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Der beste Torwart­handschuh

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Torwarthandschuh Test: T1tan Alien Green Devil
Jochen Wieloch

Jochen Wieloch

begeistert sich nicht nur für Drohnen und ultra­hoch­auf­lösende Aufnahmen aus der Luft, sondern auch für viele weitere Themen aus dem Bereich der Unterhaltung­selektronik. Er ist Spezialist für Flachbildfernseher und schreibt unter anderem für Audiovision, i-fidelity und Auto Bild Klassik.

Wir haben 12 Torwarthandschuhe getestet. Der beste ist für uns der T1tan Torwarthandschuh, weil er meist etwas günstiger zu haben ist als die ebenfalls ausgezeichneten Modelle von Adidas und Puma und hervorragenden Grip mit hohem Tragekomfort sowie exzellenter Verarbeitung paart. Das Modell von Sportout ist sehr preiswert, dient im Tor aber dennoch als nützliches Hilfsmittel.

Nicht nur Bundesliga-Torhüter tragen Torwarthandschuhe: Auch auf dem Bolzplatz oder beim Feierabend-Kick mit den Kollegen macht es dem Keeper deutlich mehr Spaß, wenn er sich spezielle Handschuhe über seine Finger streifen darf. Das erhöht den Grip, reduziert den Aufprall und schützt die Finger.

Wir haben 12 Modelle unter die Lupe genommen. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

T1tan Torwarthandschuhe

Test Torwart-Handschuh: T1tan Alien Green Devil
Dank Latex, Neopren und Silikon ist der T1tan die perfekte Fanghilfe, die sich angenehm an die Haut schmiegt.

T1tan bleibt mit seinem Torwarthandschuh preislich meist etwas unter den Topmodellen der namhaften Hersteller – der Innennaht-Handschuh muss sich qualitativ aber keinesfalls verstecken. Er beschert dem Torhüter ausgezeichneten Grip und beste Fangeigenschaften. Zudem trägt sich der Handschuh sehr angenehm und überzeugt bei Verarbeitung und Materialauswahl.

Wenn Geld egal ist

Adidas Predator Pro

Test Torwart-Handschuh: Adidas Predator Pro
Tragekomfort, Verarbeitung, Grip – der Adidas Predator Pro verdient sich überall Bestnoten und ist ein Handschuh der Spitzenklasse.

Mit dem Adidas Predator Pro hat man optimale Voraussetzungen, um sein Tor sauber zu halten: Die Baumwoll-Oberseite schmiegt sich angenehm an die Haut, der Haftschaum bietet maximalen Grip und das Innennaht-Konzept sorgt für maximale Ballkontrolle. Über ein separates Stretch-Band kann man den Sitz des Handschuhs am Handgelenk individuell anpassen.

Auch gut

Puma One Grip 1 Hybrid Pro

Torwarthandschuh Test: Puma One Grip 1 Hybrid Pro
Wie eine zweite Haut schmiegt sich der Puma One Grip 1 Hybrid Pro an die Hand und begeistert durch tolle Fangeigenschaften und Verarbeitung.

Der Puma One Grip 1 Hybrid Pro bietet traumhaften Tragekomfort, setzt auf hochwertige Materialien, ist exzellent verarbeitet und hilft dabei, Tore effektiv zu verhindern. Durch den engen Schnitt ist die Bewegungsfreiheit der Finger hervorragend, hinzu kommen ein super Grip und eine gute Belüftung. Das Ballgefühl ist herausragend.

Gut & Günstig

Sportout Torwarthandschuhe mit Fingersave

Test Torwart-Handschuh: Sportout Torwarthandschuhe mit Fingersave
Der Sportout-Handschuh ist günstig, bietet ordentlichen Grip, guten Tragekomfort und einen bequemen Fingerschutz.

Wer für einen Torwarthandschuh nicht viel ausgeben will, erhält mit dem Sportout ein sehr solides und gut verarbeitetes Modell. Der Handschuh kombiniert ordentlichen Tragekomfort mit guten Fang- und Absorptionseigenschaften. Der integrierte Fingerschutz ist effektiv, schränkt aber weder das Ballgefühl noch die Bewegungsfreiheit der Finger spürbar ein.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Unser FavoritWenn Geld egal istAuch gutGut & Günstig
ModellT1tan TorwarthandschuheAdidas Predator ProPuma One Grip 1 Hybrid ProSportout Torwarthandschuhe mit FingersaveAttono Attack Breaker II FingersavePuma Future Grip 5.1 HybridAdidas Predator Top Training FingersaveErima Flexinator New TalentBrace Master Torwarthandschuhe mit FingerschutzAlpas PowerSafe V3Erima Skinator HardgroundFitsT4 Catcher
Test Torwart-Handschuh: T1tan Alien Green DevilTest Torwart-Handschuh: Adidas Predator ProTorwarthandschuh Test: Puma One Grip 1 Hybrid ProTest Torwart-Handschuh: Sportout Torwarthandschuhe mit FingersaveTorwarthandschuh Test: Attono Attack Breaker II FingersaveTest Torwarthandschuh: Puma Future Grip 5.1 HybridTest Torwart-Handschuh: Adidas Predator Top Training FingersaveTest Torwart-Handschuh: Erima Flexinator New TalentTest Torwart-Handschuh: Brace Master Torwarthandschuhe mit FingerschutzTorwarthandschuh Test: Bildschirmfoto 2020 05 08 Um 16.36.29Test Torwarthandschuh: Erima Skinator HardgroundTest Torwarthandschuh: FitsT4 Catcher
Pro
  • Sehr guter Grip
  • Perfekter Tragekomfort
  • Ausgezeichnete Verarbeitung
  • Hochwertige Materialien
  • Extremer Grip
  • Tolles Tragegefühl
  • Hervorragend verarbeitet
  • Sehr gute Durchlüftung
  • Separates Stretchband für das Handgelenk
  • Exzellente Verarbeitung
  • Perfekte Passform
  • Super griffig
  • Gute Klimatisierung
  • Guter Tragekomfort
  • Ordentlicher Grip
  • Bequemer Fingerschutz
  • Solide Verarbeitung
  • Preiswert
  • Fingerschutz ohne spürbare Einschränkungen
  • Grip und Polsterung ordentlich
  • Anziehhilfe
  • Sehr guter Sitz
  • Sehr guter Grip
  • Tolle Dämpfung
  • Hochwertig verarbeitet
  • Guter Tragekomfort
  • Fingerschutz ohne spürbare Einschränkungen
  • Grip und Polsterung ordentlich
  • Preiswert
  • Ordentlicher Tragekomfort
  • Preiswert
  • Vernünftiger Grip
  • Dämpft Aufprall des Balls ordentlich ab
  • Preiswert
  • Ordentlicher Grip
  • Gute Dämpfung
  • Option für Namensdruck
  • Ordentlicher Grip
  • Gute Dämpfung
  • Akzeptabler Grip
  • Ordentliche Dämpfung
Contra
  • Für Kunstrasen nur bedingt geeignet
  • Teuer
  • Für Kunstrasen nicht geeignet
  • Teuer
  • Kein Schutz für Kunstrasen
  • Teuer
  • Breiter Schnitt, Ballgefühl etwas eingeschränkt
  • Teuer
  • Zusätzliche Verstärkung beim Fausten wünschenswert
  • Sehr wenig Grip
  • Sehr dünne Haftschaum-Schicht
  • Schlechte Aborptions-Eigenschaften
  • Fingerschutz extrem schmerzhaft, wenn man eine Faust macht
  • Unpräzises Fausten
  • Unangenehmer Geruch
  • Sehr langes Klettband
  • Rutschige Schutzzone im Handballen-Bereich
  • Sitzt sehr eng
  • Fingerschutz stört und schmerzt
  • Fausten schwierig
  • Fingerschutz scheuert bei Faustbildung
  • Kein optimaler Tragekomfort
Bester Preis

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Schützen, Fangen und Halten

Aus heutiger Sicht kaum vorstellbar: Noch in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wehrten fast alle Torhüter im Profibereich die Bälle mit bloßen Fäusten ab. Als Visionär galt der legendäre Gordon Banks, der als erster Schlussmann bei der WM 1970 in Mexiko bei allen Spielen der Engländer mit Handschuhen auflief.

Nachdem die ersten professionelleren Torwarthandschuhe lediglich mit Gummibelägen wie von Tischtennisschlägern ausgerüstet waren, entwickelte Sepp Maier zusammen mit der Firma Reusch in den 70ern die ersten Soft-Grip-Torwarthandschuhe, die nicht nur die Finger schützten, sondern das Fangen und Festhalten des Balls enorm erleichterten.

Innen- oder Außennaht?

Torwarthandschuh ist nicht gleich Torwarthandschuh. Das fängt beim Preis an. Einfache Modelle beginnen bei 10 Euro, für die Exemplare der Profis müssen Sie zwischen 60 und 100 Euro auf den Tisch legen. Wie wir im Test bemerkt haben, lohnt es sich, mehr auszugeben. Fang- und Absorptionseigenschaften sowie der Tragekomfort sind um Welten besser.

Mit Außennaht hat man eine größere Fangfläche

Bei den Handschuh-Modellen unterscheidet man im Wesentlichen zwischen zwei Schnittformen, nämlich Außennaht- und Innennaht-Typen, teilweise vermischen die Hersteller auch beide Arten in Hybrid-Handschuhen. Außennaht-Handschuhe – auch Positivschnitt oder Expance Cut bezeichnet – sind die klassischen Fanghilfen, die einst auf den Markt kamen. Wie es der Name verrät, werden diese Torwarthandschuhe von außen genäht. Das hat zur Konsequenz, dass die Fangfläche vergrößert wird. Außennaht-Handschuhe sitzen um die Finger herum recht luftig.

Torwart-Handschuh Test: Erima Flexinator New Talent
Torwarthandschuh von Erima mit Außennaht: Die Finger haben viel Bewegungsfreiraum, die Handfläche ist recht groß.

Deutlich enger an den Fingern liegen Handschuhe mit Innennaht (Negativschnitt, Inseam Cut). Diese Modelle werden von links genäht, die naht verläuft nicht außen am Handschuh, sondern an den Rändern der Finger. Im Idealfall sitzt ein solcher Torwarthandschuh wie eine zweite Haut, wodurch die Ballkontrolle zunimmt.

Torwarthandschuhe mit Innennaht sind in der Regel höherpreisige und besser verarbeitete Modelle. Bei fast allen Einsteiger-Handschuhen handelt es sich um Außennaht-Typen. Ein dritter, aber eher seltener Handschuh-Typ, ist der Rollfinger. Bei ihm wird der Haftschaum um den Finger herumgewickelt und mit der Oberseite vernäht. Das Ergebnis ist ein Rundum-Grip mit optimaler Dämpfung.

Torwart-Handschuh Test: Adidas Torwarthandschuhe Predator Gl Pro
Beim Modell mit Innennaht – hier ein Handschuh von Adidas – ist die Fangfläche kleiner, aber das Ballgefühl nimmt zu.

Besonderer Schutz für die Finger

In den vergangenen Jahren sind immer mehr Torwarthandschuhe mit speziellem Fingerschutz auf den Markt gekommen. Bei diesen Modellen sind Fingerprotektoren eingearbeitet, die in einer Richtung beweglich sind, damit der Torhüter eine Faust machen kann, sich bei Druck aber versteifen, damit sich die Finger nicht überstrecken können. Auf diese Weise wird Verletzungen vorgebeugt. Einige Handschuhe erlauben es, einzelne Protektoren herauszunehmen.

Mehr Schutz bedeutet weniger Bewegungsfreiheit

So gut sich der Fingersave zunächst anhört, er hat auch Nachteile. Die Hand ist deutlich weniger beweglich, der Schlussmann hat weniger Gefühl, das Greifen wird mitunter erschwert. Bei schlecht gemachten Ausführungen drückt der Schutz auf die Fingerknöchel, wenn man eine Faust ballt, das Wegfausten eines Balles schmerzt dann sogar.

Ob einem der Fingerschutz zusagt oder nicht, findet man nur durch Ausprobieren heraus. Gerade bei verletzten Fingern kann der Fingersave aber eine nützliche Hilfe darstellen.

Darauf müssen Sie beim  Kauf eines Tortwarthandschuhs achten

Innen- oder Außennaht, mit oder ohne Fingerschutz sind nur zwei der Fragen, die Sie sich bei der Auswahl des passenden Tortwarthandschuhs stellen müssen. Entscheidend ist natürlich die Größe. Falls man keine Möglichkeit zum Ausprobieren hat, kann man sich über eine Größentabelle behelfen. Dazu misst man die Breite der Handinnenfläche oberhalb des Daumens. Anhand des ermittelten Wertes kann man in einer Größentabelle die entsprechende Handschuh-Größe ablesen. Diese variieren teilweise minimal von Hersteller zu Hersteller. Bei Modellen mit Fingerschutz wird empfohlen, eine halbe Nummer größer zu nehmen.

Nehmen Sie bei Fingerschutz eine halbe Nummer größer

Formel1-Fahrer können zwischen unterschiedlichen Reifenarten und Gummimischungen wählen, Torhüter müssen sich mit dem passenden Haftschaum, häufig Latex, auseinandersetzen, der für die Fangeigenschaften des Handschuhs verantwortlich ist. Über dieses Thema könnte man ganze Referate halten. Deshalb wollen wir Ihnen hier nur einige wesentliche Fakten nennen. Grundsätzlich müssen Sie wissen: Weiches Latex bzw. weicher Haftschaum bietet besseren Grip, nutzt sich jedoch schneller ab. Greifen Sie zu härterem Latex, steigt die Haltbarkeit, dafür reduziert sich der Klebeeffekt der Handschuhe. Dickeres Latex wiederum schützt Ihre Finger besser und absorbiert den Aufprall des Balles intensiver, dünneres ermöglicht jedoch eine bessere Ballkontrolle.

Soft Grip und Super Soft Grip Latex eignet sich für Anfänger – er ist zwar sehr haltbar, die Grip-Eigenschaften sind jedoch gering bis mittelmäßig. Spitzenmodelle, bei denen der Ball regelrecht kleben bleibt, sind mit Mega bzw. Supreme Grip Latex ausgestattet. Diese Handschuhe sind teuer, die Lebensdauer des Latex ist vergleichsweise kurz. Sie müssen für sich folglich den optimalen Kompromiss aus Leistungsfähigkeit und Haltbarkeit des Handschuhs herausfinden. Für extremen Regen gibt es Spezial-Handschuhe mit Aqua Grip Latex.

Harter Haftschaum für Kunstrasen

Entscheidend ist auch noch der Untergrund, auf dem Sie regelmäßig kicken. Rasenplätze beanspruchen Torwarthandschuhe am wenigsten. Kunstrasen hingegen setzt den Latex-Oberflächen enorm zu, im schlimmsten Fall arbeitet er wie Schleifpapier. Falls Sie nicht ständig in neue Handschuhe investieren wollen, sollten Sie einen robusteren und härteren Haftschaum mit höherer Haltbarkeit wählen. Wie bereits geschildert müssen Sie dann jedoch Einbußen beim Grip hinnehmen. Einige Hersteller haben den Bereich im Handballen verstärkt, um zu intensivem Abrieb an der Handfläche vorzubeugen.

Torwart-Handschuh Test: Grip Protection Zone
T1tan hat eine spezielle Grip Protection Zone am Handballen konstruiert, die die Handfläche vor starkem Abrieb schützen soll.

So haben wir getestet

Wir haben unsere Torwarthandschuhe einem klassischen Praxistest unterzogen. Wie gut ein Handschuh wirklich ist, findet man nur heraus, wenn man sich selbst in den Kasten stellt. Wichtige Aspekte waren Tragekomfort und Verarbeitung, Grip sowie Fangeigenschaften. Die Torwarthandschuhe mussten sich außerdem beim Fausten bewehren, was speziell mit Fingerschutz nicht immer ganz unproblematisch ist.

Torwarthandschuh Test: Torwarthandschuhe Gruppenbild 01
Unsere getesteten Torwarthandschuhe in der Übersicht.

Außerdem haben wir geprüft, wie leicht sich die einzelnen Modelle an- und ausziehen lassen, ob sie Extras wie beispielsweise einen Reißverschluss vorweisen können und wie anfällig der Haftschaum für Abrieb ist.

Ein Fazit können wir an dieser Stelle bereits ziehen: Teuer bedeutet bei unseren getesteten Torwarthandschuhen immer auch besser, und zwar deutlich besser.

Torwarthandschuh Test: T1tan Alien Green Devil

Unser Favorit: T1tan Torwarthandschuh

Der T1tan Torwarthandschuh ist mit knapp 60 Euro der Torwarthandschuh mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis. Tragekomfort, Grip und Verarbeitungsqualität können auf ganzer Linie überzeugen.

Unser Favorit

T1tan Torwarthandschuhe

Test Torwart-Handschuh: T1tan Alien Green Devil
Dank Latex, Neopren und Silikon ist der T1tan die perfekte Fanghilfe, die sich angenehm an die Haut schmiegt.

Die deutsche Marke T1tan hat noch nicht so einen Namen wie Adidas, Puma oder Reusch. Aber qualitativ muss sie sich vor den Platzhirschen nicht verstecken. An der Entwicklung der T1tan-Torwarthandschuhe arbeitet unter anderem der frühere Nationaltorhüter René Adler mit. So entstand auch der T1tan. Der Handschuh ist in den Größen 6 bis 11 immer zum identischen Preis erhältlich. Für ein paar Euro mehr kann man sich das Klettband auf beiden Seiten in maximal zwei Zeilen individuell bedrucken lassen.

Torwarthandschuh Test: T1tan Alien Green Devil
Der 4 Millimeter dicke Haftschaum füllt die komplette Innenhand und die Seiten aus.

Material und Verarbeitung

Der T1tan ist als Innennaht-Handschuh konzipiert. Seine Fangfläche ist größer als die vom Adidas Predator Pro oder Puma One Grip 1 Hybrid Pro. In der Innenhand befindet sich so genannter 4 Millimeter starker Gecko Grip. Der weiche Latex ist weit nach oben und sogar über den Daumen gezogen.

Die Oberhand ist aus Neopren gefertigt, ein Material, das man unter anderem vom Wassersport her kennt. Die Bereiche der Finger, die man zum Fausten benötigt, sind zusätzlich mit Silikon ausgestattet. Dessen Oberfläche ist nicht glatt, sondern für bessere Kontrolle strukturiert. Alle Nähte machen einen sehr stabilen Eindruck, die Verarbeitungsqualität ist ausgezeichnet.

Ein elastisches Klettband sorgt dafür, dass der T1tan auch am Handgelenk fest sitzt. Das gummierte Ende erleichtert es, das Band präzise an die gewünschte Stelle zu ziehen. Es muss nur einmal um das Handgelenk gewickelt werden.

Torwarthandschuh Test: T1tan Alien Green Devil
Das Klettband lässt sich einfach zuziehen und kann auf der Oberseite individuell bedruckt werden.

Tragekomfort

Beim Anziehen der Handschuhe hilft ein großes gummiertes Endstück, das man mit der freien Hand beim Hereinschlüpfen einfach festhält. Der Handschuh trägt sich super weich und elastisch. Hier spürt man keine Naht oder Stelle, die scheuert. Die Beweglichkeit der Finger ist hervorragend, T1tan verzichtet auf einen Fingerschutz. Auch das Ballen einer Faust gelingt ohne jeglichen Kraftaufwand.

Angenehm ist, dass der T1tan vergleichsweise weit über das Handgelenk gezogen wird. So verschmelzen Handschuh und Körper des Torhüters zu einer Einheit.

Genau wie beim Adidas Predator Pro und den beiden Puma-Modellen muss man vor dem ersten Einsatz eine dünne Schutzfolie von der Innenseite entfernen. Das ist bei allen Modellen etwas fummelig. Anschließend sollte man den T1tan mit lauwarmem Wasser auswaschen, bis sich kein Schaum mehr bildet und ihn gut auswringen. Angefeuchtet erzielen alle Handschuhe im Spiel bessere Grip-Eigenschaften.

Torwarthandschuh Test: T1tan Alien Green Devil
Einmal zugepackt, gibt es für das Spielgerät kein Entkommen mehr.

Spieleigenschaften

Die 4 Millimeter dicke Latexschicht sorgt dafür, dass auch die Energie von harten Schüssen gut abgebaut wird. Der Ball prallt ab, ohne dass man viel spürt. Das Fangen des Spielgeräts ist ein Genuss. Hier muss man sich keine Sorgen machen, dass der Ball aus den Händen rutschen könnte. Bekommt man ihn zu fassen, ist er sichere Beute und bleibt an der weißen Innenseite haften. So ist es auch keine Herausforderung, einen Fußball mit nur einer Hand vom Boden aufzuheben.

Beim Fausten hat man dank der Silikonschicht sicheren Zugriff auf den Ball und die nötige Energie, um die Kugel möglichst weit vom Tor wegzubefördern. Das Material ist insgesamt zwar schön elastisch, aber dennoch widerstandsfähig genug, um ein Umknicken der Finger relativ gut zu verhindern.

Im Bereich des Handballen und des Handgelenks hat T1tan eine recht massive Grip Protection eingearbeitet. Dieser lange Haftschaum-Bereich soll den Latex der Handinnenfläche vor übermäßigem Abrieb schützen. Damit eignet sich der T1tan etwas besser als die meisten Mitbewerber mit weichem Haftschaum für den Einsatz auf Kunstrasen, trotzdem ist auch hier seine Lebensdauer im Gegensatz zu richtigen Rasenplätzen deutlich verkürzt.

Insgesamt ist der T1tan ein perfekter Handschuh mit sehr gutem Tragekomfort, ausgezeichneter Verarbeitung und tollen Fangeigenschaften zu einem noch vertretbaren Preis und damit unsere Nummer eins. Die Spitzenmodelle von Adidas und Puma haben zwar identisches Niveau, sind aber in der Regel teurer.

Alternativen

Zwei unserer Alternativen – der Adidas Predator Pro und der Puma One Grip 1 Hybrid Pro – sind mehr als nur Alternativen, sie spielen mit dem T1tan in derselben Liga, sind in der Regel aber teurer zu haben. Wer in der 20-Euro-Klasse einen anständigen Torwarthandschuh sucht, fährt mit dem Sportout am besten.

Wenn Geld egal ist

Adidas Predator Pro

Test Torwart-Handschuh: Adidas Predator Pro
Tragekomfort, Verarbeitung, Grip – der Adidas Predator Pro verdient sich überall Bestnoten und ist ein Handschuh der Spitzenklasse.

Reinschlüpfen und wohlfühlen – das ist beim Adidas Predator Pro kein Kunststück. Er trägt sich wie ein leichter Langlauf-Handschuh, drückt nicht, passt sich flexibel an und ermöglicht eine perfekte Luftzirkulation. Außerdem ist er ein wahres Klebe-Monster, so stark saugt er die Bälle an. Beim Material setzt Adidas auf Baumwolle, Polyurethan und Latex.

Torwarthandschuh Test: Adidas Predator Pro
Weiche Baumwolle sorgt dafür, dass sich der Adidas Predator Pro extrem angenehm trägt.

Die Handrückseite des Predator ist ein Blickfang und besonderes Erkennungsmerkmal dafür, dass man es hier mit einem sehr hochwertigen Modell zu tun hat: diese ist nämlich gestrickt. Dadurch ist die Oberfläche elastisch, fühlt sich angenehm an der Haut an und wird zugleich sehr gut durchlüftet. Finger und Handoberfläche sind mit Silikonelementen überzeugen: Sie sorgen dafür, dass man das Spielgerät sicher und dynamisch trifft und nicht abrutscht.

Die Innenseite ist mit Haftschaum 3,5 Millimeter stark gepolstert. Wir haben es hier mit einem Innennaht-Modell zu tun. Zwischen der schwarzen Fangschicht und der gestrickten blauen Oberseite ist abgesehen vom Daumen ein neongelber Streifen eingenäht. Auch der Predator ist kein Handschuh, der sich wie eine Bratpfanne über die Hand erstreckt. Er passt sich vielmehr optimal an die einzelnen Finger an, sorgt dadurch zwar nicht für eine deutliche Vergrößerung der Fanghang, vermittelt jedoch ein perfektes Ballgefühl beim Fangen und Greifen.

Torwarthandschuh Test: Adidas Predator Pro
Dem schwarzen Haftschaum sieht man seine hervorragenden Klebe-Eigenschaften schon an.

Angezogen vermittelt der Adidas-Handschuh optimale Bewegungsfreiheit für alle Finger. Hier drückt nichts, hier reibt oder kneift nichts. Selbst nach stundenlangem Training ist die Hand danach vollkommen entspannt. Zum leichteren Anziehen ist ein Bändchen angenäht, um den Predator problemlos über die Hand zu ziehen. Die schwarze Bandage schmiegt sich weich um das Handgelenk. So sitzt der Handschuh in diesem Bereich angenehm locker. Wer hier mehr Stabilität möchte, kann die mitgelieferte, abnehmbare Bandage mit Klettverschluss zusätzlich um das Handgelenk wickeln.

Die Gripeigenschaften des Predator sind herausragend. Der Schaumstoff lässt den Ball förmlich an der Innenseite kleben. Zudem sorgt er dafür, dass auch feste Schüsse ohne schmerzende Handflächen gefangen werden, die Absorptionseigenschaften sind ausgezeichnet. Im Handballenbereich ist eine zusätzliche Dämpfungs-Zone integriert. Diese hat auf Kunstrasenplätzen eine minimale Schutzwirkung – aber wer hier kickt, hat am Predator nicht lange Freude, dafür ist seine extrem griffige Innenfläche zu sensibel.

Torwarthandschuh Test: Adidas Predator Pro
Hand auf den Ball und hochheben – das Spielgerät bleibt haften.

Wenn Sie nach dem Adidas Predator Pro im Internet stöbern, müssen Sie sehr genau auf die Preisgestaltung achten. Teilweise entdecken Sie ihn hier für 60 bis 70 Euro. Doch wenn man die beliebte Größe 10 im Auswahlfenster anklickt, schnell der Preis mitunter auf 90 oder 100 Euro hoch. Das ist auch der Grund, warum er sich im Preis-Leistungsverhältnis hinter dem T1tan einreihen muss.

Ansonsten bietet der Handschuh alles, um Torhüter bestmöglich auf jeden Stürmer dieser Welt vorzubereiten.

Auch gut

Puma One Grip 1 Hybrid Pro

Torwarthandschuh Test: Puma One Grip 1 Hybrid Pro
Wie eine zweite Haut schmiegt sich der Puma One Grip 1 Hybrid Pro an die Hand und begeistert durch tolle Fangeigenschaften und Verarbeitung.

Und noch ein Torwarthandschuh in diesem Testfeld, der beim Tragekomfort Maßstäbe setzt und sich so dezent und angenehm an die Hand schmiegt, dass man ihn fast gar nicht bemerkt: Der Puma One Grip 1 Hybrid Pro ist entsprechend in höheren preislichen Gefilden angesiedelt, aber jeden Euro wert.

Torwarthandschuh Test: Puma One Grip 1 Hybrid Pro
Patsch! Hat man den Ball mit dem Puma One Grip 1 Hybrid Pro einmal umschlungen, gibt es für diesen kein Entkommen mehr.

Der Handschuh ist in Größen zwischen 7 und 11 in den Farben Schwarz-Gelb und Schwarz-Asphalt-Weiß erhältlich. Optisch und vom Tragekomfort erinnert der Puma an einen feuerfesten Rennhandschuh. Die Nähte sitzen exakt, außen kommen Polyester und Polyurethan zum Einsatz. Das Material ist weich, atmungsaktiv, aber trotzdem robust. Der Bereich, den man zum Fausten benötigt, ist stark gepolstert, auch die Finger (abgesehen vom Daumen) überziehen dünne Gummistreifen.

Der One Grip 1 Hybrid Pro kombiniert die Typen Rollfinger und Innennaht. Das bedeutet, dass sich der vier Millimeter starke Ultimate Grip Latex außen um die Finger rollt und dann seitlich in die Oberfläche übergeht. Der Handschuh liegt dadurch super eng an den Fingern. So ergibt sich zwar keine riesige Pranke, aber das Gefühl, wenn man den Ball fängt, ist sehr natürlich und direkt.

Torwarthandschuh Test: Puma One Grip 1 Hybrid Pro
Die weiche Innenseite umschließt die Finger – auf Kunstrasenplätzen ist sie jedoch völlig ungeschützt.

Material- und verarbeitungstechnisch spielt der Puma auf Champions-League-Niveau. Auch der Daumen ist super gepolstert. Einen Fingerschutz hat der Hybrid Pro nicht integriert, wir vermissen ihn aber nicht.

Der Latex hat herausragende Grip-Eigenschaften. Mit diesem Handschuh kann man den Ball locker vom Boden hochziehen. Zudem ist die Aufprall-Absorption exzellent. Für Kunstrasenplätze ist dieses Modell allerdings überhaupt nicht geeignet. Der weiche Schaum zieht sich bis in den Bereich des Handgelenks hoch, Puma hat keine Schutzzone installiert.

Torwarthandschuh Test: Puma One Grip 1 Hybrid Pro
Test bestanden: Mit einer Hand hebt man einen Fußball problemlos hoch.

Das elastische Klettband zieht sich durch einen kleinen Tunnel unter der Latexoberfläche durch und lässt den Handschuh perfekt am Handgelenk anliegen. Insgesamt ist auch der One Grip 1 Hybrid Pro ein herausragender Handschuh, der optisch und funktional voll punktet.

Gut & Günstig

Sportout Torwarthandschuhe mit Fingersave

Test Torwart-Handschuh: Sportout Torwarthandschuhe mit Fingersave
Der Sportout-Handschuh ist günstig, bietet ordentlichen Grip, guten Tragekomfort und einen bequemen Fingerschutz.

Der Sportout Torwarthandschuh kostet nur um die 20 Euro und ist damit deutlich günstiger als unsere Spitzenmodelle von T1tan, Adidas und Puma. Qualitativ kann er dem Trio auch nicht das Wasser reichen. Aber wer eben nur ein begrenztes Budget zur Verfügung hat, erhält mit dem Sportout einen Handschuh, der alle wesentlichen Anforderungen an einen Torwarthandschuh überdurchschnittlich gut erfüllt.

Torwarthandschuh Test: Sportout-Torwarthandschuh
Mit dem Sportout-Handschuh hat man den Ball sicher im Griff.

Erhältlich ist die Fanghilfe in Schwarz, Blau und Rot in den Größen 5 bis 10 – so ist er für Kinder und Erwachsene geeignet. Es handelt sich um ein klassisches Außennaht-Modell. An unsere Hand passt sich der Sportout in Größe 10 perfekt an, in der Länge und in der Breite stimmt alles. Die einzelnen Finger können sich noch problemlos bewegen, haben aber kein Spiel, um im Inneren herumzurutschen.

Die Nähte sind ordentlich verarbeitet. Wir haben einen Sportout schon seit einigen Monaten im Einsatz, die Nähte halten, und auch der Haftschaum ist nach diversen Trainingseinheiten auf Rasenplätzen noch in nahezu perfektem Zustand. Die Außenhaut besteht aus EVA-Verbundmaterial – das ist nicht ganz so glatt wie die Kunststoffe vieler anderer Mitbewerber in diesem Preissegment und erleichtert das Fausten, weil der Ball nicht so leicht über die Faust rutscht.

Torwarthandschuh Test: Sportout-Torwarthandschuh
Der Haftschaum ist langlebig und bietet gleichzeitig einen akzeptablen Grip.

Die Latex-Oberfläche der Innenhand bietet mit den besten Grip der günstigeren Torwarthandschuhe, kann aber natürlich mit den Modellen von T1tan, Adidas und Puma nicht mithalten. Die Absorptionseigenschaften sind gut. Hier ist der Attono Attack Breaker II Fingersave noch etwas besser, der aber beim Tragekomfort im Vergleich zum Sportout Federn lassen muss.

Abgesehen vom Daumen haben alle Finger ein Schutzsystem integriert. Hier hat der Hersteller einen idealen Kompromiss getroffen. Die Plastikeinsätze sind sehr flexibel und machen sich nicht negativ bemerkbar, trotzdem spürt man eine deutliche Schutzfunktion, wenn ein Ball auf die Finger knallt. Der Handschuh ist zudem atmungsaktiv. Auch nach längeren Spielen muss man ihn nicht durchgeschwitzt auswringen.

Der Armabschluss des Sportout besteht aus elastischem Material, das sich weich um das Handgelenk schmiegt. Über das Stretch-Band mit Klettbandage kann man den Halt individuell dosieren. Der Handschuh kombiniert für rund 20 Euro guten Tragekomfort mit cleverem Fingerschutz und ordentlichem Grip. Er ist damit unser Preistipp.

Außerdem getestet

Mit dem Puma Future Grip 5.1 Hybrid haben wir hier noch einen zusätzlichen teuren Handschuh, der höchsten Ansprüchen gerecht wird. Ansonsten muss man bei den günstigen Modellen in der Regel Kompromisse eingehen. Der Attono Attack Breaker II Fingersave sowie der Adidas Predator Top Training Fingersave zeigen jedoch, dass auch preiswertere Torwarthandschuhe ohne nennenswerte Schwächen auskommen.

Puma Future Grip 5.1 Hybrid

Test Torwarthandschuh: Puma Future Grip 5.1 Hybrid

Keine Preise gefunden.

Pumas Future Grip 5.1 Hybrid ist ein Handschuh der Extraklasse und damit natürlich im oberen Preissegment angesiedelt. »Hybrid« bedeutet in diesem Fall, dass es sich beim Schnitt um eine Mischung aus Rollfinger und Innennaht an Daumen, Mittel- und Ringfinger handelt. Ergebnis: Der One Grip trägt sich so bequem wie ein weicher Winterhandschuh. Der recht lange Einschlupf hat einen Reißverschluss auf der Seite, zudem ist hier eine Einstiegshilfe angenäht. Der Handschuhkörper ist in diesem Bereich gestrickt. Daran schließt sich die Innenhand mit 4 Millimeter starkem Elite+ Latex an. Die Rückhand ist mit Silikon verstärkt. Hier fänden wir beim Fausten eine zusätzliche Verstärkung ganz sinnvoll.

Ansonsten begeistert der Puma auf ganzer Linie. Der Grip ist exzellent – einen Fußball kann man problemlos vom Boden aufheben. Ebenso ist der Handschuh innen weich gepolstert, so macht es Spaß, Schüsse abzuwehren und Bälle vom Himmel herunterzupflücken. Die Besonderheit ist, dass der Future Grip 5.1 Hybrid so eng wie eine zweite Haut anliegt, dabei aber trotzdem ausgezeichneten Bewegungskomfort und perfektes Ballgefühl beschert. Das ist möglicherweise nicht jedermanns Sache. Deshalb gilt: ausprobieren!

Attono Attack Breaker II Fingersave

Der Attono Attack Breaker II Fingersave bewegt sich preislich und qualitativ auf dem Niveau des Sportout-Handschuhs und kann deshalb ebenfalls eine interessante Alternative darstellen. Der Latex-Schaum ist schön dick aufgetragen und dämpft aufprallende Bälle gut ab. Der Grip ist solide. Abgesehen vom Daumen werden alle vier anderen Finger einer Hand durch eingesetzte Stäbchen geschützt. Der Bewegungsfreiraum bleibt erhalten, ohne dass die Fingerknöchel schmerzen oder aufgescheuert werden. Beim Fausten wünscht man sich etwas mehr Haftung auf der Oberseite des Handschuhs, trifft man den Ball nicht ganz exakt, kann das Manöver im Strafraum auch mal unglücklich enden.

An der Verarbeitung des Attono gibt es nichts zu meckern. Er verbreitert die Handfläche effektiv und ist damit eine echte Hilfe im Tor. Obwohl uns Größe 10 von der Fingerlänge her gut passt, hat unsere Hand im Attack Breaker II etwas zu viel Luft. Das Klettband muss man schon sehr stramm ziehen, damit der Handschuh nicht zu locker sitzt. Hier gefällt uns der Sportout besser, der nicht ganz so dick aufträgt und ein etwas besseres Ballgefühl vermittelt. Praktisch ist die angenähte Schlaufe, die beim Anziehen des Attono Attack Breaker II Fingersave hilft. In dieser Preisklasse ist er auf jeden Fall ein interessantes Modell.

Adidas Predator Top Training Fingersave

Der Adidas Predator Top Training Fingersave agiert in der mittleren Preisklasse. Dafür gibt es einen soliden Handschuh mit Fingerschutz. Die Verarbeitung ist gut, insgesamt erfüllt das orange Modell mit Außennaht die Erwartungen. Der Soft Grip Pro Latex polstert ordentlich ab, auch der Grip ist zufriedenstellend. Gelungen ist der Fingerschutz. Dieser schränkt die Beweglichkeit der Finger nur minimal ein und verhindert Verletzungen. Das Ballen einer Faust ist mit dem Predator ohne Probleme und spürbare Einschränkungen möglich. Die Außenhaut besteht zu 63 Prozent aus Polyester und zu 37 Prozent aus Polyurethan. Der Tragekomfort ist angenehm. Insgesamt ist der Adidas Predator Top Training Fingersave ein Torwarthandschuh ohne nennenswerte Schwächen.

Erima Flexinator New Talent

Im Vergleich zu höherwertigen Torwarthandschuhen wirken die Erima Flexinator New Talent wie Topflappen: Die Haftschaum-Schicht ist sehr dünn, der Grip dürftig und die Absorptionseigenschaften sind mager. Der blaue Handschuh ist ein absolutes Einsteiger-Modell oder für Kinder, die im Garten ein wenig kicken. Hergestellt ist der Erima aus Latex, Polyester, Polyurethan und Nylon. Die Fangfläche ist groß, zwischen Haftschaum und Oberseite ist jedoch nur sehr dünnes Material vernäht. Auch beim dünnen Klettriemen merkt man, dass der Flexinator mit harter Kostenvorgabe produziert wurde. Speziell wenn man eine Faust macht und sich die Oberseite spannt wird deutlich, dass über den Fingerknöcheln nicht viel ist.

Der Tragekomfort ist gut, der Erima Flexinator New Talent ist sehr leicht. Eine wirkliche Fanghilfe ist er jedoch nicht.

Brace Master Torwarthandschuhe mit Fingerschutz

Abgesehen vom strengen Geruch machen die Brace Master Torwarthandschuhe auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Der Haftschaum ist nicht zu dünn, in die Finger sind Protektoren eingearbeitet, und Käufer können aus insgesamt fünf verschiedenen Farbvarianten auswählen. Wenn man jedoch das erste Mal die Hand zur Faust formt, hört der Spaß sofort auf. Der Fingerschutz ist wenig elastisch und schmerzt extrem an den Fingerknöcheln. Der Tragekomfort ist damit unterdurchschnittlich, das Ballen der Faust eine schmerzhafte Angelegenheit, zudem gelingt das Wegfausten nicht präzise.

Ansonsten erfüllt das Modell die in dieser Preisklasse erwarteten Anforderungen. Der Grip ist ganz ordentlich, der Aufprall des Balles wird spürbar abgefedert. Das hilft aber alles nichts, da sich der störende Fingerschutz nicht herausnehmen lässt.

Der Alpas PowerSafe V3 macht gleich einen profes­si­o­nel­len Eindruck. Die farbliche Gestaltung gefällt, der Haftschaum hat eine gute Dicke, und gegen einen geringen Aufpreis kann man sich sogar Vor- und Nachnamen auf das Klettband am Handgelenk drucken lassen. Warum dieses satte 40 Zentimeter lang sein muss, erschließt sich uns nicht. Eine kürzere Version hätte auch gereicht, damit der Handschuh am Handgelenk fest sitzt.

Die Finger sind geschützt, die Bewegungsfreiheit wird dadurch zwar eingeschränkt, allerdings noch in einem erträglichen Maße. Mit dem Grip des Handschuhs sind wir zufrieden. Dass der Hersteller im Bereich des Handballens eine Schutzzone installiert hat, damit sich der Haftschaum auf Kunstrasen nicht so schnell abnutzt, ist prinzipiell eine gute Idee. Allerdings hätte dafür ein anderes Material verwendet werden müssen. Prallt der Ball auf diesen Bereich, kann man ihn kaum kontrollieren, weil die Stelle sehr rutschig ist. Ansonsten dämpft der Schaum Schüsse gut ab, die Auffangfläche ist groß. Trotz der kleineren Defizite ist der Alpas PowerSafe V3 ein interessanter Torwarthandschuh.

Erima Skinator Hardground

Beim Erima Skinator Hardground bleibt der Tragekomfort auf der Strecke. Unser Modell in Größe 10 fällt sehr eng aus. Während der Daumen perfekt sitzt, können sich die anderen Finger kaum bewegen. Der integrierte Fingerschutz ist extrem stramm, ballt man eine Faust scheuert der Kunststoff an den Fingerknöcheln und verursacht Schmerzen. Entspanntes Spielen ist so nicht möglich.

Das ist schade, denn beim Grip und der Dämpfung kann der Handschuh durchaus überzeugen. Die Energie des auftreffenden Balls wird effektiv vernichtet, packt man gut zu, hat man das Spielgerät sicher in den Händen.

Trotzdem: Zumindest für uns ist dieser harte Fingerschutz mehr Last als Lust.

Obwohl der Daumen im FitsT4 Catcher genau richtig sitzt, haben alle anderen Finger zu viel Bewegungsfreiheit. Der Handschuh fühlt sich dadurch etwas schwabbelig an, die kleinen Finger schmerzen jeweils an der Innenseite. Der Catcher hat ein Fingerschutzsystem integriert. Das ist recht elastisch und macht sich nur bemerkbar, wenn man die Hand extrem zu einer Faust ballt. Dann scheuern die Plastikstreifen leicht auf der Haut. Beim Tragekomfort kann uns der FitsT4 insgesamt nicht überzeugen, auch das Fausten gelingt nicht optimal. Durch den Latex-Haftschaum ist der Grip jedoch ganz ordentlich, auch die Dämpfung ist akzeptabel. Zumindest wir wollen den FitsT4 Catcher jedoch keine 90 Minuten an den Händen haben.

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