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Der beste Schlafsack

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Schlafsack Test: Schlafsaecke Alle3
Arnold Zimprich

Arnold Zimprich

ist seit Kindesbeinen sportlich sehr vielseitig unterwegs. Seinen ersten Pokal stellte er sich mit 6 Jahren in den Schrank, seitdem macht er das bayerische Voralpenland und die Gebirge Europas mit Laufschuh, Rennrad, Tourenski oder Eispickel unsicher. Er schreibt unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, Alpin, das Bergzeit Magazin und die Alpenvereins-Magazine Panorama und Bergauf.

Wir haben 12 Schlafsäcke getestet – sowohl Modelle von Marken- als auch von Billigherstellern. Vom lediglich 20 Euro teuren Billigheimer bis zum 350 Euro teuren Edelteil war also alles dabei. Der Beste ist für uns der Mammut Kompakt MTI 3-Season – doch auch andere Modelle konnten in bestimmten Nischen punkten.

Schlafsäcke gibt es in den verschiedensten Ausstattungen. Von der leichten 15 Euro teuren Sommerdecke, die mit einem rundumlaufenden Reißverschluss zum Schlafsack wird, bis zum mehr als 300 Euro teuren Luxus-Daunen-Sack, der bei Himalaya-Expeditionen zum Einsatz kommt.

Im Test haben wir versucht, das Angebot möglichst breit abzubilden. So finden sich simple, lediglich 20 Euro teure Sommerschlafsäcke genauso im Testfeld wie 100 bis 150 Euro teure Allrounder. Nach oben hin rundet der rund 350 Euro teure Mountain Equipment Helium 600 den Test ab. Mit ihm werden auch Extrem-Biwaker froh, die ihre Outdoor-Aktivitäten bereits im Frühjahr starten und erst im Herbst beenden. Mit einzelnen Schlafsäcken wie dem Vaude Sioux sind auch Wintercampings kein Problem.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Mammut Kompakt MTI 3-Season

Testsieger ist der Mammut Kompakt MTI 3-Season. Der Schweizer Hersteller hat einen warmen, toll ausgestatteten Vielseiter konstruiert, bei dem der Name Programm ist, denn der MTI 3-Season eignet sich für Frühjahrscampings so gut wie für Übernachtungen bei leichtem Frost. Seine Detaillösungen, wie die gut bedienbaren Kordelzüge und die den Kopf schön umschließende Kapuze, konnten besonders überzeugen. Dazu punktet der Schlafsack mit einem ausgezeichneten Verhältnis von Wärmeleistung zu Packmaß und Gewicht.

Gut & Günstig

Mountrex Schlafsack

Test Schlafsack: Mountrex Schlafsack
Preiswerter Sommerschlafsack mit überzeugender Funktion und praktischem Kompressions-Packsack.

Der Schlafsack von Mountrex bietet ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis und wiegt dazu wenig. So viel Schlafsack für so wenig Geld bietet kein anderer Leichtschlafsack. Dabei lässt sich der blau-graue Winzling schön komprimieren und sollte somit auch in kleineren Rucksäcken Platz finden. Er eignet sich perfekt für das Sommercamping oder Übernachtungen in den Bergen bei etwas wärmeren Temperaturen. Was die Wärmeleistung angeht, hält er bei Temperaturen bis etwa 15 Grad angenehm warm. Schnell war klar: Der Mountrex bekommt den Kauftipp unter den günstigen Leichtschlafsäcken.

Allrounder

Gipfelsport Mumienschlafsack

Test Schlafsack: Gipfelsport Mumienschlafsack
Günstiger Schlafsack für Sommer und Übergangszeiten mit gutem Schlafkomfort.

Keine Preise gefunden.

Gute Wärmeleistung bei günstigem Preis – der Gipfelsport Mumienschlafsack konnte insbesondere überzeugen, was seine Allround-Eigenschaften angeht. Dabei ist der Gipfelsport unauffällig designt, hat es jedoch faustdick hinter den Fasern und hält bei Temperaturen bis rund zwei Grad zuverlässig warm.

Extrem-Tipp

Mountain Equipment Helium 600

Test Schlafsack: Mountain Equipment Helium 600
Überragend verarbeiteter Daunenschlafsack mit top Heizleistung, durchdachten Features und molligem Schlafgefühl.

Der Mountain Equipment Helium 600 ist der einzige Daunenschlafsack im Test und heimste gleich unseren Extrem-Tipp ein. Der Schlafsack wiegt wenig, hat dafür eine erstaunliche Heizleistung und ist in Sachen Verarbeitung und verwendeten Materialen im Testvergleich einfach top. Dazu machen sich die spezifischen Daunen-Eigenschaften im Testvergleich bezahlt. Der Schlafsack wärmt durch seine Imprägnierung und die wasserabweisenden Eigenschaften des umgebenden Materials auch bei Nässe. Ein traumhaft verarbeiteter Schlafsack, der auch den höchsten Anforderungen auf hochalpinen Biwaks genügt.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerGut & GünstigAllrounderExtrem-Tipp
Modell Mammut Kompakt MTI 3-Season Mountrex Schlafsack Gipfelsport Mumienschlafsack Mountain Equipment Helium 600 Carinthia G280 Vaude Sioux 1000 SYN High Peak TR 300 Marmot Nanowave 50 Mountaineer Frozen Mummy KingCamp Oasis 300 BeGlo Mumienschlafsack Active Era 150 Premium
Test Schlafsack: Mammut Kompakt MTI 3-SeasonTest Schlafsack: Mountrex SchlafsackTest Schlafsack: Gipfelsport MumienschlafsackTest Schlafsack: Mountain Equipment Helium 600Test Schlafsack: Carinthia G280Test Schlafsack: Vaude Soioux 1000 SYNTest Schlafsack: High Peak TR 300Test Schlafsack: Marmot Nanowave 50Test Schlafsack: Mountaineer Frozen MummyTest Schlafsack: KingCamp Oasis 300Test Schlafsack: BeGlo MumienschlafsackTest Schlafsack: Active Era 150 Premium
Pro
  • Tolle Wärmeleistung bei Temperaturen bis knapp unter den Gefrierpunkt
  • Durchdachte, gut bedienbare Kordelzüge und Details
  • Leichtgängiger Reißverschluss
  • Unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Funktionale, durchdachte Schlafsackhülle
  • Bietet viel Ausstattung fürs Geld
  • Angenehme Wärme bei Temperaturen bis 2 Grad
  • Solide Verarbeitung
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Überragende Verarbeitung
  • Tolle Wärmeleistung
  • Kleines Packmaß
  • Geringes Gewicht
  • Tolle Verarbeitung
  • Weiches Innenfutter
  • Beste Wärmeleistung im Test
  • Beeindruckende Wärmeleistung
  • Tolle Verarbeitung
  • Hoher Liegekomfort
  • Ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis
  • Gute Verarbeitung
  • Angenehme Wärmeleistung
  • Tolle Verarbeitung
  • Sinnvolle Details
  • Robuste Materialien
  • Reißverschluss mit Einzwickschutz
  • Schöner, verstellbarer Wärmekragen
  • Guter Schlafkomfort bis zum Gefrierpunkt
  • Kann zur Decke aufgeklappt werden
  • Kuschelig weiches Innenmaterial
  • Vernünftiges Gewicht
  • Gute Wärmeleistung
  • Klein und Leicht
Contra
  • Etwas billig wirkendes Außenmaterial
  • Etwas labbriges Außenmaterial
  • No-Name-Reißverschluss
  • Etwas seltsame Form des Wärmekragens
  • Teuer
  • Stoff verhakt sich im Reißverschluss
  • Packmaß
  • Für kleinere Personen etwas lang geschnitten
  • Gewicht stimmt nicht mit Herstellerangabe überein
  • Extremtemperatur willkürlich gewählt
  • Zweifelhafte Temperaturangabe
  • Naht löst sich beim Test auf
  • Billige Haptik des Außenmaterials
  • Lieblose Verarbeitung
  • Faden löst sich am Reißverschluss
  • Wenig Ausstattung
  • Ideenlose Detaillösungen
  • Billig wirkende Verarbeitung
  • Keine Kordelzüge
  • Billige Schlafsackhülle
  • Billige Haptik
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

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Was Sie vor dem Kauf beachten sollten

Was muss ein Schlafsack können? Diese Frage beschäftigte uns, ehe wir mit dem Test anfingen.

  • Er muss zuallerst warm halten. Wie warm, hängt zum einen von der Jahreszeit ab, zu der man im Schlafsack übernachten möchte. Zu anderen hängt es vom subjektiven, also individuell unterschiedlichen Kälteempfinden ab. »Warmschläfer« greifen lieber zu einem besonders warmen Modell, »Kaltschläfer« kommen mitunter schon mit einem weniger stark isolierten Modell zurecht.
  • Er sollte eine gute Passform haben. Die meisten Hersteller wenden heutzutage die sogenannte Mumienform an. Das bedeutet, dass der Schlafsack zu den Füßen hin schmäler wird, um dort eine bessere Wärmeleistung bieten zu können.
  • Zum Transport beim Camping sollte er relativ leicht sein. So fanden sich im Test Leichtschlafsäcke unter einem Kilo, kein einziges Modell sprengte die Zwei-Kilo-Marke. Wer einen Schlafsack kauft, sollte sich im Vorhinein die Frage stellen, ob er ihn auch im Rucksack über längere Strecken zu Fuß transportieren möchte. Die drei schwersten Modelle von Vaude, Frozen Mummy und King Camp fallen in diesem Fall raus.

Äpfel mit Birnen vergleichen?

Skeptiker mögen (durchaus mit Recht) feststellen, dass ein Vergleichstest von zum Teil nur 20 Euro teuren Billig-Schlafsäcken aus Fernost mit in Österreich (Carinthia), Deutschland (Vaude) und der Schweiz (Mammut) entwickelten Markenprodukten dem Vergleich von Äpfeln mit Birnen gleichkommt. Schließlich lässt sich ein 25-Euro-Billigsack nur schwer mit einem mehr als 300 Euro teuren Luxusmodell vergleichen.

Jedes Modell wurde nur im für ihn vorgesehenen Einsatzbereich getestet

Daher haben wir versucht, jedes Modell nur im für ihn vorgesehenen Einsatzbereich zu testen und auch zu berücksichtigen, dass die verschiedenen Hersteller völlig unterschiedliche Materialien verwenden und Detaillösungen unterschiedlich gut umsetzen. Dass bei einigen wenigen Modellen bestenfalls ein »ausreichend« herauskam, liegt am mangelnden Einfallsreichtum des Herstellers – denn sogar im Billig-Segment unter 50 Euro fanden sich Modelle, die durchaus überzeugen konnten!

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Für Outdoor-Übernachtungen sollte es schon ein Modell mit genügend Wärmeleistung sein.

Wann teuer, wann billig?

Diese Frage stellt sich unweigerlich, wenn man die immensen Preisunterschiede der getesteten Schlafsäcke betrachtet. Um es kurz zu machen: Wer einen Schlafsack für gelegentliches Übernachten, für Besucher oder für den Ausflug aufs Musikfestival sucht und wem dabei Herkunft und Verarbeitungsqualität egal sind, fährt mit einem günstigen Schlafsack am besten – sieht man einmal vom BeGlo und vom ActiveEra ab, die auf ganzer Linie enttäuschten.

Wer Wert auf Verarbeitung legt, clevere Detaillösungen und Reißverschlüsse von Markenherstellern bevorzugt und wem noch dazu viel daran gelegen ist, dass der Schlafsack ein langes Produktleben hat und nicht nach wenigen Nutzungssaisons den Geist aufgibt, sollte etwa 100 Euro und mehr in die Hand nehmen und sich ein Markenprodukt kaufen. Am Ende dankt es einem die Umwelt – kein einziges der Billigprodukte konnte mit einem Nachhaltigkeitssiegel aufwarten!

Kunstfaser versus Daune – ein paar Gedanken vor dem Test

Viele Schlafsackmodelle im Test waren im Preissegment bis 50 Euro zu finden. Klar ist, dass man in diesem Preissegment keinen qualitativ ernst zu nehmenden Schlafsack mit Daunenfüllung findet.

Der große Nachteil der Kunstfaserfüllung gegenüber Daune ist, bei vergleichbaren Temperatur- und Leistungsdaten, das höhere Gewicht und Packvolumen. Das ist für jeden, der den Schlafsack nicht tagelang im möglichst kleinen Rucksack tragen möchte aber nicht so entscheidend.

Kunstfasermodelle sind schwerer und haben ein größeres Packmaß

Der Vorteil gegenüber Daune ist, dass die Isolationseigenschaften auch im feuchten Zustand noch nahezu unverändert gut sind und silikonisierte Kunstfasern auch deutlich schneller wieder trocknen. Die Füllung ist bei den meisten Schlafsäcken im Test lagenweise verarbeitet. Die eingeschlossene Luft zwischen den vier Lagen erhöht die Wärmeleistung zusätzlich.

Somit boten die meisten Kunstfaserschlafsäcke im Test dann auch eine ordentliche Performance. An die Wärmeleistung des einzigen Daunenschlafsacks im Test – des Mountain Equipment Helium 600 – kam jedoch maximal der Carinthia G280 und Vaude Sioux 1000 SYN heran, vom Gewicht und Packmaß ganz zu schweigen.

So haben wir getestet

Der Test wurde im Spätsommer und Frühherbst durchgeführt. Dabei wurden die Schlafsäcke bei Biwaks im Freien und beim Camping im Zelt getestet, bei einzelnen, besonders leichten Sommerschlafsäcken auch in geschlossenen Räumen, da ein Test im Zelt bei herbstlichen Temperaturen zu riskant erschien.

Schlafsack Test: Schlafsäcke Alle
Die 12 Modelle aus dem Test 2019/11.

Bewertet wurden die Wärmeleistung, die Verarbeitung und die Details wie Wärmekragen, Gestaltung der Kapuze und Qualität des Reißverschlusses.

Es fiel schnell auf, dass sich die zwölf Modelle in fünf Gruppen einteilen ließen:

  1. Drei Leichtschlafsäcke unter 1.100 Gramm der Marken Active Era, Marmot und Mountrex
  2. Ein Deckenschlafsack der Marke King Camp
  3. Vier Kompaktschlafsäcke mit breitem Einsatzbereich der Marken Mammut, High Peak, BeGlo und Gipfelsport
  4. Zwei High End-Schlafsäcke über 200 Euro der Marken Carinthia und Mountain Equipment
  5. Zwei Winterschlafsaäcke der Marken Vaude und Frozen Mummy

Schlafsack Test: Mammut2

Testsieger: Mammut Kompakt MTI 3-Season

Hui, ist der grün! Der Mammut Kompakt MTI 3-Season punktet sofort durch seinen farbenfrohen Auftritt. Ansonsten macht seine glatte, strukturlose Oberfläche für einen Markenschlafsack einen erstaunlich günstigen Eindruck, um es mal vorsichtig auszudrücken. Doch davon sollten sich Schlafsack-Sucher ganz sicher nicht abschrecken lassen, außerdem gilt auch bei Schlafsäcken: Die inneren Werte zählen!

Testsieger

Mammut Kompakt MTI 3-Season

Also nichts wie reingeschlupft und ab in die Testnacht, diesmal während eines herbstlichen Campingurlaubs in Kroatien. Ich mache den Fehler und ziehe den Reißverschluss bei einer Außentemperatur von etwa 12 Grad beim Übernachten im Zelt komplett zu. Der Mammut heizt so gut, dass ich in der Nacht aufwache und den Reißverschluss wieder komplett öffne.

Nun ist hervorzuheben, dass ich nicht zu den Leuten zähle, die als gemeinhin als »verfroren« gelten. Trotzdem – die aufgedruckte Komforttemperatur von -1°C ist ernst gemeint, der Kompakt MTI 3-Season bietet eine ausgezeichnete Wärmeleistung.

Was die sonstige Ausstattung des angenehm kompakten Wärmewunders angeht: Da darf von Schweizer Präzision gesprochen werden – der Mammut überzeugte hier auf voller Linie. Die einstellbare Kapuze umschließt angenehm den Kopf, der per Knopf fixierbare Wärmekragen verfügt ebenfalls über eine Kordel. Dazu hat der Schlafsack eine Innentasche mit Klettverschluss, der leichtgängige YKK-Reißverschluss ist mit einer gefütterten Leiste hinterlegt, die ein Entweichen wertvoller Wärme effektiv verhindert.

Ein tolles Gesamtpaket, das dem Mammut Kompakt MTI 3-Season in Kombination mit seinem noch moderaten Preis zum Testsieger macht!

Mammut MTI 3-Season im Testspiegel

Auf der Online-Plattform doorout.com bekam der Mammut das Urteil »gut«. Nur Packmaße und Gewicht waren ein Kritikpunkt, da er in seiner Klasse in diesen Punkten nicht bemerkenswert heraussticht:

»Ein guter 3-Jahreszeiten-Schlafsack im oberen Preissegment (200,00€) mit kleineren Mängeln für Outdoorenthusiasten, denen es nicht auf das Packmaß und das Gewicht ankommt. Eine sehr gute Verarbeitung und eine gute Füllung sorgen für einen guten Schlaf. Allerdings sollte Mammut vielleicht die Produktbeschreibung ein klein wenig überarbeiten. Denn der Kompakt 3-Season ist weder ultraleicht, noch extrem komprimierbar noch hat er das kleinste Packmass seiner Klasse.«

Alternativen

Wir haben noch weitere Empfehlungen, die günstiger sind, tolle Allround-Eigenschaften mitbringen oder sich für extreme Wetterlagen eignen.

Gut & Günstig

Mountrex Schlafsack

Test Schlafsack: Mountrex Schlafsack
Preiswerter Sommerschlafsack mit überzeugender Funktion und praktischem Kompressions-Packsack.

Was das Preis-Leistungs-Verhältnis angeht, hat uns der angenehm kleine Mountrex von allen Leichtschlafsäcken am ehesten überzeugt. Der Hersteller legt dem Modell sogar ein aufblasbares, komfortables Kopfkissen bei, das sich in der Praxis als recht praktisch erweist. Man fragt sich allerdings schon, zu welchen Bedingungen dieser nur 27 Euro teure Winzling genäht wird – aber das ist ein anderes Thema.

Alle Bestandteile dieses Schlafsacks bestehen aus Polyester. Die Temperaturangaben des Herstellers dürften in etwa den Tatsachen entsprechen – er gibt als Minimaltemperatur 10, als Limit-Temperatur 15 und als Komforttemperatur 20 Grad an. Beim Test zeigt sich der Schlafsack tatsächlich bei Temperaturen ab 15 Grad aufwärts als recht komfortabel, die Wärmeleistung geht in Ordnung.

Was die Verarbeitung und den Lieferumfang angeht, fällt nicht nur das Kopfkissen positiv auf, sondern auch die Schlafsackhülle. Sie verfügt über ein Kompressionssystem, zudem sind die Zurrvorrichtungen ergonomisch geformt und lassen sich gut bedienen. Der Schlafsack selbst ist ordentlich verarbeitet und hat einen großen No-Name-Reißverschluss mit Einzwickschutz – auch das ist eine Seltenheit unter den getesteten Schlafsackmodellen und ein Alleinstellungsmerkmal.

Die sonstige Ausstattung ist recht rudimentär, reicht aber für den Sommereinsatz aus. Der Mountrex hat einen Kordelzug am Kopfteil und an der Frontseite, eine etwas nach vorne gezogene Kapuze, die den Kopf ordentlich umschließt – aber keinen Wärmekragen. Das Innenfutter fühlt sich auf der Haut angenehm weich an.

Alles in allem hat uns der Mountrex, wie eingangs bereits gesagt, von den kompakten Sommerschlafsäcken durch sein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis am besten gefallen. Er bekommt daher einen Kauftipp!

Allrounder

Gipfelsport Mumienschlafsack

Test Schlafsack: Gipfelsport Mumienschlafsack
Günstiger Schlafsack für Sommer und Übergangszeiten mit gutem Schlafkomfort.

Keine Preise gefunden.

Die Hülle des Gipfelsport Mumienschlafsack hinterlässt auf den ersten Blick schon mal einen recht guten Eindruck. Robust, gutes Kompressionssystem, gut bedienbare Schnallen – gespannt packt man den mit 1.304 Gramm angenehm kleinen und mit 36 x 20 Zentimetern auch schön kompakten Kunstfaserschlafsack aus.

Beim ersten Blick aufs Innenleben überrascht der Gipfelsport. Zwar fasst sich das Außenmaterial im Vergleich zu Markenschlafsäcken etwas billig an, der leichtgängige No-Name-Reißverschluss ist jedoch mit einem Streifen aus härterem Textil hinterlegt, der ein Verhaken (das bei Reißverschlüssen recht berüchtigte »Fressen« des Innenmaterials) auf einer Seite effektiv verhindert – allerdings sollte man den Schlafsack trotzdem behutsam zuziehen.

Wie bei den teureren Schlafsäcken ist die Kapuze des Gipfelsport hübsch überformt, was für ein molligeres Schlafgefühl und einen wärmeren Kopf sorgt. Die vom Hersteller angegebene Komforttemperatur von acht Grad können wir bestätigen. Ein Unikum ist der an der Front der Schlafsackinnenseite angebrachte, U-förmige Wärmekragen. Er wird wie ein Schal um den Hals gelegt und soll verhindern, dass wertvolle Wärme entweicht. Nach dem Test wird klar: Der kuriose Wärmekragen tut seinen Dienst, aber nur bei Schläfern, die sich im Schlaf nicht allzu sehr herumwälzen und -drehen, denn dann verrutscht er gerne.

Trotzdem: Der Gipfelsport Mumienschlafsack hat uns gut gefallen. Aufgrund seiner tollen Wärmeleistung, die ihn für den Dreijahreszeiten-Einsatz – also Frühling, Sommer, Herbst – prädestiniert und seines im Vergleich geringen Gewichts, bekommt er von uns den Allround-Tipp unter den Billigheimern.

Extrem-Tipp

Mountain Equipment Helium 600

Test Schlafsack: Mountain Equipment Helium 600
Überragend verarbeiteter Daunenschlafsack mit top Heizleistung, durchdachten Features und molligem Schlafgefühl.

Was für eine Verarbeitung – der einzige Daunenschlafsack im Test fasst sich unglaublich angenehm an! Dazu ist er recht klein verpackbar und mit etwas mehr als einem Kilogramm Gewicht auch noch unglaublich leicht. Es wird schnell klar: Der circa 350 Euro teure Mountain Equipment Helium 600 schlägt den Rest des Testfeldes im Verhältnis von Gewicht zur Wärmeleistung um Längen.

Mountain Equipment hat eine Menge Erfahrung in der Fertigung hochwertiger Daunen- und Kunstfaserschlafsäcke. Das wird auch beim Helium 600 klar: Nahtverarbeitung, Leichtgängigkeit des YKK-Reißverschlusses und Form der Kapuze rangieren auf höchstem Niveau. Ebenso hoch ist die Wärmeleistung dieses kompakten Verarbeitungswunders.

Im Test zogen wir den Helium 600 extra nochmal Anfang November hervor, um ihn bei Temperaturen um den Gefrierpunkt testen zu können. Das ist der Bereich, ab dem sich der Daunenschlafsack wohlfühlt. Soll bedeuten: Dieser Schlafsack wurde für extremere Einsätze vom Frühjahr bis in den Herbst hinein in alpiner Umgebung konstruiert. Ihn nur zum Campen zu verwenden, wird ihm eigentlich nicht gerecht. Er eignet sich vielmehr für Alpinisten, die einen Schlafsack suchen, der auch bei Biwaks unter freiem Himmel auf 2.000 Meter Seehöhe und ähnlichen Einsatzszenarien nicht klein beigibt.

In der Testnacht gab sich der Schlafsack dann auch keine Blöße. Die leichtgängigen Kordelzüge an der Kapuze und am Wärmekragen, der sich noch dazu per Magnet verschließen lässt, sorgen für einen ausgezeichneten Wärmerückhalt. Das Schlafgefühl in diesem kuschligen Wärmewunder als ausgezeichnet zu beschreiben, ist fast noch untertrieben.

Um diese herausragende Wärmeleistung zu erreichen, setzt Mountain Equipment auf mehrere durchdachte Technologien: Sein Helium genanntes Außenmaterial ist nicht nur leicht und reißfest, sondern auch absolut daunendicht und noch dazu windabweisend. Das Supersoft-Material auf der Innenseite liegt besonders weich auf der Haut und lässt Feuchtigkeit schnell entweichen. Dazu kommt ein Trapezium-Vier-Fußteil mit vier Kammern, das für eine gleichmäßige Wärmeverteilung sorgt. Wir küren den Mountain Equipment Helium 600 daher zum Kauftipp »Extrem«. Er kostet zwar viel Geld, bietet dafür aber auch ein exklusives Schlafgefühl bei sehr niedrigen Temperaturen!

Außerdem getestet

Der Carinthia G280 ist mit einem empfohlenen Verkaufspreis von 228 Euro der teuerste Kunstfaserschlafsack im Test und gehört zu den High-End-Schlafsäcken. Dafür bietet er auch das beste Verhältnis von Packmaß zu Heizleistung – ein Komfort-Limit von -11 Grad bietet kein anderes Modell im Test. Das Kärntner Unternehmen weiß eben, wie man leistungsstarke Schlafsäcke baut!

Mit den Billigheimern im Bunde lässt sich der G280 jedenfalls nicht vergleichen. Die Verarbeitung ist einfach top, beim Schnitt von Kapuze, Positionierung des Wärmekragens und Dimensionierung der Fußbox können sich viele Hersteller – mit Ausnahme von Mountain Equipment, Vaude und Marmot – etwas abschneiden. Eine Besonderheit ist die besonders großzügig geschnittene Kapuze, die den Kopf schön umfasst.

Auch der Schlaftest bei Außentemperaturen um die fünf Grad beweist – der kann was! So glänzt der Carinthia G280 mit einer ausgezeichneten Wärmeverteilung und empfiehlt sich für kühle bis eiskalte Nächte in den Übergangszeiten. Die G-Loft-Füllung glänzt mit einer ausgezeichneten Bauschkraft – somit fühlt sich der G280 schön kuschelig an. In puncto Wärme und Verarbeitung reiht er sich im Test jedenfalls ganz oben ein.

Bleibt noch ein genauerer Blick auf die Verarbeitung: Was die Haptik angeht, glaubt man zunächst einen Daunenschlafsack in den Händen zu halten, so weich fasst sich die G-Loft-Füllung an. Angenehm ist auch das leichte Shelltex-Innenfutter, das besonders weich auf der Haut liegt. Eine praktische Innentasche hat der G280 ebenso an Bord wie einen einfach bedienbaren Wärmekragen und Kordelzug an der Kapuze. Wie Mountain Equipment dem Helium 600 hat auch Carinthia dem G280 eine großzügig dimensionierte Fußbox verpasst.

Einziges Manko: Nachdem der Wärmekragen entlang des Reißverschlusses recht großzügig dimensioniert ist, was ja grundsätzlich positiv zu bewerten ist, verhakt sich der Stoff gerne im Läufer des Reißverschlusses. Das nervt auf Dauer. Hier sollte Carinthia Abhilfe schaffen und z.B. einen Streifen aus festerem Stoff einnähen, der ein Verhaken verhindert.

Fazit zum Kärtner Wärmewunder: Hätte der Mountain Equipment nicht ein deutlich günstigeres Gewichts-Wärmeleistungs-Verhältnis, würde der Carinthia G280 die Extreme-Tipp-Krone tragen. So schrammt er knapp an einer Platzierung vorbei.

Vaude Sioux 1000 SYN

Nun zu einem weiteren Winterschlafsack: Der Vaude Sioux SYN 1000 kommt recht voluminös daher – davon sollte man sich aber beim Kauf nicht einschüchtern lassen. Denn bei wem beim Camping das Packmaß keine große Rolle spielt, bekommt mit dem nicht einmal 100 Euro teuren Schlafsack-Klassiker aus Vaudes bewährter Sioux-Serie einen kuscheligen, mollig warmen Allrounder mit einer tollen Verarbeitung, der einem das ganze Jahr über auch bei kälteren Übernachtungen im Zelt zur Seite steht. Vaude ist ein alter Hase im Schlafsackgeschäft – und das merkt man dem Sioux 1000 SYN auch an. Der Mumienschnitt reicht für Körpergrößen bis knapp zwei Meter, die Kordelzüge an Kapuze und Wärmekragen lassen sich leichtgängig bedienen, schon beim Probeliegen fühlt man sich in diesem Kunstfaserschlafsack wohl.

Überragend ist die Heizleistung dieses gut 1,8 Kilo schweren Kuschelwunders. Nur Carinthia kann den angegebenen Extrembereich von bis zu -24 Grad toppen. Damit hätte man den Sioux 1000 SYN eigentlich zusammen mit dem Carinthia in einer seperaten Kategorie im Hochwinter testen müssen, um seiner Leistung gerecht zu werden.

Wie dem auch sei – was bleibt, ist ein sehr positiver Eindruck. Der Vaude Sioux 1000 SYN ist das Sofa unter den getesteten Schlafsäcken. Unglaublich bequem, ausgezeichnete Wärmeleistung, tolle Features. Wäre da nicht dieses enorme Packmaß, das den Sioux 1000 zum Backpacking ungeeignet macht. Daher gleich an dieser Stelle der Tipp: In Vaudes Sioux-Serie gibt es kompaktere Schlafsäcke wie den Sioux 800 oder 400, die um einiges weniger wiegen, kompakter sind und sich für den Einsatz vom Spätfrühling bis in den Frühherbst eignen.

Viele Modelle im Test waren im Preissegment bis 50 Euro zu finden – auch der kompakte High Peak TR 300. High Peak wirbt explizit mit einer langen Lebensdauer der Faser. Das atmungsaktive Innenfutter wird durch die 20 Prozent Baumwollanteil für unseren Geschmack deutlich angenehmer – verglichen mit Futterstoffen aus 100 Prozent Polyester. Der komfortable Schnitt des Mumienschlafsacks bietet auch großen Personen von bis zu zwei Metern Körpergröße Platz. Für kleinere Nutzer ergibt sich damit der Nachteil, dass vor allem im Fußbereich ein größeres Luftvolumen zu erwärmen ist und es damit etwas länger dauert, bis der Schlafsack die Füße wärmt.

Für Nächte im unteren Temperatur-Grenzbereich bietet der TR 300 eine verstellbare Kapuze (Durchmesser der Gesichtsöffnung) und einen
zweifach anpassbaren Wärmekragen. Der lange, schön leichtgängige Zwei-Wege-Reißverschluss reicht bis ganz in den Fußbereich, ist innen auf ganzer Länge mit einer isolierenden Abdeckleiste versehen und lässt sich im geschlossenen Zustand mit einem Klett-Querriegel sichern. Für eine eventuell gewünschte Kopplung mit einem zweiten Schlafsack wird er wahlweise mit einem Reißverschluss links oder rechts angeboten.

Eine kleine, verschließbare Innentasche rundet die Ausstattungsdetails ab. Das von uns getestete Exemplar des TR 300 war erwähnenswert ordentlich verarbeitet. Kurzfazit: Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis!

Ein Verkaufspreis von rund 80 Euro, Temperatur-Extrembereich bis -3 Grad, dabei ein kompaktes Packmaß und nur 850 Gramm schwer – die Rohdaten zum Nanowave 50 der bekannten Outdoor-Marke Marmot lesen sich gut – und auch der erste Eindruck des Leichtschlafsacks überzeugt. Zwar sieht dieser hochwertig verarbeitete Winzling im verpackten Zustand ähnlich aus wie der günstigere Mountrex, weckt dafür aber deutlich mehr Vertrauen ins Material. Ein sehr leicht laufender YKK-Reißverschluss, die ergonomisch geformte, den Kopf umschließende Kapuze und ein an Kapuze und Vorderseite separat regulierbarer Kordelzug – die Details des Nanowave 50 wissen zu überzeugen.

Zwar verfügt er entlang des Reißverschlusses über keine Wärmeleiste, das ist jedoch bei einem Schlafsack, der während der Sommermonate genutzt wird, kein großes Problem. Auch was die Haptik angeht, merkt man dem Marmot an, dass er qualitativ in einer anderen Liga spielt als Mountrex und Active Era. Packsack und Material fassen sich wertiger an und die Nähte sind sorgfältiger gezogen. Der Schlafsack dürfte es auf lange Sicht mit einer längeren Lebensdauer danken.

Umso trauriger ist, dass sich der Schlafsack auf der Waage deutlich schwerer ausmacht, als der amerikanische Hersteller angibt. Stolze 1.050 Gramm zeigt das Messgerät an – auch wenn wir mit Größe »R« eigentlich die Referenzgröße getestet haben, auf die sich auch das angegebene Herstellergewicht beziehen müsste. Trotzdem bleibt ein guter Eindruck des Nanowave 50. Er bekommt allein aus dem Grund, dass der Mountrex ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis hat, keinen Kauftipp.

Mountaineer Frozen Mummy

Der Schlafsack mit dem etwas kuriosen Namen Frozen Mummy wird auf Amazon als Winterschlafsack angepriesen. Umso gespannter waren wir auf die Ausstattung des mit 1.990 Gramm recht schweren Mumienschlafsacks. Nun, wie immer gilt es zu allererst den Stausack zu bewerten – und dieser enttäuscht. Zwar macht sein Kompressionssystem auf den ersten Blick einen recht guten Eindruck, allerdings sind die Schnallen, durch die die Kompressionsriemen zurückgeschlauft werden, untauglich. Zieht man die Riemen ordentlich an, rutschen sie durch die billig und zerbrechlich wirkenden Schnallen wieder zurück. Hier sollte sich der Hersteller etwas Besseres einfallen lassen.

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ließ es sich im Frozen Mummy gut schlafen. Die Kunstfaserfüllung ist gut abgesteppt, der Schlafsack verfügt zudem über einen verstellbaren Wärmekragen und eine den Kopf schön umschließende Kapuze. Auch beim Fußbereich hat der Hersteller mitgedacht und den Frozen Mummy mit einer warmen Fußbox versehen. Was die Extremtemperatur von -21 Grad angeht, konnten wir diesem Modell leider nicht auf die Fasern fühlen.

Mountaineer hat dem Frozen Mummy wie Mountrex einen oberen Reißverschlussläufer mit Einzwickschutz verpasst, was die Bedienung in der Praxis vereinfacht. Zwar fasst sich die Polyesterfüllung nicht so locker und fluffig an wie beim Vaude Sioux 1000 SYN oder beim Carinthia G280, trotzdem sorgte sie für ein angenehmes Schlafgefühl. Für rund 35 Euro bietet das Modell zugegebenermaßen recht viel. Wären da nicht Details, die bei der Konkurrenz besser gelöst sind, hätte es auch beim Mountaineer Frozen Mummy für eine Empfehlung gereicht.

Quadratisch, praktisch, gut – der nur rund 25 Euro teure KingCamp ist der einzige Deckenschlafsack im Test und spielt somit in einer eigenen Liga. Mit seinen 1.830 Gramm reiht er sich nach dem Frozen Mummy und dem Vaude auf dem dritten Platz ein, lässt sich zu einer nahezu quadratischen Decke aufklappen und empfiehlt sich somit insbesondere als Backup-Schlafsack im Haushalt, der schnell hervorgezogen wird, wenn Besuch im Anmarsch ist. Was etwas stutzig macht, ist die Temperaturangabe. Bei bis zu -13 Grad Außentemperatur soll der KingCamp Oasis 300 zu wärmen im Stande sein – da fragt man sich zwangsläufig, wie das ein Deckenschlafsack schaffen soll, ist es doch bei dieser Sorte Schlafsack erfahrungsgemäß schwierig, speziell den Fußbereich warm zu bekommen.

Was die Verarbeitung angeht, erhalten Camper beim King Camp solide Stangenware. No-Name-Reißverschlüsse, eine leidlich gute Hülle mit billig wirkenden Schnallen – der King Camp schafft es auch von der Haptik des Obermaterials nicht, in die Riege der Top-Kandidaten einzuziehen. Beim Test unangenehm aufgefallen ist zudem eine sich auflösende Naht, die bereits einen langen Faden hinter sich her zog: Ein No-Go bei Schlafsäcken und Hinweis darauf, dass zumindest einige Nähte des Oasis 300 nicht allzu lange halten dürften.

Was das Packvolumen angeht, reiht sich dieses Modell ganz weit vorn ein und wird so nur bei Campern punkten können, die mit dem Auto unterwegs sind und ihre Ausrüstung nicht über längere Strecken tragen müssen. Immerhin ist das Innenmaterial schön anschmiegsam und fühlt sich so gar nicht nach Polyester an. Unser Fazit lautet daher: Der Oasis 300 ist ein leidlich guter Besucherschlafsack und macht sich bei Campingurlauben gut, bei denen die Minimaltemperatur die Zehn-Grad-Marke nicht unterschreitet.

BeGlo Mumienschlafsack

Das kompakte Packmaß von 36 x 23 Zentimetern und das moderate Gewicht von 1.424 Gramm des BeGlo lässt auf einen vernünftigen Schlafsack schließen. Doch beim BeGlo, der bei Amazon immerhin mit 45 bis 50 Euro zu Buche schlägt, enttäuschte ganz besonders die Verarbeitung. Die Füllung in den Steppkammern wirkte wulstig und ungleich verteilt, der Packsack und der Reißverschluss billig, der Schlafsack insgesamt lieblos.

Trotzdem wollten wir dem blaugrauen Schlafsack eine Chance geben und nutzten ihn in mehreren Campingnächten – bei Temperaturen bis 15 Grad im Zelt im Spätsommer. Dabei fiel leider auch das Innenmaterial negativ auf. Das glatte, schlüpfrige Polyester fühlt sich direkt auf der Haut nicht so kuschelig an wie bei anderen Modellen im Test. Auch was die Detaillösungen angeht, hätte BeGlo ein wenig tiefer in die Trickkiste greifen können. Das Modell wirkt in Sachen Verarbeitung schlichtweg ideenlos, da hat die Konkurrenz für den gleichen Betrag besseres zu bieten.

Mit Erschrecken stellten wir auch hier fest, dass sich schon nach einer einzigen Testnacht Polyesterfäden entlang des Reißverschlusses aus dem Hauptmaterial lösten. Kurzum: In dieser Liga machen der Gipfelsport oder der High Peak TR300, die sogar noch etwas günstiger sind, den vernünftigeren Eindruck!

Active Era 150 Premium

Bei diesem Leichtschlafsack, der immerhin auf Amazon den ersten Rang unter den meistverkauften Mumienschlafsäcken einnimmt, das Wort »Premium« in den Mund zu nehmen, ist schon einigermaßen bizarr. Kein Kordelzug am Kopfende, keine an die Kopfform angepasste Kapuze – dazu ein Transportbeutel bei dem man sich fragt, wie lange er den Belastungen beim Transport standhält. Kurzum: Als Tester bleibt uns angesichts des ActiveEra 150 Premium nur der eindringliche Appell, gute 10 Euro draufzulegen und sich stattdessen den Mountrex zu kaufen. Zwar ist das Modell mit nur 20 Euro Verkaufspreis der billigste der getesteten Schlafsäcke, doch billig allein ist nicht alles – erst recht angesichts dessen, was die Konkurrenz zu einem ähnlichen Preis bietet.

Vergleicht man den ActiveEra beispielsweise mit dem Mountrex, kann man ihn – so hart das klingt – nur als Jammerlappen bezeichnen. Er hat außer seinem leidlich leicht laufenden Reißverschluss keine weitere technische Ausstattung zu bieten und kann lediglich als Notlösung angesehen werden, wenn man nichts anderes auf Lager hat. Auch stellt sich die Frage, inwiefern sich die Extremtemperatur tatsächlich bei den vom Hersteller angegebenen erstaunlich niedrigen fünf Grad ansiedeln lässt. Wir wären deutlich vorsichtiger und würden auf zehn Grad nach oben korrigieren.

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