Der beste Staubsauger-Roboter

Testparcour: Sechs Staubsauger Roboter von 150 bis 800 Euro im Test
  • Test: Staubsauger Roboter – Testsieger Ecovacs Deebot M88

Der beste Saugroboter für die meisten ist der Ecovacs Robotics Deebot M88. Er reinigt in einem Durchgang eine ganze Etage und kann bequem aus der Ferne per App gesteuert werden. Er gehörte zu den leisesten Robotern im Test und arbeitet gründlich. Sein besonderer Clou ist das umfangreiche Zubehör samt Verbrauchsmaterial und einem Wisch-Aufsatz mit Wassertank. Vor allem aber ist er wesentlich günstiger als andere Roboter, die auch nicht mehr können.

Den Traum, die Haushaltsarbeit einfach von einem Roboter erledigen zu lassen, gibt es, seit es Roboter gibt. Mit Staubsauger-Robotern wird dieser Traum zum ersten mal Wirklichkeit – zumindest, was das Staubsaugen angeht. Denn die regelmäßige Grundreinigung können einem Staubsauger-Roboter durchaus abnehmen, wie unser Test gezeigt hat.

Die kleinen Haushaltshelfer werden mit Preisen von 99 bis 900 Euro angepriesen, unzählige Modelle bevölkern inzwischen den Markt. Da fällt die Auswahl schwer.

Darauf müssen Sie achten

Zuerst sollten Sie ich klarmachen für welche Bodenbeläge, Flächen und mit welchem Sauberkeitsanspruch sie einen Roboter benötigen. Ist die Wohnung komplett oder teilweise gefliest oder mit anderen glatten Oberflächen eingerichtet? Dann kommen auch Sauger ohne rollende Bürsten in Frage – aus Teppichen holen sie dagegen fast gar nichts heraus. Aber auch auf glatten Oberflächen lösen Roboterstaubsauger mit Bürstenwalze etwas mehr Schmutz.

Doch auch glatte Flächen haben Fallstricke: Schmale Fugen zwischen den Fliesen oder zwischen den Holzdielen können viele Sauger nicht gründlich reinigen. Hier bleibt gern Staub und Schmutz hängen, da muss man dann alle paar Wochen per Hand nacharbeiten.

Bei Teppichen eignen sich Roboter nur für Niedrigflor-Beläge, in Langflor-Teppichen bleiben sie stecken. Dafür sollten sie ein Modell mit zwei gegenläufig rotierenden Walzenbürsten wählen. Läufer und einzeln liegende Teppiche mit langen Quasten können für solche Saugroboter aber ein Problem sein, denn die Walzen wickeln die gern auf.

Wischroboter sind technisch gesehen Staubsauger-Robotern sehr ähnlich, sie besitzen jedoch zusätzlich einen oder mehrere Wassertanks und kommen mit Wischtüchern fürs Nasswischen und Polieren und haben spezielle Programme, die das Grobsaugen, Einweichen und Wischen separat ausführen. Interessante Modelle sind hier der iRobot Scooba 450 und der Moneual ME685.

Wie gründlich ist die Reinigung?

Staubsauger-Roboter können eine angenehme Hilfe für die regelmäßige Grundreinigung sein, sie entfernen zuverlässig Staub, Flusen und lockeren Schmutz vom Boden. So gründlich wie per Hand mit dem Bodenstaubsauger reinigt aber keiner von ihnen.

Vorwerk Kobold VR200: Walze - verfilzt bei textilen Bodenbelägen schnell
Vorwerk Kobold VR200: Die Walze verfilzt bei Teppichen schnell.

Das liegt zum einen an der wesentlich geringeren Saugleistung von Saugrobotern. Während normale Haushaltsstaubsauger eine Leistung von 600 bis 1600 Watt haben, kommt ein Batterie-Sauger gerade mal auf 35 bis 40 Watt.

Von einer „Tiefenreinigung“ von Teppichen kann damit keine Rede sein. Die spindelförmigen Walzen mit Gummi oder Bürsten besetzt klopfen zwar die Oberfläche durch und saugen den aufgewirbelten Schmutz auf, jeder einfache Bodenstaubsauger ist da aber um Längen gründlicher und holt mehr Sand, Haare und Fusseln aus dem Teppich.

Aber auch auf Dielen oder Fliesen fahren Saugroboter oft über losen Schmutz hinweg, der in schmalen Fugen liegenbleibt und auch Ecken sind für sie oft ein Problem.

Um ein Nachreinigen von Ecken und einer regelmäßigen gründlichen Reinigung von Teppichen kommen Sie also auch mit einem Staubsaug-Roboter nicht umhin.

Typische Schwachstellen

Die Sensorik heutiger Roboter ist ausgefeilt, selbst die günstigen Modelle fahren nicht blindlings drauflos und bemerken die nächste Wand erst, wenn ihr Stoßfänger dagegen rempelt. Sie erkennen Hindernisse, merken sich Räume, fahren bestimmte Reinigungsmuster und erkennen teilweise sogar den Schmutz, um die Stelle dann besonders sorgfältig zu bearbeiten.

Das alles nützt aber nichts, wenn Kabel, Gardinen, Lego-Bausteine, Holzstäbchen, Schnürsenkel oder Blumenvasen den Weg versperren. Solche Hindernisse sind für die Sensorik mitunter zu klein, sie werden im besten Fall einfach zur Seite geschoben.

Im ungünstigen Fall – und der ist in der Praxis der Normalfall – fährt sich der Sauger aber an der Gardine fest. Er rollt mit der Seitenbürste einen Schnürsenkel auf oder er blockiert seine Walze mit dem Faden eines Teppichs. Doch auch mobile Gegenstände – wie die bemalten Holzscheiben der Kinder – versucht mancher Sauger zu überfahren und dann sitzt er obenauf und kommt nicht weiter.

Gefährlich kann es sogar werden, wenn der Roboter ein Kabel zieht und Gegenstände vom Tisch zerrt oder eine Vase umreißt. Jeder Neu-Eigentümer sollte sich auf eine spaßige Lernphase einlassen, denn die kleinen Roboter sind unermüdlich im Ausprobieren neuer Blockaden. Erst nach Tagen werden Sie ihre Wohnung derart optimiert haben, dass der kleine Helfer störungsfrei seine Arbeit verrichten kann.

Vor allem in Wohnungen, die ausschließlich oder hauptsächlich glatte Böden haben, können Robotersauger aber viel Arbeit abnehmen. Genau das ist der Anspruch, den sie im besten Fall an einen Roboter haben können: Er nimmt Ihnen einen erheblichen Teil ihrer Staubsaugerfahrten ab – am besten während sie gar nicht zuhause sind.

Wie viel kann gereinigt werden?

Die Roboter fahren mit einer Akkuladung nur eine bestimmte Zeit, sehr große oder verwinkelte Etagen müssen daher unter Umständen mit einer Zwischenaufladung abgefahren werden. 60 Quadratmeter fahren auch die einfachen Sauger in einer Akku-Tour ab – sofern die Räume nicht extrem verwinkelt sind.

Bei Flächen von mehr als 60 Quadratmeter und mehr als vier Räumen sollten sie auf jeden Fall nach einem Modell suchen, dass eine Zwischenaufladung des Akkus einlegen kann. Doch erst die Mittelklasse-Sauger beherrschen das Fortsetzen der Reinigung.

Lichtschranke iRobot
Lichtschranke von iRobot.

Bereiche, die nicht abgefahren werden sollen, können übrigens bei allen Saugrobotern mit einer virtuellen Wand aus einer Lichtschranke oder einem Magnetband abgesperrt werden. Wenn Sie so etwas benötigen, sollten Sie sich vorher über das nötige Zubehör erkundigen, denn das kostet extra.

Wie lange dauert die Reinigung?

Die Roboter verrichten ihre Arbeit relativ gemächlich, je verwinkelter die Räume sind und je mehr Hindernisse herumstehen desto länger dauert es. Bei 60 Quadratmetern und drei Räumen müssen Sie mit 60 bis 80 Minuten Saugarbeit rechnen.

Die meisten Modelle fahren Räume nach einem bestimmten Muster ab. Das kann zuerst der Rand, danach ein linienförmiges Abfahren sein, es gibt aber Z-Muster und reine Zufallsfahrten. Die sind sind nicht sehr effizient, da Bereiche doppelt oder gar dreifach abgefahren werden.

Im Hinblick auf eine große Flächenleistung mit einer Akkuladung ist eine Fahrt nach Plan sinnvoller. Hierzu muss der Roboter zuerst die zu saugende Fläche kartieren, zum Beispiel durch eine Fahrt entlang des Randes. Das machen die Robotersauger in der Regel mit einer oder zwei Kameras oder mit einem Laser.

Zu den typischen Fahrmustern zählen die Geradeausfahrt, der Zick-Zack-Modus, die Wandverfolgung und die Spiralfahrt. Roboter mit Raumplanung sind zusätzlich in der Lage in überlappenden Linien zu fahren.

Wenn Sie eine möglichst schnelle Reinigung wollen, sollten Sie auf Modelle achten, die eine geplante Reinigung, also Raum für Raum, fahren können. Der Roboter erkennt dann, wo er schon war und fährt in Linien die Flächen ab. Das geht schneller als die planlose Zufalls-Herumfahrerei der günstigeren Modelle.

Soll der Roboter während Ihrer Abwesenheit reinigen, spielen Lautstärke, Ladezeit und Reinigungsdauer kaum eine Rolle. Wenn hingegen in der Nacht gesaugt wird, z. B. im Nebengebäude oder in der Etage ohne Schlafzimmer, dann ist ein niedriger Lärmpegel wichtig. Achten Sie auf eine Lautstärke-Angabe von unter 60 Dezibel.

Was ist mit Treppen?

Roboter starten in der Regel zeitgesteuert oder manuell von ihrer Ladestation aus, nach der Arbeit oder bei knappem Akku-Stand kehren sie selbständig dorthin zurück. In andere Etagen muss der Roboter getragen werden, denn Treppen kann er nicht steigen. Doch auch dort führt der Roboter den gewünschten Reinigungsmodus durch – und bleibt dann am Ausgangspunkt stehen.

Vorwerk Kobold VR200: Kletterhilfe am Rad
Vorwerk Kobold VR200: Kletterhilfe am Rad

Wenn Sie Türschwellen und geringe Höhenunterschiede im Haus oder in der Wohnung haben, sollten Sie einen Roboter mit Steighilfe wählen, bei dem explizit die Überwindung eines bestimmten Höhenunterschiedes genannt wird. Bei unserem Testsieger Deebot M88 sind das zum Beispiel 1,8 Zentimeter.

Treppen oder andere Abgründe sind kein Problem für die Sauger, sie besitzen eine Absturzsicherung. Dennoch empfehlen die Hersteller, an solchen Punkten während der ersten Reinigung dabei zu sein. Die Sensoren arbeiten nämlich nicht bei allen Untergründen zuverlässig, etwa wenn der Boden stark glänzt oder gar spiegelt.

Kinder und Haustiere

Wenn viele Tierhaare gesaugt werden müssen, sollte der Roboter eine Bürstenrolle haben und nicht nur eine Saugöffnung.

In Wohnungen mit kleinen Kindern müssen dagegen besonders viel Sand, Staub und Essenskrümel eingesammelt werden. Staubbehälter kleiner als 0,4 Liter haben hier nichts zu suchen. Außerdem spielt die Robustheit des Chassis eine Rolle: Schnell bricht Kunststoff, wenn sich der Sohnemann zum Ritt auf den Sauger setzt.

Staubsauger-Fürsorge

Wenn Sie nicht bereit sind, täglich den Staubsauger-Beutel zu entleeren und den Filter auszuklopfen, sollten Sie auf einen großen Filter und ein Staubbehältervolumen von mindestens 0,4 Liter achten.

Philips SmartPro Compact FC8776/01: Die tägliche Leerung ist lästig.
Bei großen Flächen / kleinen Behältern mitunter täglich: Gefäß entleeren und Filter reinigen

Ein tägliches Freiräumen des Bodens muss ebenfalls sein, denn der Roboter fährt sich in der Praxis unweigerlich an Schnürsenkeln, Kabeln, Tüchern oder Gardinen fest. Auch müssen Sie auf Gegenstände achten, die herunterfallen könnten: die Ming-Vase auf dem wackeligen Beistelltisch sollten Sie in Sicherheit bringen, denn kleinere Rempeleien können durchaus vorkommen.

Hin und wieder muss der Roboterstaubsauger auch gewartet werden. Typischerweise müssen regelmäßig der HEPA-Filter, die Hauptbürste (falls vorhanden) und die kleinen Seitenbürsten gewechselt werden. Am besten prüfen Sie vor dem Kauf, was die kosten, denn Sie müssen sich auf einen regelmäßigen Ersatz einstellen.

Wie gewöhnliche Staubsauger sind die meisten Saugroboter mit einem HEPA-Filter bestückt. Er hält Feinstaub zurück, damit der nicht in die Raumluft gepustet wird. Der HEPA-Filter muss bei jeder Entleerung gereinigt und mehrmals in Jahr ausgetauscht werden. Das häufige manuelle Ausklopfen und Reinigen könnte für den Hausstaub-Allergiker ein Problem darstellen – das gilt für alle Saugroboter.

So haben wir getestet

Der Markt an Staubsauger-Robotern ist inzwischen sehr unübersichtlich, doch wenn man die Spreu vom Weizen trennt, reduziert sich die Auswahl schnell auf renommierte Hersteller wie Ecovacs, iRobot, Neato oder Vorwerk.

Wir haben alle Tests und Bestenlisten zu Rate gezogen, die wir finden konnten und unzählige Kundenbewertungen gelesen und uns schließlich sechs Geräte mit Preisen zwischen 150 und 800 Euro besorgt, denn wir wollten wissen, ob die teuren Robo-Sauger wirklich besser sind als die günstigen. Das Ergebnis vorweg: Das sind sie nicht wirklich.

Bei der Einsteiger-Klasse haben wir Modelle mit sehr kleinen Staubbehältern und vielen schlechten Kundenbewertungen außen vor gelassen, wie zum Beispiel den Dirt Devil M607 Spider. Um die günstigste Klasse im Rennen zu haben, haben wir uns stattdessen den Medion MD 16192 angesehen – er kostet nur 150 Euro und bringt dennoch schon eine Ladestation mit.

Recht beliebt sind auch die LG HomeBots, von ihnen war aufgrund eines Modellwechselprozesses allerdings kein Testgerät zu bekommen. Wir werden sie nachtesten, sobald sie verfügbar sind.

iRobot schickte uns den Roomba 871, Ecovacs seine brandneue Mittelklasse Deebot M88. Neato brachte leider nur den etwas älteren BotVac Connected ins Rennen, der aber immer noch verkauft wird.

Vorwerk schickte uns mit dem Kobold VR200 einen Saugroboter, der bereits zahlreiche Testsiege für sich verbuchen konnte. Von Phillips kam uns die Mittelklasse ins Haus, der SmartPro Compact FC8776/01.

Test: Staubsauger Roboter – Testsieger Ecovacs Deebot M88

Testsieger: Ecovacs Deebot M88

Von allen Roboterstaubsaugern im Test hat uns der Deebot M88 von Ecovacs unter dem Strich am meisten überzeugt. Er liefert fast die selbe Reinigungsleistung wie zum Teil doppelt so teure Konkurrenz, außerdem saugt er nicht nur, sondern kann auch wischen.

Inbetriebnahme

Alle Saugroboter konnten auch ohne ausführliches Studium der Anleitung zügig in Betrieb gesetzt werden – allerdings immer erst, nachdem die Akkus an der Basisstation vollständig aufgeladen wurden. Das Anstecken der Seitenbürsten und das Einlegen diverser Filter geht mit den beiliegenden Schnellstart-Anleitungen schnell von der Hand.

Den ersten Testlauf haben wir immer ohne gegebenenfalls vorhandene App-Steuerung ausgeführt. Beim Testsieger Ecovacs Deebot M88 braucht es nur einen Knopfdruck am Gerät und schon geht die automatische Reinigung los.

Bedienung

Der Ecovacs Deebot M88 bietet verschiedene Fahrmodi: „Automatik“, „Punkt“, „Rand“ und „Einzelraum“. Mit der Zusatzfunktion „Intensiv“, steigert der Sauger seine Saugleistung und fährt langsamer, sie kann allerdings nur über die Smartphone-App eingestellt werden.

Zusammen mit dem Vorwerk Kobold VR200 und dem Neato BotVac Connected gehört der Deebot nämlich zu den Saugern mit WLAN-Verbindung und App-Steuerung. Die Smartphone-Apps sind ähnlich aufgebaut und nehmen sich im Bedienkomfort kaum etwas.

Bei Kobold VR200 und BotVac Connected kann der Nutzer aber auch ganz auf die App verzichten, an den Saugern gibt es ein kleines Display und Touch-Tasten für die Bedienung, über die Reinigungsmodi und die flexible Zeitprogrammierung eingestellt werden kann.

Der Deebot M88 hat kein Display, was uns aber nicht stört, im Gegenteil: In der übersichtlichen App können die Reinigungszeiten viel bequemer eingestellt werden.

Wie bei allen Robotersaugern, die über eine App gesteuert werden können, kann auch beim Ecovacs Deebot M88 für jeden Wochentag eine oder auch mehrere verschiedene Reinigungsszeiten eingestellt werden. Andere Robo-Sauger wie der von Medion bieten lediglich eine einzige programmierbare Zeit oder nicht einmal das: Der Philips SmartPro Compact hat zum Beispiel lediglich eine „Starte-in-24-Stunden-Taste“ auf der Dockingstation.

Der Deebot M88 kann einfach über die große Taste auf dem Roboter gestartet werden, aber auch über die Fernbedienung oder die App.

Er kann entweder in einem Zufallsreinigungsmuster oder in einem programmierten Reinigungsmuster fahren. Beides kann man auch je nach Bodentyp einstellen.

Im programmierten Muster plant der Roboter seine Route und fährt dann überlappende Linien. Vorher fährt der M88 durch jeden Raum und scannt dabei die Abmessungen. Das ist zeiteffizient, für Teppiche ist das Z-Muster mit der Zufallsreinigung dagegen wirkungsvoller. Anderen Saugroboter wie die von Roomba, Kobold und Botvac Connected beherrschen das mit ihren Laser-Sensoren aber ebenfalls.

Welches Reinigungsmuster das effizienteste ist, ist allerdings eine akademische Frage, die in der Praxis keine große Rolle spielt. Denn letztlich kommt es vor allem auf das Ergebnis an. Und das war beim einfachsten Modell, dem Medion MD 16192, der sich nur mit Infrarot-Entfernungsmessung im Zufallsprinzip durch den Raum kämpft, nicht schlechter als bei den Mittel- und Oberklasse-Modellen. Er braucht dafür zwar länger, aber wenn Sie den Roboter tagsüber laufen lassen, wenn Sie nicht zuhause sind, oder in der Nacht, spielt das nicht wirklich eine Rolle, schließlich zahlt man dem Roboter keinen Stundenlohn.

Praxistest

Unser Testparcours war das Erdgeschoß eines Einfamilienhauses mit Flur und Wohnküche. Abfahrend von der Basis reinigte der Ecovacs Deebot M88 in 60 Minuten (ohne Turbo) diese Etage ohne Zwischenladung und fuhr dann zielsicher zur Basis zurück. Durch den Intensiv-Modus verlängert sich diese Zeit um 10 Minuten, der Roboter fährt langsamer.

Test Staubsauger-Roboter – Wettkampfplatz: 21 Schmutzpunkte
Wettkampfplatz: 21 Schmutzpunkte.

In etwa dieselbe Zeit benötigte der Kobold von Vorwerk, nach 56 Minuten (Turbo) wurde die Basis wieder angelaufen. Roomba 871 war 67 oder auch 82 Minuten in der Etage unterwegs (je nach Verteilung der Hindernisse). Am längsten benötigten SmartPro Compact FC8776/01 und Medion MD 16192 mit 107 bzw. 115 Minuten. Der Medion fährt grundsätzlich seinen Akku leer, was in kleinen Räumen für einen unnötig langen Arbeitsprozess sorgt.

Zwischenladungen musste von allen Testgeräten nur der Neato BotVac Connected durchführen und zwar mehrfach. Nach 63 Minuten (Turbo) fuhr er für 18 Minuten die Station an, reinigte dann weitere 34 Minuten, um dann abermals 1:42 Stunden zu laden. Danach ging der Neato Botvac zum dritten Mal auf Tour (22 Minuten).

Insgesamt war der Botvac damit vier Stunden beschäftigt, inklusive Zwischenladung. Da halten wir es lieber mit den 60 Minuten unseres Testsiegers. Wir müssen dem Neato BotVac Connected aber zugutehalten: Diese lange Arbeitszeit war nicht in jedem Testlauf der Fall.

Der Testsieger Ecovacs Deebot M88, kann für große Flächen eingesetzt werden, denn er legt bei erschöpftem Akku Zwischenladungen ein. Bis auf SmartPro Compact und Medion MD 16192 beherrschen das alle Roboter, sie setzen die Reinigung dann an der letzten Position fort.

Höhenunterschiede

Der Deebot M88 hat keine Steighilfe wie der Kobold, er kann aber laut Hersteller Türschwellen und Ähnliches bis 18 Millimeter Höhe überwinden. Der Kobold soll Höhen von bis zu 20 Millimeter überwinden können. Im Test war es aber der Neato BotVac Connected, der als einziger einen Kletterversuch auf die Schuhwanne (30 Millimeter) unternahm.

Wichtig zur Überwindung von Schwellen ist die Bauform des Roboters: Die Schwelle muss unter dem Stoßfänger liegen, denn wenn der die Schwelle berührt, wird sie als Hindernis interpretiert und der Roboter macht kehrt.

In unserem Test mussten alle Roboter vier bis sechsmal das Erdgeschoss reinigen, und zwar unter Benutzung aller zur Verfügung stehender Saugoptionen. Uns waren dabei zwei Fragen wichtig: Findet der Roboter jede unserer 21 mit Gries markierten Schmutz-Positionen? Sind alle Positionen zufriedenstellend gereinigt oder sind sie unsauber?

Saug-Test

Testsieger Deebot M88 machte seine Sache gut, er fand 90 Prozent der Messpunkte. Damit lag er allerdings im Durchschnitt aller Testgeräte, von iRobot bis Medion packten alle diese Marke. Kein Saugroboter erreichte indes alle Schmutzstellen, keiner schaffte also die 100Prozent-Quote. Es gab auch Durchgänge, in denen alle 21 Positionen überfahren wurden, im Durchschnitt kamen die einzelnen Roboter aber wieder auf 90 Prozent Trefferquote.

Gründlichkeit

Während alle Roboter den Flächentest gut bestanden, gab es gravierende Unterschiede bei der Qualität der Reinigung. Unser Test-Fußboden besteht einerseits aus Fliesen mit normal-breiten bis sehr breiten Fugen, der zweite Flächenteil ist mit Nut-Feder-Dielen mit einem sehr schmalen, gleichmäßigen Spalt zwischen den Hölzern ausgelegt.

Der Testsieger Deebot M88 reinigte im Normal-Modus 60 Prozent der Messpunkte gründlich. 40 Prozent waren entweder gar nicht angefahren worden oder eben unsauber. Der M88 fuhr sechs Durchgänge, je drei mit der Universalbürste und drei mit der direkten Saugoption. Für die Gründlichkeit des M88 spielte es eine Rolle, ob Sauger oder Bürste, allerdings andersherum als anzunehmen gewesen wäre: Mit der Bürste wurde die Gründlichkeit nämlich schlechter.

60 Prozent Saugqualität hören sich für einen Testsieger nicht gerade positiv an. Sie kommen allerdings dadurch zustande, dass in den Fugen der Dielen und an einem Übergang von Fliese auf Schmutzfangläufer zu viel der Gries-Markierung liegen blieb.

Das kann bei vollkommen planen Laminat-Böden und Fliesen ganz anders aussehen. Bei einem solchen Untergrund kann der Deebot M88 nach unserer Einschätzung alles ohne Rest aufsaugen und damit ein perfektes Ergebnis liefern. Außerdem gibt es den Intensiv-Modus: Hiermit holt der Sauger mehr Schmutz heraus, auch aus den Ritzen.

Ecovacs Deebot M88: Der Wischaufsatz hat eine feuchte Seite (blau) und eine trockene für die Poliertur
Ecovacs Deebot M88: Der Wischaufsatz hat eine feuchte Seite (blau) und eine trockene für die Poliertur.

Hinzu kommt als Bonus des M88 der Wischaufsatz mit Wassertank. Eine enorme Reinigungswirkung darf man sich davon allerdings auch nicht versprechen: Den unten locker angeklemmten Aufsatz zieht der Roboter ohne Aufdrücken hinter sich her. Der Wassertank nässt tropfenweise den Wischbereich des Tuches, das Poliertuch trocknet die Fläche gleich wieder. Der M88 ist eben kein echter Wischroboter: Bei solchen können Saugen und Wischen getrennt ausgeführt werden, das ist hier nicht der Fall.

Ganz sinnlos ist die Funktion freilich nicht, doch hartnäckigen Schmutz oder klebrige Stellen kann der M88 mit der Wischfunktion nicht beseitigen. Das Wischen ist also eher als kleiner Zusatz-Staubfänger gedacht.

iRobot Roomba 871: Gründlich ist das nicht, Gries bleibt in den breiten Fugen liegen.
iRobot Roomba 871: Gründlich ist das nicht, Gries bleibt in den breiten Fugen liegen.

Das übrige Testgeräte-Feld war allerdings auf unserem anspruchsvollen Test-Parcours noch schlechter unterwegs: Der Neato BotVac Connected packte sogar im Turbo-Modus gerade mal 40 Prozent, der iRobot Roomba 871 tat es ihm gleich. Schade, denn letzterer besitzt sogar eine Schmutzerkennung, die das Gerät bei entsprechenden Stellen langsam vor und zurückfahren lässt. Vorwerks Kobold VR200 brachte 50 Prozent ins Rennen und war damit ebenfalls schlechter als der Testsieger.

Medion MD 16192: unsauber in solchen Ecken
Medion MD 16192: Unsauber in solchen Ecken

Kurios: Sowohl der flache Philips SmartPro Compact FC8776/01 als auch der gemütlich fahrende Medion MD 16192 Saugroboter saugen überdurchschnittlich gut. Medion legte ganze 80 Prozent hin, so sauber hat selbst der Testsieger nicht gearbeitet. Sieger wurde der Medion dennoch nicht, denn beim Komfort hapert es bei ihm gewaltig.

Lautstärke-Test

Testsieger Ecovacs Deebot M88 ist ein eher gemütlicher Geselle. Seinen Fahrstil beschreiben wir als vorsichtigen Annäherer. Bereits vor vermeintlichen Objekten bremst er ab. Sein gleichförmiges Geräusch (Herstellerangabe 56 Dezibel) ist ganz gut erträglich, es gleicht in der Lautstärke dem Medion MD 16192.

Am besten schnitt bei der Lautstärke der Philips SmartPro Compact FC8776/01 ab, er war mit Abstand der leiseste Sauger. Quasi brüllend laut ist dagegen der Neato BotVac Connected, speziell im Turbo-Modus. Hier kann sich der Vorwerk Kobold VR200 etwas positiv absetzen, angenehm leise ist aber auch der Kobold nicht. Der Roomba 871 macht vor allem durch seinen hektischen, wilden Fahrstil auf sich aufmerksam. Das ständige Beschleunigen und Abbremsen wirkte auf uns störend.

Leerung Staubbehälter

Der Ecovacs Deebot M88 besitzt einen 0,38 Liter großen Staubbehälter. Das ist eine mittlere Größe, Roomba 871 (0,6), Vorwerk VR 200 (0,53) und Neato Botvac (0,7) haben größere Fassungsvermögen. Sehr klein sind hingegen die 0,25 Liter des SmartPro Compact als auch des Medion (0,3).

Leider war keines der Testgeräte 100 Prozent transportsicher, auch nicht unser Testsieger. Die Staub-Behälter besitzen im besten Fall nur eine kleine Klappe, die ein Herausrieseln aber nicht verhindert, wenn der Roboter im 90 Grad Winkel getragen wird.

Das ist auch relevant, wenn der Behälter entnommen und zum Mülleimer getragen wird: Einmal ungünstig gehalten oder gar geschüttelt, schon rieselt Sand und Schmutz heraus. Am besten kam in dieser Disziplin der SmartPro Compact weg, doch dessen Box hat ja auch kaum Inhalt.

Roomba 871, Vorwerk VR 200 und Neato Botvac haben deshalb 45-Grad-Ausklapp-Griffe bzw. einen Handeinschub, wodurch die 45-Grad-Trageposition des Roboters automatisch entsteht. Hier hat der Testsieger Ecovacs Deebot M88 einen Nachteil, auf den kann man sich aber durch korrektes Tragen und etwas Vorsicht einstellen.

Die regelmäßige Leerung sollte gewissenhaft durchgeführt werden, denn Geräte wie Roomba 871, Deebot M88 und Medion MD 16192 wissen gar nicht, ob ihr Behälter voll ist – sie haben dafür keinen Sensor. Der Kobold meldet einfach nach mehreren Durchgängen, dass der Behälter einmal geleert werden müsste, unabhängig vom tatsächlichen Füllstand. Das führte im Test mehrmals zum Überlaufen der Behälter, davor waren weder der Testsieger noch der teure Kobold gefeit.

Für Haustiere und Allergiker

Vorwerk Kobold VR200: Spitze! Das Staubgefäß kann mit einem handelsüblichen Bodenstaubsauger ausgesaugt werden.
Vorwerk Kobold VR200: Das Staubgefäß kann mit einem handelsüblichen Bodenstaubsauger ausgesaugt werden.

Alle Staubsauger-Roboter haben HEPA-Feinstaubfilter. Die müssen bei jeder Entleerung ausgeklopft und/oder ausgespült werden – da steht der Allergiker dann in der Regel an seinem Mülleimer in der Staubwolke. Nicht gut.

Einzig Vorwerk hat das Problem gelöst und ist deshalb die erste Wahl für Hausstaub-Allergiker: Mit einem normalen Bodenstaubsauger kann die Staub-Box ganz einfach abgesaugt werden. Schade, dass die anderen auf diese tolle Lösung nicht gekommen sind. Denn das Absaugen entfernt auch einen Teil des Staubes vom HEPA-Filter, der muss dann nicht mehr so oft manuell gesäubert werden.

Haare von Haustieren werden am besten von der direkten Saugoption des Testsiegers Ecovacs Deebot M88 aufgenommen. Mit Bürsten bestückte Walzen verfilzen sehr schnell, was zu einem hohen Wartungsaufwand führt. Daher gefällt uns die mitgelieferte direkte Saugoption des Testsiegers sehr gut: Damit kann man gut ausprobieren, welcher Aufsatz die besten Ergebnisse bringt.

Ebenfalls bürstenfrei saugen Roomba 871Botvac Connected mit Alternativ-Walze, Philips SmartPro Compact und Medion MD 16192.

Roboter-Fallen

Kein Roboter blieb in unseren Tests von Störungen unbehelligt. Vom Testsieger bis zum einfachen Medion MD 16192: Alle blieben sie mehrmals irgendwo hängen, ob es nun Schnüre, Gardinen, Kabel oder flache Gegenständen waren, von denen sie nicht mehr herunterkamen.

iRobot Roomba 871: Kabel schiebt er meistens zur Seite
iRobot Roomba 871: Kabel schiebt er meistens zur Seite

Das Anti-Tangle-System des Roomba 871 machte die Kabel-Verträglichkeit etwas besser, schlussendlich waren aber alle Roboter durch die Bank empfindlich für gewisse Hindernisse.

Es hilft also auch beim besten Roboter nichts: Störquellen müssen beseitigt oder durch Lichtschranken oder Magnetbänder unzugänglich gemacht werden.

Wartung

Staubsauger-Roboter müssen in gewissen Abständen mit neuen Filtern, Seiten- oder Hauptbürsten ausgerüstet werden. Wir gehen von mindestens vier HEPA-Filtern pro Jahr aus. Bei den Seitenbüsten dürften wenigstens zwei Paar nötig sein, Kobold und Botvac haben nur eine Seitenbürste.

Beim Testsieger Ecovacs Deebot M88 liegen diese Verbrauchskosten bei zirka 40 Euro im Jahr. Das liegt im Durchschnitt. Medion und iRobot sind mit 36-50 bzw. 27 Euro pro Jahr tendenziell günstiger. Das ist aber nur ein Anhaltspunkt, denn die Häufigkeit des Tausches hängt von der Putz-Frequenz und der Art der Bodenbeläge ab. Den Austausch des Akkus haben wir nicht mit einkalkuliert.

Verarbeitung

Deebot M88: schwere, robuste Basis
Deebot M88: schwere, robuste Basis

Der Ecovacs Deebot M88 gehört zu den soliden Konstruktionen im Testfeld, auch seine Basisstation teilt dieses Attribut. Sie ist schwer und mit rutschhemmenden Füßen ausgerüstet. Das ist keineswegs der Normalfall, einzig Vorwerk und Neato bringen Stationen mit, die fest auf ihrem Platz stehen und nicht vom Roboter beim Putzen an der Wand verschoben werden.

Die Basisstationen von Philips SmartPro Compact, Medion MD 16192 und iRobot Roomba 871 gefallen uns in dieser Hinsicht gar nicht: Sie sind zu klein, zu leicht und bei Medion / Philips mit dünnen Stromkabeln bestückt (Steckernetzteil).

Das wohl dickste Fell haben der Botvac Connected, aber auch der Kobold VR200. Unsanfte Stöße und ruppiger Transport machen diesen beiden Robotern nichts aus. Hierauf folgt der Testsieger Deebot M88 mit einem ordentlich verwindungsfesten Chassis.

Der Philips SmartPro Compact FC8776/01 ist mit dem dünnsten Plastik bestückt. Die Verankerung der Räder wirkt nicht sehr stabil. Wir haben nicht den Eindruck, dass wir einen Alltags-Sauger in den Händen halten, der auch mal den Sturz über ein paar Stufen überleben sollte. Beim Medion verhält es sich ähnlich, auch wenn der etwas solider ausfällt.

Zubehör

Der Ecovacs Deebot M88 sticht durch sein großes Zubehör-Paket aus dem Testfeld hervor: Wischaufsatz mit Tank und Nachfüll-Tuch, Fernbedienung, Hauptbürste plus Absaugfunktion, Ersatz-Feinstaubfilter und -Seitenbürsten sowie natürlich die Ladestation. Diese Menge an Zubehör inkl. etwas Verbrauchsmaterial gibt es bei keinem Konkurrenten zu diesem Preis. Lediglich das Magnetband vermissen wir, das bei älteren Deebot-Modellen beiliegt.

Test: Staubsauger Roboter – Testsieger Ecovacs Deebot M88
M88 Zubehör: Großes Zubehör-Paket.

iRobot legt sogar eine virtuelle Wand bei: Das Virtual Lighthouse 13819 im Wert von zirka 35 Euro sperrt ganze Bereiche eines Raumes wirkungsvoll ab. Eine solche Wand ist sonst nur noch bei Medion dabei, allerdings hatte das in unserem Test schlichtweg nicht funktioniert. Neato und Vorwerk legen für diesen Zweck Magnetbänder bei.

Was gibt es für Nachteile?

Einen perfekten Staubsauger-Roboter hatten wir nicht im Test. Auch beim M88 gibt es Schwächen, die positiven Aspekte überwiegen am Ende aber bei weitem.

Ein Nacheil: Der Ecovacs Deebot M88 hat mit 0,38 Liter nicht den größten Schmutztank.

Außerdem erschien uns der programmierte Fahrmodus etwas überorganisiert, mitunter erzielen die Zufallsfahren ein besseres Reinigungsergebnis. Die kann man aber in der App wählen und ausprobieren.

Die Staub-Box kleckert gerne einmal und der Roboter muss mit Vorsicht transportiert werden. Das geht aber auch den anderen Modellen aus dem Test so. Da es keine Füllstands-Warnung gibt, kann der Deebot M88 überlaufen. Dann verteilt er den eingesaugten Schmutz gleich wieder. Aber auch die anderen Sauger haben dieses Problem. Da hilft nur Routine bei den Entleerungen.

Allergiker haben wenig Freude an der häufigen Reinigung des HEPA-Filters. Auch dieses Problem haben alle Sauger – bis auf den Vorwerk VR 200, der damit unsere klare Empfehlung für Allergiker ist.

Ecovacs hat aber auch den Deebot D79 im Angebot, der eine Selbstleerung mit Absaugstation bietet. Er kostet ebenfalls 400 Euro, hat aber keine App-Steuerung und keinen Wischaufsatz. Für Allergiker und alle, die nicht ständig die Staubbox leeren wollen, ist der D79 aber eine gute Alternative.

Ecovacs Deebot M88 im Testspiegel

Der Deebot M88 ist erst seit November 2016 auf dem deutschen Markt. Testberichte gibt es daher fast keine, wenn dann in wenigen Haushaltsroboter-Blogs. Haushalts-Robotic lobt das gute Gesamtpaket zum unschlagbaren Preis:

„Mit dem M88 hat Ecovacs einen richtig guten Saugroboter zum super Preis auf den Markt gebracht. Kein Roboter bietet aktuell diese Leistungen wie der M88.“

Sobald neue Tests erscheinen, werden wir sie hier auflisten.

Alternativen: Was gibt es sonst noch?

So gut unser Testsieger Ecovacs Deebot M88 insgesamt abgeschnitten hat, er ist nicht unbedingt für jeden das Richtige. Wenn Sie Allergiker sind oder nicht so viel ausgeben möchten, haben wir zwei andere Empfehlungen für Sie.

Für Allergiker: Vorwerk Kobold VR200

Der Kobold VR200 ist unsere Empfehlung für Allergiker, denn nur bei ihm kann die Staub-Box per Bodenstaubsauger abgesaugt werden.

Die Navigation ist ähnlich dem Testsieger ziemlich clever, Räume werden per Laser vermessen, danach erfolgt die Reinigung in überlappenden Linien. Bei der Gründlichkeit blieb der Kobold jedoch etwas hinter dem Deebot M88 zurück, in den Fugen der Fliesen und den Spalten zwischen den Dielen blieb Schmutz zurück.

Solider Arbeiter für Allergiker

Vorwerk Kobold VR200
Roboter-Staubsauger im Test: Vorwerk Kobold VR200
Für Staub-Allergiker die beste Wahl: Die Entleerung ist hier staubfrei mit dem Bodenstaubsauger möglich.

Der Kobold eignet sich auch für große Etagen mit mehr als 60 Quadratmetern, denn er kann die Reinigung nach Zwischenladung des Akkus wiederaufnehmen. Er ist sehr robust und solide gefertigt, das gilt auch für die standsichere, große Basisstation.

Per App können Reinigungszeiten flexibel eingestellt werden und auch der Start ist aus der Ferne möglich. Für die handliche Bedienung ohne Smartphone legt Vorwerk zudem eine Fernbedienung bei.

Leider sind die jährlichen Wartungskosten mit zirka 71 Euro die höchsten des gesamten Testfeldes. Hinzu kommt die hohe Lautstärke, speziell im Turbo-Modus. Eigentlich kann mit ihm nur bei Abwesenheit gereinigt werden.

Vor allem aber ist der Vorwerk mit einem Preis von über 700 Euro sehr teuer. Zu kaufen gibt es ihn nur selten in Online-Shops, außer direkt bei Vorwerk.

Für Sparfüchse: Medion MD 16192

Der Saugroboter von Medion hat uns positiv überrascht. Der günstige Staubsauger-Roboter reinigte von allen Testgeräten mit Abstand am gründlichsten – allerdings nur bei harten, glatten Flächen, denn er besitzt nur eine direkte Absaugung und keine rotierende Bürstenwalze.

Gut Ding will Weile haben

Medion MD 16192 Saugroboter
Test Staubsauger Roboter: Medion MD 16192 Saugroboter
Wenig Komfort und langsam, aber mit der gründlichsten Reinigung im Test.

Dabei ist der gemächlich fahrende Sauger gar nicht so clever: Er vermisst nicht die Räume sondern fährt einfach per Zufalls-Zickzack, bis der Akku leer ist. Im Test dauerte das 107 Minuten. Das ist bei einzelnen Zimmern nicht besonders schlau, er putzt dann übertrieben lange. Doch mit einer ganzen Etage von 60 Quadratmetern und 2-3 Räumen kommt er bestens klar, wenngleich er nicht bei jeder Fahrt die Basis wiederfindet sondern irgendwo strandet.

Die Räume sollten aber auch nicht zu komplex und groß sein, denn Nachladen und Fortsetzen beherrscht der Medion MD 16192 nicht. Unser Rat: Bei Etagen größer als 80 Quadratmeter mit mehr als drei Räumen sollten sie ein Modell mit Zwischenladung vorziehen.

Außerdem ist der Tank des MD 16192 mit 0,30 Litern sehr klein, bei großer Fläche muss er fast täglich geleert werden. Der Tank gehört zu den Schwachstellen des Medion-Saugers: Er meldet nicht, wenn er voll ist. Der winzige HEPA-Filter verstopft ziemlich schnell und ist sehr friemelig heraus zu nehmen. Für Allergiker ein No-Go.

Das Chassis des Medion ist angemessen robust, viel besser als der dünne Kunststoff des Philips SmartPro Compact FC8776/01. Leider setzt sich das bei der Basisstation nicht fort. Die ist zu leicht und zu klein, sie wird vom Roboter gerne mal verschoben. Außerdem ist das Kabel zum Steckernetzteil dünn und wird vom Roboter aufgewickelt.

Die jährlichen Kosten von zirka 36 bis 50 Euro für Staubfilter und Seitenbürsten fallen moderat aus – ebenso wie der Anschaffungspreis von rund 150 Euro. Wer einen Saugroboter erstmal ausprobieren will, für den ist der Medion MD18192 die beste Wahl.

Außerdem getestet

iRobot Roomba 871: die leichte und zu kleine Ladestation wird gern mal verschoben
iRobot Roomba 871: die leichte und zu kleine Ladestation wird gern mal verschoben
  • iRobot Roomba 871: Der Roomba saugte im Test mit am wenigsten gründlich. Das gilt zumindest für unseren Boden, auf dem in den Fliesen-Fugen und in den Ritzen der Holzdielen Schmutz liegen blieb. Der Roomba 871 besitzt weder eine App noch eine Fernbedienung, Zeitprogrammierung und Steuerung erfolgen über Tasten und ein Display auf dem Roboter, was wenig komfortabel ist. Der Roboter beherrscht das Zwischenladen und fuhr im Test die Etage in 67 bis 82 Minuten ab. Der Fahrstil sorgt durch ständiges Bremsen und Beschleunigen für Geräuschkulisse. Vorteile des Roomba 871 sind der große Schmutztank (0,6 Liter) und die günstigen jährlichen Kosten von 27 Euro. Gut sind auch die verfilzungsfreien Gummi-Schmutzextraktoren, die frei von lästigen Haaren und Flusen bleiben. Andererseits sind aber gerade die zwei gegenläufig rotierenden Gummi-Walzen ohne Bürsten vermutlich die Ursache für das schlechte Reinigungsergebnis.

    Neato BotVac Connected: in Aktion
    Neato BotVac Connected: In Aktion
  • Neato BotVac Connected hat den größten Tank und das stabilste Gehäuse aller Testgeräte. Das nützt ihm aber nichts, denn er ist sehr laut und reinigt genauso schlecht wie der Roomba. Vorteile sind die angenehme App-Bedienung und die einfache Entnahme der Staub-Box. Da der Botvac Connected die Zwischenladung beherrscht, eignet er sich auch für große Etagen. Die Raumorientierung ähnelt stark der des Vorwerk Kobold VR200.

    Philips SmartPro Compact FC8776/01: Flacher ist keiner - 6 Zentimeter
    Philips SmartPro Compact FC8776/01: Flacher ist keiner – 6 Zentimeter
  • Philips SmartPro Compact FC8776/01: Der Robo-Sauger von Philipt hat keine programmierbaren Zeiten, lediglich eine 24-Stunden-Taste auf der Dockingstation. Die Idee dahinter: Sie haben eben den Staubfang entleert und wieder eingesetzt. Jetzt wollen Sie, dass am nächsten Tag zur gleichen Zeit erneut gereinigt wird. Dafür wäre die 24-Stunden-Taste sinnvoll. Aber eigentlich wollen Sie, dass der Roboter mit der Arbeit fertig ist, wenn Sie von der Arbeit nach Hause kommen und die Staubbox leeren. Daher macht die Taste aus unserer Sicht wenig Sinn. Die zweite Taste an der Basisstation ist die „Fertig laden und los“-Funktion, bei der ist der Name Programm. Positiv ist uns die geringe Lautstärke aufgefallen, so leise saugte kein anderer Roboter im Test. Durch die gemächliche Fahrweise sind die Fahrgeräusche unter dem Saugton kaum zu hören. Die Sauberkeit ist sogar etwas höher als beim Testsieger, doch die Staubbox ist winzig (0,25 Liter). Weil sich auch der HEPA-Filter schnell zusetzt, mussten wir nach jeder Etagenreinigung Entleeren und säubern. Der Roboter meldet sich, wenn die Box voll ist. Highlight ist allerdings die geringe Bauhöhe von lediglich sechs Zentimetern. Der Philips SmartPro Compact passt daher wohl unter fast jedes Bett, Schrank oder Sofa.

Fazit

Der Ecovacs Deebot M88  bietet mit Abstand das beste Preis-Leistungsverhältnis aller getesteter Staubsauger-Roboter. Mit seinem Fokus auf harte, glatte Oberflächen kann der Deebot M88 nicht nur beim Saugen punkten, sondern auch durch seine Wischfunktion. Teppiche, Ritzen und Übergänge sind dagegen nicht seine Stärke – das schafften allerdings auch die anderen Saugroboter nicht zu unser vollen Zufriedenheit.

Wer für eine Etage mit mehreren Räumen, wenigen Barrieren und nur kleinen Höhenunterschieden einen Putzhelfer sucht, der wird mit dem Ecovacs Deebot M88 glücklich werden.

Pro & Kontra

Pro

  • Zubehör mit Wischfunktion
  • Relativ leise
  • App-Bedienung
  • Zwischenladung, für große Etagen
  • Kurze Reinigungszeiten
  • Direkte Absaugoption inklusive

Contra

  • Relativ kleiner Staubbehälter
  • Unsauber bei Ritzen, Fugen, Übergängen

Ecovacs Robotics Deebot M88 Preisvergleich

Deine Meinung zählt!

  1. DLM

    Hallo,
    Danke für den Test. Ist geplant auch den Bot von Xiaomi in absehbarere Zeit zu testen? Es gibt ihn zwar nicht in Deutschland zu kaufen, er ist jedoch über die gängigen Online Shops bestellbar und kostet um die 330€. In anderen Test schneidet er sehr gut ab und wird dort absolut vergleichbar mit den hochpreisigen Roombas gleichgesetzt. Mich würde interessieren, wie er in eurem Test abschneiden würde.

    Antworten
    1. Redaktion

      Man kann den Roboter-Sauger von Xiaomi zwar als Direktimport bestellen, solange App und Bedienungsanleitung nur auf Chinesisch verfügbar sind, macht das Gerät aber nur für die wenigsten Sinn. Wenn sich das ändert, werden wir uns den Xiaomi natürlich ansehen!

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  2. Martin Strauss

    Haben seit 2 Jahren den Roomba am laufen. Macht jeden Tag Freude, das Teil. Sind sehr zufrieden damit.

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  3. Susanne Haufe

    Bei uns gibt es zwei Roombas super glücklich mit Ihnen auf jeder Etage einen. 4 Katzen und zwei Hunde . Kein Problem mehr mit Haaren würde mir immer wieder ein kaufen sehr zu empfehlen

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    1. Be La

      Darf ich fragen welches Modell??

      Antworten
  4. Anita Gnadlinger

    Am Besten ist Vorwerk. Der wurde auch schon Testsieger beim Stiftung Warentest!

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  5. Mandy Nickel

    Bin gerade am testen, negativ das der roomba nicht auf dunkel Teppichen fährt.

    Antworten
  6. Anja Daniel

    Vielen Dank für den tollen Testbericht! Wir überlegen, den empfohlenen Ecovacs Deebot zu kaufen. Eine Frage hab ich aber noch: Was passiert mit dem Wischtuch, wenn der Ecovacs über Teppiche fährt? Wir haben zwei Teppiche auf Fliesen liegen, keine Läufer, sondern größere Teppiche.

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    1. Redaktion

      Das Wischtuch wird einfach mit über den Teppich gezogen, es liegt nicht sehr fest auf, daher ist das kein Problem.

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  7. Angie Doll

    Seit 5 Jahren einen Roomba im Einsatz nie wieder einen anderen

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  8. Sabine Edelmann

    Vorwerk ist der Beste! Man kann nur STiftung Warentest vertrauen.

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  9. Antje Engel

    Ich schmeiss mich gleich weg. Euer Ernst?
    1. Warum sind die meisten Daten mit dem Vorwerk ausgestattet wo doch ein anderer besser sein soll.
    2. 6 Std Ladedauer 🙂
    3. Ecken…. Geht gar nicht…. rundes Gerät.
    Aber mal so als Tipp am Rande. Die Kundenberater von Vorwerk schauen sich die Gegebenheiten jedes Haushaltes an und sehen ob ein Roboter geeignet ist oder nicht!
    Die Wischfunktion lassen wir jetzt mal aussen vor…Denn diese ist bei weiten nicht ausgeklügelt und läuft komplett oberflächlich. (Beim Roboter hier)

    Aber jedem das Seine 😉

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  10. Günther Zapf

    Nicht ohne Grund wurde der Vorwerk-Roboter Testsieger bei Stiftung Warentest

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      1. Redaktion

        Es gibt bei uns kein Sponsoring – und auch keine „gekauften“ Testsieger. Von manchen Herstellern bekommen wir für die Dauer des Tests leihweise Testgeräte zur Verfügung gestellt, die meisten Geräte kaufen wir jedoch regulär im Handel. Egal wie wir die Testgeräte erhalten, wir bilden uns unser Urteil absolut frei und unabhängig.

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  11. Anita Gnadlinger

    Liebe Antje Engel!
    Der Vorwerk Roboter ist nicht rund, macht die Ecken super und du kennst dich nicht aus.

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  12. Irina Schulz

    Haben von Vorwerk den VR200 🙂 die Ecken und die Teppiche sind kein Problem für den. Sind super zufrieden! !

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