Der beste Schwingschleifer

Test: Schwingschleifer – Testsieger Makita BO3711

Der beste Schwingschleifer ist der Makita BO3711. Die Profimaschine bietet einfaches Handling, hervorragende Verarbeitung, pfiffige Detaillösungen und dank der guten Vibrationsdämpfung kann man mit ihr lange ermüdungsfrei arbeiten.

Schleifpapier oder -leinen, ein Schleifklotz und viel Muskelschmalz waren die Mittel der Wahl, wenn in vorelektrischer Zeit Holz- und Metalloberflächen von Lack, Farbe oder Rost befreit werden sollten, oder einfach nur die rohe Holzoberfläche einem feinen Schliff weichen sollte.

Die Körnung des Schleifleinens oder -papiers bestimmte damals wie heute den Abrieb und damit letztendlich die Feinheit der Oberfläche, oder, wenn man so will, wie effektiv der Materialabtrag sein soll.

Die Körnung besteht aus mehr oder weniger groben Sandkörnern, die aber, zumindest bei gröberer Körnung den Nachteil hatten, dass der Träger, in den meisten Fällen Papier, beim Umfangen des Schleifklotzes an dessen Kanten einreißen und diese Stelle nicht mehr zu gebrauchen ist. Besonders unerfahrene Hand- und Heimwerker tun sich schwer, fortwährend gleichmäßig Druck auf den Schleifklotz auszuüben. Gerade in der sensiblen Möbeltischlerei führt das nicht selten zu einer Oberfläche aus Bergen und Tälern.

Wir haben uns vier Schwingschleifer genauer angesehen – schließlich kann so ein Gerät auch der ambitionierte Heimwerker gebrauchen. Teuer sind diese Schleifer mittlerweile nicht mehr, doch auch für um die 200 Euro gibt es Geräte, die dann aber eher dem Profi gefallen dürften.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Der Favorit

Makita BO3711

Test Schwingschleifer: Makita BO3711
Günstig zu haben und von sehr guter Verarbeitung. Eigentlich eher aus dem Profi-Segment bekannt, zieht Makita hier auch beim Heimwerker ein.

Der Makita Schwingschleifer BO3711 gehört zu den pragmatischen Vertretern seiner Gattung; das schnörkellose aber zweckmäßige Design überzeugt vor allem Profis, und was dem Profi recht ist sollte dem Heimwerker billig sein, vor Allem seitens der Fertigungsqualität.

Ob es nun die Befestigung des Schleifmittels oder der Einsatz von Filter-, Filterbox oder Absauganlage sind, bis auf den kleinen Fauxpas mit dem Absauganschluss ist die Bedienung immer einfach und problemlos. Und weil er zudem verhältnismäßig günstig zu haben ist, ist der Makita BO3711 für uns der beste Schwingschleifer für den Heimwerker.

Großflächen-Profi

AEG FS280

Test: Schwingschleifer: AEG FS280
Größer, kräftiger und natürlich auch etwas teurer; der AEG FS280 bedient ausdrücklich die Profiwerkstatt.

Eher für den Profi gedacht ist der AEG FS280. Bei Kleinarbeiten langweilt er sich eher, doch sobald es an große Flächen geht ist er eindeutig in seinem Element. Da im Heimwerker-Bereich wohl eher selten große Schleifarbeiten anfallen, ist er sicher mehr für Handwerker interessant.

Sollten Sie sich trotzdem für den AEG Schwingschleifer interessieren, scheuen Sie die höheren Anschaffungskosten nicht – es lohnt sich.

Schnäppchen

Bosch PSS 250

Test: Schwingschleifer: Bosch PSS 250
Der Bosch PSS 250 mit Koffer und Vollausstattung. Kann allerdings bei der Fertigungsqualität und Wendigkeit nicht mit dem Makita mithalten.

Auch Bosch hat mit dem PSS 250 einen Schwingschleifer im Angebot. Unser Testsieger ist besser gedämpft, besser verarbeitet und kann auch mit einer besseren Ergonomie punkten. Der Bosch ist nicht schlecht, doch es gibt durchaus Verbesserungs-potential.

Preislich liegt er mit dem Makita gleichauf – doch da bekommt man wesentlich mehr für sein Geld.

Der Handschmeichler

Metabo SR10-23 Intec

Test Schwingschleifer: Metabo SR10-23 Intec
Der Metabo verfügt über ein futuristisches, wie ergonomische Design.

Qualitativ hochwertig und sicher lange einsatzbereit ist der Metabo SR10-23 Intec. Er ist etwas teurer als unser Favorit, ist allerdings sehr robust und ergonomisch gefälliger als der Bosch.

Wir würden sagen, der Makita Schwingschleifer ist völlig ausreichend. Kaufen Sie sich für den Mehrbetrag zum Metabo lieber etwas anderes.

Vergleichstabelle

Der FavoritGroßflächen-ProfiSchnäppchenDer Handschmeichler
Modell Makita BO3711 AEG FS280 Bosch PSS 250 Metabo SR10-23 Intec
Test Schwingschleifer: Makita BO3711Test: Schwingschleifer: AEG FS280Test: Schwingschleifer: Bosch PSS 250Test Schwingschleifer: Metabo SR10-23 Intec
Pro
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Sehr ergonomisch geformt
  • Viel Leistung
  • Für große Flächen gut geeignet
  • Günstig
  • Für den Gebrauch zu Hause ausreichend
  • Sehr robust
  • Gute Qualität
Contra
  • Etwas geringe Leistung
  • Adapter für Sauger nötig
  • Für den Hausgebrauch überdimensioniert
  • Nicht gerade günstig
  • Ergonomie könnte besser sein
  • Nicht so gut gedämpft wie der Makita
  • Etwas teurer als der Testsieger
Bester Preis
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Grob oder fein – eine Frage der Körnung

Der Grad des Abtrags, der mit der Schleifmaschine erreichbar ist, hängt vom Schleifmittel ab, im Falle des Schwingschleifers von der Körnung des eingespannten Schleifleinens. Wegen der hohen Beanspruchung kommt beim maschinellen Schleifen statt Papier ausschließlich Gewebe, früher Leinen, zum Einsatz. Wie grob oder auch fein geschliffen wird, bestimmt der Körnungsgrad des Schleifmittels.

Auf die Körnung achten

Die Zahl auf der Rückseite des Schleifmittels gibt die Körnung an, dabei gilt: je größer die Zahl, desto feiner die Körnung und desto feiner der Schliff.

6 bis 30 gilt dabei als grobe Körnung, hiermit werden Oberflächen von alten Anstrichen oder Leimschichten befreit. Rohe Holzbalken und Bretter werden mit einer mittleren Körnung zwischen 36 und 90 in eine grobe Form gebracht, um dann anschließend mit der feinen Körnung von 100 – 200 ihren Feinschliff zu erhalten. Mit sehr feiner Körnung von 210 bis 1.000 werden grundierte und lackierte Flächen nachgeschliffen, meist werden diese dann auch nass bearbeitet.

Test Schwingschleifer: Makita BO3711

Testsieger: Makita BO 3711

Makita hat viele Profimaschinen im Programm, auch der Schwingschleifer BO3711 wird diesem Anspruch gerecht.

Wie alle Elektrowerkzeuge von Makita verfügt auch der Schwingschleifer BO 3711 über ein schnörkellos zweckmäßiges Design. Durch die kompakte Bauweise kommt man beim Schleifen auch bis weit in die Ecken, und entlang kniffliger Kanten sowieso.

Der Favorit

Makita BO3711

Test Schwingschleifer: Makita BO3711
Günstig zu haben und von sehr guter Verarbeitung. Eigentlich eher aus dem Profi-Segment bekannt, zieht Makita hier auch beim Heimwerker ein.

Der Spann- und Klemmmechanismus für das Schleifpapier ist gleichzeitig simpel und solide gelöst, Kunststoff sucht man an den belasteten Teilen wie Schleifteller und eben die Arretierungshebel vergebens.

Verarbeitung und Zubehör

Das Gehäuse selbst besteht aus hochwertigem, bruchsicheren Kunststoff, der beispielsweise am Handgriff ergonomisch so geschickt geformt ist, dass Ring- und kleiner Finger perfekt hinter den Schalter, der mit Zeige- und Mittelfinger betätigt wird, passen. Dank Softgrip-Beschichtung der entscheidenden Bedienelemente, lässt sich der Winkelschleifer hervorragend mit beiden Händen über die abzuschleifende Fläche führen.

Der Makita BO3711 wird ohne Koffer geliefert, da müsste man bei Bedarf auf einen Universalkoffer eines Fremdherstellers zurückgreifen. Nichtsdestotrotz ist der kleine Karton mit allem wichtigen Zubehör bestückt.

Sehr gute Verarbeitungsqualität

Neben dem Schwingschleifer selbst gehört ein Staubkasten inklusive Papierfilter zum Anschluss an die Maschine zum Lieferumfang, sowie eine Zentrierhilfe für entsprechend gelochte Schleifmittel. Schleifleinen selbst gehören nicht dazu, das ist in Ordnung, denn im Zweifel passt eine solche Dreingabe ohnehin nicht zum geplanten Einsatzzweck. Da kauft man lieber direkt das Schleifleinen, das man benötigt.

Der Schwingschleifer Makita BO 3711 im Praxistest

Für den Test haben wir sowohl Schleifleinen mit und ohne Perforation besorgt. Zuerst versuchte ich mich am nicht perforierten Schleifmittel: Beide Klemmen der Schleifscheibe werden geöffnet, der Staubkasten sollte vorerst nicht montiert sein. Genau hier an der Rückseite wird das Schleifleinen bis zum Anschlag unter die Klemmung gesteckt, um dann mit dem Hebel festgesetzt zu werden.

Das andere Ende des Schleifmittels kommt unter die vordere Klemmung, glatt streichen, mit dem entsprechenden Hebel festsetzen, Staubkasten aufstecken – fertig. Soweit traten keinerlei Probleme auf. Die Spannung des Schleifleinens über dem Schleifteller hängt etwas von der Routine beim Einspannen ab, was aber das anschließende Arbeitsergebnis nicht spürbar beeinflusst.

Das gelochte Schleifleinen lässt sich noch akkurater einspannen: es wird passgenau mit den Löchern auf die Dornen der Zentrierhilfe gelegt, eine Seite wird dabei schon entsprechend für die Klemmung abgewinkelt. Anschließend wird die Zentrierhilfe zusammen mit dem Schleifmittel gegen den Schleifteller geklappt, wo die Dornen ebenfalls in die dafür vorgesehenen Aussparungen passen. Nur noch andrücken, die zweite Klemmung arretieren und die Zentrierhilfe abziehen – fertig. Auch hier muss nun nur noch der Staubkasten angebracht werden und schon kann es losgehen.

Apropos Staubkasten, der reicht für die meisten Arbeiten aus, lässt sich zudem bei Bedarf schnell abnehmen und ausleeren. Für umfangreichere Schleifarbeiten empfiehlt es sich, eine Absauganlage statt des Staubkastens an den Stutzen anzuschließen. Diese Aufgabe kann gern der Staubsauger übernehmen, auch wenn der Anschluss in den meisten Fällen nur mit einem Adapter zu realisieren sein wird, da der Durchmesser des Anschlussstutzens am Makita BO3711 kleiner als die meisten Staubsauger-Schläuche ist.

Will man den Staubsauger anschließen, braucht man einen Adapter

Hat man alle diese Vorkehrungen getroffen, lässt sich mit dem Makita Schwingschleifer wunderbar arbeiten. Er lässt sich gut über die zu schleifende Fläche führen und leistet, je nach eingesetzter Körnung, ganze Arbeit. Positiv fällt die vergleichsweise geringe Schwingung auf, die sich auf die Hände überträgt. So lässt sich lange arbeiten, bis die Handgelenke mal eine Pause brauchen.

Dass die Maschine dabei zudem relativ leise bleibt, ist ein weiterer, nicht zu unterschätzender Nebeneffekt, und trägt ebenfalls zum stressfreien Arbeiten bei.

Dank der kompakten Abmessungen und dem recht geringen Gewicht kann man auch gut senkrechte Flächen, wie Wandpaneele und Ähnliches, schleifen. Für kurze Zeit ist selbst Arbeiten über Kopf möglich, wenngleich man auf diese Weise nur wenig Druck zum Schleifen aufbringen kann.

Das geht am Boden oder auf der Werkbank natürlich besser. Wenn man sich beim Schleifen beispielsweise des Holzbodens für effektivere Arbeitsleistung mit viel Druck auf die Maschine lehnt, kommt die Makita dann aber doch an ihre Leistungsgrenze. Schließlich verfügt der Motor über eine Nennleistung von knapp unter 200 Watt, was im Vergleich zur Konkurrenz eher gering erscheint.

Für Heimwerker-Arbeiten reicht er völlig aus

Angesichts der kompakten Abmessungen und des gut handelbaren, geringen Gewichts geht die Leistung des Makita Schwingschleifers aber immer noch voll in Ordnung, zumal für den Heimwerker. Zum Abschleifen großflächiger Böden gibt es ohnehin besser geeignete Maschinen.

Was gibt es für Nachteile?

In manchen Situationen wirkt sich der nicht ganz so kräftige Motor aus: wenn Sie mit viel Nachdruck (und Körpergewicht) Bodenbretter schleifen, sinkt die Drehzahl der Maschine spürbar ab.

Dieser Nachteil ist beim Schleifen in der Senkrechten, über Kopf oder auf sensiblen Oberflächen wiederum eher ein Vorteil, weil das Handling dieser leichten Maschine gerade dort einfacher ist als das eines schweren Boliden. Die BO3711 bietet damit einen guten Kompromiss für die unterschiedlichsten Arbeitsanforderungen.

Ein weiterer Kritikpunkt: Leider lässt sich der Absaugstutzen wegen des geringen Durchmessers nicht ohne Weiteres mit einem handelsüblichen Staubsaugerschlauch verbinden, hierfür muss man sich einen Adapter besorgen.

Der Makita BO 3711 – was sagen die Anderen?

Die Markenpolitik von Makita ist streng auf den Profimarkt ausgerichtet, so dass die einschlägigen Publikums-Magazine eher selten in den Genuss von Testgeräten kommen – daher gibt es bislang keine anderen Testberichtefür die Makita BO 3711.

Den Kunden von Amazon scheint das jedoch egal zu sein, die Bewertungen sind durchweg positiv bis begeistert. Insbesondere das einfache Handling, die geringe Vibration und die sehr gute Verarbeitung werden von den meisten Rezensenten gelobt, dem können wir uns nur anschließen.

Als Manko wird nicht etwa die etwas geringere Leistung gegenüber der Konkurrenz angegeben, sondern vielmehr das oft als zu kurz empfundene Anschlusskabel – ein Verlängerungskabel kann’s richten.

Alternativen

Großflächen-Profi

AEG FS280

Test: Schwingschleifer: AEG FS280
Größer, kräftiger und natürlich auch etwas teurer; der AEG FS280 bedient ausdrücklich die Profiwerkstatt.

Der AEG Schwingschleifer FS280 ist nicht nur größer als unser Favorit, auch der Motor verfügt locker über die doppelte Leistung. Um mal eben eine Tür abzuschleifen oder gar für die Bearbeitung und Aufbereitung von Holzmöbeln ist die AEG damit klar überdimensioniert.

Dennoch sollten Sie die ebenfalls höheren Anschaffungskosten nicht scheuen, wenn es um den Einsatz auf großen Flächen geht. Der beste Platz für den Schwingschleifer von AEG FS280 ist sicher in der Holzwerkstatt des Profis.

Schnäppchen

Bosch PSS 250

Test: Schwingschleifer: Bosch PSS 250
Der Bosch PSS 250 mit Koffer und Vollausstattung. Kann allerdings bei der Fertigungsqualität und Wendigkeit nicht mit dem Makita mithalten.

Auch Bosch hat mit dem PSS 250 ebenfalls einen recht kompakten Schwingschleifer im Angebot, der leistungsmäßig ebenfalls etwas höher liegt. Trotz der Bosch eigenen Dämpfung wirken sich die Vibrationen bei der Arbeit aber spürbar mehr aus, als beim Makita.

Der Bosch PSS 250 sieht zwar durch seine organische Formgebung und die perfekte Integration des Staubbeutels ins Gehäusedesign sehr gefällig aus, lässt aber seitens der Bedien-Ergonomie und der Fertigungsqualität noch Wünsche offen.

Aufgrund eines Materialfehlers sind einige ältere Modelle des PSS 250 von einer Rückrufaktion betroffen, welche genau erfahren Sie hier. Modelle, die aktuell im Handel sind, sollten davon aber nicht betroffen sein.

Der Handschmeichler

Metabo SR10-23 Intec

Test Schwingschleifer: Metabo SR10-23 Intec
Der Metabo verfügt über ein futuristisches, wie ergonomische Design.

Eine interessante Alternative zum Bosch und natürlich auch zum Makita Schwingschleifer kommt von Metabo. Der SR10-23 Intec verfügt über ein ähnlich organisches Design wie der Bosch, entpuppt sich aber seitens des Handlings etwas ergonomischer.

Der Staubkasten geht in den Griff über und lässt sich leicht zum Entleeren abnehmen, dichtet aber dennoch ausreichend ab. Die Schwingplatte ist robust aus Alu-Druckguss gefertigt – neben der guten Abdichtung von Motor und Elektronik ein Garant für lange Lebensdauer. Qualität hat aber auch hier ihren Preis, meist ist der Metabo Schwingschleifer etwas teurer als unser Favorit.

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