Der beste Staub­sauger-Roboter

Robo-Parade: Alle Staubsauger aus dem Test
  • Test: Staubsauger Roboter – Testsieger Ecovacs Deebot M88

Der beste Saugroboter für die meisten ist der Ecovacs Robotics Deebot M88. Er reinigt in einem Durchgang eine ganze Etage und kann bequem aus der Ferne per App gesteuert werden. Er gehörte zu den leisesten Robotern im Test und arbeitet gründlich. Sein besonderer Clou ist das umfangreiche Zubehör aber vor allem ist er wesentlich günstiger als andere Roboter, die auch nicht mehr können. Der beste Wischroboter ist für uns ebenfalls ein Ecovacs, diesmal aber der Deebot OZMO 610. Das Wischergebnis ist gut und er liefert das beste Gesamtpaket ab.

Update 22. Februar 2018

Wir haben drei neue Saugroboter getestet, den Dyson 360 Eye, den Neato Botvac D85 und den iRobot Roomba 980. Alle drei punkten bei Teppich und der Neato und der Dyson sind zwei neue Empfehlungen. Der Roomba 980 enttäuschte aber leider, zumal für seinen hohen Preis.

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2. Februar 2018

Neben reinen Saugrobotern kommen zur Zeit immer mehr Geräte auf den Markt, die auch wischen können. Wir haben drei Nass/Trocken-Kombigeräte, sowie einen Wischroboter getestet und dazu ein neues Kapitel ergänzt. Unser Favorit in dieser Kategorie ist der Ecovacs Robotics Deebot OZMO 610.

29. Juni 2017

Anker verkauft unter dem Namen Eufy den RoboVac 11. Wir haben ihn einige Wochen unter unseren Testbedingungen ausprobiert und als neue Alternative hinzugefügt.

Außerdem haben wir den Test mit Langzeit-Erfahrungen zu Deebot und Medion aktualisiert.

Den Traum, die Haushaltsarbeit einfach von einem Roboter erledigen zu lassen, gibt es, seit es Roboter gibt. Mit Staubsauger-Robotern wird dieser Traum zum ersten mal ein bisschen Wirklichkeit – zumindest, was das Staubsaugen und Wischen angeht. Denn die regelmäßige Grundreinigung können einem Saug- und Wischroboter durchaus abnehmen, wie unser Test gezeigt hat.

Wir haben insgesamt elf Saugbroboter und vier Wischroboter für Sie getestet. Bei den Saugrobotern gibt es Modelle mit und ohne rotierende Bürste. Bei den Wischrobotern gibt es Exemplare, die sowohl wischen als auch saugen können, aber auch Modelle, die nur wischen können.

Welche Bauart für Sie am besten ist, hängt vor allem davon ab, wie Ihr Haus oder Ihre Wohnung ausgestattet ist. Ist die Wohnung komplett oder teilweise gefliest oder mit anderen glatten Oberflächen eingerichtet? Dann kommen Sauger ohne rollende Bürsten in Frage – aus Teppichen holen sie dagegen fast gar nichts heraus. Aber auch auf glatten Oberflächen lösen Roboterstaubsauger mit Bürstenwalze etwas mehr Schmutz.

Der Bodenbelag entscheidet über die Roboter-Wahl

Doch auch glatte Flächen haben Fallstricke: Schmale Fugen zwischen den Fliesen oder zwischen den Holzdielen können manche Sauger nicht gründlich reinigen, gerade solche, die auf textilem Belag stark sind. Hier bleibt gern Staub und Schmutz hängen, da muss man dann alle paar Wochen per Hand nacharbeiten.

Bei Teppichen eignen sich Roboter nur für Niedrigflor-Beläge, in Langflor-Teppichen bleiben sie stecken. Dafür sollten sie ein Modell mit zwei gegenläufig rotierenden Walzenbürsten wählen (Roomba-Modelle). Läufer und einzeln liegende Teppiche mit langen Quasten können für solche Saugroboter aber ein Problem sein, denn die Walzen wickeln die gern auf.

Wischroboter sind technisch gesehen Staubsauger-Robotern sehr ähnlich, sie besitzen jedoch zusätzlich einen oder mehrere Wassertanks und kommen mit Wischtüchern fürs Nasswischen und Polieren und haben spezielle Programme, die das Grobsaugen, Einweichen und Wischen separat ausführen. Unseren Test zu Wischrobotern finden Sie auf der zweiten Seite.

Saugroboter im Test

Die kleinen Haushaltshelfer werden immer beliebter. Deshalb haben wir uns elf Modelle ausgesucht und ausführlich getestet. Wir waren gespannt, ob die Roboter unsere Erwartungen erfüllten können.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Ecovacs Robotics Deebot M88

Test Staub­sauger-Roboter: Ecovacs Robotics Deebot M88
Fokus auf Trocken-Saugen – ein guter Helfer für größere Räume und Etagen.

Der Ecovacs Deebot M88 bietet mit Abstand das beste Preis-Leis­tungs­ver­hält­nis aller getesteter Staubsauger-Roboter. Mit seinem Fokus auf harte, glatte Oberflächen kann der Deebot M88 nicht nur beim Saugen punkten, sondern auch durch seine Wischfunktion. Teppiche, Ritzen und Übergänge sind dagegen nicht seine Stärke – das schafften nur die wenigsten Saugroboter zu unser vollen Zufriedenheit (Roomba 980, Botvac D85, Dyson 360 Eye).

Wer für eine Etage mit mehreren Räumen, wenigen Barrieren und nur kleinen Höhenunterschieden einen Putzhelfer sucht, der wird mit dem Ecovacs Deebot M88 glücklich werden.

Für Allergiker

Vorwerk Kobold VR200

Roboter-Staubsauger im Test: Vorwerk Kobold VR200
Für Staub-Allergiker die beste Wahl: Die Entleerung ist hier staubfrei mit dem Bodenstaubsauger möglich.

Sehr solide gefertigt und mit einer stabilen Basisstation ausgestattet ist der Vorwerk Kobold VR200. Als einziger Sauger im Test ist er auch für Allergiker geeignet, da man den Staub mit einem normalen Bodensauger absaugen kann. Für große Flächen ist er gut geeignet.

Aber dann kommen wir zu den Nachteilen: Hohe jährliche Wartungskosten und ein lautes Sauggeräusch machen die anfängliche Euphorie zu Nichte. Vor allem, weil der Vorwerk mit sehr hohen Anschaffungskosten schon von Anfang an nichts für den schmalen Geldbeutel ist.

Auch gut

Eufy RoboVac 11

Test Staub­sauger-Roboter: eufy RoboVac 11
Kommt mit großem Staubbehälter und ist ein zuverlässiger Zeitarbeiter.

Der Eufy RoboVac 11 ist ein robust aufgebauter Sauger, der seine Arbeit gut macht. Er vermisst die Etage und fährt nur selten gegen Stühle oder Wände. Seinen Platz in die Ladestation findet er immer selbständig wieder. Sogar auf Teppichen mit niedrigem Floor reinigt er gut – wobei Teppichböden für alle Sauger eine Herausforderung darstellen

Zwischenladunngen sind auch beim Eufy nicht möglich und die eingestellte Saugzeit duldet keinen Tag Unterbrechung. Will man das, muss man ihn manuell ausschalten. Für einen sehr annehmbaren Preis ist der Sauger von Eufy eine gute Wahl für Einsteiger.

Stabil gebaut

Neato Botvac D85

Test Staub­sauger-Roboter: Neato Botvac D85
Stabiler gebaut als alle anderen und mit dem größten Staubbehälter im Test.

Neatos Botvac D85 ist der Spezialist für alle, die überwiegend textile Bodenbeläge haben. Mit der lamellenbesetzten Bürstenwalze wird Schmutz aufgewirbelt und sogleich eingesaugt. Durch den der Konstruktion geschuldeten Abstand zwischen Bürstenwalze und Fußboden ist die Reinigungswirkung auf glatten Oberflächen schwach, insbesondere bei Fliesen und mehr oder minder tiefen Fugen und Ritzen.

Der Botvac D85 hat seine Stärke im einfachen Aufbau, der stabilen Konstruktion und der simplen Bedienung. Der Staub-Tank ist mit 0,7 Litern der größte im Testumfeld. Dafür ist er aber auch relativ laut während der Fahrt.

Es gibt zwar keine App mit verschiedenen Saug-Modi, wohl aber ein Display am Gerät für Zeit und Timer.

Wenn Geld egal ist

Dyson 360 Eye

Test Staub­sauger-Roboter: Dyson 360 Eye
Stärkste Saugleistung für Teppich und Hartböden, einfachste Entleerung.

Der Dyson 360 Eye ist sehr teuer, seine Saugleistung toppt aber auch jeden Konkurrenten, was besonders auf Teppich sichtbar wird. Für die schnelle Reinigung zwischendurch ist der Dyson aber aufgrund häufiger Zwischenladungen und kurzer Reinigungszeit untauglich. Wer tagsüber lange Zeit nicht im Hause ist, der kann dem Dyson aber auch gut und gerne 80 bis 100 Quadratmeter anvertrauen – vorausgesetzt, Hindernisse wie Schnürsenkel oder Wäscheständer werden entfernt.

Leider ist auch das Reinigungsergebnis in Ecken, Randbereichen und unter Möbeln aufgrund der hohen Bauhöhe schlecht. Da ist die Konkurrenz mit Seitenbürste gründlicher und schneller.

Vergleichstabelle

TestsiegerFür AllergikerAuch gutStabil gebautWenn Geld egal ist
Modell Ecovacs Robotics Deebot M88 Vorwerk Kobold VR200 Eufy RoboVac 11 Neato Botvac D85 Dyson 360 Eye iRobot Roomba 871 iRobot Roomba 980 Medion MD 16192 Saugroboter Neato BotVac Connected Philips SmartPro Compact FC8776/01 Dirt Devil M612 Spider 2.0
Test Staub­sauger-Roboter: Ecovacs Robotics Deebot M88Roboter-Staubsauger im Test: Vorwerk Kobold VR200Test Staub­sauger-Roboter: eufy RoboVac 11Test Staub­sauger-Roboter: Neato Botvac D85Test Staub­sauger-Roboter: Dyson 360 EyeTest Staub­sauger-Roboter: iRobot Roomba 871Test Staub­sauger-Roboter: iRobot Roomba 980Test Staub­sauger-Roboter: Medion MD 16192 SaugroboterTest Staub­sauger-Roboter: Neato BotVac ConnectedTest Staub­sauger-Roboter: Philips SmartPro Compact FC8776/01Test Staub­sauger-Roboter: Dirt Devil M612 Spider 2.0
Pro
  • Gut bei glatten Oberflächen
  • Timer/Modi in App einstellen
  • Für Allergiker geeignet
  • Auch für große Flächen gut
  • Gutes Reinigungsergebnis
  • Einfache Bedienung
  • Stabilstes Robo-Chassis
  • Nachladen und Weitermachen
  • Timer
  • Großer Staubtank
  • Gutes Reinigungsergebnis
  • Timer und Modi in App einstellbar
  • Sehr saubere Entleerung
  • Kein Ausklopfen der Filter
  • Geringe Folgekosten
  • Verfilzungsfreie Gummiwalzen
  • Geringe Wartungskosten
  • Verfilzungsfreie Gummiwalzen
  • Geringe Wartungskosten
  • Erstellt Reinigungs-Karte
  • Settings in App einstellbar
  • Schmutz- und Raumerkennung
  • Gründlichste Reinigung im Test
  • Sehr günstig
  • Größter Tank und stabilstes Gehäuse im Testfeld
  • Sehr niedrige Bauweise
  • Gutes Reinigungsergebnis
  • Leisester Sauger
  • Günstig
Contra
  • Teppich und Übergänge sind nicht seine Stärke
  • Wischfunktion ohne Pumpe, mit kleinem Tank
  • Saugergebnis gut, aber etwas schwächer als beim Ecovacs
  • Hohe Wartungskosten
  • Teuer
  • Keine Zwischenladung möglich
  • Oberfläche zerkratzt schnell
  • Etwas unsauber in Randbereichen und Ecken
  • Fugen und Ritzen werden nicht immer sauber
  • Hohe Lautstärke
  • Teure Wartungsteile
  • Große Bauhöhe
  • Fährt nicht bei Dunkelheit
  • Hohe Lautstärke
  • Häufiges Nachladen
  • Keine Seitenbürsten
  • Sehr teuer
  • Schlechte Reinigungsergebnisse
  • Keine Fernbedienung und Zeiteinstellung
  • Teuer
  • Schlechte Reinigungsergebnisse bei Ritzen und Fugen
  • Sehr teuer
  • Etwas unkoordiniert und langsam
  • Keine Zwischenladung möglich
  • Fährt, bis der Akku leer ist – auch in kleinen Räumen
  • Schlechtes Reinigungsergebnis
  • Sehr laut
  • Keine programmierbaren Zeiten
  • Sehr kleine Staubbox
  • Keine Basis-Station, kein Return
  • Kein Timer
  • Kleine Staubbox
  • Klapprige Verarbeitung
  • Schlechte Absturz-Sensoren
Bester Preis

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So haben wir getestet

Der Markt an Staubsauger-Robotern ist inzwischen sehr unübersichtlich, doch wenn man die Spreu vom Weizen trennt, reduziert sich die Auswahl schnell auf renommierte Hersteller wie Ecovacs, iRobot, Neato oder Vorwerk.

Wir haben alle Tests und Bestenlisten zu Rate gezogen, die wir finden konnten und unzählige Kundenbewertungen gelesen und uns schließlich elf Geräte mit Preisen zwischen 150 und 1.000 Euro besorgt (drei Test-Etappen), denn wir wollten wissen, ob die teuren Robo-Sauger wirklich besser sind als die günstigen. Das Ergebnis vorweg: Das sind sie nicht wirklich.

Bei der Einsteiger-Klasse haben wir Modelle mit sehr kleinen Staubbehältern und vielen schlechten Kundenbewertungen außen vor gelassen, wie zum Beispiel den Dirt Devil M607 Spider. Nicht aber den Nachfolger Dirt Devil M612 Spider 2.0.

Um die günstigste Klasse im Rennen zu haben, haben wir uns stattdessen Medion MD 16192 und Eufy RoboVac 11 angesehen – sie kosten nur 150 bis 200 Euro und bringen dennoch Ladestation sowie Zeitsteuerung mit.

Recht beliebt sind auch die LG HomeBots, von ihnen war aufgrund eines Modellwechselprozesses allerdings kein Testgerät zu bekommen. Wir werden sie nachtesten, sobald sie verfügbar sind.

iRobot schickte uns den Roomba 871, später den Roomba 980, Ecovacs seine brandneue Mittelklasse Deebot M88. Neato brachte leider nur den etwas älteren BotVac Connected ins Rennen, mittlerweile hatten wir auch den beliebten Neato Botvac D85 mit dabei.

Vorwerk schickte uns mit dem Kobold VR200 einen Saugroboter, der bereits zahlreiche Testsiege für sich verbuchen konnte. Von Phillips kam uns die Mittelklasse ins Haus, der SmartPro Compact FC8776/01. Inzwischen haben wir außerdem den Eufy Robovac 11 von Anker und den Dyson Eye 360 getestet.

Was Sie über Saugroboter wissen müssen

Staubsauger-Roboter können eine angenehme Hilfe für die regelmäßige Grundreinigung sein, sie entfernen zuverlässig Staub, Flusen und lockeren Schmutz vom Boden. So gründlich wie per Hand mit dem Bodenstaubsauger reinigt aber keiner von ihnen.

Vorwerk Kobold VR200: Walze - verfilzt bei textilen Bodenbelägen schnell
Vorwerk Kobold VR200: Die Walze verfilzt bei Teppichen schnell.

Das liegt zum einen an der wesentlich geringeren Saugleistung von Saugrobotern. Während normale Haushaltsstaubsauger eine Leistung von 600 bis 1600 Watt haben, kommt ein Batterie-Sauger gerade mal auf 35 bis 40 Watt.

Allerdings sind die Roboter fleißiger, wodurch gerade die für textile Beläge optimierten Roboter (Dyson 360 Eye, Neato Botvac D85, iRobot Roomba 980/871) im Vorteil gegenüber dem großen Sauger sind: Durch die täglichen Fahrten holen sie unterm Strich mehr Schmutz aus dem Läufer als ein hastiges wöchentliches Saugen mit dem großen Sauger.

Von einer »Tiefenreinigung« von Teppichen kann damit keine Rede sein. Die spindelförmigen Walzen mit Gummi oder Bürsten besetzt klopfen zwar die Oberfläche durch und saugen den aufgewirbelten Schmutz auf, jeder einfache Bodenstaubsauger ist da aber um Längen gründlicher und holt mehr Sand, Haare und Fusseln aus dem Teppich.

Saugroboter sind nie so gründlich wie herkömmliche Staubsauger

Aber auch auf Dielen oder Fliesen fahren Saugroboter oft über losen Schmutz hinweg, der in schmalen Fugen liegenbleibt und auch Ecken sind für sie oft ein Problem.

Um ein Nachreinigen von Ecken und einer regelmäßigen gründlichen Reinigung von Teppichen kommen Sie also auch mit einem Staubsaug-Roboter nicht umhin.

Typische Schwachstellen

Die Sensorik heutiger Roboter ist ausgefeilt, selbst die günstigen Modelle fahren nicht blindlings drauflos und bemerken die nächste Wand erst, wenn ihr Stoßfänger dagegen rempelt. Sie erkennen Hindernisse, merken sich Räume, fahren bestimmte Reinigungsmuster und erkennen teilweise sogar den Schmutz, um die Stelle dann besonders sorgfältig zu bearbeiten.

Das alles nützt aber nichts, wenn Kabel, Gardinen, Lego-Bausteine, Holzstäbchen, Schnürsenkel oder Blumenvasen den Weg versperren. Solche Hindernisse sind für die Sensorik mitunter zu klein, sie werden im besten Fall einfach zur Seite geschoben.

Im ungünstigen Fall – und der ist in der Praxis der Normalfall – fährt sich der Sauger aber an der Gardine fest. Er rollt mit der Seitenbürste einen Schnürsenkel auf oder er blockiert seine Walze mit dem Faden eines Teppichs. Doch auch mobile Gegenstände – wie die bemalten Holzscheiben der Kinder – versucht mancher Sauger zu überfahren und dann sitzt er obenauf und kommt nicht weiter.

Auch kleine Stolpersteine können stören

Gefährlich kann es sogar werden, wenn der Roboter ein Kabel zieht und Gegenstände vom Tisch zerrt oder eine Vase umreißt. Jeder Neu-Eigentümer sollte sich auf eine spaßige Lernphase einlassen, denn die kleinen Roboter sind unermüdlich im Ausprobieren neuer Blockaden. Erst nach Tagen werden Sie ihre Wohnung derart optimiert haben, dass der kleine Helfer störungsfrei seine Arbeit verrichten kann.

Vor allem in Wohnungen, die ausschließlich oder hauptsächlich glatte Böden haben, können Robotersauger aber viel Arbeit abnehmen. Genau das ist der Anspruch, den sie im besten Fall an einen Roboter haben können: Er nimmt Ihnen einen erheblichen Teil ihrer Staubsaugerfahrten ab – am besten während sie gar nicht zuhause sind.

Wie viel kann gereinigt werden?

Die Roboter fahren mit einer Akkuladung nur eine bestimmte Zeit, sehr große oder verwinkelte Etagen müssen daher unter Umständen mit einer Zwischenaufladung abgefahren werden. 60 Quadratmeter fahren auch die einfachen Sauger in einer Akku-Tour ab – sofern die Räume nicht extrem verwinkelt sind.

iRobot App: High-End-Geräte erstellen eine Reinigungs-Karte - einen echten praktischen Nutzen hat das aber nicht
iRobot App: High-End-Geräte erstellen eine Reinigungs-Karte – einen echten praktischen Nutzen hat das aber nicht

Bei Flächen von mehr als 60 Quadratmeter und mehr als vier Räumen sollten sie auf jeden Fall nach einem Modell suchen, dass eine Zwischenaufladung des Akkus einlegen kann. Doch erst die Mittelklasse-Sauger beherrschen das Fortsetzen der Reinigung.

Bereiche, die nicht abgefahren werden sollen, können übrigens bei einigen Saugrobotern mit einer virtuellen Wand aus einer Lichtschranke oder einem Magnetband abgesperrt werden. Wenn Sie so etwas benötigen, sollten Sie sich vorher über das nötige Zubehör erkundigen, denn das kostet extra.

Wie lange dauert die Reinigung?

Die Roboter verrichten ihre Arbeit relativ gemächlich, je verwinkelter die Räume sind und je mehr Hindernisse herumstehen desto länger dauert es. Bei 60 Quadratmetern und drei Räumen müssen Sie mit 60 bis 80 Minuten Saugarbeit rechnen.

Die meisten Modelle fahren Räume nach einem bestimmten Muster ab. Das kann zuerst der Rand, danach ein linienförmiges Abfahren sein, es gibt aber Z-Muster und reine Zufallsfahrten. Die sind sind nicht sehr effizient, da Bereiche doppelt oder gar dreifach abgefahren werden.

Lichtschranke iRobot
Lichtschranke von iRobot.

Im Hinblick auf eine große Flächenleistung mit einer Akkuladung ist eine Fahrt nach Plan sinnvoller. Hierzu muss der Roboter zuerst die zu saugende Fläche kartieren, zum Beispiel durch eine Fahrt entlang des Randes. Das machen die Robotersauger in der Regel mit einer oder zwei Kameras oder mit einem Laser.

Zu den typischen Fahrmustern zählen die Geradeausfahrt, der Zick-Zack-Modus, die Wandverfolgung und die Spiralfahrt. Roboter mit Raumplanung sind zusätzlich in der Lage in überlappenden Linien zu fahren.

Geplante Reinigungsfahrten führen schneller zu sauberen Böden

Wenn Sie eine möglichst schnelle Reinigung wollen, sollten Sie auf Modelle achten, die eine geplante Reinigung, also Raum für Raum, fahren können. Der Roboter erkennt dann, wo er schon war und fährt in Linien die Flächen ab. Das geht schneller als die planlose Zufalls-Herumfahrerei der günstigeren Modelle.

Soll der Roboter während Ihrer Abwesenheit reinigen, spielen Lautstärke, Ladezeit und Reinigungsdauer kaum eine Rolle. Wenn hingegen in der Nacht gesaugt wird, z. B. im Nebengebäude oder in der Etage ohne Schlafzimmer, dann ist ein niedriger Lärmpegel wichtig. Achten Sie auf eine Lautstärke-Angabe von unter 60 Dezibel.

Was ist mit Treppen?

Roboter starten in der Regel zeitgesteuert oder manuell von ihrer Ladestation aus, nach der Arbeit oder bei knappem Akku-Stand kehren sie selbständig dorthin zurück. In andere Etagen muss der Roboter getragen werden, denn Treppen kann er nicht steigen. Doch auch dort führt der Roboter den gewünschten Reinigungsmodus durch – und bleibt dann am Ausgangspunkt stehen.

Vorwerk Kobold VR200: Kletterhilfe am Rad
Vorwerk Kobold VR200: Kletterhilfe am Rad

Wenn Sie Türschwellen und geringe Höhenunterschiede im Haus oder in der Wohnung haben, sollten Sie einen Roboter mit Steighilfe wählen, bei dem explizit die Überwindung eines bestimmten Höhenunterschiedes genannt wird. Bei unserem Testsieger Deebot M88 sind das zum Beispiel 1,8 Zentimeter.

Treppenstürze kommen selten vor

Treppen oder andere Abgründe sind kein Problem für die Sauger, sie besitzen eine Absturzsicherung. Dennoch empfehlen die Hersteller, an solchen Punkten während der ersten Reinigung dabei zu sein. Die Sensoren arbeiten nämlich nicht bei allen Untergründen zuverlässig, etwa wenn der Boden stark glänzt oder gar spiegelt. Das Medion-Gerät etwa stürzte einjähriger Betriebszeit wenigstens fünfmal die Treppe hinunter.

Kinder und Haustiere

Wenn viele Tierhaare gesaugt werden müssen, sollte der Roboter eine Bürstenrolle haben und nicht nur eine Saugöffnung.

In Wohnungen mit kleinen Kindern müssen dagegen besonders viel Sand, Staub und Essenskrümel eingesammelt werden. Staubbehälter kleiner als 0,4 Liter haben hier nichts zu suchen. Außerdem spielt die Robustheit des Chassis eine Rolle: Schnell bricht Kunststoff, wenn sich der Sohnemann zum Ritt auf den Sauger setzt. Der Neato Botvac D85 hat das stabilste Chassis von allen.

Staubsauger-Fürsorge

Wenn Sie nicht bereit sind, täglich den Staubsauger-Beutel zu entleeren und den Filter auszuklopfen, sollten Sie auf einen großen Filter und ein Staubbehältervolumen von mindestens 0,4 Liter achten.

Ein tägliches Freiräumen des Bodens muss ebenfalls sein, denn der Roboter fährt sich in der Praxis unweigerlich an Schnürsenkeln, Kabeln, Tüchern oder Gardinen fest. Auch müssen Sie auf Gegenstände achten, die herunterfallen könnten: die Ming-Vase auf dem wackeligen Beistelltisch sollten Sie in Sicherheit bringen, denn kleinere Rempeleien können durchaus vorkommen.

Hin und wieder muss der Roboterstaubsauger auch gewartet werden. Typischerweise müssen regelmäßig der HEPA-Filter, die Hauptbürste (falls vorhanden) und die kleinen Seitenbürsten gewechselt werden. Am besten prüfen Sie vor dem Kauf, was die kosten, denn Sie müssen sich auf einen regelmäßigen Ersatz einstellen.

Vor dem Kauf auf die Wartungskosten achten – das kann viel Geld sparen

Wie gewöhnliche Staubsauger sind die meisten Saugroboter mit einem HEPA-Filter bestückt. Er hält Feinstaub zurück, damit der nicht in die Raumluft gepustet wird. Der HEPA-Filter muss bei jeder Entleerung gereinigt und mehrmals in Jahr ausgetauscht werden. Das häufige manuelle Ausklopfen und Reinigen könnte für den Hausstaub-Allergiker ein Problem darstellen – das gilt für alle Saugroboter.

Test: Staubsauger Roboter – Testsieger Ecovacs Deebot M88

Testsieger Saugroboter: Ecovacs Deebot M88

Von allen Roboterstaubsaugern im Test hat uns der Deebot M88 von Ecovacs unter dem Strich am meisten überzeugt. Er liefert fast die selbe Reinigungsleistung (außer auf Teppich) wie zum Teil doppelt so teure Konkurrenz, außerdem saugt er nicht nur, sondern kann auch wischen.

Testsieger

Ecovacs Robotics Deebot M88

Test Staub­sauger-Roboter: Ecovacs Robotics Deebot M88
Fokus auf Trocken-Saugen – ein guter Helfer für größere Räume und Etagen.

Inbetriebnahme

Alle Saugroboter konnten auch ohne ausführliches Studium der Anleitung zügig in Betrieb gesetzt werden – allerdings immer erst, nachdem die Akkus an der Basisstation vollständig aufgeladen wurden. Das Anstecken der Seitenbürsten und das Einlegen diverser Filter geht mit den beiliegenden Schnellstart-Anleitungen schnell von der Hand.

Den ersten Testlauf haben wir immer ohne gegebenenfalls vorhandene App-Steuerung ausgeführt. Beim Testsieger Ecovacs Deebot M88 braucht es nur einen Knopfdruck am Gerät und schon geht die automatische Reinigung los.

Bedienung

Der Ecovacs Deebot M88 bietet verschiedene Fahrmodi: »Automatik«, »Punkt«, »Rand« und »Einzelraum«. Mit der Zusatzfunktion »Intensiv«, steigert der Sauger seine Saugleistung und fährt langsamer, sie kann allerdings nur über die Smartphone-App eingestellt werden.

Zusammen mit dem Vorwerk Kobold VR200, dem Neato BotVac Connected und Roomba 980 gehört der Deebot nämlich zu den Saugern mit WLAN-Verbindung und App-Steuerung. Die Smartphone-Apps sind ähnlich aufgebaut und nehmen sich im Bedienkomfort kaum etwas.

Bei Kobold VR200 und BotVac Connected kann der Nutzer aber auch ganz auf die App verzichten, an den Saugern gibt es ein kleines Display und Touch-Tasten für die Bedienung, über die Reinigungsmodi und die flexible Zeitprogrammierung eingestellt werden kann.

Der Deebot M88 hat kein Display, was uns aber nicht stört, im Gegenteil: In der übersichtlichen App können die Reinigungszeiten viel bequemer eingestellt werden.

Wie bei allen Robotersaugern, die über eine App gesteuert werden können, kann auch beim Ecovacs Deebot M88 für jeden Wochentag eine oder auch mehrere verschiedene Reinigungsszeiten eingestellt werden. Andere Robo-Sauger wie der von Medion bieten lediglich eine einzige programmierbare Zeit oder nicht einmal das: Der Philips SmartPro Compact hat zum Beispiel lediglich eine »Starte-in-24-Stunden-Taste« auf der Dockingstation.

Für jeden Wochentag können verschiedene Reinigungszeiten eingestellt werden

Der Deebot M88 kann einfach über die große Taste auf dem Roboter gestartet werden, aber auch über die Fernbedienung oder die App.

Er kann entweder in einem Zufallsreinigungsmuster oder in einem programmierten Reinigungsmuster fahren. Beides kann man auch je nach Bodentyp einstellen.

Im programmierten Muster plant der Roboter seine Route und fährt dann überlappende Linien. Vorher fährt der M88 durch jeden Raum und scannt dabei die Abmessungen. Das ist zeiteffizient, für Teppiche ist das Z-Muster mit der Zufallsreinigung dagegen wirkungsvoller. Anderen Saugroboter wie die von Roomba, Kobold und Botvac Connected beherrschen das mit ihren Laser-Sensoren aber ebenfalls.

Welches Reinigungsmuster das effizienteste ist, ist allerdings eine akademische Frage, die in der Praxis keine große Rolle spielt. Denn letztlich kommt es vor allem auf das Ergebnis an. Und das war beim einfachsten Modell, dem Medion MD 16192, der sich nur mit Infrarot-Entfernungsmessung im Zufallsprinzip durch den Raum kämpft, nicht schlechter als bei den Mittel- und Oberklasse-Modellen. Er braucht dafür zwar länger, aber wenn Sie den Roboter tagsüber laufen lassen, wenn Sie nicht zuhause sind, oder in der Nacht, spielt das nicht wirklich eine Rolle, schließlich zahlt man dem Roboter keinen Stundenlohn.

Praxistest

Unser Testparcours war das Erdgeschoß eines Einfamilienhauses mit Flur und Wohnküche. Abfahrend von der Basis reinigte der Ecovacs Deebot M88 in 60 Minuten (ohne Turbo) diese Etage ohne Zwischenladung und fuhr dann zielsicher zur Basis zurück. Durch den Intensiv-Modus verlängert sich diese Zeit um 10 Minuten, der Roboter fährt langsamer.

Test Staubsauger-Roboter – Wettkampfplatz: 21 Schmutzpunkte
Wettkampfplatz: 21 Schmutzpunkte.

In etwa dieselbe Zeit benötigte der Kobold von Vorwerk, nach 56 Minuten (Turbo) wurde die Basis wieder angelaufen. Roomba 871 war 67 oder auch 82 Minuten in der Etage unterwegs (je nach Verteilung der Hindernisse). Am längsten benötigten SmartPro Compact FC8776/01 und Medion MD 16192 mit 107 bzw. 115 Minuten. Der Medion fährt grundsätzlich seinen Akku leer, was in kleinen Räumen für einen unnötig langen Arbeitsprozess sorgt.

Zwischenladungen musste von allen Testgeräten nur der Neato BotVac Connected durchführen und zwar mehrfach. Nach 63 Minuten (Turbo) fuhr er für 18 Minuten die Station an, reinigte dann weitere 34 Minuten, um dann abermals 1:42 Stunden zu laden. Danach ging der Neato Botvac zum dritten Mal auf Tour (22 Minuten).

Ein Sauger mit Zwischenladungs-Funktion ist für große Flächen sinnvoll

Insgesamt war der Botvac damit vier Stunden beschäftigt, inklusive Zwischenladung. Da halten wir es lieber mit den 60 Minuten unseres Testsiegers. Wir müssen dem Neato BotVac Connected aber zugutehalten: Diese lange Arbeitszeit war nicht in jedem Testlauf der Fall. Das Schwestermodell Botvac D85 hatte den wohl besseren Akku und hielt knapp 1,5 Stunden durch und musste nicht nachladen.

Der Testsieger Ecovacs Deebot M88, kann für große Flächen eingesetzt werden, denn er legt bei erschöpftem Akku Zwischenladungen ein. Bis auf SmartPro Compact und Medion MD 16192 beherrschen das alle Roboter, sie setzen die Reinigung dann an der letzten Position fort.

Das Update mit Dyson 360 Eye, Neato Botvac D85, iRobot Roomba 980 haben wir im Obergeschoss ausgeführt, auch hier mussten die Probanden die Schmutzstellen auf der gesamten Etage finden. Das erledigten alle drei recht gut, wobei Dyson 360 Eye viele Ecken und Randbereiche mangels Bürsten und auf Grund seiner Bauhöhe von 12 cm nicht erreichte und Schmutz hinterließ.

Höhenunterschiede

Der Deebot M88 hat keine Steighilfe wie der Kobold, er kann aber laut Hersteller Türschwellen und Ähnliches bis 18 Millimeter Höhe überwinden. Der Kobold soll Höhen von bis zu 20 Millimeter überwinden können. Im Test war es aber der Neato BotVac Connected, der als einziger einen Kletterversuch auf die Schuhwanne (30 Millimeter) unternahm. Auch Dyson 360 Eye kann mit seinem Kettenantrieb zirka 18 mm überwinden.

Wichtig zur Überwindung von Schwellen ist die Bauform des Roboters: Die Schwelle muss unter dem Stoßfänger liegen, denn wenn der die Schwelle berührt, wird sie als Hindernis interpretiert und der Roboter macht kehrt.

In unserem Test mussten alle Roboter vier bis sechsmal das Erdgeschoss reinigen, und zwar unter Benutzung aller zur Verfügung stehender Saugoptionen. Uns waren dabei zwei Fragen wichtig: Findet der Roboter jede unserer 21 mit Gries markierten Schmutz-Positionen? Sind alle Positionen zufriedenstellend gereinigt oder sind sie unsauber?

Saug-Test

Testsieger Deebot M88 machte seine Sache gut, er fand 90 Prozent der Messpunkte. Damit lag er allerdings im Durchschnitt aller Testgeräte, von iRobot bis Medion packten alle diese Marke. Kein Saugroboter erreichte indes alle Schmutzstellen, keiner schaffte also die 100Prozent-Quote. Es gab auch Durchgänge, in denen alle 21 Positionen überfahren wurden, im Durchschnitt kamen die einzelnen Roboter aber wieder auf 90 Prozent Trefferquote.

Gründlichkeit

Während alle Roboter den Flächentest gut bestanden, gab es gravierende Unterschiede bei der Qualität der Reinigung. Unser Test-Fußboden besteht einerseits aus Fliesen mit normal-breiten bis sehr breiten Fugen, der zweite Flächenteil ist mit Nut-Feder-Dielen mit einem sehr schmalen, gleichmäßigen Spalt zwischen den Hölzern ausgelegt.

Der Testsieger Deebot M88 reinigte im Normal-Modus 60 Prozent der Messpunkte gründlich. 40 Prozent waren entweder gar nicht angefahren worden oder eben unsauber. Der M88 fuhr sechs Durchgänge, je drei mit der Universalbürste und drei mit der direkten Saugoption. Für die Gründlichkeit des M88 spielte es eine Rolle, ob Sauger oder Bürste, allerdings andersherum als anzunehmen gewesen wäre: Mit der Bürste wurde die Gründlichkeit nämlich schlechter.

60 Prozent Saugqualität hören sich für einen Testsieger nicht gerade positiv an. Sie kommen allerdings dadurch zustande, dass in den Fugen der Dielen und an einem Übergang von Fliese auf Schmutzfangläufer zu viel der Gries-Markierung liegen blieb.

In Fliesenfugen bleiben Staubreste zurück

Das kann bei vollkommen planen Laminat-Böden und Fliesen ganz anders aussehen. Bei einem solchen Untergrund kann der Deebot M88 nach unserer Einschätzung alles ohne Rest aufsaugen und damit ein perfektes Ergebnis liefern. Außerdem gibt es den Intensiv-Modus: Hiermit holt der Sauger mehr Schmutz heraus, auch aus den Ritzen.

Ecovacs Deebot M88: Der Wischaufsatz hat eine feuchte Seite (blau) und eine trockene.
Ecovacs Deebot M88: Der Wischaufsatz hat eine feuchte Seite (blau) und eine trockene.

Hinzu kommt als Bonus des M88 der Wischaufsatz mit Wassertank. Eine enorme Reinigungswirkung darf man sich davon allerdings auch nicht versprechen: Den unten locker angeklemmten Aufsatz zieht der Roboter ohne Aufdrücken hinter sich her. Der Wassertank nässt tropfenweise den Wischbereich des Tuches, das Poliertuch trocknet die Fläche gleich wieder. Der M88 ist eben kein echter Wischroboter: Bei solchen können Saugen und Wischen getrennt ausgeführt werden, das ist hier nicht der Fall.

Ganz sinnlos ist die Funktion freilich nicht, doch hartnäckigen Schmutz oder klebrige Stellen kann der M88 mit der Wischfunktion nicht beseitigen. Das Wischen ist also eher als kleiner Zusatz-Staubfänger gedacht.

 

Das übrige Testgeräte-Feld war allerdings auf unserem anspruchsvollen Test-Parcours noch schlechter unterwegs: Der Neato BotVac Connected packte sogar im Turbo-Modus gerade mal 40 Prozent, iRobot Roomba 871 als auch Roomba 980 taten es ihm gleich. Schade, denn letztere besitzen sogar eine Schmutzerkennung, die das Gerät bei entsprechenden Stellen langsam vor und zurückfahren lässt. Vorwerks Kobold VR200 brachte 50 Prozent ins Rennen und war damit ebenfalls schlechter als der Testsieger.

Im Test-Update mit Dyson 360 Eye, Neato Botvac D85 und iRobot Roomba 980 hatte Dyson mangels Seitenbürsten das Nachsehen und der Roomba 980 litt unter mangelndem Bodenkontakt seiner Extraktoren.

Dyson reinigte Ecken und Randbereiche am schlechtesten, unterm Sofa und Schrank ebenso, da passt er mit einer Höhe von zwölf Zentimetern gar nicht drunter. Der Roomba 980 konnte die Fugen nicht reinigen, genauso wie der Roomba 871. Ansonsten war das Finden der Schmutz-Stellen für keinen der drei ein großes Problem.

Medion MD 16192: unsauber in solchen Ecken
Medion MD 16192: Unsauber in solchen Ecken

Kurios: Sowohl der flache Philips SmartPro Compact FC8776/01 als auch der gemütlich fahrende Medion MD 16192 Saugroboter saugen überdurchschnittlich gut. Medion legte ganze 80 Prozent hin, so sauber hat selbst der Testsieger nicht gearbeitet. Sieger wurde der Medion dennoch nicht, denn beim Komfort hapert es bei ihm gewaltig.

Lautstärke-Test

Testsieger Ecovacs Deebot M88 ist ein eher gemütlicher Geselle. Seinen Fahrstil beschreiben wir als vorsichtigen Annäherer. Bereits vor vermeintlichen Objekten bremst er ab. Sein gleichförmiges Geräusch (Herstellerangabe 56 Dezibel) ist ganz gut erträglich, es gleicht in der Lautstärke dem Medion MD 16192.

Am besten schnitt bei der Lautstärke der Philips SmartPro Compact FC8776/01 ab, er war mit Abstand der leiseste Sauger. Quasi brüllend laut sind dagegen der Neato BotVac Connected und Neato Botvac D85, speziell im Turbo-Modus. Der D85 fiel durch seine rumpeligen Fahrgeräusche auf.

Hier kann sich der Vorwerk Kobold VR200 positiv absetzen, angenehm leise ist aber auch der Kobold nicht. Der Roomba 871 macht vor allem durch seinen hektischen, wilden Fahrstil auf sich aufmerksam. Das ständige Beschleunigen und Abbremsen wirkte auf uns störend. Der Roomba 980 ist – bis auf den Turbo-Modus (auf Teppich) – nicht extrem laut.

Leerung Staubbehälter

Der Ecovacs Deebot M88 besitzt einen 0,38 Liter großen Staubbehälter. Das ist eine mittlere Größe, Roomba 871 / Roomba 980 (0,6), Vorwerk VR 200 (0,53) und Neato Botvac (0,7) haben größere Fassungsvermögen. Sehr klein sind hingegen die 0,25 Liter des SmartPro Compact als auch des Medion (0,3).

Leider war nur eines der Testgeräte 100 Prozent transportsicher. Der Testsieger war das aber nicht, sondern Dysons 360 Eye. Wie man ihn auch hält, hier rieselt kein Sand heraus. Die Staub-Behälter der anderen Sauger besitzen im besten Fall nur eine kleine Klappe, die ein Herausrieseln aber nicht verhindert, wenn der Roboter im 90 Grad Winkel getragen wird.

Das ist auch relevant, wenn der Behälter entnommen und zum Mülleimer getragen wird: Einmal ungünstig gehalten oder gar geschüttelt, schon rieselt Sand und Schmutz heraus. Am besten kam in dieser Disziplin der SmartPro Compact weg, doch dessen Box hat ja auch kaum Inhalt.

Die ideale Lösung, mit dem wenigsten Dreck beim Entleeren, hat Dyson: Tank und Ansaug- wie Raumfilter, sind nicht im Schmutzcontainer untergebracht. Das Ausklopfen staubiger HEPA-Filter bei fast jeder Entleerung entfällt. Einfach Tank auskippen und fertig, die Filter müssen nur alle paar Monate mal mit der Hand ausgewaschen werden. Vom Komfort her steckt Dyson damit jeden anderen Hersteller in die Tasche.

Roomba 871, Vorwerk VR 200 und Neato Botvac haben deshalb 45-Grad-Ausklapp-Griffe bzw. einen Handeinschub, wodurch die 45-Grad-Trageposition des Roboters automatisch entsteht. Hier hat der Testsieger Ecovacs Deebot M88 einen Nachteil, auf den kann man sich aber durch korrektes Tragen und etwas Vorsicht einstellen.

Die regelmäßige Leerung sollte gewissenhaft durchgeführt werden, denn Geräte wie Roomba 871, Deebot M88 und Medion MD 16192 wissen gar nicht, ob ihr Behälter voll ist – sie haben dafür keinen Sensor. Der Kobold meldet einfach nach mehreren Durchgängen, dass der Behälter einmal geleert werden müsste, unabhängig vom tatsächlichen Füllstand. Das führte im Test mehrmals zum Überlaufen der Behälter, davor waren weder der Testsieger noch der teure Kobold gefeit.

Für Haustiere und Allergiker

Vorwerk Kobold VR200: Das Staubgefäß kann mit einem handelsüblichen Bodenstaubsauger ausgesaugt werden.

Alle Staubsauger-Roboter haben HEPA-Feinstaubfilter. Die müssen bei jeder Entleerung ausgeklopft und/oder ausgespült werden – da steht der Allergiker dann in der Regel an seinem Mülleimer in der Staubwolke. Nicht gut.

Einzig Vorwerk und Dyson haben das Problem gelöst und sind deshalb die erste Wahl für Hausstaub-Allergiker. Vorwerk: Mit einem normalen Bodenstaubsauger kann die Staub-Box ganz einfach abgesaugt werden. Dyson: Filter und Staubfang sind getrennt eingebaut, die Filter müssen nicht ausgeklopft werden.

Schade, dass die anderen auf solche Lösungen nicht gekommen sind. Das Absaugen (Vorwerk) entfernt auch einen Teil des Staubes vom HEPA-Filter, der muss dann nicht mehr so oft manuell gesäubert werden. Bei Dyson werden die zwei Filter einfach alle paar Wochen mit Wasser ausgespült.

Haare von Haustieren werden am besten von der direkten Saugoption des Testsiegers Ecovacs Deebot M88 aufgenommen. Mit Bürsten bestückte Walzen verfilzen sehr schnell, was zu einem hohen Wartungsaufwand führt. Daher gefällt uns die mitgelieferte direkte Saugoption des Testsiegers sehr gut: Damit kann man gut ausprobieren, welcher Aufsatz die besten Ergebnisse bringt.

Ebenfalls bürstenfrei saugen Roomba 871, Roomba 980, Botvac Connected mit Alternativ-Walze, Philips SmartPro Compact und Medion MD 16192.

Roboter-Fallen

Fast kein Roboter blieb in unseren Tests von Störungen unbehelligt. Vom Testsieger bis zum einfachen Medion MD 16192: Alle blieben sie mehrmals irgendwo hängen, ob es nun Schnüre, Gardinen, Kabel oder flache Gegenständen waren, von denen sie nicht mehr herunterkamen.

iRobot Roomba 871: Kabel schiebt er meistens zur Seite
iRobot Roomba 871: Kabel schiebt er meistens zur Seite

Das Anti-Tangle-System des Roomba 871 machte die Kabel-Verträglichkeit etwas besser, gelöst wart dieses Problem aber erst beim Dyson 360 Eye, der keine Seitenbürsten besitzt. Doch auch Dyson wickelte Schnüre ein oder blieb wiederholt auf dem Fuß eines Wäscheständers hängen.

Es hilft also auch beim besten Roboter nichts: Störquellen müssen beseitigt oder durch Lichtschranken oder Magnetbänder unzugänglich gemacht werden.

Wartung

Staubsauger-Roboter müssen in gewissen Abständen mit neuen Filtern, Seiten- oder Hauptbürsten ausgerüstet werden. Wir gehen von mindestens vier HEPA-Filtern pro Jahr aus. Bei den Seitenbüsten dürften wenigstens zwei Paar nötig sein, Kobold und Botvac haben nur eine Seitenbürste.

Im Durchschnitt 40 Euro Wartungskosten im Jahr

Beim Testsieger Ecovacs Deebot M88 liegen diese Verbrauchskosten bei zirka 40 Euro im Jahr. Das liegt im Durchschnitt. Medion und iRobot sind mit 36-50 bzw. 27 Euro pro Jahr tendenziell günstiger. Das ist aber nur ein Anhaltspunkt, denn die Häufigkeit des Tausches hängt von der Putz-Frequenz und der Art der Bodenbeläge ab. Den Austausch des Akkus haben wir nicht mit einkalkuliert.

Verarbeitung

Deebot M88: schwere, robuste Basis
Deebot M88: schwere, robuste Basis

Der Ecovacs Deebot M88 gehört zu den soliden Konstruktionen im Testfeld, auch seine Basisstation teilt dieses Attribut. Sie ist schwer und mit rutschhemmenden Füßen ausgerüstet. Das ist keineswegs der Normalfall, einzig Vorwerk und Neato bringen Stationen mit, die fest auf ihrem Platz stehen und nicht vom Roboter beim Putzen an der Wand verschoben werden.

Die Basisstationen von Philips SmartPro Compact, Medion MD 16192 und iRobot Roomba 871 gefallen uns in dieser Hinsicht gar nicht: Sie sind zu klein, zu leicht und bei Medion / Philips mit dünnen Stromkabeln bestückt (Steckernetzteil).

Das wohl dickste Fell haben der Botvac Connected, aber auch der Kobold VR200. Unsanfte Stöße und ruppiger Transport machen diesen beiden Robotern nichts aus. Hierauf folgt der Testsieger Deebot M88 mit einem ordentlich verwindungsfesten Chassis.

Der Philips SmartPro Compact FC8776/01 ist mit dem dünnsten Plastik bestückt. Die Verankerung der Räder wirkt nicht sehr stabil. Wir haben nicht den Eindruck, dass wir einen Alltags-Sauger in den Händen halten, der auch mal den Sturz über ein paar Stufen überleben sollte. Beim Medion verhält es sich ähnlich, auch wenn der etwas solider ausfällt.

Zubehör

Der Ecovacs Deebot M88 sticht durch sein großes Zubehör-Paket aus dem Testfeld hervor: Wischaufsatz mit Tank und Nachfüll-Tuch, Fernbedienung, Hauptbürste plus Absaugfunktion, Ersatz-Feinstaubfilter und -Seitenbürsten sowie natürlich die Ladestation. Diese Menge an Zubehör inkl. etwas Verbrauchsmaterial gibt es bei keinem Konkurrenten zu diesem Preis. Lediglich das Magnetband vermissen wir, das bei älteren Deebot-Modellen beiliegt.

Test: Staubsauger Roboter – Testsieger Ecovacs Deebot M88
M88 Zubehör: Großes Zubehör-Paket.

iRobot legt sogar eine virtuelle Wand bei: Das Virtual Lighthouse 13819 im Wert von zirka 35 Euro sperrt ganze Bereiche eines Raumes wirkungsvoll ab. Eine solche Wand ist sonst nur noch bei Medion dabei, allerdings hatte das in unserem Test schlichtweg nicht funktioniert. Neato und Vorwerk legen für diesen Zweck Magnetbänder bei.

Was gibt es für Nachteile?

Einen perfekten Staubsauger-Roboter hatten wir nicht im Test. Auch beim M88 gibt es Schwächen, die positiven Aspekte überwiegen am Ende aber bei weitem.

Ein Nacheil: Der Ecovacs Deebot M88 hat mit 0,38 Liter nicht den größten Schmutztank.

Außerdem erschien uns der programmierte Fahrmodus etwas überorganisiert, mitunter erzielen die Zufallsfahren ein besseres Reinigungsergebnis. Die kann man aber in der App wählen und ausprobieren.

Die Staub-Box kleckert gerne einmal und der Roboter muss mit Vorsicht transportiert werden. Das geht aber auch den anderen Modellen aus dem Test so. Da es keine Füllstands-Warnung gibt, kann der Deebot M88 überlaufen. Dann verteilt er den eingesaugten Schmutz gleich wieder. Aber auch die anderen Sauger haben dieses Problem. Da hilft nur Routine bei den Entleerungen.

Allergiker haben wenig Auswahl – nur der Vorwerk-Sauger kommt in Frage

Allergiker haben wenig Freude an der häufigen Reinigung des HEPA-Filters. Auch dieses Problem haben alle Sauger – bis auf den Vorwerk VR 200, der damit unsere klare Empfehlung für Allergiker ist.

Ecovacs hat aber auch den Deebot D79 im Angebot, der eine Selbstleerung mit Absaugstation bietet. Er kostet ebenfalls 400 Euro, hat aber keine App-Steuerung und keinen Wischaufsatz. Für Allergiker und alle, die nicht ständig die Staubbox leeren wollen, ist der D79 aber eine gute Alternative.

Langzeit-Erfahrungen

Nach einem halben Jahr im Alltagseinsatz entpuppt sich der Deebot M88 als störrischer Geselle: Nach zwei Monaten fuhr er des nachts oder auch mal tagsüber nur noch einen halben Meter von der Station weg, piepste zehnmal und blieb dann liegen.

Leider haben wir bis heute keine echte Lösung des Problems gefunden, ein Firmware-Update bietet der Hersteller bislang nicht an. Der manuelle Betrieb funktioniert hingegen ohne Tadel, ebenso die oft genutzte wenn auch nicht besonders wirkungsvolle Wischfunktion.

Nach gut einem Jahr – bei fast täglichen Betrieb – haben wir noch nicht einmal den HEPA-Filter oder eine der Bürsten tauschen müssen. Allerdings wackelt die Aufhängung einer Seitenbürste sehr stark, so dass er sie manchmal verliert. Laufzeit und Antrieb sind weiterhin in Ordnung.

Ecovacs Deebot M88 im Testspiegel

Der Deebot M88 ist erst seit November 2016 auf dem deutschen Markt. Testberichte gibt es daher fast keine, wenn dann in wenigen Haushaltsroboter-Blogs. Haushalts-Robotic lobt das gute Gesamtpaket zum unschlagbaren Preis:

»Mit dem M88 hat Ecovacs einen richtig guten Saugroboter zum super Preis auf den Markt gebracht. Kein Roboter bietet aktuell diese Leistungen wie der M88.«

Netzwelt.de ist mit der Gründlichkeit bei der Etagenreinigung nicht zufrieden, lobt aber das gute Preis/Leistungs-Verhältnis.

Der Deebot M88 macht seine Sache im Test gut. Zwar verfügt er weder über Kameras noch über einen Laser, was ihn bei der Navigation manchmal ein wenig hindert. Doch was zählt, ist das Ergebnis – und das kann sich sehen lassen, sofern der Roboter nicht mehrere Räume gleichzeitig säubern soll.

Sobald neue Tests erscheinen, werden wir sie hier auflisten.

Alternativen

So gut unser Testsieger Ecovacs Deebot M88 insgesamt abgeschnitten hat, er ist nicht unbedingt für jeden das Richtige. Wenn Sie Allergiker sind oder nicht so viel ausgeben möchten, haben wir andere Empfehlungen für Sie.

Für Allergiker

Vorwerk Kobold VR200

Roboter-Staubsauger im Test: Vorwerk Kobold VR200
Für Staub-Allergiker die beste Wahl: Die Entleerung ist hier staubfrei mit dem Bodenstaubsauger möglich.

Der Kobold VR200 ist unsere Empfehlung für Allergiker, denn nur bei ihm kann die Staub-Box per Bodenstaubsauger abgesaugt werden.

Die Navigation ist ähnlich dem Testsieger ziemlich clever, Räume werden per Laser vermessen, danach erfolgt die Reinigung in überlappenden Linien. Bei der Gründlichkeit blieb der Kobold jedoch etwas hinter dem Deebot M88 zurück, in den Fugen der Fliesen und den Spalten zwischen den Dielen blieb Schmutz zurück.

Der Kobold eignet sich auch für große Etagen mit mehr als 60 Quadratmetern, denn er kann die Reinigung nach Zwischenladung des Akkus wiederaufnehmen. Er ist sehr robust und solide gefertigt, das gilt auch für die standsichere, große Basisstation.

Per App können Reinigungszeiten flexibel eingestellt werden und auch der Start ist aus der Ferne möglich. Für die handliche Bedienung ohne Smartphone legt Vorwerk zudem eine Fernbedienung bei.

Leider sind die jährlichen Wartungskosten mit zirka 71 Euro die höchsten des gesamten Testfeldes. Hinzu kommt die hohe Lautstärke, speziell im Turbo-Modus. Eigentlich kann mit ihm nur bei Abwesenheit gereinigt werden.

Vor allem aber ist der Vorwerk mit einem Preis von über 700 Euro sehr teuer. Zu kaufen gibt es ihn nur selten in Online-Shops, außer direkt bei Vorwerk.

Auch gut

Eufy RoboVac 11

Test Staub­sauger-Roboter: eufy RoboVac 11
Kommt mit großem Staubbehälter und ist ein zuverlässiger Zeitarbeiter.

Mit seinem 0,6-Liter-Staubbehälter, der nicht täglich geleert werden muss, dem zuverlässigen täglichen Fahrplan, der relativ langen Reinigungszeit von um die 90 Minuten und der guten Hinderniserkennung ist der RoboVac 11 ein nützliches Helferlein.

Wir empfehlen den RoboVac 11 für Etagen bis 80 Quadratmeter, die in Teilen niedrig-floride Teppiche haben können. Schwellen höher als 10 Millimeter kann der Eufy nicht überwinden und wegen der fehlenden Zwischenladungsfunktion sollten auch nicht zu viele Hindernissen die freie Fahrt unterbrechen.

Überzeugt hat uns vor allem die hohe Zuverlässigkeit. Hat man auf der Fernbedienung eine Zeit für die Reinigung eingestellt, rumpelt der RoboVac 11 mit seiner Walzenbürste los und nimmt eine ganze Etage in Angriff. Dabei findet er jedes Mal er den Weg zur Ladestation zurück. Praktisch: Die Fernbedienung sitzt in einer Mulde in der Station, bei Medion und Deebot mussten wir selbige oft suchen

Der große, robust ausgeführte Staubbehälter mit 600 Milliliter Fassungsvermögen muss, je nach Wohnung, nicht täglich geleert werden.

Der RoboVac 11 selbst ist recht robust aufgebaut, das gilt auch für den Staubbehälter und seine Arretierung. Leider zerkratzen die Oberflächen sehr schnell. Das Betriebsgeräusch ist erträglich brummend, zumindest im Normalmodus.

Mit der Walzenbürste ist das Ergebnis auf kurzen Teppichen angemessen und besser als bei Geräten ohne Bürste. Auch Ritzen und Fugen in Dielen bzw. Fliesen werden damit etwas besser gereinigt.

Auch die Hinderniserkennung muss sich vor den teuren Geräten nicht verstecken. Kleine Gegenstände werden meist umfahren, selten rempelt der RoboVac 11 an Wände oder Stühle.

Der RoboVac 11 läuft zirka 90 Minuten, danach lädt er ungefähr vier Stunden in der Station. Die Reinigung wird anschließend leider nicht fortgesetzt. Das kann bei sehr großen und komplexen Etagen mit vielen Hindernissen ein Problem werden. Unsere Etage mit 60 Quadratmetern schaffte er ohne Probleme.

Leider hat der RoboVac 11 von den markierten Schmutzstellen im Test 17 Prozent gar nicht gefunden, weitere 30 Prozent waren nur unsauber gereinigt. Das konnte selbst der günstige Medion besser, der auch im Zickzack-Modus herumfährt und nur eine Direktabsaugung hat. Perfekt war in dieser Disziplin allerdings keiner der Staubsaugerroboter.

Ersatzteile gibt es für den RoboVac11 auch im Sortiment. Den HEPA-Style Filter, die Roll- und Seitenbürste und den Bürstenschutz kann man bei Bedarf nachkaufen. Einen Ersatzakku gibt es leider momentan noch nicht.

Durch die tägliche, fixe Reinigungszeit können keine Tage als Ausnahme festgelegt werden. Man muss den RoboVac 11 also manuell ausschalten, wenn er Samstagnacht einmal nicht fahren soll.

Wer in die Welt der Roboter hineinschnuppern möchte und eine extrem einfache Bedienung ohne App mag, für den ist der Eufy RoboVac 11 genau der Richtige.

Stabil gebaut

Neato Botvac D85

Test Staub­sauger-Roboter: Neato Botvac D85
Stabiler gebaut als alle anderen und mit dem größten Staubbehälter im Test.

Neatos Botvac D85 ist nicht nur das mit Abstand stabilste Staubsauger-Modell, dass Sie aktuell erwerben können, es ist auch einfach aufgebaut: Tank und Deckel sind eine Einheit – herausnehmen, Filter ausklicken und Schmutz ausschütten, das wars!

Die Reinigungsleistung ist auf Teppich, gerade bei mittel- oder hochflorigen Belägen, ziemlich gut. Das liegt nicht nur am durchzugsstarken Motor, sondern auch an der Kombi-Bürste mit den Gummilamellen. Sie klopfen auf der gesamten Arbeitsbreite die Fasern auf, loser Schmutz wird aufgewirbelt und eingesaugt.

Aber: Je glatter der Teppich, um so schlechter ist die Reinigungswirkung – so war es auf jeden Fall bei unserem Schmutzfang-Läufer im Flur. Der Grund: Die Bürstenwalze befindet sich in einem Käfig. Damit sie die Oberfläche berührt, muss weicher Spielraum vorhanden sein. Auf glatten Oberflächen hat der Botvac D85 dann ein Problem: Loser Schmutz aus Fugen oder Ritzen wird nicht aufgesaugt, die Lamellen beziehungsweise die Bürste auf der Rolle berührt selbigen gar nicht.

Für Ansaugung per Saugwirkung ist der Abstand zu groß und die Saugleistung durch die hohe Arbeitsbreite punktuell zu gering. Hier ist der Testsieger mit dem besseren Bodenkontakt seiner Bürstenwalze besser aufgestellt.

Auf eine App verzichtet der Hersteller bei diesem Modell – die Connected-Modelle haben dementsprechend eine. Ebenso hat man eine Fernbedienung eingespart. Auf dem kleinen Display können Sie lediglich die Zeit und die Arbeitszeiten einstellen. Settings zur Reinigungsleistung, wie Turbo/Leise-Modus, sind nicht möglich.

Damit wären wir beim zweiten Problem des Botvac D85: Er ist laut und fährt dazu noch ziemlich rumpelig über die Etage. Wir konnten im Erdgeschoß deutlich vernehmen, wo er sich gerade aufhielt. Die Laufzeit ist mit zirka 60 Minuten zwar nicht schlecht, doch es gibt bessere Zeiten. Hier macht sich bemerkbar, dass es keinen Eco-Modus mit weniger Saugleistung gibt.

Wenn Geld egal ist

Dyson 360 Eye

Test Staub­sauger-Roboter: Dyson 360 Eye
Stärkste Saugleistung für Teppich und Hartböden, einfachste Entleerung.

Der Dyson 360 Eye ist ein kontrovers diskutierter High-End-Sauger, der in vielen Kundenbewertungen viel Kritik einstecken muss. Zu teuer, schlechte Orientierung im Raum, grundloses Liegenbleiben auf freier Fläche und Reinigungszeiten von bis zu 12 Stunden durch häufiges Nachladen – so die Kritik in den Bewertungen.

Dyson App: Karte einer abgeschlossenen Reinigung (44 Minuten ohne Zwischenladung)
Dyson App: Karte einer abgeschlossenen Reinigung (44 Minuten ohne Zwischenladung)

Wir können diese Kritik allerdings nur teilweise bestätigen. Ja, die Reinigung dauert länger als beim Deebot M88 oder beim Kobold VR200. Der Grund ist tatsächlich ein häufiges Nachladen, denn im Leise/Turbo-Modus fährt der Roboter höchstens 45 Minuten. Dann muss er sich erst wieder zwei Stunden aufladen, bevor es weiter geht.

Für unser verwinkeltes Obergeschoß mit vier Zimmern plus Flur brauchte er dann schon mal drei Stunden, manchmal sogar fünf, wenn zwei Zwischenladungen nötig waren. Für eine schnelle Reinigung ist der Dyson 360 Eye also definitiv ungeeignet. Deebot M88, Eufy RoboVac 11 oder Botvac D85 erledigen die 50 Quadratmeter in einem Rutsch, sie fahren auch 60 bis 80 Minuten am Stück herum.

Wer allerdings tagsüber acht bis neun Stunden auf der Arbeit ist, der braucht sich um drei oder fünf Stunden Reinigungszeit eben so wenig zu kümmern, wie um die hohe Saug-Lautstärke des Dyson. Wir empfehlen zu Gunsten der Nachbarn den Leise-Modus. Für Hartböden reicht die Reinigungsleistung vollkommen aus.

Dyson 360 Eye: der Zyklon Tank hat eine starke Saugleistung und den Vorteil, dass die zwei Filter nicht direkt mit Schmutz in Berührung kommen.
Dyson 360 Eye: der Zyklon Tank hat eine starke Saugleistung und den Vorteil, dass die zwei Filter nicht direkt mit Schmutz in Berührung kommen.

Seinen Vorteil spielt der Dyson beim Thema Saugkraft aus, was der Hersteller Zyklon-Technologie nennt. Sie erzeugt auf kleinstem Raum hohe Zentrifugalkräfte, um Schmutz auch aus textilen Belägen aufzunehmen. Die Bürstenwalze rüttelt indes den Teppich von oben her auf, was Schmutzpartikel lockert.

Während die Leistung also sehr gut ist, besser als beim Deebot M88 oder beim Roomba 980 mit seinen Schmutzextraktoren, ist die Gründlichkeit aber schlechter als bei den meisten Konkurrenten: Durch die fehlende Seitenbürste kommt der Dyson 360 Eye nicht in Ecken hinein und auch an Rändern bleibt so manches liegen.

Durch seine Bauhöhe von zwölf Zentimetern kommt der Dyson nicht unters Sofa und erst recht nicht unter den Schrank. Auch vor so manchen überstehenden Schrank mit Sichtblende im Fußbereich kann der Dyson nicht fahren. Zum Vergleich, der Testsieger Deebot M88 ist knapp 8 Zentimeter hoch, Neatos Botvac D85 ist mit 10 Zentimetern der größte Konkurrent.

Ein Vorteil ist wiederum das fast staubfreie Entleeren des Behälters. Während man bei Deebot M88, Botvac D85, RoboVac 11 und bei Medion fast täglich den HEPA-Filter ausklopfen muss, kippen wir beim Dyson einfach den Behälter aus und wischen die Flusen von der Zyklon-Düse.

Die zwei Filter sind separat untergebracht, verschmutzen nicht so schnell und können per Hand ausgewaschen werden (monatlich). Bei jedem anderen Roboter sind die Filter nicht auswaschbar, zumindest empfehlen es die Hersteller nicht. Das bedeutet, dass alle 6-8 Monate Nachschub gekauft werden muss. Die Folgekosten bei Dyson beziehen sich also nur auf die Rollenbürste.

Grundlos liegen geblieben ist der Dyson 360 Eye bei uns nie. Wenn, dann hatte ein Band seine Walze blockiert oder er war (mehrfach) auf dem Fuß des Wäscheständers gestrandet. Im Verhältnis zu anderen Saugern ist die Liegenbleiben-Quote aber gering: Weil er keine Seitenbürsten hat, können solche sich auch nicht in Stromkabeln verheddern.

Aufgrund der visuellen Navigation kann der Dyson 360 Eye in der Nacht nicht fahren, wohl aber bei schlechtem Tageslicht in der Wohnung. Auf Grund der hohen Lautstärke – selbst im Leise-Modus – wird die nächtliche Reinigung aber sowieso für die wenigsten Nutzer eine Option sein.

Außerdem getestet

iRobot Roomba 871

Der iRobot Roomba 871 saugte im Test mit am wenigsten gründlich. Das gilt zumindest für unseren Boden, auf dem in den Fliesen-Fugen und in den Ritzen der Holzdielen Schmutz liegen blieb. Der Roomba 871 besitzt weder eine App noch eine Fernbedienung, Zeitprogrammierung und Steuerung erfolgen über Tasten und ein Display auf dem Roboter, was wenig komfortabel ist.

Der Roboter beherrscht das Zwischenladen und fuhr im Test die Etage in 67 bis 82 Minuten ab. Der Fahrstil sorgt durch ständiges Bremsen und Beschleunigen für Geräuschkulisse. Vorteile des Roomba 871 sind der große Schmutztank (0,6 Liter) und die günstigen jährlichen Kosten von 27 Euro. Gut sind auch die verfilzungsfreien Gummi-Schmutzextraktoren, die frei von lästigen Haaren und Flusen bleiben.

Andererseits sind aber gerade die zwei gegenläufig rotierenden Gummi-Walzen ohne Bürsten vermutlich die Ursache für das schlechte Reinigungsergebnis.

iRobot Roomba 980

Der Roomba 980 von iRobot ist das Topmodell des Herstellers. Im Vergleich zum Roomba 871 bringt er eine App, eine Mapping-Funktion, eine Orientierungskamera und einen Bodensensor mit. Leider hat sich an der Gründlichkeit nichts verbessert: Mit Fliesen-Fugen oder Ritzen in Dielen kommen die Schmutzextraktoren nicht klar.

Doch nicht nur das: In unserem Etagen-Test blieben überall Haferflocken liegen, die wir punktuell als Markierung gestreut hatten. Kein anderer Sauger leistete sich so viel Unsauberkeit.

Anders auf Teppich: Hier toben die Gummiwalzen über die Fasern, was den Schmutz erst aufwirbelt und dann einsaugt.

Schade, denn darüber hinaus hat der Roomba 980 eine ganze Menge zu bieten: Aufladen und Weitermachen, Tank-ist-Voll-Meldung (0,6 Liter), eine Mapping-Funktion in der App, die eine Reinigungs-Landkarte der Wohnung anzeigt, sowie Detail-Settings für Reinigungsmodus und Leistung.

Die Laufzeit beträgt 1-2 Stunden, je nachdem wie lange das Turbo-Saugen aktiv ist. Bei Teppich wird dieser Modus automatisch angeworfen.

Der Roomba 980 funktioniert nicht auf schwarzen Fliesen. Darauf weist ein aktueller Artikel der Computerbild hin.

Ein Unikum ist die Orientierungskamera iAdapt 2.0. Damit soll der Roomba Räume schnell wiedererkennen, die er bereits gereinigt hat. Der Bodensensor erkennt Teppich, was die Seitenbürste stoppt und die Saugleistung erhöht.

Vorteil der Schmutzextraktoren ist die geringe Störanfälligkeit: Sie können nicht verfilzen und Schnüre und Bänder werden sich viel seltener darauf aufwickeln. Zudem gibt es nur eine störanfällige Seitenbürste.

Medion MD 16192 Saugroboter

Test Staub­sauger-Roboter: Medion MD 16192 Saugroboter

Keine Preise gefunden.

Wenn Sie erst einmal einen Staubsauger-Roboter ausprobieren wollen, dann sollten Sie sich den Medion MD 16192 Saugroboter genauer anschauen. Er ist mit 180 Euro sehr günstig und saugte als einer der Besten im ganzen Test. Leider ist er aber nicht besonders schlau – die Zimmer werden nicht vermessen, sondern der Medion fährt einfach drauf los und hört erst auf, wenn der Akku leer ist.

Das funktioniert meistens erstaunlich gut, ist allerdings nicht sehr effizient gedacht. Wenn Ihnen das nichts ausmacht und sie sowohl in der Anschaffung, als auch bei der Wartung nicht viel Geld ausgeben wollen, dann ist der Medion eine gute Wahl, leider ist er momentan nicht mehr überall verfügbar, weshalb er deshalb keine Empfehlung mehr ist.

Neato BotVac Connected

Der Neato BotVac Connected hat den größten Tank und das stabilste Gehäuse aller Testgeräte. Das nützt ihm aber nichts, denn er ist sehr laut und reinigt genauso schlecht wie der Roomba.

Vorteile sind die angenehme App-Bedienung und die einfache Entnahme der Staub-Box. Da der Botvac Connected die Zwischenladung beherrscht, eignet er sich auch für große Etagen. Die Raumorientierung ähnelt stark der des Vorwerk Kobold VR200.

Philips SmartPro Compact FC8776/01

Der Robo-Sauger Philips SmartPro Compact FC8776/01 hat keine programmierbaren Zeiten, lediglich eine 24-Stunden-Taste auf der Dockingstation. Die Idee dahinter: Sie haben eben den Staubfang entleert und wieder eingesetzt. Jetzt wollen Sie, dass am nächsten Tag zur gleichen Zeit erneut gereinigt wird. Dafür wäre die 24-Stunden-Taste sinnvoll.

Aber eigentlich wollen Sie, dass der Roboter mit der Arbeit fertig ist, wenn Sie von der Arbeit nach Hause kommen und die Staubbox leeren. Daher macht die Taste aus unserer Sicht wenig Sinn. Die zweite Taste an der Basisstation ist die »Fertig laden und los«-Funktion, bei der ist der Name Programm. Positiv ist uns die geringe Lautstärke aufgefallen, so leise saugte kein anderer Roboter im Test.

Durch die gemächliche Fahrweise sind die Fahrgeräusche unter dem Saugton kaum zu hören. Die Sauberkeit ist sogar etwas höher als beim Testsieger, doch die Staubbox ist winzig (0,25 Liter). Weil sich auch der HEPA-Filter schnell zusetzt, mussten wir nach jeder Etagenreinigung Entleeren und säubern.

Der Roboter meldet sich, wenn die Box voll ist. Highlight ist allerdings die geringe Bauhöhe von lediglich sechs Zentimetern. Der Philips SmartPro Compact passt daher wohl unter fast jedes Bett, Schrank oder Sofa.

Dirt Devil M612 Spider 2.0

Dirt Devils Spider 2.0 ist mit 115 Euro scheinbar ein Preisbrecher. Wir würden uns das einfache Gerät dennoch nicht kaufen, der manuelle Bedien-Aufwand ist groß: Zum Aufladen muss man den piepsenden Schwarz-Weiß-Roten im Zimmer suchen und das Netzteil an stöpseln. Für die erneute Fahrt müssen wir es wieder abziehen und Power-On drücken. Einer Timer gibt es nicht.

Eine weitere Schwachstelle sind die manuell justierbaren Absturz-Sensoren, die im Test gleich bei der ersten Fahrt für einen Treppensturz sorgten. Die Folge war ein Motorschaden.

Positiv ist die geringe Lautstärke, allerdings hört sich das Fahrgeräusch rumpelig-schnarrend an. Das mag am Antrieb liegen, der nicht besonders langlebig wirkt. Spider 2.0 ist kein Roboter für eine Etage. Diese fährt er zwar ab, er erwischt jedoch viele Ecken und Bereiche nicht, vergisst sogar manchmal einen ganzen Raum. Hinzu kommt eine geringe Saugleistung der Direkt Ansaugung.

Von Arbeitserleichterung bleibt da nicht viel, zumal der Staubbehälter klein ist und nach zwei Fahrten geleert werden muss. Für nur 35 Euro mehr gibt es einen Medion MD 16192, der solider gebaut ist (überlebte bisher mehrere Treppenabstürze), sowie Timer, Fernbedienung und Ladebucht besitzt.

Lediglich die Absturzsensoren sind hier auch nicht besonders zuverlässig, weshalb man die Treppe besser blockieren sollte. Die mitgelieferte Lichtschranke schützt nicht zuverlässig vorm Absturz.

Wischroboter im Test

Neben reinen Saugrobotern kommen neuerdings immer mehr Geräte auf den Markt, die entweder zusätzlich eine Wischfunktion integriert haben oder sich ganz aufs Feuchtwischen spezialisiert haben. Wir haben vier davon getestet.

Preislich lagen die getesteten Geräte zwischen 300 und 450 Euro und sind damit nicht gerade günstig. Wir waren sehr gespannt, wie gut sie ihre Arbeit machen. Die kleinen Roboter schlugen sich nicht schlecht, völlig zufrieden waren wir aber nicht mit dem Ergebnis.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Ecovacs Robotics Deebot Ozmo 610

Test Staub­sauger-Roboter: Ecovacs Robotics Deebot OZMO 610
Mit großem, abnehmbaren Wisch-Tank. Er saugt und wischt gleichzeitig.

Der Deebot Ozmo 610 von Ecovacs ist unser Testsieger, wenn es ums Wischen geht. Seine Reinigungswirkung ist zwar nicht so gut wie beim reinen Wischroboter iRobot Braava 390t. Uns gefällt aber, wie der Deebot Wischen und Saugen abwechselnd erledigt – und das mit kleinstem manuellen Aufwand und auf Wunsch auch zeitgesteuert.

Vorne saugt der Ozmo ganz in Manier unseres Saugroboter-Testsiegers Deebot M88, hinten wischt er mit dem feuchten Lappen nach. Das Ergebnis sind gepflegt aussehende Böden, die wieder glänzen und zwar mit der Gründlichkeit eines Deebot-Testsiegers an fast allen Ecken und Winkeln der gesamten Etage.

Den Wisch-Tank kann man bei Bedarf aber auch einfach herausnehmen, dann arbeitet der OZMO wie ein M88 als einfacher Staubsauger-Roboter ohne Wischfunktion.

Günstige Alternative

iLife Beetles V80

Zwei Arbeitsgänge: Erst Saugen, dann Wischen, Trocken- und Nass-Tank gegeneinander tauschen

Der iLife Beetles V8s war im Test überragend gründlich und schaufelt den Schmutz in einen sehr großen Behälter (0,75 Liter). Woher nimmt er den Platz dafür? Sein Trick ist die Arbeitsteilung: Zum Saugen schiebt man den Trocken-Tank ein, zum Wischen den Nass-Tank. Die jeweiligen Tanks enthalten den Staubsauger-Motor oder eben die Wasserpumpe.

Der Beetles V8s ist mit seiner direkten Ansaugöffnung optimal für Tierhaare und Hartböden. Im Gegensatz zum Ozmo 610 hat der Beetles V8s keine App. Zeitsteuerung und Reinigungsmodus werden auf dem kleinen Display am Gerät eingestellt. Hinzu kommt eine Fernbedienung.

Flüsterleise

iRobot Braava 390t

Test Staubsauger & Wisch-Roboter: iRobot Braava 390t
Reinigt intensiver aber mit mehr manuellem Aufwand.

Der iRobot Braava 390t ist ein reiner Wischroboter, der entweder nass wischt oder trocken mit einem Staubtuch herumfährt. Durch Links-Rechts und Vor-Zurück-Bewegungen nimmt das Putztuch mehr Schmutz auf als die Kombi-Sauger und liefert damit bessere Reinigungsergebnisse.

Eine perfekt saubere Fläche bei jedem Fleck sollten Sie jedoch auch hier nicht erwarten. Wischeimer und Mopp können Sie auch nach dem Erwerb des Braava nicht zum Sperrmüll geben.

Vergleichstabelle

TestsiegerGünstige AlternativeFlüsterleise
Modell Ecovacs Robotics Deebot Ozmo 610 iLife Beetles V80 iRobot Braava 390t Sichler PCR-8500LX
Test Staub­sauger-Roboter: Ecovacs Robotics Deebot OZMO 610Test Staubsauger & Wisch-Roboter: iRobot Braava 390tTest Staub­sauger-Roboter: Sichler / Pearl PCR-8500LX
Pro
  • Wie M88 aber mit 0,3 Liter Wassertank
  • Findet zuverlässig seine Basis
  • Große Flächenleistung beim Wischen
  • Wisch-Einheit komplett entfernbar
  • Gründlich auf der ganzen Etage
  • Wischt sehr nass
  • Gründlicher beim Wischen als die Kombi-Geräte
  • Fast unhörbar leise
  • Wenig Störungen (keine Bürsten)
  • Sprüh-System, kann nie tropfen
Contra
  • Teppich und Übergänge sind nicht seine Stärke
  • Nicht für hartnäckigen Schmutz, eher für Staub und Glanz
  • Saugen/Wischen zwei Arbeitsschritte
  • Wischtuch drückt nicht gleichmäßig auf den Boden
  • Nicht für hartnäckigen Schmutz, eher für Staub und Glanz
  • Manuelles Einsetzen in Ladestation
  • Findet nicht alle Ecken
  • Winziger Wassertank, häufiges Nachfüllen
  • Etagen-Reinigung nur mit zusätzlichen NorthStar-Cubes
  • Findet Station sehr oft nicht
  • Keine Zeitsteuerung
  • Sprüht nicht mehr, wenn Tank 3/4 leer ist
  • Surrendes Arbeitsgeräusch
  • Schlechte Saugleistung
  • Fährt nicht über flache Teppiche, Läufer
Bester Preis
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So haben wir getestet

Für den Test haben wir vier Wischroboter beschafft und zusammen mit dem Trockensauger Dirt Devil M612 Spider einem Vergleichstest unterzogen.

Neben dem wischfähigen Schwestermodell unseres Robosauger-Testsiegers, dem Deebot Ozmo 610 hatten wir den Beetles V8S von iLife und den Sichler PCR-8500LX im Test, außerdem den reinen Wischroboter Braava 390t von iRobot.

Der Test wurde im Ober- und Untergeschoss eines Einfamilienhauses mit Kindern durchgeführt. Für den Check der Gründlichkeit haben wir Haferflocken und Gewürz an Stellen des Holzdielen- und Fliesenbodens gestreut.

Wischroboter Test: Testsieger Ecovacs Robotics Deebot OZMO 610.
Skizze Obergeschoss: Findet der Sauger alle Markierungen?

Darüber hinaus waren die Geräte im täglichen Einsatz über mehrere Wochen aktiv. Wir wollten wissen: Wie integrieren sich die Geräte in den Haushaltsalltag der Familie? Wie groß ist der Zeitaufwand für den Betrieb und wie sehen die Ergebnisse aus?

Saug- oder Wischroboter, was ist der Unterschied?

Reine Saugroboter sind geschrumpfte Handsauger mit Staubtank, Motor, ein oder zwei Seitenbürsten sowie einer Ansaugöffnung. Sie kehren mit den Seitenbürsten Schmutz vor sich zusammen und saugen ihn ein. Im Raum orientieren Sie sich mit Lasern oder Infrarot-Sensoren.

Kombi-Geräte haben obendrein einen Wassertank und einen Wisch-Unterbau. Das ist letztlich nichts anderes als ein flaches Brett an dem der Putzlappen angebracht wird. Das Wasser strömt selbständig aus dem Tank aus oder wird über eine Pumpe tropfenweise auf auf den angebrachten Lappen gepumpt.

Wischroboter Test: Testsieger Ecovacs Robotics Deebot OZMO 610.
Sichler PCR-8500LX: Spritzdüsen auf der Unterseite.

Eine dritte Möglichkeit des Wasserauftrags sind Sprühdüsen. Sie spritzen alle paar Sekunden auf den Boden, der nachfahrende Wischlappen verteilt es.

Der Tank von Wischrobotern ist meistens entnehmbar, damit man ihn am Waschbecken bequem Nachfüllen kann. Seltener ist er fest im Gerät eingebaut.

Wie gut ist das Wischergebnis?

Während die saugenden Kollegen Staub, Sand oder Haare aufnehmen, kümmern sich die Wischroboter um die Oberfläche: Durch ein feuchtes Wischen wird der letzte Rest Staub beseitigt und die Oberflächen bekommen einen schönen, sauberen Glanz.

Wischroboter Test: Testsieger Ecovacs Robotics Deebot OZMO 610.
iRobot Braava 390t: Der Spezialist für Wischarbeiten arbeitet fast unhörbar leise.

Mehr sollten Sie nicht erwarten. Fettige, klebrige oder gar trockene Flecken, die einweichen müssen, packt weder ein Kombi-Gerät noch ein spezialisierter Wischroboter wie der Braava 390t. Hier wird einfach mehr mechanische Kraft benötigt als ein 3 bis 4-Kilo-Gerät leisten könnte.

Das bedeutet im Klartext, dass Sie für den täglichen Gebrauch einen Wischroboter fahren lassen können, für die Grundreinigung wird aber weiterhin Ihr Wischmopp zuständig sein.

Was ist mit Teppich?

Einige Wischroboter fahren auch über Teppich, andere streiken da. Es hängt von der Konstruktion ab: Der Braava 390t liegt mit seinem ganzen Gewicht auf dem Putzlappen und schiebt sich so über Fliesen, Parkett oder Linoleum. Das trägt zur guten Reinigungswirkung bei.

Wischroboter Test: Testsieger Ecovacs Robotics Deebot OZMO 610.
iRobot Braava 390t: Auf textil fährt er nicht weiter.

Textile Beläge, auch wenn sie flach sind wie unser Schmutzfang-Läufer im Flur, sind für ihn aber unüberwindliche Hindernisse. Der Roboter schiebt sich zwar erstmal auf den Teppich, macht aber kehrt, wenn er den zu hohen Widerstand des Teppichs bemerkt.

Kombi-Geräte die saugen und wischen, könnten dagegen meistens über flache Bodenbeläge oder Räume mit Auslegware fahren. Das ist bei unserem Testsieger Deebot Ozmo 610 und beim iLife Beetles V8s der Fall.

Eine Ausnahme ist der Sichler PCR-8500LX mit seinem tiefen Wisch-Unterbau. Er kann textile Hindernisse nicht überwinden, sobald es eine kleine Stufe gibt.

Vor dem Kauf sollten Sie genau auf die Angabe zu den geeigneten Bodenbelägen achten.

Verbrauchsmaterial, Wartung & Bodenschäden

Wischroboter reinigen mit Nasswisch-Mikrofasertüchern, die Sie speziell für Ihr Modell kaufen müssen. Diese Mehrweg-Tücher können Sie mit der Hand oder in der Waschmaschine auswaschen und über viele Wochen verwenden.

Im 3er-Set kosten solche Tücher je nach Hersteller 13 bis 20 Euro. Bei starkem Gebrauch werden Sie mindstens 15 Stück im Jahr benötigen. Hinzu kommt der Wechsel von Seitenbürsten, Walzenbürste und HEPA-Filter je nach Verschleiß. Ein 4er-Set Seitenbürsten gibt es für den Deebot Ozmo beispielsweise für 10 Euro, der Feinstaubfilter kostet 20 Euro. Rechnen Sie mit mindestens einem Austausch pro Jahr.

Am besten schon vor dem Kauf prüfen, welche Verbrauchskosten auf Sie zukommen

Wie bei den einfachen Staubsauger-Robotern müssen Seiten- und Walzenbürste regelmäßig von eingedrehten Haaren und ähnlichem befreit werden. Den Wassertank sollten Sie alle drei Monate mit Essig oder einer speziellen Reinigungsflüssigkeit von innen reinigen.

Wischroboter haben einen Tank mit 120 bis 350 Milliliter Wasser. Das ist zu wenig, um die Wohnung zu überschwemmen. In ungünstigen Fällen, etwa wenn sich die Seitenbürsten in einem dünnen Kabel verheddern, kann der Roboter mit dem nassen Wischtuch liegenbleiben. Dann nässt der Lappen stundelang den Boden voll. Fliesen oder Kunststoffbelägen passiert dabei nichts, bei Holzdielen oder Echtholz-Parkett können Wasserflecken aber bleibende Schäden anrichten. Das ist auch der Fall, wenn der Roboter mit nassem Lappen in die Ladebucht einfährt, die auf einem Holzboden steht.

Damit das von Anfang an ausgeschlossen ist, sollten Sie bei Robotern mit Wischfunktion die Lade-Basis auf Fliesen oder einer wasserunempfindlichen Unterlage platzieren. Ist der Wischroboter aktiv, sollten Sie zeitnah wieder in der Wohnung sein, um ihn gegebenenfalls nach einer Störung zu befreien und den nassen Putzlappen zu entfernen.

Wischroboter mit Sprühdüsen haben dieses Problem nicht. Sie können sich natürlich genauso in Kabeln verheddern aber ohne den nässenden Lappen besteht keine Gefahr. Das ist zum Beispiel beim Sichler PCR-8500LX der Fall.

Wegen des Nässe-Problems verzichten manche Hersteller auf programmierbare Arbeitszeiten, die Roboter können dann nur manuell gestartet werden, wie etwa der Braava 390t und der Sichler PCR-8500LX. Deebot Ozmo 610 und iLife Beetles V8s können daegegen nach Zeitplan fahren und kehren dann zur Ladebasis zurück.

Wischroboter Test – Testsieger Deebot OZMO 610

Testsieger: Ecovacs Robotics Deebot Ozmo 610

Der Ecovacs Robotics Deebot OZMO 610 ist weitgehend baugleich mit unserem Testsieger bei den Saugrobotern, dem Deebot M88, zusätzlich hat er aber einen Wassertank und eine Pumpe. So kann er gleichzeitig Saugen und Wischen. Wenn Sie diese Arbeitsgänge nacheinander wünschen, lassen Sie ihn einfach ohne den Tank fahren, dann saugt er nur.

Testsieger

Ecovacs Robotics Deebot Ozmo 610

Test Staub­sauger-Roboter: Ecovacs Robotics Deebot OZMO 610
Mit großem, abnehmbaren Wisch-Tank. Er saugt und wischt gleichzeitig.

Währen der Deebot M88 nur einen winzigen Unterbau-Tank ohne Pumpe mitbringt, zeigt der Ozmo 610 wie es geht: Der Tank fasst 0,3 Liter und wird rückseitig in den Sauger geschoben.

Der Nachteil beim Nass-Wischen: Bleibt der Roboter beim Reinigen irgendwo liegen, etwa weil er einen Schnürsenkel mit der Bürste aufrollt, dann bleibt auch der nasse Wischlappen dort liegen – wenn es blöd läuft stundenlang. Im Test konnten wir einmal eine richtige kleine Pfütze entdecken.

Wischroboter Test: Testsieger Ecovacs Robotics Deebot OZMO 610.
Deebot OZMO 610: Wenn er mit dem nassen Tuch liegen bleibt, kann es problematisch werden.

Das Problem ist nicht die Wassermenge, denn die ist gering. Echtholz-Laminat oder Dielen können aber bei langer Standzeit in einer solchen Wasserlache quellen, was unschöne Wasserflecken hinterlässt.

Ansonsten erbt der Ozmo 610 alle Vorteile hinsichtlich Bedienung (App, Zeitsteuerung, Fernbedienung), Zuverlässigkeit (Return zur Basis) und Trockensaug-Funktion (Walzenbürste: Textil und Hartböden), die auch der Deebot M88 hat.

Leider hat er aber auch dieselben Nachteile, wie den ziemlich kleinen Staubbehälter (0,38 Liter) und die nicht perfekte Gründlichkeit beim Saugen einer ganzen Etage mit mehreren Räumen.

Das Reinigungsergebnis des Deebot Ozmo ist besser als das des Deebot M88, weil der feuchte Lappen ebenfalls etwas Staub aufnimmt und auch leichte Flecken beseitigen kann. Bei stärkerem Schmutz muss aber auch der Ozmo kapitulieren.

Wischroboter Test: Testsieger Ecovacs Robotics Deebot OZMO 610.
Deebot Ozmo 610: Der Tank im Detail, die Pumpe ist nicht integriert.
Wischroboter Test: Testsieger Ecovacs Robotics Deebot OZMO 610.
Die App vom Ozmo 610.

Auch über Teppichböden zieht der Ozmo den feuchten Lappen und bleibt dabei nicht hängen. Dank seiner Walzenbürste reinigt er auch Teppichböden gut.

Neben dem guten Reinigungsergebnis ist es vor allem die vorbildliche Bedienung, die gute Programmierbarkeit und die problemlose Handhabung, die dem Deebot Ozmo 610 den Testsieg sichert.

Alternativen

Auch wenn der Deebot in unserem Test am besten abgeschnitten hat, zwei weitere Wischroboter können wir ebenfalls empfehlen: den iLife Beetles V8s und den iRobot Braava 390t. Beide machen ihre Sachen ebenfalls sehr gut. Wirklich enttäuscht hat uns nur der Sichler PCR-8500LX.

Günstige Alternative

iLife Beetles V80

Zwei Arbeitsgänge: Erst Saugen, dann Wischen, Trocken- und Nass-Tank gegeneinander tauschen

Der iLife Beetles V8s ist für uns die beste günstige Alternative für alle, die eine Nass/Trocken-Reinigung für ihren Fußboden suchen. Der Roboter überzeugt durch eine exzellente Gründlichkeit beim Saugen einer ganzen Etage von bis 50 Quadratmeter Fläche mit drei Räumen und Flur.

Allerdings hat der Beetles V8s nur eine direkte Ansaugöffnung und keine Walzenbürste. Das macht ihn zwar optimal für Tierhaare und Hartböden, Teppichböden reinigt er deshalb aber weniger gut. Dafür passt ordentlich was rein: Mit 0,75 Liter ist der Staubbehälter fast doppelt so groß wie beim Testsieger Ozmo.

So bequem wie beim Ozmo geht das Wischen und Saugen beim Beetles V8s nicht. Bei ihm sind dafür zwei getrennte Arbeitsgänge erforderlich: Wechselt man den Staub-Behälter samt Motor gegen den Wassertank mit integrierter Pumpe, wird aus dem Saugroboter ein Wischroboter. Leider liegt das Wischtuch nicht gleichmäßig auf dem Boden auf, was das Reinigungsergebnis etwas beeinträchtigt.

Bei Holzfußböden ist auch beim Beetles V8s Vorsicht geboten: Steckt das Gerät fest, bleibt auch der Wischlappen an Ort und Stelle, was Wasserflecken verursachen kann.

Auf der Haben-Seite steht das kleine Display am Gerät, hier werden Zeitsteuerung und Reinigungsmodus eingestellt. Die kleine Fernbedienung ergänzt das Ganze mit Turbo-, Home- und Betriebsmodus-Tasten.

Da der Beetles V8s nicht gleichzeitig saugen und wischen kann braucht er natürlich deutlich mehr Zeit für das selbe Ergebnis – und es erfordert manuelles Eingreifen. Allerdings ist der Sauger beim Wischen dafür auch deutlich leiser als der Ozmo 610 im Kombi-Betrieb. Und er kostet nicht so viel. Wer nicht ständig nass wischen will, für den ist auch der Beetles V8s eine gute Wahl.

Flüsterleise

iRobot Braava 390t

Test Staubsauger & Wisch-Roboter: iRobot Braava 390t
Reinigt intensiver aber mit mehr manuellem Aufwand.

Der Profi beim Wischen ist der iRobot Braava 390t. Das handliche Gerät packt zwar nur eine kleinere Fläche mit einer Tankfüllung (200 Milliliter, bis 33 Quadratmeter), allerdings entfernt er teilweise auch den Schmutz, über den die anderen Wischroboter einfach nur drüberfahren. Dabei ist er so leise, dass man ihn im Nebenraum schon nicht mehr hören kann.

Die Reinigungsqualität ist also zweifellos besser, leider aber nicht die Gründlichkeit: Auch wenn der Braava nur in einem kleinen, übersichtlichen Badezimmer von zehn Quadratmetern unterwegs ist, vergisst er regelmäßig einige Bereiche in Ecken oder an den Rändern.

Das Wischen mit Mopp und Eimer wird also auch der Braava nicht ersetzen. Zum einen mangelt es an Gründlichkeit, zum anderen kann auch er keinen hartnäckigen, eingetrockneten Schmutz entfernen.

Theoretisch schafft der Braava 390t mehrere Räume auf einer Etage, nämlich bis 93 Quadratmeter mit einer Akkuladung. In der Praxis funktioniert das jedoch nur mit Unterbrechungen, denn der Tank ist nach spätestens 33 Quadratmetern leer. Das merkt der Braava 390t und fordert zum Nachfüllen auf. Dann geht es an dieser Position weiter.

Wischroboter Test: Testsieger Ecovacs Robotics Deebot OZMO 610.
Northstar Navigation Cube.

Zweitens werden für eine Etage mehrere Northstar Navigation Cubes benötigt, in unserem Falle wären das vier Stück gewesen – einer ist im Lieferumfang dabei. Ohne diese elektronische Orientierungshilfe verliert der Braava die Übersicht und vergisst Räume. Ein Northstar Navigation Cube kostet jedoch knapp 60 Euro.

Der Braava kann zwar nach der Reinigung nicht in eine Ladebucht einfahren, aber er kehrt exakt an den Startpunkt seiner Arbeit zurück. So kann man ihn auch in einem großen, unübersichtlichen Raum schnell wiederfinden. Und man kann den Roboter zum Schutz des Holzfußbodens auf einem gefliesten Bereich starten lassen. Einen Timer gibt es nicht, man muss den Braava immer manuell starten.

Den Handling-Aufwand sollten man dabei nicht unterschätzen. Für die Reinigung des Obergeschoßes musste der Tester dreimal nach oben gehen, Wasser nachfüllen, den Lappen auswaschen und den Roboter samt Navigation-Cube in ein anderes Zimmer tragen. Das Wohnzimmer konnte Braava in einem Rutsch reinigen, danach blieb noch genügend Akku-Energie für eine Fahrt im Arbeitszimmer. Leider ist der kleine Wassertank ein Ärgernis, denn die Akkulaufzeit würde locker für eine 50-Quadratmeter-Etage ausreichen.

Aus der Perspektive von Komfort und Zeitersparnis ergibt der Braava 390t nur Sinn, wenn Sie ihn begleitend zu anderen Haushaltstätigkeiten einsetzen. Dann stört das Wasser-Nachfüllen, Lappen auswringen und manuelle Aufladen am wenigsten. Wenn Sie tagsüber selten zuhause sind, ist unser Testsieger dagegen die bessere Wahl.

Außerdem getestet

Ein Gerät können wir leider nicht empfehlen.

Sichler PCR-8500LX

Test Staub­sauger-Roboter: Sichler / Pearl PCR-8500LX