Test: Staubsauger Roboter – Testsieger Ecovacs Deebot M88

Testsieger: Ecovacs Deebot M88

Von allen Roboterstaubsaugern im Test hat uns der Deebot M88 von Ecovacs unter dem Strich am meisten überzeugt. Er liefert fast die selbe Reinigungsleistung wie zum Teil doppelt so teure Konkurrenz, außerdem saugt er nicht nur, sondern kann auch wischen.

Inbetriebnahme

Alle Saugroboter konnten auch ohne ausführliches Studium der Anleitung zügig in Betrieb gesetzt werden – allerdings immer erst, nachdem die Akkus an der Basisstation vollständig aufgeladen wurden. Das Anstecken der Seitenbürsten und das Einlegen diverser Filter geht mit den beiliegenden Schnellstart-Anleitungen schnell von der Hand.

Den ersten Testlauf haben wir immer ohne gegebenenfalls vorhandene App-Steuerung ausgeführt. Beim Testsieger Ecovacs Deebot M88 braucht es nur einen Knopfdruck am Gerät und schon geht die automatische Reinigung los.

Bedienung

Der Ecovacs Deebot M88 bietet verschiedene Fahrmodi: »Automatik«, »Punkt«, »Rand« und »Einzelraum«. Mit der Zusatzfunktion »Intensiv«, steigert der Sauger seine Saugleistung und fährt langsamer, sie kann allerdings nur über die Smartphone-App eingestellt werden.

Zusammen mit dem Vorwerk Kobold VR200 und dem Neato BotVac Connected gehört der Deebot nämlich zu den Saugern mit WLAN-Verbindung und App-Steuerung. Die Smartphone-Apps sind ähnlich aufgebaut und nehmen sich im Bedienkomfort kaum etwas.

Bei Kobold VR200 und BotVac Connected kann der Nutzer aber auch ganz auf die App verzichten, an den Saugern gibt es ein kleines Display und Touch-Tasten für die Bedienung, über die Reinigungsmodi und die flexible Zeitprogrammierung eingestellt werden kann.

Der Deebot M88 hat kein Display, was uns aber nicht stört, im Gegenteil: In der übersichtlichen App können die Reinigungszeiten viel bequemer eingestellt werden.

Wie bei allen Robotersaugern, die über eine App gesteuert werden können, kann auch beim Ecovacs Deebot M88 für jeden Wochentag eine oder auch mehrere verschiedene Reinigungsszeiten eingestellt werden. Andere Robo-Sauger wie der von Medion bieten lediglich eine einzige programmierbare Zeit oder nicht einmal das: Der Philips SmartPro Compact hat zum Beispiel lediglich eine »Starte-in-24-Stunden-Taste« auf der Dockingstation.

Der Deebot M88 kann einfach über die große Taste auf dem Roboter gestartet werden, aber auch über die Fernbedienung oder die App.

Er kann entweder in einem Zufallsreinigungsmuster oder in einem programmierten Reinigungsmuster fahren. Beides kann man auch je nach Bodentyp einstellen.

Im programmierten Muster plant der Roboter seine Route und fährt dann überlappende Linien. Vorher fährt der M88 durch jeden Raum und scannt dabei die Abmessungen. Das ist zeiteffizient, für Teppiche ist das Z-Muster mit der Zufallsreinigung dagegen wirkungsvoller. Anderen Saugroboter wie die von Roomba, Kobold und Botvac Connected beherrschen das mit ihren Laser-Sensoren aber ebenfalls.

Welches Reinigungsmuster das effizienteste ist, ist allerdings eine akademische Frage, die in der Praxis keine große Rolle spielt. Denn letztlich kommt es vor allem auf das Ergebnis an. Und das war beim einfachsten Modell, dem Medion MD 16192, der sich nur mit Infrarot-Entfernungsmessung im Zufallsprinzip durch den Raum kämpft, nicht schlechter als bei den Mittel- und Oberklasse-Modellen. Er braucht dafür zwar länger, aber wenn Sie den Roboter tagsüber laufen lassen, wenn Sie nicht zuhause sind, oder in der Nacht, spielt das nicht wirklich eine Rolle, schließlich zahlt man dem Roboter keinen Stundenlohn.

Praxistest

Unser Testparcours war das Erdgeschoß eines Einfamilienhauses mit Flur und Wohnküche. Abfahrend von der Basis reinigte der Ecovacs Deebot M88 in 60 Minuten (ohne Turbo) diese Etage ohne Zwischenladung und fuhr dann zielsicher zur Basis zurück. Durch den Intensiv-Modus verlängert sich diese Zeit um 10 Minuten, der Roboter fährt langsamer.

Test Staubsauger-Roboter – Wettkampfplatz: 21 Schmutzpunkte
Wettkampfplatz: 21 Schmutzpunkte.

In etwa dieselbe Zeit benötigte der Kobold von Vorwerk, nach 56 Minuten (Turbo) wurde die Basis wieder angelaufen. Roomba 871 war 67 oder auch 82 Minuten in der Etage unterwegs (je nach Verteilung der Hindernisse). Am längsten benötigten SmartPro Compact FC8776/01 und Medion MD 16192 mit 107 bzw. 115 Minuten. Der Medion fährt grundsätzlich seinen Akku leer, was in kleinen Räumen für einen unnötig langen Arbeitsprozess sorgt.

Zwischenladungen musste von allen Testgeräten nur der Neato BotVac Connected durchführen und zwar mehrfach. Nach 63 Minuten (Turbo) fuhr er für 18 Minuten die Station an, reinigte dann weitere 34 Minuten, um dann abermals 1:42 Stunden zu laden. Danach ging der Neato Botvac zum dritten Mal auf Tour (22 Minuten).

Insgesamt war der Botvac damit vier Stunden beschäftigt, inklusive Zwischenladung. Da halten wir es lieber mit den 60 Minuten unseres Testsiegers. Wir müssen dem Neato BotVac Connected aber zugutehalten: Diese lange Arbeitszeit war nicht in jedem Testlauf der Fall.

Der Testsieger Ecovacs Deebot M88, kann für große Flächen eingesetzt werden, denn er legt bei erschöpftem Akku Zwischenladungen ein. Bis auf SmartPro Compact und Medion MD 16192 beherrschen das alle Roboter, sie setzen die Reinigung dann an der letzten Position fort.

Höhenunterschiede

Der Deebot M88 hat keine Steighilfe wie der Kobold, er kann aber laut Hersteller Türschwellen und Ähnliches bis 18 Millimeter Höhe überwinden. Der Kobold soll Höhen von bis zu 20 Millimeter überwinden können. Im Test war es aber der Neato BotVac Connected, der als einziger einen Kletterversuch auf die Schuhwanne (30 Millimeter) unternahm.

Wichtig zur Überwindung von Schwellen ist die Bauform des Roboters: Die Schwelle muss unter dem Stoßfänger liegen, denn wenn der die Schwelle berührt, wird sie als Hindernis interpretiert und der Roboter macht kehrt.

In unserem Test mussten alle Roboter vier bis sechsmal das Erdgeschoss reinigen, und zwar unter Benutzung aller zur Verfügung stehender Saugoptionen. Uns waren dabei zwei Fragen wichtig: Findet der Roboter jede unserer 21 mit Gries markierten Schmutz-Positionen? Sind alle Positionen zufriedenstellend gereinigt oder sind sie unsauber?

Saug-Test

Testsieger Deebot M88 machte seine Sache gut, er fand 90 Prozent der Messpunkte. Damit lag er allerdings im Durchschnitt aller Testgeräte, von iRobot bis Medion packten alle diese Marke. Kein Saugroboter erreichte indes alle Schmutzstellen, keiner schaffte also die 100Prozent-Quote. Es gab auch Durchgänge, in denen alle 21 Positionen überfahren wurden, im Durchschnitt kamen die einzelnen Roboter aber wieder auf 90 Prozent Trefferquote.

Gründlichkeit

Während alle Roboter den Flächentest gut bestanden, gab es gravierende Unterschiede bei der Qualität der Reinigung. Unser Test-Fußboden besteht einerseits aus Fliesen mit normal-breiten bis sehr breiten Fugen, der zweite Flächenteil ist mit Nut-Feder-Dielen mit einem sehr schmalen, gleichmäßigen Spalt zwischen den Hölzern ausgelegt.

Der Testsieger Deebot M88 reinigte im Normal-Modus 60 Prozent der Messpunkte gründlich. 40 Prozent waren entweder gar nicht angefahren worden oder eben unsauber. Der M88 fuhr sechs Durchgänge, je drei mit der Universalbürste und drei mit der direkten Saugoption. Für die Gründlichkeit des M88 spielte es eine Rolle, ob Sauger oder Bürste, allerdings andersherum als anzunehmen gewesen wäre: Mit der Bürste wurde die Gründlichkeit nämlich schlechter.

60 Prozent Saugqualität hören sich für einen Testsieger nicht gerade positiv an. Sie kommen allerdings dadurch zustande, dass in den Fugen der Dielen und an einem Übergang von Fliese auf Schmutzfangläufer zu viel der Gries-Markierung liegen blieb.

Das kann bei vollkommen planen Laminat-Böden und Fliesen ganz anders aussehen. Bei einem solchen Untergrund kann der Deebot M88 nach unserer Einschätzung alles ohne Rest aufsaugen und damit ein perfektes Ergebnis liefern. Außerdem gibt es den Intensiv-Modus: Hiermit holt der Sauger mehr Schmutz heraus, auch aus den Ritzen.

Ecovacs Deebot M88: Der Wischaufsatz hat eine feuchte Seite (blau) und eine trockene für die Poliertur
Ecovacs Deebot M88: Der Wischaufsatz hat eine feuchte Seite (blau) und eine trockene für die Poliertur.

Hinzu kommt als Bonus des M88 der Wischaufsatz mit Wassertank. Eine enorme Reinigungswirkung darf man sich davon allerdings auch nicht versprechen: Den unten locker angeklemmten Aufsatz zieht der Roboter ohne Aufdrücken hinter sich her. Der Wassertank nässt tropfenweise den Wischbereich des Tuches, das Poliertuch trocknet die Fläche gleich wieder. Der M88 ist eben kein echter Wischroboter: Bei solchen können Saugen und Wischen getrennt ausgeführt werden, das ist hier nicht der Fall.

Ganz sinnlos ist die Funktion freilich nicht, doch hartnäckigen Schmutz oder klebrige Stellen kann der M88 mit der Wischfunktion nicht beseitigen. Das Wischen ist also eher als kleiner Zusatz-Staubfänger gedacht.

iRobot Roomba 871: Gründlich ist das nicht, Gries bleibt in den breiten Fugen liegen.
iRobot Roomba 871: Gründlich ist das nicht, Gries bleibt in den breiten Fugen liegen.

Das übrige Testgeräte-Feld war allerdings auf unserem anspruchsvollen Test-Parcours noch schlechter unterwegs: Der Neato BotVac Connected packte sogar im Turbo-Modus gerade mal 40 Prozent, der iRobot Roomba 871 tat es ihm gleich. Schade, denn letzterer besitzt sogar eine Schmutzerkennung, die das Gerät bei entsprechenden Stellen langsam vor und zurückfahren lässt. Vorwerks Kobold VR200 brachte 50 Prozent ins Rennen und war damit ebenfalls schlechter als der Testsieger.

Medion MD 16192: unsauber in solchen Ecken
Medion MD 16192: Unsauber in solchen Ecken

Kurios: Sowohl der flache Philips SmartPro Compact FC8776/01 als auch der gemütlich fahrende Medion MD 16192 Saugroboter saugen überdurchschnittlich gut. Medion legte ganze 80 Prozent hin, so sauber hat selbst der Testsieger nicht gearbeitet. Sieger wurde der Medion dennoch nicht, denn beim Komfort hapert es bei ihm gewaltig.

Lautstärke-Test

Testsieger Ecovacs Deebot M88 ist ein eher gemütlicher Geselle. Seinen Fahrstil beschreiben wir als vorsichtigen Annäherer. Bereits vor vermeintlichen Objekten bremst er ab. Sein gleichförmiges Geräusch (Herstellerangabe 56 Dezibel) ist ganz gut erträglich, es gleicht in der Lautstärke dem Medion MD 16192.

Am besten schnitt bei der Lautstärke der Philips SmartPro Compact FC8776/01 ab, er war mit Abstand der leiseste Sauger. Quasi brüllend laut ist dagegen der Neato BotVac Connected, speziell im Turbo-Modus. Hier kann sich der Vorwerk Kobold VR200 etwas positiv absetzen, angenehm leise ist aber auch der Kobold nicht. Der Roomba 871 macht vor allem durch seinen hektischen, wilden Fahrstil auf sich aufmerksam. Das ständige Beschleunigen und Abbremsen wirkte auf uns störend.

Leerung Staubbehälter

Der Ecovacs Deebot M88 besitzt einen 0,38 Liter großen Staubbehälter. Das ist eine mittlere Größe, Roomba 871 (0,6), Vorwerk VR 200 (0,53) und Neato Botvac (0,7) haben größere Fassungsvermögen. Sehr klein sind hingegen die 0,25 Liter des SmartPro Compact als auch des Medion (0,3).

Leider war keines der Testgeräte 100 Prozent transportsicher, auch nicht unser Testsieger. Die Staub-Behälter besitzen im besten Fall nur eine kleine Klappe, die ein Herausrieseln aber nicht verhindert, wenn der Roboter im 90 Grad Winkel getragen wird.

Das ist auch relevant, wenn der Behälter entnommen und zum Mülleimer getragen wird: Einmal ungünstig gehalten oder gar geschüttelt, schon rieselt Sand und Schmutz heraus. Am besten kam in dieser Disziplin der SmartPro Compact weg, doch dessen Box hat ja auch kaum Inhalt.

Roomba 871, Vorwerk VR 200 und Neato Botvac haben deshalb 45-Grad-Ausklapp-Griffe bzw. einen Handeinschub, wodurch die 45-Grad-Trageposition des Roboters automatisch entsteht. Hier hat der Testsieger Ecovacs Deebot M88 einen Nachteil, auf den kann man sich aber durch korrektes Tragen und etwas Vorsicht einstellen.

Die regelmäßige Leerung sollte gewissenhaft durchgeführt werden, denn Geräte wie Roomba 871, Deebot M88 und Medion MD 16192 wissen gar nicht, ob ihr Behälter voll ist – sie haben dafür keinen Sensor. Der Kobold meldet einfach nach mehreren Durchgängen, dass der Behälter einmal geleert werden müsste, unabhängig vom tatsächlichen Füllstand. Das führte im Test mehrmals zum Überlaufen der Behälter, davor waren weder der Testsieger noch der teure Kobold gefeit.

Für Haustiere und Allergiker

Vorwerk Kobold VR200: Spitze! Das Staubgefäß kann mit einem handelsüblichen Bodenstaubsauger ausgesaugt werden.
Vorwerk Kobold VR200: Das Staubgefäß kann mit einem handelsüblichen Bodenstaubsauger ausgesaugt werden.

Alle Staubsauger-Roboter haben HEPA-Feinstaubfilter. Die müssen bei jeder Entleerung ausgeklopft und/oder ausgespült werden – da steht der Allergiker dann in der Regel an seinem Mülleimer in der Staubwolke. Nicht gut.

Einzig Vorwerk hat das Problem gelöst und ist deshalb die erste Wahl für Hausstaub-Allergiker: Mit einem normalen Bodenstaubsauger kann die Staub-Box ganz einfach abgesaugt werden. Schade, dass die anderen auf diese tolle Lösung nicht gekommen sind. Denn das Absaugen entfernt auch einen Teil des Staubes vom HEPA-Filter, der muss dann nicht mehr so oft manuell gesäubert werden.

Haare von Haustieren werden am besten von der direkten Saugoption des Testsiegers Ecovacs Deebot M88 aufgenommen. Mit Bürsten bestückte Walzen verfilzen sehr schnell, was zu einem hohen Wartungsaufwand führt. Daher gefällt uns die mitgelieferte direkte Saugoption des Testsiegers sehr gut: Damit kann man gut ausprobieren, welcher Aufsatz die besten Ergebnisse bringt.

Ebenfalls bürstenfrei saugen Roomba 871Botvac Connected mit Alternativ-Walze, Philips SmartPro Compact und Medion MD 16192.

Roboter-Fallen

Kein Roboter blieb in unseren Tests von Störungen unbehelligt. Vom Testsieger bis zum einfachen Medion MD 16192: Alle blieben sie mehrmals irgendwo hängen, ob es nun Schnüre, Gardinen, Kabel oder flache Gegenständen waren, von denen sie nicht mehr herunterkamen.

iRobot Roomba 871: Kabel schiebt er meistens zur Seite
iRobot Roomba 871: Kabel schiebt er meistens zur Seite

Das Anti-Tangle-System des Roomba 871 machte die Kabel-Verträglichkeit etwas besser, schlussendlich waren aber alle Roboter durch die Bank empfindlich für gewisse Hindernisse.

Es hilft also auch beim besten Roboter nichts: Störquellen müssen beseitigt oder durch Lichtschranken oder Magnetbänder unzugänglich gemacht werden.

Wartung

Staubsauger-Roboter müssen in gewissen Abständen mit neuen Filtern, Seiten- oder Hauptbürsten ausgerüstet werden. Wir gehen von mindestens vier HEPA-Filtern pro Jahr aus. Bei den Seitenbüsten dürften wenigstens zwei Paar nötig sein, Kobold und Botvac haben nur eine Seitenbürste.

Beim Testsieger Ecovacs Deebot M88 liegen diese Verbrauchskosten bei zirka 40 Euro im Jahr. Das liegt im Durchschnitt. Medion und iRobot sind mit 36-50 bzw. 27 Euro pro Jahr tendenziell günstiger. Das ist aber nur ein Anhaltspunkt, denn die Häufigkeit des Tausches hängt von der Putz-Frequenz und der Art der Bodenbeläge ab. Den Austausch des Akkus haben wir nicht mit einkalkuliert.

Verarbeitung

Deebot M88: schwere, robuste Basis
Deebot M88: schwere, robuste Basis

Der Ecovacs Deebot M88 gehört zu den soliden Konstruktionen im Testfeld, auch seine Basisstation teilt dieses Attribut. Sie ist schwer und mit rutschhemmenden Füßen ausgerüstet. Das ist keineswegs der Normalfall, einzig Vorwerk und Neato bringen Stationen mit, die fest auf ihrem Platz stehen und nicht vom Roboter beim Putzen an der Wand verschoben werden.

Die Basisstationen von Philips SmartPro Compact, Medion MD 16192 und iRobot Roomba 871 gefallen uns in dieser Hinsicht gar nicht: Sie sind zu klein, zu leicht und bei Medion / Philips mit dünnen Stromkabeln bestückt (Steckernetzteil).

Das wohl dickste Fell haben der Botvac Connected, aber auch der Kobold VR200. Unsanfte Stöße und ruppiger Transport machen diesen beiden Robotern nichts aus. Hierauf folgt der Testsieger Deebot M88 mit einem ordentlich verwindungsfesten Chassis.

Der Philips SmartPro Compact FC8776/01 ist mit dem dünnsten Plastik bestückt. Die Verankerung der Räder wirkt nicht sehr stabil. Wir haben nicht den Eindruck, dass wir einen Alltags-Sauger in den Händen halten, der auch mal den Sturz über ein paar Stufen überleben sollte. Beim Medion verhält es sich ähnlich, auch wenn der etwas solider ausfällt.

Zubehör

Der Ecovacs Deebot M88 sticht durch sein großes Zubehör-Paket aus dem Testfeld hervor: Wischaufsatz mit Tank und Nachfüll-Tuch, Fernbedienung, Hauptbürste plus Absaugfunktion, Ersatz-Feinstaubfilter und -Seitenbürsten sowie natürlich die Ladestation. Diese Menge an Zubehör inkl. etwas Verbrauchsmaterial gibt es bei keinem Konkurrenten zu diesem Preis. Lediglich das Magnetband vermissen wir, das bei älteren Deebot-Modellen beiliegt.

Test: Staubsauger Roboter – Testsieger Ecovacs Deebot M88
M88 Zubehör: Großes Zubehör-Paket.

iRobot legt sogar eine virtuelle Wand bei: Das Virtual Lighthouse 13819 im Wert von zirka 35 Euro sperrt ganze Bereiche eines Raumes wirkungsvoll ab. Eine solche Wand ist sonst nur noch bei Medion dabei, allerdings hatte das in unserem Test schlichtweg nicht funktioniert. Neato und Vorwerk legen für diesen Zweck Magnetbänder bei.

Was gibt es für Nachteile?

Einen perfekten Staubsauger-Roboter hatten wir nicht im Test. Auch beim M88 gibt es Schwächen, die positiven Aspekte überwiegen am Ende aber bei weitem.

Ein Nacheil: Der Ecovacs Deebot M88 hat mit 0,38 Liter nicht den größten Schmutztank.

Außerdem erschien uns der programmierte Fahrmodus etwas überorganisiert, mitunter erzielen die Zufallsfahren ein besseres Reinigungsergebnis. Die kann man aber in der App wählen und ausprobieren.

Die Staub-Box kleckert gerne einmal und der Roboter muss mit Vorsicht transportiert werden. Das geht aber auch den anderen Modellen aus dem Test so. Da es keine Füllstands-Warnung gibt, kann der Deebot M88 überlaufen. Dann verteilt er den eingesaugten Schmutz gleich wieder. Aber auch die anderen Sauger haben dieses Problem. Da hilft nur Routine bei den Entleerungen.

Allergiker haben wenig Freude an der häufigen Reinigung des HEPA-Filters. Auch dieses Problem haben alle Sauger – bis auf den Vorwerk VR 200, der damit unsere klare Empfehlung für Allergiker ist.

Ecovacs hat aber auch den Deebot D79 im Angebot, der eine Selbstleerung mit Absaugstation bietet. Er kostet ebenfalls 400 Euro, hat aber keine App-Steuerung und keinen Wischaufsatz. Für Allergiker und alle, die nicht ständig die Staubbox leeren wollen, ist der D79 aber eine gute Alternative.

Ecovacs Deebot M88 im Testspiegel

Der Deebot M88 ist erst seit November 2016 auf dem deutschen Markt. Testberichte gibt es daher fast keine, wenn dann in wenigen Haushaltsroboter-Blogs. Haushalts-Robotic lobt das gute Gesamtpaket zum unschlagbaren Preis:

»Mit dem M88 hat Ecovacs einen richtig guten Saugroboter zum super Preis auf den Markt gebracht. Kein Roboter bietet aktuell diese Leistungen wie der M88.«

Sobald neue Tests erscheinen, werden wir sie hier auflisten.

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Ecovacs Deebot M88 Preisvergleich

Kommentare

35 Kommentare zu "Der beste Staub­sauger-Roboter"

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DLM
DLM

Hallo,
Danke für den Test. Ist geplant auch den Bot von Xiaomi in absehbarere Zeit zu testen? Es gibt ihn zwar nicht in Deutschland zu kaufen, er ist jedoch über die gängigen Online Shops bestellbar und kostet um die 330€. In anderen Test schneidet er sehr gut ab und wird dort absolut vergleichbar mit den hochpreisigen Roombas gleichgesetzt. Mich würde interessieren, wie er in eurem Test abschneiden würde.

Redaktion

Man kann den Roboter-Sauger von Xiaomi zwar als Direktimport bestellen, solange App und Bedienungsanleitung nur auf Chinesisch verfügbar sind, macht das Gerät aber nur für die wenigsten Sinn. Wenn sich das ändert, werden wir uns den Xiaomi natürlich ansehen!

Vielen Dank für den tollen Testbericht! Wir überlegen, den empfohlenen Ecovacs Deebot zu kaufen. Eine Frage hab ich aber noch: Was passiert mit dem Wischtuch, wenn der Ecovacs über Teppiche fährt? Wir haben zwei Teppiche auf Fliesen liegen, keine Läufer, sondern größere Teppiche.

Redaktion

Das Wischtuch wird einfach mit über den Teppich gezogen, es liegt nicht sehr fest auf, daher ist das kein Problem.

Ich schmeiss mich gleich weg. Euer Ernst?
1. Warum sind die meisten Daten mit dem Vorwerk ausgestattet wo doch ein anderer besser sein soll.
2. 6 Std Ladedauer 🙂
3. Ecken…. Geht gar nicht…. rundes Gerät.
Aber mal so als Tipp am Rande. Die Kundenberater von Vorwerk schauen sich die Gegebenheiten jedes Haushaltes an und sehen ob ein Roboter geeignet ist oder nicht!
Die Wischfunktion lassen wir jetzt mal aussen vor…Denn diese ist bei weiten nicht ausgeklügelt und läuft komplett oberflächlich. (Beim Roboter hier)

Aber jedem das Seine 😉

Preis ?

398 beim günstigen anbieter.

399

René Weiss

Haben seit 2 Jahren den Roomba am laufen. Macht jeden Tag Freude, das Teil. Sind sehr zufrieden damit.

Bei uns gibt es zwei Roombas super glücklich mit Ihnen auf jeder Etage einen. 4 Katzen und zwei Hunde . Kein Problem mehr mit Haaren würde mir immer wieder ein kaufen sehr zu empfehlen

Darf ich fragen welches Modell??

Am Besten ist Vorwerk. Der wurde auch schon Testsieger beim Stiftung Warentest!

Aha.

Und haben Riesen Probleme mit der Technik 😀

Nix Probleme. Der von Vorwerk ist einfach klasse!

Kann Sabine nur zustimmen…..

Alexander Velewär was für uns monks

Bin gerade am testen, negativ das der roomba nicht auf dunkel Teppichen fährt.

Meiner kann das!!

Der Roomba ist der beste

Gesa Meier schau mal

Seit 5 Jahren einen Roomba im Einsatz nie wieder einen anderen

Vorwerk ist der Beste! Man kann nur STiftung Warentest vertrauen.

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