Der beste Stereo-Receiver um 500 Euro

  • Test: Stereo-Receiver um 500 Euro – Testsieger Yamaha R-N402
  • Test: Stereo-Receiver um 500 Euro – Testsieger Yamaha R-N402

Der beste Stereo-Receiver für rund 500 Euro ist der Yamaha R-N402. Er punktet vor allem mit einfacher Bedienung – die MusikCast App hat einen gehörigen Anteil daran. Er kann zudem zwei Lautsprecherpaare gleichzeitig mit seinem hervorragenden Klang versorgen, da schadet es auch nicht, dass er mit deutlich unter 500 Euro außerdem sehr günstig ist.

HiFi gut vernetzt – LAN, WLAN und Bluetooth

Die klassischen Quellen adäquat und vor allem verlustfrei wiederzugeben ist kein großes Problem mehr. Daher setzen die Traditionsmarken der HiFi-Branche außerdem auf  neue, überwiegend digitale Musik-Quellen und wenden eine ganze Menge Knowhow an, um auch den Zuspielern über Netzwerk und Bluetooth zu bestmöglicher Wiedergabequalität zu verhelfen.

Dabei stellt weder LAN noch WLAN als Übertragungsart ein größeres Problem dar, die verfügbaren Bandbreiten und Protokolle reichen vollkommen aus, um Musik teilweise in besserer Qualität als von der CD an den Receiver und letztendlich an die Lautsprecher zu bringen.

Schwierig wird es im Grunde erst, wenn die wertvollen Musik-Daten vom Smartphone drahtlos und komfortabel via Bluetooth in den Receiver eingespeist werden sollen. Ursprünglich war dieses Funkprotokoll lediglich für geringen Datendurchsatz von PC-Zubehör wie Maus und Tastatur, oder zum Telefonieren via Headset geplant. Da Audio-Daten schnell, störungsfrei und dann auch noch in hoher Datenrate übertragen werden sollten, erweiterte man die Bluetooth-Übertragung mit dem aptX-Codec.

Die Audio-Daten werden im Smartphone quasi in einen aptX-Container gepackt, dieser wird an den Empfänger geschickt, der ihn dann wieder entpacken muss. Sind sowohl Quelle als auch Empfänger kompatibel mit dem aptX-Codec, kann die Musik zumindest in CD-Qualität übertragen werden. Zwar bietet Sony neuerdings mit LDAC einen weiteren Codec an, um noch höhere Datenraten und damit auch HiRes-Audio übertragen zu können, dies funktioniert bislang jedoch nur bei den aktuellsten Geräten von Sony.

Per Kabel vom Smartphone – die bessere Alternative?

Wer in den vollen Genuss von hochauflösenden Audio-Daten vom Smartphone, Tablet oder PC kommen möchte, kommt bislang also ohne Kabel kaum aus, es sei denn, man nutzt das WLAN. Wer hochauflösende Datenformate per Tidal, Deezer, Quobuz oder einen anderen Streaming-Dienst auf sein Smartphone, Tablet oder den PC streamt, wird sich nur ungern nur mit maximal CD-Qualität bei der Übertragung auf den Receiver begnügen. Hinzu kommt, dass Funkverbindungen auch anfällig für Störungen sind.

Dies lässt sich vermeiden, indem man das Signal über den Kopfhörer-Ausgang des Smartphones auf den Verstärker überträgt. Noch besser ist allerdings, man nutzt einen sogenannten externen DAC mit Line-Ausgang. Dieser zwackt das digitale Audio-Signal an der USB-Buchse des Smartphones ab, wandelt es in ein analoges Signal um, und wird dann an einen beliebigen Line-Eingang des Receivers angeschlossen.

Der Vorteil: Die aus Audio-Sicht meist minderwertige Wandler- und Verstärker-Elektronik des Smartphones wird dabei umgangen, und das Signal gelangt weitestgehend unbeschadet und störungsfrei in den Receiver, der es dann schließlich sorgfältig verstärkt an die Lautsprecher weiterleitet.

So haben wir getestet

Als Testteilnehmer standen wieder fünf Kandidaten zur Verfügung; Pioneer SX-N30DAB, und Yamaha R-N402 kommen im klassischen HiFi-Gardemaß von 43 Zentimetern daher, beide sind zudem in schwarz und Silber verfügbar, und setzen allein mit ihrer Bauhöhe von 14 bzw. 15 Zentimetern ein Statement. Der Denon PMA-50 und der Onkyo R-N855 kommen dagegen mit »Untermaß« – der Denon kann sogar hochkant betrieben werden. Der NAD C338 setzt auf ein schlankes Slimline-Format ebenfalls mit klassischer Breite.

Auch in dieser Preisklasse sind leichte Einrichtung und eingängige Bedienung Grundlage für ungetrübten HiFi-Genuss. Der Schwerpunkt unseres Tests lag daher auf den Vernetzungs-Optionen per LAN, WLAN und Bluetooth.

Die Fernbedienungen erfüllen entweder nur rudimentäre Aufgaben oder sind heillos überfrachtet; daher kommt den Bedienungs-Apps, so es sie denn gibt, eine besondere Bedeutung zu.

Ausstattung und Verarbeitung spielen gerade in dieser Preisklasse eine ganz besondere Rolle, schließlich werden hier die Sparmaßnahmen deutlich sichtbar und wurden entsprechend kommentiert. So kommt es auch, dass selbst unser Favorit nicht komplett ausgestattet ist, was wir bei den entsprechenden Alternativen berücksichtigt haben.

Im Vergleich zu den Stereo-Receivern um 1.000 Euro muss man hier schon deutliche Einbußen in Bezug auf die Verarbeitung und das Handling hinnehmen, die Ausstattung ist hingegen auch hier meistens schon erstaunlich üppig.

Auch in diesem Test gab es wieder lange Hörsessions, und ich habe versucht, ein bisschen von der Klang-Charakteristik eines jeden Receivers in treffende Worte zu fassen – wenngleich ich auch hier wieder darauf hinweise, dass die Unterschiede bei Weitem nicht so gravierend sind, wie es sich mitunter liest.

  Nächste Seite
Seite 1HiFi gut vernetzt – LAN, WLAN und Bluetooth
Seite 2Testsieger: Yamaha R-N402
Seite 3Alternativen und Fazit

Yamaha R-N402 Preisvergleich

Kommentare

6 Kommentare zu "Der beste Stereo-Receiver um 500 Euro"

avatar
Sortiert nach:   neueste | älteste | beste

Marcel Grieb

Onkyo fehlt

Tim Boo

Der yamaha hat kein phono eingang

Also der R-N 855 hat die besseren DAC und durch fireconnect wesentlich flexibler im Netz.
Auch die FB ist beim Onyko besser da die Tasten wenigstens unterschiedlich geformt sind und die FB logischer und aufgeräumter wirkt.
Der fehlende Photo ist beim Yamaha genau wie die billigen Plastikknöpfe und Anschluss-Terminals am Gerät eine Schande.

Na da scheint der „Tester“ wohl nicht bei der Sache gewesen zu sein.

wpDiscuz