Unsere Tests sind unabhängig. Wir finanzieren uns über Affiliate-Links. Kaufen Sie ein Produkt über Links, die mit markiert sind, erhalten wir ggf. eine kleine Provision. Mehr dazu.

Der beste Saugroboter

last updateZuletzt aktualisiert:
Saugroboter Test: Roboter
Sebastian Jentsch

Sebastian Jentsch

ist Technik-Journalist und lebt im Umland von Berlin. Als ehemaliger Redaktionsleiter von Notebookjournal und derzeitiger Bereichsleiter Consumer bei Notebookcheck schreibt er seit zehn Jahren über mobile Technik, vor allem Notebooks, Smartphones und Tablets. Seinen Ausgleich holt er sich in Küche und Garten, weshalb Haushaltsprodukte ebenfalls in seinem Fokus stehen.

Wir haben 26 Saugroboter getestet. Der beste für die meisten ist der Ecovacs Robotics Deebot M600. Er gehört zu den leisesten Robotern im Test und arbeitet gründlich. Sein besonderer Clou ist das umfangreiche optionale Zubehör, aber vor allem ist er wesentlich günstiger als andere Roboter, die auch nicht mehr können.

Update 16. Oktober 2020

Wir testen gerade neue Modelle und werden den Test bald aktualisieren.

Created with Sketch. Weitere Updates anzeigen
Created with Sketch. Einklappen
2. Juli 2020

Wir haben drei weitere Saugroboter getestet. Medions MD19511 setzt die unkomfortablen Kritikpunkte seiner Vorgänger fort. Der Kyvol Cybovac E30 protzt mit „extrem starker Saugkraft“, im Test bleiben Fliesenfugen aber unsauber. Einzig der Eufy Robovac 11S Max überzeugt mit Saugkraft und Handling.

22. November 2019

Wir haben uns einen weiteren Roboter angesehen. Der Blaupunkt Bluebot XSmart ist gründlich, dafür aber unkomfortabel bei Bedienung und Entleerung. Die Wischfunktion ohne Pumpe und mit kleinem Tank ist ein Tropfen auf den heißen Stein ohne großen Nutzen.

16. August 2019

Die Roboter von Xiaomi sind beliebt. Wir haben uns den neuen Roborock S6 angeschaut und festgestellt: Ein tolles Gerät zu einem attraktiven Preis! Leider hat der S6 einen gravierenden Fehler, deshalb empfehlen wir ihn (vorerst) nicht. Ausführliche Informationen zum Gerät unter „Außerdem getestet“.

7. Juni 2019

Wir holen den Botvac D7 Connected von Neato Robotics in den Test und stellen fest: Er schafft viel Fläche, so richtig sauber wird es aber erst nach mehreren Durchgängen. Gelungen ist das Mapping mit dem Anlegen von Zonen: Schicken Sie den D7 zielgerichtet zum Esstisch oder in die Küche.

13. Mai 2019

Wir haben unserem Test der besten Wischroboter einen eigenen Artikel gewidmet. Ab sofort erfahren Sie hier alle Neuigkeiten über die kleinen Putzhelfer. Dieser Artikel behandelt somit ab sofort nur noch reine Staubsaugerroboter.

8. März 2019

Der iRobot Roomba i7+ (i7558) sammelt den Schmutz nicht nur auf, er bringt ihn auch weg – nämlich zu seiner Absaugstation, die gleichzeitig seine Ladebasis ist. Hinzu kommt eine Kartierung der Räumlichkeiten, wobei Sie Räume benennen, die auf Wunsch unterschiedlich oft gereinigt werden.

17. Januar 2019

Nach einigen Wochen intensiver Benutzung ergänzen wir den Ecovacs Robotics Deebot 710, das teurere Schwestermodell unseres Testsiegers Deebot 600. Es teilt fast alle positiven Eigenschaften des Testsiegers, bietet unserer Meinung nach aber für den Aufpreis keinen echten Mehrwert.

23. November 2018

Wir haben acht weitere Roboter getestet. Mit dabei waren diesmal Modelle von Ecovacs, iRobot, Vorwerk, AEG, Neato und Medion. Der Ecovacs Deebot 600 setzt sich dabei an die Spitze und ersetzt den alten Testsieger Deebot M88. Der Roomba e5 von iRobot kann uns auch begeistern, ist aber deutlich teurer. Neue Empfehlungen sind außerdem der Vorwerk Kobold VR300 und der AEG RX9-1.

22. Februar 2018

Wir haben drei neue Saugroboter getestet, den Dyson 360 Eye, den Neato Botvac D85 und den iRobot Roomba 980. Alle drei punkten bei Teppich und der Neato und der Dyson sind zwei neue Empfehlungen. Der Roomba 980 enttäuschte leider, besonders in Anbetracht seines hohen Preises.

Den Traum, die Haushaltsarbeit einfach von einem Roboter erledigen zu lassen, gibt es, seit es Roboter gibt. Mit Staubsauger-Robotern wird der Traum zum ersten mal ein bisschen Wirklichkeit – zumindest, was das Staubsaugen angeht. Denn die regelmäßige Grundreinigung können einem Saugroboter durchaus abnehmen, wie unser Test gezeigt hat.

Wir haben über die Zeit 26 Saugroboter getestet, darunter sowohl Modelle mit als auch ohne rotierende Bürste. Welche Bauart für Sie am besten ist, hängt vor allem davon ab, wie Ihr Haus oder Ihre Wohnung ausgestattet ist. Ist die Wohnung komplett oder teilweise gefliest oder mit anderen glatten Oberflächen eingerichtet? Dann kommen Sauger ohne rollende Bürsten in Frage – aus Teppichen holen sie dagegen fast gar nichts heraus. Aber auch auf glatten Oberflächen lösen Roboterstaubsauger mit Bürstenwalze etwas mehr Schmutz.

Der Boden­belag entscheidet über die Roboter­wahl

Doch auch glatte Flächen haben Fallstricke: Schmale Fugen zwischen den Fliesen oder zwischen den Holzdielen können manche Sauger nicht gründlich reinigen, gerade solche, die auf textilem Belag stark sind. Hier bleibt gern Staub und Schmutz hängen und man muss alle paar Wochen per Hand nacharbeiten.

Bei Teppichen eignen sich Roboter nur für Niedrigflorbeläge, in Langflorteppichen bleiben sie stecken. Dafür sollten sie ein Modell mit zwei gegenläufig rotierenden Walzenbürsten wählen (Roomba-Modelle). Läufer und einzeln liegende Teppiche mit langen Quasten können für solche Saugroboter aber ein Problem sein, denn die Walzen wickeln die gern auf.

Es gibt auch Saugroboter, die nicht nur saugen, sondern auch wischen können. Solche Wischroboter behandeln wir in einem eigenen Test.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Ecovacs Deebot 600

Test Staubsauger-Roboter: Ecovacs Deebot 600
Unser Testsieger besticht durch ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis, einen niedrigen Geräuschpegel und überdurchschnittliche Sauberkeit.

Der Ecovacs Deebot 600 bietet mit Abstand das beste Preis-Leistungs-Verhältnis aller getesteten Staubsaugerroboter. Mit seinem Fokus auf harte, glatte Oberflächen kann der Deebot 600 nicht nur beim Saugen punkten, sondern auch durch seine optionale Wischfunktion. Der Deebot 600 gehört zu den leisesten Robotern. Mit einer Kombi-Bürste macht er überdurchschnittlich gut sauber, denn er verteilt den Schmutz nicht und findet fast alle Schmutzflecken.

Der große Staubbehälter von 0,52 Litern wird von hinten eingesetzt und die Entleerung erfolgt mit geringstem Aufwand. Mitgeliefert wird eine Fernbedienung, die eine Bedienung ohne App erlaubt. Die Ecovacs-App benötigen Sie aber zum Festlegen von Reinigungszeiten. Aktuell erhalten Sie für den aufgerufenen Preis keinen anderen Staubsauger-Roboter, der so hilfreich und komfortabel ist.

Teppich-Profi

iRobot Roomba e5

Test Staubsauger-Roboter: iRobot Roomba e5
Hohe Raumabdeckung und sehr gründlich – speziell auf Teppich: Der Roomba bietet einiges fürs Geld.

iRobot ruft für den Roomba e5 einen höheren Preis auf, das Modell ist dafür aber auch ein Profi für textile Bodenbeläge und der Wartungsaufwand ist gering. Der Grund: iRobot setzt auf bürstenlose Gummiwalzen, die nicht verfilzen. Hinzu kommt ein ziemlich großer Staubbehälter, der leicht entleert und gereinigt werden kann.

Bei der Gründlichkeit und der Raumabdeckung steht der Roomba e5 hochwertigen Konkurrenten wie dem Deebot 600 in nichts nach, allerdings schwächelt er bei breiten, tieferen Fliesenfugen. Hier bleibt oft Schmutz liegen.

Der Roomba e5 reinigt sehr ausdauernd: Im Test war er 78 Minuten unterwegs. Nicht zu vergessen sind die geringen jährlichen Kosten für Filter, Seitenbürsten und Gummiwalzen.

Etagensieger

Neato Robotics Botvac D7 Connected

Test Saugroboter: Neato Robotics Botvac D7 Connected
Der Roboter fürs ganze Haus: Mit 100 Minuten Laufzeit und großem Staubbehälter ist der Botvac D7 auch für längere Einsätze gerüstet.

Der Neato ist zwar nicht die Gründlichkeit in Person, doch er überzeugt durch Laufzeit, höchsten Planungskomfort und durch eine leichte Entleerung. Im Grundriss von bis zu drei Etagen legen Sie No-Go-Linien und Zonen an. So fährt der Roboter zielgerichtet den Flur an und beseitigt den Sand der Kinder.

Preis & Leistung

Eufy Robovac 11S Max

Test Saugroboter: eufy Robovac 11S Max
Ein Sauger ohne App und Schnickschnack mit einfacher Entleerung und waschbarem Filter.

Hersteller Anker liefert mit dem Eufy Robovac 11S Max ein solides Basismodell ohne Schnickschnack: Keine App, keine Wischfunktion und eine einzige tägliche Reinigungszeit. Das Gerät überzeugt durch seine praxistaugliche Lade-Basis, die einfache Entleerung des Staubtanks, die relativ geringe Bauhöhe von sieben Zentimetern und die gute Saugkraft.

Komfortsieger

iRobot Roomba i7+ (i7558)

iRobot Roomba i7+ (i7558): Die Absaugungstation bringt endlich den Komfort, den sich die meisten von einem Roboter wünschen.
Der Roomba bietet hohen Komfort durch Selbstentleerung, verfilzungsfreie Gummiwalzen und Raumkartierung.

Wir hatten den iRobot Roomba i7+ mehrere Wochen im Test, doch bereits nach wenigen Tagen stand fest: Das ist unser Komfortsieger. Mit so wenig Aufwand haben wir bisher noch keinen Staubsaugerroboter betrieben.

Grund für unseren Jubel ist die Absaugstation. Sie entleert den kleinen Tank des Roboters, ohne dass Sie sich die Hände schmutzig machen müssen. Im Zusammenspiel mit den verfilzungsfreien Gummiwalzen und der Raumplanung stellte sich bei uns die höchste Zufriedenheit ein. Wir empfehlen den iRobot Roomba i7+ für Allergiker, denn der Kontakt mit Staub ist auf ein Minimum begrenzbar.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerTeppich-ProfiEtagensiegerPreis & LeistungKomfortsieger
ModellEcovacs Deebot 600iRobot Roomba e5Neato Robotics Botvac D7 ConnectedEufy Robovac 11S MaxiRobot Roomba i7+ (i7558)Medion MD19511Kyvol Cybovac E30Vorwerk Kobold VR300AEG RX9-1Xiaomi Roborock S6Dyson 360 EyeEcovacs Robotics Deebot 710Neato Botvac D6 ConnectediRobot Roomba 980Neato Botvac D4 ConnectedBlaupunkt Bluebot XSmartMedion MD 18500
Test Staubsauger-Roboter: Ecovacs Deebot 600Test Staubsauger-Roboter: iRobot Roomba e5Test Saugroboter: Neato Robotics Botvac D7 ConnectedTest Saugroboter: eufy Robovac 11S MaxiRobot Roomba i7+ (i7558): Die Absaugungstation bringt endlich den Komfort, den sich die meisten von einem Roboter wünschen.Test Saugroboter: Medion MD19511Saugroboter Test: 71e9fbme07l. Ac Sl1500Staubsauger-Roboter Test: Staubsaugerrobos Vr300Test Staubsauger-Roboter: AEG RX9-1Test Saugroboter: Xiaomi Roborock S6Test Staub­sauger-Roboter: Dyson 360 EyeTest Staubsauger-Roboter: Ecovacs Robotics Deebot 710Test Staubsauger-Roboter: Neato Botvac D6 ConnectedTest Staubsauger-Roboter: iRobot Roomba 980Test Staubsauger-Roboter: Neato Botvac D4 ConnectedTest Saugroboter: Blaupunkt Bluebot XSmartTest Staubsauger-Roboter: Medion MD 18500
Pro
  • Leisester Sauger
  • Günstig
  • Hohe Sauberkeitsquote
  • Wenig Aufwand beim Entleeren
  • Timer und Reinigungsmodi in App
  • Ausdauernd (78 Minuten)
  • Gründliche Reinigung
  • Vglw. bequeme Entleerung des Staubbehälters
  • Keine verfilzten Bürsten
  • Starke Laufzeit, bis 100 Minuten
  • No-Go-Linien
  • Zonen für punktgenaue Reinigung
  • Mehrere Grundrisse (Stockwerke merken)
  • Großer Staubbehälter
  • Einfache Entleerung und Reinigung
  • 7,2 cm flach
  • Großer Tank
  • Basis mit Ablage, standfest, Kabelfach
  • Filter waschbar
  • Staub-Box in 3 Schritten entleeren
  • Maximaler Komfort durch Selbstentleerung
  • Kartierung & Raumverwaltung für Reinigungspläne
  • verfilzungsfreie Gummiwalzen
  • Starke Raumabdeckung im Test
  • Etagenreinigung durch Nachladen
  • Ausdauernd
  • Beste Flächenabdeckung und Gründlichkeit im Test
  • Zeitplanung via Fernbedienung
  • Ausdauernd für eine große Etage (132 Minuten)
  • keine verfilzte Bürste (Direktansaugung)
  • Neu: fährt in Bahnen
  • 7,2 cm flach
  • Großer Tank
  • Fährt in Bahnen
  • Basis mit Kabelwickel & rutschhemmend
  • Staub-Box in 3 Schritten entleeren
  • No-Go-Linien einzeichnen
  • Mehrere Grundrisse möglich
  • Starke Raumabdeckung im Test
  • Behälter Entleeren ohne Staub
  • Auch ohne App gut bedienbar
  • Großer Staubbehälter
  • Einfache Entleerung & Säuberung
  • Gut für Teppiche mit kurzem oder mittlerem Flor
  • Auch ohne App gut bedienbar
  • Hohe Raumabdeckung
  • Hervorragende Navigation: Räume selektiv anfahren
  • Leiser Saugmotor
  • Schnell fertig
  • Wischfunktion & nässesichere Basis
  • Bürstenwalze verfilzt nicht so schnell
  • Stabile Bauweise & technisch durchdacht
  • Gutes Reinigungsergebnis
  • Timer und Modi in App einstellbar
  • Sehr saubere Entleerung
  • Kein Ausklopfen der Filter
  • Geringe Folgekosten
  • So leise wie der Testsieger
  • Gründliche, langsame Reinigung um Hindernisse
  • Hohe Sauberkeitsquote
  • Roboterstimme
  • Wenig Aufwand beim Entleeren
  • Timer und Reinigungsmodi in App
  • No-Go-Linien einzeichnen
  • Mehrere Grundrisse (Stockwerke merken)
  • Großer Staubbehälter
  • Einfache Entleerung und Reinigung
  • Verfilzungsfreie Gummiwalzen
  • Geringe Wartungskosten
  • Erstellt Reinigungskarte
  • Settings in App einstellbar
  • Schmutz- und Raumerkennung
  • No-Go-Linien einzeichnen
  • Mehrere Grundrisse anlegbar
  • Großer Staubbehälter wie D6
  • So leise wie der Testsieger
  • Sehr gutes Reinigungsergebnis
  • Beste Flächenabdeckung und Gründlichkeit im Test
  • Zeitplanung via Fernbedienung
  • Ausdauernd für eine große Etage (129 Minuten)
  • keine verfilzte Bürste (Direktansaugung)
Contra
  • Zeitplanung nur via App
  • Verfilzte Bürsten
  • Schwierigkeiten bei breiten Fliesenfugen
  • Zeitplanung nur via App
  • Zeitplanung nur via App
  • Gründlichkeit vglw. gering
  • Kommt nicht unter jeden Schrank
  • Betriebsgeräusch
  • Hohe jährliche Kosten (66 €)
  • Mäßige Gründlichkeit, Fugen nur mit Max sauber
  • Variante ohne App, nur eine tägliche Reinigungszeit
  • Sehr teuer
  • Wegwerf-Beutel
  • Schlechte Reinigungsergebnisse bei Ritzen und Fugen
  • Mühsame, fummelige Entleerung des zu kleinen Staubbehälter (0,3L)
  • Für Teppich weniger geeignet
  • Etwas unkoordiniert und langsam
  • Fährt, bis der Akku leer ist – auch in kleinen Räumen
  • Verschiebt oft seine zu leichte Basis
  • Kleiner Ladekontakt, mühsam beim manuellem Abstellen
  • Bug: Registrierung für App nicht möglich
  • Mäßige Gründlichkeit, schwach bei Fugen (auch bei max)
  • Leichte Basis
  • Zeitplanung nur via App
  • Vergleichsweise laut
  • Vglw. hohe jährliche Kosten
  • Hoher Preis
  • Zeitplanung nur via App
  • Nur Kontrollmapping
  • Nicht so gründlich, Bürste verteilt Schmutz
  • Vergleichsweise hohe jährliche Kosten
  • Lautes Quietschen des Radantriebes (Testgerät) - daher keine Empfehlung
  • Vergleichsweise wenig gründlich
  • Große Bauhöhe
  • Fährt nicht bei Dunkelheit
  • Hohe Lautstärke
  • Häufiges Nachladen
  • Sehr teuer
  • Zeitplanung nur via App
  • Raum-zu-Raum Reinigung im Test nicht erkennbar
  • Verfilzte Bürsten
  • Wassertank-Option nicht möglich
  • Zeitplanung nur via App
  • Gründlichkeit im Test vergleichsweise gering
  • Kommt nicht unter jeden Schrank
  • Betriebsgeräusch (rumpelt, quietscht)
  • Hohe jährliche Kosten (66 €)
  • Schlechte Reinigungsergebnisse bei Ritzen und Fugen
  • Sehr teuer
  • Zeitplanung nur via App
  • Keine Seitenbürste
  • Geringe Gründlichkeit im Test
  • Filter ohne Abdeckung verfilzt
  • Betriebsgeräusch (rumpelt)
  • Hohe jährliche Kosten (55 €)
  • Unkomfortabel Bedienung
  • Mühsame Entleerung
  • Mapping nur für Historie
  • Kraftlose Wischfunktion, ohne Pumpe
  • Mühsame, fummelige Entleerung des zu kleinen Staubbehälter (0,3L)
  • Für Teppich weniger geeignet
  • Etwas unkoordiniert und langsam
  • Fährt, bis der Akku leer ist – auch in kleinen Räumen
Bester Preis
  Technische Daten anzeigen

Wissenswertes über Saugroboter

Staubsaugerroboter können eine angenehme Hilfe für die regelmäßige Grundreinigung sein. Sie entfernen zuverlässig Staub, Flusen und lockeren Schmutz vom Boden. So gründlich wie per Hand mit dem Bodenstaubsauger reinigt aber keiner von ihnen.

Das liegt zum Teil an der wesentlich geringeren Saugleistung von Saugrobotern: Während normale Haushaltsstaubsauger eine Leistung von 600 bis 800 Watt haben, kommt ein Batterie-Sauger gerade mal auf 35 bis 40 Watt.

Deebot 600 / 710: die Hauptbürste besteht aus Lamellen und Bürsten, dadurch eignet sie sich einerseits für Hartböden und andererseits für Teppich
Deebot 600 / 710: Die Hauptbürste besteht aus Lamellen und Bürsten. Dadurch eignet sie sich sowohl für Hartböden als auch für Teppich.

Allerdings sind die Roboter fleißiger, wodurch gerade die für textile Beläge optimierten Roboter Dyson 360 Eye, Neato Botvac D85/D6, iRobot Roomba 980/871/e5 und AEG RX9-1 dem großen Sauger gegenüber im Vorteil sind: Durch die täglichen Fahrten holen sie unterm Strich mehr Schmutz aus dem Läufer als ein hastiges wöchentliches Saugen mit dem normalen Staubsauger.

Von einer »Tiefenreinigung« von Teppichen kann damit keine Rede sein. Die spindelförmigen Walzen sind mit Gummi oder Bürsten besetzt und klopfen zwar die Oberfläche durch und saugen den aufgewirbelten Schmutz auf, jeder einfache Bodenstaubsauger ist dabei aber um Längen gründlicher und holt mehr Sand, Haare und Fusseln aus dem Teppich.

Saug­roboter sind nie so gründlich wie herkömmliche Staub­sauger

Aber auch auf Dielen oder Fliesen fahren Saugroboter oft über losen Schmutz hinweg, der in schmalen Fugen liegenbleibt und auch Ecken sind für sie oft ein Problem. Um ein Nachreinigen von Ecken und einer regelmäßigen gründlichen Reinigung von Teppichen kommen Sie also auch mit einem Staubsaugroboter nicht umhin.

Typische Schwachstellen

Die Sensorik heutiger Roboter ist ausgefeilt. Selbst die günstigen Modelle fahren nicht blindlings drauflos und bemerken die nächste Wand erst, wenn ihr Stoßfänger dagegen rempelt. Sie erkennen Hindernisse, merken sich Räume, fahren bestimmte Reinigungsmuster und erkennen teilweise sogar den Schmutz, um die Stelle dann besonders sorgfältig zu bearbeiten.

Das alles nützt aber nichts, wenn Kabel, Gardinen, Lego-Bausteine, Holzstäbchen, Schnürsenkel oder Blumenvasen den Weg versperren. Solche Hindernisse sind für die Sensorik mitunter zu klein und werden im besten Fall einfach zur Seite geschoben.

Im ungünstigen Fall – und der ist in der Praxis leider der Normalfall – fährt sich der Sauger aber an der Gardine fest, rollt mit der Seitenbürste einen Schnürsenkel auf oder blockiert seine Walze mit dem Faden eines Teppichs. Aber auch mobile Gegenstände – wie die bemalten Holzscheiben der Kinder – versucht mancher Sauger zu überfahren und sitzt dann obenauf und kommt nicht weiter.

Auch kleine Stolper­steine können stören

Gefährlich kann es sogar werden, wenn der Roboter hängenbleibt und Gegenstände vom Tisch zerrt oder eine Vase umreißt. Jeder neue Eigentümer sollte sich auf eine spaßige Lernphase einlassen, denn die kleinen Roboter sind unermüdlich im Ausprobieren neuer Blockaden. Erst nach Tagen werden Sie ihre Wohnung derart optimiert haben, dass der kleine Helfer störungsfrei seine Arbeit verrichten kann.

Vor allem in Wohnungen, die ausschließlich oder hauptsächlich glatte Böden haben, können Robotersauger aber viel Arbeit abnehmen. Genau das ist der Anspruch, den sie im besten Fall an einen Roboter haben können: Er nimmt Ihnen einen erheblichen Teil ihrer Staubsaugerfahrten ab – am besten während sie gar nicht zuhause sind.

Zwar nicht gefährlich, aber ärgerlich ist ein Umstand, auf den uns ein Leser aufmerksam gemacht hat: Sein Staubsauger-Roboter, ein Modell von Deebot, sammelt Staub auf eine nicht vorgesehene Weise. Weil der verarbeitete Kunststoff nicht antistatisch ist, setzt sich im Lauf der Zeit Staub auf den Sensoren und dem vorderen Scan-Fenster ab, wodurch das Gerät Orientierung einbüßt.

Die Roboter fahren mit einer Akkuladung nur eine bestimmte Zeit, sehr große oder verwinkelte Etagen müssen daher unter Umständen mit einer Zwischenaufladung abgefahren werden. 60 Quadratmeter fahren auch die einfachen Sauger in einer Akku-Tour ab – sofern die Räume nicht extrem verwinkelt sind.

Bei Flächen von mehr als 60 Quadratmeter und mehr als vier Räumen sollten sie auf jeden Fall nach einem Modell suchen, dass eine Zwischenaufladung des Akkus einlegen kann. Das Fortsetzen der Reinigung beherrscht schon die untere Mittelklasse.

Bereiche abgrenzen

Bereiche, die nicht abgefahren werden sollen, können übrigens bei einigen Saugrobotern mit einer virtuellen Wand aus einer Lichtschranke oder einem Magnetband abgesperrt werden. Wenn Sie so etwas benötigen, sollten Sie sich vorher über das nötige Zubehör erkundigen, denn das kostet extra.

Oder aber Sie erwerben ein Modell, das den Grundriss Ihrer Etage aufzeichnet, in dem Sie dann No-Go-Linien oder Räume (iRobot Roomba i7+, Neato D4/D6/D7, Vorwerk VR300, Xiaomi Roborock S6) einzeichnen. Somit können Sie stark verkabelt Bereiche oder Waldis Futterplatz von der Reinigung ausklammern.

Wie lange dauert die Reinigung?

Die Roboter verrichten ihre Arbeit relativ gemächlich. Je verwinkelter die Räume sind und je mehr Hindernisse herumstehen, desto länger dauert es. Bei 60 Quadratmetern und drei Räumen müssen Sie mit 60 bis 80 Minuten Saugarbeit rechnen. Je mehr Möbel und Gegenstände im Raum stehen, um so länger dauert die Arbeit.

Die meisten Modelle fahren Räume nach einem bestimmten Muster ab. Das kann zuerst der Rand und danach ein linienförmiges Abfahren sein, es gibt aber auch Z-Muster und reine Zufallsfahrten. Die sind nicht sehr effizient, da Bereiche doppelt oder gar dreifach abgefahren werden.

Im Hinblick auf eine große Flächenleistung mit einer Akkuladung ist eine Fahrt nach Plan sinnvoller. Hierzu muss der Roboter zuerst die zu saugende Fläche kartieren, zum Beispiel durch eine Fahrt entlang des Randes. Das machen die Robotersauger in der Regel mit einer oder zwei Kameras oder mit einem Laser.

Zu den typischen Fahrmustern zählen die Geradeausfahrt, der Zick-Zack-Modus, die Wandverfolgung und die Spiralfahrt. Roboter mit Raumplanung sind zusätzlich in der Lage, in überlappenden Linien zu fahren.

Geplante Reinigungs­fahrten führen schneller zu sauberen Böden

Wer eine möglichst schnelle Reinigung will, sollte auf Modelle achten, die eine geplante Reinigung, also Raum für Raum, fahren können. Solche Modelle haben eine Mapping-Funktion: Der Roboter erkennt, wo er schon war und fährt in Linien die Flächen ab. Das geht schneller als die planlose, zufallsgetriebene Herumfahrerei der günstigeren Modelle. Hier ist der iRobot Roomba i7+, aber auch der Xiaomi Roborock S6, besonders empfehlenswert, denn Sie können Räume anlegen und selbst bestimmen wie oft welcher Raum gereinigt wird.

Soll der Roboter während Ihrer Abwesenheit reinigen, spielen Lautstärke, Ladezeit und Reinigungsdauer kaum eine Rolle. Wenn hingegen in der Nacht gesaugt wird, etwa im Nebengebäude oder auf einer Etage ohne Schlafzimmer, ist ein niedriger Lärmpegel wichtig. Achten Sie auf eine Lautstärkeangabe von unter 65 Dezibel. Besonders leise sind Ecovacs Deebot 600, Deebot 710, Xiaomi Roborock S6 und Blaupunkt Bluebot XSmart. Die Neato-Roboter sind unterm Strich die lautesten, auch deshalb weil ihr Fahrwerk oft rumpelt.

Was ist mit Treppen?

Roboter starten in der Regel zeitgesteuert oder manuell von ihrer Ladestation aus. Nach der Arbeit oder bei knappem Akku-Stand kehren sie selbständig dorthin zurück. In andere Etagen muss der Roboter getragen werden, denn Treppen kann er nicht steigen. Aber auch dort führt der Roboter den gewünschten Reinigungsmodus durch – und bleibt dann am Ausgangspunkt stehen.

Vorwerk Kobold VR300: Kletterhilfe am Rad
Vorwerk Kobold VR300: Kletterhilfe am Rad.

Wenn Sie Türschwellen und geringe Höhenunterschiede im Haus oder in der Wohnung haben, sollten Sie einen Roboter mit Steighilfe wählen, bei dem explizit die Überwindung eines bestimmten Höhenunterschiedes genannt wird. Beim Deebot 600 sind das zum Beispiel 1,4 Zentimeter. Vorwerk schafft Türschwellen bis 2 Zentimeter und Teppich bis 1,5 Zentimeter und ist damit Spitzenreiter. Die Neato-Modelle packen 1,9 Zentimeter.

Treppen­stürze kommen selten vor

Treppen oder andere Abgründe sind kein Problem für die Sauger, denn sie besitzen eine Absturzsicherung. Dennoch empfehlen die Hersteller, an solchen Punkten während der ersten Reinigung dabei zu sein. Die Sensoren arbeiten nämlich nicht bei allen Untergründen zuverlässig, etwa wenn der Boden stark glänzt oder spiegelt. Der Medion MD 16192 etwa stürzte in einjähriger Betriebszeit wenigstens fünfmal die Treppe hinunter, blieb aber immer intakt.

Kinder und Haustiere

Wenn viele Tierhaare gesaugt werden müssen, sollte der Roboter eine Bürstenrolle haben und nicht nur eine Saugöffnung. Haare – und nicht nur die von Tieren – wickeln sich allerdings beständig um die Haupt- und Seitenbürsten. Das ist lästig, denn die Haare müssen wenigstens einmal die Woche entfernt werden. Mit den iRobot Roomba Modellen können Sie sich das ersparen, denn die haben meistens zwei Gummiwalzen. Darauf wickeln sich keine Haare auf.

iRobot Roomba i7+ (i7558): Vorteil der Gummiwalzen - keine aufgewickelt Haare!
iRobot Roomba i7+ (i7558): Vorteil der Gummiwalzen – keine aufgewickelt Haare!

In Wohnungen mit kleinen Kindern müssen dagegen besonders viel Sand, Staub und Essenskrümel eingesammelt werden. Staubbehälter mit weniger als einem halben Liter Volumen haben hier nichts zu suchen. Außerdem spielt die Robustheit des Chassis eine Rolle: Schnell bricht Kunststoff, wenn sich der Sohnemann zum Ritt auf den Sauger setzt.

Die Neato-Modelle Botvac D85, D4, D6 haben die stabilsten Gehäuse von allen. Gleich danach folgen Deebot 600, AEG und iRobot.

Staubsaugerfürsorge

Wenn Sie nicht bereit sind, täglich den Staubsaugerbeutel zu entleeren und den Filter auszuklopfen, sollten Sie auf einen großen Filter und ein Staubbehältervolumen von mindestens 0,5 Liter achten. Das Maximum liegt bei 0,7 Liter und das ist nur bei Neato zu bekommen. Hinzu kommen das Reinigen von verfilzten Bürsten und das Entfernen von aufgewickelt Haaren.

Ein tägliches Freiräumen des Bodens muss ebenfalls sein, denn der Roboter fährt sich in der Praxis unweigerlich an Schnürsenkeln, Kabeln, Tüchern oder Gardinen fest. Auch müssen Sie auf Gegenstände achten, die herunterfallen könnten: Die Ming-Vase auf dem wackeligen Beistelltisch sollten Sie in Sicherheit bringen, denn kleinere Rempeleien können durchaus vorkommen.

Hin und wieder muss der Roboterstaubsauger auch gewartet werden. Typischerweise müssen regelmäßig der HEPA-Filter, die Hauptbürste (falls vorhanden) und die kleinen Seitenbürsten gewechselt werden. Am besten prüfen Sie vor dem Kauf, was die kosten, denn Sie müssen sich auf einen regelmäßigen Ersatz einstellen.

Wartung: Wenn die Seitenbürste so aussieht, ist ein Wechsel dringend fällig!
Wartung: Wenn die Seitenbürste so aussieht, ist ein Wechsel dringend fällig!

Wie gewöhnliche Staubsauger sind die meisten Saugroboter mit einem HEPA-Filter bestückt. Er hält Feinstaub zurück, damit der nicht in die Raumluft gepustet wird. Der HEPA-Filter muss bei jeder Entleerung gereinigt und mehrmals in Jahr ausgetauscht werden. Das häufige manuelle Ausklopfen und Reinigen könnte für den Hausstauballergiker ein Problem darstellen. Das gilt für alle Saugroboter bis auf Vorwerk Kobold VR200/VR300 und iRobot Roomba i7+ – die können nämlich mit dem Handstaubsauger entleert werden bzw. haben eine Absaugstation.

So haben wir getestet

Alle Tests und Updates wurden im Untergeschoss eines Einfamilienhauses mit Kindern durchgeführt. Für den Check der Gründlichkeit haben wir Haferflocken und Gewürze an markierte Stellen des Holzdielen- und Fliesenbodens gestreut.

Wettkampfplatz: 25 Schmutzpunkte in drei Räumen
Wettkampfplatz: 25 Schmutzpunkte in drei Räumen.

Darüber hinaus waren die Geräte im täglichen Einsatz über mehrere Wochen aktiv. Wir wollten wissen: Wie integrieren sich die Geräte in den Haushaltsalltag der Familie? Wie groß ist der Zeitaufwand für den Betrieb und wie sehen die Ergebnisse aus?

In unserem Test mussten alle Roboter vier bis sechsmal das Erdgeschoss reinigen. Uns waren dabei zwei Fragen wichtig: Findet der Roboter jede unserer 25 mit Haferflocken markierten Schmutzpositionen? Sind alle Positionen zufriedenstellend gereinigt oder sind sie unsauber?

Der Markt an Staubsaugerrobotern ist inzwischen sehr unübersichtlich, wenn man aber die Spreu vom Weizen trennt, reduziert sich die Auswahl schnell auf wenige, renommierte Hersteller wie Ecovacs, iRobot, Neato, AEG, Dyson, Medion, Blaupunkt oder Vorwerk. Doch auch chinesische Marken wie Xiaomi finden hierzulande ihre Fans.

Wir haben alle Tests und Bestenlisten zurate gezogen, die wir finden konnten, unzählige Kundenbewertungen gelesen und uns schließlich 26 Geräte mit Preisen zwischen 150 und 1.000 Euro besorgt (bisher sieben Test-Etappen von 2016 bis 2020). Wir wollten wissen, ob die teuren Robo-Sauger wirklich besser sind als die günstigen. Das Ergebnis vorweg: Das sind sie nicht wirklich und für eine saubere Wohnung muss niemand zwangsläufig 500 Euro ausgeben. Mit einem günstigen Modell müssen Sie allerdings Abstriche beim Komfort und bei der Planung in Kauf nehmen.

Ecovacs Deebot 600: leise, großer Behälter, Wisch-Tank optional und Zeitplanung per App - so viel bekommen Sie für das Geld bei keinem anderen Anbieter.

Testsieger Saugroboter: Ecovacs Deebot 600

Von allen Roboterstaubsaugern im Test hat uns der Deebot 600 von Ecovacs unter dem Strich am meisten überzeugt. Er liefert die gleiche Reinigungsleistung (außer auf Teppich) als auch Gründlichkeit, wie die doppelt so teure Konkurrenz. Außerdem saugt er nicht nur: Mit dem optional erhältlichen DO3G-KTB Wisch Zubehör Set kann er auch wischen.

Testsieger

Ecovacs Deebot 600

Test Staubsauger-Roboter: Ecovacs Deebot 600
Unser Testsieger besticht durch ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis, einen niedrigen Geräuschpegel und überdurchschnittliche Sauberkeit.

Inbetriebnahme

Alle Saugroboter konnten auch ohne ausführliches Studium der Anleitung zügig in Betrieb genommen werden – allerdings immer erst, nachdem die Akkus an der Basisstation vollständig aufgeladen wurden. Das Anstecken der Seitenbürsten und das Einlegen diverser Filter geht mit den beiliegenden Schnellstartanleitungen schnell von der Hand.

Den ersten Testlauf haben wir immer ohne gegebenenfalls vorhandene App-Steuerung ausgeführt. Beim Testsieger Ecovacs Deebot 600 braucht es nur einen Knopfdruck am Gerät und schon geht die automatische Reinigung los.

Bedienung

Der Ecovacs Deebot 600 bietet verschiedene Fahrmodi: »Automatik«, »Punkt«, »Rand« und »Einzelraum«. Mit der Zusatzfunktion »Intensiv«, steigert der Sauger seine Saugleistung und fährt langsamer, sie kann allerdings nur über die Smartphone-App eingestellt werden.

Zusammen mit vielen anderen Saugern gehört der Deebot 600 nämlich zu den Geräten mit WLAN-Verbindung und App-Steuerung. Der Deebot 600 hat, wie die meisten Staubsauger-Roboter, kein Display. Das stört uns aber nicht: In der übersichtlichen App können die Reinigungszeiten viel bequemer eingestellt werden.

Wie bei allen Robotersaugern, die über eine App gesteuert werden können, kann auch beim Ecovacs Deebot 600 für jeden Wochentag eine oder auch mehrere verschiedene Reinigungsszeiten festgelegt werden. Andere Robo-Sauger, beispielsweise die von Medion oder eufy, bieten lediglich eine einzige programmierbare Zeit.

Für jeden Wochen­tag können verschiedene Reinigungs­zeiten ein­gestellt werden

Der Deebot 600 kann ansonsten einfach über die große Taste auf dem Roboter gestartet werden, aber auch über die Fernbedienung oder die App.

Der Deebot 600 fährt in der Voreinstellung (Taste einmal drücken) nach dem Zickzack-Reinigungsmuster. Das ist für Teppiche besser. Alternativ kann er aber auch systematisch, also in parallelen Linien, reinigen. Das ist auf harten Bodenbelägen effizienter. Dazu muss die Start-Taste am Gerät bzw. die entsprechende Taste auf der Fernbedienung zweimal gedrückt werden.

Welches Reinigungsmuster das effizienteste ist, ist allerdings eine akademische Frage, die in der Praxis keine große Rolle spielt, denn letztlich kommt es vor allem auf das Ergebnis an. Medion braucht zwar länger, aber wenn Sie den Roboter nachts laufen lassen – oder tagsüber, wenn Sie nicht zuhause sind – spielt das nicht wirklich eine Rolle, schließlich zahlt man dem Roboter keinen Stundenlohn.

Praxistest

Unser Testparcours war das Erdgeschoss eines Einfamilienhauses mit Flur, Arbeitszimmer und Wohnküche. Abfahrend von der Basis reinigte der Ecovacs Deebot 600 die Etage (ohne Turbo) in einer knappen Stunde ohne Zwischenladung und fuhr dann zielsicher zur Basis zurück.

Der Ecovacs Deebot 600 kann auch für größere Etagen eingesetzt werden, denn er legt bei erschöpftem Akku Zwischenladungen ein.

Er hat keine Steighilfe, kann aber Türschwellen und Ähnliches nur bis 14 Millimeter Höhe überwinden. Wichtig zur Überwindung von Schwellen ist die Bauform des Roboters: Die Schwelle muss unter dem Stoßfänger liegen, denn wenn der die Schwelle berührt, wird sie als Hindernis interpretiert und der Roboter macht kehrt.

Der Deebot 600 machte seine Sache gut und fand 88 Prozent der Messpunkte. Damit lag er allerdings im Durchschnitt aller Testgeräte, denn von iRobot bis Medion packten alle diese Marke. Fast kein Saugroboter erreichte indes alle Schmutzstellen und somit die 100-Prozent-Quote.

Während alle Roboter den Flächentest mit 80 bis 100 Prozent der Messpunkte gut bis sehr gut bestanden, gab es gravierende Unterschiede bei der Qualität der Reinigung. Unser Test-Fußboden besteht einerseits aus Fliesen mit normal breiten bis sehr breiten Fugen, der zweite Flächenteil ist mit Nut-Feder-Dielen und einem sehr schmalen, gleichmäßigen Spalt zwischen den Hölzern ausgelegt.

Der Testsieger Deebot 600 reinigte im Normal-Modus 60 Prozent der Messpunkte gründlich. 40 Prozent wurden entweder gar nicht angefahren oder waren unsauber.

60 Prozent Saugqualität hören sich für einen Testsieger nicht gerade positiv an, man muss aber das Vergleichsfeld sehen: Der beste Sauger erzielte 85 Prozent, der schlechteste 36 Prozent.

Als geringe Gründlichkeit sehen wir an, wenn unsere Markierungshaferflocken zum Teil liegen bleiben oder von der Seitenbürste in Randbereiche verteilt werden. Schlecht sieht es auch aus, wenn in den Fugen der Dielen bzw. Fliesen und an einem Übergang von Fliese auf Teppich Schmutz liegen bleibt.

Der Deebot 600 ist ein eher gemütlicher Geselle. Seinen Fahrstil beschreiben wir als vorsichtigen Annäherer. Bereits vor vermeintlichen Objekten bremst er ab. Sein gleichförmiges Geräusch ist vorbildlich leise.

Der Ecovacs Deebot 600 besitzt einen 0,52 Liter großen Staubbehälter – so die Herstellerangabe. Im Netz finden wir verschiedene Angaben. Wir haben mit einer Plastiktüte nachgemessen und konnten ca. 0,6 Liter Wasser einfüllen. Eine solche Menge an Schmutz würde aber bereits über die Saugöffnung herausrieseln, weshalb 0,52 Liter durchaus eine praxistaugliche Größenordnung ist.

Der Testsieger blieb mehrmals irgendwo hängen, ob es nun Schnüre, Gardinen, Kabel oder flache Gegenständen waren, von denen sie nicht mehr herunterkamen. Das gilt aber für fast alle Modelle. Es hilft also auch beim besten Roboter nichts: Störquellen müssen beseitigt oder durch Lichtschranken, Magnetbänder oder No-Go-Linien in der App unzugänglich gemacht werden.

Wartung

Staubsaugerroboter müssen in gewissen Abständen mit neuen Filtern, Seiten- oder Hauptbürsten ausgerüstet werden. Wir gehen von mindestens vier HEPA-Filtern pro Jahr aus. Bei den Seitenbüsten dürften wenigstens zwei Paar nötig sein.

Im Durch­schnitt 41 Euro Wartungs­kosten im Jahr

Beim Testsieger Ecovacs Deebot 600 liegen diese Verbrauchskosten bei zirka 41 Euro im Jahr. Das liegt im Durchschnitt. Das ist aber nur ein Anhaltspunkt, denn die Häufigkeit des Tausches hängt von der Putzfrequenz und der Art der Bodenbeläge ab. Den Austausch des Akkus haben wir nicht mit einkalkuliert.

Verarbeitung

Der Ecovacs Deebot 600 gehört zu den besseren Konstruktionen im Testfeld, das gilt auch für auch seine Basisstation. Sie ist nicht schwer, aber mit rutschhemmenden Füßen ausgerüstet. Leider gibt es beim Deebot 600 statt eines ordentlichen Stromkabels nur ein Stecker-Netzteil mit dünnem Kabel. Der Testsieger mit einem ordentlich verwindungsfesten Chassis hält dafür einige Stöße aus.

Ecovacs Deebot 600: auf der Ladebasis liegt die Fernbedienung
Ecovacs Deebot 600: Auf der Ladebasis liegt die Fernbedienung.

Zubehör

Der Ecovacs Deebot 600 sticht durch sein großes Zubehörpaket aus dem Testfeld hervor: Fernbedienung, Hauptbürste, Ersatzfeinstaubfilter, zwei Ersatzseitenbürsten, ein Reinigungwerkzeug sowie natürlich die Ladestation. Eine solche Menge an Zubehör inklusive Verbrauchsmaterial gibt es bei keinem Konkurrenten zu so einem Preis.

Nachteile?

Einen perfekten Staubsaugerroboter hatten wir nicht im Test. Auch beim Deebot 600 gibt es Schwächen, die positiven Aspekte überwiegen am Ende aber bei weitem. Ein Nachteil des Ecovacs Deebot 600 ist der mit 0,52 Litern zwar große, aber nicht größte Schmutztank.

Die Staubbox kleckert gerne einmal, denn sie besitzt keinen Rücklaufschutz. Der Roboter muss also mit Vorsicht transportiert werden, besonders wenn er mehrere Tage nicht entleert wurde. Das geht aber auch den anderen Modellen aus dem Test so. Da es keine Füllstandswarnung gibt, kann der Deebot 600 überlaufen. Dann verteilt er den eingesaugten Schmutz gleich wieder. Nicht alle Sauger haben dieses Problem – einige haben eine Rücklaufklappe im Staubbehälter.

Deebot 710: Sie müssen die Hauptbürste entnehmen, um solchen Filz zu entfernen
Deebot 600: Um solchen Filz zu entfernen, muss man die Hauptbürste entnehmen.

Hinzu kommt eine Hauptbürste, die sich in schöner Regelmäßigkeit mit Haaren verfilzt. Wenigstens alle zwei Wochen muss diese entnommen werden, um den Filz zu entfernen. Dieses Wartungsproblem haben allerdings alle Geräte mit Bürstenwalze. Allergiker haben hier wenig Freude, vor allem an der häufigen Reinigung des HEPA-Filters.

Ecovacs Deebot 600 im Testspiegel

Juliane vom Technik-Blog CitizenZ hat sich den Deebot 600 angesehen. Sie lobt die Lautstärke, den optionalen Wischbetrieb und die lange Akkulaufzeit:

»Eine weitere Überraschung war die vergleichsweise geringe Lautstärke. Wenn man also sowohl alte wie auch neue Staubsauger gewohnt ist, zeigt der ECOVACS DEEBOT 600 Saugroboter einen angenehm leisen Betrieb, bei welchem man auch nebenher gemütlich Netflix schauen kann. […] Er macht sauber, hat eine lange Akkulaufzeit und obendrein kann er nicht nur saugen, sondern bei einer erneuten Investition von 39,99 € auch noch wischen.«

Der Nachfolger unseres Testsiegers, der Ecovacs Deebot 900, bekam von Stiftung Warentest nur die Note »ausreichend«, was wir nicht nachvollziehen können.

Alternativen

So gut unser Testsieger Ecovacs Deebot 600 insgesamt abgeschnitten hat, ist er nicht unbedingt für jeden das Richtige. Wenn Sie Allergiker sind oder einen größeren Staubbehälter bzw. eine Mapping-Funktion haben möchten, haben wir andere Empfehlungen für Sie.

Teppich-Profi

iRobot Roomba e5

Test Staubsauger-Roboter: iRobot Roomba e5
Hohe Raumabdeckung und sehr gründlich – speziell auf Teppich: Der Roomba bietet einiges fürs Geld.

Der iRobot Roomba e5 zeichnet sich durch vier Vorteile aus: Seine Reinigungswalze kann sich nicht verfilzen, denn sie hat schlichtweg keine Bürsten, sondern besteht komplett aus Gummi mit Lamellen. Die eignen sich sehr gut, um textile Bodenbeläge zu bearbeiten (mittlerer oder niedriger Floor). Der aufgewirbelte Staub wird aufgesaugt.

Der dritte und der vierte Vorteil sind die hohe Gründlichkeit und die ausdauernde Batterielaufzeit (78 Minuten). Außerdem kann der e5 seine Arbeit in einer großen Etage nach einer Zwischenladung des Akkus fortsetzen.

Der Roomba kann nach einer Zwischenladung seine Arbeit fortsetzen

Ob Dirt Detect (Schmutzerkennung) so richtig funktioniert, können wir nicht nachvollziehen. Auf jeden Fall verlangsamt der Roboter hier und da seine Fahrt und kümmert sich besonders intensiv um bestimmte Bereiche. Das macht er, auch wenn dort kein offensichtlicher Schmutz herumliegt.

Im Test erzielte der Roomba e5 eine vorbildliche Gründlichkeit von 64 Prozent. Das ist mehr als die meisten anderen Roboter geschafft haben.

Die Raumabdeckung im Test, also die angefahrenen Schmutzmarkierungen, lag bei 92 %. Das packen andere Roboter aber auch – der Durchschnitt liegt bei knapp 90 %.

In der App können Zeitpläne für eine 7-Tage-Woche festgelegt werden. Der Roboter beherrscht Mapping, allerdings zeichnet er weder einen Grundriss auf, noch kann man in einem solchen No-Go-Bereiche festlegen. In diesem Punkt sind Neato und Vorwerk fortschrittlicher.

Nicht zu verachten ist die erfreulich einfache Entleerung des Staubbehälters: Er wird hinten aus dem Gerät gezogen und über dem Mülleimer geöffnet. Den Filter kann man einfach abnehmen und ausklopfen.

Durch das relativ große Fassungsvermögen von 0,6 Litern muss die Box nicht täglich entleert werden. Weil bei jedem Staubbehälter das Risiko vorhanden ist, dass Schmutz beim Tragen des Roboters herausrieselt, hat der Roomba e5 einen herausklappbaren Tragegriff.

Die jährlichen Kosten durch Verbrauchsmaterial (Filter, Seitenbürsten, Rollen) sind bei iRobot mit ca. 25 Euro erfreulich gering. Zum Zubehör gehört eine virtuelle Wand, die entweder einen Umkreis von einem Meter absichert (Leuchtturm) oder per Lichtschranke einen Bereich des Raumes abgesperrt. Die WLAN fähigen Roomba-Modelle sind mit Alexa kompatibel.

Etagensieger

Neato Robotics Botvac D7 Connected

Test Saugroboter: Neato Robotics Botvac D7 Connected
Der Roboter fürs ganze Haus: Mit 100 Minuten Laufzeit und großem Staubbehälter ist der Botvac D7 auch für längere Einsätze gerüstet.

Der Neato Robotics Botvac D7 Connected ist die Oberklasse des Herstellers, das gilt aber zum Glück nicht so sehr für den Preis. Wir bekommen für knapp 600 Euro einen robusten, pflegeleichten und komfortablen Staubsauger-Roboter, mit dem Sie ein Haus mit mehreren Etagen reinigen können.

Der Botvac D7 legt dazu für jede Etage eine Karte an. In selbige zeichnen Sie No-Go-Linien ein, zum Beispiel dort wo Waldi seinen Fressnapf hat. Außerdem können Sie Zonen markieren, zum Beispiel den Bereich um den Esstisch. Dorthin fährt der D7 dann zielgerichtet.

Botvac D7 App: Karte der Etage - Zonen und No-Go-Bereiche markiert
Botvac D7 App: Karte der Etage – Zonen und No-Go-Bereiche markiert.

Leider sind die Zonen für den Zeitplan (zeitgesteuerte Reinigungsfahrten) nicht aktiv, das heißt Essbereich oder Flur können nicht automatisiert häufiger gereinigt werden als der Rest der Etage. Die Fahrt zum Esstisch oder in den Flur starten Sie manuell aus der App. Das erspart Ihnen das Herumtragen des Gerätes.

Im praktischen Test ermittelten wir eine ununterbrochene Laufzeit von bis zu 100 Minuten in einer großen Etage. Mit dem heimischen Erdgeschoß (drei Zimmer, 60 Quadratmeter) war der Roboter nach 50 Minuten fertig und brauchte keine Fortsetzungsladung.

Neato Robotics Botvac D7 Connected: Hinter dem Filter sammeln sich Flusen, die nicht ausgeklopft werden können.
Neato Robotics Botvac D7 Connected: Hinter dem Filter sammeln sich Flusen, die nicht ausgeklopft werden können.

Der D7 kann abseits der Ladestation in jedes andere Geschoss versetzt werden, um dort seine Reinigung zu erledigen. Er erkennt an Merkmalen des Raumes, auf welcher Karte er sich befindet, und kann so die entsprechenden No-Go-Linien beachten bzw. gewünschte Zonen anfahren.

Der 0,7 Liter fassende Staubtank kann leicht entleert werden, allerdings müssen Sie ihn dafür direkt über den Mülleimer halten, dabei geht leicht etwas daneben. Der HEPA-Filter hat eine Abdeckung und kann ausgeklopft werden. Leider sammeln sich mit der Zeit auch Flusen hinter der Siebabdeckung, so setzt sich der Filter zu und muss nach zwei Monaten spätestens ersetzt werden. Der Zweier-Pack kostet 30 Euro, das geht nach einer Weile ins Geld.

Neato Robotics Botvac D7 Connected: Kombi-Bürste für Teppich und glatte Beläge
Neato Robotics Botvac D7 Connected: Kombi-Bürste für Teppich und glatte Beläge.

Wenn Sie ihren Roboter einfach nur manuell starten möchten und Ihnen die Planungsmöglichkeiten der App egal sind, lassen Sie den D7 einfach auf Knopfdruck die Etage abfahren. Manuell kann am Gerät der Flächenmodus (Etage) oder die Punktreinigung gewählt werden.

Viele Reste bleiben liegen

Die Schwachstelle aller Neato-Roboter ist in unseren Tests nach wie vor die vergleichsweise geringe Sauberkeitsquote. Der Roboter reinigt im Schnitt 10 von 25 Schmutzpunkten in der Etage bei einer Fahrt gar nicht, bei anderen bleiben Reste liegen. Bei den nächsten Fahrten findet er diese Stellen zum großen Teil, so werden die Oberflächen dann doch sauber. Von »sofort sauber« kann aber nicht die Rede sein.

Die Neatos saugen den Schmutz aus tiefen bzw. breiten Fliesenfugen und haben nicht das Problem der Roombas, die mit ihren Gummiwalzen den Schmutz in diesem Fall oft liegen lassen. Dennoch schneiden die Neatos an dieser Stellen nicht gut ab, trotz D-Form kommen sie nicht bis in die Ecken.

Die Bauhöhe mit dem »Laser-Turm« von zehn Zentimetern kann ein Nachteil sein, wenn es viele Möbel gibt, unter die der Roboter nicht mehr passt. Die Lautstärke kann ebenfalls nachteilig sein: Alle Neatos sind deutlich lauter als der Testsieger Ecovacs Deebot 600 und fahren rumpelnd und manchmal quietschend durch die Gegend.

Preis & Leistung

Eufy Robovac 11S Max

Test Saugroboter: eufy Robovac 11S Max
Ein Sauger ohne App und Schnickschnack mit einfacher Entleerung und waschbarem Filter.

Der Eufy Robovac 11S Max ist ein Sauger ohne App & Schnickschnack. Für alle, die schnell zum Ergebnis kommen wollen und für die Staubsaugen nichts mit dem Smartphone zu tun hat.

Sehr gut hat uns die zügige Entleerung des großen 0,6-Liter-Staubtanks gefallen, das gelingt in drei Schritten. Ein vierter Schritt wäre das Ausspülen des Filters. Selten, dass ein Hersteller dies ausdrücklich erlaubt.

 Saugroboter Test: Saugroboter Update Eufyrobovac11smax
Eufy Robovac 11S Max: Schmutzbox aufklappen und auskippen.

Mit 7,2 Zentimetern ist der Eufy Robovac 11S Max kein Super-Slim-Modell, doch er hat keinen Laser-Turm und passt damit unter die meisten Schränke und Betten. Die Gründlichkeit im Automatik-Betrieb ist nicht perfekt, da bleiben hier und da Krümel liegen.

Im Max-Modus mit der stärksten Saugkraft werden sogar die berüchtigten, breiten Fliesenfugen in unserer Küche sauber, das schafft nicht jeder Saugroboter. Leider ist im Auto-Betrieb bei der zeitgesteuerten Fahrt der Max-Modus nicht einstellbar.

Endlich eine praxistaugliche Ladebasis: Sie ist standfest, wird also vom Roboter nicht ständig verschoben. Sie hat ein Kabelfach sowie eine Mulde für die Fernbedienung. Letztere war bei unserem Testgerät nicht an Bord, sie gehört aber zur Ausstattung des Eufy Robovac 11S Max. Auf ihr kann eine einzelne Reinigungszeit für jeden Tag eingestellt werden, mehr Programmierung gibt es nicht.

Komfortsieger

iRobot Roomba i7+ (i7558)

iRobot Roomba i7+ (i7558): Die Absaugungstation bringt endlich den Komfort, den sich die meisten von einem Roboter wünschen.
Der Roomba bietet hohen Komfort durch Selbstentleerung, verfilzungsfreie Gummiwalzen und Raumkartierung.

Der iRobot Roomba i7+ ist im Wesentlichen baugleich mit dem Roomba 980. Er hat jedoch eine entscheidende Weiterentwicklung erfahren: Mit der Clean Base, die als Absaugstation und Ladebasis gleichermaßen fungiert, müssen Sie sich nicht mehr alle paar Tage oder gar täglich um den Schmutztank des Roboters kümmern.

Bei jeder Einfahrt in die Station wird der Tank des Roomba i7+ lautstark entleert, selbst bei einer Zwischenladung, wenn der Akku nicht für die gesamte Etage ausreicht. Der Schmutz wird in der Clean Base in einem geschlossenen Beutel gelagert, der einen Inhalt von zirka 30 Staubbehältern fasst. Hierbei handelt es sich allerdings um Einweg-Staubsaugerbeutel, die komplett in den Müll kommen. Drei Stück kosten 20 Euro (15207 I7 3er-Pack Evac Bag).

iRobot Roomba i7+ (i7558): Einmal-Beutel in der Station
iRobot Roomba i7+ (i7558): Einmal-Beutel in der Station.

Tipp: Verlängern Sie die Nutzung der Einweg-Staubsaugerbeutel, indem sie eine Ecke einschneiden und diese nach der Leerung mit einem Tüten-Clip verschließen.

Ein unerreichtes Komfort-Level

Damit erreicht der iRobot Roomba i7+ ein Komfort-Level, wie es kein Gerät bisher bieten konnte. Freilich ist es nicht so, dass Sie sich jetzt gar nicht mehr um die Staubbox kümmern müssten. Der HEPA-Filter verschmutzt und muss wenigstens einmal die Woche ausgeklopft werden. Außerdem wird sperriges Material, wie größere Papierschnipsel, nicht aus dem Tank abgesaugt. Das müssen Sie also manuell entfernen. Bei dieser Gelegenheit können Sie den Tank des Roboters dann auch gleich mit Wasser ausspülen, allerdings nicht den HEPA-Filter, der ausgeklopft werden muss.

Einen weiteren Pluspunkt bilden die verfilzungsfreien Gummiwalzen, wie sie auch der Roomba 980 hat. Die Walzen haben zwar hier und da Schwierigkeiten bei Ritzen und Fliesenfugen, dafür ersparen sie Ihnen aber das ständige Entfernen von aufgewickelten Haaren.

iRobot Roomba i7+ (i7558): Fährt zielgenau und schnell zu seiner Station und lässt sich entleeren. Perfekt!
iRobot Roomba i7+ (i7558): Fährt zielgenau und schnell zu seiner Station und lässt sich entleeren. Perfekt!

Die Seitenbürste wirft leider den Schmutz auch gern mal in die Breite, weshalb nach einer Reinigung dann hier und da auch mal etwas liegen bleibt. Bei der nächsten Fahrt sind die Reste dann aber weg.

Im Test zeigte der Roomba i7+ eine gute Raumabdeckung in unserer Etage, das heißt er hat immer fast alle Schmutzpunkte angefahren. Dabei gab er sich viel Mühe und war ohne Zwischenladung schon mal 86 Minuten unterwegs (Normalmodus). Eine Zwischenladung war für unsere Etage wohl noch nicht nötig, doch der Roomba i7+ beherrscht eine solche, wie er uns auch bewiesen hat.

Intelligentes Kartieren und Reinigungspläne

iRobot nennt es Imprint, intelligente Kartierung. Die App des Roboters meldet Ihnen nach der zweiten oder spätestens dritten Reinigungsfahrt, dass nun eine fertige Karte Ihrer Räume angelegt sei. In der App können Sie die Bereiche voneinander abgrenzen und ihnen Namen geben, zum Beispiel Wohnzimmer, Esszimmer oder Büro.

iRobot Roomba i7+ (i7558): kartiert ihre Räume, die dann in einzelne Zonen aufgeteilt und benannt werden. So kann der Roboter zielgenau einzelne Räume anfahren!
iRobot Roomba i7+ (i7558): Kartiert ihre Räume, die dann in einzelne Zonen aufgeteilt und benannt werden. So kann der Roboter zielgenau einzelne Räume anfahren.

Diese Räume können Sie nun in den Reinigungsplänen verwenden. So lassen Sie beispielsweise den Flur und das Esszimmer dann täglich reinigen, das Büro kommt aber nur jeden dritten Tag dran. Ein solches Planungsniveau für die Reinigungsfahrten ist einzigartig. Bei Vorwerk und Neato konnten wir durch Mapping bestenfalls No-Go-Zonen markieren.

Was passiert nun, wenn Sie den Roboter in verschiedenen Etagen einsetzen? Der Roboter überschreibt dann nicht etwa die eine Karte, sondern legt mehrere an. Durch visuelle Fixpunkte aus den Kameradaten kann er unterscheiden, ob er sich gerade im Erdgeschoss oder im Obergeschoss befindet.

Apropos Kamera: Der Roomba i7+ soll visuelle Lokalisierung beherrschen, dafür hat er eine Kamera (iAdapt 3.0). Durch Beobachtung konnten wir indes nicht feststellen, ob er tatsächlich visuelle Markierungspunkte erstellt, die ihn bei der Raumorientierung helfen.

Allerdings hat das Mapping über zwei Etagen funktioniert, sodass sie tatsächlich von einer gewissen Orientierungsfähigkeit im Sinn von »Wo befinde ich mich?« ausgehen. Aufgefallen ist uns gleichermaßen, wie zielgenau der Roomba zu seiner Station zurückfährt. So schnell und zackig macht das kaum ein anderer Roboter.

Außerdem getestet

Der Medion MD19511 ist die neueste Variante des günstigen Basismodells des Herstellers. Der Aufbau bleibt komplett unverändert, doch das Gerät fährt jetzt nicht mehr Zickzack, sondern in Bahnen. Im Auto-Betrieb werden zuerst die Ränder abgefahren, danach die Flächen. Wo schon die älteren Zickzack-Medions gründlich waren, da ist es das neue Modell auch. Weil der Medion MD19511 bis zur Erschöpfung des Akkus fährt, selbst in einem Zehn-Quadratmeter-Raum, werden alle Schmutzstellen erreicht und es bleibt kaum etwas liegen. Trotz Direkt-Ansaugung bleibt auch in Fliesenfugen kein Schmutz. Vorteil der direkten Ansaugung: keine verfilzte Bürsten! Ideal ist der Medion für große Etagen von 60 bis 70 Quadratmetern. Im Test lief er 132 Minuten.

Leider ist der Komfort weiterhin die Schwachstelle: Die mühsame, fummelige Entleerung des zu kleinen Staubbehälters (0,3 Liter) bereitete schon beim MD 16192 wenig Freude. Die viel zu leichte Basis wird andauernd vom Roboter verschoben, manchmal so, dass er sie nicht mehr anfahren kann. Hinzu kommt ein kleiner Ladekontakt, der macht es mühsam, das Gerät manuell in die Station zu stellen.

Der Kyvol Cybovac E30 ist nur 7,2 Zentimeter hoch und von daher schon recht flach. Das Gerät fährt in Bahnen und soll sogar einen Durchflusssensor besitzen. Bei unseren Fliesenfugen hat der jedenfalls nicht geholfen, hier bleibt sogar im Max-Modus Schmutz liegen. Zu den Vorteilen zählt der große Tank und die einfache Entleerung der Staubbox. Die Basis hat eine Kabelwickel und rutschhemmende Füße. Außerdem legt der Hersteller Magnetband zum Sperren bestimmter Bereiche bei. Mit der Fernbedienung kann eine einzelne Reinigungszeit programmiert werden. Die App kann sicherlich noch viel mehr, doch soweit kamen wir nicht: Die Registrierung eines neuen Nutzers schlug auf Grund eines Bugs fehl, somit war die App nicht benutzbar.

Der Vorwerk Kobold VR300 ist gut für Allergiker, denn bei ihm kann die Staubbox per Bodenstaubsauger abgesaugt werden. Somit kommt mann nicht in direkte Berührung mit dem Schmutz – zumindest nicht bei jeder Entleerung. Die Navigation ist ziemlich clever. Der VR300 legt einen Grundriss für jede Etage an. In diesem Grundriss können Sie No-Go-Linien einzeichnen und damit bestimmte Bereiche von der Reinigung ausgrenzen. Sie brauchen keine Magnetbänder, Lichtschranken oder physische Barrieren. In der App können weiterhin interessante Details verändert werden, etwa die Spot-Vergrößerung von 2×2 auf 4×4 Meter oder das Einstellen einer Intensivreinigung mit zwei Fahrten. Die Zeitplanung für jeden Wochentag ist natürlich obligatorisch.

 Staubsauger-Roboter Test: Vorwerk Kobold Vr300 Screens
App Vorwerk Kobold VR300: Links das Speichern von Grundrissen, rechts das Festlegen von No-Go-Areas.

Der Kobold VR300 eignet sich auch für große Etagen mit mehr als 60 Quadratmetern, denn er kann die Reinigung nach Zwischenladung des Akkus wiederaufnehmen. Er ist fast so robust und solide gefertigt wie die Neatos D4, D6 und D85. Das gilt auch für die standsichere, große Basisstation.

Der Vorwerk Kobold VR300 besitzt als einziges Gerät im Testfeld eine Kletterhilfe am Antriebsrad. Damit kann der Roboter Türschwellen bis zwei Zentimeter und Teppich bis 1,5 Zentimeter überwinden.

Leider sind die jährlichen Wartungskosten für Filter, Walzen und Seitenbürsten mit etwa 50 Euro sehr hoch. Hinzu kommt die Lautstärke, speziell im Turbo-Modus. Wir empfehlen die Reinigung bei Abwesenheit.

Vor allem aber ist der Vorwerk mit einem Preis von über 900 Euro sehr teuer. Zu kaufen gibt es ihn nur selten in Online-Shops, außer direkt bei Vorwerk.

Der AEG RX9-1 ist ein kompakter Roboter für alle Bodenbeläge. Sein Durchmesser ist mit 32 Zentimetern geringer als die der anderen Roboter, die mindestens 34-35 Zentimeter messen. Allerdings ist er mit seinen 9 Zentimetern Höhe nicht besonders flach, weshalb er nicht unter jeden Schrank passt. Der RX9-1 beherrscht Mapping, er legt also während der Reinigung jedes Mal einen Grundriss der Etage bzw. des Raumes an. Hierbei handelt es sich um Kontroll-Mapping, Sie können also keine virtuellen Grenzen einzeichnen. Uns gefällt der große Staubbehälter von 0,7 Litern und das moderate Betriebsgeräusch. Der AEG-Roboter ist leiser als die Konkurrenten von Neato und Vorwerk. Allerdings surrt der Motor in einer relativ hohen Tonlage – das wird nicht jedem gefallen. Der Behälter kann einfach entnommen und über dem Mülleimer entleert werden. Der große Filter wird danach einfach ausgeklopft.

Ob sie die AEG-App nun benutzen oder nicht, der RX9-1 ist auch im manuellen Betrieb sehr einfach bedienbar. Er hat nicht nur eine Starttaste, sondern auch Eco-Modus und punktuelle Reinigung, direkt über Tasten am Roboter.

Mit der Gründlichkeit waren wir nicht so zufrieden: Die Seitenbürste verteilt eifrig den Schmutz, anstatt ihn zur Saugöffnung zu werfen. Unsere Markier-Haferflocken verbreitete der RX9-1 sehr oft im Raum. Somit erzielte der AEG zwar 87 % Raumabdeckung und erwischte die meisten Schmutzmarkierungen, allerdings blieben überall Haferflocken liegen. Andere Roboter – abgesehen vom Neato D4 – leisteten sich so etwas nicht.