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Amazon Echo Family
Sebastian Jentsch

Sebastian Jentsch

ist Technik-Journalist und lebt im Umland von Berlin. Als ehemaliger Redaktionsleiter von Notebookjournal und derzeitiger Bereichsleiter Consumer bei Notebookcheck schreibt er seit zehn Jahren über mobile Technik, vor allem Notebooks, Smartphones und Tablets. Seinen Ausgleich holt er sich in Küche und Garten, weshalb Haushaltsprodukte ebenfalls in seinem Fokus stehen.

Smarte Lautsprecher im Test

Um Alexa, Google Assistant oder Siri nutzen zu können brauchen Sie ein entsprechendes Endgerät. Amazon hat hierfür mit dem Echo und dem Echo Dot zwei smarte Lautsprecher im Programm und Google bietet mit Google Home einen Lautsprecher an, mit dem man seinen Sprachassistenten nutzen kann. Apple hat seit Mitte 2018 den HomePod auch in Deutschland im Angebot.

Inzwischen haben aber viele Lautsprecherhersteller angekündigt, Lautsprecher auf den Markt zu bringen, die Alexa und/oder Google Assistant unterstützen. Sonos hat mit dem Sonos One bereits ein Modell auf den Markt gebracht. Das klingt erwartungsgemäß deutlich besser als die Amazon Echos, jedoch fehlt im Vergleich zu Apples HomePod der Bass.

Wir haben hier für Sie Lautsprecher zusammengestellt, die bereits auf dem Markt sind, oder bald erscheinen werden.

Vergleichstabelle

Amazon BoxGoogle BoxMultiroom-fähigGünstiger EinstiegFür Sound-PuristenSpar-TippVielseitig
Modell Amazon Echo 2 Google Home Sonos One Amazon Echo Dot 2 Apple HomePod Auvisio WiFi Lautsprecher mit Alexa JBL Link 20 Amazon Echo Plus Google Home Mini Ultimate Ears Blast Ultimate Ears Megablast Sony LF-S50G
Amazon Echo 2.GenTest Sprachassistent: Google HomeTest Sprachassistent: Amazon Echo Dot 2. Gen.HomePod - als weiße und schwarze Version zu habenauvisio WiFi Lautsprecher mit AlexaTest Sprachassistent: Amazon Echo Plus
Pro
  • Fernfeld-Spracherkennung
  • Audio-Ausgang
  • Fernfeld-Spracherkennung
  • Raumfüllender Klang
  • Fernfeld-Spracherkennung
  • Sehr guter Klang
  • Multiroom-fähig
  • Als Stereopaar koppelbar
  • Fernfeld-Spracherkennung
  • Audio-Ausgang
  • Klein
  • Fernfeld-Spracherkennung
  • Kompakt
  • Guter Bass
  • Raumfüllend klangstark
  • Raumfüllender Klang
  • Günstig
  • Airplay-fähig
  • Multiroom-fähig
  • Wasserdicht
  • Lange Akkulaufzeit
  • Fernfeld-Spracherkennung
  • Guter Klang
  • Audio-Ausgang
  • Fernfeld-Spracherkennung
  • Günstig
  • Kompakt
  • Fernfeld-Spracherkennung
  • Akku
  • Wasserdicht
  • Guter Klang
  • Fernfeld-Spracherkennung
  • Akku
  • Wasserdicht
  • Guter, raumfüllender Klang
  • Fernfeld-Spracherkennung
  • Gestensteuerung
Contra
  • Klang könnte besser sein
  • Kein Audio-Ausgang
  • Kein Audio-Ausgang
  • Relativ teuer
  • Nur Hochton-Lautsprecher
  • Kein Bluetooth
  • Schwacher Klang
  • iPhone, iPod Touch oder iPad und Apple-ID zwingend nötig
  • Kleines Smart-Home-Universum
  • Geringes Suchmaschinen-Wissen
  • Keine Fernfeld-Spracherkennung
  • Sprachbefehl erst auf Touch
  • Bluetooth-Betrieb ohne Alexa
  • Unterwegs muss für die Sprachsteuerung ein Hotspot eingerichtet werden
  • Kein Line-In-Eingang
  • Relativ teuer
  • Schwacher Klang
  • Bluetooth-Betrieb ohne Alexa
  • Bluetooth-Betrieb ohne Alexa
  • Klang könnte besser sein
  • Teuer
Bester Preis
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Unsere Empfehlungen

Amazon Box

Amazon Echo 2

Amazon Echo 2.Gen
Der Echo 2 klingt deutlich voluminöser als der Dot, aber klanglich ist noch Luft nach oben.

Der Amazon Echo ist als eigenständiger Lautsprecher zum Musikhören konzipiert. Er klingt deutlich besser als der kleine Echo Dot, kommt aber klanglich nicht an ähnlich große Lautsprecher von Sonos oder JBL heran. Wer keine allzu hohen Ansprüche an die Musikqualität stellt, wird aber auch mit dem Echo zufrieden sein.

Mit dem Line-out-Ausgang kann man den Echo an eine Stereoanlage anschließen und darüber Musik hören. Wer das vorhat, greift aber besser zum Echo Dot und spart etwas Geld, denn den besseren Klang des Echo braucht man dann nicht.

Google Box

Google Home

Google Home setzt klanglich noch einen drauf und kann spielend einen kleinen oder mittelgroßen Raum füllen. Ideal ist der Google-Lautsprecher für ein Badezimmer, ein Büro oder die Küche.

Der Tieftöner macht ordentlich Druck, Bässe sind deutlich hörbar. Höhen werden ebenfalls verzerrungsfrei abgespielt, auch bei maximaler Lautstärke. Wir meinen: Gleich ob softe Popmusik oder harter Rock, der Lautsprecher kann beides passabel bedienen.

Freilich, an die Boxen eines Klangspezialisten wie Sonos oder Teufel kommt der Google-Lautsprecher nicht heran und auch gegen Alexa an unserer Onkyo-Anlage hat er in Sachen Volumen und Lautstärke keine Chance.

Der Google Home-Lautsprecher hat keinen Klinkenausgang, weitere Lautsprecher können nur via Bluetooth verbunden werden. In dieser Beziehung wird Multiroom unterstützt, was Echo und Echo Dot nicht beherrschen.

Der HomePod setzt seinen Fokus auf Musik-Fans, die zum sprachgesteuerten Abspielen von Apple Music oder iTunes einen klangstarken und dennoch kompakten Lautsprecher aus dem Apple-Universum suchen. Bass und ausgewogene Raumfülle sind für einen Lautsprecher mit nur 17 x 14 Zentimetern Abmessung eine Wucht und deutlich besser als bei Amazon Echo und Sonos One (Bass).

Der HomePod hat allerdings keinerlei Anschlüsse, er funkt zu seinem zugeordneten iPhone per Bluetooth und ist im WLAN eingebunden. Weitere Beschränkung: Apple-ID und Endgerät (wenigstens iOS 11.4 und iPod Touch, iPhone, iPad) sind zwingend erforderlich, der HomePod ist nicht Android kompatibel.

Andere Dienste als Apple Music spielt der HomePod nicht ab, hier zwingt Apple geradezu zu einem Abonnement im eigenen Haus. Über einen AirPlay-Stream auf den HomePod können jedoch auch anderen Quellen und Dienste verwendet werden, dann ist die Bedienung aber nicht mehr so komfortabel.

Als Helfer im Alltag taugt Siri recht gut, Timer starten, Notizen anlegen, Kalendereinträge setzen und iMessage-Nachrichten vorlesen lassen – all das ist für den Assistenten kein Problem.

Bei Wissens- und Recherchefragen ist Siri allerdings nicht auf der Höhe mit Google Assistant und Alexa. Siri kann zwar kontextbasiert Fragen beantworten, die Ergebnisse sind aber mehr schlecht als recht. Als Organisator versagt Siri, wenn wir nach Bahn-Abfahrtzeiten und Rezepten fragen. Wetteranfragen, Nachrichten und Entfernungen hingegen klappen ganz gut.

Siri ist auch deshalb schlechter bei seinen Antworten, weil laut Apple keine lernenden Benutzerprofile angelegt werden. Somit kann der Assistent nichts über den Sprecher und seine Vorlieben lernen, etwas das Google aber auch Amazon intensiv betreiben. Wer ungern Daten über sich preisgibt, der wird fehlende Benutzerprofile aber als Vorteil ansehen. Bei der Sicherheit gibt es (aktuell) aber auch Schwachstellen, etwa der Zugriff auf iMessage von anderen Personen im Haushalt.

Wir raten allen, die nicht Teil des Apple-Universums sind, zur günstigeren Konkurrenz. Amazons Echo klingt nicht so gut, ist mit 100 Euro aber deutlich günstiger. Google Assistant gibt es als Home Mini schon für 40 Euro, als normalen Home für knapp 100 Euro. Der Klang liegt aber eher im Focus des teuren Home Max (400 $), den es Deutschland noch gar nicht zu kaufen gibt. Der Sonos One (229 Euro) ist nicht so einfach integrierbar wie der HomePod, dafür aber vielfältiger einsetzbar (alle Streaming-Dienste) und kann zu einem 5.1-System ausgebaut werden.

Multiroom-fähig

Sonos One

Der Alexa-fähige Lautsprecher auf Basis der Play:1 klingt um Klassen besser als der Echo.

Mit dem Sonos One hat der amerikanische Multiroom-Spezialist Sonos als einer der ersten Dritthersteller einen Alexa-fähigen Lautsprecher auf den Markt gebracht. Dabei handelt es sich letztlich um einen Play:1-Lautsprecher, der mit Mikrofonen ausgestattet wurde.

Klanglich stellt der Sonos One sowohl die Boxen von Amazon als auch den Google Home in den Schatten. Nur bei den Bässen muss er gegenüber HomePod klein beigeben. Es ist wirklich beachtlich, was aus den kleinen Boxen für ein satter Klang herauskommt. Aber das ist auch kein Wunder, schließlich werden die Play:1 als reine Lautsprecher schon vielfach gelobt.

Sonos verbaut sechs Fernfeld-Mikrofone zur Positionsbestimmung. Damit klappen Sprachbefehle auch aus größerer Entfernung ähnlich problemlos wie bei den Echo-Lautsprechern von Amazon.

Der Sonos One ist damit die richtige Wahl für alle, die hohe Ansprüche an Klangqualität stellen und gleichzeitig bei Erweiterbarkeit und Musikdiensten flexibel bleiben wollen. HomePod kann die Klangqualität nämlich schlagen, aber er ist bei den Diensten dem Apple-Universum behaftet.

Wer bereits Sonos-Lautsprecher zuhause hat, kann sein Multiroom-System mit dem Sonos One Alexa-fähig erweitern – ohne Aufpreis, denn der Sonos One kostet genau so viel wie eine Play:1.

Man kann zwei Sonos One auch zum Stereopaar verbinden – aber interessanterweise nicht eine Play:1 mit einer Sonos One. Man holt sich damit also gleich zwei Boxen mit Mikrofonen ins Haus. Bei mehreren Sonos One, nimmt automatisch die Box, die am nächsten zum Sprecher ist, die Sprachbefehle entgegen.

Allerdings steht die Integration von Sonos und Alexa noch ganz am Anfang. Vieles funktioniert in einem echten Multiroom-System noch nicht zufriedenstellend. Sagt man Alexa, sie soll die Musik lauter stellen, macht sie das nur auf dem Lautsprecher, der den Befehl empfängt, nicht auf allen, die gerade laufen. Auch Gruppennamen versteht Alexa noch nicht, selbst so ein einfacher Befehl wie »Mach die Musik überall lauter« funktioniert nicht.

Das soll aber alles demnächst besser werden. Sonos verspricht, dass die Integration von Sonos und Alexa bis Weihnachten abgeschlossen ist. Wir sind gespannt. Denn derzeit ist die Sprachsteuerung von mehreren Sonos-Lautsprechern über Alexa noch nicht sinnvoll nutzbar.

Günstiger Einstieg

Amazon Echo Dot 2

Der Echo Dot ist der günstigste Einstieg in die Welt der smarten Lautsprecher. Er ist wie der große Bruder mit sieben Mikrofonen ausgestattet, die Spracherkennung klappt entsprechend genauso gut.

Die Qualität des Lautsprechers ist allerdings nicht sonderlich gut, was bei der kompakten Größe aber nicht weiter verwundert. Für Hörspiele reicht’s aber Musik hört man damit besser nicht.

Der Echo Dot kann aber auch als Kontrollstation für ein externes Soundsystem genutzt werden, indem man einfach den Klinkenausgang mit der Stereoanlage verbindet. Damit ist er die perfekte Lösung für alle, die eine gute Stereoanlage haben, die sie Alexa-fähig machen möchten.

Spar-Tipp

Auvisio WiFi Lautsprecher mit Alexa

auvisio WiFi Lautsprecher mit Alexa
Eine günstige Alternative für Amazons Alexa, aber ohne Sprachaktivierung.

Der Auvisio WiFi Lautsprecher von Pearl kostet nur 80 Euro und kann seitens Klangvolumen mit Amazons Echo und Google Home mithalten. Zusätzlich bringt er einen Akku mit, er kann also unterbrechungsfrei im Haus umgesetzt oder eine Zeit lang mobil betrieben werden.

Der Auvisio WiFi Lautsprecher unterstützt Alexa, allerdings gibt es keine dauerhaft aktiven Nahfeld-Mikrofone: Für jede Anweisung muss das Touchfeld auf dem Lautsprecher angetippt werden. Das führt die Sprachsteuerung ein wenig ad absurdum, ist aber vielleicht für Leute interessant, die sich sonst belauscht fühlen.

Der Auvisio ist in erster Linie ein WLAN-Multiroom-Lautsprecher mit eigener App, der als Zusatz mit Alexa bestückt wurde. Er kann also per Bluetooth als Lautsprecher fürs Smartphone dienen und im Sinne des Multiroom-Konzeptes mit weiteren Bluetooth-Lautsprechern verbunden werden. Allerdings funktioniert Alexa im Bluetooth-Modus nicht.

Der JBL Link 20 probt den Spagat zwischen Sonos-Multiroom-System und Bluetooth-Box. Wie erstere lässt er sich via WLAN vernetzen, wie letztere hat er neben Bluetooth einen 6.000 mAh-Akku für bis zu 10 Stunden jenseits der Steckdose. Außerdem ist er gegen Nässe und Staub nach IPX7 geschützt.

JBL hat Google Cast und den Google Assistant integriert, verzichtet aber auf eine eigene App und setzt stattdessen zur Systemsteuerung ganz auf Google Home.

Leider fehlen dem JBL Link 20 die seitlichen Bass-Radiatoren, die die reinen Bluetooth-Boxen von JBL eigentlich auszeichnen. Der JBL Link 20 muss dagegen allein mit zwei 5-cm-Breitband-Treibern auskommen, was den Klang unterm Strich auf das Niveau eines etwa um die Hälfte billigeren, kompakteren JBL Flip 4 limitiert.

Obwohl der Google-Sprachassistent sehr ordentlich arbeitet und sich durch eine Taste für private Momente komplett taub stellen lässt, wirkt das Konzept nicht durchgehend schlüssig, etwa weil man für vollen Funktionsumfang unterwegs mit dem Smartphone einen Hotspot einrichten muss, der an Akku und Datenvolumen zehrt. Eine Möglichkeit, das Handy aus dem Stromreservoir des Lautsprechers mitzuversorgen – wie beim JBL Charge 3 – gibt es nicht.

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Kommentare

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Harry Schulz
Harry Schulz

Wo ist den Siri die Schlampe ?

Matthias Miller
Matthias Miller

Der beste Sprachassistent ist der, der mitten in der Nacht full Power die Musik einschaltet, sodass die Nachbarn die Polizei rufen!

Ronny Thomas Pilz
Ronny Thomas Pilz

Ich brauch beides nicht, hab ne Frau, die weiß eh immer alles besser

Egon Stiefel
Egon Stiefel

Keiner. Man kann nur teure Systeme nutzen. Günstige IP Schalter wie die mit TCW Control gesteuert werden kommen nicht in den Genuss von irgendeinem Sprachassistenten gesteuert zu werden.

Josef Kwerch
Josef Kwerch

Da Alexa in Zukunft, mit cortana zusammen arbeiten wird und gut 90% der smart home Anbieter auf Alexa setzen. Wird Alexa auf lange Sicht vorne bleiben…..

Robert C. Mendez
Robert C. Mendez

Das ist schlicht… Blödsinn 🙂 Grundsätzlich liegt Alexa in der Nutzung und Integration auf Geräten hinter Google Assistent und Siri. Die Spracherkennung und KI ist ebenfalls hinter anderen Systemen. Eine Erhebung zu Masse der unterstützten Hardwarehersteller gibt es akruell nicht. Oder woher hast du diese Prozenzahl? Das einzige wo Alexa „vorne“ liegt, ist lediglich in der Unterschiedlichkeit der Integrationen und die meisten Integrationen auf smarten Lautsprechern wie dem Amazon Echo. Mehr aber auch nicht 🙂 Geht man von der Smartheit/Intelligenz von Aleda aus, ist Alexa momentan nicht viel mehr als ein Lichtschalter mit Stimme.

Josef Kwerch
Josef Kwerch

Als aller erst muss man hier klar sagen, dass wir von smarten home Lösungen sprechen. Da Alexa auf Smartphone nicht zu finden ist, wäre ein Vergleich mit der Verbreitung von Siri, oder dem Google Assistenten so wie sie damit verbundenen Möglichkeiten nicht korrekt… und würden das Ergebnis verfälschen. Die führenten sprach Assistenten, sind gemessen an den Test der Letzen Jahre wie folgt Google Assistent, Cortana, Siri, Alexa… An den konvektiv Funktionen der smart home Lösungen, ist Alexa weit vorne anzusiedeln. Wobei das liegt vor allem daran, das Amazon hier früh den Markt überschwemmt hat… Nun zwar hat Microsoft den mobil… Mehr... »

Guido Titsch
Guido Titsch

Das ist tatsächlich Unfug. Das ganze Thema fängt erst an, und nur weil Amazon am meisten auf die Werbetrommel drischt ist da noch nix entschieden.

Karsten Krumbeck
Karsten Krumbeck

Definitiv Google, hat ein größeres Portfolio mit seiner kompletten Suchmaschine

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