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Der beste Schlüsselfinder

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Schlüsselfinder Test: Bluetooth Tracker Update 2019 11
Lars Schönewerk

Lars Schönewerk

ist Autor und Technik-Freak und hat ein Faible für alles Elektronische. Für AllesBeste testet er alles, was nicht niet- und nagelfest ist.

Wir haben 16 Bluetooth-Schlüsselfinder getestet, von denen 12 noch erhältlich sind. Der beste für die meisten ist der Tile Pro (2019). Er ist zwar der teuerste Tracker im Test, überzeugt aber durch eine hervorragende Verarbeitung, eine gigantische Reichweite und eine großartige App mit vielen Zusatzfunktionen. Nur der Abo-Zwang hinterlässt einen bitteren Beigeschmack.

Update 15. November 2019

Wir haben die vier neuen Tracker von Tile getestet. Darunter sind mit dem Nachfolger unseres Testsiegers Tile Pro und dem Tile Mate zwei alte Bekannte. Neu hinzugekommen sind der flache Tile Slim (2020) im Scheckkartenformat und der aufklebbare Tile Sticker (2020). Der Tile Slim bekommt aufgrund seiner konsequenten Ausrichtung eine Empfehlung für alle, die speziell ihren Geldbeutel öfter verlegen.

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23. Januar 2019

Vom Chipolo Plus, einer unserer Empfehlungen, gibt es mittlerweile eine neue Version. Das neue Modell soll unter anderem lauter sein als die von uns getestete Variante, außerdem gibt es andere Farben. So bald wir den neuen Chipolo haben, werden wir ihn testen und darüber berichten.

Wer kennt es nicht: Man hat es eilig, das Kind schreit, man ist müde oder einfach nur zerstreut. Man geht aus dem Haus, denkt sich nichts böses und unterwegs stellt man fest, dass der Geldbeutel noch zuhause liegt.

Damit man nicht unvorbereitet aufbricht, helfen elektronische Schlüsselfinder, denn die finden nicht nur Schlüssel sondern auch alles andere, was man an den kleinen Trackern befestigen kann.

Wir haben elf Bluetooth-Schlüsselfinder ausführlich getestet. Die kleinen Helfer sind heutzutage deutlich ausgereifter als noch vor einigen Jahren. Alle Spitzenmodelle setzen heute auf Bluetooth, gesucht wird bequem über das Smartphone.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Tile Pro (2019)

Test Bluetooth-Schlüsselfinder: Tile Pro
Der Tile Pro macht fast alles richtig, ist aber auch teuer. Für den vollen Funktionsumfang ist ein zusätzliches Abo nötig.

von 23 Lesern gekauft

Der Tile Pro (2019) lässt kaum Wünsche offen: Er sieht gut aus, ist super verarbeitet, tönt mit Abstand am lautesten und hat eine hohe Reichweite. Man kann die Batterie selbst wechseln und er ist gegen Spritzwasser geschützt. Die App funktioniert tadellos und lässt sich mit Amazons Alexa, Googles Assistant und Siri verbinden. Neben dem hohen Anschaffungspreis trübt das kostenpflichtige Abo, das für den vollen Funktionsumfang notwendig ist, aber die Freude. Wer sich jedoch darauf einlässt, bekommt mit dem Tile Pro (2019) den besten Tracker.

Auch gut

Chipolo Plus

Test Bluetooth-Schlüsselfinder: Chipolo Plus 2
Wer kein Abo will, Farbvielfalt bevorzugt und mit einigen Einschränkungen leben kann, findet im Chipolo Plus einen soliden Tracker mit schöner App.

Der Chipolo Plus ist mittlerweile in der zweiten Version erhältlich und hat ebenfalls eine hervorragende App. Der Tracker ist in sechs Farben erhältlich – praktisch, wenn man mehrere davon hat. Er ist etwas kleiner und leiser als der Tile Pro, mit 85 Dezibel aber immer noch sehr laut. Auch der Chipolo Plus kann mit Amazons Alexa und Google Assistant kommunizieren, aber nicht mit Siri. Außerdem versteht er dann nur Englisch. Für die deutsche Sprache kommt man weiterhin nicht daran vorbei, die App zu öffnen.

Gut und günstig

Callstel PX-2969

Test Bluetooth-Schlüsselfinder: Callstel Tracker
Der Callstel-Tracker kann zwar nicht mit Tile und Chipolo mithalten, erledigt die Basisfunktionen aber zuverlässig.

Der Callstel PX-2969 ist angenehm klein und findet so praktisch überall einen Platz. Das ausschließlich in Schwarz erhältliche Gerät ist mit 93 Dezibel lauter als der Chipolo Plus, aber nicht ganz so laut wie der Testsieger. Die Reichweite von 50 Metern liegt im Mittelfeld. Die App weist ein paar wenige Übersetzungsfehler auf, ist ansonsten aber solide. Ein tolles Feature ist die Angabe der Entfernung anhand von vier Stufen. Darüber hinaus ist der Preis für das Gebotene unschlagbar.

Für den Geldbeutel

Tile Slim (2020)

Test Schlüsselfinder: Tile Slim (2020)
So flach ist sonst keiner: Der Tile Slim liefert erstaunliche Lautstärke im Kartenformat.

Der Tile Slim (2020) ist streng genommen gar kein Schlüsselfinder, denn er ist speziell zum Auffinden von Geldbeuteln gedacht. Der dünnste Tracker im Test hat das gleiche Format wie gewöhnliche EC- und Kreditkarten und passt somit exakt in die entsprechenden Fächer der Geldbörse. Trotz seiner flachen Bauweise steht das wasserdichte Gerät in keiner Weise bei der Lautstärke zurück: Mit 89 Dezibel wird es sogar erstaunlich laut. Die nicht wechselbare Batterie und kleinere Unsauberkeiten in der Verarbeitung trüben den Eindruck allerdings ein wenig.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAuch gutGut und günstigFür den Geldbeutel
Modell Tile Pro (2019) Chipolo Plus Callstel PX-2969 Tile Slim (2020) Tile Pro (2020) Tile Mate (2019) Tile Mate (2020) Tile Sticker (2020) Chipolo Classic Callstel NX-4515 Gigaset Keeper Gigaset G-Tag
Test Bluetooth-Schlüsselfinder: Tile ProTest Bluetooth-Schlüsselfinder: Chipolo Plus 2Test Bluetooth-Schlüsselfinder: Callstel TrackerTest Schlüsselfinder: Tile Slim (2020)Test Schlüsselfinder: Tile Pro (2020)Test Bluetooth-Schlüsselfinder: Tile MateSchlüsselfinder Test: Tile Mate 2020Schlüsselfinder Test: Tile Sticker 2020Bluetooth-Schlüsselfinder Test: Chipolo ClassicBluetooth-Schlüsselfinder Test: Callstel NX4515Bluetooth-Schlüsselfinder Test: Gigaset KeeperTest Bluetooth-Schlüsselfinder: Gigaset G-Tag
Pro
  • Immer noch gute App
  • Großer, gut tast- und drückbarer Knopf
  • Hohe Reichweite & Lautstärke
  • Wechselbare Batterie
  • Vorbildliche Einbindung der Sprachassistenten
  • Gute App
  • Kompakt
  • Kamerabedienung
  • In vielen Farben verfügbar
  • Klein und flach
  • Wechselbare Batterie
  • Kamerabedienung
  • Entfernungsangabe
  • Günstig
  • Immer noch gute App
  • Ideal für den Geldbeutel
  • Stabil
  • Wasserdicht
  • Vergleichsweise laut
  • Immer noch gute App
  • Großer, gut tast- und drückbarer Knopf
  • Solide Lautstärke
  • Wechselbare Batterie
  • Vorbildliche Einbindung der Sprachassistenten
  • Immer noch gute App
  • Großer, gut tast- und drückbarer Knopf
  • Wechselbare Batterie
  • Immer noch gute App
  • Großer, gut tast- und drückbarer Knopf
  • Wechselbare Batterie
  • Immer noch gute App
  • Sehr guter Kleber
  • Gute App
  • Wechselbare Batterie
  • Kompakt
  • Kamerabedienung
  • In vielen Farben verfügbar
  • Wechselbare Batterie
  • Hohe Reichweite
  • Community-Suche
  • Solide App mit Zusatzfunktionen
  • Wechselbare Batterie
  • Wasserdicht
  • Wechselbare Batterie
  • Günstig
Contra
  • Keine Kamerabedienung
  • Groß
  • Teuer
  • Voller Funktionsumfang nur mit kostenpflichtigem Abo
  • Batterie nicht wechselbar
  • Sprachsteuerung nur in Englisch
  • Keine Community-Suche
  • Batterie nicht wechselbar
  • Gehäuse weist leichte Spaltmaße auf
  • Keine Kamerabedienung
  • Groß
  • Teuer
  • Voller Funktionsumfang nur mit kostenpflichtigem Abo
  • Keine Kamerabedienung
  • Voller Funktionsumfang nur mit kostenpflichtigem Abo
  • Keine Kamerabedienung
  • Voller Funktionsumfang nur mit kostenpflichtigem Abo
  • Batterie nicht wechselbar
  • Ausschließlich im Set erhältlich
  • Schwergängige Taste
  • Sprachsteuerung nur in Englisch
  • Keine Kamerabedienung
  • Teuer
  • Groß und dick
  • Umständlicher Batteriewechsel (nur mit T5 Torx-Schraubendreher)
  • Umständliche App
  • Kaum Funktionen
  • Keine Community-Suche
  • Groß und dick
  • Umständlicher Batteriewechsel (nur mit T5 Torx-Schraubendreher)
  • Umständliche App
  • Kaum Funktionen
  • Keine Community-Suche
Bester Preis
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Schlüsselfinder mit Bluetooth

Die Idee, ein Stück Elektronik zur Hilfe zu ziehen, um den Überblick über seine Habseligkeiten zu behalten, ist nicht neu. Schon seit längerem bekommt man für wenig Geld Geräte, die Töne von sich geben, wenn man auf einem anderen eine Taste drückt, damit man sie einfacher finden kann.

Die billigsten Sets bestehen aus einer Fernbedienung und einer unterschiedlich großen Anzahl an Empfängern, die mit einem Geräuschgeber ausgestattet sind. Das mag ausreichen, wenn man mal den Schlüssel innerhalb der eigenen vier Wände verlegt hat, viel mehr können solche Geräte aber nicht leisten.

Ganz anders sieht es aus, wenn Bluetooth ins Spiel kommt: Dank des Funkstandards halten mittlerweile nicht nur die Batterien länger, die Schlüsselfinder lassen sich auch mit dem Smartphone koppeln. So hat man das zentrale Gerät zum Ansteuern immer zur Hand, vor allem eröffnet es aber ganz neue Möglichkeiten.

Bluetooth eröffnet neue Möglichkeiten

Zum Einen lassen sich Listen anlegen, über die man innerhalb von Sekunden nachsehen kann, ob alles an Ort und Stelle ist – vorausgesetzt, man besitzt mehr als einen Empfänger, denn viele Hersteller bieten ihre Geräte nicht nur einzeln an, sondern auch gleich als Set. Kann man beispielsweise seinen Geldbeutel nicht finden, reicht ein Tippen auf den passenden Eintrag und schon macht der Tracker mit einer Erkennungsmelodie auf sich aufmerksam.

Gegenüber klassischen Funklösungen ist die Reichweite bei Bluetooth-Trackern weit größer. Darüber hinaus merken sich die Apps den letzten Standort des Trackers und sind somit auch dann noch hilfreich, wenn die Geräte außer Reichweite sind.

Die Angaben der Hersteller zur Reichweite beziehen sich übrigens immer auf Luftlinie ohne Hindernisse. Objekte, allen voran Wände, dämpfen das Signal und verringern die Reichweite stark. In der Praxis reicht der Empfang also nicht so weit wie die Hersteller angeben, vor allem nicht in Gebäuden.

Die eigentliche Ortung läuft über das GPS-Modul des Smartphones, denn eigene GPS-Systeme würden zu stark an den Energiereserven zehren. Die meisten Bluetooth-Schlüsselfinder sollen mit einer Knopfbatterie rund ein Jahr lang laufen und manche sogar länger, während bei einem GPS-Tracker bereits nach wenigen Tagen Schluss wäre.

Eine Batterie reicht gewöhnlich für ein Jahr

Daraus ergibt sich ein Problem: Um den Tracker ausfindig zu machen, benötigt er eine aktive Bluetooth-Verbindung zum Smartphone, Bricht die Verbindung ab, kann man zwar nachvollziehen, wo es zuletzt war, aber nicht, wo es sich mittlerweile befindet.

Einige Hersteller versuchen diesem Problem Herr zu werden, indem sie auf eine sogenannte Community-Suche setzen: Meldet man seinen Bluetooth-Tracker als verloren und ein anderer Nutzer kommt zufällig daran vorbei, aktualisiert dessen Smartphone den Standort des Trackers, ohne dass der andere Nutzer jemals etwas davon mitbekommt.

Darüber hinaus eröffnet die Verbindung zum Smartphone – und damit zum Internet – zahlreiche neue Möglichkeiten für zusätzliche Funktionen.

Findige Apps

Natürlich ist es mit guter Hardware nicht getan, alles steht und fällt mit der zugehörigen Smartphone-App. Die unterscheiden sich sowohl in Sachen Bedienung als auch im Funktionsumfang – und zwar gewaltig.

Eine übersichtliche Darstellung und eine komfortable Bedienung sind die ersten Aspekte, die einem dazu in den Sinn kommen, aber das ist erst der Anfang: Während einige Apps mit zahlreichen Einstellungen und Alarmen aufwarten, beherrschen andere nur Basisfähigkeiten. Bei zwei der getesteten Schlüsselfinder, dem GVOO Schlüsselfinder und dem Laxikoo Wireless Key Finder, sind die Apps vollkommen unbrauchbar. Beide Tracker sind mittlerweile nicht mehr erhältlich, aber ganz allgemein raten wir dringend von einer Installation von Software ab, die mehr als die zum Betrieb notwendigen Rechte einfordern.

Sprach­assistenten bieten einen Mehrwert

Ein Zuckerstück ist die Verknüpfung mit externen Apps. Dazu gehört auch die Bedienung per Sprachassistent. Das Feature ist noch relativ neu und wird bislang lediglich von drei Herstellern unterstützt – wiederum in unterschiedlichem Umfang. Während Tile in mehreren Sprachen bewandert ist und auch Deutsch versteht, spricht Chipolo ausschließlich Englisch. Beide sind mit Amazons Alexa und Google Assistant kompatibel, Tile kann außerdem mit Siri kommunizieren. Die App tracMo, die zum Callstel NX-4515 gehört, kann lediglich mit Alexa umgehen, bietet dafür aber eine Einbindung in die Ökosysteme diverser Smart Home-Anbieter, etwa Philips Hue, IFTTT und Nest.

Ein nettes Feature, das viele Bluetooth-Schlüsselfinder mitbringen, ist die Fernbedienung der Kamera. So kann man bequem Ganzkörper- oder Gruppenfotos machen, ohne auf den Selbstauslöser warten zu müssen.

Achten Sie auf die Betriebssystem-Version Ihres Smartphones!

Falls Sie ein älteres Smartphone besitzen, sollten Sie vor dem Kauf darauf achten, dass Ihr Betriebssystem unterstützt wird. Die notwendige Version liegt je nach Modell mindestens bei Android 4.3 bzw. meistens sogar 4.4. Bei iOS verlangen die Geräte je nach Modell mindestens Version 7.0, teilweise auch Version 9.3. Entsprechende Smartphones werden aber schon längst nicht mehr hergestellt. Jedes einigermaßen aktuelle Handy sollte kompatibel sein.

So haben wir getestet

Wir haben ausführlich recherchiert und uns die interessantesten Schlüsselfinder mit Bluetooth kommen lassen. In der ersten Testrunde waren es elf und in der zweiten Runde vier Geräte. Wir haben alle Modelle mit einem Android- und einem iOS-Smartphone getestet.

Wir haben uns Setup und Bedienung mit der jeweils zugehörigen App angesehen, die vom Hersteller angegebene Funkreichweite überprüft und die Lautstärke des Signaltons aller Tracker mit einem professionellen Schallpegelmesser bestimmt.

Bluetooth-Schlüsselfinder Test: Tile Pro

Testsieger: Tile Pro (2019)

Der beste Bluetooth-Schlüsselfinder für die meisten ist der Tile Pro (2019). Er ist zwar der teuerste im Test, macht aber auch fast alles richtig. Er besticht mit einer soliden App, verfügt über eine beeindruckende Reichweite, ist hervorragend verarbeitet und man kann die Batterien selbst wechseln, was längst nicht bei allen Trackern der Fall ist.

Testsieger

Tile Pro (2019)

Test Bluetooth-Schlüsselfinder: Tile Pro
Der Tile Pro macht fast alles richtig, ist aber auch teuer. Für den vollen Funktionsumfang ist ein zusätzliches Abo nötig.

von 23 Lesern gekauft

Im Bereich der Bluetooth-Tracker ist Tile schon seit geraumer Zeit Marktführer. Den Tile Pro hat das Unternehmen bereits seit längerem im Sortiment. Die hier getestete Auflage ist die Version von 2019, die entgegen des Namens aber eigentlich bereits Ende 2018 auf den Markt kam.

Gegenüber dem Vorgänger ist der Tile Pro (2019) noch ein Stück lauter geworden, der größte Unterschied findet sich aber in der Batterie: Ältere Versionen des Tile Pro hatten eine fest verbaute Zelle und mussten, sobald diese leer war, durch das Tile-Ersatzprogramm neu gekauft werden – zwar mit Rabatt, aber dennoch war die Prozedur lästig und umweltschädlich.

Beim neuen Modell lässt sich die Batterie problemlos selbst austauschen

Beim neueren Modell, das seit Oktober 2018 verkauft wird, lässt sich die Batterie hingegen problemlos selbst austauschen. Zum Einsatz kommt eine handelsübliche Knopfzelle des Typs CR2032. Dadurch ist das Gerät zwar nur noch spritzwassergeschützt nach IP55 anstatt IP68, wie es beim Vorgängermodell der Fall war, das halten wir angesichts des einfachen Batteriewechsels aber für vertretbar.

Die Hardware

Das Gehäuse des Tile Pro (2019) besteht aus einem 42 x 42 Millimeter großen, matten Aluminiumrahmen mit abgerundeten Ecken, in den zwei schwarze Kunststoffschalen eingelassen sind. Oben links befindet sich ein Loch, mit dem man den Tracker am Schlüsselbund befestigen kann. In der Mitte hebt sich ein grau-silberner Kreis mit dem Tile-Logo in starkem Kontrast zum dunkel gehaltenen Rest ab. Wer es lieber heller mag, kann auch zu einer Variante in Weiß greifen. Mehr Farben, wie man es beispielsweise beim Konkurrenten Chipolo sieht, stehen nicht zur Verfügung.

Das runde Logo in der Mitte beherbergt die Bedientaste. Die lässt sich auch ohne hinzusehen leicht ertasten und weist einen guten Druckpunkt auf. Auf der Rückseite befinden sich neben dem Batteriefach drei kleine Löcher für den Lautsprecher.

Generell wirkt der Tile Pro (2019) sehr hochwertig verarbeitet. Dank der rautenförmig geriffelten Oberfläche, die es beim Nachfolger leider nicht mehr gibt, rutscht er nicht aus der Hand und bietet eine angenehme Haptik. Das Gehäuse wirkt recht stabil, sodass er auch einen gewissen Druck, etwa in einem vollgepackten Rucksack oder im Geldbeutel, ohne Blessuren überstehen sollte. Mit vollem Gewicht darauf treten sollte man hingegen nicht, aber so stabil ist keiner der getesteten Schlüsselfinder.

Mit 15,5 Gramm ist der Tile Pro (2019) mit einigem Abstand der schwerste der getesteten Bluetooth-Schlüsselfinder, angesichts des generell sehr geringen Gewichts der Geräte können wir darüber aber leicht hinweg sehen. Hätten wir nicht im Rahmen der Recherche die technischen Daten zusammengetragen, hätten wir den Unterschied gar nicht bemerkt.

Das Gewicht ist aber nicht das Einzige, mit dem der Tile Pro (2019) heraussticht: Die Reichweite beträgt, sofern keine Hindernisse das Signal stören, satte 90 Meter – und das, obwohl er noch immer das ältere, aber energiesparendere Bluetooth 4 nutzt. Das ist absoluter Rekord und wird nur noch vom Callstel NX-4515 übertroffen, der allerdings mit Bluetooth 5 arbeitet, und dem Nachfolger Tile Pro (2020) – zumindest theoretisch (mehr hierzu unter »Außerdem getestet«).

Mit Abstand der lauteste Tracker im Test

Auch in Sachen Lautstärke macht dem Tile Pro (2019) keiner etwas vor. Selbst wenn Chipolo noch immer damit wirbt, den lautesten Bluetooth-Tracker auf dem Markt anzubieten – unsere Messungen zeigten ein anderes Ergebnis: Mit über 101 Dezibel war der Tile Pro der mit Abstand lauteste Tracker im Test, Chipolo kam nur auf 85 bzw. 81 Dezibel.

Die App

Die App heißt schlicht »Tile« und funktioniert in fast allen Bereichen sehr gut. Leider klappen einige Dinge, die in unserer letzten Testrunde noch fehlerfrei liefen, nicht mehr richtig. Das scheint ein gängiges Problem zu sein, denn die Bewertung für die App fiel seit Januar 2019 von 4,3 Sternen im Google Play Store auf 3,8 und im Apple App Store von 4,0 auf 3,6 – schade!

Die verschiedenen Schlüsselfinder werden in einer hübsch designten und übersichtlichen Kachelübersicht dargestellt. Besitzt man mehrere der Schlüsselfinder – etwa, weil man sich gleich mit 2er-Packs oder sogar 4er-Packs eingedeckt hat – kann man dort bis zu vier (Android) beziehungsweise acht (iOS) Geräte verwalten. Das eigene Smartphone, auf dem die App läuft, wird ebenfalls aufgelistet, kann auf Wunsch aber auch ausgeblendet werden.

Seit der ersten Testrunde wurde die App in einigen Details weiterentwickelt. Es gibt nun eine Annäherungserkennung, die anhand mehrerer Kreise visualisiert wird – das kennt man bereits vom Callstel PX-2969. Außerdem sind die blau gestalteten Icons für die einzelnen Tracker bunten Alternativen gewichen. Ansonsten ist die Anwendung genauso intuitiv und übersichtlich geblieben, wie sie zuvor war.

Ein Highlight ist nach wie vor die Community-Suche: Sollte der Tracker einmal außerhalb der eigenen Bluetooth-Reichweite liegen bleiben, wird dessen Position von anderen Tile-Nutzern automatisch übermittelt, wenn sie in seine Nähe kommen, ohne dass diese auch nur etwas davon mitbekommen. Bei unserem Test in der Münchner Innenstadt funktionierte das sehr gut, auf dem Land dürfte das Feature aufgrund der niedrigeren Bevölkerungsdichte allerdings viel von seinem Nutzen einbüßen.

Leider werden Funktionen, die nur mittels eines kostenpflichtigen Abos nutzbar sind, auch ohne ein solches dauerhaft angezeigt und können nicht ausgeblendet werden. Das kennt man zwar schon von den Gratis-Versionen vieler anderer Apps, die gegen ein entsprechendes Entgelt zur Premium-Variante aufgestockt werden können, in Verbindung mit einer nicht gerade günstigen Hardware wirkt es aber unbeholfen und einem Marktführer wie Tile kaum würdig.

Generell hinterlässt das Abo einen bitteren Nachgeschmack und dämpft die Freude am Schlüsselfinder von Tile, womit wir zu den Nachteilen des Tile Pro und sämtlicher anderer Produkte des Herstellers kommen.

Nachteile

Ein kleiner Nachteil des Tile Pro: Man kann den Tracker nicht als Fernauslöser für die Smartphone-Kamera benutzen. Den offensichtlichsten Nachteil haben wir aber bereits genannt: Der Tile Pro ist ziemlich teuer. Zumal es mit der Anschaffung des Geräts nicht getan ist, sofern man den vollen Funktionsumfang nutzen möchte. Dafür braucht man ein Abo namens Tile Premium und das schlägt mit 3,49 Euro im Monat zu Buche, im Jahresabo werden 34,99 Euro fällig.

Für den vollen Funktionsumfang braucht man ein Premium-Abo

Während das unbegrenzte Teilen der Tiles nur wenige Nutzer interessieren dürfte und die Erweiterung der Standortsuche auf 30 Tage zwar nett, aber nicht unbedingt notwendig ist, handelt es sich bei der Benachrichtigungsfunktion um ein Feature, das eigentlich zu den Kernaufgaben eines Schlüsselfinders gehört und bei anderen Anbietern kostenlos zur Verfügung steht.

Die Funktion soll auslösen, wenn man einen bestimmten Bereich verlässt und der Schlüsselfinder zurückbleibt. Vergisst man beispielsweise in der morgendlichen Hektik den Geldbeutel, meldet sich das Smartphone und informiert einen schon beim Verlassen des Gebäudes darüber. So merkt man nicht erst an der Verkaufstheke des Bäckers, dass man kein Geld dabei hat – so zumindest die Theorie.

In der zweiten Testrunde versagte das Bezahl-Feature trotz vorhandenem Premium-Zugang aber leider vollständig. Alarm wurde kein einziges Mal geschlagen – und zwar bei allen Tiles, nicht nur beim Tile Pro. Warum die Funktion fast ein Jahr nach unserer ersten Testrunde immer noch als Beta angezeigt wird, will uns auch nicht so recht einleuchten. Zeit, um das Feature offiziell zu finalisieren, wäre genug vorhanden gewesen.

Immerhin schickt Tile seinen Premium-Kunden einmal im Jahr frische Batterien zum Auswechseln. Das gilt allerdings nur für Besitzer der beiden hier getesteten Modelle Tile Pro und Tile Mate in den neueren Varianten ab 2019. Außerdem wird die Garantiezeit auf drei Jahre verlängert. Aufgrund der guten Verarbeitung der Geräte dürften aber die wenigsten jemals davon Gebrauch machen.

So sehr uns das Premium-Abo ein Dorn im Auge ist und die App nachgelassen hat, bleibt der Tile Pro (2019) für uns doch der beste Schlüsselfinder. Denn bei der Konkurrenz muss man Abstriche machen.

Tile Pro im Testspiegel

Nicht nur wir sind vom Tile Pro (2019) angetan, auch die Kollegen anderer Redaktionen sprechen sich wohlwollend über den Schlüsselfinder aus. So kommt Philipp Sussmann von Techstage zu folgendem Fazit:

»Wer einen zuverlässigen Tracker für den Schlüsselbund sucht, der bekommt mit dem Tile Pro ein sehr gutes und zuverlässiges Gerät im schicken Design. Für den Tracker sprechen die hohe Reichweite und die Tatsache, dass die Batterie austauschbar ist. Die Standort-Suche per GPS ist praktisch, funktioniert in der Praxis allerdings nur dann zuverlässig, wenn sich der Keyfinder nicht bewegt.«

Alexander Kant von Netzwelt vergibt 8,4 von 10 möglichen Punkten und lobt dabei vor allem die einfache Einrichtung, die gute Bedienung und die Kompatibilität des Tile Pro.

Jan Johannsen von Curved äußert sich wohlwollend über den Tile Pro, empfiehlt ihn aufgrund der gegenüber dem Tile Mate erhöhten Reichweite und Lautstärke aber vor allem Personen mit einer großen Wohnfläche:

»Für Menschen, die gerne mal etwas verlegen oder verlieren sind der Tile Mate (2018) und der Tile Pro sehr praktisch und hilfreich. Durch den jetzt möglichen Batterietausch muss man auch kein schlechtes Gewissen mehr, wegen Nutzung von Einweg-Produkten, haben. Die Anschaffungskosten sind angesichts gesparter Zeit und Nerven vertretbar. In der Regel sollte der Tile Mate (2018) mit seiner geringeren Reichweite und Lautstärke für eine unverbindliche Preisempfehlung von 24,99 Euro genügen. Die 34,99 Euro für den Tile Pro lohnen sich nur, wenn ihr eure Dinge in einer großen Wohnung oder einem Haus mit Garten verlegt.«

Arnt Kugler von Smart Home Area stört sich nicht am kostenpflichtigen Premium-Service und lobt neben der robusten Verarbeitung vor allem die Einbindung der Sprachassistenten:

»Tile hat offenbar auf seine Community gehört und die 2018er Versionen des Tile Mate und Tile Pro sinnvoll verbessert. Durch die austauschbare Batterie, die höhere Reichweite und Lautstärke bekommen Sie nun deutlich verbesserte Bluetooth-Tracker zum Preis der Vorgänger. Sogar an die Integration in die smarten Sprachsteuerungen Amazon Alexa, Google Assistant und Apple Siri Shortcut hat Tile gedacht. In der Anwendung sind sie nach wie vor sehr einfach, robust und praktisch. Nur ins Wasser fallen lassen dürfen Sie die neuen Tile-Bluetooth-Tracker nicht mehr. Der optionale Premium-Service wertet den Funktionsumfang des Tile Mate und Tile Pro noch mal auf und ist auch nicht übertrieben teuer.«

Michael Barton von Techtest vergibt satte 93 Prozent und zeigt sich begeistert:

»Der Tile Pro ist ein hervorragender Schlüsselfinder. Abseits vielleicht einer 100%igen Wasserdichtigkeit wüsste ich nicht was ich am Tile Pro verbessern oder verändern würde! Dieser ist sehr nah der Perfektion, besser kann ein Schlüsselfinder einfach nicht mehr werden. Der Pro ist qualitativ gut gebaut, besitzt eine sehr hohe Reichweite und sieht auch noch schick aus. Die Tile App ist weiterhin der Goldstandard, wenn es um Schlüsselfinder geht, gerade aufgrund der Community Suche. Auch die normale Suche funktioniert dank sehr hoher Bluetooth Reichweite und lautem Lautsprecher schnell, zügig und problemlos.«

Alternativen

So gut der Tile Pro (2019) auch sein mag, lässt sich nicht leugnen, dass er auch einige Schattenseiten hat. Wer Wert auf eine Fernbedienung für die Kamera legt, sich gegen den Premium-Service wehrt oder einfach nicht bereit ist, soviel Geld für einen Schlüsselfinder auf den Tisch zu legen, hat mit einer unserer Alternativen mehr Freude.

Auch gut

Chipolo Plus

Test Bluetooth-Schlüsselfinder: Chipolo Plus 2
Wer kein Abo will, Farbvielfalt bevorzugt und mit einigen Einschränkungen leben kann, findet im Chipolo Plus einen soliden Tracker mit schöner App.

Den Chipolo Plus gibt es mittlerweile in der zweiten Auflage. Der Hersteller wirbt mit 100 Dezibel Lautstärke, wir konnten »nur« 85 Dezibel messen. Damit lag er gerade mal im Mittelfeld aller getesteten Schlüsselfinder, aber im Alltag reicht das allemal.

Leider kann man die Batterie des Chipolo Plus nicht selbst wechseln. Das ist auf Dauer nicht nur teuer, auch in Hinblick auf die Umwelt ist das ein pikantes Detail. Wir haben deshalb lange überlegt, ob wir anstatt des Chipolo Plus nicht lieber den Chipolo Classic empfehlen sollen, der seinerseits allerdings wiederum nicht gegen Spritzwasser geschützt ist.

Chipolo Plus und Chipolo Classic liegen nah bei­einander

Letztendlich haben wir uns dennoch für den Plus entschieden. Der Spritzwasserschutz war dafür nicht ausschlaggebend, viel mehr war es die Funktionstaste, die beim Plus funktioniert wie erwartet – nicht so beim Chipolo Classic. Aus diesem Grund lässt sich der Plus um Längen komfortabler und zuverlässiger bedienen als der Classic. Wer sich nicht an schwammigem Gefummel stört, kann aber auch zum Classic greifen.

Der Chipolo Plus ist in Schwarz, Weiß, Blau, Grün, Gelb und Rot erhältlich. Das ist zwar weniger als beim Classic, der darüber hinaus auch noch Orange, Pink und Violett zu bieten hat, aber immer noch mehr als alle Konkurrenzanbieter im Sortiment haben.

Der Clou an den Farben ist, dass die App erkennt, welches Gewand ein einzelner Schlüsselfinder trägt, und das Icon dementsprechend in der App darstellt. In Verbindung mit den Piktogrammen gestaltet sich die Bedienung der App – zumindest in der Grundfunktion – so intuitiv und einfach, dass selbst ein Kleinkind die Anwendung bedienen könnte.

Die Einrichtung der Tracker geht einfach von der Hand

Die Einrichtung der Tracker geht ebenso einfach von der Hand und wird unmissverständlich erklärt. In weniger als einer Minute ist das neue Gerät eingerichtet und erscheint in der Übersicht. Die Darstellung nutzt ein Listen- statt eines Kachelformats. Wie schon bei Tile wird auch das Smartphone des Nutzers mit angezeigt und kann bei Bedarf ausgeblendet werden.

Pro Account lassen sich bis zu neun Chipolo-Tracker registrieren, betreiben lassen sich aber maximal sieben Geräte gleichzeitig – dann stößt die Kapazität von Bluetooth an ihre Grenzen.

Ein nettes Detail zeigte sich beim Firmware-Update, das nach einer Nachfrage seitens der App und unserer Bestätigung derselben innerhalb kürzester Zeit aufgespielt war. Um die Wartezeit zu überbrücken, lässt die Chipolo-App den Nutzer nämlich eine Runde Tic Tac Toe spielen. Allerdings war das Ganze so schnell erledigt, dass man in der Zeit kaum mehr als ein bis zwei Runden schafft.

Chipolo spricht leider nur Englisch

Die Chipolo-App unterstützt die Sprachassistenten von Amazon und Google, Apples Siri allerdings nicht. Sprachaffine iPhone-Nutzer müssen somit zwangsläufig mit Tile Vorlieb nehmen. Das gleiche gilt für Zeitgenossen, die nicht des Englischen mächtig sind, denn Deutsch versteht die Software nicht.

Gut und günstig

Callstel PX-2969

Test Bluetooth-Schlüsselfinder: Callstel Tracker
Der Callstel-Tracker kann zwar nicht mit Tile und Chipolo mithalten, erledigt die Basisfunktionen aber zuverlässig.

Der Callstel PX-2969 ist zusammen mit dem baugleichen Musegear Finder 2 und natürlich dem Tile Slim der dünnste Schlüsselfinder im Test nach dem Chipolo Classic. Gerade einmal 5,6 Millimeter misst das Gerät. Auch die Fläche ist mit 36 x 36 Millimetern gering. Dadurch findet man praktisch überall einen Platz, um den Tracker unterzubringen.

Trotz seiner geringen Größe kann der Winzling richtig laut werden: Das Klingeln schallt mit beachtlichen 93 Dezibel aus dem kleinen Kästchen. Die Reichweite von 50 Metern kommt zwar nicht annähernd in die Regionen des Tile Pro oder des Callstel NX-4515, liegt aber dennoch weit über der Konkurrenz von Gigaset und schlägt sogar den Tile Mate um fünf Meter. Für die meisten Einsatzgebiete sollte das ausreichen.

Den für den Betrieb nötigen Saft liefert eine Knopfzelle des Typs CR2032, wie sie auch in den meisten anderen der getesteten Schlüsselfinder zum Einsatz kommt. Die Batterie lässt sich einfach austauschen. Zur Wasserresistenz macht der Hersteller keine Angaben. Anhand des Gehäuses schätzen wir, dass er ein wenig Spritzwasser überleben sollte, garantieren können wir das aber nicht.

Stilbewusste Käufer könnten darüber enttäuscht sein, dass der PX-2969 ausschließlich in Schwarz zu haben ist. Wer mehr Auswahl in Sachen Farben benötigt, kann einen Blick auf den Musegear Finder 2 werfen, der in Weiß, Dunkelblau, Hellblau oder Orange daherkommt, allerdings fast das Doppelte kostet.

Die App, mit welcher der Callstel PX-2969 betrieben wird, heißt iTrack Easy. Sie kommt auf immerhin 3,4 Sterne auf Google Play und 3,3 Sterne im Apple App Store. Vergleichen mit Tile und Chipolo ist sie eher schmucklos, aber durchaus funktional.

Gleich zu Anfang steht die Liste der gekoppelten Geräte – so weit, so bekannt. Auffällig ist der Entfernungsmesser, der anhand von vier Kreisen eine Ahnung davon vermittelt, wie weit der Tracker gerade entfernt ist und ob man sich nähert bzw. entfernt – praktisch!

Schaltet man die Alarme ein, meldet sich das Smartphone bei einem Abbruch der Bluetooth-Verbindung. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um das gleiche Feature, das Tile nur im Rahmen seines Premium-Abos anbietet. Leider kann es schon im mittelgroßen Wohnungen hin und wieder zu Fehlalarmen kommen, wenn gerade viele Wände im Weg sind. Um das Problem zu lindern, kann man sichere WLAN-Netzwerke bestimmen. Ist das Smartphone dort eingeloggt, hält der Schlüsselfinder die Klappe. Das Prinzip funktioniert in der Praxis gut, ist aber eben nur an ausgewählten Orten, wie der eigenen Wohnung, möglich.

Unterm Strich ist der Callstel PX-2969 zwar nicht der beste Schlüsselfinder der Welt, aber durchaus von solider Qualität und in der Preislage momentan unschlagbar. Selbst die Markenkonkurrenz von Gigaset sticht der Kleine locker aus, lediglich gegenüber den zwei- bis dreimal so teuren Modellen von Chipolo und Tile muss der Callstel klein beigeben.

Für den Geldbeutel

Tile Slim (2020)

Test Schlüsselfinder: Tile Slim (2020)
So flach ist sonst keiner: Der Tile Slim liefert erstaunliche Lautstärke im Kartenformat.

Das Alleinstellungsmerkmal des Tile Slim (2020) wird schon auf den ersten Blick deutlich, denn anders als alle anderen Modelle im Test hat er die Form einer Scheckkarte. Ansonsten gibt sich das ausschließlich in Schwarz erhältliche Gerät äußerlich dezent: Bis auf das Logo, das gleichzeitig Funktionstaste ist und drei kleine Löcher für die Lautsprecher, fallen keine markanten Eigenheiten oder gar Zierelemente ins Auge. Das Gehäuse wirkt stabil, an den Kontaktstellen zwischen den beiden Schalenhälften von Ober- und Unterseite lassen sich aber geringe Spaltmaße ausmachen.

Wie es das eigenwillige Format bereits vermuten lässt, ist der Tile Slim für den Einsatz im Geldbeutel vorgesehen. Dort kann er, einmal aktiviert, dann erstmal für die nächsten drei Jahre bleiben, denn solange reicht laut Herstellerangaben die interne Batterie. Wechseln kann man diese nicht, dafür ist der Tracker nach IP65-Standard wasser- und staubdicht. Per Schnur lässt sich der Tile Slim mangels Öse nicht befestigen, für andere Habseligkeiten als den Geldbeutel eignet er sich somit kaum.

Positiv überrascht waren wir von der Lautstärke, die das unscheinbare Kärtchen entwickeln kann. Hersteller Tile macht dazu keine offiziellen Angaben, wir haben einen Schalldruck von 89 Dezibel gemessen. Mit diesem Wert siedelt sich der Tile Slim zwischen Tile Pro (2020) und Tile Mate (2020) an.

Die Funktionstaste ist ein Schwachpunkt

Kritik gibt es aber freilich auch. Im bereits erwähnten Spalt im Gehäuse sammeln sich schnell Staub und Fasern. Außerdem ist der Druckpunkt der Funktionstaste nicht optimal. So schwammig wie beim Chipolo Classic ist der Knopf zwar nicht, wir hätten ihn uns aber doch etwas knackiger gewünscht. Bei manchen Gelegenheiten waren wir uns nicht einmal sicher, ob der Tracker den Druck darauf überhaupt erkannt hat. Das hatte er, wie unser klingendes Smartphone dann bezeugte, das kaum vorhandene haptische Feedback des Tile Slim reichte dazu aber nicht aus.

Unterm Strich ist die neue Bauform natürlich keine Revolution, ergänzt das Angebot an Bluetooth-Trackern aber auf sinnvolle Weise. Wer häufig seinen Geldbeutel sucht, findet im Tile Slim (2020) einen praktischen Helfer. Als »Schlüsselfinder« im tatsächlichen Wortsinn eignet er sich hingegen nicht – aber das ist auch gar nicht seine Absicht.

Außerdem getestet

Der erste Blick auf den Tile Pro (2020) war ernüchternd: Anstatt der griffsicheren, geriffelten Oberfläche des Vorjahresmodells, setzt der Hersteller bei seinem neuesten Streich nun auf komplett glatten Kunststoff und auch die silbern glänzenden Highlights, die den Aluminiumrahmen und die Funktionstaste zuvor schick in Szene setzten, sind dem Farbtopf zum Opfer gefallen. Alles ist nun durchgehend schwarz und das Gerät wirkt deutlich weniger edel. Wir können diese Design-Entscheidung nicht nachvollziehen.

Etwas hübscher ist da noch die weiße Version, die zwar ebenfalls eine glatte Oberfläche hat, aber immerhin die glänzenden Elemente beibehält und damit nun aussieht wie ein größerer Tile Mate. Leider bekommt man die helle Variante nicht einzeln, sondern nur als Teil eines Zweier- oder Viererpacks. In Sachen Formfaktor und Gewicht ist man bei der bekannten und bewährten Ausführung geblieben, und auch Batterielaufzeit und Wasserfestigkeit haben sich nicht verändert.

Die Lautstärke ist unseren Messungen zufolge etwas niedriger als im Vorjahr, mit 93 Dezibel aber immer noch hoch genug. Offizielle Zahlen zum Schalldruck gibt der Hersteller bei den neuen Modellen leider nicht mehr heraus. Dafür gibt es eine erhöhte Reichweite, die laut Tile nun 122 Meter beträgt – in der Praxis konnten wir den Unterschied aber nicht bestätigen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass solche Reichweiten mit Bluetooth 4 LE gar nicht möglich sein sollten. Für Distanzen jenseits der 100-Meter-Marke braucht es Bluetooth 5. Der Hersteller schweigt sich darüber aus und schreibt in all seinen Produktbeschreibungen lediglich vom Betrieb mit »Bluetooth 4.0 oder höher«. Während unserer Recherche sind wir allerdings auf eine Pressemitteilung des Elektroniklieferanten Nordic Semiconductor gestoßen, der stolz bekannt gab, die SoCs (System-on-a-Chip) für Tile bereitzustellen. Der dort angesprochene Mini-Computer unterstützt laut Datenblatt tatsächlich Bluetooth 5.0.

Was wollen wir damit sagen? Kurzum: Wer den Tile Pro (2020) an ein Tablet oder Smartphone koppelt, das den neueren Übertragungsstandard nicht unterstützt, kann ihn zwar nutzen, wird aber nicht von der höheren Reichweite profitieren können. Für unseren Test kamen übrigens nur Mobiltelefone mit Bluetooth 5 zum Einsatz.

Die Änderungen beim Design sind sicherlich Geschmackssache und wir hätten den Tile Pro (2020) auch als neuen Testsieger ausrufen können. Da der Tracker aber nicht mehr so edel wirkt, die angepriesenen technischen Verbesserungen im Praxistest nicht sichtbar wurden, die Lautstärke niedriger ist und es sonst keine Neuerungen gibt, sehen wir dazu keinen Anlass. Weil die Tugenden des Vorgängers ansonsten aber im Wesentlichen beibehalten wurden, bleibt der Tile Pro, egal ob nun als 2019- oder 2020-Modell, der beste Schlüsselfinder auf dem Markt. Bei einer Kaufentscheidung zwischen den beiden Versionen kann man sich ruhig nach Äußerlichkeiten richten, die Unterschiede sind in der Praxis marginal.

Der Tile Mate (2019) ist gewissermaßen der kleine Bruder des Tile Pro – in jeglicher Hinsicht. Er hat geringere Maße, die Reichweite ist kürzer und er wird nicht ganz so laut. Das macht den Mate aber keineswegs zu einem schlechten Schlüsselfinder – im Gegenteil: Auch wenn der Mate nicht mit den Superlativen des Pro mithalten kann, weist auch er die meisten Kernqualitäten auf, die wir auch am Tile Pro schätzen.

Der Tile Mate muss zwar ohne den Aluminiumrahmen und die geriffelte Oberfläche des Pro (2019) auskommen, wirkt aber noch immer top verarbeitet. Die Stromzufuhr erledigt eine CR1632-Batterie, die etwas kleiner ausfällt als die sonst üblichen CR2032-Zellen. Die Laufzeit soll laut Hersteller aber ebenso ein Jahr betragen.

Viel mehr gibt es nicht zum Tile Mate (2019) zu sagen, denn aufgrund des ähnlichen Aufbaus und der gemeinsamen App zeigen sich in der Anwendung praktisch keine Unterschiede zum Tile Pro. Wer mit den Abstrichen leben kann, kann mit dem Mate gutes Geld sparen. Alle anderen wählen das rund zehn Euro teurere Luxusmodell.

Ähnlich sieht es beim Tile Mate (2020) aus. Die Rückseite ist nun hellgrau statt weiß, ansonsten hat sich gegenüber dem Vorjahresmodell optisch nichts geändert und auch auf technischer Seite gibt es nur wenig zu berichten, denn in Sachen Gewicht, Reichweite, Wasserresistenz und Stromversorgung bleibt alles beim Alten, nur die Lautstärke ist auch hier etwas gesunken.

Wie bei allen Tile-Trackern, steht und fällt natürlich auch die Qualität des Tile Mate (2020) mit der zugehörigen App. Und auch was die Hardware betrifft, macht es praktisch keinen Unterschied, ob Sie zum 2019er- oder 2020er-Modell greifen, zumal zumindest aktuell auch die Preise die gleichen sind. Sollte sich dieser Umstand ändern, können Sie ruhigen Gewissens die günstigere Variante nehmen.

Tile Sticker (2020)

Den Tile Sticker (2020) gibt es nur im Doppel- oder Viererpack zu kaufen, nicht einzeln. Gedacht sind die kleinen, runden Knubbel für all jene Habseligkeiten, bei denen eine Befestigung des Trackers per Schnur nicht möglich oder nicht sinnvoll ist. Stattdessen setzt der Tile Sticker, wie man anhand des Namens bereits ahnen kann, auf Klebstoff. Der stammt nicht von irgendwem, sondern vom Kleberspezialisten 3M. Privatanwender kennen die Firma vor allem als Hersteller der beliebten Haftnotizzettel der Marke »Post-It«, die Produkte des Unternehmens finden aber nicht nur im Haushalt, sondern auch im Gebäude- und Fassadenbau Anwendung.

Tatsächlich verspricht der Kleber nicht zu viel. Wir haben den Tracker zum Test auf ein Brillenetui geklebt, wo er bombensicher hielt, sich im Nachhinein aber trotzdem wieder rückstandslos entfernen ließ. Wir waren überrascht, wie gut das klappte, trotzdem würden wir den Tile Sticker lieber nicht auf unsere Reisepässe kleben, so wie es einige Werbefotos und die entsprechende Kategorie in der App vorschlagen – sicher ist sicher. Angeblich sind sowohl Tracker als auch Klebstoff wetterfest und eignen sich dazu, sie beispielsweise am Fahrrad oder Tretroller zu befestigen. Wir halten derartige Einsätze für durchaus realistisch.

Der Durchmesser des Tile Sticker entspricht ungefähr dem einer 2-Euro-Münze, der Tracker ist allerdings deutlich dicker. Je nachdem, auf was man ihn anbringen möchte, kann die großzügige Bauhöhe stören. Darüber hinaus lässt sich die Batterie nicht wechseln, soll laut offiziellen Angaben aber immerhin drei Jahre halten, was übrigens auch für den Kleber gilt. Unsere Lautstärkemessung ergab, dass der Tile Sticker (2020) das leiseste Modell von Tile ist, mit 83 Dezibel allerdings immer noch in der gleichen Liga wie die Chipolo-Geräte liegt.

Der Callstel NX-4515 gibt sich nicht nur in Sachen Design extravagant, denn als einziger Schlüsselfinder aus der ersten Testrunde kann er mit Bluetooth 5.0 umgehen. Das ist zwar nicht so energieeffizient wie das sonst übliche Bluetooth 4 LE, schafft dafür aber eine Reichweite von 100 Metern – noch mehr als der Testsieger. Die Größe ist in Sachen Grundfläche mit dem Callstel PX-2969 vergleichbar, der Tracker ragt aber ein gutes Stück weiter in die Höhe. Aufgrund des schicken Dächleins auf der Vorderseite wirkt dieser Umstand noch ausgeprägter. Den klobigen Eindruck der Gigaset-Modelle erweckt der NX-4515 aber zum Glück nicht.

Auf der Rückseite fällt sofort das Drehgewinde für das Batteriefach auf. Wie in den meisten Modellen, werkelt im Callstel NX-4515 eine CR2032-Zelle. Möchte man sie wechseln, empfiehlt sich ein Schlitzschraubendreher. Dank des verschließbaren Fachs ist der Schlüsselfinder nach IP55-Standard gegen Spritzwasser geschützt.

Wie schon der PX-2969 ist auch der NX-4515 ausschließlich in Nachtschwarz zu haben.

Sein wahres Potential offenbart der Callstel NX-4515 allerdings erst durch seine App mit dem Namen tracMo. Die steht momentan bei respektablen 4,2 Sternen bei Google Play, die iOS-Version hat leider noch keine Bewertungen.

Der Clou an der Software ist ihre Einbindung in die Ökosysteme diverser Smart Home-Anbieter. Verbindet man die Apps, lassen sich Automatismen festlegen, die beispielsweise dafür sorgen, dass die Außenbeleuchtung angeht, sobald man die Einfahrt betritt.

Außerdem kann der Callstel NX-4515 mit Amazons Alexa quatschen, was ebenfalls gut zum Smart Home-Aspekt passt. Wer Siri oder den Google Assistant bevorzugt, schaut allerdings in die Röhre.

Alles weitere an der App gestaltet sich wie gehabt: Das Pairing klappt problemlos und schnell, anschließend tauchen die gekoppelten Geräte in der Kachelübersicht auf. In der Kartenansicht kann man die einzelnen Geräte ebenfalls durchschalten.

Dort kam uns ein bemerkenswerter Fehler unter, den wir nicht nachvollziehen können: Obwohl der Callstel NX-4515 – genau wie alle anderen Schlüsselfinder – die Ortungsdienste des Smartphones anzapft, wurden die beiden Geräte mit einigen Häuserblocks Abstand auf der Karte dargestellt, obwohl sie nur wenige Zentimeter nebeneinander lagen. Die angezeigte Adresse stimmte beim Tracker, beim Smartphone aber nicht. Zum Glück war das nicht dauerhaft so, unerwähnt lassen wollen wir es dennoch nicht.

Alles in Allem bekommt man mit dem Callstel NX-4515 einen technisch sehr guten Bluetooth-Schlüsselfinder mit einer grundsoliden App. Mit einem Preis von aktuell rund 30 Euro liegt er aber zu nah am Tile Pro, der in einigen Eigenschaften – vor allem in Sachen Verarbeitung – einfach noch mehr bietet. Sollte der Preis in absehbarer Zeit fallen, hat der Callstel-Tracker aber durchaus einiges in der Waagschale, das einen zweiten Blick rechtfertigt.

Der Chipolo Classic ist etwas kleiner und leichter als der gleich teure Chipolo Plus, den Unterschied bemerkt man aber nur im direkten Vergleich. Mit 92 Dezibel ist der Classic außerdem ein bißchen leiser, doch auch hier hält sich der Unterschied in engen Grenzen. Die Reichweite von 60 Metern haben beide Modelle gemeinsam. Im Gegensatz zum Plus kann man den Classic öffnen, um die Batterie zu wechseln. Dabei setzt der Schlüsselfinder nicht wie die meisten Konkurrenten auf CR2032-Zellen, sondern auf Knopfbatterien des Typs CR2025. Dafür ist der Chipolo Classic, anders als der Plus, nicht wasserdicht.

Die App ist dieselbe wie beim Plus-Modell und damit sehr gut, fehlende oder zusätzliche Funktionen gegenüber dem Chipolo Plus gibt es mit dem Classic nicht.

Beim Kauf eines Chipolo Classic hat man die Auswahl aus insgesamt neun Farben – mehr bietet kein anderer Tracker, auch kein anderer Chipolo.

Leider ist der Druckpunkt der im Gehäuse versteckten Taste sehr schlecht und selbst wenn man weiß, wo man drücken muss – auf das »olo« im Chipolo-Schriftzug – gelingt das nicht immer auf Anhieb. Das nervt und ist der Hauptgrund, warum wir den Plus anstatt des Classic empfehlen. Wer sich damit arrangieren kann, auf Wasserfestigkeit keinen gesteigerten Wert legt, viele verschiedene Farben zur Auswahl haben möchte und die Batterien selbst wechseln will, fährt mit dem Chipolo Classic aber besser als mit dem Plus.

Der Gigaset Keeper ist der Nachfolger des ebenfalls noch immer erhältlichen, aber deutlich günstigeren Gigaset G-Tag. Äußerlich hat sich wenig verändert, lediglich einige Löcher für den Lautsprecher und eine mittig an der Vorderseite angebrachte Taste sind hinzugekommen, außerdem sitzt dort nun auch eine kleine LED. Mit ihren wuchtigen Maßen sind die beiden Gigaset-Geräte die klobigsten im Test. Dadurch machen sie einen soliden Eindruck, sind aber für manche Einsatzgebiete aber schon zu dick. Besonders für Männer, die ihre Portemonnaies oft in der Gesäßtasche tragen, kommen die Tracker zumindest für den Geldbeutel auf gar keinen Fall in Frage, denn sonst sitzt man auf einer deutlich spürbaren Beule.

Der Keeper ist wasserdicht nach IPX7-Standard, überlebt also das Eintauchen in Wasser. Das erklärt auch den umständlichen Wechsel der Batterie, denn dazu muss man das Gerät aufschrauben. Um die drei Schrauben an der Rückseite zu lösen, benötigt man allerdings einen T5 Torx-Schraubendreher.

Die App sieht mit ihrem orange-schwarzen Stil wenig einladend aus und beschränkt sich auf das Wesentliche. Leider scheint Gigaset den schmalen Funktionsumfang durch ausladende Darstellungen kaschieren zu wollen. Warum es für jeden einzelnen Tracker einen eigenen Bildschirm braucht, anstatt wie alle anderen auf eine Übersichtsseite im Kachel- oder Listenformat zu setzen, ist uns jedenfalls schleierhaft – zumal Gigaset seine Schlüsselfinder optional gleich im Dreierpack anbietet.

Das Verbinden der Tracker klappte mit dem Keeper ordentlich, mit dem knopflosen G-Tag verweigerte die App hingegen zunächst die Kopplung, bis es nach einigen Versuchen dann doch klappte. Nach einer Trennung und anschließender Wiederherstellung der Bluetooth-Verbindung hatte sie aber auch auf den Keeper keine Lust mehr – erst nachdem wir die App über die Android-Systemeinstellungen zwangsweise beendet und neu gestartet hatten, ging es wieder.

Da man für nur fünf Euro Aufpreis einen wirklich guten Schlüsselfinder bekommen kann, gibt es kaum Gründe, die für den Kauf eines Gigaset Keeper sprechen – es sei denn, man braucht unbedingt den Schutz gegen Wasser.

Wer den Callstel PX-2969 nicht mag, aber trotzdem möglichst wenig Geld ausgeben will, ohne dabei vollkommen unnützen Müll zu kaufen, darf einen Blick auf den Gigaset G-Tag werfen. Der Tracker weiß zwar nirgends zu begeistern, ist aber einer der wenigen günstigen im Test, der noch als halbwegs okay durchgeht – die noch billigeren sind nämlich direkte Fälle für den Elektroschrott.

Im Wesentlichen handelt es sich beim G-Tag um einen Keeper mit noch weniger Funktionen, ansonsten unterscheiden sich die beiden Schlüsselfinder nicht groß. Die Maße sind exakt die gleichen, das Gewicht ist identisch, die Reichweite ebenso und beide nutzen dieselbe App. Die Farbauswahl ist beim G-Tag etwas umfangreicher und man hat die Wahl zwischen Schwarz, Weiß, Grün, Rot, Orange und Transparent. Darüber, ob der G-Tag genauso wasserdicht ist wie der Keeper, schweigt sich der Hersteller aus. Aufgrund des rundum geschlossenen Gehäuses gehen wir davon aus, überprüft haben wir es aber nicht.

Wer wirklich nur seine Schlüssel anklingeln möchte – und nicht umgekehrt, denn mangels Taste ist das nicht möglich – bekommt mit dem Gigaset G-Tag einen passablen, aber wenig aufregenden Schlüsselfinder zum niedrigen Preis. Alle anderen freuen sich über den klar überlegenen Funktionsumfang des Callstel PX-2969 zum gleichen Preis. Leider darf nicht unerwähnt bleiben, dass wir den G-Tag bei unserer Lautstärkemessung nicht mehr zum Piepsen bekommen haben.

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