Unsere Tests sind unabhängig. Wir finanzieren uns über Affiliate-Links. Kaufen Sie ein Produkt über Links, die mit markiert sind, erhalten wir ggf. eine kleine Provision. Mehr dazu.

Der beste Schwingschleifer

last updateZuletzt aktualisiert:
Schwingschleifer Test: Schwingschleifer Runde 2 1
Marc Hüffer

Marc Hüffer

ist Produktdesigner und Ladenausstatter und arbeitet ständig mit Werkzeug aller Art. Für AllesBeste testet er Profi- und Heimwerker­-Tools.

Der beste Schwingschleifer ist der Mirka Deos 353CV. Die Profi-Maschine bietet einfaches Handling, hervorragende Verarbeitung, pfiffige Detaillösungen und eine großartige Vibrationsdämpfung. Die Ergebnisse der Maschine sind durchgehend sauber und gleichmäßig. Einziger Haken: Die Maschine ist sehr teuer. Für weniger anspruchsvolle Nutzer haben wir daher zwei günstigere Empfehlungen.

Update 14. Juni 2019

Wir haben den gesamten Artikel stark überarbeitet und 17 neue Geräte getestet. Wir haben nun einen neuen Favoriten und auch unsere Empfehlungen haben sich in diesem Zug vollständig geändert.

Created with Sketch. Weitere Updates anzeigen
Created with Sketch. Einklappen
8. Januar 2019

Der Testbericht ist leider veraltet und viele Produkte sind nicht mehr verfügbar. Wir werden den Artikel deshalb umfangreich überarbeiten und weitere Modelle testen.

Schleifpapier oder -leinen, ein Schleifklotz und viel Muskelschmalz waren die Mittel der Wahl, wenn in vorelektrischer Zeit Holz- und Metalloberflächen von Lack, Farbe oder Rost befreit werden sollten oder einfach nur die rohe Holzoberfläche einem feinen Schliff weichen sollte. Die Körnung des Schleifleinens oder -papiers bestimmte damals wie heute den Abrieb und damit letztendlich die Feinheit der Oberfläche oder, wenn man so will, wie effektiv der Materialabtrag sein soll.

Heute schleift man elektrisch, entweder mit einem Exzenter- oder mit einem Schwingschleifer. Letztere sind einfacher zu bedienen, denn mit einem Exzenterschleifer nimmt man schnell zu viel Material ab. Mit einem Schwingschleifer bekommt man eine Oberfläche auch ohne viel Übung gleichmäßig glatt. Doch auch Schwingschleifer ist nicht gleich Schwingschleifer.

Wir haben fast 20 Schwingschleifer aller Preisklassen getestet und dabei teils erhebliche Unterschiede festgestellt. Kein Wunder, kostet die günstigste Maschine im Test gerade mal 25 Euro, die teuerste dagegen über 500. Um es kurz zu machen: Ja, die teuren Maschinen sind besser, lohnen sich aber trotzdem nicht für jeden Anwender gleichermaßen. Von den ganz billigen Geräten raten wir aber ab – selbst Gelegenheitsnutzer werden an ihnen keine Freude haben.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Mirka Deos 353CV

Schwingschleifer Test: Mirka Deos 353 CV
Wie Butter: Der teure Deos 353CV arbeitet so gründlich und gleichmäßig, dass schon das Zuschauen begeistert.

Der Mirka Deos 353CV ist alles, was man sich von einem Schwingschleifer wünscht – außer günstig. Dafür erhält man ein elegantes Gerät, das trotz seiner kompakten Maße mit einer vorbildlichen Leistung überzeugt. Wer vom ruhigen Lauf und den gleichmäßigen Schleifergebnissen noch nicht ausreichend überzeugt ist, erhält auch noch Spielereien wie eine Smartphone-Verbindung per Bluetooth obendrauf.

Ruhig & vielseitig

Bosch Professional GSS 160-1 A Multi

Test Schwingschleifer: Bosch Professional GSS 160-1 A Multi
Solide Mittelklasse: Dank seines ruhigen Laufs und der tollen Verarbeitung macht sich der vielseitige GSS 160-1 A Multi gut in Werkstadt und Hobbykeller.

Der Bosch Professional GSS 160-1 A Multi konzentriert möglichst viel Schleifgerät auf möglichst wenig Platz, denn die kleine, handliche Maschine kommt gleich mit drei verschiedenen Schleifplatten. Eine davon verwandelt den Schwingschleifer sogar in einen Deltaschleifer. Dank der sehr guten Handhabung und dem ruhigen, vibrationsarmen Lauf ist der GSS 160-1 A Multi unsere Empfehlung für alle, die ein Gerät der oberen Mittelklasse suchen.

Gut & günstig

Einhell TE-OS 2520 E

Test Schwingschleifer: Einhell TE-OS 2520 E
Hier stimmt das Gesamtpaket: Einhell gelingt es einmal mehr, eine gute Maschine zu einem äußerst günstigen Preis anzubieten.

Geht es um das Preis-Leistungsverhältnis, beweist Hersteller Einhell mit dem TE-OS 2520 E wieder einmal ein fähiges Händchen. Die große Schleifplatte lässt sich sowohl mit Schleifmitteln mit Klett- als auch mit Klemmverschluss bestücken und sorgt in Kombination mit dem 250 Watt starken Motor für ordentlich Materialabtrag. Abgerundet wird das Paket durch eine Drehzahlregelung und einen stabilen Absaugstutzen. Besonders angesichts des Preises, für den der Schwingschleifer den Besitzer wechselt, ist der Gegenwert sehr gut.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerRuhig & vielseitigGut & günstig
Modell Mirka Deos 353CV Bosch Professional GSS 160-1 A Multi Einhell TE-OS 2520 E Bosch Professional GSS 23 AE Bosch PSS 200 A Bosch PSS 300 AE Einhell TE-OS 1320 Einhell TC-OS 1520/1 Festool RTS 400 REQ-Plus Flex MS 713 Mafell UVA 115 E Makita BO3711 Makita BO4565J Metabo FMS 200 Intec TackLife PSS02A-DE Teccpo TASS22P Worx WX642
Schwingschleifer Test: Mirka Deos 353 CVTest Schwingschleifer: Bosch Professional GSS 160-1 A MultiTest Schwingschleifer: Einhell TE-OS 2520 ETest Schwingschleifer: Bosch Professional GSS 23 AETest Schwingschleifer: Bosch PSS 200 ATest Schwingschleifer: Bosch PSS 300 AETest Schwingschleifer: Einhell TE-OS 1320Test Schwingschleifer: Einhell TC-OS 1520/1Test Schwingschleifer: Festool RTS 400 Req-PlusTest Schwingschleifer: Flex MS 713Schwingschleifer Test: Mafell UVA 115 ETest Schwingschleifer: Makita BO3711Test Schwingschleifer: Makita BO4565JTest Schwingschleifer: Metabo FMS 200Schwingschleifer Test: Tacklife Pss02a DeSchwingschleifer Test: Teccpo Tass22pTest Schwingschleifer: Worx WX642
Pro
  • Extrem handlich
  • Geringe Vibration
  • Sehr gute Schleifleistung
  • Sehr guter Absaug-stutzen (drehbar)
  • Sehr leicht
  • Vibrationsarm
  • Leicht
  • Sehr gute Filterbox
  • Mehrere Schleifteller
  • Gute Schleifleistung
  • Starker Motor
  • Guter Klemmmechanismus
  • Stabiler Absaugstutzen
  • Sehr günstig
  • Guter Klemmmechanismus
  • Gute Schleifleistung
  • Relativ günstig
  • Gut zu bedienender Klemmmechanismus
  • Gute Schleifleistung
  • Klein und handlich
  • Leicht
  • Leise
  • Günstig
  • Günstig
  • Sehr ruhiger Lauf
  • Sehr gute Absaugung
  • Hervorragende Schleifleistung
  • Klein und handlich
  • Starker Motor
  • Klein und handlich
  • Relativ günstig
  • Sehr starker Motor
  • Extrem ruhiger Lauf
  • Sehr gute Handhabung
  • Sehr leise
  • Sehr geringe Vibration
  • Guter Klemmmechanismus
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Klein und handlich
  • Sehr geringe Vibration
  • Sehr leise
  • Gute Verarbeitungsqualität
  • Guter Klemmmechanismus
  • Gute Verarbeitungsqualität
  • Günstig
  • Klein und handlich
  • Starker Motor
  • Wenig Vibration
  • Ruhiger Lauf in der Hand
  • Gute Schleifleistung
  • Starker Motor
Contra
  • Teuer
  • Keine Klemmvorrichtung
  • Umständlicher Wechsel der Schleifteller
  • Keine Drehzahlregelung
  • Schlechte Filterbox
  • Sehr laut
  • Relativ schwer
  • Schlechte Filterbox
  • Relativ laut
  • Schlechte Staubbox
  • Keine Klemmen für herkömmliche Schleifmittel
  • Keine Drehzahlregelung
  • Relativ laut
  • Schlechte Staubbox
  • Sehr rucklig beim Arbeiten
  • Ständiger Drehimpuls nach rechts
  • Keine Drehzahlbegrenzung möglich
  • Schwer zu bedienender Einschaltknopf
  • Schlechte Schleifleistung
  • Schlechter Adapter für Absaugung
  • Schlechte Material- und Verarbeitungsqualität
  • Dürftige Schleifleistung
  • Kein Klemmmechanismus
  • Filtersack ist an den Nähten undicht
  • Teuer
  • Klemmmechanismus nicht leicht zu bedienen
  • Schlechter Staubbeutel
  • Schlechter Adapter für Absaugstutzen
  • Keine Drehzahlregelung
  • Filtersack nicht zufriedenstellend
  • Umständlicher Klemmmechanismus
  • Groß und schwer
  • Kein Klettverschluss
  • Schlechte Filterbox
  • Etwas geringe Leistung
  • Adapter für Sauger nötig
  • Kein Klettverschluss am Schleiftisch
  • Schlechte Filterbox
  • Absaugstutzen viel zu klein für einen externen Staubsauger
  • Unpraktische Gesamtkonstruktion
  • Schlechte Ergonomie
  • Unbefriedigende Schleifleistung
  • Keine Drehzahlregelung
  • Kein Absaugstutzen
  • Gelegentliches Verkleben des Schleifmittels
  • Sehr laut
  • Schlechte Ergonomie
  • Schlechte Schleifleistung
  • Filtersack sehr schlecht
  • Kein Klettverschluss
  • Keine Drehzahlregelung
  • Absaugstutzen zu groß im Durchmesser, d.h. man kann herkömmliche Staubsauger nicht anschließen
  • Viel größere Vibration beim Arbeiten
  • Schlechte Filterbox
  • Klemmmechanismus nicht einfach zu bedienen
  • Ansaugstutzen mit schlechtem Adapter, der sehr schnell kaputt gehen kann
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

  Technische Daten anzeigen

Welchen Schleifer brauche ich?

Bandschleifer, Tellerschleifer, Walzenschleifer, Spindelschleifer – die Liste verschiedener Bauformen bei Schleifgeräten ist lang. In Privathaushalten trifft man aber meist vor allem auf Geräte, die man während der Arbeit in der Hand hält, und darunter tun sich besonders drei Grundtypen hervor: Schwingschleifer, Deltaschleifer und Exzenterschleifer.

Ein deutlicher Unterschied wird selbst Laien auf den ersten Blick klar: Die Form der Basis, also der Schleiffläche. Die ist bei klassischen Schwingschleifern rechteckig, bei Delta-Schleifern dreieckig und bei Exzenterschleifern rund. Die Form ist aber nicht einfach nur nach Design-Gesichtspunkten gewählt, sondern richtet sich nach dem angedachten Einsatzzweck der Maschine. Denn während Exzenterschleifer ideal für die großflächige Bearbeitung ebener Werkstücke geeignet sind, kapitulieren sie mit ihren kreisrunden Schleiftellern vor Kanten und Ecken. Hier können die anderen beiden Varianten glänzen, da sie mit ihren Kanten leichter überall hinkommen.

Dabei gilt grundsätzlich, dass sich kleinere Schleifplatten bei Feinheiten leichter tun, größere dafür ein gleichmäßigeres Ergebnis beim großflächigen Schleifen erreichen. Ein weiterer Unterschied betrifft das Bewegungsmuster, denn während Schwing- und Deltaschleifer sich untereinander nur durch die Form unterscheiden, schieben Exzenterschleifer ihre Schleifmittel in anderen Bahnen über das Werkstück. Das ist auch der Grund, warum wir in diesem Test zwar auch Deltaschleifer berücksichtigt haben, aber keine Exzenterschleifer – dafür sind die Gerät einfach zu verschieden.

Eine Frage der Körnung

Der Grad des Abtrags, der mit einer Schleifmaschine erreichbar ist, hängt vom Schleifmittel ab, genauer von der Körnung des eingespannten Schleifleinens. Wegen der hohen Beanspruchung kommt beim maschinellen Schleifen statt Papier bevorzugt Gewebe zum Einsatz – früher waren das Leinen, heute feine Gitternetze aus Verbundstoffen.

Beim maschinellen Schleifen kommt bevorzugt Gewebe zum Einsatz

Wie grob oder auch fein geschliffen wird, bestimmt der Körnungsgrad des Schleifmittels. Die Zahl auf der Rückseite des Schleifmittels gibt die Körnung an. Dabei gilt: je größer die Zahl, desto feiner die Körnung und desto feiner der Schliff.

6 bis 30 gilt dabei als sehr grobe Körnung, hiermit werden Oberflächen von alten Anstrichen oder Leimschichten befreit. Rohe Holzbalken und Bretter werden mit einer mittleren Körnung zwischen 36 und 90 in Form gebracht, um dann anschließend mit der feinen Körnung von 100 – 200 ihren Feinschliff zu erhalten. Mit sehr feiner Körnung von 210 bis 1.000 werden grundierte und lackierte Flächen nachgeschliffen, meist werden diese dann auch nass bearbeitet.

Schwingschleifer Test: Schwingschleifer Schallmessung
Wir haben im Test von allen Schwingschleifern die Lautstärke im Leerlauf gemessen.

So haben wir getestet

In unserem jüngsten Test-Update haben wir 17 Schwingschleifer verschiedener Hersteller und Preisklassen auf eine alte Zimmertür losgelassen, wie man sie typischerweise in Altbauten findet. Innerhalb rund eines Jahrhunderts in Gebrauch war die Tür immer wieder überstrichen worden, sodass unsere Schwingschleifer satte fünf Schichten Lack zu bewältigen hatten.

Jede Maschine haben wir erst mit einem Schleifmittel mit grober 60er-Körnung und anschließend mit einer feineren 180er-Variante bestückt. Dabei haben wir, sofern vorhanden, sowohl die Klemmvorrichtungen als auch die Klettbefestigungen benutzt.

Außerdem haben wir mit einem professionellen Messgerät den Schalldruck der Maschinen im Leerlauf bei einer Entfernung von 30 Zentimetern gemessen. Darüber hinaus haben wir auf die Qualität der Staubfilterboxen sowie die generelle Verarbeitung und Ausstattung geachtet.

Die Geräte wurden uns zum Teil leihweise von den Herstellern zur Verfügung gestellt. Einige Modelle wurden uns für die Dauer des Tests vom Münchner Geräteverleih Leihwerk überlassen, andere haben wir gekauft.

 Schwingschleifer Test: Mirka Deos 353 Cv

Testsieger: Mirka Deos 353CV

Zum Glück haben wir den Mirka Deos 353CV nicht als erstes getestet, sonst wären wir von allen anderen Maschinen vermutlich nur noch enttäuscht gewesen. Was Mirka hier abgeliefert hat, ist ein Schwingschleifer, der seinesgleichen sucht, denn die teure Profi-Maschine schleift am Rande der Perfektion.

Testsieger

Mirka Deos 353CV

Schwingschleifer Test: Mirka Deos 353 CV
Wie Butter: Der teure Deos 353CV arbeitet so gründlich und gleichmäßig, dass schon das Zuschauen begeistert.

Das schwarz-gelbe Gehäuse des Mirka Deos 353CV ist nicht besonders groß und schon daran wird deutlich, dass der Schwingschleifer eine einhändige Bedienung vorsieht. Der ungewöhnliche Hebel, der oben aus der Kontrolleinheit ragt, unterstreicht dieses Konzept zusätzlich. Außer dem Hebel zieren ein An/Aus-Knopf, eine Plus- und eine Minus-Taste sowie zwei LEDs die Oberseite.

Nicht zu unterschätzender Komfortvorteil

An der Rückseite befindet sich eine Buchse für eine Kaltgerätekupplung zur Stromversorgung. Man kann das Kabel somit abnehmen – das haben wir sonst nur bei Festool gesehen. Direkt darunter ragt der Absaugstutzen hervor. Der hat Standardmaße und eine kleine aber feine Eigenheit: Er ist drehbar. Das bedeutet, dass der Absaugschlauch während der Arbeit weniger an der Maschine zerrt, was in der Praxis für einen nicht zu unterschätzenden Komfortvorteil sorgt. Die Griffbereiche sind mit rutschfestem Gummi überzogen und gewähren exzellenten Halt.

Die Verarbeitung des Geräts ist durchweg hervorragend und erlaubt sich keinerlei Fehler. Der Deos 353CV ist schlichtweg hochwertig. Wir können keinen einzigen Kritikpunkt daran finden.

Als wir das handliche Gerät auf unsere Test-Tür setzten, staunten wir nicht schlecht, denn die Schleifergebnisse waren überragend. Nur ein sanftes Ziehen über die gelbweiße bzw. fast cremefarbene oberste Lackschicht und strahlendes Weiß kam zum Vorschein – die erste Schicht war buchstäblich schon nach einem einzigen Durchgang entfernt. Man hätte meinen können, der Deos würde die Tür mit frischer Farbe überstreichen, so eindeutig war der Effekt.

Bequeme Führung und ruhiger Lauf

Was die Handhabung betrifft, gibt sich der Mirka Deos 353CV ebenfalls keine Blöße. Das etwas eigenwillige Design zahlt sich aus, denn der Schwingschleifer liegt toll in der Hand und lässt sich bequem führen, was nicht zuletzt am niedrigen Schwerpunkt liegt. Dadurch und aufgrund des extrem ruhigen, gleichmäßigen Laufs macht die Arbeit mit der Maschine richtig Spaß und Ermüdungserscheinungen werden minimiert. Dazu trägt sicherlich auch bei, dass der Deos mit weniger als einem Kilogramm Gewicht sehr leicht ist und mit einer Betriebslautstärke von 83 Dezibel im Leerlauf auch nicht allzu laut wird.

Um den Deos in Betrieb zu nehmen, muss man ihn zunächst einmal mit der entsprechenden Taste anschalten. Mit dem Auflegen der Hand und dem Herunterdrücken des auffälligen Hebels fängt die Maschine dann an zu schnurren.

Die Drehzahl lässt sich mithilfe von Plus- und Minus-Tasten regulieren. Die gesamte Bedienung funktioniert digital, Herumdrehen an irgendwelchen mechanischen Einstellrädchen entfällt.

Die Unterseite des Schleiftellers zieren jede Menge Löcher. Die dienen der Absaugung des Schleifstaubs und zeigen Wirkung, denn allzu viel bleibt tatsächlich nicht auf unserem Werkstück liegen. Das klappt aber auch nur dann zuverlässig, wenn man als Schleifmittel ein Schleifgitter von Abranet wählt, da dessen Maschen den Luftstrom besser durchlassen. Eine Klemmvorrichtung hat der Mirka Deos 353CV übrigens genauso wenig wie eine Staubfilterbox, was uns angesichts der Profi-Ausrichtung aber auch nicht weiter überrascht.

Smarter Schleifer

Ein besonderes Schmankerl ist das Bluetooth-Modul, das in der Maschine schlummert und eine drahtlose Verbindung mit dem Smartphone oder Tablet ermöglicht. Dort erlaubt die App »myMirka« Einblicke in das aktuelle Verhalten des Deos 353CV sowie anderen Geräten des Herstellers.

Schwingschleifer mit Smartphone-App

Die App, die in Apples AppStore auf eine durchschnittliche Bewertung von stattlichen 5,0 von 5 und bei Google Play immerhin 3,9 von 5 kommt, ist nicht allzu umfangreich, dafür aber schön aufgeräumt und vor allen Dingen funktional. Die Verbindung zwischen dem Deos und unserem Android-Smartphone gelang auf Anhieb. Anschließend konnten wir die zwei wichtigsten Funktionen nutzen, nämlich die aktuelle Drehzahl und die Vibration in Echtzeit verfolgen. Der Rest der App bündelt übersichtlich eine Reihe weiterer Menüpunkte, die man zwar auch ohne App über die Homepage des Herstellers abhandeln könnte, so ist es aber bequemer.

Wirklich notwendig ist die App für den Betrieb des Deos 353CV nicht und damit eher eine Spielerei. Als Dreingabe ist sie aber durchaus nett und die Idee, einen Schwingschleifer mit Bluetooth auszustatten, trifft man auch nicht alle Tage.

Einen kleinen Tadel haben wir dennoch: Hinter der Kachel »Vibrationsexposition« kann man nachvollziehen, welcher Menge an Vibration man als Anwender den ganzen Tag über ausgesetzt war. Für die Informationen hält Mirka aber nochmal extra die Hand auf. Zwar ist uns bewusst, dass sich die Maschine an Profis richtet und der Obulus somit als geschäftliche Ausgabe verstanden werden will, trotzdem hinterlässt es einen schalen Beigeschmack und wir sind der Ansicht, dass eine Paywall in einem Premium-Produkt eigentlich nichts zu suchen hat.

Nachteile

Dass der Mirka Deos 353CV ein Gerät für Profis ist, wird nicht nur an den hervorragenden Schleifergebnissen deutlich. So verzichtet die Maschine vollständig auf eine Klemmvorrichtung, um herkömmliche Schleifmittel einzuspannen. Das ist nur konsequent, denn Handwerker würden die wesentlich komfortablere und gründlichere Alternative mit Klettverschluss ohnehin jederzeit vorziehen. Angesichts der Zielgruppe ist das Fehlen der Klemmen somit leicht zu verschmerzen.

Die Maschine ist teuer, aber jeden Cent wert

Schwer schlucken müssen geneigte Schleifer allerdings mit Blick auf das Preisschild, denn auch der fällige Betrag ist profimäßig hoch. Wer den Schwingschleifer gewinnbringend als Arbeitsgerät einsetzt, wird angesichts des Preises vielleicht noch mit den Schultern zucken, Privatanwender überlegen sich aber lieber zweimal, ob es wirklich unbedingt ein so teures Gerät sein muss. Ob beruflich oder privat – die Qualität der Maschine ist ihren Preis in jedem Fall wert.

Mirka Deos 353CV im Testspiegel

Das Fachmagazin Motor & Maschine hat den Mirka Deos 353CV in Ausgabe 2/2018 getestet und hebt dort ebenfalls die hervorragende Handhabung und den extrem ruhigen Lauf hervor:

»Die Maschine läuft sanft an und entwickelt fühlbar erstaunlich wenig Vibrationen. Die Handlage ist aufgrund der kompakten Bauform ideal. Auch das Arbeitsgeräusch ist vergleichsweise leise. Der DEOS 353CV wirkt so »zahm«, dass man völlig überrascht ist, wie effektiv er arbeitet. […] Mit dem passenden Schleifmittel bestückt, sind die Arbeitsergebnisse beeindruckend – sowohl der Abtrag bei grobem Schleifmittel wie auch die Qualität der Oberflächen mit feinem Schleifmittel. Dazu kommt, dass sich der DEOS 353CV dank seiner kompakten Bauform hervorragend führen lässt.«

Die Tester vergeben 4,5 von 5 möglichen Sterne und schließen:

»Mirka beweist, dass das Thema Schwingschleifer noch Potenzial hat. Der DEOS 353CV ist sicherlich eines der aktuell besten und innovativsten Geräte in dieser Kategorie.«

Dem können wir uns nur anschließen.

Alternativen

Der Mirka Deos 353CV ist ein überzeugendes Gerät, aber leider auch sehr teuer. Wenn Sie keine ausgewachsenen Profi-Ansprüche an ihr Werkzeug stellen, reicht auch ein günstigeres Modell. Die folgenden beiden sind empfehlenswert.

Ruhig & vielseitig

Bosch Professional GSS 160-1 A Multi

Test Schwingschleifer: Bosch Professional GSS 160-1 A Multi
Solide Mittelklasse: Dank seines ruhigen Laufs und der tollen Verarbeitung macht sich der vielseitige GSS 160-1 A Multi gut in Werkstadt und Hobbykeller.

Sehr viel günstiger als der Testsieger ist der Bosch Professional GSS 160-1 A Multi zu haben. Die Maschine ist schön klein und kompakt, Bosch-typisch gut verarbeitet und zeichnet sich besonders durch ihren ruhigen, vibrationsarmen Lauf aus.

Gegenüber dem ebenfalls getesteten Bosch GSS 23 AE fällt als erstes die deutlich geringere Größe auf. Das ganze Gerät lässt sich problemlos mit einer Hand führen. Ebenfalls auffällig ist der runde Staubbehälter, der hinten aufgesteckt wird und die Länge der Maschine dadurch locker verdoppelt. Hat man eine Absauganlage vor Ort, kann man sich die Box freilich sparen, doch wenn nicht, ist sie kein schlechtes Hilfsmittel gegen Schleifstaub. Zwar besteht das Gefäß auch nur aus einem Kunststoffkörper mit Filterlamellen vor dem Ausgang, trotzdem erledigt es ihre Aufgabe als eines der besten im Testfeld.

Der »Multi«-Teil des Bosch Professional GSS 160-1 A Multi ist Programm, denn der Schwingschleifer hat nicht nur eine einzelne Schleifplatte im Gepäck, sondern gleich drei – zwei rechteckige und eine spitz zulaufende, mit der sich die Maschine zum Deltaschleifer umbauen lässt. Das ist erfreulich, allerdings erfordert der Plattenwechsel einiges Schrauben. Das ist nicht wirklich benutzerfreundlich. Immerhin legt Bosch den dazu notwendigen Schraubendreher bei.

Wenig Vibration, aber kein Drehzahlregler

Die Handhabung des Schwingschleifers ist ordentlich. Dank der übersichtlichen Maße kommt man gut in jede Ecke und aufgrund des geringen Gewichts ist die Arbeit mit dem Gerät auch nicht sonderlich ermüdend. Mit dem kompakten Format steht der Bosch Professional GSS 160-1 A Multi aber nicht allein da, auch die Konkurrenzgeräte von Flex und Teccpo warten mit ähnlichen Abmessungen auf. Der größte Unterschied ist die deutlich geringere Vibration des Bosch-Zwergs. In Sachen Laufruhe demonstriert Bosch hier den »Professional«-Anspruch ihrer blauen Werkzeugserie mit sanftem Nachdruck.

Ein Wermutstropfen ist die fehlende Drehzahlregelung. Die Maschine hat lediglich einen einzigen Schalter für An/Aus, der zudem einen etwas schwammigen Druckpunkt aufweist – das wars.

Unterm Strich bezieht Bosch mit dem Bosch Professional GSS 160-1 A Multi eine Position in der oberen Mittelklasse. Die Schleifergebnisse reißen keine Bäume aus, können sich aber sehen lassen. Überdurchschnittlich gut sind der ruhige Lauf, die Staubbox und die Ausstattung. Besonders für alle, die sich nicht zwischen einem Schwing- und einem Deltaschleifer entscheiden können, ist der GSS 160-1 A Multi eine solide Möglichkeit, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.

Gut & günstig

Einhell TE-OS 2520 E

Test Schwingschleifer: Einhell TE-OS 2520 E
Hier stimmt das Gesamtpaket: Einhell gelingt es einmal mehr, eine gute Maschine zu einem äußerst günstigen Preis anzubieten.

Wer schon andere unserer Elektrowerkzeug-Tests kennt, dem ist der Name Einhell sicher geläufig. Der Hersteller aus dem bayrischen Landau an der Isar wartet immer wieder mit preisgünstigen, aber nichtsdestotrotz gut verarbeiteten und anwenderfreundlichen Gerätschaften auf. Da bildet auch der Schwingschleifer Einhell TE-OS 2520 E keine Ausnahme.

Die Maschine im herstellertypischen Rot gehört zu den wuchtigeren Vertretern ihrer Gattung. Mit ihrem großen Schleifteller ist sie ähnlich großzügig dimensioniert wie beispielsweise der Mafell UVA 115 E und mit 2,3 Kilogramm auch fast so schwer. Dafür beinhaltet der Schleifer auch einen starken Motor mit einer Leistung von 250 Watt und auch sonst ist alles vorhanden, was man von einem derartigen Gerät erwartet.

An der Vorderseite des gummierten Griffs befindet sich ein Rad zum Einstellen der Drehzahl, hinten ragt ein stabiler Absaugstutzen mit Standardform aus der Maschine. Hat man keine externe Absaugvorrichtung, kann man alternativ auf den mitgelieferten Staubauffangbehälter zurückgreifen. Der ist allerdings weitgehend funktionslos, vom anfallenden Material landet kaum etwas darin, der Schleifstaub verteilt sich stattdessen zum größten Teil auf dem Werkstück.

Beachtlicher Materialabtrag

Dieser Aspekt ist nicht zu unterschätzen, denn der Materialabtrag des Einhell TE-OS 2520 E ist beachtlich. Allgemein sind die Ergebnisse beim Schleifen ziemlich gut. Aufgrund des großen Schleiftellers ist die Maschine besonders für größere, ebene Flächen geeignet und hinterlässt dabei nicht so schnell Hügel und Täler aufgrund ungleichmäßigen Schleifens.

Bei der Arbeit sollten Sie unbedingt einen Gehörschutz tragen

Der TE-OS 2020 E arbeitet freilich längst nicht so ruhig wie die deutlich teuereren Kandidaten von Mirka, Festool, Mafell und Co., die Vibration hält sich aber stark in Grenzen und kann sich zumindest mit der Mittelklasse messen. Der größte Haken ist die beachtliche Lautstärke von 93 Dezibel im Leerlauf. Besonders bei längerem Gebrauch sollte man deshalb unbedingt einen Gehörschutz tragen.

Beim Schleifmittel ist der Einhell TE-OS 2520 E nicht wählerisch und nimmt sowohl Klett- als auch Klemmvarianten an. Der Klemmechanismus ist sehr angenehm zu bedienen und hält das Schleifmittel sicher an Ort und Stelle. Einziges Manko: Möchte man mit der Seite der Schleifplatte kleine Stellen abschleifen, etwa an der seitlichen Falz unserer Test-Tür, sind die Hebel der Klemmen im Weg.

Gute Ausstattung zum günstigen Preis

Der größte Pluspunkt des TE-OS 2520 E ist eindeutig der Preis, denn der ist angesichts der Ausstattung eine echte Kampfansage. Geräte dieser Qualität kosten sonst meistens mindestens 100 Euro. Wir hatten zwar auch noch günstigere Maschinen im Test, die kamen aber nicht mal in die Nähe dessen, was Einhell hier bietet.

Für sehr umfangreiche Vorhaben und hohe Präzision gibt es geeignetere Schwingschleifer, doch für preisbewusste Hobby-Heimwerker können wir den Einhell TE-OS 2520 E wärmstens empfehlen.

Außerdem getestet

Der Bosch PSS 200 A gehört zur grünen Serie und richtet sich somit an Heimwerker und Hobby-Bastler. Umso verwunderlicher ist, dass das Gerät auf Klemmen verzichtet und nur mit Klett-Schleifmitteln genutzt werden kann. Auch eine Drehzahlregelung sucht man vergebens. Vermutlich handelt es sich um Sparmaßnahmen, denn der PSS 200 A ist einer der günstigsten Schwingschleifer von Bosch.

Die Filterbox besteht aus Kunststoff und sieht zwar ganz nett aus, fängt aber nicht besonders viel Staub auf und erfüllt ihren Zweck somit nicht zufriedenstellend. Das liegt aber nicht am Preis, denn auch einige teurere Maschinen des Herstellers nutzen die gleiche Box. Immerhin lässt sich eine Absauganlage anschließen.

Die Schleifleistung ist gut und bewegt sich klar über Durchschnitt. Das gilt aber leider auch für die Lautstärke, mit 89 Dezibel im Leerlauf ist der PSS 200 A wahrlich kein Leisetreter. Mit angeschlossener Absauge erhöht sich der Schalldruck nochmal deutlich – aber das ist bei allen Schwingschleifern so.

Der Bosch PSS 200 A ist ein gutes Gerät zu einem akzeptablen Preis mit etwas mangelhafter Ausstattung und fühlt sich dadurch nicht so richtig fertig an. Sollten Sie gesteigerten Wert auf eine Bosch-Maschine legen, raten wir zum deutlich runderen Gesamtpaket, das das Schwestermodell PSS 300 AE bietet.

Der Bosch PSS 300 AE erinnert nicht nur dem Namen nach an den PSS 200 AE, auch am Äußeren sind einige Ähnlichkeiten zu erkennen. Bei genauerer Betrachtung zeigen sich aber einige Eigenheiten, die der Schwingschleifer mit der 300 im Namen seinem Schwestermodell voraus hat.

Zunächst einmal hat der PSS 300 AE eine Klemmvorrichtung zum Einspannen von Schleifmitteln ohne Klettverschluss, was angesichts der auf Heimwerker ausgelegten grünen Serie des Herstellers Sinn ergibt. Außerdem befindet sich an der Vorderseite ein Rädchen zum Einstellen der Drehzahl, was wir beim günstigeren 200er-Modell vermisst haben. Unverändert ist hingegen die unbrauchbare Staubbox, die wir zuvor schon bemängelt haben.

Die Arbeit mit dem Bosch PSS 300 AE ist recht angenehm. Der 250 Watt starke Motor sorgt in Kombination mit dem großzügig dimensionierten Schleiftisch für einen guten Materialabtrag, und auch wenn die Maschine nicht zu den aller ruhigsten gehört, bleibt die Vibration noch in Maßen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und landet im oberen Mittelfeld aller getesteten Modelle. Mit 89 Dezibel im Leerlauf ist die Lautstärke allerdings recht hoch.

Wer eine Alternative zu unserem Preistipp sucht, ist mit dem Bosch PSS 300 AE gut beraten. Der etwas unfertig wirkenden Schwester Bosch PSS 200 AE ist er ohnehin in jeder Hinsicht überlegen.

Bosch Professional GSS 23 AE

Auch der Bosch Professional GSS 23 AE kommt mit einem großen Schleiftisch. Leider kommt er aber auch mit dem gleichen, schlechten Staubbehälter wie die grünen Kollegen, da hilft auch die blaue Farbe nichts – schade, wir hätten auch hier gerne die klar überlegene Box des GSS 160-1 A gesehen.

Mit 84 Dezibel Schalldruck im Leerlauf gehört der Schwingschleifer zu den eher leiseren Vertretern seiner Gattung, stellt aber noch keine Rekorde auf. Die Vibration während des Arbeitens liegt im Mittelfeld und ist zu verkraften, aber nicht toll. Ähnliches gilt für das Schleifergebnis.

Alles in allem ist der Bosch Professional GSS 23 AE durchaus ein solider Schwingschleifer, aufgrund der sonst meist sehr guten Leistung der Geräte der blauen Bosch Professional-Serie hatten wir aber etwas mehr von der Maschine erwartet als »nur« guten Durchschnitt.

Der Einhell TE-OS 1320 ist ein reiner Deltaschleifer und mit einer gemessenen Lautstärke von 80 Dezibel im Leerlauf eines der leisesten Geräte im Testfeld. Schon auf den ersten Blick fällt auf, dass es sich um ein kleines, schön handliches Modell handelt, und beim ersten Griff stellt man fest, dass auch das Gewicht entsprechend gering ausfällt. Klingt gut, möchte man meinen, immerhin sind alle Voraussetzungen für eine einfache und komfortable Handhabung gegeben – oder nicht?

Kurzum: Nein, leider nicht. Der Einschaltknopf ist nervig zu bedienen und auf eine Drehzahlbegrenzung verzichtet der Schleifer gleich vollständig. Das ist aber noch nicht alles, denn damit wäre er nicht allein. Einen dicken Strich durch die Rechnung macht die verheerende Kontrolle, die das Gerät zulässt: Beim Arbeiten ruckelt und zappelt die Maschine wild vor sich hin, was ein gleichmäßiges Schleifergebnis praktisch unmöglich macht. Hinzu kommt ein ständiger Drehimpuls im Uhrzeigersinn, dem man während der Arbeit permanent entgegenwirken muss.

Zwar bekommt man den Einhell TE-OS 1320 schon für relativ wenig Geld, ein gutes Geschäft macht man damit aber nicht.

Einhell TC-OS 1520/1

Noch günstiger geht es mit dem Einhell TC-OS 1520/1 – aber das merkt man leider auch. Wo zumindest der erste Eindruck des Delta-Cousins noch einige positive Seiten aufzeigen konnte, merkt man dem TC-OS 1520/1 seinen Sparkurs schon sehr deutlich an. Material und Verarbeitung sind unterdurchschnittlich, der Abtrag beim Schleifen gering und die Ergebnisse nicht zufriedenstellend. Trotzdem ist die Maschine mit gemessenen 86 Dezibel im Leerlauf zwar nicht außergewöhnlich laut, aber auch nicht besonders leise. Gelingt es einem, den äußerst schlechten Adapter für die Absauge dranzufummeln, nimmt die Lautstärke, wie immer, noch einmal ein gutes Stück zu.

Der günstigste Schwingschleifer im gesamten Testfeld ist somit keine gute Wahl – bei der Arbeit damit kommt mehr Ärger als Freude auf.

Festool RTS 400 REQ-Plus

Beim Festool RTS 400 REQ-Plus handelt es sich um eine Profi-Maschine, entsprechend gut lässt sich der Hersteller das Gerät bezahlen. Für den recht stolzen Betrag erhält man allerdings auch einen Schwingschleifer, der in Sachen Arbeits- und Verarbeitungsqualität in den Top-Rängen mitspielt. Typisch für einen Profi-Schwingschleifer arbeitet das Gerät ausschließlich mit Klett-Schleifmitteln und verwehrt sich mangels einer entsprechenden Vorrichtung gegen Klemmen.

Bei der Stromversorgung folgt Festool den eigenen Firmengewohnheiten und stattet auch den RTS 400 REQ-Plus mit dem abnehmbaren Plug-It-Stecker aus, der einen komfortablen Werkzeugwechsel ermöglicht. Auch die Absaugung funktioniert gewohnt hervorragend, tut aber auch Not, denn der Filtersack – richtig gelesen, es handelt sich um Textil, nicht um Kunststoff – macht zwar einen guten Eindruck, ist an den Nähten aber nicht dicht.

Der 250 Watt starke Motor gibt dem Schleifer einen sehr ruhigen Lauf, was in Kombination mit den kompakten Maßen und dem relativ geringen Gewicht für ein äußerst entspanntes Arbeiten und überzeugende Schleifergebnisse sorgt.

Wer bereit ist, für einen sehr guten Schwingschleifer einen höheren Betrag auszugeben, aber dennoch günstiger wegkommen möchte als mit dem Testsieger von Mirka, findet im Festool RTS 400 REQ-Plus eine gute Alternative.

Auch wenn die meisten Leute beim Firmennamen eher an Winkelschleifer denken, stellt Flex auch allerlei anderes Elektrowerkzeug her, so etwa den Schwingschleifer MS 713. Der macht ordentlich Krach, wie man es angesichts des kompakten, handlichen Gehäuses gar nicht annehmen würde – satte 91 Dezibel konnten wir im Leerlauf messen.

Wie weit es an den geringen Maßen liegt, wissen wir nicht, aber der Schleifer weiß leider nur wenig zu begeistern: Der Klemmechanismus für das Schleifmittel ist unpraktisch zu bedienen und es gibt keinen Drehzahlregler. So weit, so kompromissbereit, könnte man denken. Dass der Filtersack am Rande der Nutzlosigkeit kratzt und der Adapter für den Absaugstutzen ebenso wenig taugt, ist mit einem einfachen Verweis auf die Baugröße aber in keinem Fall zu entschuldigen. Da auch die Schleifergebnisse recht ernüchternd sind, können wir den Flex MS 713 nicht empfehlen.

Ein weiteres Schmuckstück aus Profi-Schatulle ist der Mafell UVA 115 E. Der Schleifer ist gewaltig: In Sachen Maße spielt er buchstäblich bei den ganz großen mit und beim Gewicht übertrumpft ihn sowieso keiner. Das kann sich beim Arbeiten bemerkbar machen: In der Horizontalen stört die Masse der bulligen Maschine nicht, in der Senkrechten oder gar über dem Kopf wird das ganze auf Dauer aber doch ziemlich anstrengend.

Immerhin hat Mafell den Platz auch gut genutzt, denn 450 Watt Motorleistung sprechen eine deutliche Sprache – und vor allem eine laute, denn mit 92 Dezibel im Leerlauf brüllt Mafells Schleifkoloss mit am eindrücklichsten. Der Filtersack ist einmal mehr eine nette, aber kaum hilfreiche Dreingabe, die nur einen sehr begrenzten, praktischen Nutzen verspricht.

Lob gibt es für den extrem ruhigen Lauf der Maschine. Generell ist die Führung und Handhabung des Schleifers trotz dessen Größe hervorragend. Auch mit den Schleifergebnissen waren wir äußerst zufrieden. Hätte Mirka mit seiner ähnlich teuren Maschine nicht dermaßen hoch vorgelegt, wäre der Mafell UVA 115 E ein heißer Kandidat fürs Siegertreppchen gewesen.

Der Makita BO3711 vermittelt zunächst den Eindruck eines Profi-Werkzeugs von mindestens gehobener Qualität. Material und Verarbeitung wirken hochwertig, die Vibration hält sich in Grenzen und mit gerade einmal 78 Dezibel im Leerlauf war der Schwingschleifer der leiseste im Test.

Leider ist aber nicht alles Gold, was glänzt: Die Filterbox erfüllt einmal mehr eher dekorative als praktische Zwecke und der Absaugstutzen ist viel zu klein, um eine externe Absauganlage mit Standarddurchmesser anzuschließen – hier hilft nur ein Adapter.

Ein anderes Merkmal ist katapultiert den Makita BO3711 endgültig aus der Profi-Ecke: Schleifmittel mit Klettbefestigung finden keinen Halt. Man muss also wohl oder übel auf die Klemmen zurückgreifen. Der Mechanismus dazu ist zwar recht gut, trotzdem schafft es der Schleifer nicht, Ergebnisse jenseits des Mittelfelds zu erreichen. Hier wurde viel Potenzial verschenkt. Das ist schade, denn mit wenigen Änderungen hätte der BO3711 ein wirklich guter Schwingschleifer werden können.

Ist es ein normaler Schwingschleifer? Oder doch ein Deltaschleifer? Oder vielleicht auch nur ein ungewöhnliches Bügeleisen? Das Design des Makita BO4565J ist zwar selten gesehen, aber gar nicht mal so exotisch, wie man annehmen könnte: Man nennt diese Form »Pentaschleifer«. Im Prinzip handelt es sich um einen herkömmlichen Schwingschleifer mit normalem, rechteckigen Schleifteller, aus dessen Vorderseite auch noch eine zusätzliche Delta-Schleifplatte hervorragt.

Wirklich praktisch ist das aber nicht, denn zum Einen ist einer der beiden Plattenteile ständig im Weg und zum Anderen kann man auf den Delta-Teil kaum gezielt Druck ausüben – und schon gar nicht gleichmäßig. Weil der Griff über der rechteckigen Basis des Schleiftellers liegt, neigt man dazu, entweder zu wenig Druck auf den vorderen Bereich auszuüben oder nur im Winkel draufhalten zu können, was ein unebenes Ergebnis zufolge hat und dem Teller auf Dauer sicherlich nicht gut tun dürfte. Von der Kontrolle des Frankenstein-Schleifers fangen wir an dieser Stelle lieber gar nicht erst an.

Es gibt keine Möglichkeit die Drehzahl zu regulieren, das Kabel ist arg kurz geraten und der Absaugstutzen ist mit seinem Mini-Durchmesser ohne Adapter unbrauchbar. Der Staubbehälter ist ebenfalls nicht hilfreich. Die Maschine ist zwar handlich und leicht, ein Leisetreter, wie etwa der BO3711 aus gleichem Hause, ist sie mit 88 Dezibel aber nicht.

Alles in allem ist der Makita BO4565J höchstens für Sammler obskurer Design-Konzepte interessant. Vom Einsatz bei tatsächlichen Schleifarbeiten können wir nur abraten.

Metabo FMS 200 Intec

Der Deltaschleifer Metabo FMS 200 Intec gehört zu den kompakteren Vertretern. Leider gilt das nicht so sehr für die Höhe, wodurch der Schwerpunkt der Maschine zu weit oben liegt, was spürbar auf Kosten der Handhabung geht. Material und Verarbeitung hinterlassen einen guten Eindruck und auch die mitgelieferte Filterbox gehört zu den besseren, restlos überzeugen kann aber auch sie nicht. Das ist ungünstig, denn der FMS 200 Intec hat keinen Absaugstutzen und kann somit nicht an eine externe Absauganlage angeschlossen werden. Auch eine Drehzahlregelung sucht man vergeblich. Es ist ziemlich offensichtlich, dass Metabo bei der Konstruktion des Schleifers nicht die Profi-Klientel im Blick hatte.

Die Schleifleistung ist unterdurchschnittlich und alles andere als befriedigend. Das wäre noch einigermaßen zu verschmerzen. Dass sich das Schleifmittel aber mit der Lackschicht unserer Tür verklebte, sobald wir die Maschine mal für einen Moment nicht in Bewegung hielten, ist nicht zu entschuldigen. Wir schätzen, dass der Effekt aufgrund des kleinen aber sehr schnellen Hubs auftrat.

Mit dem großen Schleifteller, der Drehzahlregulierung und dem 300 Watt starken Motor hat der TackLife PSS02A-DE eigentlich einige Voraussetzungen gut erfüllt. Dass er mit 92 Dezibel sehr laut wird, wäre auch kein Beinbruch, allerdings raten wir auch hier dringend zur Nutzung eines Gehörschutzes.

Das Hauptproblem des Schwingschleifers ist seine schlechte Schleifleistung. Trotz des starken Motors schafft es das Gerät nicht, seine Kraft in Materialabtrag umzusetzen. Dass die Führung der Maschine außerdem durch die schlechte Ergonomie erschwert wird, verschärft diesen Umstand zusätzlich. Die Filterbox gleicht weitgehend den beiden ebenfalls getesteten, grünen Bosch-Schleifern und ist somit kaum hilfreich.

Wir raten dazu, unserer Preis-Empfehlung von Einhell den Vorzug zu geben – vieles ist ähnlich, doch bei den Unterschieden steckt die Maschine von Einhell die von TackLife locker in die Tasche. Und der geringe Aufpreis ist die höhere Qualität ganz klar wert.

Teccpo TASS22P

Schwingschleifer Test: Teccpo Tass22p

Keine Preise gefunden.

Der Teccpo TASS22P setzt auf das kompakte Kleinformat, das wir bereits beim Bosch GSS 160-1 A Multi und dem Flex MS 713 gesehen haben. Trotz des relativ starken Motors hielt sich die Vibration in Grenzen, die Ergebnisse waren aber dennoch nur mittelmäßig. Der Absaugstutzen ist zu groß für eine Absauganlage in Standardgröße, was besonders in Hinsicht auf den sehr schlechten Filtersack doppelt ärgerlich ist. Die restliche Ausstattung ist ebenfalls ernüchternd, denn der TASS22P verfügt weder über eine Vorrichtung für Klett-Schleifmittel noch über eine Drehzahlregelung.

Auch wenn der Teccpo TASS22P schon für sehr wenig Geld zu haben ist, raten wir von einem Kauf ab. Die Arbeit mit der Maschine macht einfach keine Freude.

Der Worx WX642 hat für einige Überraschungen gesorgt: Beim Anschalten vibrierte der Schwingschleifer sanft, wenn auch nicht besonders leise, doch sobald wir ihn auf das Werkstück setzten, fing er sofort an, tüchtig zu zappeln und zu rumoren. Immerhin war auch die Schleifleistung entsprechend ordentlich.

Bei der Umsetzung konnte sich die Maschine leider nicht gerade mit Ruhm bekleckern: Die Filterbox ist alles andere als toll und der Klemmmechanismus für das Schleifmittel könnte für unseren Geschmack auch gerne angenehmer zu bedienen sein. Darüber hinaus wirkt der Adapter für die Absauge fragil und bildet eine Schwachstelle – wir glauben nicht an eine lange Lebensdauer des Kunststoffstücks.

Kommentare

avatar