi-Bürste besser bzw. muss man durchweg in höchster Saugstufe arbeiten lassen.

 Saugroboter Test: Stausaugerroboter Update Ecovacsyeedik651g
Wartungsarme Gummi-Walze, hier verfilzt nichts.

Der K650 navigiert per Infrarot und Gyroskop, nicht per Laser oder Kamera. Der Yeedi stößt öfters mal mit dem Bumper an niedrige Objekte und er lernt auch nicht dazu. Ein fortschrittliches Mapping gehört ohnehin nicht ins Programm des günstigen Yeedi: Reinigungszeiten, Saugstärke und Wassermenge für den Wisch-Unterbau, zu viel mehr ist die App nicht zu gebrauchen.

Der Tank ist fast auslaufsicher, eine kleine Rückschlag-Klappe sorgt dafür, dass hier kein Sand herausrieselt. Anheben muss man den Roboter ohnehin selten, denn der kombinierte Schmutz und Wassertank wird nach hinten abgezogen bzw. angesteckt.

 Saugroboter Test: Stausaugerroboter Update Ecovacsyeedik651g
Der Staubtank steckt im Wasser-Tank, deshalb ist er vergleichsweise klein.

Der Tank hat eine Besonderheit und das ist nicht seine Größe. 500 Milliliter weichen grob von den angepriesenen 800 Millilitern ab. Die Besonderheit ist vielmehr: Die Staub-Box sitzt im Wassertank (300 ml) und kann dort zum Entleeren herausgenommen werden. Wassertank und Staubbox müssen immer als Einheit fahren, nur mit Staubbox geht nicht. Allerdings müssen Sie nicht zwangsläufig immer Wischen, zum Trockensaugen nehmen Sie einfach die Wischmob-Trägerplatte ab.

Die Basis des Yeedi hat uns nicht gefallen: Sie ist zu leicht, wird vom Roboter oft verschoben. Das dünne Kabel vom Stecker-Netzteil kann nirgendwo aufgewickelt werden, der Roboter kann sich daran festfahren.

Wo wir bei den Nachteilen sind: Die Filter-Reinigung, welche fast bei jeder Entleerung sein muss, ist mühsam, weil wir einen dünnen Vorfilter und den Hauptfilter korrekt einlegen müssen. Diesen Schwachpunkt teilen aber sehr viele Geräte, auch hochpreisige.

Zu guter Letzt ist die WiFi-Verbindung auch beim vierten Versuch gescheitert, verschiedene Netzwerke und Smartphones eingeschlossen. Wir konnten die App daher nicht einsehen und haben uns auf die Angaben anderer Autoren berufen.

Yeedi K650 ist der richtige Roboter für ein kleines Budget, bei dem es trotzdem leise und ohne viel Aufwand zugehen soll.

Komfortsieger

iRobot Roomba i7+ (i7558)

Der iRobot Roomba i7+ ist im Wesentlichen baugleich mit dem Roomba 980. Er hat jedoch eine entscheidende Weiterentwicklung erfahren: Mit der Clean Base, die als Absaugstation und Ladebasis gleichermaßen fungiert, müssen Sie sich nicht mehr alle paar Tage oder gar täglich um den Schmutztank des Roboters kümmern. Die nächste Stufe ist dann der iRobot Roomba s9+, den wir unter Außerdem getestet beschreiben.

Bei jeder Einfahrt in die Station wird der Tank des Roomba i7+ lautstark entleert, selbst bei einer Zwischenladung, wenn der Akku nicht für die gesamte Etage ausreicht. Der Schmutz wird in der Clean Base in einem geschlossenen Beutel gelagert, der einen Inhalt von zirka 30 Staubbehältern fasst. Hierbei handelt es sich allerdings um Einweg-Staubsaugerbeutel, die komplett in den Müll kommen.

iRobot Roomba i7+ (i7558): Einmal-Beutel in der Station
iRobot Roomba i7+ (i7558): Einmal-Beutel in der Station.

Tipp: Verlängern Sie die Nutzung der Einweg-Staubsaugerbeutel, indem sie eine Ecke einschneiden und diese nach der Leerung mit einem Tüten-Clip verschließen.

Ein unerreichtes Komfort-Level

Damit erreicht der iRobot Roomba i7+ ein Komfort-Level, wie es kein Gerät bisher bieten konnte. Freilich ist es nicht so, dass Sie sich jetzt gar nicht mehr um die Staubbox kümmern müssten. Der HEPA-Filter verschmutzt und muss wenigstens einmal die Woche ausgeklopft werden. Außerdem wird sperriges Material, wie größere Papierschnipsel, nicht aus dem Tank abgesaugt. Das müssen Sie also manuell entfernen. Bei dieser Gelegenheit können Sie den Tank des Roboters dann auch gleich mit Wasser ausspülen, allerdings nicht den HEPA-Filter, der ausgeklopft werden muss.

Einen weiteren Pluspunkt bilden die verfilzungsfreien Gummiwalzen, wie sie auch der Roomba 980 hat. Die Walzen haben zwar hier und da Schwierigkeiten bei Ritzen und Fliesenfugen, dafür ersparen sie Ihnen aber das ständige Entfernen von aufgewickelten Haaren.

iRobot Roomba i7+ (i7558): Fährt zielgenau und schnell zu seiner Station und lässt sich entleeren. Perfekt!
iRobot Roomba i7+ (i7558): Fährt zielgenau und schnell zu seiner Station und lässt sich entleeren. Perfekt!

Die Seitenbürste wirft leider den Schmutz auch gern mal in die Breite, weshalb nach einer Reinigung dann hier und da auch mal etwas liegen bleibt. Bei der nächsten Fahrt sind die Reste dann aber weg.

Im Test zeigte der Roomba i7+ eine gute Raumabdeckung in unserer Etage, das heißt er hat immer fast alle Schmutzpunkte angefahren. Dabei gab er sich viel Mühe und war ohne Zwischenladung schon mal 86 Minuten unterwegs (Normalmodus). Eine Zwischenladung war für unsere Etage wohl noch nicht nötig, doch der Roomba i7+ beherrscht eine solche, wie er uns auch bewiesen hat.

Der Roomba i7+ beherrscht visuelle Lokalisierung, dafür hat er eine Kamera (iAdapt 3.0). iRobot nennt es Imprint, intelligente Kartierung. Die App des Roboters meldet Ihnen nach der zweiten oder spätestens dritten Reinigungsfahrt, dass nun eine fertige Karte Ihrer Räume angelegt sei. In der App können Sie die Bereiche voneinander abgrenzen und ihnen Namen geben, zum Beispiel Wohnzimmer, Esszimmer oder Büro.

Das Mapping hat über zwei Etagen funktioniert, sodass wir tatsächlich von einer gewissen Orientierungsfähigkeit im Sinn von »Wo befinde ich mich?« ausgehen. Aufgefallen ist uns gleichermaßen, wie zielgenau der Roomba zu seiner Station zurückfährt. So schnell und zackig macht das kaum ein anderer Roboter.

Intelligentes Kartieren und Reinigungspläne

 

iRobot Roomba i7+ (i7558): kartiert ihre Räume, die dann in einzelne Zonen aufgeteilt und benannt werden. So kann der Roboter zielgenau einzelne Räume anfahren!
iRobot Roomba i7+ (i7558): Kartiert ihre Räume, die dann in einzelne Zonen aufgeteilt und benannt werden. So kann der Roboter zielgenau einzelne Räume anfahren.

Diese Räume können Sie nun in den Reinigungsplänen verwenden. So lassen Sie beispielsweise den Flur und das Esszimmer dann täglich reinigen, das Büro kommt aber nur jeden dritten Tag dran. Ein solches Planungsniveau für die Reinigungsfahrten ist einzigartig. Bei Vorwerk und Neato konnten wir durch Mapping bestenfalls No-Go-Zonen markieren.

Was passiert nun, wenn Sie den Roboter in verschiedenen Etagen einsetzen? Der Roboter überschreibt dann nicht etwa die eine Karte, sondern legt mehrere an. Durch visuelle Fixpunkte aus den Kameradaten kann er unterscheiden, ob er sich gerade im Erdgeschoss oder im Obergeschoss befindet.

Außerdem getestet

iRobot Roomba s9+ mit Absaugstation

Der iRobot Roomba s9+ ist die Elite, nicht nur bei iRobot, sondern in der gesamten Staubsauger-Welt. Das teure Gerät kommt mit Absaugstation, das lästige Entleeren des immer wieder zu kleinen Behälters (0,55 Liter) entfällt. Bis zu 30 Ladungen sollen in die Wegwerf-Beutel der Station passen. Was bleibt, das ist ein wöchentliches Ausklopfen des Filters im Roboter, denn der wird durch das Absaugen nicht sauber. Ganz leer wird die Box allerdings erst nach mehrmaligem Aussaugen: Sand und kleine Metallteile wie Schrauben bleiben erstmal liegen.

Die Konstruktion von Roboter und Station ist exzellent, sie ist alltagstauglich und solide. Der Komfort geht über die Mapping-Features wie No-Go-Zonen und raumbezogene Reinigung hinaus: Über optionale Drittanbieter-Apps beachtet der Roboter die Abwesenheit des Bewohners und startet die Reinigung, wenn dieser das Haus verlässt – und stoppt, wenn er wieder heimkehrt.

Hinzu kommen saisonale Hinweise, etwa auf Pollenflug oder Fellwechsel-Saison, die eine Veränderung des Arbeitsrhythmus vorschlagen.

iRobot hat mit PerfectEdge die Kanten im Visier: Eine kleine Kantenbürste sitzt deshalb in der rechten Ecke und die breiten Noppenrollen befinden sich vor und nicht zwischen den Rädern – wie bei den meisten anderen Robotern (außer Neato). Im Test sind Ecken dann auch sauberer als bei der Konkurrenz. Außerdem wischt der iRobot kaum Schmutz breit.

Die Gummiwalzen sind fast wartungsfrei, hier verfilzt nichts und Haare wickeln sich allenfalls am Rand auf. Die genoppten Walzen müssen nur irgendwann ausgetauscht werden. Durch die breite Bodenabdeckung ist der iRobot Roomba s9+ für große Räume oder ganze Etagen geeignet. Sein Mapping legt auch mehrere Etagen an, in denen sich der Roboter dann zurechtfindet.

Apropos zurechtfinden: iRobot Roomba s9+ orientiert sich nicht per Laser, sondern per Kamera. So braucht das Gerät keinen Laser-Turm und ist niedriger: 8,7 Zentimeter (Roomba i7+ i7558: 9,8 Zentimeter). Klassischer Kontrahenten mit großem Laser-Turm wie Neato D7 sind zehn Zentimeter hoch und passen deshalb nicht unter jeden Schrank.

 Saugroboter Test: Stausaugerroboter Update Irobotroombas9plus
iRobot Roomba s9+: Orientierung per Kamera – und die braucht Licht!

Die Kamera-Orientierung hat zwei Nachteile: Sie braucht immer Licht und sie fordert eine längere Anlern-Phase. In unserem Fall mit einem überschaubaren 3-Zimmer Erdgeschoss waren das über 2,5 Stunden in zwei Fahrten. Danach wird dann auch die Gründlichkeit besser, im ersten Durchlauf hatte der Roomba s9+ den kompletten Flur übersehen, obwohl die Basis direkt neben der Flur-Tür stand.

Der Tank des Roboters ist kinderleicht zu entnehmen und aus zu kippen. Er befindet sich unter dem Deckel des Roboters in der Mitte. Allerdings ist die Box nicht auslaufsicher. Wer den Roboter ins Obergeschoß trägt, dem kann herausrieselnder Sand begegnen.

Die größten Nachteile sind in unseren Augen die Lautstärke und die Notwendigkeit von Licht. Nächtliche Reinigungen sind ausgeschlossen, es sei denn die Räume sind beleuchtet. Die Lautstärke hat eine ratternde Charakteristik, ähnlich dem Neato D701. Allerdings rumpelt es beim Fahren nicht so stark wie beim Neato, das »Fahrwerk« des iRobot scheint besser abgefedert.

Für den aktuell sehr hohen Preis ist der iRobot Roomba s9+ nicht empfehlenswert, zumal das Schwestermodell Roomba i7+ (i7558) mit Absaug-Basis für deutlich weniger zu haben ist. Für deutlich weniger gibt es auch gute Absaugstation-Geräte von der Konkurrenz: Deebot Ozmo T8 AIVI, unsere Empfehlung bei den Wischrobotern (Kombigerät Saugen und Wischen).

Neato Botvac D7 Connected (11/2020)

Den Neato Connected D7 hatten wir erneut im Test, obgleich sich zum letzten Test äußerlich nichts verändert hat. Wir waren deshalb gespannt auf die App, doch leider scheiterte die Online-Registrierung des Roboters wiederholt (auch mit anderen Smartphones und Netzwerken). Schade, denn trotz gelungener WiFi-Verbindung war die App dadurch nicht nutzbar. Da sich die übrigen Eigenschaften und Qualitäten – wie auch die Nachteile – nicht verändert haben bleiben wir bei unserer Empfehlung Neato Connected D7 für mittlere bis große Flächen auf mehreren Etagen.