Der beste smarte Lautsprecher

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Amazon Echo Family

Bei smarten Lautsprechern kommt es neben der Klangqualität vor allem darauf an, wie gut der Sprachassistent ist, der darauf läuft. Der beste Sprachassistent ist für uns Amazons Alexa. Der virtuelle Assistent von Amazon weiß zwar nicht ganz so viel wie der Google Assistant, aber die Bedienung klappt besser und durch die vielen Skills, die es inzwischen für Alexa gibt, ist der Amazon-Assistent im Alltag nützlicher. Vor allem als Unterhaltungsassistent für Musik und Hörspiele macht Alexa eine gute Figur, Abo eines Streaming-Dienstes vorausgesetzt. Auch beim Angebot smarter Lautsprecher ist Amazon aktuell noch etwas breiter aufgestellt als Google Home – doch das wird sich mit der Vielzahl angekündigter Lautsprecher für Googles Assistant bald ändern.

Update 21. September 2018

Amazon hat eine Reihe neuer Lautsprecher vorgestellt: Die Modelle Echo Plus, Echo Dot und Echo Show bekommen Updates, bei Echo Link, Echo Link Amp und Echo Input handelt es sich um komplett neue Modelle. Unterstützt werden die Geräte vom neuen Echo Sub, einem passenden Subwoofer.

Ungewöhnlicher sind Alexa Guard, das sich vor allem an Sicherheitsbedürfnisse richtet, und der Echo Auto für Fahrzeughalter. Mit der Steckdose Smart Plug antwortet Amazon schließlich auf Googles Chromecast.

Wir werden die Geräte schnellstmöglich testen, sobald wir sie in die Hände bekommen.

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24. August 2018

Wir haben Apples HomePod ausführlich ausprobiert und in den Vergleich aufgenommen. Wirklich schlau stellt sich Siri teilweise leider nicht an und kann Alexa deshalb nicht vom Thron stoßen.

19. Februar 2018

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22. Dezember 2017

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12. Dezember 2017

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Virtuelle Sprachassistenten, die man über smarte Lautsprecher steuert, sind in aller Munde seit Amazon vor rund zwei Jahren den Echo auf den Markt gebracht hat. Zwar gab es bislang mit Apples Siri und Google Now schon virtuelle Assistenten, die waren aber ans Smartphone gekoppelt – und noch nicht sonderlich intelligent. Das soll sich mit der neuen Generation von Sprachassistenten ändern, denn die werden in Form eines Lautsprechers in Wohnzimmer, Küche, Bad oder Büro untergebracht.

Google hat mit Google Home ebenfalls eine Serie smarter Lautsprecher herausgebracht, aus Google Now wurde in diesem Zuge der Google Assistant. Apple hat mit dem HomePod ebenfalls einen smarten Lautsprecher am Start, der seit Mitte 2018 auf dem Markt ist.

Während Apples Siri ausschließlich im Apple-Universum betrieben wird, sind Amazons Alexa und Googles Assistant offene Plattformen, die auch andere Lautsprecherhersteller nutzen können. So haben inzwischen eine Vielzahl von Herstellern angekündigt, Lautsprecher für Alexa und Googles Assistant auf den Markt zu bringen. Mehr zu den bislang erhältlichen Modellen lesen Sie weiter unten.

Durch »Skills« bzw. »Actions« lässt sich die Funktionalität der Sprachassistenten an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Damit werden Alexa und Google Assistant gewissermaßen zu Betriebssystemen für intelligente, virtuelle Assistenten. All das steckt noch in den Kinderschuhen und wie weit sich diese Sprachassistenten jenseits des aktuellen Hypes tatsächlich durchsetzen werden, ist noch völlig offen.

Trotzdem wollen wir einen Überblick geben, was die drei aktuell verfügbaren Systeme schon können und wo ihre Stärken und Schwächen liegen.

Was können smarte Lautsprecher?

Der intelligente Lautsprecher im Wohnzimmer soll nicht nur bei der Musikauswahl helfen und die Lautstärke regeln, sondern auch viele Funktionen des Smartphones übernehmen und als Schnittstelle zum Smart Home fungieren. Über ihn kann man nach dem Wetter fragen, sich die Nachrichten vorlesen lassen, seine E-Mails checken und sich nach der nächsten Autowerkstatt erkundigen. Entsprechend ausgestattet kann man aber auch das Licht dimmen, die Jalousien herunterlassen und die Alarmanlage einschalten – und das sogar mit einem einzigen Sprachbefehl.

Das funktioniert über sogenannte »Routinen«. Mit ihnen kann man mittels einem einzigen Sprachbefehl eine Kette von Befehlen auslösen. Das Einstellen der Routinen ist relativ einfach und kann jederzeit geändert werden. Haben Sie beispielsweise den Befehl »Alexa, Abendessen« gespeichert, kann damit das Licht über dem Esstisch angeschaltet, der Fernseher ausgeschaltet, eine bestimmte Playliste gestartet und die Jalousie geschlossen werden. Der Fantasie sind da fast keine Grenzen gesetzt.

Echo Dot im Test
Amazon Echo Dot 2: Lichtring leuchtet, wenn Alex zuhört bzw. nachdenkt.

Die Sprache von Erwachsenen können Alexa, Siri und Googles Assistant nahezu perfekt erfassen: Selbst bei Störgeräuschen wie Musik, Dusche oder Kochtopf kommen die Befehle quer durch den Raum meistens ordnungsgemäß an. Sofern es ruhig ist, kann sogar durch den Flur oder vom Nebenraum etwas lauter gesprochen werden und Alexa & Co. erfassen die Anfrage korrekt. Aus naher Distanz von zwei Metern genügt sogar Flüsterton, um Alexa aufhorchen zu lassen.

Der Name von Alexa kann geändert werden, aber es gibt nur drei Alternativen.(Aktivierungswort)
Der Name von Alexa kann geändert werden,
aber es gibt nur drei Alternativen.(Aktivierungswort)

Auch die Kinder hatten sich schnell an Alexa, Google und Siri gewöhnt, allerdings sorgten deren hohe Stimmen und mangelnde Disziplin bei der Wortwahl für eine hohe Fehlerquote. »Ich weiß nicht, wie ich dir da helfen kann«, war eine häufige Antwort auf eine Kinderfrage.

Das gilt grundsätzlich für die meisten neuen Anfragen, die einem in den Kopf kommen. Es gibt nach wie vor weitaus mehr Dinge, die nicht gehen, als solche, die funktionieren. De facto lernt man selbst schneller, was der Sprachassistent kann und was nicht, als dass der Sprachassistent lernt, was man von ihm möchte.

Während uns die Auswahl und Steuerung von Musik und Hörspielen und das Anlegen von Merklisten schon ziemlich ausgereift vorkommen, merkt man allerdings schnell, dass die künstliche Intelligenz der Assistenten noch ganz am Anfang steht. Sie können weder alle Fragen beantworten noch verstehen sie sämtliche Informationen aus dem Internet.

Siri als auch Google Assistant können kontextbasiert Fragen verarbeiten, in einer zweiten Frage können Sie also den Sachverhalt der vorherigen Frage aufgreifen. Besonders klug stellen sich die beiden Protagonisten aber nicht an.

Mittelfristig wird eine Google-Suche am Bildschirm bei den meisten Sachverhalten immer noch die besseren Ergebnisse aufzeigen. Ganz einfach, weil der Mensch selektiv und kontextuell liest. Das kriegen die virtuellen Assistenten bislang noch nicht so gut hin. Google, Siri und Alexa werden erst schwierige Fragen beantworten können, wenn sie vieles über ihren Nutzer gelernt haben. Das wiederum wollen manche Nutzer gar nicht, denn dazu müssten die Assistenten jede Menge Daten über die Sprecher sammeln.

Big Brother-Theorie

Was man wissen sollte: Wenn Sie sich einen smarten Lautsprecher zulegen, begeben Sie sich in die Fänge eines Konzerns, der an Ihnen Geld verdienen möchte. Amazons Alexa funktioniert nur mit einem Amazon-Account, ein Google Assistent nur mit dem Google-Account, Apples Siri nur mit einer Apple-ID.

Damit die Sprachassistenten Ihre Befehle auch verstehen, sind in den jeweiligen Geräten Mikrofone eingebaut, die Tag und Nacht auf das Stichwort »Alexa«, »Ok, Google« oder »Hey, Siri« warten. Sie können natürlich auf Wunsch stummgeschaltet werden, doch in der Praxis wird das kaum jemand machen, denn dann muss man die Funktion händisch aktivieren, was natürlich nicht der Sinn eines smarten Lautsprechers ist.

Selbst wenn Google, Siri und Amazon nicht konstant das gesprochene Wort aus Ihrem Haushalt aufzeichnen und Ihrem Account zur Vermarktung zuordnen: Schon allein durch die Benutzung des smarten Lautsprechers wird sich Ihre Websuche-Zeit deutlich ausweiten, das heißt, Sie geben noch mehr Keywords über sich preis als vorher mit dem Tablet oder im Chrome-Browser am PC. Google, Apple und Amazon haben ihre Kunden damit nahezu rund um die Uhr unter Beobachtung.

Das geschieht einerseits, damit der Assistent intelligenter und damit nützlicher wird. Je mehr er über den Benutzer weiß, desto besser kann er ihm im Alltag helfen. Nebenbei gewinnen Amazon, Apple und Google damit aber sehr nützliche Daten, mit denen sie Geld verdienen können.

Apple dagegen verdient sein Geld nicht mit Werbung oder Shopping, sondern allein über den Verkauf seiner Produkte. Die Kalifornier versprechen, die Daten des Kunden zu schützen und nicht anderweitig zu verwenden. Anders als bei Google und Amazon legt der HomePod keine Nutzerprofile an. Dadurch ist Siri eine kleinere Datenkrake, dafür bleibt sie aber auch zeitlebens dumm, denn sie darf nichts über den Nutzer dazulernen, um später bessere Antworten zu liefern.

Aber auch Siri muss einige persönliche Details des Nutzers kennen, um nützlich zu sein. Und Apple muss diese Daten irgendwo speichern, womit sie prinzipiell angreifbar sind. Immerhin verspricht der Konzern eine verschlüsselten Übertragung jeder Nutzeranfrage via HomePod.

Wem all das ein Graus ist, weil er das Gefühl hat, dass die Konzerne ohnehin schon viel zu viel von einem wissen, der sollte Abstand von einem smarten Lautsprecher nehmen. Doch die Erfahrung zeigt, dass die meisten Menschen zwar einerseits gern über die Datensammelwut der Konzerne lamentieren, ihre Daten aber andererseits gern für ein kleines bisschen Bequemlichkeit preisgeben. Das sieht man schon allein daran, wie weit sich der Social-Login von Facebook verbreitet hat.

Der Nutzer lernt mit

Damit das Zusammenleben mit einem smarten Lautsprecher gut klappt, muss nicht nur der Assistent einiges über den Nutzer lernen, der Nutzer muss sich auch ein Stückweit an den Sprachassistenten anpassen. Deutlich haben wir das bei Alexa an Bezeichnungen gemerkt, mit denen wir Routinen oder Smart-Home-Geräten benannt haben. Wird die »Lichtleiste« in der eigenen Erinnerung zur »Lichtzeile« oder verblasst zur »Lichtkette«, funktionieren die Sprachbefehle eben nicht mehr.

»Licht Aufgang« wird schnell mal als »Licht Treppe« oder »Licht Flur« erinnert. Trivial ist das nicht, mehr als einmal standen wir schlaftrunken des Morgens im Wohnzimmer und bekamen das Licht verbal nicht eingeschaltet, weil wir den falschen Begriff nannten.

Smart Home: Alexa steuert die Garden Pole Leuchten von Osram Lightify
Smart Home: Alexa steuert die Garden Pole Leuchten von Osram Lightify

Wenn man mehrere Leuchtmittel oder Smart Home-Aktoren einsetzet, kann diese Mensch-Maschine-Schwachstelle ziemlich schnell auf die Nerven gehen. Sie kommen also nicht umhin, sich die Geräte- bzw. Gruppennamen genau einzuprägen.

Sowohl Alexa, Siri als auch Google lassen keine Alternativbezeichnungen für Smart Home-Geräte oder Routinen zu. Mitunter mussten wir den Namen einer Routine auch deshalb wieder ändern, weil Alexa »Licht Aufgang« sehr oft als »Licht Gang« verstand und darunter natürlich kein Gerät fand. In diesem Fall hat dann »Licht Treppe« perfekt funktioniert.

Auch regional unterschiedliche Aussprachen sind eine Schwachstelle: Schriftsprache und Hochdeutsch sind schließlich etwas ganz anderes als die Aussprache im regionalen Dialekt. Mit Bayrisch, Schwäbisch, Sächsisch oder Platt können die Assistenten aber nichts anfangen.

So haben wir getestet

Wir hatten einen Echo Dot, einen Sonos One, einen Google Home Lautsprecher, Apples HomePod und den Auvisio WiFi Lautsprecher im heimischen Einsatz. Alexa ist im Bad und Wohnzimmer über zwei Echo Dot zu einem Dauerbegleiter geworden.

Was Verarbeitung und Zubehör angeht, nehmen sich die Echo-Familie, Google-Home und Apple nichts. Die Verarbeitung der Geräte ist hochwertig, stabil und ohne ungenaue Spaltmaße. Bis auf den Echo Dot sind alle Modelle mit einer textilen Verkleidung umspannt, die es bei Google in sieben Farben gibt. Während es den Dot lediglich in schwarz oder weiß gibt, kann der Echo in Sandstein, Anthrazit und Hellgrau erworben werden. Den HomePod gibt es nur in schwarz (sehr dunkles grau) oder weiß, wobei der Body mit straffem Lochgewebe bespannt ist.

Für den Echo Dot gibt es eine Menge Zubehör: Eine Fernbedienung mit integriertem Mikrofon kann helfen, wenn man zu weit vom Gerät entfernt ist, es gibt Schutzhüllen aller Art, Wandhalterungen, Untersteck-Akkus für den mobilen Betrieb und sogar Akku-Lautsprecher-Kombinationen, mit denen man bei Bedarf aus einem Echo Dot einen tragbaren Lautsprecher machen kann.

Sprachassistenten im Test

Amazon Alexa

Nach eBook-Reader, Tablet, Smartphone, Set-Top-Box und HDMI-Stick ist das Spracherkennungssystem Echo für den Versandhandelsriesen der nächste große Schritt im Amazon-Ökosystem: Ausgestattet mit diesen Produkten kommt man kaum umhin, eine oder mehrere Bezahldienste von Amazon zu abonnieren.

Amazon Box

Amazon Echo 2

Amazon Echo 2.Gen
Der Echo 2 klingt deutlich voluminöser als der Dot, aber klanglich ist noch Luft nach oben.

Grundsätzlich ist das nicht verwerflich, Apple, Google oder Samsung handhaben das ebenso. Bei Amazon kommt freilich die Shopping-Meile hinzu: Alexa nimmt Einkaufswünsche entgegen, setzt Produkte auf die Merkliste und führt für Prime-Mitglieder Bestellungen auch gleich aus (dafür muss die Option Sprachbestellung eigens aktiviert werden).

Damit hier nicht allzuviel schief geht, hat Amazon einige Hürden eingebaut. So können Kleidung, Uhren, Schuhe oder Schmuck nicht per Sprache bestellt, es kann aber die Einkaufsliste bestückt werden. Optional kann ein Bestellvorgang nur mittels eines vierstelligen Codes abgeschlossen werden, der vorher in der App festgelegt wird. So können Fremde keine Bestellung auslösen – die eigenen Kinder aber trotzdem, vermutlich können die sich den einmal genannten Code ohnehin besser merken als Sie selbst.

Die Spracheingabe mit der Stimme eines Erwachsenen klappt überraschend gut, wenngleich die Fehlerquote durch missverstandene Musiktitel oder Namen bei zirka 25 Prozent lag. Schnell gewöhnten sich die Familienmitglieder daran, zuerst »Alexa« und anschließend sauber artikuliert »Radio Teddy einschalten« zu sagen.

Tatsächlich muss man sich erstmal daran gewöhnen, ein nicht-dingliches Computer-Wesen im Raum anszuprechen – und zwar ohne zu stocken oder sich zu versprechen. Denn während Menschen solche Uneindeutigkeiten überhören, meint Alexa, die Frage sei beendet oder sie interpretiert das versehentlich ausgesprochene Wort. Mit der Zeit lernt man aber eine handvoll von häufig gebrauchten Befehlen, dann klappt die Kommunikation von Tag zu Tag besser.

Wer eine menschliche Alexa in der Familie hat, kann das Stichwort, auf das »Alexa« reagiert, übrigens auch umstellen – aber nicht beliebig. Als Alternativen stehen »Echo«, »Amazon« oder »Computer« zur Auswahl.

Musik und Unterhaltung

Den größten Nutzen erwies uns Alexa an der Unterhaltunsgfront: Via Amazon Music und Audible steht ein geballtes Angebot an Musik und Hörspielen auf Zuruf zur Verfügung. Es machte der Familie Spaß, Alexa Anfragen wie »Spiele das neueste Album von Tim Bendzko« oder »Spiele deutsche Popmusik« zuzurufen – und es klappte auch meistens. Zwischendurch ist auch die Frage erlaubt, »Wer singt das?« – und Alexa weiß es.

Ohne irgendein Abo macht das aber wenig Sinn. Kostenlos steht nur TuneIn zum Abruf von Internet-Radios zur Verfügung. Will man gezielt bestimmte Songs abspielen braucht man entweder ein Amazon Prime Abo (69 Euro pro Jahr oder 7,99 Euro monatlich), in dem über Prime Music zwei Millionen Songs abrufbar sind. Eine deutlich größere Auswahl mit über 40 Millionen Songs gibt es bei Amazon Music Unlimited. Das Abo kostet 4 Euro, wenn man es auf einen einzelnen Echo beschränkt, will man es auf mehreren Geräten nutzen, kostet das Abo für Prime Mitglieder 8 Euro und sonst 10 Euro im Monat kostet.

Sprachassistenten Test: Amazon Echo Dot.
Alexa: Verknüpfen mit Streaming-Diensten.

Ebenso umfangreich ist Spotify-Premium, das ebenfalls 10 Euro im Monat kostet. Die kostenlose Variante von Spotify kann man nicht über Alexa streamen. Auch Hörbücher kann man sich von Alexa vorlesen lassen, dafür benötigt man ein Audible-Abo für 10 Euro im Monat.

Mit den Basis-Abos kann Alexa Musik immer nur einen Titel gleichzeitig streamen. Wenn Sie also drei Echo-Laustsprecher in Wohnzimmer, Bad und Kinderzimmer verteilen und dort unterschiedliche Titel spielen wollen, brauchen Sie ein Familien-Abo. Falls Sie das nicht haben, schaltet sich der laufende Stream ab, wenn sie auf einem anderen Gerät einen neuen starten. Auf mehreren Echo-Lautsprecher kann man aber gleichzeitig den selben Stream abspielen.

Die Lautstärke kann sowohl verbal mit Befehlen wie »Alexa, Lautstärke auf fünf« bzw. »Alexa, lauter« eingestellt werden, als auch manuell über die Taste Plus/Minus am Gerät.

Sprachassistenten Test: Amazon Echo Dot.
Echo Dot: Einfach per Klinkenausgang die HiFi-Anlage oder Lautsprecher anstecken.

Klanglich gewinnen die Echo-Lautsprecher keine Preise. Den kleinen Echo Dot kann man aber an die Stereoanlage anschließen oder per Bluetooth mit einem Lautsprecher koppeln. Mit dem größeren Echo und dem Echo Plus ist das leider nicht möglich. Mehr zur Klangqualität der einzelnen Lautsprecher lesen Sie im Abschnitt »Smarte Lautsprecher«.

Clever oder nicht?

Nicht immer stellt Alexa sich gut an, doch offenbar wird sie besser: Auf die Frage »In welchem Land liegt Mogadischu?« gab es Ende 2017 nur ein verlegenes »Entschuldigung, das weiß ich nicht.« Die Frage »Was ist die Hauptstadt von Somalia?« wurde hingegen richtig beantwortet. Heute, Mitte 2018, kommt die Antwort prompt: »Somalia.«

Dennoch: Google Home ist nach wie vor bei solchen enzyklopädischen Fragen besser aufgestellt, hier wurden beide Fragen richtig beantwortet.

Auf die Frage »Wann fährt der nächste Zug nach Berlin?« führt uns Alexa schnurstracks in einen Deutsche-Bahn-Dialog, der nach Start und Ziel fragt und alle Abfahrtszeiten kennt. Google Home antwortet hingegen nur »Entschuldige, ich weiß nicht, wie ich dir dabei helfen kann« und ließ sich auch durch ähnliche Formulierungen nicht zu irgendwelchen Abfahrtszeiten ausfragen. Siri redet sich mit »Ich kann die leider nicht mit Routen weiterhelfen« heraus.

»Alexa, ich brauche Blumen, wo ist das nächste Blumengeschäft?«. Hier nennt Alexa ein passendes Geschäft und verweist für die Adresse in die App. Dort können wir jedoch keine entsprechende Ergebnisliste entdecken.

Sehr gut hat uns der Skill Chefkoch gefallen: Alexa durchstöbert Rezepte, liest deren Bewertung vor und nennt die Zutaten. Wählt man das Rezept aus, geht es leider nicht Schritt für Schritt durch den Kochvorgang. Daher ist die Zusendung des Rezeptes meistens praktischer.

Alexa unterstützt (noch) keine kontextbasierten Dialoge, das ist beim Google Assistant oder Siri anders. Vorherige Fragen oder Befehle werden von Alexa nicht aufgegriffen. Anfang 2018 hat Amazon Context Carryover angekündigt.

Ein Vorteil des Aufgreifens vorheriger Dialoge: Der Kontext geht nicht mehr verloren und wird in Folgefragen einbezogen. »Alexa, wie wird das Wetter in Berlin?« kann dann mit der Frage »Alexa, wann fährt der nächste Zug dorthin?« ergänzt werden. Der Assistent weiß: In beiden Sätzen geht es um die Stadt Berlin, obgleich sich die erste Frage auf das Wetter und die zweite auf die Bahnverbindung bezieht.

Termine von Outlook und Google Kalender kann Alexa ebenfalls verarbeiten, Sie müssen nur die Konten verknüpfen. Fortan sollten Sie Kalendereinträge anlegen oder löschen können. So die Theorie – praktisch hatten wir mit technischen Problemen zu kämpfen und kamen nicht in den Genuss selbiges auszuprobieren. Das bezog sich sowohl auf Outlook, als auch auf Google.

Die Alexa-App führt eine ToDo- und eine Einkaufsliste. Mit »Alexa, ToDo-Liste ergänzen«, können Wort oder Wortgruppen angelegt werden. Gleiches gilt für die Einkaufsliste. Natürlich kann Alexa auch die Listen vorlesen.

Ganz nett sind die Erinnerungen, der Wecker und der Timer. »Alexa, erinnere mich« legt eine Wortgruppe ab und Alexa fragt nach der Zeit für die Erinnerung. Die Erinnerung wird dann über die Smartphone-App angezeigt.

Das funktioniert momentan natürlich nur mit einem Nutzer. Amazon arbeitet aber daran, verschiedene Familienmitglieder anhand der Sprache automatisch zu erkennen und entsprechend ihren Nutzerprofilen zuzuweisen. Wann diese Funktionalität verfügbar sein wird, ist noch offen.

Anrufen

Alexa kann andere Personen, die ebenfalls einen Alexa-fähiges Gerät besitzen, anrufen: Einfach »Alexa, mach einen Anruf« und dann den Namen nennen. Selbst, wenn Sie niemanden mit einem Echo kennen, ist das nützlich: So können die Kinder über den Lautsprecher zuhause ihren Papa anrufen, denn der hat ja das Smartphone mit der Alexa-App bei sich.

Darüber hinaus bieten sich mehrere Echos als Haustelefonanlage an, mit Echo Show sogar mit Video-Chat. Dafür bekommt jedes Echo einen eigenen Namen und das DropIn-Feature muss aktiviert werden. Mittels »Alexa, Rufe Echo Kinderzimmer an,« werden die Kinder also demnächst wie auf Raumschiff Enterprise zum Essen gerufen.

Für echte Anrufe ins Festnetz bietet Amazon die Festnetzbrücke Echo Connect an – vorerst allerdings nur in den USA. Mittels dieses kleinen Kastens könnten Sie die Schwiegermutter auf dem schnurgebundenen Telefon anrufen oder natürlich auch Festnetz zu Mobil.

Skills

»Skills« sind Fähigkeiten, die man zur Steuerung von Smart Home-Geräten braucht oder die einem Informationen geben. Sie fungieren ähnlich wie Apps auf dem Smartphone und sind auf einer Art AppStore auf der Amazon Webseite, von der man sie auf das Smartphone herunterladen und installieren kann. Einige Skills sind zum Beispiel: Musik, Einkaufsliste, Timer und Wecker oder Briefing.

Sprachassistenten Test: Amazon Echo.
Amazon Echo Dot 2.Gen mit Smart Home-Zentralen von Telekom, Somfy und Gigaset.

Skills gibt es inzwischen für Funk-Zwischenstecker, WiFi-Lampen, clevere Thermostate oder für Webseiten der Deutschen Bahn, Fernsehprogramm-Zeitschriften oder Chefkoch.de. Mit einer Zertifizierung darf der Hersteller sein Produkt mit »funktioniert mit Alexa« schmücken. Für den Nutzer ist die Anbindung relativ einfach.

In der Alexa-App den Skill für z. B. Osram Lightify wählen, die eigenen Lightify-Zugangsdaten eingeben und nach Geräten suchen. Solche mit Alexa-Support finden Sie dann, andere eben nicht.

Wir haben es mit Osram Lightify und Luminea-Leuchtmitteln ausprobiert. Die App des Herstellers muss heruntergeladen und die Anmeldeprozedur in jedem Fall ausgeführt werden. Ganz so, als wenn Sie diese Smart Home-Geräte ohne Alexa oder Google Home verwenden.

Hinweis: Thermostate, Leuchtmittel oder Kameras – die Hardware muss zuerst in der App des Herstellers korrekt eingerichtet werden. Danach erst lernt Alexa diese Geräte kennen.

In der Alexa-App können Sie Ihrem Osram Leuchtmittel am Schreibtisch oder dem Luminea-Lichtband im Wohnzimmer einen eigenen Namen verpassen, zum Beispiel »Lichtstreifen«. Außerdem gibt es Gruppen, hier könnten beispielsweise alle drei Leuchtmittel als »Wohnzimmer« zusammengefasst werden.

Die Befehle an Alexa könnten dann lauten »Alexa, Lichtstreifen einschalten«, »Alexa, Lichtstreifen auf Rot und 25 Prozent«, »Alexa, Wohnzimmer einschalten« oder »Alexa, Wohnzimmer auf Rot und 25 Prozent«. Die Leuchtmittel, die »auf Rot« nicht verstehen, ignorieren einfach die Teilanweisung.

Echo beherrscht bereits zahlreiche Smart Home Systeme und es werden mehr. Das Echo Plus mit integriertem Zigbee-Funk ist für Nutzer dieses Funkstandards ein Muss, denn: Der Echo Plus benötigt für Osram Lightify und Philips hue keine herstellerspezifische Zentrale, er hat sie bereits eingebaut.

Welche Smart Home Systeme mit Alexa kompatibel sind, ändert sich ständig. Eine laufend aktualisierte Liste dazu finden Sie auf Smarthomearea.de.

Routinen

Alexa: Meine Routinen für den Tag
Meine Routinen für den Tag.

Meistens will man nicht jede einzelne smarte Glühbirne ansprechen, nicht jedes Thermostat und nicht jeden Funk-Zwischenstecker. Daher können in der Alexa-App Routinen angelegt werden.

Wir haben Routinen zum Beispiel so programmiert, dass auf den Befehl »Alexa, Arbeitstag« das Licht im Büro angeht, auf die Anweisung »Alexa, gute Nacht« schalten sich sämtliche Funksteckdosen und Leuchtmittel in Büro, Wohnzimmer und Garten aus und »Alexa, Guten Abend« aktiviert die Lichtleiste im Wohnzimmer und die Gartenbeleuchtung.

Routinen können jederzeit geändert oder gelöscht werden. Leider funktioniert es momentan allerdings noch nicht, auch Skills in die Befehlsketten einzubinden.

Cloud-Services wie IFTTT, Muzzley, and Yonomi sind die Verbindung zwischen ansonsten autonomen Systemen wie Nest, WeMo und Philips Hue. So wären etwa unter einem Yonomi-Account Systeme verbunden, die per se nicht miteinander sprechen. Über die Yonomi-App können Nutzer gemeinsame Routinen für alle Geräte anlegen und selbige ansteuern. Alexa will die verbale Steuerung für alle diese Systeme werden. Aktuell finden wir nur den Skill Yonomi.

Sicherheit

Sprachassistenten Test: Amazon Echo.
Alexa merkt sich jede Frage des Nutzers.

Krass gesprochen: Endgeräte mit Alexa sind eine Wanze in der Wohnung. Selbst wenn es sich nur um Ihre Sprachbefehle handelt, die zum Amazon-Server übertragen und dort ausgewertet werden – es wird hier nicht nur der Wortlaut übertragen, sondern auch Ihre Stimme als Sprachaufzeichung, also biometrische Daten.

Der kleine Dot hat gar nicht die Rechenkapazität, um aus der Tonaufnahme die Wörter zu extrahieren, das machen Amazons rechenstarke Server. Dies ist allerdings ein Sicherheitsbedenken, dass für alle Systeme zur Spracherkennung gilt – auch der von Apple, Google und Microsoft.

Die Stiftung Warentest (01/2017) wollte es genauer wissen und hat den Datenstrom analysiert. Immerhin: in den Ruhephasen belauscht Alexa die Wohnung nicht, hier werden keine Daten gesendet, auch nicht verzögert beim nächsten Sprachbefehl.

Dennoch, Alexa hört genau zu und speichert Ihre Sprachbefehlen oder Ihren Fragen ab. Sie können dann über die App erneut abgefragt werden. Wir empfehlen allerdings die Funktion »WLAN-Passwort zu Amazon übertragen« inaktiv zu belassen, denn so etwas gehört nicht auf fremde Server.

Nachteile von Alexa

Nach zehn Monaten im Einsatz können wir ein Resümee ziehen: Das Sprachverständnis scheitert regelmäßig, selbst bei oft genutzten Wendungen. Das scheint offenbar abhängig von der Tagesform des Sprechers zu sein.

Ein zu undeutliches Murmeln am frühen Morgen oder ein hektisches Gebrabbel, weil die Kinder herumwuseln, führt Alexa in die Irre: Ändern sich Sprachklang oder Akzentuierung, versteht Alexa prompt nur noch Bahnhof. Das nervt natürlich und nicht nur einmal ertappten wir uns dabei, wie wir Alexa anschreien – was natürlich erst recht keine Wirkung erzielt.

Sind mehrere Echo-Lautsprecher im Haus verteilt, stellt sich die Frage, welcher auf eine Frage reagiert. Das sollte der Lautsprecher sein, der dem Sprecher am nächsten ist, dafür sorgt – in der Theorie – ESP (Echo Spatial Perception). In der Praxis antwortet aber schon mal der Echo Dot im Wohnzimmer, obwohl man neben dem in der Küche steht.

Der Echot Dot kann per Klinkenkabel mit dem 1.000-Watt-Stereoverstärker verbunden werden. Dann muss die Anlage aber konstant am Netz sein, denn sobald der Stecker drin ist, gibt der Mini-Lautsprecher im Echo keinen Pieps mehr von sich. Er reagiert aber weiterhin auf Befehle, so dass es möglich ist, die Anlage »blind« via smart Home Zwischenstecker sprachgesteuert einzuschalten.

Echo Dot und Echo haben keinen integrierten Smarthome-Hub für Zigbee-Geräte wie Philips Hue. Wenn Sie Osram Lightify, Philips Hue oder andere ohne separate Hubs verwenden möchten, sollten sie sich den Echo Plus zulegen. Allerdings ist das work in progress: Aktuell werden noch nicht alle ZigBee-Geräte unterstützt.

Aber: Die Alexa App ist für die generelle Steuerung gemacht. Präzise Settings, etwa die Lichtfarbe bei Hue oder Lightify sind unter Umständen nicht steuerbar. Für 100 Prozen Funktionsumfang würden Sie also dennoch den jeweiligen Hub benötigen. Hier ist eine Auswahl kompatibler Systeme, die aktuell von Echo Plus unterstützt werden:

  • Honeywell, z. B. Thermostate
  • Lutron, z. B. Unterputz-Dimmer
  • Philips Hue, Leuchten
  • Ring, Video Doorbell
  • Sonos, z. B. WLAN Speaker
  • TP-Link, z. B. WLAN Steckdosen, Smart LED

Amazons Alexa: Was sagen die anderen?

Die Stiftung Warentest (01/2017) interessierte sich für die Wanze in der Wohnung und hat die Datenpakete mit und ohne Aktivität (Sprachbefehle versus Ruhephasen) beobachtet.

»Die größten Bedenken, dass Nutzer nämlich über die einge­bauten Mikrofone ständig belauscht werden, können wir zerstreuen. Zumindest in der geprüften Version (Gerätesoftware: 4172; Alexa-App: Client 1.24.690.0, Bridge-Version 1.16.4.5) senden die Geräte aufgenom­mene Sprache erst, nachdem das Akti­vierungs­wort erkannt wurde.«

Die Computer Bild-Kollegen (02/2017) kritisierten die Mangelnde Intelligenz bei Wissensfragen. Wir stimmen zu, hier hat Alexa Nachholbedarf.

»So verlangen viele Abfragen ganz bestimmte Satz- oder Logikkonstruktionen, damit die Erkennung funktioniert. Auch zeigt die deutsche Alexa starke Lücken bei Wissensfragen, etwa nach der Höhe der Zugspitze. Ein Grund: Die dahinterliegende Bing-Suche ist in Deutschland oft zu ahnungslos, Google wäre hier die bessere Wahl.«

Computerbild kommt zu dem Schluss, dass der Dot für den Einstieg in die Alexa-Welt die ideale und zudem günstigste Wahl ist. Wir geben aber zu bedenken, dass ein Echo aktuell nur 40 Euro teurer ist als ein Dot, die Differenz betrug im Sommer noch 80 Euro.

»Echo Dot ist sehr klein und günstig und somit eine ideale und wenig aufdringliche Möglichkeit, auch kleinere Räume wie die Küche mit einem Sprachassistenten auszustatten, zumal die freihändige Bedienung etwa beim Kochen sehr praktisch ist.«

Notebookcheck (05/2017) blickt kritisch auf den kleinen Dot. Die Redaktion vermisst eine klare Aussage zur Verschlüsselung sowie eine Gewähr von hohen Datenschutzstandards. Die Steuerung von Smart Home sehen die Tester grundsätzlich als Pluspunkt, wenngleich die verbale Steuerung öfter mal hakt.

»Der Amazon Echo Dot und Alexa bilden ein starkes Team, aber in puncto Datenschutz gibt es Optimierungsbedarf. […] Die Vorteile sehen wir vor allem bei der Smart Home-Steuerung, für welche dann keine zusätzlichen Schalter installiert oder das Smartphone gezückt werden muss, aber je nach verwendetem Produkt gestaltet sich die Sprachsteuerung in diesem Bereich stellenweise als umständlich und setzt auch eine clevere Konfiguration voraus.«

Mobilegeeks (08/2017) feiert die Integration von Skills für Smart Home Geräte und möchte die Sprachsteuerung nicht mehr missen.

»Als ich schließlich ein Smart-Home-Produkt eines Drittherstellers mit Alexa verknüpfen konnte, wurde sie zu einem essentiellen Bestandteil meines Haushalts. Anstatt eine App verwenden zu müssen, konnte ich das Gerät einfach mit meiner Stimme steuern.«

Netzwelt (02/2017) resümiert, dass ein voller Funktionsumfang des Assistenten nur mit umfassender Datenfreigabe möglich wird. Der Preis dafür ist eine Überwachung.

»Den vollen Funktionsumfang erhalten wir aber nur, wenn Alexa auf unsere Nutzerkonten zugreifen kann. Google Kalender, Kontakte und Musik-Accounts müssen mit Alexa verknüpft werden. Erst dann erhaltet ihr einen richtigen Assistenten. Der Preis ist, wie bei anderen Diensten auch, eure Daten für werberelevante Inhalte.«

CHIP (02/2017) lobt die flotte Spracherkennung und Reaktionszeit von Alexa, kritisiert aber die Sprachassistenz.

»Im Test reagiert Echo flott auf Befehle und die Spracherkennung funktioniert auch aus größerer Distanz und lauteren Umgebungen zuverlässig. Alexa, die Sprachassistenz hinter den Echo-Geräten, ist aber noch deutlich eingeschränkt. Die große Stärke von Amazon Echo liegt daher aktuell weniger in der Beantwortung von Fragen, sondern im Bereich Sprach-Fernbedienung.«

Golem (02/2017) kritisiert das schlechte Verständnis für Sprachbefehle. In vollem Umfang stimmen wir dem aber nicht zu: Wenngleich es Schwierigkeiten bei anderslautender Aussprache gab, grundsätzlich funktioniert die Steuerung von Smart Home-Geräten gut.

»Besitzer eines Echo-Lautsprechers müssen sich weiterhin an Alexa anpassen. Weicht der Sprachbefehl vom vorgegebenen Muster ab, scheitert Alexa. Hier muss sich das Sprachverständnis deutlich verbessern. Bei der Steuerung von Smart-Home-Komponenten ist die umständliche Sprachsteuerung inakzeptabel. Wenn wir eine Lampe auf Zuruf einschalten wollen, muss das auf Anhieb funktionieren.«

Google Assistant

Alexa hat uns unter dem Strich zwar besser gefallen, doch der Google Assistant hat auch seine Pluspunkte: Enzyklopädische Fragen werden besser beantwortet und der Kontextbezug bei Aufgaben und der Beantwortung von Fragen wird schon in naher Zukunft eine größere Rolle im Bedienkomfort spielen. Hier ist der Google Assistant bereits jetzt besser aufgestellt, denn der Suchmaschinenriese hat schon heute die entsprechende Künstliche Intellligenz (KI) parat.

Google Box

Google Home

Allerdings zwingt Google seine Benutzer zur uneingeschränkten Datenfreigabe. Amazon zieht mit Context Carryover nach und hat zwischenzeitlich auch schon die generellen Wiki-Fähigkeiten von Alexa aufgepeppt.

Google Home mit Smart Home Zentralen von Telekom, Somfy und Gigaset
Google Home mit Smart Home Zentralen von Telekom, Somfy und Gigaset

Google Home kommt mit zwei Mikrofonen, nicht mit sieben wie der Echo und Echo Dot (sechs beim HomePod). Dennoch hatten wir im Test selten Verständigungsprobleme. Zumindest, solange wir uns im gleichen Raum befanden. Anweisungen aus dem Nachbarraum oder über den Flur versteht Alexa besser als Google, speziell wenn es noch Nebengeräusche, wie Musik oder Kinderlärm, gibt.

Sprachassistenten Test: Google Home.
Mikrofon On/Off.

Generell haben wir festgestellt: Musik oder Kochgeräusche stören eine Mikrofonaufnahme von Alexa oder Google nur sehr selten. Sobald jedoch zwei oder mehr Stimmen, auch leise gesprochen, sich unter die Aufnahme legen, verstehen die Sprachassistenten nur Bahnhof.

Auch für Google Assistant gilt: Eine klare Aussprache ist das A und das O, vor allem wenn für Smart-Home-Geräte oder Abläufe Namen hinterlegt werden. »Arbeitszimmer« entpuppte sich als schwieriges Wort, Google/Alexa wollten es nur jedes fünfte Mal verstehen. Wir haben es dann auf »Büro« geändert, das klappte deutlich besser.

»Ok Google« ist das Stichwort für den Google Assistant, dann blinken die bunten LEDs am kleinen Lautsprecher und Musik wird gegebenenfalls kurz stumm geschaltet. Jetzt kann ein Befehl oder eine Frage erfolgen.

Bei den Stimmen von Erwachsenen waren Verständigungsprobleme relativ selten, bei den hohen Stimmen von Kindern aber ziemlich hoch. Das war bei Alexa aber ähnlich.

Musik und Unterhaltung

Googles Lautsprecher kommt mit einem Probemonat Google Play Music daher. Musik auf Zuruf, während wir in der Badewanne liegen oder unter der Dusche stehen, klappt hier genauso gut wie mit Alexa. »Ok Google, spiele Musik von Julian de Play«, solche oder ähnliche Anfragen führten immer zum Erfolg.

Google Assistant unterstützt Spotify Free und ist Alexa damit ein Stückchen voraus: Mit dem Echo kann Spotify bisher nur in der Premium Bezahlversion genutzt werden.

Die Lautstärke kann verbal mit »Ok Google, lauter/leiser« oder mit dem Touch-Kreis auf dem Lautsprecher manuell eingestellt werden. Für das Setting hat Google den komfortableren Weg gefunden: Der Touch-Kreis reagiert auf schwächste Berührungen. Beim Echo Dot muss genau der Plus- oder Minus-Knopf erwischt werden.

Sprachassistenten Test: Google Home.
Besser als beim Dot – Lautstärke per Wisch-Bewegung ändern.

Mittels Google-Home-App kann ein Smartphone via Bluetooth mit dem Home-Lautsprecher verbunden werden. So lässt sich Musik über den Google-Lautsprecher abspielen, einerseits lokal gespeicherte Titel als auch solche von Musik-Streaming-Diensten. So können Dienste genutzt werden, die Googles Assistant bisher nicht selbst unterstützt.

Vorteil für Google Home: Der Lautsprecher unterstützt Multiroom, das heißt eine Gruppe verbundener Bluetooth-Lautsprecher spielen synchron Musik ab. Echo und Echo Dot können das derzeit nur mit Lautsprechern von Sonos.

Und so funktioniert die Audiogruppe: »g Google, über <Gruppenname> Sarah Connor abspielen«. Für Wiedergabe auf einem einzelnen Gerät heißt es dann »Ok Google, auf <Gerätename> … spielen«. Google weist aber darauf hin, dass die Multiroom-Gruppenerstellung nur unter Android und iOS möglich ist.

Hinzu kommt Chromecast Audio, also entweder als Audio-Dongle am Verstärker oder integriert in bestimmten Lautsprechern, wie dem Teufel Raumfeld One S, Sony SRS ZR5 oder JBL Playlist 150.

Sogar das Thema Fernsehen ist bei Google Home an Bord. Mit einem Chromecast-Stick (40 Euro) flimmern YouTube-Videos auf Zuruf auf dem heimischen Fernseher. Der Fire-TV-Stick von Amazon bleibt hingegen schwarz.

Clever oder nicht?

Der Assistant rühmt sich als mitdenkender Geselle, der auch den Kontext in eine aktuelle Frage oder Anweisung einbezieht (frühere Fragen, Standort, Suchverlauf etc.). Bei unserem Test konnten wir indes davon wenig erleben.

Sicher, Assistant kann etwa bei bei diesen drei Fragen den Bezug wahren:

  • »Ok Google, wie heißt das aktuelle Album von David Garrett?«
  • »Ok Google, woher stammt David Garrett?«
  • »Ok Google, hat er Geschwister?«

Alexa verlor hier schon den Faden, wusste also bei der dritten Frage nicht mehr, dass es um David Garret geht.

Auch Fragen zum Weltwissen konnte Google merklich besser als Alexa beantworten. Kein Wunder, steht hier doch die größte Suchmaschine der Welt dahinter und nicht Bing wie Alexa. Die Themen reichen vom Wetter über Sportergebnisse zu allgemeinen Fragen. Übersetzungen, Informationen zur nächsten Autowerkstatt oder Restaurant, günstige Flüge, Spiele und Witze – mit solchen und anderen Themen kann der Google Assistant dienen:

  • »Ok Google, erzähl mir ‚Fritzchen‘-Witze.«
  • »Ok Google, welche Schauspieler spielen in ‚Das Boot‘?«

An der Frage »In welchem Land liegt Mogadischu?« scheitert Alexa, Google kann sie richtig beantworten. Solche enzyklopädischen Fragen sind indes keine Kunst. Wenn Google mir jetzt einen Reisebericht oder weitere Informationen anbieten würde – weil ich oft nach Themen aus der afrikanischen Welt suche – dann wäre das schon ein großer Sprung zu einem richtigen Assistenten.

Leider patzt der Assistant bei Standardthemen wie den Abfahrtszeiten der Bahn. »Wann fährt der nächste Zug nach Berlin?« führt bei Alexa in einen Deutsche-Bahn-Dialog, Googles Assistant antwortet nur »Entschuldige, ich weiß nicht, wie ich dir dabei helfen kann«.

Der Assistant hat Zugriff auf die Kontakte im Google-Konto, doch jemanden anrufen oder einfach dessen Telefonnummer durchgeben? »Das kann ich leider noch nicht« sagt da der »intelligente« Assistant.

Helfer im Alltag

Der Google Assistant kennt natürlich auch den eigenen Kalender und lässt sich dazu ausfragen. »Ok Google, wann ist mein Termin beim Zahnarzt diese Woche?« führt zur passenden Antwort. Viel mehr geht derzeit aber noch nicht.

Das Eintragen neuer Termine wird nicht unterstützt, erklärt der Assistent auf die Ansage »Ok, Google, neuen Termin in Kalender eintragen.« Alexa macht es indes nicht besser: Hier können wir verbal Einträge im Google Kalender setzen, sie aber nicht abfragen. In Summe war die Kalenderfunktion enttäuschend, bei Assistant genauso wie bei Alexa.

Google Home App: Einkaufsliste
Google Home App: Einkaufsliste

Mit der Einkaufliste kann Google auf Zuruf Mehl und Bananen auf die Liste setzen. Das klappt schnell und die Liste kann natürlich vorgelesen werden und steht dann in der App zur Verfügung. Während diese bei Alexa auch offline angezeigt wird, braucht Google für die Anzeige seiner Liste eine Internetverbindung. Das finden wir für Fälle ohne Internet während des Einkaufs unpraktisch.

Wecker und Timer sind wie bei Alexa integriert, leider jedoch nicht die Erinnerungen.

Smart Home Steuerung

Die Steuerung smarter Geräte ist via Google Assistant möglich, jedoch deutlich weniger komfortabel als bei Alexa. Nach der Einrichtung ist das Ansprechen per Sprachbefehl natürlich kein Problem, »Ok Google, schalte Wasserkocher ein« setzt die entsprechen genannte Gigaset-Funksteckdose in Gang.

Google Home App: Geräte-Raum-Zuordnung
Google Home App: Geräte-Raum-Zuordnung

Leider gibt es aber keine Routinen wie bei Alexa. Dort können wir unter »Guten Abend« das Einschalten von drei Leuchtmitteln anlegen. Auch die Gruppen vermissen wir beim Assistant, auf diese Weise können bei Alexa mehrere Lampen unter dem Namen »Wohnzimmer« zusammengefasst werden. »Wohnzimmer einschalten« lässt dann alle Lampen auf einen Schlag aufleuchten.

Beispiel Lightify von Osram: Diese Leuchtmittel konnten wir via Alexa steuern, ebenso Luminea und Philips Hue, aber nicht die Schaltsteckdosen von Gigaset. Anders mit Google Assistant: Der versteht sich mit Gigaset und Philips Hue, aber nicht mit Osram Lightify.

Sie haben bestimmte Smart-Home-Lösungen im Einsatz? Finden Sie heraus, ob Alexa bzw. Assistant ihren Anbieter unterstützt, bevor Sie einen smarten Lautsprecher erwerben.

Mit der Zeit werden sich die wichtigen Smarthome-Systeme sicherlich auf allen Plattformen wiederfinden, bis dahin muss an sich bei bestimmten Lösungen in Geduld üben.

Telefonieren via Google Home

Telefonieren und proaktive Benachrichtigungen über den Lautsprecher, etwa über einen anstehenden Termin, kann der Assistent aktuell noch nicht wiedergeben. Lange wird die Freischaltung einer solchen Funktion aber nicht auf sich warten lassen. Bereits im August 2017 hat Googlewatchblog solche Möglichkeiten im Quellcode von Google Assistant entdeckt.

Hier war Amazon schneller, Anrufe von Echo zu Echo sind keine Hexerei mehr. Ob Alexa auch irgendwann proaktive Benachrichtigungen sprechen wird? Vielleicht wollen wir es auch gar nicht, denn die Umsetzung in der Praxis dürfte schwierig sein: Soll der Lautsprecher einfach so losquatschen? Woher weiß er, ob da wirklich jemand im Raum ist und der richtige Nutzer in Lautsprechernähe steht?

Google Assistant erkennt immerhin Nutzer an der Sprache und ist damit durchaus in der Lage zwischen Personen zu differenzieren. Aber vermutlich wollen die Hersteller erst abwarten, wie die Sprachassistenten im Alltag tatsächlich benutzt werden, bevor sie hier einen weiteren Schritt gehen.

Actions für Assistant

Während Alexa bereits mit einer breiten Front von Smart-Home-Geräten sprechen kann, arbeitet Google noch an der Verlängerung der Partnerliste. Ganz vorn sind natürlich die Nest-Produkte dabei, sie stammen schließlich aus der eigenen Firma. Im Angebot sind Kameras für drinnen und draußen, sowie Rauch- und CO2-Melder.

Was bei Amazon die Skills, sind bei Google die Actions. Sie erlauben es Drittanbietern, ihre Services in den Smart-Home-Lautsprecher zu basteln. Sie erweitern das Anwendungsspektrum des digitalen Assistenten, aktivieren Streamingdienste, Smart Home-Geräte oder halten Informationen bereit (Deutsche Bahn, Chefkoch, etc.).

Während Alexa hier schon hunderte Skills gesammelt hat, ist Googles Assistant erst mit wenigen dabei. Doch das wird sich zügig ändern. Aktuell ist es nämlich vor allem die deutsche Version, in der es kaum Actions gibt. Das englische Pendant steht viel besser da, es war ja auch schon deutlich früher auf dem Markt.

Sicherheit – die Datenkrake schlägt zu

Wer den Sprachassistenten von Google nutzen möchte, muss sich komplett und mit allen seinen Daten öffnen. Da geht Google als geübte Datenkrake keine Kompromisse ein. Angefordert werden:

  • Zugriff auf Such- und App-Aktivitäten
  • Suchanfragen und Browserverlauf)
  • Zugriff auf Standort
  • Geräte- und Sensorinformationen
  • Kontakte, Kalender
  • Sprachaktivitäten werden aufgezeichnet

Google, so steht es in den Nutzungsbedingungen, trackt den Standort, »selbst, wenn kein Google Produkt genutzt wird«, um eine Karte davon zu erstellen, wo sich die Geräte des Nutzers eingeloggt haben.

Ohne die genannten Berechtigungen funktioniert die Spracheingabe nicht. Schon wenn das Standort-Tracking abgeschaltet wird, mutiert Google Home zu einem (ziemlich teuren) Bluetooth-Lautsprecher. Die genannten Berechtigungen sind indes nicht neu. Jeder, der ein Google Konto hat – und das ist jeder Android-Benutzer -, hat diesen Punkten bereits voll oder teilweise zugestimmt.

Aber: Ihr Android-Smartphone können Sie auch bei abgespeckten Rechten an Google benutzen, bei Google Assistant geht das nicht. Google argumentiert, ein persönlicher Helfer müsse eben alles über den Nutzer wissen, um aus dessen Verhalten zu lernen. Es stellt sich natürlich die Frage, warum Google das alles wissen muss, nur um ein paar Fragen zu beantworten oder um Musik abzuspielen.

Alexa transferiert zwar ebenfalls ständig Daten des Nutzers auf die Server des Unternehmens, jedoch längst nicht in diesem Ausmaß.

Die Nachteile

Google Assistant bringt aktuell weniger Zusatz-Skills mit und unterstützt weniger Smart-Home-Systeme. Das dürfte jedoch nur ein temporärer Vorteil für Alexa sein, denn Google wird hier schnell aufholen.

Erinnerungen, Kalender und Routinen für Smart-Home-Geräte sind noch nicht in Google Assistant integriert bzw. noch nicht voll funktionsfähig. Auch hier hat Amazons Alexa die Nase vorn.

Der größte Nachteil von Googles Assistant ist aber: Google ist eine Datenkrake, die uneingeschränkt Zugriff auf sämtliche Standort-, Kontakt- und Suchaktivitäten verlangt.

Google Home im Testspiegel

Die Kollegen von CHIP sehen Google aktuell ebenfalls beim Funktionsumfang im Nachteil:

»Dank der umfangreichen Skill-Datenbank mit vielen zusätzlichen Befehlen hat Amazon Alexa im Moment beim Funktionsumfang die Nase vorne. Doch Google Home ist bereits kurz nach dem Release ein ernst zu nehmender Konkurrent, der insbesondere durch die umfangreichen Google-Dienste im Rücken überzeugt.«

Computer Bild hebt die Sprachausgabe hervor und erkennt Kontextbezüge. Vor allem aber sehen diese Kollegen Google beim Thema Wissen und Daten ganz vorn.

»Die Sprachausgabe ist gelungen: Verständlichkeitsprobleme oder Missverständnisse gab es im Test kaum. Konversationen wirken angenehm natürlich, Kontextfragen greift sie gut auf. [..] Allerdings hat Home durch den großen Datenvorsprung von Google bei der bequemen Vernetzung durch die oft mit Google-Software eingesetzten Systeme (PC, Smartphone, TV & Co.) und Dienste (wie YouTube, Google-Suche, Google Maps, Play Music) im Praxis-Vergleich klar die Nase vorn.«

Im Duell Alexa gegen Google Home sieht Computer Bild Google im Vorteil:

»Generell ist Googles Suchmaschine und Datenkrake das Faustpfand im Vergleich zu Alexa, die auf den Amazon-Kosmos und Microsofts weniger starkes Bing-Netzwerk setzt.«

Golem ist von der deutschen Assistant-Version enttäuscht, zu viele Fragen laufen ihnen ins Leere:

»In unserem Test zu Google Home waren wir von den Möglichkeiten des Google Assistant enttäuscht. Auf viele Fragen weiß die deutsche Version des Assistant keine Antwort. Vergleichbare Aufgaben meistert der englischsprachige Google Assistant mühelos.«

Zeit.de erkannte wie wir die bessere Suche mit Google aber die bessere Skill-Bestückung von Alexa:

»Home hat bei den Suchanfragen die Nase vorn, dafür kann Amazon auf Angebote von Drittentwicklern zurückgreifen. [..] Als Smart-Home-Hub haben beide Potenzial, doch hier kommt es letztlich darauf an, bestehende und künftige Geräte gut zu integrieren.«

Den Datenhunger von Google sieht die Redakteurin jedoch kritisch und schaltet ihren Home wieder ab:

»Am Ende wird Google Home wohl trotzdem keinen dauerhaften Platz neben meinem Fernseher einnehmen. Dafür sind mir der Datenhunger des Geräts und der Aufwand, einen eigenen Google-Account dafür zu erstellen und diesen dann auf meinem Smartphone zu nutzen, zu groß.«

Apple HomePod

So schnell wie der HomePod war keiner eingerichtet: Home-App laden, Bluetooth einschalten, Apple-Endgerät an den Lautsprecher halten und mehrmals bestätigen. Jetzt ist Siri auf dem HomePod bereit und es müssen nur noch Freigaben bezüglich iMessage oder Apple Music gemacht werden.

Bedingung für die Zusammenarbeit ist ein Apple-Gerät mit mindestens iOS 11.2.5. Das können folglich sein: Ein iPhone ab dem 5s, ein iPad der fünften oder ein iPod Touch der sechsten Generation. Außerdem wird die Home-App benötigt, hier kann beispielsweise die Suchhistorie gelöscht werden.

HomePod: Wenigstens ein Apple iPod Touch und eine Apple ID brauchen Sie zur Einrichtung. Android ist NICHT kompatibel.
HomePod: Wenigstens ein Apple iPod Touch und eine Apple ID brauchen Sie zur Einrichtung. Android ist NICHT kompatibel.

Der Lautsprecher misst knapp 17 Zentimeter in der Höhe und 14 Zentimeter im Durchmesser. Mit 2,5 Kilogramm ist er unerwartet schwer, so viel wiegt heute ein 15-Zoll Notebook der Gewichtsoberklasse. Der Apple-Lautsprecher in Weiß oder Space-Grau wird von einem grobmaschigen, dicken Netzstoff überzogen. Die Oberfläche fühlt sich weich an und lässt sich ein klein wenig eindrücken.

Einen Ein- / Ausschalter besitzt der HomePod nicht, er ist dauerhaft online. Seine Leistungsaufnahme liegt im Standby bei 1,5 Watt.

Die glatte Oberseite ist ein Touchscreen. Bei Siri-Aktivität zeigt er einen pulsierenden, mehrfarbigen Punkt. Bei Berührung erscheint ein weißes Plus- und Minus-Symbol für die Lautstärke. Es handelt sich nicht um ein grafikfähiges Display: Unter dem Plastik leuchten einige LEDs die jeweiligen Bereiche aus. Drückt man den Touchscreen kurz, spielt der HomePod aktuelle Nachrichten in 100 Sekunden oder stoppt das Playback.

HomePod: Silikon-Unterseite
HomePod: Silikon-Unterseite.

Die Unterseite des Apple-Lautsprechers ist mit Silikon überzogen. Einige Nutzer beklagten weiße Ringe auf geölten oder lasierten Holzmöbeln. Apple bestätigte das Problem, bestimmte Oberflächenlasuren reagieren mit dem Silikon und können aus dem Holz austreten. Wer Bedenken hat, der stellt den HomePod besser auf weniger empfindliches Mobiliar – oder legt etwas darunter.

Musik und Unterhaltung

Bei den Musik-Quellen ist der HomePod – wen wird es wundern – auf Apple-Dienste beschränkt, es sei denn jemand geht den Umweg über AirPlay und streamt Musik von externen Quellen auf den Lautsprecher.

Ein Apple Music Abo ist also fast schon Pflicht. Außerdem kann die iCloud-Musikmediathek genutzt werden. Mit AirPlay aus iTunes-Mediatheken vom iPhone, iPad respektive Mac klappt es, wenn sich die Geräte im selben WLAN befinden. Als Internetradio ist der Sender Beats-1 an Bord, die vielen Sender von TuneIn spielt der HomePod leider nicht ab. Der Konzern möchte die Kundschaft eben im Apple-Universum behalten.

Neu ist die Gruppierung von zwei Lautsprechern als Stereopaar, was ganz einfach über die Home-App gelingt. Der erste Lautsprecher übernimmt den linken, der andere den rechten Kanal.

Relativ neu ist außerdem der Übertragungsstandard AirPlay 2: Jetzt können Apple-Nutzer Musik erstmals von ihren Geräten drahtlos auf mehrere Lautsprecher gleichzeitig streamen. Bedingung ist iOS 11.4 oder höher. Die Geräte synchronisieren sich selbst, weshalb dann zwei HomePods Musik synchron abspielen.

Hörtest

Klanglich hat sich Apple beim HomePod selbst übertroffen. Er klingt ausgewogen und produziert für seine bescheidenen Abmessungen erstaunlich viel Bass. Das ist zwar keine Selbstverständlichkeit, aber im Zeitalter DSP-gesteuerter Aktiv-Lautsprecher auch wieder nicht so verwunderlich.

Doch zwei Stärken des Apple HomePod stechen besonders heraus: Er klingt sehr identisch, egal aus welcher Richtung man ihn anhört. Es spielt auch praktisch keine Rolle, wo er aufgestellt ist. Das liegt einerseits an dem omnidirektionalen Konzept. Dieses wird aber von Apple im Gegensatz zu Amazons Echo oder Boses SoundLink Revolve nicht über indirekt auf einen Reflektor abstrahlende Treiber erreicht, sondern über rundum platzierte, direkt abstrahlende Hochtöner.

Apples "Beamforming": sieben Hochtönern passen ihre Abstrahlung an den Raum, also an den jeweiligen Standort, an.
Apples »Beamforming«: sieben Hochtönern passen ihre Abstrahlung an den Raum, also an den jeweiligen Standort, an.

Andererseits liegt der tolle Klangauftritt an einer genialen Einmessung. Die Konstrukteure nutzen das rundum platzierte Mikrofon-Array – es ist auch für die ausgezeichnete Erfassung von Sprachbefehlen selbst bei lauter Musik verantwortlich – um über die Grenzflächenreflexionen der Unterlage oder der umgebenden Wände den Apple HomePod auf den Raum einzumessen.

Bei Sonos TruePlay sind dazu lästige Messtöne und umfangreiche Handlungen des Benutzers erforderlich. Beim HomePod geschieht es automatisch nach jeder Neupositionierung, die er über seinen Gyrosensor mitbekommt über die laufende Musikwiedergabe. Das macht ihn zu einem sehr smarten Smartspeaker, der in jeder Hinsicht höchste Ansprüche erfüllt.

Über die Apple HomeApp kann man auch zwei HomePods im gleichen Raum zu einem Stereo-Paar koppeln und dann eine breite Hörbühne plus noch mehr Pegel als ohnehin genießen. Zwar bieten die Stereo-HomePods im Zentrum des berühmt-berüchtigten Stereo-Dreieicks keine Ortung wie teure HiFi-Boxen, doch das Schöne daran ist, dass man kaum Unterschiede im Hörerlebnis auf unterschiedlichen Hörpositionen wahrnimmt.

Das macht den Apple HomePod in Verbindung mit der Sprachsteuerung (»Hey Siri, mach mal Musik«) zur perfekten Hintergrundbeschallung, zu einer neuen, individualisierten Form des Radiohörens.

Clever oder nicht?

Siri ist leider nicht so schlau, wie wir uns das gewünscht hätten. Sie beherrscht zwar kontextbasierte Antworten, doch oft gehen simple Wissensfragen ins Leere. Fragen wir »Welches Waschmittel sollte ich für weiße Wäsche nehmen?«, so ist die Antwort »Das kann ich leider auf diesem HomePod nicht beantworten«. Auf der anderen Seite gelingen dann aber auch Fragen wie »Erkläre mir den Wasserkreislauf«. Die Antwort nimmt Siri von Wikipedia, wobei sie erst eine Kurzantwort wiedergibt und dann fragt, ob sie ins Detail gehen soll.

Echte Unterhaltungen kann Siri nicht führen, da nützt auch das nachgeschobene »Hmm?« oder »Aha?« nichts, das Siri von sich gibt, wenn wir sie ansprechen, aber nicht sofort mit unserer Frage losschießen. Siri kann keine komplexen Zusammenhänge erkennen, ja sie kann noch nicht einmal Rezepte aus dem Internet heraussuchen oder eine Serie auf dem Apple TV wiedergeben. Das sind für Google oder Alexa mittlerweile Selbstverständlichkeiten.

Helfer im Alltag

Wecker, Timer und (neu!) Kalender sind bei Siri angekommen, das klappt wie auch bei der Konkurrenz ziemlich reibungslos. Etwas nervig sind allerdings die mehrfachen, verbalen Bestätigungen einer Termineintragung. Wie wir es uns wünschen, können wir bequem nach Terminen im Oktober fragen – wobei Feiertage auch als solche aufgezählt werden – und Termine verschieben oder löschen.

Aktuelle Nachrichten hat Siri im Angebot, Börsenkurse lassen sich abfragen und auch über das Wetter ist sie sehr gut informiert. Übersetzungen sind bei Apple offenbar noch nicht implementiert: »Ich kann noch nicht von der Sprache Deutsch übersetzen, es tut mir sehr leid.« Die Sportnachrichten kommen vom Deutschlandfunk oder von Kicker.de, das klappt perfekt.

Leider fehlt ein Deutsche Bahn »Skill«, Siri hat keine Ahnung von den Abfahrtzeiten der nächsten Züge am nächsten Bahnhof. Dafür findet Sie Einträge von Geschäften oder Restaurants: »Ich möchte Indisch Essen gehen, was kannst du mir empfehlen?« Siri nennt den Ort, die Entfernung, die durchschnittliche Bewertung und sogar eine preisliche Einschätzung. Sauber klappt das allerdings nicht immer, etwa wenn Siri ein Cafe in über 50 Kilometer Entfernung empfielt oder aber das lokale Eiscafe in drei Kilometer Entfernung offenbar nicht kennt: »Ich habe keine passenden Einträge gefunden.«

Dank des guten und lauten Klanges auch draußen für die Pool-Party verwendbar.
Dank des guten und lauten Klanges auch draußen für die Pool-Party verwendbar.

Smart Home Steuerung

Der HomePod lässt sich – ebenso wie ein Apple TV oder iPad – als Zentrale für HomeKit einsetzen. Eine solche brauchen Sie, wenn smarte Geräte wie Lampen, Heizung oder Türsensoren von unterwegs gesteuert werden sollen. Das passiert über angelegte Routinen oder über definierte Sprachbefehle, die Siri über HomePod oder unterwegs übers iPhone entgegen nimmt.

Vom Komfort her ähnelt das der Art und Weise, wie wir das von der Alexa App kennen.

Telefonieren via HomePod

Freisprechtelefonate via HomePod hat Apple nicht vorgesehen. Das ist schade, denn bei Amazon gehört das inzwischen zum guten Ton dazu, zumindest was andere Alexa-Nutzer anbelangt. Echte Anrufe ins Festnetz gibt es auch bei Amazon via Echo Connect nur in den USA.

Doch es gibt einen Trick, um den HomePod doch als Freisprecheinrichtung zu nutzen, ganz gleich ob sie angerufen werden oder sie selbst anrufen. Dazu beim Telefonieren auf das Audio-Symbol tippen. Die App muss im Vordergrund laufen, öffnen Sie diese also vorher. So können Sie Ihren HomePod als Wiedergabegerät auswählen. Der HomePod signalisiert das Gespräch mit einem grünen Licht auf dem Display.

Via Plus- und Minus-Taste an der Oberseite des HomePod können Sie falls nötig die Lautstärke anpassen. Zum Beenden des Gespräches auf das grüne Licht in der Mitte des HomePod-Displays tippen.

Sicherheit – weniger Datenkrake als Google

Apple bekennt sich zum Datenschutz und das ist gut bei bei einem Gerät, das permanent in den eigenen vier Wänden mithört. Apple legt nach eigenen Angaben keine Sprecherprofile an, Daten und Anfragen werden verschlüsselt an die Apple-Server übertragen und können keiner Person zugeordnet werden.

Sicherheitslücke: Sind "Persönliche Anfragen" aktiv, dann kann jeder auf iMessage-Chats anderer Haushaltsangehöriger zugreifen.
Sicherheitslücke:
Sind »Persönliche Anfragen« aktiv, dann kann jeder auf iMessage-Chats anderer
Haushaltsangehöriger zugreifen.

Dies ist einerseits Vorteil, andererseits kommt Siri deshalb nicht so recht voran, denn das lernen aus früheren Fragen bleibt ihr verwehrt.

Der Lautsprecher kann Erinnerungen anlegen oder auch iMessages vorlesen und schreiben, sofern sich ein iOS-Gerät im selben Netzwerk befindet. Die Option »Persönliche Anfragen« muss dafür aktiv sein. »Lies mir die letzte Nachricht von Stephanie vor!« gibt etwa die letzte Nachricht eines Bekannten wieder. Weil Siri nicht zwischen Stimmen unterscheidet oder eine andere Authentifikation fordert, kann jeder im Haushalt auf die Nachrichten der anderen iPhone Nutzer zugreifen und in deren Namen senden. Kein gutes Thema für den familiären Frieden und für den Datenschutz erst recht nicht.

Für vertrauliche Notizen hingegen bietet der HomePod eine Authentifizierung an. Aktiviert man selbige, erhält der Apple-ID-Inhaber eine Benachrichtigung auf seinem iPhone, sobald man den HomePod nach einer Notiz fragt. Stimmt der Inhaber zu, antwortet Siri auf dem iPhone, aber nicht auf dem Lautsprecher.

iMessages behandelt der HomePod wie beschrieben nicht vertraulich. Wer das Vorlesen privater Chats verhindern will, der sollte daher »Persönlichen Anfragen« deaktivieren.

Die Nachteile

Wenige Gerätepartner bei Smart Home: Das HomeKit mag aktuell zwar einige gute Lösungen und Geräte unterstützen, wie etwa die smarte Heizungssteuerung elgato eve, jedoch sind es deutlich weniger Partner als bei Amazon und Google Home. Die Liste von Smarthome-Geräten bei Alexa ist endlos lang, während bei HomeKit gerade mal Philips, netatmo, Belkin, Elgato und einige Lichtanbieter dabei sind. Auf Grund dieser geringen Konkurrenzdichte sind die Module und Sensoren für HomeKit durchschnittlich deutlich teurer als vergleichbare Produkte für Alexa oder Google Home.

Siri hat außerdem eindeutig zu wenige Skills. Apples Assistent ist ein geschlossenes System, externe Entwickler können keine neuen Fähigkeiten Programmieren. Das ist bei Google und Alexa anders, hier gibt es inzwischen tausende von Skills – was natürlich nicht heißt, dass alle davon gut sind. Apple vermeidet es deshalb von Vornherein zu einem Ramschladen von schlechten Voice Skills zu werden, einfach durch Abschottung. Langfristig könnte das der Qualität dienlich sein, die Entwicklung der Apps für Android zeigt aber, dass der Markt vielleicht genau diese Unordnung und endlose Vielfalt haben möchte.

Nicht viel besser sieht es bei den Musikstreaming-Diensten aus. Alexa und Google Assistant können umfassender eingesetzt werden, denn Amazon und Google unterstützen neben ihren beiden eigenen Diensten Deezer und bei Alexa in Grenzen Spotify. Beim Homepod kann nur Apple Music auf Zuruf verwendet werden. Andere Dienste gibt es nur via AirPlay 2 Workaround, was wiederum die sprachliche Auswahl von Künstlern oder Alben verhindert.

Außerdem hat Siri zu wenig Nutzerkenntnisse. Durch Stimmtraining könnte Siri bestimmte Nutzer erkennen und durch ein gelerntes Profil bessere Antworten liefern. Doch damit wären wir wieder beim Thema Datenschutz und Apple hätte kein positives Unterscheidungsmerkmal zu Amazon und Google, die Nutzerprofile anlegen. Siri kann ebenfalls keine Freisprechtelefonate über das iPhone machen, sie kann noch nicht einmal andere HomePod-Nutzer anrufen.

Und zu guter Letzt kann Siri den Apple TV nicht steuern. Warum kann man in die Fernbedienung des Apple TV sprechen, aber nicht Siri auffordern, einen Kanal einzuschalten? Das ist für uns unverständlich.

Apple HomePod im Testspiegel

Die Kollegen von Chip (06/2018) sind vom sehr guten Klang angetan und sprechen auch im Übrigen von einem gelungenen Produkt.

»Insgesamt klingt der Homepod sehr gut, er zeigt sich besonders wuchtig bei basslastigen Songs. Verarbeitung, Klangqualität, Einrichtung und Steuerung des Apple Homepod liegen im Test auf sehr hohem Niveau und sorgen für ein rundum gelungenes Nutzererlebnis.«

Heise.de (06/2018) kritisiert die oftmals unpassenden Antworten bei der Informationssuche, lobt aber die Klangqualität und die Möglichkeit eines Stereoverbundes.

»Apple hat den HomePod [..] mit AirPlay 2 und dem Stereoverbund zwar deutlich aufgewertet, allerdings einige Baustellen offen gelassen. So wirkt Siri auf dem HomePod trotz deutscher Lokalisation immer noch halbherzig umgesetzt und die Beschränkung auf den hauseigenen Streaming-Dienst unzeitgemäß.«

ComputerBild (06/2018) lobt den Klang, kritisiert aber den Preis und die Einschränkung auf das Apple-Universum.

»Der HomePod klingt toll, besser als jeder andere smarte Lautsprecher – und das weitgehend unabhängig von der Platzierung.[..] Geht es vor allem um das Smarte eines Lautsprechers, lässt sich mit Konkurrenzprodukten viel günstiger das Licht schalten oder das Wetter abfragen. Beim HomePod geht es mehr um die Klangqualität.«

Auch Stern.de (06/2018) hat sich mit dem Wohnzimmer Assistenten beschäftigt. Die Kollegen kritiseren das Fehlen wichtiger Skills und den universellen Zugriff auf iMessage.

»Erlaubt der Besitzer dem HomePod den Zugriff auf iMessages, kann sich jeder X-Beliebige im gleichen Haushalt die Nachrichten vorlesen lassen. Apple, bitte nachbessern! [..] Wer dagegen nicht nur Apple-Geräte zuhause besitzt oder eine größere Flexibilität erwartet, sollte sich bei der Konkurrenz umsehen.«

Golem.de (06/2018) hat sich in einem Vergleich mit Multi-Room Lautsprechern auch mit dem HomePod beschäftigt. Die Redakteure loben den Bass, kritsieren aber die Armut an Mitten.

»Im Klangtest liefert der Homepod einen beeindruckenden Tiefbass, der allerdings zu Lasten der Mitten geht. [..] Für Pop- und Elektromusik ist er eine passable Wahl.«

Lisa Hegemann von Zeit.de (06/2018) lobt den Klang und die Message-Funktion:

»Tatsächlich überrascht mich der Sound. Der Lautsprecher gibt die Komposition bis in die kleinsten Details wieder. Die Sprechgesänge sind klar verständlich, der Bass hämmert.
Was mich aber positiv überrascht: Siri kann Nachrichten verschicken. Als ich sie bitte, eine iMessage an einen Freund zu senden, erkennt sie den Namen und fragt dann nach dem Text.«

The Wirecutter (05/2018) empfielt den HomePod nur für Apple-Fans, die auch Apple Music aboniert haben. Der HomePod ist eben nicht der beste Smart Speaker für die Meisten.

»Aber der HomePod ist nur dann eine Überlegung wert, wenn Sie iPhone Besitzer sind und ein Abo von Apple Music haben. Kaufen Sie den HomePod nicht, wenn Sie weiterhin Spotify streamen möchten. Er macht einiges richtig, doch es gibt noch eine ganze Liste mit Fehlern. Deshalb glauben wir nicht, das er der beste,smarte Lautsprecher für die meisten Leute ist.«

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Kommentare

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Harry Schulz
Harry Schulz

Wo ist den Siri die Schlampe ?

Matthias Miller
Matthias Miller

Der beste Sprachassistent ist der, der mitten in der Nacht full Power die Musik einschaltet, sodass die Nachbarn die Polizei rufen!

Ronny Thomas Pilz
Ronny Thomas Pilz

Ich brauch beides nicht, hab ne Frau, die weiß eh immer alles besser

Egon Stiefel
Egon Stiefel

Keiner. Man kann nur teure Systeme nutzen. Günstige IP Schalter wie die mit TCW Control gesteuert werden kommen nicht in den Genuss von irgendeinem Sprachassistenten gesteuert zu werden.

Josef Kwerch
Josef Kwerch

Da Alexa in Zukunft, mit cortana zusammen arbeiten wird und gut 90% der smart home Anbieter auf Alexa setzen. Wird Alexa auf lange Sicht vorne bleiben…..

Robert C. Mendez
Robert C. Mendez

Das ist schlicht… Blödsinn 🙂 Grundsätzlich liegt Alexa in der Nutzung und Integration auf Geräten hinter Google Assistent und Siri. Die Spracherkennung und KI ist ebenfalls hinter anderen Systemen. Eine Erhebung zu Masse der unterstützten Hardwarehersteller gibt es akruell nicht. Oder woher hast du diese Prozenzahl? Das einzige wo Alexa „vorne“ liegt, ist lediglich in der Unterschiedlichkeit der Integrationen und die meisten Integrationen auf smarten Lautsprechern wie dem Amazon Echo. Mehr aber auch nicht 🙂 Geht man von der Smartheit/Intelligenz von Aleda aus, ist Alexa momentan nicht viel mehr als ein Lichtschalter mit Stimme.

Josef Kwerch
Josef Kwerch

Als aller erst muss man hier klar sagen, dass wir von smarten home Lösungen sprechen. Da Alexa auf Smartphone nicht zu finden ist, wäre ein Vergleich mit der Verbreitung von Siri, oder dem Google Assistenten so wie sie damit verbundenen Möglichkeiten nicht korrekt… und würden das Ergebnis verfälschen. Die führenten sprach Assistenten, sind gemessen an den Test der Letzen Jahre wie folgt Google Assistent, Cortana, Siri, Alexa… An den konvektiv Funktionen der smart home Lösungen, ist Alexa weit vorne anzusiedeln. Wobei das liegt vor allem daran, das Amazon hier früh den Markt überschwemmt hat… Nun zwar hat Microsoft den mobil… Mehr... »

Guido Titsch
Guido Titsch

Das ist tatsächlich Unfug. Das ganze Thema fängt erst an, und nur weil Amazon am meisten auf die Werbetrommel drischt ist da noch nix entschieden.

Karsten Krumbeck
Karsten Krumbeck

Definitiv Google, hat ein größeres Portfolio mit seiner kompletten Suchmaschine